Mittwoch, 20. November 2019

endspurt für den adventsmarkt am samstag 23. november 2019

ja, ich weiss, es ist noch nicht advent, wir stecken noch mitten im november. und trotzdem bleibt mir ja kaum etwas anderes übrig, als mich in die notwendige weihnachtsstimmung zu versetzen, dass mein stand am kommenden samstag mit adventsdeko bestückt werden kann. 


zum bespiel mit diesen engeln, die hier noch in der herbstsonne leuchten.


der frühe termin des adventsmarkts gibt mir aber auch gelegenheit, adventskalender anzubieten... 


zum beispiel diesen tischläufer mit 24 plus einem stern - in der adventszeit kann zum beispiel ein licht immer weiter in die mitte wandern, tag für tag.


ganz frisch sind diese weihnachtsbäumchen - die stämme aus der abgeschnittenen zierquitte.

nun muss ich noch ein bisschen aufräumen, alles gut einpacken - viele, viele schöne windlichte kommen noch dazu - und dann heisst es am

samstag 23.11. von 12 bis 20 uhr 
willkommen beim 
winterwonderland im park der villa langmatt in baden

mehr infos zum rahmenprogramm für kinder und erwachsene findet ihr hier.

der garten

der garten, der zu unserem neuen haus gehört, wurde uns von den vormietern angepriesen mit dem hinweis, dass man dort nackt herumlaufen könne. wir nickten, schauten uns um, schauten auf büsche, mauern, bäume und bejahten. und weil es im garten einen swimmingpool hat, erschien uns das auch nicht vollkommen abwegig, dass wir das irgendwann einmal tun wollten. bisher hatten wir ja eher einen recht öffentlichen garten: vor dem haus die strasse, neben dem haus die bushaltestelle, hinter dem haus der garagenplatz, neben dem haus das nachbarhaus. kein zaun, ein törchen, niedrige mäuerchen und hecken, über die hinweg man sich, wenn sie denn geschnitten waren, auch mal mit passanten unterhalten konnte.

nun haben wir eine art hortus conclusus. zur strasse hin schliessen das haus und mauern den garten ab. am anderen ende des gartens geht es steil bergab, ein holzzaun verhindert das versehentliche verlassen des gartens. an der böschung stehen grosse laubbäume, weiter unten ein haus, das man aber vom garten aus nicht sehen kann. zu den nachbarn links und rechts gibt es mauern, palisaden und viele, viele büsche. vor allem kirschlorbeer, aber auch thujen und andere koniferen. und alle stehen auf unserem grundstück. aber auch ein rhododendron und ein fliederbaum sind darunter, zu meiner grossen freude.

und leider gibt es auch mitten im garten eine art heckenbereich. der verläuft an einer weiteren kleinen böschung entlang, die den bereich vor dem haus vom etwas tiefer gelegenen pool und der wiese trennen. bisher konnte man vermutlich auch nackt baden, ohne die gäste im haus oder auf der terrasse zu embrouillieren. man konnte nämlich bei unserem einzug schlicht und einfach nicht so weit sehen. auch hier verhinderten kirschlorbeer und co den blick in die ferne, beziehungweise den garten.

schon in den ersten tagen nach unserem einzug habe ich damit begonnen, auszulichten. der kirschlorbeer muss hier mitten im garten komplett weichen. dazu habe ich zwei grosse büsche bis auf die dicksten äste abgeschnitten. die strünke müssen dann noch in einer gesonderten aktion mit der motorsäge entfernt werden. eine reihe noch recht kleiner thujen herauszureissen war die leichteste übung, sie drohten einen weg zu überwuchern. chinaschilf haben wir gefunden und vorerst mal beschnitten. auch das muss mindestens an einer stelle komplett entfernt, an einer weiteren ziemlich stark eingeschränkt werden.

die "hintere treppe" mit angeschlagenen thujen und chinaschilf...

und ohne. (fast, das schilf liegt ja immer noch rum.)
in den letzten tagen habe ich eine zierquitte zerlegt, die sich auf der flucht vor dem kirschlorbeer etwa zwei meter den hang hochgearbeitet hatte. sie darf bleiben, aber vom ursprünglichen standort neu starten, was jetzt auch wieder gut gehen sollte, der kirschlorbeer macht ihr ja keine konkurrenz mehr. als bodendecker will ich efeu und die immergrüne heckenkirsche dulden, beide sind ohnehin schon vorhanden und die letztere wird man auch eher schlecht wieder los. nur muss beides zuerst einmal entfilzt und gründlich geschnitten werden. dabei tauchten dann diverse schösslinge auf, die ich aufgrund dessen, dass sie im november keine blätter mehr haben, nicht immer eindeutig zuordnen kann. eines weiss ich aber: ich will sie im nächsten sommer keinesfalls ständig schneiden, also müssen einfach so viele wie möglich raus aus dem boden. eindeutig zu bestimmen sind immerhin einige hainbuchen, eschen, ein weissdorn (bei dem habe ich kurz gezögert, denn eigentlich wäre das ein wünschenswerter strauch) und die überall präsenten kirschlorbeeren. der boden ist aufgrund der in den letzten wochen gefallenen niederschläge so aufgeweicht, dass die meisten sich gut entfernen lassen.

mittlerweile sieht die eine hälfte des böschungsbeets ziemlich verwüstet aus. zwei blütensträucher durften stehenbleiben, wenn meine gartenkenntnisse mich nicht trügen, sollte es sich dabei um eine deutzie und eine kolkwitzie handeln. die andere hälfte liegt noch vor mir. auch da hat es diverse sträucher, die ich gerne retten möchte, aber auch reichlich wildwuchs, der weg muss.

sieht nicht wirklich schön aus: zerlegter kirschlorbeer, dahinter noch die zierquitte auf der flucht.
zwei tonnen mit je 240 liter inhalt stehen mir wöchentlich für die entsorgung des schnittguts zur verfügung. bis auf diese woche habe ich die auch immer ausgeschöpft. ab dezember kommt die grüngutabfuhr dann für drei monate nur noch alle vierzehn tage, aber ich sehe ohnehin, dass es schwieriger wird, wirklich jede woche zeit und gutes wetter zu finden, um im garten zu arbeiten.

da muss ich auch noch durch. vielleicht finde ich dabei noch etwas unerwartetes. zwischen den kirschlorbeerbäumen kam immerhin eine rose zum vorschein.
bis zum frühjahr ist die komplette durchforstung des mittleren heckenbeets geplant. die hortensien, die teilweise riesig sind, müssen zurückgeschnitten, vielleicht sogar richtig gestutzt und etwa zehn meter mauer von einem schlingknöterich befreit werden. eine andere mauer ist mit wildem wein und efeu bewachsen, auch danach muss man dringend mal schauen. was wir in diesem winter mehr oder weniger unangetastet lassen werden, sind die hecken zu den seitlichen nachbarn.

die schlingknöterichmatte und die grösste hortensie. eventuell gibt es hier viel platz wenn ich dazu komme, das aufzuarbeiten.
und das nicht nur, weil wir vielleicht doch einmal im garten nackt herumliegen, sondern weil wir überhaupt mal im garten nicht nur arbeiten wollen.

ach ja, und sicher findet sich nach unserer gartenaktion auch hier und da ein plätzchen für die euphemismen von elke. ich freu mich schon drauf! 

Donnerstag, 14. November 2019

voradventliches filzen

endlich* gab es wieder einmal einen kursabend in der werkstatt! mit zwei aufgeräumten frauen habe ich die bewährten schwemmholzengel und kleine engelchen, komplett aus filz, angefertigt. ein vorteil der wirklich sehr kleinen gruppe ist eben, dass spontan auch verschiedenes gefilzt werden kann.


und auch die kinder haben gefilzt! ein voller kurs, ein verspätetes kind, ein spontaner gast, so wurden aus acht angemeldeten kindern neun. anstatt umfilzter gläser gab es diesmal kleine filzkugeln, die mit einem led-teelicht beleuchtet werden. so können die kinder ihr windlicht auch wirklich bei sich im zimmer benutzen.

den engelkurs gibt es noch einmal, am mittwochabend 27.11. ist eine zweite gelegenheit adventsdeko, oder wie die beiden kursteilnehmerinnen sich einig waren, ganzjahresdeko, zu filzen.

winterlichte können am dienstagabend 3.12. in der werkstatt gefilzt werden. vorgeschlagen sind eigentlich die glaswindlichte, aber ich bin auch offen für andere wünsche!

 *die kurse laufen in diesem herbst wirklich schleppend - neben der ganzen umzieherei war einfach zu wenig zeit um werbung zu machen. dafür freue ich mich über reichlich besucherinnen in der offenen werkstatt. es wird gefilzt und ab und zu schaut auch jemand nur mal auf einen tee/kaffee oder ein paar informationen vorbei - genau so wie ich es mir gedacht habe! (für ganz spontane: morgen, 15.11. habe ich mir frei genommen, es findet keine offene werkstatt statt. am 22.11. und den folgenden freitagen geht es dann ganz normal weiter!)


Dienstag, 12. November 2019

12 von 12 im november 2019

juhui, endlich wieder der zwölfte. allmählich entwickelt sich das hier zu einem dieser unsympathischen blogs, die ausschliesslich für blogaktionen wiederbelebt werden. ja nun, aber wenigstens das und die hoffnung, dass irgendwann wieder einmal auch mehr kommt, ist noch nicht ganz aufgegeben. 

hier aber erstmal meine zwölf bilder vom heutigen tag: 


 frühstück, etwas karg. aber bis da auch nur für zwei personen.


 blick hinüber nach ennetbaden: im tal hängt der nebel, hier oben haben wir schon sonne.


 in der werkstatt ist der tisch noch mit den resten vom gestrigen engelkurs belegt.


 mein tagesziel heute: den weihnachtsmarkt am samstag nächster woche planen. der stand ist rasch skizziert, danach dann noch inventur, von welchen weihnachtssachen noch wieviele vorhanden sind und was noch nachproduziert werden muss.


 adventskalender, schon fast fertig. ich plage mich mit der preisgestaltung.


 schöner schon die fortschreitende herstellung von kleinen filzengelchen. vor lauter schönem wetter ist mir da ein frühlingsengelchen aus den händen gefallen.


 zum mittag aufgewärmte pizza, weil der güggelistand uns heute im stich gelassen hat. dabei wollten wir uns heute endlich mal ein güggeli gönnen!
anschliessend bereite ich die nachmittägliche einkaufsrunde vor: post, tanken, supermarkt, gemüsekorb abholen, flaschen entsorgen.


 dabei ist das wetter viel zu schön, um den nachmittag mit herumfahren zu verbringen. der garten leuchtet.


 auf der post gibt es tolle briefmarken, die muss ich haben! das säuli ist auch noch samtig!


 kofferraum voll mit vitaminen und zeugs.


 um vier bin ich mit der tochter für eine mathelektion verabredet. die letzten wochen haben wir uns durch gleichungssysteme gerechnet und heute, am letzten termin vor der prüfung wollen wir repetieren. eigentlich hätte ich es wissen müssen - wie immer vor der prüfung hat die lehrerin wieder einmal eine probeprüfung ausgeteilt mit "transferaufgaben". sauschweren und höchst komplizierten aufgaben, die bisher so nicht geübt wurden, will das heissen. glücklicherweise finden wir ein bisher unbearbeitetes kapitel im theoriedossier, das ich mit der tochter durcharbeiten kann, und so die lösungen finden. danach klappt alles wie am schnürchen. neuerdings ist in der schule viel die rede von eigenverantwortung und selbstkompetenz, ich frage mich nur, ob das unaufgeforderte selbstständige erarbeiten der theorie in mathe auch dazu gehört? und ob es irgendeine instanz gibt, die überprüft, ob die schüler das auch getan haben?


als die tochter endlich selbsständig üben kann, komme ich dazu, die einkäufe auszupacken. und den gemüsekorb. heute wieder einmal einer von der eher üppigen sorte. ich glaube, dass uns der fast die kommenden zwei wochen beschäftigen wird.

kai kocht: selbstgemachte pommes mit cervelats vom bauernhof, der am sonntag auf unserem spazierweg lag. dazu den nüsslisalat ganz links auf dem bild.

ich bügle derweil und führe mit der tochter eine diskussion über jugendlohn. hinter diesem begriff verbirgt sich die idee, die jugendlichen ein budget für alle ihre bedürfnisse, freizeitaktivitäten, kleider, mobiltelefon und so weiter aufstellen zu lassen, einen monatlichen betrag zu berechnen, den auszubezahlen und die jugendlichen damit wirtschaften zu lassen. ziel wäre eine zunehmende kompetenz der jungen menschen, mit dem geld hauszuhalten.
wir haben wenig erfahrung mit diesem konzept - für die beiden lehrlinge ergab sich das einigermassen organisch. sie mussten ab dem zeitpunkt, an dem sie lehrlingslohn bekamen, für die krankenversicherung und ihre persönlichen bedürfnisse aufkommen, wobei wir am anfang der lehre, bei noch wenig lohn auch mal ausnahmen gemacht haben, nach bedarf und mit augenmass.
andererseits mag ich die diskussion auch nicht einfach so abklemmen: immerhin beschäftigt sich die tochter damit, was ihr leben so kostet, was sie braucht und was eher luxus ist. ein bisschen aufgesetzt wirkt die ganze sache für mich, mal sehen, was am ende dabei herauskommt.

meine zwölf bilder vom heutigen tag schicke ich zu caro, von "draussen nur kännchen" und schaue nachher selbst noch dort vorbei um zu sehen, was die anderen bloggerinnen heute so erlebt haben.

Mittwoch, 6. November 2019

haushalt ganz neu durchdenken

der umzug ist vorbei und eigentlich wollte ich hier schon lange wieder zu schreiben beginnen. aber gestern habe ich sogar den #wmdedgt-tag verpasst. dabei gäbe es genug zu berichten, es gibt immer noch reichlich zu tun, überall wollen noch dinge bewegt und aufgehängt und zugeordnet und ja, auch immer noch aussortiert und weggeworfen werden. und daneben geht halt auch das ganz normale leben wieder los oder weiter. mittlerweile ist es klar: auch im neuen haus muss gewaschen und gebügelt, gekocht und abgespült, geputzt und aufgeräumt, eingekauft und entsorgt werden. ausserdem müssen wir immer noch herausfinden, auf welche weise wir all dies hier am besten tun. die ersten tage in der neuen küche habe ich jeweils ewig gebraucht, um nur die spülmaschine auszuräumen. bei nahezu jedem kochen muss mindestens ein wichtiges utensil zunächst wiederaufgefunden werden. der backofen verfügt über so fantastische programm wie "profiheissluft" - aber auch "al-gusto-heissluft", es wollen also die unterschiede herausgefunden werden. und nein, "amateurheissluft", das programm, das ich spontan gewählt hätte, sucht man vergebens.  die waschmaschine kann andere dinge als die waschmaschine im alten haus (für die leser aus deutschland: in der schweiz mietet man in aller regel mit allen haushaltsgeräten), in der waschküche haben wir einen trocknungsapparat, aber keinen wäschetrockner mehr. wäscht man handtücher mit dem programm, das sie weich werden lässt, dauert das trocknen um so länger. probeweise hängt die wäsche jetzt mal auf dem balkon, denn so richtig gut lüften lässt sich der wäschekeller nicht, man muss also quasi immer das trocknungsdings laufen lassen, das vermutlich alleine ein ganzes kernkraftwerk benötigt. und das sind nur ein paar beispiele, die vor allem das leben im haus betreffen. daneben wollen neue entsorgungs- und versorgungsgelegenheiten gefunden werden, zum beispiel die haltestellen des milchexpress, den wir ja schon von ennetbaden her kennen.

***

heute hatte ich den ersten richtigen besuch im neuen haus. - der grosse sohn war zwar schon öfter da, aber irgendwie zählt der immer noch nicht so richtig als besuch, auch wenn er nicht mehr bei uns wohnt. immerhin hat er ja beim umzug geholfen und kennt alles hier schon. - eine freundin hat mich besucht und war spontan vom haus begeistert. um die mittagszeit war aber auch gerade das licht wunderschön. ihre kinder sind gerade am ausziehen, auch sie wird sich zusammen mit ihrem freund nach einem neuen zuhause umschauen. hoffentlich verschlägt es sie nicht zu weit fort, momentan, haben wir festgestellt, ist der weg noch gut machbar.


Mittwoch, 30. Oktober 2019

12tel-blick im oktober - nicht viel neues


 emsig kam mir das bauen auf der baustelle im vergangenen monat vor, vergleiche ich aber nun die bilder, ist da garnicht so viel neues zu sehen. vielleicht macht auch nur das gewirr der gerüste einen geschäftigen eindruck.


den unterschied sieht man erst auf den zweiten blick: wo ende september noch viel durchblick war, sind jetzt überall geschlossene mauern zu sehen. 


auch zur limmat hin wird eine mauer errichtet. ich hatte auf ein bisschen  mehr öffnung hin zum fluss gehofft, aber vielleicht kommt das ja in einem anderen abschnitt. 


 an den kranen hängt schon der weihnachtsschmuck.


und hier wieder der überblick über alle monate des jahres.


was der 12tel-blick ist, lesen sie gerne bei eva nach. sie sammelt auch in diesem monat wieder viele blicke bei sich, danke!

wer die entwicklung der baustelle über die monate mitverfolgen will:

12tel-blick im januar
12tel-blick im februar
12tel-blick im märz
12tel-blick im april
12tel-blick im mai 
12tel-blick im juni
12tel-blick im juli  
12tel-blick im august 
12tel-blick im september

Sonntag, 27. Oktober 2019

gezügelt

gestern haben wir das alte haus an der höhtalstrasse vollendes geleert und für die übergabe an den vermieter bereit gemacht. in der garage stehen noch ein müllsack und zügelkartons, die ich  zurückgeben muss, aber ansonsten ist alles fertig. das wetter war schön, wir gingen einfach nur noch durch die räume und sortierten nach mitnehmen, entsorgen in der gemeinde und müll, der zur entsorgungsstelle gefahren werden muss. am späten vormittag machten wir mit einem teil des restlichen grillholzes ein feuer und brieten würstchen und käse und machten so aus dem dritten zügelsamstag noch ein kleines abschiedsfest. 

fast vier wochen nach der schlüsselübergabe fürs neue haus haben wir den kraftakt umzug eines ganzen hauses auf eigene faust hinter uns. sicher, es gibt noch viel zu tun am neuen ort, grosses und kleines muss noch einen platz finden, aber zumindest kommt jetzt nichts mehr dazu.

dabei ist unser plan des etappenweisen umziehens weitgehend aufgegangen, wir haben also am alten ort ausgeräumt, dann möbel abgebaut, am neuen ort aufgebaut und möglichst rasch wieder eingeräumt. beim abschliessenden sortieren der kartons ist mir erst aufgefallen, wie wenig kartons wir auf diese weise gebraucht haben! und nach dem ersten wochenende war der haushalt im grunde schon wieder funktionstüchtig. einige sachen sind auch unaufgeräumt liegengeblieben, zum beispiel ein teil der gartensachen, die ich gleich anfang oktober gezügelt hatte - die haben nun gestern nachmittag auch ihren platz gefunden. vielleicht nur vorerst, aber so können sie erst einmal überwintern. überhaupt: vieles wird sich erst einspielen, wir werden aber auch weiterhin dinge reduzieren müssen, denn wir haben wirklich weniger platz im neuen haus. ein bisschen lustig ist diese feststellung schon, da es unter anderem auch erklärtes ziel war, uns zu verkleinern, aber steht man akut vor dem berg an dingen, über deren weiteren verbleib noch nicht entschieden ist, ist das schnell vergessen.

was schön war: wie alle familienmitglieder zusammengespannt haben für den umzug. drei wochenenden im oktober waren alle kinder mehr oder weniger frisch frühmorgens oder ein bisschen später zur stelle und haben geräumt, getragen, abgebaut und aufgebaut. zwischendurch waren wir ein wochenende zur geburtstagsfeier in deutschland, kai musste notfallsmässig zwischendurch mal für zwei tage weg, aber ansonsten ging viel, viel zeit in diese umzugsaktion. die tochter hat nur eine kleine geburtstagsfeier bekommen und tapfer neben der umzieherei ihre suche nach einer lehrstelle mit einer zusage im wunschberuf abschliessen können.

nun können wir uns einerseits ein bisschen zurücklehnen, andererseits mit dem endgültigen einsortieren der reste beginnen, und vielleicht gibt es ja dann auch endlich wieder fotos.
zum beispiel vom garten, denn da wartet auch noch einige arbeit auf uns.

Samstag, 12. Oktober 2019

12 von 12 im oktober 2019 - der erste am neuen ort

 am freitag noch drangedacht, dann aber morgens wieder vergessen: heute ist der zwölfte - aber vor allem ist heute unser zweiter grosser zügeltag. am vergangenen wochenende haben wir die schlafzimmer und die küche umgezogen, plus unseren esstisch, so dass es sich schon ziemlich komod im neuen haus leben liess.
an diesem wochenende waren dann das wohnzimmer mitsamt allen bücherregalen, aber ohne das bereits am donnerstagabend abgeholte sofa, der esszimmerschrank und alle hohen regale dran. und ganz viel inhalt. 

im bild: das gästesofa, das jetzt erstmal unser hauptsofa wird, bevor wir uns definitiv für ein neues entscheiden können.

 tatsächlich mussten wir nur zweimal mit dem grossen auto fahren. und kurz vor dem zweiten entladen geht die bildergeschichte heute los.


vor dem entladen gab es aber noch mittagessen, draussen auf der terrasse, in der sonne. suppe zum zügeln, allgemeiner konsens. ohne saitenwürstle, aber dafür wurde viel an die saitenwürstleempfehlung der oma gedacht.


 gestärkt stellten die söhne ruckzuck den geschirrschrank auf und da wären dann auch die suppenteller gewesen. eingeräumt habe ich zusammen mit der tochter, da waren wir schon von der küche her ein gutes team. die haben wir nämlich schon in teilen umgezogen, bevor die zügelferien von kai begonnen haben.


 und schon wieder pause. aber wir konnten auch einen zügelhelfer bereits verabschieden und er hatte ja vorher noch kaffee und kuchen zugut.


 das warme wetter verleitete die tochter zu einem allerersten sprung in den pool. sie war aber auch ganz schnell wieder draussen... hier könnte man nun beliebige witze über den wörtlich coolen pool machen, aber hei, sie war drin!


drinnen immer noch chaos, aber mit aussicht auf besserung.


verwirrende botschaften auf kartons, die mehr als einmal im umlauf waren.


 und: ich habe die kochbücher geputzt!


nach suppe zum zmittag gab es zum znacht dann eher wieder zügelpicknick, mit wiedergefundenen zitronensardinen aus der dose. zu was ein umzug nicht alles gut ist. 


 die kochbücher: farblich sortiert.


das wäre dann so in etwa die nächste grosse etappe, die wir uns heute nicht mehr zutrauten. wir müssen nämlich ein bisschen überlegen, wo was hinkommt.


abendidylle mit zügelkisten und streamingdienst. gut nacht!

meine bildergeschichte schicke ich wie stets am zwölften zu caro, die heute auch noch geburtstag hat. herzlichen glückwunsch!

Sonntag, 6. Oktober 2019

5.oktober 2019 - #wmdedgt und zügeltag

aufgestanden um sieben, um noch zu duschen, nicht zum sauber, sondern zum wach werden. Viertel vor acht kam der grosse Sohn mit gipfeli und brot zum Frühstück und zur lagebesprechung. zwei Personen wurden losgeschickt um den bereits beladenen Transporter im tannenweg zu entladen, drei Personen begannen mit dem abbau der möbel in den Schlafzimmern. Schrank, Bett, bett, schrank, fertig. Pause für ein zweites Frühstück, dann einladen der möbel, zusammen mit einem weiteren eingetroffenen helfer. Die Tochter und ich vollendeten das ausräumen der Küche, heute schon mit dem klaren ziel der reduktion auf zwei Drittel der vorhandenen Dinge, denn gestern war klar geworden, dass die im Quadratmetern etwa doppelt so grosse neue Küche kein Raumwunder, sondern ein platzverschender ist. Wir packten wieder alle zehn transportboxen voll, dazu noch kartons und diverse behälter.
Gegen halb zwei trafen die restlichen Umzieher wieder ein und es gab suppe. Danach beluden sie den Transporter wieder mit den resten des vormittags plus esstisch, gartenbank und kleinkram. Den pkw füllten wir mit der küche, zwischendurch kam noch jemand vorbei um diversen kleinkram vom sohn abzuholen, wir hatten aber keine rechte lust auf verkaufsgespräche und akzeptierten den rabatt von 5 franken für ... weissnichtwas. unterwegs kauften wir noch für Abendessen ein, dann fuhren die tochter und ich in den tannenweg. die ausgeladenen küchenkisten schafften es noch in den eingangsbereich, dann ging es flugs weiter mit dem aufbau des kleiderschranks. ständig fehlte ein akkuschrauber, weil parallel in anderen zimmern anderes aufgebaut wurde. das innenleben des eigenartigen eingebauten wandschrank in des sohns zimmer konnte dann aber doch händisch demontiert werden...
Dann noch einmal zurück “nach hause“, den transporter auf den hof stellen, wo er weniger stört, und alles für die erste nacht im tannenweg holen. Kurz vor sieben mussten wir dann zuerst abendessen und erste gewünschte fotos von uns am neuen ort knipsen. Dann noch bettaufbau und danach nur noch rumsitzen und reden und weitere lagebesprechung. Wir bleiben bei unserem plan, zuerst alle bisher gezügelten Zimmer und sachen einzuräumen und am kommenden Wochenende arbeitszimmer, wohnzimmer und esszimmer umzuziehen, weil wir dann wieder sicher den transporter und helfer haben werden.
Der sohn ging noch aus, wir und die tochter ins bett, kräfte sammeln fürs grosse einräumen morgen.

Die holprige kleinschreibung bitte ich zu entschuldigen, ich tippe das nämlich auf dem telefon!
#wmdedgt müsst ihr heute selbst raus finden, mein beitrag wandert zu frau brüllen.

Freitag, 4. Oktober 2019

zügelei

gefühlt ziehen wir ja schon das ganze jahr über um. begonnen hat es im frühjahr mit der grossen aussortieraktion im ganzen haus, dann kam im mai die suche nach einem neuen zuhause und seit wir den mietvertrag für das neue haus unterschrieben haben drehten sich mehr als einmal die gedanken um den umzug.

nun ist es also so weit, seit montag haben wir den schlüssel zum neuen haus und auch zum neuen garten. der umzug ist gestartet.

weil drinnen erst noch gemalert wurde, ging es am dienstag mit hilfe einer freundin und ihrem sohn zunächst mit dem garten los. ungezählte töpfe, gartenmöbel, werkzeug und so weiter fand in insgesamt 5 pkw-ladungen platz. nach dem mittag habe ich dann gleich versucht, das meiste sinnvoll unterzubringen, es fehlt noch eine möglichkeit, die vielen materialien und werkzeuge aufzubewahren.



nebenbei war meine aufgabe, den maler zu motivieren, wirklich alle notwendigen arbeiten vorzunehmen. *
am abend mussten wir dann noch eine fahrt unternehmen, weil ich einen teil der sachen vor die garage gestellt hatte und kai auch endlich mal in ruhe die räume anschauen wollte.

zum sehr regnerischen mittwoch passte der umzug des vorratskellers und der anderen kellerregale. anders als am dienstag ging es nicht mehr so schnell, ich musste die sachen ja erst noch einmal sichten und in kisten verpacken. dort konnte ich einen teil schon in die vorhandenen regale einräumen. für einen anderen teil wird aber auch erst noch eine lösung gefunden werden müssen, so allmählich füllt sich der keller mit dingen, die später zu verräumen sind.
insgesamt ist unser plan, zimmer für zimmer umzuziehen und auch gleich wieder einzuräumen, so weit das möglich ist. was dabei am meisten auffällt: im alten haus hatten wir viele ecken, die wir für die weniger spassigen seiten des haushalts nutzen konnten, wie putzsachen, müll, entsorgung. da fehlen mir noch die ideen im neuen haus dafür.
am abend kam die tochter von ihrer schnupperpraktikum direkt ans neue haus und half mir, die letzte der drei wagenladungen in den keller zu tragen und zu verräumen.
am abend keine weitere fahrt ins neue haus.

donnerstag ging es dann endlich mit der tochter zusammen weiter. zuerst fuhren wir zum möbelschweden, einlagefolie und schrankböden kaufen, ausserdem fussmatten, denn nach dem regnerischen mittwoch sahen der flur und die küche nicht mehr schön aus. dann schauten wir noch einmal im alten haus vorbei und luden reste aus dem keller und der garage ein.
insgesamt haben wir wenig herumgetragen, dafür den pool aufgedeckt, die poolpumpe ausprobiert, den pool wieder zugedeckt, alle schubladen in der küche mit einlegefolien versehen, mehr gartendinge verteilt. und über allem das mittagessen vergessen, weswegen wir um vier nach einem kurzen stopp beim bäcker den tag mit kaffee und süssen stückle und noch ein bisschen kisteneinräumen mit küchendingen ausklingen liessen.


für die statistik:
dienstag - mit b und f - 6 pkw-ladungen - garten - schönster sonnenschein
mittwoch - 3 pkw-ladungen - vorratskeller und keller - regen
donnerstag - mit a - ikea-einkauf und 1 pkw-ladung - noch mehr keller und garage - morgens durchwachsen, mittags sonne 

* wann ist das eigentlich passiert, dass man einen handwerker davon überzeugen muss, mehr zu machen? oder liegt das am land?
in d so: malen sie doch bitte mal diese wand. - geht so nicht, da muss alles gemalt werden, auch die decke und die tür und dann gleich noch neue fenster und steckdosen...
in ch so: malen sie doch bitte diese wand. - ja, muss ich mal sehen, ob ich das jetzt so machen kann, aber nur die hälfte und sicher nicht bis an die decke, reicht das jetzt so oder soll ich wirklich alles anmalen?

Montag, 30. September 2019

12tel-blick im september - in die höhe



 wir starten mit dem überblick. schon hier wird gut sichtbar, wie viel neues in den letzten vier wochen auf der baustelle dazugekommen ist. ich frage mich immer noch, wo die thermalbecken entstehen werden. das wasser im fluss ist wenig, ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das nicht momentan auch künstlich niedrig gehalten wird, weil unterhalb der baustelle uferbefestigungsarbeiten im gange sind.


 schaut man ein bisschen weiter nach links, verschwinden allmählich die schönen alten badehotels hinter dem massiven baukörper des botta-bads.


 und das kirchlein, das lange fast in der luft zu schweben schien, hat nun wieder untergeschosse bekommen. man kann jetzt auch wieder zur kapelle gehen und von dort auf die baustelle schauen:


das wäre der direkte "gegenschuss" zum ersten bild. fürs aufnehmen des überblicks stehe ich immer etwas links von der mitte an der strasse oberhalb des rebbergs.


 wie bekommt man eigentlich den kran da nachher wieder weg?

alle bilder sind wieder einmal nach feierabend auf der baustelle entstanden, aber wenn es sehr sonnig ist, habe ich sonst immer ein problem mit dem gegenlicht.


 aber ein bauarbeiter-wimmelbild hab ich dann doch noch.

und den überblick über alle neun monate:


was der 12tel-blick ist, lesen sie gerne bei eva nach. sie sammelt auch in diesem monat wieder viele, meist idyllischere blicke bei sich, danke!

wer die entwicklung der baustelle über die monate mitverfolgen will:

12tel-blick im januar
12tel-blick im februar
12tel-blick im märz
12tel-blick im april
12tel-blick im mai 
12tel-blick im juni
12tel-blick im juli  
12tel-blick im august

Donnerstag, 26. September 2019

die badende

vielleicht wartet ja die eine oder andere auf die fortsetzung des vorletzten posts zum turkmenischen filzen. hier geht es also weiter mit der badenden. sie hatte den recht imposanten durchmesser von 100 cm, also nicht sie alleine, sondern der teppich, den sie ziert. da komme ich schon ziemlich an die grenze dessen, was ich auf einem tisch auslegen kann.


 hier haben gerade die farbigen teile des bilds eine weitere schicht bekommen - mit absicht habe ich einen etwas dunkleren ton für haare und haut gewählt, für den badeanzug dafür einen helleren, mit mehr grünanteilen. ich habe nicht das gefühl, dass viel davon durch die oberste schicht aus kammzug gedrungen ist, aber genau lässt sich das ja nie sagen.


 so jedenfalls sah die badende nach dem ersten wenden aus.
um einen schönen rand zu bekommen hatte ich mich dazu entschieden, die deckschicht auf den rücken umzulegen, und dabei noch kurz darüber nachgedacht, ob das wirklich eine schlaue idee wäre, denn irgendwie kam es mir so vor, dass dabei sehr viele fasern der obersten schicht rechtwinklig zum rand verliefen und durch das umschlagen einer besonderen verkürzung beim anfilzen ausgesetzt sein könnten.


 tatsächlich ist das auch so. wenig schön, hat es vor allem an den stellen, an denen das bild nahe am rand endet, die oberste schicht des hintergrund von den die figur umgebenden linien zurückgezogen. das war vor allem an den ellbogen ...


 und an den pobacken der badenen der fall. hier wurde also ein bisschen extraarbeit notwendig. geduldig habe ich zunächst mit der filznadel fixiert und dann lange in die richtige richtung massierend die lücken geschlossen. sie sind beim fertigen teppich nun kaum noch zu sehen.

trotzdem würde ich den rand in zukunft bei einem solchen filz nicht mehr umlegen - gibt es doch andere möglichkeiten, ihn gleichmässig schön hinzubekommen.


 ein weiteres problem war die resteverwertung der gotlandwolle. ich und das gotlandschaf werden wohl in diesem leben keine freunde mehr werden. da sind zum einen die haare, die überall durchdringen und der badenden eine heftige ganzkörperbehaarung beschert haben. dazu kommen noch viele, viele fasern, die nicht dauerhaft im filz haften bleiben wollen, einfach mal durch ihn hindurch wandern und beim walken in rauhen mengen auf dem boden der werkstatt und auch sonst überall landen.


nun muss die badenden einfach noch in den schönheitssalon, dauerhafte haarentfernung auch in körperfernen regionen ist für sie angesagt.
für diesen zweck habe ich mir übrigens anstatt der einmalrasierer einen rasierhobel bestellt, den ich mit normalen rasierklingen bestücken kann. ich bin gespannt, ob das gut funktioniert und werde berichten. ein bisschen kann man schon am kopf und im winkel des rechten arms sehen, dass da noch einiges zu retten ist. leider waren dann alle einwegrasierer stumpf und so werdet ihr die badenden hier vielleicht noch ein drittes mal sehen.