Mittwoch, 18. Mai 2016

über pfingsten ...


war ja eigentlich eher schlechtes wetter angesagt, aber wir haben versucht, das beste draus zu machen. naja, am samstag hat das regenradar uns ein bisschen in die irre geführt - die tochter wollte noch für die veloprüfung üben und dabei wurden wir so richtig, richtig nass. glücklicherweise erst auf dem heimweg, die strecke selbst konnten wir zwei mal noch bei einigermassen vernünftigen bedingungen absolvieren. auf dem rückweg gingen wir dann noch nach der limmat schauen, die dann so aussah: 


grund genug also, den restlichen samstag zum einstimmen auf den feiertag zu nutzen.

und prompt war das wetter am pfingstsonntag auch gleich viel besser. wir nutzten den nachmittag (vormittags mussten mal wieder alle drei ministranten in der kirche erscheinen) zu einem ausflug zum cheisacherturm


wobei wir nicht gezielt zum turm gingen, sondern eigentlich nur dort eine runde spazieren gehen wollten und der turm seit ein paar jahren immer wieder relativ unvermutet für uns auftaucht. in den mittlerweile etwas älteren topographischen karten, die wir zum wandern benutzen ist er nämlich noch nicht verzeichnet und jedes mal wenn wir dort hin wollen, überlegen wir, ob das nicht da war, wo dieser neue turm jetzt sein müsste.


die rundumsicht reichte zwar nicht bis zu den alpen, aber dafür haben wir defintiv das meiste erkannt, was wir sahen. zum beispiel den rhein wie er sich richtung basel schlängelt.


oder den laubberg, unseren karfreitagswanderungsberg.


auf dem weiteren weg habe ich dann noch dieses foto gemacht und immer noch nicht nachgeschaut, um welchen strauch es sich da handelt - vielleicht weiss es ja hier jemand. ausserdem haben wir ausgiebig feldblumen gepflückt, endlich, ich hatte schon das gefühl, dass ich in diesem jahr keine wiesensträusse haben würde!

am pfingsmontag ist in deutschland mühlentag, grund für uns, im nahen ausland eine mühle als ausflugsziel auszusuchen. zuerst machten wir aber auch wieder eine kleine runde zu fuss, entlang der sauschwänzlebahn,


... bevor wir kurs auf die museumsmühle im weiler nahmen.


in der mühle herrschte ein riesiger besucherandrang, drei personen führten gleichzeitig gruppen durch die mühle und erklärten die technischen einrichtungen und die bedingungen, unter denen früher hier gearbeitet wurde.

die mühle wurde erst vor wenigen jahren restauriert, oder wahrscheinlich eher schon rekonstuiert. der teil, der besuchern offen steht, war ursprünglich nur die beimühle, im mittlerweile zum wohnhaus umgebauten grossen haupthaus war eine grosse mehlmühle, im nebengebäude wurden allerhand andere dienstleistungen angeboten, wie gips brechen und mahlen, korn entspelzen, früchte stampfen und hanf oder flachs brechen.


der kleiekotzer, der das noch nicht fein genug gemahlene mehl auswirft, gehört darum ursprünglich garnicht hierher, ich fand ihn aber so fotografierenswert.


was ich noch nie gesehen hatte, war diese nutzung der mühle zum brechen von hanf und angeblich auch von flachs. die erläuterungen zur aufbereitung von pflanzenfasern zur textilherstellung waren aber so wenig fundiert, dass ich nicht ganz sicher bin, ob hier tatsächlich auch der empfindlichere lein gebrochen wurde, oder nur groberes material wie nesseln und hanf. man müsste der sache wohl mal nachgehen, aber besser vielleicht nicht an einem mühlentag...

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