Sonntag, 25. November 2012

wochenende

das letzte wochenende vor der dorfweihnacht. 
und weil alles, was jetzt noch für den kommenden samstag vorbereitet werden muss, auch im laufe der kommenden woche gemacht werden kann, war es ganz bewusst ein familienwochenende.
 unser plan war es, dieses für unsere weihnachtsvorbereitungen zu nutzen.



vor allem zum gutsle-backen. am samstag arbeiteten wir zu dritt - die tochter ist definitiv nicht mehr ein kind, das beim backen beschäftigt werden muss, sondern eine grosse, die auch mal alleine eine ganze menge wegschaffen kann.

 

am sonntag ging es dann mehr oder weniger zu fünft weiter. und dabei kam ich als universal-handlangerin und verantwortliche für die arbeitsvorbereitung immer mal wieder an meine grenzen. 


das war aber alles nichts gegen die schlacht mit den zimtsternen... bis die tochter dann anfing, das förmchen nach jedem ausstechen in kaltem wasser zu spülen und damit nicht nur die zimtsterne sondern auch die stimmung rettete.  


 derweil machte der mittlere mit den schwarz-weiss-gebäcken kunst...


und zwischendurch mussten die tochter und ich uns immer mal wieder um einen familienzuwachs (?), die ergänzung der spinnradherde (?), das emmentaler findelkind (?) kümmern.

denn am samstag war ja nebenan in der kleinen stadt auch flohmarkt. und nachdem ich morgens um kurz nach acht dort schon eine kleine warenübergabe hatte, wollte später nach dem frühstück auch noch die ganze familie (minus den rettungsschwimmer, der natürlich rettungsschwimmen musste) auf den markt. dabei entdeckte ich ein altes emmentaler spinnrad und wollte eigentlich dem mittleren nur das einzige mir bekannte spinnrad, bei dem das antriebsrad wie bei der amerikanerin im hintergrund in sitzrichtung orientiert ist, zeigen. dabei kamen wir dann mit mutter und tochter ins gespräch, die das spinnrad zu verkaufen hatten. eine nähere inspektion ergab, dass das spinnrad in sachen funktionale teile vollständig war, nur der antriebsriemen fehlte. und auch wenn das spinnrad durchaus als antiquität durchgehen könnte, lag den beiden etwas daran, dass jemand es benutzen wollte. weswegen sie es mir für eine verhältnismässig geringe adoptionsgebühr überlassen wollten.

  

mein interesse war geweckt, nachdem ich gesehen hatte, dass es sich um ein rad mit zweifädigem antrieb handelte. ich hatte zwar keine ahnung, wie ein solcher funktioniert, aber den ehrgeiz das von eifrigem gebrauch zeugende stück wieder zum laufen zu bringen...

nun, anhand der bilder können sie schon ahnen, wie die geschichte ausging: anstatt wie geplant die neuseeländerin zu verkaufen, ist die herde angewachsen auf drei - mittlerweile auch funktionstüchtige - spinnräder.(neuseeländerin, amerikanerin und emmentalerin)


 

hier läuft noch zur probe ein sockengarn auf die spule, aber später habe ich auch noch ein wenig wolle gesponnen. das spinnrad ist wunderbar geeignet, um sehr dünnes garn zu spinnen... ob ich es ernsthaft gebrauchen will, weiss ich noch nicht, denn so recht will mir der seiteneinzug und das treten mit dem rechten fuss nicht gefallen.

Kommentare:

  1. dem säg ich mal guätzlä!!!!!!!! ich het ja mis soll hür ä schu erledigt. &grüäzi spinnrad. so ä alti frau hetti au nuch irgendwo. mal am strassärand gfundä. spinnä wetti ä schu lang chännä. wänd mal im egg bisch wärsch aso herzlich zumnä kafi iigladä. honnnie soit qui mal y pense.

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  2. Lecker lecker! Da warst Du aber wirklich fleißig!
    lg
    Bine

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  3. Hallo!
    Ich habe mir vor kurzem auch ein Emmentaler Spinnrad zugelegt. Leider fehlt der Flügel. Ich möchte es ungedingt zum Laufen bringen. Könntest du mir vielleicht ein Detailfoto von deinem Flügel und Spule schicken`? Vielleicht kann das ja jemand nachbauen. Vielen Dank und viele Grüsse! Tina

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