Donnerstag, 26. Februar 2009

the tree projekt


jetzt muss ich doch vielleicht noch einmal erklären, warum es mich gerade so gereizt hat, an diesem baum mitzuwirken.

der baum ist bei dieser kunstaktion das bild, ein bild der gesellschaft - ebensosehr wie der baum nur existiert im zusammenspiel von wurzeln, stamm, ästen und blättern ist die gesellschaft nur das, was ihre einzelteile sind, familien, freundschaften, gemeinden, landschaften, länder...

alles hängt miteinander zusammen und kann auch nur gemeinsam existieren: der einzelne beeinflusst das grosse ganze und das grosse ganze beeinflusst den einzelnen.

und so ist es auch nicht egal, woher meine wolle für all die schönen filzsachen kommt. sicher juckt es mich auch bisweilen, hochfeine neuseelandmerino zu verarbeiten, oder die anforderungen sind nur mit eben dieser qualität zu machen.

aber darüber muss ich eben immer wieder neu entscheiden, ob nicht auch das schaf von der weide neben unserem haus eine wolle hat, die für bestimmte anforderungen und bedürfnisse gut ist.

ich mag es, wolle zu verarbeiten, von der ich weiss, woher sie kommt, von schafen, von denen ich weiss, dass sich gute landschaftspfleger sind, von schäfern, die sich um den erhalt alter tierrassen kümmern und damit auch kulturlandschaften erhalten und schützen.

ich brauche wolle aus meiner umgebung - und meine umgebung braucht es, dass ihre produkte genutzt und gebraucht werden.

insofern fühle ich mich dem gedanken der "interdependence" wie er im tree projekt zum ausdruck kommen soll, bei meiner arbeit mit fasern, beim filzen sehr verbunden!

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