Dienstag, 4. Februar 2014

füürwärch (oder. achtung, werbung!)

wir haben hier im mittelland ja auch sportferien. nur leider immer noch nicht annähernd so etwas wie schnee. und da wir wegen dem lehrling heuer erst in der zweiten ferienwoche zum skifahren gehen, lassen wir uns von tag zu tag etwas einfallen, womit wir die (schnee-)freien tage verbringen können. etwas, das wir uns schon ganz lange vorgenommen hatten, war ein besuch im "füürwärch" in dübendorf. tatsächlich diskutierten ich und die tochter (der mittlere sohn wollte nicht mitkommen) im auto, wie lange schon: ihrer meinung nach ist das schon ganz lange her, nämlich mindestens seit sie sechs jahre alt war, meiner meinung nach war das etwas kürzer und dank blog kann ich das auch belegen, denn dort haben wir vor zirka eineinhalb jahren die freundlichen frauen vom füürwärch kennengelernt und den beschluss gefasst, einmal mit viel zeit wiederzukommen. 


 und das war eine gute idee. und zwar einerseits generell, andererseits in sachen viel zeit.
wir trafen nach einem kleinen umweg über gockhausen (nett eigentlich da im zürcher ....ähm, wie heisst das noch ... hinterland?) um kurz nach elf im ladenatelier ein (parkplätze gibt es direkt vor dem haus) und brauchten so irgendetwas zwischen einer halben und einer ganzen stunde bis wir sämtliche zur verfügung stehenden rohlinge begutachtet und uns für einen entschieden, dann mindestens noch dreimal umentschieden, dann verschiedene techniken angeschaut, dann die farben und noch ein paar techniken erklärt bekommen hatten. und das in einer wirklich absolut entspannten atmosphäre, so dass wir da bereits komplett die zeit vergessen hatten.


 die tochter hatte sich für einen suppenteller, ich für einen möglichst flachen teller entschieden. auf dem teller der tochter sind so ziemlich sämtliche technikvorschläge, die christina uns machte, vereinigt, sie hatte eine riesenfreude dran, alles mögliche vom einfachen bemalen mit pinsel, mit und ohne vorzeichnung, über so eine art auftrag mit einer kanüle bis zum stempeln auszuprobieren. zwischendurch hat sie sich immer wieder rat geholt, oder inspiration, je nach bedarf. ein bisschen schwierig ist es teilweise, die farben so im kopf zu behalten, wie sich nach dem brennen sein werden. es gibt dafür aber kleine glasierte tonscherben, die man zu diesem zweck nebeneinander legen kann.


 ich habe derweil akribisch an meinem entwurf herumgepusselt, was den vorteil hatte, dass ich mit dieser idee die meiste zeit den kopf frei hatte um der tochter zuzuhören und zu schauen. andererseits macht es sinn, dass auch die begleitende erwachsene person etwas macht, denn sonst wirds schnell langweilig und man fängt womöglich noch an, die kinder anzutreiben, was weder spass noch sinn macht. tatsächlich kann man sich nämlich so viel zeit lassen, wie man möchte mit seiner arbeit, man bezahlt pro werkstück und in diesem betrag sind dann nicht nur farbe und brennen, sondern auch die nutzung des arbeitsplatzes und ganz viel fachkundige und liebevolle anleitung enthalten.


 so weit so gut, als wir die oberseite der teller beendet hatten, waren wir durstig und hungrig und ausserdem hatte sich die familie, die mit uns dort am arbeiten war, auch etwas zu essen bestellt und darum gingen wir durch eine tür ins "kafi näbedra". man kann sich die sachen auch an den arbeitsplatz servieren lassen, aber es tut gut, mal aufzustehen und woanderes zu essen. (unbedingt sollte man einen besuch der toilette einplanen, man kann das aber auch schon in der inspirationsphase ganz am anfang tun.)
nun, während des essens erklärte die tochter, dass und wie sie die rückseite des tellers zu bemalen gedachte. ein aspekt, an den ich bisher noch keinen gedanken verschwendet hatte.


 während ich mich für eine einfarbige, die farben der vorderseite aufnehmende gestaltung entschieden hatte, kam die tochter jetzt erst so richtig in fahrt... nutzte die erfahrungen, die sie auf der oberseite gemacht hatte und gestaltete den teller auch noch von unten.


 und anstatt einfach nur herumzusitzen (und womöglich doch noch zur eile zu drängen) habe ich noch ein paar pröbchen gemalt. ich hätte da schon auch noch ein paar ideen... und am schluss fing ich dann doch noch an zu drängeln. aber erst, als es allmählich auf vier uhr zu ging, denn zwischen uns und den hühner, die noch in ihr haus und vor dem fuchs in sicherheit gebracht werden wollten vor dem eindunkeln, lag immerhin noch der gubristtunnel und vor meinem inneren auge wuchs der stau...


wahrscheinlich wären wir auch ohne hühner, fuchs und stau nicht mehr viel länger geblieben, denn ein bisschen anstrengend wars dann doch auch. aber eben auch wunderschön! wir danken darum ganz herzlich für den schönen ferientag in entspannt werkeliger atmosphäre und freuen uns jetzt schon auf die ergebnisse, die wir nach dem brennen bereits am samstag abholen dürfen!

Kommentare:

  1. diese art von werbung zelebrieren wir nachgerade! herzlichen dank. ich freue mich schon, wenn die sachen aus dem ofen kommen. der vorher/nachher unterschied ist verblueffend! dann noch die offizielle ansage: wie filzen auch macht keramikmalen suechtig. ihr seid jetzt gewarnt.

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  2. War so cool am Sonntag ich durfte einen wirklich lässigen Schmetterlingsteller kreiren .Ich konnte sogar meinen Mann mit sanfter Gewalt dazu bringen, für mich Freihand einen Pinguin auf einen Teller zu malen. Nun bin ich wie ein kleines Kind, dass Weihnachten Osterhase, Zahnfee und Geburtstagsfreude aufeinmal verspührt und am liebsten das Datum (bis zum 23. Oktober) eigenhändig herbeireissen würde egal wieviele Tonnen das wären. ���� Wer den Teller gesehen hat, wer auch weiss dass ich Pinguine sammle wie wild und weiss das er von ❤️ von meinem Schatz gemacht wurde, DER weiss das ich im mom Qualen leide������Qualen sage ich��������

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