Dienstag, 19. Februar 2019

montag, 18.2.2019 - vom verschwinden der kartoffeln

in den montag darf ich wegen langem tag der tochter ja immer ganz gemächlich starten. naja, früh aufstehen trotzdem, aber dann habe ich zeit, zeit zu bloggen, zeit schon lange geschriebene blogposts endlich zu redigieren. heute sogar noch ein bisschen mehr, denn der grosse sohn hat urlaub und wir hatten verabredet, dass wir uns noch sehen, bevor ich in die werkstatt gehe. deshalb habe ich auch noch zeit, den ersten teil eines webinars anzusehen, das am sonntagnachmittag um 14 uhr ohne mich stattfinden musste.

so kann ich noch den transport einer voluminösen menge an material durch den sohn organisieren, er wird es mir bringen, wenn er sowieso in richtung schneeberge startet.
zu fuss gehe ich weitgehend im sonnenschein in die werkstatt, die baustelle hat sich in der woche meiner abwesenheit sehr verändert, viel erde wurde bewegt und das gelände ist teilweise terrassiert, teilweise weiter abgetragen, an anderen stellen sind dafür rampen entstanden. ein foto kann ich nicht machen, weil die sonne mir gerade gegenüber steht.
ich arbeite bis zum mittag an einem weiteren objekt für die wohnausstellung, nach dem mittag dann an allen drei bisher entstandenen objekten, die insgesamt noch um einiges standfester werden müssen, damit sie den eindruck erzeugen, den ich haben will. es ist so sonnig, dass ich zum ersten mal die neuen storen nutzen kann!
ein teil der terminunklarheiten der woche klärt sich - ich kann den samstagstermin auf einen tag unter der woche umlegen und bin so am wochenende zuhause. 
irgendwann kommt der grosse sohn mit der materiallieferung, wir trinken noch zusammen kaffee, dann fährt er weiter.
ich räume noch ein bisschen auf und weil ich noch nicht genau weiss, ob ich morgen zum frühstücken verabredet bin, bereite ich einen teil der sachen für den kurstag am mittwoch schon mal vor.
kurz vor drei nehme ich den bus nach hause, weil ich auch ein paar sachen nach hause transportieren muss.

nach einer kleinen pause trifft die tochter ein, sie erzählt mir von ihrem schultag und ich putze nebenbei die küche, sie arbeitet an ihren aufgaben und ich putze die küche fertig.
wie immer geht es nicht lange, bis ich die küche wieder durch kochen verwüste, heute allerdings mit hindernissen: die gekochten kartoffeln hat der sohn mit zum skifahren genommen, also gibt es keine bratkartoffeln, der restliche sellerie-kartoffel-stampf hat eine komische farbe, also keine kartoffelküchle. da ich schon hackfleisch aufgetaut habe, koche ich schlussendlich nudeln mit bolognesesauce, was kai allerdings schon zum mittagessen hatte.
parallel zum kochen und abwaschen bügeln kai und ich abwechselnd den wäschekorb leer und sehen uns anschliessend die erste folge der dritten staffel der "brücke" an.


Montag, 18. Februar 2019

wochenende 15. bis 17.2.2019 - frühlingshaft

am freitagvormittag bin ich von deutschland zurück nach hause gefahren. die projektwoche der tochter war zu ende, sie hatte am freitag frei, der haushalt wollte mal wieder ein bisschen zuwendung und am abend waren wir zu einem theaterbesuch eingeladen.

zusammen mit freunden besuchten wir das improtheater anundpfirsich in der töpferei in zürich-altwiedikon. ich kannte improvisiertes theater aus meiner studienzeit, dann allerdings eher als theatersport. am freitagabend war das ganze nicht so sehr spontan - also ohne zwischenrufe aus dem publikum zum beispiel- , aber die schauspieler forderten sich gegenseitig immer mal wieder heraus, indem sie den "geschichten aus der luft" andere wendungen gaben, als erwartet.

am samstagmorgen gab es zuerst eine familiensitzung mit der nun schon gewohnten verteilung von koch- und wäschetagen, die nächste woche hat es für mich ein bisschen in sich, mit vielen kurs- und anderen terminen, wobei bei ein paar noch nicht klar ist, ob und wann und wo sie stattfinden, beziehungsweise welchen inhalts sie sein werden. keine gute ausgangslage für mein gemüt.

danach stürzten kai und ich uns auf das wohnzimmer mit den vielen cd- und bücherregalen, das teil unseres aus- und aufräumplans für den februar ist. ziel war einerseits die regale sauberzumachen, andererseits aber auch platz zu schaffen für neu hinzugekommenes. aussortieren konnten wir ein paar bücher, cds, filme und etliche spiele, die sich teilweise einfach nicht als spannend oder für uns passend herausgestellt haben, oder aus denen wir oder die kinder herausgewachsen sind.
wir sind übereingekommen, dass wir sie einfach "über d`gass" verschenken werden, weil wir keine lust haben uns einen tag auf dem flohmarkt um die ohren zu schlagen, und am abend das meiste wieder mit nach hause zu nehmen. das gute wetter trägt dazu bei, wir stellen einfach einen karton mit den sachen raus und die passanten nehmen sich mit, was sie brauchen können.

wir haben am samstag das ganze wohnzimmer geschafft und damit den plan für februar abgearbeitet. auch weil die kinder uns mit waffeln versorgt und teilweise das aussortierte weggeschafft haben. so haben wir das nächste wochenende aufräumfrei, müssen aber vielleicht beide am samstag arbeiten.


am sonntag haben wir zuerst ausgeschlafen und dann eine kleine wanderung oder einen grossen spaziergang unternommen. rund um böttstein führt eigentlich unsere frühlingswanderung, wenn es endlich in der natur ein bisschen grün wird. das war gestern noch nicht der fall, aber wir haben die sonne und die luft draussen genossen. 

zuhause konnten wir im garten kaffee trinken, ich plante noch einmal ein bisschen an der woche herum, aber vermutlich muss ich das meiste einfach auf mich zukommen lassen.
dann mathe mit dem mittleren, während der grosse eine suppe kochte und die tochter sich auf den check s2 vorbereitete. die ferien gehen merklich zu ende.

als es dämmerte gingen wir alle zusammen zur vernissage der fassadenprojektion "aquarium popolarium" beim bagno popolare. bis zum 28.2. wird sie noch jeweils von 18.30 bis 22 uhr zu sehen sein und jeden tag durch weitere aquariumsbewohner angereichert.




 anschliessend gab es noch die vorbereitete suppe und den etwas merkwürdigen, aber immerhin unterhaltsamen tatort.

Freitag, 15. Februar 2019

dienstag bis donnerstag, 12. bis 14.2.2019 - dinge

ich war für ein paar tage bei meiner mutter in deutschland zu besuch und deshalb aus der regelmässigen bloggerei ausgestiegen.

wir haben dinge des täglichen bedarfs eingekauft, die meine mutter nicht mehr so gut tragen kann, haben meine tante und meinen onkel besucht und ich habe ihr etwa eineinhalbähriges enkelkind gesehen, ich habe haushaltsdinge erledigt und mich bekochen lassen.

unter anderem  haben wir dinge aus dem haushalt aussortiert und weggebracht - einiges auf den wertstoffhof, ein paar dinge zu einem sozialkaufhaus. ich hatte eine menge angesammeltes leergut dabei und bin alles losgeworden.
faszinierend, wie beglückend es sein kann, dinge loszuwerden.

an einem abend begleitete ich meine mutter zum abendessen mit dem ehemaligen kegelclub meiner eltern. alle teilnehmer zwischen mitte siebzig und mitte achtzig, zwei der frauen verwitwet, aber insgesamt ein augenscheinlich recht fitter haufen. gesundheitliche probleme dominierten das gespräch, kürzlich waren zwei der männer auf der beerdigung der sekretärin des mittelständischen unternehmens in dem die männer vor ihrer pensionierung zusammen gearbeitet haben.
auch hier wieder das thema aufräumen, ausräumen, weggeben. zwei gruppen von menschen scheint es dabei zu geben: die einen sammeln und horten alles, weil man es ja noch zu etwas gebrauchen könnte, die anderen geben weg und sortieren aus, weil ihnen bewusst ist, dass sie nicht mehr so viel brauchen. beide gruppen belächeln sich im besten fall milde, halten sich aber vielleicht gegenseitig auch für komplett verantwortungslos. beiden ist die fülle aber schon lange eine last.



Dienstag, 12. Februar 2019

montag 11.2.2019 - hopp, hopp, hopp!

morgens bin ich früh aufgestanden und habe gleich mit dem schreiben von diversen listen begonnen: gemüseliste und essensplan,  to-do-liste für den tag, einkaufszettel, auflistung der dinge, die ich morgen mit nach deutschland nehmen muss. der gipfel der zettelschreibkunst: auf eine liste schreiben, dass man eine liste schreiben muss.

nach den morgendlichen basisverrichtungen habe ich mich dann gleich an den schreibtisch gesetzt, den newsletter für die erfahrenen filzerinnen fertiggeschrieben und den blogeintrag übers wochenende im schnee. danach dann haushalt, küche vor allem: mit dem plan jede woche einen schrank in der küche auszuräumen und putzen komme ich zügig voran, die zerlegung der haushaltsarbeit in viele kleine portionen funktioniert immer besser.

zum mittag kam die tochter nach hause und erzählte vom ersten halben projektwochentag: sie haben ein zuckerpeeling und badekugeln selbst gemacht, und ich bin stolz auf mich, dass ich nur gefragt habe, was da drin ist und nicht wegen  - haut! - mengenmässig unkontrollierte und wohl kaum dermatologisch geprüfte inhaltsstoffe! - die sofortige entsorgung angeordnet habe. gegessen haben wir reste, die von der vorigen woche noch reichlich da waren.

am nachmittag kam eine familie in die werkstatt um einen kindergeburtstag zu besprechen, das mache ich dann auch zum ersten mal im nicht mehr ganz so neuen raum. sieben mädchen werden mit mir notizbuchhüllen filzen, die mutter bringt kuchen und getränke und wird den nachmittag über dabei sein zur betreuung der mädchen.
während des wartens habe ich noch schnell überprüft, ob ich die jurte unseres gemüsebauern durch anfilzen eines filzstücks reparieren kann und herausgefunden, dass das gut gehen wird. nun gibt es noch ein muster in genäht und dann soll er entscheiden, wie die reparatur durchgeführt werden soll.

weiter ging es mit einkaufen - vor allem obst für die tochter und noch ein paar kleinigkeiten, die fehlten. mittlerweile hatte das wetter von frühlingshaft mit wind auf graupelschauer mit regen umgestellt und ich war wirklich froh, als ich das velo in die garage schieben durfte.

bis die tochter wiederkam habe ich noch ein wenig zeitung gelesen, mir dann von der massage am nachmittag erzählen lassen und die zuvor geputzte küche durch muffinsbacken und kochen wieder verwüstet. zum abendessen gab es kartoffel-sellerie-stampf mit rosenkohl und dazu wurst für die, die das wollten.

passend dazu, dass ich morgen für ein paar tage nach deutschland fahren werde, haben kai und ich die letzte folge der zweiten staffel der brücke geschaut, dann noch tagesschau und dann relativ früh ins bett!

Montag, 11. Februar 2019

langes wochenende im schnee 8.-10.2.2019

wie bereits angedeutet, ist das ja so eine sache mit den sportferien bei uns in diesem jahr. die einzige, die überhaupt noch sportferien hat, ist die tochter und gerade sie hat ja nun keine sportferien wegen schnuppern und kurswoche in den beiden ferienwochen. trotzdem wollten wir ein bisschen dem unterland mit seinem ewigen hochnebel und höchstens mal stundenweisem schneematsch entfliehen.

deshalb sind wir für drei tage in die surselva gefahren, genauer nach sedrun, das wir bisher nicht kannten. ohne skier und auto, dafür mit wanderschuhen und zug. übernachtet und gegessen haben wir ganz hervorragend im hotel chrüzli in sedrun.   

und da das wetter sonnig und warm und der schnee zwar nicht gerade neu aber immerhin reichlich vorhanden war, sind wir vor allem draussen zu fuss unterwegs gewesen. 
 

 am ersten tag, am freitagnachmittag rund um sedrun.


 und am samstag entlang der bahnstrecke der matterhorn-gotthardbahn von sedrun nach disentis.


 das wunderschöne wetter liess uns mehr schlendern als wandern, unterwegs gibt es auch eine menge ruhebänkchen mit schöner aussicht in der sonne und natürlich kann man immer mal wieder auf einen der malerisch roten züge warten.


 in disentis haben wir einen kaffee getrunken und sind dann für die rückfahrt in die bahn gestiegen. der wirt des hotels hatte mir die gästekarte per mail geschickt, so dass auch ich zwischen disentis und dem oberalppass gratis zug fahren konnte.


 und weil wir ein bisschen neugierig waren, wie es auf dem oberalppass aussieht, fuhren wir einfach durch sedrun durch weiter auf den pass. die matterhorn-gotthard-bahn schaltet bei bedarf an den steilen teilen der strecke einen zahnradantrieb zu.


 zwischen fünf und sechs auf dem pass waren alle skifahrer schon weg und es wurde allmählich kalt. wir bekamen noch etwas zu trinken an der wärme im berggasthaus, wo nebenbei schon geputzt wurde.


mit dem auto kommt man im winter nur huckepack über den pass. und ich endlich auch zu einem bild vom zug.

am sonntag wurde das wetter wie angekündigt schlechter und so verabschiedeten wir uns nach einem gemütlichen frühstück in richtung chur. dort war es föhnig-warm und wir trugen unser gepäck den kurzen weg ins bündner kunstmuseum für ein bisschen kunst und kaffee und kuchen.


am späten nachmittag waren wir dann wieder zuhause - mittlerweile bei sturm und regen räumten wir unsere sachen aus und assen das vom mittleren sohn zubereitete abendessen. danach dann sonntagabendkrimi mit der tochter, die da nur in den ferien mitschauen darf, dann aber darauf besteht.


Freitag, 8. Februar 2019

donnerstag 7.2.2019 - liste abgearbeitet

ein (vorerst) letztes mal bin ich mit der tochter sehr früh aufgestanden, sie hat heute ihren letzten schnuppertag im kantonsspital. heute bin ich wieder aufgeblieben, da es noch einen blogeintrag zu schreiben gab und der tag sowieso schon recht voll war und ohne gelegenheit zwischenhalte zuhause einzubauen.
also bepackte ich das auto mit dem entsorgungszeug und einkaufskörben, sowie den sachen, die ich in die werkstatt bringen wollte. zuerst ging ich einkaufen, dann zur zahnreinigung, dann weiter in die werkstatt. endlich habe ich jetzt eine lampe über dem schreibtisch am fenster!
das fertigstellen des angefangenen objekts (es ist ein bisschen geheimnisvoll alles, aber ich mag noch nicht so viel drüber schreiben, da es für die ausstellung vorgesehen ist) ging überraschend leicht von der hand und ich bin recht zufrieden damit, wie es geworden ist. da ich über der storensache wohl ein bisschen falsche berechnungen zur materialmenge (den grössten teil zwei mal verdoppelt...) gemacht habe, habe ich jetzt noch so viel vorfilz übrig, dass es noch ein drittes objekt geben wird. das gibt auch die chance für ein ensemble. nach einigem herumrechnen habe ich eine form und grösse gefunden, die hoffentlich optimal zu den vorhandenen stücken passt. dieses vorgehen erscheint mit logisch mit dem wohnthema verbunden zu sein: mit den vorhandenen ressourcen das beste zu erreichen wäre eine schöne idee für sinnvolles bauen.

danach fuhr ich dann doch mal nach hause um die in der frühe eingekauften lebensmittel zu verräumen, nach einer knappen halben stunde kam dann der anruf der tochter, dass sie auf dem weg in die stadt sei um mich zum kleiderkaufen zu treffen. sie bekommt einen grossteil ihrer kleidung von einer freundin gebraucht, aber ab und zu braucht es etwas neues, vor allem hosen fehlen immer wieder. ihr geschmack verlangt gerade nach einkäufen in wenig nachhaltig orientierten kleidergeschäften, trotzdem macht es spass, sie zu beraten. und ein bisschen kann man diese fastfashionsache ja auch dadurch aushebeln, dass man die sachen dann wenigstens eine lange zeit trägt. und da mache ich mir bei der tochter wenig sorgen, das meiste was sie anzieht, wird lange und intensiv genutzt und dann noch weitergegeben. mein etwas zähneknirschender standpunkt dazu also: lieber mit schlechtem gewissen einkaufen und dann auch tragen als korrekt einkaufen und dann ungetragen weggeben oder schlimmer noch wegwerfen.

ein bisschen viel zeit haben wir dann aber doch in den klamottenläden vertrödelt, zuhause gibt es kaffee und kakao, ich telefoniere mit meiner mutter, dann hebt auch schon das allgemeine nachhausekommen an. kai kocht semmelknödel aus der pfanne mit lauch-pilz-speck-sauce, ich versuche sachen für das verlängerte wochenende zusammenzusuchen und die tochter ärgert sich über die vorbereitungsseite für den check s2.
nach dem abendessen habe ich noch eine weitere wenig erquickliche matherunde mit dem mittleren. zur prüfungsvorbereitung sind die verschiedenen themen der letzten dreieinhalb jahre nochmal alle
gefragt und das ist einfach viel stoff. trotzdem wird man halt an einem ende anfangen müssen, auch wenn der berg zuerst davon nicht kleiner, sondern grösser zu werden scheint.

jetzt muss ich aber wirklich ans einpacken der kleider gehen.
bis kai und ich auf dem sofa sitzen um noch eine folge "die brücke" zu schauen ist es deshalb schon halb elf. aber so sehen wir wenigstens noch den grossen sohn, der vom fotografieren am musikfestival nach hause kommt. momentan macht er sozusagen zwei jobs und ist dabei noch guter laune: morgen früh, wenn wir aufstehen, ist er schon wieder in seiner normalen arbeit.

Donnerstag, 7. Februar 2019

mittwoch, 6.2.2019 - wuselig

schon wieder so früh aufgestanden, um der tochter beim frühstück gesellschaft zu leisten. als sie im sechs das haus verlassen hat, sah ich aber keinen rechten grund wach zu bleiben (blogeintrag für den tag vorher schon fertig) und legte mich nochmal für eine stunde ins bett.
um sieben dann unter die dusche und anschliessend mit kai den tag abgestimmt. er arbeitete heute im homeoffice, ich in der werkstatt, so dass wir uns über mittag treffen wollten, aber kein passendes lokal fanden. das kleine café, in das ich gerne viel öfter gehen würde, hat jetzt nur noch von donnerstag bis sonntag geöffnet, es blieb also zum schluss nur wieder das hotelcafé, aber dazu später.

vor der werkstatt habe ich meinen nachbarn, den drummer, getroffen, der von seinen reisen zurück ist. das freut mich, wir wechseln immer ein paar worte wenn wir uns sehen. der anlass heute war allerdings nicht so lustig, denn im unterschied zu mir hatte er von dem ganzen storenmontagending nichts mitbekommen und war dementsprechend überrascht, dass die monteure an seine fenster wollten.
auch bei mir waren die storen noch nicht so ganz fertig montiert, irgendetwas musste noch bei geöffnetem fenster justiert werden. aber eine schöne farbe ist es geworden, "schweinchenrosa" sagte der jüngere monteur, ich würde "lachs" bevorzugen.
dann kam der andere nachbar, der gitarrenbauer (ja, ich bin da ein bisschen im musikerghetto gelandet, es gibt auch noch ein tonstudio und zwei jungs, die surfboards zu livemusik herstellen), und erklärte mir ebenfalls, dass er auch von der verwaltung nicht informiert worden wäre über die storen. pfft, ich wusste es ja auch erst seit donnerstag vergangene woche und gebracht hat es mir nichts, weil die monteure dann doch plötzlich vor der türe standen, aber ich frage mich jetzt schon, warum ich das mail bekommen habe und die anderen nicht?
naja, es war aber wieder mal so wie immer, dass es nur genug zu meckern geben muss, dann kommt man auch mal dazu, sich zu unterhalten. witzigerweise dann auch nicht nur über den beschwerdefall, sondern auch mal so ganz allgemein über das was man da so macht. und was einen sonst noch so beschäftig.
insgesamt ging die zeit bis zur mittagsverabredung also viel zu schnell rum und da ich bei meiner arbeit ein bisschen denken musste, konnte ich auch nicht parallel reden und arbeiten. also war ich um zwölf noch nirgends!

über mittag im hotelcafé war in ordnung, aber ausser kaffee gibt es dort wohl definitiv nichts mehr, die kuchentheke war so dunkel und leer, dass ich schon garnicht fragen musste, aber nicht mal ein keks oder ein stück schokolade zur tasse milchkaffee ist schon ungewöhnlich. immerhin war die gesellschaft nett!

danach dann wieder weitergearbeitet, bis das stück wenigstens fertig geflochten und ein wenig angefilzt war. und da der bus von der werkstatt direkt zum schwedischen möbelriesen fährt und ich noch ein paar dinge besorgen wollte, machte ich den umweg vor dem nachhausegehen. die rückfahrt dauerte statt der geplanten knappen halben stunde mehr als eine ganze und so kam ich eigentlich erst zum abendessen zuhause an.
zum znacht gab es zuckerhutsalat mit gefülltem tomme. wir planten noch die abfahrtszeit für den freitag, an dem wir in die berge fahren werden und schauten noch eine folge "die brücke" und anschliessend die tagesschau.
dann fiel mir noch die wollbestellung und das dringend notwendige schuheputzen ein, anschliessend durfte ich dann aber ins bett gehen.

Dienstag, 5. Februar 2019

dienstag 5.2.2019 - #wmdedgt 2/2019

wuhuu!
heute ist #wmdedgt! frau brüllen fragt "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und ich bin sowieso gerade im tagebuchblogmodus.

also, was habe ich heute so gemacht?
heldenhaft früh bin ich heute aufgestanden, um halb sechs hat der wecker geläutet. ein bisschen hinausgezögert habe ich das aufstehen dann doch noch, weil mir eingefallen ist, dass ich einfach nur mit der tochter aufstehen, ihr aber keinen kaffee kochen muss, da sie nur saft und müesli zum frühstück nimmt. sie erreichte also auch spielend den bus um 6.03 uhr. als nächstes gingen kai und der mittlere los, dann gab es eine grössere lücke, die ich zum wäscheaufhängen nutzte und um 6.48 uhr hatten alle das haus verlassen und ich konnte mich in ruhe vor die tastatur setzen und die blogeinträge für das wochenende und den montag nachholen. der übers wochenende musste erst noch ein bisschen ablagern, kritik an irgendwelchen ausstellungen oder veranstaltungen will ich gerne nochmal lesen bevor ich sie veröffentliche.

irgendwann nach acht war ich damit fertig und machte mich - immer noch zu fuss - auf den weg in die werkstatt. was ich gestern in klein ausprobiert hatte, will ich in doppelter grösse noch mal machen. also musste ich wieder flächen berechnen und vorfilze anfertigen, diesmal etwa vier mal so gross wie gestern.

diese unbild, das vermutlich auch niemand versteht, steht hier nur, weil dieses inlinkz-tool ein bild braucht, ich hätte es nicht gebraucht.
 heute waren die storenmonteure am werk und kamen nach zehn bei mir vorbei um mir zu erklären, dass sie die storen von innen, bei geöffnetem fenster montieren wollten. und zwar am besten gleich auf der stelle. nach einigem verhandeln ging dann doch ein teil der arbeit von aussen, der andere teil nach zwei uhr. also konnte ich alle vorfilze noch fertig machen und auch noch zwischendurch zu mittag essen, bevor die beiden herren mir ab viertel vor zwei auf die zehen standen. anständigerweise habe ich dann noch den tisch und ein paar dinge vor dem fenster weggeräumt und hoffe nun, dass die das heute fertiggemacht haben.
zuhause habe ich dann den blogbeitrag übers wochenende fertiggeschrieben - ein zusammenhang zwischen dem samstag und dem sonntag war mir erst beim drüberlesen aufgefallen. dann versackte ich noch ein wenig beim lesen im internet und fragte mich gelegentlich, wo die tochter bliebe, die ja wirklich früh angefangen hatte.
irgendwann begann ich zu bügeln, die tochter kam nach hause und erzählte vom tag, wir besprachen das abendessen (omeletten mit obstsalat) und ich verschwand noch für eine stunde zur shibashilektion in die stadt.
als ich nach hause kam, erwarteten mich schon die fertigen pfannkuchen mit dem fruchtsalat, wir assen zu abend und nachdem ich die noch sehr fitte tochter und den leicht angekränkelten sohn ins bett verabschiedet habe, kann ich nun hier vom tag berichten.

das verlinken klappt auch hier wieder auf anhieb leider nicht, ganz ähnlich wie schon beim 12tel-blick, anderer browser, neues glück und ein foto, das ich nicht gebraucht hätte liefern die lösung!   


montag 4.2.2019 - ethik und ästhetik

heute beginnen hier bei uns die sportferien. so richtig ferienstimmung wird hier wohl aber nur für sehr kurze zeit ausbrechen, denn die einzige schülerin wird in dieser woche vier tage im kantonsspital schnuppern. anschliessend fahren wir für drei tage in den schnee, spannend wird das vor allem, weil wir für einmal alles ganz anders machen als sonst: wir fahren mit dem zug und übernachten bei halbpension im hotel. nun hoffen wir auf frischen schnee und schönes wetter. in der zweiten ferienwoche ist dann für die tochter projektwoche der schule. in diesem jahr verteilen sich die projektwochenaktivitäten der schule auf insgesamt vier verschiedene wochen und weil die tochter eine woche ferien sozusagen in der schule verbringt - wenn auch mit einem gemütlichen "projekt" - darf sie in den frühlingsferien drei wochen ferien nehmen.

heute morgen habe ich also die tochter mit dem bus ins kantonsspital gebracht, sie hat sich zwar über die begleitung gefreut, wäre aber vermutlich gut alleine zurecht gekommen. für mich war es aber auch schön zu sehen, dass sie freundlich begrüsst wurde und auf der liste für diese woche stand. für mich ging es dann gleich weiter in die werkstatt, merkwürdig einmal mit dem bus dort anzukommen, quasi die perspektive zu haben, die meine kundinnen haben, wenn sie zu mir kommen. (naja, es kommen auch viele zu fuss vom bahnhof.)

eigentlich sollen diese woche noch sonnenstoren montiert werden, aber vorerst war davon nichts zu sehen, später dann immerhin zu hören, in den weiter oben gelegenen etagen. ich werkelte also so vor mich hin.

für die weitgehend freien ferientage habe ich mir doch noch einmal den ausstellungsbeitrag für die mitgliederausstellung der filzszene vorgenommen.
dem thema "wohnen" würde ich gerne noch einen eher kritischen beitrag abringen, momentan wird ja auch politisch darüber diskutiert, wie wir hier in zukunft in der schweiz wohnen werden. ich weiss nur noch nicht, ob ich meine gedanken dazu so in filz umsetzen kann, dass keine erläuterungen dafür notwendig sein werden.
ich probiere jetzt einfach mal ein bisschen herum und schaue dann, was dabei herauskommt. ein bisschen arbeitet allerdings auch immer die schere im kopf mit, die mir sagt, dass die ausstellung eher auf ästhetik als auf ausbreitung kritischer fragen abzielt. vielleicht ist das aber auch gar nicht so. die mitlesenden damen mögen mir widersprechen!

am mittleren nachmittag hatte ich vorerst genug vom arbeiten und machte mich auf den heimweg, eine stunde später traf auch die tochter ein und erzählte mir strahlend von ihrem ersten schnuppertag. obwohl die schnupperlis wohl nicht geschont wurden, war es für sie ein toller tag. morgen muss sie um viertel vor sieben auf der station anfangen, aber auch das vermag sie nicht wirklich zu schockieren.

ich erledigte noch die übliche haushaltsrunde, dann kochte ich zusammen mit dem grossen das abendessen (steckrübencurry und jasminreis - hoffentlich sind die steckrüben jetzt alle verteilt, wir haben nämlich jetzt das letzte vorbereitete grüne curry verbraucht.)  am abend noch eine folge "die brücke", mittlerweile sind wir schon in der zweiten staffel.



Montag, 4. Februar 2019

wochenende 2. und 3.2.2019 - aufräumen ohne marie kondo

in anbetracht der wenig ferienartigen sportferien, die vor der tochter liegen und den nächtlichen aktivitäten der beiden jungs hatte wir für den samstag ausschlafen angeordnet. eine der anordnungen, die wirklich anstandslos umgesetzt werden, aber am ende hatten doch die meisten schon gefrühstückt, bevor wir eltern unser tagwerk, das aus einem weitern aufräum- und ausräumschritt bestand, begannen.
das schrankzimmer, ein knapp quadratmetergrosser raum mit einem mächtigen wandschrank erschien mir zunächst als lächerlich kleine aufgabe für einen samstag, aber am schluss haben wir dann doch fast den ganzen tag gebraucht, um alles einmal herauszuholen und einer kritischen prüfung zu unterziehen. und nein, bei uns muss ein gegenstand nicht zwangsläufig freude auslösen* um zu bleiben, es reicht schon, wenn unsere gäste ihr haupt drauf betten können, er seinen träger wärmt im winter oder man damit den dreck vom fussboden entfernen kann. sie ahnen also in etwa, was in dem schrank enthalten war.
plus eine kiste voller bedienungsanleitungen und versicherungs-, steuer- und sonstiger unterlagen - die haben uns aber fast am meisten aufgehalten, sind aber dafür jetzt schön geordnet und deutlich verschlankt.

am abend gab es nach langer zeit mal wieder schnitzel und salat, der vegetarier in der familie geht momentan dauerhaft einem äusserst spannendem ehrenamt am musikfestival one of a million nach und bekommt dort sein essen.

danach schauten wir mit der tochter noch einen äusserst skurrilen und witzigen western: the ballad of buster scruggs.  alleine wie die einzelnen episoden durch einen blick in ein buch eingeleitet werden...

***

am sonntagvormittag hatte die tochter einen ministrantendienst abzuleisten, kai und ich gingen solange lieber im schneetreiben spazieren.
für den nachmittag hatte sich die tochter einen besuch in der umweltarena in spreitenbach gewünscht, sie war dort in der vierten klasse mit ihrer schule zu gast und hatte den besuch in guter erinnerung behalten.
an der kasse wurden wir mit einem plan und die tochter mit einem quizbogen versorgt und auf die angebote einer führung aufmerksam gemacht, dann machten wir uns auf einen erkundungsrundgang. im kellergeschoss können auf einer sich nach oben über drei stockwerke öffnenden fläche verschiedene fahrzeuge ausprobiert werden, vom trottinett bis zum elektroauto. darüber erstreckt sich auf zwei galerien im erdgeschoss und ersten stock ein allgemeiner teil der ausstellung zum thema umwelt. unter dem dach geht es im zweiten und dritten  stock zu stark hausbauspezifischen themen weiter.

aufgebaut ist die ausstellung wie eine messe: verschiedene unternehmen präsentieren je ihre bemühungen um nachhaltigkeit und ressourcenschonenden umgang mit der umwelt. die meisten angebote wenden sich mehr oder weniger direkt an den verbraucher und stellen waren und dienstleistungen für den konsumenten vor. insgesamt entsteht so der eindruck, dass lediglich das richtige konsumiert werden muss, um sich umweltschonend zu verhalten. besonders plastisch wird das, wenn nestlè seine kaffeekapseln anpreist: nur wer 10 tassen kapselkaffee pro woche trinkt, kann nämlich im jahr 520 alukapseln recyceln, aus denen dann entweder sieben taschenmessergriffschalen oder aber 424 neue kaffeekapseln gemacht werden können. falsch ist das ja nicht - für diese speziellen kaffeekapseln gibt es zumindest hier in der schweiz ein vorbildlich funktionierendes recyclingsystem. der haken an der sache scheint mit eher daran zu liegen, wie die ganze umweltarena organisiert ist, nämlich rein privatwirtschaftlich. logischerweise findet man keine firma, die dafür zahlt, dass an irgendeiner stelle auch erwähnt werden könnte, dass auch konsumverzicht einen positiven einfluss auf die ökobilanz haben kann...

einige engagierte firmen pflegen ihre auftritte - andere scheinen ihr engagement schon vor einiger zeit aufgegeben zu haben, so dass viele der niedrigschwelligen interaktivangebote nicht funktionierten und eigenartig verlassen und abgenutzt wirkten. wer baut oder sein haus saniert, findet vielleicht in den oberen beiden geschossen sinnvolle informationen, allerdings war auch dort, wie im ganzen haus, kein mensch weit und breit, der etwas erklärt oder erläutert hätte. und auch hier dominieren die auftritte einzelner firmen, die für ihre geräte werben.

wir haben uns sehr über diese art der darstellung von umweltschutz geärgert, die tochter hatte ihren spass mit den fahrzeugen im untergeschoss, die wohl aus ihrer sicht zum guten eindruck des hauses beigetragen haben.

spannend war es für mich, im nachgang andere meinungen zur umweltarena zu lesen (hätte ich das nur mal im voraus getan - immerhin hat uns der spass trotz einer ermässigung für drei personen 31 franken gekostet!). übrigens wird jede kritik von der geschäftsleitung ausführlich und sehr ehrlich beantwortet. mein fazit: beim nächsten mal besser vorher lesen und dann erst schauen gehen.

am abend gab es pizza nur für drei, der mittlere sohn war beim auftritt des rto ehrenfeld in zürich. und anschliessend sahen kai und ich seit langem mal wieder nur zu zweit einen mittelschlechten tatort. warum müssen die kommissarinnen (hier sind die kommissare mitgemeint) immer so widerlich unfreundlich miteinander umgehen? ich glaube ja nicht, dass das im echten leben so auch ist, sehe aber ein, dass es vermutlich so im drehbuch unterhaltsamer wirkt. 


*um endlich auch mal auf den abebbenden marie-kondo-aufräum-hype aufzuspringen, die sich bei allen auszusortieren gegenständen fragt: does it spark joy?
oh und da kann ich endlich noch einen schönen blogbeitrag verlinken, der sogar auch zum besuch der umweltarena passt: wir sind eher so methode campatri. wie die geht? lesen sie am besten bei der erfinderin patricia cammarata.

Samstag, 2. Februar 2019

donnerstag, freitag, 31.1. und 1.2.2019 - let`s dance.

momentan habe ich ein problem mit meiner grundsätzlichen motivation zu bloggen. einerseits weiss ich sehr wohl, dass ich gerne jeden tag schreibe und dass es um so einfacher ist, regelmässig zu schreiben, je eher ich es auch tue. andererseits macht sich immer wieder im kopf dieses "wen interessiert`s?" breit. beschreibe ich langatmig meinen alltag, verschrecke ich vielleicht die letzten, die sich hier auf dem blog nach filz umgeschaut haben, wer auf der suche nach alltag ist, will vielleicht nicht unbedingt die detaillierte schilderung eines filzworkshops lesen...
dabei bin ich einfach ein gemischtwarenladen und wie zu nahezu jedem leben gehört auch zu meinem ... einfach vieles.

also, wohlan:
donnerstag schneite es den ganzen vormittag, so dass ich mit dem bus zum einkaufen gefahren bin, weil immer noch ein wenig erschlagen vom langen, langen filztag. unterwegs im öffentlichen verkehrsmittel ergab sich netterweise ein gespräch über die kinder und ganz allgemein das erwachsenwerden derselbigen.

am nachmittag war ich mal wieder in der offenen werkstatt ganz allein, was sich aber auch so schlecht wieder nicht traf, da ich beim aufräumen anfang der woche ein paar massnahmen beschlossen hatte, die es mir erlauben werden, entwürfe auch mal aufzuhängen, aber auch fotos von bisher entstandenem zu präsentieren. ausserdem hat eine hakenleiste für schürzen endlich mal einen platz gefunden. also habe ich gebohrt und geschraubt, gehämmert und gehängt.
später dann auch noch gefilzt, aber nur ein wenig zur vorbereitung eines grösseren stücks.

zum abendessen gab es pellkartoffeln mit quark und käse. ich mag ja sehr den schweizerdeutschen begriff dafür: gschwellti. pellkartoffeln hört sich für mich schon immer irgendwie norddeutsch an, ich weiss eigentlich garnicht, wie wir zuhause früher dazu gesagt haben. vielleicht gab es das auch nicht so oft, eher gab es salzkartoffeln, die ich so wenig mochte, dass ich sie quasi noch nie selbst gekocht habe.

***

freitag war ich vormittags in der werkstatt um weiter an einem sitzfilz zu arbeiten. er ist für einen dreieckigen hocker bestimmt, den ich irgendwo gebraucht gekauft habe. der neulich in der werkstatt enstandene sitzfilz mit der verflochtenen oberfläche hat mich daran erinnert, dass ich die flechtung aus drei richtungen, jeweils um 60 grad verdreht, endlich mal ausprobieren wollte, was gut zur dreieckigen form passt.
noch hat der filz nicht ganz die richtige grösse, es gibt also noch etwas zu tun.

dazu hörte ich die moskauer tagebücher von christa wolf. ja, ich bin immer noch nicht durch mit der "wolf", für mich ist die beschäftigung mit ihr auch immer eine reise in eine ganz andere zeit.

am abend war ich schon sehr, sehr lange mit kai zu einem konzert verabredet, ein anlass, der mir je länger, desto mehr unwohlsein bereitete. "a bowie celebration" gastierte im volkshaus in zürich und ich hatte vor gefühlt einem halben jahr zugesagt, ihn dorthin zu begleiten. kai ist grosser bowie-fan, was mich an konzerte mit ihm (bowie und auch kai natürlich) in köln, frankfurt und prag geführt hat.  was ich mir eher nicht vorstellen konnte, war die idee, ehemalige musiker von bowie seine songs aufführen zu sehen und zu hören, mit erklärbar epigonaler attitüde.

beim eintreffen im volkshaus war die erste überraschung, dass die verkauften stehplätze in sitzplätze in den reihen 1- 6 mit freier platzwahl umgewandelt worden waren. vermutlich waren einfach nicht genug karten verkauft worden, es blieben auch bis zum beginn der show viele plätze, vor allem auf den emporen, frei. mein rücken freute sich jedenfalls über diese entscheidung. das publikum war eher älter, wir fielen nicht gross auf. und weil wir schon mehr als eine halbe stunde vor beginn da waren, sassen wir in der zweiten reihe.
während er ersten songs wurde mir wieder einmal klar, warum ich lieber konzerte von bands oder musikern mag, die ich noch nicht so gut, oder noch besser: gar nicht kenne. man hat dann zeit, sich anzuhören, was da geboten ist und sich entsprechend mehr oder weniger zu begeistern. für eine solche aufwärmphase ist keine zeit, wenn bekannte popgrössen selbst auftreten oder ihre songs posthum performed werden. wer bescheid weiss und den song am ersten gitarrenriff erkennt, singt selbstverständlich von anfang an den text mit. manchmal reicht auch eine geste des sängers dafür.
ist nur nicht so meins.
musikalisch war der abend wenig überraschend, aber - so weit ich das beurteilen kann - solide gemacht, von den drei sängern gefiel mir einer ganz gut, die anderen beiden waren zu sehr selbstdarsteller. erkannt habe ich immerhin earl slick an der gitarre, der mir noch nie so klein und hutzelig vorgekommen war, aber andererseits stand/sass ich auch noch nie so nah an der bühne.

ein paar fragen blieben nach dem nett arrangierten schluss mit verneigen ins publikum dennoch offen:

- hat der ältere herr vor uns, angetan mit hard-rock-café-lederjacke, rollingstones-base-cap, - fan-shirt und plattentasche mit stonescover nur das outfit verwechselt oder die ganze veranstaltung?

- wer muss all die verwackelten handyfilmchen der beiden sechzigjährigen parallel tanzenden und filmenden damen vor der bühne anschauen? und haben sie earl slick auf den mit selfiekamera gefilmten teilen wirklich auf dem bild?

-wann hat der gemütlich aussehende endsechziger mit jelmoliplasticsack sein erstes bowiekonzert besucht?
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Donnerstag, 31. Januar 2019

mittwoch, 30.1.2019 - was lange währt wird endlich... eine umhängetasche!

montag und dienstag waren langweilige werkstatttage mit filzen, aufräumen, saubermachen und dann vorbereiten für den kurs am mittwoch.

zwei frauen hatten sich für den kurs "einfache tasche" angemeldet und standen schon vor der werkstatttüre, als ich dort um zwanzig vor neun eintraf. so wörtlich hat mich noch nie jemand genommen, wenn ich von pünktlichem beginn geschrieben habe! vielleicht streiche ich den passus doch wieder aus meiner erinnerungs- und wegeerklärungsmail - aber super war, dass wir wirklich pünktlich anfangen konnten!

es ist ein bisschen schwierig, die eigenarten der "einfachen tasche" nicht aus dem negativen zu erklären, also nicht zu sagen: kein boden (weil mehrteilige schablone), keine innentaschen (weil zusätzliche schablonen), keine geflochtenen gurte (weil... eintageskurs), keine komplizierte oberflächengestaltung (weil.. siehe oben).
anstattdessen habe ich drei modelle zur auswahl gestellt: eine runde form mit einem griffloch, eine hohe viereckige form mit angefilzten henkeln und eine umhängetasche mit deckelklappe und umhängegurt aus einer form.
was alle diese taschen eint ist die eine, einfache schablone, die umhüllt werden muss und ihre anpassbarkeit an verschiedene grössen und bedürfnisse.

beide frauen entschieden sich für die umhängetasche und hatten sehr konkrete grössenvorstellungen, so dass die anpassungen rasch vorgenommen waren. die farbwahl war schon etwas komplizierter, es wollen ja auch immer eine ganze reihe von kombinationsmöglichkeiten bedacht sein. interessanterweise griffen beide auf eine kombination mit grau  - gute filzeigenschaften! - zurück, das habe ich in anderen kursen auch schon ganz anders erlebt...

für die oberflächengestaltung hatte ich verschiedene anregungen gezeigt, bei beiden frauen wurde es aber - teilweise nach einigem hin und her - eine spirale aus handgesponnenem art-yarn.


 tasche nummer eins wird in zukunft fernglas und vogelbestimmungsbuch tragen dürfen.


tasche nummer zwei ersetzt eine sichtbar lang geliebte gewobene umhängetasche.

für die vorbereitungen war einiges mehr an zeit von nöten als von mir eingeschätzt, erst am nachmittag kamen wir zum eigentlichen filzen, um so mehr staunten die beiden, als es am schluss mit dem schrumpfen auf die richtige grösse dann doch sehr schnell ging!

die klappe und die gurte auszuschneiden kostet immer ein wenig überwindung, aber andererseits hat es auch etwas von zauberei, wenn sich aus der einfachen form plötzlich etwas so komplexes wie eine umhängetasche mit klappe entwickelt.
die berechneten trageriemenlängen haben wunderbar gepasst und so konnte ich nach sechs (also mit einer guten stunde verspätung) zwei glückliche neue taschenbesitzerinnen verabschieden.

nun muss ich - wie die schweizer so schön sagen - "über die bücher" und mir überlegen, wie ich den kurs so gestalten kann, dass ich beim nächsten mal in der zeit bleibe, entscheidungsprozesse erleichtere und von vornherein bestimmte überlegungen ausschliesse, ohne zu sehr im negativen - eine einfache tasche ist nicht... - zu landen. grenzen setzen ohne einzuengen, oder so etwas...

wie macht ihr das, ihr anderen kreativen kursleiterinnen? ist das in euren kursen überhaupt ein thema? vielleicht mögt ihr mir da mal was dazu schreiben...



Mittwoch, 30. Januar 2019

12tel-blick im januar 2019



mein 12tel-blick für dieses jahr ist die baustelle. DIE baustelle. fast jeden tag komme ich auf dem weg in die werkstatt hier vorbei, gebaut wird das neue thermalbad. in den letzten monaten wurde vor allem platz frei gemacht, abgerissen, bäume gefällt, erde weggebracht. und ich habe bemerkt, wie schnell man vergisst, wie es vorher da ausgesehen hat.

wächst jetzt da bald was in die höhe? oder wird zuerst noch mehr abgerissen? die alten gebäude im hintergrund bleiben auf jeden fall stehen, es handelt sich dabei neben der verenakapelle um die alten kurbadehotels verenahof und bären. in der mitte des bilds sieht man die reste des parkhaus, vermutlich bleiben die vorerst dort, damit die baufahrzeuge auf das gelände fahren können. vorne fliesst übrigens die limmat und wenn man genau hinschaut, kann man die tore der wildwasserkanuten sehen.

apropos thermalwasser in baden: der einwohnerrat hat die unterhaltskosten für den heissen brunnen bewilligt, die ortsbürgergemeinde übernimmt den bau, so dass ein teil des thermalwassers auch in zukunft öffentlich zugänglich sein wird!

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momentan kann ich mich leider nicht in die liste bei verfuchstundzugenäht eintragen... aber ihr findet dort die anderen 12tel-blicke! 

Sonntag, 27. Januar 2019

samstag, sonntag, 26. und 27.1.2019 - ich denke an hermine

das wochenende war irgendwie ein wenig ein zerfahrenes. 

für den samstag hatten wir uns nichts konkretes vorgenommen, aber es gibt ja auch so immer genügend zu tun. zuerst einmal familiensitzung, wie vor einer woche schon, haben wir wieder tageweise das waschen und das kochen für die kommende woche verteilt. in der vergangenen woche hat das sehr gut funktioniert, wir machen also einfach mal so weiter. beeindruckend finde ich bisher, dass es noch nicht einmal darum ging, wer wieviele aufgaben übernimmt. 
ausserdem habe ich mit kai den aufräummonat februar geplant, das schrankzimmer und die bücherregale im wohnzimmer sollten wir eigentlich schaffen, obwohl wir ein wochenende verreisen und an einem samstag beide arbeiten werden. 

anschliessend probierte ich ein neues gartenspielzeug aus, während kai mit der tochter französische grammatik übte. 
beim gartenspielzeug handelt es sich um eine teleskopstange mit einem säge- und einem astscherenaufsatz, mit der man bequem vom boden aus auch den höchsten baum (also den höchsten in unserem garten) stutzen kann. das funktioniert deutlich besser als ich mir das vorgestellt habe und so habe ich am samstag den holunderbaum und am sonntag den silberahorn geschnitten. jeweils in etwa einer stunde! 
und weil unsere lange erwartete leinenbettwäsche an der deutschen lieferadresse wartete, sind wir sie am nachmittag noch abholen gefahren, haben ausserdem ein geburtstagsgeschenk besorgt und waren kaffeetrinken und kuchenessen "im deutschen". 
zum abendessen gab es huftsteak und rostbraten, bohnen und bratkartoffeln.

am sonntag besuchten wir mit der tochter den jugendgottesdienst zum thema "hoffnung", nach einer weiteren französischlektion und der baumschneideeinlage gabs kaffee und restzopf vom samstag und dann musste kai auch schon los zum flughafen, weil er zwei tage an einer veranstaltung in hamburg sein wird. der rest der familie vertrieb sich den sonntagnachmittag mit herumlungern, arbeit am bildschirm, stricken, lesen, fernsehschauen und die tochter mit einem schwimmbadbesuch zusammen mit einer freundin. 
zum abendessen gab es griesbrei mit apfelmus und so langsam aber sicher haben wir jetzt alles eingefrorene aus dem letzten sommer aufgegessen. der vorteil daran, dass das kochen sich auf mehr leute aufteilt: das süsse abendessen ist zurück - letzte woche gab es schon eine zwetschgenwähe und heute eben griesbrei. 

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während meiner zeit am lehrerseminar wurde der tag der befreiung des konzentrationslagers ausschwitz-birkenau von bundespräsident roman herzog in deutschland zum gedenktag bestimmt. (seit 2005 durch die vereinten nationen auch international) gut kann ich mich noch an die diskussion mit unserem geschichtstutor erinnern, wie dieser gedenktag im unterricht mit den schülern der unterschiedlichen altersstufen sinnvoll zu thematisieren wäre. 
eine gelungene idee habe ich heute dank  anke groener gefunden: auf der webseite der gedenkstätte yad vashem kann man sich einen der ermordeten zuweisen lassen und so einer ganz bestimmten person gedenken.




ich denke an hermine barta brate. sie hat in ungarn gelebt, war hausfrau und als sie am 18.5.1944 in der gaskammer in auschwitz ermordet wurde, war sie bereits 70 jahre alt.

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einen artikel, der schon ein bisschen älter ist und in dem es um die frage nach einer deutschen identität geht, möchte ich hier verlinken, einfach weil er zeigt, warum es richtig und notwendig ist, auch 74 jahre nach der  befreiung von auschwitz der opfer des nationalsozialismus und anderer verbrechen gegen die menschlichkeit zu gedenken.

roman herzog am 3.januar 1996 in der proklamation des gedenktages:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

Freitag, 25. Januar 2019

donnerstag, freitag 24. und 25.1.2019 - winterliches

die woche plätschert unspektakulär vor sich hin. es ist frostig kalt, teils hochneblig, teils kommt aber auch die sonne heraus, zwischendurch gabs auch ein paar schneeflocken, aber nichts, was liegengeblieben ist.

die offene werkstatt war am donnerstag besucht, es sind zwei kleine filzgefässe entstanden, gefilzt von mutter und tochter.

freitag wie immer haushaltstag, anschliessend bin ich nach wangen bei olten gefahren, um ein überraschungsabschiedsgeschenk für uns zwei dorfweihnachtsfrauen zu bestellen. naja, ich bin jetzt nicht ganz so überrascht, aber auch ich weiss ja noch nicht, wie es schlussendlich wird. in zwei bis drei wochen wissen wir mehr. ein bisschen bewegung kommt jetzt in die abwicklungsarbeiten, eine liste mit schritten bis zur finalen auflösung des kontos gibt es schon, jetzt brauchen wir dann mal einen termin, um abzustimmen wer wann was erledigt. das alles hat keine eile, ende des jahres soll aber alles abgewickelt sein.

das gemüse kam heute auch:


es ist alles ausgesprochen winterlich: zuckerhutsalat, wirsing, lauch, bodenkohlrabi, rande, rüebli, kürbis, kartoffeln, zwiebeln, knoblauch.
der kürbis hat schon einzelne schadstellen, der stiel ist auch abgefallen, es ist also höchste zeit, ihn zu essen. bei meret bissegger habe ich gerade gelesen, dass sie ihre kürbisse bei zimmertemperatur lagert, vielleicht war es ihnen im gemüsekeller halt doch zu kalt. schade drum.

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frau novemberregen hat äpfel verkostet.  (sie müssten im blog ein bisschen zurücklesen, es sind insgesamt neun verschiedene sorten gewesen.) wir scheinen ähnliche apfelgeschmäcker zu haben, überhaupt kenne ich viele leute, die säuerliche, knackige äpfel mögen. ich frage mich nur, woher dann die allgegenwart der apfelsorte gala rührt, die für mich unakzeptabel süss und geschmacklos ist, um frau novemberregen zu zitieren: lieber kein apfel als gala.
trotzdem gibt es die überall - zu kaufen, aber auch wo äpfel gratis verteilt werden, wird gerne auf das geschmackloseste produkt zurückgegriffen.
sehr gut erinnere ich mich auch noch daran, dass die kinder immer auf dem wochenmarkt - egal welche äpfel ich gerade ausgesucht und gekauft hatte - einen gala geschenkt bekamen, der natürlich - hübsch aussehen tut er ja - angebissen und dann verschmäht wurde. fertigessen durfte ich den dann, während die kinder einen der gekauften säuerlichen bevorzugten.

Donnerstag, 24. Januar 2019

montag, dienstag, mittwoch 21. bis 23.1.2019 - gedanken zum wohnen

den montag mit wenig anstrengenden aber langwierigen haushaltsdingen - unter anderem dem abtauen der beiden tiefkühlschränke - und dem nachholen des wochenendes verbracht, am dienstag gemüse gepackt, gefrorenen wirsing geputzt und die kürbisse aussortiert, die die lagerung halbwegs heil überstanden haben. dienstagnachmittag eine längere matheübesitzung mit der tochter, es ist viel und so ganz klar ist nicht, welcher stoff dran kommt, so dass es vor allem drauf rausläuft gute laune und zuversicht zu verbreiten.

auch am mittwoch war ich nicht in der werkstatt, ursprünglich weil am morgen der wasserboiler entkalkt wurde und ich die tatsache, dass ich sowieso am späten nachmittag zu einer sitzung nach zürich reisen sollte, zu einem längeren aufenthalt dorten nutzen wollte und mich für eine führung durch die sammlung des museum für gestaltung angemeldet hatte.
dann bin ich aber am mittwochmorgen mit halsschmerzen und so ein bisschen angematscht aufgewacht, dass ich die teilnahme an der führung abgesagt habe. bis eins war ich dann wiederum so weit fit, dass ich dann doch losgefahren bin, um eine ausstellung in der villa patumbah, dem sitz des schweizer heimatschutzes*, anzuschauen.

die ausstellung widmet sich dem thema farben, vor allem natürlich im zusammenhang mit gebäuden.



 bilder aus der farbküche, in der zu bestimmten terminen auch selbst experimentiert werden kann.


 diese farbporträts ausgewählter bauten wurden in jahrelanger kleinarbeit von studenten am haus der farbe erstellt und können als grundlage für farbentscheidungen im urbanen raum dienen.

neben der farbausstellung gibt es eine dauerausstellung zum thema baugeschichte und zur erhaltung schützenswerter bauten.


 anregung auch alltagsdinge wahrzunehmen und sie nach ihrer geschichte zu befragen - zum beispiel türklinken.


 das denkmalorakel fällte ein treffendes urteil - ich glaube, die gummibandfabrik und ich könnten freunde sein! überhaupt, was für ein wunderschönes gebäude!


 ein raum setzt sich auch mit der entwicklung des wohnens und dem thema zersiedelung der schweizer landschaft auseinander.

der eigentliche star des besuchs war aber die villa selbst. sie wurde ende des 19.jahrhunderts von einem zürcher in auftrag gegeben, der durch tabakanbau auf sumatra reich geworden war und übertreibt es schamlos mit dem historismus, dem zusätzlich noch ein stückchen orient beigemischt wurde.


 die villa steht in einem nicht mehr ganz so weitläufigen park in zürich-riesbach, ganz in der nähe des botanischen gartens der stadt zürich.



 deckenstuck und -malerei im vestibül. 


 deckenmalereien im eingangsbereich.


 noch mehr deckemalerei im gartensaal.


kassettierte decke mit deckenmalerei und stuck und und und....


holzintarsien an den wänden und auf den böden.


und noch ein blick ins treppenhaus.


nichts blieb unverziert ... um das thema türfallen noch einmal zu strapazieren.
man kann es sich kaum vorstellen, dass man in so einem ambiente wirklich wohnen konnte, zumal ja auch sicher noch möbel in den heute weitgehend leeren räumen standen. repräsentativ war das auf jeden fall, aber alltagstauglich?

jedenfalls eine schöne überleitung zur anstehenden sitzung zur organisation der mitgliederausstellung der filzszene, die ja auch unter dem thema wohnen-be-wohnen steht. wir haben einen schönen flyerentwurf angenommen, der ein wenig aus dem für kunstgewerbe üblichen herausstechen wird und demnächst wird es dann auch mehr infos hier dazu geben.



*für alle mit der schweiz nicht so sehr vertrauten leserinnen sei hier kurz angemerkt, dass es sich beim schweizer heimatschutz um eine non-profit-organisation handelt, die sich dafür einsetzt, dass baudenkmäler aus verschiedenen epochen vor dem abbruch bewahrt werden und weiterleben - nur für den fall, dass sie zuerst an sinistre gestalten dachten, jedwede "fremd" aussehende person mit gewalt aus dem land werfen wollen.

Montag, 21. Januar 2019

samstag 19. und sonntag 20.1.2019 - geflochten und gefilzt

 das wochenende habe ich in der werkstatt verbracht. am samstag gab es den einführungstag in "geflochten und gefilzt", an dem ein erstes würfelförmiges, aber oben offenes filzobjekt schritt für schritt nach anleitung entsteht - vorher aber lernen die teilnehmerinnen eine methode, wie sie selbst sich das flechten von objekten mit ecken und kanten erschliessen können:


beide frauen waren mit feuereifer bei der sache und schrieben mit, fotografierten und fragten nach, was das zeug hielt!


am sonntag gab es dann für eine der beiden (die, die die weitere anreise hatte) einen einzelkurstag, um einen ersten eigenen kleinen entwurf umzusetzen. ich rate immer zunächst zu einer begrenzten anzahl von veränderungen gegenüber dem "urwürfel", damit die schrittweise auftretenden komplikationen gut gemeistert werden können.
hier wurde das material (doubleface anstatt einer durchgehenden farbe), die streifenbreite einer streifengruppe und die höhe des objekts verändert und schon entsteht etwas ganz eigenes:


für mich ist es jedesmal wieder eine freude, wenn sich jemand für diese eher aufwändige technik interessiert und ich diesen kurs unterrichten darf. meist kann ich von den teilnehmerinnen auch noch etwas lernen, denn jede geht wieder ein wenig anders an die entwürfe und ans filzen heran.

am 23.februar findet für alle, die schon die einführung "geflochten und gefilzt" besucht haben, ein workshoptermin statt, an dem gelegenheit ist, in einer kleingruppe von maximal 3 personen einen eigenen (wieder einen kleinen) entwurf unter meiner begleitung umzusetzen. gut geeignet ist der termin auch für die, die die technik auffrischen wollen und zuhause nicht so dazu kommen.
die daten findet ihr auf www.filzquadrat.ch bei den "kursen".



Samstag, 19. Januar 2019

freitag 18.1.2019 - kein gemüse, nicht mal hässliches

ein eher unspektakulärer tag mit dem üblichen teil an hausarbeit, arbeit in der werkstatt, einem nicht erscheinenden nachhilfekind (anstattdessen am spinnrad gesessen), ohne frisches gemüse, aber mit  kochen am abend: fleischküchle und gemüserisotto.

***

einen spannenden thread auf twitter in die timeline gespült bekommen - da wird die sache mit der rettung des hässlichen gemüses mal so richtig zerpflückt. vielleicht ist es eben gar nicht so sinnvoll, das nichtnormgerechte oder unschöne gemüse zu retten, weil "this whole "ugly fruit" movement is actually kind of enraging bc it's completely disconnected from what really happens in the supply chain."
wo das wenig ansehliche gemüse landet und warum es nicht als lifestyle-produkt taugt, wird hier ausführlich erklärt. 

Freitag, 18. Januar 2019

donnerstag 17.1.2019 - verwobenes

den vormittag mit einkaufen und erledigungen verbracht, vor dem mittagessen aber noch den blogeintrag vom vergangenen tag schreiben können. über mittag schnelles und frühes mittagessen mit der tochter, dann kam kai nach hause, mit dem ich noch eine tasse kaffee trinken konnte, bevor ich - wieder zu fuss - in die werkstatt aufgebrochen bin.

dort habe ich zuerst eine ganze stunde lang dinge aufgeräumt, unter anderem die überreste des kinderfilzens.

das in der vergangenen woche begonnene "sitzkissen der speziellen art" wurde heute in der offenen werkstatt fertiggestellt:


kurz vor der vollendung - der sitzfilz, der nur 33 cm im quadrat misst, bringt 300 gramm in drei farben auf die waage und ist dementsprechend kompakt. so erhöht er nicht nur den sitzkomfort, sondern auch ganz allgemein die sitzhöhe.


pünktlich zum abendessen war ich zuhause, der mittlere sohn hatte pfannkuchen mit spinat, avocados, frischkäse und lachs zubereitet. den restlichen abend habe ich mit dem ausdrucken und vorbereiten von kursunterlagen zugebracht und mich anschliessend noch ein wenig in den weiten des internets verloren.

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dabei gefunden: eine buchbesprechung über eine veröffentlichung zu anni albers werk.

"Anni Albers war eine herausragende Künstlerin, welche die Handweberei in die Moderne führte und als Kunstform etablierte."
 
die ausstellungen zu denen der band erschienen ist, sind leider schon (fast) vorbei.



Donnerstag, 17. Januar 2019

mittwoch 16.1.2019 - viel freude am tun und am lassen

nicht ganz so früh aufgestanden wie sonst, aber trotzdem die blogrunde vor der werkstatt geschafft, unterwegs sogar noch den milchexpress, den fahrenden lebensmittelladen in unserer gemeinde getroffen und dort das zvieri für die filzkinder gekauft.

in der werkstatt nur noch sachen verräumt und die sachen für den kinderfilznachmittag eingepackt. alles was ich brauche passt in der regel in meinen fahrradanhänger, den ich heute allerdings schon wieder zu fuss transportiert habe. und zwar direkt vor das klassenzimmer, in dem ich am nachmittag mit fünf kindern verabredet war.
ich selbst ging noch zu fuss weiter nach hause, um eine kleinigkeit zu essen (restenudeln mit restelinsen).

das thema des heutigen filznachmittags waren kleine spiele - zur auswahl stand ein drei gewinnt, auch tic-tac-toe, oder eine rundmühle. bis alle kinder da waren, spielten wir schon mal ein paar runden auf den musterstücken, so dass die kinder eine entscheidungshilfe hatten, was sie machen wollten. den gruppendruck hatte ich natürlich wieder mal unterschätzt, so dass am schluss doch die ganze gruppe die etwas kompliziertere rundmühle filzen wollten.
um eine ebene spielfläche zu erhalten, nutzte ich als untergrund für das spielfeld vorfilz, den die kinder zunächst rund schneiden sollten. wie man ein viereckiges stück vorfilz rund schneidet, zeige ich immer mal wieder, es bleibt aber stets ein abenteuer was dabei heraus kommt. helfen und unterstützen muss ich auch ab und zu bei der haltung der schere. dabei kommen in meine kurse schon eher die kinder, die sich für handwerkliche tätigkeiten interessieren und sicher nicht die ungeübtesten sind.
zweifarbige spielflächen waren den meisten zu langweilig, so dass speichen, rad und mittelpunkt bei den kindern je unterschiedliche farben bekamen. mit der wolle können alle mittlerweile gut umgehen, kammzüge längs und - nach erinnerung daran, dass sie dafür die hände weit auseinanderhalten müssen - auch quer teilen klappt in der regel gut.
weil das material relativ dünn ist, habe ich die vorbereiteten spielflächen dann zwischen zwei plastikfolien anfilzen und erst nachdem sie eine gewisse stabilität erreicht hatten in den händen walken lassen. das hat den nachteil, dass die kinder zuerst nicht spüren, dass sich da etwas tut im filz, mit der motivierten gruppe, die ich momentan zusammen habe, war das aber kein problem und später beim walken wurde dafür viel mehr darauf geachtet, wie fest die fläche wird und wie schnell sie schrumpft.
zweiter akt: spielsteine filzen - dafür haben sich immer zwei kinder zusammengetan, sich auf zwei farben geeinigt und so konnte jeder eine rolle filzen und nachher wurde untereinander getauscht, so dass jeder zwei verschiedene spielsteine nach hause nehmen konnte.
zuletzt mussten die runden spielflächen noch gelocht und mit einer kordel versehen werden, so dass sie zugleich als aufbewahrung für die spielsteine dienen können. kordel drehen klappt erfahrungsgemäss je nach alter auch unterschiedlich gut, aber schlussendlich war alles fertig, alle kinder superzufrieden und ein paar mütter auch.
trotzdem war es schon halb fünf als ich alles aufgeräumt hatte, eine mutter hat sogar noch mitgeholfen. vermutlich macht es sinn im wiederholungsfall die spielsteine schon fertig mitzubringen, das war auch der teil an dem die kinder am wenigsten freude hatten - aber immerhin konnten sie sich dabei gegenseitig witze erzählen und scherzfragen stellen.
überhaupt war das eine so fröhliche, hilfsbereite und auch fleissige gruppe gestern, dass ich mich sehr gefreut habe und das auch den kindern so gesagt.

um fünf war ich zuhause und trotzdem seit langem nach einem kinderkurs wieder komplett erschlagen - teilweise muss ich bei den jüngeren kindern halt schon viel helfen. nach kaffee und apfeltasche war ich aber so weit wiederhergestellt, dass ich mich ans kochen machen und dabei mit dem grossen sohn in fotonostalgie schwelgen konnte. er hat sich eine nikon l35af für wenig geld ersteigert, da musste ich ihm meine minox 35pl zeigen, die aus einer ähnlichen zeit stammt, allerdings ohne autofocus. die batterie ist noch nicht leer und ein film scheint auch noch drin zu sein. vielleicht lohnt es sich, den mal zu füllen und entwickeln zu lassen.

zum abendessen gab es krautspätzle aus restekraut und fertigspätzle, die wir irgendwann mal geschenkt bekommen haben, und danach einen obstsalat.

und tatsächlich anschliessend noch eine folge die brücke und anschliessend nachrichten, wie langweilig.

***

beim lesen dieses zeit-artikels über wintersport froh gewesen, dass wir da dieses jahr nicht mehr mitmachen. nicht mal vorwiegend wie der autor aus finanziellen gründen, obwohl mich das geld auch immer mehr gereut hat, sondern eher aus einer mischung aus überdruss und ökologischen gründen.

was kunstschnee alles anrichtet, kann man auch gut in der neuesten folge des transalpinen podcasts der zeit nachhören.




Mittwoch, 16. Januar 2019

dienstag 15.1.2019 - baustellen

wieder früh aufgestanden, um morgens vor der werkstatt noch ein paar sachen zu erledigen, unter anderem die blogrunde.

und wieder zu fuss in die werkstatt gegangen, immer wieder in varianten, heute über dem tunnel, mit bestem blick auf die baustelle. ich finde baustellen, vor allem grosse, sehr spannend und schaue immer gerne ein paar minuten zu, was da gerade so läuft - einige grosse lastwagen warteten darauf mit aushub beladen zu werden und diesen abzutransportieren, einer blieb stecken und musste die hilfe des baggers in anspruch nehmen, um wieder wegzukommen. dazu hat der baggerfahrer einfach die schaufel des baggers auf die ladefläche gelegt, und von hinten geschoben. das hatte fast etwas fürsorgliches, sah aus wie eine umarmung, bis der lastwagen dann einen kleinen schubs bekam und alleine weiterkonnte.

in der werkstatt habe ich den kinderkurs vorbereitet. ich mache zum ersten mal mit den kindern kleine spiele zum mitnehmen, da muss ich mir immer ein bisschen zeit nehmen und das gut vorbereiten. es sind ein bisschen viele schritte, die spielfläche, die spielsteine, evtl. noch eine kordel müssen gefilzt werden, wir werden deshalb teilweise mit halbfabrikaten, vor allem mit vorfilz arbeiten. am mittwoch weiss ich genaueres, wie alles geklappt hat.

zum mittagessen hatten wir besuch von einer freundin, wir assen zusammen die vorbereitete vegetarische bolognese zu spaghetti, dazu die letzten blättchen feldsalat aus ernteanteil und zum dessert gab es fruchtsalat und cantucci.

anschliessend eine kleine mittagsruhe, dann noch einmal physik mit der tochter, eine runde haushalt, ein bisschen büro und schon war der nachmittag vorbei und das allgemeine heimkommen hob an. im zweiten anlauf klappte es mit dem couscous, anstatt von bulgur, so dass es zum abendessen den lauwarmen blaukrautsalat geben konnte.

nach dem abendessen gab es die zweite hälfte der wochenbesprechung, die am sonntag etwas aus dem ruder gelaufen war. es gibt pläne das wäschewaschen auf mehrere personen zu verteilen, ausserdem wollen wir demnächst die wochenplanung auf einem gemeinsamen bildschirm machen, wozu die farben der einzelnen personen im familienkalender einer harmonisierung unterzogen wurden. die folge: mein kalender sieht völlig fremd aus. vermutlich geht das aber momentan allen so und man wird sich dran gewöhnen.

während der mittlere sohn sich ans backen einer riesigen menge von apfeltaschen machte (es gibt in seiner berufsschulklasse eine kuchenliste, will heissen, jede woche bäckt jemand anderes für alle und bringt das gebäck in die schule mit) hatte kai den livestream der abstimmung über theresa mays brexit-deal gestartet und so konnten wir uns über die für uns merkwürdigen umgangsformen im britischen unterhaus und den ausgang der abstimmung live informieren. die der abstimmung vorangegangene debatte hatten wir zwar verpasst, aber das verkünden der ergebnisse durch den gutgelaunten vorsitzenden und theresa mays und jeremy corbins reden als reaktion auf die voten bekamen wir noch mit. es war aber gut, nebenbei noch den erklärenden livestream der zeit laufen zu lassen, so dass wir ein bisschen besser verstanden, was da jetzt gerade ablief. das machte es auch einfacher die sache der tochter noch ein bisschen mehr aufzudröseln.

zur entspannung dann noch eine folge "die brücke" und nicht all zu spät ins bett. 

Dienstag, 15. Januar 2019

montag 14.januar 2019 - improküchentheater

morgens extra früh aufgestanden, um das morgenprogramm durch eine dusche zu ergänzen, dann nach der blogrunde zu fuss in die werkstatt gegangen. unterwegs habe ich die ersten frühlingsboten entdeckt, der vorfrühling beginnt mit der blüte der haselnuss!

 

um mich für den kurs am samstag vorzubereiten, habe ich mal wieder einen demowürfel gefilzt, es ist aber ein bisschen wie mit dem fahrradfahren, wenn man einmal den bogen raus hat klappt es einfach! ausserdem gab es noch einiges an material zu verräumen, das bei der grossen kellerräumerei zum vorschein gekommen ist, das ich zwar bisher noch nicht vermisst habe, aber thematisch halt jetzt eher in die werkstatt als nach hause gehört.

von der werkstatt dann direkt in die stadt zu einer vorbereitungssitzung für die kinderwoche der katholischen kirche in den frühlingsferien. ich werde zwar nur für zwei tage einen handwerklichen workshop - diesmal kein filzen, sondern eine einfache buchbindearbeit - anbieten, bin jetzt aber irgendwie in die allgemeinen vorbereitungen mit hineingerutscht. auch nicht nutzlos, da ja alles auf das wochenthema orientiert werden muss und ich mir so dazu auch ein bisschen gedanken machen kann. ausserdem bin ich wohl die basteltante und darf jetzt auch noch einen prototyp für die wochenbastelei anfertigen.

zu hause nur knapp vor der tochter eingetroffen, die nach einer tasse chai/kakao drei extrakniffelige matheaufgaben zur berechnung der flächeninhalte im trapez vorrätig hatte. dann extrem spät mit küche putzen angefangen, was nahtlos in eine hochimprovisierte kochorgie überging. ich hatte zuerst einen lauwarmen blaukrautsalat mit kuskus geplant, kuskus war aber fast alle, der grosse sohn zwar beim einkaufen, aber als ich das mit dem kuskus bemerkt habe, dann doch schon an der bushaltestelle. also habe ich kurzerhand zwei chargen sauerkraut aufgetaut (mit und ohne fleisch) und dazu die letzten eineinhalb beutel fertigkartoffelbrei gemacht. nebenbei brodelte eine pfanne mit vegetarischer bolognesesauce auf dem herd, für dienstag, an dem wir besuch zum essen bekommen.

nach dem abendessen nur noch eine folge "die brücke" und nachrichten geschaut, dann endlich mal früh ins bett.

Montag, 14. Januar 2019

wochenende 12./13.januar 2019 - keller tipptopp!

leider gibt es im januar kein 12 von 12. ich hatte es mir zwar vorgenommen, auch den frühstückstisch am morgen fotografiert, aber irgendwo zwischen der physikalischen trägheit und dem fund des tages, einer kiste mit lichterketten, die lange vermisst unter dem bastelbuffet im keller herauskam, ging mir meine motivation zum fotografieren flöten.

neben physiklernen und -üben mit der tochter verbrachte ich nämlich den samstag mit der fortsetzung der kellerentrümpelung, mit kleidereinkaufen und mit abendessen auswärts.

am sonntag ging es auch nicht viel spannender weiter: kelleraufräumen, letzter akt - alle kleineren ansammlungen von potentiell nützlichen dingen durchschauen und aussortieren, stand der dinge: 110 liter müll, noch mehr altmetall, reichlich elektroschrott, einige farben und lacke und ein bisschen sperriges zum entsorgen. dazu werde ich aber erst nächste woche kommen.die garage verschieben wir auf wärmere tage, der fahrradraum entrümpelt sich gerade selbst - sicher werden wir das velo der tochter ersetzen müssen, und auch kai braucht über kurz oder lang ein neues.

am sonntagabend gab es kürbisgnocchi und salat mit etwas üppig gewachsenen sprossen und anschliessend reichlich spät noch den tatort.

12 von 12 im januar 2018
12 von 12 im januar 2017
12 von 12 im januar 2016
12 von 12 im januar 2015
12 von 12 im januar 2014
12 von 12 im januar 2009 

Samstag, 12. Januar 2019

11.januar 2019 - der schnee, oje.

wegen einer gemüseausfahrt, die ich übernommen hatte, hatte ich den haushaltsnachmittag zum haushaltsvormittag erklärt, unterbrochen von einer runde kaffeetrinken und terminebesprechen mit kai, der im homeoffice arbeitete.

nach dem mittagessen beeilte ich mich mit aufbrechen, da der himmel, der am vormittag sogar mal die sonne hatte scheinen lassen, sich zunehmen verdüsterte. auf dem hinweg auf den geisshof sammelte ich zuerst alle körbe ein, um eine zweimalige fahrt auf den hof zu vermeiden. der weg hinauf zum gemüsefeld war dann aber schneefrei und gefahrlos zu befahren. die gemüsekörbe standen wieder wegen frost im keller, am freitag sind es aber deutlich weniger als am dienstag, so dass ich nur 22 körbe zum auto schleppen musste. die bauersleute und der hof haben jetzt ein wenig winterruhe, wobei das planen und anziehen der pflanzen schon bald wieder losgeht.

die körbe habe ich auf insgesamt 4 depots verteilt, an den meisten gab es einen kleinen schwatz zu machen, dementsprechend lange war ich dann doch unterwegs. danach war das kopfweh, das mich schon den ganzen vormittag unterschwellig plagte nicht besser, sondern eher schlimmer geworden und ich sagte die nachhilfestunde für das nachbarskind ab. anstattdessen werkte ich in der küche, worauf ich auch lust hatte: chaisirup gekocht, joghurt vorbereitet, mürbeteig für den wochenendkuchen vorbereitet. und ein bisschen am spinnrad gesessen und gesponnen.

kai hatte angefangen kisten mit alten kabeln zu sortieren aber auch das abendessenkochen übernommen: currywurst mit pommes und salat. ich übernahm das abholen der tochter vom sport, gerade als ich mit dem auto aus der garage fuhr, begann es wieder zu schneien. beim weg über den berg ins nachbartal sah ich auf der bergabfahrbahn schon die ersten autos mit warnblinker auf schneebedeckter fahrbahn, so dass ich für die rückfahrt anstatt dem direkten weg den umweg über das untere aaretal in kauf nahm. um neun sassen wir dann zu dritt am abendessenstisch, alle ein wenig ausgehungert.

für mehr als eine folge "die brücke" und ein bisschen sinnloses herumschalten blieb dann kein nerv mehr.

Freitag, 11. Januar 2019

unser gemüse heute


das erste gemüse in 2019! natürlich ist noch das meiste in 2018 gewachsen und geerntet worden, ganz sicher der sellerie, die randen, die kartoffeln, die rüebli, der rotkohl, der kürbis und die zwiebeln. frisch geerntet ist der lauch und frisch gewachsen im folientunnel ist der nüsslisalat. ich selbst habe heute nur ausgefahren und nicht gepackt.