Dienstag, 24. März 2026

genua kulinarisch und vom meer aus (tag zwei unserer genua-reise)

unseren ersten ganzen tag in genua begannen wir in der nahe dem hotel gelegenen pasticcheria klainguti mit capucchino und cornetti. von diesem schönen café, in dem wir allerdings an keinem der vier tage über die bar hinauskamen, habe ich leider keine fotos gemacht. aber eben: schneller capuccio al banco, dazu ein cornetto vuoto oder ein falstaff oder eine veneziana...
 
 

anschliessend folgten wir vage der richtung osten durch verschiedene gassen und entdeckten dabei mehrere interessante läden - darunter eine kaffeerösterei mit einem fenster voll ostereier...
 

...und einen laden in dem es nahezu ausschliesslich stockfisch zu kaufen gab, getrocknet, gewässert, und in allen möglichen formen zubereitet. (bei weiteren gängen durch diese gasse haben wir dann später realisiert, dass sie teil eines rundgangs zu historischen läden ist...) 

an der oper vorbei erreichten wir die via xx. settembre mit ihren arkaden und grösseren läden. hier gibt es dann die üblichen modehandelsketten, auch die etwas teureren, aber auch eine confiserie, viele banken, hotels und dazwischen auch strassenstände mit büchern. 

dabei entdeckten wir etwas oberhalb der einkaufsstrasse eine romanische kirche und rätselten zuerst etwas, wie wir wohl dort hin gelangen könnten. 

nachdem wir uns gründlich umgeschaut hatten, entdeckten wir einen aufzug, der uns eine etage höher auf eine andere strasse brachte, von der wir dann zur kirche laufen konnten. 


leider war san stefano aber verschlossen - aber auch von aussen kann man gut sehen, dass die ursprünglich romanische kirche auf einer seite ihr seitenschiff verloren hat  - sonst hätte man die prachtstrasse halt nicht so breit und prächtig bauen können. hier wurde sehr wahrscheinlich christoph columbus getauft, allerdings ein paar jährchen vor dem abbruch des rechten seitenschiffs. 

nächster stopp war dann die grosse markthalle des mercato orientale - kein orientalischer markt, sondern einfach nur der im osten der stadt gelegene. 

und wie es sich für eine markthalle gehört, gab es viele von gemüse und obst überquellende stände...

... aber auch solche mit allen möglichen sorten von fisch und meeresfrüchten... 

... und hier noch einmal farblich sortiert. wir kauften souvenirs für die zuhausegebliebenen und für uns und bedauerten es nur ein bisschen, dass wir für einmal im hotel wohnten und keine gelegenheit hatten, all die schönen und spannenden lebensmittel zuzubereiten. erdbeeren und orangen kann man ja auch aus der hand essen...

die prachtstrasse wieder zurück nahmen wir ein stück den bus, mehrtagesticket sei dank, zurück zur piazza de ferrari - hier findet vom frühjahr bis in den herbst jeden tag ein touristen-markt statt - um den beeindruckenden brunnen vor den umliegenden prächtigen fassaden zu fotografieren müsste man also im winter herkommen. 

zurück in der strasse mit den vielen kleinen läden, durch die wir am morgen gekommen waren, kauften wir uns ein mittagessen ein: focaccia, cappon magro, eine genueser fastenspeise, mit pesto, das man hier zu sehr vielem isst, und stockfisch im bierteig fritiert und als frikadellen. 

das ganze nahmen wir uns im hotel auf die dachterrasse mit, zu deren benutzung wir ausdrücklich aufgefordert worden waren. ein schönes plätzchen über den dächern der stadt, eine gute gelegenheit zum ausruhen. am morgen wird hier auch das hotelfrühstück serviert - das wir allerdings nicht gebucht hatten, weil frühstück in italien ist einfach in der nächsten bar zu bekommen. 


nach einer zusätzlichen kleinen pause im hotelzimmer machten wir uns auf den weg zum nachmittagsabenteuer: ich hatte bei meinen recherchen zum öffentlichen nahverkehr herausgefunden, dass in den mehrtagestickets für touristen auch die benutzung des navebus, einer schiffsverbindung entlang des hafens zum vorort pegli, inbegriffen ist. wir suchten erst ein bisschen nach dem ticketschalter, an dem wir unseren tagespass in eine fahrkarte fürs schiff umtauschen mussten. glücklicherweise waren wir rechtzeitig dran, das schiff wurde richtig voll, unter anderem auch mit schulklassen auf ausflug. (für die war die grösste attraktion der kapitän, der beim ablegen seine aufforderung an ein fahrschulboot mit einigen flüchen garnierte - ansonsten hätte man sie auch in den keller setzen können). 

vom wasser hatten wir eine gute sicht auf die schiffe im hafen, schlepper... 

... und auch ein richtig grosses kreuzfahrtschiff. von den kreuzfahrtschiffen sahen wir noch mehr, jeden tag lag an dieser stelle ein anderes, meist eben so grosses. 

blick über die schulklassen auf die stadt - wir hatten vor allem für einen guten blick auf den hafen unsere plätze gewählt. 

immer hinter der äusseren hafenmauer ging es dann nach westen, vorbei am leuchtturm, der hier bereits seit 1128 leuchtet - wir wunderten uns, wohin da im mittelmeer immer noch kohle verschifft wird (und wenn ich es mir recht überlege, auch woher die wohl kommen mag). 

vorbei an vielen piers, von denen an den den wenigsten schiffe zum aus- oder einladen lagen. alles wirkte etwas verlassen und vom der zeit überholt. ziel unserer schifffahrt war pegli, ein westlicher vorort von genua. 

hier kann man dann auch mal direkt aufs meer blicken, ohne hafenmauer. was wir bei einem kaffee ausführlich taten. 

wir folgten ein stück der promenade, wo schon recht viel blühte. 

in den strassen von pegli entdeckten wir alleen mit reifen orangen oder mandarinen. dürfen die anwohner die ernten? oder schmecken die eh nicht und sind nur so zur deko da? fallen die irgendwann runter? und gibt das dann nicht eine grosse sauerei? was einem halt so als nichtsahnenden touristen durch den kopf geht, wenn man den ersten pflückreflex überwunden hat. 

und setzten uns dann doch noch mal ans meer, auf ein glas wein. und mir fiel wieder ein, dass es genau diese idee gewesen war, die uns spontan nach genua gebracht hat: ans meer, endlich mal wieder. und ein bisschen in richtung frühling. 

hier kommt schon wieder unser navebus - allerdings hatten wir in pegli kein tickethäuschen gefunden, um unser tagesbillet in ein schiffsbillet umzutauschen, wurden mit etwas genervtem blick dann aber an bord gewunken und zum warten angewiesen. am ende ging es dann doch, wir bekamen unsere fahrkarten und konnten die fahrt im sonnenuntergang geniessen. 

neben oder mehr oder weniger im hafen von genua befindet sich auch der flughafen, zuerst dachten wir, dass da nur kleine privatjets landen können, dann starteten aber doch etlich passagiermaschinen. ich vermute, das ist eher was für profis, die berge sind ganz schön nah. 

und dann wurde unser boot noch ein bisschen aufgehalten. vor uns wollte nämlich just das kreuzfahrtschiff den hafen verlassen. 

da fährt es hin. glücklicherweise ohne uns. 

von unterwegs hatte kai uns eine trattoria gefunden, und das kreuzfahrtschiff  uns so lange aufgehalten, dass wir uns auf den direkten weg zur trattoria da mario machen - um gleich nach öffnung des restaurants dort noch einen platz zu bekommen. wir teilten ein antipasto mit salami, coppa und luftgetrocknetem schinken, nahmen als primo typisch ligurische trofie mit pesto und anschliessend schon wieder misto mare (kai) und ich einen gegrillten fisch mit salat. einigermassen pappsatt nahmen wir ein stück den bus in richtung hotel. 

das war dann eine doch etwas andere abendessenerfahrung als am tag zuvor - deutlich günstiger, aber auch ein bisschen gehetzt und eher kantinenmässig, aber das essen war tipptopp. 

reise nach genua (und die drei tage davor)


nach einer kurzen, aber intensiven woche, deren einzelne ingredienzen mir mehrheitlich entfallen sind oder besser im ferienhochgefühl vergessen gingen, sind wir am donnerstagmorgen per zug in richtung gen italien (sorry, der muss halt schon sein) gefahren. wir fuhren übrigens nicht nur mit dem, sondern auch über zug. hier unten ein bild vom zuger see, und damit dann auch schluss mit den blöden kalauern. 


am späten vormittag stiegen wir in lugano in einen anderen zug nach mailand, der wie unserer aus zürich kam, aber immerhin hatten wir hier reservierte plätze. internationale verbindungen buchen wir häufig über trainline und da gibt es manchmal seltsame kombinationen - deswegen ist das durchaus keine werbung für die zugbuchungsapp, sondern eher ein hinweis. 



dann noch einmal umsteigen in mailand, wo noch die transparente der olympiade hingen. 

 
um kurz vor halb drei kamen wir in genua an - und gingen zu fuss zu unserem hotel in der innenstadt. auch um uns ein bisschen in der stadt einzugewöhnen folgten wir im wesentlichen der via di prè durch den gleichnamigen stadtteil - vorteil der engen gasse: es fahren dort keine autos, sie ist gesäumt von vielen kleinen läden und kneipen, viele mit eher fremdländischen aussehen und angebot, aber auch überaschend vielen metzgereien mit richtig grossen fleischstücken.  


mitten in der altstadt, an einem kleinen platz vor der kirche sta. maria delle vigne lag unsere unterkunft für die nächsten vier nächte. vom vierten stock hatten wir einen spannenden ausblick, aber lange hielten wir es nicht um zimmer aus. das war zwar klein, aber stilvoll und praktisch eingerichtet - allerdings wollten wir nach der langen zugreise lieber noch das schöne wetter für eine erste erkundung der stadt nutzen. 

kirchen fotografieren ist in genua eine herausforderung - die allermeisten sind irgendwo dazwischen gequetscht - oder vielleicht wurden sie auch später immer mehr von den wohnhäusern umzingelt, jedenfalls holt man sich beim blick zum campanile oder auch nur auf die fassade regelmässig eine genickstarre. 

der hit ist allerdings san pietro in banchi - hier hat man aus der not eine untugend gemacht. beim bau der kirche fehlte das geld, darum baute man sie in den ersten stock und hatte im erdgeschoss platz für läden, die genügend abwarfen, um den kirchenbau zu finanzieren. kai dachte, ich hätte mir diese geschichte ausgedacht - dabei habe ich sie irgendwo gelesen. ob es stimmt? 

diese lädelchen! hier ein winzigkleines, in dem man sich ein panini nach wunsch belegen lassen konnte. glücklicherweise hatten wir noch nicht genug hunger, ich weigerte mich auch schon mal profilaktisch, die bestellung auf italienisch aufzugeben, ich war nämlich in den ersten stunden in bella italia ganz schön herausgefordert meine sprachkenntnisse zu entrosten. ging dann von tag zu tag besser - mit kleine ausnahmen: ja, nein und danke fielen mir immer zuerst auf tschechisch ein. 

als allererstes zog es uns in den alten hafen. um dorthin zu kommen, muss man quasi von überall her die stadtautobahn unterqueren - nicht dramatisch hinderlich, aber schon ein bisschen eine optische bremse. 

vor einigen jahren wurde der alte hafen nach einem entwurf von renzo piano umgebaut. ich erinnere mich nur sehr dunkel, wie es vorher aussah oder vielmehr, dass wir bei vorigen besuchen die gegend eher gemieden haben, aber hier ist einfach ein platz entstanden, an dem sich menschen begegnen, wo sie spazieren und verweilen können. wir haben das auch getan - und in den letzten sonnenstrahlen mit einem glas prosecco auf unsere kurzferien angestossen. 

später haben wir erfahren, dass die pläne von piano weit über das hinausgingen, was im alten hafen verwirklich worden ist, unter anderem war (oder ist) eine ganze neue insel für den flughafen geplant.  

wir gingen schiffe gucken - hier war gerade eine fähre nach sizilien von einem schlepper auf den weg gebracht worden, der schlepper fährt zurück, die fähre verlässt den hafen. am liebsten hätte ich gleich mal nachgeschaut, wie lange man da unterwegs ist, was das kostet und so weiter, also gerade die nächste reise planen... 

für den abend suchten wir uns eine restaurant in der altstadt und assen dort als vorspeise den besten pulpo, den wir je hatten, merkwürdigerweise auf einer karottensauce, aber auch die war gut und passte ausgezeichnet. als hauptgericht nahm kai fritto misto mare und ich ass fisch auf kartoffelpüree mit wildem fenchel, tomaten und kleinen oliven.  


Sonntag, 15. März 2026

kW 11 - voller schöner dinge

gut habe ich mir in dieser woche ein paar notizen zu den einzelnen wochentagen gemacht - wie der 12te war die ganze woche gut gefüllt. 

in den montag stapelte ich einen viertel arbeitstag im kulturzentrum, eine ausführliche putzrunde in der küche, die ich in der letzten zeit ein bisschen vernachlässigt hatte, einen arzttermin wegen der anhaltenden schmerzen im rechten bein und zu guter letzt noch den steuererklärungsabend. aber gleich am morgen gab es dann noch einen kleinen turboboost: eine zusage für mich vom museum langmatt, wo ich in zukunft auf kunst aufpassen darf. fürs bein gibts mal wieder physiotherapie, termine allerdings erst ab april. und die steuererklärung haben wir zum ersten mal online erledigt, bisher musste man sich ein kleines programm herunterladen und konnte am ende alles auch online einreichen. ich hatte im netz gelesen, dass die anmeldung zur app, mit der man sich legitimieren muss, probleme machen könne, hatte das deshalb schon vorher erledigt, aber bei mir lief es ohne ruckeln. nur das wiederauffinden der angefangenen steuererklärung war ein bisschen mühsam. dafür ein plus für das zuordnen der belege, die man jetzt direkt beim einzelnen eintrag hochlädt, und für eine abfrage der einzelnen posten der erfolgsrechnung für meine selbstständige tätigkeit - da musste man bisher immer aufwändig ein pdf herunterladen, das so mässig gut auszufüllen war. ganz fertig geworden sind wir nicht, ein bankbeleg hat gefehlt - also muss ich die steuererklärung noch mal wiederfinden... 

im zug der hauswirtschaftlichen tätigkeiten am morgen habe ich den frühlingshaften kranz mit dem filzgemüse aufgehangen.  

dienstag, mittwoch und donnerstag war ich vormittags in der werkstatt. den tetraeder von der generalversammlung habe ich nachgeholt und auch sonst ein bisschen herumprobiert. 

am dienstag am spätnachmittag habe ich mal wieder unser dorf gefeiert: zuerst war ich schwimmen (mit dem rad ca. 10 minuten weg), dann einkaufen (im ortskern, komme ich auf dem rückweg vom schwimmbad fast vorbei) und beim velomechaniker (kurze begutachtung meiner bremsen ergab, dass ich vorerst keinen servicetermin brauche) und am schluss verplauderte ich mich ein wenig in der dorfbibliothek. wenn es notwendig gewesen wäre, hätte ich zwischen velomech und bibliothek auch noch dinge auf der gemeinde erledigen können, die haben nämlich auch am dienstag immer länger auf. ist das nicht toll? unser dorf sieht zwar nicht so aufregend aus, ist aber in erster linie alltagstauglich. 


am mittwoch dann das gleiche mit der kleinen stadt vor den toren unseres dorfs: zuerst vorsorgetermin bei der gynäkologin eine gemeinde weiter, dann schaute ich kurz im royal vorbei und traf dort den schwer beschäftigten sohn, dann setzte ich mich ein bisschen in ein café und wollte eigentlich eine einkaufsliste schreiben, aber traf dann eine bekannte und schwatzte mit ihr, bis ich ins kulturzentrum musste, um die mitgliederversammlung des trägervereins am abend vorzubereiten. die mitgliederversammlung war schlecht besucht, mit einer halben stunde dauer recht kurz und das beste dran war der blumenstrauss, den ich bekommen habe.  

und in den 12von12-post vom donnerstag integriert habe. 

dann fehlte nur noch ganz wenig zum wochenende: eine kleine putzrunde, einmal einkaufen, ein abstecher ins kulturzentrum und ein ruhiger nachmittag in der offenen werkstatt. am abend kam unser wochenendbesuch an, freunde, die wir tatsächlich fast zwei jahre nicht gesehen haben. darum gab es reichlich auszutauschen: wie gehts den kindern? wie gehts den eltern? und dann ganz viel erlebnisse und schöne orte, die wir jeweils besucht haben. gegenseitiges verteilen von reisetipps - weil wir, was reisen angeht, sehr ähnlich ticken. 

am samstag trieben wir uns wetterhalber in der stadt herum und dort vor allem im museum für gestaltung.

bisschen streetart auf dem weg zum ersten museumsstandort an der ausstellungsstrasse. 
 

nicht mal die fröhlich bunt vor sich hinwartenden tische können darüber hinwegtäuschen, dass das wetter wirklich greislich war. 

erste spannende ausstellung: more than human. hintergrund der ausstellung das thema, dass der mensch über lange zeit die ihn umgebende natur und landschaft nur als ressource gesehen hat - wie lässt sich das ändern, angesichts der tatsache, dass die natur an dieser ausnutzung schaden genommen hat und endlich ist. kann der mensch etwas zurückgeben? kann er mehr mit als aus der natur leben? 

anders als die kleiderartigen objekte aus algen oben hätte ich dieses gebilde gerne angefasst. ein wandelement, das weich und porös sein soll, dämmend einerseits, eine heimat für pilze, mikroben, kleine insekten, flechten, moose und so weiter bietend andererseits. wir waren uns aber recht rasch einig, dass sich da vermutlich noch sehr viel in den köpfen der menschen ändern muss - wenn ich nur an unseren nachbarn denke, der jedes jahr mehrmals die pflastersteine vor seinem haus mit dem hochdruckreiniger quasi keimfrei macht. 

auch an der ausstellungsstrasse gab es noch eine sehr grosse fotoausstellung - ebenfalls zum thema verhältnis mensch - umwelt. die fülle an bildern war spannend, aber auch anstrengend. mit jedem blick, jedem weiteren bild, jedem nächsten raum war wieder ein themenwechsel verbunden, ich konnte mich gar nicht auf alles einlassen, hätte lieber nur ein paar bilder angeschaut und mich darin vertieft. 

ein schneller kaffee im museumsfoyer, dann ging es weiter. mittlerweile regnete es fast nicht mehr und wir nahmen den weg entlang der alten bahnstrecke an der limmat entlang. 

zur zeit ist der wasserspiegel des lettenkanals abgesenkt - es wird eine fischtreppe gebaut. 

die treppen und leitern der badi am oberen letten schweben ein bisschen in der luft. aber bis zur badesaison wird wohl alles wieder fertig sein. 

zurück am toniareal (wo wir geparkt hatten) hatten wir nur noch etwa eine dreiviertel stunde zeit - und schauten uns die ausstellungen zur sammlung und zur jungen schweizer graphik eher kursorisch an.

 zuhause gab es kaminfeuer, apero, später koteletts vom weideschwein mit kartoffel- und grünem salat und später ganz viele fotos aus verschiedenen urlauben, von jahr der tochter auf dem segelschiff und noch mehr reisen. 

am sonntag frühstückten wir ausführlich, schnappten noch mal gemeinsam ein bisschen luft am wasserschloss und dann reiste der besuch schon wieder ab.  

und sonst noch so? die tomaten, die ich erst am vergangenen sonntag gesät habe, haben schon teilweise ihre blätter ans tageslicht geschoben. draussen ist es wieder kalt geworden - die richtig frühlingshaften temperaturen waren schon anfang der woche vorbei, zum wochenende wurde es richtig kalt und nass. 

Freitag, 13. März 2026

12 von 12 im märz 2026

heute ist der zwölfte - zeit, den tag in zwölf bildern festzuhalten. und diese bilder dann anschliessend bei caro, auf ihrem blog draussen nur kännchen, zu verlinken. danke für die gelegenheit! 

mein tag startet mit einem blick auf den blumenstrauss, den ich gestern bei der mitgliederversammlung des vereins, bei dem ich angestellt bin, bekommen habe. 

heute ist aber kein kulturzentrums- sondern ein werkstatttag. in genau einem monat findet zum zweiten mal in unserem verein filzszene ein offener filztag statt. ich habe mir gedacht, bei dieser gelegenheit könnte ich mal wieder zeigen, wie man aus einer zweifarbigen fläche eine karierte fläche macht. 

 hm, das war es nicht, was ich eigentlich wollte. 

 ich zerlege das geflecht noch mal, schneide die streifen in dünnere, aber auch so wird nix draus. schöner scheitern oder so. 

und wäre nicht passiert, wenn ich meine eigene anleitung vielleicht ganz gelesen hätte. und nicht nur die erste seite. ist ja eigentlich auch alles ganz logisch, allerdings muss man halt die schritte auch alle machen. dann kommt am ende so ein kleiner mug-rug heraus. das wäre das ziel für den offenen filztag. ich glaube, ich bereite die filzflächen vor, damit die teilnehmerinnen sich ganz auf das flechten konzentrieren können.  

zum mittagessen fahre ich nach hause - danach muss ich noch ein bisschen planen: zuerst für den abend, da werde ich nämlich für 21 personen "hörnli ghackets" kochen. und dann fürs wochenende, da bekommen wir besuch. der marktbesuch fällt aus, also schreibe ich eine liste für den grossverteiler mit dem grossen m. 

 kurz vor drei klingle ich am hintereingang des kulturhaus royal.  

und dann gehts los. zuerst apfelmus kochen. dann setze ich linsen mit karotten, sellerie und lauch auf, das gibt nachher das "ghackets", also die sossenkomponente des schweizer nationalgerichts. auf die idee, das zu kochen, haben mich die wiederholten hinweise auf den grossen hunger der band gebracht. was, wenn nicht echtes skifahressen kann da helfen. 
neben mir ist man etwas nervös. die person, die sonst immer kocht, kennt meine fähigkeiten noch nicht so gut und schaut fest aufs timing. das ich aber recht gut im griff habe. um sechs soll gegessen werden, wenns hätte sein müssen, wären wir auch eine stunde früher fertig gewesen. die tochter hat geholfen, salat zu rüsten.  

so haben wir beinahe schon musse um noch ein bisschen dem soundcheck von black sea dahu zu lauschen. 

 

die hörnli kochen wir natürlich just in time - nur verschiebt sich das essen dann doch noch mal um 15 minuten. (danke, lieber l., das, was du da machst, hätte ich nicht gekonnt)  

joa, gern geschehen, war mir eine ehre. und ein vergnügen. und ich wurde auch schon ausreichend mit wertschätzung überschüttet. sagte ich schon mal, dass ich das wirklich mag, auch wenn es ziemliche knochenarbeit ist, in der winzig kleinen küche für viele menschen zu kochen?  


und weil es so schön ist, bleibe ich auch noch zum konzert im erweiterten wohnzimmer. kai kommt nach zur musik, die tochter schwirrt nach ihrer kassenschicht auch irgendwo herum. die söhne sind sonst auch oft da, nur heute nicht. 

die musik ist nicht so ganz mein geschmack und leider auch nicht der von kai. vielleicht war das der langweiligste abend im royal an den ich mich erinnern kann. aber immerhin wissen wir jetzt was für schweizer musik im restlichen europa so gehört wird. 

und so sah es in den letzten jahren im märz hier so aus: 

12von12 im märz 2024

12von12 im märz 2023

12von12 im märz 2022

12von12 im märz 2021

12von12 im märz 2020

12von12 im märz 2018 

12von12 im märz 2017 

12von12 im märz 2016 

12von12 im märz 2015 

12von12 im märz 2013 

12von12 im märz 2012 

12von12 im märz 2009