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Donnerstag, 16. Mai 2019

donnerstag 16.5.2019 - "sie brauchen gute nerven und viele stecknadeln"


der tag war wenig spektakulär, aber am nachmittag habe ich endlich die zeit gefunden, das buch von monika künti zu besprechen, es heisst "aus streifen geflochten" und ist im haupt verlag erschienen: 

zugegebenermassen bin ich an das neue buch von monika künti nicht ganz unbefangen herangegangen, denn erstens kannte ich schon ihr erstes buch "einhängen & verschlingen" und zweitens hatte ich bereits vor einigen jahren das vergnügen, mich von monika in das flechten mit streifen einführen zu lassen. 

nachdem ich für meine abschlussarbeit eher zufällig auf das verflechten von vorfilzstreifen gekommen war, hat mich das thema nie mehr so richtig losgelassen und beschäftigt mich mehr oder weniger stark seit langem. nicht alles kann ich in meine filzarbeit integrieren, aber es ergeben sich immer wieder anknüpfungspunkte. zuletzt hat mich vor allem die arbeit mit drei flechtrichtungen fasziniert, ohne dass ich bisher wirkliche fortschritte hätte erzielen können, aber dazu später mehr. 

das neue buch von monika ist mir auf meine bitte hin freundlicherweise vom haupt verlag zur rezension überlassen worden. herzlichen dank dafür!   


wie bereits das erste buch von monika künti ist es nicht einfach ein anleitungsbuch, oder vielleicht sogar noch weniger als das erste, es ist vielmehr eine gute basis zum erlernen der technik.
aber eben nicht nur das, sondern viel mehr, denn das erste kapitel widmet sich vor allem anhand zahlreicher abbildungen der geschichte und objektvielfalt, sowie dem sozialen aspekt der aus streifen geflochtenen dinge.


«Flechttechniken erfordern Aufmerksamkeit und Koordination von Intellekt und Körper. Der Körper schwingt in den Bewegungen, es gibt rhythmische Wiederholungen, man macht haptische Erfahrungen. Die einzelnen Tätigkeiten werden vom Einfachen zum Komplexen erlernt und geübt, der Schwierigkeitsgrad lässt sich individuell anpassen. Wenn der Einstieg in die Grundfertigkeiten gelungen ist, kann sich beim Tun grosse Ruhe ausbreiten.»

(ach, diesen text würde ich am liebsten in meine kursbeschreibungen übernehmen…)

das zweite kapitel kommt meinem wunsch nach struktur sehr stark entgegen: 


  • grundbegriffe werden geklärt, 
  • mögliche materialien vorgestellt und vorbereitet (es fehlt auch nicht der hinweis, dass brauchbares material oft unbeachtet als abfall herumliegt),
  • werkzeuge und hilfsmittel zusammengestellt (man braucht quasi nichts, was man nicht ohnehin in fast jedem haushalt finden kann),
  • aber auch das gestalterische potential bis hin zur ausstellungspraktik kommt zur sprache.

die beiden einführungskapitel nehmen etwa ein drittel des buchs ein – lassen sich aber problemlos in einem rutsch durchlesen, denn einerseits sind sie ganz wunderbar mit immer neuen inspirierenden abbildungen illustriert und dann wendet sich monika künti so an ihre leser, als ob sie neben ihr am werktisch stünden und sie noch en passant ein interessantes detail mitteilen müsse. es macht also einfach spass, das zu lesen!

das kapitel «die praktische arbeit» gliedert sich in drei abschnitte, zuerst werden verschiedene möglichkeiten eine fläche aufzubauen erklärt, in der folge randtechniken vorgestellt und dann geht es in die dritte dimension. dabei wechseln sich rein technische anleitungen ab mit kleinen projekten, für die bereits dimensionen und materialien vorgeschlagen werden. hier entstehen zum beispiel kleine körbe oder schmuckobjekte.

einen grossteil der techniken kannte ich bereits von meinem besuch in monikas werkstatt, deshalb habe ich mir ganz bewusst ein objekt ausgesucht, das ich noch nicht unter anleitung angefertigt hatte, einen tütenförmigen korb, für den ein mikronesischer fischerhut pate gestanden hat. 


ein bisschen musste ich noch im kapitel über die materialvorbereitung nachlesen, denn die zugeschnittenen streifen aus einer landkarte erwiesen sich als zu wenig steif, so dass ich zuerst je zwei übereinander geleimt habe. 


 die kleine arbeit hat mir grossen spass gemacht und dazu geführt, dass ich mich gleich weiter mit dem flechten beschäftigen wollte – glücklicherweise hatte ich genügend streifen geschnitten…

für das flechten mit drei richtungen finden sich leider nicht so viele anleitungen im buch – monika gibt selbst auch gleich den hinweis, ist doch diese art des geflechts so kompliziert, dass es auch als mad weave bekannt ist… 


anstatt des komplizierten geschlossenen ist im buch das offene dreirichtungsgeflechts erklärt. eine fläche konnte ich nach der anleitung so problemlos legen, dass ich gleich zu den dreidimensionalen objekten gesprungen bin und aus meiner fläche einen kleine korb angefertigt habe.


dabei habe ich gleich einen rat beherzigt: die vorgestellten objekte auch aus anderen materialien anzufertigen.
und damit werde ich vermutlich auch fortfahren, denn gerne möchte ich die eine oder andere anregung in meine arbeit mit filz übernehmen. ganz viele ideen habe ich bereits im letzten kapitel des buchs entdeckt, hier geht es um muster und dekorationen.

zusammenfassend würde ich das buch gerne menschen empfehlen, die sich auf das thema flechten mit streifen neu oder vertiefend einlassen wollen. die anleitungen sind sehr gut nachzuvollziehen, anhand der fotos auch einfach nachzuarbeiten. allerdings sollte man als leserin schon ein bisschen experimentierfreude mitbringen, denn das gelernte ist ein anfang und will mit anderen materialien, in anderen dimensionen und vielleicht auch ein bisschen die regeln brechend weiterentwickelt werden. die vielen abgebildeten beispiele laden dazu aber auch förmlich ein - basisliteratur im besten sinne also!


***

hier habe ich über meine besuch bei monika und das gelernte geschrieben: flechten 
und hier habe ich "einhängen und verschlingen" ausprobiert: was neues ausprobieren

Freitag, 29. März 2019

eine empfehlung: "tiere einfach (nass) filzen" von gabriele mazaracis*

schon wirklich sehr lange lese ich den blog "filzkram" der filzerin gabriele mazaracis und bewundere die von ihr geschaffenen filzwesen. was gabriele von vielen figürlich arbeitenden filzerinnen unterscheidet ist, dass sie für ihre tiere und menschen vorwiegend gröbere wolle von einheimischen, häufig auch seltenen rassen verwendet.** ihre tiere haben eine ganz eigene handschrift, die ich eigentlich schon immer mochte.
sie gibt auch kurse, leider aber hat sich für mich noch nie die gelegenheit ergeben, einen davon zu besuchen. deshalb habe ich mich sehr gefreut, als gabriele anfang des jahres das erscheinen eines anleitungshefts angekündigt hat. ich habe mir gleich eines bestellt und mit in die werkstatt genommen.
nun habe ich zwar nicht die ambition zur tierfilzerin zu werden, aber da das modul "spiel", das ich im filzlehrgang der filzszene schweiz unterrichte, unter anderem das herstellen von dreidimensionalen objekten aus vollfilz beinhaltet, schadet ein wenig weiterbildung ja nie.

das heft beginnt nicht mit einem anleitungsteil, sondern mit einer kleinen einführung in die hintergründe und grundlagen des filzens.
kernstück sind die folgenden 20 seiten: eine ausführliche, bebilderte anleitung in einzelnen schritten für alle eventuell an ein tier anzufügenden teile: rumpf, kopf, beine, arme, schwanz, ohren, sowie die ausarbeitung der figuren.
daran schliessen sich vier komplette anleitungen für konkrete tiere an, eins ohne beine, eins auf zwei und eins auf vier beinen, dazu dann noch die latzhose, die viele von gabrieles tieren tragen.




meine erste wahl fiel auf eine katze, und zwar eine rote. nun muss ich zugeben, dass ich schon tiere gefilzt habe und grundsätzlich weiss, wie man einen vollfilz aufbaut, aber da ich das nicht so häufig mache, habe ich mich streng an die anleitung gehalten und war damit gut beraten. den einzigen ratschlag, den ich nicht berücksichtigt habe, war das überprüfen der beinlänge.
meine katze kann jetzt sehr gut auf einem ast herumhängen, aber wegen der überlangen beine nicht stehen.
zum fotografieren bin ich während des aufbauprozesses nicht gekommen, hier sehen sie aber die katze und mich beim entspannen:


 wegen kursbetrieb und sonstigen arbeiten musste das projekt filztier dann wieder ein bisschen ruhen, bis ich anfang dieser woche einen hasen in angriff genommen habe:


 diesmal schon deutlich entspannter, gibt es nun auch ein paar fotos vom entstehungsprozess. am schwierigsten finde ich es, die proportionen zu treffen. gabriele gibt auch dazu gute hinweise, aber man müsste sich dann halt auch dran halten!
aktives hin- und herblättern ist während des arbeitens ab und zu notwendig, ich habe mir dazu die seiten mit markern versehen.


 hier überlegte ich kurz, ob nicht auch ein murmeltier ein schöner frühlingsbote wäre. (oder eher doch ein biber?)


pause. am liebsten hätte ich mich danebengelegt.


 und da sitzt er schon ganz keck auf dem wasserhahn.
das ausformen braucht sehr viel geduld - aber letztendlich bekommt das tier hier seinen individuellen ausdruck.




 ich ahnte es schon: der gestern auf instagram gezeigte hase hat vermutlich jeden herzchenrekord auf meinem profil gesprengt.
tja, leider unverkäuflich, weil der erste seiner art und ausserdem ja nicht auf meinem mist gewachsen. insofern gehen die herzchen und kommentare auch ein bisschen auf gabrieles konto. ich bin sehr zufrieden mit dem resultat, ich mag den hasen und kann mir auch vorstellen, noch mehr tiere zu machen. aber halt vorerst eher so zum spass. sollte ich mal in finanzielle nöte kommen, müsste ich mir das vermutlich anders überlegen.

aber nun noch mal zurück zur anleitung: ich kam sehr gut mit den beschriebenen arbeitsschritten zurecht, die fotos zeigen, was worte manchmal nur unzureichend beschreiben können und geben auch hinweise zu proportionen und formen. ich denke, man sollte schon mal erste filzerfahrungen gemacht haben, dann kann man sich mit hilfe des anleitungshefts sehr gut das filzen von tieren erarbeiten. und zwar wirklich generell von tieren, nicht nur von den gezeigten beispielen.
eine schöne ergänzung sind für mich die einleitenden kapitel, hier findet man die wichtigsten grundlagen des filzens aus der ganz persönlichen sicht von gabriele zusammengetragen. da kommen dann auch wieder die "netten schafe aus der nachbarschaft" vor - es muss halt nicht immer merino sein!

kaufen kann man das heft nur bei gabriele selbst, in ihren kursen und auf ihrer homepage.


* gerne habe ich für das anleitungsheft werbung gemacht, weil es mich überzeugt hat. das heft selbst habe ich ganz regulär bezahlt und auch sonst nichts für diesen blogpost bekommen.






**seit langem beschäftigt gabriele sich auch mit dem thema tiergerechte haltung der schafe, unter anderem hat das in den sehr informativen, wenn auch nur sporadisch befüllten blog "Mulesingfreie Merinowolle zum filzen und spinnen" gemündet.

Samstag, 20. Oktober 2018

freitag 19.10.2018 - papierfreuden

am morgen auf dem weg in die werkstatt noch getränke besorgt, dann in der werkstatt weiter am kundenauftrag gearbeitet.
dafür eine weitere schicht auf der rückseite aufgetragen, die sich insgesamt erstaunlich gut verbunden hat. trotz reichlich heissem wasser aber immer noch kaum schrumpfung. die vorderseite aber jetzt insgesamt schöner, auch der dreck spült sich langsam heraus. alles ein wenig kryptisch, vor allem weil ich mit fettig-seifigen händen keine fotos machen konnte.

zu mittag nach hause, das gemüse ist schon da!


spinat (wieder viel, aber lange nicht so viel wie letzte woche), asiasalate, ein radicchio, pakchoi, zwei randen, sellerie, zwei minizucchetti, zwei fenchel, kartoffeln, rüebli, zwiebeln, knoblauch.
da wir von der letzten woche noch reste haben, am samstag unterwegs sind und in der kommenden woche nicht jeden abend alle da sind, habe ich mit dem sohn besprochen, dass wir in dieser woche einen teil des ernteanteils an eine schwimmvereinskollegin verschenken werden. unser korb ist für 2 bis 3 personen ausgelegt, wir waren jetzt 3 wochen lang zu viert, ab morgen wieder zu fünft - aber eben nur am abend, so dass sich momentan das gemüse stapelt.

tütentomatensuppenzmittag mit angerösteten brotbrösmeli (ja, sie dürfen sich denken, dass so das gemüse nie wegkommt, aber für täglich zwei gemüsemahlzeiten reicht die zeit halt auch nicht), die tochter bastelt draussen herum, wir essen spät, anschliessend bastelt sie weiter. ich mache kurz pause, dann das übliche freitagshaushaltupdate über das ich mich mal mehr, mal weniger ärgere. ich denke immer noch, dass man alleine durch mitdenken eine ganze menge des lästigen putzkrams vermeiden könnte. an der umsetzung arbeiten wir hier allerdings noch.
als ich gerade am staubsaugen bin läutet es an der tür und der dhl-bote hält mir ein paket entgegen. mein gewinn vom postkunstwerkblog ist angekommen!


ich habe den zweiten preis bei einer verlosung gewonnen, eine kollektion von michaela müllers wunderschönen papieren. da kann ich jetzt jede menge schachteln beziehen, bücher binden oder vielleicht mal das eine oder andere klitzekleine geschenk verpacken! ich freue mich und sage danke hinüber zum postkunstwerk von michaela und tabea!
seit anfang des jahres kann man die beiden für ihre arbeit mit einem kleinen beitrag unterstützen, was ich tue und dadurch in der lostrommel gelandet bin. ich konnte in diesem jahr wenig an den regelmässigen mustermittwochen teilnehmen, weil einfach das filzen nun wieder viel breiteren raum einnimmt, aber ich war immerhin bei der sommerpost dabei. warum ich das postkunstwerk schätze, kann man am besten hier nachlesen. mit der adventspost hadere ich noch, ich müsste einen späten termin bekommen, denn bis zum 1.dezember, dem termin der dorfweihnacht, ist hier volldampf arbeit angesagt. danach vielleicht? es wäre schön.

die papiere muss ich schliesslich aber vom tisch nehmen, denn das nachhilfekind   die nachhilfejugendliche  kommt um fünf und wir kümmern uns um aggregatzustände, luftdruck und teilchen. zwei einfache beispiele für sublimation (übergang von fest zu gasförmig) und resublimation (von gasförmig zu fest) kennengelernt, beide mit wasser: 1. gefrorene wäsche trocknet auch bei temperaturen im minusbereich, aus eis wird dann direkt wasserdampf, 2. wasserdampf schlägt sich im tiefkühler direkt an der wand als eis nieder, ohne zunächst als wasser zu kondensieren.
heute war ich wieder vor allem dafür da, dass sie sich eine stunde lang konzentriert mit dem thema beschäftigt hat, gewusst und verstanden hat sie eigentlich schon das meiste, was sie nächste woche für die prüfung braucht.

zum abendessen gab es eine ganz gemütlich gekochte kartoffel-spinat-pfanne, wieder nach herrn whittingstall (das ist ein amazon-affiliate link). dazu aber noch spiegelei. 



Dienstag, 20. Oktober 2015

ausstellungsvorbereitungen


so, allmählich wirds ernst.
für die konkrete ausstellungsvorbereitung - also sachen zusammensuchen, alles, was durch das sommerliche verstauen gelitten hat, neu formen und aufbügeln, zufällig von benachbarten ausstellungsstücken übergesprungenen haare entfernen, aufhänge- und ausstellungsvorrichtungen zusammensuchen oder eventuell auch noch einkaufen oder basteln, eine preisliste erstellen, verloren gegangene oder neue preisschilder anfertigen, alles einpacken und was ich sonst noch alles bisher vergessen habe - habe ich mir drei tage eingerichtet. also eher halbe tage bis auf den heutigen, denn montag und mittwoch hatte, beziehungsweise habe ich auch noch kurse.
da ich aber heute wirklich mal voran machen konnte, ist der grossteil jetzt geschafft. eine tasche, für die mir noch die idee für einen henkel fehlte, hat jetzt auch einen bekommen, manches geht halt erst so richtig auf den letzten drücker. eine wandinstallation hängt hier noch, da muss ich aufpassen, dass ich die nicht vergesse, aber zumindest das,was ich ausstellen will, ist jetzt vorbereitet.
ich bin sehr gespannt auf die ausstellung auf schloss biberstein. schon auf das aufbauen, weil wir gemischt ausstellen werden, also nicht jeder seine ecke bekommt, sondern alles locker verteilt sein soll. das kann ich mir noch nicht so gut vorstellen, wie das gehen soll - aber ich bin guter dinge, dass es gut werden wird.
ansonsten scheint mir biberstein wieder einmal weit weg von meinem wohnort zu liegen, heute bin ich schon zweimal gefragt worden, wo denn das überhaupt liege, dieses schloss biberstein - dabei ist es nicht einmal allzuweit, es liegt gegenüber von aarau über der aare.
nun, für alle, die nicht hinfinden, auch oder gerade weil ja am wochenende auch das wetter wieder schön sein soll, gibt es ja auch noch die ausstellung in lengnau, also ganz nahe an unserem zuhause.
und für die anderen gibt es hier die infos.  
ich freue mich!

Samstag, 23. August 2014

werken lassen und dabei über die schulter schauen

letztes wochenende habe ich waschküche und filztisch an die beiden söhne ausgeliehen, für ein projekt, das die ganzen sommerferien über schon in den köpfen schwelte. 


wie so manches, was die beiden machen, brauchte es dafür zuerst mal den computer (und ein bildbearbeitungsprogramm).


 ausgedruckt auf folie ging es dann schon deutlich analoger weiter. 


in der kurzfristig (naja, zwei tage dann halt doch) zur dunkelkammer umgebauten waschküche beschichteten die beiden ein siebdrucksieb mit einer lichtempfindlichen emulsion.


 belichteten mit hilfe einer lampe, einem wäscheständer und natürlich der ausgedruckten folie.


wuschen aus, was auszuwaschen war und hatten dann ihr erstes selbstgemachtes siebdruckmotiv in händen.


 weiter ging es dann auf dem filztisch, farbe aufs sieb verteilen und auf stoff durchrakeln.


 und sehen so die fertigen beutel dann aus.


oder so, halt ein bisschen in szene gesetzt.


(alle bilder vom mann und den beiden söhnen.)
und wenn die beutel ihnen gefallen, dass können sie die sogar kaufen. allerdings nicht hier, sondern dort auf der homepage des grossen, die ihm der kleine zum geburtstag schenkte.

Donnerstag, 14. August 2014

kursprogramm und maria himmelfahrt


das kursprogramm ist fertig, die flyer gedruckt, die kurse auch auf dem blog ...
schüsseln, handtücher, wolle und seife für das morgige kinderfest zu maria himmelfahrt gepackt ...
jetzt muss es nur noch gutes wetter werden, drücken sie mir (und allen anderen helferinnen und kindern) mal die daumen!
(anders als auf dem bild filzen wir morgen ringe aus filz - denn die himmelskönigin schmückt sich mit filz!)

Dienstag, 4. Februar 2014

füürwärch (oder. achtung, werbung!)

wir haben hier im mittelland ja auch sportferien. nur leider immer noch nicht annähernd so etwas wie schnee. und da wir wegen dem lehrling heuer erst in der zweiten ferienwoche zum skifahren gehen, lassen wir uns von tag zu tag etwas einfallen, womit wir die (schnee-)freien tage verbringen können. etwas, das wir uns schon ganz lange vorgenommen hatten, war ein besuch im "füürwärch" in dübendorf. tatsächlich diskutierten ich und die tochter (der mittlere sohn wollte nicht mitkommen) im auto, wie lange schon: ihrer meinung nach ist das schon ganz lange her, nämlich mindestens seit sie sechs jahre alt war, meiner meinung nach war das etwas kürzer und dank blog kann ich das auch belegen, denn dort haben wir vor zirka eineinhalb jahren die freundlichen frauen vom füürwärch kennengelernt und den beschluss gefasst, einmal mit viel zeit wiederzukommen. 


 und das war eine gute idee. und zwar einerseits generell, andererseits in sachen viel zeit.
wir trafen nach einem kleinen umweg über gockhausen (nett eigentlich da im zürcher ....ähm, wie heisst das noch ... hinterland?) um kurz nach elf im ladenatelier ein (parkplätze gibt es direkt vor dem haus) und brauchten so irgendetwas zwischen einer halben und einer ganzen stunde bis wir sämtliche zur verfügung stehenden rohlinge begutachtet und uns für einen entschieden, dann mindestens noch dreimal umentschieden, dann verschiedene techniken angeschaut, dann die farben und noch ein paar techniken erklärt bekommen hatten. und das in einer wirklich absolut entspannten atmosphäre, so dass wir da bereits komplett die zeit vergessen hatten.


 die tochter hatte sich für einen suppenteller, ich für einen möglichst flachen teller entschieden. auf dem teller der tochter sind so ziemlich sämtliche technikvorschläge, die christina uns machte, vereinigt, sie hatte eine riesenfreude dran, alles mögliche vom einfachen bemalen mit pinsel, mit und ohne vorzeichnung, über so eine art auftrag mit einer kanüle bis zum stempeln auszuprobieren. zwischendurch hat sie sich immer wieder rat geholt, oder inspiration, je nach bedarf. ein bisschen schwierig ist es teilweise, die farben so im kopf zu behalten, wie sich nach dem brennen sein werden. es gibt dafür aber kleine glasierte tonscherben, die man zu diesem zweck nebeneinander legen kann.


 ich habe derweil akribisch an meinem entwurf herumgepusselt, was den vorteil hatte, dass ich mit dieser idee die meiste zeit den kopf frei hatte um der tochter zuzuhören und zu schauen. andererseits macht es sinn, dass auch die begleitende erwachsene person etwas macht, denn sonst wirds schnell langweilig und man fängt womöglich noch an, die kinder anzutreiben, was weder spass noch sinn macht. tatsächlich kann man sich nämlich so viel zeit lassen, wie man möchte mit seiner arbeit, man bezahlt pro werkstück und in diesem betrag sind dann nicht nur farbe und brennen, sondern auch die nutzung des arbeitsplatzes und ganz viel fachkundige und liebevolle anleitung enthalten.


 so weit so gut, als wir die oberseite der teller beendet hatten, waren wir durstig und hungrig und ausserdem hatte sich die familie, die mit uns dort am arbeiten war, auch etwas zu essen bestellt und darum gingen wir durch eine tür ins "kafi näbedra". man kann sich die sachen auch an den arbeitsplatz servieren lassen, aber es tut gut, mal aufzustehen und woanderes zu essen. (unbedingt sollte man einen besuch der toilette einplanen, man kann das aber auch schon in der inspirationsphase ganz am anfang tun.)
nun, während des essens erklärte die tochter, dass und wie sie die rückseite des tellers zu bemalen gedachte. ein aspekt, an den ich bisher noch keinen gedanken verschwendet hatte.


 während ich mich für eine einfarbige, die farben der vorderseite aufnehmende gestaltung entschieden hatte, kam die tochter jetzt erst so richtig in fahrt... nutzte die erfahrungen, die sie auf der oberseite gemacht hatte und gestaltete den teller auch noch von unten.


 und anstatt einfach nur herumzusitzen (und womöglich doch noch zur eile zu drängen) habe ich noch ein paar pröbchen gemalt. ich hätte da schon auch noch ein paar ideen... und am schluss fing ich dann doch noch an zu drängeln. aber erst, als es allmählich auf vier uhr zu ging, denn zwischen uns und den hühner, die noch in ihr haus und vor dem fuchs in sicherheit gebracht werden wollten vor dem eindunkeln, lag immerhin noch der gubristtunnel und vor meinem inneren auge wuchs der stau...


wahrscheinlich wären wir auch ohne hühner, fuchs und stau nicht mehr viel länger geblieben, denn ein bisschen anstrengend wars dann doch auch. aber eben auch wunderschön! wir danken darum ganz herzlich für den schönen ferientag in entspannt werkeliger atmosphäre und freuen uns jetzt schon auf die ergebnisse, die wir nach dem brennen bereits am samstag abholen dürfen!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

neuigkeiten ...

heute habe ich mich daran gemacht, alle filzsachen für die ausstellung in kisten und kästen zu verpacken. glücklicherweise ist der ausstellungsraum gerade einmal über die strasse, so dass wir morgen abend beim aufbauen jederzeit mal kurz nach hause laufen können, um vergessenes zu holen. die filzsachen wollte ich aber vorher noch einmal durchschauen, fehlende labels ergänzen und so weiter. dabei habe ich gesehen, wie viel ich in den letzten zwei jahren gefilzt habe!


es gibt aber auch ein paar sachen, die noch "auf den letzten drücker" in den vergangenen beiden wochen entstanden sind. dazu gehören die farblich abgestuften sitzfilze und die windlichte, die auch dem motto der ausstellung "geflochten und gefilzt" entsprechen...

Montag, 2. September 2013

fotobuch

vor ein paar wochen erhielt ich das angebot, die fotobücher von pixum zu testen, gegen einen gutschein von 30 franken. und da ich ohnehin schon eine weile plante, ein fotobuch mit meinen filzarbeiten zu erstellen, nahm ich dieses angebot gerne an. 
da der gutschein lediglich bis ende august galt, versetzte mich das ganze in leichte panik, andererseits war es aber auch ganz gut so, denn so habe ich mich endlich wirklich mal dran gemacht, fotos aus sieben jahren zu sichten und die auszuwählen, die ich interessierten und kunden gerne zeigen möchte. 


was für ein unterschied zur erstellung eines fotobuchs als dankeschön für einen schönen wanderurlaub! andererseits war es aber auch gut, dass ich an dieser aufgabe schon ein bisschen erfahrung gesammelt hatte. 
und zwar just mit derselben software zur erstellung des fotobuchs, obwohl bei einem anderen anbieter. auch wenn pixum draufstand, eigentlich war also cewe drin. 
die software taugt etwas, je länger man damit arbeitet, desto besser kommt man naturgemäss damit klar. schade ist, dass man manche erfahrungen erst fürs nächste fotobuch brauchen kann, da nachträgliche änderungen leicht einmal das mühsam zusammengebaute layout der bereits erstellten seiten zerhauen können.


ich entschied mich für die grosse quadratische variante (wobei ich gut 20 zentimeter kantenlänge nicht als wirklich gross empfand) und brauchte, um alles unterzubringen, zusätzlich zu den 26 basisseiten vier erweiterungen  mit jeweils 8 seiten.


in dieser variante (kein fotopapier, hardcoverumschlag) kommt das buch dann mit versand regulär auf über siebzig franken. dank gutschein und übernahme der versandkosten bezahlte ich etwas über 35 franken.


die qualität ist - vorausgesetzt die verwendeten fotos sind das auch - sehr gut. die kundinnen, die das buch am samstag angeschaut haben, waren durchweg begeistert. und auch ich bin das, was die qualität der fotos und das ganze aussehen des buchs angeht.

happig allein finde ich den preis, durchaus vergleichbar, beziehungsweise identisch mit anderen anbietern in der schweiz, aber trotzdem heftig. in einer hinsicht hinkt der vergleich allerdings: wenn ich mich nämlich für ein fotobuch von cewe entscheide (selbe software, selber preis, selbe ausführung, selbe herstellung?) kann ich mir das ganz einfach in die nächste migrosfiliale liefern lassen. keine rechnung, keine kreditkarte notwendig und auch keine portokosten...