Mittwoch, 12. März 2014

kreuzwegstation zwei


jesus nimmt das kreuz auf seine schultern. 
(dunkelgraue neuseelandwolle, rote merinowolle, engadiner fuchswolle, draht)

noch bevor der eigentliche weg mit dem kreuz beginnt, wird jesus von einer kohorte römischer soldaten erniedrigt. seiner kleider beraubt wird ihm ein purpurroter mantel umgelegt und eine krone aus dornen 
aufgesetzt - und dann wird er als könig der juden verspottet. aber damit nicht genug, danach wird er angespuckt und geschlagen. 

diese szene lässt mich zunächst ein wenig ratlos zurück. die soldaten demonstrieren ihre macht über den verurteilten. und was weiter? beim querlesen und weiterlesen wird es mir deutlich: nichts weiter. jesus wehrt sich nicht, er stellt nichts richtig, er verteidigt sich nicht, er lässt einfach geschehen. er vertraut voll und ganz auf Gott, verlässt sich auf ihn, der ihn erretten wird. 

so deutlich und plakativ die zuschaustellung der macht ist, das kreuz weist doch über sie hinaus. 


der kreuzweg in jonen scheint eine ganz andere szene darzustellen - hier ist nichts von spott und entwürdigung zu sehen und zu spüren, beinahe fürsorglich laden die soldaten das kreuz auf jesu rücken. warum der maler wohl gerade diese darstellung gewählt hat?

zum nachlesen: alle kreuzwegstationen finden sich unter dem stichwort kreuzweg.

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