Donnerstag, 16. August 2012

tschechien 5 - prag, ein grosses freilichtmuseum der architektur

in einem unserer reiseführer hatte ich schon einige zeit vor der reise den satz gelesen, dass prag eigentlich ein riesiges freilichtmuseum der verschiedensten architekturstile verschiedenster zeiten sei. 

irgendwie dachte ich dabei vor allem an die wirklich alten bauten in der innenstadt, aber spätestens durch das viertel in dem wir unsere unterkunft hatten, wurde ich eines besseren belehrt.

Der Stadtteil Ořechovka wurde in den Gründerjahren der Tschechoslovakischen Republik von einem Architektenpaar als Gartenstadt geplant und und nach diesen Entwürfen gebaut. Grosse Teile dieses Ensembles sind vorhanden - in allen Erhaltungs- und Renovierungszuständen. Aber insgesamt sehr beeindruckend. Leider ist gerade das grosse Gemeinschaftshaus, das nach wie vor als eine Art kleines Zentrum fungiert, ziemlich in Mitleidenschaft gezogen und das Kino zum Beispiel geschlossen.
 
 


alle bilder sind an einem abend auf dem rückweg zur pernsion entstanden...



und auch an unserem dritten und letzten tag in prag machten wir uns wieder ohne einen festen plan auf den weg. nun, so ganz planlos waren wir natürlich nicht, denn die idee war, durch die seitlich des wenzelplatzes gelegenen passagen oder durchhäuser zu gehen, denn diese quasi überdachten einkaufsstrassen sind schon etwas besonderes. 


hier steht sogar das pferd des heiligen wenzel kopf.


stadteindrücke zwischen zwei passagen.


und in die nächste passage hinein - gleich eine ganz andere athmosphäre: anstatt dunkel gediegenem marmor viel chrom und glas und licht.


profanes glasfenster mit botschaft...


und lustige street-art. (hoffentlich steht rechts vom herzgesicht nichts unanständiges?)


nach dem mittag verschlug es uns auf der suche nach einem wolle-laden dann in den stadtteil Žižkov. mit vielen hohen mietshäusern fast ohne grün ist dieser stadtteil eigentlich das totale gegenteil von der siedlung orechovka, aber auch hier stolperten wir alle nase lang über spannende architektur.


und manchmal kann auch die nahsicht noch überraschende eindrücke bringen. (fernsehturm mitten im wohngebiet...)



ein wecker? eine kirche? ein schiff? (hier gab es übrigens einen wunderbaren kleinen wochenmarkt, auf dem wir sicher mehr gekauft hätten, wenn wir schon gewusst hätten, wie mühsam das einkaufen im riesengebirge sein würde...)

Dienstag, 14. August 2012

tschechien 4 - ein tag im zoo

warum in einer fremden stadt ausgerechnet in den zoo gehen?

wegen mitreisender kinder...
wegen heimlicher zooleidenschaft...
damit die grösseren kinder den neuen fotoapparat auch mal an etwas anderem als an blumen und gebäuden ausprobieren können...
weil man auch im zoo eine menge über ein fremdes land lernen kann...
 

oder vielmehr schon auf der hinfahrt. wieder führte unser weg über den bahnhof holesovice, von wo wir den bus nahmen ... genau so wie viele, viele tschechische familien auch. und wenn es uns nicht schon in der tram aufgefallen wäre, hier war es nun nicht zu übersehen: für kinder und alte menschen wird in trams und bussen absolut selbstverständlich ein platz frei gemacht. und das töchterlein genoss es... sogar, wenn sie sich den sitz mit anderen kindern teilen musste.


nachdenklicher orang-utan.


bunteste vögel.


gemütliches känguruh. (fragt sich wahrscheinlich wo der kollege so rasch hin will...)


eiliger fischotter. (zu schnell für die kamera)


schöne giraffe.


halber tiger.


passendes bier. (am abend, auf dem heimweg, diesmal hatte das restaurant geöffnet.)

Montag, 13. August 2012

tschechien 3 - ein sightseeingtag in prag

hier sehen sie die nerds am frühstück ... wlan ist mittlerweile wohl in tschechischen ferienwohnungen standard.

 

aber ganz kurz drauf waren wir dann schon unterwegs, auf speziellen wunsch des mittleren mitten hinein ins touristengetümmel mit dem ziel astronomische uhr am altstätter ring.


altstätter rathaus. ... und da es gerade nicht zur vollen stunde läuten wollte, machten wir noch einen kleinen abstecher in richtung pulverturm und obecni dum.


hier in diesem gebäude ging ich dann kurz verloren, der rest der familie war am geocachen und ich musste unbedingt wenigstens des museumsshop des kubistischen museums anschauen.


weiter durch touristische gassen - und natürlich unterwegs den speibl und den hurvinek entdeckt.


endlich kurz vor zwölf - das spektakel kann beginnen: der tod läutet das glöckchen, die apostel kommen, der hahn kräht und so weiter.


klar machten wir uns danach auf den weg zur karlsbrücke und unterwegs ein phantastischer laden für babuschkas... und die tochter meint nur trocken: ich hab ja schon eine. aber anschauen musste trotzdem sein.


ein namenspatron des grossen auf der brücke des mittleren.


und hier noch mal die beiden brüder mit den namen, die zur brücke passen. hätten wir die tochter doch libuse taufen sollen? vermutlich hätten uns alle für bekloppt gehalten...


zum mittagessen gings dann in ein weniger touristisches quartier und das war auch gut so, denn so konnten wir nicht nur in einem kleinen lauschigen hinterhof ein ruhiges mittagessen einnehmen, sondern uns auch noch anschliessend ein wenig durch holesovice treiben lassen. ein quartier, das gerade so an der schwelle zur gentrifizierung zu stehen scheint. und tatsächlich kann man auch heute noch live erleben, wie die helden der arbeit von ihrem sockel geholt werden. der herr mit der kappe trug einen presslufthammer und stand wohl schon länger auf seinem sockel an dem gebäude im hintergrund. wo er nun wohl hingebracht wird? ob er weg musste, weil er an die zeit des sozialismus erinnerte oder ob ihn jemand von dort wegholte, der gerade auf solche andenken an diese zeit aus war?


ausser einem laden für möbeldesign war uns schon aus der strassenbahn heraus dieser garten aufgefallen. hier haben menschen aus dem umliegenden stadtquartier eine art mobilen garten auf einer brache angelegt. inklusive gartenwirtschaft und kinderspielmöglichkeit.


und vögeln im gemüse.


den heimweg bewältigten wir dann mit der metro - und da die metrostationen zum teil seht tief liegen, wegen der moldau, die die metro ja auch unterqueren muss, gibt es dort lange, sehr lange und steile, sehr steile rolltreppen.

Sonntag, 12. August 2012

zwölf von zwölf im august.

zwölf sachen, die ich heute gemacht habe:


noch ein paar fotos aus tschechien rausgesucht und auf den blog hochgeladen. dabei dran gedacht, dass heute der zwölfte ist.


einen brief mit etwas gefüllt, auf das jemand schon wartet...


probeweise eine abnehmschnur gefilzt.


einen ganz alten stuhl grundiert. 


einen zwetschgenkuchen gebacken. 


aus dem restlichen hefeteig schokobrötchen gemacht. 


wäsche draussen aufgehängt. 


wolle für das kinderfest an maria himmelfahrt vorbereitet. 


angefangen den grundierten stuhl rosa zu lackieren. 


weiterlackiert...


und dabei versucht, die kommentare des mittleren zu überhören. (mama, man sieht, dass du nie werkunterricht hattest. - ja, liebes kind, mit dem grossen latinum kann man leider auch nicht besser lackieren...)


die warze am zeh der tochter behandelt.

(ok, das mit dem stuhl war ein bisschen geschummelt, aber sonst wären das nie zwölf bilder geworden.)

tschechien 2 - erster abend in prag

eine unterkunft, die zu fuss nur etwa 20 minuten vom hradschin entfernt liegt, läd logischerweise zu einem abendspaziergang zu ebendemselben ein. 


das wetter war herrlich, blauester himmel, ganz klare sicht und fast keine touristen mehr auf dem burgberg, der die weltgrösste zusammenhängenden schlossanlage trägt. (das hat die tochter mächtig beeindruckt...)


zum fotografieren lud vor allem der veitsdom ein ... als monumentales gebäude, aber auch mit all den vielen details, die es hier zu entdecken gibt. hier hat wohl ein steinmetz seiner gestaltungsfreude an einem unbedeutenden seitenportal einen abweg vom üblichen erlaubt. pilze an einer kirche habe ich auch noch nie gesehen - aber auch die sind ja teil der schöpfung...


ein ganz grossartiger anblick war es, als die sonne durch den veitsdom durchschien, kurz bevor sie unterging.


und auch die stadt unterhalb des burgbergs leuchtete im sonnenlicht...


weniger leuchtend war die idee, alle karten für das abendessen auf die einzige gaststätte auf dem heimweg zu setzen... aber dank grossstädtischer öffnungszeiten und wohnküche in der pension wurden doch noch alle satt.

Samstag, 11. August 2012

tschechien 1 - die anfahrt

einer der gründe, warum wir lange zeit nicht mehr nach tschechien gefahren sind, war die anfahrt. irgendwie hatten wir den eindruck, dass dieses land nach unserem umzug in die schweiz so weit entfernt läge, dass es notwendigerweise eine zwischenübernachtung bräuchte...

naja, wir sind aber halt auch fans des gepflegten gezockels und so haben wir bereits am ammersee eine grössere rast gebraucht. inklusive fotosafari zum thema zwiebelkirchtürme. 



immerhin hatten wir da schon ungefähr die hälfte der strecke in den böhmerwald zurückgelegt, wo wir gegen abend ankamen. es reichte vor dem abendessen gerade noch zu einem spaziergang mit fotosafari und reichlichem himbeer- und blaubeergenuss...



unterkunft, abendessen und frühstück erspare ich ihnen. die pension war wohl eher auf durchreisende eingerichtet, die danach auf nimmerwiedersehen verschwinden. wir wohl eher auch. so toll wars nicht.
am nächsten morgen fuhren wir wieder gemütlich weiter in richtung prag, und weil wir es so gar nicht eilig hatten, konsultierten wir unterwegs den reiseführer und liessen uns zum besuch des wasserschlosses in svihov überreden, auf dem übrigens für den märchenfilm "drei nüsse für aschenbrödel" gedreht wurde...


von aussen einigermassen unscheinbar, ist das schloss von innen schon alleine durch seine schiere grösse beeindruckend. sehr schön ist auch die bemalten kassettendecke im obersten geschoss, die eine solche fülle an malereien hat, dass wir sicher nicht alle gesehen haben...

tschechien in zehn teilen...


die ferien neigen sich ihrem ende zu, das eine oder andere, kleinere oder grosse, ist aufgegleist fürs neue schuljahr und sogar noch darüber hinaus und ich finde endlich zeit und musse die bilder von unserem urlaub in tschechien zu sortieren und ihnen ein wenig dazu zu erzählen.
in den nächsten tagen folgen also, in loser reihenfolge insgesamt zehn teile tschechien... 


Donnerstag, 9. August 2012

und was soll jetzt das?

den ganzen nachmittag arbeite ich an meinem kursprogramm, suche bilder raus und ordne meine filzkurse-seite neu. damit ich ihnen schon mal zeigen kann, was ich im herbst/winter/frühling so zu bieten habe. und jetzt ist sie einfach weg, die ganze seite. mit allen bildern, texten und so weiter.

ich glaub ich geh jetzt in die limmat.
nein, nicht um mich zu ertränken, nur zum schwimmen. 

...

man sollte wohl nicht so schnell aufgeben: voila, ein paar wagemutige klicks weiter und das ganze ist wieder aufgetaucht. also, dann schauen sie mal hier, bevor es wieder weg ist. 


Mittwoch, 8. August 2012

*


irgendwann ist der besuch tatsächlich doch noch hier angekommen. und wir sassen dann im dunkeln am tisch mit der neuen tischdecke, solange, bis es angefangen hat zu regnen. leider hat es auch noch am anderen tag geregnet, darum hatte der besuch extrem wenig von der neuen tischdecke. dafür konnte ich heute ein foto machen, sogar ohne flecken (nein, es geht sie nix an, was ausserhalb des bildausschnitts zu sehen ist.)
(ist das gut so, liebe barbara?)


mit dem besuch haben wir ein bisschen touristen in der eigenen stadt gespielt, und auch dabei hat der grosse mal wieder bewiesen, dass er schon ziemlich gut mit der neuen kamera umgehen kann. richtig gestaunt hat der besuch, als es anfing zu regnen und uns prompt ein bus abholen kam, der uns direkt vor unserer haustüre ausgeladen hat. (eigentlich war das zufall, aber das muss man ja niemandem erzählen...)

ansonsten waren wir beim ferienprogramm der museen des kantons aargau, und zwar in königsfelden in der klosterapotheke, wo wir (vier frauen, die männer interessiert das ja eher weniger) seifenkugeln, salbe und bonbons machen konnten. leider habe ich vor lauter rühren, raspeln, kneten und schnippeln das fotografieren vergessen.




Sonntag, 5. August 2012

und was macht man...

wenn die deutsche bahn den anreisenden besuch mit hilfe einer oberleitungsstörung zwei stunden länger reisen lässt?


am besten noch schnell eine neue tischdecke nähen...
(stoff aus meinem vorrat ... irgendwoher geschenkt bekommen ... irgendwie fiel mir heute morgen auf, dass das doch auch eine hübsche tischdecke für den garten abgeben würde... und ein rest ist auch noch übrig... wäschklammerbeutel? brotkorbserviette?)

Samstag, 4. August 2012

die aussicht auf besuch

hat mich in den letzten  beiden tagen dann doch noch ein bisschen auf trab gebracht. gestern morgen musste ich zuerst mal muffins backen, weil die tochter doch eine freundin in die badi mitnehmen wollte und irgendwas müssen die kinder ja nach der badi essen. dann also mit dem bus in die badi und während die tochter schwimmkurs hatte, die tochterfreundin bespassen - draussen wars ihr zu kalt und drinnen wars mir zu warm... und nach dem schwimmkurs ging es grade so weiter: rein - zu warm oder raus - zu kalt. nach knappen drei stunden wurde mir das dann zu bunt und so ordnete ich die rückreise im bus an. zuhause dann die muffins verspeisen - mit mittlerweile auf etwa das doppelte der familiengrösse angewachsenen teilnehmern... (wo kommen die immer nur her? und: woher wissen die, dass ich heute morgen was gebacken habe?) anschliessend packte die tochter mit der freundin die sachen für eine übernachtung bei der freundin... und ich habe mit dem vom muffinsessen übriggebliebenen personenüberschuss mal kurz die hecke geschnitten. (zwei schneiden und zwei räumen die reste auf den kompost... geht dann ziemlich schnell). als wir fertig waren, waren die beiden damen auch fertig: das gepäck hätte wahrscheinlich auch für eine polarexpedition gereicht. von der plötzlichen leere des hauses (ein kind übernachtet auswärts...) überwältigt, musste ich kurzerhand damit beginnen, eine der beiden waschkörbe wäsche zu bügeln. den zweiten habe ich dann heute morgen geleert und gebügelt. halb elf sassen die tochter und ich dann wieder auf dem velo auf dem weg in die badi. schwimmkurs. krokodil-abzeichen bekommen. mohrenkopf gegessen. heimgeradelt. und eine viertelstunde später mit dem mittleren mit dem bus zum grosseinkauf. danach kaffee und danach erstmal liegestuhl. (zwischendurch erfuhren wir über den zaun, dass der sonntagsgottesdienst schon am samstagabend stattfindet und die beiden ministranten darum statt morgen früh um zehn schon heute abend um halb sechs gebraucht werden... wir wohnen wohl doch auf dem dorf...)
aber arg lange hielt es mich dann doch nicht im liegestuhl... bewerbungstexte korrigieren und kuchen backen und eis vorbereiten und abendessen kochen und kuchen fertig machen...
morgen kommt nämlich nicht nur der mundharmonikaspieler wieder nach hause, nein, auch die allerbeste freundin und patentante des grossen kommt morgen nebst tochter zu besuch!
ich freue mich! (und bin dann wieder mal weg...)

Donnerstag, 2. August 2012

no ned hudla.



anstatt zwei berge wäsche zu bügeln oder endlich aus den über tausend fotos vom urlaub eine sinnvolle auswahl zu treffen, oder alternativ das kursprogramm für das kommende halbe jahr auszuknobeln zeige ich ihnen lieber bilder von unseren aktuellen tomaten: zwei mal tomate "feuerwerk", die sich trotz des nassen wetters als einigermassen fäuleresistent herausgestellt hat. allerdings empfiehlt es sich, die tomaten früh abzunehmen und dann gleich zu verarbeiten... fällt aber auch nicht wirklich schwer, denn sie sind sehr, sehr lecker!
wir befinden uns aktuell immer noch im etwas verlangsamten ferienmodus. und wegen abreise eines familienmitglieds am dienstag und feiertag am mittwoch hat sich auch erst heute so etwas wie ferienalltag eingestellt.