Donnerstag, 18. Juni 2015

irgendwie dann doch ganz in ordnung...


 drei wochen vor dem eigentlich ferienstart rotiere ich hier so zwischen ferienstimmung und schnell-noch-ganz-viel-erledigen. der mittlere hat nämlich schon ferien. 10 wochen oder so, weil er mit der volksschule fertig ist und erst mitte august seine lehre beginnt.
ferienjob hat er sich schlauerweise so ausgesucht, dass er ihn von zuhause erledigen kann - und wir noch nicht mal motzen können, er hänge den ganzen tag vor dem computer ... er gestaltet verschiedene websites für einen bauernhof und die jugendarbeit.
also ist er meistens zuhause. während er ausschläft, erledige ich möglichst viel, auf gemeinsames frühstücken scheint er nicht so wert zu legen, oder ich mache einen zu geschäftigen eindruck am späteren vormittag. dem aufruf, den garten vor seiner firmung ende juni noch ein wenig aufzuhübschen ist er gemeinsam mit mir auch schon an zwei nachmittagen nachgegangen, das wird also auch so langsam.
zum richtigen arbeiten, also etwas neues entwerfen und filzen komme ich indessen gerade nicht. oder mir fehlt die musse. oder die ruhe im haus. oder die ideen.
deshalb habe ich dann gestern filztisch filztisch sein lassen und die nähmaschine aufgestellt. zuerst habe ich zwei sommerkleider gekürzt, die ich schon lange zu lang finde, vor allem um sie in unserem garten mit den vielen stufen anzuziehen. meistens hab ich ja die hände auch noch voll und kann nicht damenhaft den rock raffen...
dann habe ich etwas genäht, das ich mal bei einer museumsbesucherin gesehen habe, nämlich ein kleines stofftäschen, in das gerade der geldbeutel und ein kleines skizzenheft passt. meine zugegebenermassen grosse handtasche kann man ja nicht mit in alle museen oder ausstellungen nehmen, sie stört auch meist ein bisschen und in diesem kleinen stoffsäckchen zum umhängen kann ich das allernötigste durch die ausstellung tragen. mal schauen, wann es zum ersten mal zum einsatz kommt...
es war danach immer noch genug zeit, um einen gestreiften alten leinenstoff in eine herumhänghose zu verwandeln. die ist zwar dann erst heute morgen fertig geworden, aber im prinzip musste ich nur noch den gummizug einfädeln und die fäden abschneiden.
mit dem ergebnis hatte ich dann endlich mal wieder den eindruck, dass ich etwas geschafft habe.


für die ferienstimmung sorgte dann der abend: als wir nämlich um halb neun vom vorerst wohl letzten örgelikonzert des mittleren sohn kamen, sass die tochter mit der freundin vor dem haus und spielte yatzee/kniffel. die freundin (die nicht die freundin der tochter ist, oder zumindest nicht nur - also, das kommt wohl syntaktisch im letzten satz nicht so recht raus) liess sich dann noch zu einem glas prosecco mit erdbeeren in holundersirup überreden...

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