Samstag, 23. Januar 2021

22. januar 2021 - stranger things

ausser aufräumen und putzen war heute wirklich den ganzen tag nichts los. nicht einmal frisch gekocht haben wir, es hatte noch genug reste für mittag- und abendessen. 

hat es sich fortbewegt?


Freitag, 22. Januar 2021

21. januar 2021 - durch dick und dünn

 es taut. sogar morgens vor acht war die strasse nicht gefroren, dementsprechend angenehmeres gehen in die werkstatt. vielleicht bleibe ich noch ein paar tage beim zufussgehen anstatt der fahrt mit dem velo. 

noch mehr käfer in der werkstatt hergestellt, das macht spass und führt schnell zu ergebnissen, ich habe sogar schon eine "bestellung" für eine kleine käferparade! ein grosser teil der wirkung der käfer beruht auf dem prinzip unterschiedlich dicker schichten von filz, die unterschiedlich stark schrumpfen. vor ein paar jahren habe ich dazu mal einen kurs besucht (online) und weil es nach wie vor grosse mengen an vorfilzresten hier in der werkstatt gibt, habe ich mal ein bisschen mit denen herumexperimentiert: 


was das ist? keine ahnung. es hat aber spass gemacht, es zu machen. kennt ihr das auch? manchmal muss einfach etwas entstehen, nur weil es geht! 

am mittag nach hause zum mittagessen, dann spaziergang durchs dorf, weil der tauende schnee alle wege ausserhalb der strassen in einen sumpf verwandelt. auf dem rückweg holten wir uns noch cremeschnitten beim bäcker, die gab es dann gleich zu kaffee. mein häusliches tagesziel war heute die leerung der posteingangsschublade, vom inhalt konnte ich etwa die hälfte wegwerfen, den rest abheften. 

leider schaffte ich es wegen eines telefongesprächs wieder nicht, vor dem abendessen (griessbrei und obst) mit der tochter zu turnen, also dann halt mit vollem bauch hinterher. später sofa und fernsehen. 

gehört: andreas eschbach, eines menschen flügel

gesehen: stranger things (mittlerweile sind wir bei der zweiten staffel angelangt) 

gelesen: die schrobsdorff aus, ich muss wieder eine entscheidung treffen.

Donnerstag, 21. Januar 2021

20. januar 2021 - ganz schön was los

heute dann mal einer dieser tage, in dem sich im weissen nichts dann doch die ereignisse ballen: 

morgens immer noch rutschpartie in die werkstatt, aber routinierter als auch schon, dort dann arbeit an der käfermanufaktur: 


bis zum mittag hatten die ersten käfer und spinnen das licht der welt erblickt. die sehr gute und üppig bebilderte anleitung für die käfer könnt ihr euch bei brigitte bestellen! es lohnt sich sehr und ist auch prima geeignet, um vorfilzreste zu verwerten - ich habe einen extra vorfilz gemacht, weil ich neben reichlich vorfilzresten auch noch lose reste in mengen herumliegen hatte.

mittagspause heute in der werkstatt, kai hatte belegte brote mitgebracht und nach einer tasse kaffee ging es dann weiter in die stadt, der bewegung halber, aber auch weil ich bücher für den bücherschrank hatte. ausserdem nahm ich natürlich wieder eine auswahl an romanen mit und fand einen bildband über den japanischen künstler hokusai. 

zuhause dachte ich zuerst an einen gemütlichen nachmittag, bis mir einfiel, dass ich ja zu einer vorstandssitzung der filzszene eingeladen war. nach anfänglichen technischen problemen hatten wir konstruktive und sogar ein bisschen lustige zwei stunden, in denen neben einigem organisatorischen auch privates platz hatte. und am ende verabredeten wir uns zu einem virtuellen filztreff in zwei wochen. ich freue mich schon! 

dann war es auch schon fast zeit für die inauguration des neuen amerikanischen präsidenten - pomp und pathos gehören wohl dazu, aber es gab auch viele schöne gesten und inhaltsreiche worte und ich bin sehr froh, dass dieser tag ein gutes ende gefunden hat. ich kochte nebenbei - vegane chickenwings aus blumenkohl. die schmeckten zwar absolut nicht wie chicken wings, aber dafür sehr lecker. weil ich zuvor schon etwas anderes vorbereitet hatte und der blumenkohl sehr gross war, ist der kühlschrank wieder voller reste... 

nach dem abendessen kamen wir dann endlich dazu, das paket aufzumachen, das wir uns bei unserer lieblingskaffeerösterei und kolonialwarenhandlung in zürich bestellt hatten. es fehlt nur das erlebnis des ladenbesuchs... 

später noch schweizer nachrichten - mit besonderem fokus auf amerika natürlich, aber nachdem wir selbst die inauguration auf cnn geschaut hatten, dann aus dem speziell schweizer blickwinkel. 

gesehen: stranger things

gehört: servus, grüezi und hallo, echo der zeit, corona-virus-update

Mittwoch, 20. Januar 2021

19.januar 2021 - schneeberge

das abenteuerlichste an meinem tag war wieder der weg in die werkstatt. vor einer garagenausfahrt war die eisfläche so gross und unüberwindbar, dass ich über die schneeberge gestapft bin, wie früher auf dem weg in die grundschule - auch eine art von bergtour, auf eine rast auf dem gipfel habe ich verzichtet, ich wollte ja auch irgendwann ankommen. 

später dann beim einkaufen im nachbarstädtchen (kai hat mir das auto aus dem schnee ausgegraben) habe ich einen bagger gesehen, der schnee auf einen lastwagen geladen hat, um ihn aus der stadt auf die zirkuswiese zu bringen, wo schon ein kleines gebirge aus schnee liegt. endlich mal ein anderes thema: schneemassen. (es hat nicht mehr geschneit, aber so schnell taut das auch nicht weg, was da noch liegt.)

die fotos, die ich von meiner käferwerkstatt gemacht habe, sind nichts geworden. morgen trage ich alles mal ans fenster, damit ich ihnen zeigen kann, was sich da tut. ansonsten habe ich noch ein muster gefilzt, das zuckerwasserexperiment. ich hatte den in zuckerlösung getauchten stoff auf einer plastikmatte ausgelegt, das war keine richtig gute idee, denn davon ging er kaum wieder ab. besser hätte ich ihn auf eine dünne folie gelegt, die hätte ich dann auch gleich beim ausschneiden dran lassen können, eventuell wäre auch backpapier geeignet. der stoff war aber auch nach dem gewaltsamen abreissen noch so fest, dass ich ihn ausschneiden konnte, wenn auch nicht so richtig schön. gefilzt hat man das aber kaum mehr gesehen. nur mühsam war es halt. 

und dann wurde mir klar, dass ich demnächst nicht mehr alle beispiele auseinanderhalten kann und habe alle rückseiten mit nummern bestickt und eine legende angelegt. es sind momentan 10 beispiele, für mindestens eins habe ich noch eine idee. 

gelesen: schrobsdorff, mütter

gesehen: stranger things

gehört: corona-virus-update 71 (sandra ciesek erklärt vieles über den hintergrund der covid-impfungen)

Dienstag, 19. Januar 2021

18. januar 2021 - vorfilz vorgefilzt

morgens wieder eine schlitterpartie zu fuss in die werkstatt - es geht immer bergab, teilweise auch recht steil und so früh sind die freigeräumten teile der troittoirs tückisch überfroren. auf der strasse ging es dann, und noch besser dort, wo gar nie geräumt worden war. 

noch ein musterstückchen, diesmal mit selbst frisch hergestelltem vorfilz aus kammzug. mir war aufgefallen, dass keines meiner muster mit vorfilz die typischen ränder an den schnittkanten auf die rückseite übertrug, also musste ich diese mustervariante hinzufügen. ziel der übung ist es ja, auch feine nuancen bei der musterherstellung sichtbar zu machen. dazu habe ich noch ein muster vorbereitet, bei dem ich die form aus sehr feinem stoff ausschneiden möchte, dazu musste ich den stoff aber erstmal mit zuckerwasser stärken, damit ich daraus eine form ausschneiden kann. ein experiment. 

weiter habe ich einen vorfilz für die käfermanufaktur hergestellt, es ist also demnächst mit einem vermehrten aufkommen von krabbeltieren im blog und in der werkstatt zu rechnen. 

über mittag nach hause, dort mittagessen mit kai und der tochter, deren fernunterricht in der berufsschule bis zu  den sportferien verlängert worden ist. wir sind alle sehr froh darüber, denn dadurch fallen wöchentlich vier fahrten mit bus und bahn zu pendlerzeiten für sie weg. 

den nachmittag verbrachte ich mit arbeiten an der homepage (es gibt trotz lockdown immer wieder anfragen, wann es mit den filzkursen wieder losgeht, also macht es sinn, die kurse auszuschreiben, die ich eh schon geplant habe - frühestens geht es aber am 1. märz weiter. anmelden kann man sich aber schon.) 

dann noch kleinigkeiten an hausarbeit und telefonieren, sport mit der tochter und zum abendessen ein risotto aus aargauer reis mit rüebli, randen und blauschimmelkäse und salat dazu.

spannend ist anders, aber das ist halt jetzt gerade so. 

gesehen: stranger things

gelesen: schrobsdorff, mütter

gehört: lage der nation 224, kafi am freitag "versus durchdrehen" (ich bin gerade ein grosser fan von diesen episoden, wo es im strategien im coronaalltag geht).

Montag, 18. Januar 2021

16. und 17. januar 2021 - fettfrei ins neue jahr

 nachdem ich am freitag hier mit reichlich schneebildern "geplöfft" habe, habe ich vom wochenende nicht ein einziges bild. und das kam so: draussen war es am samstag trist und grau und saukalt, am sonntag dann tauend, aber weiterhin nicht schöner als schon am samstag. wir hatten uns vorgenommen, an einem der beiden tage die küche zu putzen, denn so schön die grosse einbauküche mit zugang zum garten ist, etwas entscheidendes fehlt ihr und das ist ein dunstabzug. und da wir schon seit eh und je und in diesem jahr vielleicht noch ein bisschen mehr, viel und gerne und selbst und zuhause kochen bleiben die folgen nicht aus: je näher am herd, desto dringender war eine grundreinigung. wir starteten also am samstag nach ausschlafen und frühstück und schafften, trotz 3-köpfigem putzteam ... nicht alles. 

für den sonntag blieben noch ein paar kleinigkeiten, die sich dann allerdings auch bis in den nachmittag hinein dehnten. dafür ist jetzt alles wieder blitzblank, sogar der küchenboden glänzt, wenn nicht der kater, aber lassen wir das. 

die tochter war noch mit einer freundin schlitteln, ich habe den obligatorischen rundgang durch den garten gemacht, kai war am samstag zu fuss brötchen holen, also hat immerhin jede*r mal seine nase an die frische luft gehalten. 

zum essen gab es aufgetaute linsen mit spätzle am samstag und frisch gekochte rouladen am sonntag. 

die hyazinthen öffnen so langsam ihre blüten - die drinnen natürlich, draussen liegt ja immer noch schnee in grösseren mengen. mich nimmt meine lektüre gerade ein bisschen mit, die autorin erzählt vom exil in bulgarien und das ist alles andere als lustig. 

gesehen: stranger things, tatort aus stuttgart (eher komödie als krimi, aber immerhin) 

gelesen: angelika schrobsdorff, du bist nicht wie andere mütter

Samstag, 16. Januar 2021

15. januar 2021 - schnee, schnee, noch mehr schnee

 eigentlich wäre man heute damit ausgelastet gewesen, alle schneebilder auf instagram anzuschauen und wäre kaum mehr dazu gekommen, selbst über die schneemassen zu staunen. so viel schnee hatten wir die ganzen 15 jahre in der schweiz noch nie - endlich könnten wir alle vorstellungen der verwandten bedienen, die seit jahren automatisch denken, dass wir, weil in der schweiz wohnend, generell im winter schnee haben. das fiel mir dazu ein. 

ich zeig ihnen also mal, wie es gestern so über den tag aussah, bei uns - mit schnee: 

um den anschluss an die gestrigen bilder zu leisten: so sah es im garten aus, als es heute hell wurde.

eine erste messung: 30 zentimeter und es schneit immer noch.

am nachmittag dann sogar sonne!

tief verschneit ist der garten, von den bäumen fallen glitzernd kleine schneelawinen.


ein strauch westlich des hauses hat der schneelast nicht standgehalten. einer von denen, die wir noch nicht geschnitten haben.

vielleicht wirds wieder, vielleicht auch nicht. jedenfalls haben wir mal den grössten teil des schnees entfernt.

für den zugang zum haus habe ich eine schneeschippe breit einen weg zur strasse geschippt. winterurlaubsfeeling kommt auf. 

eine weitere messung ergibt 34 zentimeter schnee. sie sehen: ein anderes messgerät musste her.

und so sieht die zufahrt zum haus aus. wir lassen das auto einfach stehen und warten ab. eventuell wird in den nächsten tagen nur jeweils das nötigste besorgt und das zu fuss. das ist ja das schönste: wir müssen nirgendwo hin, sondern können einfach zuhause aus dem fenster schauen und über die weisse pracht staunen.

ist ja auch schön hier!


die sonne lockt uns hinaus, wir wandern einfach den berg hinter dem haus hoch - kniehoch im schnee.

blick zurück auf die wintersportdestination baden im aargau.

im wald sieht es nicht so witzig aus.

noch ein blick auf den garten im abendsonnenschein. ich habe mir sogar schon überlegt, ob wir das sofa im wohnzimmer so hindrehen sollen, dass wir auf den garten schauen - das hatten wir eigentlich erst für den sommer geplant...

ja, ich bin hier vielleicht fotomässig heute ein bisschen eskaliert, aber wir hatten lange nicht so viel schnee und dazu so viel zeit uns darüber zu freuen.

Freitag, 15. Januar 2021

14. januar 2021 - s`hot schnee, juhee ond s`git no meh!

dabei begann der tag eigentlich mit regen. ausgiebigem regen. der ging erst im laufe des vormittags in schnee über. und irgendwie habe ich mir dadurch einen tag frei genommen. oder vielleicht dämmert auch allmählich die erkenntnis, dass sich meine zeit, die ich alleine in der werkstatt mit versuchen verbringen kann, gerade wieder um fünf wochen verlängert hat. 

jedenfalls blieb ich zuhause und machte das, was man im januar gerne macht: ich räumte auf. zuerst den e-mail-posteingang, dann den cloudspeicher und die festplatte des rechners. (aha, hat der keine, ist ein flash-speicher, also dann eben den.) zwischendurch räumte ich die restliche weihnachtsdeko ab (bis auf den engel, der schon seit weihnachten 2019 hier sitzt und den, den ich in diesem jahr auf der fensterbank vergessen habe) und trank mit kai kaffee. dann musste er los, zu einem baustellentermin, den man nicht von zuhause aus erledigen kann, dann ich, weil ich einen termin mit meiner coiffeuse hatte. dorthin ging ich zu fuss. da lag der schnee so ungefähr fünf zentimeter hoch, oder vielmehr war es an vielen orten eher der schneematsch. ich zog es vor, auf unserer seite um das limmatknie herum zu gehen und erst beim merciersteg den fluss zu überqueren. in der bahnhofsunterführung fiel mir auf, was sich hier alles verändert hat, ich bin monatelang nicht hier durchgekommen. gut beschneit kam ich beim haareschneiden an, wir plauderten ein bisschen, ich übermittelte lob für den adventskalender, den ich verschenkt hatte und verliess den salon mit schönen haaren unter der mütze. 

und weil der ohne-laden gleich um die ecke liegt, holte ich mir dort noch ein sandwich mit veganem hühnchen, bevor ich den heimweg antrat. wieder nahm ich einen umweg in kauf, um nicht direkt neben der durchgangsstrasse durch den matsch zu stapfen, das hat sich gelohnt: 

alter stadtfriedhof an der brugger strasse

ehemaliges wohlfahrtshaus der bbc, heute schulgebäude der berufsbildung baden

am späteren nachmittag trafen dann die tochter und kai kurz nacheinander ein. die tochter wollte nochmal raus in den schnee, da sah es dann so aus im garten: 

zum abendessen kochte sie später reis mit paprika-tomaten-gemüse und wir turnten noch die gemeinsame challenge (das vierte mal seit sonntag und immerhin weiss ich jetzt einigermassen, was ich bei den einzelnen übungen machen muss). 

um halb elf, als ich ins bett ging, sah der garten dann so aus: 

es war unglaublich hell, obwohl erst kurz nach neumond.

gelesen: schrobsdorff, du bist nicht wie andere mütter

gesehen: stateless (ganz grosse empfehlung für eine miniserie auf netflix, es geht um ein australisches flüchtlingslager in den nuller jahren.)


Donnerstag, 14. Januar 2021

13. januar 2021 - ein ruck?

vor zehn monaten begann der weg in den ersten shutdown der schweiz in der coronapandemie mit der schliessung aller schulen. heute wurde vom bundesrat zum zweiten mal entschieden, das öffentliche leben des gesamten landes weitgehend anzuhalten, ausnahmen bilden diesmal schulen und skifahren. damals waren wir alle sehr aufgeregt - heute ist es einfach der schritt, den wir schon lange erwartet haben. 

die schliessung von restaurants, kultur- und freizeitstätten wird bis ende februar verlängert, ausserdem sind ab kommenden montag schweizweit alle läden und märkte geschlossen, die nicht den täglichen bedarf bedienen. (es gibt eine reihe von ausnahmen, dazu gehören blumenläden und coiffeursalons) privat dürfen sich jetzt nur noch fünf personen treffen, wobei auch kinder mitzählen. und es kommt die pflicht zum homeoffice, wo dies möglich ist. 

für uns ändert sich nicht sehr viel: kai arbeitet ohnehin schon seit einigen wochen fast ausschliesslich von zuhause aus, die tochter kann nicht von zuhause aus arbeiten, wir hoffen aber, dass die berufsschule auch noch längere zeit in fernunterricht bleiben wird, wie das schon seit den weihnachtsferien ist. viele läden waren hier im kanton ohnehin schon geschlossen. und meine werkstatt wird eben auch einen monat länger für kurse geschlossen bleiben. ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass ich wie im frühjahr auf breite unterstützung durch aufträge zählen kann.

ich hoffe sehr, dass die beschlossenen massnahmen ausreichen werden, um auch die ausbreitung der längst in der schweiz angekommenen ansteckenderen virusvarianten zu verlangsamen. ob es allerdings wirklich ein "ruck" ist, der da vom bundesrat ausgeht? man würde sich schon wünschen, dass angesichts der beschlüsse einigen menschen wieder klarer wird, worum es jetzt geht... 

sonst war heute vor allem winter, wie er kaum blöder sein kann: der schnee, in den es die ganze nacht hineingeregnet hatte, war auf dem weg in die werkstatt so nachhaltig und spiegelglatt gefroren, dass ich beim ersten versuch wieder nach hause zurückkehrte. dafür haushaltete ich dann eine gute stunde im keller bis ich einen zweiten versuch zu fuss wagte. das vor allem, weil ich eine kundin zur abholung und besprechung eines auftrags erwartete. den auftrag habe ich bekommen, er wird dazu beitragen, dass ich meine miete weiterhin bezahlen kann. ein weiteres muster für die sammlung ist auch noch entstanden: 

nicht mehr ganz zweidimensional, aber immer noch in der fläche entstanden erheben sich die blütenblätter in diesem muster von der basis. 

am frühen nachmittag brach ich zu der gestern verschobenen einkaufstour auf. ich hatte mir ausgerechnet, dass es schlau wäre, das quasi während er pressekonferenz des bundesrats zu tun, der plan ging dann nur bedingt auf: im baumarkt war es sehr leer, allerdings auch weitgehend von personal befreit, beim grossen lebensmittelhändler dann dafür gut voll und ich mit einem bügelbrett im wagen doch ein wenig gehandicapt. keine ahnung, ob das ab montag noch verkauft werden darf, aber ich hatte auch keine lust, es darauf ankommen zu lassen, nachdem das alte gestern seinen geist aufgegeben hatte. beim "bauernaldi" war der parkplatz sehr voll, im laden war es aber ruhig und das publikum insgesamt disziplinierter. alle drei besuchten geschäfte werden übrigens auch weiterhin offen bleiben und so weit ich das beurteilen kann, gab es keine hamstereinkäufer wie im frühjahr. 

zurück zuhause freute ich mich sehr über kaffee und vorsorglich besorgte süsse stückle - neuentdeckung: die zigerkrapfen, die unser bäcker macht, schmecken lecker! später dann telefonierte ich lange mit meiner mutter, die in deutschland ja schon ein bisschen länger im lockdown sitzt, turnte mit der tochter und ass zum abendessen die von kai zubereiteten nudeln mit kürbis und salat. er wollte heute vor allem in ruhe kochen, da er den ganzen tag über feuerwehr gespielt hatte in einem onlinekurs. er war so beschäftigt, dass ich ihm kurz die bundesratsbeschlüsse vorlesen musste, um ihn aufs laufende zu bringen. 

gesehen: stateless

gehört: echo der zeit, servus, grüezi und hallo

gelesen: schrobsdorff, du bist nicht wie andere mütter

Mittwoch, 13. Januar 2021

12. januar 2021 - 12 von 12 im januar 21

12 bilder vom 12ten - kein leichtes unterfangen, wenn der tag ein tag wie jeder andere ist. aber lassen sie uns die kleinen sensationen feiern! 
 

in der werkstatt geht es mit den musterstücken weiter. für die zeit, in der ich keine filzkurse geben kann, habe ich mir ein wenig systematische arbeit vorgenommen. heute montiere ich beim shirdak die musterschicht auf die trägerschicht. für einen ersten versuch bin ich schon ganz zufrieden, weiss jetzt aber auch, was man anders (und besser) machen könnte.

noch eine idee: das muster aus wolletamin legen. bringt wenig neues, da der wolletamin wie vorfilz schrumpft. das muss ich mit einem anderen stoff noch einmal wiederholen.

mittlerweile hat es zu schneien begonnen, zuerst ganz sacht, später schon wilder, und als ich zur mittagspause aufbreche, ist ein richtiger schneesturm draus geworden. heute hole ich frische güggeli zum zmittag, die hat sich die tochter, die nun auch schon die zweite woche die berufsschule von zuhause aus absolviert, gewünscht. aber wegen schneesturm und weil die brathähnchen warm gegessen werden sollen, gibt es nur ein foto danach: 

vom schon fast ausgetrunkenen milchkaffee.

endlich sind meine bestellten kleider angekommen. ich habe wieder hosen und sogar zwei t-shirts. das mit dem blumenprint ist mir noch ein bisschen suspekt, aber das blaue gab es halt nur im doppelpack. und ja, die hosen sind ziemlich hell, aber eine der beiden cremefarbenen könnte ich ja auch einfärben.wenn ich herausfinde, wo ich stofffarbe kaufen kann.

es schneit und schneit, aber so langsam wird der schnee nässer. ich verschiebe die einkaufsrunde auf morgen, denn mit dem velo war es schon recht rutschig auf der strasse.

dafür habe ich zeit, nach den unterlagen von zwei filzkursen zu recherchieren. das ist nicht ganz unaufwändig, aber mit hilfe von blog und fotosammlung kann ich ziemlich gut eingrenzen, welche notizhefte aus den letzten zehn jahren ich durchsehen muss.

auf anhieb gelingt er mir zwar nicht, aber nach geduldigem herumprobieren klappt es dann doch mit dem prähistorischen stich, den ich bei annemie koenen gelernt habe. 

den halben nachmittag verbringe ich mit derlei dingen, dann zieht es uns doch noch in den schnee hinaus: das gemüse will abgeholt werden. und so spazieren kai und ich durchs schneetreiben einen ort weiter und durch schneematsch und schneeregen, in den der schnee immer mehr übergeht, wieder nach hause. zuhause kommen wir tropfnass an und ich habe natürlich kein einziges foto von unterwegs gemacht. 

dafür eines vom bügeln. vor allem deshalb, weil die bügelstation nach dem ersten halben handtuch entkalkt werden wollte. das macht sie zwar sehr selbständig, aber ich hatte grade auch nichts anderes zu tun.

und dann bricht später das bügelbrett zusammen, als kai es abräumen will. totalschaden, eine schweissstelle ist gebrochen. nicht der günstigste augenblick, aber immerhin haben hier meines wissens nach noch baumärkte offen, oder wir bestellen einfach ein neues. 

auf jeden fall ist es jetzt erstmal auf der einkaufsliste gelandet. hatte also vielleicht auch was gutes, dass ich das einkaufen verschoben habe.

zum abendessen dann nur noch salat und ein bisschen käse. der zuckerhut, der in unserem gemüsekorb war, sah nicht aus, als ob er den nächsten tag noch erleben wollte.


 danach dann füsse hoch - die dehnübungen fallen heute aus, zwei schneespaziergänge müssen an sport heute reichen.

meine 12 bilder schicke ich zu caro von draussen nur kännchen, mit liebem dank für die blogaktion! 

was war in den anderen jahren so los? 

12 von 12 im januar 2020
12 von 12 im januar 2018
12 von 12 im januar 2017
12 von 12 im januar 2016
12 von 12 im januar 2015
12 von 12 im januar 2014
12 von 12 im januar 2009 

Dienstag, 12. Januar 2021

11. januar 2021 - filzothek

das vorherrschende gefühl derzeit: weitermachen und abwarten bis es besser kommt. grösste sorge: dass es vorher noch einmal richtig schlecht kommt.

morgens in der werkstatt habe ich einen kundenauftrag erledigt, dann einen kostenvoranschlag verschickt und noch ein bisschen an den mustern für meine "filzothek" weitergearbeitet. es macht mir gerade grosse freude, dass ich auf diese idee gekommen bin. ich habe mir überlegt, mich durch alle mir bekannten flächengestaltungsmöglichkeiten zu arbeiten und jeweils kleine muster anzufertigen, auf denen die eigenarten der jeweiligen technik sichtbar werden. die ersten sechs sind (fast) fertig. 

obere reihe von links nach rechts: kammzug, vlieswolle, vorfilz industriell 

untere reihe von links nach rechts: vorfilz selbst hergestellt und gut durchgefilzt, alakiz oder turkmenische technik, shirdak (noch nicht fertig).

für farbige gestaltung in der fläche bin ich vorerst bei einem motiv und einer farbstellung geblieben ich denke, so werden die einzelnen muster vergleichbarer. wer lust hat, mir ein paar ideen zuzuwerfen, nur zu, ich freue mich! 

zuhause gab es zu mittag heute ein warmes essen und nicht nur einen imbiss. das vor allem deshalb, weil kai am abend während der essenszeit, eine onlineveranstaltung hatte. 

am nachmittag putzte ich mich wie jeden montag durch das untere geschoss,vor allem die küche, und brauchte sie anschliessend nicht einmal sofort wieder einzusauen, denn es gab ja nur kaltes abendessen. dehnübungen mit der tochter, wir haben uns da leichtfertig eine 30 tage-challenge eingefangen, lustigerweise von einer kontorsionistin. ich komme beim video eigentlich nicht aus dem staunen heraus, wie sich die vorturnerin verbiegen kann. es gibt aber oben rechts auch immer etwas für anfänger, schon da komme ich nicht einmal ansatzweise hin. dem spass schadet es aber nicht.

Montag, 11. Januar 2021

9. und 10. januar 2020 - nichts los

 die wochenenden sind seltsam leer. konkrete pläne haben wir meist keine. eine idee für einen kleinen ausflug hätten wir gehabt, aber dafür war uns das wetter dann doch zu kalt. es ist richtig kalt geworden, den ganzen tag steigen die temperaturen nicht über die null grad marke, nachts sind es auch schon mal sechs grad unter null. dafür bekommen wir tagsüber wieder ab und zu die sonne zu sehen. 

am samstag haben wir deshalb beschlossen, den frostschutz im bädle zu etablieren. wie im vergangenen jahr nutzen wir dazu milchflaschen aus plastik, die wir halb mit wasser füllen. so liegen sie im wasser und bei einem zufrieren der oberfläche sollen sie dafür sorgen, dass das eis nicht die wände des beckens beschädigt. 

während wir auch noch einmal wasser aus dem becken lassen (die einlaufdüsen sollten stets im trockenen sein) stellen wir fest, dass es sich in der sonne eigentlich ganz gut arbeiten lässt. deshalb entfernen wir noch einen hainbuchenstrauch, der zwei anderen btütensträuchern konkurrenz macht und beginnen mit dem schneiden des letzten verbliebenen grossen kirschlorbeers. der soll grundsätzlich stehen bleiben, weil er einen guten sichtschutz für den bereich am pool abgibt, aber sowohl in vertikaler als auch horizontaler ausdehnung verkleinert werden. einen teil dieser arbeit schaffen wir heute, dann sind zwei grünguttonnen voll und wir vertagen die restliche arbeit auf später. 

am frühen abend kochen wir ausführlich: zum abendessen soll es selbstgemachte schupfnudeln, ein schweingeschnetzeltes mit paprika und pilzen und dazu weisskrautsalat geben. der mittlere sohn kommt mit freundin zu besuch. das regelmässige lüften haben wir mittlerweile in den ablauf des abends eingebaut: apero - lüften (dabei das essen fertigkochen) - abendessen - lüften (während wir die küche aufräumen) - dessert ist die neue speisenfolge! (bevor der besuch kommt und nachdem er gegangen ist, reissen wir natürlich auch noch alle fenster auf). ein schöner abend. 

am sonntag haben wir fast noch weniger vor als am samstag. nach dem frühstück begleitet uns die tochter auf einen spaziergang im wald an der iflue (wir waren schon mal dort, im nebel). heute mit aussicht auf das untere aaretal - unterwegs probierten wir den qigong-rundgang aus, verliessen ihn dann aber zugunsten eines schöneren wegs wieder. 

 


zuhause lesen, stricken, telefonieren und mit der tochter dehnübungen machen (der preis dafür, dass sie mit uns spazierenging). später kocht kai cordon bleu mit pommes und salat, ich lese weiter, endlich habe ich wieder eine spannende lektüre! 

gelesen: angelika schrobsdorf, du bist nicht wie andere mütter

gesehen: tatort am sonntag

Samstag, 9. Januar 2021

8. januar 2020 - stückweise

freitag ohne offene werkstatt. die arbeitssituation zuhause bot aber das arrangement putzen, dann werkstatt, an. also räumte und putze ich mich durch das haus, vollständig ohne rücksicht nehmen zu müssen, weil alle anderen ausser haus weilten. dabei mussten dann auch wieder kleine teile der weihnachtsdeko weichen. die adventspost habe ich lange genug angeschaut, auch wenn das thema winterspaziergang gut geeignet wäre, sie noch länger da hängen zu lassen. allein, es beelendet mich, dass eine karte fehlt. (ja, ich bin da ein bisschen unentspannt) die schönste karte darf noch ein bisschen bleiben, allerdings an einem anderen ort. auch die persönliche weihnachtspost  habe ich aussortiert - einige wenige besondere karten dürfen bleiben. mir ist, wie oft um diese jahreszeit nach mehr platz und ruhe, weniger nach dem weihnachtlichen gewusel. 

in der werkstatt arbeitete ich weiter an meinen mustern. heute fertig geworden ist nur das beispiel für den alakiz, also die turkmenische technik, die arbeit am shirdak zieht sich in die länge, auch weil ich das noch nie gemacht habe und erst mit probestücken experimentieren muss, bevor ich das eigentliche stück angehe. dafür ist der weihnachtshut für kai endlich trocken und ich kann ihn mit nach hause nehmen. und er passt! 

die tochter videokonferenziert mit ihrer turngruppe - da liegen die nerven jetzt auch endgültig blank und eine besprechung der kommenden turnsaison führt zu wenig zielführenden auswüchsen. ein teil der gruppe (alle unter sechzehnjährigen) kann momentan noch trainieren, die über sechzehnjährigen dürfen nicht mehr in die halle kommen, aber auch ein paar der jüngeren turnerinnen haben sich ihnen angeschlossen und das turntraining in der momentanen situation für verzichtbar erklärt. eine wettkampfsaison lässt sich unter diesen umständen natürlich nicht planen, aber wer bitte geht denn noch davon aus, dass im ersten halbjahr schon wieder wettkämpfe stattfinden können? irgendwie löst sich das problem, aber erst nach dem abendessen, für das kai ein risotto mit orangen und calamari zubereitet hat. 

seit ein paar tagen spielen kai und ich quarto, ein spiel für zwei aus dem fundus. die einzelnen partien sind so kurz, dass immer ein paar drin liegen, aber der spielmechanismus ist so komplex, dass wir es noch nicht so schnell über haben. 

gehört: andreas eschbach, eines menschen flügel

gesehen: inside number 9

gelesen: angelika schrobsdorf, du bist nicht wie andere mütter. 

Freitag, 8. Januar 2021

7. januar 2021 - verlassen sie das flussbett!

 gestern habe ich lesetipps bekommen, herzlichen dank dafür, ich freue mich immer über anregung in dieser hinsicht, vor allem jetzt, wo die buchhandlungen in unserem kanton wieder einmal geschlossen sind und ich in der lieblingsbuchhandlung zwar telefonische beratung bekommen könnte, das dann aber doch noch nie ausprobiert habe. 

wobei das problem der auswahl eines zu lesenden buchs momentan ein bisschen anders gelagert ist. denn auf meinen nachttisch liegt immer eine auswahl von büchern, die auf verschiedenen wegen dort landen: 

- ich bestelle oder kaufe bücher, die mir empfohlen worden sind oder die ich selbst ausgesucht habe. 

- meine mutter gibt mir gelesene bücher weiter, die sie gut fand und von denen sie denkt, dass ich sie auch gerne lesen möchte (zuletzt kam sogar eins im päckchen zu nikolaus mit!) 

- nicht alle gelesenen bücher landen in meinem bücherregal, ein teil davon wird von mir im öffentlichen bücherschrank deponiert. dort finde ich in der regel auch etwas spannendes, was ich dann mit nach hause nehme. 

auf diese art und weise sammeln sich sehr unterschiedliche bücher in meinem lesevorrat, aus denen ich theoretisch auswählen könnte. einige davon halte ich für sichere treffer (die empfohlenen, aber auch davon nicht alle), andere sind eher fragwürdig. nun könnte ich ja immer zu den sicheren büchern greifen, der stapel an sperrigen büchern würde dann ins unermessliche steigen. manchmal mache ich das auch, wenn ich einfach dringend etwas zu lesen brauche. es gibt aber auch zeiten, in denen ich mich dem abenteuer aussetze, ein buch zu beginnen, das ich vielleicht doch nicht lesen will. in letzter zeit las ich so an: etwas von gertrud leutenegger (hilfe, wann geht das jetzt los, gehört das schon zum buch oder ist das noch vorwort?) und einen äusserst blutrünstigen krimi (ich lese sehr gerne krimis, das geht eigentlich immer, aber eine art schlachtszene zu beginn, wozu muss das sein?) die beiden können also ungelesen in den bücherschrank zurück. vielleicht gebe ich noch einem fragwürdigen buch eine chance, vielleicht muss es jetzt aber auch ein sicherer treffer sein. immerhin ist jetzt wieder platz für nachschub auf dem nachttisch. 

sonst so: 

morgens noch schnee in einem fragwürdigen zustand - anstatt des velos nahm ich die wanderschuhe für den weg in die werkstatt. dort arbeite ich mich zur zeit systematisch durch die möglichkeiten der oberflächengestaltung in filz: mit kammzug, mit vlieswolle, mit gekauftem vorfilz, mit selbst gemachtem vorfilz in verschiedenen dichtigkeitsstufen sind bereits fertig, jetzt probiere ich gerade shyrdak aus, danach noch alakiz und dann fällt mir spontan in dieser reihe nichts mehr ein. sie kann aber später noch beliebig erweitert werden. und es gibt ja ausser bunt in der fläche auch noch viele andere arten der oberflächengestaltung in filz. (wenn sie lust haben, werfen sie mir ideen zu, ich lege wert auf vollständigkeit!) 

zu mittag nach hause und anstatt spaziergang mit kai dann später an die aare, um steine zu besorgen für aufträge. dabei habe ich zum ersten mal miterlebt, wie das kraftwerk die spaziergänger vor dem öffnen der wehre warnt. für mich hatte sich vorher schon hörbar eine veränderung angekündigt, aber dann ertönte auch schon ein sehr lauter warnton und eine lautsprecherdurchsage mit der aufforderung, das flussbett zu verlassen. ich blieb dann noch ein bisschen auf dem erhöhten ufer und schaute, wie sich das entwickelte: deutlich mehr strömung, aber keine wirkliche überflutung der auenlandschaft heute, aber den auen sieht man an, dass da ab und zu das wasser wesentlich höher steht und dann auch alles überspült, inklusive der etwa meterhohen weidenbüsche. vorsicht ist also hier durchaus angebracht. 

zuhause habe ich dann die letzten seiten in meinem unravel-the-year-heft gefüllt. was mir wirklich schwer fiel, war eine antwort auf die frage zu finden, wo ich heute in einem jahr stehen will/werde. zu vieles erscheint mir noch ungewiss und ich freue mich, dass das buch mich dazu gebracht hat, pläne zu schmieden und sogar eine ferienwohnung zu buchen, vorerst zwar nur in der schweiz, aber immerhin. aber ob das alles so hinhaut, wie wir uns das jetzt vorstellen und wir wirklich in eine sich allmählich entspannende zukunft blicken? ich wage da mal keine zu voreiligen prognosen und lasse mich gerne eines besseren belehren. 

zum abendessen kochte die tochter rösti mit speigelei und spinat, auch mal wieder lecker! später fernsehnachrichten aus den usa und noch zwei folgen "inside number nine".


Donnerstag, 7. Januar 2021

6.januar 2021 - dreikönig

 der dreikönigstag ist hier kein feiertag. immerhin einen dreikönigskuchen hatte ich gestern schon in der bäckerei besorgt. prompt wurde früh am morgen die tochter gleich mal königin. 

draussen gab es heute schnee: schon bei der fahrt in die werkstatt schneite es, und das tat es dann den ganzen tag über weiterhin. erst gegen abend hörte der schneefall auf. da war dann schon alles sehr weiss draussen. über mittag machten kai und ich einen winterspaziergang, ausgedehnter als zuerst angedacht, aber es war sehr schön draussen. 


wir kamen gerade noch rechtzeitig zurück, um den livestream der bundesratspressekonferenz mitzubekommen: ab samstag haben alle beizen in der schweiz zu, bisher gab es ja ausnahmen für kantone, in denen die zahlen nicht ganz so katastrophal waren, faktisch war aber eh alles schon zu. eine verlängerung des "slow down" (oder heisst das jetzt doch schon milder lockdown?) genannten wegs bis ende februar geht in die vernehmlassung mit den kantonen, und überhaupt wird noch mal eine woche weiter geschaut, vielleicht gibt es dann doch endlich bundeseinheitliche massnahmenverschärfungen. ich fürchte, ich langweile sie, aber für uns macht es kaum einen unterschied, wir machen eh schon mehr oder weniger lockdown. es wird aber immer sichtbarer, dass es eben nicht nur das verhalten einzelner oder die eigenverantwortung richten wird, sondern nur strenge massnahmen. 

man wundert sich halt schon auch, wenn im wald ein spanferkel überm feuer bruzzelt, wenn kantonal treffen von mehr als fünf personen im öffentlichen raum verboten sind. regelkonformes szenario eins: fünf sehr, sehr gute esser treffen sich hier und nehmen den rest der sau mit nach hause. regelkonformes szenario zwei: die zu bewirtenden gäste treffen in kleinen grüppchen ein und gehen mit dem essen gleich weiter... oder was denken sie jetzt? 

ansonsten: keller aufgeräumt, blogbuch für 2020 bestellt, mit dem mittleren sohn gechattet, frühes znacht mit bohnensuppe, weil kai später noch videokonferenz hatte. 

die nachweihnachtsdeko ist auch schon am start. 

 

gehört: diverse podcast, die ich eh immer höre (ich bin noch am nachhören) 

gelesen: ich müsste mal ein neues buch anfangen, weiss aber noch nicht, welches. 

gesehen: inside number nine

Mittwoch, 6. Januar 2021

5. januar 2021 - wort des jahres 2021 und #wmdedgt 1/21

huch, was, schon das 10. mal "corona-edition" von #wmdedgt bei frau brüllen? naja, kein wunder, dass das auch allmählich alltag wird. 

wobei ich morgens schon ein wenig erstaunt war, wie weit sich die pandemie doch in meine träume hineingedrängelt hat, lassen sich mich kurz schildern, was ich nächtens so erlebt hatte: ich war mit der tochter in einem kino oder theater oder konzert, jedenfalls war es voll und laut und plötzlich wurde die vorstellung unterbrochen, von einer dame, die zum kino gehörte, und die von einer gruppe bodyguards begleitet wurde. sie stieg auf eine art mischpultinsel im zuschauerraum und erklärte, dass ein lockdown ab 15 uhr dafür sorge, dass die vorstellung unmittelbar abgebrochen werde. man könne aber noch eine stunde im kino oder veranstaltungsraum bleiben, und sei überdies vom veranstalter eingeladen. darauf wurde es ein bisschen tumultartig, die tochter und ich verliessen den saal. draussen gab es aber noch so eine art tankstellenshop und da mir eingefallen war, dass wir ja auch noch einkaufen mussten, haben wir uns dort feine sachen ausgesucht und sind nach einer kontrolle an der kasse (wir durften alles umsonst mitnehmen und hatten die zulässigen höchstmengen nicht überschritten) nach hause gegangen. das ganze in einer sehr entspannten stimmung, als ob wir es vorher schon gewusst hätten, dass es so kommen würde. 

die wirklichkeit war prosaischer (und vor allem mit viel weniger menschen):

aufstehen um halb sieben, spülmaschine ausräumen, frühstück, bloggen über den vortag und einen ungefähren plan für den tag entwerfen. kai verschwand ins arbeitszimmer für ein mammutmeeting, das den ganzen vormittag dauern sollte, ich traf noch kurz die tochter, die den wäschedienst für montag übernommen hatte und in den keller zum aufhängen der gewaschenen wäsche verschwand. 

in die werkstatt geradelt, dort die vorhandenen filzproben sortiert und mit hilfe der kartonreste aus den schachtelpackungen ein ordnungssystem etabliert. zähneknirschend habe ich dann die weihnachtsreste aufgeräumt, die ich am tag zuvor vergessen hatte. es reichte dann gerade noch die zeit, um die baskenmütze für kai, die ich ihm zu weihnachten geschenkt habe, ein weiteres mal auszulegen - die mütze ist nämlich ein bisschen zu klein, ich kann sie aber ganz gut anziehen und so sind wir überein gekommen, dass ich eine neue, mit grösserem kopfausschnitt mache und die andere selbst anziehe. wir gehen also entweder im partnerlook oder ich muss darauf schauen, dass das nicht passiert. 

ich radelte früh, also schon um halb zwölf, wieder nach hause, denn die mittagspause der tochter (berufsschule remote) war heute von halb zwölf bis halb eins angesetzt. der kühlschrank gab noch genug reste her, die tochter half beim tischdecken und gegen zwölf kam auch noch kai zum mittagessen dazu. der machte dann einen kleinen spaziergang, die tochter verschwand wieder im zimmer, ich bereitete kaffee vor und sammelte die sachen für den wocheneinkauf zusammen. nach kaffee mit kai machte ich mich dann zu fuss auf den weg zum einkaufen, das heute mal weitgehend unspektakulär verlief. nach lebensmitteln noch kurz zur apotheke, dann beim bäcker einen dreikönigswecken gekauft und auf der gemeindeverwaltung die neue grüngutmarke besorgt, die ich nach der rückkehr zu hause gleich auf die tonne geklebt habe. 

den nun schon etwas vorgerückten nachmittag nutzte ich zum weiterarbeiten an meinem "das jahr aufdröseln"-buch. eigentlich wäre das für die zeit zwischen den jahren vorgesehen gewesen, aber ich mache das in diesem jahr in vielen kleinen schritten. 

das wort für das kommende jahr ist gefunden: zufriedenheit. einerseits war das eines der ersten worte, die mich ansprachen, andererseits haderte ich einige zeit mit dieser wahl. es klang mir ein bisschen zu einfach, innerlich ausgeglichen zu sein und nicht mehr zu verlangen als man hat, oder mit den gegebenen Verhältnissen einverstanden zu sein und nichts auszusetzen zu haben. aber vielleicht wird das ja im kommenden jahr schon herausfordernd genug. ausserdem verbinde ich damit doch auch einen gewissen anspruch, vor allem für die arbeit, denn da möchte ich die ansprüche an qualtität und systematisches arbeiten ein bisschen hochschrauben, damit ich damit zufrieden sein kann. so herum kann man es nämlich auch drehen. also zufriedenheit. (und das wort selbst gleich eine kleine zufriedenheitsübung, haha.)

ich füllte noch ein paar seiten aus, auf denen ich mir gedanken machte, wie ein ideales jahr 2021 für mich aussehen soll und bemerkte dabei, dass ich nicht einfach alles nur auf mich zukommen lassen will und wir durchaus pläne für das kommende jahr haben. (vorher hatte ich nur ratlos auf den leeren kalender gestarrt) einer davon waren frühlingsferien in der schweiz bei einem sehr speziellen anbieter für ferienunterkünfte. ich packte also die gelegenheit beim schopf, suchte zwei in frage kommende domizile heraus und beschloss, später kai um seine meinung zu fragen. 

vorher baute ich aber noch das bügelbrett auf und versuchte meine mutter zu erreichen. die war aber gerade damit beschäftigt, ihren bruder zu verabschieden, der ihr für  ihr auto eine neue batterie besorgt hatte. also verschoben wir das gespräch auf später. dafür schaute sich kai meine vorschläge an und votierte ganz eindeutig für den zweiten, der uns in einen teil der schweiz führen wird, den wir noch nicht kennen. 

dann kam das gespräch mit meiner mutter doch noch zustande und ich bügelte mit telefonhörer am ohr zu ende. das ist ein bisschen doof, haben wir doch gerade ein headset gekauft, mit dem ich freisprechend telefonieren können sollte. leider schafft das festnetztelefon es aber nur in seltenen fällen sich mit meinem mobiltelefon zu verbinden, damit ich das gespräch auf dem headset führen kann. es verbindet sich überhaupt immer nur dann, wenn ich das headset nicht bereitgelegt habe und das mobiltelefon weit weg liegt. aber das headset ist sowieso tagsüber ein begehrtes gut, da man damit auch gut dem fernunterricht folgen oder in konferenzen arbeiten kann. von meiner mutter erfuhr ich dann auch von den geplanten verschärfungen der coronamassnahmen in deutschland. 

bis kais pizza zum abendessen fertig war, schaffte ich es noch, die ferienwohnung zu buchen und überweisungen zu erledigen, ausserdem mich zu einem filz-workshop anzumelden. ich bin ein bisschen aus meiner 2021-schockstarre erwacht. ich melde mich jetzt einfach mal fröhlich an, wenn es abgesagt wird, kann ich ja immer noch traurig sein. ausserdem habe ich gerade völlig unerwartet eine geldsegen bekommen, den ich irgendwie sinnvoll verprassen wollte. 

nach dem abendessen dann tagesschau deutschland: der lockdown wird verlängert bis ende januar, ausserdem gibt es eine art ausgangsbeschränkung für kreise, in denen die ansteckungsfälle besonders hoch sind (mehr als 200 pro 100.000 einwohner in den letzten sieben tagen). laut karte nach landkreisen vom tagesspiegel sollte das auf den landkreis, in dem meine mutter lebt, nicht zutreffen. für die schweiz war mal mit neuen ideen aus dem bundesrat für morgen gerechnet worden, aber da noch nichts geleakt wurde, gehe ich mal davon aus, dass das weiterhin vertag wird, so ala "luege mr doch no e woche witer". (wir dürften in unserem karton, pardon, kanton nach deutschen massstäben nicht mehr als 15 kilometer weg von zu hause ... wollen wir aber auch gerade nicht.) sie spüren es: ich bemühe mich, damit zufrieden zu sein, wie es läuft. 

für entspannung am abend sorgte wieder "inside number nine".

Dienstag, 5. Januar 2021

4. januar 2021 - restefest

 sägen und holzstapeln haben sich laut meines fitnessarmbands als idealer sport herausgestellt: während ich stundenlang berge hinaufkeuchen kann, ohne dass sich an dem ominösen angezeigten fitnesswert etwas tut, hat er sich seit sonntag (knappe zwei stunden brennholz für 2022/23 vorbereiten, sehr gemütlich und mit pausen) verdoppelt. und ich habe noch nicht einmal muskelkater. 

ab heute bei uns ansonsten lockdown wie im frühjahr: die berufsschule der tochter remote, die arbeit von kai ebenfalls, nur ich radle unverdrossen (oder eher halb erfroren, es ist ganz schön kalt) in meine werkstatt. dort treffe ich niemanden, nur das fenster im flur steht offen, aber auch die tür zum kleinkraftwerk, also muss da jemand durchgekommen sein, der oder die später wieder rein will. sonst niemand, keine, keiner da. 

in der werkstatt fülle ich die bestellten kisten mit sortierten arbeitsproben aus mehreren jahren und werfe dabei grosszügig weg. oder eben nicht weg, sondern in einen grossen eimer, aus den resten können noch gut karierte kugeln werden. am ende habe ich eine geliehene plastikbox leer, den grössten teil des rests versorgt und einen engel (oder nein, doch mehrere) entdeckt, den ich nicht mit der weihnachtsdeko aufgeräumt habe. also noch mal: kisten vom regal runter. das dann morgen. ich mache noch einen entwurf und einen kostenvoranschlag für einen jassteppich, dann radle ich nach hause. bergauf ist es auch nicht wärmer. 

zuhause zaubere ich aus resten ein von allen gelobtes mittagessen, war auch nicht so schwer, es gab ja reichlich kombinierbare resten, morgen wird es dann experimentell. nach dem essen versuche ich, mit kai spazieren zu gehen, auf dem weg in den wald werden wir von einem auto der forstverwaltung überholt (die mit dem vertrockneten weihnachtsbaum!) die direkt vor uns den weg absperren, den wir eigentlich gehen wollten. der andere weg würde einen grossen umweg nach sich ziehen, also kehren wir um und gehen einen anderen weg zurück. dann kaffee und organisatorisches aus dem ich zeitweise abdrifte und mir den garten anschaue, den wir eigentlich im frühjahr 2020 hätten besuchen wollen (ich habe den newsletter abonniert und werde jetzt regelmässig mit gartentipps aus england versorgt. daher weiss ich jetzt auch, dass wir an frostfreien tagen ruhig schon pflanzen einsetzen können, wenn sie erde an den wurzeln haben.) 

später küchenreinigung, da wird es dann schon fast wieder dunkel, macht nichts, der küchenboden ist eh gleich wieder dreckig. zum abendessen gibt es (schon wieder aus zeugs, das noch im kühlschrank herumlag, das aber wegen vorher nicht erfolgter bearbeitung offiziell noch kein rest ist) gelbe-beete-blätterteig-streifen. auch wieder lecker, aber eher ein snack als ein abendessen, macht aber nichts, wir hatten ja mittags schon was. 

am abend machen sich kai und ich auf die suche nach einer neuen serie, das i-land ist ja glücklicherweise aus gewesen, bevor es zu absurd wurde. fündig werden wir in einer öffentlich-rechtlichen mediathek unter der rubrik very british: inside number 9 ist so kompatibel zu unserem fernsehgeschmack, dass wir die drei ersten folgen anschauen.


Montag, 4. Januar 2021

2. und 3. januar 2021 - normal leer

 in kleinen schritten arbeite ich mich durch das arbeitsbuch "das jahr aufdröseln" und den füntägigen kurs "find your word" von susannah conway. zwei dinge irritieren mich: ich habe noch quasi keine termine im kalender und die, die drin stehen sind provisorisch. ein neuanfang ist kaum spürbar, der wechsel der jahreszahl erscheint mir willkürlicher denn je. 

dazu habe ich was schlaues bei anke gröner gefunden:

F. hatte gestern einen guten Gedanken: Er meinte, auch wenn alle sagen, 2021 ist erstmal wie 2020, die Grundsitation hat sich ja nicht geändert, hätte es für ihn doch einen psychologischen Effekt, eine neue Jahreszahl zu schreiben. 2020 war ein Jahr, in dem er konstant daran erinnert wurde, was gerade NICHT geht oder ging: [ ... hier folgt im original eine liste der dinge, die der urheber des gedankens in 2020 geplant und nicht gemacht hatte. fügen sie ein, was das bei ihnen war. bei uns: ferien in england, diverse konzerte für kai, einen richtigen schulausklang der obligatorischen schule für die tochter, segelfreizeit der tochter, eine hauseinweihungsparty im garten und so weiter und so weiter ] 2021 ist noch ein unbeschriebenes Blatt. Wir haben noch keine Termine, keinen gebuchten Urlaub, [ .... ] 2021 ist anders anstrengend als 2020 und vielleicht ein bisschen weniger, ich zitiere seine DM: „Die Leere fühlt sich nicht mehr wie ein Verlust an, sie ist halt einfach.“

am samstag waren wir wieder einmal auswärts wandern. eigentlich wollten wir zuerst einem wandervorschalg des heimatschutz im klettgau folgen, aber der routenplaner zeigte schnell, dass sich die anreise durch die geschlossenen grenzen auf eineinhalb stunden verlängert hätte, also planten wir um und wanderten anstattdessen im jonental. das kennen wir gut, den vorderen teil des tals haben wir schon öfter bewandert. 

vom parkplatz des vitaparcour in jonen folgt man dem wanderweg zuerst bis zur kapelle, unterwegs finden sich im eingeschnittenen flusstälchen bäume, die lustige dinge tun: 

 
aus der kapelle schien uns ein licht entgegen. kein gottesdienst (finden die überhaupt zur zeit irgendwo statt?), sondern nur ein beleuchteter weihnachtsbaum und der grosse leuchter im hauptraum strahlten hell. auch der marienaltar war beleuchtet, die kapelle sah ganz anders aus dadurch. 

 
wir folgten dem weg im talgrund. und zwar immer weiter, viel weiter als wir das bisher getan hatten. der kleine bach unterquert die a2 und kommt in zwillikon allmählich aus seinem tal heraus. bis dorthin folgten wir ihm und machten erst dann einen schwenk zurück in richtung jonen. 


unterwegs im wald (im offenen gelände windete es uns zu sehr) gab es einen kleinen halt für die mitgebrachten belegten brote und tee. hinsetzen wollten wir unsnicht, es war zu feucht und kalt. die sonne haben wir tatsächlich die ganzen winterferien lang nicht gesehen. (streckenlänge etwa 9 kilometer)

am sonntag haben wir den schon reichlich nadelnden weihnachtsbaum abgeräumt - obwohl wir mit eigenen augen sehen konnten, wie er am freitag vor dem vierten advent für uns im wald abgesägt wurde, ist das so ziemlich der am schlechtesten haltende weihnachtsbaum, den wir je hatten. kai tippt auf trockenstress über jahre, ich auf eine täuschung (der baum war doch da nicht angewachsen, das hat man uns doch nur weismachen wollen!) jedenfalls ist er jetzt abgebaut, die kugeln und der restliche weihnachtsschmuck sind wieder ordentlich verstaut. die weihnachtsdeko drumherum darf noch ein bisschen bleiben. und statt des baums haben wir die weihnachtspyramide aufgebaut, die meine mutter vor vielen jahren einer dame aus der ddr abgekauft hat - für 150 d-mark und zutaten für das christstollenbacken vor weihnachten. 
 
und weil wir nicht schon wieder durch die nassen wälder laufen wollten, gingen wir dann in den garten und stapelten das holz von unseren diversen rodungsaktionen so um, dass es trocknen und später  als brennholz dienen kann. damit ist nun die fläche unterhalb des schwimmbads frei - bis auf das kleine gerätehäuschen - und es steht einer neugestaltung nichts mehr im wege. in einer frostfreien periode werden wir dort eine clematis und weitere kletterpflanzen einsetzen und dann abwarten, was das mehr an sonne, das nach dem abnehmen der hecke auf eine erträgliche höhe (ich kann momentan nur schätzen: 2.5 meter ? 3 meter ?) wohl so bringen mag. 

abendessen: samstag - veganes sushi mit gebratenem tofu, sonntag - selbstgemachte burger (vegetarisch und mit fleisch) 

gesehen: miniserie the i-land, letzter tatort mit christian ulmen
gespielt: brändi-dog

Samstag, 2. Januar 2021

1. januar 2021 - aufdröseln

 der erste tag des neuen jahrs begann für kai früh - er fuhr die tochter zur arbeit. an feiertagen gibt es keinen öffentlichen nahverkehr zu ihrer arbeitsstätte, obwohl dieselbe buslinie auch zum spital führt. anschliessend haben wir dann aber doch noch ausgeschlafen und spät gefrühstückt, wie es sich für einen neujahrsmorgen gehört. wir fanden heraus, dass es ein neujahrskonzert der wiener philharmoniker geben würde, wie in jedem jahr, nur eben ohne publikum im saal. während wir der musik lauschten räumten wir den rest der deko ab, spülten die reste vom vorabend und beantworteten und sandten neujahrsgrüsse. 

 

anschliessend gingen wir vernünftigerweise ein bisschen raus - eine stunde durch das dorf, im wald ist es schlammig und wir hatten auch nicht so recht lust auf einen waldspaziergang. wir entdeckten einen offenen bücherschrank und kamen noch einmal an der neulich schon gesehenen tankstelle und dem veloladen vorbei, die beide ein wenig versteckt hinter der hauptstrasse liegen. 

zuhause gab es kaffee und gutsle - es wird eventuell allmählich zeit, wieder einmal etwas frisches zu backen. die tochter kam nach hause, heute fand sie es anstrengend in der arbeit. alle zogen sich ein bisschen zurück, ich nutzte die zeit, um mein "unravel your year ahead"- buch auszufüllen, wie schon die beiden jahre zuvor. in diesem jahr habe ich den jahresrückblick im blog zuerst geschrieben, jetzt kann ich mich mit dem arbeitsbuch noch mit einzelnen aspekten des vergangenen jahres auseinandersetzen. inzwischen bin ich schon dabei, mir ein wort für das kommende jahr zu suchen. 2020 war das "umherschweifen", 2019 "sammlung" und 2016 "zuhause".  ich bin schon sehr gespannt, was es in diesem jahr werden wird - ein bisschen möchte ich das umherschweifen eigentlich noch behalten, aber vielleicht braucht es auch etwas neues. ich überlasse mich derweilen mal dem prozess. 

zum abendessen bereitete ich honig-prosecco-fondue vor - endlich eine käsefonduevariante, die man ohne schlechtes gewissen auf den tisch bringen kann: anstatt nur brot dippt man gekochten brokkoli (bei uns eine mischung aus blumenkohl, brokkoli und romanesco) und apfelschnitze in die heisse käsemasse. nur bei der zubereitung wähle ich beim nächsten mal wieder die erprobte methode und gebe nicht als erstes senf und stärkemehl in den heissen caquelon. dann muss ich auch nicht mehrstündig klumpen aus der masse herausrühren... 

abendprogramm ein bisschen bayerisches kabarett, dann schweizer tagesschau und dann noch eineinhalb folgen unserer neuesten serie. 

gelesen: rendell, die bösartigkeit der raben

gesehen: maximilian schafroth live, the i-land

Freitag, 1. Januar 2021

29. bis 31. dezember 2020 - zwischen den jahren und jahresende

 ohne es geplant zu haben, habe ich mir zwischen den jahren eine pause im täglichen bloggen gegönnt. anstattdessen habe ich alle posts aus dem vergangenen jahr noch einmal durchgelesen und einen jahresrückblick zusammengestellt. und da war ja auch noch das letzte bild für den 12tel-blick, das ich vor jahresende einstellen wollte. 

und viel passiert ist in diesen letzten vier tagen des alten jahres auch nicht. nach wie vor gehen wir viel spazieren, zu einer richtigen wanderung ist das wetter doch zu schlecht. einmal war ich einkaufen, jetzt ist wieder genug essen im haus, um bis zum 4. januar durchzuhalten. jeder sohn war einmal bei uns, einer zum abendessen (und dann nochmal kurz zum wäschewaschen, weil die waschmaschine zuhause kaputt ist) der andere zu kaffee und stollen. einen ausflug haben wir gemacht, und sind mit dem auto nach basel gefahren, um einmal nicht in wald hinter dem haus zu spazieren, in dem wir gerade die letzten wege erkunden. 

nach basel zog uns der vorschlag des heimatschutz, der eine reihe von wanderbüchlein mit routen zu historischem herausgibt. wir haben uns für "freiräume am st. albanteich" entschieden. das auto liessen wir am parkplatz der grün 80, nahmen zuerst ein tram zum aeschenplatz und folgten der auf der karte verzeichneten strecke. zusätzlich zu den informationen im wanderbüchlein gibt es dort tafeln, die über den alten gewerbekanal, den dalbedyych, informieren. 


 

nach dem start am rhein geht es sich teilweise idyllisch, teilweise sehr städtisch, wie wir es gerne für stadtwanderungen mögen. man durchquert quartiere, die man sonst nicht gesehen hätte, kommt am stadion st. jakob vorbei und sollte eigentlich dann durch die meriangärten wieder zum ausgangspunkt zurückkehren können. die waren aber zu, da alle freizeiteinrichtungen in der schweiz zur zeit wegen pandemie geschlossen sind. darüber, dass hingegen das nahegelegene einkaufszentrum offen war (und zwar alle läden, nicht nur die lebensnotwendigen) darf man denken, was man mag. wir wählten anstatt der botanischen gärten dann den weg an den sportplätzen entlang und kamen so auch noch zur birs, aus der der st. albanteich bei münchenstein ausgeleitet wird. eine spannende stadtwanderung. 

den letzten tag des jahres haben wir wieder zuhause verbracht. die tochter hatte ausserplanmässig frei bekommen, so konnten wir zusammen frühstücken. dann machten wir ein bisschen ordnung und sauber, bevor kai und ich am frühen nachmittag mit rucksack zu einem nahegelegenen bauernhof aufbrachen, um dort zwiebeln und kartoffeln zu  besorgen. die hätte ich natürlich aus dem supermarkt mitbringen können, aber es ist auch schön, ein ziel für spaziergänge zu haben.



zuhause deckten wir für das silvestermenu den tisch besonders festlich, mit ein bisschen gold und glitzer. zum abendessen gab es schweinefilet, herzoginkartoffeln und rosenkohl. vage hatten wir einen film für  den silvesterabend geplant, "klaus" hat uns allen sehr gut gefallen und war die richtige art der unterhaltung für diesen abend. anschliessend gab es noch ein dessert, das ich als überraschung für die tochter vorbereitet hatte, s`mores in a jar. also keks, schokolade und marshmallows in einem glas im backofen überbacken - die tochter ist grosser marshmallow-fan und wir hatten es bei den letzten beiden lagerfeuern mit der familie vergessen, dass wir die ja auch mal übers feuer halten könnten...


dann war es auch schon zeit für den jahreswechsel, das wetter draussen grauslich, deshalb blieben wir am feuer sitzen und prosteten uns hier zu. möge das neue jahr besser als das alte werden! so richtig optimistisch blickt aber auch hier noch niemand auf die nächsten monate, allenfalls traut man dem neuen jahr zu, dass es steigerungsfähig ist und der sommer und der herbst richtig gut werden. die tochter ging dann bald zu bett, der dienst am neujahrstag blieb ihr erhalten, ist aber im ersten jahr der ausbildung noch spannend und neu.


Mittwoch, 30. Dezember 2020

12tel-blick im dezember

 

ein besonderer blick auf das haus hat mir noch gefehlt für das jahr: eine abendaufnahme, mit erleuchteten fenstern. schön wäre gewesen, hätte man auch noch den christbaum gesehen, der ist aber vom gewählten blickwinkel aus ein bisschen versteckt, weihnachtlich deshalb nur die beleuchtung des balkons. damit sind die 12 bilder für dieses jahr voll. 


das motiv für dieses jahr habe ich sehr gemocht - weil einerseits wirklich viel im garten passiert ist und ich durch die regelmässigen einträge daran erinnert wurde, auch die fortschritte im garten festzuhalten und weil es andererseits sehr gut zu diesem verrückten jahr passte, in dem wir wirklich, wirklich viel zuhause waren. nur knappe fünf monate nach dem umzug kam der erste lockdown, alle ferien verbrachten wir hier und nun, vierzehn monate nach unserem umzug, sind wir wieder ganz auf diese umgebung zurückgeworfen. 

alle bilder finden sie nochmal hier (was der 12tel-blick ist, dort):

 
als besonderen service habe ich auch noch einmal den 12tel-blick des vergangenen jahres aufgesucht, in dem ich die baustelle des neuen grossen thermalbades beobachtet habe:  
 


 zuletzt zeigte ich ihnen die baustelle im märz, auf den ersten blick hat sich auch gar nicht so viel verändert. man muss schon genau hinsehen: vorne grenzt nun eine betonmauer das areal zum fluss hin ab, zum teil sind hinter den gerüsten schon fenster montiert und die zufahrt zur baustelle ist verschwunden oder besser gesagt durch eine tiefgarageneinfahrt von hinten ersetzt worden. eröffnung im 2021 ist geplant - von baustellen habe ich zu wenig ahnung, um sagen zu können, ob das realistisch ist. 

nun muss ich mir wohl überlegen, wo mein 12tel-blick für 2021 liegen soll. gerne hätte ich ein bisschen mehr natur, die letzten drei jahre standen doch jeweils gebäude im vordergrund. gut achten werde ich wieder auf markierungen, die es mir ermöglichen, immer wieder den genau gleichen blickwinkel einzufangen... sicher werde ich demnächst auf einem spaziergang in der näheren umgebung fündig, denn eines sollte der blick auch sein: gut erreichbar, auch in falle eines strengen lockdowns. 

und ganz zum schluss möchte ich es nicht verpassen, eva zu danken, die nun auch schon seit etlichen jahren dem 12tel-blick eine heimat auf ihrem blog gibt, ich gehe gleich mal dort vorbei und schaue, wie die anderen ihr jahr abgeschlossen haben! kommen sie doch einfach mit.