Mittwoch, 30. Juli 2014

ausstellungen in dresden

was es für interessante ausstellung in dresden während unserer ferien geben wird, habe ich natürlich schon mal vorab recherchiert. und mir zwei davon ausgesucht. und eigentlich auch noch eine dritte, das wäre aber dann vielleicht doch der overkill gewesen, weswegen ich vom vorschlag eines besuchs auf der ostrale doch abgesehen habe. 

die erste ausstellung liess sich ganz gut mit dem besuch der anderen sammlungen im residenzschloss kombinieren, als da wären historisches grünes gewölbe, neues grünes gewölbe, türckisches kabinett und rüstkammer. 


wie überall in diesen ausstellung war auch hier das fotografieren verboten. oder doch nicht, jedenfalls durfte man aus dem fenster fotos machen und auch vielleicht von der architektur. oder doch nicht, da waren sich die damen nicht ganz sicher.


thematisch geht es auch bei "die dinge des lebens, das leben der dinge" um das konzept des sammelns und des zeigens. zur ausstellung gab es einen relativ ausführlichen, theorielastigen katalog, da bin ich momentan noch am lesen. zur ausstellung nur so viel - in der noch nicht renovierten festetage des residenzschlosses wird einerseits das fotografische werk von franco vimercati, eine über zehn jahre angelegte fotostudie über ein und dieselbe suppenterrine gezeigt, andererseits wurden 99 schalen aus den depots aller sammlungen der staatlichen kunstsammlungen dresden ausgewählt und nach den prinzipien des amerikanische kunsthistorikers george kubler in eine formsequenz gebracht.
die strenge ordnung und die beschränkung auf das objekt "schüssel" wirken gerade durch die gegenüberstellung mit den opulenten wunderkammersammlungen auf eine eigenartige weise auf den zuschauer.


die zweite ausstellung, die wir besuchten fanden wir in den räumen des kunstgewerbemuseums auf schloss pillnitz.


das haus und die sammlung sind an und für sich schon sehenswert,



auf der radtour nach schloss pillnitz beschränkten wir uns dann aber auf den besuch der räume, die die ausstellung "rochaden - designer treffen auf die sammlung" beherbergten. nicht alles davon sprach uns an, darum erzähle ich nur über zwei räume.


ausführlich schauten wir uns judith sengs acting things v - verknüpfungen an.


den mittelpunkt des raums bildete eine in einer art performance umflochtene/geflochtene säule, 


an den wänden dazu material sich mit dem zusammenhang von produktionprozess, tanz, spiel und ritual auseinanderzusetzen.

  
der zweite spannende ansatz war für uns die auseinandersetzung der tschechischen glaskünstler "dechem", die als ausgangspunkt den geruch des depots der kunstgewerbesammlung ausgewählt hatten. in der ausstellung zu sehen (und zu riechen) waren dann verschiedene duftkomponenten, aus denen die designer einen duft und einen passenden glasflakon kreiert haben. 

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