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Sonntag, 5. November 2023

rest oktober, anfang november

kaum kann ich es glauben, dass ich schon wieder eine woche vom workshop zuhause bin. nimmt man es genau, sind es sogar eher zehn tage... 

inzwischen ist es richtig herbstlich geworden, die wälder haben ein bisschen farbe bekommen und das wetter ist nass, windig und unberechenbar.


das letzte wochenende haben wir glücklicherweise nicht nur zu einem spaziergang mit anschliessendem ausstellungsbesuch genutzt...

die ausstellung in effingen zeigte filz (nicht fotografiert) und bilder, die mit der windmalmaschine entstanden sind. vor der kelter war auch eine solche zu besichtigen.

...sondern auch für aufräumungsarbeiten im garten. denn auch wenn wir keinen "sauberen" garten überwintern, müssen doch einige dinge, die wir im sommer immer draussen haben, ins winterquartier gebracht werden. 

die bilder aus dem garten sind im laufe der woche entstanden - der wald gegenüber färbt sich zusehends herbstlich.

im garten gibt es nur noch wenige farbtupfer: hagebutten...

... eine späte rudbeckie...

... hinter dem gewächshaus entdecke ich auch noch früchte der rosa multiflora...

... und die früchte des pfaffenhütchens, das ich aus der umklammerung der kirschlorbeeren befreit habe ...


 ... und immer noch hortensien. 

an halloween versagen wir vollständig und haben nicht ein stückchen verschenkbare süssigkeiten zuhause (angebrochene kekspackungen sind ja wohl nicht soo geeignet). und lassen uns selbst zwei tage später von dieser aufwändigen installation an der nase herumführen. 

jaja, mit "grabsteinen" und allem drum und dran. die kürbisse sind übrigens nicht geschnitzt, sondern von einem beamer so angeleuchtet, dass sie geschnitzt und von kerzen beleuchtet wirken. am gartenzaun hat es einen schalter, mit dem man eine filmprojektion samt musik abspielen kann. ich würde mal sagen: diese familie ist am uns entgegengesetzten ende der vorbereitungsskala anzusiedeln.

am mittwoch führt mich eine vorstandssitzung der filzszene nach zürich - nach zwei stunden intensiver besprechung und unter dem eindruck der bereits zu beginn vorgetragenen wünsche, welche züge erreicht werden sollen, bin ich ziemlich geschafft. aber für einen spaziergang zum spezereienladen und zur papeterie, sowie ein foto vom renovierten südtrakt des hb zürich reicht es dann doch noch. 

über die woche war ich auch in der werkstatt fleissig, demnächst stehen dann doch endlich mal wieder ein paar kurstage und auch noch der adventsmarkt an.

das erste novemberwochenende sieht uns wieder arbeitend (die fenster im esszimmer, die man nur mit leiter, teleskopfensterputzer und akrobatik erreichen kann, sind jetzt wieder für ein jahr sauber) und auch wieder in einer ausstellung.


der tisch steht im kunsthaus aarau und war nicht teil der ausstellung. sah aber ziemlich nach kunst aus. 

wir waren beeindruckt von der bearbeitung des themas rassismus gegenüber dunkelhäutigen personen - aufgehängt an einem text, den der amerikanische schriftsteller james baldwin in den fünfziger jahren über einen aufenthalt in leukerbad verfasst hat, aber durchaus mit viel bezug zur heutigen zeit. wieder einmal ist dem kunstmuseum des kantons hier ein wirklich überzeugender denkanstoss gelungen. 

die ausstellung im kunsthaus aarau läuft noch bis zum siebten januar. nehmen sie sich zeit, um auch die filme und videos anschauen zu können.

beim nachhausekommen fiel uns schon bevor wir den berg zum haus hochfuhren auf, dass die tote tanne im nachbargarten ihren wipfel verloren hat. das ging dann doch ziemlich fix. war aber auch ein wenig stürmisch heute (oder vielleicht schon gestern nacht, so genau kann ich das auch nicht sagen, da der wipfel wider erwarten nicht in unserem garten eingeschlagen hat.) zum vergleich der tote baum im sommer 2022.





Samstag, 28. Oktober 2023

zwei wochen in einigen bildern und ein bisschen text

schon mit den 12 posts aus den ferien im harz hätte ich die diesjährige blogstatistik in jedem anderen monat übertroffen - aber eigentlich wollte ich nicht gleich wieder den faden verlieren und zwischen dem 12von12 und dem 12tel-blick einfach gar nichts mehr posten. doch da ist mir wieder einmal das leben dazwischengekommen und im zweiten teil der blogpause auch noch eine erkältung. 

aber fangen wir vorne an. 

wir sind ja, schrieb ich, früher aus dem harz nicht nur wegen des regens, sondern auch für den geburtstag der tochter abgereist - den haben wir dann am samstag mit der familie und freundinnen gefeiert. 

 
nach einem gemütlichen sonntag startete montags ein wenig alltag, bei dem ich allerhand an erledigungen in vier tage zu pressen versuchte, so dass ich am freitag mit winterreifen und auch ansonsten gut präpariert zum nächsten geburtstag starten konnte.  
 
bis zum sonntag blieb ich bei meiner mutter, neben der geburtstagsfeier gab es auch ein paar dinge zu tun, noch ist nicht alles am gewünschten ort, aber wir arbeiten dran. und beim nächsten mal vergesse ich dann auch nicht die schraubbaren filzgleiter, die es, wie es scheint, nur hier in der schweiz zu kaufen gibt.  

mit halsschmerzen und schnupfen kam ich zuhause an und legte mich mehr oder weniger sofort ins bett (vorher noch kurz in die wahlnachrichten geschaut, naja, hätte ich mir auch sparen können - schon unterwegs war ich etwas irritiert über die deutsche bewertung der vorhergesagten gewinne der schweizer volkspartei und die bezeichnung als rechtspopulisten - so hatte ich das noch nicht gesehen. gestern dann den "einfach politik"-podcast zum thema gehört und in meiner meinung bestätigt gefühlt, dass der unterschied zwischen der svp und vielen rechten parteien in europa schon darin besteht, dass sie das staatliche system nicht generell in frage stellen. und populismus ist hier nicht nur sache der rechten...) 

den sonntag verschlief ich bis auf die mahlzeiten komplett und nutzte jeden mir angebotenen service wie den transport meines filzworkshopgepäcks aus der werkstatt nach hause, denn ich musste dringend fit werden für die kommende woche und den anstehenden kurs bei strongfelt...

was soll ich sagen? ich habs geschafft, der schnupfen wurde immer besser und ich sass mit am filztisch - mein platz unschwer am handtuchdesign zu erkennen. 

vielleicht hat es auch die bergluft gerichtet.

oder das leckere essen im hotel ucliva in waltensburg - vor allem die leckeren suppen, die es jeden mittag als vorspeise gab.

 

jedenfalls war ich äusserst excited lisa klakulak im echten leben zu treffen - und sie umgekehrt auch, teilnehmerinnen ihrer online-klassen persönlich zu begrüssen. und auch wenn es teilweise ein wildes kauderwelsch war, was da durch den kursraum tönte - es war stets geprägt von der guten laune und dem humor von lisa, die nicht nur für ihren filz eine ganze menge begeisterung transportierte, sondern auch immer wieder für die landschaft, das wetter, die kühe und nicht zuletzt für den lake walensee, an dem sie ein paar tage verbracht hatte. (wir waren in der surselva).

das wetter war jeden tag anders, aber da ich genügend mit meiner nase und dem filzen beschäftigt war, hätte der workshop meinetwegen auch im industriegebiet stattfinden können, wobei der ausblick schon schön war. 

und die hauptattraktion fand eh in ganz kleinem rahmen auf dem filztisch statt. 

mein blog, meine ergebnisse im vordergrund. (wenn sie die von allen sehen wollen, gehen sie zur instagramseite der filzszene.)

es war ganz grossartig mit euch allen! 

die rückfahrt war dann noch ein bisschen herausfordernd, da es ab dem glarnerland schüttete was herunterkonnte und ich zuhause beim aussteigen den rechten hinterreifen auf dem noch nicht ganz letzten loch seine luft herauspfeifen hörte... aber inzwischen ist auch das geflickt, die instaposts für den verein geschrieben, meine notizen zum kurs ergänzt, werbung für die kommenden kurse im november gemacht und draussen scheint die sonne und lockt uns demnächst zu einem spaziergang und einer ausstellung nach effingen...


Samstag, 16. September 2023

warum ich gestern beim internationalen klimastreik dabei war

naja, ich wollte eigenlich eh hingehen, aber falls ich noch einen grund gebraucht hätte, habe ich ihn auf dem weg in die werkstatt aus dem briefkasten genommen: 

die nebenkosten abrechung ist, so weit ich das überprüfen kann, korrekt. ich bezahle, zu meinen bereits bezahlten akonto-beträgen, für die vergangenen 9 monate etwa zusätzlich 15% nach. 

was mich stört, ist der ton des briefs. 

in 2021 wurde die alte ölheizung durch eine gasheizung ersetzt. und ja, das hat eine einsparung an co2 ausstoss gebracht und der plan ist wohl auch, eine teil der energie aus regionalem biogas zu beziehen. wie gross dieser wohl ist? 

im herbst 2022 wurde dann die erwähnte notheizung aufgestellt. die ist, wohlwollend gesprochen, nicht ganz neu und in einem anhänger auf dem hof montiert. unten tropft es raus, hoffentlich nix ganz schlimmes. wie viel sie zum beheizen der räume beiträgt, weiss ich nicht. (anhand der kostenaufstellung sichtbar: es wurde deutlich mehr mit dieser öl- wie mit der gasheizung geheizt)

was nicht unternommen wurde: erneuerbare energien parallel zum einsatz bringen. auf keiner der dachflächen, auch der nicht denkmalwürdigen, gibt es so etwas wie pv-anlagen oder solarthermie. ob irgendetwas in dieser richtung geplant ist? wurde  mir nicht mitgeteilt - ich gehe aber auch nicht davon aus, die gasheizung ist ja noch ganz neu und die mobile ölheizung steht da, wo sie auch im letzten jahr stand.

mir fehlt ein bisschen die fähigkeit, mich über das ergebnis der bemühungen zu freuen, auch dafür dankbar zu sein, welche wohltaten über mich da ausgegossen wurden ("[die vermieterin] hat die differenz selbst ausgeglichen" ... "auf eigene kosten extra eine ölheizung angeschafft"). 

*kleiner exkurs zu "differenz selbst ausgeglichen" - meine nebenkosten sind um 15%  höher, der gaspreis ist im vergleich zum zeitraum bis februar 2022 auf das doppelte gestiegen. die preisschwankungen beim heizöl sind gross - von ca. 60 bis 190 franken pro 100 liter, da dürfte es im wesentlichen darauf ankommen, wann das heizöl eingekauft wird. die heizkosten machen circa 70% der nebenkosten aus. die differenz kann also auch ganz gut jeweils zugunsten der vermieterin ausgefallen sein. 

so, ende der düpflischiesserei. mir geht es eher ums grundsätzliche. dass hier das heizen mit fossiler energie gepriesen wird. dass ich keine bemühungen sehe, davon wegzukommen, dass es kurzfristig billig sein soll - aber nur sein kann, wenn man die kosten für die nachfolgenden generationen ausblendet und der allgemeinheit aufbürdet. dass überhaupt nur kurzfristig gedacht wird. dass mit den regionalwerken auch noch ein kommunaler träger, also die öffentliche hand dazu beiträgt, dass fossile energien bevorzugt werden. dass man das dann noch mit denkmalschutz verbrämt. dass der gesetzgeber nix dagegen macht. dass weiterhin fossile energien subventioniert werden. dass geld dafür ausgegeben wird, anstatt für den umstieg auf erneuerbare und co2 neutrale energieträger, die auf die länge der zeit dann auch noch billiger sein werden.

ich lass jetzt mal den ganzen link zur klimakatastrophe aus. ich gehe davon aus, dass sie wissen, dass fossile energien beim verbrennen co2 in die luft entlassen, dass dieses co2 zur klimaerhitzung beiträgt und dass es deshalb reduziert werden muss, wenn wir hier nicht demnächst noch mehr katastrophen haben wollen. überschwemmungen, dürren, stürme, missernten, hunger, perspektivlosigkeit, wanderungsbewegungen, kriege, flucht, etc. sie wissen schon eigentlich. 

also deshalb auch zur klimademo. war schön mit den hundert leuten. es hätten schon noch ein bisschen mehr sein dürfen. 


 

 


Sonntag, 11. Dezember 2022

viel politik und am ende schnee!

start in die woche mit grittibänzenbacken, weil wir für den abend beim ältesten sohn verabredet waren, um unser nikolauspäckchen von der grossmutter zu teilen. ich musste vorher noch zu einer halben stunde physiotherapie und packte mir alles aufs fahrrad: nikoläuse, päckcheninhalt und ganz oben drauf die fast noch warmen typisch schweizerischen hefegebildgebäcke. in der stadt traf ich mich mit der tochter, wir verschlenderten eine stunde in buchhandlung und kaufhaus um nicht zu früh beim abendessen zu sein. anschliessend familienabend in wieder einmal einer neuen wohnung des grossen.

bereits am montag beim hellwerden waren die dachdecker aufgetaucht, am dienstag ging es dann so richtig los mit dem dachdecken. ziegel wurden geliefert, in unserem engen privatsträsschen ist das eine logistische meisterleistung, und anschliessend gleich palettenweise aufs dach gehievt. am donnerstag um die mittagszeit war das neue dach bereits fertig, das alte in kleinen stücken in einer bauschuttmulde versorgt. das ging wirklich fix, wie der dachdecker bemerkte war es halt aber auch nur tausch alt gegen neu. 
 
 
ich versuchte über die woche an allen adventsaufgaben gleichermassen "dranzubleiben" - werkelte an der adventspost, an vereinspost und an der vorbereitung des adventsmarkts. 
 
am mittwochmorgen verfolgte ich in der werkstatt im radio die wahl von zwei neuen bundesratsmitgliedern. der siebenköpfige bundesrat ist die schweizer regierung, die nach einer (nirgends festgeschriebenen) sogenannten zauberformel aus den vier am stärksten im parlament vertretenen parteien zusammengesetzt ist. gewählt werden die räte von volks- und kantonsvertretung gemeinsam. die parteien schlagen jeweils kandidaten für ihre ausscheidenden mitglieder vor und gewählt ist man erst mit einem absoluten mehr. überraschungen sind also eher gering, aber für die sozialisten wurde im dritten wahlgang eine aussenseiterin in dieses gremium gewählt, aus einem kanton, der noch nie eine vertreterin dort hatte. möglichst ausgewogen sollen die verschiedenen (sprach)regionen der schweiz vertreten sein - das sind sie mit einem überhang an lateinischsprachigen vertretern und westschweizer*innen jetzt nicht. ausserdem wurde im nachgang heftig darüber diskutiert, dass die städte, in denen immerhin 85% der schweizer bevölkerung leben, unterrepräsentiert sind. aber immerhin hält die neue bundesrätin walliser schwarznasenschafe, das ist doch auch schon was. (und eine steilvorlage für die kritik, die ganz richtig darauf hinwies, dass der reichtum der schweiz nicht mit niedlichen schafen erwirtschaftet wird.) 
woher ich das mit den 85% weiss? weil wir am donnerstagabend nämlich eingeladen (oder aufgeboten?) waren, unsere staatsbürgerlichen kenntnisse über unser gastland nachzuweisen, auf dass dann der prozess zur ordentlichen einbürgerung starten kann. und da war eine der fragen die nach dem anteil der schweizer bevölkerung, die in städten lebt. nach bestandenem test gilt es nun eine lange liste an dokumenten beizubringen, dazu dann in einem anderen blogpost und zu anderer zeit einmal mehr. 

am freitag waren schon wieder handwerker im haus (die dachdecker waren ja eher draussen), die eine neue filteranlage für das schwimmbad einbauten. testen können wir erst im sommer, darum hat kai dann auch am samstag das wasser abgelassen, in stetem schneetreiben, das bereits am freitagvormittag eingesetzt hatte. wir haben schnee, er bleibt sogar liegen.

eine schöne kulisse für den markt im park der villa langmatt - aber halt auch arg feucht und ungemütlich um hinter dem stand zu stehen. vom aufbau um halb elf bis zum abbau um halb sieben schneite es in einem stück durch. dazu eher verhaltene kauflust beim publikum, das oft schon mit verschneiten hüten und rucksäcken im park ankam.


schön war es trotzdem - ein bisschen was habe ich auch verkauft, aber getreu nach dem motto, dass ich auf dem markt vor allem bin, damit die menschen mich ab und zu sehen, sprach ich viel mit bekannten und neuen gesichtern und bekam neben reichlich komplimenten und zuspruch auch noch ein nachträgliches geburtstagsgeschenk gebracht. 

mit dem markt kann ich dann auch beinahe das jahr in der werkstatt abschliessen. ein bisschen was gibt es noch aufzuräumen, ein paar anfragen nach kursen und auftragsarbeiten muss ich noch beantworten, aber so richtig gearbeitet wird erst wieder im nächsten jahr. es sei denn, ich bekomme lust, noch etwas ganz für mich oder als geschenk zu machen.
 

Mittwoch, 6. Juli 2022

5. juli 2022 #wmdedgt

tagebuchbloggen, auch mal wieder. 

die tage starten alle ähnlich in diesem sommer. ich stehe gegen 20 nach sechs auf, gehe in die küche, räume die spülmaschine, die über nacht gelaufen ist, aus und mache frühstück: kaffee und müesli für mich, kai isst ein marmeladenbrot. beim frühstücken spielen wir an unserer partie scrabble weiter, zur zeit führe ich nach punkten. dann giesse ich, was gegossen werden muss. heute ist das nicht so viel, denn es hat in der nacht noch einmal geregnet, nachdem gestern nachmittag schon ein gewitter alle vorräte aufgefüllt hatte. also brauchen eigentlich nur die tomaten, die entweder geschützt an der hauswand oder im gewächshaus stehen, überhaupt wasser aus der kanne. 

ich trödle noch etwas herum, denn beim gestrigen einkauf habe ich vergessen, mottenpapier zu kaufen. punkt acht stehe ich vor dem laden und zehn minuten später bin ich dann auch schon in der werkstatt. hier herrscht immer noch grosses durcheinander - ich hatte in den letzten tagen, an denen ich den grossen auftrag beenden konnte, den dringenden wunsch, mal wieder richtig sauber zu machen und die werkstatt zu ordnen. das lohnt sich, wie mir jeder einzelne putzkübel zeigt... nachdem ich gestern die riesigen dreiflügeligen fenster geputzt habe, geht es heute mit dem bücherregal weiter. anders als beim material und den werkzeugen hat sich hier viel mehr chaos angesammelt. nach beendigung kleiner und grösserer arbeiten neige ich ein bisschen dazu, die entwürfe in eine mappe und diese dann zwischen das andere material zu stecken. das rächt sich nun, dabei hatte ich doch gedacht, dass ich heute fertig werden könnte...

ich gebe kai bescheid, dass ich pünktlich zum mittagessen komme, an eine beendigung der arbeiten ist heute nicht mehr zu denken, denn da stehen auf den beiden arbeitstischen auch noch all die dinge, über deren verbleib ich erst noch entscheiden muss. 

deshalb gibt es um zwölf den restlichen griechischen salat mit foccacia, den wir gestern abend nicht geschafft haben. ich mache ein bisschen pause und lese ein paar seiten. dann bügle ich einen mässig vollen bügelkorb weg und gehe eine runde schwimmen. danach ist es zeit für unsere abendverabredung: 

wir sind immer noch auf der suche nach e-velos. heute haben wir einen termin beim örtlichen fahrradhändler, bei dem ich schon mein e-velo gekauft habe. nach einigen probefahrten, die wir bei einem grösseren laden mit mehr auswahl gemacht haben, wissen wir schon recht gut, was wir haben wollen und was nicht. andererseits ist es momentan auch ein bisschen schwierig, überhaupt ein passendes velo zu bekommen, bestellungen dauern ungewiss lange, zu haben ist das, was im geschäft schon vorhanden ist. kai fährt probe und ist von dem grösseren rahmen und dem modell, das er noch nicht gefahren ist, begeistert. eigentlich ist es auch erst mal wichtig, dass er ein passendes e-velo bekommt, ich kann ja weiterhin mit meinem lastenesel fahren und den zu einem späteren zeitpunkt ersetzen. allerdings habe ich, nachdem ich ein rad mit kettenschaltung probiert habe, schon die idee für fahrradtouren wieder dazu zurückzukehren. die nabenschaltung, die ich momentan fahre, ist im stadtverkehr toll, aber halt bergauf immer ein bisschen mühsam, weil ich nicht unter last schalten kann. ich fahre auch noch zwei velos zur probe und es kristallisiert sich allmählich heraus, dass wir wohl nicht zwei räder vom selben modell haben werden, denn was kai super passt, ist mir nicht angenehm und auf dem modell, das ich favorisiere, fühlt er sich nicht wohl. nun denn, dann können wir halt nicht akku tauschen. 

einen kurzen zwischenhalt machen wir noch bei einem weiteren veloladen, wieder einem kleinen, bei dem kai sein tourenvelo gekauft hat. auch hier: was noch da ist, könnten wir haben. bestellungen dauern mindestens bis zur nächsten saison. ein velo fährt kai hier probe, das sieht trotz elektroantrieb sehr nach einem einfachen velo aus, allerdings stellt sich auch nicht so recht begeisterung ein. 

jetzt sind wir aber sehr bratwursthungrig und fahren weiter zum biergarten auf der klosterhalbinsel in wettingen. ein panache und eine brauerwurst weiter haben wir eine tendenz, aber noch keine entscheidung. wir sprechen ein bisschen über die kommenden ferienwochen in der zweiten julihälfte und ich frage bei einer freundin an, ob wir sie besuchen könnten. den rückweg treten wir auf dem rechten limmatufer an, wechseln auf stadthöhe die seite, fahren durchs städtle und am bücherschrank vorbei und dann den restlichen berg hinauf nach hause.

ich sammle die geleerte grünguttonne ein, kai springt noch kurz ins wasser und dann setzen wir uns noch ein bisschen vors gewächshaus und lassen den abend ausklingen. und es sieht ganz nach einer entscheidung in sachen fahrrad aus. und unsere reisepläne konkretisieren sich auch ein wenig. dazu noch ein paar schöne bilder der tochter von der ferienfreizeit... 

#wmdedgt heisst ausgeschrieben "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und ist eine blogaktion von frau brüllen, die auch heute wieder die tagebuchbloggenden bei sich versammelt.




Sonntag, 26. Juli 2020

25. juli 2020 - samstag in der kleinstadt

frische brötchen zum frühstück am samstag bekommt meine mutter seit beginn der corona-pandemie von ihrer nachbarin mitgebracht, die auch sonst einen grossteil ihrer einkäufe für sie erledigt hat. in den genuss dieses service kamen wir dann am samstagmorgen alle, denn ich sollte nun auch sehen, wie gut das alles funktioniert.

also frühstück und danach eine runde durch drogeriemarkt (vor allem für die tochter) und über den wochenmarkt (vor allem weil es so schön ist). auf dem wochenmarkt trafen wir dann eine frühere kollegin von mir, die gemeinsam mit mir hier in der buchhandlung begonnen hat, vor mittlerweile fast 33 jahren.

nach dem markt besuchten wir das grab meines vaters auf dem friedhof und holten blumen aus der lieblingsgärtnerei am ort, die zum muttertag so unkompliziert einen strauss für meine mutter aus der ferne organisiert hatte.

zuhause brauchten wir kaffee und kuchen und eine pause, mehr oder weniger ausführlich. ich machte mich dann irgendwann an die reparatur  der duschwand, respektive das einsetzen einer neuen gummilippe, was sich wegen der platzverhältnisse als etwas komplizierter herausstellte als gedacht. die gummilippe auf die glastüre zu hämmern, wenn auch mit einem gummihammer, hat mich sehr ins schwitzen und ein bisschen ins fluchen gebracht. danach gab es nur noch 12 oder 13 steckdosen in der küche zu reinigen, dabei hat mir dann wieder die tochter geholfen.

die nachbarin bekam einen blumenstrauss, für ihre einkaufshilfe, und einfach weil es schön ist, danke zu sagen und wir sassen alle ein bisschen bei nachbars im wohnzimmer, zum erstem mal hörte ich dabei geschichten aus novosibirsk von wo die familie des mannes vor mehr als zwanzig jahren nach deutschland ausgewandert ist. geschichten vom sommer, von himbeeren und viel arbeit. eigentlich hätte die nachbarin in diesem jahr ihre mutter dort besucht.

ich plünderte im keller noch die werkzeugsammlung meines vaters für den grossen sohn und seine reparatur und restaurierung des t4, der neuerdings vor unserer haustüre steht.
zum abendessen gab es leber mit gemüsereis, danach sassen wir noch eine weile auf dem balkon, heute gab es nach livemusik und livegestreite an den vergangenen abenden gegenüber eine grillparty.



Dienstag, 12. November 2019

12 von 12 im november 2019

juhui, endlich wieder der zwölfte. allmählich entwickelt sich das hier zu einem dieser unsympathischen blogs, die ausschliesslich für blogaktionen wiederbelebt werden. ja nun, aber wenigstens das und die hoffnung, dass irgendwann wieder einmal auch mehr kommt, ist noch nicht ganz aufgegeben. 

hier aber erstmal meine zwölf bilder vom heutigen tag: 


 frühstück, etwas karg. aber bis da auch nur für zwei personen.


 blick hinüber nach ennetbaden: im tal hängt der nebel, hier oben haben wir schon sonne.


 in der werkstatt ist der tisch noch mit den resten vom gestrigen engelkurs belegt.


 mein tagesziel heute: den weihnachtsmarkt am samstag nächster woche planen. der stand ist rasch skizziert, danach dann noch inventur, von welchen weihnachtssachen noch wieviele vorhanden sind und was noch nachproduziert werden muss.


 adventskalender, schon fast fertig. ich plage mich mit der preisgestaltung.


 schöner schon die fortschreitende herstellung von kleinen filzengelchen. vor lauter schönem wetter ist mir da ein frühlingsengelchen aus den händen gefallen.


 zum mittag aufgewärmte pizza, weil der güggelistand uns heute im stich gelassen hat. dabei wollten wir uns heute endlich mal ein güggeli gönnen!
anschliessend bereite ich die nachmittägliche einkaufsrunde vor: post, tanken, supermarkt, gemüsekorb abholen, flaschen entsorgen.


 dabei ist das wetter viel zu schön, um den nachmittag mit herumfahren zu verbringen. der garten leuchtet.


 auf der post gibt es tolle briefmarken, die muss ich haben! das säuli ist auch noch samtig!


 kofferraum voll mit vitaminen und zeugs.


 um vier bin ich mit der tochter für eine mathelektion verabredet. die letzten wochen haben wir uns durch gleichungssysteme gerechnet und heute, am letzten termin vor der prüfung wollen wir repetieren. eigentlich hätte ich es wissen müssen - wie immer vor der prüfung hat die lehrerin wieder einmal eine probeprüfung ausgeteilt mit "transferaufgaben". sauschweren und höchst komplizierten aufgaben, die bisher so nicht geübt wurden, will das heissen. glücklicherweise finden wir ein bisher unbearbeitetes kapitel im theoriedossier, das ich mit der tochter durcharbeiten kann, und so die lösungen finden. danach klappt alles wie am schnürchen. neuerdings ist in der schule viel die rede von eigenverantwortung und selbstkompetenz, ich frage mich nur, ob das unaufgeforderte selbstständige erarbeiten der theorie in mathe auch dazu gehört? und ob es irgendeine instanz gibt, die überprüft, ob die schüler das auch getan haben?


als die tochter endlich selbsständig üben kann, komme ich dazu, die einkäufe auszupacken. und den gemüsekorb. heute wieder einmal einer von der eher üppigen sorte. ich glaube, dass uns der fast die kommenden zwei wochen beschäftigen wird.

kai kocht: selbstgemachte pommes mit cervelats vom bauernhof, der am sonntag auf unserem spazierweg lag. dazu den nüsslisalat ganz links auf dem bild.

ich bügle derweil und führe mit der tochter eine diskussion über jugendlohn. hinter diesem begriff verbirgt sich die idee, die jugendlichen ein budget für alle ihre bedürfnisse, freizeitaktivitäten, kleider, mobiltelefon und so weiter aufstellen zu lassen, einen monatlichen betrag zu berechnen, den auszubezahlen und die jugendlichen damit wirtschaften zu lassen. ziel wäre eine zunehmende kompetenz der jungen menschen, mit dem geld hauszuhalten.
wir haben wenig erfahrung mit diesem konzept - für die beiden lehrlinge ergab sich das einigermassen organisch. sie mussten ab dem zeitpunkt, an dem sie lehrlingslohn bekamen, für die krankenversicherung und ihre persönlichen bedürfnisse aufkommen, wobei wir am anfang der lehre, bei noch wenig lohn auch mal ausnahmen gemacht haben, nach bedarf und mit augenmass.
andererseits mag ich die diskussion auch nicht einfach so abklemmen: immerhin beschäftigt sich die tochter damit, was ihr leben so kostet, was sie braucht und was eher luxus ist. ein bisschen aufgesetzt wirkt die ganze sache für mich, mal sehen, was am ende dabei herauskommt.

meine zwölf bilder vom heutigen tag schicke ich zu caro, von "draussen nur kännchen" und schaue nachher selbst noch dort vorbei um zu sehen, was die anderen bloggerinnen heute so erlebt haben.

12 von 12 im november 2018 
12 von 12 im november 2016
12 von 12 im november 2014
12 von 12 im november 2011
12 von 12 im november 2008

Sonntag, 27. Oktober 2019

gezügelt

gestern haben wir das alte haus an der höhtalstrasse vollendes geleert und für die übergabe an den vermieter bereit gemacht. in der garage stehen noch ein müllsack und zügelkartons, die ich  zurückgeben muss, aber ansonsten ist alles fertig. das wetter war schön, wir gingen einfach nur noch durch die räume und sortierten nach mitnehmen, entsorgen in der gemeinde und müll, der zur entsorgungsstelle gefahren werden muss. am späten vormittag machten wir mit einem teil des restlichen grillholzes ein feuer und brieten würstchen und käse und machten so aus dem dritten zügelsamstag noch ein kleines abschiedsfest. 

fast vier wochen nach der schlüsselübergabe fürs neue haus haben wir den kraftakt umzug eines ganzen hauses auf eigene faust hinter uns. sicher, es gibt noch viel zu tun am neuen ort, grosses und kleines muss noch einen platz finden, aber zumindest kommt jetzt nichts mehr dazu.

dabei ist unser plan des etappenweisen umziehens weitgehend aufgegangen, wir haben also am alten ort ausgeräumt, dann möbel abgebaut, am neuen ort aufgebaut und möglichst rasch wieder eingeräumt. beim abschliessenden sortieren der kartons ist mir erst aufgefallen, wie wenig kartons wir auf diese weise gebraucht haben! und nach dem ersten wochenende war der haushalt im grunde schon wieder funktionstüchtig. einige sachen sind auch unaufgeräumt liegengeblieben, zum beispiel ein teil der gartensachen, die ich gleich anfang oktober gezügelt hatte - die haben nun gestern nachmittag auch ihren platz gefunden. vielleicht nur vorerst, aber so können sie erst einmal überwintern. überhaupt: vieles wird sich erst einspielen, wir werden aber auch weiterhin dinge reduzieren müssen, denn wir haben wirklich weniger platz im neuen haus. ein bisschen lustig ist diese feststellung schon, da es unter anderem auch erklärtes ziel war, uns zu verkleinern, aber steht man akut vor dem berg an dingen, über deren weiteren verbleib noch nicht entschieden ist, ist das schnell vergessen.

was schön war: wie alle familienmitglieder zusammengespannt haben für den umzug. drei wochenenden im oktober waren alle kinder mehr oder weniger frisch frühmorgens oder ein bisschen später zur stelle und haben geräumt, getragen, abgebaut und aufgebaut. zwischendurch waren wir ein wochenende zur geburtstagsfeier in deutschland, kai musste notfallsmässig zwischendurch mal für zwei tage weg, aber ansonsten ging viel, viel zeit in diese umzugsaktion. die tochter hat nur eine kleine geburtstagsfeier bekommen und tapfer neben der umzieherei ihre suche nach einer lehrstelle mit einer zusage im wunschberuf abschliessen können.

nun können wir uns einerseits ein bisschen zurücklehnen, andererseits mit dem endgültigen einsortieren der reste beginnen, und vielleicht gibt es ja dann auch endlich wieder fotos.
zum beispiel vom garten, denn da wartet auch noch einige arbeit auf uns.

Freitag, 4. Oktober 2019

zügelei

gefühlt ziehen wir ja schon das ganze jahr über um. begonnen hat es im frühjahr mit der grossen aussortieraktion im ganzen haus, dann kam im mai die suche nach einem neuen zuhause und seit wir den mietvertrag für das neue haus unterschrieben haben drehten sich mehr als einmal die gedanken um den umzug.

nun ist es also so weit, seit montag haben wir den schlüssel zum neuen haus und auch zum neuen garten. der umzug ist gestartet.

weil drinnen erst noch gemalert wurde, ging es am dienstag mit hilfe einer freundin und ihrem sohn zunächst mit dem garten los. ungezählte töpfe, gartenmöbel, werkzeug und so weiter fand in insgesamt 5 pkw-ladungen platz. nach dem mittag habe ich dann gleich versucht, das meiste sinnvoll unterzubringen, es fehlt noch eine möglichkeit, die vielen materialien und werkzeuge aufzubewahren.



nebenbei war meine aufgabe, den maler zu motivieren, wirklich alle notwendigen arbeiten vorzunehmen. *
am abend mussten wir dann noch eine fahrt unternehmen, weil ich einen teil der sachen vor die garage gestellt hatte und kai auch endlich mal in ruhe die räume anschauen wollte.

zum sehr regnerischen mittwoch passte der umzug des vorratskellers und der anderen kellerregale. anders als am dienstag ging es nicht mehr so schnell, ich musste die sachen ja erst noch einmal sichten und in kisten verpacken. dort konnte ich einen teil schon in die vorhandenen regale einräumen. für einen anderen teil wird aber auch erst noch eine lösung gefunden werden müssen, so allmählich füllt sich der keller mit dingen, die später zu verräumen sind.
insgesamt ist unser plan, zimmer für zimmer umzuziehen und auch gleich wieder einzuräumen, so weit das möglich ist. was dabei am meisten auffällt: im alten haus hatten wir viele ecken, die wir für die weniger spassigen seiten des haushalts nutzen konnten, wie putzsachen, müll, entsorgung. da fehlen mir noch die ideen im neuen haus dafür.
am abend kam die tochter von ihrer schnupperpraktikum direkt ans neue haus und half mir, die letzte der drei wagenladungen in den keller zu tragen und zu verräumen.
am abend keine weitere fahrt ins neue haus.

donnerstag ging es dann endlich mit der tochter zusammen weiter. zuerst fuhren wir zum möbelschweden, einlagefolie und schrankböden kaufen, ausserdem fussmatten, denn nach dem regnerischen mittwoch sahen der flur und die küche nicht mehr schön aus. dann schauten wir noch einmal im alten haus vorbei und luden reste aus dem keller und der garage ein.
insgesamt haben wir wenig herumgetragen, dafür den pool aufgedeckt, die poolpumpe ausprobiert, den pool wieder zugedeckt, alle schubladen in der küche mit einlegefolien versehen, mehr gartendinge verteilt. und über allem das mittagessen vergessen, weswegen wir um vier nach einem kurzen stopp beim bäcker den tag mit kaffee und süssen stückle und noch ein bisschen kisteneinräumen mit küchendingen ausklingen liessen.


für die statistik:
dienstag - mit b und f - 6 pkw-ladungen - garten - schönster sonnenschein
mittwoch - 3 pkw-ladungen - vorratskeller und keller - regen
donnerstag - mit a - ikea-einkauf und 1 pkw-ladung - noch mehr keller und garage - morgens durchwachsen, mittags sonne 

* wann ist das eigentlich passiert, dass man einen handwerker davon überzeugen muss, mehr zu machen? oder liegt das am land?
in d so: malen sie doch bitte mal diese wand. - geht so nicht, da muss alles gemalt werden, auch die decke und die tür und dann gleich noch neue fenster und steckdosen...
in ch so: malen sie doch bitte diese wand. - ja, muss ich mal sehen, ob ich das jetzt so machen kann, aber nur die hälfte und sicher nicht bis an die decke, reicht das jetzt so oder soll ich wirklich alles anmalen?

Freitag, 16. August 2019

woche vom 9. bis 15.august 2019 - ferienverlängerung mit besuch

während alle anderen in der familie so langsam sich wieder an schul- und arbeitsalltag angepasst hatten oder noch anpassten, habe ich die ferien durch einen besuch meiner mutter ein bisschen verlängert und einige sommertage im garten und unterwegs genossen.

das wetter hat weitgehend mitgespielt, es war nur ganz selten zu heiss, nass oder kühl um im garten zu sitzen. so haben wir zwar auch viel gesessen und geredet, aber auch gemüse gerüstet, gestrickt, gelesen, ableger aus dem garten in töpfe zum mitnehmen vorbereitet, allzu üppig wucherndes grün beseitigt, gegrillt und noch ganz viel mehr.

die vorbereitungen für gefüllte kohlrabi wurden mit staunen begleitet - und nein, das sind wirklich keine birnen
 am freitag wurde es erst mal noch reichlich spannend - der flug, mit dem die tochter zurückkehren sollte, wurde wegen unwettern und technischen problemen gestrichen, so dass die jugendgruppe, mit der sie unterwegs war, am flughafen in amsterdam übernachten musste und erst am samstagmorgen wieder in zürich ankam. der tag war jedenfalls für sie gelaufen, ausser duschen und schlafen wollte sie am samstag nichts mehr.

am sonntag besuchten wir zu dritt die ausstellung sanatorium langmatt in der villa langmatt. dafür wurde das wohn- und impressionistenmuseum fast gänzlich von gemälden befreit und dafür mit vielen interaktiven angeboten ausgestattet. kai und ich hatten spass beim federballspielen in der gemäldegalerie, meiner mutter gefielen die projektionen und klanginstallationen und uns allen das teeangebot.






und der park der villa ist, zumal bei schönem sommerwetter, immer einen besuch wert. den barfusspfad mit kneippbecken liess sich auch nur kai entgehen. eine kurzweilige ausstellung, die sie vielleicht auch noch gerne besuchen wollen.

die woche über wurde die restliche familie mit frisch gemeinsam zubereiteten essen und von der oma gebügelten kleidern verwöhnt. und am mittwoch waren wir alle gemeinsam beim grossen sohn in der wg zum abendessen eingeladen.

gestern nun hat sich meine mutter vom häuschen mit dem wilden, aber schönen garten verabschiedet. ein bisschen ist es auch ihr ans herz gewachsen, hat sie doch oft zusammen mit meinem vater haus und garten, katzen und manchmal auch die familie gehütet, wenn entweder ich alleine oder alle unterwegs waren. beim nächsten besuch werden wir schon woanders wohnen.

für mich geht es nun ab heute auch wieder an die arbeit:

- am 1.september gibt es eine kursjahreröffnung und offene werkstatt im rahmen des manufaktursonntags von #zeitsprungindustrie und dafür muss noch ein bisschen die werbetrommel gerührt werden. (verlinkungen kommen hoffentlich noch heute, da muss einiges erst noch freigeschaltet werden.)

- die neue website muss fertig werden. der grösste teil ist geschafft, es gibt noch ein paar kleinigkeiten zu tun und ich muss immer noch für den einen oder anderen kurs bilder machen. irgendwann in der kommenden woche werden wir "launchen". ich halte sie auf dem laufenden.

- heute starten die offenen nachmittag in der werkstatt wieder. neu bin ich am freitagnachmittag von 14 bis 18.30 uhr im oederlin-areal anzutreffen, man kann einfach ohne anmeldung vorbeikommen und kann, muss aber nicht, filzen.

- nicht wirklich arbeit: ich steige wieder in das august art journal von ramona ein. ergebnisse finden sie vermutlich eher auf instagram. ich freu mich schon.

- ausserdem geht es weiter mit dem reduzieren unseres umzugsguts. vielleicht gibt es ab demnächst dazu eine neue rubrik "was wir los geworden sind" - erste erfolge: ein grosser karton mit vielen comics machte einige kinder in ihren letzten ferientagen glücklich - eine vespa, die 14 jahre hier in der garage stand, hat einen fan gefunden - ...