Posts mit dem Label novemberrezepte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label novemberrezepte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 4. November 2021

3. november 2021 - novembergrau

 vor vielen, vielen jahren gab es mal eine novemberblogaktion, irgendwas mit lichtblicke im november oder dinge, wie man das novembergrau draussen ein bisschen besser ertragen kann. das könnte ich in diesem jahr ganz gut gebrauchen, denn der monat, gegen den ich eigentlich nichts habe (hei, ich feiere da geburtstag!) zeigt sich in diesem jahr wirklich von seiner sprichwörtlich grauen seite. 

die gelben blätter der bäume im garten, die das licht auch drinnen so herbstlich mild machten, fallen gleich büschelweise herunter, tanzen nicht mehr zu boden, sondern liegen plötzlich morgens im matsch der nassen wiese. auf dem weg in die werkstatt weiche ich den grössten nassen laubhaufen aus, im hof der alten fabrik kämpft der hausmeister mit dem laubbläser gegen die am boden klebenden reste. will der die trocken föhnen? es sieht ganz danach aus, denn er gibt sich erst zufrieden, als sich die blätter vom boden lösen und an anderer stelle in eine andere pfütze fallen. 

die arbeit in der werkstatt geht voran, es könnte aber, weil nicht besonders spannend, schneller gehen. während ich windlichte filze, fällt alles rundherum ins chaos, weil ich fertig werden will, und nicht zwischendurch aufräumen. 

zwei arbeiten von kursteilnehmerinnen sind angekommen, die stehen dann als nächstes zur begutachtung an. 

auf  dem nachhauseweg kaufe ich lebensmittel ein, zuhause bereite ich das mittagessen vor, wir müssen salat essen, wir haben reichlich davon. 

den nachmittag vertrödle ich mit sticken, telefonieren, lesen und anderem. es wird aber auch ein garn endlich fertig, das schon lange auf dem spinnrad vor sich hin dümpelt und ich schaffe es, die fotos ab juli auszusortieren und auf  der festplatte zu speichern. 

zum abendessen verwandelt ich tochter die reste des tomatenbulgur zu einem salat, der viel zu sommerlich ist. gerne würde ich die temperatur dem essen anpassen. es schmeckt aber trotzdem lecker. geht das schon als novemberrezept durch? ein bulgursalat mit gurken, tomaten und paprika.

 

Dienstag, 28. Januar 2020

27. januar 2020 - ein bisschen unordnung

ein gemütlicher start in die neue woche - abgesehen davon, dass ich erst am morgen feststelle, dass wir über mittag bei einer freundin zum essen eingeladen sind.

in der werkstatt bin ich erst nach neun, da habe ich dann doch ein bisschen sehr herumgetrödelt. übers wochenende habe ich mit kai verschiedene ideen für sofakissen besprochen, eine davon werde ich umsetzen und muss dafür zuerst ein muster erstellen. mit der auswahl an farbigen kammzügen bin ich nicht so recht zufrieden, ich möchte kein hartes grau verwenden, sondern eher eine abtönung ins braungraue, davon ist aber nicht mehr genug material vorhanden. ich werde also eine andere farbe hinterlegen müssen, das kann auch sehr reizvoll sein.
das muster schrumpft stärker als gedacht, ich lande jetzt regelmässig bei schrumpffaktoren jenseits der 1,6 (für filzlaien: dann muss das ausgelegte stück 1,6 mal grösser sein als das fertige) und das materialproblem wird noch drängender. aber das aufgelegte muster gefällt mir und filzt gleich gut mit.
ich berechne materialbedarf und auslegegrösse und beschäftige mich dann mit der anpassung des musters an die grössere fläche. einfaches multiplizieren geht nicht, aber nach einigem herumprobieren gelingt mir eine lösung. es wird halt doch ein "quantum of disorder" dabei sein müssen. das passt aber gut, denn das kissen ist von vera molnars arbeiten inspiriert.


von der werkstatt fahre ich zur freundin, jetzt, wo wir nicht mehr im gleichen ort wohnen, sehen wir uns noch seltener als zuvor. dementsprechend viel haben wir uns zu erzählen. unsere beiden haushalte haben sich im letzten jahr jeweils so weit verkleinert, dass nur noch je ein kind zuhause wohnt/wohnen wird. (zuvor vier bei ihr, drei bei uns) aber auch sonst gibt es viel auszutauschen. wir essen leckeren salat und eine wähe mit erbsen und lauch.

erst gegen zwei uhr breche ich zum nachhauseweg auf: ich wähle den weg über den hertenstein und auf der höhe pustet mir der wind gewaltig das limmattal hoch entgegen. zuhause wartet nur die küche auf mich, die geputzt werden will. nach einem vierteljahr ohne dunstabzug muss alles herumstehende einmal gründlich gewaschen werden, vor allem auf den fensterbrettern tut sich ja doch nicht so viel und dementsprechend sammelt sich dort der kochniederschlag. ausserdem arbeite ich mich mal durch die automatische ofenreinigung, eigentlich ganz praktisch, sieht jetzt auch deutlich besser aus als zuvor.
zwischendurch pause, die tochter trifft aus der schule ein. später koche ich erbseneintopf aus getrockneten erbsen. wir essen zu zweit, der sohn hat sich abgemeldet vom essen.

und dann gehe ich wirklich früh ins bett, weil ich eh lesen und nicht mehr im wohnzimmer herumsitzen will.

gelesen: terézia mora, alle tage
gehört: lage der nation, die aktuelle folge, servus, grüezi und hallo und doch wieder paardiologie

Mittwoch, 9. November 2016

farbe und struktur

irgendwie bin ich mit dem berichten zur zeit ziemlich hintendrein. am mittwoch noch über den samstag schreiben scheint mir ja einigermassen in ordnung zu sein, aber heute, angesichts dessen was der newsticker hier gerade so hereinspült, über einen ausflug zu schreiben? ein bisschen absurd, aber ich tu es trotzdem. 
farbe und struktur habe ich den post überschrieben, als ich ihn angedacht hatte, und farbe kann man im november ja immer brauchen und von der farbe ist es ein kleiner schritt zur vielfalt und von da zur toleranz. und für die einzutreten wird wohl immer wichtiger! 
 

in einer färberei wie der von herrn vetsch in pragg-jenaz entstehen viele farben, mir hat es vorderhand der kontrast angetan zwischen dem knalligen gelb und den blauen tonnen im hintergrund. spannend war es zu hören und zu sehen, mit welchen tricks die farbe in die wolle gebracht wird ohne die wolle dabei zu verfilzen oder unnötig zu schädigen.


vor dem färben (oder für wollvliese zum filzen auch danach) wird die wolle in der karderei gekämmt und teilweise zu garnen weiterverarbeitet. auf kleinem raum ist bei der wollspinnerei vetsch da vieles beisammen, was ich schon oft anderswo gesehen hatte. und irgendetwas entdeckt man ja doch immer zum ersten mal oder hat es noch nie so eindrücklich gesehen - bei mir war das am samstag der querleger, der innerhalb der kardmaschine die fasern im prozess um 90 grad dreht und so erst eine gründliche durchmischung herstellt.
das anschliessende mittagessen zusammen mit den filzerinnen der filzszene war schön und lecker obendrein! und dass ich natürlich auch ein bisschen war einkaufen musste, haben sie sich wohl auch schon gedacht.

Sonntag, 6. November 2016

filzkurs mit viel (zu wenig) licht

am freitag hat einer der raren erwachsenenfilzkurse stattgefunden... zum ersten mal nach längerer zeit war ich mit einem öffentlichen kurs im gemeinschaftszentrum ennetraum zu gast mit meinen teilnehmer_innen. an der kommunikation mit dem ennetraum und an der beleuchtung arbeiten wir dann noch, aber zwei windlichte und drei lichterketten sind gelungen und konnten grösstenteils fertig mit nach hause genommen werden! dank cmokito kann ich sogar ein bisschen etwas vom gefilzten zeigen - ich bin mal wieder nicht zum fotografieren gekommen.

Ein von @cmokito gepostetes Foto am




Freitag, 4. November 2016

wo ist diese woche hin?

schon wieder freitag und - fast noch schlimmer - schon der 4. november. allmählich sickert die erkenntnis ein, dass es winter wird. früh wird es dunkel, nach der zeitumstellung, die man im herbst ja meist ganz gut verkraftet. morgens ist man ein bisschen wacher als sonst, und abends geht man ja eh immer zu spät ins bett. und kalt wird es, so kalt, dass wir gestern abend notfallmässig ein paar frostempfindlichere blumentöpfe in den keller gestellt haben und heute morgen die wiese beim bauern gegenüber weiss ist vom rauhreif. dabei sind die tage immer noch sonnig und verhältnismässig mild.
das schöne herbstwetter habe ich dann auch noch genutzt um weiter im garten herumzuräumen, um die himbeeren zu schneiden, den topinambur und die kopfweide und alles gleich zu häckseln. und um den platz für das hochbeet auszugraben und auf den ersten versuch eine grade fläche hinzubekommen. jetzt brauchen wir kies und dafür müsste mal jemand ins kieswerk fahren.


ansonsten bin ich viel am schreibtisch gesessen, habe das feinkonzept für den filzlehrgang - auch schon modul 4 - ausgearbeitet und umgearbeitet und nochmal überdacht. der filzlehrgang leidet ominöserweise unter mitgliederschwund, dabei sind alle zufrieden und ganz happy mit dem was sie machen. und dann bleiben sie einfach weg. seltsame situation, die sich nicht gerade positiv auf meine motivation als lehrende auswirkt. andererseits lerne ich selbst bei diesen vorbereitungen so viel. jeden arbeitsschritt bedenken - was tue ich da eigentlich? und warum? - kann man ja bei der eigentlichen arbeit eher selten. und ich lese sehr gründlich bruno bujacks "filz - was ist das?". wie detailliert er das alles beschreibt - dabei ist es wirklich kein anleitungsbuch, sondern theorie, allerdings mit vielen, vielen zeichnungen und irgendwie auch sehr persönlich geschrieben. ich möchte meinen schülerinnen das buch ans herz legen, und entdeckte, dass man es noch bestellen kann (link oben).



ein anderer filzkurs hat dafür gestern einen sprunghaften teilnehmerzuwachs bekommen. die windlichte filzen wir heute abend nicht in einer gemütlichen runde mit drei personen, sondern zu sechst. da ich in hinsicht auf das notwendige material hier ein bisschen knapp kalkuliert habe, hat mich das gestern nachmittag dann auf trab gebracht, ich musste noch wolle für windlichte waschen und später muss die noch kardiert werden. danach kann mich dann nichts mehr schocken, also, wenn sie lust haben, an diesem kurs dabeizusein, ich nehme noch kurzfristige anmeldungen an!

kurzfristige, spontane änderungen des allgemeinen plans - man könnte es auch mit kais worten agiles familienmanagement nennen - können wir ja. also wenigstens bis zu einem gewissen mass - die familiären insider dürfen hier jetzt schmunzeln. auch in dieser woche waren wir wieder mit einmal kind krank daheim, einmal kind frei wegen lehrerfortbildung ein bisschen herausgefordert. aber da grosse kranke kinder vor allem schlafen (und auch von anderen bezugspersonen betreut werden!) und mittelgrosse schulfrei habende kinder auch zumindest ausschlafen, weil sie am abend noch eine hauptprobe bis in die nacht hinein vor sich haben, hat das alles kaum aufgetragen. und dann gab es auch noch eine schöne, spontane aktion in sachen kochen, will heissen: bekocht werden!

schön war in dieser woche noch, dass es wieder eine adventspost bei frau müllerin und konsorten geben wird und dass ich mich gleich am ersten tag dazu entschlossen habe (nein, nicht einfach endlich durchringen konnte), mitzumachen und ein paar stunden damit zugebracht habe, einen ersten probestempel zu schnitzen. (der wird es nicht, ich hatte noch eine bessere idee)
und auch schön ist unser neuer teppich von der schäfereigenossenschaft finkhof, der extra für uns nach unserem entwurf gewoben wurde.


nur mittelschön war, dass ich relativ rasch mit hilfe einer anderen genossin eine falsche information auf der homepage der gemüsegenossenschaft austauschen konnte - mittel nur deshalb, weil ich mich geärgert habe, dass ich mich nicht schon viel früher darum gekümmert habe.schön deshalb weil es endlich erledigt ist.

ein bisschen wenig geschwommen bin ich dieser woche bisher, aber vielleicht klappt das ja noch am wochenende, wo es eh saugrusig werden soll, so wettertechnisch. ich darf am samstag zur wollspinnerei vetsch fahren und treffe dort vielleicht hoffentlich ein paar kursteilnehmerinnen und ansonsten sicher ein paar nette filzerinnen von der filzszene. am abend darf ich der tochter beim turnen zuschauen (und ihren vielen vereinskolleg_innen) was viel lustiger ist als es sich vielleicht anhören mag. sonntag dann vielleicht schwimmen!

ihnen, liebe blogleser_innen wünsche ich ein schönes wochenende, hab ich auch lange nicht mehr gemacht!


Dienstag, 9. November 2010

novemberrezept nummer fünf

täglich ein rezept, habe ich gemerkt, schaffe ich nicht - macht auch nichts, es gibt einfach immer ein neues, wenn mir wieder eines eingefallen ist, heute:

schuhe an, raus, und durchs laub schlurfen. geht wirklich nur in dieser jahreszeit, und man darf mal so richtig schlurfig laufen. und man muss die gelegenheit ergreifen, wenn sie sich bietet, denn bald schon wird das laub zusammengerecht (im besten fall) oder zusammengeblasen oder gar eingesaugt. zu diesem thema schrieb neulich elke von günstig gärtnern eine lesenwerten, weil zugleich witzigen und treffenden post.

Samstag, 6. November 2010

novemberrezept nummer vier


einen holzvorrat anlegen. (wenn sie, wie wir, keinen holzofen zu beheizen haben, dann eben fürs grillen im nächsten sommer.) und einmal spüren, warum beim heizen mit holz jedes scheit mindestens zweimal wärmt.

das wetter hier immer noch ziemlich warm, aber wenigstens mit wind und wolken.

Freitag, 5. November 2010

novemberrezept nummer drei

ins brockenhaus gehen und eine teekanne finden und kaufen, die man nun wirklich nicht braucht. einfach mal auf vorrat, und weil sie so schön ist und vielleicht wird es ja bald so kalt, dass man draus tee trinken kann?

Donnerstag, 4. November 2010

ich freu mich so

denn ich darf mit annette quentin-stoll filzen. dort. und es ist garnicht mehr lange bis dahin.

***

das novemberrezept fällt heute aus. wenn weiterhin draussen so unverschämt die sonne scheint, hole ich die liegestühle wieder raus.

Mittwoch, 3. November 2010

novemberrezept nummer zwei


beim abräumen der letzten töpfe ein paar blühende reste retten und zu einem kleinen strauss binden.
(wir haben das schon am montag gemacht, deshalb strahlt in der fensterscheibe auch noch ein wolkenloser himmel. die farben des gespiegelten waldes zeigen aber deutlich: november, auch wenn der strauss nach august aussieht!)

Dienstag, 2. November 2010

november

nun hat er sich herangeschlichen, der schlecht beleumundetste monat im jahr. ich find ihn ja gar nicht unbedingt so fies, vielleicht auch, weil ich mitten im november geburtstag habe. und trotzdem habe ich im vergangenen jahr mit freude die "novemberrezepte" bei frau ... äh mutti verfolgt, die helfen sollen die dichten nebelschwaden zwar nicht draussen, aber im gemüt zu vertreiben. in diesem jahr nun fragt sie, wer mitmachen will und ich sage, hier, ich!

mein erstes rezept: man fülle sich den kalender so voll mit terminen, dass man vermutlich keine zeit haben wird, sich dem novemberblues zu ergeben. (ob das wirklich so schlau ist, weiss ich noch nicht, vielleicht sag ich es ihnen am letzten novembertag.)