Montag, 30. November 2020

28. und 29. november 2020 - ich bin schon ziemlich stolz auf meinen selbstgebundenen adventskranz

 am wochenende haben wir uns viel mühe gegeben, es uns zuhause für den advent schön zu machen. die wochenenden laufen bei uns ja gerade nach einem festen schema ab: samstags gartenarbeit, sonntags spaziergang, das konnten wir trotz vieler pläne auch noch durchhalten. 

am samstag habe ich gleich nach der gartenarbeit den adventskranz gebunden - komplett aus garten"abfällen" und im wald gesammeltem:

das grundgerüst habe ich aus schlingknöterich gewunden - die restlichen ranken schneide ich zwar erst im frühjahr, aber das, was ich jetzt schon weggenommen habe, fällt kaum auf. im linken korb ist das im wald gesammelte diverse grün, den rechten korb habe ich mit resten von der thujahecke und dem sie überwuchernden efeu gefüllt und mit ein wenig lavendel ergänzt.

halbwegs durch. (naja, ober auch erst ein viertel...) nach der hälfte hätte ich mir einen höheren arbeitstisch gewünscht.

und das ergebnis. (wie immer wusste ich nicht, wohin mit den kerzen, als der kranz fertig war. aber irgendwie müssen die halt dann drauf und das ergebnis kann sich sehen lassen, ganz ohne weiteren schmuck übrigens.) 

danach hatte ich mir kaffee und bananenkuchen redlich verdient. 

weitere punkte auf der liste: meine acht päckchen für den gemeinschaftlichen adventskalender packen, eine aussenbeleuchtung auf dem geländer des balkons anbringen, mit diversen menschen den austausch adventlicher aktivitäten per messenger betreiben (äh, das stand nicht auf der liste, das hat sich einfach so ergeben), fotos für den 12tel-blick machen, joghurt ansetzen, abendessen kochen (ofengemüse nach lektüre bei anke gröner zum ersten mal vorgekocht und es schmeckt... ausgezeichnet, dazu gab es fleisch aus dem geschenkkorb, den kai bekommen hat. mit dem geschenkkorb bekam der caterer des firmenanlasses, der pandemiebedingt abgesagt werden musste, eine gelegenheit, trotzdem ein bisschen etwas zu verdienen - eine schöne solidarische geste.) 

ein extrem schlechtes foto von der beleuchtung auf dem balkon. aber das habe ich zuerst ja auch nur per wa verschickt...

dann war der samstag auch schon fast vorbei, die tochter hatte auftaktveranstaltung für den firmweg, ohne eltern in der riesenkirche, danach gab es abendessen und dann schauten wir mal wieder einen science fiction film: sunshine. (das hat mich zuerst sehr verwirrt, weil ich auch noch einen anderen titel mit sunshine auf der liste hatte, das ist allerdings dann eher ein familienfilm: little miss sunshine). 

***



sonntag dann ausschlafen (es wurde auch gar nicht richtig hell), frühstück und anschliessend spaziergang. wir brauchten auch noch holz, das man bei uns in selbstbedienung am forsthaus bekommt, und stellten das auto gerade auf dem parkplatz dort ab um unseren aktionsradius mal wieder ein bisschen zu erweitern. das hat sich dann sehr gelohnt, denn wir entdeckten diesen malerischen hohlweg: 

zurück ging es dann über bekannte wege im wald, wir stellten wieder einmal fest, dass wir vom neuen wohnort aus viel mehr verschiedene spaziergänge machen können. 

zuhause färbte ich der tochter die haare - davor hatte ich ein bisschen respekt gehabt, wir haben das bisher immer draussen gemacht, damit die hennamatsche nicht alles versaut, aber inzwischen haben wir wohl so viel routine, dass das auch drinnen (aber im keller) geht. alles zusammengebunden auf dem kopf und in ein handtuch gewickelt durfte die tochter wieder nach oben. 

ich schaffte es sogar noch, endlich ein paar gutsle zu backen, während der rest der familie seine päckchen für den adventskalender anbrachte mit meiner mutter zu telefonieren und später den restlichen stoff vom donnerstag zuzuschneiden. 

und während kai und die tochter kochten, brachte ich noch eine lichterkette über dem adventskalender an. wir wären dann also parat für die adventszeit. wegen uns muss weihnachten nicht ausfallen, das will ich hier mal festgehalten haben! 

abends dann noch tatort, mal eher von der spannenderen sorte und dann relativ früh ins bett...

Sonntag, 29. November 2020

12tel-blick im november 2020

 ich kann es kaum glauben, dass es schon ende november sein soll. auch wenn wir wirklich schon viele herbstliche und schon einige eher winterliche tage hatten. es ist also zeit für ein neues foto vom 12tel-blick (hier können sie nachlesen, was das ist).

 
so sieht es also ende november aus dem gewählten blickwinkel aus. der unterschied zum letzten bild ende oktober ist wieder nicht gross. aber viele blätter sind gefallen.

 

 der garten verliert zusehends an farbe. wir sind auch nicht wirklich mehr oft draussen. nur am platz unterhalb des schwimmbads hat sich in den letzten wochen wirklich viel getan. 

 
ende oktober haben wir damit begonnen, die seltsam in den himmel gewachsene thujahecke zu dezimieren. 

 
vier wochen später sind wir beinahe fertig mit dieser arbeit. wieder eine ecke des gartens gründlich entrümpelt. 
nun schicke ich meine bilder zum aktuellen 12tel-blick bei eva, aber ... huhu eva ist noch garnicht so weit. vielleicht hat sie gerade ein bisschen viel um die ohren, weil ihre schulklasse im lockdown ist und sie ihnen einen absolut genialen adventskalender gebastelt hat. guckt mal da!

Samstag, 28. November 2020

27. november 2020 - freitag halt.

 einer der eher langweiligen freitage, aber das passt schon: morgens einmal durchs haus, damit alles fürs wochenende schön ist, am nachmittag offene werkstatt. 

in der offenen werkstatt entstand das grundgerüst für einen weiteren affen, mit körper, beinen, armen, kopf und ohren, der darf jetzt bis nächste woche warten, dann geht es weiter mit der aussenhülle und noch ein paar netten details. ich versuchte mich derweil an einem etui, musste aber feststellen, dass die aufs geratewohl gewählte schablone doch zu gross war, um das gewünschte ergebnis zu liefern. dann hab ich jetzt halt zwei etuis. eines könnte ich eventuell auch verschenken. keine fotos, weil keine lust zu fotografieren. (draussen die ganze zeit düster novemberlich, drinnen neonlicht.) 

nach feierabend apero mit kai am offenen kamin. noch die tochter vom sport geholt, zu abend gegessen (gemüserisotto und salat) und aufs wochenende gefreut.

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: deutschlandfunk kultur zum putzen

gesehen: damengambit, heuteshow, zdf magazin royale

Freitag, 27. November 2020

26. november 2020 - spontaner tag

 schlecht und viel zu kurz geschlafen, trotz ausreichend körperlicher betätigung am vortag. die gesamtsituation nimmt mich derzeit mal wieder mit und ich bin einigermassen ratlos über die regelungen in deutschland (der kleine lockdown ist bis zum 20. dezember verlängert, unter anderem dürfen sich maximal 5 personen aus 2 haushalten treffen - diese massnahmen werden über weihnachten und neujahr ausgesetzt und es dürfen sich 10 personen aus beliebig vielen haushalten treffen, wobei kinder bis 14 jahre nicht einmal zählen. das für die chronik.)

am vormittag gehe ich früh in die werkstatt, alle anderen arbeiten heute auch ausser haus. ich räume auf und filze einen zweiten ball (ohne foto, sie erfahren gleich noch warum) und bin überraschend schnell damit fertig. weil ich diesmal gröbere kontrastreichere wolle für das innenleben genommen habe, werden die konturen nicht so schön und die flächen sind farblich nicht so klar. 

zwischendurch schaue ich mal die öffnungszeiten für den geplanten besuch der post in deutschland nach und stelle fest, dass die poststelle über mittag schliesst. da ich sowieso schon fertig bin packe ich schnell alles notwendige zusammen, radle nach hause, werfe pass, deutsches geld und pfandflaschen ins auto und fahre los. tatsächlich werde ich meine adventspost noch vor dem mittag los und kann dann entspannt in den jetzt gegenüberliegenden stoffladen gehen. ich habe beschlossen, mir selbst t-shirts zu nähen, weil ich zum einkaufen keine lust habe und selten wirklich schöne shirts finde. ich kaufe stoff für ein sweatshirt und drei t-shirts und bezahle am ende etwas mehr als 100 euro. ok, ich brauche auch noch zeit zum nähen. aber die shirts sind dann auch wirklich etwas besonderes. 

auf dem heimweg mache ich noch einen kurzen zwischenstopp im lebensmittelladen, aber wir brauchen nicht wirklich viel und so bin ich noch vor zwei uhr wieder zuhause. nach kurzer mittagspause (butterbrezel und ein stück donauwelle - der konnte ich nicht widerstehen) setze ich mich an die nähmaschine und nähe einen dickere pullover fertig, den ich schon zugeschnitten hatte. anschliessend reicht es noch für das zuschneiden von sweatshirt und einem weiteren t-shirt, dann muss ich in die küche. 

der mittlere sohn kommt spontan zum abendessen vorbei, ich muss vorher aber noch bananenkuchen backen, weil schon wieder bananen bei uns gestrandet sind. dann bereite ich senfwirsing und kartoffelstampf vor, dazu gibt es bratwurst vom weideschwein. nach dem essen sitzen wir noch gemeinsam auf sofa und sessel und erzählen uns gegenseitig von unserem alltag. den mittleren sohn haben wir jetzt lange nicht gesehen. 


Donnerstag, 26. November 2020

25. november 2020 - viel arbeit hinter mir, noch einige vor mir

ein anstrengender tag, an dem ich quasi um halb sechs, gleich nach dem aufstehen zu arbeiten begonnen habe und sich die arbeit bis in den abend zog. 

morgens wieder in der werkstatt - heute kann ich wieder nichts zeigen, da ich "nur" vorfilze gemacht habe, sowie weitere vorbereitungen für eine zweite kugel (noch nicht die ganz grosse). ausserdem konnte ich zwei bestellungen postfertig machen und auf dem heimweg gleich auf die post bringen. 

zuhause heute päckchensuppe, dann spaziergang. wir wählten die seit tagen gleiche strecke in umgekehrter richtung. die baustelle verhindert immer noch sinnvolle andere runden und heute war ja dann auch noch der plan, grünes für einen adventskranz aus dem wald zu holen. dafür hatte ich schon seit tagen ausschau gehalten. wie steuerten also zuerst einen stapel gefällter bäume an, unter denen auch frische kiefern und zypressen waren, dann ging es weiter zu einer stechpalme mit früchten mitten im wald und ganz zum schluss erkundete ich noch das gelände der alten, verlassenen gärtnerei, wurde dort aber nur noch so mittelmässig fündig: schmucklorbeer und ein nadelgehölz mit winzig kleinen zapfen ergänzten hier meinen korb. meine mutter schickte mir ein bild von ihrem adventskranz und von ihren gutsle, ich schickte das zurück: 

 

zuhause reichlich schreibtischarbeit: kinderfilznachmittagsankündigung erledigt, dann wollte ich die kommenden kurse in der werkstatt auf die homepage stellen, was auch grösstenteils funktionierte, nur für die turkmenischen muster, von denen ich im herbst des vergangenen jahres so viele gemacht hatte, konnte ich keine fotos finden. nach schier endloser suche auf der festplatte stellte sich dann heraus, dass ich nur einen teil der im september gemachten bilder gespeichert hatte - glücklicherweise fanden sie sich aber noch auf einem alten laptop, das jetzt auch mal wieder frisch aufgeladen und mit updates versehen ist. (ich brauche das immer noch für das abspielen einer cd-rom mit bildern aus skizzenbüchern von vera molnar)  

darüber wurde es spät, so spät, dass ich nur ganz schnell mit kai in die werkstatt fuhr, die leiter wieder zurückzubringen und die netzabdeckung des mobilfunkanbieters zu testen, zu dem wir wohl demnächt als ganze familie wechseln werden. fazit: geht, vielleicht sogar besser als der bisherige. 

zurück zuhause nochmal an den schreibtisch, aber ohne mich noch an sinnvolle ergebnisse erinnern zu können. noch ein päckchen gepackt, das morgen zur post muss und dann wollte ich eigentlich origami falten, habe aber anstattdessen die gestrigen einkäufe mit der tochter geteilt und ihr geholfen, den adventskalender für eine freundin fertig zu bestücken. 

weil kai noch ein onlinetreffen seines studiengangs hatte, das sich unüblich lange ausdehnte, gab es erst spät sehr weich gekochte randen-one-pot-pasta. 

später noch serie und nachrichten aus deutschland - noch einmal vom sohn unterbrochen, er musste noch seine sachen einsammeln, die er bei uns gelassen hatte. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: lage der nation, kafi am freitag (von beiden alte folgen, weil ich vergessen hatte, neue herunterzuladen)

gesehen: damengambit



Mittwoch, 25. November 2020

24. november 2020 - bilderlastig

 morgens in der werkstatt wurde der erste karierte ball fertig: 

ich habe mir sozusagen auf den allerletzten drücker noch den onlinekurs von gabriella kovács zum filzen einer karierten kugel gegönnt. prozessfotos sollen nicht gezeigt werden - also hier das fertige exemplar. die technik ist spannend, benötigt ein bisschen fingerspitzengefühl und geduld, aber das ergebnis ist auch überzeugend. ich denke neben verschiedenen farbkombinationen über eine übertragung der technik nach, aber ausser "grösser" kommt mir nicht viel in den sinn. aber grösser wäre auch schon spannend, habe ich doch aktuell in der werkstatt noch diese kugel liegen: 

über mittag brot mit belag und anschliessend wieder ein kleiner spaziergang - morgen dann wirklich mit rebschere und korb, damit wir endlich das material für den adventskranz einsammeln können. 

am nachmittag machte ich einen adventskalender fertig:

der rest ist noch geheim. 

später fuhr ich wegen schlechter abstimmung noch ein wenig mit dem auto herum und brachte dinge von a nach b und holte das gemüse ab. und weil ich einen recht praktischen parkplatz fand, ging ich noch rasch in ein geschäft und erledigte dinge, die ebenfalls geheim bleiben müssen. 

zurück zuhause stellte ich mich für ungefähr zwei stunden ans bügelbrett und trug ein bügelwäschegebirge ab. kai machte derweil abendessen: schweinsplätzli zu selbstgemachten (aufgetauten) nudeln mit salat. 

einigermassen kaputt liessen wir uns später ein letztes mal vom sohn beim fernsehen stören - ab morgen kann er wieder in seine wg zurück. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit



Dienstag, 24. November 2020

23. november 2020 - textlastig

schon wieder wochenstart. ein plan für die woche zerschlug sich nach beharrlichem nachfragen, der filzkurs am dienstagabend, den ich ausserhalb meiner werkstatt hätte halten sollen, findet nicht statt. 

kurse ausserhalb lohnen sich nur bei grösseren gruppen, da zum heranschleppen des materials ja auch noch eine raummiete kommt. wenn dann zusätzlich noch der kurspreis gedeckelt und die kommunikation mit der kursanbieterin fehlanzeige ist, wird aus einer chance ein ärgernis.

vormittags in der werkstatt weiter am schönen onlinekurs gearbeitet bis vorerst die vorfilze trocknen mussten. dafür schaffte ich dann noch eine bestellung, die erst am freitag eingegangen war. 

über mittag wieder nach hause - die reste der vorwoche ergaben eine leckere mahlzeit. nach einer beinahe zu langen diskussion über die sonnigste spazierstrecke brach ich mit kai für eine waldrunde auf. vielleicht nicht der sonnigste weg, aber trotzdem schön: ich habe zusätzlich ausschau nach möglichkeiten für adventsdeko gehalten und weiss jetzt, wo wir kiefernäste und vielleicht noch mehr finden können. 

dann haushaltsdinge: kühl-gefrier-kombi in der küche abtauen, küchenfenster und die gesamte küche putzen. und weil es noch so sonnig war, die grosse haushaltsleiter gerade hier ist (sonst steht sie in der werkstatt) und mich das nicht wirklich gut geputzte wohnzimmerfenster bei tiefem sonnenstand störte, putzte ich auch noch gleich das grosse fenster - vom garten aus, weil man es nicht öffnen kann. 

danach schreibtischdinge, aber keine lästige büroarbeit, sondern schönes, bis kai feierabend machte und tochter und sohn eintrafen. noch ein telefongespräch mit meiner mutter, dann abendessen: süsskartoffeln, dazu gefüllte champignons und salat mit mandarinenschnitzen, gekocht vom sohn. 

am abend strickend "gott" von ferdinand von schirach gesehen (live im deutschen fernsehen!) - "leider" hatten wir schon am vormittag auf deutschlandfunk kultur ein interview mit einem echten mitglied des ethikrats gehört, die schon mal vorab erklärte, dass ihre sitzungen ganz anders aussehen als von schirach dargestellt. dementsprechend sahen wir das ganze schon eher auf einer metaebene: eben auch unter dem aspekt, wie versucht schirach hier eine bestimmte haltung (ich vermute mal: seine) zum problem sterbehilfe subtil oder auch weniger subtil dem zuschauer schmackhaft zu machen. dementsprechend ging ja dann auch die abstimmung aus, mit einer grossen mehrheit für eine liberale praxis der sterbehilfe. spannend war die anschliessende diskussion im ländervergleich, diskutiert wurde in einer runde im schweizer, und bei hart aber fair im deutschen fernsehen. ganz andere zusammensetzungen der gäste, ganz andere traditionen (in der schweiz ist sterbehilfe schon lange erlaubt, allerdings hätten die sterbehilfeorganisationen schon auch ein problem mit einem so offensichtlich vitalen menschen wie im fernsehfilm) und vor allem: in der schweiz wurde ein fernsehfilm diskutiert, in deutschland eine politische fragestellung (die im übrigen das bundesverfassungsgericht bereits entschieden hat).


Montag, 23. November 2020

21. und 22. november 2020 - es ist uns ein licht aufgegangen...

 ein gemütliches wochenende liegt hinter uns. wenn da nicht das ständige coronöse hintergrundrauschen wäre, hätte es richtig entspannt sein können. (war es eigentlich auch, ich musste mich nur zwischendurch immer mal wieder über die varianten von "weihnachten fällt in diesem jahr aus" aufregen.) 

samstag war diverses rund um haus und garten geplant, aber vorher gab es ein gemütliches frühstück. sogar im sonnenschein, sie sonne ist jetzt wieder in das stadium eingetreten, in dem sie zwischen neun und zehn auf den frühstückstisch scheint, wenn sie es denn tut. ich buk anschliessend einen zwetschgenkuchen, kai bereitete das aufhängen der neuen lampe vor, die tochter räumte ihr zimmer auf und der besuchweise bei uns weilende sohn verzog sich für den restlichen tag in seine werkstatt zum campingbusumbau. 

wegen anhaltendem sonnenschein taute der rauhreif draussen schnell auf und ich konnte in den garten gehen, um mich weiter um die hecke zu kümmern. der fortschritt ist diesmal kaum zu sehen, aber er misst sich ja auch in gefüllten grünguttonnen und da waren wir - denn kai kam nach rückkehr vom handwerkercenter auch dazu - wieder erfolgreich. ich denke, wir sollten vor weihachten noch mit diesen arbeiten fertigwerden. 

drinnen gab es kaffee und kuchen, anschliessend dann lampenaufhängen, beziehungsweise an die wand schrauben. 

endlich licht über dem esstisch! die konstruktion ist spannend, die lampe an einem langen arm ist auf einem träger, der an der wand befestigt ist, gelagert und lässt sich in alle richtungen bewegen, hoch und runter stellen und kippen. wir denken aktuell noch über eine möglichkeit zum dimmen nach. 

während ich beim lampenaufhängen nicht gebraucht wurde, dachte ich mir einen text für die adventspost aus, schreib ihn mit der reiseschreibmaschine ab und kopierte ihn 24 mal.  

zum abendessen gab es sellerieschnitzel mit dunklem risotto und nüsslisalat mit randen. die tochter weilte zum abendessen bei einer turnkollegin, wir spielten mit dem sohn nach dem abendessen eine partie des spiels, das er uns zu ostern geschenkt hatte. 

***

am sonntag wieder gemütliches frühstück, anstatt sonne leider diesmal nebel. unsere begeisterung fürs rausgehen hielt sich in grenzen und dementsprechend wenig kreativ waren wir bei der auswahl der route. wir starteten dann vom friedhof schachen in untersiggenthal in richtung iflue und drehten eine schöne und sehr ruhige runde durch den wald. 

aussicht war keine, aber dafür viele schöne details im wald. wieder zuhause gab es gleich den restlichen kuchen vom samstag und wieder kaffee, so dass wir einen langen freien nachmittag hatten. 

ich verbrachte den im wesentlichen am schreibtisch mit der adventspost, sogar die sonne kam noch heraus: 


und die 24 karten für den 1. dezember sind fertig geworden! ich habe sie als postkarten gestaltet, so wie das konzept der adventspost das auch vorsieht, und vertraue darauf, dass ich sie ende der woche noch nach deutschland auf die post geben kann. 

am abend reichte es mir sogar noch, die teile für eine pullover zuzuschneiden, dazu machte ich ein kaminfeuer und sah dem sohn zu, der unsere smarthomefähigen glühbirnen ins netz brachte. das projekt schönes licht schreitet also weiter voran. zum abendessen machte kai pizza, später gemeinsames tatortschauen. 


gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit und den aktuellen tatort mit ulrich tukur


Samstag, 21. November 2020

20. november 2020 - ich hab kein bild!

 freitag, wer hier regelmässig liest, weiss es schon: haushaltsvormittag. heute ging alles fix, trotz einiger sonderaufgaben wie betten frisch beziehen und gründliche reinigung der duschwand. schon vor elf war ich fertig mit den freitäglichen arbeiten, der rest kommt dann am montag. ich telefonierte noch mit meiner mutter, dann warf ich alle übriggebliebenen rest der woche in die pfanne und briet pastasciutta mit kartoffeln daraus. 

nach dem mittagessen machte ich pause, während kai spazierenging. kurz vor zwei war ich in der werkstatt, wo ich zuerst die noch vorhandenen sitzfilze der filzszene fotografierte, eventuell gibt es da eine bestellung. pünktlich um zwei trafen die angemeldeten besucher der offenen werkstatt ein: mutter mit kind und freundin. die mädchen sahen sich zuerst ein bisschen um, so dass ich mit der mutter die schritte für den dritten sitzfilz wiederholen konnte - sie konnte dann weitgehend selbstständig arbeiten und musste mich nur noch zu hilfe holen, wenn sie unsicher über das weitere vorgehen war. die mädchen entschieden sich für kraken: ich liess sie zuerst tentakel rollen, aus kammzugresten, gab aber eine sinnlos grosse zahl an, die die mädchen in ihrem arbeitseifer dann nochmal fast verdoppelten... gut, dann sollte es eben zwei kraken geben. da die beiden aber auch noch zwischendurch auf dem werkstattboden picknicken wollten, wurde die zweite krake nicht mehr ganz fertig. 

um halb vier klopfte es dann auch noch an der tür - der schon lange erwartete supergau in sachen offener werkstatt: drei angemeldete personen im raum, und eine filzkollegin vor der türe, die den hinweis, dass man sich momentan zur offenen werkstatt anmelden muss, leider nicht gesehen oder beachtet hatte. dazu war sie aus zürich angereist - wie sich im weiteren verlauf des gesprächs, das ich mit ihr auf dem flur führte, dann allerdings herausstellte, nicht nur wegen mir. ich bot ihr an, gegen halb fünf wieder zu kommen, da dann die beiden mädchen nach hause gehen sollten. das tat sie dann auch und sie konnte sich in der werkstatt umsehen und wir konnten ein bisschen miteinander reden. nebenbei instruierte ich die weiterfilzende kundin für eine halbstündige abwesenheit meinerseits, denn es stand ja auch noch der impftermin an. also radelte ich um fünf nach fünf los, entspannte mich mal zwischendurch für eine viertelstunde beim informationsbogen ausfüllen und grippegeimpftwerden in unserer apotheke (supersache, die impfung in der apotheke) und war um kurz nach halb sechs schon wieder zurück: das sitzkissen fast fertig und noch genügend zeit, das projekt insgesamt schön abzuschliessen und einen weiteren termin für weihnachtsgeschenke anzudenken. 

ich räumte noch ein bisschen auf und radelte dann nach hause. mittlerweile tat der impfarm ziemlich weh und ich beschloss, mal ein bisschen mimimi zu machen und jede weitere arbeit für den restlichen tag zu delegieren. glücklichweise hatte der zu besuch weilende sohn ohnehin das kochen übernommen (es gab kartoffel-lauch-yakon-suppe mit salat). also gab es nur noch die küchensäuberung und das wäscheaufhängen zu delegieren. anschliessend die, wie ich gerade bei frau pfützenspringen las, heilige dreieinigkeit des freitagabends: heuteshow, böhmermann, aspekte. für mich war aber bedtime nach zdf-magazin, wie das ja jetzt offiziös heisst. böhmi dafür heute mit rundfunktanzorchester wieder besser war als die erste sendung im offiziellen programm. 

sonst kein medienkonsum ausser den kruznachrichten auf dem mobilophon.

Freitag, 20. November 2020

19. november 2020 - viel licht

 vormittags entspannt in der werkstatt damit begonnen, den jüngst erworbenen onlinefilzkurs zu nutzen. angenehmes arbeitstempo, man kann teilweise mit dem video mitarbeiten, aber auch zwischendurch anhalten, wenn man mehr zeit braucht. ich filze einen karierten ball, noch ist aber nicht viel zu sehen. zu meiner freude musste viel gerechnet werden für das schnittmuster, teilweise auch mit dem zirkel konstruiert. 

am mittag nach hause, wo mich kai schon mit dem mittagsimbiss erwartete. leider war das wetter tatsächlich schlechter geworden, es hatte am vormittag zu regnen begonnen. wir machten trotzdem den geplanten spaziergang durch den wald und wurden nicht einmal richtig nass. 

noch ein statement pro schwimmbad!

später fuhr ich mit fahrrad und anhänger in die stadt, zuerst zum bücherschrank, wo ich vier taschenbücher erbeutete. ich überlege ja immer wieder, ob die gratisbücherschränke dem buchhandel noch viel mehr schaden als der ganze versandbuchhandel. vorteil bücherschrank: ein begrenztes angebot, aber kaum risiko bei der auswahl. vorteil buchhandel: beratung (nehme ich selten in anspruch) und aktuelles angebot. jedenfalls habe ich jetzt wieder genügend lesestoff. 

anschliessend lebensmitteleinkauf plus haushaltskram. ich habe nach der gestrigen bloglektüre grosszügige mengen kerzen für die laternen im garten und die windlichte auf dem kaminsims gekauft. mein lieblingseinkaufsladen für alltagskram und lebensmittel hat umgebaut, die anordung der waren ist jetzt natürlich komplett unlogisch und ich musste lange durch die gänge streifen, bis ich alles gefunden hatte. zwei menschen mit herunterhängender maske nicht drauf angesprochen, warum sie die nicht aufsetzen, wenn sie sie schon umhängen haben. 

zurück zuhause habe ich dann noch die teekanne der tochter heruntergeworfen. wir haben uns geeinigt, dass sie eine neue bekommt, wenn sie irgendwo eine schöne sieht. schreibtischarbeit, zuerst weniger kreativ, dann regalaufräumen und eine eingebung für eine schöne überraschung, der ich dann gleich gefolgt bin. an das anzünden der kerzen habe ich auch gedacht, aber in sachen gartenillumination ist schon noch luft nach oben. glücklicherweise übernahm kai meinen kochdienst, was ich aber erst später bemerkte, weil ich davon ausging, dass ich heute nicht schon wieder mit kochen dran wäre. es gab kohlrabirüebligemüse, bratwurst vom weideschwein und kartoffelstock. 

nach dem abendessen und anschliessenden küchenaufräumen war meine kreativität vorerst am ende. serie geschaut, unterbrochen von der ankunft des sohns, der von seiner arbeit erzählte. böhmische dörfer, aber man merkt das herzblut dabei. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit

Donnerstag, 19. November 2020

18. november 2020 - heute viel pandemie, aber auf distanz

 so häufig war heute die rede von zwanzigeinundzwanzig, dass ich beim eintragen des datums stockte. ja es ist wirklich immer noch 2020, auch wenn ich schon ziemlich genug habe (es dürfte ihnen auch nicht anders gehen) von diesem jahr. aber heute war auch wirklich viel pandemie.

ich hatte nämlich heute online-sitzungstag. nachdem ich bisher durch acht monate pandemie ohne eine einzige onlinesitzung gekommen bin, war es also so weit. zufall war nur, dass wir zum ersten mal eine vorstandssitzung der filzszene weder verschieben noch vor ort in einer gaststätte stattfinden lassen konnten und am abend gerade noch die erste online-gv der gemüsegenossenschaft anberaumt war. 

der tag startete aber ganz unvirtuell mit dem warten auf die lieferung unserer neuen esszimmertischlampe. ich las mich bis dahin durch blogs und freute mich passend über den blogbeitrag von astrid über die bedeutung von licht in ihrer wohnung (unbedingt auch dem link zum zitat "ich bin kerze" folgen). ich nutzte die wartezeit und bestückte mal die laternen auf dem gartentisch mit kerzen.

vormittags war ich in der werkstatt, wie immer, und puzzelte noch ein wenig an dem grossen wollball herum, bevor ich mit dem mitgebrachten staubsauger einen grossteil des staubs und der krümel, die die restewolle aus der karderei mit sich gebracht hatte, wegstaubsaugte. es kam noch jemand vorbei, um wolle für  weihnachtsprojekte zu holen und anschliessend konnte ich mich endlich zur weihnachtsdeko aufraffen. so richtig ordentlich ist es immer noch nicht, aber morgen werde ich wohl aufräumen müssen, da am freitag wieder eine familie für die offene werkstatt angemeldet ist. 

über mittag nach hause - da schien schon die sonne und ich konnte das sofa und das wohnzimmer (mal wieder alleine) geniessen. noch ein geburtstagsanruf (ich nutze mal die gelegenheit und stelle hier noch ein foto vom gabentisch ein, der sich seit sonntag nochmal gefüllt hat - sorry, liebe s., der tusch wurde ein opfer der ch-pandemiestrategie, will heissen, der hat es beim lüften umgeweht): 

durch das vorgängige telefonat plumpste ich mässig vorbereitet in die telefonkonferenz mit den anderen frauen vom vorstand der filzszene. die kamera, die beim test gestern funktioniert hatte, ging prompt wieder nicht mehr, und beim versuch, sie zu starten, legte ich zwischendurch mal den ganzen rechner lahm, aber ansonsten lief es sehr gut. in der sitzung war eine grosse resignation gegenüber der situation spürbar, die allermeisten für das kommende jahr geplanten aktivitäten müssen in erster linie gegen eine absage abgesichtert werden, teilweise haben wir termine auch schon möglichst weit in den sommer verschoben, in der hoffnung, dass wir sie dann nicht absagen oder erneut verschieben müssen. für die vereinsarbeit bedeutet die pandemie wohl mindestens ein verlorenes jahr, in dem die nur lose verbundenen vereinsmitglieder weiter auseinander driften. wir hoffen, zumindest die mitgliederversammlung im sommer live durchführen zu können - auch und gerade weil dafür frauen aus der ganzen schweiz zusammenkommen! 

anschliessend stärkte ich mich mit dem allerletzten stück schwarzwälder kirschtorte vom sonntag, übernahm den kochdienst der tochter, die sich auf dem weg zur hautärztin befand und schaute mir die ersten videos vom frisch gekauften onlinefilzkurs an. oh, ich freue mich schon, da braucht man nicht nur wolle, sondern auch zirkel und papier und lange lineale... parallel dazu meldete sich der grosse sohn, der wegen eines quarantänefalls in der wg bei uns unterschlupf suchte. kurz mit ihm besprochen, dann die restliche familie informiert: wir sind für ein paar tage zu viert. 

das von der tochter übernommene kochen tat dann gut: ich warf zwiebeln, sellerie, rüebli, nachgereifte tomaten (mehr platz für laternen auf dem gartentisch!), selbstgetrocknetes basilikum und eine schachtel tomatensosse aus  dem gefrierer zusammen und kochte es eine weile. dazu gab es spaghetti und nüsslisalat. kurz vor sieben waren dann auch alle da, wir klärten beim essen wie risikoreich der angekommene sohn ist (ein bisschen erhöhtes risiko, aber durchaus tolerierbar - wegschicken wäre eh keine alternative gewesen) und ich musste dann auch gleich wieder weiter, zur virtuellen gemüse-gv. 

die kamera, die ich am nachmittag wieder zum laufen gebracht hatte, wollte im anderen onlinesitzungstool dann wieder nicht laufen, aber diesmal dachte ich an die externe alternative, die mir kai schon am vorabend gereicht hatte. das wäre dann allerdings gar nicht nötig gewesen, denn ich hatte kamera und mikrophon eh die meiste zeit aus. die verantwortlichen aus der betriebs-, medien- und it-gruppe stellten ihre arbeit vor, der gemüseanbauplan wurde vom bauer erläutert. mitdiskutieren, beziehungsweise fragen stellen, lief über den chat. eingeleitet wurde die sitzung sehr sinnreich und flott mit einem durchgang durch die notwendigen schaltflächen, inklusive test des chats und der abstimmungsfunktion. durch den abend führte dieselbe person ebenso charmant, wie sie es auch live getan hätte. zur sitzung anwesend waren 37 mitglieder, die zusätzlich noch 16 oder 17 weitere stimmen vertraten, damit also nur unwesentlich weniger als zu einer nichtwirtuellen sitzung gekommen wären. und hier, wo ja die hauptarbeit nicht im begegnen sondern im gemüse besteht, das wir nach wie vor auf dem hof ganz real begleiten und bearbeiten können/müssen, war die stimmung auch besser als am nachmittag. im grund läuft alles gut, bis auf die mediengruppe, die pandemiebedingt wenig werbung machen konnte, konnten alle normal arbeiten. andererseits gab es pandemiebedingt auch weniger wechsel als in vorherigen jahren, so dass die werbearbeit auch weniger wichtig war. die warteliste ist auf eine position geschrumpft, wenn sie also zufällig im raum baden/brugg wohnen und sich für gemüse aus einer solidarischen landwirtschaft interessieren, wäre das jetzt die gelegenheit. 


hier können sie sich unseren schönen bauernhof anschauen. (ganz ehrlich: gemüse ist unser kerngeschäft, filme müssen so nebenbei gehen.) aber schön, oder? und hier finden sie dann die infos dazu.

danach noch deutsche nachrichten - mit erschreckenden bildern aus berlin - und ein glas wein. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir


Mittwoch, 18. November 2020

17. november 2020 - ja zum schwümbi

 in sachen pandemie ist hier so eine art paradox eingetreten: im alltag beschäftigt mich das pandemiegeschehen nicht oder kaum, für haushalt und freizeit, für werkstatt und arbeit habe ich gerade einen weg gefunden, wie damit umgehen. andererseits gibt es viele nachrichten von aussen, die beunruhigend sind. so wurde zum beispiel heute in den schweizer nachrichten die nachricht, dass die regulären intensivbetten in der kompletten schweiz ausgelastet sind. die ansteckungszahlen gehen mittlerweile schon wieder nach unten, aber die erkrankungen, vor allem die schweren, schleppen immer noch nach.

der tag war entspannt: vormittags arbeit in der werkstatt (die filzkugel wächst und wächst, aber nun gibt es nur noch einen kleinen rest material für die füllung zu verarbeiten, dann muss ich mir überlegen, welche farbe sie aussen bekommen soll, für die weihnachtsdeko hatte ich immer noch keine lust.)

zum mittagessen fuhr ich nach hause und anschliessend machten wir einen spaziergang durch den wald. auf dem rückweg fielen uns wieder die teilweise sehr engagiert und einfallsreich gestalteten statements für die im gemeinderat unserer wohngemeinde anstehende abstimmung über einen kredit zur renovierung des schwimmbads auf. alleine in unserem quartier gibt es mehrere privathäuser, die sich mit selbstgemachten hinguckern klar auf der seite der schwimmbadbefürworter positionieren. die beiden parteien, die gegen kredit und renovierung sind, fühlen sich benachteiligt - vielleicht auch, weil hier offensichtlich viel herzblut am schwimmbad hängt... 

am nachmittag dann lauter kleinigkeiten: mails beantworten, gemüse abholen, bügeln. zum abendessen machte kai panierte schnitzel mit pommes und salat, einfach so unter der woche. danach noch ein testtermin für die morgige vorstandssitzung der filzszene. gut haben wir getestet, das funktioniert jetzt aber trotzdem eher so zu 80 prozent. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: damengambit

Dienstag, 17. November 2020

16. november 2020 - fenster auf

 die tochter hat vor ein paar tagen mit sehr trockenem humor den aktuellen weg der schweiz durch die pandemie beschrieben, ich habe sie schon oft mündlich zitiert, nach dem heutigen tag, an dem rundherum mal wieder über die verschärfung der coronamassnahmen diskutiert, beziehungsweise längst strenge massnahmen eingeführt sind, und ich eine freundin zum zmittag besucht habe, will ich den kleinen scherz auch hier mal wiedergeben: 

fast ganz europa macht momentan immer strengere lockdowns.

und in der schweiz so: "wollen wir mal lüften?". 



Montag, 16. November 2020

13., 14., 15. november 2020 - verlängertes wochenende oder: besser als erdbeerkuchen

 eigentlich wären kai und ich über das verlängerte wochenende nach mannheim gereist, hätten es uns dort im hotel gutgehen lassen und ich hätte einen kurs im jeromin-laden besucht, in dem ich bei frau regnitzflimmern das stempelschnitzen und falten von weihnachtsdekoration gelernt hätte. aus bekannten gründen wurde der kurs abgesagt, die hotels sind zu und über die grenze dürfen wir nur noch für maximal 24 stunden und in den grenzlandkreis. also neuer plan: 

freitag. 

im gewerbemuseum in winterthur interessierte uns eine ausstellung der österreichischen installationskünstlerin anna rubin. also fuhren wir am freitag nach winterthur, stellten das auto ein bisschen weiter vom stadtzentrum ab und spazierten zum museum. die ausstellung erstreckte sich leider nur auf einen raum, aber der war dafür sehr sehenswert. 


auch nachdem wir noch das materialarchiv wieder einmal gründlich durchgesehen hatten, blieb uns noch viel zeit vom tag und so beschlossen wir einen kleinen stadtbummel, der allerdings teilweise ein wenig merkwürdig geriet. den einen laden verliessen wir fluchtartig, nachdem wir eines gesprächs zwischen einer kundin und der hustenden kassiererin über die beobachtung von coronasymptomen an sich selbst teilhaftig wurden. ("kaffee trinke ich seit tagen keinen. du weisch, was das heisst: alarmstufe rot." - hust, hust, hust...) im anderen laden riefen wir die inhaberin per telefon, weil ihre ladenglocke versagt hatte, papeterie und italienischer feinkostladen funktionierten wie gewünscht. und so haben wir jetzt ein paar/ziemlich viele inhalte für den diesjährigen adventskalender. ich weiss garnicht, ob ich schon darüber geschrieben habe, es wird wieder einen adventskalender geben, aber da nur noch drei personen im haushalt leben, teilen wir anders auf. jede/r packt vier päckchen für die jeweils zwei anderen haushaltsmitglieder und so kommen wir auf 2 x 4 x 3 = 24 päckchen. (und mir fehlt nur noch eins!) 

am späten nachmittag zuhause erledigten wir noch ein bisschen hausarbeit, tranken zusammen kaffee (unterwegs kein gastronomiebesuch) und ich nähte mir aus resten ein t-shirt. während kai zum abendessen crevetten mit koblauch zubereitete, holte ich die tochter vom turntraining ab. 

samstag.

noch mehr einkaufen, aber auch endlich das buch von der deutschen lieferadresse abholen, das ich beim letzten besuch um stunden verpasst hatte. wir waren vor allem auf dem markt im grenzstädtchen um oliven und andere türkische leckerein zu kaufen, dann noch im edeka für verschiedenes andere. 

während es unterwegs am morgen noch teilweise sehr neblig gewesen war, war es zuhause schön sonnig und ich nutzte den nachmittag zu einem weitern angriff auf die hecke. diesmal gab es noch genug gefälltes zum kleinschneiden, also kein weiterer fortschritt in metern zu verzeichnen, wir ahnen aber schon, wie schön sonnig diese ecke des gartens werden wird, wenn wir fertig sind. 

während ich draussen war, hatte die tochter die küche okkupiert, zuerst für geburtstagsvorbereitungen, später für schäumlebacken. später gesellte ich mich dazu, um ein rotebeetehummus zuzubereiten und noch später für die abendessenszubereitung, es gab kürbisgnocchi mit salbeibutter und salat. 

sonntag = geburtstag. 

der tag startete mit einem nicht allzu ausgedehnten geburtstagsfrühstück auf sehr schön gedecktem tisch, anschliessend blieb uns noch etwa eine stunde, um so viel wie möglich für die geburtstagswanderung vorzubereiten, zu der ich eingeladen hatte. 

die söhne trafen mit freundinnen pünktlich ein, wir verteilten teekannen und anzündholz, teigschüssel und maronipfanne, sitzfilze und alles andere auf fünf rucksäcke und machten uns vom haus weg auf den weg in den wald. aussenherum auf der grossen runde brauchten wir eineinhalb stunden bis zum grillplatz am forsthaus der nachbargemeinde. der war sogar noch frei und so sammelten wir holz, zündeten ein feuer an, richteten das buffet her, grillten stockbrot, rösteten maroni, wärmten sogar noch glühwein und hatten es insgesamt sehr schön. 

 

auf dem rückweg verirrten wir uns noch ein kleines bisschen (auf einem dafür aber sehr schönen weg) und kamen im garten bei den letzten sonnenstrahlen an. dort gab es zuerst sekt, dann kaffee und schwarzwälder torte! 

beim eindunkeln brachen die gäste auf und wir räumten auf und richteten für den tagesausklang ein resteraclette her. kai hätte mir auch ein geburtstagsmenu gekocht, aber ich fand den tag auch so kulinarisch und auch sonst sehr stimmig! oder wie auch jemand bemerkte: da haben wir schön langweiligere geburtstage ohne corona gefeiert. 

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gesehen: frieden (srf-serie über die schweiz nach dem zweiten weltkrieg)


Freitag, 13. November 2020

12. november 2020 - 12 von 12 mit 10 fotos von drei kameras

 vielleicht war es nicht das schlaueste, für den heutigen 12ten und die 12 bilder dazu drei verschiedene kameras zu benutzen, so dass ich mittlerweile seit 20 minuten versuche, diese alle auf dem laptop zu versammeln um ihnen anhand dieser fotos heute mal ausnahmsweise meinen tagesablauf per bild zu zeigen. 

so, und nun ist auch noch die katastrophe perfekt: es sind nur 10 brauchbare bilder entstanden. ich schlage vor, dass ich ihnen die zwei restlichen einfach wie immer mit worten ausmale. (warum es eigentlich 12 sein müssen und was es mit dem 12 von 12 auf sich hat, lesen sie hier, die aktuellen fotos vom november finden sie hier. )

morgens, kurz vor sechs. es ist eigentlich noch zu dunkel um zu fotografieren. ich notiere mir in meinem völlig schmuck- und kalligraphiefreien bulletjournal was ich den tag über so vorhabe. ausserdem entsteht der blogpost für den vorigen tag. (ja, ich schreibe meist erst am nächsten morgen in aller ruhe über den vorigen tag.) 

seit ich von mittwoch bis freitag mit der tochter um 5.30 uhr aufstehe, habe ich morgens viel schreibtischzeit. heute auch noch für das wegräumen der 24 fertigen adventspostkarten...

und dafür, mir gedanken über den text für die adventspost zu machen. mal sehen, was mir noch alles einfällt, es hat ja noch platz. 

den vormittag verbringe ich in der werkstatt. ich möchte etwas ausprobieren.

eine resteverwertung: zuerst mache ich aus resteschnipseln und verunglückten filzobjekten einen ball.

mit hilfe einer filznadel geht das ganz gut, ein bisschen zeit bleibt auch für spielereien... das schwänzchen bleibt natürlich nicht so.

eine stunde später ist der ball schon wirklich gross geworden. nun habe ich nicht nur alle filzreste, sondern auch widerspenstige wolle verbraucht und bin dazu übergegegangen, eine sack kardierreste aus der wollspinnerei vetsch zu verarbeiten. schön in schichten und weiterhin mit nadeln, allerdings nun mit vier in einem halter.

und noch eine stunde später: ich arbeite in schichten, auf eine schöne schicht folgt immer wieder eine aus eher abfallmässigen resten (die liegen hier gerade rechts auf dem tisch und sollen als nächstes auf die schöne schicht aufgebracht werden). 

hier beende ich meine arbeit vorerst (es gibt noch einen grossen sack voll verwertbarer wolle) und fahre nach hause. ich wärme mir eine paar restenudeln und esse sie mit selbstgemachtem ketchup und parmesankäse. draussen ist es richtig schön, die sonne scheint und es ist auch ziemlich warm geworden. 

nachdem ich überschlagsweise die kommenden tage bis zum nächsten grüntonnentag (immer dienstags) durchgegangen bin, entscheide ich mich für die fortsetzung der entheckung. für das dürre reisig zünde ich wieder ein feuer an, das grüne kommt in die tonne. in zwei stunden schaffe ich einen weiteren knappen meter freien luftraum über der eh schon mehr als drei meter hohen hecke. 

dann geht mir während einer besonders spektakulären rodungsaktion das feuer aus und ich beschliesse die arbeit an dieser stelle und mit einem allgemeinen chaos auf dem platz vor der hecke. 

kai kommt nach hause und bringt berliner mit, die essen wir zum kaffee, ich schnipple gemüse fürs abendessen, telefoniere mit meiner mutter, wische staub und fahre dann zur werkstatt, um um fünf meinen weihnachtsmarktstand wieder abzubauen (ob die zarin das fernsehen an meinem stand vorbeikam, wird sich erst am 19.dezember zeigen).

schon praktisch, wenn man einfach nur mit dem stoss losziehen muss... übrigens ist der stapel ganz kurz nach dem foto so spektakulär gekippt, dass mein werkstattnachbar kam und sich erkundigt hat, ob alles in ordnung ist. einen teil der sachen räume ich auf, einen teil stelle ich für die kommende woche bereit, um die werkstatt noch ein bisschen weihnachtlich zu dekorieren. 

dann fahre ich nach hause, sitze ein bisschen mit kai auf dem sofa, mache pläne für die kommenden drei tage, an denen wir eigentlich zusammen nach mannheim hätten fahren wollen und koche später das abendessen. 

gemüsesammelsurium, zusammen mit rindsleber zu einem wokgericht verkocht. dazu gab es noch mehr restenudeln. 

später noch sofa: wir haben endlich das ende von gran hotel erreicht. war auch langsam zeit. 

 

 

gelesen: ich kann mich nicht recht entscheiden, was ich als nächstes lesen soll, eventuell wir es ein klassiker der weltliteratur

gehört: francesca melandri, alle ausser mir

gesehen: na, siehe oben.






Donnerstag, 12. November 2020

11. november 2020 - entscheidungsspielräume

seltsamer tag. weil ich ja noch nicht wusste, wie es mit meinem weihnachtsmarktstand weitergehen würde, hatte ich mir für den ganzen tag nichts bestimmtes vorgenommen. 

morgens brachte ich noch licht in den filzwindlichten an und sah, dass die anderen stände nun auch eingeräumt und dekoriert waren. vorerst war nichts mehr zu tun, ich ging in meine werkstatt um ein wenig aufzuräumen. gegen neun wollte ich nachschauen, wie es weitergehen sollte den tag über, da waren aber die dreharbeiten für die srf-sendung happy day bereits in gang und ich kam nicht mehr in die halle. 

als ich am späten vormittag den zugang wieder verschlossen fand, war ich zwar zuerst ein wenig enttäuscht, aber irgendwie dann auch froh, vor der halle und nicht in der halle festzusitzen. so konnte ich immerhin nach hause fahren und an meinen karten für die adventspost weiterarbeiten. den tag über fragte ich mich immer wieder (und tue es immer noch), ob ich noch mal hätte nachfragen sollen, wann man denn in der halle sein solle/könne (hatte ich eigentlich bereits per mail getan und einen drehplan oder ähnliches erwartet) oder ob das vielleicht auch gar nicht so wichtig war. oder gar nicht gewollt. mehrfach war ich ja drauf hingewiesen worden, dass ich nicht mit umsatz am stand rechnen könne. also konnte ich mir auch sagen, dass es eh sinnlos gewesen wäre, hinter dem stand zu stehen und nichts zu machen, ausser dem fernsehen beim arbeiten zuzuschauen. schön wäre es aber schon gewesen, das selbst zu entscheiden. 

zuhause hatte ich das haus heute für mich alleine. ich las, lungerte auf dem sofa herum, überbackte mir ein brot mit raclettekäse zum mittagessen, druckte weiter an den adventspostkarten, schnitt karton zurecht, klebte schliesslich 24 karten  (zusmmengefasst, nicht in dieser reihenfolge). nun fehlt nur noch die rückseite. für deren gestaltung müsste ich eigentlich wissen, ob ich sie mit der deutschen post als postkarten verschicken werde, oder mit der schweizer post als briefe (die schweizer post kennt keine postkarten mehr). eventuell werde ich das später entscheiden, oder die pandemielage entscheiden lassen. 

die tochter kam nach hause und wir verplauderten uns ein bisschen auf dem sofa, was aber nicht störte, weil kais ankunft zum abendessen sich immer weiter nach hinten schob. kurz nach sieben gab es nüsslisalat mit ei und dazu knoblibrot, von der tochter gemacht. später nur noch sofa. 

gelesen: bella germania, daniel speck

gehört: diverse podcasts, der spannendste war die pandemia-folge über die ausrottung der pocken

gesehen: gran hotel

Mittwoch, 11. November 2020

10. november 2020 - potemkinsches weihnachtsdorf

 heute habe ich es morgens nicht so eilig, zuerst müssen noch mails erledigt werden, dann fahre ich in die werkstatt. 

in der grossen giessereihalle auf dem industrieareal, in dem auch meine werkstatt ist, ist schon richtig viel los. die holzhüttchen sind bereits aufgestellt, und überall stehen dekokisten herum. ich suche aus kisten und regalen in der werkstatt dinge für einen weihnachtsmarktstand zusammen. dann gehe ich nochmal in die halle, zum schauen, welchen stand ich dekorieren soll. ich kann auch gleich loslegen - das passt ganz gut, denn so kann ich nach und nach die dinge auswählen, die noch zum markt passen. kurz vor zwölf bin ich fertig - es fehlt noch ein wenig licht in den filzwindlichten, eventuell auch eine zusätzliche lichterkette, aber ich bin zufrieden. 

schade nur, dass es kein ganz "echter" weihnachtsmarkt ist - eigentlich stehe ich morgen und übermorgen gemeinsam mit meinen filzsachen nur als deko herum. hoffnung auf verkäufe wurden mir keine gemacht, aber da alles so schön nah ist, habe ich mich doch entschieden mitzumachen. und bin nun gespannt, wie es die nächsten zwei tage weitergehen wird. 

zum mittagessen bin ich zuhause, kai hat restekartoffeln gebraten und ein spiegelei dazu. den frühen nachmittag nutze ich zum drucken, der erste durchgang durch die adventspostkarten ist durch. nun muss es noch ein wenig hintergrund geben. 

gegen halb vier muss ich los: zuerst die tochter an ihrer berufsschule abholen, dann gemeinsam mit ihr einkaufen, sie zum saxophonunterricht bringen, dann das gemüse abholen. wieder ist viel verkehr, dazu ist es den ganzen tag nie richtig hell geworden, der nebel hängt heute so tief, dass man zwar die strasse, aber kaum die dächer der häuser sehen kann. 

bis ich zuhause bin ist es  komplett dunkel, kai ist in der küche mit einem zwiebelkuchen beschäftigt. ich finde noch ein bisschen zeit zum lesen, später kommt der mittlere sohn und wir essen gemeinsam und sitzen dann viel zu lange und erzählen uns von unserem alltag. 

gelesen: daniel speck, bella germania


Dienstag, 10. November 2020

9. november 2020 - kursmontag

montagmorgen, start in eine noch ungewiss gefüllte woche, entsprechend schlecht habe ich geschlafen. 

immerhin der kurs für den tag ist tippitoppi vorbereitet, der raum schon eingerichtet, so dass ich vor neun noch kurz in der grossen giessereihalle vorbeischauen kann, wo hüttchen für einen weihnachtsmarkt aufgebaut werden. ich spreche kurz mit der verantwortlichen, morgen dann mehr dazu. 

in der werkstatt habe ich noch ein bisschen zeit mich zu sammeln, die beiden teilnehmerinnen treffen dann so ein, wie ich es gerne habe: lieber ein paar minuten früher, so dass sie sich noch ein wenig umschauen können oder die parkkarte im auto deponieren, bevor es losgeht. 

dann: form aussuchen, wolle aussuchen und schon können wir starten. bis zum mittag sind die beiden taschen mit boden ausgelegt und sogar schon ein klein wenig angerieben. für die eineinhalb stunden mittagspause fahren wir alle nach hause, zum mittagessen und durchatmen, denn die arbeit in der werkstatt findet nun durchgehend mit masken statt. 

am nachmittag scheint die sonne in die werkstatt, aber sie schafft es um diese jahreszeit schon kaum noch über die bäume am anderern limmatufer, trotzdem können wir für eine weile das fenster geöffnet lassen. ansonsten reisse ich alle halbe stunde für fünf minuten türe und fenster auf.

um kurz vor fünf kann ich die beiden frauen mit ihren taschen nach hause schicken, eine muss noch ein wenig gewalkt werden, aber da wir schon wusssten, dass die wolle (von den eigenen schafen) lange zeit und viel kraft braucht, um wirklich gut zu schrumpfen, wundert es uns nicht und kann wirklich gut zuhause zu ende gebracht werden. 

zuhause trinke ich eine tasse tee, lese ein bisschen und koche später aus dem noch vorhandenen gemüse, einem kürbis und einer handvoll roter linsen eine ... kürbissuppe. wir sind früh dran mit abendessen, aber alle sind froh darüber. die tochter will noch ein bisschen lernen und mir ist vor allem nach sofa.  

 heute mal zwei tipps aus dem internet:

gelesen: bella germania, daniel speck

gesehen: gran hotel

*bairisch für hätte, könnte, täte, wäre ich - einem song von willy astor entnommen.


Montag, 9. November 2020

7. und 8. november 2020 - hochformat, kein querformat!

 pfft. das hätte ein entspanntes wochenende sein können. war es in ansätzen auch, aber irgendwie auch wieder nicht. 

für den samstag hatten wir keine gartenarbeit auf dem plan - die grüntonne war ja noch von der donnerstagsaktion voll und momentan gibt es auch sonst nichts, was im garten dringend erledigt werden will. bis auf eine kleinigkeit: wir haben unseren neuen gartentisch bekommen, der stand ab donnerstag schon in der garage und durfte nun auf die terrasse. die tischplatte ist in einem fröhlichen hellgrau gehalten und passt bestens zur jahreszeit. 

noch am vormittag machte ich die filzfinken für das nachbarskind fertig (bevor es auch aus dieser grösse herauswächst...) und verschönerte einen streifenpullover mit neonrosa tupfen und aufnähern aus der elysiummanufaktur. 

 

und dann machte ich mich an die mammutaufgabe, für die adventspost 24 karten im glasscheibendruck, einem monotypieverfahren, herzustellen. damit am ende wirklich 24 verschickbare karten herauskommen, druckte ich in zwei durchgängen 32 mal dasselbe motiv. welches, kann ich natürlich hier noch nicht zeigen, da müssen sie sich noch bis zum 1.dezember gedulden müssen. 

aber fröhliches dunkelbraungrau, das kann ich jetzt schon. und nach der hälfte der drucke hatte ich es auch raus, die ungefähr richtige menge an farbe auf die platte zu walzen, ohne noch zwei- oder dreimal wieder unmengen zu entfernen. mein equipment ist alles andere als professionell, aber es geht auch mit einem teigroller (wenn die linolwalze aus unerfindlichen gründen klemmt) und mit einer alten plastikkundenkarte anstatt einem profispachtel. 

jedenfalls waren bis zum abendlichen raclette 32 brauchbare drucke auf dem eigens dafür aufgestellten tisch im wohnzimmer am trocknen. 

***

der sonntagmorgen begann etwas unruhig, da ich nach dem aufwachen gegen halb acht die idee hatte, mal in den unterlagen für die adventspost zu schauen, ob in diesem jahr ein hoch- oder ein querformat gewünscht war. weiss der henker, warum ich das nicht schon nachgesehen hatte, als ich die masse abgetragen hatte. es ist ein hochformat. 

sie dürfen dreimal raten, was ich den ganzen samstag über gedruckt hatte. na? klar, ein querformat.

nach der erkenntnis, dass ich jetzt 32 drucke im querformat zu viel hatte, ging ich erstmal duschen. und dann druckte ich die ersten 14 karten im hochformat, während kai das frühstück machte. weiter kam ich dann auch am sonntag nicht mehr. 

denn wir waren noch draussen (diesmal die runde um linn, die selbst im dichten nebel noch von vielen menschen begangen war, ausser auf einem extraabstecher bei gallenkirch), wo dieses foto entstanden ist: 

es gab kaffee und vermicelles (aus der tube), dann musste ich in die werkstatt, um den kurs für den montag vorzubereiten, auf dem rückweg schaffte ich die übergabe der finken. zum telefonieren mit meiner mutter strickte ich ein paar reihen, während kai nudeln fürs abendessen vorbereitete. 

zum abendessen das erste stück vom weidesäuli: koteletts, paniert und dazu nudeln und tomatensauce. nicht wirklich ein cotoletta alla milanese, aber sehr, sehr lecker. 

den tatort brachen wir am abend ab, da war uns dann doch zu mystisch.

Samstag, 7. November 2020

6. november 2020 - verzögern und beschleunigen

 wer nun gedacht hat, dass wir nach zwei urlaubstagen gleich zum wochenende übergehen, hat sich getäuscht. leider. 

heute war ein ganz normaler arbeitsfreitag. mit morgendlichem durchgang für ein wochenendfeines und -sauberes haus und nachmittäglicher offener werkstatt. 

dazwischen mit einer absage für den kommenden montag, wir werden für den taschenkurs also nur zu zweit sein, was aber sehr gut passt. ich lasse es momentan allen angemeldeten personen frei, zu entscheiden, ob sie zum kurs kommen wollen oder nicht. 

in der "offenen" werkstatt waren heute wieder mutter und tochter zu gast - es entstand ein hocker für eine barbiepuppe und ein weiterer sitzfilz, ganz genau passend für eine sitzbank und zu dem bereits vor zwei wochen entstandenen ersten sitzkissen. 

nach der werkstatt ging es für mich weiter in die werkstatt des sohnes, ich habe mir dort verzögerer ausgeliehen, um weiter an meinen monotypien für die adventspost arbeiten zu können. das druckverfahren selbst ist schön spontan und ergibt gute ergebnisse, aber noch trocknet mir die acrylfarbe zu schnell um wirklich gut damit zu arbeiten. dagegen sollen ein paar tropfen verzögererlösung helfen. ansonsten bräuchte ich wohl eher einen beschleuniger des ganzen verfahrens, denn auf der liste, die gestern angekommen ist, stehe ich an erster stelle, werde also meine post bereits ende november auf den weg gebracht haben müssen, damit sie am ersten dezember pünktlich in allen briefkästen liegt. und da ich nicht wirklich damit rechnen kann, dass mir in drei wochen noch der gang zum deutschen briefkasten ennet der grenze möglich sein wird, muss ich jetzt ein bisschen gas geben. 

spontan geht schon super, mit trocknungsverzögerer geht dann hoffentlich auch ein bisschen geplanter!
 

zuhause wartete dann schon kai auf mich - zusammen mit einem achtel weidesäuli (schwein, das auf der wiese leben durfte, bis es geschlachtet wurde). alles schön abgepackt für jeweils drei personen... ich freue mich jetzt schon auf wurst und koteletten, aber auch auf cordonbleu und schweinshaxen... wir machten kurz ein inventar und legten dann alles in den gefrierschrank. für das wochenende haben wir das menu schon mehr oder weniger geplant, aber kommende woche? 

dann war da noch eine äusserst interessante mail, die meine kommende woche auf den kopf stellen wird. 

am abend empfahl die tochter "the greatest showman" und ich empfehle das ganz überzeugt weiter, denn der film macht gute laune, und einen ohrwurm!

Freitag, 6. November 2020

5. november 2020 - ferientag zwei und #wmdedgt

 ausflug! 

von unseren zwei urlaubstagen hatten wir uns den mit dem besseren wetter ausgesucht, um einen ausflug zu machen. was man im november halt so vom wetter erwarten kann. immerhin war sonne prognostiziert, zumindest in den östlich gelegenen landesteilen. am ende waren wir vielleicht nicht östlich genug, wir haben keine sonne gesehen. 

das hat aber gar nicht so viel ausgemacht, denn unser erstes östlich gelegenes ziel war so ein herzerwärmendes, das den ganzen tag noch leuchtete. wir besuchten die zwei frauen von der elysiummanufaktur, mit denen ich seit unserem kennenlernen (oder eben nicht kennenlernen) am weihnachtsmarkt im glarner kunsthaus 2017 in losem virtuellem kontakt stehe. sie haben nämlich in thalwil, wo sie auch zuhause sind, einen kleinen feinen buchladen eröffnet. 


immer donnerstags verwandelt sich jetzt das atelier von eva in eine buchhandlung (dank rollbaren regalen und dem charme der beiden frauen, unterstützt von feinem kaffee- und teeduft und wunderbar werkeliger atmosphäre). in den regalen fand sich einiges, was auch bei mir rumsteht, da fühlt man sich doch gleich zuhause. ich fand dann auch noch ein buch, das mir empfohlen worden war, an anderer stelle, aber dringlich. 

blick hinein (wer genau hinschaut sieht marisa)

natürlich kann man auch bücher bestellen im El Liesyum, wenn man das glück hat in thalwil zu wohnen werden die sogar vorbeigebracht. aber ich würde immer lieber auf hingehen und abholen setzen, schon des schönen Ziels der Veranstaltung halber: 

Unser Laden und das Atelier sollen zum Denken und Machen anregen und neue Inspiration für Geist, Gemüt und Alltag geben.
blick hinaus

solcherart inspiriert und gestärkt mit tee, kaffee und einem buchpaket verliessen wir den buchladen wieder und machten uns auf den weiteren weg nach osten. 

unser nächstes ziel lag hoch oben über dem walensee und so konnten wir darauf hoffen, dass wir entweder über die wolken gelangen oder aber diese aufreissen würden.  in walenstadt verliessen wir die autobahn und fuhren in vielen kleinen engen kurven hinauf nach walenstadtberg und noch ein stück darüber hinaus, bis zum sanatorium. 

vom sanatorium aus wanderten wir noch etwa eineinhalb stunden bergauf, bis zum paxmal, einem von 1924 bis 49 von karl bickel geschaffenen friedensmahnmal. unterwegs beeindruckten uns die riesigen, imposanten bergahornbäume, die leider schon alle blätter verloren hatten. 


die alp schrina-hochrugg, hoch über dem walensee und am fuss der churfirsten gelegen ist vor allem feriendomizil, viele kleine und grosse, bescheidene und luxuriöse häuschen sahen wir am weg. dazwischen auch ab und zu einen stall, aber die tiere waren natürlich um diese jahreszeit längst unten im tal.

das paxmal selbst, neben der villa des künstlers gelegen, ist beeindruckend ob seiner lage - alleine gefallen hat es uns eher nicht. 

das leben des künstlers karl bickel liest sich wie ein roman: bereits als ganz junger mann verdient er mit werbung eine ganze menge geld. er interessiert sich für kunst und bildhauerei, reist viel und wird schwer krank. er erlebt das heraufziehen des ersten weltkriegs im sanatorium in walenstadtberg und gelobt, für den fall, dass er mit dem leben davonkomme, den bau eines friedensmals.

nach seiner genesung ist bickel als werbegraphiker erfolgreich, 1924 gibt er sein atelier in zürich auf und zieht sich mit seiner familie nach schrina-hochrugg zurück. in dieser zeit gestaltet er vor allem briefmarken für die ptt - diese kontinuierliche tätigkeit ermöglicht es ihm, auf 1300 metern höhe, direkt neben seinem haus, das paxmal zu errichten. weitgehend in eigenarbeit entsteht eine art tempelanlage mit einem innenhof und einer dahinter gelegenen halle.

die mosaike aus verschiedenen natursteinen aus halb europa zeigen verschiedene idealtypische lebenssituationen, auf der linken seit im privaten, auf der rechten im übergeordneten gesellschaftlichen zusammenhang. die mosaike wirken eher in der weite, aus der nähe ist die monumentalität schwer zu ertragen. der stil, der sich stark an ferdinand hodler orientiert, ist wohl ein ausdruck der zeit und macht es zumindest mir sehr schwer, dahinter den grundgedanken des friedens und einer "meditation über die gesellschaft auf dem weg zum umfassenden, schaffenden und guten menschen" zu entdecken.



nach einer rast ausserhalb des paxmal, mit sicht auf den walensee und das tal oberhalb des sees gehen wir zügig den berg wieder hinunter, leider auf dem gleichen weg, aber es liess sich beim besten willen keine runde konstruieren. es bleibt wolkenverhangen und wird zunehmend feuchtkalt und wir sind froh, als wir am auto angekommen sind. 

zuhause machen wir es uns gemütlich, packen die mitgebrachten bücher aus, kochen rüeblirisotto mit feldsalat und erholen uns auf dem sofa von der novemberwanderung. 

kein wirklicher tagebuchblogpost? ich schicke ihn trotzdem mal zu frau brüllens #wasmachstdueigentlichdenganzentag vom november 20