Montag, 19. Dezember 2016

the hidden agenda: heute steht konsum auf dem lehrplan


eigentlich würde ich hier ja jetzt gerne was über unser schönes wochenende in stuttgart (ha, alte heimat!) und auf dem fünfzigsten einer freundin, auf der ich unsere alte krabbelgruppe wiedergetroffen habe (oh, fast zwanzig jahre ist das jetzt her und nun sind wir miteinander in einer whatsappgruppe und ich versuche mir die ehemaligen krabbelgruppenkinder als abiturienten oder studenten vorzustellen) aber eigentlich beschäftigt mich hier etwas ganz anderes.
und entgegen dem netten gedanken hier nur aufzuschreiben, was schön war, motze ich hier jetzt mal so richtig rum. 
die schulklasse der tochter fährt morgen nämlich nach luzern. ziel ist es, die spenden, die mit dem adventssingen der schule erzielt wurden, der aktion "jeder rappen zählt" zu überreichen. diese aktion des schweizer radio srf sammelt in diesem jahr für kinder auf der flucht, an sich also nichts dagegen einzuwenden, sondern an und für sich zu begrüssen. dahingestellt sei, ob die spende unbedingt selbst überbracht werden muss, dazu noch von zwei sechsten klassen, insgesamt über dreissig kindern, die übrigens ins adventssingen oder gar für den spendenzweck auch nicht mehr eingebunden waren als alle anderen kinder der primarschule. das fahrgeld stammt aus der klassenkasse und wurde durch einen kuchenverkauf während der lesenacht aufgebracht. so weit, so gut.
aus dem infoblatt zu diesem spontanen ausflug (vor weihnachten stehen übrigens auch noch zwei klassenarbeiten an) ist zu entnehmen, dass die klasse, weil sowieso schon vor ort, dann gleich noch den besuch des weihnachtsmarkts ins programm aufgenommen hat, aus welchem grund empfohlen wird, den kindern 20 franken mitzugeben, nebst znüni, lunch und zvieri, denn unterwegs soll kein essen gekauft werden.
und ich frage mich, wozu bitte soll ich jetzt bitte meinem kind zwanzig franken mitgeben? damit es am weihnachtsmarkt irgendwelchen schund einkaufen kann? ungefähr im wert dessen, was jede familie am adventskonzert gespendet hat? (ich gehe bei 230 schülern grosszügig von 100 familien am konzert aus, 2100 franken wurden gesamt gespendet.)
und welches ziel hat jetzt dieser ausflug noch einmal genau? und welche vorstellung davon haben die kinder? und was wird den kindern in sachen weihnachtsfest da vermittelt? (jaja, ich weiss, trennung von kirche und staat und so, genau). reicht nicht schon der zwang zum wichteln (im advent jede woche einmal und vor weihnachten dann gerne noch ein grösseres geschenk), der event-adventskalender (jeden tag im advent organisiert ein anderes kind eine überraschung für die ganze klasse) und das frühstück am letzten tag vor den ferien? und wie war das nochmal mit weihnachten und dem kind im stall? genau, da kamen ja auch die heiligen drei könige und dann gab es einen haufen geschenke, oder war da sonst noch was?


Kommentare:

  1. Berechtiger Post!! Ich kann die Aktion der Schule nicht nachvollziehen. Hätte man das Geld nicht überweisen können? Das wäre schonender für die bereits strapazierten Geldbeutel gewesen. Bei Euch läuft ja ganz schön was in der Schule - aus meiner Sicht ein bisschen arg viel. Können das alle Eltern finanziell stemmen?

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  2. mhhh ich bin froh habe ich keine schulkinder mehr und ich nicht mehr die bin die immer solche sachen hinterfragt und dann noch als geizig hingestellt wird. geniesse die baldigen ferien und die ruhe von der schule

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