Samstag, 20. September 2025

südmähren - schlossareal valtice-lednice, pavlov und mikulov

für den auftakt unserer reise und den ersten aufenthalt habe ich uns die weinregion im  äussersten süden mährens ausgesucht. unserer wohnung auf zeit befindet sich für fünf tage auf dem riesigen areal der schlösser valtice und lednice. 

am ersten tag haben wir uns mit dem fahrrad auf eine erkundungsrunde gemacht, dabei sind knapp 30 kilometer fahrtstrecke zusammengekommen und wir haben sicher noch nicht einmal die hälfte des schlossareals erkundet. 

weil wir eh gerade dort waren, haben wir dann auch gleich eine führung durch die repräsentationsräume von schloss lednice mitgemacht. die führung war auf tschechisch, aber immerhin habe ich einen eindruck davon bekommen, wie lange an diesem schloss herumgebaut wurde - das was es heute zu sehen gibt, ist wesentlich im 19. jahrhundert gebaut worden, zusammen mit den gärten im englischen stil. speziell waren die wirklich kunstvollen schnitzereien in den grossen repräsentationsräumen, vor allem der bibliothek und die direkte verbindung zu einem palmenhaus, das allerdings nur mit einer extraführung besucht werden kann. 
 
 
im treppenhaus. 
 
 in der bibliothek - die wendeltreppe windet sich nicht so einfach um sich selbst, sondern ändert unten und auch oben ihre richtung. mit im bild unsere führerin. beim nachlesen entdeckt: die treppe ist aus einem einzigen eichenstamm gemacht - wir sind uns unsicher ob auch aus einem stück?
 
deckendetail - auch an den türfüllungen hatte es jeweils ganz kunstvolle schnitzereien - hab ich leider nicht fotografiert.  

aus heutiger sicht eigentlich kein repräsentationsraum, auch im neunzehnten jahrhundert vermutlich nicht mehr so richtig, aber die glastüre zum flur irritiert dann halt schon... 
 
distinktionsmerkmal fremde kulturen, hier ein paar schilde und speere aus afrika, da ein bisschen chinesisches porzellan und oben halt eine feine kleine malerei, ebenfalls im chinesischen stil.  
sichtachse zum minarett - kann man sich heute kaum mehr vorstellen, aber es gab zeiten, da hat man sich einfach so zur deko ein minarett in den vorgarten gestellt. 


und das fand ich dann den knaller: das riesige palmenhaus ist einfach so mit dem schloss verbunden. wenns passt, würde ich auch noch gerne das palmenhaus anschauen. 
 

die schlösser valtice und lednice mitsamt den riesigen sie umgebenden ländereien waren besitzungen der liechtensteiner. 

als wir am abend wieder im ferienhaus waren, musste ich nachschauen: ja, es handelt sich tatsächlich um das einstmals niederösterreichische fürstengeschlecht, das heute noch ein eigenes, wenn auch kleines territorium als unabhängigen staat verwaltet, das fürstentum liechtenstein im oberrheintal. aber wie hängt das alles zusammen? 

nun, in böhmen und mähren waren die liechtensteiner seit dem mittelalter, vermehrt aber nach der schlacht am weissen berg und damit dem beginn der herrschaft der katholischen habsburger über die länder ansässig. hier waren sie aber immer als lehnsnehmer auch untertanen der böhmischen könige, nicht direkt nur dem kaiser untertan. um reichsunmittelbar zu werden und damit auch im reichstag zu sitzen, kauften sie den verarmten fürsten von hohenems ihr territorium im oberen rheintal rund um vaduz ab. gelebt, politik gemacht und gewirtschaftet haben sie dort zunächst nicht, sondern in wien, prag und eben hier in südmähren, waren aber so schlau, sich ihr fürstentum anfang des neunzehnten jahrhunderts von napoleon als staat anerkennen zu lassen. 1945 verloren die liechtensteiner dann den besitz in der tschechoslowakei durch enteignung, immerhin 2% der landfläche tschechiens und damit 10 mal mehr als das kleine fürstentum, auf das sie sich in der folge zurückzogen. auch nach der samtenen revolution hatten klagen der fürstenfamilie keinen erfolg und so wird das areal bis heute vom tschechischen staat verwaltet. 

verteilt auf dem ganzen schlossareal trifft man immer wieder auf tempelchen, triumphbögen, belvederes und was sonst noch zu einem schloss gehört - hier im bild der apollotempel. 

 

fahrradwege

insgesamt waren wir knapp 100  kilometer mit dem fahrrad unterwegs - das gelände rund um die schlösser ist weitgehend eben, es gibt aber auch bergigere strecken und die qualität der radwege ist absurd unterschiedlich: von eigens angelegten und von allen anderen verkehrsteilnehmern getrennten radwegen in valtice bis zu längeren abschnitten auf gut befahrenen schnurgeraden öffentlichen strassen, die alle autofahrer zum rasen einladen, und auf denen man garantiert mindestens einmal links abbiegen muss, vom asphaltierten strässchen über den schlickerigen waldweg bis zur holperpiste, die vermutlich die römer mit kopfsteinen aus kalkstein angelegt haben - alles als radweg angeschrieben. am besten, man erwartet nicht all zu viel, dann wird man immer mal wieder angenehm überrascht.


richtig schnell kann man da nicht fahren. 

dafür verpasst man dann auch die herbstzeitlosen nicht. 

ferienhaus


unser ferienhaus liegt direkt an einem der zahlreichen fischteiche - ob man hier baden kann, haben wir noch nicht herausgefunden, aber bisher war das wetter auch zu wenig einladend dazu. vor dem haus jedenfalls hat es einen breiten schilfgürtel, hier ist jedenfalls sicher keine badestelle. das haus selbst ist recht typisch für ein tschechisches ferienhaus mit viel altem zeug eingerichtet und nicht so recht gemütlich. aber als ausgangspunkt auf dem areal valtnice-lednice ist es prima - und vielleicht können wir ja an einem der nächsten tage auch mal noch den grossen garten nutzen. 


 

wein 

ja, hier wird wein angebaut. was man auch akustisch jederzeit mitbekommen kann, wird doch derzeit die ernte vor vögeln mittels wildem geballere geschützt. wie uns dieses dauerhintergrundgeräusch stresst, haben wir erst mitbekommen, als es in mikulov so richtig schön still war. in den touristisch gut erschlossenen dörfern bei den schlössern ist das mit dem wein so eine sache - abseits kann man aber auch winzer finden, die ihren eigenen wein direkt verkaufen und in mikulov gibt es reichlich weinstuben und auch weinläden. wir haben einfach beim ersten offenen winzer halt gemacht, ausschliesslich hiesige sorten probiert und haben nun ein kistchen palava-wein auf unserer weitern reise dabei. mal sehen, wie lange es uns begleitet... 


 

archäologie

um auch einmal das schlossareal zu verlassen sind wir ebenfalls mit den fahrrädern nach pavlov gefahren, wo sich der archäopark befindet, ein archäologisches museum, das die ausgrabungen in dolni vestonice und pavlov dokumentiert. das gebäude selbst ist schon wegen seiner architektur einen besuch wert, die ausstellung ist sehr modern und dreht sich nicht ausschliesslich um den berühmtesten fund der gegend, die venus von vestonice, weltweit die älteste bekannte keramikfigur - aus dem paläolithikum. besonders gut gefallen hat mir der einführungsfilm, der anhand der geschichte der ausgrabungen schön sichtbar macht, dass unser bild von vergangenen epochen (vulgo: geschichte) eben nicht auf unverrückbaren tatsachen beruht, sondern auf dem, was wir mit den jeweils in der zeit zur verfügung stehenden mitteln und interpretationen an erkenntnissen gewinnen können - oder auch wollen, meinetwegen sogar: was uns erlaubt/nahegelegt wird, zu konstruieren. (alle ausstellungstexte zum nachlesen, auch auf englisch hier


das zweite plus im museum: eine ausstellung beschäftigt sich mit dem wirken der venus und der mal mehr, mal weniger künstlerischen auseinandersetzung mit dieser ganz speziellen frauenfigur.  


überraschung 

von pavlov aus wollten wir nicht wieder die gleiche strecke zurück fahren und wählten deshalb den weg über mikulov, eine stadt, die uns auf der fahrt zum ferienhaus (zugegebermassen waren wir ein bisschen genervt, weil wir so in eile waren) nicht besonders attraktiv erschienen war. nun mit dem fahrrad sah das schon ganz anders aus: ein ganz und gar untypischer platz mit einem sehr überraschenden ausblick, ein paar nette strassencafés und ein gutes stückchen kuchen nahmen uns ganz für das städtchen ein. 

wir mussten irgendwann trotzdem weiter, zuerst noch was fürs abendessen einkaufen, dann ging es entlang der tschechisch-österreichischen grenze und auf dem radweg zum thema eiserner vorhang zurück ins ferienhaus. 


ein in meinen augen gelungenes mahnmal für die vielen menschen, die hier an der grenze zu österreich zu tode gekommen sind - wie so oft auf unseren reisen begleitet uns auch hier wieder ein stück europäische geschichte. 

und nochmal: mikulov

am donnerstag haben wir spontan eine planänderung beschlossen - die ursprüngliche idee war, eine weinprobe zu machen und zwar in der nationalen weinausstellung im schloss valtice. so attraktiv hatten wir aber das städtchen von unserem ersten abend nicht in erinnerung und nach der entdeckung am tag zuvor, wollten wir lieber mikulov weiter erkunden. und für einmal auch nicht mit dem fahrrad, sondern mit dem auto. 

wir parkten hinter dem schloss und das erwies sich auch wieder als glücklicher zufall - denn so entdeckten wir schon auf dem weg in die stadt eine gaststätte in der wir später lecker zu abend assen. 

zuerst aber führte uns unser weg auf das schloss (auch das einmal liechtensteinischer besitz) - weil wir herausgefunden hatten, dass dort ein weiterer teil der ausstellung zur künstlerischen auseinandersetzung mit der venus von vestonice gezeigt wurde. die ausstellung erwies sich als erstaunlich versteckt, wurde extra für uns aufgeschlossen und das auch erst, nachdem wir uns angemessen lang mit einer ausstellung über mode vom 18. bis ins 20 jahrhundert beschäftigt hatten. 

eine ganze armee aus venussen - nicht ganz alle weiblich. 

mit glas bekommt man mich, fast immer. 

die fand ich schon in pavlov spannend: venus, angezogen mit traditionellem mustern. 

landschaft ist weiblich. 
 

und dann gab es noch etwas in den absolut weitläufigen räumen des schlosses zu entdecken - lokale künstler:innen stellen aus, es sah zusätzlich nach einer residenz in den räumen des schlosses aus. 

 

veronika vlkova stickt und malt mit farben aus der natur. 

dagmar subrtova arbeitet mit pigmenten aus umliegenden steinbrüchen. 

nach einem besuch im schlosscafé wollten wir eigentlich auf den hügel gegenüber: 


 kamen dann aber erstmal (nicht) an den schlossgärten vorbei. 

 
auch sonst gab es reichlich schöne aus- und einblicke auf dem weg durch das städtle.  

aber endlich starteten wir dann doch noch auf den svaty kopecek.

oben angekommen bot sich uns ein weiter blick ins land - mit tief stehender sonne allerdings keine gute chance auf schöne fotos - wir haben es also einfach genossen, so weit in alle richtungen zu schauen, ein bisschen gerastet und sind dann auf anderem weg zurück ins städtle gelaufen. 


gerne wären wir noch auf dem grossen platz oder irgendwo anders auf ein glas wein eingekehrt, aber wir hatten ja das auto dabei... anders als in anderen tschechischen städten war hier auch noch am abend auf den strassen und plätzen leben, man müsste also vielleicht schon mal hier quartier nehmen... wir sassen dann einfach so auf dem grossen platz bevor wir auf der terrasse des erwähnten lokals zu abend assen. beim gehen bewunderten wir die perfekte abenddämmerung in der ebene, bis wir am ferienhaus waren, war es stockdunkel mit einem feinen sternenhimmel.  

und noch einmal lednice

nachdem wir am ersten tag mehr drumherum geradelt waren, wollten wir am letzten tag den grossen park von schloss lednice noch einmal genauer anschauen. die räder liessen wir am schloss, denn radfahren ist im ganzen park verboten. 


unser erster weg führte uns um das schloss mit angschlossenem gewächshaus herum und hinunter in den landschaftsgarten mit viel wasser. über einige inselchen und auf verschlungenen wergen näherten wir uns dem minarett, das so etwa den äussersten punkt des gartens markiert. 

 

ein bisschen hinter dem minarett starten die schifffahrten zurück zum schloss oder - die haben wir genommen - zur burg hranov, einer romantischen ruine. so tuckerten wir eine dreiviertel stunde lang einen künstlich verschlungenen wasserlaug entlang und liessen uns (wieder ausschliesslich auf tschechisch) etwas über fauna und flora im park erzählen - immerhin habe ich mitbekommen, dass es vor allem um tiere und pflanzen ging, darüber hinaus eher wenig. wir sahen eine schlange im wasser, sehr spezielle jungvögel am ufer und viel, viel grün. 

von der anlegestelle gingen wir dann wieder zu fuss zum schloss zurück. der park ist an den rändern recht wild, wir sahen drei bisamratten (keine biber - aber die gibts auch) und viele kranke und abgestorbene eichen. 

auch direkt im landschaftsgarten dürfen viele tote bäume einfach stehen bleiben, der hier stand etwas abseits. 

den vorwiegend sehr alten eichen machen offensichtlich riesige insekten zu schaffen - was könnte da fressen? 

und noch einmal herbstzeitlose, diesmal vor echter ruine.  

 zurück am schloss wollte ich dann doch noch ins gewächshaus, kai nicht mehr. es folgt eine längere bilderstrecke. anders als gedacht gab es keine führung durchs gewächshaus, auch keinerlei infotafeln. 

das gewächshaus ist sehr lang - vor allem wenn man darum herum laufen muss, wie wir am morgen, um in den park zu gelangen. 

und drinnen war es am nachmittag sehr warm - ich kam ganz schön ins schwitzen. 

aber schon allein dieser anblick war es wert. 

spannend ist die glasdachkonstruktion. das gerippe ist aus eisen, zwischen den einzelnen stegen sind nicht etwa grosse fenster, sondern lauter kleine, einander überlappende glasplatten angebracht, die einzelnen platten sind knapp dina5 gross. 


die tragenden säulen natürlich verziert. 

warmluft strömte vermutlich durch diese platten von unten ein, seitlich im gemauerten sockel hatte es kleine lufteinläasse für frische luft (da konnte ich zwischendurch hinstehen und mich ein bisschen abkühlen). 

der mittelteil der decke ist nicht aus glas, dafür mit orientalischen ornamenten verziert. 

das palmenhaus ist kein botanischer garten, sondern einfach herrlich dicht mit allerlei exotischen pflanzen bewachsen, hauptzweck: schön und üppig grün aussehen. auch mal was. 

am ende war ich recht froh, dass ich wieder gehen durfte - allerdings nicht durch diese türe. 

nun sind wir am ende unserer ersten etappe der reise durch mähren angelangt, heute geht es weiter nach olmütz. der blogpost wollte nicht so recht fertig werden, weil ich beim hochladen der bilder probleme hatte - lag aber weniger an der schlechten verbindung als an mir, dafür sind jetzt auch alle ferienbilder in der cloud gespeichert... deshalb habe ich den post zunächst thematisch konzipieren wollen, danach wurde er aber dann doch wieder eher chronologisch, ich bitte allfällige verwirrungen zu entschuldigen. 
 

Dienstag, 16. September 2025

reise nach mähren

drei tage anreise für um die 1000 kilometer entfernung (ich habe nicht nachgesehen, nur geschätzt) - das bedeutet eben auch, dass wir an jeder zwischenstation zeit hatten, uns ein bisschen umzusehen. 

am samstag in der alten heimat im städtle. 

am sonntag an der berounka nach dem abendessen auf einer 20km langen velorunde. 

von srbsko, wo wir im hotel u berounky übernachteten, radelten wir zuerst der berounka nach in richtung karlsteijn, einem sehr touristischen örtchen unterhalb der gleichnamigen burg. da die tagestouristen samt und sonders bereits weitergezogen waren, war es sehr ruhig und wir konnten einfach mit dem fahrrädern zur burg hochfahren. die war dafür natürlich auch schon geschlossen, deshalb gibt es nur ein bild von aussen. wir sind uns nicht einige geworden, ob wir die hrad karlstejn eventuell bei unserer ersten reise durch die damals noch bestehende tschechoslowakei angeschaut haben - mein beweisstück, ein replikat eines siegels von karl IV. ist leider inzwischen zerbröselt. 
 
weil das wetter so gut war und wir noch ein bisschen lust zum herumfahren hatten, entschieden wir uns, vollends auf die hochfläche des böhmischen karst hochzufahren und durch ein paar dörfer wieder zurück zum hotel.  


womit wir nicht gerechnet hatten: wir entdeckten das grosse und das kleine amerika - so lautet der name dieses riesigen, und inzwischen stillgelegten steinbruchs, weiter hinten gibt es dann auch noch ein mexiko. 
hier wurde ab dem ende des 19. jahrhunderts hochwertiger kalkstein abgebaut - nicht für den strassenbau, sondern zunächst für die eisenverhüttung und später dann für die rauchgasreinigung der braunkohlekraftwerke. 
eine tafel am rand des steinbruchs - den man nur mit führungen betreten darf - macht explizit auch auf die darin verrichtete zwangsarbeit aufmerksam, dazu konnten wir dann wenig im netz recherchieren. am aufschlussreichsten, wenn man das wording hinterfragt, vielleicht noch der (tschechische) wikipedia-artikel
 
Im Trestanecký-Steinbruch gab es während des Zweiten Weltkriegs ein Arbeitslager für Kriminelle, und in den Jahren 1945–1946 wurden hier aus verschiedenen Gründen inhaftierte oder gefangene Deutsche untergebracht.
 
Mit dem Beginn des kommunistischen Regimes wurde auch ein Zwangsarbeitslager für politische Gefangene im Trestanecký-Steinbruch eingerichtet, das zwischen 1949 und 1953 in Betrieb war. Die Anlage gilt als eines der schlimmsten kommunistischen Arbeitslager für politische Gefangene und wird von Zeitzeugen als „tschechisches Mauthausen” oder „Kalksteinhölle Mořina“ bezeichnet.  

was ich mit wording meine: arbeitslager für kriminelle - in der protektoratszeit meinte kriminell eben häufig: jüdisch, homosexuell, politisch andersdenkend, zu einer unerwünschten volksgrupppe, zum beisepuel sinti und roma, gehörend. und nach 45 genügte es für eine einweisung ins arbeitslager, deutsch zu sein und sich zu weigern auszureisen, mehr gründe brauchte es garnicht. 

im steinbruch wurde dann später auch filme gedreht und mittlerweile leben in den ehemaligen stollen verschiedene fledermausarten - was, ich würde wetten, sicher besser erforscht ist, als die geschichte der steinbrüche zwischen 1938 und den sechziger jahren...  

 

die rückfahrt wurde dann noch ein bisschen abenteuerlich: eine strassensperrung und der einzige weg, der uns in sinnvoll erscheinender strecke zurück an die berounka brachte verlief entlang eines flüsschens im wald und entpuppte sich mehr als wanderpfad denn als strässchen... ein bisschen dreckig wurden wir auch, immerhin sind wir nicht unfreiwillig abgestiegen.  

am montag ging es dann weiter in richtung osten, zunächst folgten wir noch ein stück der berounka, dann nahmen wir die autobahn richtung brünn, die wir in jihlava verliessen und über land nach telč fuhren. das städtchen telč ist bekannt für seinen renaissance-marktplatz mit vielen schönen fassaden. 



die häuser mochte ich besonders: 

sgraffito-technik und dann noch der giebel - das haus hebt beinahe schon ab...

da war unten ein café mit scheusslichen möbeln davor - 200 jahre jünger als der nachbar überzeugte mich die fassade mit blumenornamenten. 


 das war so schön zurückhaltend und: das fenster im giebel! 

wir assen ein gezapftes eis (softeis, ist ein muss, wenn wir in tschechien sind), spazierten ein bisschen über den platz und auf dem rückweg zum auto entdeckten wir dann noch das: 

und dann dachten wir, dass wir die letzten 150 kilometer bis zum ferienhaus schnell zurücklegen würden - hatten aber nicht mit den recht lustigen ideen der karten-app gerechnet, die auch auf den wildesten nebenstrecken die erlaubten 90 stundenkilometer zugrunde legt für die fahrtzeit. und obwohl wir am schluss über die nebensträsschen quasi flogen, waren wir dann eine halbe stunde zu spät am ferienhäuschen am fischteich. und ich ein bisschen zu müde um sinnvolle fragen auf tschechisch zu stellen. wir wurden mit reichlich tipps fürs fahrradfahren und einkaufen versorgt, auf die wichtigkeit des abschliessens aufmerksam gemacht und eingeladen, die äpfel von den bäumen zu verkosten. nach handtüchern zu fragen haben wir vergessen. als der vermieter weg war, brachten wir dann nur schnell unser gepäck ins haus und die velos in den schuppen und fuhren einen ort weiter zum einkaufen und abendessen. obwohl die verschiebung der tageszeit nur etwa eine halbe stunde ausmacht, muss man ja hier immer fürchten, dass man später nichts mehr zu essen bekommt. wir assen mittelgut in einem sehr vollen biergarten und drehten anschliessend noch eine runde durch valtice. 



 das werden wir in den nächsten tagen alles noch genauer anschauen! 

Sonntag, 14. September 2025

kw 37 - endspurt

eine weitere woche, von der ich kaum das wetter am jeweiligen tag erinnere. bei näherem nachdenken: öfter in den letzten stunden der nacht und am morgen regen, später dann durchaus auch noch sonne und milde temperaturen, insgesamt aber mehr das gefühl von frühherbst als von spätsommer. 

im kulturzentrum zum ersten mal seit die neue kollegin da ist, wieder deutlich mehr gearbeitet als mein pensum - es musste vor meinen ferien noch einiges fertig werden. mittlerweile könnte ich wieder meine kompletten ferien auch mit überzeit abdecken. und ich sehe wenig chancen, das bis zum jahresende alles abzubauen. aber: ich war auch zwei vormittage in der werkstatt, die produktion von weiteren käfern läuft. den rest der woche habe ich dann vorwiegend mit organisation für unsere abwesenheit und packen verbracht. letzteres brauchte in diesem jahr ein bisschen mehr aufmerksamkeit, weil wir öfter das quartier wechseln werden. 

und ich war nochmal schwimmen - im freibad. zum letzten mal für dieses jahr und es war dann halt doch schon ziemlich kühl, trotz ein bisschen sonne. wenn wir wieder zurück sind, wird das örtliche bad das letzte mal in der umbauphase geschlossen sein und anfang november wird dann alles ganz neu und schön wiedereröffnet werden. in unserem bädle im garten sind wir am vergangenen sonntag wirklich zum letzten mal geschwommen, gegen abend, wenn ich jetzt unter der woche zeit gehabt hätte, war es  schon zu schattig. 

nun also: ferien. sie haben es gesehen: zuhause alles gut versorgt, sogar der sauerteig. den nachbarn neben dem giessen auch die ernte ans herz gelegt, die wahlcouverts für zwei abstimmungen und die kommunalwahlen abgegeben. 

wir starten am samstag, nach einem kleinen frühstück mit den letzten resten aus dem kühlschrank und nachdem wir noch ein paar dinge ins auto geworfen haben - zuerst einmal nur bis in die alte heimat. vor zehn jahren ist mein vater an diesem tag ganz plötzlich gestorben, gemeinsam mit meiner mutter besuchen wir sein grab und staunen, dass das wirklich schon zehn jahre her sein soll. später drehen kai und ich noch eine runde übers stadtfest (erstaunlich bunt und irgendwie ist dann doch ganz schön viel los in der schwäbischen provinz) und am abend gehen wir alle zusammen zum stammitaliener zum abendessen - inklusive sehr persönlicher bedienung. 

nun ist es sonntagmorgen, gleich gibt es frühstück und dann werden wir nach osten aufbrechen, die erste etappe ist nur etwas mehr als 400 kilometer lang und besteht fast durchgehend aus autobahnfahrt. 

Freitag, 12. September 2025

12 von 12 im september 2025

12 bilder vom 12. den monats machen und sie auf dem eigenen blog oder sonstwo posten, das ist der grundgedanke hinter der blogaktion 12 von 12, die dankenswerterweise seit vielen, vielen jahren von caro von draussen nur kännchen gehostet wird. 
 
 
mein tag startet wie die meisten wochentage mit einem frühstück, bestehend aus müesli und lupinenkaffee mit milch. 

freitag ist es auch schon wieder - das heisst putzrunde durchs haus. 
 
  
 
er weiss wie immer nicht richtig, wohin, jetzt aber wenigstens ohne staub. 

mein sauerteig wird in obhut gegeben - das erfordert natürlich eine detaillierte anleitung. (der einfachheit halber darf er gleich nach dem füttern wieder in den kühlschrank, mal sehen, wie gut das geht.)

kaffeepause - jetzt mit echtem bohnenkaffee und keksen. 

dann gehe ich zu fuss mein velo aus der werkstatt abholen. es wurde auf garantie mit einem neuen motor ausgestattet. unterwegs nutze ich die gelegenheit, dieses haus zu fotografieren. momentan verschwinden die letzten alten häuser aus unserer gemeinde, aber dieses scheint zu überdauern.
 
wieder zuhause gibt es mittagessen aus resten und dann mache ich eine kleine pause.  

nach der pause schaue ich ein letztes mal in die arbeitsmailbox - es gibt noch ein paar dinge zu erledigen, aber dann klappe ich das notebook zu: ferien. 

zeit, ein bisschen reiseproviant zu ernten. 

ein teil vom zeug ist schon im auto, die fahrräder sind auch schon montiert. 

zeit, den zurückbleibenden die pepperoni ans herz zu legen. keine ahnung ob die scharf sind, aber mich würde es schon noch interessieren. 

zum abendessen gibts schnitzel - naja, fleisch wird eher das sein, was wir in den nächsten tagen auch ab und zu bekommen. 

 

aber ist halt schon so das ding am freitagabend: schnitzel mit pommes und salat. 




 

Montag, 8. September 2025

kw 36 - versuch, das schöne in der woche zu sehen

hätte ich mir nicht diese kleine begebenheit bereits im schwimmbad notiert, hätte ich sie womöglich vergessen: am mittwoch habe ich nach dem arbeiten beschlossen, noch schnell ins schwimmbad zu fahren und die schwimmrunde vom dienstag nachzuholen. das wetter war spätsommerlich schön, aber am spätnachmittag dehnten sich die schatten am unteren ende der schimmbahn immer mehr  aus. um so schöner darum der teil, den ich in der sonne schwimmen konnte. auf den letzten bahnen auf dem rücken entdeckte ich eine langgezogene feine wolke, die an einem ende in den regenbogenfarben leuchtete. dabei kam mir das brecht-gedicht von der erinnerung an die marie a. in den sinn. 

sonst: ein bisschen herumwerkeln in der werkstatt, viel anwesenheit und arbeit im kulturzentrum. und auf dem rückweg vom schwimmbad ging der motor meines velos kaputt. so ein mist. vor allem, weil das nicht so einfach repariert werden kann, es muss vorher geklärt werden, ob der hersteller das in garantie übernimmt, oder ob ich die reparatur selbst bezahlen muss. so serviceorientiert, dass jetzt erst mal ein ersatzteil bestellt und eingebaut und die garantiefrage anschliessend geklärt werden kann, ist weder der velohändler noch der hersteller, der neulich seine komplette produktion aus der schweiz ins ausland verlagert hat. drücken sie mir mal die daumen, dass das fahrzeug bis kommenden samstag fertig wird, da würde ich es nämlich gerne mit in die ferien nehmen. 

ein wunderschönes wochenende am ende der durchmischten woche - zuerst waren wir gemütlich auf dem markt obwohl wir kaum etwas brauchten, dann verbrachten wir den restlichen nachmittag im garten und den abend bei der fantoche und im royal. am sonntag dann nochmal schönes wetter! wir planten gleich nach dem frühstück für die anstehenden ferien, dann gingen wir ein bisschen spazieren und anschliessend schwimmen (17.5 grad!!!) - den rest des nachmittags verbrachten wir wieder im garten, ich vor allem mit ein paar recherchen in sachen mährischem wein und möglichkeiten zu weinproben. entspanntes abendliches telefonieren mit der tochter - dabei habe ich allerdings die freundin verpasst, mit der ich auch endlich mal wieder reden wollte... 

 

die kiefer lässt ihre nadeln fallen. dazwischen feine hellgrüne brösmeli vom blühenden efeu, der heftigst von sämtlichen insekten umschwärmt wird. 

 

 

 

 


Samstag, 6. September 2025

#wmdedgt - 5. september 2025

wie an jedem fünften eines monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag, abgekürzt #wmdedgt und ich bin heute eine von denen, die antwortet:

gefühlt fällt jeder zweite fünfte auf einen freitag, es wird kaum wirklich so sein, aber heute also wieder mal. 

aufgestanden um kurz vor halb sieben, die spülmaschine ist über nacht nicht gelaufen, also mache ich nur frühstück, bestehend aus lupinenkaffee, brot mit marmelade für kai und müesli mit obst für mich. wir frühstücken gemeinsam, kai geht um sieben los. ich wiederhole ein paar tschechische wörtli und mache eine lektion duolingo, irgendwas mit einer seltsamen art von genitiv, den wir im eigentlichen tschechischunterricht noch nicht angeschaut haben. duolingo versuche ich eh eher so intuitiv zu lernen, freue mich aber schon, wenn ich schon weiss, wie der hase grammatisch läuft, hier halt dann nicht. 

das geht alles nicht so lange, denn eigentlich pressiert es mir heute mit der freitäglichen putzrunde. alle steinböden wischen, die beiden bäder putzen, rundherum staubsaugen und staubwischen, ein bisschen blumengiessen (mit einer guten idee für die ferienzeit, was die pflanzenversorgung angeht), schon ist es fast zehn und ich telefoniere mit meiner mutter. 

danach fahre ich kurz zum velomech, ich habe gestern hier mein kaputtes velo abgegeben, aber noch etwas daran vergessen, was ich auch am anderen velo vielleicht brauche. das andere velo ist das der tochter, glücklicherweise kann ich das jetzt ausleihen, weil sie ja eh nicht da ist. 

zurück zuhause setze ich mich noch eine kleine runde ans laptop und suche bilder für die neue website der filzszene heraus. dann: mittagspause. mit resten vom vortag und ein paar keksen. und ein bisschen lesen und ausruhen. 

untypischerweise für einen freitag fahre ich um kurz vor zwei dann nicht in die werkstatt um sie für spontanes publikum zu öffnen, sondern zum bahnhof, um nach zürich zu fahren. beinahe hätte ich die s-bahn verpasst, die s6 ist die einzige verbindung nach zürich, die nicht von gleis eins fährt, ich habs aber glücklicherweise noch rechtzeitig bemerkt. dafür trödelt die bahn da derart, dass ich in oerlikon meinen anschlussbus verpasse und ein bisschen warten muss, bis ich zur genossenschaftsstrasse weiterfahren kann. von dort gehts dann zu fuss weiter zum bildungszentrum blaulicht, wo kai arbeitet. an einem freitagnachmittag ist es dort eher ruhig, ich bekomme eine ausführliche führung durchs gebäude (mit anmerkungen, was sich der architekt an verschiedenen stellen gedacht hat) und das übungsgelände aussen, aber wie gesagt, halt nichts los am freitagnachmittag, nur ein paar polizist:innen treffen wir, die auf dem gelände der ehemaligen ara glatt üben. unter der woche traninieren und lernen hier polizei, feuerwehr und rettungsdienst und alles sieht ein bisschen aus wie ein sehr gut ausgestatteter aktivspielplatz für erwachsene - am wenigsten sichtbar ist das, womit kai sich vor allem beschäftigt, so ein platz für virtuelles traning ist halt erst mal vor allem bildschirm und tastatur. war aber schon schön, das alles mal zu sehen! 

wir verlassen dann gemeinsam das gelände und nehmen zusammen die strassenbahn - kai bis oerlikon, ich bis zum hauptbahnhof und, weil ich noch zeit habe, ein bisschen weiter. im transa-outlet finde ich ersatz für meine seit längerer zeit kaputten leichten wanderschuhe, dann will ich eigentlich noch irgendwo einen kaffee trinken, im quartier neben dem hauptbahnhof hat es aber vor allem speisegaststätten, die noch nicht offen haben und imbisse. also hole ich mir einen kalten kaffee bei der migros und ergattere vor dem landesmuseum ein plätzchen auf einer bank, von wo ich gut beobachten kann, wie sich allmählich immer mehr menschen für die heutige klimademonstration sammeln. 


um kurz nach sechs geht es los, leider sind die reden kaum verständlich an dem platz, an dem ich mittlerweile stehe.  und noch mehr leider gibt es wieder diese unselige vermischung von politischen zielen, die ich so gar nicht sinnvoll finde - den free-palestine-rufen schliessen sich aber halt schon deutlich weniger menschen an als den forderungen derer, die sich für klimagerechtigkeit und - hauptthema der demo - für einen stopp des autobahnausbaus einsetzen. 

nach einer halben stunde geht dann der demozug los - vorne um den hauptbahnhof herum. 

an der limmat entlang. 

an der urania-sternwarte vorbei, in richtung bahnhofstrasse.

 
und tatsächlich geht es ein stück die bahnhofstrasse entlang - als slogan bietet sich hier vor allem ein herzhaftes "brecht die macht der banken und konzerne" an ... oder auch " a - a - antikapitalista"... 

scheinbar haben die klimaseniorinnen ihre steine aber nicht zum werfen mitgebracht... 

ich bleibe beim demozug, der weiter durch die bärengasse und dann richtung sihl zieht - an grossen kreuzungen kündigen die wagen der polizei jeweils die demo per lautsprecher und insgesamt neutral bis wohlwollend den autofahrenden an - bis kurz vor der sihlbrücke, dann habe ich es gesehen und zusammen mit dem spaziergang am nachmittag reicht es mir dann auch. 

 

auf dem weg zum bahnhof sehe ich dann den demozug noch die sihl überqueren - ich fahre mit dem zug nach hause, wo mich kai mit einem apero-plättli erwartet. 

ob so eine klimademo was nützt? ich weiss es nicht. heute waren sicher ein paar hundert menschen durch die zürcher innenstadt unterwegs, einige autofahrende dürften sich geärgert haben, einige passanten daran erinnert worden sein,  dass da doch auch noch was war. ja, ich erlebe es gerade als bedrückend, wie sehr der fokus von diesem für uns alle so überlebenswichtigen thema weg gewandert ist genommen wird, mit einer haltung, die von systematischer hemmungsloser ausbeutung aller ressourcen und zurück zum billigen öl bis zur eher privaten einstellung "so schlimm wirds schon nicht kommen" reicht. meine vermutung  überzeugung ist, und die wird auch von den meisten wissenschaftlichen analysen der sitaution unterstützt, dass es deutlich schlimmer kommen wird und dass uns kaum noch zeit bleibt, um das zu realisieren und etwas zu verändern, das über mehr bäume für immer heissere städte hinausgeht. und deshalb gehe ich halt auch zu solchen anlässen, heute ganz alleine, aber immerhin war die demo mit mir um eine person sichtbarer. 

Montag, 1. September 2025

kw 35 - geht so.

irgendwie unspektakuläre woche, auch mal gut. 

die werkstatt ist seit donnerstag fertig aufgeräumt, die fenster könnte ich noch putzen, aber dann wären sie sauberer als die zuhause. am freitagnachmittag habe ich dann damit begonnen, endlich mal wieder etwas nur zum spass zu filzen. keine fotos bis jetzt, aber versprechen will ich auch keine. 

in der arbeit habe ich die krankgeschriebene kollegin vertreten - dementsprechend war ich wieder mal ein bisschen mehr im kulturzentrum als in den letzten wochen. schön war der erste büchertreff mit neuem team, den ich eröffnen durfte. das ist mir ohnehin eine der liebsten veranstaltungen, die wir im kulturzentrum im programm haben, immer sehr entspannt, büchermenschen, wohlfühlumgebung. 

zum ende der woche häufen sich die erwähnungen des sommerendes, des allmählichen beginn des herbsts. 

weil wir diese woche nichts vom markt brauchen und unser lieblingscafé geschlossen hat, verzichten wir auf den wochenmarkt und machen anstattdessen einen ausflug mit dem rad nach zürich. und da ist er, der herbst. 

in den bäumen am vulkanplatz. und unterwegs in der luft, ich fröstelte ab und zu im dünnen pullover. wir haben wieder neue strecken entdeckt. für die letzten meter bis zu unserem ziel folgen wir der pfingstweidstrasse, einer grossen einfallstrasse, wegen vorhandener radwege ist das deutlich entspannter als gedacht. 

ziel in zürich: mein piercing gegen ein ringlein tauschen lassen, den neuen stadttunnel unter dem hauptbahnhof benutzen (damit sich die nzz nicht mehr beschweren kann, dass diese gute idee viel zu wenig genutzt, viel zu teuer! total unnötig!!! sei.) und kaffee trinken. 

kaffee, knoblauchbrot, ambossbier am parkplatz. 

wir beobachteten etwas besorgt das regenradar, entschieden uns dann aber doch, einfach mal loszufahren. 

also zuerst schoben wir ein stück der limmat entlang. 

nach dem amperesteg dann wieder auf dem rad blieben wir am fluss - der sich zuerst noch durch industrie- und wohngebiete schlängelt, dann wird es immer grüner. leider erwischte uns irgendwann der regen, zweimal standen wir unter brücken unter, zwischendurch wurden wir aber auch ein bisschen angeregnet. 


 noch ein kleiner abstecher um eine pfeffermühle für die ferien zu kaufen, am ende wurde es dann auch noch richtig mühsam, mein neuer sattel und mein hintern passen noch nicht so recht zusammen. 

deswegen und auch weil es noch ein richtig schöner sommertag war, machten wir dann einen gemütlichen sonntag im garten, mit ein bisschen gartenarbeit, schwimmen, lesen, rumwursteln im und ums haus.