Donnerstag, 20. Februar 2020

19. februar 2020 - ich hab die haare schön

nach frühstück und bloggen habe ich versucht, mir einen überblick zu verschaffen, was in den nächsten tagen am dringendsten erledigt werden muss. zwar werde ich erst nächsten donnerstag wieder unterwegs sein, aber wenn ich danach vom filzertreffen zurückkomme, ist der februar bereits um.
auf der liste ganz oben standen die newsletter für kinder- und erwachsenenfilzkurse, ausserdem ein text zu den überlegungen zur neugestaltung des filzlehrgangs der filzszene. also schreibtisch- anstatt werkstattarbeit. das hat dann auch gar nicht so schlecht zum wetter gepasst, ich musste also nicht durch wind und regen radeln. ausserdem hatte ich für den nachmittag spontan einen coiffeurbesuch abgemacht.
die beiden newsletter wurden am vormittag fertig, nebenbei habe ich dann auch noch ein bisschen bürokram für den haushalt erledigt. leider dabei nicht die quittung für den kaputten wasserkocher meiner mutter gefunden.

zum mittagessen gab es reste... und anschliessend eine pause für die tochter und mich. nach einem gratulationsanruf bei meiner patentante machte ich mich zu fuss auf den weg in die stadt, auf radfahren hatte ich keine rechte lust. deshalb habe ich auch das einkaufen verschoben, nur schnell noch ein stück butter im ohne-laden geholt und mir dann die haare schneiden lassen.

immer hat es so schöne ecken im kopfsprung-coiffeur bei mirjam.
immer noch mit viel wind ging es dann nach hause, wo mich schon die tochter zu tee und restlichem bienenstich erwartete. weniger erwartete sie die matherunde, die haben wir dann aber auch noch gemacht.
anschliessend küche aufräumen und kochen: heute endlich die pastinakencremesuppe, die es eigentlich schon gestern geben sollte. zum andicken habe ich anstatt von kartoffeln einen halbe hand rote linsen mitgekocht. und brotreste zum dazuessen angeröstet.

nach dem abendessen wurde dann auch noch der text für die filzszene fertig, mal sehen, was meine beiden mitstreiterinnen dazu meinen.

falls sie sich für meine newsletter interessieren, können sie ihn sich einfach hier anschauen:
kinderfilzkurse
erwachsenenfilzkurse 

gelesen: rebecca
gesehen: lineares fernsehen, viel news, diesmal die schweizer und die deutschen nachrichten ausführlich.

Mittwoch, 19. Februar 2020

17. und 18. februar 2020 - es werde licht!

montag und dienstag habe ich meine mutter zu einer augen-op und zum nachsorgetermin begleitet, darum gibt es heute zwei tage auf einmal:

die erst auf den späten vormittag angesetzte ambulante operation macht es möglich, dass ich montagmorgens noch bloggen kann, nachdem es nur für mich frühstück gab, weil die patientin nüchtern bleiben musste.
in einem kleinen wartezimmer warten wir darauf, dass es losgeht, es gibt vorbereitende augentropfen, dann geht es plötzlich ganz schnell und meine mutter wird zur operation abgeholt. wir haben abgemacht, dass ich während der operation blumen für die nachbarin kaufe und süsse stückle für den nachmittag, ausserdem habe ich zeit, eine tropfpipette für meine tropfenexperimente in der apotheke zu kaufen. dann bin ich wieder zurück und kurz darauf kommt meine mutter auch schon aus dem aufwachraum. es geht ihr gut, sie bekommt brezel und kaffee serviert, dann können wir nach hause gehen.
den nachmittag verbringe ich mit verschiedenen erledigungen und besorgungen, unter anderm müssen der nachbarin blumenstrauss und geburtstagsgrüsse überbracht, für ein paar tage lebensmittel besorgt und ein rezept in der apotheke eingelöst werden. ich werde ausserdem fast alle meine leeren flaschen los und besorge ein paar kleinigkeiten für uns zuhause. als ich zurückkomme, ist es schon ziemlich spät und wir kochen zusammen, nur die ganze zeit ausruhen geht nicht so recht, ablenkung bekommt dem auge, dass doch ein wenig reibt, besser.
am abend freuen wir uns gemeinsam darüber, dass erste verbesserungen im sehen zu bemerken sind und staunen noch einmal, was die medizin heute so alles kann.

am dienstag steht noch ein kontrolltermin an, auch der am späten vormittag. vorher erledige ich ein paar wenige dinge, die meiner mutter schwer fallen oder die sie in den nächsten tagen nicht machen soll. ausserdem versuche ich, einen wäscheständer zu reparieren, scheitere aber daran, ein loch ins gestänge zu bohren. für alternative reparaturideen (die werkstatt meines vaters ist noch vorhanden und hält genug bastelmaterial vor) ist aber keine zeit mehr, wir müssen los.
glücklicherweise sind wir so früh los gefahren, die parkhäuser in der nähe des augenarztes sind alle voll, so dass wir eine weile anstehen müssen, bis wir parken können. wir kommen aber immer noch pünktlich zum augenarzt, reservieren sogar auf dem weg noch mehrere stückchen bienenstich und warten dann fast eineinhalb stunden auf eine kontrolle von 2 minuten.  alles gut! die hälfte des weges zu mehr sehqualität ist geschafft! 
auf dem rückweg zum parkhaus erledigen wir noch ein paar kleine einkäufe, essen bei meiner mutter zuhause unsere mitgebrachten fischbrötchen und dann mache ich mich wieder auf den nachhauseweg.

die strassen sind trocken, ich picke unterwegs noch die gemüselieferung auf, treffe dabei zwei andere solidarische gemüsegenossen und bin um kurz nach fünf zuhause. gerade noch rechtzeitig, dass die tochter ein stück bienenstich essen kann, bevor sie zu einer veranstaltung los muss. kai und ich trinken in ruhe kaffee und geniessen dazu den bienenstich. ich räume noch meine sachen aus, ansonsten machen wir nicht mehr viel, abendessen gibt es heute spontan und aus dem kühlschrank, eigentlich wäre ich mit kochen dran gewesen.

gelesen: die cornwallbücher sind da! rebecca von daphne du maurier begonnen.
gesehen: diverses im linearen fernsehen
gehört: dlf und swr3 beim autofahren

Montag, 17. Februar 2020

16. februar 2020 - im wald nach dem sturm

für einen sonntag zu früh aufgewacht. um einen ersatz für das schwächelnde schöne fotografierhandy zu recherchieren, das leider genau das fotografieren nahezu unmöglich macht, aufgestanden und mit recherchen und bloggen zu lange am schreibtisch gesessen.

frühstück mit sonntagsbrötchen, leider ohne frühstückstischfoto. vor dem frühstück hatte ich schon alles aus dem keller zusammengepackt, was heute mit nach deutschland muss, wenn ich sowieso zu meiner mutter fahre. darunter die obligatorische schokoladenbestellung, für hilfsbereite menschen in ihrem umfeld, leere guetsledosen von weihnachten und wieder einmal eine menge leergut, das sich bei uns gesammelt hat und nur in diesem einen getränkemarkt zuverlässig entgegengenommen wird, der sich glücklicherweise am wohnort meiner mutter befindet.

nach dem frühstück brechen kai und ich zum verabredeten spaziergang auf, die tochter hat nur mit uns keine lust zum spazieren und bleibt zuhause, fegt aber auch noch balkon und terrasse. 


auf dem weg in den wald kommen wir regelmässig durch eine alte gärtnerei oder ähnliches, jedenfalls stehen da ungenutzte gewächshäuser und rundherum verteilt hat es den einen oder anderen besonderen baum oder strauch. unter anderem eine hamamelis oder zaubernuss, die momentan in voller blüte steht.
wir gehen eine schon bekannte runde und sind dabei recht schnell, obwohl es wieder das eine oder andere neue am wegrand zu entdecken gibt.


der sturm von anfang der woche hat in einem waldstück vor allem eschen beschädigt. die meisten umgefallenen bäume sind dicht mit efeu bewachsen und zumindest dieser hier auch an der basis alles andere als gesund. wir sehen aber auch andere sturmschäden, eine buche lag über den weg, in einem weiteren waldstück wurden bäume gefällt, das aber auch schon vor dem sturm.

zurück zuhause stellt sich die frage nach einem kaffeegebäck und die tochter holt den donut-maker heraus, den sie vor zwei jahren von ihren brüdern zu weihnachten bekommen hat. frisch gebacken schmecken die am besten, man kann dann noch marmelade dazu essen, geht aber auch so.

nach einer kleinen pause mache ich mich um vier uhr auf den weg nach deutschland, zu meiner mutter. ich werde sie morgen zu einer augen-op begleiten, wer mag, darf gerne die daumen drücken, dass alles gut geht. um sieben bin ich dort, zum abendessen gibt es vesper und anschliessend schauen wir uns eine fasnachtsveranstaltung im regionalfernsehen an, die ersten nummern geben mir die gewissheit, dass der turnverein der tochter alle zwei jahre eine sehr professionelle turnshow gestaltet, später gibt es routiniertere auftritte von bekannten karnevalsvereine, wie dem möbelwagen aus stuttgart.

gelesen: mein buch ist aus.
gesehen: schwäbische fasnet aus donzdorf


Sonntag, 16. Februar 2020

15. februar 2020 - rund ist relativ

ein wochenende ohne grosse pläne steht vor der tür, da muss man nicht besonders früh aufstehen. trotzdem habe ich vor dem frühstück bereits am wochenendplätzchen gebloggt und ein wenig im internet herumgelesen.
frühstück, dann familiensitzung, es müssen wieder ein paar dienste getauscht werden, weil ich zwei tage unterwegs bin, ansonsten sieht die woche sehr harmlos aus. anschliessend machen wir noch pläne für den samstag: altglas entsorgen, einkaufen, gartenarbeit (es ist schönes wetter!) - bis es aber so weit ist, habe ich die schublade, in die wir gerade alle post versorgen aussortiert, das abendessen geplant und die rezeptesammlung auf den neuesten stand gebracht.
im garten ist immer noch viel zu tun, aber wir arbeiten uns in kleinen schritten auf den gewünschten zustand zu. kai sägt zuerst die übriggebliebenen stümpfe der kirschlorbeerbäume im mittleren beet ab. die geerbte kettensäge, die kai schon beim vorigen einsatz repariert hat, geht dabei leider vollends in die knie. sie verliert öl und hat eventuell nun genug bäume gefällt. sicherheitshalber nimmt kai das zersägen der stämme sportlich und erledigt es mit der handsäge.
die tochter hat sich dem fegen verschrieben und schafft schubkarrenweise blätter auf den kompost. ausserdem reinigt sie die poolabdeckung von einer feinen sandschicht, die entweder aus der sahara oder von der nahen bäderbaustelle kommt.
ich kontrolliere die überwinterungstöpfe und stelle sie teilweise an geeignetere stellen, ausserdem muss alles, was unter dem dach stand, wieder einmal gegossen werden. ausserdem möchte ich gerne einen kirschlorbeerbaum zu einer kugel formen. das ist aber gar nicht so einfach, denn der busch wurde bisher immer zu einem kubus  geschnitten. relativ nahe unter der "oberfläche" ist er grün, schneidet man aber an einer stelle tiefer, kommt man schnell an dicke äste und es erscheinen kahle stellen. 


das ergebnis meiner bemühungen sieht dann so aus, nicht wirklich rund und überhaupt nicht schön, aber vielleicht hat es ja potential. falls obenrum noch was weg müsste: die grüntonne ist erst ab dienstag wieder aufnahmefähig, aber schicken sie mir gute ratschläge, ich kann bei kirschlorbeer offensichtlich vor allem radikalschnitt. 

gegen vier uhr beenden wir den gartennachmittag, wir haben wieder einiges geschafft, demnächst darf dann der frühling kommen und gnädig alle kahl geschnittenen stellen mit frischem grün bedecken. oder so ähnlich.

es gibt kaffee und vorsorglich eingefrorenen zitronenkuchen, danach ein bisschen zeit zum herumtrödeln. endlich habe ich mich mal an das neue mittwochsmix-thema gewagt, ideen habe ich schon, aber das wollte ich probieren:


tusche tropfen lassen. (eines meiner tuschegläser hat eine pipette, damit geht das richtig klasse)


hier wären also schon mal die tropfen. für die zahl habe ich auch schon eine idee, das wird aber ein wenig aufwändiger werden.

zum abendessen gab es lammnierstück in röstikruste und dazu chinakohlsalat mit orangen. die röstikruste fiel dabei eher breiig aus, wie schon am vortag der kartoffelsalat. was an diesen kartoffeln festkochend sein soll, leuchtet mir nicht ein.

abendprogramm mit tochter: eine runde carcassonne.

gelesen: die fischtreppe (leider aus, ich hoffe, bald kommen die cornwall-bücher von daphne du maurier)



Samstag, 15. Februar 2020

14. februar 2020 - zeitschleifen

freitag, wie immer haushaltstag. heute hatte ich spass am saubermachen, ordnen, alles schön machen fürs wochenende. und ein bisschen hat es auch dabei geholfen, wieder ganz zuhause zu sein. irgendwie war ich immer noch in der zeitschleife im schwäbischen wald gefangen, ohne dass es sie jemals wirklich gegeben hätte; jetzt hat sie mich freigelassen.

über den vormittag klärten sich dann noch dinge, die die kommende woche betreffen, was für ein krimi und dabei ein wenig unnötig. und dabei war ich selbst ja nicht einmal eine der figuren im krimi, sondern nur das publikum. allenfalls eine randfigur. 

beim mittagessen aus restlichen fleischküchle und den letzten resten brot las ich mich durch blogs und stiess dabei auf einen eintrag von herrn buddenbohm, der mir die augen öffnete. sie müssen bis dorthin lesen, wo es um die deutsche wiedervereinigung geht, der rest ist auch interessant, vor allem die musik hat mir gut gefallen, aber richtig eingehakt habe ich bei diesem wiedervereinigungs- und mauerfallthema.
nun war es ja in den letzten monaten öfter so, dass man bilder aus dieser zeit wieder zu sehen bekommen hat und viele wichtige und weniger wichtige menschen haargenau beschreiben konnten, wo und in welchem gemütszustand sie sich befanden, als sie die ersten bilder vom mauerfall sahen.

ich also nicht.

ich mutmasse allerdings ein szenario, mit den eltern im wohnzimmer und der tagesschau auf dem fernseher, aber das muss auch überhaupt nicht so gewesen sein, es ist nur möglich und passt ganz sicher auf einige abende in dieser zeit, da ich während meiner lehre zur buchhändlerin noch zuhause wohnte. jubel und fahnenschwenken kommen da nicht vor. an was ich mich allerdings noch ziemlich genau erinnern kann, ist das unbehagen, das mich und vor allem auch meinen vater angesichts des ungebremsten jubels gelegentlich ergriff. ich verstand wenig davon, was da passierte, begann aber, mich damit zu beschäftigen und hätte, wie herr buddenbohm
gerne etwas länger besprochen und den Leuten an den runden Tischen [...] gerne etwas länger zugehört, diese Sichtweise war gar nicht exotisch, nicht in Ost- und nicht in Westdeutschland.


 zurück im jahr 2020 rief mich meine werkstatt, mit zwei angemeldeten besucherinnen für den offenen nachmittag. ein lange geplantes sitzkissen aus wolle von den eigenen schafen ist da entstanden und am anderen tisch wurde mit aufgelegten streifen aus allerhand mehr oder weniger gut filzenden materialien experimentiert.
ich bin immer wieder fasziniert, wie regelmässige besucherinnen der werkstatt sich sozusagen ihr eigenes curriculum zusammenbasteln und mit jedem neuen stück wieder ein bisschen etwas neues über das filzen lernen. ganz ohne vorgaben und sozusagen in einer sagenhaft mäandernden weise.

am abend habe ich mich dann aufgerafft, die werkstatt noch aufzuräumen, so dass ich in der kommenden woche, in der ich wieder zwei tage unterwegs sein werde, bei meiner rückkehr gleich loslegen kann.

zuhause war ich um kurz nach sieben, kai hatte schon mit kochen begonnen und brauchte nur noch ein paar hinweise für den kartoffelsalat, ich holte noch die tochter vom turnen ab, dann abendessen mit paniertem kabeljau und kartoffelsalat mit gurke.
mit den ergebnissen der tanzwoche, die wir als film anschauen durften und vagen planungsversuchen fürs wochenende wurde es dann reichlich spät, die tochter ging zu bett, kai und ich sahen noch nachrichten und heute-show.

gelesen: die fischtreppe
gehört: servus, grüezi und hallo (aus der vergangenen woche)
gesehen: heutejournal und heuteshow, dann noch den beitrag über die känguru-chroniken in aspekte. ich weiss noch nicht, ob ich die verfilmung brauche, überlege aber, die känguru-reihe wieder einmal anzuhören. 



Freitag, 14. Februar 2020

13. februar 2020 - ordnung

immer noch müde aufgestanden. müde schon beim gedanken, dass es vielleicht doch noch winterlich werden könnte, wobei sich diese bedenken über den tag immer mehr zerstreuten, doch der reihe nach.

frühstück, bloggen, werkstatt.
hier herrscht mittlerweile ein bedauerliches, aber leider kaum zu vermeidendes chaos, glücklicherweise kaum sichtbar. aber nachdem ich die letzte wollieferung nicht richtig verräumt habe, ein tisch mit unterkonstruktion zum sachen drauflegen wieder im wohnhaus eingezogen ist und ich für den kurs einige leere kisten gebraucht hatte, um meine sachen zu verpacken, ist nichts mehr an seinem angestammten platz. da macht es sinn, alles neu zu ordnen, bei der gelegenheit auch gleich den mottenschutz zu erneuern, ungeliebte probestückchen loszuwerden und wo notwendig neue beschriftungen anzubringen. das dauert bis ein uhr, dann wäre noch ein wenig feinarbeit drangewesen, aber ich hatte keine musse mehr und fuhr nach hause.

nach einem improvisierten mittagessen (die tochter hatte die restlichen brezeln mitgenommen) konnte ich hier gleich weiterordnen und den umzug auf das altneue kleinere laptop und einen anderen cloudspeicher vollenden. dateienmüll wegwerfen habe ich aber noch nicht geschafft. ansonsten ein bisschen büroarbeit, dann kam auch die tochter nach hause von ihrer tanzwoche. ein paar schritte in den garten habe ich auch noch getan, bevor es wieder zu stürmen und zu graupeln begonnen hat. das scheint aber die pflanzen nicht zu beeindrucken: der schlingknöterich treibt aus und die clematen haben schon spannenlange triebe.

ich liess mir ein wenig von der tochter erzählen, dann noch einmal schreibtisch bis kai nach hause kam, mitten durch den hagelschauer, mit dem die tochter und ich drinnen kämpften, weil ich vergessen hatte, im gästezimmer das fenster nach dem lüften zu schliessen und so der hagel bis an die gegenüberliegende wand gespritzt war. im ganzen wetterchaos ging dann glücklicherweise der blumenstrauss nicht unter, den kai mitgebracht hatte. noch mehr frühling!

zum abendessen gab es restewähe vom dienstag und damit mein kochdienst seinen namen verdient hatte, auch noch frisch gekochten schokoladenpudding. und, da ja trotz tanzwoche immer noch ferien sind, einen film zusammen mit der tochter: mein nachbar totoro, den wir alle noch nicht kannten.

gelesen: die fischtreppe
gehört: servus, grüezi und hallo und lage der nation
gesehen: mein nachbar totoro (von studio ghibli)

Donnerstag, 13. Februar 2020

12. februar 2020 - zu müde für 12 von 12

gut geschlafen, aber immer noch müde frühstücke ich mit der freundin und mache mich nach acht auf den weg nach hause. zwischendurch überlege ich, ob es nicht doch besser gewesen wäre, am abend noch nach hause weiterzufahren um den tag zuhause beginnen zu können. einen augenblick bin ich verwirrt, weil gefühlt noch montag ist. die beiden tage im schwäbischen wald sind wie aus der zeit gefallen. aber als es nach dem schönbuchtunnel zu schneien beginnt und unentwegt weiterschneit bis zu schweizer grenze, bin ich doch froh, tagsüber unterwegs zu sein.

kurz nach elf bin ich schon zuhause. die zeit bis zum mittagessen überbrücke mit dem veröffentlichen des blogposts über die vergangenen drei tage, dann essen kai, der im homeoffice arbeitet, die tochter und ich die mitgebrachten brezeln zum mittagessen. danach muss ich mich für eine weile hinlegen, so müde bin ich.

am späten nachmittag tee, dann fahre ich einkaufen und in die werkstatt um meine sachen wieder dort abzuladen. zum aufräumen ist es zu spät, ich werde zuhause zum abendessen erwartet, der schon länger ausgezogene sohn ist schon da und kocht zusammen mit der tochter suppe. es gibt ein wenig nachhilfe in vegetarischer ernährung: ich dachte misosuppe sei nur aus algen, es ist aber auch fisch drin.

eine zeit lang sitzen wir noch mit dem grossen sohn, dann machen wir die küche und schauen nachrichten. ich bin ein wenig ratlos wegen der angefangenen woche und habe keine fotos von diesem zwölften.

gelesen: die fischtreppe
gehört: viel schlechtes radioprogramm
gesehen: heutejournal und auslandsjournal


Mittwoch, 12. Februar 2020

9. bis 11. februar 2020 - filzen bei sturm im schwäbischen wald

die letzten beiden tage habe ich in der filzschule in oberrot verbracht, wo ich einen kurs "geflochten und gefilzt" angeboten habe, und weil ich dort keinen zugang zum internet habe, habe ich jeweils nur meine tagesberichte nortiert und hole hier die drei tage nach:

ich sitze am montagmorgen in einem beinahe fensterlosen (immerhin zwei oberlichter) zimmer, draussen stürmt es hörbar und werde das geschriebene nicht bloggen können, da ich hier kein internet habe. ich will aber trotzdem versuchen, den gestrigen tag ein wenig revue passieren zu lassen.

sonntag, 9. februar.

im grund genommen war ja der abend in den neuen tag übergegangen, weil wir so spät erst ins bett gefunden hatten, nach einem langen, schönen abend mit unserem besuch. trotzdem kann ich ja nicht so gut ausschlafen, schlief aber mit unterbrechungen dann doch mehr oder weniger bis acht. so  blieb mir noch genügend zeit zum bloggen und um einen weiteren kuchen zu backen bis wir um halb elf am frühstückstisch sassen.

heute mit dem schon länger ausgezogenen sohn und seiner freundin, die auch gleich die brötchen mitgebracht hatten. ein wenig waren wir alle übernächtigt. und machten uns sorgen wegen der immer konkreter werdenden sturmwarnungen für den abend und die nacht.
ein spaziergang zur limmat tat uns allen aber gut und in der sonne war es wieder richtig warm. aber es gab auch schon erste böen, die staub und papier von den strassen aufwirbelten.

zurück im haus tranken wir noch kaffee und die gäste machten sich schliesslich früher auf den heimweg als ursprünglich geplant, wegen sturm , aber eben auch, weil ich ja auch abreisen musste.
mir blieb dann noch eine knappe halbe stunde um brötchen für den abend zu belegen und alles gepäck ins auto zu packen. dann machte ich mich auf den weg in den schwäbischen wald.
auf der autobahn war vom angekündigten sturm noch wenig zu spüren, in stuttgart wechselte ich dann auf bundestrassen, auch hier schon wind, aber nicht in einem störenden ausmass. bis winnenden fand ich ohne hilfe der navigation, für die letzte halbe stunde über land, in vollkommener dunkelheit, war ich dann doch froh über die ansagen der strecke. der weg führte über abenteuerlich kleine strässchen, bergauf und bergab und mehr als einmal wollte ich kaum glauben, dass ich genau hier in diesen wald abbiegen sollte. die angegebenen 35 minuten zogen sich dann auch unglaublich in die länge, aber gegen halb acht hatte ich das gästehaus der firma wollknoll erreicht und mit hilfe einer kursteilnehmerin auch gefunden.

das zimmer war bereit für mich, auch der kursraum schon vorbereitet und noch offen, so dass ich bereits die materialien vorsichtshalber dort deponieren konnte. die mitgenommenen brote erwiesen sich als sehr gute idee, denn zu essen oder zu trinken gab es nirgends mehr etwas.
gegen neun war ich dann in meinem zimmer, immerhin ein funktionierendes mobilfunknetz gab es, so dass ich zuhause bescheid geben konnte, dass ich gut angekommen war.

ich war gespannt, wie viele der teilnehmerinnen des kurses trotz sturm hier wohl ankommen würden eine hatte ich schon kennengelernt.  aber am frühen nachmittag hatte die deutsche bahn schon die fernverbindungen in grösseren bahnhöfen gestoppt.

montag 10. februar

über nacht war es stürmisch, aber nicht so, dass es beänstigend gewesen wäre. ich konnte sogar die ganze nacht ein oberlicht offen lassen, dadurch war dann aber auch das blasen des sturms viel besser zu hören. früh morgens habe ich dann einmal einen blick aus dem zimmer geworfen, draussen sah es auch noch einigermassen ordentlich aus.

bloggen, dann um acht der versuch nachrichten zu hören um ein bisschen über die auswirkungen des sturms zu erfahren. anschliessend ging ich kurz ins hauptgebäude, um das für mich vorbereitete material abzuholen und nicht zuletzt um kurz hallo zu sagen. bei der gelegenheit erfuhr ich dann auch, dass  eine der teilnehmerinnen nicht angereist war, eventuell aber später oder am zweiten tag zu uns stossen wollte.
ein kleiner rundgang durch das wolllager mit verkauf weckte begehrlichkeiten, aber das muss bis morgen warten.


wolllieferung.
anschliessend frühstück, unter anderem zusammen mit einem teil der restlichen teilnehmerinnen, auch der eines zweiten kurses, der im anderen raum stattfindet. dabei lernte ich auch noch eine kurzfristig angemeldete teilnehmerin kennen, die ich noch nicht auf der liste hatte. eine liste gibt es tatsächlich nicht, es gab nur eine rolle namenskleber, aber da stand eben ihr name auch nicht drauf. also dann doch fünf teilnehmerinnen, plus eben später/morgen eine weitere?

egal, um zehn uhr waren die beiden restlichen teilnehmerinnen dann auch noch aufgetaucht und es konnte losgehen. den kurs habe ich ja in dieser form schon mehrfach gehalten  und kann immer ganz gut die reaktionen der teilnehmerinnen vergleichen, schön war, dass alle sich auf das ein wenig sperrige thema einlassen konnten, auch wenn die ersten stunden ohne filz und anstattdessen mit viel papier und denken ablaufen.
das mittagessen gab es aus organisastorischen gründen heute schon um halb eins, so dass wir bis dahin noch nicht so weit waren, wie ich gewohnt bin, aber es fehlten ja auch fast eineinhalb stunden!

am nachmittag ging es mit mehr filz weiter. gegen halb fünf, als ich schon ziemlich müde war, tauchte relativ unvermittelt dann die sechste teilnehmerin auf. während die anderen schon an der fertigstellung des ersten musters waren, kam also nun die herausforderung dazu, mit einer einzelnen person noch einmal ganz von vorne anzufangen.

dass nach einer knappen halben stunde der strom ausfiel und erst wieder kam, als es schon ziemlich dämmerig wurde, machte die sache auch nicht wesentlich besser. der stromausfall war in der ganzen region, immerhin das wurde uns mitgeteilt.

gegen sechs waren die musterteile fertig, das gibt dann immer so einen kleinen kick für die motivation der teilnehmerinnen, den ich nutzte, um eine stunde lang das thema eines zweiten eigenen entwurfs zu besprechen. wer mag, kann sich noch am abend gedanken machen, oder es geht morgen mit neuer kraft weiter.

viertel vor acht sassen dann alle am abendessenstisch, wo wir uns aus den vorräten im kühlschank bedienten und zusätzlich die reste des mittagessens aufassen.

ein bisschen aufregung gab es noch, als eine teilnehmerin über die schlecht oder besser: nicht beleuchteten stufen am kursgebäude stolperte und sich an knie und zähnen verletzte. sie wollte aber nicht dass hilfe geholt wurde, sondern liess sich nur in ihre unterkunft bringen.
nach neun unterhielt ich mich noch eine weile mit kai und meiner mutter via messenger, wieder im fensterlosen zimmer. auch eine abendbeschäftigung, aber sonst gibt es hier wenig orte, wo  man in ruhe sitzen kann.
nicht ganz so früh geschlafen, in der nacht kräht der hahn unablässig, wie am tage.


dienstag 11. februar

die zweite sturmnacht dann noch harmloser als die erste, ich hätte gedacht, dass es auf den höhen des schwäbischen walds stärker blasen würde.
hartnäckig durchgehalten, was das schreiben der tagesberichte angeht, auch wenn ich sie nicht veröffentlichen kann, das dann am mittwoch, wenn ich wieder zuhause bin. nach dem schreiben alles zusammengeräumt, damit ich nach dem frühstück das zimmer räumen konnte. noch vor dem frühstück ein abstecher in den wolladen gemacht, dort vor allem nach lust und laune und gar nicht planvoll mich unmittelbar ansprechendes ausgesucht. alles andere kann ich auch im katalog oder onlineshop finden, in ruhe. ausserdem zwei bücher von bruno bujack erbeutet, das taschenbuch und das hutbuch. ich bin immer noch ein grosser fan seiner darstellungen und überlegungen, ganz ohne fotos kommt das daher und ist so hilfreich!

dann frühstück, leider war ich zu spät um noch ein joghurt abzubekommen. bis kurz vor neun noch geplaudert, mit einer teilnehmerin des anderen, zeitgleich stattfindenden kurses, die sich als botschafterin des saarlandes verstand  und damit bei mir offene türen einrannte. irgendwann fahre ich da mal hin.

kursbeginn ganz offiziell um neun. wir beginnen mit einer runde im sitzen und ich lasse mir die bereits entwickelten projekte vorstellen. erfreulicherweise sind alle teilnehmerinnen bereit, sich auch die projekte der anderen anzuhören. die meisten pläne kann ich nachvollziehen, bei einigen muss ich nachfragen und andere berechnungen anregen, aber insgesamt konnte wohl viel aus kurstag eins direkt angewandt werden. ich freue mich.
dann geht es los mit den vorfilzen, ich habe so lange zeit, mich mit der spät zu uns gestossenen teilnehmerin zu beschäftigen und mir ihr in kleinen schritten den ersten würfel zu flechten.
dann sind auch schon die ersten vorfilze fertig und werden geschnitten, mehr oder weniger selbstständig. das tempo der tn hängt dabei nicht nur von der grösse der vorfilze, sondern auch von ihren fertigkeiten und ihrer arbeitsgeschwindigkeit ab.

schauen sie mal meinen kursteilnehmerinnen über die schulter - licht und hintergrund sind teilweise nicht so schön, aber draussen hätte es die objekte weggeweht!
es gibt einen unentdeckten berechnungsfehler, der aber nicht schlimm ist, weil eher mehr als weniger material und einen zu sehr und zu schnell geschrumpften vorfilz, der zu klein für die geplante anzahl ein streifen ist. die streifenbreite zu verkleinern macht hier mehr sinn als zusätzlichen vorfilz zu produzieren, zumal kein material mehr vorhanden ist. es ist eben nicht nur notwendig, einen plan zu machen, man muss auch immer wieder kontrollieren, ob die eigene arbeit dem plan noch entspricht.
mittagessen, weiterarbeiten, die ersten eigenen filzobjekte werden fertig und fallen ganz  unterschiedlich aus. dabei spielen material und arbeitsweise die hauptrollen. eine überblicksrunde über alle werke und eine anschliessende feedbackrunde fallen sehr erfreulich aus, grosse zufriedenheit nicht nur mit dem gefilzten, sondern auch mit dem verlauf der beiden kurstage. ich teile noch ein wenig werbung aus, dann allgemeines fertigstellen und aufräumen, um sechs ist alles fertig und ich kann mich auf den weg machen.

vorher muss ich allerdings noch eine dicke schicht eis von den autoscheiben abkratzen, der  regen ist über den tag immer wieder festgefroren. gut habe ich mich schon vorher entschieden, für den  rückweg lieber einen umweg in kauf zu nehmen und grössere strassen zu wählen als wieder auf kleinen strässchen durch den wald zu irren wie am sonntag. ab welzheim ist die strasse dann aber auch trocken und ich traue mich, schneller zu fahren. bis stuttgart brauche ich eineinhalb stunden, und bin dann nicht nur froh über das abendessen bei freunden, sondern auch über das angebotene bett.

gelesen: endlich wieder internet - ganz viele blogeinträge!





Sonntag, 9. Februar 2020

8. februar 2020 - wochenendbesuch

früh am morgen am wochenendplatz mit blick auf den sonnenaufgang gebloggt, dann zügig in die küche übergewechselt und die letzten vorbereitungen für den wochenendbesuch getroffen:

es musste noch ein kuchen gebacken werden, die wahl dafür war auf einen russischen zupfkuchen gefallen. den teig konnte ich wieder praktischerweise auf der gartenbank kühlen, wo seit dem vortag auch die gemüsesosse für die lasagne stand. anschliessend bereitete ich noch einen topf bechamelsosse, ebenfalls für die lasagne vor. parallel bereitete kai das frühstück vor, der essplatz erstrahlte wieder in schönstem sonnenschein und um zehn herum trafen zuerst der sohn mit freundin und dann der wochenendbesuch aus stuttgart ein. ich fuhr noch rasch zum bäcker, weil die besucher von der nachricht, dass die frühstücksrunde durch zwei personen erweitert wurde, nicht mehr erreicht worden waren, weil das handy im büro liegengeblieben war.


schönes langes frühstück mit erzählen der wichtigsten neuigkeiten von den gegenseitigen kindern (wir kennen uns durch eine gemeinsame krabbelgruppe). um die mittagszeit überlegten wir dann das tagesprogramm, wegen des schönen wetters und allgemeiner sehnsucht nach frischer luft entschieden wir uns für einen längeren spaziergang, kaffeetrinken zuhause, konzertbesuch in der stadt und dann wieder abendessen zuhause.

auf dem spaziergang, auf den uns sogar die tochter begleitete (was so eine anwesende patentante bewirkt...), gab es an mehreren stellen sogar eine wenn auch diesige alpensicht, ansonsten viel sonne und die schon deutlich mehr erwachte natur als vor zwei wochen beim letzten spaziergang. ich will jetzt eigentlich fast nicht mehr an einen wintereinbruch glauben, wenn, dann vielleicht noch ein bisschen pflotsch, aber so richtig kalt?

zurück zuhause schmeckte der kuchen fast ein bisschen zu gut, ich werde morgen noch einmal backen müssen. anschliessend zusammenbasteln der lasagne, dann auch schon abreise in richtung stadtkonzert im rahmen von one of a million. wir sahen und hörten die sängerin amazing angry, die anders als vorher auf soundcloud gehört, ganz ohne elektronische begleitung sang, gewöhnungsbedürftig, auch mutig, aber einige lieder auch richtig schön. beim konzert trafen wir auch den schon länger ausgezogenen sohn, der hier, wie bei vielen anderen konzerten am ooam, fotografierte.

anschliessend nach hause, wo wir während die lasagne im ofen schmurgelte, mit prosecco auf unser wiedersehen anstiessen. dann gemüselasagne und salat, später noch espresso und süssigkeiten und lange, lange gesessen und geredet. mit menschen, die es sich momentan auch noch nicht vorstellen können, aus dem erwerbsleben auszuscheiden und viele pläne haben.  gut, dass ich gestern so früh zu bett gegangen war.

gelesen: katharine norbury, die fischtreppe

Samstag, 8. Februar 2020

7. februar 2020 - mein freund der baum

ein etwas entrümpelter haushaltsfreitag, im grunde musste ich nur das bad und die gästetoilette putzen, sowie alle plattenböden wischen. aber vorher, nämlich nach bloggen und frühstück, habe ich zuerst noch den neuen magnetischen rollo am schlafzimmerfenster angebracht. ohne vernünftiges werkzeug, das nämlich alles noch in der wohnung des gerade ausgezogenen sohns liegt, war das ein etwas mühsames unterfangen, aber schlussendlich hing das ding dann doch. das schlafzimmer ist wieder ein stück wohnlicher geworden.

es war wieder ein strahlend schöner tag, wenn auch mit eher niedrigen temperaturen. weil die hortensien jetzt vermehrt austreiben, habe ich zumindest mal den grossen busch an der terrasse geschnitten, aber um die abschnitte dann noch in die tonne zu tun, war es mir zu kalt. sieht momentan ein wenig lustig aus, aber die vögel freut es. für sie tut mir jede schnittaktion leid, aber die meisten büsche und sträucher haben es so bitte nötig und werden dafür in den nächsten jahren gut weiterwachsen können.

ferienmässig fiel das gemeinsame mittagessen aus, wir hatten ja auch schon um 10 ein gemeinsames frühstück mit der gerade aufgestandenen tochter gehabt. um halb zwei brach ich zu fuss in die werkstatt auf, leider wieder keine besucher in der offenen werkstatt. dafür konnte ich alle meine sachen für den kurs am anfang der kommenden woche in ruhe einpacken und auch wieder ein wenig früher feierabend machen, um kai und alice zum einkaufen zu begleiten. noch mehr einkäufe, zum frühstück mit besuch haben sich jetzt doch beide jungs, jeweils mit freundin angesagt. auf der rückfahrt erfahre ich von kai, dass der nachbar mit unserem vermieter das abholzen eine baumes am ende des grundstücks, aber wohl doch noch auf unserer seite, verabredet hat. der grund ist der übliche: die blätter des baums fallen auf sein grundstück. die natur ist der feind des gärtners. es wäre der baum gewesen, an dem ich gerne die nisthöhle aufgehängt hätte.

zuhause noch ein wenig gestrickt, dann gab es zum abendessen hamburger, auf wunsch der tochter. über das verbrauchen des gemüses aus ernteanteil macht man sich hier gerade allgemein wenig gedanken. im kellerkühlschrank sammeln sich derweil randen und pastinaken.

noch eine runde safehouse, aber der verbrecher hat uns zwei mal erwischt, bevor wir uns ins safe house retten konnten. früh zu bett, das wochenende wird vermutlich anstrengend (also auf eine positive art und weise, mit spätem zu bett gehen und langen gesprächen).

gelesen: katharine norbury, die fischtreppe
(die terezia mora habe ich zur seite gelegt nachdem ich mir bei einem abschnitt nicht mehr sicher war, ob ich ihn gelesen oder versehentlich überblättert hatte. ich konnte irgendwie nicht fuss fassen in der handlung obwohl ich den erzählstil und die charaktere mochte.)
gehört: servus, grüezi und hallo und die lage der nation

Freitag, 7. Februar 2020

6. februar 2020 - es wird

wieder ein tag mit frühstücksbesuch! ich stehe wieder mit kai auf, frühstücke aber nichts, weil wir ja um 10 uhr besuch bekommen werden. genug zeit um zu bloggen, wäsche aufzuhängen und ein bisschen herumzutrödeln. so allmählich bin ich im ferienmodus angekommen, das wetter wird wieder schön draussen.

die tochter steht rechtzeitig zum frühstück auf, dann ist auch schon der besuch da und hat frische gipfeli und brötchen mitgebracht. wir trinken milchkaffee und reden und nebenbei entsteht eine idee für die kinderwoche aus den mitgebrachten restestoffen. flugs noch die nähmaschine hervorgeholt und ein probestück genäht und genietet, das kann so gehen, schauen wir mal, ob das auch den anderen leiterinnen gefällt. ich bin in diesem jahr bei der kinderwoche nicht dabei, da wir ja über die ostertage in england sein werden.

bald ist es zwölf, für heute haben wir uns vorgenommen, das gästezimmer herzurichten. das bett ist auch schnell vorbereitet und bezogen und dann beschliessen wir, trotz schönem wetter ins möbelhaus zu fahren. in der kommenden woche wird das ja doch nichts mehr. mit der tochter ist es lustig durch die gänge zu schlendern und zu überlegen, was wir alles nicht brauchen. sie sucht sich endlich einen nachttisch aus, prima, der ist sogar momentan im preis reduziert. ansonsten kleinkram wie dimmbare led-birnen für die neue lampe, ordnung in der küche, bilderrahmen, so dinge halt. auf dem rückweg erledigen wir noch schnell den lebensmitteleinkauf fürs wochenende.

bis wir zuhause sind ist es schon bald vier. es reicht aber noch für einen rundgang durch den garten, an ganz vielen stellen schauen frühblühende zwiebelgewächse aus der erde. nicht überall ist mir jetzt schon klar, was da blühen wird, lassen wir uns also überraschen. die osterglocken, die ich in die wiese gesetzt habe, sind noch nicht zu sehen.

bis zum abendessen wartet noch ein bisschen arbeit auf uns: im ganzen haus staubsaugen, die neu gekauften sachen unterbringen und anbringen und verräumen, staubwischen. aber zu zweit sehen wir schnell einen fortschritt.

ich koche geschnetzelte leber mit reis und rosenkohl aus ernteanteil, es schmeckt, trotz oder weil ohne rezept gekocht sehr lecker. anschliessend möchte die tochter wieder früh zu bett, kai hat wieder einen skypetermin und ich lese und werkle noch eine weile vor mich hin. anschliessend eine folge pose und dann doch noch nachrichten.

gelesen: ryder caroll, die bullet-journal-methode
gesehen: pose

Donnerstag, 6. Februar 2020

5. februar 2020 - arbeit mit gerstensuppe

wie immer mit kai kurz nach halb sieben aufgestanden, frühstück gemacht und dann den blogpost vom vorigen tag geschrieben. anschliessend war noch genügend zeit, um mich auf den rest des tages vorzubereiten und endlich die ordner vom filzlehrgang durchzuschauen und aufzuschreiben, welche änderungen in richtung stärkerer kundenorientierung ich mir vorstellen kann. ein paar haushaltsdinge für den abend aufgeschrieben, dann war ich so früh mit allem fertig, dass ich tatsächlich noch eine runde stricken konnte und ein bisschen den tag mit der tochter besprechen.

um 10 uhr musste ich los und weil der bus keine wirkliche zeitersparnis gebracht hätte, bin ich zu fuss zum bahnhof gegangen. beim überqueren der limmatbrücke bot sich mir ein farbiger anblick: der vorige woche wieder aufgebaute fussgängersteg leuchtete knallrot auf grünem flusshintergrund. gerne hätte ich ein foto gemacht, beziehungsweise ich habe es sogar versucht, aber neuerdings stürzt mein handy sofort komplett ab, wenn ich den auslöser der kamera drücke. von beinahe voll geladen auf 0% akku. das bild wird dann nicht einmal mehr gespeichert, einer der gründe, warum sie hier zur zeit so selten fotos zu sehen bekommen. und ansonsten auch maximal unbequem, denn ich muss immer eine powerbank mitnehmen, damit ich das handy noch weiterhin nutzen kann, gestern zum beispiel war ja auch mein zugticket drauf...

die fahrt nach landquart verlief unspektakulär. am ende des zürisees fuhren wir in eine fette schneewolke, aber das hätte ich auch nicht fotografieren können.

in landquart musste ich mich dann ein bisschen beeilen, denn der zug kam planmässig 2 minuten nach der verabredeten zeit an, so dass die beiden anderen frauen mich schon im restaurant erwarteten. wir legten dann auch gleich mit unseren plänen und ideen los, assen zwischendurch eine kleinigkeit und überlegten weiter, bis wir ein in unseren augen mehr auf die bedürfnisse der interessentinnen zugeschnittenes angebot für den filzlehrgang zusammengebastelt hatten. das ganze angebot wird offener werden, man soll sich nicht mehr für alle module einschreiben müssen, sondern kann einzelne angebote aus einem basis- und einem aufbaubereich auswählen. alles ist so miteinander verbunden, dass man weiterhin das ganze paket in einem oder in zwei jahren erlernen kann, aber auch so lose, dass wir einzelne personen mit speziellen bedürfnissen integrieren können. so weit einmal der plan. der muss nun noch an der generalversammlung der filzszene, in deren namen wir ja hier agieren, gut geheissen werden, dann können wir in die zweite planungsphase eintreten und termine und details ausarbeiten.

nachdem wir dann auch noch die auswirkungen einer personellen veränderung besprochen hatten, war mir gegen halb vier dringend nach frischer luft und ich spazierte noch durch das fashion-outlet neben dem bahnhof. so recht angesprochen haben mich die meisten läden nicht, das übliche outlet-gemisch in einer art potemkinschen dorf verpackt. nach dampfkochtöpfen geschaut, aber letztendlich habe ich immer noch die hoffnung, dass unser alter es noch eine weile tut oder ich dann doch lieber auf die erzeugnisse der württembergischen metallwarenfabrik zurückgreifen möchte.

rückfahrt in vollen zügen genossen, haha. auf dem weg nach zürich stiegen in bad ragaz drei englischsprechende männer ein, die eindeutig nicht mit amerikanischer färbung, aber doch seltsam undeutlich und verschliffen sprachen. waliser? schotten? einer der dreien erklärte den beiden anderen die sehenswürdigkeiten, fotografierte die churfirsten, die sich schön überzuckert in der sonne zeigten, erklärte das schweizer steuersystem und sonstige spezialitäten wie kranken- und sozialversicherung.

im zug nach baden traf ich dann noch einen nachbarn aus dem oederlin-areal, der ein wenig von der brauerei erzählt hat. läuft gut, was mich für die truppe sehr freut, denn sie investieren wirklich viel zeit und herzblut in die sache. (auch wenn ich die biere ein wenig seltsam finde und mir ein normales lager meist lieber ist. wobei, das ingwerbier fand ich lecker, haben sie aber nicht wieder aufgelegt...)

zuhause kochte schon die kürbissuppe auf dem herd, ich erledigte gleich mal den ersten punkt von der am morgen geschriebenen haushaltsliste und leerte den kamin aus. dann gab es essen, die tochter wollte früh ins bett, kai hatte noch arbeit und ich machte die küche und bereitete eine waschmaschine vor. dann werkelte ich ein bisschen an meinem schreibtisch herum. momentan bin ich mit meinen planungswerkzeugen mal wieder unzufrieden und möchte gerne eine zeit lang das bulletjournalsystem verwenden. ich hab das vor längerer zeit schon mal ausprobiert, als bulletjournaling noch nicht vor allem mit dem akribischen gestalten von eigenen trackerlisten und stundenlangem kalligraphieren in verbindung gebracht wurde, sondern relativ roh und nur als system und war damit sehr zufrieden. nun habe ich mir das buch von ryder caroll gekauft. die hintergründe, warum er dieses system erfunden hat, kannte ich schon, aber es ist auch so geschrieben, dass man es gerne liest.  fast frei von heilsversprechungen wird das system vor allem als gut anpassbar an eigene bedürfnisse geschildert und das kann ich so bestätigen. ein paar details habe ich entdeckt, die ich gerne mal ausprobieren will, keine tracker, keine kalligraphie, keine sorge!

zwischendurch fiel mir ein, dass ich noch joghurt machen wollte, den habe ich dann auch noch bereitgemacht und irgendwann war auch kai fertig und wir schauten noch zusammen die nachrichten und eine sendung über das coronavirus an. abgesehen vom blanken entsetzen über das, was da in thüringen heute passiert ist, hätten mich die hintergründe der assange-ermittlungen interessiert, das statement des schweizer un-sonderberichterstatters für folter ist schon ziemlich erschreckend. er attestiert den westlichen staaten, dass die rechtsstaatlichkeit hier so lange funktioniert, wie nicht essentielle sicherheitsinteressen der staaten verletzt werden.  und die veröffentlichungen zu staatlichem fehlverhalten auf wikileaks wurden wohl vor allem von den usa so wahrgenommen.
wenn sie gut schlafen wollen, dann mischen sie das jetzt bitte nicht mit den ereignissen im thüringer landtag und malen sich die folgen davon nicht aus.

gelesen: ryder caroll, die bullet-journal-methode
gesehen: news, news, news.

nun freue ich mich, diesen weiteren tagebuchblogeintrag zu frau brüllens #wmdedgt schicken zu dürfen und schaue gleich mal noch dort vorbei und schaue, was sonst noch so los war.

Mittwoch, 5. Februar 2020

4. februar 2020 - söhnetag

der morgen war zunächst etwas anders geplant als er dann kam, denn eigentlich wollte ich am vormittag in die werkstatt gehen, um dort den kurs anfang nächster woche vorzubereiten. aber dann fiel mir auf, dass ich vor allem ausdrucke, geschnittene papierstreifen und so weiter zu präparieren hatte und das ja ohnehin zuhause besser als in der werkstatt machen kann. und den rest werde ich einfach am freitagnachmittag oder -abend in kisten werfen und dann ins auto verpacken.

über den vormittag entwickelte sich dann auch ein plan für den nachmittag, also beste ferientradition, mal schauen, was heute noch so geht. gegen elf war ich dann aber mit der liste für den vormittag fertig und nutzte die zeit zum bügeln und einem telefonat mit meiner mutter, die weiter auch nichts spannendes zu berichten hatte.

gegen zwölf brach ich gemeinsam mit der tochter, die mittlerweile ihr zimmer aufgeräumt und gestaubsaugt hatte, zu fuss zum ältesten sohn auf, der uns zum mittagessen eingeladen hatte. dort trafen wir neben der mitbewohnerin noch den mittleren sohn, der nach dem auszug des grossen, während er noch zuhause gewohnt hat, hier als sohn firmierte. ich werde mir wohl wieder etwas neues ausdenken müssen, wie sie die beiden jungs auseinanderhalten können, wenn jetzt keiner mehr zuhause wohnt.

es gab leckeres paneer in einer spinat-tomaten-sosse, dazu reis. anschliessend kaffee und den mitgebrachten schokoladenpudding. es macht spass, beim sohn eingeladen zu sein, zu sehen, wie gut es ihm in der wg geht und vor allem wie sorgfältig er seine kaffeemaschine pflegt! und zwar nicht nur mir, sondern auch der tochter und dem jüngst ausgezogenen sohn. die beiden wohnen jetzt nur ein paar schritte voneinander entfernt, quasi einmal über die limmat.

dorthin begleiteten wir ihn dann auch und konnten so die wohnung besichtigen, die sich schon erstaunlich aufgeräumt präsentiert. also für vier tage nach umzug, ansonsten habe ich da keine sorge, dass die das nicht hinbekommen. auch der jüngst ausgezogene sohn wohnt zusammen mit einem freund, und das haus, in dem ihre wohnung ist, dürfte ziemlich alt sein.

der sohn begleitete uns dann nach hause, weil er doch noch ein paar sachen abzuholen hatte, vor allem einen korb wäsche, die er am auszugstag einfach noch bei uns liegen lassen durfte und die jetzt gewaschen ist. nebenbei hat er dann die neue lampe der tochter angeschlossen (vor allem weil er das werkzeug wieder mitnehmen wollte, denn ein bisschen was ist schon noch zu tun...). und weil ich sowieso noch das gemüse in ennetbaden abholen musste, fuhr ich ihn mit seinem restlichen umzugsgut, zu dem auch noch zwei getränkekisten gehörten, nach hause.

beim gemüseabholen hatte ich glück, es wurde gerade erst gebracht. also bekam ich nicht nur gemüse, sondern auch einen kleinen schwatz mit einem lieben genossenschaftsmitglied, die auch schon von anfang an dabei ist.
weiter zum copyshop, dort noch ein paar a3-kopien gemacht, jetzt ist das material vollständig.

zuhause dann erstmal pause, weil der tag bisher schon ziemlich ohne punkt und komma gelaufen war, dann aufräumen, denn überall standen angefangene arbeiten herum. das bügelbrett habe ich gekonnt ignoriert, dann fiel mir aber ein, dass ich ja morgens nicht in der werkstatt gewesen war und deshalb meine unterlagen zum filzlehrgang nicht hatte holen können, die aber am nächsten tag brauchen würde. also musste ich - zu meiner schande gestehe ich: mit dem auto - nochmal los, um die ordner zu holen.
die tochter hatte kochdienst, wollte aber etwas kochen, wo sie noch ein wenig unterweisung brauchte, also machte ich nebenbei salat und sie kochte hackfleischbällchen in tomatensosse, dazu polenta.

nach dem abendessen teilten wir uns dann doch noch für ein bisschen arbeit auf: kai machte die küche, die tochter hatte frei und ich ging zurück zu meinem bügelbrett, wo kai mich abgelöst hätte, wenn ihm nicht eingefallen wäre, dass er noch einen skypetermin hatte. aber um halb neun waren wir alle so weit, dass wir unsere abendliche runde safehouse spielen konnten. wir haben es wieder nicht geschafft, dem täter zu entkommen und das verbrechen aufzuklären, aber wir werden besser.

weder gelesen, noch gehört, noch geschaut. ferien halt.

Dienstag, 4. Februar 2020

3. februar 2020 - shopping and crime

erster ferientag der tochter, ich stehe trotzdem mit kai auf und habe so morgens schon zeit, mich um administratives und den blog zu kümmern. anschliessend putze ich mich ein wenig durch die küche und nehme mir neben dem üblichen die drei vorratsschubladen vor, mit ein bisschen aufräumen hat es da gleich wieder richtig viel platz. und weil ich noch ein bisschen zeit habe, beginne ich damit, die vorratsdosen zu beschriften, so dass man die vorräte besser finden kann.

gegen zehn steht die tochter auf, um halb elf schaut eine filzfreundin auf dem weg zur fondation beyeler auf einen kaffee vorbei und dann machen die tochter und ich uns auf den weg zum powershopping. über die letzten wochen sind einige dinge aufgelaufen, die zu erledigen sind: die wanderschuhe sind zu klein geworden, sporthosen müssen ersetzt werden, es braucht hosen, pullis, unterwäsche, handschuhe und endlich eine lampe fürs zimmer der tochter. bei dem heutigen regenwetter ist eine nahe gelegene shoppingmall die beste lösung, wo wir dann eben auch alles notwendige, inklusive einiger unnötigkeiten aus dem flying tiger bekommen.
die mittagspause im dunkin donut hat meinen zuckerbedarf für die nächsten wochen gedeckt, aber immerhin war der eiskaffee nicht gesüsst...

um halb fünf verlassen wir das parkhaus, lebensmittel haben wir auch noch gekauft und ich habe kurz die vorstellung, dass ich nie wieder einkaufen muss.

das auspacken zuhause macht spass, alle sind zufrieden mit den gekauften dingen und irgendwann gibt es ein resteabendessen und die für die ferien spasshaft vorgenommene tägliche spielerunde mit safehouse. so allmählich werden wir richtig gut, heute spielten wir schon im fortgeschrittenenmodus, in dem wir nicht nur vor dem verfolger flüchten, dessen verbrechen wir beobachtet haben, sondern auch noch den fall aufklären müssen. das ist uns dann auch gelungen, aber leider war der verbrecher vor uns im safehouse!

anschliessend schauten wir noch den tatort vom sonntag nach, die grossmutter hatte ihn gesehen und als spannend empfohlen, was sich dann auch bewahrheitet hat. für die tochter ist tatort schauen immer noch ein ferienvergnügen und zugleich der beweis, dass sie kein kind mehr ist.

gelesen: alle tage
gesehen:tatort vom sonntag
gehört: dlf

Montag, 3. Februar 2020

2. februar 2020 - grüselwetter

blöder sonntag, den ganzen tag über regen und sturm draussen und drinnen, dafür:
- viel hausarbeit erledigt (wäsche gewaschen, kuchen gebacken, überweisungen, krankenversicherung, leeres zimmer möbliert)
- den sohn knapp verpasst und seine neue wohnung nicht gesehen
- familiensitzung zur aufteilung der arbeiten unter drei - wir probieren jetzt mal fixe koch- und waschtermine für jedes haushaltsmitglied
- am abend den kamin mit mässigem ergebnis ausprobiert 
- zum abendessen leckere flammkuchen mit kürbis
- anschliessend wieder mehrere runden safe house, um die kooperationsfähigkeiten zu verbessern

Sonntag, 2. Februar 2020

1. februar 2020 - holz holen

trotz wochenende früh aufgestanden, ich hatte so viele pläne und noch nicht den einen plan mit genauen zeiten, so dass ich lieber ein wenig früh dran sein wollte. da kai auch früh aus dem haus musste, war ich auch wirklich schon sehr früh wach.

als erstes habe ich den teig für bagels vorbereitet: von einem kilo mehl, das ergibt etwa 18 bagels. und weil der ohnehin eine stunde gehen muss, hatte ich anschliessen zeit und musse zum bloggen.
zwischendurch kochte ich mir noch kaffee, so dass ich erst mal versorgt war. die bagels geformt und gekocht. 


 zwischendurch verabschiedete sich der sohn um seine umzugscrew am bahnhof zu treffen.


die bagels gebacken und gleichzeitig den tisch schön gedeckt, denn ich erwartete um 10 uhr frühstückbesuch von einer freundin aus ennetbaden. die bagels waren aber nicht fürs frühstück, sondern für das umzugscatering bestimmt. deshalb brachte die freundin wie verabredet brötchen und gipfeli vom lokalen bäcker mit und wir frühstückten gemeinsam mit der tochter nach einer kleinen hausführung gemütlich bis um zwölf. der essplatz zeigte sich von seiner besten seite mit morgensonne, gegen mittag trübte es sich aber immer mehr ein.

nachdem ich den besuch verabschiedet hatte, wurstelte ich noch ein bisschen in der küche weiter und bereitete alles für das catering vor. zwei geschenke kamen auf die fensterbank: orangenmarmelade, die ich von der besucherin der offenen werkstatt bekommen hatte und ein frühlingsgruss vom frühstücksbesuch:


 dann wurde es mir ein wenig langweilig und ich wollte an die frische luft. der blick auf`s wetterapp ergab, dass es in etwa einer stunde zu regnen beginnen würde. gerade genug zeit, um mit elektrovelo und anhänger holz für den kamin vom forsthof zu holen, dachte ich mir. dass es schon tröpfelte, als ich mit dem velo vom garagenplatz fuhr, ignorierte ich gekonnt. der weg zum forsthof stellte sich dann auch als wesentlich länger und steiler heraus als ich ihn in erinnerung hatte. und der akku vom elektrovelo als schwächer als gedacht. jedenfalls schaffte ich es bis zum waldparkplatz unterhalb des forsthofs - da waren noch zwei von fünf abschnitten akkuleistung übrig. für den letzten aufstieg liess ich das velo stehen und ging zu fuss. unter dem weiten dach des werkhofs konnte ich im trockenen 15 kilo buchenscheite und fünf kilo anzündholz auf den anhänger laden. bergab nahm ich dann einen anderen weg, liess die ladung holz kurz am grillplatz stehen (bei dem sauwetter war ausser einem jogger und mir sowieso niemand unterwegs), schob den flyer die steigung zum grillplatz hoch, verband die beiden gefährte wieder miteinander und machte mich im niedrigsten antriebsmodus auf einem von spaziergängen bekannten waldweg auf den nachhauseweg. das ziel: steigungen und gefälle möglichst meiden, steigungen um den akku zu schonen, gefälle, weil ein anhänger mit 20 kilo holz ganz ordentlich schiebt und ich deshalb an heftigen gefällstrecken hätte absteigen müssen. und die erinnerung trog mich nicht: es ging immer sanft der waldflanke entlang und bis auf ein von waldarbeiten umgepflügtes wegstück konnte ich den ganzen weg fahren. meine strecke führte ein stück übers ziel hinaus und im bogen hinunter, aber immerhin wusste ich da schon, dass keine steigungen mehr kommen würden und konnte die fahrt schon fast geniessen.

zuhause traf ich dann knapp noch das umzugsteam und konnte mich vom sohn verabschieden. (er zieht nicht weit weg)
nachdem ich das holz verräumt und trockene kleider angezogen hatte, hatte ich gerade noch lust, das wirklich komplett leere zimmer zu staubsaugen und zu wischen.

die tochter hatte mittlerweile wäsche aufgehängt, gemeinsam machten wir nochmal in der küche ordnung und hatten dann gerade ein partie brändidog begonnen, als auch schon kai nach hause kam.
wochenendprosecco, dann abendessen mit bagels und weil es immer noch recht früh war zuerst ein spiel (sebastian fitzeks safe house) und dann noch ein film.

gelesen: ungefähr 100 mal das bagelrezept
gehört: das rauschen der bäume im wald
gesehen: black mirror bandersnatch



Samstag, 1. Februar 2020

31. januar 2020 - termine

immer am monatswechsel wird das hier so ein bisschen unübersichtlich, weil der letzte blogpost vom alten monat ja erst am ersten tag des neuen monats erscheint. aber ich lass das jetzt mal so, gehört halt auch dazu. ich schreibe meine posts meist erst am anderen morgen, ganz selten mal noch am abend. ich stehe gerne früh auf und nutze die zeit, in der der rest der familie noch am kissen horcht für derlei dinge. dafür sehe ich auch öfters morgens die berge. und habe wochenends schon richtig hunger, bis wir endlich frühstücken.

vor sonnenaufgang am 1. februar 2020

der freitag verlief freitäglich mit der putzrunde (ich putze montags die küche und freitags den rest, das passt so ganz gut) und einem zusätzlich eingeschobenen einkaufen, weil ich für den samstag (frühstück mit der freundin und versorgung der umzugshelfer des sohns) gerüstet sein wollte.

zum mittag gab es den letzten rest nudelsalat der tochter und zum dessert ein bisschen schokolade. kurze pause, dann ging es in der werkstatt weiter.

angemeldet zur offenen werkstatt war der wunsch, eine schale oder einen flachen korb zu filzen, wolle vorhanden. wie durch zauberhand ergab es sich, dass die wollmenge gerade richtig war. die schale bekam eine innengestaltung nach einer schon etwas älteren idee, die ich mal für eine ausstellung entwickelt hatte und wurde gerade noch so in der zur verfügung stehenden zeit fertig. uff! fotos vom fertigen objekt kann ich keine zeigen, dafür war nicht auch noch zeit.
 
ich hatte nebenbei die gelegenheit, das sofakissen fertigzustellen. man mag es sich gar nicht vorstellen, was für eine kostbarkeit unser sofa nun ziert, die arbeit einer ganzen woche.

beim auslegen des musters am dienstag

das fertige kissen auf dem sofa.

zum abendessen raclette mit sohn, tochter und kai - für einen freitag ungewöhnlich früh, da der sport der tochter ausgefallen ist und ungewöhnlich mit sohn, der morgen umziehen wird.

nix gelesen, nix gehört, aber abends noch fernsehen: auslandsjournal, heutejournal und heuteshow. zu viele news. 

***

ein bisschen möchte ich sie hier jetzt aber doch noch in den februar entführen, er wird hier einiges an bewegung bringen:

- der sohn zieht aus. ganz so schnell war das nicht geplant, aber eine schöne, bezahlbare wohnung am passenden ort war ein gutes argument schon jetzt und nicht erst im sommer zu zügeln.

- die tochter verbringt ihre sportferien zuhause. in der ersten woche werden wir uns um schuhe, kleider, lampe und so weiter kümmern und in der zweiten woche wird sie im rahmen der projektwochen ihrer schule tanzen.

- ich werde einen tag im bündnerland verbringen, um eine neuorientierung des filzlehrgangs zu planen.

- wir bekommen lieben besuch aus stuttgart. leider einen tag kürzer als gedacht, aber besser so als gar nicht.

- ich reise für zwei kurstage zur firma wollknoll nach oberrot-neuhausen. vielleicht hat es noch plätze frei, wenn sie lust haben bei mir das flechten und filzen eckiger, kantiger filzkörper zu erlernen...

- ich reise nochmal nach deutschland und werde meine mutter zu einer augen-op begleiten.

- wir feiern den 21. geburtstag des sohns. mit limetteneiscremetorte.

- die tochter wird einen weiteren schritt zur rettungsschwimmerin machen und hoffentlich das brevet basis pool im rahmen eines lehrgangs erlangen.

- ganz am ende des monats werde ich ein drittes mal nach deutschland reisen, diesmal zum deutschsprachigen filzertreffen ins kloster roggenhausen bei ulm. und wenn ich wieder zurück bin, wird es schon märz sein.

Freitag, 31. Januar 2020

30. januar 2020 - feuer frei

ein weiterer ruhiger tagesstart, gefrühstückt, gebloggt, in die werkstatt gefahren.

in der werkstatt das sofakissen fertiggestellt, das ging gut in der dafür veranschlagten zeit, danach noch ein bisschen aufräumen, denn am freitag ist offene werkstatt und da ist der anspruch zumindest ordentlich aufgeräumt zu starten. zwischendurch verabschiedete sich noch mein werkstattnachbar, der mit seiner gitarrenwerkstatt umzieht, weil er einen günstigeren raum gefunden hat. ich bin gespannt, was nachkommt, schön wäre jemand, der/die zumindest ab und zu auch da ist und bereit, die umwelt wenigstens mit einem gruss wahrzunehmen. wahrscheinlich ist das allerdings nicht.

zuhause hat der ofenbauer derweil damit begonnen, den kamin zu reparieren, mit dem termin hatten wir glück, weil kai heute eh im homeoffice arbeitet. er kommt am nachmittag nochmal wieder, um den rest zu erledigen. und ab freitag könnten wir dann theoretisch einfeuern, ich frage nochmal extra bei kai nach, aber durch neue materialien muss das neue mauerwerk nicht mehr lange trocknen, sondern kann gleich benutzt werden. den verklemmten zug konnte der ofenbauer auch reparieren. naja, wir brauchen immerhin erst mal holz.

zum mittagessen gibt es erbsensuppe, dann eine kurze strickpause (der schal wächst!) und für halb zwei bin ich mit der tochter für eine runde gartenarbeit verabredet. das wetter hält sich, es ist sogar wieder so warm, dass wir keine mützen brauchen. wir roden ein stück kirschlorbeerhecke, reissen brombeeren aus und schneiden weitere straucheibische. die tochter schneidet alles klein und füllt es in die beiden grünguttonnen, die nach zwei stunden wieder komplett voll sind. zu zweit macht die gartenarbeit deutlich mehr spass als alleine und die rippe macht auch kaum mehr probleme.

am späteren nachmittag noch ein bisschen schreibtischarbeit, dann kochen kai und ich uns leber mit kartoffelbrei und blaukraut zum abendessen. die tochter isst auswärts, fand es aber schade, die leber zu verpassen.

am abend schaffen wir es, messiah zu ende zu schauen (was heisst da zu ende, das schreit ja förmlich nach einer zweiten staffel...) und nach und nach trudeln dann auch noch die kinder ein und erzählen ein bisschen vom abend beziehungsweise vom tag.

gelesen: alle tage
gehört: der stechlin, die letzten kapitel, niemalsland von neil gaiman begonnen.
gesehen: messiah


Donnerstag, 30. Januar 2020

12tel-blick im januar 2020

mein 12-tel-blick für 2020 ist ganz klar der garten vom neuen haus. der will zwar nach wie vor erst einmal frei geschnitten werden, aber der gewählte ausschnitt ist schon ein ziemlich gerodet und sollte sich noch weiter verändern. 

ausserdem wollte ich ihnen, liebe blogleserinnen, ein bisschen interaktion anbieten: sagen sie mir doch, welchen ausschnitt sie lieber das nächste jahr über haben wollen: 


das haus so leicht schräg im blick, dafür sehen sie die ganze rabatte.


oder lieber so? das haus en-face, der sitzplatz am haus und auch der unter der pergola ist besser zu  sehen, dafür verlieren sie den überblick über die rabatte?

oje, erst im foto wird mir klar wie viel gerümpel immer noch im garten herumsteht! blaue tonne, grüne tonne, wannen, paletten, schön ist das ja nicht gerade. aber aus dem leben gegriffen. und das sieht man halt auch jetzt im winter und nach diversen rodungsaktionen besonders gut. wenn sie sich übrigens für den garten im herbst interessieren, hier habe ich schon mal drüber geschrieben.

aber vielleicht sollte ich die chance nutzen und hier auch mal wieder erklären, was der 12-tel-blick eigentlich ist. es handelt sich dabei um eine fotoaktion, bei der ein blick durchs jahr mit 12 fotos begleitet wird. am ende jeden monats sammeln sich die ganzen fotos dann aufs evas blog verfuchst und zugenäht, oder unter dem hashtag #12telblick auf instagram. im letzten jahr habe ich dafür 12 mal die grosse baustelle neben meiner werkstatt fotografiert, die aber die meiste zeit nicht so recht voranschreiten wollte. jetzt tut sich dort einiges, vielleicht werde ich ab und an auch noch mal einen 2019er blick hier einstreuen.

29. januar 2020 - nein, bitte nicht auch noch übers wasser gehen!

die kurs- und auch ansonsten nahezu erledigungsfreie woche geht unspektakulär ins land. das wetter hat ein bisschen kapriolen geschlagen, ausgerechnet am dienstag war es ein bisschen stürmisch, heute vor allem viel regen.

trotzdem mit dem fahrrad in die werkstatt, ich hoffe ja immer noch, dass ich es auf dem rückweg eintauschen kann gegen das neue. leider hat sich da auch wieder nichts getan.

in der werkstatt ein längerer kampf mit dem riesigen ausgelegten sofakissen, natürlich wollen die aufgelegten cablé-garne zuerst einmal nicht halten. mit dem schleifgerät geht es dann. das benutze ich zwar wirklich nicht gerne, aber für grosse, hartnäckige flächen ist es manchmal halt doch ein segen, nicht stundenlang von hand arbeiten zu müssen.

das mittagessen habe ich mir heute in die werkstatt mitgenommen, die tochter bleibt in der stadt, weil am nachmittag eine schulvorstellung im kino stattfindet, sie schauen sich 1917 an. ich arbeite in etappen bis gegen halb zwei, dann mache ich schluss, schliesslich muss ich ja morgen auch noch was zu tun haben.

zuhause habe ich lust darauf, ein bisschen herumzuwerkeln und koche zuerst pudding, dann gehe ich in den keller und suche das kerzengiesszeugs, das wir     ganz    sicher    nicht    weggeworfen haben (oder doch?). weit hinten im regal steht dann aber der zylinder fürs kerzenziehen und darin sind auch die kleinen dochte mit füsschen, für resteverwertungen. eineinhalb sommerkerzen kann ich aus den resten der bienenwachskerze giessen, die an weihnachten übrig geblieben sind. und der keller ist auch aufgeräumt. und sogar gestaubsaugt.

ein bisschen stricke ich, dann kommt kai früh nach hause, wir trinken zusammen kaffee, ich recherchiere noch ein paar strickideen (immerhin ist das mein vorletztes ufo auf den nadeln).  und der ofenbauer ruft an, er will tatsächlich morgen kommen und den kamin reparieren. vielleicht können wir also doch noch in diesem winter einfeuern. dann gibt es abendessen, den von der tochter bereits vorbereiteten nudelsalat und als dessert schokoladenpudding.

uns bleibt zeit für einen langen fernsehabend, wollen wir  doch mal schauen, wie es mit dem messiah weitergeht. bedeutungsschwanger natürlich, aber das mit dem wasser ... musste das jetzt echt sein?

gehört: fontane, der stechlin (traurig heute, denn der alte dubslav von stechlin ist gestorben)
gelesen: alle tage (zieht sich ein bisschen)
gesehen: der messiah



Mittwoch, 29. Januar 2020

28. januar 2020 - mein beitrag zu mittwochsmix weiss/linie

(für alle, die wegen des mittwochsmix hier sind: nach dem tagebucheintrag folgt der beitrag zum mustermix!) 

normaler morgen ohne grosse vorkommnisse, so dass ich wieder einmal vor neun in der werkstatt war. dort unmittelbar damit begonnen, die gestrigen überlegungen und planungen in die tat umzusetzen: das nicht sehr grosse kissen füllt den ganzen arbeitstisch aus. schön, wieder einmal eine grosse fläche auszulegen und dank der vorbereitungen auch gut am vormittag machbar. 

über mittag nach hause, zum mittagessen reste und die zwei cervelats, die wir am montag vergessen hatten in die erbsensuppe zu schneiden. 

kurze pause, dann wocheneinkauf. vielleicht ist der dienstag als einkaufstag doch nicht so praktisch, meistens fehlt dann aufs wochenende doch noch einiges. zuhause telefonat mit meiner mutter, dann kurze mathelektion mit der tochter. sie kocht dann nudelsalat für mittwochabend und zum mitnehmen in die schule über mittag. ich stricke ein wenig, der sohn kommt nach hause, ich koche eine rande aber der dampfkochtopf will nicht so recht, kai kommt nach hause, der sohn kocht, ich bügle. 

dann gibt es abendessen: pfannkuchen mit rande, ziegenfrischkäse, frühlingszwiebeln und nüsslisalat. sehr lecker. den restlichen abend auf dem sofa verbracht. 

gelesen: alle tage
gehört: der stechlin (hatte ich vor weihnachten schon mal angefangen, jetzt einfach irgendwo wieder eingesetzt, hat halbwegs gepasst)
gesehen: der messiah (wird das noch spannend? bekommt das noch irgendeinen bisher nicht absehbaren dreh in der geschichte?)

***

und hier dann noch mein beitrag zum mittwochsmix weiss/linie bei frau müllerin  und bei frau nahtlust:

ich habe das thema in meinem medium - filz - umzusetzen versucht und dabei altbewährtes und versuche gemischt.
als anregung diente mir ein katalog zu einer ausstellung von vera molnar, mit der ich mich aus diesem anlass ein bisschen intensiver beschäftigt habe. endlich ist auch die cd-rom mit aufnahmen ihrer skizzenbücher von 1976 bis 2003 angekommen, da habe ich nun wirklich reichlich material.


zu den entstandenen filzarbeiten:

 - rechts unten: ein stück weisses garn, in eckigen spiralen auf schwarzem kammzug. da das garn nicht im gleichen mass wie die wolle beim filzen schrumpft, umspielt es die linie.

- mitte: ganz anders verhält sich der auf grauen kammzug aufgelegte mullverband, er schrumpft in sich, die linie bleibt klar. aber sie ist so breit, ist das überhaupt noch eine linie? oder liegt es nur am grössenverhältnis? die linie ist eine fläche, es sei denn, sie dehnt sich nur in einer richtung aus, aber dann ist sie nicht sichtbar.

- links oben: die linie umschliesst eine fläche. (technisch gleich wie rechts unten) 

- rechts oben: die dunklen linien sind ganz anders entstanden als die hellen. im grunde genommen sind es schnittkanten, die durchtreten und so eine linie ergeben. ein schöner kleiner trick beim filzen.


zuerst wird eine fläche gefilzt: eine seite weiss, die andere schwarz. die fläche wird halbiert und dann in streifen geschnitten, regelmässige oder wie hier, unregelmässig kurvige. anschliessend werden die beiden zerschnittenen flächen ineinandergewoben. beim filzen dringen die geschnittenen schwarzen fasern durch die weisse fläche nach oben und bilden die sichtbaren dunklen linien auf weiss (oder eher... grau.)

schön war es, die anregungen des mittwochsmix aufzunehmen und mit meinen eigenen mitteln zu erkunden. die linie stand bei mir ganz klar im vordergrund, das weiss sorgte eher für klarheit und einheitlichkeit innerhalb der entwürfe. entstanden sind filzproben, keine fertigen stücke, aber mindestens eine probe wird weiterverfolgt und zu einem sofakissen. allerdings nicht in weiss.

das nächste thema wird tropfen und zahl sein ...



Dienstag, 28. Januar 2020

27. januar 2020 - ein bisschen unordnung

ein gemütlicher start in die neue woche - abgesehen davon, dass ich erst am morgen feststelle, dass wir über mittag bei einer freundin zum essen eingeladen sind.

in der werkstatt bin ich erst nach neun, da habe ich dann doch ein bisschen sehr herumgetrödelt. übers wochenende habe ich mit kai verschiedene ideen für sofakissen besprochen, eine davon werde ich umsetzen und muss dafür zuerst ein muster erstellen. mit der auswahl an farbigen kammzügen bin ich nicht so recht zufrieden, ich möchte kein hartes grau verwenden, sondern eher eine abtönung ins braungraue, davon ist aber nicht mehr genug material vorhanden. ich werde also eine andere farbe hinterlegen müssen, das kann auch sehr reizvoll sein.
das muster schrumpft stärker als gedacht, ich lande jetzt regelmässig bei schrumpffaktoren jenseits der 1,6 (für filzlaien: dann muss das ausgelegte stück 1,6 mal grösser sein als das fertige) und das materialproblem wird noch drängender. aber das aufgelegte muster gefällt mir und filzt gleich gut mit.
ich berechne materialbedarf und auslegegrösse und beschäftige mich dann mit der anpassung des musters an die grössere fläche. einfaches multiplizieren geht nicht, aber nach einigem herumprobieren gelingt mir eine lösung. es wird halt doch ein "quantum of disorder" dabei sein müssen. das passt aber gut, denn das kissen ist von vera molnars arbeiten inspiriert.


von der werkstatt fahre ich zur freundin, jetzt, wo wir nicht mehr im gleichen ort wohnen, sehen wir uns noch seltener als zuvor. dementsprechend viel haben wir uns zu erzählen. unsere beiden haushalte haben sich im letzten jahr jeweils so weit verkleinert, dass nur noch je ein kind zuhause wohnt/wohnen wird. (zuvor vier bei ihr, drei bei uns) aber auch sonst gibt es viel auszutauschen. wir essen leckeren salat und eine wähe mit erbsen und lauch.

erst gegen zwei uhr breche ich zum nachhauseweg auf: ich wähle den weg über den hertenstein und auf der höhe pustet mir der wind gewaltig das limmattal hoch entgegen. zuhause wartet nur die küche auf mich, die geputzt werden will. nach einem vierteljahr ohne dunstabzug muss alles herumstehende einmal gründlich gewaschen werden, vor allem auf den fensterbrettern tut sich ja doch nicht so viel und dementsprechend sammelt sich dort der kochniederschlag. ausserdem arbeite ich mich mal durch die automatische ofenreinigung, eigentlich ganz praktisch, sieht jetzt auch deutlich besser aus als zuvor.
zwischendurch pause, die tochter trifft aus der schule ein. später koche ich erbseneintopf aus getrockneten erbsen. wir essen zu zweit, der sohn hat sich abgemeldet vom essen.

und dann gehe ich wirklich früh ins bett, weil ich eh lesen und nicht mehr im wohnzimmer herumsitzen will.

gelesen: terézia mora, alle tage
gehört: lage der nation, die aktuelle folge, servus, grüezi und hallo und doch wieder paardiologie

Montag, 27. Januar 2020

25./26. januar 2020 - entspannungswochenende

in den samstag sind wir so ganz gemächlich hineingerutscht. ausschlafen war nämlich nur am samstag möglich, so dass ich nach wäscheaufhängen erst spät am schreibtisch sass und zum bloggen kam. auf dem nachbargrundstück wurde um diese zeit schon dem randstreifengrün der kampf mit motorsensen angesagt. kai machte sich noch vor dem frühstück auf den weg zum einkaufen inklusive brötchenholen. draussen war es vor allem wieder sehr neblig, so dass der späte tagesstart auch kaum ins gewicht fiel. 
geplant war auch nicht viel ausser nichtstun. die rippe hat es gedankt. trotzdem war ich am nachmittag dann noch für eine stunde im garten um ein bisschen an den straucheibischen herumzuschneiden und fotos zu machen. unter anderem für den 12tel-blick, denn in der kommenden woche ist regen angesagt und wenn ich im januar schon keinen schnee bieten kann, dann wenigstens sonnenschein. 

mitgebracht habe ich dann aber vom unteren ende des grundstücks noch ein suchbild, woran könnte es wohl liegen, dass ich finde, dass der nachbar einen seltsamen humor bei der befestigung seines gartens bewiesen hat?


der sohn konnte am nachmittag den schlüssel für seine wohnung abholen.
ich sass noch ein wenig auf dem sofa, und strickte am zackenschal, ein weiteres unvollendetes objekt, das jetzt endlich fertig werden soll.

für den abend hatte kai für die tochter und eine freundin pizza vorbereitet und wir verabschiedeten uns in richtung italienisches restaurant. kai bestellte sich eine calzone, ich mir einen gegrillten oktopus mit gemüse und süsskartoffeln. wann ist bitte dieser komische süsskartoffelhype wieder durch und man kann zu einem solchen essen entweder brot oder normale kartoffeln bekommen?
aber eigentlich war der restaurantbesuch nur das zwischenspiel, das stattfinden musste, damit die mädchen zuhause in ruhe pizza essen konnten, denn um halb acht zogen wir um ins schräg gegenüberliegende winzige programmkino des städtchens. wir waren die einzigen, die eine karte reserviert hatten, anscheinend wird das weitgehend ehrenamtlich betriebene kino nicht mehr voll, schade eigentlich.
wir sahen uns "little joe" an, in dem es um die suche nach dem glück geht: die gentechnikerin alice entwickelt eine pflanze, die, wendet man sich ihr zu, einen duft ausströmt, der die menschen glücklich machen soll. wer damit in kontakt kommt, scheint sich zu verändern, so sehr, dass die  mitmenschen ihn oder sie nicht mehr als dasselbe individuum erkennen. oder liegt es nur daran, dass sie den vorzug der pflanze nicht anerkennen wollen?
zusätzlich zum dystopischen thema fand ich die eigenartige bildsprache und vielleicht noch mehr die tonspur des films spannend - kaum mehr als filmmusik benennbar, erzeugen künstliche geräusche einen grossen teil der teils beklemmenden stimmung.

für den heimweg war ich froh, dass wir einen bus erwischten, der uns ohne grosse wartezeiten nach hause brachte.

***

der sonntag startete früh, so früh, dass ich vor dem frühstück nicht mehr zum bloggen kam. frühstück um halb neun, weil die tochter und die freundin um halb zehn im jugendgottesdienst sein wollten. spontan dann familiensitzung ohne tochter, weil voraussehbar war, dass den ganzen tag über nie alle vier an einem ort sein würden. die letzte familiensitzung mit dem sohn, der danach mit dem zügelkistenpacken begonnen hat. kai und ich machten einen spaziergang im nahegelegenen wald, heute die kleine runde, mit besuch bei den kühen und wursteinkauf. der wald tropfte in der sonne, in der nacht hatte es wohl viel reiff gegeben, der jetzt taute und herunterkam.

zuhause allgemeines rumgebachele, kai packte noch die restlichen kleinigkeiten für seinen besuch an einem kongress in hamburg, dann tauchte irgendwann der sohn mit seinem wg-kollegen und auto auf um seine kisten abzuholen. für die zügelnden gab es milchkaffee und panettone, dann zogen sie wieder weiter. wir machten uns auch auf den weg, brachten zuerst kai auf den bahnhof um dann zum spielenachmittag im ennetraum zu fahren.
einmal im jahr findet im quartiertreff dieser nachmittag statt, an dem von einem spieleladen im städtchen neue spiele vorgestellt werden. herr hadorn hatte diesmal gefühlt sehr viele spiele für kinder dabei, auch für sehr kleine.
die tochter und ich spielten zuerst in grosser runde werwörter, dann zu zweit mandala.
für mich war es dann genug, dir tochter spielte noch irgendwo eine runde 5er finden mit. insgesamt alle ganz lustig, aber so richtig vom hocker hat uns nichts gerissen. mandala verspricht ästhetik, löst das versprechen aber eher nicht ein, dafür mochte ich das taktische element sehr.

gegen sechs machten wir uns auf den heimweg, zuhause sollte ich ja noch kochen, der grosse sohn fragte an, ob er am abend noch zum hosenkürzen kommen könne.
zum abendessen carbonara vegetarisch, vor allem weil kein speck mehr im haus war. wir schafften es, dem grossen sohn eine portion aufzubewahren. und während ich einen blogversuch machte (immerhin die bilder geladen!) und nebenbei am esstisch genäht wurde, machten die tochter, der sohn und seine freundin die küche. mit dem sohn noch eine weile gesessen und mir von seinen beruflichen und ehrenamtlichen plänen erzählen lassen. spät dann die nachricht von kai, sie sind gut in hamburg angekommen und waren noch lecker essen. 

Samstag, 25. Januar 2020

24. januar 2020 - linear umschrieben

ein regulärer freitag mit etwas gemütlicherem frühstücken und bloggen, dann haushaltsrunde. zusätzlich hänge ich noch die glaskugeln im wohnzimmerfenster ab, die sind mir jetzt doch endgültig zu weihnachtlich. draussen ist es eisigkalt und dazu noch neblig, erst ganz gegen ende der putzerei wird es heller und beim mittagessen scheint eine bleiche sonne. weil es keine nennenswerten reste mehr hat, gibt es brot und auflage.

beim pause machen entdecke ich, dass gerade auf kanal k ein interview mit einer bekannten läuft, die als transgender lebt, das höre ich mir an, einen satz merke ich mir: " ich bin schon immer ich selbst gewesen, menschen verändern sich."

und dann sehe ich, dass mein gast für die filzwerkstatt abgesagt hat, sie ist leider krank. um zwei mache ich trotzdem ganz regulär die tür der werkstatt für den offenen nachmittag auf, es findet aber  heute niemand den weg zu mir. ich werkle vor mich hin, noch gibt es ideen mit linien, die umgesetzt werden können. je länger, je mehr fällt mir das stehen aber so schwer und tut meine rippe so weh, dass ich nach fünf feierabend mache und nach hause fahre.

linien umspielen sich selbst und umschliessen eine fläche, inspiriert von vera molnar.
 zuhause stricke ich ein bisschen, kai ist auch schon zuhause (es ist immer schön, wenn auf dem letzten stück weg zum haus schon die hellerleuchteten fenster zu sehen sind), er kocht wildreis mit gemüse, die tochter wird nach hause gebracht (wir wechseln uns jetzt beim fahren mit der familie der freundin ab), später noch sofa.

ich habe heute mehr nachgedacht als erlebt, so dass sich der tag voller angefühlt hat, aber letztendlich wenig zu erzählen war.
 

gehört: interview auf kanal k, podcast lage der nation 174, servus, grüezi und hallo (den nicht ganz aktuellen, sondern den von letzter woche)
gelesen: terézia mora, alle tage
gesehen: messiah, folge 3 und 4

Freitag, 24. Januar 2020

23. januar 2020 - nichtstun im beginner level

nach einer schlechten nacht - die rippe tut nach drei tagen kurs mit viel stehen wieder deutlich mehr weh - früh aufgestanden mit der tochter, gefrühstückt, gebloggt und herumgetrödelt, dann noch ein kurzes telefonat mit meiner mutter bis ich zum jährlichen gynäkologinnentermin starten musste. soweit alles gut, laborergebnisse kommen wegen skiferien später.
danach nach hause, weil das wetter so gar nicht zu irgendetwas anderem einlud, und weil ich mir einen tag nichtstun verordnet hatte, habe ich mir erstmal eine tasse tee gekocht und bin ein bisschen durchs internet gewandelt.

zwei dinge habe ich ihnen mitgebracht:

*  herr rau möchte gerne seine lehrerkollegen ein wenig herausfordern und ihnen wie seinen schülern und lehramtsstudenten ein paar aufgaben, die sich mit digitalen werkzeugen lösen lassen, stellen. und ich möchte ihm zurufen, nur zu! macht den lehrern mehr mut, sich mit solchen dingen auseinanderzusetzen. damit nie wieder ein word-dokument mit hilfe der leer- und der eingabetaste formatiert werden muss und das auch nie wieder jemand so an die schüler weitergibt!
und probieren sie den link zu den aufgaben unbedingt selbst aus, das macht richtig spass!

* brand eins hat einen text aus der finanzwelt in einfache sprache übersetzt. vielleicht möchte man es gar nicht so genau wissen, denn aus dem finanzgeschwurbel kann man ja allerhand herauslesen, vielleicht sogar positives, der text in einfacher sprache sagt ganz klar:
Wie wird es weitergehen?
Das wissen wir nicht.
Wer bestimmt wie es weitergeht?
Das bestimmt vor allem die Wirtschaft.
In Europa und in der Welt.
Was wissen wir sicher?
Irgendwann geht es der Wirtschaft schlechter als zuvor.
Das war immer so.

 dann hatte ich genug herumgefault und habe noch vor dem donnerstäglich späten mittagessen die teile für einen kapuzenpullover zugeschnitten.

zum mittag mit der tochter reis und linsengemüse, danach den geretteten kuchen.

nach dem essen erstmal noch eine runde lesen, unter der bettdecke, weil die heizung, tagelang ohne sonnenunterstützung, nun doch mit der grossen fensterfläche zu kämpfen hat und es nicht mehr so richtig warm wird im haus.

den kapuzenpullover hätte man richtig schnell nähen können, da das material, eine art strickwalk, nicht versäubert werden muss. ich habe mich dann aber dafür entschieden, alle nahtzugaben getrennt noch nach hinten zu nähen. ein bisschen hadere ich noch mit der blaugrauen farbe, es hätte den stoff auch in petrol gegeben, aber die letzten beiden kapuzenpullis haben schon dieses farbe. andererseits stelle ich mir vor, dass er perfekt zu unserer reise nach cornwall im april passen wird. grosse reisevorfreude!

ein relativ aufwändiges menu hatte ich mir auch noch vorgenommen: schwarzwurzel-pilz-gemüse mit hirseküchlein nach meret bissegger. die hirse musste der sohn erst noch mitbringen, aber die schwarzwurzeln garte ich ungeschält im dampfgarbackofen, danach lassen sie sich deutlich besser schälen. und gemüsegaren im dampfbackofen ist eine feine sache - das weiss ich jetzt auch. geschmeckt hat es allen eher wohl so mittelgut, es gab keine lobenden kommentare. aber auch keine kritik und das ist bei schwarzwurzeln ja schon genug gelobt.

am abend noch ein bisschen in der aktuellen zeit gelesen, bis kai nach hause kam, der sich zum musizieren verabredet hatte, war ich schon im bett.

gelesen:
- terézia mora, alle tage
gehört:
- nur 30 minuten, die folge über messengerdienste - hörenswert - aber ich konnte auch hier keine antwort auf die frage finden, wie ich von whatsapp wegkomme, wenn gefühlt wirklich ALLE menschen, die ich kenne, nur whatsapp benutzen wollen.
- paardiologie, folge 31 (es geht also doch weiter, aber wenn die sich weiter so zerfleischen, will ich das nicht mehr hören)