zur zeit ist jede einzelne woche so unendlich vollgepackt und anstrengend. oder ich bin einfach wirklich urlaubsreif. aber endlich ist die abkühlung da. zwar zuerst noch ohne nennenswerte niederschläge, am montag so ein bisschen regen, dann aber ab donnerstagnacht und noch den ganzen freitag ergiebiger, so dass endlich die giesswasservorräte wieder aufgefüllt sind. vielen schon verdorrten pflanzen hilft das jetzt auch nicht mehr und für flüsse, seen und erst recht das grundwasser müsste es viel, viel mehr regnen.
in die woche startete ich eigentlich durch das vollkommen durch arbeit unversehrte wochenende ausgeruht, aber halt mit einem arbeitstag an gleich zwei orten. am morgen im kulturzentrum versuchte ich, die wichtigsten dinge für meine ferienabwesenheit zu übergeben, am nachmittag war infoanlass im museum für die aufsichten und am abend dann noch vorstandssitzung wieder im kulturzentrum. gut, dass ich danach noch auf ein getränk zu kai in die royale sommerbar ging, hat den wochenstart zwar ein bisschen versüsst, aber ich kam halt doch gleich am montag spät ins bett.
am dienstag verteilten sich verschiedene termine ein bisschen arg über den vormittag - ich kam aber zwischendurch immerhin für so lange in die werkstatt, dass ein weiteres veggiesitzfell fertig geworden ist. leider ist die wolle in diesem jahr durch kleine einstreupartikel sehr verschmutzt, die ich auch im trockenen zustand nicht aus den fellen herausbekomme. vielleicht stecke ich sie doch mal in die waschmaschine und sehe, ob es dann besser wird.
am nachmittag schwamm ich im jetzt wieder fast leeren becken des örtlichen freibads, einerseits sind die sommerferien zu ende und andererseits hat es ja abgekühlt, auf einigermassen angenehme freibadtemperatur. nach viel mit armen am morgen in der physiotherapie wurde ich ein bisschen schneller armmüde als sonst.
für den mittwoch war das vorstandsreisli der filzszene geplant - ich fuchs hatte mir gedacht, dass ich an diesem tag gut mein velo zum service bringen könnte, am ende wurde dann doch eine grössere logistiksache draus. am morgen buk ich als erstes einen zwetschgenkuchen, dann erledigte ich das übliche morgenprogramm mit giessen, turnen, vokabeltrainer plus einen schnellen blick ins arbeitspostfach vom kulturzentrum, bevor ich um neun mit velo, kuchen und allem andern zeugs in richtung velowerkstatt startete. danach ging es mit dem bus weiter, über bahnhof (wegen doofer busumleitung) zum kulturzentrum um dort den kuchen für die nächsten stunden unterzubringen, zurück zum bahnhof, wo ich reichlich zeit hatte, mir einen capuccino zu holen und mich auf die stadtführung vorzubereiten. zuerst aber traf ich noch den ältesten sohn, der mir ein bisschen gesellschaft leistete.
kurz vor elf kamen fast alle vorstandsfrauen an, eine fehlte wegen hitze, für den tag waren schon wieder mehr als 30 grad angekündigt. wir machten gemeinsam einen spaziergang durch die badener altstadt, die recht bestaunt wurde (keine der frauen kannte baden vorher) und an der limmat entlang zum restaurant auf der ennetbadener seite. danach holte ich den kuchen ab und wir machten uns auf den weg in die villa langmatt.
dort war noch zeit für ein kleines päuschen, dann führung durch park und haus und anschliessendes kaffeetrinken und kuchenessen. eine vorständin machte sich auf den heimweg, zwei legten sich auf die wiese für eine pause, und ich ging mit der anderen shirdaklenden kollegin teppiche angucken. gegen halb sieben war ich zuhause und froh, dass wir am morgen das ambitioniertere kochprogramm auf tomate und mozzarella geändert hatten. und kai hatte mein velo schon ausgetauscht - auch seines braucht einen service.
den donnerstagvormittag nutzte ich für weitere urlaubsvorbereitungen für die kulturzentrumsarbeit, den nachmittag verbrachte ich arbeitend im museum. fürs abendessen und eine kleine pause kam ich nach hause, wir beobachteten immer wieder das wetterapp, denn regen war angesagt, zog aber immer wieder südlich oder nördlich vorbei, so dass wir am abend auch noch das konzert von fish on the mountain draussen auf dem sommerbar-platz geniessen konnten.
sieht vielleicht nur mässig gemütlich aus, ist aber wirklich nett dort auf dem platz.
diesmal wurde es gar nicht spät - wir sassen nur viel zu lange noch bei uns zuhause, nachdem ein paar minuten nach unserer ankunft der regen und das gewitter begonnen hatte.
freitag war haushaltstag mit viel regen, endlich! am nachmittag hatte ich mich entschieden, den start einer veranstaltung im kulturzentrum zu begleiten. das in erster linie, weil eine kollision von zwei gruppen möglich gewesen wäre, wobei eine mietende eh schon aus einem anderen grund auf uns vom kulturzentrum nicht gut zu sprechen war. manchmal gibt es sehr hohe erwartungen an unsere arbeit, räume, werbung und so weiter, und manchen menschen fällt es schwer, sich vorzustellen, dass die niedrigen beiträge, die sie an die raummiete leisten, auch nur deshalb möglich sind, weil wir nicht alle diese erwartungen erfüllen können (und manchmal auch nicht wollen.) probleme gab es keine - was aber auch daran lag, dass die mieterin letztendlich gar nicht auftauchte. sie hat einen gültigen vertrag, ihre veranstaltung führen wir im programm, ich hatte ihr ein mail mit den zugangsdaten zum raum geschickt, auf das sie mir auch noch geantwortet hatte - aber am ende blieb der für sie so aufwändig durch meine anwesenheit reservierte raum leer. und ich stellte fest, dass an anderer stelle auf unsere homepage dieser termin nicht auftauchte... mal sehen, ob ich dieses rätsel lösen werde. dafür hat sich dann jemand anderes beschwert, weil der vermietete aber nicht benutzte raum nicht zum warten zur verfügung stand, omg, warum sind die menschen nur so kompliziert?
samstag waren wir gemütlich auf dem markt und erledigten noch ein paar andere dinge in waldshut, dann stand schon wieder ärger im kulturzentrum auf dem programm: beim vorbereiten der räume auf eine veranstaltung am sonntag musste ich feststellen, dass der putzdienst am morgen nicht dagewesen war. natürlich ging niemand ans telefon, als ich dort anrief, also erledigte ich zusammen mit kai kurz das gröbste selbst. später zuhause erreichte ich dann doch noch jemanden, mir wurde versprochen, dass das putzen nachgeholt wird, alleine die sms, die man mir nach getaner arbeit schicken sollte, habe ich nicht bekommen.
wieder zuhause verräumten wir unsere einkäufe, ich buk schnell einen zwetschgenkuchen, wir ernteten eine zweite menge holunderbeeren zum entsaften und ich füllte bis zum frühen abend eine grüngutonne mit der ausufernden zierquitte. dann endlich ein bisschen pause, später noch abendessen mit verschiedenen kleinen fleischstücken vom grill und salat dazu. ich recherchierte die fahrtroute für unsere ferien, bald geht es los! am abend drinnen ein seltsamer film - "mein glück", die geschichte eine lastwagenchauffeurs, der auf einer fahrt durch russland in einem dorf stecken bleibt und ab da wird die handlung dann so seltsam und verworren, dass ich sie nicht wiedergeben kann. es gibt im film, etwa so bei einer guten stunde eine seltsame veränderung, der erste teil ist zwar auch bereits sehr fremd, aber mit sparsam guten dialogen und sehr spannender kameraführung, der zweite teil war geprägt von seltsam hölzernen dialogen, unwirklich holzschnittartigen charakteren und glänzte durch assynchronen ton und eine wirklich merkwürdige, teils lieblos kadrierte bilder. wahrscheinlich dachten wir beide, dass es wieder besser würde, wurde es aber nicht.
den sonntag verbrachte ich arbeitend im museum, dazu noch ein besonders langer arbeitstag, von halb zehn bis halb sieben - sonst dauern die wochenendeinsätze nur sieben stunden inklusive vor- und nachbereitungszeit. und es war grossanlass - motorsport classics mit jaguarautomobilen im park, dazu schönes wetter, freier eintritt ins museum und kostenlose kurzführungen. das bescherte uns bis zum abend mehr als 1200 besucher und dementsprechend anstrengend war der tag dann auch.
im anschluss radelte ich trotzdem ich wirklich schlagkaputt war noch schnell am kulturzentrum vorbei und tatsächlich, die mietenden waren schon mit ihrer veranstaltung fertig und ich konnte gleich noch endkontrolle machen und die räume wieder abteilen. juhui, das rettet mir den montagmorgen!
jetzt noch pizza und sonst nicht mehr viel.
sonst noch so?
die raupe eines schwalbenschwanzes an der petersilie! ich weiss, dass unsere nachbarn mit den kindern gelegentlich schwalbenschwänze aufziehen und es deshalb auch die schmetterlinge im quartier immer wieder zu sehen gibt. sie legen aber auch offensichtlich eier und sind dabei nicht einmal so wählerisch. am mittwoch habe ich die nicht mehr ganz kleine raupe entdeckt, am donnerstag nochmal gesehen, beim regen am freitag dann vergessen nachzuschauen und am samstag war sie verschwunden, aber mit ihr auch noch viele viele blätter von der petersilie. hoffentlich hat sie sich irgendwo verpuppt und ist nicht von einem vogel geholt worden. im nächsten jahr sollte ich vielleicht mal ein paar fenchelpflanzen irgendwo platzieren?
zweimal musste ich mich in dieser woche über die dreistigkeit von menschen wundern (und auch ein bisschen ärgern), die denken, dass regeln für sie nicht gelten und ganz klar aussprechen, dass dies aufgrund ihres reichtums, vermögens, steueraufkommens so sei. ich frage mich seither, ab welchem steuerbaren einkommen das so sein soll? und kann man diese menschen dann bitte dazu verpflichten, immer eine aktuelle steuererklärung mitzuführen, dass kontrolliert werden kann, welche regeln auch für sie verbindlich sein sollen und welche sie übertreten dürfen? noch widerlicher finde ich übrigens den umkehrschluss, nämlich dass besonders alle, die nichts oder wenig haben, sich besonders an alle regeln zu halten haben.
