Montag, 10. Dezember 2018

adventspost 2018 - das erste drittel

gut ein drittel der adventszeit ist schon vorbei, höchste zeit zu zeigen, was mir der postbote schon an adventspost gebracht hat. 
nun, bevor sie neidisch werden, ich nehme an der adventspost 2018 teil - eine art adventskalender per post. in meiner gruppe gestalten 25 menschen je 25 postkarten und schicken sie an einem bestimmten tag an alle 24 anderen in ihrer gruppe, so lange bis weihnachten ist und alle 25 postkarten bekommen haben. es gibt ein paar formale einschränkungen und ein grobes thema, in diesem jahr sind dies die verwendung von ausschliesslich schwarz und weiss und die technik des markmaking. ich verschicke meine post am 20. - nein, da muss sie natürlich schon dort sein. aber zeigen werde ich meine karte erst dann. auch wenn ich schon ein bisschen was gezeigt habe im blog, das wird es eh alles so nicht. 

nun also zu meinen bisher erhaltenen karten. sie tröpfelt ein bisschen spärlich, die post. was daran liegen mag, dass ich im eu-ausland wohne. angekommen sind bisher im ersten drittel:



 die nummer eins. gemarkmakte bäume, ordentlich in tannenform gebracht mit schablone von mareike.


 die nummer vier. seifenblasen von manu. leider ohne blog und insta, was mich ein bisschen ärgert, weil ich das auch mal machen möchte!


also, liebe manu, wenn du das liest, wie geht das?


 nummer sechs. spuren im schnee? was ist denn da passiert? hat da jemand den weihnachtsbraten erlegt? ein toller kontrast auf jeden fall, wie wenig farbe es nur braucht für einen echten hingucker von verena.


 nummer acht. sterne und sternschnuppen. von corinna.




nummer neun. (die nehmen wir jetzt noch zum ersten drittel, weil sich 25 eh nicht wirklich gut teilen lässt) noch mehr sterne von brigitte.

herzlichen dank euch allen für eure post!
und falls die vier, die noch fehlen, hier auch ankommen, zeige ich die selbstverständlich auch noch.*

und dann noch einen ganz grossen dank an die beiden, die diese mailartaktion gestartet haben, an tabea und manuela vom postkunstwerkblog.  es ist immer wieder schön, dabei zu sein!

...

* eine kleine anmerkung hätte ich noch: liebe künstlerinnen aus gruppe 4, ich weiss es zu schätzen, dass ihr euch alle die zeit genommen habt/nehmen werdet, 25 postkarten herzustellen und rechtzeitig zu verschicken, das freut mich sehr!
aber ein stück weit lebt diese aktion doch auch davon, dass wir uns gegenseitig inspirieren und zeigen, wie das entstanden ist, was da in unseren briefkästen landet? das vermisse ich in diesem jahr schon ein bisschen. noch mehr als die vier noch nicht angekommenen karten. also, nehmt euch doch ein bisschen zeit, vielleicht gibt es ja ein verwackeltes handybild das man auf insta zeigen kann - im blog gab es neulich so eine gute anleitung zum zeigen der sachen, das lohnt sich!


Sonntag, 9. Dezember 2018

wochenrückblick woche 49 - zurück in den alltag

die woche nach der dorfweihnacht hatte es wie jedes mal in sich. einerseits wünsche ich mir ein bisschen entspannung nach dem ganzen organisationsmarathon, andererseits soll möglichst rasch wieder normaler alltag herrschen und der beinhaltet im advent halt auch geschenke organisieren, guezli backen und sonstige weihnachtliche aktivitäten.

den sonntag und den montag brauchten wir vor allem noch zum aufräumen und zurückgeben verschiedener dinge, und irgendwie habe ich es auch wieder geschafft, mir die woche sehr vollzupacken. immerhin habe ich die musse gefunden, mich um die adventspost zu kümmern und johannes hat schöne fotos davon gemacht.


ein paar guetsle habe ich auch gebacken, zwar immer ein bisschen zwischen tür und angel, aber das geht auch und lecker schmecken sie auch so.

 
es sind noch ein paar letzte weihnachtliche leuchtelemente in der werkstatt entstanden. ob es wirklich die letzten waren? es gibt ja noch zwei kurse und zwei offene donnerstage bis weihnachten.


am freitagabend waren wir zur kompensation des scheusslichen ausblicks aus dem werkstattfenster zum abendessen beim giessereizauber eingeladen. weihnachtsessen des filzquadrats mit allen mitarbeiterinnen, partner durften mitgebracht werden, sozusagen.
das essen war sehr lecker und die dekoration der halle beeindruckend, das showprogramm hätte ich spontan nicht gewählt, hat aber auch weiter nicht gestört.
im vorfeld hatte ich mir darüber gedanken gemacht, ob ich mich durch diese einladung korrumpieren lasse, nach dem samstagnachmittag kann ich sagen, dass das nicht so ist, der anblick der heizungen stört mich immer noch und ich bin froh darüber, wenn sie möglichst rasch wieder verschwinden. 


 am samstag haben wir den adventsmarkt in baden besucht, den unumstrittenen lieblingsweihnachtsmarkt, und dementsprechend viel schöne sachen eingekauft. wir haben zwar immer noch nicht alle weihnachtsgeschenke, sind aber dem ziel schon wieder ein bisschen näher gekommen.


meinem filzadventskalender habe ich in "betrieb" genommen - jetzt darf ich eine kugel nach der anderen aufschneiden und erlebe dabei die eine oder andere überraschung. die 24 kugeln habe ich über vier jahre hinweg zusammengetragen und dabei ist mir eine komplett weisse, die vielleicht einmal den bauch eines schneemanns hätte geben sollen, untergekommen. von aussen sieht man das ja nicht.

heute haben wir die tochter mit zwei freundinnen zum eisfeld nach brugg gefahren, sind eine runde spazierengegangen und haben die mädchen dann wieder nach hause gebracht. zuhause haben wir die ersten vier sorten guetsle zum kaffee probiert, ich habe den letzten newsletter für dieses jahr verschickt und nachher fahren wir nach basel, um amadou und mariam zu hören.

im grunde genommen würde ich gerne wieder täglich schreiben, vielleicht ab der kommenden woche.

und ganz zusammenhanglos würde ich hier gerne noch einen link teilen, zum thema plastik, das ja momentan in aller munde ist. (oh, das ist etwas doppeldeutig.) der historiker erich keller hat aufgeschrieben, wie es gekommen ist, dass uns heute so viele dinge aus plastik umgeben und welche revolutionäre kraft diese erfindung im 20. jahrhundert hatte. lesenswert wie sehr viele artikel von geschichte der gegenwart




Freitag, 7. Dezember 2018

unser gemüse heute


nüsslisalat, hokkaido-kürbis, eine grosse und einen kleine steckrübe, zwei randen, lauch, zwiebeln, rüebli, kartoffeln.
wintergemüse.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

#wmdedgt 5.dezember 2018

und jetzt noch tagebuchbloggen... vielleicht ein einstieg um wieder täglich zu schreiben:

der dritte frühe morgen in folge, die tochter hat heute eine extralektion mathe. im matheunterricht scheint gerade nicht alles rund zu laufen, die lehrerin hat sich bereit erklärt, zusätzliche lektionen für diejenigen schülerinnen anzubieten, die das wollen. ich hadere mit der idee, bin ich doch der ansicht, dass es möglich sein muss, in der regulären unterrichtszeit - immerhin 5 stunden pro woche - mit dem stoff und den schülern zurecht zu kommen. andererseits sind wir froh um dieses angebot, sind doch die noten nach einem lehrerwechsel momentan arg im roten bereich...
um viertel nach sieben sind alle aus dem haus und ich schreibe mir eine liste, hatte ich doch die letzten beiden tage das gefühl, überhaupt nicht vom fleck zu kommen.

zuerst muss das mailing für den nächsten kinderfilzkurs raus, dann verschicke ich endlich die ergebnisse aus der letzten ausstellungsvorbereitungssitzung. vorbereitet habe ich auch den ankündigungstext, der in der frühlingsausgabe der filzfun erscheinen soll, nun warte ich auf das ok des OK.
nächster programmpunkt: zutatenliste für die geplanten weihnachtsguezli zusammenstellen.
zwischendurch kommt der postbote und bringt die zweite karte der adventspost 2018. die karten kommen bisher eher zögerlich, aber ich schiebe das immer auch ein bisschen darauf, dass wir ja im nicht-eu-ausland leben. 


und weil das alles recht schnell geht, habe ich noch zeit einen teig für guezli vorzubereiten und die waschküche sauberzumachen, bevor ich mich auf den weg in die werkstatt mache.

in der werkstatt stehen noch die gepackten kiste vom adventsmarkt, ich packe alles aus und dekoriere für die nächsten termine - noch drei mal offene werkstatt bis weihnachten plus zwei filzkurse - mit den übriggebliebenen schwemmholzengeln und windlichtern.
ausserdem kann ich nun endlich meinen adventskalender aufhängen. und die ersten fünf "türchen" öffnen:


danach geht es der limmat nach in richtung baden, ich stelle das velo am aufzug zum bahnhofsplatz ab und nehme nur den anhänger zum einkaufen mit. den fülle ich mit notwendigen besorgungen und einer ganzen menge an backzutaten, um endlich richtig in die adventszeit zu starten.

wieder unten am fluss angekommen fahre ich weiter in die altstadt, wo ich noch ein geburtstagsgeschenk einkaufe und mir eine zimtschnecke hole.
zuhause ist endlich das nikolauspäckchen der grossmutter angekommen, dessen reise ein kleiner krimi war, wurde es ihr doch erst einmal wieder nach hause gebracht, weil es nicht frankiert war ... bloss gut, dass sie die rechnung von der poststelle aufbewahrt hatte und so beweisen konnte, dass das porto längst bezahlt war.
nach dem einräumen der einkäufe mache ich eine kleine pause, bevor ich die ersten guezli backe:


das internet lässt grüssen... aber die idee fand ich einfach so gut, dass ich es auch probieren wollte. gesehen zuerst bei anke gröner, dann auch bei frau brüllen.

ausserdem ergänze ich unseren adventskalender um meinen beitrag:


ein umgekehrter adventskalender: anstatt jeden tag etwas herauszunehmen, geben wir reihum etwas dazu. in der woche nach weihnachten macht sich dann ein grosses paket auf den weg um menschen eine freude zu machen, die es nicht so gut haben wie wir.
es ist übrigens auch spannend darüber nachzudenken, was man in das paket tun will ... als ich den zwieback schon hatte, sind mir spontan eine ganze menge "wichtigere" sachen eingefallen. oder sollen wir lieber sachen hineintun, die man sich eher nicht leistet, wenn es an geld fehlt? auch zu überlegen, welche qualität man kauft - lieber viel und günstig oder eher doch die bioqualität? ich habe das jetzt so gelöst, dass ich die sachen kaufe, die ich auch für uns kaufen würde. viermal darf ich da noch drüber nachdenken, habe aber auch schon ein paar ideen.

irgendwann kommt die tochter von schule und zahnversiegelung zurück und setzt sich zu mir in die küche, vom guezlibacken gehe ich mehr oder weniger nahtlost zum abendessenkochen über, heute gibt es eine gemüsepfanne mit erdnusssauce zu reis.

und nun schicke ich meinen tagebucheintrag noch zu frau brüllen und danke für anstoss und verlinkungsmöglichkeit! 




Montag, 3. Dezember 2018

dorfweihnacht 2018

 ein rückblick in bildern, die mehr sagen als viele worte, auf den adventsmarkt am samstag:


für den aufbau hatten wir wunderbar trockenes und teilweise sogar sonniges wetter, dank tatkräftiger unterstützung lief alles glatt und es blieb zwischendurch auch mal zeit zum gipfeliessen und kaffeetrinken!  unsere marktfahrer waren entspannt und auch kleinere technische probleme konnten wir noch gut lösen.


am nachmittag brachte uns das ennetraumensemble in stimmung und bei sehr milden temperaturen besuchten viele menschen die marktstände und kulinarischen angebote draussen und drinnen.
wir bekamen sehr viel lob für die organisation - einerseits von denen, die aktiv beteiligt waren, aber auch von unseren besuchern.


besondere momente an der dorfweihnacht, festgehalten von sandra treyer und johannes hofmann (wie alle fotos): bewegung, begegnung und unterhaltung für klein und gross, das zusammenleben vieler kulturen in unserer gemeinde widergespiegelt im kulinarischen angebot vom chäsbrätel und cervelat über chilli con carne bis zu vegetarischen pekora, miteinander und füreinander da sein mit allen menschen.


 am abend wurde es stimmungsvoll mit all den lichtern in und ums turnhallenfoyer. ab sechs war dann auch unser adventsfenster zu sehen, wir hatten die ehre das erste fenster zu präsentieren. im dunkeln leuchteten die feuer um die wette mit den tannenbäumen - und den gesichtern. dann wurde es ruhiger und ich konnte ganz zum schluss noch einen rundgang an allen ständen machen. zufriedene besucher, zufriedene standleute, zufriedene organisatoren.


irgendwie bin ich ja alles drei - die meiste zeit habe ich hinter meinem eigenen stand verbracht - abgelöst zwischendurch von kai oder den söhnen, auch hier ergaben sich viele gute gespräche. schön war es menschen wiederzutreffen, die schon kurse besucht, aufträge aufgegeben oder sachen bei mir gekauft haben. verkauft habe ich vor allem windlichte und schwemmholzengel, was wenig überraschend war.

um viertel vor acht legte kai die rolle mit den abschiedsliedern in die drehorgel ein und spielte zuerst draussen, dann drinnen. das war dann das signal für die standleute, dass sie so allmählich mit dem zusammenpacken beginnen durften. parallel mit dem abräumen der stände begannen unsere helfer schon mit dem abbau der infrastruktur, und alles was wir in zwei tagen herangeschafft und aufgebaut, dekoriert und geschmückt hatten, verschwand innerhalb von zwei stunden in kartons und säcken. tische und stühle wurden aufgestapelt, die küche geputzt, die feuer gelöscht und die tännchen von ihren lichtern befreit und aus ihren ständern genommen.

was am ende bleibt ist die freude und die erinnerung an den schönen tag, die fotos von glücklichen menschen und ganz sicher die vielen guten worte, die wir zu hören bekamen.
ein letztes mal sortieren wir das, was übrig geblieben ist und müssen nun entscheiden, was mit der abgehängten deko, den lichterketten, den blachen geschehen soll. eine letzte abrechung werden wir machen und wenn etwas geld übrig bleibt, müssen wir auch hier darüber nachdenken, wie das verwendet werden soll.
es bleibt uns ausserdem die erfahrung, einen solchen anlass organisiert und ganz unterschiedliche menschen zusammengebracht zu haben, auch die erfahrung, nach jedem anlass "über die bücher zu gehen" und es im nächsten wenn nicht besser, dann doch ressourcenschonender und gelassener zu machen. sehr hat uns bei den letzten beiden adventsmärkten in 2016 und dieses jahr die kooperation mit dem feuerwehrverein als festwirtschaftsbetreiber entlastet. und in diesem jahr vielleicht auch ein bisschen der gedanke, dieses kapitel nun abschliessen zu können und dies auf eine gute weise zu tun.

Freitag, 30. November 2018

wochenrückblick woche 48 und unser gemüse heute

der grösste vorteil der täglichen berichterstattung ist wohl, dass mir die woche nicht so entgleitet, sondern jeder tag am abend oder spätestens am morgen drauf säuberlich einsortiert und etikettiert wird.

diese woche jedoch war geradezu dafür prädestiniert, zu entgleiten und ihre ganz eigene dynamik zu entwickeln. bewusst hatte ich mir sie mehr oder weniger freigehalten, denn der countdown für die dorfweihnacht läuft. im grunde ist es ja ganz easy, so einen weihnachtsmarkt zu organisieren, man braucht nur ein paar stände, gastronomie, deko, werbung, programm und schon ist der anlass fertig.

das gilt so ungefähr bis eine woche vor dem termin, dann wird es plötzlich konkret: sind alle standbetreiber informiert dass es draussen kein licht gibt, ist genügend kuchen organisiert, funktioniert die geplante deko und wann hängen wir sie auf, wo sollen all die übrigen plakate hin, wer singt wann und wo und vor allem was? dazu muss noch eine rede geschrieben werden, und die helfer klagen wahlweise darüber, dass das alles nicht zu schaffen sei oder ob sie denn überhaupt genügend zu tun haben werden?
zur abstimmung muss ganz viel zusammengesessen und literweise tee getrunken werden, für jeden einzelnen einfall und notfall und zufall muss extra noch etwas eingekauft und besorgt werden, und was geben wir den musikern als kleine aufmerksamkeit? also nochmal los zum confiseur...

dementsprechend unberechenbar verlief die woche. am montag war noch alles ganz normal, aber ich traute dem frieden nicht, am dienstag war ich auch noch in der werkstatt, holte das saxophon der tochter aus der werkstatt ab und wir besprachen uns. am mittwoch alles wieder normal plus viele telefonate und textnachrichten und für mich von freitag vorgezogene nachhilfelektionen, und ich schaffte es noch, eine weihnachtsdeko zu basteln inklusive einem adventskranz.


aber am donnerstag ging es endlich los. die kollegin zauberte ein wunderschönes und riesiges adventsfenster, das wir dann morgen um sechs feierlich öffnen werden. ich schaute immer mal wieder vorbei und als ich am abend von der offenen werkstatt heimfuhr, war schon das schöne bild bis samstag in packpapier gehüllt. der überraschung halber. in der werkstatt war ein pokemon entstanden... offene werkstatt, man kann einfach mit allen ideen kommen!


heute ging es weiter mit den vorbereitungen, vor allem die kollegin werkelte weiter an der deko, ich unterstützte sie wo notwendig und wir bekamen noch viel liebe hilfe. das turnhallenfoyer ist nun weihnachtlich vorbereitet. die tannli sind da. die stände, die feuerschalen auch. die helfer sind auf viertel ab acht, beziehungsweise neun und zehn uhr bestellt.

um die mittagszeit kam noch das gemüse:


 zuckerhut, wirsing, nüsslisalat, lauch, rüebli, kartoffeln, sellerie, zwiebeln.
glücklicherweise alles gut haltbar, denn morgen gibt es an der dorfweihnacht chilli con carne, hotdogs, pakistanisches essen, chäsbrätel und hoffentlich genug kuchen!

sie könnten morgen einfach bei uns vorbeischauen, von 14 bis 20 uhr sind wir in und ums turnhallenfoyer in ennetbaden anzutreffen oder wenn sie zu weit weg wohnen oder sonst verhindert sind, drücken sie uns einfach die daumen, dass das wetter wenigstens gnädigerweise trocken bleibt. danke!

12tel-blick im november


ich konnte keinen idyllischen novemberblick mehr finden. vor dem fenster gab es mitte des monats endlich gelbes herbstlaub, mittlerweile ist das aber auch schon abgefallen. und zwei mobile heizungen, mit denen die eventhalle geheizt wird. nicht so schön als anblick, aber immerhin um welten besser als die ölheizungen, die im letzten jahr zum einsatz kamen.
drinnen läuft die adventsproduktion auf dem bild noch auf hochtouren, zapfenzwerge, schwemmholzengel. auch damit habe ich eigentlich abgeschlossen, morgen ist mein zweiter und letzter adventsmarkt für dieses jahr, danach gibt es noch ein paar kleinere aufträge abzuarbeiten und dann werde ich mich vielleicht schon ein bisschen auf den filzlehrgang im neuen jahr einstimmen.

mal schauen, wie sich die anderen 12-tel-blicke so entwickelt haben... ganz ähnlich wie eva denke ich auch schon eine weile über den "blick" für 2019 nach. ich glaube, das wird etwas spannendes!

Sonntag, 25. November 2018

woche 47 - filz und kunst

so, nachdem ich diese woche einfach nicht mehr mit dem täglichen schreiben nachgekommen bin, versuche ich es mal mit einem wochenrückblick auf ein paar highlights.

am mittwoch gab es einen sehr turbulenten aber auch schönen filznachmittag mit vier erstklässlern, einem kindergartenkind und zwei etwas älteren kindern. ausserdem habe ich eine halbe stunde ein weiteres kind vermisst, bis sich herausgestellt hat, dass es erst für den nächsten filznachmittag angemeldet ist.


nicht, dass ich vergessen hätte zu erklären, dass die kerze durch den filz durchleuchten soll... aber was will man gegen das argument, bei mir soll das aber nicht so sein, auch einbringen?
und am ende ist es ohnehin das wichtigste, dass die kinder mit ihren werken zufrieden sind.


am donnerstag fuhr ich direkt aus der offenen werkstatt zum versammlungslokal der gemüsegenossenschaft. auf der generalversammlung wurde über den umgang mit einem fehlbetrag in der jahresrechnung abgestimmt. gelernt habe ich dabei, dass es nicht defizit heissen darf, weil es das so nicht geben kann, da wir nur das ausgeben können, was wir auch tatsächlich haben. in den vier bisherigen biocò-jahren war das regelmässig zu wenig, um den gemüsebauern ausreichend zu bezahlen. so hat er jeweils auf einen anteil verzichtet, wie auch die betriebsgruppe auf die ihr zustehenden beitragsfreien gemüsekörbe. warum es vier jahre dauern musste, bis wir uns eingestehen konnten, dass ein jahresbeitrag von 1100 franken pro gemüsekorb für 2-3 personen nicht ausreicht, um eine solide finanzielle basis zu garantieren, ist mir zwar nach wie vor nicht klar, vielleicht spielt aber eine rolle, dass wir 2018 zum ersten mal die volle anzahl gemüsekörbe verkauft hatten (60 stück) und trotzdem geld in der kasse fehlt. wir konnten also nicht mehr darauf hoffen, dass mehr verkaufte körbe den fehlbetrag verkleinern würden. einstimmig wurde dann auch die erhöhung des jahresbeitrags für gemüse auf 1200 franken beschlossen, zusätzlich dazu eine nachschusspflicht falls auch das noch nicht ausreicht.

am freitag habe ich mir noch einen werkstattfreien tag genommen, der haushalt hat es gedankt, endlich bin ich wieder einigermassen auf dem laufenden mit wäsche, gemüsekochen und allgemeiner sauberkeit. eine grössere portion blaukraut aus ernteanteil der letzten woche habe ich schon mal für weihnachten vorbereitet und anschliessend eingefroren, danach aus dem frisch gelieferten muskatkürbis (mein kürbisendgegner, da stimmt einfach gar nichts, weder der geschmack noch die konsistenz können mich überzeugen) eine gefühlt grosse portion kürbisgnocchi gebastelt, die wir dann aber doch zu viert einfach zu einer tomaten-paprika-sosse aufgegessen haben.

im park von schloss greifensee

 samstagvormittag war ich mit den anderen frauen aus dem ok für die mitgliederausstellung der filzszene in greifensee verabredet. zuerst besprachen wir den inhalt von flyer und plakat, dann besuchten wir das schloss greifensee, um uns einen eindruck von den räumen zu verschaffen, in denen wir die filzkunstwerke von 25 mitgliedern ausstellen werden. das schloss steht zu meiner überraschung nicht wie die aargauer schlösser in der landschaft, sondern mitten im städtli. äusserlich hat es noch das erscheinungsbild der burg des 13.jahrhunderts, innen haben zahlreiche umbauten und besitzerwechsel ihre spuren hinterlassen. am auffälligsten fand ich das klassizistische treppenhaus, das wohl auch der statik des ganzen gebäudes sehr zugesetzt hat und in jüngerer zeit mit stahlträgern verstärkt wurde. für unsere ausstellung ist diese vielfalt eher ein vorteil, denn so werden wir die vermutlich recht unterschiedlichen filzkunstwerke je auf ihre eigene art präsentieren können. in greifensee war zugleich noch weihnachtsmarkt, über den wir auch noch ein bisschen schlenderten, bevor wir uns auf den weg zurück nach zürich machten.


das war dann eine beinahe einstündige odyssee, trotzdem war ich zur verabredeten zeit am haus konstruktiv um kai zu treffen. nach einer kurzen mittagspause besuchten wir die aktuellen ausstellungen, am meisten haben mir dieses mal die sachen von robin rhode gefallen.


 danach nutzten wir die letzten sonnenstrahlen um über den alten botanischen garten und den schanzengraben an den see zu spazieren, und von dort bei zunehmender dunkelheit über die brücke auf die andere limmatseite und weiter durchs oberdorf und niederdorf zum central. unterwegs entwickelten wir spontan den plan ins kosmos zu fahren um dort von einem geschenkgutschein moules et frites zu essen.


nach dem langen tag waren wir im grunde recht früh zuhause, schauten noch "alles war wir geben mussten" und ich holte später noch die rettungsschwimmer vom bahnhof ab.

den heutigen sonntag nutzten wir zur erledigung liegengebliebener dinge und ein bisschen auch zum entspannen.









Freitag, 23. November 2018

unser gemüse heute


nüsslisalat, muskatkürbis (mit dem ich am sonntag abrechne), rande, zwei cicorino rosso, kartoffeln, lauch, zwiebeln, knoblauch, federkohl, rüebli.
geplant: kürbisgnocchi, spaghetti mit federkohl, randenrisotto, hat jemand ideen für cicorino rosso? ,
lasagne mit cicorino rosso.

dorfweihnacht 2018

ich glaub, ich brauche mal eine pause. nicht nur vom täglichen schreiben hier, sondern eigentlich noch viel mehr vom täglichen tun. die liegt aber momentan nicht drin. ich wusste ja schon, dass der november mit abschlussaustellung, märkten und vorbereitung auf die dorfweihnacht anstrengend werden würde, hatte aber völlig aus den augen verloren, dass es ja auch noch das ganz normale leben gibt.
so haben mich diese woche nicht etwa die filzkurse oder die vorbereitungen auf den adventsmarkt, sondern das leben selbst herausgefordert: elterngespräch in der schule der tochter, viel lernaufwand und ein just zwei wochen vor dem adventskonzert lädiertes saxophon, das zur reparatur gefahren werden muss. aber wir haben ein ersatzinstrument bekommen, toller service! dazu kommen noch eine ausserordentliche generalversammlung der gemüsegenossenschaft zu einem zumindest so heiklen thema, dass ich sie ungern verpassen würde und ein ortstermin mit dem organisationskomittee für die mitgliederausstellung der filzszene am kommenden samstag auf schloss greifensee. (ich nehme mir mal wieder vor weniger oft "hier" zu schreien, wenn es darum geht, dinge zu organisieren. ob das was nützt?)

mit dem adventsmarkt sind wir jetzt in der phase angekommen, in der wir beiden organisatorinnen fast jeden tag mindestens einmal telefonieren oder uns sehen. es läuft, wir sind dran, es gibt wie jedes mal ein paar unwägbarkeiten und nicht alles läuft optimal, aber es wird, es wird. das sagen wir uns jeden tag gegenseitig und damit ist die gute laune meist schnell wieder hergestellt. auch wenn das bauamt unsere schönen plakate so gut versteckt hat, dass wir sie zuerst selbst nicht gefunden haben. sollen wir ein suchspiel daraus machen?
ich zeige sie jetzt mal hier und lade natürlich auch gleich ein - wir freuen uns auf ganz viele, viele gäste! 


es wird unsere letzte dorfweihnacht sein.
ein bisschen nagt auch das an mir. und an uns, an uns organisatorinnen, vielleicht sogar an uns als familie, an den jungs, an kai, die von der ersten dorfweihnacht 2012 mit viel herzblut dabei waren. es gibt sogar ein label auf dem blog für die dorfweihnacht - ich musste gerade selbst nostalgisch in der historie der vier veranstaltungen stöbern.
trotzdem ist es gut, sagen zu können, dass es die letzte dorfweihnacht sein wird. so viel hat sich in unserem leben verändert, seit wir mit der dorfweihnacht begonnen haben. wir beiden organisatorinnen sind heute familiär und beruflich an einem ganz anderen ort als vor 8 jahren, als die idee langsam gestalt annahm.
unser ziel war es, einen begegnungsort für alle menschen in unserem ort in der vorweihnachtszeit zu schaffen, und ich glaube, das ist uns immer wieder gut gelungen.
aber es hat sich auch rundherum so viel verändert, die anzahl der märkte und adventsanlässe ist gefühlt ins unermessliche gestiegen. und mit ihr gestiegen ist mein/unser unmut über diese "galoppierende eventitis". überall kann man glühwein trinken, kunsthandwerk kaufen, bratwurst essen in der vorweihnachtszeit. überall glitzert und leuchtet und tönt es. müssen wir da auch noch mitmachen? und sollen wir uns dieser konkurrenz mit einem anlass aussetzen, mit dem wir doch nur vergleichsweise unspektakuläres anzubieten haben?
da kamen uns die pläne der gemeinde gerade recht, selbst einen weihnachtsmarkt zu veranstalten. anlass ist zunächst das 200-jahr gemeindejubiläum in 2019, danach soll ein solcher anlass aber jährlich etabliert werden. die ausrichtung wird ganz anders sein, auch der ort, der markt wird über mehrere tage kurz vor weihnachten gehen und vor allem draussen stattfinden. der wunsch nach dieser ausrichtung der dorfweihnacht ist in den vergangenen jahren auch schon an uns herangetragen worden - wir wollten lieber beim kleinen, gemütlichen markt bleiben. und so haben wir beschlossen, dass es genug ist, viermal dorfweihnacht waren schön, aber ewig wollen wir das nicht machen. ein bisschen wehmut ist dabei, und darum wird diese dorfweihnacht noch ein bisschen heller und strahlender und wärmer sein als die zuvor.

natürlich auch mit einem filzquadrat-stand, den ich vor allem mit leutenden filzwindlichten, schwemmholzengeln und zapfenzwergen dekorieren werde. dazu gibt es aber auch das "standartprogramm" aus gefilzten körben, taschen und sitzfilzen, die sich gut zum verschenken eignen! 

es spricht also einiges für einen besuch der 

dorfweihnacht 2018 

am samstag 1.dezember 2018 von 14 bis 20 uhr 

in und ums foyer der turnhalle ennetbaden!







Dienstag, 20. November 2018

montag 19.11.2018 - sprudel

eigentlich wäre es nach dem durcharbeiteten wochenende schön gewesen, einen tag pause zu machen, aber erstens wollten pakete aus deutschland abgeholt werden und zweitens hatte ich den weihnachtsmarkt ja schon mehr oder weniger 5 tage vernachlässigt und haushalt wäre auch noch dran gewesen, zu dem es dann aber nicht mehr gereicht hat.

immerhin startete ich den tag mit einer kanne tee und den blogeinträgen für die letzten beiden tage, nachdem ich die erinnerungsmail an die angemeldeten kinder für den filznachmittag verschickt hatte. eine  anmeldung trudelte noch so hinterher ein, die passte dann ganz gut auf den letzten noch freien platz. maximal können acht kinder an so einem nachmittag teilnehmen, mehr kann ich allein nicht sinnvoll anleiten. teilweise sind die kinder ja noch recht jung, gerade jetzt gibt es wieder einen ganzen schwung erstklässler, und sogar ein kindergartenkind, das aber von seiner mutter begleitet wird.
also zurück zu den blogeinträgen, danach blieb mir dann noch ein bisschen zeit für ein experiment in sachen markmaking, ich habe mir einen filzstift gebastelt.


ich bin immer noch an den seriensternen. der filzstift ist toll, weil der filzlappen (industriefilz...) ein bisschen beweglich ist und dadurch nicht gerade berechenbar. die tinte ist auch ganz herrlich, weil sie original chinesisch ist und gottserbärmlich stinkt. alles in allem ein leicht genialisches gefühl beim arbeiten mit diesen werkzeugen.

gegen mittag fuhr ich los nach deutschland, zuerst zum drogeriemarkt (blöderweise hatte ich die leere colasüripatrona* vergessen).
beim einladen meines umfangreichen einkaufs ins auto wurde ich von einem jungen mann auf englisch angesprochen, der sich freute, dass überhaupt jemand mit ihm reden wollte. er erzählte mir seine geschichte, die irgendetwas mit toten verwandten in nigeria, einem verlorenen job und seiner familie in todtmoos zu tun hatte, aber noch einige weitere details enthielt, die ich jetzt nicht mehr zusammenbekomme. er erzählte und erzählte und verhaspelte sich immer mehr in einzelheiten, bis ich ihn schliesslich fragte, wie ich ihm denn nun helfen könne. es stellte sich heraus, dass er jemanden suchte, der ihm die fahrkarte nach todtmoos bezahlen konnte. nun wäre es angesichts des vollen kofferraums unfair gewesen zu behaupten, das nicht zu können.

es war auch nur ein kleiner betrag von nöten, den ich ihm gerne gegeben habe.

ob er wirklich eine fahrkarte brauchte? und wenn nicht, wenn es nur eine charmante art war sich geld zu erbetteln für was auch immer? dann ist es auch egal, denn mit dem alten abgewetzten portemonnaie und rucksack und den zwar sauberen, aber deutlich nicht neuen kleidern konnte er es sicher gut gebrauchen. egal für was. ich konnte es glücklicherweise in diesem augenblick entbehren, ohne dass mir etwas gefehlt hat.

pakete habe ich noch abgeholt, im stoffladen war ich, stofffarbe habe ich auch noch gekauft und ein paar lebensmittel. dann durch den zoll und nach hause. dort mit der tochter mit einigen unterbrechungen kaffee und schneckennudeln. zuerst kam jemand vorbei um weihnachtsmarktflyer zum verteilen zu holen - in diesem jahr scheint uns die unterstützung an manchen ecken einfach zuzufliegen! dann ein telefonat mit der weihnachtsmarktkollegin über plakate, dekoration, lichterketten. dann ab- und anmeldungen der familie zum abendessen. und mitten in dem allem ein bisschen pythagoras, hypotenusen- und kathetenquadrate.
schliesslich und endlich um sieben dann doch noch abendessen zu fünft, es gab randensuppe und zum dessert vanillepudding.
und weil kai fussball schauen wollte habe ich noch die weihnachtsmarktpendenzen abgearbeitet und sogar noch ein bisschen gemarkmakt.




*ob ich diese geschichte schon mal erzählt habe? keine ahnung, auf jeden fall waren wir mal im bündnerland in den ferien und wie halt so auf dem land üblich, gab es dort einen volg, in dem zwei jungs an der kasse nach colasüripatrona fragten. für alle nicht des dialekts mächtigen: kohlensäurepatronen. wobei ich bei der aussprache der jungs nicht sicher war, ob das nur dem dialekt, oder auch dem wunsch, aus diesen patronen möge die cola direkt sprudeln, geschuldet war. aber eigentlich sagen sie hier alle coki, wenn sie cola meinen. ich weiss es also nicht, aber alle sagen seither hier colasüri.

Montag, 19. November 2018

wochenende 17. und 18. november 2018 - kein wochenende

zwei tage war ich im namen des filzes unterwegs.
am samstag durften wir zwei teilnehmerinnen des filzlehrgangs 2018 ihre zertifikate überreichen, im rahmen einer kleinen ausstellung ihrer arbeiten, die sie im vergangenen jahr erstellt haben. die dritte teilnehmerin hat es leider nicht geschafft, was sehr schade ist.

es ist immer wieder überwältigend, auch für die teilnehmerinnen, einmal an einem ort versammelt zu sehen, was alles über die vergangenen 11 monate entstanden ist und daran auch ablesen zu können, welche entwicklung sie gemacht haben. die beiden haben sehr unterschiedliche selbständige arbeiten angefertigt, viel arbeit und zeit, aber auch überlegungen da hinein gesteckt und das haben wir in diesem rahmen zusammen mit ihren freunden und verwandten hoffentlich würdigen können.
zugleich war aber auch gelegenheit für am filzlehrgang interessierte sich direkt nicht nur anhand der ausgestellten objekte, sondern auch im gespräch mit den teilnehmerinnen und uns leiterinnen des lehrgangs zu informieren. auch davon wurde reichlich gebrauch gemacht.


(bilder kommen später...)

 ein insgesamt schöner anlass, den ich am abend in guter stimmung verlassen habe. zuhause gab es eine leckere gemüsewokpfanne, dazu separat zubereitetes fleisch und reis und salat.

am sonntag blieb wie am samstag noch zeit für ein mittelfrühes frühstück bevor ich mich mit dem gepackten auto auf den weg nach berikon ins bürgisserhus machen wollte. der markt dort hatte schon am samstag begonnen, wie aufmerksame leserinnen gleich bemerkt haben, ich war aber nur für einen tag dort. das war aber auch genug.
der anlass selbst, das haus, die organisation waren gut. was nicht so gut war, war mein standplatz zuoberst auf dem "heuboden", wo neben einer weberin mit schönen sachen noch eine anzahl von ständen mit gemischten waren anzutreffen waren. konfi, socken, babyschühchen, blachentaschen, glaskunst alles bunt durcheinander, unter den ständen die plastikwannen, in denen die waren transportiert wurden, gut sichtbar deponiert. und dazu marktfahrerinnen, die sich über die kaufunlust des publikums mehr oder weniger deutlich mokierten, streitfälle aus vergangenen märkten laut ausdiskutierten. da konnte ich es dem einen oder anderen, der in den oberen stock gefunden hat, nicht verdenken, wenn er oder sie gleich wieder umdrehten.

während ich so hinter dem stand sass nahm ich mir heftigst vor, meine märkte im nächsten jahr ein bisschen besser auszusuchen. 


so sah mein stand aus. bevor er vom publikum geplündert wurde. ... nicht.
überraschend gut waren die gespräche mit den menschen, die den markt besuchten und die tatsache, dass immer wieder auch nach kursen gefragt wurde.
am abend war ich recht rasch mit dem abbauen fertig und so früher zuhause als gedacht, vor der pizza konnte ich so noch mit meiner mutter telefonieren und mich endlich für das geburtstagsgeschenk bedanken.


und weil der sohn, der am freitag mit mir zusammen die waren aus der werkstatt geholt hatte, sich so schön gewundert hat, wie der ganze stand in vier kisten passt, jetzt auch für sie noch mein gepäck. plus ein regal, ein brett und einen langen ast ist es das, was ich im auto hatte.



Freitag, 16. November 2018

freitag 16.11.2018 - gemüse und arbeit

morgens in der werkstatt letzte vorbereitungen für den markt, dazu ein telefongespräch mit der verantwortlichen, in dessen verlauf ich alle meine fragen bezüglich parken und tischgrösse loswerden konnte. sie wiederum wollte wissen, ob mir eine stunde zum aufbauen reicht und ich denke, ja.


sie können mich also am sonntag in berikon im bürgisserhus besuchen, von 11 uhr bis 16 uhr stehe ich an meinem stand und freue mich über besucher. die engel oben kommen auch mit, ausserdem windlichte und das ganze jahreszeitunabhängige programm.

zum mittagessen hatte ich eine freundin zu gast, wir assen fleischküchle griechische art, dazu bratkartoffeln aus den restlichen raclettekartoffeln und endiviensalat und wenn anschliessend nicht die tochter wegen ihres portemonnaies, das sie nicht finden konnte, völlig ausgetickt wäre, wäre das ein gemütlicher mittag gewesen, so hatten wir mütter aber auch unseren spass. da wir in den letzen  13 jahren öfter miteinander und mit unseren insgesamt 7 kindern gegessen haben, gab es immer wieder das eine oder andere drama und wenn es jemanden gibt, mit der ich in solchen fragen der elterlichen deeskalation einig bin, dann ist es diese freundin. tee und geburtstagskuchen gab es so halt nur für uns zwei frauen.

nach der nachmittagsschule hatte sich dann die tochter auch wieder so weit beruhigt, dass sie mit einer planvollen suche beginnen und das portemonnaie finden konnte. ich wuselte am nachmittag durchs haus, von oben nach unten, mit lappen, staubsauger und wischmopp. um fünf kam die nachhilfejugendliche und wir lernten gemeinsam etwas über die klimazonen der nördlichen halbkugel.

butternutkürbis, paprika, blaukraut, rüebli, lauch, zwiebeln, nüsslisalat, schnittsalat, kartoffeln und knoblauch aus ernteanteil bei der gemüsegenossenschaft biocò.


das gemüse kam extrem spät, und etwas uninspiriert wurde zum abendessen ein vacherin aus dem backofen, brot und salat dazu bestimmt. schon wieder käse.

auf dem weg zum abholen der tochter noch die für den markt vorbereiteten waren aus der werkstatt abholen, abendessen und dann feierabend.


donnerstag 15.11.2018 - hausaufgabenjoker

ich hatte einen schönen tag!



... und nehm
dann mal den hausaufgabenjoker.

Mittwoch, 14. November 2018

mittwoch 14.11.2018 - entschleunigung dank öv

für heute hatte ich einen frisörtermin und ausserdem eine besprechung für die abschlussausstellung des filzlehrgangs in ebikon bei luzern im kalender und letzte woche irgendwann die idee, mit dem zug nach luzern zu fahren, weil ich erstens ein sehr günstiges sparticket ergattern konnte und zweitens ein bisschen zur entschleunigung der ansonsten eher vollgepackten woche beitragen wollte. 

gestern abend hatte ich akute zweifel am sinn dieses plans, denn irgendwann war mir eingefallen, dass ja auch noch modul- und abschlussarbeiten mit mir nach luzern fahren wollen und dass zwischen dem coiffeurtermin und der zugverbindung eine lücke von einer stunde klaffen würde. aber schlussendlich habe ich alle materialien in einen ikeasack gesteckt und mich auf den weg zum coiffeur gemacht, die anschliessende stunde halt mit dem ikeasack verschiedene buchhandlungen in baden unsicher gemacht (oh, ich wusste garnicht, dass es schon so ernst ist mit diesem weihnachtsdings) und anschliessend anstatt mittagessen ein sehr süsses, sehr sahniges getränk bei *bucks direkt am abfahrtsgleis getrunken bis der zug abfuhr.

auf der fahrt habe ich weiter am neuen eschbach-roman "nsa" gehört, die besprechung war übersichtlich und konstruktiv (wir haben das ja alles schon mal gemacht) und ich konnte mich schon vor fünf wieder auf den rückweg machen.

so war ich rechtzeitig zum abendessen zuhause (tomatenwähe, der grosse hatte gekocht), konnte anschliessend noch alles für den ausstellungssamstag fertigmachen (naja, ausser dem kuchen, den muss ich dann am freitag backen) und bin bereit für morgen!

Dienstag, 13. November 2018

dienstag 13.11.2018 - busy, busy

"ich kann so nicht denken, und deshalb kann ich auch nichts aufschreiben außer dem, was ich gemacht habe, und zu dem habe ich noch nichtmals eine meinung"  

heute morgen wollte ich als erstes die "promopost", die ich gestern angemeldet hatte, loswerden. das hätte zwar noch zeit gehabt bis zum donnerstag, aber was weg ist, ist weg. 
dazu fuhr ich mit velo und anhänger und 15 kilo werbepostkarten für die dorfweihnacht zur post. gestern hatte ich extra bei der zentralen auskunft der post nachgefragt, wo ich die promopost einliefern müsse, denn unsere post wird umgebaut und dort, wo vor zwei jahren und vor vier jahren ein schalter für die geschäftspost war, ist momentan rohbau. in bern sagten sie mir also, alles gut, die annahme ist dort wo sie immer war. 
heute morgen vor dem gebäude wie zu erwarten rohbau, kein schalter, kein nix. nur ein pöstler, den ich fragte, der aber auch nicht weiter wusste, weil er hier die post austragen sollte und nicht annehmen. 
glücklicherweise konnte ich meinen karton in der postfiliale loswerden, bei grösseren mengen allerdings hätte ich in den nachbarort fahren müssen. ich frage mich, wozu ich gestern in bern angerufen habe. für nix oder so. supersache, dass man die postfilialen nicht mehr direkt anrufen kann. vor allem wenn die zentrale den überblick hat. 

danach weiter in die werkstatt, wo ich jetzt nur noch sachen für den ersten weihnachtsmarkt fertig gemacht habe. dann blieb mir allerdings noch so viel zeit, dass ich etwas für mich angefangen habe.


um 12 nach hause, der grosse sohn hat reste gewärmt, wir essen zu dritt. nach dem essen mache ich mich an die bewertung der abschlussarbeit, morgen ist besprechung mit den anderen kursleiterinnen, bis dahin muss ich einen überblick haben. 
eine runde mathematik mit der tochter, nebenher will ich eigentlich eine mail an die dorfweihnachtsaussteller schreiben, aber die tochter hat die letzten zwei wochen genutzt um alle binomischen formeln wieder zu vergessen. ich frage mich auch manchmal, warum ich mir heute, etwa 37 jahre zu spät den ganzen kram so gut merken kann, und andererseits für mein tagesgeschäft nicht ohne ellenlange listen und erinnerungen auskomme.  
um fünf fahre ich noch zu ikea und bin nicht sicher, ob das eine gute entscheidung war. unterwegs noch ein anruf  die abschlussausstellung betreffend, wir müssen uns wohl für eine teilnehmerin mit dem worst-case-szenario abfinden. ich komme überraschend gut durch den feierabendverkehr und bringe alles notwendige nach hause, vor allem eine mehrfachsteckerleiste mit usb-anschluss vermisse ich seit wochen. 
wieder zuhause hat kai bereits mit dem bügeln begonnen, ich bereite das abendessen vor und komme endlich dazu, die mail fertigzuschreiben. es fehlen jetzt nur noch zwei adressen. 

kai macht sich auf den weg die tochter von der saxophonprobe abzuholen, kurz darauf trifft sie zuhause ein, weil sie von andern eltern mitgenommen wurde. gegen viertel vor acht essen wir eine tortillapfanne mit kartoffeln, paprika und ei. 

danach hole ich zwei vergessene modularbeiten aus der werkstatt, die ich morgen an das treffen mit den anderen kursleiterinnen mitnehmen will. und ich verschicke das mail, das ich am nachmittag angefangen habe. 

feierabend. eine runde call the midwife. nachrichten. und jetzt noch diesen blogpost schreiben. 





Montag, 12. November 2018

montag 12.11.2018 - 12 von 12 im november 18

tagebuchbloggen, heute mit vielen bildern, genau genommen mit zwölf wie es die tradition des 12 von 12 erfordert. ich starte nicht mit dem ersten kaffee, sondern mit den plakaten und flyern für die dorfweihnacht, die heute geliefert wurden. 


schön sind sie geworden, ich schnappe mir gleich einen stapel und mache mich auf den weg zur gemeindeverwaltung um einerseits die postverteilung an 1800 haushalte im ort anzumelden und andererseits gleich mehrere stapel dort zu lassen. 


 danach weiter im regen zum bäcker und dann in die werkstatt.


 ein paar zapfenzwerge braucht es noch für den ersten weihnachtsmarkt am kommenden sonntag in berikon.


der ausblick aus der werkstatt ist zur zeit nicht so erquicklich, die heizgeneratoren verdecken die schöne aussicht auf das herbstlaub, das allmählich von den bäumen am anderen ufer fällt. 


haufenweise zapfenmützen. 
 

 zuhause entdecke ich diese rose. es ist auch heute wieder so warm, dass es mich wenig wundert, wenn einige pflanzen eher an frühling als an winter denken.


 meine nachmittagsbeschäftigung: flyer und plakate für die verteilung konfektionieren.


und den kater entwurmen, wobei das sehr unproblematisch ist.


 nachdem ich zuerst die küche geputzt habe, saue ich sie gleich wieder beim kochen ein. vor dem herstellen von semmelbröseln zu putzen macht irgendwie keinen sinn. es gibt heute sellerieschnitzel, risotto und chinakohlsalat.


 die südfrüchte kommen in den salat.

nach dem essen bringe ich die flyer und plakate zur kollegin, sie wird sie in den nächsten tagen verteilen.


hellerleuchtete fenster erwarten mich bei meiner rückkehr nach hause und leise dringt die melodie einer drehorgel heraus.


tatsächlich ist kai am spielen - zur einstimmung auf die dorfweihnacht?

andere menschen haben ihren alltag in zwölf bildern festgehalten und versammeln sich heute wie seit vielen jahren bei caro. ich gehe da jetzt mal schauen, und sie?