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Samstag, 24. Juli 2021

23. juli 2021 - letzter arbeitstag

noch mal freitag: haus geputzt, dinge erledigt, offene werkstatt. 

höhepunkt des vormittags: ich habe für den einzigen freien tag, den die tochter im september ausserhalb der wochenenden hat, einen termin auf der deutschen botschaft bekommen. ausnahmsweise passierte das nicht sonntagsmorgens um halb sechs, sondern mitten am vormittag, nach dem x-ten mal neuladen der buchungsseite, aber halt in den ferien, was nicht ganz unwichtig gewesen sein dürfte. die terminvergabepraxis der passstelle ist für alle, die nicht einfach mal zwischendrin frei nehmen können ein katastrophe, aber das wissen wir ja längst. ich frage mich nur, was die machen, die keinen zugang zum internet haben? 

 

wir haben jetzt auf diesem weg zusätzlich erfahren, dass wir bei den kommenden bundestagswahlen  mitwählen dürfen. ich nutzte die mittagspause dann dafür, die wahlunterlagen auszufüllen, nachdem ich herausgefunden hatte, welches wahlamt für uns zuständig ist. ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bei der letzten bundestagswahl nicht wählen konnten, weil die zeit, die wir im ausland lebten, schon zu lange war, aber da scheint sich wieder etwas verändert zu haben. oder war das die europawahl? auf jeden fall müssen wir uns aber vor der wahl ins wahlregister eintragen lassen, und zwar dort, wo wir zuletzt in deutschland gemeldet waren und das habe ich jetzt getan (muss nur noch abgeschickt werden). 

am nachmittag war endlich mal wieder was los in der offenen werkstatt - mutter und tochter hatten sich zum gemeinsamen filzen angemeldet. es sind ein etui für eine bambusflöte und ein kleiner sorgenfresser entstanden.


es gibt jetzt noch eine klitzekleine liste, was alles erledigt werden muss, bevor kai und ich verreisen können, aber hei: ferien! zum ferienstart (die tochter hatte auch schon den freitag frei und war mit der freundin unterwegs) gab es schnitzel und salat und weil es so schön warm war, schwamm ich anschliessend sogar noch eine runde im bädle.

Samstag, 21. November 2020

20. november 2020 - ich hab kein bild!

 freitag, wer hier regelmässig liest, weiss es schon: haushaltsvormittag. heute ging alles fix, trotz einiger sonderaufgaben wie betten frisch beziehen und gründliche reinigung der duschwand. schon vor elf war ich fertig mit den freitäglichen arbeiten, der rest kommt dann am montag. ich telefonierte noch mit meiner mutter, dann warf ich alle übriggebliebenen rest der woche in die pfanne und briet pastasciutta mit kartoffeln daraus. 

nach dem mittagessen machte ich pause, während kai spazierenging. kurz vor zwei war ich in der werkstatt, wo ich zuerst die noch vorhandenen sitzfilze der filzszene fotografierte, eventuell gibt es da eine bestellung. pünktlich um zwei trafen die angemeldeten besucher der offenen werkstatt ein: mutter mit kind und freundin. die mädchen sahen sich zuerst ein bisschen um, so dass ich mit der mutter die schritte für den dritten sitzfilz wiederholen konnte - sie konnte dann weitgehend selbstständig arbeiten und musste mich nur noch zu hilfe holen, wenn sie unsicher über das weitere vorgehen war. die mädchen entschieden sich für kraken: ich liess sie zuerst tentakel rollen, aus kammzugresten, gab aber eine sinnlos grosse zahl an, die die mädchen in ihrem arbeitseifer dann nochmal fast verdoppelten... gut, dann sollte es eben zwei kraken geben. da die beiden aber auch noch zwischendurch auf dem werkstattboden picknicken wollten, wurde die zweite krake nicht mehr ganz fertig. 

um halb vier klopfte es dann auch noch an der tür - der schon lange erwartete supergau in sachen offener werkstatt: drei angemeldete personen im raum, und eine filzkollegin vor der türe, die den hinweis, dass man sich momentan zur offenen werkstatt anmelden muss, leider nicht gesehen oder beachtet hatte. dazu war sie aus zürich angereist - wie sich im weiteren verlauf des gesprächs, das ich mit ihr auf dem flur führte, dann allerdings herausstellte, nicht nur wegen mir. ich bot ihr an, gegen halb fünf wieder zu kommen, da dann die beiden mädchen nach hause gehen sollten. das tat sie dann auch und sie konnte sich in der werkstatt umsehen und wir konnten ein bisschen miteinander reden. nebenbei instruierte ich die weiterfilzende kundin für eine halbstündige abwesenheit meinerseits, denn es stand ja auch noch der impftermin an. also radelte ich um fünf nach fünf los, entspannte mich mal zwischendurch für eine viertelstunde beim informationsbogen ausfüllen und grippegeimpftwerden in unserer apotheke (supersache, die impfung in der apotheke) und war um kurz nach halb sechs schon wieder zurück: das sitzkissen fast fertig und noch genügend zeit, das projekt insgesamt schön abzuschliessen und einen weiteren termin für weihnachtsgeschenke anzudenken. 

ich räumte noch ein bisschen auf und radelte dann nach hause. mittlerweile tat der impfarm ziemlich weh und ich beschloss, mal ein bisschen mimimi zu machen und jede weitere arbeit für den restlichen tag zu delegieren. glücklichweise hatte der zu besuch weilende sohn ohnehin das kochen übernommen (es gab kartoffel-lauch-yakon-suppe mit salat). also gab es nur noch die küchensäuberung und das wäscheaufhängen zu delegieren. anschliessend die, wie ich gerade bei frau pfützenspringen las, heilige dreieinigkeit des freitagabends: heuteshow, böhmermann, aspekte. für mich war aber bedtime nach zdf-magazin, wie das ja jetzt offiziös heisst. böhmi dafür heute mit rundfunktanzorchester wieder besser war als die erste sendung im offiziellen programm. 

sonst kein medienkonsum ausser den kruznachrichten auf dem mobilophon.

Samstag, 15. Februar 2020

14. februar 2020 - zeitschleifen

freitag, wie immer haushaltstag. heute hatte ich spass am saubermachen, ordnen, alles schön machen fürs wochenende. und ein bisschen hat es auch dabei geholfen, wieder ganz zuhause zu sein. irgendwie war ich immer noch in der zeitschleife im schwäbischen wald gefangen, ohne dass es sie jemals wirklich gegeben hätte; jetzt hat sie mich freigelassen.

über den vormittag klärten sich dann noch dinge, die die kommende woche betreffen, was für ein krimi und dabei ein wenig unnötig. und dabei war ich selbst ja nicht einmal eine der figuren im krimi, sondern nur das publikum. allenfalls eine randfigur. 

beim mittagessen aus restlichen fleischküchle und den letzten resten brot las ich mich durch blogs und stiess dabei auf einen eintrag von herrn buddenbohm, der mir die augen öffnete. sie müssen bis dorthin lesen, wo es um die deutsche wiedervereinigung geht, der rest ist auch interessant, vor allem die musik hat mir gut gefallen, aber richtig eingehakt habe ich bei diesem wiedervereinigungs- und mauerfallthema.
nun war es ja in den letzten monaten öfter so, dass man bilder aus dieser zeit wieder zu sehen bekommen hat und viele wichtige und weniger wichtige menschen haargenau beschreiben konnten, wo und in welchem gemütszustand sie sich befanden, als sie die ersten bilder vom mauerfall sahen.

ich also nicht.

ich mutmasse allerdings ein szenario, mit den eltern im wohnzimmer und der tagesschau auf dem fernseher, aber das muss auch überhaupt nicht so gewesen sein, es ist nur möglich und passt ganz sicher auf einige abende in dieser zeit, da ich während meiner lehre zur buchhändlerin noch zuhause wohnte. jubel und fahnenschwenken kommen da nicht vor. an was ich mich allerdings noch ziemlich genau erinnern kann, ist das unbehagen, das mich und vor allem auch meinen vater angesichts des ungebremsten jubels gelegentlich ergriff. ich verstand wenig davon, was da passierte, begann aber, mich damit zu beschäftigen und hätte, wie herr buddenbohm
gerne etwas länger besprochen und den Leuten an den runden Tischen [...] gerne etwas länger zugehört, diese Sichtweise war gar nicht exotisch, nicht in Ost- und nicht in Westdeutschland.


 zurück im jahr 2020 rief mich meine werkstatt, mit zwei angemeldeten besucherinnen für den offenen nachmittag. ein lange geplantes sitzkissen aus wolle von den eigenen schafen ist da entstanden und am anderen tisch wurde mit aufgelegten streifen aus allerhand mehr oder weniger gut filzenden materialien experimentiert.
ich bin immer wieder fasziniert, wie regelmässige besucherinnen der werkstatt sich sozusagen ihr eigenes curriculum zusammenbasteln und mit jedem neuen stück wieder ein bisschen etwas neues über das filzen lernen. ganz ohne vorgaben und sozusagen in einer sagenhaft mäandernden weise.

am abend habe ich mich dann aufgerafft, die werkstatt noch aufzuräumen, so dass ich in der kommenden woche, in der ich wieder zwei tage unterwegs sein werde, bei meiner rückkehr gleich loslegen kann.

zuhause war ich um kurz nach sieben, kai hatte schon mit kochen begonnen und brauchte nur noch ein paar hinweise für den kartoffelsalat, ich holte noch die tochter vom turnen ab, dann abendessen mit paniertem kabeljau und kartoffelsalat mit gurke.
mit den ergebnissen der tanzwoche, die wir als film anschauen durften und vagen planungsversuchen fürs wochenende wurde es dann reichlich spät, die tochter ging zu bett, kai und ich sahen noch nachrichten und heute-show.

gelesen: die fischtreppe
gehört: servus, grüezi und hallo (aus der vergangenen woche)
gesehen: heutejournal und heuteshow, dann noch den beitrag über die känguru-chroniken in aspekte. ich weiss noch nicht, ob ich die verfilmung brauche, überlege aber, die känguru-reihe wieder einmal anzuhören. 



Montag, 26. August 2019

wochenende 24. und 25.august 2019 - gartenarbeit und sport

am freitagnachmittag - das muss ich hier noch nachtragen - habe ich noch pia und ihre ouessant-schafe kennengelernt. oder zumindest pia und die wolle ihrer ouessant-schafe. sie kam zu mir in die offene werkstatt und brachte die gewaschenen und kardierten, fluffigweichen vliese mit. aus dem einem kleinen teil entstand am freitagnachmittag dann ein kleiner probefilz - den man aber auch zum beispiel als topfuntersetzer gebrauchen kann.


der plan sieht nun vor, dass nach und nach in der offenen werkstatt aus der restlichen wolle sitzfilze entstehen. ganz wie es zeitlich zum arbeitsaufwand auf einem bauernhof passt.
genau dafür ist die offene werkstatt da! ich freue mich auf weitere nachmittage mit pia und den ouessant-schafen.

***

für den samstag hatte ich schon ziemlich genaue vorstellungen, was alles erledigt werden sollte:

- die hecke an der strasse musste geschnitten werden.
(ein letztes mal. und das gerade jetzt, wo die naturhecke, der wir nur wenig nachgeholfen haben, endlich so richtig dicht und vielfältig ist. am neuen ort erwartet mich viel kirschlorbeer, wenn ich mich richtig erinnere.)

das arbeitszimmer, jetzt deutlich leerer.

- das regal aus dem arbeitszimmer sollte in die werkstatt gezügelt werden.
(die bücher hatte ich schon über die woche mit dem wägelchen transportiert, und das regal stück für stück freigeräumt. kai hat mir am spätnachmittag geholfen, der schreibtisch musste weichen, so ist jetzt eine schöne lese- und kaffeeecke entstanden. und der frei gewordene werkstattschreibtisch zog dann gleich noch weitere umräumarbeiten nach sich. kai tauschte seinen - eigentlich meinen alten - schreibtisch gegen den werkstattschreibtisch und so konnte der grosse sohn am sonntag den alten eichenschreibtisch, den ich in den späten achtzigern irgendwann gekauft habe, zu sich in sein wg-zimmer nehmen. rechtzeitig vor der einweihungsparty!)

ausserdem so: zwetschgenkuchen gebacken. tomatensosse gekocht. der grosse sohn hat sich spontan zum abendessen eingeladen. gelesen und wordfeud gespielt.

***

der sonntag war komplett terminfrei. zum frühstück holte kai nach einer gefühlten ewigkeiten mal wieder frische gipfeli und brötchen. nach dem frühstück radelten wir an den katzensee, schwammen bis zum bootshaus, teilten uns eine bratwurst und assen zum dessert eis, radelten wieder zurück (40 km fahrradfahren, ca. 1 km schwimmen).
am abend waren wir müde. 


Freitag, 18. Januar 2019

donnerstag 17.1.2019 - verwobenes

den vormittag mit einkaufen und erledigungen verbracht, vor dem mittagessen aber noch den blogeintrag vom vergangenen tag schreiben können. über mittag schnelles und frühes mittagessen mit der tochter, dann kam kai nach hause, mit dem ich noch eine tasse kaffee trinken konnte, bevor ich - wieder zu fuss - in die werkstatt aufgebrochen bin.

dort habe ich zuerst eine ganze stunde lang dinge aufgeräumt, unter anderem die überreste des kinderfilzens.

das in der vergangenen woche begonnene "sitzkissen der speziellen art" wurde heute in der offenen werkstatt fertiggestellt:


kurz vor der vollendung - der sitzfilz, der nur 33 cm im quadrat misst, bringt 300 gramm in drei farben auf die waage und ist dementsprechend kompakt. so erhöht er nicht nur den sitzkomfort, sondern auch ganz allgemein die sitzhöhe.


pünktlich zum abendessen war ich zuhause, der mittlere sohn hatte pfannkuchen mit spinat, avocados, frischkäse und lachs zubereitet. den restlichen abend habe ich mit dem ausdrucken und vorbereiten von kursunterlagen zugebracht und mich anschliessend noch ein wenig in den weiten des internets verloren.

***

dabei gefunden: eine buchbesprechung über eine veröffentlichung zu anni albers werk.

"Anni Albers war eine herausragende Künstlerin, welche die Handweberei in die Moderne führte und als Kunstform etablierte."
 
die ausstellungen zu denen der band erschienen ist, sind leider schon (fast) vorbei.