Donnerstag, 19. Juli 2018

ferien, jetzt dann aber wirklich

nicht dass wir es uns in den letzten eineinhalb ferienwochen nicht schon haben gut gehen lassen, aber jetzt wird es allmählich wirklich ernst mit dem urlaub. gestern sind wir nicht einmal so übermässig spät von einem kurzbesuch bei meiner mutter beziehungsweise der oma der tochter zurückgekommen (freibad und ein-euro-shop sind immer noch die absoluten favoriten des fräulein tochter, aber wir haben es sogar hinbekommen ein eis im sitzen zu essen. boah, das sind portionen, beinahe hätte es das von der tochter gekochte abendessen ersetzt.) und heute habe ich dann noch einmal die finale waschorgie gestartet und eine gewisse grundsauberkeit in bädern und küche hergestellt. 




und die erste traumreise-sommerpost ist inzwischen auch hier in der schweiz eingetroffen! ich hatte schon auf instagram die collagen der anderen gruppenmitglieder bewundern können, aber meine sieht dann halt schon noch ganz anders aus... danke, liebe bea, das ist ein ganz entzückender auftakt für die sommerpost in unserer gruppe! 

morgen werde ich noch meine brille vom optiker holen, der sie hoffentlich wieder aufpolieren konnte, zwischendurch ein bisschen packen, zwetschgenkuchen backen, ein bisschen packen, mit dem grossen sohn (und der ganzen familie) vor der abreise mit dem vw-büssle zwetschgenkuchen essen und ihn anschliessend mit freundin auf grosse fahrt verabschieden, mit dem jüngeren sohn meine kursprogramme im dynamo zürich als risographie drucken, nochmal ein bisschen packen und irgendwann hoffentlich ins bett gehen dürfen. 

am samstag geht es dann los - wir reisen meiner meinung nach eher mit den schnecken (dank drei velos auf dem buckel) als mit den schwalben, aber sicher fröhlich wie der nasenflöter. in die lüneburger heide zuerst, die uns vielleicht grün, vielleicht auch schon ein wenig blau-violett erwartet...



Sonntag, 15. Juli 2018

gaiamothertree

ziemlich spontan haben kai und ich uns heute entschlossen, am nachmittag nach zürich zu fahren, um die installation des brasilianischen künstlers ernesto neto im hauptbahnhof anzuschauen. 

 

 der gaiamothertree, eine aus baumwollbändern von hand geknüpfte monumentale skulptur reicht bis zur decke der bahnhofshalle hinauf.


 wie ein baum besteht die skulptur aus krone, stamm und wurzeln.
schauen sie sich unbedingt die videos auf der seite der fondation beyeler an, in denen man neben verschiedenen statements des künstlers auch sehen kann, wie die skulptur aufgehängt wird!


 von der krone hängen einzelne strukturen herunter.


 die technik ist irgendetwas zwischen häkeln und netzeknüpfen, teils luftig-durchlässig, teils fest und kompakt.


 gegengewichte, die an langen ausläufern in die deckenkonstruktion geschlungen sind, halten die baumkrone oben.


 unten werden die wurzeln von säcken mit erde gehalten.


 man kann auch in die skulptur hineingehen - ein weiter kreis im innern ist weich gepolstert, man kann auf kissen sitzen oder liegen und nach oben schauen, in die doppelte struktur der baumkrone.


 mehrschichtig harmonieren die pflanzengefärbten schnüre mit der architektur der bahnhofshalle.


spannend war es auch, die menschen rund um den gaiamothertree zu beobachten, manche nahmen kaum notiz davon, andere waren ganz offensichtlich wie wir, extra gekommen um zu schauen. zaghaft oder weniger vorsichtig versuchten besucher an den ausläufern zu ziehen (dann kommt bewegung in den baum) oder sogar gegen die erdsäcke zu treten (wohl um festzustellen, wie fest sie stehen).


den gaiamothertree kann man im hauptbahnhof zürich noch bis zum 29.juli 2018 sehen und erleben, es gibt auch ein begleitprogramm mit vorträgen, musik und meditationen.

Freitag, 13. Juli 2018

unser gemüse heute


krautstiel, schwarze bohnen, tomaten, reichlich gurken, aubergine, zucchetti, rondini, frühlingszwiebeln, kartoffeln, petersilie, basilikum.

12 von 12 im juli 18

endlich ferien. das wetter auch ferienmässig, morgens noch ein bisschen kühl und den tag über sonnig. weil noch drei fünftel der familie arbeiten ist der start in den tag aber doch noch mehr alltagsmässig. nach giessen, wäscheaufhängen, spülmaschineausräumen und einem telefonat mit dem kieferorthopäden starte ich mit einem zweiten kaffee im garten in den ferientag. 


die tochter hat heute auswärts übernachtet, bis sie kommt und wir an unserem gemeinschaftsprojekt weiterarbeiten können, beschäftige ich mich ein bisschen mit der sommerpost.


 eigentlich ist die für die sommerpost ausgewählte technik ja eine collage, aber da ich gerade lust zum wortspielen und stempelschnitzen hatte, ist ein bisschen material für umschläge für die collagen entstanden. wortcollagen sozusagen.


 die tochter ist wieder da. wir arbeiten an unserem geheimen gemeinschaftsprojekt. man beachte die sommerferienfingernägel, die beim nähen ü b e r h a u p t nicht stören.


 ich komme nebenbei noch ein bisschen zum stempeln. vier worte ergeben 12 mögliche komposita.


 und stecknadeln aufsammeln geht sogar super damit. wir werden in nullkommanix vollends fertig - es fehlt nur noch ein kleines detail das wir aber zuerst einkaufen müssen.



 ferienmittagessen: jeder nimmt was er mag aus dem kühlschrank. bald ist er leer. überhaupt haben wir es in unserer ersten (und einzigen unverplanten) ferienwoche so gemacht, dass jede tun und lassen konnte was sie wollte, ein paar notwendige arbeiten haben wir teilweise gemeinsam erledigt, oder die tochter hat gekocht, während ich (und kai) sachen erledigt haben.

das buch von herrn buddenbohm habe ich mir bestellt, weil wir demnächst an die ostsee fahren. von der ostsee handelt aber vorwiegend der andere band (es fehlt mir nicht, am meer zu sein), den ich schon gelesen habe. immerhin weiss ich jetzt, dass die mecklenburgische küste schöner ist als der strand vor travemünde und man von dort auch sonnenuntergänge über dem meer sehen kann. aber damals war das ja alles noch ddr. ansonsten muss ich jetzt vielleicht nicht mehr unbedingt nach travemünde. das buch, das mein mittagessen begleitet hat, spielt dann schon in hamburg. ist aber auch sehr unterhaltsam zu lesen. wenn man schon eine weile den blog verfolgt ist es ein bisschen wie die drei folgen starwars, von denen immer noch nicht klar ist, ob sie jetzt die folgen 1 bis 3 oder doch eher 4 bis 5 sein sollen. aber ohne sternenkrieg. also bisher jedenfalls.


 die wortcollagen haben mir spass gemacht, ich versuche mich jetzt auch noch in buchstabencollagen. der anagrammgenerator gibt mir ein paar ziemlich gute ideen für die sommerpost! und den reiseführer des zufalls habe ich auch wieder herausgekramt. dazu dann mehr, wenn ich die collagen hier zeigen kann, also so mitte august...


 am nachmittag wickle ich noch ein bisschen wolle für ein urlaubsstrickprojekt.


 ich liebe die strickanleitungen von westknits, da kann ich endlich mal meine wollsammlung verwenden!


 und dann ist es auch schon zeit zum urlaubsanfangsessen mit der familie. wir haben neulich ein libanesisches restaurant im nachbarort entdeckt und ausprobiert - aber mit allen fünfen macht das erst so richtig spass. 12 schüsselchen mit orientalischen köstlichkeiten! ideal auch für den vegetarier, weil wirklich viel vegetarisches dabei ist.


 wieder zuhause landen die fotos mit ein bisschen nachhilfe des mittleren sohns dann endlich doch noch auf dem laptop - das fotoübertragungsprogramm meines mobiltelefons funktioniert neuerdings nicht mehr, aber er kannte das problem schon und auch die lösung. wir trinken noch ein glas wein oder zwei und ich stelle fest, dass es bei caro von "draussen nur kännchen" heute kein 12 von 12 gibt.

 
hm. überhaupt kein post mehr nach dem 12.juni. da mich die 12 von 12 aktion schon ein paar jahre begleitet und ich sporadisch auch sonst bei caro gelesen habe, frage ich mich natürlich, was da wohl los sein mag? einfach keine lust mehr oder schlimmeres?

nach ein bisschen recherche ... es ist schlimmeres. ich wünsche dir, liebe caro, auf diesem weg alles gute und vor allem rasche und vollständige genesung!

Mittwoch, 11. Juli 2018

wo ist mein internet geblieben?

ganz entgegen der themenankündigungen am wmdedgt-tag möchte ich mich heute eines eher diffus in mir herumschwelenden themas annehmen, weil ich mich schon seit einiger zeit frage, wo denn mein internet geblieben ist.
mein internet, dass ich mir vor mittlerweile mehr als 11 jahren zuerst nur lesenderweise, dann später auch auch selbst mit diesem blog hier erobert habe.

nicht erst seit diesem jahr habe ich das gefühl, dass da etwas verschwindet, das ich vermisse und weiterhin vermissen werde. schleichend angefangen hat es mit einem leserschwund auf meinem eigenen blog. in den besten zeiten haben hier bis zu 5000 menschen im monat meine beiträge gelesen, mittlerweile komme ich noch auf etwas mehr als 2000. parallel dazu verschwanden blogs, die ich gerne gelesen habe aus meinem blickfeld. kommentare wurden immer seltener und selten fand ich noch neue blogs, an denen ich hängen blieb, bei denen ich jetzt und sofort die timeline ganz bis zum ersten beitrag lesen musste. und die ich natürlich dann auch abonniert, oft auch in die blogroll aufgenommen habe. überhaupt blogrolls - die werden auch immer rarer. sich von einem zum anderen blog treiben zu lassen und dabei in leben und arbeiten, in fremde und manchmal auch allzu vertraute welten einen einblick zu bekommen, wird immer schwieriger. sich gegenseitig zu verlinken scheint aus der mode zu kommen.

mit der neuen datenschutzgrundverordnung kam eine neue hürde ins bloggerleben und ja, ich gebe zu, dass ich es auch mühsam fand, eine datenschutzerklärung mit hilfe eines generators zu verfassen, die ich nur teilweise verstehe und von der mir nicht ganz klar ist, ob sie auch wirklich alles abdeckt, was ich hier im blog so mache. trotzdem habe ich nie ans aufhören gedacht. viele andere, vor allem kleinere blogs mit geringerem publikum aber eben schon. so hat sich hier die landschaft ende mai noch einmal drastisch verändert. klar, die grossen fenster, herr buddenbohm, frau mutti, das nuf, kl. brüllen, die ich auch gerne lesen sind immer noch da. aber die nischenfensterchen, vor allem auch einige filzblogs, vermisse ich schmerzlich.

anstattdessen findet man die bloggerinnen nun bei instagram.
 meine gruppe für die diesjährige sommerpost: von acht teilnehmerinnen haben vier ein blog, sieben sind auf instagram. nun könnte man sagen, das sei ja ähnlich oder zumindest ein guter ersatz - ist es aber in meinen augen nicht.

ein blog abonnieren und zu lesen oder einfach die adresse als bookmark zu hinterlegen um es gelegentlich wiederzufinden  ist etwas anderes als die instagram-timeline durchzuscrollen.

blogs lese ich gezielt, suche ich bewusst auf, auf instagram bekomme ich eine fortlaufende gemischte sammlung vorgesetzt, alle meine interessen purzeln wild durcheinander, garniert mit einem werbepost alle 5 bilder.

aber auch von der seite des veröffentlichens aus sehe ich grosse unterschiede. hier in meinem blog entscheide ich über die reihenfolge der bilder, der themen. ich kann ohne oder mit bild etwas schreiben. lang oder kurz. das blog ist eher eine art gesamtkunstwerk - auch das drumherum, der mehr oder weniger schicke header, die durchdesignte seitenleiste oder die mit allerlei krimskrams wie sockenzug und kinderalteranzeige, die verlinkung zu anderen plattformen, das blogarchiv ergeben ein bild des menschen, der hinter diesem blog steht. (ja klar, so wie er/sie halt gesehen werden will, geschenkt.) auch alte beiträge sind weiterhin gut zugänglich und müssen nicht endlos erscrollt werden. und ich werde lange nicht so durch format und plattform gegängelt. klar, ich blogge immer noch auf blogger und damit ja auch in eine plattform eingebunden, aber eben mit viel mehr freiheiten und viel mehr selbstbestimmheit als auf instagram oder facebook. oder um noch einmal auf die verlinkungen, auf das vernetzen zu sprechen zu kommen: auch das ist im blog viel zwangloser möglich. wenn man nicht allzu hysterisch ist, wegen dsgvo und so halt schon wieder.

und ich hoffe immer noch, dass genug so denken wie ich, dass sie aus trotz oder beharrungsvermögen dabeibleiben, dass wir uns weniger hysterisch vielleicht wieder besser untereinander vernetzen können, dass alles wieder so wird wie früher, oder wie es in meinem internet so schön heisst: *krückstockgefuchtel.

danke und gute nacht!



Freitag, 6. Juli 2018

unser gemüse heute


kartoffeln, frühlingszwiebeln, knoblauch, bohnen, gurken, patisson, aubergine, tomate, basilikum, petersilie, bohnenkraut

Donnerstag, 5. Juli 2018

wmdedgt 7/18

ich hangle mich im blog immer noch von blogaktion zu blogaktion. naja, egal, immer noch besser als das bloggen ganz aufzugeben. dabei gäbe es doch immer wieder das eine oder andere, was ich hier gerne noch geschrieben hätte, einen rückblick auf ein halbes jahr eigenen werkstatt zum beispiel oder was der garten einen monat nach dem grossen hagel so macht, die sommerpostaktion,
heute aber erst mal wmdedgt - ausführlich: was machst du eigentlich den ganzen tag? - eine blogaktion von frau brüllen, die das jeden 5. eines monats fragt. heute abend ab 18 uhr versammeln sich dann ganz viele bei ihr und verlinken ihren tagebuchblogpost vom heutigen tag!

ich durfte heute eine viertelstunde länger schlafen als sonst, es ist der zweitletzte schultag und gestern bin ich zum letzten mal in diesem schuljahr früh, also um 6.20 uhr aufgestanden. die tochter durfte weiterschlafen, sie muss heute erst um viertel vor neun auf dem sportplatz sein, es ist jugendfest mit spielen und freibad  über den tag und heute abend einem abendanlass.
spülmaschine ausgeräumt, kaffee gekocht, obst für müesli geschnetzelt, alles wie immer - kai und der ältere sohn verschwinden in richtung arbeit um viertel nach sieben, ich dusche mal, giesse die tomaten und kümmere mich um die waschmaschine. die spült schon seit einer weile kein waschmittel mehr aus der kammer ein und ich trickse sie üblicherweise aus, indem ich das waschmittel direkt in die trommel gebe. nun stehen aber die ferien vor der tür und da wird hier wohl jeder mal selbst waschen müssen und vermutlich macht es da sinn, dass die maschine das tut, was sie soll - also rufe ich den service an und ergattere tatsächlich einen termin für morgen früh! freitagmorgen ist sowieso mein haushaltstag, das passt also, auch wenn der mechaniker im zeitfenster zwischen 9 und 12 uhr angekündigt ist.
die tochter steht auf, frühstückt, sucht sich noch ein bisschen verpflegung für den tag, nimmt sich sogar kleider für etwas kühleres wetter mit (es hat nachts gewittert und abgekühlt, endlich!) und verschwindet, während ich telefoniere.
ein freund aus stuttgart ruft an, er hat die türen in seiner wohnung aufarbeiten lassen, wir haben (unfreiwillig) vom selben anbieter (ich schreibe hier ganz sicher nicht welcher, aber sie kommen auch so drauf, es ist schlimm) aufgearbeitete türen und er will nun wissen, ob er mit dem zustand der türen zufrieden sein soll. je nun, was soll ich sagen, ich hätts nicht machen lassen.
wir plaudern aber auch noch ein bisschen über ferienpläne und ich bekomme eine ganze menge guter tipps für die mecklenburg-vorpommersche ostseeküste. (jetzt musste ich kurz mal nachschauen, welcher teil eigentlich mecklenburg und welcher vorpommern ist - ja, das hätte ich mir beinahe denken können, vorpommern liegt natürlich mehr im osten, der polnischen grenze zu. für uns dann eher die mecklenburgische ostseeküste). mittlerweile ist es halb zehn und höchste zeit an arbeit zu denken.

ich fahre heute nicht in die werkstatt, es gibt immer noch einiges an administrativem zu tun. zuerst drucke ich die überarbeiteten unterlagen für die kurse, die ich in soltau in der lüneburger heide geben werde aus und bereite noch ein bisschen material dafür vor. dabei entdecke ich zwei seiten, die ich mal zur oberflächengestaltung durch flechten geschrieben habe, die könnten auch noch interessant sein für die teilnehmerinnen.

anschliessend schaue ich mir mal die fotos, die ich gestern für die neuen kursangebote gemacht habe, näher an und bearbeite noch ein bisschen wo notwendig. ich habe in dem alten industrieareal fotografiert, in dem meine werkstatt liegt, und so nebenbei auch noch ein bisschen das besondere flair dieses ortes einzufangen versucht. die meisten bilder sind ganz gut, es findet sich auf jeden fall für jeden kurs eines, das den inhalt ein wenig illustriert. ich finde es immer schwierig einerseits zu zeigen, was in den kursen gefilzt werden kann, andererseits nicht zu stark durch die gezeigten farben oder formen einzuengen oder zumindest vorzu"spuren".

momentan mache ich mir ein bisschen sorgen um meine fotoverwaltung und -bearbeitung, verwende ich doch immer noch picasa, das ja nicht mehr weiter entwickelt wird und vermutlich bei einem wechsel auf einen neuen pc nicht einmal mehr zum download bereit stünde. eva hat neulich eine fotobearbeitungssoftware vorgestellt, die schaue ich mir mal an, aber sie funktioniert halt wie so viele nur online. als fotoverwaltung hat mir der sohn neulich lightroom angepriesen, aber das bekomme ich nur zusammen mit der creativecloud. vielleicht hält das laptop ja noch ganz lange und ich mache mir unnötige sorgen...

das kurszentrum in soltau möchte gerne wissen, welches material die teilnehmer mitbringen und was sie noch brauchen, ich schicke also auch dorthin nochmal die material- und werkzeuglisten, sowie detaillierte angaben zum raumbedarf.

zwischendurch wärme ich mir die restliche foccacia vom sonntag auf und erlaube mir einen blick in die reiseführer, die heute per post angekommen sind. 

nach dem mittagessen mache ich weiter mit dem einpflegen der kursangebote in die webseite. in diesem jahr gibt es ein gedrucktes jahresprogramm zusätzlich und so kann ich in einem aufwasch alle kurse bis mitte 2019 eingeben. was die sache zwar momentan sehr aufwändig macht, aber dann habe ich für eine weile ruhe mit dem verwaltungskram. stelle ich mir zumindest so vor.

zuerst mache ich die kinderkurse fertig, damit hatte ich schon mal begonnen, da fehlen nur noch die bilder.
danach geht es an die erwachsenen- und fortgeschrittenenkurse. zwischendurch kommt die tochter nach hause, macht aber nur einen kurzen zwischenstopp. ich lasse mir ein bisschen von ihrem vormittag erzählen und rüste nebenbei die bohnen für den bohnensalat, den es zum abendessen geben wird. nachdem sie auch noch gekocht sind, setze ich mich wieder an das laptop und beende die letzten eingaben, mache noch eine kontrollrunde, aber sicher werde ich in den nächsten tagen noch ein paar fehler finden. mittlerweile ist es halb sechs und ich werde wohl noch ein bisschen aufräumen müssen, denn wir erwarten besuch zum abendessen.

ich überlege, ob ich wohl draussen den tisch decken kann, entscheide mich aber dagegen, da unser schönerer sitzplatz doch noch recht feucht vom regen am morgen ist. kai und der grosse sohn kommen nach hause und bringen gleich den gast mit. wir essen bohnensalat mit tomaten, dazu käse und brot und während wir gemütlich drinnen sitzen geht es wieder los mit einem richtigen platzregen. eine gute entscheidung drinnen zu essen.

nachdem sich der besuch früh verabschiedet hat, schauen kai und ich noch eine folge haus des geldes, dann bricht kai auf, die tochter vom jugendfest abzuholen. bevor er sich für den bus fertigmacht, hören wir schon das abschlussfeuerwerk, die kinder werden noch von ihren lehrern zum bahnhof begleitet und beenden so einen hoffentlich schönen festtag.

obwohl ich so einiges "weggeschafft" habe, fühlt sich der tag nicht so recht danach an. müde bin ich trotzdem. 










Samstag, 30. Juni 2018

12tel blick im juni


jetzt im sommer bin ich meistens alleine in der werkstatt und kann mich überall hin ausbreiten. wenn die offene werkstatt am freitag nicht wäre, für die ich regelmässig aufräume, wäre das chaos aber sicher noch grösser.
am offenen fenster trocknet der schwimmfisch und die badeschuhe - sie können es nicht sehen, aber direkt hinter dem grünen geländer fliesst die limmat. momentan ist die werkstatt auch noch garderobe für den limmatschwumm - einen knappen kilometer kann man sich von der werkstatt bis zum nächsten kraftwerk flussabwärts treiben lassen.
auf dem tisch steht mein laptop, am arbeitstisch ein paar müsterchen für kinderfilzkurse. 
momentan arbeite ich am jahresprogramm für das kommende schuljahr. ich plane schuljahresweise, denn so kann ich den stundenplan der tochter berücksichtigen. der tag der offenen werkstatt wechselt auf den donnerstag, kurstage sind im kommenden jahr mittwoch und samstag. so bleibt uns ein gemeinsamer freier nachmittag um arztbesuche, behördengänge oder einfach mal einen einkaufsbummel zu machen.
ausserdem kann ich so die kinderkurse auch gleich für das schuljahr planen, die finden zwar nur von den herbstferien bis zu den frühlingsferien statt, aber auch hierfür wäre ich dann schon fast parat.
 


hier tausche ich eigentlich das programm immer fast vollständig aus - von sieben kursen sind fünf neue ideen - zum beispiel spielflächen, die man zusammen mit den spiel"steinen" gut einpacken kann. vorne das bekannte tic-tac-toe, hinten die etwas unbekanntere rundmühle, die auf römische legionäre zurückgeht. da die auch schon in baden und ennetbaden die warmen quellen genutzt haben, passt das ganz gut. alle ideen für die kinderkurse muss ich natürlich selbst ausprobieren und habe so auch gleich ein müsterchen, das ich auf der kursseite zeigen kann. bis die sachen dort landen ist es aber noch ein weiter weg: texte müssen geschrieben, fotos gemacht und zum schluss alles in die webseite eingepflegt werden. fast wünscht man sich schlechtes wetter... also erst wenn die fotos fertig sind!

(was mache ich, kommt mir grade die frage in den sinn, im nächsten monat mit meinem 12tel blick - da habe ich ja ferien?)

Freitag, 29. Juni 2018

wer singt dann da schon wieder? (tiere im garten, teil 1)

seit einigen wochen fällt mir immer wieder ein sehr fleissiger sänger in unserem garten auf. er sitzt entweder in den büschen oder im holunder und singt - laut, melodisch und ausdauernd. ich tippte auf eine amsel, konnte aber keine entdecken. dann bemerkte ich, dass der gesang sich verändert, mal eher amselartig, dann wieder ganz anders. weiterhin kam der gesang vorwiegend aus dem gebüsch, aber auch mal aus dem grossen nussbaum auf der anderen strassenseite.
manchmal scheinen da auch zwei oder mehrere sänger sich abzuwechseln. ich beobachtete gelegentlich das gebüsch und sah endlich irgendwann einen eher kleinen vogel, war mir aber nicht so ganz sicher, dass der auch die quelle des gesangs war. nun habe ich ihn beim singen im holunder ertappt und eine amsel ist es sicher nicht.


eher eine grasmücke, vielleicht eine mönchsgrasmücke. sehen lässt er sich immer noch sehr ungern, der kleine schreihals, aber ich habe ihnen hier eine tonaufnahme gemacht :



unser gemüse heute


krautstiel-mangold, frühlingszwiebeln, je ein sack knackerbsen und bohnen, von beidem aber nicht wirklich viel, eine kleine zucchini und eine ebenso kleine gurke, kartoffeln oder meinetwegen auch herdäpfel, basilikum und petersilie. und ein frischer knoblauch (der thront obendrauf, den hätte ich jetzt beinahe nicht gesehen).

Sonntag, 24. Juni 2018

was für ein wochenende - ferienpläne

da hier trotz drei oder vier oder fünf leistungsnachweisen in der kommenden woche schon so langsam etwas wie ferienstimmung einzug hält, beginnt das wochenende ausnahmsweise schon am freitagnachmittag. denn die tochter (die übrigens auch die meisten der tests noch zu erledigen hat) hatte sporttag, beziehungsweise spielturnier in der schule und kam zum zmittag nicht nach hause, weswegen ich mich mit dem ältesten sohn an diesem lauschigen plätzchen treffen konnte, um eine foccacia zu essen. es handelt sich um das freiluftrestaurant "kajüte", das während der sommersaison am badener limmatufer, gleich beim tränenbrünneli, seine zelte aufspannt. 




danach musste ich dann ganz schnell in die werkstatt, denn es hatte sich jemand für die offene werkstatt angemeldet. wir haben ein bisschen gefilzt, ganz viel gerechnet und den grund für eine schöne tasche gelegt.


um 18 uhr habe ich ausnahmsweise die türe der werkstatt geschlossen und bin nach hause geradelt, denn dort stand schon der nächste termin an: depottreffen. 8 körbe gemüse werden jede woche vor unserer kellertüre deponiert, damit sie von mitgliedern der gemüsegenossensschaft biocò abgeholt werden können, die in der nähe wohnen. wenn sich diese genossen untereinander kennen, lässt sich auch die urlaubszeit gut überbrücken, denn dann gibt es einerseits ganz viel gemüse und andererseits ist jeder mal für eine kürzere oder längere zeit verreist. das gemüse wird trotzdem geliefert und dann müssen freunde, genossen, bekannte gefunden werden, die die körbe bei uns abholen.
sich untereinander vernetzen, das geht halt am besten, wenn es auch was zu essen gibt! herzlichen dank noch an euch, liebe genossen, die ihr alle zu diesem leckeren buffet beigetragen habt! (auf den leeren tellern befand sich eine fenchel-aprikosen-wähe, sooo lecker!


der samstag war dann eher mühsam - die tochter hatte einerseits ein paar termine, andererseits sollte sie für die prüfungen in der kommenden woche lernen. zwischen einem grossen korb bügelwäsche und arbeiten am kommenden jahresfilzkursprogramm habe ich versucht sie nach kräften zu unterstützen. naja, sie fand es trotzdem mühsam.
deshalb kam ich am samstag nur noch dazu 1,5 kg aprikosen zu schnetzeln bevor die tochter zum geburtstag der freundin verschwand und kai und ich zum libanesen zum abendessen. das fussballspiel der deutschen elf sahen wir dann ab der zweiten halbzeit zuhause, das ist ja grade nochmal gutgegangen. puh.
den sonntag startete ich mit dem einkochen der aprikosenmarmelade und weil es vorerst noch ruhig im haus war, auch gleich mit dem drucken der passen den etiketten. 



 ausserdem freuten wir uns an der reparierten alten zassenhaus-kaffeemühle, die endlich wieder kaffee mahlen kann und dem neuen kaffeefilter mitsamt kanne, den ich mit dem ersatzteil für die kaffeemühle mitbestellen musste, weil mir 8 euro porto für ein ersatzteil für 3.50 zu viel waren.
das ist jetzt vielleicht rational etwas schwer nachzuvollziehen, aber da unser keramikfilter schon länger kaputt ist (den hab ich runtergeworfen nachdem wir ihn weniger als eine woche hatten) musste schon mal endlich ersatz dafür beschafft werden. handgefilterten kaffee gibt es hier übrigens jeden tag, am wochenende jetzt auch wieder frisch gemahlen.


 die aprikosenmarmeladen-kollektion ist schon ziemlich stylisch geworden:


 nach dem frühstück besuchten wir den schuljahresabschlussjugendgottesdienst, an dem die tochter mitwirkte, radelten dann gemeinsam nach hause und installierten uns gemütlich im garten. zum weiterlernen, zum herumlungern, zum kaffeetrinken, und dazu:


ich habe mich nämlich für die sommerpostkunstaktion  angemeldet und bin gleich mal in panik verfallen, dass ich gleich am ersten termin dran sein könnte. das wäre dann  noch vor unseren ferien... das thema ist "traumreise", die technik eine collage im format fünfzehn mal fünfzehn. meine traumferien wären möglichst unspektakuläre ferien, in denen ich mich mal so richtig langweilen könnte. (was soll ich dann auf die collagen kleben?)

den ersten teil unserer ferien haben wir schon lange geplant - er wird für mich definitiv nicht langweilig werden, denn von 10 tagen aufenthalt in der lüneburger heide werde ich an vier tagen im felto, dem filzmuseum in soltau, unterrichten. hier können sie sehen, was sie von mir lernen können.
für die restlichen sechs tage in soltau freue ich mich über anregungen - hier gibt es sicher ein paar kennerinnen der lüneburger heide! wo müssen wir hin, was können wir uns sparen? wir haben fahrräder dabei, können aber auch zu fuss gehen. dazu eine kleine frage: sollen wir wanderstiefel mitnehmen oder machen wir uns damit nur lächerlich?

und während ich so vor mich hin pinselte um eine grundlage für möglichst langweilige collagen herzustellen, suchte kai nach unterkünften für die zweite hälfte unserer ferien. da wir praktischerweise ohnehin schon im norden deutschlands weilen, wollten wir mal wieder ans meer, nord- oder ostsee war uns egal. es ist nun die ostsee geworden, die wir alle noch nicht kennen. irgendwo im nirgendwo (also mit grossem potential für langeweile) zwischen travemünde und wismar, mit gehdistanz zum meer!
und wie sieht es aus? kennerinnen dieser weltecke unter meine blogleserinnen? wo kann man gut kaffeetrinken und kuchenessen? wir haben unsere velos (pardon, fahrräder!) dabei und sind einigermassen mobil. wir lieben alles, was ein wenig skurril und schräg ist, sind aber auch den grossen sehenswürdigkeiten nicht abgeneigt. der besuch in lübeck ist wohl pflicht, wegen thomas mann und sternchenthema im deutschleistungskurs vor langer, langer zeit. ich erwäge zusätzlich die beiden bücher von herrn buddenbohm zur vorbereitung auf die reise zu lesen. oder sollte ich das besser sein lassen?

so starten wir morgen in die vorletzte schulwoche im aargau, in die viertletzte arbeitswoche für kai und den ältesten und in die drittletzte arbeitswoche  für den mittleren sohn - die ferien im blick, aber noch viel zu tun! 


Samstag, 23. Juni 2018

unser gemüse heute


frühlingszwiebeln, zucchetti (?), kefen, knackerbsen, bohnen, fenchel, salat, kartoffeln, kräuter.

Mittwoch, 20. Juni 2018

mustermittwoch - stempelfliesen

einmal angefangen, läuft es mit dem mittwochsmusterthema "fliesen" fast wie von selbst. rapportmuster finde ich sowieso immer spannend und für eine fliese aus vier rapporten müssen ja eigentlich auch nur zwei seiten passen. 
in unserem langweiligen weissen minibadezimmer sind neulich ein paar klebedekofliesen eingezogen (nachdem die fensterbilder-fische wirklich alle entsorgt waren), die ich versucht habe, aus der erinnerung nachzubauen: 
 



 beim ersten versuch hatte ich nicht gut genug überlegt: das muster vom papier durchgerieben, aber ein bisschen versetzt, da wird halt nur einungefähr passender rapportstempel draus...


 wobei das überdrucken in einer zweiten farbe dann doch ein reizvolles ergebnis im stil einer risographie ergibt. aber an dem stempel weiterzuarbeiten hatte ich dann doch keine lust.

also zweiter versuch, die formen jetzt eher frei entwickelt:




 im bild festgehalten, die einzelnen schritte auf dem weg zu dieser stempelfliese, die mir dann doch zu grob wurde.




 aber dann wollte ich es nochmal wissen und skizzierte die fliese aus dem badezimmer doch erst einmal ab, der entwurf dann wieder ins raster direkt auf dem stempelgummi ergab dann den stempel, mit dem ich bisher am meisten zufrieden bin.








der test für grosse flächen ist noch am laufen. ich finde das den eher mühseligen teil der angelegenheit. aber es wird!

eine fliesenanregung hätte ich noch zum zeigen:


aufgenommen am samstag in schaffhausen.

Freitag, 15. Juni 2018

unser gemüse heute


kartoffeln, krautstiel, frische zwiebeln, kefen, knackerbsen, salat, kohlrabi, fenchel, frischer knoblauch, basilikum und petersilie.

Donnerstag, 14. Juni 2018

bitte reden sie mit mir nicht übers wetter...

 ... oder überlegen sie sich wenigstens was sie sagen!

über das wetter reden gilt als unverfänglicher gesprächeinstieg und gutes smalltalkthema. an sich halte ich das auch für eine sinnvolle einschätzung, trotzdem liessen mich zwei im vorbeigehen gewechselte sätze über das wetter neulich ein wenig grüblerisch zurück.

zur ausgangslage:
wir hatten bisher hier im nördlichen mittelland in der schweiz ein sehr warmes und trockenes frühjahr (sommerbeginn meteorologisch 1.7. und astronomisch 21.6. haben wir noch vor uns!) mit teils hochsommerlichen temperaturen. vor mittlerweile 2 wochen gab es ein heftiges gewitter, das lokal nicht nur regen, sondern auch zerstörerischen hagel brachte, danach dann einige gewittrige tage, meist mit gewitterschauern am abend, gefühlt eher august als mai/juni. diese woche war dann starkregen angesagt, ein wort das ich ohnehin schon ziemlich daneben finde, aber es hat dann in der nacht auf mittwoch zwar heftig geschüttet, aber doch nicht so viel wie die meteorologen vorausgesagt hatten. und es hat endlich mal ein bisschen abgekühlt. also so auf temperaturen unter zwanzig grad.

deshalb fand ich den gesprächseinstieg, den gestern eine nachbarin gewählt hat, höchst irritierend: so ein sauwetter haben wir jetzt wieder! (gedacht: ja, es hat geregnet, aber eigentlich braucht es das ja auch, und ja, es war heftig gestern abend, aber die kanalisation hat funktioniert und alles ist abgelaufen und wir hatten keine überschwemmung, und nein, es hatte vor dem regen doch viele schöne tage und oft nur abends ein gewitter)
meine antwort, wir könnten uns ja insgesamt nicht beklagen, weil doch das frühjahr insgesamt schön gewesen sei, wurde dann quittiert mit: in manchen ländern fehle es halt an wasser und in anderen habe es zuviel davon. 

hmm, und jetzt war ich vollends verwirrt und froh, das gespräch mit einem freundlichen morgengruss zu beenden.

wo ist es jetzt zu trocken und wo zu nass?

für die schweiz äussern sich die meteorologen so.

sie wollten das jetzt nicht lesen?  dann fasse ich mal kurz zusammen: in diesem jahr hatten wir in der schweiz einen kühlen märz, einen warmen und trockenen april und mai bis etwa um die monatsmitte. bei den gewittern, die ab mitte mai regen brachten, gab es lokal grosse regenmengen, insgesamt ist der mai aber auch eher trockener als im langjährigen mittel gewesen.

wo es global momentan zu trocken ist, ist meist an hungerkatastrophen abzulesen, grosse niederschläge und die damit verbundenen überschwemmungen schaffen es hingegen eher in die aktuelle berichterstattung.

verstanden hatte ich die äusserung so, dass es hier zu nass und woanders zu trocken sei. vielleicht war das auch nicht gemeint. egal welcher gedanke dahinter steckt, vermute ich, dass es vor allem um die wetterextreme ging: heftige gewitter, hagel, starker regen, sturm, aber auch lange perioden in denen es nicht regnet und für die jahreszeit ungewöhnlich warm ist.

alles folgen einer globalen klimaveränderung, die messbar und nachgewiesen ist. nicht überall als klimaerwärmung zu bemerken, aber doch nicht ohne einfluss auf das klimageschehen. und höchstwahrscheinlich wenn nicht menschengemacht doch verstärkt von den folgen unseres lebensstils. des lebensstils in den hochindustrialisierten ländern, nicht zuletzt die schweiz, wo sorgloses heizen, kühlen, autofahren, fliegen, konsumieren nicht ohne einfluss auf die umwelt bleibt. wo zu fuss gehen, bescheiden wohnen, essen, sich kleiden, konsumieren, regional urlauben immer noch belächelt werden oder sogar suspekt sind und als linke spinnerei oder als zeichen von armut gelten. 

vielleicht doch kein so gutes thema für den unverfänglichen smalltalk am morgen, wenn es mich auf solche gedanken bringt, die ich nicht unbedingt mit relativ unbekannten auf der strasse teilen will.
oder ich komme halt mal wieder vom hölzchen aufs stöckchen.

Mittwoch, 13. Juni 2018

mustermittwoch - fliesenmuster

mustermittwoch - wie lange habe ich es schon nicht mehr geschafft, mich mit dem monatsmusterthema der frau müllerin zu beschäftigen! seit ich anfangs jahr meine neue werkstatt bezogen habe, habe ich quasi keine papierarbeiten mehr gemacht, nichts mehr gedruckt, gestempelt, geklebt oder gebunden. schade eigentlich, aber auch wieder schön, dass ich mich endlich wieder ganz aufs filzen konzentrieren kann. 



trotzdem ist der mustermittwoch immer noch wichtige inspirationsquelle für mich und keiner sagt ja, dass die fliesenmuster aus papier sein müssen! also erinnerte ich mich an ein paar schöne fliesen aus dem hiesigen museum langmatt und nahm sie als anregung für eine umsetzung in filz. 


zuerst einmal mag ich diese grüntöne schon sehr. überhaupt umgibt mich so viel grün, draussen und drinnen an meinem arbeitstisch, ich würde am liebsten immer nur grün, grün und nochmal grün benutzen. vorbereitet habe ich vier fliessengrosse vorfilze in doublefaceoptik.
die idee war, diese vorfilze zweimal zu falten und dann eine art scherenschnitt zu versuchen.


nun ist das aber selbst mit den verhältnismässig dünnen vorfilzen eher schwierig. denn einmal falten ist schon recht sperrig, zweimal falten erst recht. (ungefähr so, wie wenn man sehr dickes papier sehr oft faltet) es muss dann halt schon ein sehr grober scherenschnitt sein, damit die formen in allen vier lagen einigermassen gleichmässig werden. eine ähnlich feine darstellung wie auf den keramikfliesen bräuchte eine ganz andere technik ... und das mit dem scherenschnitt hatte ich mir schon so ein bisschen in den kopf gesetzt.


 die ausgeschnittenen formen habe ich dann umgedreht (gekehrt) und mit der unterseite nach oben wieder in die lücken eingesetzt. vorteil des vorfilz: man kann alles ein bisschen zurechtruckeln, denn so ganz genau passten die gekehrten formen natürlich nicht.


nach dem filzen ist dann alles noch weniger detailliert und mehr verschwommen, vor allem auf dem groben untergrund aus süddeutscher merinowolle, die überall recht stark durchschlägt. die farben mag ich dafür sehr und der eindruck von fliessen ist durchaus da!

edit: ich habe tatsächlich vergessen, den mustermittwoch zu verlinken, vor lauter freude am dabeisein vermutlich, ich hab es aber jetzt nachgeholt, gehen sie ruhig mal schauen, was da woche für woche, monat für monat, jahr für jahr alles entsteht!