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Mittwoch, 7. Oktober 2026

sommerpost-finissage

zwar gab es auch auf dem offiziellen post-kunst-werk-blog eine finissage, aber leider waren da kaum welche von den karten des sommers zu sehen, die in meiner gruppe getauscht wurden. 

deshalb gibt es hier eine zweite (oder dritte, vierte ... ohne verlinkungsmöglichkeit habe ich keine chance dererlei aus anderen gruppen mitzubekommen) rückschau auf all die schönen kunstwerke, die mich in meiner sommerpostgruppe und auch von ausserhalb erreicht haben. 

das thema war - wie bereits oben erwähnt - karte des sommers, farben, technik, faltung alles frei. alleine das format a3 war vorgegeben. und deshalb wurde es dann auch sehr vielfältig, aber seht selbst: 


los ging es mit der karte des neulands von regina. auf dieser karte sind keine geografischen orte verzeichnet, sondern abstrakta. 
 
 
den weg durch die landschaft der seelischen und geistigen zustände darf man sich selbst suchen. 
 

ein bisschen hätte ich angst vor einer paddeltour den fluss hinauf, müsste ich mich doch irgendwann zwischen dem hauptfluss der gesundheit, in den die wahrheit und ein weiterer zufluss aus dem gebirge der verheissung fliessen und dem nebenfluss der klugheit entscheiden, bei letzterem könnte ich immerhin im see der erfrischung ein bad nehmen... 

ganz anders bei der zweiten sommerpost, die mich von carmen erreichte: 


 sie zeigt uns den ort, in dem sie seit über vierzig jahren lebt. 

ich glaube, dort lässt es sich gut sein - denn die liebe zum ort kann man gut an der gestaltung der karte spüren... 


an der dritten stelle der liste kam dann meine post dran, hier bereits gezeigt. 

als nächstes nahm uns nadine mit aufs fahrrad und in den nördlichen schwarzwald: 



tolle kombi aus aquarell, stempelei und collage. und auch noch so schön verpackt. 

von traute gab es eine weitere wunderschöne buchbindearbeit. 


 ein leporello mit einer sehr, sehr reduzierten karte. 

und weiteren karten-collagen. 

 
 die letzte karte aus meiner gruppe erwartete mich schon zuhause, als wir aus den ferien kamen. 
 
gisela hat ihre karte als leiterli-spiel gestaltet: 
 

 inklusive verschiedenen beigaben, die ich zuerst für spielfiguren hielt....
 

aber weit gefehlt - die spielfiguren befinden sich in der anleitung und erklärung des spiels am ende dieses kleinen heftchens. 
 

zwei extrapöste haben mich erreicht - der eine von einer lieben kollegin, die zwar auch in der schweiz wohnt, aber noch nie zusammen mit mir in einer postkunstgruppe gelandet ist, obwohl sie viel fleissiger als ich dabei ist. 
 

 esthers thema ist zur zeit das drucken und färben mit pflanzen. 
 
 
ihre karte des sommers ist ein upcycling-projekt aus alten wanderkarten, denen sie eine neue bedeutung gegeben hat: der weg ist das ziel. 
 
ebenfalls aus der schweiz war meine zweite tauschpartnerin "neben der spur". 
von jeanette gab es eine sommerpost-ol-karte, an deren einzelnen posten man verschiedene karten-typen kennenlernen kann. 

die faltung ist so raffiniert, dass ich nach dem auffalten ein wenig studieren musste, bis ich sie wieder beisammen hatte...

 

noch lagern meine karten einfach auf einem stapel - wo ich sie immer wieder zur hand nehmen kann. ich wie ich sie weiterhin zeigen, versorgen, aufbewahren will weiss ich noch nicht so recht. aber vielleicht muss ich auch überhaupt erst den zusätzlich gewonnen platz im arbeitszimmer mal zu ende einrichten und dann wird sich auch das noch finden... 

Freitag, 7. August 2026

sommerpost 2026

superspontan habe ich mich im frühsommer entschieden, an der sommerpost 2026 des post-kunst-werk teilzunehmen - zu verlockend war das thema. landkarte des sommers. 

zwischendurch habe ich natürlich wieder einmal mehrmals die krise bekommen, weil ich keine ahnung hatte, woher ich auch noch für dieses projekt die zeit nehmen sollte. aber dann kam die liste meiner gruppe und gleich noch eine fristverlängerung, die ganze aktion wurde um zwei wochen nach hinten geschoben. super war für mich auch, dass ich erst an stelle drei der liste stand, also meine post erst in der woche nach den sommerferien bei den empfängerinnen sein musste. davor lagen planerisch zwei ruhige wochen - noch in den schulferien und die kollegin hatte auch frei, so dass unsere regelmässigen termine ausfielen.  

 
 begonnen habe ich dann aber doch schon viel früher - zuerst habe ich mal auf der genialen plattform von swisstopo herumrecherchiert, man kann sich da kartenausschnitte auf a3 ausdrucken. gereizt hätte mich das als basis schon, dazu noch mit dem schönen schweizer landeswappen drauf. aber schlussendlich war es mir dann zu viel information, ich wollte mein kartenprojekt ein bisschen aufgeräumter und mehr skizzenhaft haben. also habe ich alles, was mir wichtig schien, auf einen a3-bogen abgepaust. 


mit dem halbkaputten drucker an meiner arbeitsstelle lassen sich ganz herrliche fehldrucke in hellblau herstellen - die wurden die basis meiner karte des sommers. 
 

aus einem "richtigen" druck habe ich mir eine schablone gebastelt, mit hilfe derer ich die berge und waldgebiete in meine karte hineinschablonierte habe. 

auch das alles ganz fein und leicht - mit aquarellfarbe. 

danach begann die eigentliche arbeit: ich habe mit holzfarbstiften alle meine wege in die karte eingetragen, schön farblich gekennzeichnet, wo ich mit dem fahrrad unterwegs bin, wo zu fuss, schwimmend und mit dem zug. 

parallel zu dieser arbeit hatte ich mit faltungen experimentiert - ich mochte früher die falkpläne gerne, die durch ihre gestaffelte faltung in der einen, die zick-zack-faltung in der anderen und durch gezielte schnitte auch ein blättern im gefalteten plan ermöglichten. 

und so faltete ich dann auch meine karte.  

notwendig wurde dadurch ein umschlag, in dem die karte festgeklebt wird - aber halt nur an einer einzigen stelle, so dass man ihn auch noch vollständig auffalten kann. 

auf einigen freien flächen blieb platz für ein paar erläuterungen zu meiner karte - es handelt sich beim gewählten kartenausschnitt um die unmittelbare umgebung, in der ich wohne, die eingezeichneten wege ergeben ein buntes netz aus verbindungen zwischen den orten an denen ich lebe, arbeite, meine freizeit verbringe. ebenfalls handschriftlich habe ich zu den einzelnen orten dinge auf der karte ergänzt. 


und ganz am schluss haben auch noch die zahlreichen fehldrucke eine aufgabe bekommen - aus ihnen entstanden die umschläge für die sommerpost. 

nun habe ich heute die fünf exemplare für meine postkunstgruppe auf den weg gebracht - ein exemplar habe ich behalten und eines, das ich auf reserve mitgezogen habe, ist übrig. 

sollte irgendjemand aus der postkunst-umgebung trotz fehlender vernetzungsmöglichkeiten diesen post lesen und interesse an einem tausch haben, würde ich mich freuen, auch dieses letzte exemplar noch auf den weg zu bringen und wäre gespannt auf eine weitere karte. (einfach kommentieren oder das kontaktformular in der rechten spalte benutzen). 

ich selbst werde der postkunst in dieser form wohl nach dieser aktion endgültig keine weitere chance mehr geben - zu gering sind mir die vernetzungsmöglichkeiten, nicht einmal auf instagram habe ich noch etwas von der aktion mitbekommen (wofür die initiantinnen nichts können, der wegfall der suche nach hashtags war ja nicht deren idee), aber dass es auch keinerlei vernetzungsmöglichkeiten auf dem post-kunst-werk blog mehr gibt (ich habe es gesehen, das interesse war zuletzt denkbar gering, ich verstehe es, dass man das dann nicht mehr anbietet) ist schon sehr, sehr schade. 
ich schätze die anregungen sehr, es ist auch wirklich schön, post zu bekommen (wenn sie denn mal käme) - aber für mich war immer das miteinander die ganz grosse motivation und weniger die ergebnisse. ich sage also wieder mal einem teil des internets, wie ich es kennen und lieben gelernt habe, ciao. 

Freitag, 19. Dezember 2025

adventspost 2025 - postkunst in der adventszeit

nach zwei jahren pause in sachen adventspost (2022 hatte ich noch gross getönt, dass ich bei der adventspost eigentlich immer mitmache) hatte ich in diesem jahr wieder grosse lust bei dieser adventskalender-postkunstaktion mitzumachen. 

wie bisher wird die adventspost auch weiterhin von michaela und tabea organisiert, voraussetzung zum mitmachen ist seit ein paar jahren die mitgliedschaft beim post-kunst-werk, das auch noch die frühlings- und sommerpost hostet. 

gut hatte ich mir die teilnahme so fest vorgenommen - denn also anfang oktober das thema bekanntgegeben wurde, zweifelte ich gleich wieder - engel. sind nicht so meines. und ausserdem der kitschfaktor. ganz zu schweigen vom hohen potential an schwurbelmöglichkeiten...

ich überwand aber meine abneigung, las später, dass auch eine der beiden initiatorinnen damit probleme hatte und meldete mich an. beim zoom-meeting war ich dann nicht dabei, ich hatte aber schon mal die gelegenheit und war auch der ansicht, dass es für mich nicht so wichtig ist. instruktionen kann ich lesen und ansonsten auch ganz gut selber denken. 

das mit dem selber denken ging dann aber erst mal in eine sackgasse. 


 weil ich ja gerne auch meine restlichen erfahrungen in die postkunst einbringe und ausdrücklich druck-mix die gesuchte technik war, gingen meine gedanken zunächst in richtung drucken mit textilien. aber, alter verwalter, so eine atc oder spielkarte ist ganz schön winzig! selbst mit recht dünnem garn gehäkelt oder auch gewoben, waren meine engelsflügel deutlich zu grobschlächtig für die paar quadratzentimeter. 


 aber textil ist ja auch eine einfache schnur... als bekennende anhängerin von klee fielen mir auch gleich seine zeichnungen aus einem strich ein, was sich mit schnur gut umsetzen lässt. 


 die positiven engel waren es dann noch nicht ganz... 


 auch weil ich natürlich vergessen hatte, meine engel zu spiegeln - aber das kann man ja auch über eine gelatineplatte macben. 


 das ergebnis gefiel mir schon deutlich besser. die schnur erzeugte auf der gelatineplatte deutliche farbnuancen. vier engel gingen jeweils gleichzeitig auf eine platte, nicht alle ergebnisse waren gleich gut. bis ich am ende herausgefunden hatte, dass ich die schnur, die sich voll farbe gesaugt hatte, auch immer wieder zwischendurch positiv "leerdrucken" musste, hatte ich ungefähr die vierfache anzahl an notwendigen drucken und konnte anschliessend die schönsten aussuchen. 

und ich durfte mir zur idee gratulieren, dass ich die leerdruckenden positivengel gleich auf umschläge gedruckt hatte... allerdings nur auf ganz einfache, weil die gerade zu hand waren. (hat mich zuerst gestört, aber als dann die allermeisten hier ankommenden engel auch nur in ganz stinknormalen kuverts hier ankamen, habe ich meine meinung revidiert.) 

allerdings war das papier auf das ich gedruckt hatte, viel zu dünn. also brauchte es noch viel schnipselarbeit, einiges an abfallkarton und buchbinderleim, bis ich meine karten aus den drei komponenten engel, karton und gedruckter/geschriebener atc-beschriftung zusammengebastelt hatte. 

am ende fand ich die nachtblaue engelschar auch arg düster - also ergänzte ich durch eine weisse beschriftung, was ich mir genau gedacht habe, als ich hier anděl, das tschechische wort für engel in sütterlin hier hinschrieb, weiss ich auch nicht. (im schlimmsten fall: he, schaut her, ich kann nicht nur sütterlin schreiben, sondern weiss auch noch das tschechische wort für engel.) die kombination macht natürlich historisch gar keinen sinn, denn man darf davon ausgehen, dass sütterlin-schrift ausschliesslich für die deutsche sprache verwendet wurde... 

nächster schritt: die atc-kärtchen sollten um himmels willen nicht auch noch in den labbrigen briefumschlägen herumrutschen und es der post schwer machen durch knicken oder ähnliches. also musste ein halter für die kärtchen her. und weil ich gerade so schön am schreiben war, beschrieb ich eine seite mit einem liedtext, einem lied über engel, das ich mag und kopierte das ganze mit meinem tintenstrahldrucker, der mir den gefallen tat, ein ansprechendes ergebnis zu liefern, das überaus handgeschrieben aussieht. noch schnell eine schablone gebastelt, um auch ja an den richtigen stellen schnitte zum einklemmen zu machen... 


 ... und jeder postkünstlerin ein paar persönliche worte hinzugefügt und schon konnte sich das ergebnis auf den weg machen. die umschläge habe ich wohl nicht fotografiert, macht aber auch nichts. 

ja, das waren ganz schön viele schritte und ich habe zumindest zu anfang ein bisschen gestöhnt und nicht geglaubt, dass alles rechtzeitig fertig werden würde. aber da einen verspätete abgabe für mich noch stressiger gewesen wäre, habe ich einfach vorwärts gemacht und meine post war einige tage vor dem 18. , meinem postkunsttag, fertig. 

nur der blogpost ist jetzt einen tag zu spät dran - aber da es ja eh keine möglichkeit mehr gibt, den zu verlinken, ist das auch egal.  

da fällt mir auf, dass ich ja garnicht generell erklärt habe, wie die adventspost funktioniert - vielleicht haben sie es sich aber auch schon selbst gedacht: nach der anmeldung werden gruppen von 24 oder 25 postkünstlerinnen gebildet und jeder ein datum vom 1. bis 24. (in unserer gruppe 25.) zugeordnet, an dem ihre adventspost die anderen in der gruppe erfreuen soll - eine art adventskalender also. 

was für mich den reiz an dieser aktion ausmacht ist zu sehen, wie andere mit derselben ausgangsbasis zu ganz anderen ergebnissen kommen. festgelegt waren: mixed-media-druck, nachtblau und engel. und tatsächlich sehen die karten, die hier so nach und nach ankommen, ganz unterschiedlich aus. leider gibt es über die jahre immer weniger postkünstlerinnen, die die anderen auch am prozess der entstehung teilhaben lassen. ich habe bisher sehr vereinzelt das eine oder andere making-off gesehen, vor allem auf instagram. da man aber dort keine hashtags mehr abonnieren kann, ist das verfolgen der anderen postkünstlerinnen mittlerweile sehr mühsam. mir fehlt die möglichkeit zur verlinkung auf dem postkunstblog, ich kann  mir aber gut vorstellen, dass sie auch gar nicht mehr genutzt werden würde. 

soweit mein fazit - aber vielleicht bekomme ich ja noch irgendwo zu sehen, wie man einen perfekten putto per milchtütendruck auf eine atc-karte bekommt...  

Montag, 8. Dezember 2025

kw 49 - schon dezember

und schon ist es dezember. mit allem, was so dazugehört. 

nach dem arbeitstag am sonntag lasse ich die woche gemütlich beginnen, blogge ausführlich und erledige zwischendurch verschiedenes andere - da die anderen haushaltsmitglieder meine abwesenheit am sonntag genutzt haben, zwei grüntonnen zu füllen, muss ich unter anderem am ersten verkaufstag eine neue grüngutvignette kaufen, damit wir die übergangszeit, in der sowohl die alte als auch die neue vignette gelten, aber gleichzeitig seltener grüngut abgeholt wird, optimal ausnutzen können. da wir in unserem doch recht grossen garten über den winter einiges zurückschneiden müssen, lohnt sich diese überlegung dieses jahr besonders. 

ausserdem will ich natürlich auch noch ein paar guetsle backen und weil wir so viele walnüsse geknackt haben, mache ich eine sorte mit walnuss-füllung. und dann ist es auf einmal schneller abend als gedacht und ich muss nach dem abendessen nochmal los für eine vorstandssitzung im kulturzentrum. im nächsten jahr starten die sitzungen dann noch mal eine halbe stunde später. na prima. 

die schlechte laune vom abend nehme ich dann gleich mit in den dienstag, meine tschechisch-lektion läuft eher mühsam, es gab ein missverständnis, welche übung ich gerne noch einmal gemeinsam durchgegangen wäre, ich fühle mich aber heute nicht sprachmächtig genug, dieses aufzuklären, vielleicht hat meine lehrerin auch gefunden, dass die übung tatsächlich zu schwer war und deshalb eine leichtere ausgewählt. immerhin stelle ich anschliessend mit viel elan meine adventspost fertig.  

da ich die atc-card, das format des jahres, nicht im freiflug im grösseren umschlag auf reisen schicken will, gestalte ich eine klappkarte, lasse mir bei der vervielfältigung aber vom drucker helfen. mit schablone ist alles irgendwann fertig - ich mache statt "nur" 24 karten 30 stück, damit ich noch welche verschenken kann. 

ich hadere immer ein bisschen damit, wenn ich solche freizeit-sachen am morgen mache, ich könnte ja auch arbeiten. aber dann fällt mir wieder ein, wo ich den abend verbracht habe und alles relativiert sich.  

bis ich am nachmittag zum schwimmer komme, ist es zu spät für sonnenuntergangsschwimmen, oder die sonne ist zu schnell verschwunden, jedenfalls ist es schon richtig dunkel als ich das bad verlasse. 

mittwoch ist arbeitstag im kulturzentrum - in weiser voraussicht arbeite ich zuerst mal zwei stunden zuhause, büroarbeiten lassen sich hier besser in ruhe erledigen. vor allem, wenn am nachmittag auch noch ein event ansteht, heute: grittibänzbacken. 

vor lauter tannenbäumchen beleuchten, teig abwiegen und tische vorbereiten  komme ich tatsächlich nicht mehr zu viel anderem, muss über mittag aber noch einen racletteofen abholen (für uns privat) und verplaudere mich dort auch noch. ich bin aber rechtzeitig genug wieder zurück, um schnell eine umstellung zu bewerkstelligen - in letzter minute ist mir eingefallen, dass ja auch noch französisch-unterricht ist und wir dafür einen raum reservieren müssen. 


der nachmittag wird dann deutlich entspannter als gedacht - von 32 angemeldeten grittibänzler:innen erscheinen nur 17. wir haben zwei durchgänge geplant, für über 30 kinder mit begleitpersonen wäre das auch gut gewesen, so langweilen wir uns halt ausführlich. da auch die anfangszeiten nicht so richtig ernst genommen werden, kann ich meine teigresteverwertungsidee erst ganz zum schluss gegen vier uhr umsetzen: 

 

zöpfle fürs café - kann man einfrieren und später aufbacken und servieren. aber eigentlich ist es schon recht frustrierend, wie wenig verbindlich so eine anmeldung ist. glücklicherweise haben wir den teig vom bäcker im dorf gestiftet bekommen, sonst hätten wir auch noch einen finanziellen verlust gehabt. so ist vor allem der ärger gross. mich macht diese ganze unverbindlichkeit in einem masse hässig, das mich zweifeln lässt. ständiges zuspätkommen, verabredungen für termine einfach mal absagen, das kenne ich ja schon zur genüge, aber das ist jetzt noch mal eine andere dimension. und am ende läuft für mich vieles davon immer wieder auf das thema wertschätzung hinaus: wer zu spät kommt (und zwar ohne not und nicht nur einmal), wer dauernd termine absagt, wer einfach nicht erscheint, obwohl angemeldet, zeigt mir, dass er die zeit, die sein gegenüber eingeplant hat, für weniger wichtig hält als die eigene. 

insgesamt wird es ein langer nachmittag, es ist gegen halb sechs, als ich endlich loskomme vom kulturzentrum und ich bin komplett erledigt. zuhause werde ich bekocht und darf bis zum abendessen auf dem sofa liegen. 

gut, dass ich mir den ganzen donnerstag für den nächsten vorweihnachtlichen anlass freigehalten habe: am donnerstagmorgen muss ich nur einkaufen und ein bisschen ordnung machen, liegengebliebene büroarbeit erledigen und ein zwiebelchutney kochen. das meiste als vorbereitung auf eine abendeinladung - kai hat seine abteilung (die aber nur aus vier personen besteht) zum weihnachtsessen zu uns nach hause eingeladen. nach einem glühwein auf dem weihnachtsmarkt treffen sie gegen sieben bei uns ein und freuen sich über das raclette mit den feinen zutaten, die persönliche einladung und die ruhige atmosphäre, die man wahrscheinlich in der vorweihnachtszeit in keinem lokal findet. ich freue mich, dass es alle gefällt - den tisch, den die tochter mit mir vorbereitet hat,  hätte ich gerne noch fotografiert, habs aber vergessen. 

den freitag gab es ausführlich bei #wmdedgt.  

am samstag sind wir wie so oft zuerst im café und dann auf dem markt in waldshut. spontan beschliessen wir, heute den grossen supermarkt auszulassen, wir brauchen fast nichts und vor ein paar tagen habe ich eh geseufzt, dass wir mal einen monat nichts einkaufen müssten, damit wir alle vorräte aufbrauchen könnten. das wird zwar in der kommenden woche auch nichts werden, weil es kaum gemeinsame mahlzeiten geben wird, aber immerhin wächst so der vorratsberg wenigstens nicht auch noch. ausser wenn wieder lebensmittel gerettet werden müssen, weil sie im kulturzentrum übrig bleiben. 

was wir auch noch beschliessen: obwohl wir die ganze woche dachten, dass es uns eigentlich zu viel werden würde, am samstagnachmittag auf den weihnachtsmarkt auf schloss wildegg zu gehen. und zwar mit bus und bahn. und das war dann genau richtig so. 

es war ein fitzelchen zu wenig kalt für das richtige weihnachtsmarktfeeling - aber es waren genau richtig viele buden mit vorwiegend kunsthandwerklichem, um gemütlich daran entlangzuschlendern ohne was verpassen zu müssen, ein wurststand mit ewig langer schlange, dito in sachen glühwein - wobei uns ein bläserchor die wartezeit verkürzte und einfach eine sehr schöne entspannte atmosphäre. 



wären wir früher dran gewesen, hätten wir uns für eine taschenlampenführung im schloss anmelden können - so sahen wir immerhin den grossen geschmückten baum in der halle. 


eine kleinigkeit haben wir uns mitgenommen: 
 

 sieht er nicht genau so aus, als wäre er dem spiel samorost entsprungen? 
 
am sonntag ging es ganz genau so entspannt weiter - sieht man von einem kleinen kontrolleinsatz zwischen zwei vermietungen im kulturzentrum gleich nach dem späten frühstück ab. mit viel freier zeit wagte ich mich an eine generalprobe für weihnachtskarten im reduktionsdruck. das ist genau die menge an hirnverdrehung, die mich herausfordert, das hinzubekommen. 

 weil ich keine lust auf materialverschwendung und auch keine lust auf eintrocknende farbe hatte, wurde das probestückchen ein wirklich kleines: 3 x 4 cm reichten mir für ein verschneites häuschen in der winternacht. gedruckt habe ich mit stempelkissen, von daher war ich auch ein bisschen eingeschränkt in den farben, aber ich mag das ergebnis sehr. es macht richtig viel sinn, mit einer grossen auflag zu starten (hier nur 24 stück), weil man ja mit "verlorener platte" druckt, also keine exemplare nachdrucken kann. aber nun überlege ich mir halt schon, ob nicht vielleicht dieses verschneite häuschen gleich direkt die weihnachtskarte werden soll? vielleicht mit einer ergänzung durch einen weihnächtlichen text? 
 
mit der tochter, die übers wochenende spontan für zwei nachtdienste eingesprungen ist, haben wir am spätnachmittag die reste vom donnerstäglichen racletteabend aufgegessen und uns dann ein bisschen widerwillig im dauerregen, dafür mit dem auto, auf den weg nach zürich gemacht. auf den strassen war jede menge los, wir liessen uns von der navigation auf sehr verschlungenen wegen zu einem parkhaus führen, das wir allerdings nicht erreichten - stattdessen parkten wir dann irgendwo, dafür sehr in der nähe der konzertlokation. das konzert von noga erez im dynamo war ausverkauft, wir standen zuerst im regen in der schlange, dann nochmal für die garderobe - da spielte schon der support act uzi freya, ich brauchte ein bisschen um mit ihr warm zu werden, aber sie machte richtig gute stimmung, ganz alleine auf der bühne! 
 

 bis zum auftritte von noga erez blieb uns noch ein bisschen zeit, uns über die entscheidung eines teils der konzertbesucher, ihre (nassen) jacken, rucksäcke, jutebeutel ins konzert mitzunehmen, anstatt sie an der garderobe abzugeben. ich begreife das weder im kurtheater (wo die garderobe ja auch noch kostenlos ist) wo gerne mal lange daunenmäntel zwischen den sitzen untergebracht werden müssen, noch hier... 
das konzert war dann gut, aber irgendwie auch ein wenig eintönig, ein bisschen war jeder song ein bisschen zu ähnlich zu allen anderen. 

ein netter vorfall, schlagfertig gekontert: eine zuhörerin hatte wohl ihr spotify wrapup angeschaut und dabei herausgefunden, dass sie über 4000 minuten noga erez gehört hatte, was sie mit schild und auch mündlich der band mitteilte - sie wurde verdankt, aber auch mit der tatsache konfrontiert, dass das in etwa 4 dollar einnahmen für die künstlerin bedeutet... 

konzertkarten und auch der merch sind wichtige einnahmequellen für die musiker:innen - eine gute gelegenheit konsum mit sinn aufzuladen, kai kaufte sich einen hoodie von noga erez, während ich eine kappe von uzi freya mit nach hause nahm... und ein foto mit ihr. ich denke, wir werden sie am 13.2. in baden am ooam wiedersehen...


 

sonst noch so? 
 
das wäre der aktuelle zwischenstand in sachen adventspost - momentan wird die karte nummer fünf vermisst, dafür sind schon alle weitern karten bis zum 10. des monats eingetroffen.