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Dienstag, 27. Februar 2024

mein februar

eigentlich finde ich es schade, dass ich gerade so wenig hier schreibe. ein bisschen ist der blog ja schon auch mein ausgelagertes langzeitgedächtnis. aber es gab immer schon mal flauten und betriebsamere zeiten, es wird sich wieder einpendeln. als soforthilfe habe ich beschlossen, einen post über den gesamten monat zu schreiben, allerdings ohne anspruch auf vollständigkeit. 

was mir so zum vergehenden monat noch einfällt: 

am ersten februarwochenende waren wir in basel - anlass war die einladung zur präsentation einer studentin der hochschule für gestaltung und kunst, die in unserem verein eine umfrage zur arbeit der filzerinnen gemacht hatte. rundherum viel stau weil sportferienbeginn, dann wollten wir noch unbedingt einen einkaufsabstecher nach frankreich machen und erwischten den schlechtesten supermarkt, den wir je erlebt haben, so dass ich schon bei der anfahrt zum dreispitzlager total genervt war. man kommt zur hochschule super mit dem öv, mit dem auto war es ein bisschen mühsam bis wir in einem total leeren parkhaus gelandet waren. wir kennen ja so studipräsentationen von der zhdk in zürich her, da präsentieren dann immer mehrere studiengänge gemeinsam und es ist schon ein erlebnis, auf dem campus unterwegs zu sein und überall gibt es etwas zu sehen und zu erleben. ja, also, in basel im studiengang modedesign war das jetzt eher nicht so der fall. gut ausgeschildert und alles, aber in den weit verstreuten räumen gab es nur wenig zu sehen und noch weniger menschen, die etwas zu ihrer arbeit sagen wollten. kurzfristig luden uns die bildenden künstlerinnen in ihre gemeinschaftsateliers (spannend!), aber wir wollten weiter zur modeschau. als geladene gäste hatten wir bändeli, die schau wurde parallel an zwei orten gezeigt und wir hatten viel glück, dass wir früh da waren und so auch noch auf stühlen sitzen konnten. also erst mal eine halbe stunde bis es los ging. und dann noch zwei halbzeiten lang. während die präsentationen liefen. modeschau traf es dann nicht so ganz - die student:innen präsentierten einzeln und so gab es alles von cosplay über kunsthappening und szenischer lesung bis politischer demonstration. 

 

die eigentlich ausgestellte bekleidung trat dabei ab und zu in den hintergrund oder blieb auch mal arg im dunkeln - aber von ganz wenigen ideen abgesehen, war das auch gar nicht so schlimm. tragbares gab es sowieso nicht zu sehen, aber das erwartet man ja auch gar nicht. leider war auch das untragbare nur selten glamourös oder sonstwie extraorbitant - mir fiel vor allem die weitgehend fehlende passform auf, aber sind ja keine schneider:innen, die das ausgebildet werden. insgesamt spannender einblick in eine ganz andere welt, leider war die studentin, wegen der wir gekommen waren, krank, vielleicht hätten wir von ihr noch mehr erfahren. 

den sonntag dann zum draussensein genutzt, noch ganz wenig frühling draussen, aber warm und sonnig. 


 für mich folgte eine kurze woche, weil ich mich am donnerstag auf den weg zu meiner mutter machte. 

keine ahnung wann es mal wieder eine direkte zugverbindung von zürich nach stuttgart geben wird, diesmal bescherte mir die sperrung der gäubahnstrecke eine oberschwaben-rundreise. von zuhause ging es zuerst nach zürich, dann über schaffhausen und radolfzell (erste sichtung von narren, unter anderem eine dusche und mindestens eine traditionelle alemannische zunfttracht, es war immerhin schmotziger dunnschtig) weiter nach friedrichshafen und von dort dann direkt nach göppingen, etwas mehr als fünf stunden mehr oder weniger in nahverkehrszügen, aber alles super pünktlich (naja, die anzeigen liessen sich schon noch optimieren, dann müsste man nicht den zugführer fragen, wo der zug, auf dem "nicht einsteigen" steht, hinzufahren gedenkt...) oben übrigens blick über den untersee bei radolfzell. 

bei meiner mutter war diesmal neben erledigungen auch mal zeit, das nahe städtle zu geniessen. ich löste das letzte deutsche sparkonto auf, meine hoffnung auf ein erstarken der europäischen gemeinschaftswährung ist quasi nicht mehr vorhanden und so flüchte auch ich nun in die "sichere" währung unseres gastlandes. an allen möglichen ecken bot sich die gelegenheit für ein schwätzle, sehr nett. kai kam dann am samstag mit dem auto, wir holten das verschobene weihnachtsessen mit dem schwiegervater nach und fuhren am sonntag weiter nach stuttgart, wo wir mit studienfreunden verabredet waren, die wir tatsächlich seit herbst 2020 nicht mehr gesehen hatten. 



neben regem austausch an leben gab es ein leckeres mittagessen, einen spaziergang in den weinbergen über der stadt und anschliessend noch kaffee und kuchen. dementsprechend spät wurde es am sonntagabend, bis wir zuhause waren, aber wir haben die zeit sehr genossen. 

damit war dann auch das ausflugspotential für den monat ausgeschöpft - gut so, denn nun standen für die tochter eine hand-op und für mich das einsetzen eines implantats auf dem terminkalender. seither heilen wir so vor uns hin, meine fäden sind schon raus und die der tochter werden das monatsende auch nicht mehr erleben. 

so ganz allgemein beschäftigt mich der ausufernde garten - es gibt nach dem nassen herbst immer noch einiges zu schneiden und zu entsorgen - und ich verstehe je länger je weniger, warum gerade in der zeit, die für den rückschnitt von vielen gartengehölzen ideal für pflanzen und tierwelt ist, die grüntonne nur alle zwei wochen abgeholt wird. bei vollen tonnen widmete ich mich dann einfach dem einen von unseren zwei schnellkompostern und leerte ihn einmal komplett aus. resultat: vier säcke erde für die tomaten und was sonst noch so wachsen soll.

dabei wurde es rund um mich herum frühling: die krokusse blühen, die osterglocken sind blühbereit, die clematis und die hortensien treiben derart viel grün, dass ich bedenklich gen kalender deute und vor frost warne, vergebens. und ich stelle fest, dass ich im herbst tatsächlich überall im garten blumenzweibeln verteilt habe und die auch austreiben. pepperoni/paprika sind gesät und teilweise schon gekeimt.


noch so ein dauerthema: das aus deutschland gezügelte geld anlegen. ich lerne gerade ungeheuer viel. nicht nur über geldanlagen, sondern auch darüber, in welcher bank man den besten kaffee angeboten bekommt. und dass es ungewöhnlich ist, zum banktermin mit dem velo anzureisen. 

in der werkstatt ist ganz zu anfang des monats eine grosse filztasche entstanden - unter meiner anleitung, aber komplett selbst gefilzt. 

es ist bereits die zweite tasche, die die kundin gefilzt hat, die erste ist ihr aus ihrem fahrradkorb abhanden gekommen. so viel zur beliebtheit der produkte aus meiner werkstatt.

für mich habe ich ein bisschen mit flechten und filzen herumprobiert (eigentlich schon im januar begonnen) und dabei sind diese beiden täschchen herausgekommen. 

daraus könnte auch ein weiterer filzkurs werden - wobei das linke täschchen tauglicher ist als das rechte. 

in der werkstatt gibt es eine liste mit ideen, die ich gerne ausprobieren möchte und eine liste mit dingen, die endlich mal verbraucht werden müssen. von der zweiten liste ein grosser sack mit angeblichen arvenspänen (aka sägemehl, vermutlich eher kiefer) und von der ersten die idee, die unterschiede in schrumpfungsraten zwischen dicken vorfilzen und fein ausgelegten flächen auf grössere und gröbere objekte zu übertragen. ergibt zum beispiel ein meditationskissen: 

das funktioniert also auch in gross. mühsam nur die füllung aus sägespänen. darauf würde ich bei einer wiederholung verzichten.

zuhause ist die sau fertig geworden. ich hab gleich noch eine angefangen, weil ich unbedingt auch noch ausprobieren will, wie das kleine schweinchen aussieht, wenn ich es nicht in zusammengewürfelten resten, sondern in schweinchenrosa stricke.

so, nun stürze ich mich in die letzten vorbereitungen für die generalversammlung unseres filzvereins, die anfang märz stattfinden wird und zwar diesmal zum ersten mal in meiner nähe, so dass ich viel mehr an organisatorischem zu erledigen habe als sonst.

Mittwoch, 22. Juli 2020

21. juli 2020 - werkstattzeit

eventuell stellt sich eine neue routine ein, mit bloggen am abend und am morgen nur noch mal korrektur lesen und veröffentlichen. mein ideal wäre das ja, aber bisher war ich abends öfter zu faul. jedenfalls schreibe ich diesen post am abend.


zweiter arbeitstag. wieder den vormittag in der werkstatt verbracht, mit dem filzen der gestern ausgelegten tasche. das ging überraschend gut, obwohl die kompliziertere wolle auf wunsch im inneren verwendung fand. dabei habe ich einen neuen podcast zu hören begonnen, "pandemia" von viertausend hertz. ein team aus wissenschafts- und gesellschaftsjournalisten beschäftigt sich mit seuchen und gesundheitskrisen mit dem fokus auf lehren, die wir für die momentane pandemie daraus ziehen können. mir gefällt vor allem der globale ansatz, der endlich einmal nicht nur die situation im eigenen land beleuchtet.

am nachmittag: wertstoffe entsorgt und dabei erfahren, dass wir momentan für das abgeben von karton bezahlen, weil der nicht mehr nach china exportiert und in europa/der schweiz nicht verarbeitet werden kann. vorerst habe ich nur das zum thema gefunden, da geht es aber vor allem um plastik. im januar berichtete auch srf über die neuen usancen im kartonrecycling, allerdings erfährt man wenig über den hintergrund.

danach eingekauft und das gemüse abgeholt - am depot trafen wir eine genossin, die sich über die vielfalt und die menge an gemüse gefreut hat.

am frühen abend bügelte ich in knapp zwei stunden die wäsche von zwei wochen weg, die tochter buk solange pancakes zum abendessen.


ich sammle in diesem jahr samen von verschiedenen blumen. im nächsten frühjahr möchte ich, ob mit oder ohne lockdown, nicht mehr beim grossverteiler um blumensamen betteln müssen.

um acht uhr noch eine runde geschwommen, die tage werden schon wieder kürzer.

gelesen: vicki baum, menschen im hotel
gehört: pandemia (podcast)

Donnerstag, 27. Februar 2020

26. februar 2020 - over the top (aber ohne silvester stallone)

noch ein durchorganisierter tag. morgens neben frühstück und bloggerei eine rinderbrühe auf den herd gestellt, damit sie die erste stunde kochen konnte. ausserdem überlegungen zum näherkommen der coronafälle, neben der lombardei, die ja direkt an die schweiz grenzt, gibt es jetzt auch einen fall in meinem heimatkreis. hoffentlich absurde gedanken, ob ich nach dem filzertreffen noch nach hause in die schweiz fahren kann, weil irgendwo quarantäne oder grenzen dicht sind. dann aber auch direkt nicht in panik verfallen, sondern auch bemerkt, dass mir einfach die organisiererei für den donnerstag auf den nerv geht und sinnvoll überlegt, was ich mache. ich werde fahren, ein filzertreffen ist kein fussballstadion und panik hilft jetzt wirklich keinem. besser noch mal die vorräte checken und gegebenenfalls auffüllen, ist aber ohnehin sinnvoll, weil ich ja auch das auto mitnehme.

vormittags in die werkstatt, aber nur zum vorbereiten des kinderfilzkurses und packen der tasche für die filzbegegnung.


das wäre es dann übrigens, das täschchen. oberfläche und form gehen auf ideen einer schülerin zurück, die ihrerseits in pinterest gestöbert hat. die tasche ist nicht gross, aber ich habe meine sieben sachen, nebst trinkbecher und einer packung schokolade drin untergebracht.

früh zurück nach hause. beim losfahren fiel mir auf, dass ich vor lauter von a nach b rennen fahren und von c und d organisieren mich noch gar nicht richtig am neuen fahrrad gefreut hatte. das gleich mal ein bisschen getan, ich freue mich schon auf die erste fahrt die nicht direkt von a nach b geht.

zuhause wieder die brühe angeschaltet, gemüse geschnetzelt und dazugegeben. für die tochter und mich zum mittagessen pfannkuchen gemacht. und gegessen. danach hat es sogar noch für eine kleine runde ausruhen gereicht.

mit dem velo den anhänger in der werkstatt geholt - passt alles, die fahrradwerkstatt hat das richtig gut gemacht. ich habe eine viertelstunde für das auspacken und aufbauen der kursmateralien geplant, als ich am tw-zimmer der primarschule ankomme, warten aber schon zwei kinder auf mich und auch der rest trifft sehr flott ein. die stimmung ist aufgedreht, bis wir wirklich beginnen können schon ein bisschen am kippen. für ein paar kinder ist es kaum möglich meinen anweisungen zu folgen, ich bin unsicher ob es an der konzentration oder an der feinmotorik scheitert. einige kinder, die öfter kommen, wollen lieber anders vorgehen als ich vorschlage. ich darf nicht vergessen auch die kinder der gruppe zu erwähnen, bei denen alles reibungslos klappt. am ende haben wir eine riesige menge an stiften umfilzt:


ein paar kreationen sind gewollt oder ungewollt etwas eigenartig. aber es geht ja auch nicht immer nur um das ergebnis.
schöne erlebnisse (über den rest breiten wir den breiten mantel des schweigens):
  • das kind, dem ich sonst massiv helfen muss, kommt sehr gut alleine zurecht und macht zwei schöne stifte in ganz eigenen farbkombinationen ganz ohne hilfe in richtig guter filzqualität fertig. 
  • die kinder helfen einander, dabei merke ich, dass sie das grundprinzip filzen begriffen haben. 
mit kurzem abstecher über die werkstatt nach hause, dort zuerst mal tee mit der tochter. (die hat schon mal besorgt nachgefragt hat, wo ich bleibe und sicherheitshalber tee gekocht hat).

ich habe noch zwei telefonate zu erledigen. das eine schmeichelt mir sehr, ich sage aber trotzdem nein zur angetragenen aufgabe. das zweite verläuft besser als gedacht, schön, wenn zwei menschen, die mit jungen menschen zu tun haben, an einem strang ziehen.

derweil hat die tochter schon die brühe wieder angeschaltet und salzkartoffeln gekocht. kai ist auch schon da, nach zerpflücken des suppenfleischs in teile für die suppe und den rest für den kater und zusammenführung aller komponenten (brühe von mir, salzkartoffeln von der tochter, spätzle von kai) gibt es gaisburger marsch zum abendessen.

wir besprechen das weitere vorgehen für den abend: zwei schlafzimmer müssen ausgeräumt werden, so dass an den aussenwänden malerarbeiten vorgenommen werden können. deshalb muss ich vorher meine sachen packen, obwohl ich erst am donnerstagnachmittag losfahren werde. der anstrich ist notwendig, weil beim den sehr schnell erfolgten malerarbeiten vor unserem einzug etwas schief gelaufen ist und wir nun an der nordseite mit feuchtigkeit zu tun haben.

aber irgendwann sind die taschen ein- und die zimmer ausgeräumt und alles erledigt. entspannungsfernsehen und nachrichten auf dem sofa.

gelesen: rebecca
gehört: meine cousine rachel
gesehen: sex education, heute journal
wetter:schnee - von grossflockig bis schneegestöber alles dabei



Samstag, 23. März 2019

samstag 16.3.2019 - ein schöner filztag


die arbeit für die filzwerkstatt und die kurse findet zu einem guten teil nicht am filztisch, sondern auf dem laptop statt. die homepage will gepflegt und aktualisiert werden, eingermassen regelmäsig verschicke ich newsletter an verschiedene interessengruppen von kinderfilzen bis fortgeschrittene filzerinnen, die anmeldungen wollen gelesen und beantwortet sein - ganz zu schweigen von buchhaltung und wollbestellungen.

und manchmal geht dabei auch etwas schief.

eine teilnehmerin hatte sich schon im dezember für einen taschenfilzkurs angemeldet, nur leider hatte ich die mail nicht bekommen, weil im newslettertool die antwortadresse falsch eingegeben war. zufällig (oder doch nicht ganz so zufällig...) habe ich aber noch rechtzeitig gehört, dass die teilnehmerin sich sehr auf den kurs freue.

bei mir klingelten die alarmglocken, hatte ich den kurstag doch gerade frei gegeben, weil sich sonst niemand angemeldet hatte! aber jemanden, der sich so lange schon auf den tag freut, sich den auch extra freigehalten hat, so kurzfristig enttäuschen? das wollte ich auch nicht.

also trafen wir uns am vergangenen samstag in meiner werkstatt und hatten einen schönen filztag miteinander. ich konnte nebenbei ein paar kleinigkeiten fertigstellen und das ergebnis des kurstages ist wunderschön geworden. am späten nachmittag ging eine glückliche filzerin mehr nach hause!


Donnerstag, 28. Februar 2019

mittwoch, 27.2.2019 - frühlingsbunt

wegen ausgeprägter unlust einen blogbeitrag zu veröffentlichen, bin ich heute mal wieder richtig früh in die werkstatt gefahren. ein bisschen hat mich auch die tatsache, dass ich noch wenig für den kinderkurs am nachmittag vorbereitet hatte, dazu bewogen.
immerhin konnte ich so endlich ein aktuelles bild von der baustelle machen, sobald nämlich die sonne hinter dem berg aufgeht, spiegelt das wasser der limmat so sehr, dass ich im handydisplay nichts mehr sehe.
in der werkstatt habe ich dann einen zweiten prototypen für den nachmittag hergestellt, mir schritt für schritt überlegt, wie ich mit den kindern arbeiten will, alle sachen zusammengepackt, die es braucht und dann noch einen kleinen abstecher gemacht, um zvieri für die filzerinnen einzukaufen. den materialwagen habe ich auf dem nachhauseweg schon mal in der schule abgestellt.

zum mittagessen kam nicht nur die tochter, sondern auch noch der grosse sohn überraschend nach hause. die tochter nahm ich dann gleich mit zum filzen, sie hatte frei und wollte mir helfen, so dass anstatt 8 kindern heute 10 am kurs teilnehmen konnten.


zwei täschchen sind mir beim fotografieren entkommen...
es war ein schöner filznachmittag mit den kindern - momentan gibt es so etwas wie eine feste gruppe, die regelmässig kommt, dazu kamen mehrere kinder, die schon früher bei mir gefilzt haben und sich gezielt einzelne themen heraussuchen, meist sind das etwas grössere mädchen.
schön zu sehen, wie sich bei allen ein gestaltungswille entwickelt - bewusst hatte ich das repertoire etwas eingeschränkt, indem ich nur verschieden grosse punkte und streifen zu verfügung gestellt hatte, die trotzdem je eigenen ergebnisse haben mich überzeugt, das vielleicht in zukunft öfter einmal zu probieren.

zuhause dann kaffee, die tochter musste noch lernen, ich wurstelte so rum, später kochte der grosse sohn kaiserschmarrn und dazu zwetschgenkompott. dabei wurde wieder die oma gelobt, die uns in diesem jahr mit wohlvorbereitetem überfluss aus den gärten ihrer geschwister reichlich versorgt hat.

merke: wer selber kocht schätzt auch gute vorbereitung der zutaten und eine kluge vorratshaltung! 



Donnerstag, 31. Januar 2019

mittwoch, 30.1.2019 - was lange währt wird endlich... eine umhängetasche!

montag und dienstag waren langweilige werkstatttage mit filzen, aufräumen, saubermachen und dann vorbereiten für den kurs am mittwoch.

zwei frauen hatten sich für den kurs "einfache tasche" angemeldet und standen schon vor der werkstatttüre, als ich dort um zwanzig vor neun eintraf. so wörtlich hat mich noch nie jemand genommen, wenn ich von pünktlichem beginn geschrieben habe! vielleicht streiche ich den passus doch wieder aus meiner erinnerungs- und wegeerklärungsmail - aber super war, dass wir wirklich pünktlich anfangen konnten!

es ist ein bisschen schwierig, die eigenarten der "einfachen tasche" nicht aus dem negativen zu erklären, also nicht zu sagen: kein boden (weil mehrteilige schablone), keine innentaschen (weil zusätzliche schablonen), keine geflochtenen gurte (weil... eintageskurs), keine komplizierte oberflächengestaltung (weil.. siehe oben).
anstattdessen habe ich drei modelle zur auswahl gestellt: eine runde form mit einem griffloch, eine hohe viereckige form mit angefilzten henkeln und eine umhängetasche mit deckelklappe und umhängegurt aus einer form.
was alle diese taschen eint ist die eine, einfache schablone, die umhüllt werden muss und ihre anpassbarkeit an verschiedene grössen und bedürfnisse.

beide frauen entschieden sich für die umhängetasche und hatten sehr konkrete grössenvorstellungen, so dass die anpassungen rasch vorgenommen waren. die farbwahl war schon etwas komplizierter, es wollen ja auch immer eine ganze reihe von kombinationsmöglichkeiten bedacht sein. interessanterweise griffen beide auf eine kombination mit grau  - gute filzeigenschaften! - zurück, das habe ich in anderen kursen auch schon ganz anders erlebt...

für die oberflächengestaltung hatte ich verschiedene anregungen gezeigt, bei beiden frauen wurde es aber - teilweise nach einigem hin und her - eine spirale aus handgesponnenem art-yarn.


 tasche nummer eins wird in zukunft fernglas und vogelbestimmungsbuch tragen dürfen.


tasche nummer zwei ersetzt eine sichtbar lang geliebte gewobene umhängetasche.

für die vorbereitungen war einiges mehr an zeit von nöten als von mir eingeschätzt, erst am nachmittag kamen wir zum eigentlichen filzen, um so mehr staunten die beiden, als es am schluss mit dem schrumpfen auf die richtige grösse dann doch sehr schnell ging!

die klappe und die gurte auszuschneiden kostet immer ein wenig überwindung, aber andererseits hat es auch etwas von zauberei, wenn sich aus der einfachen form plötzlich etwas so komplexes wie eine umhängetasche mit klappe entwickelt.
die berechneten trageriemenlängen haben wunderbar gepasst und so konnte ich nach sechs (also mit einer guten stunde verspätung) zwei glückliche neue taschenbesitzerinnen verabschieden.

nun muss ich - wie die schweizer so schön sagen - "über die bücher" und mir überlegen, wie ich den kurs so gestalten kann, dass ich beim nächsten mal in der zeit bleibe, entscheidungsprozesse erleichtere und von vornherein bestimmte überlegungen ausschliesse, ohne zu sehr im negativen - eine einfache tasche ist nicht... - zu landen. grenzen setzen ohne einzuengen, oder so etwas...

wie macht ihr das, ihr anderen kreativen kursleiterinnen? ist das in euren kursen überhaupt ein thema? vielleicht mögt ihr mir da mal was dazu schreiben...



Mittwoch, 21. März 2018

zweiwochenrückblick


schon wieder eine woche um, von der ich gedacht hatte, dass sie ein wenig ruhiger werden könnte. ich mag trotzdem mal ein bisschen nachschau halten, was in den letzten beiden wochen so war.

vor zwei wochen schon fand der erste von zwei kursterminen eines erweiterungskurses der geflochten und gefilzt-kurse statt. es ist schon ein weilchen her, dass ich in davos im rahmen der frühlingsworkshops der filzszene einigen voll motivierten frauen meine methode geflochtener räumlicher körper nahebringen durfte. wie immer in diesen kursen kam natürlich die frage nach der nutzbarmachung dieser technik auf und so wurde die idee zu einem taschenkurs geboren. jetzt endlich nimmt diese idee fahrt auf, zwei frauen aus der filzszene nehmen am taschenkurs hier in der schweiz teil, einen weiteren wird es im rahmen des filzkollegs in soltau im sommer geben.

der erste termin besteht vor allem aus entwurf, filzproben, konkretisierung des entwurfs und berechnung der benötigten vorfilzmengen. dann gehen die teilnehmerinnen nach hause und filzen vor für einen zweiten termin, an dem wir dann die tasche/den korb zusammensetzen und fertig filzen. in soltau wird es ein wenig anders laufen, dafür werde ich das konzept auf der basis der jetzt gemachten erfahrungen fertig entwickeln.

im bild viel rechnerei und noch ein paar nebenbei gefilzte ostereier.
montag und dienstag war dann das dritte lehrgangsmodul hier bei mir in der werkstatt zu gast, auch hier ging es um die erzeugung von räumlichkeit, allerdings noch in einer etwas einfacheren form. wenn man das vorher noch nicht gemacht hat, reicht es allerdings auch schon, eine einfache dreidimensionale form auf eine zweidimensionale schablone zu reduzieren, dass anschliessend die köpfe rauchen.

das sieht man den ergebnissen glücklicherweise nicht an.
die woche ging dann weiter mit dorfweihnachtsvorbereitungen und der generalversammlung der gemüsegenossenschaft, den üblichen haushaltsdingen, und schon war wieder wochenende, nochmal taschenkurs, erster teil (die beiden angemeldeten damen kommen zum zweiten termin dann zusammen). sehr spannend, wie unterschiedlich diese planungsphase ablaufen kann, je nachdem ob es schon einen fertigen plan gibt oder dieser erst allmählich entstehen darf.

 ausserdem war ich weiter fleissig mit meinem vertices unite tuch beschäftigt, hier schon der zustand mit allen maschen rundherum auf allen zur verfügung stehenden kabeln, dazu muss ich dann demnächst noch was schreiben. mittlerweile ist das tuch fertig, nur noch die fäden müssen vernäht werden.

sonntag besuchten wir die aktuelle ausstellung im haus konstruktiv, alicja kwades paralleluniversen fand ich schöner zu denken als anzuschauen, während wir mit den kinetischen objekten von gerhard von graevenitz einfach spass hatten. leider funktionieren nicht mehr alle, aber man ist darum bemüht, dass möglichst viele auch in aktion zu sehen sind! (es gibt trotzdem ein bild von alicja kwade, denn bei von graevenitz war leider das fotografieren verboten)


 und dann hätte eigentlich die etwas ruhigere woche starten sollen. sollen deshalb, weil ersten unser auto noch einen kleinen werkstattbesuch machen wollte und mir schlagartig klar wurde, dass trotz momentan winterlicher temperaturen der ostermarkt quasi vor der türe steht. also ging ich gleich mal in die produktion von grösseren mengen von osterhühnern oder tetrahühnern.


auch im kinderfilzkurs am mittwoch gab es noch einige hühner - allerdings mit einer anderen technik, supereinfach gemacht, dann ideenmässiger unterstützung auf der filzszene!


 zwei vögel stellvertretend für die insgesamt acht - beim gruppenbild gibt es viel kind auf wenig vogel...








Dienstag, 28. März 2017

deutschsprachiges filzertreffen in hohebuch

seit sonntagnachmittag bin ich zurück vom 22. deutschsprachigen filzertreffen in hohebuch. für mich war es erst das dritte offizielle filzertreffen, plus filzbegegnung in berlin macht vier. und gefühlt war es das schönste filzertreffen für mich. einerseits kenne ich jetzt schon deutlich mehr andere filzerinnen aus dem filznetzwerk als 2013 in göttingen und überhaupt das ganze prozedere eines solchen anlasses, andererseits kennen ganz viele mich (auch über den blog). ich weiss, bei was ich mitmachen möchte und bei was nicht - und tanzen gehört eindeutig in die zweite kategorie. und ich weiss, dass ich dort nicht die ruhe habe, wirklich etwas grosses, geniales zu filzen. aber deswegen bin ich ja auch gar nicht dort! was mir wichtig ist, ist der austausch mit den anderen filzerinnen und auch ein paar filzern. der kontakt zu vielen gleichgesinnten und nicht das permanente vergleichen, wer gibt mehr kurse, hat das grössere atelier, kann mit seinem filz vielleicht sogar seinen lebensunterhalt verdienen. schön, wenn das jemand kann, bei mir klappt das (noch?) nicht und dazu stehe ich - wie viele andere übrigens auch! trotzdem liegt mir viel daran, neues zu lernen und aufzugreifen. 


hier gleich ein grosses dankeschön an bruno bujack, der gezeigt hat, wie er schwingschleifer zum anfilzen der wolle verwendet, wie er sie modifiziert und wo die grenzen ihrer verwendung sind - nicht nur als demo im kaminzimmer, sondern auch noch schriftlich in bewährter manier zusammengefasst!


und ein weiteres dankeschön geht an die drei frauen, die das programm für die filzbegegnung geplant haben, beate hufeisen, rotraud reinhard und inge bauer. mit dem von ihnen zusammengestellten programm unter dem thema "zuhause" wurde es einerseits nie langweilig, andererseits war stets genügend luft für individuelle gespräche und begegnungen.
für die workshops gab es eine anregung in form von gestickten quadraten, hergestellt werden diese von frauen in afghanistan, die damit zum lebensunterhalt ihrer familien beitragen und ein altes handwerk, das während des krieges in vergessenheit geraten war, wiederbeleben. pascale goldenberg, die projektleiterin, habe ich leider verpasst, da ich erst am freitagabend angereist bin.


aus diesen stickquadraten sollten in kombination mit dem filz sogenannte vier-hände-kunstwerke werden. ich habe als motiv einen fisch ausgewählt, und ihn in die filzwellen eines kleinen täschchens integriert. technisch war das eine herausforderung, weil ich das nichtfilzende (und damit auch nichtschrumpfende) stickstück zwischen die einzelnen lagen gelegt und durch einfilzen befestigt habe. das ist für nichtfilzerinnen vermutlich etwas schwer nachzuvollziehen, aber ich denke, man kann unten gut sehen, wie das stickquadrat sich trotz ständigen ziehens im fertigen filz leicht nach vorne wölbt. der ausdruck des fisches wurde allerdings dadurch eher noch schalkhafter grinsend, also passt das dann schon. er fühlt sich wohl "zuhause" in den filzwellen...


schön war es also wieder!


aber wo könnte es auch nicht schön sein, wenn so die sonne untergeht? (ach ja und wieder schönes wetter in hohebuch!)

Dienstag, 14. Juni 2016

eine tasche

der mann wünschte sich eine tasche. nicht irgendeine, sondern eine, die in grösse und verstauungseingeschaften einer ollen werbeumhängetasche gleichen sollte. beim material und bei der herstellung liess er mir hingegen völlig freie hand. und zuerst dachte ich ja an etwas genähtes, ein bisschen regendicht und dem werbetäschlein einfach mal abgekupfert. aber dann habe ich ja den kurs bei annemie koenen über himmelfahrt besucht und einige um mich herum machten taschen oder hatten schon taschen gemacht in dieser turkmenischen technik. und damit war der plan gefasst: es gibt eine tasche in turkmenischer technik.


 beim motiv wurde ich auf der homepage des manns fündig und so begann ich mit der umsetzung.


und weil ich halt so bin wie ich bin, habe ich das männlein mit dem kopfhörer mit hilfe eines rasters auf den taschendeckel übertragen. und danahc dann zügig vergessen, dass ich ja noch ein paar bilder hätte machen können.


aber jetzt ist sie ja fertig, die tasche. noch mit einem verstellbaren henkel versehen ist sie schon im einsatz.

Dienstag, 2. Februar 2016

taschen ... gehen immer


etwas vom spannendsten sind für mich taschen. nicht nur zum filzen, sondern auch in jeder anderen denkbaren technik, gerne auch in der variante nicht selbst gemacht, aber dafür selbst gekauft...

aber spass beiseite: für den anstehenden filzkurs für kinder und jugendliche habe ich die gelegenheit ergriffen und das konzept der aus einem stück gefilzten umhängetasche gleich zweimal gefilzt.dabei sind die beiden taschen wirklich ganz unterschiedlich geworden. einmal mit relativ grober weisser und grauer wolle in double face, kreise aus vorfilz und resten von der inneren lage.



und die zweite tasche aus sehr kurzfaseriger kapmerinowolle. die auflage auf der taschenklappe ist aus verschiedensten materialien: reste von grünem kammzug, handgesponnene merinowolle mit seide verzwirnt, ein gekauftes weisses garn mit aufgezogenen pailetten, und dann noch geschnittene reste eines ebenfalls handgesponnenen blaugrünen garns.


es ist die tasche, die mich anfänglich so viel geduld gekostet hat. wie man aber sehen kann, hat schlussendlich doch alles sehr gut gehalten. die pailetten sind dezent und die tochter hat schon ansprüche auf diese tasche erhoben. auf den bildern kann man ein wenig sehen wie die tasche konstruiert ist. die idee habe ich übrigens auf dem buch von christel dohm "mit kindern filzen"*  aus dem verlag freies geistesleben . ein buch, das ich auch sonst sehr schätze, weil es nicht einfach rezepte anbietet (die auch), sondern dazu anregt, sich mit dem thema kinderfilzkurse von grund auf auseinanderzusetzen.
der filzkurs wird ein experiment - zwei nachmittage haben die angemeldeten fünf kinder zeit ihre taschen anzufertigen, dazwischen liegen die skiferien und morgen stehen zunächst mal die entscheidung für eine taschengrösse und das material, das auslegen, dekorieren und erste anfilzen auf dem programm.

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Donnerstag, 28. Januar 2016

geduld


filzen ist eine tätigkeit, die recht viel geduld erfordern kann. da ich nicht nur ab und zu, sondern tatsächlich recht regelmässig dinge filze, die nicht mal so huschhusch gemacht sind, weiss ich das eigentlich. und trotzdem verblüfft es mich immer wieder, wie unterschiedlich meine geduld bei den verschiedenen textilen techniken ist.
im grunde macht es mir recht wenig aus, stundenlang am spinnrad zu sitzen, bis eine spule voll ist. auch habe ich noch selten darüber nachgedacht, dass es ja eigentlich eine recht eintönige arbeit ist, grössere strickstücke anzufertigen.
wenn aber ein grösseres filzstück ausgelegt ist und es nun daran geht, mit viel geduld die einzelnen lagen miteinander in kontakt zu bringen, so dass daraus zuletzt ein fester, strapazierfähiger filz werden kann, kriecht meist ganz schnell die wichtigste frage aller kursteilnehmer, egal welchen alters, herauf: wie lange muss ich das jetzt machen? wann bin ich fertig?
dass es da nicht wirklich hilfreich ist, wenn ich ganz zum schluss, wenn alles, auch die dekoration. ausgelegt ist, feststelle, dass in dem verwendeten weissen garn nicht ein fitzelchen wolle enthalten ist und sich dieses garn infolgedessen nicht selbst in die verschiedenen wolllagen einarbeiten wird, sondern dass umgekehrt die ausgelegte wolle das aufgelegte weisse effektgarn ergreifen und festhalten muss, ist klar.  und wenn mir dann noch einfällt, dass es sich beim verwendeten material um ein extrem kurzfaseriges vlies aus kapmerino handelt, das ich so nicht umbedingt wieder kaufen würde, ich es aber jetzt einfach mal verwenden wollte, weil es ja nun schon hier herumliegt - und das schon eine ganze weile, hilft das auch nicht umbedingt. vor allem dann nicht, wenn ich schon weiss, wie wenig kriechfreudig diese wolle im grunde genommen ist.


und auch wenn ich sicher bin, dass jetzt nur noch geduldiges anreiben helfen und ich ja auch kaum noch was anderes machen kann als letztendlich darauf zu vertrauen, dass das alles schon zusammenhalten wird - trotzdem würde ich dann am liebsten gleich nach den ersten minuten anfangen herumzuzupfen: wie fest ist das schon? hat sich das schon verbunden? wenigstens dort, wo noch andere lagen wolle im spiel sind? und am rand?


dabei predige ich immer allen kursteilnehmern: mach mal, vertraue drauf, dass das schon gut kommen wird. wenn du immer dran ziehst, kann es sich nicht verbinden. aber wie lange noch? echt, immer noch?
aber morgen, morgen suche ich die dickste isolationsrolle aus dem fundus und fange an zu rollen. weil weiter reiben, das bringt mich an den rand des wahnsinns. irgendwann muss das ja mal halten.
(ach, wie gut ich die kursteilnehmer jetzt wieder verstehe. im besten fall tut sich ja erst mal lange nichts. alles bleibt an ort und stelle, aber sonst sieht man keinen fortschritt. und wer wagt, der gewinnt. oder soll ich doch lieber noch ein bisschen reiben? oder wenigstens mal ein ganz klein wenig zuupfen - denn dann wüsste ich, dass ich es wirklich rollen kann. oder auch nicht.)

Mittwoch, 21. Oktober 2015

neue tasche (oder doch nur ein neuer henkel?)


zur zeit probiere ich wieder mal ein bisschen in sachen henkeln für meine quadratischen taschen herum.


während die klassische einkaufstasche ja eher offen stehen soll, habe ich hier mal was anderes gemacht. die henkel verschliessen gleichzeitig die tasche und halten sie zusätzlich auch noch in form.


geöffnet sieht das dann so aus. ein beutel, nur in eckiger form. in natura finde ich das ganze eher verspielt, auf den fotos wirkt es dann doch wieder ziemlich streng.

Dienstag, 20. Oktober 2015

ausstellungsvorbereitungen


so, allmählich wirds ernst.
für die konkrete ausstellungsvorbereitung - also sachen zusammensuchen, alles, was durch das sommerliche verstauen gelitten hat, neu formen und aufbügeln, zufällig von benachbarten ausstellungsstücken übergesprungenen haare entfernen, aufhänge- und ausstellungsvorrichtungen zusammensuchen oder eventuell auch noch einkaufen oder basteln, eine preisliste erstellen, verloren gegangene oder neue preisschilder anfertigen, alles einpacken und was ich sonst noch alles bisher vergessen habe - habe ich mir drei tage eingerichtet. also eher halbe tage bis auf den heutigen, denn montag und mittwoch hatte, beziehungsweise habe ich auch noch kurse.
da ich aber heute wirklich mal voran machen konnte, ist der grossteil jetzt geschafft. eine tasche, für die mir noch die idee für einen henkel fehlte, hat jetzt auch einen bekommen, manches geht halt erst so richtig auf den letzten drücker. eine wandinstallation hängt hier noch, da muss ich aufpassen, dass ich die nicht vergesse, aber zumindest das,was ich ausstellen will, ist jetzt vorbereitet.
ich bin sehr gespannt auf die ausstellung auf schloss biberstein. schon auf das aufbauen, weil wir gemischt ausstellen werden, also nicht jeder seine ecke bekommt, sondern alles locker verteilt sein soll. das kann ich mir noch nicht so gut vorstellen, wie das gehen soll - aber ich bin guter dinge, dass es gut werden wird.
ansonsten scheint mir biberstein wieder einmal weit weg von meinem wohnort zu liegen, heute bin ich schon zweimal gefragt worden, wo denn das überhaupt liege, dieses schloss biberstein - dabei ist es nicht einmal allzuweit, es liegt gegenüber von aarau über der aare.
nun, für alle, die nicht hinfinden, auch oder gerade weil ja am wochenende auch das wetter wieder schön sein soll, gibt es ja auch noch die ausstellung in lengnau, also ganz nahe an unserem zuhause.
und für die anderen gibt es hier die infos.  
ich freue mich!

Mittwoch, 14. Oktober 2015

zurück am filztisch...


 ... , nach einigen unterbrechungen, bin ich eigentlich schon eine ganze weile. alleine die musse und manchmal auch die kamera fehlten um sie mal wieder mitzunehmen auf den weg vom vorgefilzten streifen zum fertigen objekt. naja, ganz fertig ist es auch noch nicht, aber jetzt fahren wir gleich mit einem geburtstagskind ins verkehrshaus nach luzern, auf ganz speziellen wunsch! da muss das ausformen noch ein bisschen warten.


 farbe auf grau, das ist immer noch einer meiner lieblingskontraste. und die rottöne haben es mir in diesem herbst angetan.


 das wird später die innenseite einer tasche werden. und sie wird nicht so grau bleiben.


aussen überwiegend farbe, noch ohne die eingewebten gelb-orangen streifen. und auch hier: so farbig bleibt das ja nicht lange.


und auch wenn die form noch nicht erkennbar ist: die struktur sieht man hier schon ganz gut. schichten, die einander durchdringen, material, das durch anderes material hindurchtritt, das ist für mich etwas vom faszinierendsten am filzen!

Montag, 28. September 2015

sitzfilze - frisch geschlüpft!


acht.
vier.
zwei sitzfilze aus neuseelandmerino und resten aus der produktion der sit&knit-taschenproduktion. (und da bemerke ich, dass ich die sit&knit-taschen gar nie hier gezeigt habe. oder doch? findet jemand den post, den ich nicht finden kann? - der darf sich eine sit&knittasche wünschen!)


so jedenfalls sehen sie aus. man kann in den etwa 40 cm im durchmesser messenden taschen ein mittelgrosses strickprojekt unterbringen oder beim stricken draufsitzen. die taschen befinden sich jetzt im laden der spinnwebstube, die allerdings momentan ein bisschen ferien macht.

wenn sie lust auf sitzfilze oder sitztaschen bekommen haben, mache ich gerne auf einen filzkurs aufmerksam: am samstag 17.oktober von 9 bis 17 uhr filzen wir hier in ennetbaden solche sitzgelegenheiten. wollen sie dabei sein melden sie sich doch möglichst rasch an. (150 franken inklusive material und einer einfachen mittagsverpflegung)

Sonntag, 27. September 2015

ausstellung entSCHLOSSen

 herzliche einladung an alle blogleserinnen!
 
 gemeinsam mit einer weiteren filzerin, zwei holzhandwerkern und einer keramikerin stelle ich im oktober meine filzsachen auf schloss biberstein aus.