Mittwoch, 16. Januar 2019

dienstag 15.1.2019 - baustellen

wieder früh aufgestanden, um morgens vor der werkstatt noch ein paar sachen zu erledigen, unter anderem die blogrunde.

und wieder zu fuss in die werkstatt gegangen, immer wieder in varianten, heute über dem tunnel, mit bestem blick auf die baustelle. ich finde baustellen, vor allem grosse, sehr spannend und schaue immer gerne ein paar minuten zu, was da gerade so läuft - einige grosse lastwagen warteten darauf mit aushub beladen zu werden und diesen abzutransportieren, einer blieb stecken und musste die hilfe des baggers in anspruch nehmen, um wieder wegzukommen. dazu hat der baggerfahrer einfach die schaufel des baggers auf die ladefläche gelegt, und von hinten geschoben. das hatte fast etwas fürsorgliches, sah aus wie eine umarmung, bis der lastwagen dann einen kleinen schubs bekam und alleine weiterkonnte.

in der werkstatt habe ich den kinderkurs vorbereitet. ich mache zum ersten mal mit den kindern kleine spiele zum mitnehmen, da muss ich mir immer ein bisschen zeit nehmen und das gut vorbereiten. es sind ein bisschen viele schritte, die spielfläche, die spielsteine, evtl. noch eine kordel müssen gefilzt werden, wir werden deshalb teilweise mit halbfabrikaten, vor allem mit vorfilz arbeiten. am mittwoch weiss ich genaueres, wie alles geklappt hat.

zum mittagessen hatten wir besuch von einer freundin, wir assen zusammen die vorbereitete vegetarische bolognese zu spaghetti, dazu die letzten blättchen feldsalat aus ernteanteil und zum dessert gab es fruchtsalat und cantucci.

anschliessend eine kleine mittagsruhe, dann noch einmal physik mit der tochter, eine runde haushalt, ein bisschen büro und schon war der nachmittag vorbei und das allgemeine heimkommen hob an. im zweiten anlauf klappte es mit dem couscous, anstatt von bulgur, so dass es zum abendessen den lauwarmen blaukrautsalat geben konnte.

nach dem abendessen gab es die zweite hälfte der wochenbesprechung, die am sonntag etwas aus dem ruder gelaufen war. es gibt pläne das wäschewaschen auf mehrere personen zu verteilen, ausserdem wollen wir demnächst die wochenplanung auf einem gemeinsamen bildschirm machen, wozu die farben der einzelnen personen im familienkalender einer harmonisierung unterzogen wurden. die folge: mein kalender sieht völlig fremd aus. vermutlich geht das aber momentan allen so und man wird sich dran gewöhnen.

während der mittlere sohn sich ans backen einer riesigen menge von apfeltaschen machte (es gibt in seiner berufsschulklasse eine kuchenliste, will heissen, jede woche bäckt jemand anderes für alle und bringt das gebäck in die schule mit) hatte kai den livestream der abstimmung über theresa mays brexit-deal gestartet und so konnten wir uns über die für uns merkwürdigen umgangsformen im britischen unterhaus und den ausgang der abstimmung live informieren. die der abstimmung vorangegangene debatte hatten wir zwar verpasst, aber das verkünden der ergebnisse durch den gutgelaunten vorsitzenden und theresa mays und jeremy corbins reden als reaktion auf die voten bekamen wir noch mit. es war aber gut, nebenbei noch den erklärenden livestream der zeit laufen zu lassen, so dass wir ein bisschen besser verstanden, was da jetzt gerade ablief. das machte es auch einfacher die sache der tochter noch ein bisschen mehr aufzudröseln.

zur entspannung dann noch eine folge "die brücke" und nicht all zu spät ins bett. 

Dienstag, 15. Januar 2019

montag 14.januar 2019 - improküchentheater

morgens extra früh aufgestanden, um das morgenprogramm durch eine dusche zu ergänzen, dann nach der blogrunde zu fuss in die werkstatt gegangen. unterwegs habe ich die ersten frühlingsboten entdeckt, der vorfrühling beginnt mit der blüte der haselnuss!

 

um mich für den kurs am samstag vorzubereiten, habe ich mal wieder einen demowürfel gefilzt, es ist aber ein bisschen wie mit dem fahrradfahren, wenn man einmal den bogen raus hat klappt es einfach! ausserdem gab es noch einiges an material zu verräumen, das bei der grossen kellerräumerei zum vorschein gekommen ist, das ich zwar bisher noch nicht vermisst habe, aber thematisch halt jetzt eher in die werkstatt als nach hause gehört.

von der werkstatt dann direkt in die stadt zu einer vorbereitungssitzung für die kinderwoche der katholischen kirche in den frühlingsferien. ich werde zwar nur für zwei tage einen handwerklichen workshop - diesmal kein filzen, sondern eine einfache buchbindearbeit - anbieten, bin jetzt aber irgendwie in die allgemeinen vorbereitungen mit hineingerutscht. auch nicht nutzlos, da ja alles auf das wochenthema orientiert werden muss und ich mir so dazu auch ein bisschen gedanken machen kann. ausserdem bin ich wohl die basteltante und darf jetzt auch noch einen prototyp für die wochenbastelei anfertigen.

zu hause nur knapp vor der tochter eingetroffen, die nach einer tasse chai/kakao drei extrakniffelige matheaufgaben zur berechnung der flächeninhalte im trapez vorrätig hatte. dann extrem spät mit küche putzen angefangen, was nahtlos in eine hochimprovisierte kochorgie überging. ich hatte zuerst einen lauwarmen blaukrautsalat mit kuskus geplant, kuskus war aber fast alle, der grosse sohn zwar beim einkaufen, aber als ich das mit dem kuskus bemerkt habe, dann doch schon an der bushaltestelle. also habe ich kurzerhand zwei chargen sauerkraut aufgetaut (mit und ohne fleisch) und dazu die letzten eineinhalb beutel fertigkartoffelbrei gemacht. nebenbei brodelte eine pfanne mit vegetarischer bolognesesauce auf dem herd, für dienstag, an dem wir besuch zum essen bekommen.

nach dem abendessen nur noch eine folge "die brücke" und nachrichten geschaut, dann endlich mal früh ins bett.

Montag, 14. Januar 2019

wochenende 12./13.januar 2019 - keller tipptopp!

leider gibt es im januar kein 12 von 12. ich hatte es mir zwar vorgenommen, auch den frühstückstisch am morgen fotografiert, aber irgendwo zwischen der physikalischen trägheit und dem fund des tages, einer kiste mit lichterketten, die lange vermisst unter dem bastelbuffet im keller herauskam, ging mir meine motivation zum fotografieren flöten.

neben physiklernen und -üben mit der tochter verbrachte ich nämlich den samstag mit der fortsetzung der kellerentrümpelung, mit kleidereinkaufen und mit abendessen auswärts.

am sonntag ging es auch nicht viel spannender weiter: kelleraufräumen, letzter akt - alle kleineren ansammlungen von potentiell nützlichen dingen durchschauen und aussortieren, stand der dinge: 110 liter müll, noch mehr altmetall, reichlich elektroschrott, einige farben und lacke und ein bisschen sperriges zum entsorgen. dazu werde ich aber erst nächste woche kommen.die garage verschieben wir auf wärmere tage, der fahrradraum entrümpelt sich gerade selbst - sicher werden wir das velo der tochter ersetzen müssen, und auch kai braucht über kurz oder lang ein neues.

am sonntagabend gab es kürbisgnocchi und salat mit etwas üppig gewachsenen sprossen und anschliessend reichlich spät noch den tatort.

12 von 12 im januar 2018
12 von 12 im januar 2017
12 von 12 im januar 2016
12 von 12 im januar 2015
12 von 12 im januar 2014
12 von 12 im januar 2009 

Samstag, 12. Januar 2019

11.januar 2019 - der schnee, oje.

wegen einer gemüseausfahrt, die ich übernommen hatte, hatte ich den haushaltsnachmittag zum haushaltsvormittag erklärt, unterbrochen von einer runde kaffeetrinken und terminebesprechen mit kai, der im homeoffice arbeitete.

nach dem mittagessen beeilte ich mich mit aufbrechen, da der himmel, der am vormittag sogar mal die sonne hatte scheinen lassen, sich zunehmen verdüsterte. auf dem hinweg auf den geisshof sammelte ich zuerst alle körbe ein, um eine zweimalige fahrt auf den hof zu vermeiden. der weg hinauf zum gemüsefeld war dann aber schneefrei und gefahrlos zu befahren. die gemüsekörbe standen wieder wegen frost im keller, am freitag sind es aber deutlich weniger als am dienstag, so dass ich nur 22 körbe zum auto schleppen musste. die bauersleute und der hof haben jetzt ein wenig winterruhe, wobei das planen und anziehen der pflanzen schon bald wieder losgeht.

die körbe habe ich auf insgesamt 4 depots verteilt, an den meisten gab es einen kleinen schwatz zu machen, dementsprechend lange war ich dann doch unterwegs. danach war das kopfweh, das mich schon den ganzen vormittag unterschwellig plagte nicht besser, sondern eher schlimmer geworden und ich sagte die nachhilfestunde für das nachbarskind ab. anstattdessen werkte ich in der küche, worauf ich auch lust hatte: chaisirup gekocht, joghurt vorbereitet, mürbeteig für den wochenendkuchen vorbereitet. und ein bisschen am spinnrad gesessen und gesponnen.

kai hatte angefangen kisten mit alten kabeln zu sortieren aber auch das abendessenkochen übernommen: currywurst mit pommes und salat. ich übernahm das abholen der tochter vom sport, gerade als ich mit dem auto aus der garage fuhr, begann es wieder zu schneien. beim weg über den berg ins nachbartal sah ich auf der bergabfahrbahn schon die ersten autos mit warnblinker auf schneebedeckter fahrbahn, so dass ich für die rückfahrt anstatt dem direkten weg den umweg über das untere aaretal in kauf nahm. um neun sassen wir dann zu dritt am abendessenstisch, alle ein wenig ausgehungert.

für mehr als eine folge "die brücke" und ein bisschen sinnloses herumschalten blieb dann kein nerv mehr.

Freitag, 11. Januar 2019

unser gemüse heute


das erste gemüse in 2019! natürlich ist noch das meiste in 2018 gewachsen und geerntet worden, ganz sicher der sellerie, die randen, die kartoffeln, die rüebli, der rotkohl, der kürbis und die zwiebeln. frisch geerntet ist der lauch und frisch gewachsen im folientunnel ist der nüsslisalat. ich selbst habe heute nur ausgefahren und nicht gepackt.

10.januar 2019 - s`hot schnee, juhee, ond`s git no meh!

morgens bin ich nach blogrunde und telefonat mit meiner mutter zu fuss und mit wagen zum einkaufen aufgebrochen und unterwegs völlig eingeschneit worden. vor dem promenadenlift musste ich eine dicke schneeschicht von der wagendecke und von meinen kleidern abklopfen um nicht zu viel davon in den lift zu tragen.
schnelle grundbesorgungseinkaufrunde ohne einkaufszettel und ohne vorher auf die gemüsevorschau geschaut zu haben, siehe mein gestriges eigenlob. zurück mit dem bus, weil ein wocheneinkauf dann doch recht schwer wiegt.
beim nachhausekommen im briefkasten habe ich die letzte, schon fast verloren geglaubte postkarte der adventspost 2018 von daniela im briefkasten gefunden und mich sehr gefreut.

merry christmas schaut mich an.

eingeworfen am 30.11., abgestempelt am 2.12. angekommen am 10.1. - zur ehrenrettung der post muss gesagt werden, dass die adresse vermutlich nicht maschinenlesbar war. 
zum donnerstäglich frühen mittagessen gab es in den weihnachtsferien in der heimat eingekaufte leberspätzle mit ei, weil wir faul waren ohne salat.

danach dann wieder durch den schnee in die werkstatt, der erste offene donnerstag brachte gleich besuch mit dem wunsch nach einem selbstgefilzten sitzkissen der speziellen art. die vorbereitungsarbeiten waren bis um sechs uhr abgeschlossen, weiter geht es dann in einer weiteren sitzung. ein schöner start!

für den rückweg hatte dann immerhin der schneefall nachgelassen, dafür wurde es auf den wegen allmählich rutschig, ich war dann aber pünktlich von kai zubereiteten kürbissuppe zuhause. mit dem kürbis, dachte ich, hätten wir nun wirklich das letzte stückchen biocò-gemüse von vor weihnachten aufgegessen, da fiel mir gerade der halbe sellerie ein, der im oberen kühlschrank liegt und scheibchenweise sossen und suppen beigegeben wird. wir sind also bereit für neues gemüse!

am abend eine neue serie begonnen: die brücke - eine schon etwas ältere dänisch-schwedisch-deutsche coproduktion, die uns der mittlere sohn empfohlen hatte. der kam übrigens ganz schnell von seinem abendspaziergang zurück und vermeldete, dass es draussen jetzt spiegelglatt sei. 

Donnerstag, 10. Januar 2019

9.januar 2019 - mein wort für 2019

wieder nach frühstück und blogrunde zu fuss in die werkstatt, wieder an den vorfilzen weitergearbeitet, auf dem nachhauseweg wieder der umweg über die stadt zum einkaufen, den nachmittag mit post und ordnungmachen in der waschküche verbracht, zum abendessen ein improvisiertes indisches menu mit reis, linsendal, gebratenem gemüse und pouletbrust gekocht. am besten koche ich - und ich behaupte das jetzt einfach mal so - wenn ich mit dem koche, was da ist.  (einkaufen übrigens wegen erkältungstee)

der grosse sohn hat der tochter wie versprochen die haare geschnitten, was ziemlich gut gelungen zu sein scheint.

***

zu einem experiment wollte ich gerne noch etwas schreiben, der text waberte auch schon halbfertig durch mein hirn, jetzt kann ich nur momentan den anfang nicht mehr finden, ohne mich in erklärungen zu verheddern.

versuche ich es also mal damit einfach anzufangen.

ich habe mir für das jahr 2019 ein wort gesucht. das habe ich schon einmal gemacht, wenn mich nicht alles täuscht, anfang 2016. ein solches wort soll sozusagen die guten vorsätze fürs neue jahr ersetzen, anstatt sich also vorzunehmen, etwas ab dem neuen jahr zu tun oder nicht zu tun, lässt man das wort "wirken".

mein wort, das ich in fünf abenden mit hilfe dieser anleitung* gefunden habe, ist sammlung.

leider kann ich mich nicht mehr an das wort für 2016 erinnern und weiss insofern auch nicht, ob es gewirkt hat. das feine an der idee mit dem wort ist, dass man sich damit beschäftigt, was man vom neuen jahr oder einem anderen beliebigen vor einem liegenden zeitabschnitt erwartet, womit man sich beschäftigen will und womit vielleicht auch eher nicht. der nachteil ist, dass das ganze so ein bisschen esoterisch wirkt und ich es nur so halb ernst nehmen kann. sagen wir also, ich nehme es halb ernst und halb als ein spiel, das mir vielleicht neue ideen bringen kann. keinesfalls möchte ich aber menschen, die das voll und ganz ernst nehmen können, zu nahe treten, nur - ich kanns halt nicht. vielleicht will ich es auch nicht. 

museum der kulturen, basel

jetzt aber nochmal zu meinem wort - sammlung hat für mich zwei aspekte:
einerseits den aspekt des sich sammelns, also der gedanklichen konzentration auf etwas, oder des gedanklichen innehaltens - andererseits den der sammlung von dingen, ideen, fertigkeiten oder was auch immer man anhäufen kann oder in meinem fall angehäuft hat.

für das neue jahr wünsche ich mir, beide aspekte miteinander verbinden zu können, indem ich mich auf das konzentriere, was da ist. material, ideen**, fertigkeiten nutzen anstatt immer mehr haben zu wollen.


***

*ich habe mich übrigens auch damit begonnen, das ebenfalls von susannah conway angebotene "unravel your year"-heft durchzuarbeiten. ich hatte zuerst etwas ähnliches auf deutsch, das mir aber deutlich weniger gut gefallen hat, und bin dann doch wieder auf das original gekommen. am irrwitzigsten finde ich das kapitel mit den tarot-karten. aber als spiel hat es etwas.

**naja, mit den ideen ist das so eine sache, die kommen halt manchmal einfach so vorbei. aber sie dann auch zu nutzen und nicht immer nach noch mehr anregung zu suchen, könnte auch schon mal was sein. 

Mittwoch, 9. Januar 2019

8.januar 2019 - ferienpläne

morgens eine kurze irritation wegen des wetters - schneeregen und ein bisschen glatt - und der nachricht des grossen sohns, dass eventuell busse ausfallen würden. war dann aber doch halb so schlimm, nur die tochter und ich nahmen anstatt des velos die füsse für den weg in schule und werkstatt. ich mag zur zeit sowieso lieber zu fuss gehen und so lange es keine grossen und schweren sachen zu transportieren gibt ist das auch gut so.

also nach der blogrunde im schräg fallenden schneeregen unterm schirm in die werkstatt. dort angekommen erstmal fast alle klamotten auf die heizung gelegt, weil ich doch ziemlich nass geworden war. auf der grossen baustelle für das entstehende thermalbad ist jetzt wieder leben, gestern wurden unter anderem vermessungsarbeiten durchgeführt, von dem vermessungsbüro in dem der grosse sohn gelernt hat. ein bisschen vermisse ich schon die berichte von solchen projekten, von denen er oft mit leuchtenden augen erzählt hat. naja, jetzt hat er anderes spannendes zu erzählen.

in der werkstatt weiter an vorfilzen gearbeitet und nebenbei podcasts von vor weihnachten nachgehört.

auf dem rückweg dann eine merkwürdige begegnung mit der nachbarin, die ihre drei möpse spazierenführt und die ich beharrlich grüsse, obwohl sie mich nur selten zu kennen scheint. sie schaut wie immer ganz angestrengt auf die drei hundeleinen und was da so am ende zerrt, und als ich auf ihrer höhe bin kommt ein gezischtes "halt die fresse!". zu den hunden? oder zu mir? ist nicht erkennbar, aber da sie immer nur die hunde anschaut, nehme ich mal an, dass sie nicht mich gemeint hat. 

zuhause mittagessen gewärmt, dann eine pause, bügeln und nebenbei mit der tochter mathe üben, später noch mehr hausarbeit und noch ein bisschen büro.

zum abendessen eine wähe mit randen und feta, danach zusammen mit kai ein zugticket für einen ausflug in die berge und eine unterkunft für die frühlingsferien gebucht. die frühlingsferien sind für uns wegen der projektwoche der tochter diesmal drei wochen lang, so dass wir einen teil davon in italien verbringen werden. relativ spontaner entschluss, aber dann doch ein anstrengender abend um etwas passendes zu finden. 

Dienstag, 8. Januar 2019

7. januar 2019 - neues werkstattjahr

nachdem ich die letzte nacht vor dem alltag wirklich schlecht geschlafen hatte, war wenigstens das aufstehen kurz vor halb sieben kein problem. auch die anderen kamen relativ mühelos aus den federn uns so konnte ich noch ein bisschen zeit mit dem tagebuchbloggen und meinem jahresjournal für 2019 verbringen, bevor ich mich auf den weg in die werkstatt machte.

der umweg am haus der freundin vorbei hat sich gelohnt, ich konnte ihr ein gutes neues jahr wünschen und bei einer tasse tee die neuigkeiten aus den weihnachtsferien austauschen.
die werkstatt erwartete mich schön sauber und aufgeräumt, am letzten arbeitstag vor weihnachten hatte ich tatsächlich schon alles vorweihnachtliche abgeräumt, die fenster und den boden geputzt, entsprechend machte der neustart dann auch spass.


nur das logbuch meiner werkstattbesuche musste ich noch vervollständigen und abschliessen, das relativ schmucklose heft wird jetzt durch das wunderschön gebundene buch, das ich bei einer verlosung auf dem blog von michaela müller gewonnen habe, ersetzt. irgendwie hat das im nur halbfertigen raum im letzten jahr nicht so gut gepasst, aber jetzt freue ich mich auf das eintragen meiner aktivitäten, der gäste in den kursen und an den offenen nachmittagen ins das schöne buch. frau müllerin ist übrigens gerade selbst dabei ein eigenes atelier (oder auch eine werkstatt, nein ein müllerin-art-studio!) zu beziehen, weswegen der mustermittwoch im januar ausfällt.

da schlampermontag war (was heisst, dass die tochter in der stadt isst und ich nicht am mittag kochen muss) blieb ich bis ein uhr in der werkstatt und spazierte dann in die stadt zum einkaufen für die abendessen der beiden nächsten tage. und für einen strauss tulpen, um den abgebauten weihnachtsbaum zu ersetzen.

zuhause ein telefonat mit meiner mutter, kaffee und zwetschgenwähe, die küche nach den vielen feiertagen mal wieder regulär geputzt und mit der tochter bei lauter musik das abendessen vorbereitet. sie hat gleich einen ganzen schwung an benoteten arbeiten zurückbekommen, unter anderem eine sehr gute note für ihre bewerbungsunterlagen. ein formaler fehler ging voll auf mein konto: in der schweiz schreibt man tatsächlich im brief (und in der mail) nach der anrede ohne komma, aber dafür GROSS weiter! das fühlt sich für mich so falsch an, dass ich es ihr korrigiert habe, als sie mir die unterlagen zum lesen gegeben hatte. auch wieder was gelernt, wobei kai meinte, dass mittlerweile beides geht. naja, der hatte bisher ja auch jede menge deutsche kollegen. und vermutlich werden seine mails gelesen und nicht benotet.

zum abendessen spaghetti mit federkohl (aus eingefrorenem ernteanteil) und anschliessend haben kai und ich wanderlust zu ende geschaut.



Montag, 7. Januar 2019

6.januar 2019 - entweihnachten

habe ich tatsächlich am samstag zu erwähnen vergessen, dass wir schon mit schnee aufgewacht sind und es den vormittag über munter weitergeschneit hat? allerdings wurde es den tag über auch immer wärmer, so dass der schnee immer pflotschiger wurde und niemand mehr so recht lust auf schneespaziergang hatte. 

am sonntagmorgen hatte es immer noch schneereste vor der haustüre, aber es regnete eindeutig. kein wunder also, dass kein kind uns begleiten wollte, als wir uns zum brugger berg aufmachten. draussen war es dann nur halb so schlimm und wir machten eine schöne grosse runde von der kaserne zuerst über das forsthaus und dann zum aussichtspunkt am wasserschloss. und obwohl es am sonntag wirklich nass war, kann man an den offen liegenden kiesbänken im fluss ganz gut sehen, dass es in den aargauer flüssen noch immer wenig wasser hat. 

wasserschloss bei turgi, vorne die aare, im hintergrund die limmat, der zufluss der reuss liegt weiter rechts ausserhalb des bildes. 
zuhause gab es die reste des dreikönigskuchens - hier haben die tochter und ich wohl eine neue tradition eingeführt, indem wir einfach alle unsere gesammelten könige in den kuchen verbacken haben, so dass (fast) jede und jeder einmal könig werden konnte.  wir haben sogar eine königin in der sammlung, woher die wohl kommt?
drei kerzen am weihnachtsbaum durften noch fast ausbrennen, dann ging es ihm an den kragen. innerhalb einer halben stunde war beinahe die ganze weihnachtsdeko verschwunden. so eilig hatte es kai mit dem aufräumen der weihnachtskisten, dass beinahe die heiligen drei könige den anschluss an die auf den dachboden wandernde krippe verpasst hätten. ein bisschen was an deko darf noch bleiben, da halte ich es mit astrid. andererseits ist es auch schön, den  sessel im esszimmer zurück zu haben.
so schön, dass ich endlich, nach mehr als einem jahr pause, das spinnrad ausgepackt habe und mit dem spinnen des geschenkten faserpakets vom sommer 2016 begonnen habe.
zum abendessen machte kai pizza, auch damit der alltag wieder zurück kehren kann.
der tatort war eine weitere enttäuschung, nach der merkwürdigen episode mit den für den zuschauer nicht ohne weiteres erkennbaren zeitebenen am sonntag vor weihnachten gab es diesmal so eine art doppelte realität. konnte man ahnen, war aber filmisch eher so umgesetzt, dass man als zuschauer schon wieder in die irre geführt wurde. baah. danach gleich ins bett. 

Sonntag, 6. Januar 2019

#wmdedgt - 5.januar 2019

einmal schon früh aufgewacht, ein bisschen gelesen, dann aber wieder eingeschlafen. der zweitletzte ferientag will nochmal zum ausschlafen genutzt werden. irgendwann, schon eher gegen neun oder sogar danach ist kai aufgestanden um frühstück zu machen. es gibt da so eine art abmachung, dass er am wochenende das frühstück macht, weil ich es in aller herrgottsfrühe in der woche mache. ich  durfte noch ein bisschen liegenbleiben und im internet herumlesen.
frühstück mit allen, danach eine erste wochenplanungssitzung für 2019: wer ist wann voraussichtlich zum abendessen da (betrifft in erster linie die grossen söhne), wer macht wann homeoffice (betrifft vor allem kai), wer kann das kochen am donnerstagabend übernehmen (kai), gibt es spezielle termine für alle oder einzelne (erst am kommenden wochenende fahren der grosse sohn und die tochter zu einem schwimmwettkampf und wollen am abend gerne abgeholt werden), wie sieht das kommende wochenende in etwa aus? ungewöhnlich war, dass wir das schon am samstagmorgen machten, bisher haben wir das bestenfalls sonntagabend, manchmal auch erst am montag erledigt. die erste komplette arbeitswoche sieht bisher eher ruhig aus, auch gut.
danach dann ab in den keller. wir haben uns vorgenommen, mehr oder weniger das ganze haus zu entrümpeln, im januar alle räume im keller. letzten samstag war der vorratskeller dran, diesen samstag das normale kellerregal. nun, was soll man sagen? erwartungsgemäss wurde ein bisschen platz frei, ein sack restmüll und eine menge altmetall können weg und das regal ist jetzt aufgeräumt, geputzt und nicht mehr so voll. es war eine gute idee, das aufräumen aufzuteilen, so bleibt uns zeit, die einzelnen kisten und kartons auch zu durchsuchen. es bleiben für den restlichen januar noch ein paar regale und schränke, die waschküche, der ölkeller, die garage.
während wir weitgehend zu zweit entrümpelten hat die tochter für uns donuts gebacken, die wir zum kaffee essen konnten.
anschliessend ging es mit kai und dem grossen sohn ins bagno popolare, das mittlerweile ein bisschen sehr populär ist und oft auch einfach voll. in den ferien waren wir jetzt schon ein paarmal vergeblich dort, diesmal hatten wir mit ein bisschen hartnäckigkeit glück und sassen schlussendlich zu zwölft im warmen thermalwasser der limmatquelle unter freiem himmel.


nach hause kamen wir erst als es schon dunkel war und mehr oder weniger konnte ich gleich mit dem kochen fürs abendessen starten. es gab ofenkartoffeln, spinat und spielgeleier mit restespeck für alle, die das wollten. gefrierschrank und kühlschrank wollen auch entrümpelt werden.
danach spielten wir mit der tochter eine revancherunde carcassone, die ich anders als die am abend zuvor nicht gewonnen, sondern haushoch verloren habe.
da es noch nicht sehr spät war lag noch ein bisschen (konkret zwei folgen) wanderlust  auf netflix drin.

das war also mein erster tagebuchblogeintrag in 2019, dank frau brüllen, die immer am fünften fragt, was man denn eigentlich so den ganzen tag mache. nun, meine antwort wandert in die liste und vielleicht ist es ein neustart ins tagebuchbloggen.



Donnerstag, 3. Januar 2019

weihnachtsferien...

... sind wohl definitiv die ferien, die am schnellsten vorbei sind. in den vergangenen beiden wochen hatten wir weihnachtsbesuch, waren wir selbst weihnachtsgäste, hatten wir silvestergäste und waren nur an fünf von vierzehn tagen zuhause ohne besuch. nun arbeitet seit gestern ungefähr die hälfte der familie wieder (ich habe mich halb arbeitend und halb frei gezählt, da ich zwar nicht in die werkstatt gegangen bin, aber zuhause diverse ordnungs- und haushaltsarbeiten gemacht habe) und allmählich geht die feststimmung in alltag über. 

aber nun nochmal auf anfang:


am 23. haben wir das paket für "zweimal weihnachten" gepackt, es kamen dann zwar noch die geschenke für den 24. und den weihnachtstag dazu, aber wir brauchten einfach den platz auf der anrichte.


 ein teil der weihnachtsdeko wurde erst mit dem weihnachtsbesuch zusammen aufgehängt.* dafür dürfen die sterne auch mindestens bis lichtmess (2.februar) bleiben.


mit dem weihnachtlichen kochen haben wir auch schon am 22. begonnen, es gab spaghetti mit federkohl aus ernteanteil, schupfnudeln und sauerkraut, an heiligabend gemüselasagne und rotweinbirnen, am weihnachtstag rostbraten mit bratkartoffeln und verschiedenen salaten, teilweise aus ernteanteil.


 das baumschmücken besorgten die männer und die tochter, während meine mutter und ich in der küche fürs leibliche wohl sorgten. 


 so erstrahlte unser baum am heiligen abend. es gab auch noch eine einlage mit drehörgeli, das allerdings in räumen deutlich unter 50 quadratmetern schon sehr laut ist.


 zurück vom verwandtenbesuch machten wir noch im alten jahr einen ausflug auf die wasserflue. auf dem grat hatte es schnee und von den bäumen rieselte der rauhreif. unter uns lag das wolkenmeer und in der ferne die berge.


 ich nutzte die zeit zwischen den jahren um meinen neuen kalender zu konfektionieren. und stellte fest, dass zuviel ordnung auch wieder verwirrung erzeugen kann. immerhin sieht es bunt aus.


 der baum hielt (und hält) ganz gut durch, hitzegestresst und deutlich hagelgeplagt war er ohnehin schon (also wirklich von hier), aber katze und kinder setzten ihm auch ganz ordentlich zu. rottanne muss trotzdem sein, weil wohl als so ziemlich einzige heimisch. wer weiss, wie lange noch?


 der silvesterbesuch brachte kuchen, für die tochter eine kameradin und für uns viele gespräche über gott und die welt.


am silvestertag besuchten wir alle gemeinsam die sukkulentensammlung in zürich und wagten uns bis zum bürkliplatz vor - nur um festzustellen, dass silvester auch auf dem land ganz schön sein kann.
wir verbrachten einen ruhigen abend mit raclette, spielen, irgendwann verabschiedeten sich die söhne in den ausgang, und um zwölf stiessen wir draussen im garten auf das neue jahr an. mit unserem besuch und kurz danach mit zufällig vorbeikommenden lieben bekannten, so muss das sein! 


den berchtoldstag nutzten wir zu einem besuch in der auswahl*18, der jahresaustellung der aargauer künstler und künstlerinnen. darüber möchte ich gerne noch etwas schreiben, bevor es am montag wieder so richtig mit alltag losgeht.

*nein, der weihnachtsbesuch wurde nicht aufgehängt. auch wenn der satz das nahelegt. er hat nur geholfen beim dekorieren.