Sonntag, 19. März 2017

ein unterwegswochenende

lag es an der für uns eher kurzen woche oder einfach daran, dass es in haus und garten dieses wochenende nichts wirklich sinnvolles zu tun gab, jedenfalls sind wir samstag und sonntag unterwegs gewesen. am freitagabend hatten wir schon kurz darüber geredet, dass in zürich noch die giardina stattfinde und überlegt, ob der messebesuch bei dem angesagten schlechten wetter eine möglichkeit wäre. dann war es samstagmorgen wirklich, wirklich regnerisch und wir überwanden uns kurzerhand trotz der relativ hohen ticketpreise zum kauf - in kombination mit dem nahverkehrsticket. 

klar waren auf die idee mit dem gartenmessenbesuch bei schlechtem wetter auch noch andere gekommen, aber obwohl es ziemlich voll war, so dass man an manchen gärten wirklich anstehen musste, herrschte insgesamt eine sehr entspannte stimmung. im untersten geschoss gab es wieder verschiedenste komplett angelegte gärten zu bewundern, inklusive schwimmteichen, mauern, ganzen bäumen und einem vollständigen gepflasterten platz. 

 

wirklich begeistert war ich von dem relativ kleinen stand der "baumretter" der baumschule lamprecht. schon die umfassung des gartens mit einer mauer aus büchern war einfach klasse, aber auch sonst hätte ich diesen garten am liebsten mit nach hause genommen.


vermutlich wäre aber die büchermauer gar nicht so praktisch und ausserdem haben wir ja schon einen garten, der uns auch ganz gut gefällt!

und obwohl wir von der messe noch neue sitzkissen und einen kleinen gartentisch mit nach hause genommen haben, zog es uns heute morgen nicht in den noch relativ nassen garten, sondern zu einer wanderung durch den vorfrühlingshaften wald.

auf dem zweidörfer-rundweg des jurapark wanderten wir von oberhof aus über den burg genannten berg nach wöflinswil und wieder zurück nach oberhof.


unterwegs gab es vor allem am waldboden viel zu entdecken: einen grenzstein aus dem vorletzten jahrhundert.


 schlüsselblumen.


 weisse pestwurz.


 lorbeer-seidelbast. (den ich vorher noch nie gesehen oder zumindest nicht wahrgenommen hatte - für diese neuentdeckung waren die schilder am wegrand hilfreich!)


und ein kleiner hölzerner fisch.

die runde führt von oberhof aus zunächst nur wenig steil, dann immer steiler den berg hinauf, es lohnt sich dabei immer mal wieder zurück zu schauen, der ausblick ist wirklich schön! im wald wird der weg dann endgültig sehr steil, aber die tafeln zu uns teilweise unbekannten pflanzen unterhielten uns recht gut. das letzte stück bis auf die hochfläche legt man auf einem winzigen sich windenden pfad zurück, ein guter grund, den weg nicht in umgekehrter richtung zu gehen, zumindest heute mit viel nassem laub wäre der abstieg hier nicht so schön gewesen. oben geht es weiter sanft bergauf, ab und zu kann man zur traufkante vorgehen und einen blick auf die unterhalb liegende felswand erhaschen. am rastplatz an der kantonsgrenze rasteten wir und verzehrten das erste rucksackvesper des jahres. dann ging es wieder hinunter, wobei wir die felswand endlich einmal sehen konnten, leider habe ich das fotografieren vergessen. hier ist der wald sehr ursprünglich und der boden überall bemoost und feucht. weiter entlang des weges entdeckten wir teiche mit reichlich kröten und laich. vor wölflinswil kürzten wir den weg ein wenig ab und kehrten nach oberhof  zurück.
eine schöne kleine wanderung, die wir gerne zu einer anderen jahreszeit noch einmal machen wollen!


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