Montag, 14. Juni 2010

was singt der mann mit der roten zipfelmütze wohl?


hinterhofidylle in ennetbaden.

wahrscheinlich bald sein abschiedslied, nehme ich an. diese blicke, diese seiten unseres (wahl-) wohnorts verschwinden zusehends, alte häuser mit charakter müssen neubauten weichen, die einer wie der andere aussehen. als wir vor fünf jahren hier ankamen, floss der verkehr noch entlang der limmat, heute entsteht dort eine repräsentative promenade,die autos fahren durchs tunnel. die post gab es schon damals nicht mehr, aber noch einen metzger, der anlass gab, ins zentrum zu gehen, um einzukaufen. im zentrum könnte man sich nun ungehindert vom autoverkehr bewegen, aber weshalb sollte man dort hin gehen? die entstehenden noblen neubauten liegen an der verkehrsberuhigten, ja eigentlich verkehrsbefreiten promenade, die zufahrt erfolgt "von hinten" - vorbei an der schule, über die einzige kreuzung, die nahezu alle schüler auf dem weg zur schule überqueren müssen, die restlichen kinder, wenn sie die tagesbetreuung besuchen wollen.
in den nächsten jahren stehen weitere solcher modernisierungsmassnahmen an - informiert dieser tage ein flyer der gemeinde - wir haben wenig einfluss auf diese entwicklung, solange wir nicht ganz direkt betroffen sind. andererseits weiss ich auch nicht, ob ich direkt einfluss nehmen wollen würde.
welche konsequenzen diese entwicklung für uns haben wird, können wir noch nicht absehen, allenfalls bleibt uns ja noch die option, uns einen anderen wohnort zu wählen.

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