Mittwoch, 13. April 2022

12. april 2022 - von portsmouth nach southsea

unser zweiter tag in england ist zugleich unser letzter tag in der stadt. wir nutzen ihn für einen ausgedehnten stadtspaziergang und fürs shopping. 
 

gestern haben wir im tourist office erfahten, was die stilisierten ketten auf den wegen zu bedeuten haben - sie kennzeichnen einen spaziergang entlang des wassers - heute folgen wir ihnen ein stück auf dem weg zu personenfähre hinüber nach portsmouth.

gleich neben dem fähranleger liegt der bahnhof, von dem man in zwei stunden nach london gelangt.

ein paar anlaufpunkte für unsere tour haben wir schon vorher herausgesucht - eine der unwahrscheinlichsten finden wir auf anhieb, eine fischhandlung. das angebot ist nicht riesig, aber spannend. und wir können sogar etwas fürs abendessen kaufen, es gibt geräucherte makrele und lachs.

hinter der fischhandlung liegt direkt ein kleiner fischereihafen. gleich daneben starten die fähren zur isle of wight. 

wir folgen weiter der küstenlinie durch das alte portsmouth, in einer alten festung sind nun künstlerateliers untergebracht. schöne dinge gibt es zu sehen, aber leider nur durchs schaufenster, denn von den läden haben die spannenden geschlossen. so zieht es uns weiter zu einem plattenladen mit café.

hier machen wir mittagspause, zuerst wirkt es recht beschaulich, dann wird es doch recht voll und wir machen unseren tisch frei.

tja, vorher noch... ist ja auch wichtig beim sightseeing.

das strässchen, in dem der plattenladen liegt ist insgesamt ganz interessant.

ein bisschen strassenkunst finden wir auch noch.

riesiger tintenfisch - in der fischhandlung gab es die auch zu kaufen.

 
 auf dem rückweg kommen wir dann noch an unserer alternative für hartnäckiges regenwetter vorbei. wenn es heute geschüttet hätte, wäre das museum für die geschichte von portsmouth unser ziel gewesen, das in diesem gebäude untergebracht ist. aber es fängt erst jetzt, am spätnachmittag, nach einem schönen und fast warmen vormittag, zu nieseln an.

 
den rückweg zur fähre nutzen wir für shopping: ich habe gestern im schiffsmuseum einen pullover aus englischer wolle entdeckt, den holen wir zuerst. dann drehen wir noch eine runde durchs outlet-center, wo die tochter und kai fündig werden, bevor uns die fähre wieder nach gosport bringt. 
 
wir brauchen noch brot und ein paar vitamine fürs abendessen und auf dem rückweg will ich die kamelien in den vorgärten festhalten. einige blüten sind erfroren, aber es finden sich auch noch viele unversehrte exemplare. 


nach knapp 14 kilometern durch die stadt sind wir komplett erledigt und froh, eine weile in der ferienwohnung herumsitzen zu können. später essen wir den leckeren fisch zum abendessen und gehen früh ins bett. es mangelt im kleinen fischerhäuschen an gemütlichen sitzgelegenheiten, aber morgen geht es ja ohnehin weiter, in richtung cornwall. 

ausgesucht habe ich heute nur zwölf bilder, denn es ist der zwölfte und ich schicke sie zu caro, die auch heute wieder viele bilder vom alltag und nicht ganz so alltäglichem sammelt.
 

Dienstag, 12. April 2022

11. april 2022 - portsmouth historic dockyards

 unser erster ferientag beginnt mit der besorgung von zutaten für ein frühstück, am sonntag hatten die läden dann doch nur bis 16 uhr geöffnet. nach frühstück, weg zur fähre, besuch im lokalen tourismusbüro, besorgen von fahrkarten ist es halb zwölf bis wir die überfahrt mit der gosport ferry antreten.

 
die personenfähre bringt uns in wenigen minuten hinüber nach portsmouth und damit fast direkt zu den historic dockyards.



vorbei an allerlei maritimem in leuchtfarben. 

unser tagesziel ist die besichtigung der hms warrior, dem ersten schiff der britischen marine, das einen rumpf aus stahl hatte.(in voller grösse war es gestern schon auf den bildern von der einfahrt in den hafen zu sehen, heute gibt es mehr details.)

10 cm dicke stahlplatten und eine konstruktion aus holz und weiteren stahlvertrebungen bilden die aussenhülle.


man kann das komplette schiff besichtigen, dabei steigt man von deck über vier etagen hinunter und sieht wie die mannschaft von über 700 personen gelebt und gearbeitet hat.

geschlafen und gegessen wurde zwischen den kanonen auf dem hauptdeck. dabei muss es recht eng zugegangen sein, an jedem tisch fanden knapp 19 personen platz, so viele wie auch zur bedienung einer kanone notwendig waren.

hier wurde die persönliche habe der menschen an bord aufbewahrt.

neben den segeln war die warrior auch mit einer maschine ausgestattet. 

bei aller organisation und durchdachtheit des schiffs wurde trotzdem auch aufs detail geachtet. 

nach zwei stunden auf der hms warrior sind wir froh, nur eine attraktion der historic dockyards gebucht zu haben - wir haben fast schon genug gesehen und schlendern lieber noch ein bisschen übers gelände, das eng mit dem noch bestehenden marinesützpunkt verzahnt ist. immer wieder gibt es durchblicke auf den flugzeugträger, zwei drittel der britischen marine sind hier stationiert.

wir finden aber auch noch ein sympatisches projekt in einer halle, in der wohl in ehrenamtlicher arbeit alte schiffe restauriert und neue gebaut werden.




für den morgigen tag machen wir noch eine kleine erkundung des outlet-centers, entschliessen uns dann aber, auf die andere hafenseite zurückzukehren, um genügend zeit für lebensmitteleinkauf und gemütliches abendessen zu haben.

Montag, 11. April 2022

9. und 10. april 2022 - fahrt ans meer und drüber

unser erster reisetag führt uns einmal quer durch frankreich. von südosten nach nordwesten. von regen und angesagtem schnee zu blauem himmel und sonne. von den bergen bis ans meer. 
 
am meer geniessen wir die sonne und die farben, die es nur am dort gibt. fischmarkt und lunapark. 
 


wir suchen ein empfohlenes restaurant, geschlossen wegen covid.

zum schluss landen wir in einem diner. statt lokalen crepes oder galettes also burger. serviert von jungen menschen in hemden, die amerikanischen uniformen nachempfunden wurden. der nahegelegene strand hat weltgeschiche geschrieben. hier sind die alliierten truppen 1944 gelandet und haben von dort aus zunächst frankreich, später ganz europa vom hitlerregime befreit.

***

die fähre am nächsten tag geht früh, noch früher sollen wir einchecken. gegen viertel nach sechs zeigen wir unser ticket und unsere pässe vor - und stehen anschliessend ungefähr eine stunde im allmählich auskühlenden auto. auch die nacht war wolkenlos, vor der abreise am hotel mussten wir die scheiben des autos vom es befreien. in ermangelung eines eiskratzers ging das sehr gut mit einem leeren ricotta-becher in dem zuvor reiseproviant war. 

die fähre ist nur wenig belegt, kaum lastwagen, pkws ausschliesslich mit französischen oder britischen kennzeichen. bis wir ablegen, ist die sonne schon aufgegangen. wir frühstücken drinnen, wechseln später immer wieder zwischen drinnen und draussen.




schon lange vor unserer ankunft in portsmouth kündigt sich die englische küste mit wolken an. wir sehen, teilweise mit hilfe des guten fernglases, viele schiffe, einen riesigen offshore-windpark, etwas, das wir nicht identifizieren können, wir tippen auf eine bohrinsel, aber weit weg. 

die fast sechs stunden überfahrt werden dann doch ein bisschen lang, aber die einfahrt in den hafen von portsmouth entschädigt uns dann ein bisschen.


 
die historic dockyards, wegen denen wir hier hergekommen sind (morgen werden wir das segelschiff besichtigen) ziehen ebenso an uns vorüber, wie der stolz der britischen marine, ein flugzeugträger, der nach der königin benannt ist.

nach dem ausschiffen dann erste brexit-auswirkungen - wir warten eine halbe stunde, bis unsere pässe und das auto selbst genau kontrolliert sind, die behörden auch unser reiseziel und den zweck unserer reise erfragt haben und wir endlich in das abenteuer linksverkehr eintauchen dürfen. einmal um die bucht herum, fahren wir zu unserem ersten quartier in hampshire, das malerisch in einem kleinen fischerhäuschen liegt. pittoresk ist hier vieles, die grenze zur armut aber auch recht nah. ein spaziergang durch das gegenüber portsmouth liegende gosport zeigt uns viele leere läden, vernachlässigte fassaden, einzelne bemühungen um modernität (vor allem die vielen barbershops stechen heraus) und immer wieder gebrauchtwarenläden. gegen spätnachmittag, wird es, obwohl immer noch die sonne scheint, windig und kalt. am abend kaufen wir uns ein abendessen bei einem chinesischen imbiss und essen es in unserer unterkunft. ein bisschen erledigt gehen wir früh zu bett, noch wissen wir nicht so recht, wie viel wir für die drei übernachtungen hier auspacken sollen, sind aber auch zu müde, um das heute noch zu entscheiden.

Freitag, 8. April 2022

8. april 2022 - countdown (-1)


 morgen geht's los.


7. april 2022 - countdown (- 2)

beim schreiben des datums jetzt wieder mehr verwechslungen, manchmal schreibe ich einen anderen monat, gerade eben das jahr 2020. 

ansonsten ruhiger tag mit einigem hin- und hergelaufe, am vormittag die wohnungsreinigung vorgezogen, weil morgen ist ja geburtstag und packtag. die tochter gesellte sich irgendwann dazu, sie hat nach dem zimmer aufräumen dann auch gleich ihre sachen gepackt, da sie ja morgen noch mal arbeiten muss. 

mit kleinen pausen begann ich am nachmittag auch mit dem zusammentragen von dingen. die tochter hatte den ersten physiotermin für ihre fussgelenke, ich fuhr sie hin und ging so lange einkaufen, proviant und für den kleinen geburtstagsapero morgen. 

zuhause kuchenbacken, dann kochen. zwei maschinen wäsche waschen, die letzten vor den ferien. der kater bleibt verschwunden. aber noch geben wir die hoffnung nicht auf, auch die betreuung für ihn in der kommenden woche lassen wir einfach so, wie wir sie geplant haben. schliesslich muss auch jemand nach dem garten und den tomatenpflanzen schauen.

Donnerstag, 7. April 2022

6. april 2022 - countdown (-3)

 jetzt habe ich tatsächlich gestern den fünften vergessen, den tag, an dem frau brüllen ins internet hineinfragt, was man denn den ganzen tag so gemacht habe. egal, heute war eh spannender. oder so. 

der kater blieb weiterhin verschwunden, noch hoffen wir, dass er nur einen erweiterten frühlingsausflug macht. 

ich war um halb neun zum kaffee mit einer freundin verabredet, vorher wollte ich noch unbedingt duschen und so kündigte ich an, dass ich mich um 10 minuten verspäten würde. unterwegs nahm ich dann den falschen abzweig und musste einen umweg fahren, um  zwei gipfeli zu besorgen. pünktlich verspätet kam ich an, wir tranken tee und erzählten ein bisschen was aus der langen zeit, die wir uns schon wieder nicht gesehen hatten. früher hatten wir mal ein gemeinsames projekt und wohnten in unmittelbarer nachbarschaft, mittlerweile machen wir beide was komplett unterschiedliches. 

gegen halb elf war ich dann in der werkstatt, dort wollte ich eigentlich nur aufräumen, zu mehr reichte es auch nicht, gegen halb zwölf hatte ich ausserdem alles, was ich noch nach hause bringen wollte, auf den anhänger geladen und machte mich auf den heimweg. noch auf dem industriegelände sprang zum zweiten mal die kette beim e-bike ab und diesmal brachte ich sie nicht wieder auf den zahnkranz, sie hatte sich aber auch extra kompliziert zwischen zahnkranz und nabe verkeilt, also schob ich das velo in richtung heimat, dabei fiel mir ein, dass ich es auch gleich zum velomechaniker schieben könnte und versuchte mich zu beeilen, um dort noch vor der mittagspause anzukommen. das schaffte ich zwar knapp nicht mehr, aber nachdem ich eine ungefähre schadensbeschreibung mit dem veloschlüssel in den briefkasten geworfen hatte, kam der velomech aus der türe und ich konnte mein problem erklären. die kette ist extrem lose und vermutlich springt sie auch deshalb ab. 

anschliessend zottelte ich weiter, den anhänger und velotasche im schlepptau den berg hinauf. insgesamt etwa eine stunde später als gedacht war ich auch zuhause, wo die tochter auf mich wartete. ein bisschen vorferienfeeling wie zu schulzeiten, als die kinder oft schon frei hatten, wir aber erst in der zweiten ferienwoche verreisen wollten. mittwoch und donnerstag hat die tochter frei, freitag muss sie dann noch einen tag arbeiten. 

nach einer kleinen pause unterzogen wir das auto einer innenreinigung, räumten alles unnötige aus den dachfächern und machten eine kleine stellprobe mit den stapelkisten aus der werkstatt. da wir lange unterwegs sein werden und insgesamt an fünf orten übernachten werden, hielt ich es für notwendig, ein ordnungssystem für dinge, die man immer wieder gerne bei der hand hat, im auto zu etablieren.

um eine zusätzliche kiste und deckel zu kaufen, aber auch um ein osterpäckchen zu verschicken, machten die tochter und ich uns anschliessend auf den weg nach deutschland. kurz überlegten wir wegen coronaregeln, aber im nachbarland kann man ja auch wieder ohne maske einkaufen. päckchen aufgeben noch nicht, aber ein problem ist das ja nicht. dass wir, bei einkauf ohne maske quasi in eine ecke mit harten coronaleugner gestellt wurden, konnte ich so nicht spüren, aber das liegt vielleicht auch an der nähe zur grenze, oder daran, dass ich mit der tochter unterwegs war. richtig peinlich finde ich es allerdings, wenn eine maske, die eigentlich ja gar nicht mehr getragen werden muss, dann unter der nase getragen wird. da erschliesst sich mir der sinn dann also echt überhaupt nicht mehr. im drogeriemarkt eskalierten wir dann ein bisschen in sachen reiseproviant, wir fahren ja auch eine echt lange strecke durch frankreich durch und wollen sicher nicht alle 100 kilometer von der autobahn runter, um lustige snacks einzukaufen. 

zuhause machte ich irgendetwas, woran ich mich nicht mehr so richtig erinnere, jedenfalls recherchierte ich noch alle ausstattungen sämtlicher übernachtungen (wichtig fürs packen), druckte den kompletten urlaub einmal auf papier aus (fährticket, anfahrtsbeschreibungen, schlüsselkastencodes, w-lan-passwörter) nur für den fall, dass wir unterwegs zu unpassender gelegenheit kein internet haben. zwei unterkünfte habe ich in apps gespeichert, da habe ich auch keine anderen unterlagen, aber angeblich soll das auch offline funktionieren. und nach dem abendessen suchte ich noch die beste route durch frankreich. frankreich ist ein land, das ich erstaunlich wenig gut kenne, ich habe zum beispiel keine ahnung, wo da berge in der gegend herumstehen, und ob man mit der autobahn besser drumherum fährt (spart sprit, kostet kilometer) oder drüber (keine autobahnmaut, aber eventuell viele berge). nun, wir werden sehen. und ganz in der nähe unseres sommerurlaubs 2021 durchfahren, allerdings auf einer ganz anderen route. 

spät noch wäsche aufgehängt und ein bisschen serie geschaut, der kater kam auch heute den ganzen tag nicht nach hause.

Mittwoch, 6. April 2022

5. april 2022 - countdown (-4)

das wetter ist milder geworden, gefühlt gerade richtig für märz. die gemütliche vorferienwoche habe ich mir erfolgreich mit einigen aufgaben zugepflastert, manches muss, manches soll fertig werden vor den ferien. 

am morgen filze ich noch schnell drei sitzfilze für uns, ein bisschen leichtere als sonst, mit um die 100g gewicht sollten sie auch in einen kleinen rucksack passen. nach dem mittagessen eine kleine einkaufsrunde, dann habe ich einen grossteil des nachmittags damit verbracht, 56 tomaten- und fünf paprikapflanzen in neue, grössere töpfe zu stecken. parallel dazu wurde das innen beschlagene fenster ausgewechselt, dann bügeln, ein osterpäckchen packen, noch eine mail losschicken, abendessen: arance aus resterisotto, dazu einen gemüseragoutrest. 

nach dem abendessen fällt uns auf, dass wir den kater heute den ganzen tag noch nicht gesehen haben. trotz rufen und fressdosenschütteln bleibt er verschwunden. wo wir ihn suchen sollten wissen wir auch nicht, wir haben ihn eigentlich noch nie ausserhalb der direkten nachbarschaft gesehen. 


Dienstag, 5. April 2022

4. april 2022 - von allem etwas

 sortier- und erledigungstag. ich versuche möglichst viele dinge zu fertig zu bekommen, die nichts mit den ferien zu tun haben. dazu sitze ich den grössten teil des tages vor dem laptop:  vereinspost, fotosicherung, blogpost schreiben. 

zwischendurch gehe ich durch den garten, lese die temperatur- und feuchtigkeitswerte des gewächshaus aus und schaue den tulpen beim wachsen zu. in der nacht war es kalt. 


aber es wird wärmer, die sonne scheint und die temperaturen klettern bis über 20 grad. aber halt nur hinter den scheiben. 

am nachmittag will ich noch etwas praktisches machen und bereite das vereinzeln der tomatensetzlinge vor. es werden zwischen 50 und 60 pflanzen sein, eigenbedarf 16 bis 20 stück, der rest wird schon an manchen orten erwartet. 

zum abendessen gibt es gemüseverwertung: gemüsepuffer mit speck, weil der muss auch noch weg. 

später schauen wir reiseführer durch und überlegen, was wir in den ferien erleben wollen. in diesem jahr füllen wir das alles in ein padlet ab, für einzelne aufenthalte haben wir jetzt schon genug gesammelt. wenn wir nur schon unterwegs wären...


Montag, 4. April 2022

1. bis 3. april 2022 - vereinsausflug ins unterengadin

 den ersten april habe ich nur so der vollständigkeit halber mit in die überschrift genommen, eigentlich war das ein ganz normal langweiliger freitag mit keinen besonderheiten ausser der tatsache, dass es nun hier in der schweiz keine corona-massnahmen mehr gibt, ausser an ein paar ganz speziellen orten. ob das gut ist oder nicht, weiss ich nicht, und wird man vielleicht eh auch erst in ein paar tagen, wochen, monaten wissen können. 

mich beschäftigte vor allem die aufhebung der maskenpflicht in öffentlichen verkehrsmitteln, weil ich ausgerechnet für das erste april-wochenende eine länger zugfahrt und intensive nutzung des öv geplant hatte, zweck der reise: vereinsausflug der filzszene.

los ging es am samstagmorgen, viertel nach sieben mit dem bus, dann mittelvoller zug nach zürich, danach dann richtig voller zug nach landquart. schon in der rhätischen bahn in richtung unterengadin wurde es dann deutlich ruhiger, dafür fand sich allmählich ein grüppchen filzfrauen zusammen, den weg bis landquart hatte ich nur mit einer vorstandskollegin geteilt. 

ankunft in susch bei nicht ganz so schlechtem wetter wie vorhergesagt, es war nur ein bisschen wolkig, kalt und ziemlich windig. 

wir durften aber auch gleich ins museum. das museum susch wurde von einer polnischen künstlerin gegründet, architektonisch spannend in einer alten brauerei untergebracht, mit unterirdischer verbindung zum gegenüberliegenden gebäude und vor allem in den unteren geschossen einigen räumen, auf die die ausgestellte kunst abgestimmt  ist oder antwortet. 

weiter oben dann nüchternere räume, mehr luft und teilweise grossartige ausblicke. 

insgesamt ein museum zum entdecken und erkunden. 

ich vertrödelte mich dann auch tatsächlich mit einer kollegin derart, dass wir als letzte am nächsten programmpunkt ankamen. dort wartete schon ein sgraffito-kunsthandwerker auf uns, und die restlichen frauen, die bereits mit einem eigenen sgraffito begonnen hatten. 

 nicht ganz alle werke, die während des workshop-nachmittags entstanden sind. (weiter rechts standen noch ein paar...) 

 

und weiter ging es mit der rhätischen bahn über ardez und einen kleinen besuch im kunsthandwerkerladen butia da besch nach scuol, wo wir in der jugendherberge zu abend assen und übernachteten. 

am nächsten morgen lockte uns schon sonne beim frühstück...


 ok, auf dem foto sieht es jetzt nicht so aus, aber es war viel, viel schöneres wetter als gedacht. ab scuol nahmen wir das postauto und fuhren über sent nach sur en, wo uns eine vereinskollegin an ihrem schaftstall erwartete. 

schafe, hunde, sonne und wieder viel zeit zum miteinander sein. 

später gab es ein paar hundert meter weiter eine gerstensuppe, dann machten wir uns auf den heimweg. 

zugegebenermassen sind die fotos vom ausflug nicht die besten. als spontan engagierte reiseleitung konnte ich zwar auf eine gute vorbereitung durch die ausgefallene vereinskollegin zählen, hatte aber das fotografieren delegiert. deshalb gibt es dort heute deutlich bessere fotos.

Freitag, 1. April 2022

31. märz 2022 - kurstag

 letzter kurstag vor den ferien. morgen noch einmal offene werkstatt, dann werde ich hoffentlich noch ein paar tage für je ein paar stunden in der werkstatt vor mich hin werkeln und vielleicht etwas für die reise herstellen, oder vielleicht schon die arbeiten, die nach unseren ferien anstehen, vorbereiten. 

heute jedenfalls später kursbeginn um 10 uhr, dann fleissiges arbeiten, mittagspause, danach ein zweites objekt in eigener regie. es wurde dann doch noch spät, da wir uns über mittag ein bisschen verplaudert hatten und im anschluss an den kurs noch wolle verkauft und neue termine ausgemacht werden mussten. 

kurz vor vier wurde ich zuhause mit kaffee und erdbeertörtchen begrüsst - ab morgen ist ja die pandemie die besondere lage hier in der schweiz beendet und da das kaufen und verzehren von gebäck an wochentagen bei uns zusammen mit der seuche einzug gehalten hat, befürchte ich, dass es damit jetzt auch bald zu ende geht. 

gestern nicht berichtet: ich war mit der tochter im kino und habe mir "olga" angeschaut, einen film über eine ukrainische turnerin, die während des euromaidan von ihrer mutter in die schweiz geschickt wird, und die zwischen der chance auf internationale sportlichen erfolg und dem heimweh nach ihrem land zerrissen wird. spannender film, ein bisschen hintergrund für die aktuelle entwicklung bis hin zum angriff russlands auf die ukraine, aber auch traurig stimmende bilder vom schönen kiew an einem sommertag. ich befürchte, viel wird da nicht mehr so sein wie im film.