Mittwoch, 13. Dezember 2017

gedanken zur adventszeit

heute abend habe ich die weihnachtskarten für unsere familienpost gemacht. wie sie unschwer sehen können, habe ich ein bisschen ideenklau bei der adventspost 2017 betrieben. ich bin so mittelzufrieden mit dem was da entstanden ist, ich habe aber auch weder die gelungenste noch die am wenigsten gelungene karte fotografiert, sondern die, die zuletzt noch auf dem tisch lag. 


 wie nahezu alle anderen weihnachtsvorbereitungen, wie dekorieren, guezlibacken, geschenke einkaufen, habe ich auch die karten alleine gemacht. kai ist auf der weihnachtsfeier seines betriebs, die jungs sind unterwegs, die tochter im bett - nach einem nachmittag, angefüllt mit lernen, hausaufgaben und kekse backen für das adventsfenster ihrer klasse in der schule. selbst wenn sie wollten, sie alle hätten kaum zeit, um irgendetwas vorweihnachtliches zu unternehmen.
das hat sich in den letzten jahren schon sehr verändert hier. oder vielleicht auch nicht nur hier.

die weihnachtsvorbereitungen gehören ganz offensichtlich zur besorgung des haushalts. wie wäschewaschen, aufräumen, essen kochen und einkäufe planen. und fallen damit eindeutig in mein resort. ich habe zeit. und mir ist es wichtig, dass es selbstgebackene weihnachtsguetsle gibt und keine gekauften weihnachtskarten verschickt werden. wie wichtig das den anderen familienmitgliedern ist, weiss ich eigentlich nicht einmal so genau. wie gesagt, selbst wenn sie wollten, wann sollten sie denn?
so ganz stimmt das auch wieder nicht: der grosse hat an einem adventswochenende zusammen mit seiner freundin gebacken. nicht nur für sich, sondern einfach für die allgemeine guezlidose. und die tochter würde auch gerne mehr beim backen helfen, hilft, wenn sich irgendwo ein zeitfenster auftut. aber eben, vorbereiten, wegräumen, und die aktionen anschieben, das mache ich.

mittlerweile habe ich fast alle geschenke zusammen. so richtig stressen lasse ich mich davon nicht mehr. in meinem ersten beruf, als buchhändlerin, habe ich genug menschen erlebt, die an heiligabendvormittag noch eingekauft haben, sich zeit genommen haben, etwas persönliches auszusuchen und damit eine freude zu bereiten. was bitte soll daran denn verwerflich sein, wenn man erst am vorabend von weihnachten die letzten, oder meinetwegen auch die ersten geschenke besorgt?

die wohnung ist minimal dekoriert. es gibt den gemeinsamen adventskalender, in dem jeder jedem in der familie in der adventszeit eine freude bereitet. heute wurde er noch nicht geöffnet. aber das ist die ausnahme. ansonsten so viel deko, wie ich halt lust hatte. das ist noch nicht so richtig viel. aber dann freuen sich alle vielleicht mehr auf den weihnachtsbaum. advent heisst ja auch noch nicht alles geben, sondern warten auf weihnachten.

wir warten hier auf die weihnachtstage. ganz besonders die tochter, die ein paar freie tage nötig hat. das erste jahr der auf drei jahre zusammengestrichenen oberstufe ist nicht besonders lustig. test folgt auf test und die anforderungen sind deutlich anders als in der primarschule. im nächsten jahr steht schon die berufsorientierung an, da bleibt weder lehrern noch schülern viel zeit. trotzdem soll auch in der schule die adventszeit gestaltet werden. dann werden einfach noch ein paar aktionen dazwischen geklemmt. besinnlich geht anders, aber auf den letzten schultag mit lichtermeer und gemeinsamem singen in der aula - sie wird dazu saxophon spielen - freut sie sich.
die beiden grossen jungs sind im arbeitsleben angekommen, mit betriebsweihnachtsfeiern und so weiter. mit ihren freundinnen tauschen sie adventskalender aus. für sie findet der advent und auch weihnachten nicht mehr nur in unserer familie statt. aber auf die freien tage zwischen den jahren freuen sie sich. wie kai, für den es auch nie wirklich ruhige zeiten in seiner arbeit gibt, und der dazu noch fernstudiert und hofft, dass die lerntakte wenigstens über die weihnachtstage ruhen. und der bis zum sechsten januar frei genommen hat.
filztechnisch ist es eher ruhig in diesem so kurzen advent. da auch noch ein adventsmittwoch durch den 6., an dem hier der samichlaus traditionell am spätnachmittag die familien besucht, wegfiel, gab es keinen kinderfilzkurs im dezember. dafür brennt es am anderen ende gerade - die anmeldefrist für den filzlehrgang der filzszene endet am 15.dezember, am 15.januar geht es hier bei mir mit dem ersten modul los. und über die ferien von kai bin ich auch froh, weil ich noch vor weihnachten den schlüssel zu meinem atelier abholen darf - und die zeit bis zum 15. gut nutzen muss, alles einzurichten. ich weiss noch nicht so recht, ob ich mich auf ein paar ruhige weihnachtstage freuen soll oder ob ich dann nicht doch mit dem halben herzen und hirn beim einrichten des ateliers bin. also auf weihnachten freue ich mich auch, aber vielleicht ein bisschen anders als die anderen familienmitglieder.

Dienstag, 12. Dezember 2017

12 von 12 von 12


wer bitte hat denn da die nummern für den adventskalender vergeben? ich bin heut dran mit beschenkt werden und zwar von kai (der die nummern vergeben hat, da erzählt mir doch keiner mehr was von zufall?!).


also bitte: das war drin - feine schoggi aus madagaskar, mit rosa pfeffer. plantagenschoggi, also so was wie lagensekt, oder?merci, war eine gute idee, dort einzukaufen!


und noch ein adventskalender! schon gestern ist die adventspost für den 12 von michaela hier angekommen, heute kann ich sie darum gleich zeigen. feine streifen mit rakel und geklebt. sieht toll aus und sorgt farblich für einen kühlen akzent. dankeschön!


dann ein bisschen büroarbeit, für mein neues atelier überweise ich die mietkaution, richte einen dauerauftrag für die miete ein und weil ich grade dabei bin, überweise ich auch noch meine sozialversicherungsbeiträge. vorbildlich!

dann mache ich mich auf den weg nach deutschland, diverse bestellungen, die ich natürlich nicht hier zeigen kann, wollen abgeholt werden. ausserdem haben die damen im herrenbekleidungsgeschäft vor zwei wochen versäumt, die diebstahlsicherung von kais hose abzunehmen. ich schlendere noch ein bisschen über den morgendlichen weihnachtsmarkt, erledige ein bisschen kleinkram und esse im café ein himbeerjoghurttörtchen. (weniger vorbildlich. sollte man natürlich nicht machen im ausland einkaufen. aber wenigstens ein argument hätte ich: elektrogeräte, die man nach deutschland verschenkt wären eher doof mit schweizer stecker, oder?)



 weiter gehts zum lebensmittelladen, farbenfrohe besorgungen!



 das wären dann die kleinkramsachen, die ich zeigen kann. ein bisschen sonderwunscherfüllung, ein bisschen lagerbestände auffüllen und ein zwei drei sächelchen vom weihnachtsmarkt.


eine brezelesslänge nachdem ich zuhause angekommen bin, fängt es an, wie verrückt zu schneien. ich schaue raus, freue mich, dass ich zuhause bin und entdecke dabei diesen gast in unserem garten.



und weil ich gerade frischen anis besorgt habe, fange ich damit an, anisbrötle zu backen. dazu müssen zuerst eier mit zucker im wasserbad aufgeschlagen werden. dazu höre ich auf spotify die aktuelle weihnachtsliste, die kai tag für tag ergänzt, also auch so etwas wie ein adventskalender. (playlists sind ja die neuen mixtapes, die adventsliste gibt es hier schon im zweiten jahr)


 anschliessend kommt noch mehl und anis dazu. mehr nicht. mit dem spritzbeutel aufs blech appliziert trocknen die jetzt erstmal bis morgen früh und werden dann erst gebacken, damit sie die typischen füssle bekommen.


anschliessend schrieb ich noch den anfang dieses posts, ass mit vier fünfteln der familie reste zu abend und fuhr dann mit kai nach zürich, in den bogen f, zu einem konzert von charlie cunningham. (für alle, die kamen um weiterzulesen, ja, ich habe heute mittag noch nicht gewusst, wer da spielt, und nein, das war keine überraschung, das liegt an meiner musik-ignoranz).
nachdem wir einen äusserst abkühlenden warm-up ("schön, dass ihr leise wart, während ich gespielt habe") - absolviert hatten, kam dann der erwartete barde und machte seine sache gut: schöne stimme, toll gitarre gespielt und ich glaube, er sah auch gut aus. das können zwar die fünf hünen und hüninnen vor mir vermutlich besser beurteilen als ich, aber was solls. für sie gibts deshalb nur ein youtube-video und kein foto aus dem konzert. (ohne bild, haha.)



und danach ging es heim, in einem seltsamen zug, hab ich so noch nie gesehen. kai, der vielbahnfahrer übrigens auch nicht.


 und jetzt heisst es nicht gut nacht, sondern guten morgen, denn gestern abend war ich  zu müde, um den post zuende zu schreiben. (apropos: die anisbrötle haben keine füssle bekommen, vielleicht war es keine so gute idee, backpapier zu benutzen.)



die ganzen zwölf gehen dann zu caro, die auf ihrem blog draussen nur kännchen wieder alle 12erfans versammelt!

Samstag, 9. Dezember 2017

unser gemüse heute


sellerie, pastinake, zwiebeln, rüebli, rondini, kartoffeln, nüsslisalat, lauch, zuckerhutsalat.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

adventspost 2017 - die erste woche

die adventspostaktion des postkunstwerkblog hat gut gestartet und die erste woche ist schon fast um! 


ja, sie haben richtig gezählt, bisher stehen da "nur" fünf karten.
daneben (und damit nicht auf dem bild) stehen noch zwei, die noch nicht dran sind (8 und 9) und eine halbe. aber ich finde eben nicht, dass da erst fünf karten stehen, sondern schon fünf karten. das ist ein bisschen so wie mit dem halbleeren oder dem halbvollen glas.
nicht, dass nicht auch ich natürlich jeden morgen an den briefkasten gehe in der hoffnung, dass da eine neue karte der adventspost liegt. wenn möglich natürlich gerade die, die an diesem tag auch dran ist. aber da ich in der schweiz wohne und die meisten teilnehmer der adventspost in deutschland, ist das ein bisschen komplizierter. die karten müssen offensichtlich durch mehr hände gehen und haben mehr gelegenheit unterwegs irgendwo liegenzubleiben. oder teile davon, aber dazu später. dazu kommt, dass sie natürlich ganz unterschiedlich abgeschickt werden. manch eine der adventspostdamen rechnet mit langen laufzeiten ins nachbarliche ausland, eine andere denkt sich vielleicht, dass das ja so langsamer als an das andere ende deutschlands auch nicht gehen kann, so weit weg ist die schweiz nicht. so lässt es sich ganz einfach erklären, dass manchmal mein briefkasten tagelang leer bleibt und mich dann wieder ein ganzer schwung karten auf einmal erreicht.
ich neige aber neuerdings (oder auch schon im letzten jahr) dazu, mir die sache ein wenig anders zu auszumalen:
ich stelle mir vor, dass die karten in einem postverteilzentrum unter neonröhren und ohne fenster in irgendeiner weise sortiert und verteilt werden müssen. sicher stechen dort die schön gestalteten karten ein wenig aus der masse der restlichen langweiligen postsendungen hervor. und da mag es vielleicht vorkommen, dass eine oder einer der dort arbeitenden sich eine solche karte genauer anschaut. und vielleicht auch einem kollegen zeigt. und der dann der nächsten. vielleicht wird so eine karte sogar eine weile auf ein brett oder regal gestellt, bis alle diese schöne karte gesehen haben. dann kommt eine neue, und schau, kollege, die geht an dieselbe adresse! irgendwann überwiegt vielleicht das schlechte gewissen, oder der chef kommt vorbei und der sieht das natürlich nicht so gerne, dass da post herumsteht, die schon längst hätte weiterbefördert sollen. also machen sich wieder ein paar karten auf den weg zu mir, in meinen briefkasten. und haben auf diese weise mindestens doppelt freude bereitet!
ganz mysteriöses ist der karte nummer sieben widerfahren. denn die kam diese woche nur halb an. nicht etwas längs oder quer in der mitte, sondern sozusagen flächig in der hälfte geteilt. die vorderseite hat es nicht bis zu mir geschafft, die rückseite mit lieben grüssen von susanne glücklicherweise schon. nun tröste ich mich auch hier mit dem gedanken, dass das fehlende teil irgendwo einen guten platz gefunden hat und bekomme demnächst von susanne ein zweites exemplar.
wo wollte ich jetzt eigentlich hin? ach, ja:

tolle sachen kann man mit den postkunstaktionen von michaela und tabea erleben. ich habe schon vieles mitgemacht, manches von dem ich mir nicht einmal hätte träumen lassen, dass ich das einmal machen würde. manche aktion hat mich an meine grenzen gebracht, aber alle haben die grenzen auch in irgendeiner weise erweitert.
mit dem post-kunst-werk-blog haben die beiden nun ihre aktionen ein bisschen professionalisiert. die arbeit ist dadurch für die beiden nicht weniger, sondern vermutlich eher mehr geworden.
neu kann man ihre arbeit durch ein abonnement bei steady unterstützen. auch ich musste ein bisschen überlegen, ob ich das will. auch ich dachte zuerst, dass es einfacher wäre einen einmaligen betrag zu geben. aber bei genauerem überlegen macht gerade die regelmässige unterstützung sinn, denn ich selbst profitiere ja auch nicht einmal, sondern schon seit längerem und hoffentlich auch noch eine ganze weile von anleitungen und anregungen, austausch und gemeinsamen aktionen!
also, fassen sie sich ein herz und abonnieren sie, wenn das bisher nicht schon passiert ist!

(und falls sie zufällig wie ich schwäbin sein sollten: rechnen sie einfach mal aus, was sie die weihnachts- und glückwunschkarten gekostet hätten, die sie seit jahren dank der anregungen selbst gestalten - dazu noch häufig aus resten! - wenn sie die im laden hätten kaufen müssen. naja, sie müssen ja nicht gleich die ganze ersparnis wieder ausgeben, aber da springt schon was raus für die beiden, oder?)

Dienstag, 5. Dezember 2017

bei-spiele

für den kinderfilzkurs am nächsten mittwoch habe ich heute ein bisschen mit ausgeschnittenen filzflächen gespielt. 


es soll ein ganz einfaches angebot sein. ein angebot für kinder, die noch nie gefilzt haben, die mit verschiedenen bunten wollen eine fläche filzen, dann teile daraus ausschneiden und diese zusammen mit holzstücken, perlen, vielleicht auch noch glöckchen auffädeln und so eigene mehr oder weniger weihnachtliche deko anfertigen können.


und warum ich ihnen das hier zeige? weil ich solche freude daran hatte, dass der grosse sohn, der weil er anstatt tagsüber die beiden letzten tage nachts gearbeitet hat und darum am nachmittag zuhause war, mir schnell für meinen newsletter diese beiden fotos gemacht hat. mit dem unscharfen adventskalenderbaum im hintergrund und dem bunten filz im vordergrund.
schöne fotos, die eine einfache, lustige idee gelungen inszenieren.

im hintergrund tut sich gerade auch einiges, das demnächst spruchreif sein wird. etwas spannendes, schönes, was mich aber auch ganz schön ins rotieren bringt. 

Freitag, 1. Dezember 2017

adventspost 2017 - farbstreifen

nachdem ich mir schon mehr oder weniger gleich nach der bekanntgabe des themas farbstreifen für die adventspost 2017 theoretisch mit den streifen auseinandergesetzt hatte, machte ich mir anlässlich des näherrückenden termins mit dann noch ein bisschen gedanken zum thema farbe. 

meinen farbklang soll ich finden, aber was ist denn meine farbe? gibt es überhaupt farben, die mir nicht gefallen? eigentlich mag ich (wenn ich sie nicht gerade anziehen soll) alle farben. viel wichtiger ist für mich die frage, ob die farbe zum anlass passt. und ausserdem wichtig: die kombination von farben, also doch der farbklang.
am liebsten mag ich bunt. naja, monochrom kann auch schön sein, nicht einmal in dieser frage möchte ich mich festlegen. dabei müssen farbkombinationen für mich nicht einmal besonders harmonisch sein, gerne habe ich auch alles, was leicht irritierend daneben liegt. 

 

nun aber geht es zuerst einmal darum die farbe für die adventspost zu finden.

mir wurde die ehre zuteil, den adventspostkalender zu eröffnen, ich denke, dafür braucht es festliche farben. vielleicht das rot (violett) des höheren klerus? und das königliche blau? und GOLD! also der ganz grosse auftritt zu beginn.






der erste entwurf sieht eine symmetrisch gestaltete karte vor: auf blauem untergrund ein breiter rotvioletter streifen, darin ein goldener schmaler streifen.
schade bloss, dass das rotviolett nach dem trocknen eher ein pink ist. druckerfarbe zum einfärben von papier ist doch nicht so farbkräftig wie ich es mir erhofft hatte.
so ist nicht einmal ein probeexemplar des ersten entwurfs entstanden. 

daneben experimentiere ich mit glitzernder acrylfarbe auf verschiedenen untergründen. das glitzerrot wirkt je nach trägermedium ganz unterschiedlich.
für streifen habe ich aber zumindest vom einen material zu wenig. 25 karten brauchen ganz schön viel material, wenn man da aus dem fundus etwas nehmen will, sollte man tunlichst vorher abklären, ob man genug davon hat. 


aber eine idee entsteht, ein entwurf, der noch einmal die frage nach linie - streifen - fläche aufgreift. monochrom-analog auf kontrastfarbe, flächen und unterschiedlich breite streifen in konkurrenz zu einer schmalen goldenen linie.


und stabil muss eine solche postkarte ja auch noch sein, wird sie doch auf dem transport von keinem umschlag geschützt, muss also auch was aushalten. aufgeklebte schmale streifen (oder linien?) tun das nicht.


ich habe sie dann mit goldfaden durchwirkt. (ich weiss, der begriff stimmt nicht ganz.)


 und immer wieder streifen, auch wenn man die karten aufeinander stapelt.


massenproduktion, ich neige dann immer dazu, ein bisschen zu optimieren. wie schaffe ich es, dass ich nicht den pinsel immer wieder weglegen muss? wie streiche ich die einzelnen elemente so mit leim ein, dass hinterher nicht alles klebt. (eine frage, die ich nur unzureichend beantworten konnte.) wie muss ich nicht ständig zwischen zwei stiften wechseln? und ein bisschen auch zeitdruck, aber am ende wird alles rechtzeitig fertig und liegt nun schon längst im briefkasten oder ist sogar schon auf dem weg, nein, besser noch, wenn dieser post veröffentlicht wird, schon bei euch angekommen.

viel freude!
jetzt lehne ich mich zurück und geniesse die restlichen 24 postkarten.

unser gemüse heute


ich gebe offen zu, dass ich den gemüsekorb schon mit mehr begeisterung entgegengenommen habe, er enthält heute: lauch, sellerie, zwei randen oder rote beete, drei steckrüben (ich weigere mich, den beschönigenden begriff zu benutzen, der hier in der schweiz teilweise verwendet wird - bodenkohlrabi), knoblauch, zwiebeln, rüebli, kartoffeln und ein knirps-kürbis.
von den steckrüben habe ich gedacht, wir hätten sie mal an einer generalversammlung aus dem anbauplan gekippt. scheint entweder nicht geklappt zu haben, oder der beschluss wurde noch nicht umgesetzt. dauert manchmal.
jede woche rande und sellerie ist für meine familie zusätzlich auch ein bisschen sehr ambitioniert. kochen muss ich es ja sowieso selber, aber demnächst muss ich das vermutlich auch noch alleine essen. ich bin gerade in der phase, in der ein austritt aus der gemüsegenossenschaft nicht unmöglich erscheint. die qualität der gemüse ist zwar nach wie vor sehr, sehr gut, mühe macht mir nur die menge an wurzelgemüse, die hier nicht so sehr beliebt sind und mich auch nicht gerade vor freude zusammenbrechen lassen. 
(ach ja, ich hätte gerne mal kraut, mehr kraut, ausserdem wäre federkohl schön, oder sonst was grünes, was bitte über der erde wächst. und ja, das hatten wir auch schon mal auf dem feld.)

Montag, 27. November 2017

filzkurse und filzquadrat-newsletter

wenn sich hier im blog gerade wenig tut, dann liegt das wie so oft daran, dass es genug anderes zu tun gibt.
so ganz allgemein und auch in sachen filz. die filzkurssaison ist wieder angelaufen, zwei kinderkurse sind schon vorbei. hier findet gerade ein kleiner generationenwechsel statt, aber es ist auch schön mitanzuschauen, wie die wenigen grossen, die sich im thema filz mittlerweile sicher fühlen, den vielen kleinen helfen und erklären und wenn die kraft und die geduld am erlahmen sind, auch mal selbst mitanpacken.


hier leuchten die windlichte noch von aussen, im abendsonnenschein. (ich hätte übrigens durchaus noch mehr farben dabeigehabt, aber irgendwie hatten die kinder sich alle auf dieses spektrum eingeschwungen.)

bald geht es weiter, für die kinder am 13. dezember mit weihnachtlichen girlanden aus filz und holz und für die erwachsenen und jugendlichen bereits am 8.dezember mit einer filzwerkstatt für kleine und grosse geschenke. ab 17.30 uhr kann dann im ennetraum in ennetbaden gefilzt werden, alle details zu den kursen findet ihr auf der filzquadrat-kursseite (einfach anklicken).

neu könnt ihr euch auf dieser seite für den newsletter eintragen - bitte gebt auch an, wofür ihr euch interessiert, damit ich euch gezielt informieren kann!


hier noch eine kleine auswahl, was in der geschenkewerkstatt möglich ist!

Samstag, 25. November 2017

unser gemüse heute - mit einem (oder zwei?) speziellen sellerie


 nüsslisalat, kartoffeln, lauch, kürbis, rande, zwiebeln, rüebli, blaukraut, paprika.


und mit diesem ganz speziellen sellerie, gell frau gugus, den würden sie mit mir teilen?

Mittwoch, 22. November 2017

novembergraues markmaking


meine wahl war das nicht, das markmaking in grau, das zum novemberthema beim mustermittwoch bei müllerin art gewählt wurde. aber da mir die verlosung ein wunderschönes büchlein beschert hat, fühle ich mich beinahe ein bisschen verpflichtet, trotzdem mitzumachen. aber da ich kein spielverderber sein will, mach ich trotzdem mit.  aus spass an der freude mach ich trotzdem mit.


 grau mischen. (farbe kommt durchs fenster, das mit bunten punkten beklebt ist.)


 ein versuch in markmaking via gelatineplatte. (nicht überzeugend auf dem papier.)


verschiedenes werkzeug, ein selbstgemachter colapen, diverse leere garnspulen, ein dicker pinsel, ein glasstöpsel.


noch mehr fundstücke, die der haushalt gerade so hergeben wollte oder die ich schon lange hüte, um sie irgendwann einmal auszuprobieren.


markmaking mit dem colapen.
am schwierigsten finde ich es, mit einem muster ein ganzes blatt zu füllen, immer und immer wieder dieselbe bewegung zu wiederholen, auch oder gerade wenn einem die erzeugte spur vielleicht nicht so gut gefällt. (die im bild tut es.) 


am ende habe ich einen ganzen stapel packpapier einseitig bearbeitet, mal feiner, mal gröber (meine geduld ist endlich), nun sind die papiere getrocknet und werden noch auf der anderen seite mit spuren versehen. am ende möchte ich mir ein markmakingbuch binden, als ausgangsmaterial für weitere ideen.

Freitag, 17. November 2017

unser gemüse heute


krautstiel (mangold), mehligkochende kartoffeln, paprika, sellerie, rande (rote beete), lauch, rüebli (karotten), zwiebeln, nüsslisalat (ackersalat) kürbis.
der wochenrückblick kommt auch noch irgendwann, momentan haben wir besuch, da muss des internet warten!

Montag, 13. November 2017

silberahorn schneiden


seit einigen jahren wächst in unserem garten, auf dem gepachteten teilstück, ein silberahorn. entweder ist er ein schössling eines älteren baums, der hier mal gestanden hat und gefällt wurde und dessen stumpf man noch lange sehen konnte oder aber er ist einfach ein sämling von einem der umstehenden silberahornbäume. wir haben ihn einfach wachsen lassen. wie lange schon, kann ich nicht mehr genau sagen.
mittlerweile hatten seine höchsten zweige die höhe des dachfirsts erreicht und spendeten mehr schatten als es uns lieb war. ausserdem stellten wir uns schon seit einiger zeit die frage, was passieren würde, wenn der baum noch grösser werden würde. höchste zeit also zum stutzen.
am abend vor dem mit der familie zwecks baumschneideaktion abgemachten termin machte ich den fehler ein bisschen zum thema baumschneiden, speziell zum thema ahorn schneiden, zu recherchieren. und ja, ich weiss seitdem, dass man einen ahorn eigentlich nicht schneiden sollte, sondern lieber an einen platz pflanzen, an dem er sich nach seinen wünschen ausdehnen kann. jetzt könnte man natürlich einwenden, dass der baum sich seinen platz ja selbst ausgesucht hat, aber hat er es deshalb verdient, von uns verstümmelt zu werden? nun, die weitere recherche ergab, dass man ahorn schon schneiden kann, dies aber am besten macht, wenn der baum in der ruhe ist, also möglichst wenig saft nach oben transportiert. der späte herbst scheint dafür garnicht so ungeeignet zu sein. ganz nebenbei habe ich erfahren, dass wir von unserem ahornbaum (acer saccharinum) auch ahornsirup gewinnen könnten, vielleicht versuchen wir das ja mal im nächsten frühjahr.


ein bisschen schade ist es auch um die vielen blüten, die unser baum schon angesetzt hatte, denn der silberahorn gilt auch als sehr ergiebige bienenweide.
aber die vor- und nachteile des schneidens hatten wir ohnehin schon gegeneinander abgewogen und beschlossen, einmal eher radikal zu schneiden.




und während ich mit meinem neu erworbenen theoretischen wissen von unten dirigierte, schnitt der grosse sohn zuerst kleine keile aus, um dann die äste einigermassen kontrolliert abzusägen.


 zu dritt zerlegten wir einen teil der äste zu brennholz und stapelten die dünneren zweige für den häckseldienst auf.



und am ende sah der baum so aus. meiner ansicht nach ist der baumschnitt einigermassen gelungen und wenn der baum nun seinen wuchs auf die stehengelassenen seitenäste ausweitet, wird er in zukunft wohl wieder eine einigermassen gute figur machen. und wir haben es wieder ein bisschen heller im garten und für eine zeit lang die sorge los, dass uns der ahorn über den kopf wachsen könnte!


Sonntag, 12. November 2017

vorsatzpapierfreude


schon am anfang der woche angekündigt, über viel arbeit und plänen fürs wochenende beinahe vergessen, fand ich heute morgen eine überraschung in unserem briefkasten, ein...


ich war nicht unbeobachtet beim auspacken... (der grosse sohn machte gerade die kamera für die baumschneideaktion bereit)


... die spannung steigt...


... denn im päckchen ist ein weiteres päckchen (und eine schöne karte mit persönlichen grüssen und ein lesezeichen).


und das ist im päckchen im päckchen gewesen: mein gewinn von der abstimmung über das novemberthema des mustermittwochs bei müllerin art - ein halbleinen-büchlein aus der müllerschen werkstatt, eingebunden in das original des vorsatzpapiers des buchs "bunte bücher" von michaela müller.


klar wurden hier das original und der druck gleich verglichen und dabei festgestellt: das motiv wurde gespiegelt, etwas vergrössert und aufgehellt. schön ist es in beiden fällen, beim original kommt natürlich noch die haptik des bedruckten papiers dazu!
nun freue ich mich darauf, das büchlein zu füllen, das format kommt mir natürlich auch irgendwie entgegen! herzlichen dank, liebe michaela!

Freitag, 10. November 2017

streifen, streifen, überall streifen


nicht erst seit meiner anmeldung zur diesjährigen adventspost sehe ich überall streifen. zuerst war da das projekt von jacob dahlgren, das ich auf instagram verfolge - unbedingt auch den text lesen, das mit den streifen kann man ganz schön kompliziert angehen:

2017-11-07 22/7 = 3.142857 142857 142857 ... Idea / Curated by Alexander Fraser 28.09.2017 – 08.04.2018 192 prints of stripe are chosen and presented together on a huge wall. There is one print for each day of the exhibition at Museum Ritter. The choice of the prints and their sequence is not accidental or subjective, but instead arrived at by using the digits in the decimal expansion of the fraction 22/7, an old approximation to π. 22/7 = 3.142857 142857 142857 ... The group of six digits after the decimal point repeats an infinite number of times. Each digit is used to determine the choice of print: a print with one single distinctive stripe in a particular colour corresponds to the number “1”, and one with four stripes in a certain colour to “4”, and so on. 22/7 defines a sequence that works in a subtle way that is not obvious when first seen. Wear on each day between September 28th and April 4th the corresponding T-shirt according to the sequence. Visualize on your daily portraits the number of the day (1,4,2,8,5,7) in any way you wish. #tshirt #stripe #abstraction
Ein von @jacob_dahlgren geteilter Beitrag am

als nächstes entdeckte ich die "my stripe library 30-day challenge" von treetops colours, einer filzerin aus australien, der ich ebenfalls auf instagram folge. spannend, wie unterschiedlich streifen aus und in  filz wirken können!
und dann kam das streifenthema für die adventspost. wenn das nicht mal eine koinzidenz ist!

also streifen.
aber was sind denn überhaupt streifen? wann ist ein streifen kein streifen mehr, sondern eine fläche, oder eine linie? und was gibt es für verschiedene streifen? wie kann man streifen erzeugen, aus was können sie sein?


ich nähere mich dem thema also erstmal von der theoretischen seite.
ganz spannend finde ich auch die frage, ob bei einer gleichmässig zweifarbig gestreiften fläche von streifen der farbe a auf farbe b gesprochen werden kann oder von streifen der farbe b auf farbe a, oder ob gar beide farben streifen sind. man beachte dazu die definition von streifen (links oben im bild) als "farblich von seiner umgebung abgehobener langer schmaler abschnitt einer fläche". offensichtlich darf der streifen also nicht breiter als lang sein, sonst ist er kein streifen mehr. vielleicht ist er dann eine fläche. oder auch nicht, denn falls die zwischen den nichtstreifen liegenden flächen noch breiter wären, wäre es halt doch wieder ein streifen.
nun lassen sie sich bitte nicht verwirren, denn eigentlich sagt uns schon der gesunde menschenverstand, was ein streifen ist, oder nicht?