Dienstag, 13. Februar 2024

12 von 12 im februar 2024

start in die neue woche - und dann gleich noch mit 12 von 12. 
 

frühstück wie immer, allerdings noch ohne milch.

 
da schon jetzt klar ist, dass das keine gute arbeitswoche in der werkstatt werden wird, habe ich mir nichts grosses vorgenommen, will aber versuchen, einen weiteren drachen nach der anleitung von bibabo-puppets zu filzen. einige einzelteile liegen schon bereit. 

die baustelle, die mich am vergangenen mittwoch aus der werkstatt vertrieben hat, ist auch noch nicht fertig - an stelle eines fensters wird es da bald eine türe geben, die auf den balkon vor meiner werkstatt führt.

nach dem mittagesse mach ich eine kleine lesepause. mein büchervorrat ist gut gefüllt, nachdem ich mein büchereiabo erneuert und mir bücher aus deutschland mitgebracht habe.

den nachmittag beginne ich mit der wöchentlichen küchenreinigung - die obstschale ist auch wieder aufgefüllt, unter anderem mit einer bergamotte.

ein vorher-bild: die hortensien müssen geschnitten werden.

ein nachher-bild: die hortensien sind geschnitten.

während in der küche eine minestrone vor sich hin kocht, widme ich mich meinem 100-tage-projekt. ein viertel ist tatsächlich schon geschafft, dies ist die fünfte fertige seite, die deutlich zeigt, dass ich in den vergangenen tagen meiner mutter beim ausmisten ihres nähkorbs zugeschaut habe und da ein paar dinge abgefallen sind für mich.

die minestrone kocht noch eine weile. ich mach mich wieder an das begonnene strickschwein.

nach dem abendessen mache ich den zweiten hinterlauf fertig.

später gibt es noch das vorletzte glas wein vor der fastenzeit und ein paar chips aus frankreich dazu.

für neben dem fernsehen ist das schwein kein gutes strcikzeug - hier geht es mit einem halswärmer weiter.

nun schicke ich meine zwölf bilder zu caro, die wieder sammelt, dankeschön! 

die jahre zuvor: 

12 von 12 im februar 2023

12 von 12 im februar 2022 

12 von 12 im februar 2021

12 von 12 im februar 2017 

12 von 12 im februar 2015

12von 12 im februar 2009  

 


 

Dienstag, 6. Februar 2024

#wmdedgt vom 5. februar 2024

 immer am fünften des monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag (#wmdedgt) ? und meine antwort ist heute diese: 

aufgewacht vom wecker - das ist einerseits gut, weil ich dann ausgeschlafen bin, andererseits schlecht, weil ich dann ungewohnt schnell aufstehen muss. kurz vor halb sieben also in die küche, dort deutschlandfunk kultur an und das übliche morgenprogramm mit geschirrspüler ausräumen und frühstück vorbereiten. frühstück mit kai, die tochter hat heute frei (frühstückt aber unter der woche eh nicht mit uns). ich trinke eh nur eine tasse kaffee, weil ich vor meinem müesli zum frühstück 20 minuten gymnastik mache. beim frühstück lese ich ein bisschen im internet und schreibe eine mail, es gibt noch ein paar details nach einem termin bei der bank zu klären. im haushalt gibt es heute sonst nichts dringendes zu erledigen, aber es wird dann doch viertel vor neun, bis ich weg komme. 

kurz vor neun bin ich in der werkstatt - hier gibt es noch ein bisschen was vom freitag aufzuräumen - in der offenen werkstatt plus vormittag hat hier eine kundin eine neue grosse filztasche gemacht. und ich habe nebenher ein paar dinge fertig zu machen versucht. unter anderem eine hülle für vier schaumstoffteile aus einem matratzenrest. besser schon, aber immer noch nicht wirklich gut. dieses ding will eindutig noch einmal auf die seite gestellt werden, manche ideen sind besser als ihre ausführung oder brauchen halt einfach eine weile, bis sie wirklich fertig sind. 

dafür arbeite ich am projekt resteverwertung weiter (ist das andere objekt auch): ich bereite eine zweite dekorseite für ein meditationskissen vor, das ich später mit den arvenspänen füllen will, die mir der hausmeister angeschleppt hat. es geht voran, ich kann zusätzlich zur dekorseite noch das ganze kissen auslegen. das hört sich jetzt hier alles ein bisschen kryptisch an - ich versuche an diesem objekt eine technik, die ich im herbst an sehr kleinen objekten kennengelernt habe, in grosse objekte umzusetzen. und bin sehr gespannt, ob das klappt. 

passend zur mittagspause bin ich fertig mit auslegen und so kann sich die nasse wolle bis morgen entspannen (und ich auch). mittagessen mit tochter und resten, das wetter ist so schön, dass wir gar keine heizung brauchen heute. kleine pause, dann montägliche hausarbeit mit küchenreinigung, essbereich und weil es so schön sonnig ist, terrassensitzplatz saubermachen. ich stelle fest, dass wir frühblüher brauchen. 

das passt ganz gut so, weil ich mit der tochter eh einen besuch im brockenhaus verabredet habe. dorthin fahren wir mit dem auto, weil es auch noch zwei andere dinge zu erledigen gibt. 

- brocki (secondhandladen): ich finde eine schöne alte keksschachtel, eventuell wird das die neue nähutensilienschachtel für meine mutter, vielleicht ist sie ihr aber auch zu klein. ausserdem eine schere und ein bisschen stickgarn. die tochter kauft sich einen grünen topf aus gusseisen, am boden steht als  hersteller vonroll, wird vermutlich schon ein bisschen älter sein. 

- baumarkt: die tochter sucht sich einen gummibaum aus, für einen übertopf von ihrer urgrossmutter. ich nehme eine primel und einen schale mit hyazinthen mit, ausserdem anzuchterde, die paprikas sollten ausgesät werden. 

- dann noch schnell eine kiste spezi beim sohn vorbeigebracht (es ist kompliziert, sie stand seit weihnachten bei uns im keller).

- tankstelle: das auto betankt und gleich den kanister für den rasenmäher gefüllt. ich weiss akut meist nicht, wie viel benzin im auto ist, aber am wochenende wird damit gefahren werden und da macht es sinn, wenn der tank voll ist. 

zuhause treffen wir kai bei der abendessensvorbereitung, ich sollte mich eigentlich um vereinsdinge kümmern, verschiebe das auf nach dem abendessen und setze mich anstattdessen an den esstisch und arbeite eine viertelstunde an meinem 100-tage-challenge-projekt. so jetzt ist es raus, ich habe wieder eine 100-tage-challenge angefangen, mal sehen, ob ich die mal fertig bringe. bis jetzt (tag 18) läuft es ganz gut, auch weil ich mich relativ strikt dran halte, jeden tag wirklich nur 15 minuten was zu machen. dann stricke ich noch ein bisschen an einer sau, ja sie lesen richtig, ich fühlte mich herausgefordert, vor allem nachdem kai mich ein bisschen komisch angeschaut hat, als ich vom strickmuster erzählt habe. 

zum abendessen gibt es risotto mit lauch, das war jetzt aber wirklich der allerletzte rest aus der gemüsekiste, glücklicherweise hat kai noch salat dazu gekauft. küche mache ich alleine - die tochter geht bouldern und kai hat sich zwar angeboten, aber da er ja schon gekocht hat und ich so die vereinsarbeit noch ein bisschen rausschieben kann nett bin, passt das heute auch gut.

dann ist es so weit: ich entheddere das gewirr von kommentaren zu meinem ersten entwurf der einladung zur generalversammlung. zur zeit läuft es super in der vorstandsgruppe, alle tragen was bei, es werden fehler gefunden und anregungen geteilt, so kann es gerne noch ein bisschen bleiben. nach einer stunde habe ich nicht nur eine fertige verbesserte einladung sondern auch noch zwei korrigierte dokumente, die mitgeschickt werden können und das ok von derjenigen, die das nachmittagsprogramm gestaltet, dessen ankündigung sie anders haben wollte (aus gutem grund). so kann das dann morgen rausgehen.

noch ein bisschen fernsehen am späten abend, aber die serie, die wir gerade schauen, kann mich nicht so recht vom einnicken abhalten, besser ich gehe ins bett entscheide ich, sehe aber dann doch noch die nachrichten mit an. gut nacht.

Mittwoch, 31. Januar 2024

12tel-blick im januar 2024

zugegebenermassen habe ich mir da etwas in den kopf gesetzt, für den 12tel-blick in diesem jahr. und zwar im grunde ohne abzuklären, ob das überhaupt funktionieren kann. heute habe ich dann festgestellt, dass es tatsächlich schwierig werden wird. aber natürlich nicht aussichtslos und auch nicht ohne potential. 

aber halt doch erst mal ein unbild. weil das einzige machbare. 

aber noch mal an den anfang: eines meiner erklärten lieblingsmuseen, das wohn- und impressionistenmuseum villa langmatt, das auch noch in gehentfernung von unserem wohnort liegt, wird ja in den kommenden zwei jahren umgebaut werden. ich berichtete schon vom letzten besuch in der ausstellung und vom letzten adventsmarkt für lange zeit. demnächst werde ich hoffentlich auch noch am tag der leeren langmatt die ausgeräumten museumsräume anschauen gehen. und da ich ja schon mal eine baustelle dokumentiert habe, die ich dazu noch ständig vor der nase hatte, dachte ich mir, dass es eine gute idee sei, das nun auch mit dem umbau des museums zu machen. hier ist es allerdings ein bisschen komplizierter als damals beim bau des neuen thermalbads, denn das gelände ist auf der strassenseite von einem holzzaun umgeben - und auf der anderen seite geht es steil bergab zum fluss. einzige chance für einen einblick: das tor. und da stehe ich nun also und fotografiere monat für monat was passiert. 

hoffentlich wirds nicht allzu langweilig.
 
 
aber ein bisschen was gibt es schon zu sehen: links, das bunte gebäude, wird abgerissen werden. aber vorher durfte es noch von ash keating verwandelt werden. 

und rechts vom weg, dort wo die eigentliche villa nicht zu sehen ist, steht ein wagen der umzugsfirma, die die einlagerung des mobiliars der villa besorgt. ausserdem noch zu erkennen: die baugespanne, die während der genehmigungsphase eines bauprojekts die späteren masse des baukörpers zeigen. dort wo sie stehen, wird es später einen eingangsbereich geben.


 eine collage habe ich auch noch gebastelt. 

und damit kann meine idee für 2024 nun zu eva geschickt werden, die auch in diesem jahr wieder 12tel-blicke sammelt. danke!

Montag, 29. Januar 2024

stadtspaziergang im januar

 eigentlich wollten wir nur muscheln essen gehen. aber weil man sich dafür am besten einen guten hunger auf einem spaziergang holt und wir sowieso in zürich waren, waren wir gestern bei schönstem winterwetter in der stadt unterwegs. 

und obwohl ich die kamera dabei hatte, müssen sie sich die ersten beiden bilder vorstellen. nach dem aussteigen am bahnhof stadelhofen überquerten wir die sechseläutenwiese, auf der viele zürcher*innen auf den aufgestellten stühlen die wintersonne genossen. 

am seeufer standen wir dann ein wenig überraschend mitten in einer menge von hunden, genauer gesagt windhunden, noch genauer soeben geg**gelt: spanischen galgos. hier war soeben eine demo - oder ein protestmarsch zu ende gegangen, der auf das elend der aus der zucht ausgeschlossenen jadghunde aufmerksam machen soll. schöne tiere. 

weiter folgten wir dem see zum arboretum - wie viele andere spaziergänger*innen an diesem schönen wintertag auch. vom seeufer ging es dann weiter über den bahnhof enge zur reformierten kirche enge, die uns, auf einem hügel gelegen und von einer für zürich ungewöhnlichen kuppel überwölbt, im november beim besuch der bar im turm der sternwarte aufgefallen war. 

wir konnten sogar einen blick ins - für einen reformierte kirche ungewöhnlich opulent ausgestattete - innere werfen. 

seitenfenster - mit kleinen engelsköpfchen verziert.

auf der empore stehen die erneuerer zwingli und luther...

den gründern der christlichen kirche gegenüber. und zwar genau in dieser leserichtung und nicht etwa zuerst petrus und paulus und dann die reformatoren.


das fenster in der kuppel wird in den ecken gerahmt von den vier evangelisten lukas, markus, matthäus und johannes. 

draussen vor der kirche diese geheimnisvolle karte am boden - entpuppte sich dann aber als langweilige visitenkarte eines reisebüros oder einer finanzdienstleistungsagentur. 

weiter führte uns der weg in richtung museum rietberg - unterwegs schauten wir noch kurz in den bonsaigarten, der aber eigentlich nicht offen gewesen wäre. viel gab es nicht zu sehen, aber das anwesende gärtner lud uns ein, bald (also ab märz) wiederzukommen. 

kurz darauf hatten wir unser nächstes etappenziel erreicht - das museum rietberg, ein museum für aussereuropäische kunst. 

in seiner sammlung hat das museum gerade die ausstellung "wege der kunst - wie die objekte ins museum kommen" installiert. gerade bei aussereuropäischer kunst wird ja glücklicherweise seit einiger zeit genauer hingeschaut, was da so wie in die europäischen museen gelangen konnte.

die sammlungen mit reichlich vielarmigen indischen gottheiten, goldig glänzenden buddhas und viel asiatica sagen mir per se eher weniger, aber die idee, den weg verschiedener objekte und ganzer sammlungen zu verfolgen, finde ich lohnenswert. die schweiz als land ohne kolonien, aber deshalb natürlich nicht ohne koloniale vergangenheit, das sammeln reicher industrieller, kunst und wissenschaft als hintergrund für das anlegen von kollektionen und natürlich nicht zuletzt der "sichere hafen" schweiz für - nicht nur jüdische - intellektuelle, dichterinnen und künstlerinnen während der nazizeit sorgen dafür, dass die wege der objekte reichlich verschlungen sind. 

in die sammlung eingestreut arbeitet die ausstellung mit vitrinen, in denen je eine sammler*in oder ein weg in die sammlung vorgestellt wird. hier hätte man sich ein mehr erzählerisches vorgehen vorstellen können, die texte sind teilweise arg trocken und intellektuell gehalten und man ahnt oft nur die biographischen verwicklungen, die hinter dem einzelnen fall stehen. so begegneten wir hier auch wieder den objekten, die sidney brown (einer der mitbegründer der bbc, hier kam er schon öfter als besitzer der villa langmatt und sammler des französischen impressionismus vor) von einer reise, die eigentlich dem erwerb einer goldmine dienen sollte, mehr zufällig als gewollt mitgebracht hat und teilweise bis heute in baden liegen.

offen mit den nicht immer auf ganz legalem wege in die sammlung gekommenen objekten umgehen, heisst, die ansprüche der herkunftsländer ernst nehmen zu müssen, eröffnet aber halt auch manchmal erst die möglichkeit, auch fragmente in ihren historischen zusammenhang einzuordnen und so erst ihren wissenschaftlichen wert richtig einschätzen zu können - schön gezeigt an einem bruchstück aus der maya-kultur. hier wird aber auch sichtbar, dass man sich in den fünfziger und sechziger jahren des zwanzigsten jahrhunderts durchaus bewusst war, dass man gegen geltende gesetze handelte. 

und noch was gelernt: erster direktor des musem rietberg war johannes itten. ja genau der itten, den ich und vermutlich auch sie vor allem mit dem bauhaus in verbindung bringen.

aus einem der fenster der villa noch mal ein blick zurück zur kirche enge. um fünf liessen wir uns aus dem museum werfen und spazierten weiter durch den park der villa schönberg.

hier ein bisschen frühlingsboten in form des winterblühenden schneeballs.

künstlich angelegte grotten und ein gartenhäuschen im park - es dämmerte schon ein wenig. 

weiter ging es dann ein stück mit der strassenbahn 7 bis zum schaffhauserplatz.

von dort oben ein blick auf die berge im abendrosa. wir hatten noch ein stündchen zeit und nutzten sie für einen apero im kafischnaps, bevor wir zum café des amis und den vermutlich letzten miesmuscheln der saison weiterzogen.

ein spaziergang drinnen und draussen, wie es für den winter in der stadt gut passt und endlich mal eine gelegenheit, zu den sonntagsspaziergängen von kristina beizutragen.



Samstag, 20. Januar 2024

winter

so ganz angekommen bin ich noch nicht im neuen jahr. früher war auch schon mal mehr aufbruch. dieses jahr spüre ich davon noch nichts.



 

teilweise ist es winterlich geworden. an einem sonntagmorgen gibt es rauhreif weiter oben und auf dem spaziergang erwischen wir sogar ein paar sonnenstrahlen. 

dann zeigt sich der winter wieder von seiner ekligen seite und hält uns mit einer spiegelglatten zufahrtsstrasse für einen vormittag im haus gefangen. kurz wird es warm, dann wieder schneit es und dazu scheint sogar endlich mal wieder die sonne. 



die letzten tage habe ich viel zeit am schreibtisch verbracht - das vorstandswochenende mit den frauen der filzszene steht an. das besteht aus einer vorstandssitzung mit überlänge am samstagnachmittag und einer zukunftswerkstatt am sonntag - viel gelegenheit also, schwung zu nehmen für das kommende jahr... (bogen zum anfang geschlossen und meine winterfotos untergebracht.)

Donnerstag, 11. Januar 2024

nachtrag zu 2023 - stadtspaziergang am 29. dezember 2023

normalerweise hätte ich diesen blogpost wenn auch verspätet einfach unter dem passenden datum veröffentlicht und ihn damit zumindest teilweise in den weiten des worldwideweb verschwinden lassen. nun habe ich aber gerade das blogbuch für 2023 bestellt (ja, ich lasse ernsthaft den ganzen blog jahresweise ausdrucken) und auf diese weise wäre der spaziergang dann nicht nur digital in der versenkung verschwunden, sondern auch nicht analog verfügbar. deswegen jetzt und hier ein nachtrag zum 29. dezember, der dann halt auf immer und ewig an der falschen stelle bleiben wird. falls sie das jetzt für völlig irrelevant halten, dann bitte ich sie: gehen sie weiter, kommen sie morgen oder nächste woche wieder, in meinem blog möchte ich bitte in bescheidenem rahmen meine obsessionen von ordnung ausleben. danke.

also zum spaziergang: 

die diesjährigen weihnachtsferien waren weitgehend eine aneinanderreihung grauer, trüber und regnerischer tage, aber ab und zu haben wir es trotzdem geschafft, uns aufzuraffen und dinge zu unternehmen. unter anderem einen stadtspaziergang in zürich. wobei ich ihnen das gerne erst später verraten hätte, denn die ersten bilder, die ich gemacht habe, sehen so gar nicht nach stadt aus. 

jedenfalls sind wir mit der strassenbahn bis zur haltestelle rehalp in zürich gefahren und von dort aus ins wehrenbachtobel hinunter gegangen (man hätte auch weiter oben beginnen können, aber wir hatten ja noch einiges vor). 

der wehrenbach ist (oder wirkt zumindest) hier noch sehr naturbelassen.

aber auch natur hat geschichte - an der tafel gefällt mir nicht nur der erste satz, sondern auch die schichtung auf der tafel selbst. immerhin kann man den text noch gut lesen.

 
 

wie der name aber vermuten lässt, wurde die wasserkraft des bachs schon früh mit hilfe von wehren für allerhand mühlen, später auch für die entstehende industrie genutzt. 

ein bisschen was kann man auch noch davon sehen. 

an der burgwies verliessen wir den bach (hier mündet auch der elefantenbach, und ich glaube, ab da heisst er wildbach). 

am trammuseum verpflegten wir uns mit einer spinat-käse-schnecke und stiegen dann via buchensteig auf den dahinter liegenden höhenzug, durch die weineggstrasse (gute aussicht auf den kreis 7) ging es weiter bis zum botanischen garten. die gewächshäuser und beete im winterschlaf liessen wir für diesmal links liegen, folgten weiter dem burgweg und kamen zur zollikerstrasse, wo ich dieses fenster einer feinschleiferei fotografierte.

weiter folgten wir der seefeldstrasse in richtung sechseläutenwiese, unterwegs fanden wir das: 

sonne gabs auch da nicht, aber sollte sie je wieder scheinen, man ist hier parat. 

jedenfalls kamen wir irgendwann an unserem eigentlichen ziel an, dem helmhaus, wo gerade noch die ausstellung "verstehen - das problem des anderen" gezeigt wurde. (leider nur bis 7.1.) das wortspiel im ausstellungstitel macht schon darauf aufmerksam, manches ist nicht so eindeutig hier. oder nur im spiegel lesbar.

opulent. fremd. aber auch anziehend. 

gespiegelt und paradox.

im mittelpunkt und am rand. 

weniger kunst, mehr soziologische studie und praktische anleitung für antworten auf übergriffige fragen (frage oben rechts)

das gegenteil: alles sagen können - aber dann halt auch widerspruch ernten? 

(seit dem angriff der hamas auf israel und der israelischen gegenoffensive auf den gazastreifen ist es mir schon mehrfach aufgefallen, dass dieser konflikt in kunstausstellungen, an orten in denen zum mitmachen aufgerufen ist, vorkommt. die äusserungen sind meist nicht direkt passend, aber auch nicht völlig ausserhalb des gefragten, erwartbaren. in den beobachteten fällen wird die befreiung palästinas gefordert - die replik oben scheint mir zumindest das spannungsfeld gut aufzumachen. ich finde es mutig, aber auch richtig, dass die kontroverse platz finden kann in diesen ausstellungen. - zweite sichere beobachtung des phänomens: die james baldwin ausstellung zum thema rassismus im kunsthaus in aarau.)



noch ein blick auf die limmat.

bis wir mit der ausstellung fertig waren, dämmerte es. auf der suche nach einer einkehrmöglichkeit im touristischen zürich landeten wir einmal mehr im zähringer. dann nur noch heimfahrt und füsse hoch.





Samstag, 6. Januar 2024

#wmdedgt am 5. januar 2024

was machst du eigentlich den ganzen tag - fragt frau brüllen diesmal aus island und das internet antwortet mit mehr oder weniger ausführlichen beschreibungen des tages.

mein tag war ungefähr so: 

heute hatte ich genug vom langen ausschlafen, bin ohnehin schon eine ganze weile wach und lese und stehe trotz ferienstimmung kurz nach sieben auf um erst mal zu duschen. der coiffeurbesuch ende november hatte keine sehr lange anhaltende wirkung und ohne haarewaschen sind meine haare zur zeit einfach eine katastrophe, so richtig zufrieden war ich mit dem schnitt allerdings auch in nichtherausgewachsenen zustand nicht. 

dann setze ich mich an den schreibtisch und erledige vereinsdinge: eine einladung zur vereinsretraite abschicken, fragen von potentiellen kursteilnehmer*innen beantworten und leider auch schon wieder einen austritt weiterleiten. das austreten aus dem verein grassiert zur zeit ein bisschen, es wurde auch schon angeregt, dass wir uns darüber mal gedanken machen sollen. 

kai macht frühstück, heute wollen wir nicht lange sitzen, sondern gegen neun nach basel und st.louis aufbrechen. da kommt uns dann eine meldung dazwischen, dass die bestellten englischen socken nicht an der deutschen lieferadresse abgegeben werden konnten. einen anderen ablageort, z.b. einen hermesshop können wir auch nicht angeben, immerhin stelle ich durch ein telefonat (schon im auto) sicher, dass die lieferadresse noch stimmt. 

das wetter ist mehr als mässig, es regnet und so fahren wir zuerst nach frankreich zum einkaufen. ich suche einen supermarkt heraus, den wir noch nicht kennen. an der türe empfängt uns der für französische supermärkte so um silvester herum typisch intensive geruch von austern. heute begleitet uns die tochter und wir eskalieren ein bisschen beim käseeinkauf an der theke, wo wir auf elsässerdeutsch sehr nett bedient werden. den restlichen wagen füllen wir mit cremant und sonstigen landestypischen produkten wie kleinen gurken im glas und harlekin-bonbons. fragen sie nicht, es ist seltsam, aber ein bisschen ferienfeeling. 

nach dem einkauf regnet es immer noch, wir suchen ein café, finden aber auf der französischen seite nichts gemütliches, darum geht es ins st.johann-quartier von basel, ins café rosenkranz, wo wir so eine art mittagspause verbringen. 

dann endlich hat es aufgehört zu regnen und wir fahren doch noch wie geplant in den basler rheinhafen und ans dreiländereck. 




ein schiff kommt vorbei, eins wird gerade mit kühlcontainern beladen, eine weile schauen wir einem bagger zu, der schrott sortiert oder verteilt. passt irgendwie auch zum wetter. uninteressant ist es nicht. 

am späten nachmittag fahren wir nach hause, es gibt keine nachrichten von den socken, weder eine meldung, dass sie angekommen, noch dass sie nicht angekommen sind. die tochter beschliesst, nicht ins training zu gehen. ich erledige noch mehr vereinsdinge und bürozeugs. 

zum abendessen gibt es aufgewärmte kürbissuppe von silvester, danach brot und käse und pastete aus frankreich. 

ich suche noch ein bisschen nach einem passenden wort fürs kommende jahr. ja, doch wieder unravel your year und find your word, obwohl ich alle alten bücher neulich weggeworfen habe und letztes jahr nichts mehr gemacht habe, vielleicht "hilft" es ja in diesem jahr. wenn nicht macht es auch nichts. den jahresrückblick mache ich ja eh schon für den blog und ein bisschen zeit zum innehalten am jahresanfang und zwischendurch ist nie ganz schlecht. 

spät noch zwei, drei folgen der neuen harlan-coben-serie "fool me once", leider bin ich aber gegen ende ein bisschen eingenickt, obwohl sehr spannend!