Freitag, 20. Juli 2018

riso

der mediamatiklernende in unserer familie redet davon schon seit mehr als einem jahr, mittlerweile ist es aber auch insgesamt ein trend geworden, die gestaltung von drucksachen, flyern oder plakaten mittels risographie. es handelt sich dabei um ein dem siebdruck ähnliches druckverfahren, bei dem farbseparierte pdf-vorlagen vollfarbig in einzelnen druckgängen übereinander gedruckt werden. 


für ein eigenes projekt hatte der sohn im werkbereich des jugendkulturzentrum dynamo in zürich einen risographen gefunden, die maschine sieht von aussen beinahe ein bisschen wie ein normaler kopierer aus.


das innenleben zeigt dann aber den unterschied: für jeden vollfarbdruckgang muss die farbtrommel gewechselt werden, es wird jeweils aus dem pdf eine folie gelasert, die auf einem feinen sieb liegt, durch das von innen farbe gedrückt wird.


es stehen nicht endlos viele farben zur verfügung, aber durch rasterung und überdrucken können eine menge mischtöne erzeugt werden. da haben wir uns allerdings nicht drangewagt, da scheint es mir, braucht es eine ganze menge knowhow und eventuell auch zeit zu experimentieren - eher kunst als einfach nur druck.

unser ziel war es heute, die neuen kursprogramme mit diesem druckverfahren herzustellen, wir druckten dafür mit nur zwei farben, einem dunklen jägergrün und einem orangeton. aber zum anfang: verwendet werden kann nur ungestrichenes papier, wir mussten auch die bögen selbst zuschneiden.


der erste druckgang mit jägergrün:


die innenseite des flyers, jetzt schon in zwei farben.


auf der vorderseite ergibt sich ein für die risodrucke typischer effekt: im ersten druckgang wurden die buchstaben aus dem bild ausgespart, im zweiten dann orange überdruckt. durch leichte abweichungen im druck passen die buchstaben nicht ganz genau in die lücken und es entstehen überdruckungen.


nach dem drucken konnten wir dann die flyer auch noch an einer speziellen maschine falzen. beeindruckend vor allem die geschwindigkeit...


und da halten wir schon unser ergebnis in den händen: nach etwa eineinhalb stunden arbeit und spass sind 200 flyer fertig!


nun kann ganz in ruhe während der ferien die farbe trocknen und ab mitte august gibt es dann das neue kursprogramm auch in gedruckt.
wer jetzt sehr neugierig geworden ist, kann ja schon mal auf www.filzquadrat.ch/kurse nachschauen, da sind alle kurse auch schon online!

der sohn engagiert sich jahr für jahr für wirklich aussergewöhnlich schöne kursprogramme und probiert dabei gerne auch neues aus. für mich war es eine ganz spannende erfahrung,mit ihm gemeinsam auch den druck sozusagen "von hand" zu erledigen, anstatt die druckvorlagen einer druckerei zu geben. der werkbereich des dynamo ist wirklich sehr gut ausgestattet, in den textilbereich möchte ich auch gerne einmal hineinschauen. aber auch die möglichkeiten des risodrucks finde ich reizvoll, vielleicht lohnt es sich ja dafür sogar, tiefer in die digitale gestaltung einzusteigen. auch kleine auflagen sind beim risodruck nämlich  möglich, weil die gelaserten master nicht aufwändig oder teuer sind. mal schauen...

Donnerstag, 19. Juli 2018

ferien, jetzt dann aber wirklich

nicht dass wir es uns in den letzten eineinhalb ferienwochen nicht schon haben gut gehen lassen, aber jetzt wird es allmählich wirklich ernst mit dem urlaub. gestern sind wir nicht einmal so übermässig spät von einem kurzbesuch bei meiner mutter beziehungsweise der oma der tochter zurückgekommen (freibad und ein-euro-shop sind immer noch die absoluten favoriten des fräulein tochter, aber wir haben es sogar hinbekommen ein eis im sitzen zu essen. boah, das sind portionen, beinahe hätte es das von der tochter gekochte abendessen ersetzt.) und heute habe ich dann noch einmal die finale waschorgie gestartet und eine gewisse grundsauberkeit in bädern und küche hergestellt. 




und die erste traumreise-sommerpost ist inzwischen auch hier in der schweiz eingetroffen! ich hatte schon auf instagram die collagen der anderen gruppenmitglieder bewundern können, aber meine sieht dann halt schon noch ganz anders aus... danke, liebe bea, das ist ein ganz entzückender auftakt für die sommerpost in unserer gruppe! 

morgen werde ich noch meine brille vom optiker holen, der sie hoffentlich wieder aufpolieren konnte, zwischendurch ein bisschen packen, zwetschgenkuchen backen, ein bisschen packen, mit dem grossen sohn (und der ganzen familie) vor der abreise mit dem vw-büssle zwetschgenkuchen essen und ihn anschliessend mit freundin auf grosse fahrt verabschieden, mit dem jüngeren sohn meine kursprogramme im dynamo zürich als risographie drucken, nochmal ein bisschen packen und irgendwann hoffentlich ins bett gehen dürfen. 

am samstag geht es dann los - wir reisen meiner meinung nach eher mit den schnecken (dank drei velos auf dem buckel) als mit den schwalben, aber sicher fröhlich wie der nasenflöter. in die lüneburger heide zuerst, die uns vielleicht grün, vielleicht auch schon ein wenig blau-violett erwartet...



Sonntag, 15. Juli 2018

gaiamothertree

ziemlich spontan haben kai und ich uns heute entschlossen, am nachmittag nach zürich zu fahren, um die installation des brasilianischen künstlers ernesto neto im hauptbahnhof anzuschauen. 

 

 der gaiamothertree, eine aus baumwollbändern von hand geknüpfte monumentale skulptur reicht bis zur decke der bahnhofshalle hinauf.


 wie ein baum besteht die skulptur aus krone, stamm und wurzeln.
schauen sie sich unbedingt die videos auf der seite der fondation beyeler an, in denen man neben verschiedenen statements des künstlers auch sehen kann, wie die skulptur aufgehängt wird!


 von der krone hängen einzelne strukturen herunter.


 die technik ist irgendetwas zwischen häkeln und netzeknüpfen, teils luftig-durchlässig, teils fest und kompakt.


 gegengewichte, die an langen ausläufern in die deckenkonstruktion geschlungen sind, halten die baumkrone oben.


 unten werden die wurzeln von säcken mit erde gehalten.


 man kann auch in die skulptur hineingehen - ein weiter kreis im innern ist weich gepolstert, man kann auf kissen sitzen oder liegen und nach oben schauen, in die doppelte struktur der baumkrone.


 mehrschichtig harmonieren die pflanzengefärbten schnüre mit der architektur der bahnhofshalle.


spannend war es auch, die menschen rund um den gaiamothertree zu beobachten, manche nahmen kaum notiz davon, andere waren ganz offensichtlich wie wir, extra gekommen um zu schauen. zaghaft oder weniger vorsichtig versuchten besucher an den ausläufern zu ziehen (dann kommt bewegung in den baum) oder sogar gegen die erdsäcke zu treten (wohl um festzustellen, wie fest sie stehen).


den gaiamothertree kann man im hauptbahnhof zürich noch bis zum 29.juli 2018 sehen und erleben, es gibt auch ein begleitprogramm mit vorträgen, musik und meditationen.

Freitag, 13. Juli 2018

unser gemüse heute


krautstiel, schwarze bohnen, tomaten, reichlich gurken, aubergine, zucchetti, rondini, frühlingszwiebeln, kartoffeln, petersilie, basilikum.

12 von 12 im juli 18

endlich ferien. das wetter auch ferienmässig, morgens noch ein bisschen kühl und den tag über sonnig. weil noch drei fünftel der familie arbeiten ist der start in den tag aber doch noch mehr alltagsmässig. nach giessen, wäscheaufhängen, spülmaschineausräumen und einem telefonat mit dem kieferorthopäden starte ich mit einem zweiten kaffee im garten in den ferientag. 


die tochter hat heute auswärts übernachtet, bis sie kommt und wir an unserem gemeinschaftsprojekt weiterarbeiten können, beschäftige ich mich ein bisschen mit der sommerpost.


 eigentlich ist die für die sommerpost ausgewählte technik ja eine collage, aber da ich gerade lust zum wortspielen und stempelschnitzen hatte, ist ein bisschen material für umschläge für die collagen entstanden. wortcollagen sozusagen.


 die tochter ist wieder da. wir arbeiten an unserem geheimen gemeinschaftsprojekt. man beachte die sommerferienfingernägel, die beim nähen ü b e r h a u p t nicht stören.


 ich komme nebenbei noch ein bisschen zum stempeln. vier worte ergeben 12 mögliche komposita.


 und stecknadeln aufsammeln geht sogar super damit. wir werden in nullkommanix vollends fertig - es fehlt nur noch ein kleines detail das wir aber zuerst einkaufen müssen.



 ferienmittagessen: jeder nimmt was er mag aus dem kühlschrank. bald ist er leer. überhaupt haben wir es in unserer ersten (und einzigen unverplanten) ferienwoche so gemacht, dass jede tun und lassen konnte was sie wollte, ein paar notwendige arbeiten haben wir teilweise gemeinsam erledigt, oder die tochter hat gekocht, während ich (und kai) sachen erledigt haben.

das buch von herrn buddenbohm habe ich mir bestellt, weil wir demnächst an die ostsee fahren. von der ostsee handelt aber vorwiegend der andere band (es fehlt mir nicht, am meer zu sein), den ich schon gelesen habe. immerhin weiss ich jetzt, dass die mecklenburgische küste schöner ist als der strand vor travemünde und man von dort auch sonnenuntergänge über dem meer sehen kann. aber damals war das ja alles noch ddr. ansonsten muss ich jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt nach travemünde. das buch, das mein mittagessen begleitet hat, spielt dann schon in hamburg. ist aber auch sehr unterhaltsam zu lesen. wenn man schon eine weile den blog verfolgt ist es ein bisschen wie die drei folgen starwars, von denen immer noch nicht klar ist, ob sie jetzt die folgen 1 bis 3 oder doch eher 4 bis 5 sein sollen. aber ohne sternenkrieg. also bisher jedenfalls.


 die wortcollagen haben mir spass gemacht, ich versuche mich jetzt auch noch in buchstabencollagen. der anagrammgenerator gibt mir ein paar ziemlich gute ideen für die sommerpost! und den reiseführer des zufalls habe ich auch wieder herausgekramt. dazu dann mehr, wenn ich die collagen hier zeigen kann, also so mitte august...


 am nachmittag wickle ich noch ein bisschen wolle für ein urlaubsstrickprojekt.


 ich liebe die strickanleitungen von westknits, da kann ich endlich mal meine wollsammlung verwenden!


 und dann ist es auch schon zeit zum urlaubsanfangsessen mit der familie. wir haben neulich ein libanesisches restaurant im nachbarort entdeckt und ausprobiert - aber mit allen fünfen macht das erst so richtig spass. 12 schüsselchen mit orientalischen köstlichkeiten! ideal auch für den vegetarier, weil wirklich viel vegetarisches dabei ist.


 wieder zuhause landen die fotos mit ein bisschen nachhilfe des mittleren sohns dann endlich doch noch auf dem laptop - das fotoübertragungsprogramm meines mobiltelefons funktioniert neuerdings nicht mehr, aber er kannte das problem schon und auch die lösung. wir trinken noch ein glas wein oder zwei und ich stelle fest, dass es bei caro von "draussen nur kännchen" heute kein 12 von 12 gibt.

 
hm. überhaupt kein post mehr nach dem 12.juni. da mich die 12 von 12 aktion schon ein paar jahre begleitet und ich sporadisch auch sonst bei caro gelesen habe, frage ich mich natürlich, was da wohl los sein mag? einfach keine lust mehr oder schlimmeres?

nach ein bisschen recherche ... es ist schlimmeres. ich wünsche dir, liebe caro, auf diesem weg alles gute und vor allem rasche und vollständige genesung!

Mittwoch, 11. Juli 2018

wo ist mein internet geblieben?

ganz entgegen der themenankündigungen am wmdedgt-tag möchte ich mich heute eines eher diffus in mir herumschwelenden themas annehmen, weil ich mich schon seit einiger zeit frage, wo denn mein internet geblieben ist.
mein internet, dass ich mir vor mittlerweile mehr als 11 jahren zuerst nur lesenderweise, dann später auch auch selbst mit diesem blog hier erobert habe.

nicht erst seit diesem jahr habe ich das gefühl, dass da etwas verschwindet, das ich vermisse und weiterhin vermissen werde. schleichend angefangen hat es mit einem leserschwund auf meinem eigenen blog. in den besten zeiten haben hier bis zu 5000 menschen im monat meine beiträge gelesen, mittlerweile komme ich noch auf etwas mehr als 2000. parallel dazu verschwanden blogs, die ich gerne gelesen habe aus meinem blickfeld. kommentare wurden immer seltener und selten fand ich noch neue blogs, an denen ich hängen blieb, bei denen ich jetzt und sofort die timeline ganz bis zum ersten beitrag lesen musste. und die ich natürlich dann auch abonniert, oft auch in die blogroll aufgenommen habe. überhaupt blogrolls - die werden auch immer rarer. sich von einem zum anderen blog treiben zu lassen und dabei in leben und arbeiten, in fremde und manchmal auch allzu vertraute welten einen einblick zu bekommen, wird immer schwieriger. sich gegenseitig zu verlinken scheint aus der mode zu kommen.

mit der neuen datenschutzgrundverordnung kam eine neue hürde ins bloggerleben und ja, ich gebe zu, dass ich es auch mühsam fand, eine datenschutzerklärung mit hilfe eines generators zu verfassen, die ich nur teilweise verstehe und von der mir nicht ganz klar ist, ob sie auch wirklich alles abdeckt, was ich hier im blog so mache. trotzdem habe ich nie ans aufhören gedacht. viele andere, vor allem kleinere blogs mit geringerem publikum aber eben schon. so hat sich hier die landschaft ende mai noch einmal drastisch verändert. klar, die grossen fenster, herr buddenbohm, frau mutti, das nuf, kl. brüllen, die ich auch gerne lesen sind immer noch da. aber die nischenfensterchen, vor allem auch einige filzblogs, vermisse ich schmerzlich.

anstattdessen findet man die bloggerinnen nun bei instagram.
 meine gruppe für die diesjährige sommerpost: von acht teilnehmerinnen haben vier ein blog, sieben sind auf instagram. nun könnte man sagen, das sei ja ähnlich oder zumindest ein guter ersatz - ist es aber in meinen augen nicht.

ein blog abonnieren und zu lesen oder einfach die adresse als bookmark zu hinterlegen um es gelegentlich wiederzufinden  ist etwas anderes als die instagram-timeline durchzuscrollen.

blogs lese ich gezielt, suche ich bewusst auf, auf instagram bekomme ich eine fortlaufende gemischte sammlung vorgesetzt, alle meine interessen purzeln wild durcheinander, garniert mit einem werbepost alle 5 bilder.

aber auch von der seite des veröffentlichens aus sehe ich grosse unterschiede. hier in meinem blog entscheide ich über die reihenfolge der bilder, der themen. ich kann ohne oder mit bild etwas schreiben. lang oder kurz. das blog ist eher eine art gesamtkunstwerk - auch das drumherum, der mehr oder weniger schicke header, die durchdesignte seitenleiste oder die mit allerlei krimskrams wie sockenzug und kinderalteranzeige, die verlinkung zu anderen plattformen, das blogarchiv ergeben ein bild des menschen, der hinter diesem blog steht. (ja klar, so wie er/sie halt gesehen werden will, geschenkt.) auch alte beiträge sind weiterhin gut zugänglich und müssen nicht endlos erscrollt werden. und ich werde lange nicht so durch format und plattform gegängelt. klar, ich blogge immer noch auf blogger und damit ja auch in eine plattform eingebunden, aber eben mit viel mehr freiheiten und viel mehr selbstbestimmheit als auf instagram oder facebook. oder um noch einmal auf die verlinkungen, auf das vernetzen zu sprechen zu kommen: auch das ist im blog viel zwangloser möglich. wenn man nicht allzu hysterisch ist, wegen dsgvo und so halt schon wieder.

und ich hoffe immer noch, dass genug so denken wie ich, dass sie aus trotz oder beharrungsvermögen dabeibleiben, dass wir uns weniger hysterisch vielleicht wieder besser untereinander vernetzen können, dass alles wieder so wird wie früher, oder wie es in meinem internet so schön heisst: *krückstockgefuchtel.

danke und gute nacht!



Freitag, 6. Juli 2018

unser gemüse heute


kartoffeln, frühlingszwiebeln, knoblauch, bohnen, gurken, patisson, aubergine, tomate, basilikum, petersilie, bohnenkraut

Donnerstag, 5. Juli 2018

wmdedgt 7/18

ich hangle mich im blog immer noch von blogaktion zu blogaktion. naja, egal, immer noch besser als das bloggen ganz aufzugeben. dabei gäbe es doch immer wieder das eine oder andere, was ich hier gerne noch geschrieben hätte, einen rückblick auf ein halbes jahr eigenen werkstatt zum beispiel oder was der garten einen monat nach dem grossen hagel so macht, die sommerpostaktion,
heute aber erst mal wmdedgt - ausführlich: was machst du eigentlich den ganzen tag? - eine blogaktion von frau brüllen, die das jeden 5. eines monats fragt. heute abend ab 18 uhr versammeln sich dann ganz viele bei ihr und verlinken ihren tagebuchblogpost vom heutigen tag!

ich durfte heute eine viertelstunde länger schlafen als sonst, es ist der zweitletzte schultag und gestern bin ich zum letzten mal in diesem schuljahr früh, also um 6.20 uhr aufgestanden. die tochter durfte weiterschlafen, sie muss heute erst um viertel vor neun auf dem sportplatz sein, es ist jugendfest mit spielen und freibad  über den tag und heute abend einem abendanlass.
spülmaschine ausgeräumt, kaffee gekocht, obst für müesli geschnetzelt, alles wie immer - kai und der ältere sohn verschwinden in richtung arbeit um viertel nach sieben, ich dusche mal, giesse die tomaten und kümmere mich um die waschmaschine. die spült schon seit einer weile kein waschmittel mehr aus der kammer ein und ich trickse sie üblicherweise aus, indem ich das waschmittel direkt in die trommel gebe. nun stehen aber die ferien vor der tür und da wird hier wohl jeder mal selbst waschen müssen und vermutlich macht es da sinn, dass die maschine das tut, was sie soll - also rufe ich den service an und ergattere tatsächlich einen termin für morgen früh! freitagmorgen ist sowieso mein haushaltstag, das passt also, auch wenn der mechaniker im zeitfenster zwischen 9 und 12 uhr angekündigt ist.
die tochter steht auf, frühstückt, sucht sich noch ein bisschen verpflegung für den tag, nimmt sich sogar kleider für etwas kühleres wetter mit (es hat nachts gewittert und abgekühlt, endlich!) und verschwindet, während ich telefoniere.
ein freund aus stuttgart ruft an, er hat die türen in seiner wohnung aufarbeiten lassen, wir haben (unfreiwillig) vom selben anbieter (ich schreibe hier ganz sicher nicht welcher, aber sie kommen auch so drauf, es ist schlimm) aufgearbeitete türen und er will nun wissen, ob er mit dem zustand der türen zufrieden sein soll. je nun, was soll ich sagen, ich hätts nicht machen lassen.
wir plaudern aber auch noch ein bisschen über ferienpläne und ich bekomme eine ganze menge guter tipps für die mecklenburg-vorpommersche ostseeküste. (jetzt musste ich kurz mal nachschauen, welcher teil eigentlich mecklenburg und welcher vorpommern ist - ja, das hätte ich mir beinahe denken können, vorpommern liegt natürlich mehr im osten, der polnischen grenze zu. für uns dann eher die mecklenburgische ostseeküste). mittlerweile ist es halb zehn und höchste zeit an arbeit zu denken.

ich fahre heute nicht in die werkstatt, es gibt immer noch einiges an administrativem zu tun. zuerst drucke ich die überarbeiteten unterlagen für die kurse, die ich in soltau in der lüneburger heide geben werde aus und bereite noch ein bisschen material dafür vor. dabei entdecke ich zwei seiten, die ich mal zur oberflächengestaltung durch flechten geschrieben habe, die könnten auch noch interessant sein für die teilnehmerinnen.

anschliessend schaue ich mir mal die fotos, die ich gestern für die neuen kursangebote gemacht habe, näher an und bearbeite noch ein bisschen wo notwendig. ich habe in dem alten industrieareal fotografiert, in dem meine werkstatt liegt, und so nebenbei auch noch ein bisschen das besondere flair dieses ortes einzufangen versucht. die meisten bilder sind ganz gut, es findet sich auf jeden fall für jeden kurs eines, das den inhalt ein wenig illustriert. ich finde es immer schwierig einerseits zu zeigen, was in den kursen gefilzt werden kann, andererseits nicht zu stark durch die gezeigten farben oder formen einzuengen oder zumindest vorzu"spuren".

momentan mache ich mir ein bisschen sorgen um meine fotoverwaltung und -bearbeitung, verwende ich doch immer noch picasa, das ja nicht mehr weiter entwickelt wird und vermutlich bei einem wechsel auf einen neuen pc nicht einmal mehr zum download bereit stünde. eva hat neulich eine fotobearbeitungssoftware vorgestellt, die schaue ich mir mal an, aber sie funktioniert halt wie so viele nur online. als fotoverwaltung hat mir der sohn neulich lightroom angepriesen, aber das bekomme ich nur zusammen mit der creativecloud. vielleicht hält das laptop ja noch ganz lange und ich mache mir unnötige sorgen...

das kurszentrum in soltau möchte gerne wissen, welches material die teilnehmer mitbringen und was sie noch brauchen, ich schicke also auch dorthin nochmal die material- und werkzeuglisten, sowie detaillierte angaben zum raumbedarf.

zwischendurch wärme ich mir die restliche foccacia vom sonntag auf und erlaube mir einen blick in die reiseführer, die heute per post angekommen sind. 

nach dem mittagessen mache ich weiter mit dem einpflegen der kursangebote in die webseite. in diesem jahr gibt es ein gedrucktes jahresprogramm zusätzlich und so kann ich in einem aufwasch alle kurse bis mitte 2019 eingeben. was die sache zwar momentan sehr aufwändig macht, aber dann habe ich für eine weile ruhe mit dem verwaltungskram. stelle ich mir zumindest so vor.

zuerst mache ich die kinderkurse fertig, damit hatte ich schon mal begonnen, da fehlen nur noch die bilder.
danach geht es an die erwachsenen- und fortgeschrittenenkurse. zwischendurch kommt die tochter nach hause, macht aber nur einen kurzen zwischenstopp. ich lasse mir ein bisschen von ihrem vormittag erzählen und rüste nebenbei die bohnen für den bohnensalat, den es zum abendessen geben wird. nachdem sie auch noch gekocht sind, setze ich mich wieder an das laptop und beende die letzten eingaben, mache noch eine kontrollrunde, aber sicher werde ich in den nächsten tagen noch ein paar fehler finden. mittlerweile ist es halb sechs und ich werde wohl noch ein bisschen aufräumen müssen, denn wir erwarten besuch zum abendessen.

ich überlege, ob ich wohl draussen den tisch decken kann, entscheide mich aber dagegen, da unser schönerer sitzplatz doch noch recht feucht vom regen am morgen ist. kai und der grosse sohn kommen nach hause und bringen gleich den gast mit. wir essen bohnensalat mit tomaten, dazu käse und brot und während wir gemütlich drinnen sitzen geht es wieder los mit einem richtigen platzregen. eine gute entscheidung drinnen zu essen.

nachdem sich der besuch früh verabschiedet hat, schauen kai und ich noch eine folge haus des geldes, dann bricht kai auf, die tochter vom jugendfest abzuholen. bevor er sich für den bus fertigmacht, hören wir schon das abschlussfeuerwerk, die kinder werden noch von ihren lehrern zum bahnhof begleitet und beenden so einen hoffentlich schönen festtag.

obwohl ich so einiges "weggeschafft" habe, fühlt sich der tag nicht so recht danach an. müde bin ich trotzdem.