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Donnerstag, 5. Januar 2023

nachtrag zur adventspost



 die adventspost wurde zum ende hin noch einmal ziemlich spannend - denn die letzte karte für den heiligen abend kam zwar schon ein bisschen verfrüht, aber die vorletzte liess lange auf sich warten. gar nicht unzertrennlich verbunden waren nämlich die beiden schichten mit bild und erzählung von den heiligen drei königen, zum schluss wurden sie vielleicht vom stern zusammengehalten, wer weiss das schon und das ist dann ja auch schon ein ziemlich schönes bild für das ende dieser postkunstaktion, das ja insgesamt unter dem sternenzelt von ganz vielen sternen zusammengehalten wurde. 

für diese letzte woche danke ich (die erste karte ist von mir selbst): carmen (meine lieglingskarte in diesem jahr), sven, solveig, uta und anna

ein ganz grosses dankeschön geht in diesem jahr an diejenige person, die mir die karten regelmässig in den postkasten gelegt hat, durch schnee und eis, an einem baugerüst vorbei, das uns manchen morgen vor die frage stellte, wie wir das haus verlassen sollten und die mit der zustellung dieser letzten karte, die tatsächlich in zwei teilen daherkam, grosses vollbracht hat. 

nun ist sie vorbei, die adventspostzeit.

 

alles weiter zur postkunstaktion finden sie drüben bei instagram

 

Freitag, 23. Dezember 2022

nachtrag wochenrückblick


 diesmal dauert es etwas, bis die woche voll ist mit den sternenzelten. es kommt zwar fast jeden tag eine postkarte (manchmal auch zwei), aber die eine fehlt halt immer noch, angekündigt zwar, aber ich warte bis ich die vollständige woche zeigen kann. 

wieder gibt es sieben sehr unterschiedliche interpretationen des themas sternenzelt von evelyn, ghislana, katrin, saskia, tabea, susanne und anne.  herzlichen dank an die postkünstlerinnen.

Montag, 19. Dezember 2022

adventspost 2022

die adventspost ist die postkunstaktion des postkunstblogs, die ich zuverlässig in jedem jahr mitmache. einfach weil es so schön ist zu sehen, wie über die dunklen tage im dezember langsam aber sicher ein ganz eigenes kunstwerk aus vielen, vielen karten von vielen, vielen absender*innen entsteht. und weil es gut tut, sich aus dem vorweihnachtstrubel auszuklinken und sich ganz auf diese eine sache zu konzentrieren. (wie die postkunstaktion funktioniert, lest ihr am besten direkt auf dem postkunstblog nach.)

heuer stand die postkunst bei mir nicht unter einem so guten stern - das lag daran, dass ich kurz nach bekanntgabe der termine erst mal krank wurde, aber immerhin das glück hatte, einen späten termin zugelost zu bekommen. und weil auch die arbeit in der filzwerkstatt nicht weniger wurde, hatte ich dann trotzdem nur sehr limitierte zeitfenster, um mich mit der postkunst zu beschäftigen. 

 

los ging es mit der materialsichtung. genügend aquarellpapier für nasses arbeiten für den farbverlauf war da und dank des übergrossen aquarellformats war auch der papiernutzen grösser als das bei einfachen din-a4-bögen gewesen wäre. aquarellfarbe gab nicht das gewünschte fastschwarz, deshalb griff ich zu einem restbestand an nachfülldruckerfarbe und das war dann so, wie ich mir das vorstellte, dunkel, fastschwarz, mit einsprengseln von nachtigem blau mit einem ganz leichten stich ins grüne. 

 

aufgetragen mit der pipette, dann schnell mit dem pinsel verteilt entstanden teils dramatische farbverläufe. 
 
 
 viel wollte ich dem gar nicht mehr hinzufügen und so wählte ich einen stempel, der einen origami-stern nachahmt. gedruckt mit acrylfarbe in gelb und weiss, mit kleinen tupfen von neonorange. davon pro karte nur vier, ich wollte einen ruhigen sternenhimmel. im nachhinein hätte es vielleicht sogar nur einen stern gebraucht. 

derweil stellte ich fest, dass mir das schon einmal gründlich durchgeweichte aquarellpapier doch ein bisschen zu dünn erschien, um es solo zu verschicken. deshalb gestaltete ich die rückseiten separat aus zeichenpapier mit schmalen blauen farbverlaufsstreifen oben und unten. und nähte die karten später zusammen (das wurde mir auf der poststelle übel genommen, aber das ist eine andere geschichte)

auf die rückseite muss ja immer eine ganze menge an information - adventspoststempel, ergänzt durch eine handschriftlich angeschmiegte 22, gestempelter stern, diesmal in ganz gelb mit der zahl für meinen adventsposttag und dann entdeckte ich auch noch ein zitat von meinem landsmann friedrich schiller zum thema "sternenzelt". übermütig kopierte ich eine der letzten chorstrophe aus der ode an die  freude per drucker auf die kartenrückseite. 
 
 
 
der beginn des gedichts dürfte den meisten bekannt sein, dank der vertonung durch beethoven und der verwendung als europahymne. oh, europa, sterne auf blauem grund...

nachdem die karten dann doch noch ziemlich entspannt fertig geworden waren, wurde es ganz am schluss beim verschicken noch einmal unnötig spannend - zahn-op und blitzeis verhinderten zunächst eine fahrt zum deutschen postamt, dann ging es mir aber rasch besser und so denke ich, dass meine post überall heute oder sonst wenigstens ziemlich pünktlich angekommen sein sollte.


hier auf dem blog ist meine beschreibung ja recht gut versteckt... blogpost verlinken geht auch nicht mehr, vielleicht findet ja per zufall jemand hier her. oder ich finde noch irgendwo zeit und lust auf einen beitrag auf instagram. 

die adventspost ist eine tolle aktion - der dank an die postkünstlerinnen und die organisatorinnen geht raus! 

Sonntag, 4. Dezember 2022

start in den advent

so richtig mit dem stempelschnitzen vorangekommen bin ich diese woche nicht, aber ich griff eine anregung auf, ein alphabet zu schnitzen. anstelle der einzelnen buchstaben habe ich nur einfache geometrische formen ausgeschnitten (dazu noch weitgehend mit dem cuttermesser und kaum mit dem schnitzmesser) und daraus eine schrift zusammengestellt. 
 

 ob das auch zur adventspost passt?
 

wir starteten in den dezember mit vielen adventskalendern. die tochter und ich teilen uns einen briefmarkenadventskalender von veronika, den wir  im gegentausch für briefmarken bekommen haben.

für die ganze familie gab es den "anderen advent" - den haben wir auch gleich zwei mal verschenkt. die zeichnung von melanie garanin wird den kalender vermutlich überleben.

für mich gibt es in diesem jahr auch einen adventskalender von kai - er hat übers jahr fotos gesammelt und von denen darf ich jetzt jeden tag eines entdecken. die meisten sind von gemeinsamen unternehmungen, schöne erinnerungen!

und wir haben uns darum gekümmert, dass die vorweihnachtszeit auch bei uns einzug hält. da war ja noch immer dieser stapel handgeschöpftes papier aus der sommerpost 2021. ein bunter strauss an zarten farben (auch ein paar weniger zarte darunter) für den ich schon im letzten jahr eine idee gehabt hatte. aber dann doch keine zeit oder keine lust.

am samstagnachmittag nahm ich diesen stapel in angriff.

mit kais hilfe entstanden ganz viele ausgeschnittene sterne, tannenbäume und bunte kugeln.

ja, und auch ein riesiger berg an abfallschnipseln.

und wenn die nähmaschine nicht so dumm getan hätte, wäre das zusammennähen ein kinderspiel gewesen. so war es halt ein abenteuer und eine nervenprobe.

am ende sieht man das ganze geschnurpfe aber kaum.

am samstag kam dann auch ein ganzer stapel adventspost - passenderweise genau bis zum vierten, am montag kann es also weitergehen. hier seht ihr schon die sternenhimmel von joanne, eva, judith und sandra.

heute sonntag haben wir gebacken... und über den tag sind aus einer geplanten sorte guetsle vier geworden.


 

Donnerstag, 3. Dezember 2020

2. dezember 2020 - feuchtkalt und zäh

 

adventspost nr. 2 - danke doris.

der neuschnee von gestern ist heute von feuchtkaltem winterwetter abgelöst worden. so zäh wie die wolkendecke fühlte sich dann auch der tag an. morgens hatte ich noch grosse pläne, die gutslebacken und nähen vorsahen, im lauf des tages stellte sich heraus, dass nicht alles in diesem tag unterzubringen war. 

morgens in der werkstatt bereitete ich neue vorfilze für eine dritte karierte kugel vor, diesmal in sehr bunt und mit streifen, dafür im untergrund einfarbig. damit wurde ich erst kurz nach zwölf fertig, was aber nicht weiter schlimm war, da kai nicht arbeitete, sondern morgens beim zahnarzt und dann mit überstundenabbau beschäftigt war. zu mittag gab es resten und wir beschlossen, trotz wetter, einen spaziergang ins städtchen, wo, wie die tochter berichtet hatte, auf dem bahnhofsplatz zwei stände von ortsansässigen beschützenden werkstätten und ein stand vom kerzenziehen baden aufgebaut waren. wir kauften also wohltätig ein - wobei ich ein grosser fan der druckwerkstatt der einen institution bin und der rest der einkäufe eher praktischer natur war. dazu trafen wir an einem stand einen lieben bekannten und trugen ihm grüsse an die familie auf. 

 

wieder zuhause tranken wir tee und stellten fest, dass wir dringend unsere teevorräte aufstocken müssen, dazu vereinbarten wir einen termin mit der teenachbarin vom alten wohnort. kai ergänzte die neue lampe mit einem dimmer - supersache das. ich nähte, unterbrochen von verschiedenen telefonaten ein sweatshirt fertig. so richtig schnell war ich dabei nicht, denn anschliessend war es schon zeit zu kochen. immerhin habe ich nebenbei noch einen teig vorbereitet. und eine schmackhafte resteverwertung aus blaukraut, rüebli, kürbis, pakchoi in bratreis mit linsen zustande gebracht. 

weil die tochter ein foto von sich als kind für die berufsschule braucht, schauten wir mit ihr zusammen ihr fotoalbum an, das sie 2014 zur erstkommunion bekommen hat. später noch serie und schweizer tagesschau. ich habe total den überblick über alte, neue, vorgeschlagene und abgelehnte, umgesetzte und gerichtlich gestoppte coronamassnahmen verloren und muss mich jetzt mal auf die schweizer nachrichten konzentrieren, damit ich wenigstens hier wieder "draus komme". skifahren habe ich ja schon vor zwei jahren aufgegeben, das würde, wenn ich das richtig verstehe, richtig, richtig kompliziert. für eine freundin hoffe ich, dass wenigstens der sport selbst ausgeübt werden darf. sie nimmt sowieso immer belegte brote mit auf die piste und fährt so lange ski, dass apresski nicht in den plan passt.

gelesen: isabel allende, das geisterhaus

gehört: diverse podcasts, am liebsten zur zeit - neben dem all-time-favorit servus,grüezi und hallo - kafi am freitag. 

gesehen: rebellion.

Freitag, 3. Januar 2020

2. januar 2020 - unsrer hände arbeit

die tage der weihnachtsferien zerrinnen uns in den händen, dabei wollten wir noch einiges erledigen. heute haben wir endlich damit angefangen. und sind sogar einigermassen früh aufgestanden, weil der sohn sich für ein paar tage ferien verabschiedet hat, wollten wir gerne noch mit ihm frühstücken und sassen dann schon um halb neun an den plänen für den kommenden tag.

wir haben tatsächlich eine erledigungsliste geschrieben, die wir bis zum abend fast vollständig abgearbeitet hatten. und das obwohl es nach einem besuch im baumarkt zunächst nicht so aussah, weil die 60 brettchen, die wir für cd-kisten gebraucht hätten, nicht gleich gesägt werden konnten und sogar die rede davon war, dass zuerst noch material bestellt werden müsse. absurd lange diskussion über die anschaffung eines eiskratzers für 3.50 franken und ausserdem keine rundnadeln im sortiment. dass ich dringend noch guthaben für mein prepaidtelefon gebraucht hätte, hatte ich dann glatt vergessen (stand aber auch nicht auf der liste). immerhin hatten wir auf dem weg die am freitag vor heiligabend liegengebliebenen dreckigen handtücher und den müll für die wertstoffsammlung in der werkstatt aufgepickt - und dabei auch zwei rundnadeln mitgenommen. 

zurück zuhause nutzten wir die zwangspause um uns um die ferienplanung zu kümmern. schritt eins: karte oder liste auf googlemaps erstellen, in die dann alle ideen eingetragen werden können um anschliessend herauszufinden, wo wir sinnvollerweise eine ferienwohnung suchen sollen. das grobe ziel ist englands südwesten, insbesondere cornwall. wir verbrachten viel zu viel zeit damit, herauszufinden, dass eine liste von orten sinnvoller ist als eine karte und wie wir sie allen beteiligten zugänglich machen können und zwar nicht nur zum anschauen, sondern auch um beizutragen. irgendwann hatten wir das dann auch geschafft und konnten erste ideen und ziele eintragen.

sollten sie tolle tipps für cornwall haben, die auch im april einigermassen realistisch sind, dann lassen sie mich das also bitte wissen! wir schicken dann auch postkarten von dort, wenn sie mögen!

irgendwann machte ich mich dann an das binden der adventspost2019, vierundzwanzig karten mit rezepten schreien förmlich danach in ein buch gebunden zu werden und ausserdem habe ich das noch nie gemacht, nämlich eine waisenbindung, bei der einzelne blätter anstatt heften gebunden werden. für deckel und rücken konnte ich auf vorhandenes material zurückgreifen, und dann ging es los mit dem lochen und aneinandernähen der einzelnen karten.

die adresse ist meine eigene, die sie sowieso im impressum nachlesen können.

aber zuerst klingelte noch das telefon und der baumarktmitarbeiter vom morgen meldete sich, dass er die brettchen nun doch gesägt habe. kai fuhr gleich los um sie abzuholen und startete unmittelbar mit dem zusammenbauen. also sassen wir bis in den abend hinein am esstisch und werkten an unseren jeweiligen projekten, unterbrochen nur vom abendessenkochen aus resten, es gab eine nudelpfanne mit salsiccia, zwiebeln, paprika, tomatensaucenrest, käserest, sauresahnerest - wie es sich gehört, war es sehr lecker.

es fehlt nun nur noch ein titel für das fertig gebundene buch. schade, dass die linkliste auf dem postkunstblog schon geschlossen ist, man sieht jetzt immer wieder auch fertige bücher.

kevin kühnert muss ganz schön was aushalten.
irgendwann waren wir dann beide fertig, zumindest mit der handwerklichen arbeit, ich brauche noch einen titel für das buch und kai muss nur noch die cds in seine zwölf neuen und unzählige alte kisten einsortieren, alphabetisch versteht sich. aber wir gehen ja auch nicht in die skiferien dieses jahr.

gelesen: t.c.boyle, américa
gesehen: eine folge schuld

Donnerstag, 12. Dezember 2019

adventspost 2019 - das zwölfte rezept: butter-s

nachdem ich in diesem jahr noch an keiner postkunstaktion teilgenommen hatte, hat mich die ankündigung, dass bei der adventspost 2019 lieblingsrezepte ausgetauscht werden sollten, so gut gefallen, dass ich mich angemeldet habe ohne gross zu überlegen. unter anderem weil mir sofort das rezept für diese postkunstaktion eingefallen ist. es ist zwar nicht unbedingt mein lieblingsrezept (habe ich das überhaupt? am liebsten ist mir die vielfalt auf dem guetsleteller), aber es gibt meiner ansicht nach kein besseres, wenn es im untertitel der postkunstaktion heisst: "lass deine handschrift sprechen!". ein weihnachtsgebäck, das selbst schon als buchstaben daherkommt! und wenn ich die butter-s auf den tellern in meiner familie anschaue, dann kann ich nur sagen, dass klar jede bäckerin und jeder bäcker da seine eigene handschrift hat. regional ist es, glaube ich, auch, jedenfalls regional für dort, von wo ich herkomme, wenn auch nicht für dort wo ich lebe, aber auf ersteres kommt es bei so traditionellem wie dem backen auch an. 


ausserdem wollte ich dem motto des jahres treu bleiben und vorhandenes verwenden. ein glück, dass ich noch genau 24 pappen in der passenden grösse schneiden konnte. leider gibt es diesmal aber deswegen auch keine extrakarten für die initiatorinnen!
auf die pappen kamen zunächst gelbe s aus acrylfarbe, darüber, leicht transparent, das wort "butter" mit walnusstinte, die nicht immer leicht zu verarbeiten ist und deshalb teilweise ein bisschen wie gebräunte butter über die karte läuft.
die zutaten habe ich sozusagen in die guetsle abgefüllt, inklusive mengenangaben - von hand mit meinem lieblingsfüller geschrieben. nicht in meiner alltagshandschrift, die ich zwar gerne mag, obwohl sie nicht immer sehr leserlich ist, sondern in einer sonntagsvariante.


 die zubereitung des teigs und das formen der butter-s habe ich gezeichnet. und ganz zum schluss habe ich noch mit dicker weisser farbe den hagelzucker aufgetupft - mit hilfe eines streichholzes.


 den kritischen augen der pöstlerin haben meine karten standgehalten, grösse und gewicht sollten stimmen. und tolle briefmarken hat sie mir auch noch herausgesucht! die karten haben sich von deutschland aus auf den weg gemacht, wir wohnen sehr nahe an der grenze und so kommen sie hoffentlich rechtzeitig an.


für alle, denen das gezeichnete rezept zu kryptisch ist, habe ich auch noch gebacken.
der teig besteht aus 125 g butter, die man mit vier eigelb und 125 g zucker cremig schlägt. dann fügt man 250 g mehl, ein halbes päckchen backpulver und ein päckchen vanillezucker hinzu und knetet daraus einen mürbeteig. den lässt man am besten eine stunde im kühlschrank ruhen, dann formt man ihn zu einer rolle mit 3-4cm durchmesser.
von dieser werden 1 cm dicke scheiben abgeschnitten und daraus jeweils kleine rollen gerollt.


die formt man dann zu einem fragezeichen, das zuerst in eiweiss, dann in hagelzucker getaucht und dann umgekehrt auf das backblech gelegt wird. (jetzt ist es ein s.) 


 im vorgeheizten backofen bei 180 grad 10 bis 12 minuten gebacken laufen sie bei mir immer auseinander - während meine mutter schöne klare s hinbekommt.


aber schmecken tun sie auch auseinandergelaufen!

ich hoffe, dass es euch spass macht, das rezept nachzubacken. ich selbst bin ja da nicht so spontan, denn das guetslebacken folgt einem strengen kanon von rezepten, wo wenig platz zum ausprobieren ist. aber vielleicht wird es ja eine suppe oder ein kuchen.
auf jeden fall freue ich mich sehr über die gestalteten rezepte, die hier so tag für tag eintrudeln.


das sind die ersten zwölf!
es sind ganz wunderbare exemplare darunter, und sicher haben sich alle sehr viel mühe gegeben. herzlichen dank, vor allem auch dafür dass das wieder so gut klappt mit dem adventskalender.

aber ich muss noch was loswerden:
- das konzept von tabea und michaela sieht zwar explizit keine zahlen vor, aber ein kleiner hinweis für welchen tag das rezept vorgesehen ist, wäre schön. ja, man kann das anhand der liste und namen herausfinden - aber halt nur, wenn der name lesbar oder vielmehr überhaupt auf der karte steht! (die mohnklösse sind eventuell nicht die nummer 11, aber da die karte am 11. ankam und sonst nix draufsteht, hab ich sie jetzt mal dafür genommen.)
- wenn beim gestalten der karten das material ausgeht, dann ist das doof. aber einen teil der karten anders zu gestalten als den rest finde ich schon ziemlich creepy, zumal man ja auch auf instagram mitverfolgen kann, wie die karte auch aussehen kann. also leute, vorhandenes material aufbrauchen ist ja eine gute idee, aber vielleicht kann man ja mal vor dem gestalten der karten nachschauen, ob es für alle langt?
- schade auch, dass man immer weniger an der entstehung der karten partizipieren darf (am liebsten per langem, langem blogeintrag, aber auch per instagram geht das), aber das schrieb ich schon mal in einem anderen jahr und es ist wohl schon ein bisschen mit dem krückstock gefuchtelt. 

Samstag, 7. Dezember 2019

6.dezember 2019 - bitte kein adventsstress!

extrem früh aufgestanden, die tochter hatte sich für den rorate-gottesdienst eingetragen. ursprünglich wollte ich sie begleiten, hatte aber nicht bedacht, dass die frühe lichtfeier um 6.15 uhr an einem freitag stattfinden würde, an dem ich vormittags nicht in die werkstatt gehe und auch noch am nikolaustag. also blieb ich zuhause und nutzte das frühe aufstehen zum bloggen und allerhand bildschirmarbeit. die website ist wieder auf dem neuesten stand und ich habe mal wieder meine blogliste erweitert. unter anderem um frau joriste, deren reaktion auf eine diskussion im netz mir bereits bei deren erscheinen sehr nah gegangen war. jetzt schreibt sie wieder und ich lese.

den vormittag also haushaltsdingen gewidmet und zwar in entpannter, wenig widerwilliger stimmung. putzen unter zeitdruck finde ich ja schrecklich, wenn ich aber ein bisschen dabei herumräumen und es schön machen kann, ist es halb so schlimm. ausserdem schien die sonne und ich konnte endlich fotos von den adventspostkarten machen.


bisher sehr schön ton in ton, ich danke phelinae, westnaht, ulrike, grischarte, strohzugold und puppemännchen. (details der karten jeweils unter dem link.) und stelle fest, wie sich die ganze postkunstaktion aus den blogs raus und nach instagram verlagert hat. die geschichten der karten werden dort manchmal auch noch erzählt, aber halt doch eher selten. (krückstockgefuchtel, früher war alles besser...)


ich schaffe es auch noch, ein bisschen an meinen karten zu werkeln und auf instagram zu teasern. ich könnte ja jetzt jeden tag eine andere zutat verraten. aber am 12. kommt die ganze geschichte und die ganze karte, hier im blog, nach alter bloggerinnen sitte.

kai kündigt sich zum mittagessen an, so essen wir zu dritt rösti mit sülze und radicchiosalat.
nach dem essen packe ich meine adventspostsachen zusammen, der nächste schritt ist viel handschrift und die kann ich auch in der werkstatt machen. und weil so schönes wetter ist, gehe ich zu fuss dorthin.

das offene angebot will heute niemand wahrnehmen, also kann ich in ruhe meine karten schreiben und andere kleinigkeiten erledigen. unter anderem habe ich mir ein schon etwas älteres gefilztes kissen mitgenommen, um es ein wenig aufzufrischen. ich hab da nämlich neuerdings so eine geheimwaffe.


das kissen aus relativ kurzfaserigem material hat nach sicher mehr als fünf jahren so kleine wollkügelchen auf der oberfläche. herauszupfen bringt nichts, die müssen abgeschnitten werden. das kann man mit demselben werkzeug machen, mit dem man die oberfläche eines fertigen filzstücks glättet, indem man abstehende fasern abschneidet. bisher hatte ich dafür immer kleine einwegrasierer aus plastik, die mit der zeit stumpf wurden. als ich neulich wieder eine ganze handvoll wegwerfen musste, hatte ich genug von dieser materialverschwendung und bestellte mir einen rasierhobel. da kann ich nun einfache rasierklingen einspannen und die sind richtig scharf. es ist technisch kein bisschen schwieriger und durch das eigengewicht des rasierhobels muss man nicht einmal mehr drücken, sondern kann die klinge einfach über den filz gleiten lassen.

um fünf komme ich dann noch auf die wahnsinnsidee, die dritte wärmflasche anzugehen, werde aber nicht mehr fertig. montag dann.

zu fuss nach hause, über den wanderweg, der aber keine mutprobe mehr ist seit ich weiss, dass alles paar meter eine bewegungsmeldergesteuerte lampe angeht. im dörfchen rieden wird heute ein adventsapero vorbereitet, schön duftet das feuer.

zuhause ein kurzes telefonat mit meiner mutter über versicherungsdinge (angekündigt via messenger!), dann kommt unsere genossenschaftsbauer und bringt uns die bestellte rindsleber. drei kilo, eingefroren, er kann uns keinen preis nennen, normalerweise verkauft er die nicht. gut, dann bekommt er halt das, was das andere fleisch auch kostet. uns ist es das allemal wert. wenn ich wollte, könnte ich die behornte, glückliche demeterkuh kennen, deren organ nun in unserer gefriertruhe lagert.

ich arbeite wieder ein paar minuten an den postkarten, dann hole ich die tochter vom turntraining ab, kai macht derweil flammkuchen, die wir gemütlich verspeisen, bis sich die tochter müde zu bett begibt.
danach noch heuteshow und dann selbst auch ins bett.

gelesen: viele blogbeiträge bei #wmdedgt
gehört: paardiologie, ich bin jetzt in der neuen staffel angekommen und mir ist aufgefallen, dass eine geschichte schon zum zweiten mal erzählt wird. (ein blue merlin? ... für insider)
gesehen: heuteshow









Mittwoch, 4. Dezember 2019

3. Dezember 2019 - der service ist ein mysterium

der tag beginnt mittelfrüh, was aufstehen gegen halb sieben bedeutet. kai arbeitet zwar im homeoffice, aber die tochter muss heute früher los, weil ihre klasse in der schule punsch verkauft und sie den glühweinkocher transportieren muss.

ich habe also genügend musse beim frühstücken den anderen advent zu lesen (ein text von zsuzsa bank) und die aktuelle adventspost2019 herauszusuchen. etwas verwirrend bei der diesährigen postkunstaktion ist, dass keine zahlen in das konzept integriert sind, so dass nur der abgleich der absenderin mit der liste die reihenfolge klären kann. die karten kommen bei mir  - weil ausland - oft eher stossweise an. die einzige möglich karte ist unleserlich unterschrieben, erkläre ich halt erstmal die zur drei!

die durchsicht der kühlschränke ergibt einen milchüberschuss, also bereite ich eine ladung joghurt vor. mit kai bespreche ich den tag und weil draussen gerade ein schöner tag anzubrechen beginnt, beschliesse ich spontan heute nicht in die werkstatt zu fahren.

genügend zeit also, endlich wieder mit dem tagebuchbloggen zu beginnen. an dieser stelle fällt mir ein, dass ich bei den geschenken, die mich zum advent erreicht haben, den weihnachtsstern vergessen habe, den mir meine mutter geschenkt hat. ich musste aber auch erst noch den rest vom geburtstagsstraus für verblüht erklären, dass er einen guten platz bekommen konnte. danke!

ich tagebuchblogge bis die sonne so sehr ins schlafzimmerfenster scheint, dass ich auf dem bildschirm nichts mehr erkennen kann, unterbrochen von einem brezelfrühstück mit kai und seinen schilderungen zu drei anrufen in der servicewüste schweiz - "der service ist ein mysterium", so der hinweis beim heizungshersteller, der uns bitte, bitte erklären soll, wie wir auf die fernsteuerung unserer heizung per app zugreifen können, nachdem alle unsere bisherigen versuche gescheitert sind.

und weil bei wintersonne die unzureichend geputzten fenster im ersten stock besonders hässlich sind und ich heute jemanden habe, der mit mir spontan den tisch unters doppelt hohe fenster schiebt  trägt, beginne ich anschliessend die fensterputzaktion. der tisch ist nicht nur riesig, sondern auch sehr stabil, so kann ich darauf mit einem hocker arbeiten und mit dem teleskopstiel des fensterputzgeräts im oberen geschoss putzen. das hat lange niemand mehr getan. beim dritten durchgang ist das fenster endlich sauber. für die leidlich geputzten fensterrahmen werden wir uns aber noch etwas einfallen lassen müssen. da wir aber auch noch eine reihe kleiner fenster unterm dach haben, brauchen wir sowieso eine leiter. von aussen lassen sich die oberen fenster vom balkon aus reinigen, da pfeift zwar der wind, aber es ist zugleich auch schön sonnig. während die tochter maultaschen in der brühe aufwärmt, putze ich noch schnell die unteren fenster fertig und der essplatz ist sozusagen weihnachtsfein.

nach dem mittagessen lockt mich die sonne in den garten - gartenarbeit überhaupt der grund, warum ich heute nicht in die werkstatt gefahren bin. einen weiteren meter der böschung am pool befreie ich von wildwuchs und wucherndem.


dabei fällt mir auf, dass zumindest für die überwinternden schnecken hier ein kleines paradies zerstört wird. ich hoffe, dass es reicht, sie mit ein wenig laub abzudecken, andere winterschlafende schnecken siedle ich auch in die hecke um. einige sehr alte ziersträucher sind in einem wirklich schlechten zustand, innen teilweise komplett tot. ich entferne so viel abgestorbene teile wie möglich, im frühling werden wir sehen, was da noch treibt und was nicht. die rose, die ich neulich mit verzweifelt nach licht suchenden trieben zwischen dem kirschlorbeer entdeckt habe, hat sich bereits ein wenig erholt und aus den blassen trieben sind starke geworden. kai lässt noch einmal wasser aus dem pool ab und versenkt unsere gesammelten petflaschen darin, sie sollen die beckenwände in fall des einfrierens schützen. der pool ist sehr alt und für uns immer noch ein bisschen eine sache, der wir noch nicht so recht trauen. oder vielmehr unseren fähigkeiten, ihn pfleglich zu behandeln.
nach eineinhalb stunden ist die erste gartentonne voll und ich genügend durchgefroren, um wieder ins haus zu gehen und eine kleine pause einzulegen bis die tochter nach hause kommt und wir uns gemeinsam um die vorbereitung ihrer mathearbeit kümmern.

anschliessend machen kai und ich uns auf den weg zum einkaufen im örtlichen einkaufszentrum, bis auf pottasche bekommen wir alles, aber ich habe auch nicht wirklich damit gerechnet, die in einer der beiden drogerien, geschweige denn bei den lebensmittelhändlern zu finden. ich erwäge mittlerweile eine bestellung ... vielleicht liest hier ja aber auch jemand aus deutschland, der mir einfach ein tütchen per brief schicken will? ich würde mich selbstverständlich auch revanchieren...

während kai einen wirsingauflauf zubereitet, kümmere ich mich um die adventspost - der erste arbeitsschritt ist für alle 24 karten abgeschlossen, die anleitung ist auch fertig und konnte kopiert werden (zuerst einmal mit der falschen nummer, dann korrigiert, dann dauernd papierstau im drucker, dann wurde doch noch alles gut.)

am ende des tages hat immerhin der ofenbauer wegen unseres kamins zurückgerufen. leider waren wir da gerade beim einkaufen. 

gehört: heute nix.
gelesen: den dritten teil des glasbläserromans aus lauscha, titel trage ich morgen nach
gesehen: the crown, teil 7, heutejournal




Donnerstag, 3. Januar 2019

weihnachtsferien...

... sind wohl definitiv die ferien, die am schnellsten vorbei sind. in den vergangenen beiden wochen hatten wir weihnachtsbesuch, waren wir selbst weihnachtsgäste, hatten wir silvestergäste und waren nur an fünf von vierzehn tagen zuhause ohne besuch. nun arbeitet seit gestern ungefähr die hälfte der familie wieder (ich habe mich halb arbeitend und halb frei gezählt, da ich zwar nicht in die werkstatt gegangen bin, aber zuhause diverse ordnungs- und haushaltsarbeiten gemacht habe) und allmählich geht die feststimmung in alltag über. 

aber nun nochmal auf anfang:


am 23. haben wir das paket für "zweimal weihnachten" gepackt, es kamen dann zwar noch die geschenke für den 24. und den weihnachtstag dazu, aber wir brauchten einfach den platz auf der anrichte.


 ein teil der weihnachtsdeko wurde erst mit dem weihnachtsbesuch zusammen aufgehängt.* dafür dürfen die sterne auch mindestens bis lichtmess (2.februar) bleiben.


mit dem weihnachtlichen kochen haben wir auch schon am 22. begonnen, es gab spaghetti mit federkohl aus ernteanteil, schupfnudeln und sauerkraut, an heiligabend gemüselasagne und rotweinbirnen, am weihnachtstag rostbraten mit bratkartoffeln und verschiedenen salaten, teilweise aus ernteanteil.


 das baumschmücken besorgten die männer und die tochter, während meine mutter und ich in der küche fürs leibliche wohl sorgten. 


 so erstrahlte unser baum am heiligen abend. es gab auch noch eine einlage mit drehörgeli, das allerdings in räumen deutlich unter 50 quadratmetern schon sehr laut ist.


 zurück vom verwandtenbesuch machten wir noch im alten jahr einen ausflug auf die wasserflue. auf dem grat hatte es schnee und von den bäumen rieselte der rauhreif. unter uns lag das wolkenmeer und in der ferne die berge.


 ich nutzte die zeit zwischen den jahren um meinen neuen kalender zu konfektionieren. und stellte fest, dass zuviel ordnung auch wieder verwirrung erzeugen kann. immerhin sieht es bunt aus.


 der baum hielt (und hält) ganz gut durch, hitzegestresst und deutlich hagelgeplagt war er ohnehin schon (also wirklich von hier), aber katze und kinder setzten ihm auch ganz ordentlich zu. rottanne muss trotzdem sein, weil wohl als so ziemlich einzige heimisch. wer weiss, wie lange noch?


 der silvesterbesuch brachte kuchen, für die tochter eine kameradin und für uns viele gespräche über gott und die welt.


am silvestertag besuchten wir alle gemeinsam die sukkulentensammlung in zürich und wagten uns bis zum bürkliplatz vor - nur um festzustellen, dass silvester auch auf dem land ganz schön sein kann.
wir verbrachten einen ruhigen abend mit raclette, spielen, irgendwann verabschiedeten sich die söhne in den ausgang, und um zwölf stiessen wir draussen im garten auf das neue jahr an. mit unserem besuch und kurz danach mit zufällig vorbeikommenden lieben bekannten, so muss das sein! 


den berchtoldstag nutzten wir zu einem besuch in der auswahl*18, der jahresaustellung der aargauer künstler und künstlerinnen. darüber möchte ich gerne noch etwas schreiben, bevor es am montag wieder so richtig mit alltag losgeht.

*nein, der weihnachtsbesuch wurde nicht aufgehängt. auch wenn der satz das nahelegt. er hat nur geholfen beim dekorieren.