Mittwoch, 13. April 2016

prag 2 (oder doch schon 3?)


am mittwoch verlassen wir vorerst die touristenpfade und besuchen das zentrum für zeitgenössische kunst dox. zur einstimmung auf die ausstellung zum thema "geld" haben wir vorher noch einen einkaufstempel der vergangenheit besucht, das kaufhaus bila labut, in dem teilweise noch im alten tschechischen kaufhausstil verkauft wird. mich lockt vor allem das angebot an für unsere verhältniss günstigen farbstiften...

die ausstellung im dox ist wie es sich für kunst gehört, dem geld und allen seinen begleiterscheinungen gegenüber kritisch - ganz anders als die geldausstellung in lenzburg, die wir vor ein paar jahren in der schweiz sahen. (vielleicht liefere ich später die links nach, momentan find ich das gerade nicht, oder ich habe doch nicht darüber geschrieben.)


spannend war, und auch in die ausstellung integriert,  die installation von wolfgang scheppe "supermarket of the dead". er stellt dabei eigentlich nur papiernachbildungen von geld und konsumgütern aus, die in china als animistische opfer verbrannt werden. und auf der suche nach einem brauchbaren link dazu hab ich gerade herausgefunden, dass wir vor 2 jahren in dresden schon eine ausstellung von scheppe gesehen haben - die mit den 99 schalen.
und auch im dox stossen wir wieder auf etwas, was wir so nicht erwarteten - eine installation zu aldous huxleys schöne neue welt, die sich über drei stockwerke erstreckt und beinahe schon ein bisschen gruselig ist - wie sie sich aus echtem altem laborinventar und seriell hergestellten köpfen und embryonen zusammensetzt.


nach konsum und konsumkritik wollen wir zum fernsehturm, aber vorerst verheddern wir uns, wie schon am morgen ein bisschen in den teilweise umgeleiteten strassenbahnen, finden ihn dann aber doch, den turm, den man von überall in der stadt sieht.


nicht weit davon entfernt: der biomarkt auf dem platz bei der futuristischen kirche jiriho z podebrad, dessen besuch unser tagesprogramm abschliesst.


wir machen uns auf den weg in unsere unterkunft, um uns für das theater am abend umzuziehen: und sehen zum ersten mal spejbl und hurvinek in echt!

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