Freitag, 15. April 2016

ausserhalb von prag (prag 4)

schon bei der planung unseres aufenthalts in prag haben wir einen tagesausflug nach liberec vorgesehen - dabei ging es uns vor allem um das ziel, das wir dann zuletzt besucht haben... aber dazu später mehr. ausserdem fiel uns ein, dass ein zoobesuch für die tochter spannend sein könnte, aber wir erwachsenen hatten keine lust den prager zoo, den wir schon 2012 besucht hatten, schon wieder zu sehen, aber die weissen tiger, die wir vor mehr als zehn jahren schon einmal besucht hatten, schon. 


der zoo in liberec ist klein - das vorab. einige tiere haben relativ wenig platz, nicht alle käfige wirkten gepflegt - andererseits merkt man, dass man sich mühe gibt, den zoo zu modernisieren. sehr positiv sind uns die zweisprachigen, weitgehend gezeichneten erklärungen zu den tieren aufgefallen - auch werden immer mal wieder grössere zusammenhänge gezeigt, zum beispiel hörner, gangarten oder zehengang.


die hauptattraktion sind natürlich die weissen tiger. das tigermännchen war auch sehr publikumswirksam aktiv, aber sogar eins der gerade erst zwei monate alten tigerbabies haben wir gesehen und kurz die mutter, wie sie ihr essen holte. die nasenbären bekamen auch gerade jeder ein ei - und der krimi war dann, dem nasenbären dabei zuzusehen, wie er in luftiger höhe versuchte, sein ei zu knacken... inklusive einmal totalabsturz (nur das ei, nicht der nasenbär).

nach dem zoo hatten wir noch ein bisschen zeit totzuschlagen vor dem avisierten abendessensziel. und ich hatte bei frau ponděli von einer ausstellung in der städtischen galerie liberec gelesen.


dabei hatten wir noch ein interessantes erlebnis auf der hinfahrt - wir steuerten die galerie mit hilfe der handy-navigation an, eingegeben hatten wir die adresse, die ich von der homepage übernommen hatte und dann standen wir völlig überraschend an einem ganz anderen ort plötzlich am richtigen, aber irgendwie auch am falschen ort. des rätsels lösung: die galerie ist erst im vergangenen jahr aus der liebigvilla in der innenstadt in das ehemalige stadtbad am stadtrand umgezogen. das gebäude wurde vollständig umgebaut, behutsam aber so manches zeichen des ehemaligen badebetriebs erhalten.


wir sahen die ausstellung von jana kasalová, die sich mit dem thema untergegangener ortsnamen auseinandersetzt.


 landkarten, rote rocailleperlen, deren herstellung für die gegend um gablonz typisch sind und entwurzelte baumstämme.

die ausstellung von jaroslav rona haben wir dann nur noch kursorisch besucht, vor allem um den raum des ehemaligen schwimmbeckens noch zu sehen... 

 ... denn eigentlich wollten wir dahin: 


zum fernsehturm auf dem ještěd. das wetter war uns nicht so gewogen, aber der turm wirkt auch imposant im nebel. er steht übrigens in einem skigebiet, auf einzelnen pisten hatte es noch reste von schnee. 


 im turm selbst befindet sich ein hotel und ein restaurant.



im restaurant haben wir zu abend gegessen - immer wieder wechselte die sicht, mal sah man ganz gut ins tal, einmal kam sogar fast noch die sonne heraus, aber als wir wieder nach prag fuhren, war es wieder ziemlich neblig, darum noch ein ziemlich spaciges bild vom turm:


über den turm gibt es einen ganz wunderbaren bildband von jiři jirschoutek - der in diesem film über den ještěd (achtung tschechisch!) auch vorgestellt wird.

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