Donnerstag, 24. Mai 2012

und wenn ich gross bin...

... eröffne ich einen gourmet imbiss.
das erste rezept hab ich heute schon mal ausprobiert.

und das kam so:
meine idee war es, zum abendessen für vier personen lauwarmen spargelsalat mit brotcroutons zu servieren. die fünfte person, da zur angepeilten abendessenszeit (zwei von vier müssen später noch mal weg) abwesend, sollte anschliessend ihre portion frisch zubereitet bekommen.

es kam nur leider anders als gedacht:
zehn vor sechs: das töchterlein bricht in ein solches hungergeschrei aus, dass sich demnächst die welthungerhilfe hier nicht mehr mit bitten um spenden, sondern mit einem hilfspaket melden wird. 

sechs uhr: der mittlere knabe kommt nach hause. hungrig. aber auch völlig mit unidentifizierbaren anrufen auf seinem mobiltelefon beschäftigt.

zehn nach sechs: die vierte person, btw der herr gemahl, vermeldet, dass er vor seinem termin am abend nicht mehr nach hause komme. ich entscheide spontan nur die beiden jüngsten kinder zu verpflegen und später zusammen mit dem herrn gemahl zu dinieren. (erwähnte ich schon, dass sich ein lauwarmer spargelsalat sehr dazu eignet vorbereitet  und dann in einzelnen portionen serviert zu werden?)

halb sieben: die tochter und der mittlere sohn essen zu abend. es mundet. nun ja, salat hätte es für das töchterlein nicht sein müssen. sie scheint aber wirklich hunger gehabt zu haben.
ich habe noch nicht alle spargel geschält, noch nicht alles brot gewürfelt und noch nicht allen salat gewaschen. 

punkt sieben: der mittlere ist unterwegs zu seinem abendeinsatz. ein wolkenbruch mit ostwind sorgt dafür, dass hinter der haustüre und der balkontüre im schlafzimmer jeweils ein see entsteht. mehr oder weniger zeitgleich werfe ich den becher mit der salatsauce um, die sich umgehend mehr oder weniger in der gesamten küche verteilt.

halb acht: die gröbsten überschwemmungsschäden sind beseitigt. der grosse sohn trifft ein. da er sowieso tropfnass ist, rufe ich ihm zu, dass sein abendessen fertig sein wird, wenn er wieder trocken ist. mittlerweile habe ich den restlichen salat gewaschen, die spargel zu ende geschält und mehr brot gewürfelt (allerdings immer noch nicht alles). er versorgt mich mit der erkenntnis, dass eine automatische gartenbewässerung sehr gut sei, damit man den garten ohne nass zu werden auch bei regen giessen könne. (btw: es ist nicht unsere)

viertel vor acht: der grosse verschlingt einen riesenteller lauwarmen spargelsalat mit brotcroutons und lobt ihn. allerdings braucht er anschliessend noch eine banane, um wirklich satt zu werden.

acht uhr: ich unterbreche das fitnesstraining der tochter um sie ins bett zu schicken. das brot ist vollständig gewürfelt.

zehn nach acht: die tochter ist im bett. in der küche wartet alles auf die zubereitung der letzten beiden portionen lauwarmen spargelsalats mit brotcroutons. damit ich nicht so nutzlos rumsitze staubsauge ich schlafzimmer und flur und putze das ober bad.

halb neun: der salat beginnt zu welken. mein magen knurrt. ich erwäge die zubereitung einer einzelnen portion lauwarmen spargelsalats mit brotcroutons. (erwähnte ich schon, dass sich ein lauwarmer spargelsalat sehr dazu eignet vorbereitet  und dann in einzelnen portionen serviert zu werden?)

fortsetzung folgt (vielleicht). 

viertel nach neun:


zwei portionen lauwarmer spargelsalat mit brotcroutons, bitte!


1 Kommentar:

  1. hihi, und nun stell dir das ganze mit noch ein paar personen mehr vor...

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