Sonntag, 7. Juni 2026

kleiner rest kw 22 und kw 23 - viel zeit verbracht mit renoir, corot und cezanne

 die reise von prag nach hause verlief einigermassen ereignislos - ein bisschen verspätung hier, ein bisschen unbequemes warten da und am ende waren wir halt doch eine gute stunde länger als geplant unterwegs aber immerhin noch kurz vor zehn zuhause. 


 ja ja, sie lesen schon richtig: von prag nach münchen und umgekehrt reist man mit dem regionalexpress. wie teilten uns ein abteil mit einer familie mit zwei kindern. reisen in zugabteilen kommt mir mittlerweile so retro vor und erinnert mich vor allem an die reisen in den späten achtzigern und frühen neunzigern nach italien oder an die buchhandelsschule nach frankfurt. weiter nach zürich ging es dann in einem schweizer grossraumabteil - aber im mit abstand am dreckigsten zug, den ich jemals unter der obhut der sbb habe fahren sehen. da wir in münchen direkt am gleis gewartet hatten (wo auch sonst?), hatten wir auch mitbekommen, woran das liegen wird: obwohl der zug eine lange pause in münchen einlegt, war nirgends etwas von reinigung oder wenigstens müllkübel leeren zu sehen. 

am sonntagmorgen stellte ich als erstes die wasserzufuhr für das bädle an - während unserer abwesenheit hatte es nicht mehr geregnet und es fehlten für eine inbetriebnahme noch gut 15 zentimeter wasser, das entspricht etwa 4 kubikmeter. das können wir guten gewissens aus der trinkwasserleitung hinzufügen. dank im kühlschrank deponierter einkäufe seitens der tochter konnten wir gemütlich im garten frühstücken und den fortschritt der vegetation inspizieren - tatsächlich waren noch nicht alle rosen verblüht, sogar die rosa multiflora am untern sitzplatz blühte noch so gerade. 


 trotz guter pflege durch die kinder war natürlich einiges im garten zu tun, hatten wir ja durch die mehr oder weniger die erste hälfte des mais dauernden eisheiligen nicht einmal die aussensitzplätze so richtig in betrieb genommen, also hiess es erst mal saubermachen, teppich auf die veranda, den spitzen der grünen hölle gelassen aber mit bestimmtheit begegnen. und dann lief etwas grundlegend schief bei der inbetriebnahme des mittlerweile ausreichend gefüllten bädle - die pumpe lieg heiss und stellte ihren dienst ein. 

die wartezeit auf ihr abkühlen verbrachten wir mit der spontan von aprikosenkuchen angelockten tochter, die später wieder zum kleiderschrankaufbauen verschwand. ein zweiter versuch in sachen bädle blieb ergebnislos, die pumpe lief zwar wieder, förderte aber kein wasser mehr - wir fuhrwerkten eine gute stunde herum, aber am ende liess sich nichts machen, wir werden eine fachperson brauchen um das problem zu lösen. 

kein guter start in eine volle woche. 

montagvormittag verbrachte ich im kulturzentrum - die neue kollegin ist noch da, das muss man ihr sehr hoch anrechnen. und sie packt sehr praktisch dinge an, die mir auch schon lange auf dem magen liegen, zum beispiel haben wir nun die vielen kleinen kässeli, die überall herumstanden, konsolidiert zu einer vernünftigen handkasse. zum arbeiten kam ich nebenbei auch - all zu viel war aber während meiner abwesenheit eh nicht los gewesen. 

am montagnachmittag brachte ich turnusgemäss den haushalt noch ein bisschen aufs laufende, dann verschwand ich für eine erste schwimmrunde ins freibad. das hatte zwar auch schon vor unseren ferien offen, aber da waren ja gerade die eisheiligen. das schwimmen war schön und ich las anschliessend noch ein bisschen in der sonne, bevor ich zum abendessen nach hause radelte. 

der dienstag startete mit dem kennenlernen einer neuen tschechischlehrerin, meine byvala ucitelka macht sommerpause und so habe ich während der pragreise einen ersatz für sie gesucht, zumindest mal für zweieinhalb monate, vielleicht aber auch für länger. ich scheine mich beim interview gar nicht so schlecht geschlagen zu haben, meine eigene einschätzung von irgendwas mit a2 wurde mir bestätigt. grundsätzlich finde ich die neue lehrperson sympathisch - was ich nicht so mochte: sie erklärt auf englisch, dadurch fühlt sich der teil, in dem ich tschechisch sprechen soll, mehr nach unterricht an - da meine frühere lehrerin immer ausschliesslich tschechisch mit mir gesprochen hat, fühlte sich das eher nach echtem gespräch an. 

danach musste ich schnell los zur physiotherapie - heute eine stunde einführung an den geräten, die ich dann in den kommenden zweieinhalb wochen zum selbständigen weiterüben benutzen soll. 

danach war ich erstmal durch, fuhr nach hause und plante die kommenden wochen in sachen tschechischunterricht (ich musste mein guthaben bei preply zur neuen lehrperson migrieren, was einerseits gut funktioniert hat, andererseits aber wegen meines kleinen pensums an lerneinheiten dann doch ein bisschen aufwändig war) und physioeinheiten. dann war auch schon zeit für ein frühes mittagessen, denn am nachmittag ging es weiter mit einer aufsichtsschicht in der villa langmatt. und weil es am tag vorher im schwimmbad so schön gewesen war, ging ich anschliessend auch noch schwimmen. 


 in einem vollständig leeren schwimmbad - es hatte am nachmittag ein gewitter gegeben und war immer noch grau bewölkt mit einzelnen regentropfen. ich schwamm dann auch nur 1000 meter, danach war mir kalt genug. zuhause gab es schwäbische pizza aus resten, nachdem auch kai nach einem langen arbeitstag eingetroffen war. 

mittwochvormittag war dann regulärer arbeitstag im kulturzentrum - ich musste wieder streng drauf achten, mich nicht nur rechtzeitig zu verabschieden, sondern auch vorher noch zu mittag zu essen, bevor ich zu meiner nachmittagsschicht ins museum weiterzog. 

für den mittwoch hatte ich den kochdienst übernommen, war aber vom ergebnis nicht überzeugt. ich hatte mich an einer mir sinnreich erscheinenden zubereitungsart versucht, bei der alle zutaten, inklusive nudeln roh in eine auflaufform geschichtet, mit reichlich flüssigkeit übergossen und dann sich selbst im backofen überlassen werden. naja, vielleicht lag es auch an den linsennudeln, die eh immer so matschig werden, dass das ergebnis zwar sehr sättigend, aber geschmacklich eher grenzwertig pappig war. 

donnerstagmorgen schaffte ich es dann endlich mal in die werkstatt - zwei sitzfilze der bestellung sind fertig, die kollegin meldete sich krank, ich sah aber keine möglichkeit, meinen tag noch umzuplanen, da ich am nachmittag schon wieder im museum war. am abend kam kai spät, ich nutzte die gelegenheit und machte zwei überstunden, die hoffentlich dazu beitragen, dass das programm für den herbst im kulturzentrum bis ende juni komplett steht und in papierform gebracht werden kann. 

den freitag konnten sie schon ausführlich nachlesen - es wäre mein freier tag gewesen, aus verschiedenen gründen war der dann allerdings nicht ganz so entspannt.  

dass ich auch am wochenende für jeweils lange schichten im museum eingeteilt worden bin, führe ich auf  meine vorherige zweiwöchige abwesenheit zurück und ein bisschen auf den plan, dass ich dann hier komplett ankommen kann. jedenfalls frühstückte ich mit kai gegen acht am samstagmorgen, dann brach er alleine für den marktbesuch und einkaufen in deutschland auf und ich hatte noch ein bisschen zeit zum herumwursteln. die nutzte ich dann endlich mal zu einer runde mit dem fotoapparat durch den garten.  


 die rosen blühen! hier am haus die kletterrose und im vorgarten eine ungefüllte eher rote multiflora, die ein geschenk meines patenonkels ist. 

  

die wird ganz begeistert von bienen und hummeln umschwirrt, allerdings waren sie etwas kamerascheu.  

noch eine vorgartenrose, die sehr fein duftet. 


selbst die fehlkonstruktionsrose blüht in diesem jahr einigermassen schön: irgendjemand hat ihr so viele und dichte rosenblätter angezüchtet, dass die blüten nie richtig aufgehen, sich beim kleinsten regen voll wasser saugen und dann herabhängen und vor sich hin gammeln. was ein quatsch! 


nochmal das rosenspalier oberhalb der garage. 


die rosen dominieren, aber es hat auch giersch. 


 



und ich habe ein paar blaubeeren entdeckt. 


so sieht der untere sitzplatz jetzt nach abblühen der weissen multiflorarose aus. 
 
danach liess ich den garten garten sein und machte mich auf den weg ins museum, zu meiner ersten sieben-stunden-aufsichts-schicht. die woche über waren nachmittags jeweils viele besucher gleich zu anfang der öffnungszeit in die räume gekommen - am samstag startete der tag eher verhalten. der park war gut besucht, auch das verandacafé war gut besetzt, ich selbst war die erste stunde nach öffnung auch noch vor allem im park unterwegs zum aufstellen der liegestühle, reinigen der parkbänke und blumengiessen. dadurch ging der vormittag und die ersten drei stunden eigentlich sehr schnell rum - irgendwann nach ein uhr hatte ich eine halbe stunde pause, dann noch mal aufsicht an verschiedenen plätzen, vor allem viel im oberen geschoss, von wo ich immer wieder einen blick auf menschen in liegestühlen auf der wiese werfen konnte. als um fünf die letzten besucher gegangen waren, war ich dann aber doch froh. 

noch vor halb sechs zu hause wartete da noch ein bisschen arbeit (wäschaufhängen und brotbacken) und ein frisch gestrichenes ehemaliges tochterzimmer auf mich - kai hatte ganze arbeit geleistet und so können wir dann bald mit umräumen weitermachen. 
 
zum abendessen grillten wir feines stück vom weidesäuli, dazu gab es kartoffelgratin aus dringend zu verbrauchenden kartoffeln und salat - bis wir fertiggegessen und -geschwätzt hatten, war es fast halb zehn und draussen schon ein bisschen frisch - gut so, wir sahen die serie zu ende, bedrückend, aber soo, soo gut umgesetzt und eine wahre heldengeschichte.  
 
am sonntag dann noch mal eine lange schicht im museum. nur konnten wir heute gemeinsam gemütlich frühstücken, bevor ich wieder um zehn uhr los musste. und weil ich gerade nach dem museum und meiner arbeit dort gefragt wurde: ich bin seit dem vergangenen monat eine der museumsaufsichten in der villa langmatt, in der eine der bedeutendsten privaten sammlungen impressionistischer kunst in einer jugendstilvilla mit umgebendem park gezeigt wird. das museum und der park waren die letzten drei jahre geschlossen und wurden grundlegend saniert und umgebaut, wobei vor allem das wohnhaus möglichst originalgetreu erhalten wurde. seit anfang mai ist das haus wieder geöffnet und wird rege besucht und gelobt. neben der aufsicht in den räumen gehört auch ein bisschen ordnung halten, das auffüllen des verandacafés, in dem sich besuchende selbst bedienen können und verschiedene reinigungsarbeiten zu meiner arbeit. 
 
heute hatte ich aufsicht im esszimmer der familie brown, dann mittagspause, dann aufsicht im oberen stock und am ende noch in der galerie, in der momentan die impressionistischen gemälde hängen, die vorher auf tour in verschiedene europäische museen waren. ausserdem habe ich viel geschirr weggeräumt und wieder aufgefüllt. 


 das war der blick, den ich während meiner ersten pause heute hatte. 


und hier habe ich kaffeepause am nachmittag gemacht. 
 
was war sonst noch diese woche? ich warte immer noch auf mein bestelltes fairphone - das smartphone mit der kaputten scheibe tut zwar noch, aber spass macht es keinen mehr, und da ich eh schon über eine neuanschaffung nachdachte, kommt die jetzt halt vielleicht ein bisschen früher. oder später... derweil muss ich kais witze darüber aushalten, dass sich die lieferung sicher verzögert, weil das gerät von china in die schweiz gesegelt werden musst... oder die letzte meile mit dem cargovelo reist... 

in sachen pumpe für das schwimmbad warten wir auch noch - der service ist überlastet... ja, vermutlich ist halt auch gerade ein bisschen saison. und wir werden auch noch gleich eine neue umrandung für das schwimmbad bekommen, es waren menschen da, um sich die sache anzuschauen, wir sind gespannt, was es geben wird, wieder holz? oder doch platten? wir werden sehen. gerne bald.  

Samstag, 6. Juni 2026

wmdedgt am 5. juni 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

oh, wow, schon der fünfte heute. oder doch erst der fünfte? oder zumindest erst juni? 

ich beschäftige mich zur zeit dermassen viel mit der planung der kommenden wochen und monate, dass ich immer schon das gefühl habe, wir müssten schon viel weiter im jahr sein. regelmässig freue ich mich dann, dass immer noch eine ganze menge jahr übrig ist, denn momentan rennt die zeit. 

heute wäre eigentlich mein einziger arbeitsfreier tag in der woche gewesen, so ganz blieb es nicht dabei, aber lesen sie selbst. 

wie immer aufgestanden um kurz vor halb sieben, mehr oder weniger vom wort zum tage aus dem bett gemobt. frühstück machen für kai und mich, für mich gabs müesli mit aprikose. zuerst die liste für den tag geschrieben, danach startete ich gleich mit der haushaltsreinigung. 

eigentlich habe ich mich nach zuerst zwei wochen urlaub und dann viel arbeit ausserhalb des hauses schon fast über das herumkrusteln, aufräumen und putzen zuhause gefreut. nebenbei fiel mir dann wieder ein, dass am abend zuvor mein velo so komische geräusche gemacht hatte - ich überlegte mir verschiedene szenarien, wie ich die drei bis vier verschiedenen orte, an denen heute noch dinge zu erledigen und termine wahrzunehmen waren, mit dem halbkaputten velo verbinden konnte. variante eins: das wichtigste zuerst, dann zum velomech mit dem ding. variante zwei: einfach losradeln, wir haben ja noch vom letzten grossen urlaub her eine tcs-mitgliedschaft und die beinhaltet auch velo-pannenhilfe. es wurde dann szenario drei - weil ich nach beendigung der putzrunde mir das klappernde hinterrad noch einmal gründlich anschaute und zwar nichts fand, was das metallische und geschwindigkeitsabhängige klappern hätte erklären können, dafür aber einen seitlichen schlitz im pneu, aus dem der schlauch schon hervorzuquellen begann. also fuhr ich schön langsam zum veloladen und stellte mein halbkaputtes velo vor. mir wurde - wenn möglich - rasche abhilfe versprochen und ich ging zu fuss durch leichten nieselregen nach hause. 

dort dann zuerst telefongespräch mit meiner mutter, während ich mich dem falten von kranichen widmete (mein projekt: aus dem tagesabreisskalender jeden tag einen kranich falten. klappt so mittel, dazu waren wir jetzt auch noch fast zwei wochen weg, ich versuche aufzuholen). anschliessend kalkulierte ich den tag neu durch, glücklicherweise hatte kai sich schon am mittwoch um das auto gekümmert, das eine neue batterie gebraucht hatte. nach geschätzt drei wochen, in denen es nicht benutzt worden war, hat die 10 jahre alte batterie schlapp gemacht, hatten wir neulich schon mal, da ging es dann mit starthilfe und rumfahren, auf dauer ist das keine option: deshalb am mittwoch tcs und neue batterie. 

und so konnte ich dann nach frühem mittagessen und kleiner pause in den erledigungsmarathon des nachmittags per auto starten. naja, sagen wir es so: ich weiss schon, warum ich sonst für alle kleinen strecken hier rundherum das velo nehme, denn ich stand quasi zwischen jeder erledigung im stau. 
zuerst arzttermin, besprechung eines untersuchungsergebnisses, mit drei klaren botschaften: mehr calcium, mehr vitamin d und k, mehr eiweiss, mehr krafttraining. die beratung dazu allerdings so weit an meiner lebensrealität vorbei, dass ich gegen ende immer mehr schmunzeln musste, pouletbrüstli und eiweissshakes (weil nur pouletbrüstli sind zu teuer) werden für mich definitiv nicht die lösung sein. ich überlege noch, wie weiter - vielleicht eine seriöse ernährungsberatung? 

zweiter termin: dann doch arbeit. schnell im kulturzentrum vorbeigeschaut, eine spülmaschine laufen gelassen und die räume kontrolliert. die kollegin mit dem grösseren pensum ist krankgeschrieben, sonst hätte sie das nebenbei erledigt. bis die maschine aufgeheizt war, habe ich noch schnell mails beantwortet, dann ist das auch wieder bis montag erledigt. 

anschliessend hatte ich meine erste allein-trainings-stunde im sport-physio, mit dem am dienstag erstellten plan. mittlerweile war das wetter eher wieder sommerlich schwül und ich schwitzte ein bisschen an den geräten herum - ging fürs erste mal eigentlich ganz gut, bin mal gespannt, ob das muskelkater gibt. 

kurze einkaufsrunde, weil ich das auto eh schon im parkhaus des lebensmittelladens stehen hatte, mal umgeschaut, was es alles an eiweissreichen pflanzlichen sachen so gibt. proteinmüesli, erbsen- statt reiswaffeln, und dann noch dinge für mittagessen morgen eingekauft. 

und dann wars irgendwann einfach schon kurz vor vier und ich strich meine letzte station: eigentlich wäre ich noch gerne in die werkstatt gegangen und hätte an einem auftrag weitergearbeitet, ein bisschen um den vom tisch zu haben, ein bisschen, weil es spass gemacht hätte. aber eigentlich war ich durch und kai hatte mir auch bescheid gegeben, dass er auf der heimfahrt sei. und wie wir so am schreiben waren, kam dann auch die sms vom velomechaniker, dass das velo fertig sei - gerade noch rechtzeitig, dass kai seine einkaufsrunde umplanen und das velo mitbringen konnte. neuer pneu und ... verrostetes radlager, aber nur auf einer seite. hatte der velomech so auch noch nie gesehen, aber jetzt ist es repariert. ich bin so froh, denn ohne velo hätte ich übers wochenende zu fuss zur arbeit gehen müssen. (öv macht keinen sinn, denn wohnung und museum liegen nicht direkt an bushaltestellen, und den bus hätte ich nur für eine station benutzen können, und auto, also nee... mal ganz abgesehen von der parkplatzsituation.) 

mittlerweile war das wetter wieder ziemlich schön und warm, vor allem in der sonne und wir sassen einfach so auf der terrasse und erzählten uns gegenseitig unseren tag. meinen kennen sie ja schon, kai berichtete von ausgefallenen terminen, die durch gemeinsames kuchenessen ersetzt worden waren - hintergrund ist aber eine eher anstrengende gesamtsituation schon durch die ganze woche. ausserdem gab es neues zur kaputten pumpe am schwimmbad: der service ist überlastet, nächste woche hakt unser vermieter nach. doch, doch, ich bin immer noch optimistisch, dass wir in diesem sommer noch schwimmen werden. 

während wir so redeten, war mein blick auf das blöde steinbeet an der terrasse gefallen und eigentlich wars mir schon vorher klar: da muss was passieren. also schnitt ich, während kai zum abendessen risotto mit kalamari machte, den ausufernden winterjasmin und die rotblühenden pflanzen, deren name mir entfallen ist. jetzt sieht es ein bisschen kahl aus, die terrasse ist aber wieder durchgehend begehbar und das wächst eh schnell wieder nach. und die grünguttonne ist auch voll. es blieb auch noch zeit, um himbeeren einzusammeln. die sind winzig in diesem jahr, denen fehlte zum entscheidenden zeitpunkt im mai einfach das wasser. 

beim abendessen sassen wir gemütlich draussen, das risotto hatte lange genug zeit gehabt, um so richtig klebrig zu werden. wir fassten vage pläne für die ferien im herbst. und ich überredete kai dazu, die küche noch richtig aufzuräumen, weil ich morgen eh arbeite und er einen vollen plan hat mit marktbesuch und anschliessendem streichen des zimmers der ausgezogenen tochter. 

erst kurz vor neun starteten wir eine folge der serie, die wir gerade schauen - etty. die von arte verfilmte geschichte basiert auf den tagebüchern von etty hillesum, einer niederländischen jüdischen intellektuellen, die während der deutschen besatzug der niederlande entstanden sind. gedreht ist die geschichte im heutigen amsterdam, mit modernen strassenbahnen, fahrrädern, telefonen, die menschen agieren in kleidern, die man heute trägt. und in diese uns vertraute welt bricht immer mehr der terror der nazis ein. durch die bewusst nicht historisch korrekte ausstattung geht die geschichte zumindest uns um einiges näher - unbedingte empehlung, diese serie anzuschauen! 


Montag, 1. Juni 2026

im mai gelesen

der mai war schon wieder kein guter lesemonat. 

so richtig freude am lesen hatte ich eigentlich nur bei "grandhotel giessbach" von philipp brutschi. der spielt im jahr 1910 und die welt trudelt immer rascher auf den ersten weltkrieg zu. im grandhotel am giessbachfall, das es übrigens auch heute noch gibt, findet ein kongress für fortschrittsfragen statt und auf diesem will ein junger schweizer ingenieur sein neu entwickeltes elektrofahrzeug vorstellen. dabei machen ihm nicht nur die anhänger des verbrennungsmotors das leben schwer, er wird auch noch in eine grosse politische intrige verwickelt, deren aufklärung immerhin vorerst das ausbrechen einen bewaffneten konflikts zwischen frankreich und deutschland verhindert. sprachlich fand ich es nicht so überzeugend, aber die handlung fesselt und das thema elektromobilität gegen röhrende und stinkende verbrennungsmotoren liefert eine nachvollziehbare folie. ob es wirklich so gewesen ist? spielt keine rolle, das lesen hat spass gemacht und ja, zu anfang des 20. jahrhunderts war tatsächlich nicht wirklich ausgemacht, dass elektrofahrzeuge für viele jahre exotisch bleiben sollten. 

anschliessend widmete ich mich mal wieder dem abbau des stapels auf meinem nachttisch. milos urbans  "die rache der baumeister" hatte ich mir bereits im letzten jahr in hinblick auf die beiden tschechien-reisen gekauft. auch dieser roman ist als krimi konzipiert, er spielt in prag irgendwann zu beginn des 21. jahrhunderts. manchmal war ich mir da aber nicht so ganz sicher, denn neben einer geheimnisvollen bruderschaft aus liebhabern des gotischen baustils spielt die tatsache, dass der ich-erzähler sich in vergangene zeiten versetzen kann, eine rolle für die handlung. bis dies aufgeklärt wird, ist es ein bisschen verwirrend. es gibt mehrere sehr grausame morde und beinahe morde, aber nichts kann in den augen der handelnden personen die brutalität der barockisierung von gotischen oder romanischen kirchen übertreffen. ein krimi ohne spannung, vermutlich auch noch schlecht übersetzt, denn lesespass war es weder im ersten anlauf, noch jetzt beim wieder- und zuendelesen. ein bisschen habe ich mir noch ein paar anregungen für die reise nach prag erhofft, es ist wirklich von sehr vielen kirchen in der neustadt die rede, aber da es im krimi ja vor allem darum geht, wie die kirchen nicht mehr sind, kann man das buch vermutlich als reiseführer nicht empfehlen. wir haben es aber auch nicht ausprobiert. 

 für die reise hatte ich nach lektüre für den e-reader gesucht und hatte mir charles lewinskys "täuschend echt" heruntergeladen. der protagonist ist ein zunächst erfolgreicher werbetexter, der auf einen schlag alles verliert: seinen job, seine freundin und beinahe auch noch seine wohnung. mit hilfe von ki - die er zunächst abgelehnt hat - schreibt er nun ein buch, die angeblich wahre geschichte eines mädchens aus einer afghanischen familie. niemand weiss, dass der text eigentlich mit hilfe künstlicher intelligenz erstellt ist und die junge frau gar nicht existiert - nur ausgerechnet die frau, die ihn vorher um viel geld betrogen und verlassen hat, weiht er ein, damit sie für ihn die autorin mimt. das buch ist bereits im herbst 2024 erschienen, muss also mit einigermassen heisser nadel gestrickt worden sein, nachdem mit chat-gpt ein erstes large-language-modell breit ausgerollt wurde. ein grosser teil der texte stammt auch aus dieser maschine, ordentlich gekennzeichnet, aber lesbarer macht das das buch auch nicht und eigentlich ist es schon ein bisschen ein billiger trick - was wohl lewinsky mittlerweile selbst über sein buch denkt, würde mich schon noch interessieren... 

 

Samstag, 30. Mai 2026

tag neun in prag: vystaviste und noc kostelu

für unseren letzten tag in prag suchten wir für den vormittag ein nicht all zu anstrengendes programm - und kamen deshalb auf die idee, einfach mal zur messe zu fahren und uns dort ein bisschen umzuschauen. 

dort wird gebaut - dieses jahr steht noch das 135-jahr-jubiläum an und vermutlich befindet man sich im endspurt dahin, wir konnten zwar kein eröffnungsdatum finden, aber es sieht eigentlich schon ganz gut aus.  

obenrum ist schon alles schick. 

untenrum muss noch reichlich material verbaut werden. 


die kleinen steinreliefs zwischen den einzelnen bögen zeigen einzelne handwerke - hier exemplarisch die für die gärtner:innen. 



na, da hinten muss schon noch ein bisschen was passieren ... andererseits kann man die dimensionen der grossen halle erahnen - hier kann man vermutlich auch einen zug oder einen ozeandampfer ausstellen, wenn man ihn denn bis dorthin bekommt. 

der nördliche teil des messegeländes war gesperrt, dort wurde eine oldtimerveranstaltung aufgebaut. wir liefen noch ein stück im park am messegelände entlang und stellten dann fest, dass wir ganz in der nähe der moldau sein mussten. 


zuerst ging es über einen schiffbaren seitenkanal - bei der ausbuchtung auf der linken seite musste ich sofort an das rätsel denken, wo man schiffe so hin und her verschieben musst, damit alle aneinander vorbeikommen... 


auf der císařky-insel fanden wir diesen gekreuzigten astronauten  - wobei kai meinte, de ruhe sich vielleicht auch einfach aus, er lächtelt nämlich sehr verklärt... 


auf einer zweiten brücke überquerten wir dann den eigentlichen fluss, uns hätte interessiert, was das turmähnliche gebäude links im bild sein könnte, aber die karte gab nichts gescheites her. 

von der brücke aus hat man auch eine ganz hervorragenden blick auf schloss troja, sogar die treppe mit den berühmten sandsteinskulpuren kann man sehen. eigentlich hätte auch schloss troja auf unserer liste zum anschauen gestanden, aber das gute wetter liess uns die museumsbesuche schon arg reduzieren. 

jedenfalls fuhr hinter schloss troja ein bus zur metrostation holešovice - vor vielen jahren haben wir hier auf einer fahrt in den zoo gelernt, wie man in tschechien mit vielen kindern bus fährt: vier kinder auf zwei sitze, nur die allerkleinsten sitzen auf dem schoss der mutter und vor der sitzreihe passt eine erwachsene person auf, dass niemand runterfällt, und zwar auf alle kinder, egal ob die eigenen oder fremde. kindern, älteren personen und offensichtlich gehandicapten wird immer ein sitzplatz angeboten, das ist auch heute noch so und bei den teilweise sehr rumpeligen strassen und auch schienen sorgt das schon für mehr sicherheit in bus und tram. 

metrostation holešovice.

in holešovice fanden wir eine alte fabrik, in der jetzt verschiedene läden und gastronomie untergebracht sind und trotz dringendem hipsterverdacht gab es dort einen schönen garten und für uns was zu trinken, bevor wir uns auf den weg ins appartement zur mittagspause und zeug für die rückfahrt sortieren machten. 

fenster in der metrostation vltava. 

am späten nachmittag machten wir uns wieder auf den weg - zur nacht der kirchen (noc kostelů). auch von dieser veranstaltung haben wir aus dem newsletter des citymarketing prag, allerdings wäre ich vielleicht nicht auf die veranstaltung aufmerksam geworden, wenn ich nicht bereits bei karen davon gelesen hätte.

wir starteten um fünf mit einem konzert in der hussitischen gemeinde in vrsovice. 

dort spielte ein orchester klezmer und andere traditionell jüdische musik - trotz eher schwieriger akustik ein genuss. 


 kleiner abstecher in eine kleine katholische nikolauskappelle, wo rosenkränze gebastelt wurden. 


 dann machten wir pause und gingen zum abendessen in eine gastwirtschaft, die wir am abend zuvor entdeckt hatten. an einem grünen platz und mit gelegenheit draussen zu sitzen und als letzte mahlzeit ein typisch tschechisches gericht zu essen: smažene sýr s hranolkem a tatárskem (gebratener käse mit pommes und tatarsauce).

und hier muss ich vielleicht mal was zum essen hier sagen ... ich hab nämlich das gefühl, da immer nur die negativen erfahrungen erzählt zu haben. essen in tschechien kann manchmal ein bisschen eintönig sein, typisch tschechische lokale haben eine oft recht redundante speisekarte. aber wenn wir ein bis zwei mal im jahr hier sind, freue ich mich auch immer über die typischen gerichte wie spičak, gulasch, gebratenen käse oder mal über eine klobasa. und in prag kann man auch auf allerlei länderküchen ausweichen, so haben wir einmal georgisch gegessen oder uns panini bei einem italiener geholt. was uns diesmal das essengehen schwer gemacht hat, waren die temperaturen - wir wollten einfach am frühen abend nicht drinnen sitzen, so wichtig war uns die sache mit dem essen dann auch nicht, deshalb gab es auch mal abendessen am kiosk oder sandwiches unterwegs. und wir waren in diesem jahr oft spontan unterwegs - da kanns schon mal passieren, dass etwas nicht so gut klappt...


auf den besuch in dieser kirche hatte ich mich am meisten gefreut - intern läuft sie bei uns als weckeruhrkirche, wegen des extravaganten turms mit der riesigen durchsichtigen uhr. 


 innen ist sie überraschend ornamental - und katholisch! 

man konnte auch die nebenräume besuchen, aber leider nicht in den turm hochsteigen. auf dem bild sieht man es nicht so gut - aber der aufstieg geht über eine schiefe rampe schneckenförmig nach oben. 
 

im untergeschoss hat es auch noch eine krypta. 

 in der kirche hörten wir noch den anfang eines konzerts mit streichinstrumenten und gesang, wollten dann aber doch lieber weiter. 


spontan entschieden wir uns, eine baptistengemeinde zu besuchen, die nur einfach über die strasse lag. 


 der zugang zur kirche geht durch ein wohnhaus - das eigentliche kirchengebäude liegt im hinterhof und ist dafür dann doch überraschend gross. den grund dafür erfuhren wir bei einer eigens für uns organisierte führung auf deutsch: während der österreichisch-ungarischen zeit waren reformierte gemeinden zwar geduldet, aber die eingänge zu den gebetsräumen durften nicht an der strasse sichtbar sein. 

im saal - dort in der oberen nische, wo die menschen stehen, kann kniehoch wasser eingelassen werden und hier werden dann die neuen gemeindemitglieder getauft. 


auch die baptisten berufen sich hier in tschechien auf jan hus. 


in einer weiteren hussitischen gemeinde hörten wir eine weile einem gitarrenkonzert zu.

und ganz zum schluss nahmen wir noch einmal ein stück tram und bus um in diese kleine hussitenkirche zu gelangen. 


 auch diese lag wieder in einem hinterhof - mit entsprechend idyllischem blick. 

auch dieses gebäude stammt aus der zeit vor 1919 - die weithin sichtbaren hussitenhäuser sind erst in der ersten tschechischen republik gebaut worden. gespielt wurde hier asiatisch angehauchte, elektronische musik - wir hatten nur noch wenig sitzfleisch und hörten nur eine viertelstunde zu, bevor wir für einen letzten schluck sekt auf unseren balkon im appartement umzogen. 

morgen müssen wir nur noch heimreisen, nicht ganz zwölf stunden werden wir unterwegs sein... 

tag acht in prag: friedhof und clubkonzert

 die hitze setzt uns ein bisschen zu, so ein hochsommer-mai ist eigentlich keine reisezeit für städte. gleichzeitig ist es schön, immer und überall draussen sitzen zu können, und mühsam, weil so viel draussensitzkultur gibt es vielleicht gar nicht in prag oder wir haben sie noch nicht gefunden. 

heute aber hatten wir ein mehr als sommerwetterkompatibles tagesziel: den grossen olšany-friedhof. oder vielmehr die olšany-friedhöfe, denn tatsächlich ist das riesige gelände in insgesamt zwölf friedhöfe auf. irgendwo habe ich auch gelesen, dass wir nach der grössten zusammenhängenden schlossanlage und dem grössten stadion nun auch noch den weltgrössten friedhof gesehen haben. beeindruckend immerhin: seit der gründung der friedhöfe im 17. jahrhundert sind dort etwa 2 millionen menschen begraben worden. 

 


 zur orientierung dienen schilder mit der nummer des friedhofs und der abteilung. 

 

was uns gleich beim betreten auffiel, war die enge und nähe der vielen gräber. 

 
 
jeder, wirklich jeder platz ist ausgenutzt und neben den grossen hauptwegen führen nur keine trampelpfade zwischen den gräbern hindurch. 
 

es gibt gräber, die mit blumen und anderer deko gepflegt sind, aber auch reichlich solche, wo augenscheinlich sich niemand mehr kümmert. 

die gräber bleiben offensichtlich einfach bestehen, niemand räumt sie, wie auf deutschen friedhöfen mittelerweile üblich, nach 15 jahren bereits ab. 


und allein in diesem grab wurden mindestens sieben personen begraben - in einer zeitspanne von 1913 bis 2019. spannend auch, dass nur zweimal zwei den selben nachnamen teilen, also sicher miteinander verwandt oder verheiratet waren. 

abräumen von jahreszeitlichem schmuck ist optional. 


und an vielen stellen finden sich kleine truhen für das werkzeug, das man so braucht, im ein grab zu pflegen. 

auch sehr speziell für uns: der umgang mit urnen. die meisten davon sind in wandnischen bestattet, aber nicht etwa hinter stein, sondern hinter glas und auch durchaus zugänglich, was der schmuck hinter den türchen zeigt. 

urnen gibt es aber auch in den normalen begräbnisfeldern, da stehen sie dann manchmal tatsächlich frei herum. offensichtlich hat hier niemand angst, dass jemand die asche der mutter klauen könnte. 


 

kurz vor der strasse, die das friedhofsareal trennt, entdeckten wir dann noch einen noch älteren teil, hier reichten die begräbnisse teils bis ins 18. jahrhundert zurück. 


 jenseits der strasse geht es weiter - hier finden sich ausschliesslich gräber ab dem zwanzigsten jahrhundert und auch verschiedene soldatenfriedhöfe, getrennt nach nationen sind hier gefallene und auch viele erst nach dem ende des krieges im lazareth gestorbene soldaten aus dem commonwealth, russland, bulgarien und auch solche aus in die jeweiligen truppen eingegliederten tschechischen truppenteilen beerdigt. 


 die riesige grünflache ist wohl auch ein paradies für die natur, wir sahen verschiedene vögel, unter anderem einen eichelhäher, der aus einer blumenvase trank und diese eichhörnchen. 

vom friedhof nahmen wir teilweise die strassenbahn, liefen aber auch einen abschnitt zu fuss fast schnurgerade wieder zurück zum wenzelsplatz - unterwegs gab es noch kaffee und kuchen, dann im appartement eine pause. 

denn heute hatten wir abendpläne - in form von karten für ein konzert der tschechischen band bratři orffove, in einem club in diesem rondokubistischen gebäude: 


 vorher hätten wir gerne noch nett zu abend gegessen, aber das gartenlokal im park, in dem wir schon zweimal gewesen waren, hatte geschlossene gesellschaft und der hipster-metzger mit bistro, bei dem wir im stadtteil vinohrady dann landeten, war halt schon ein bisschen sehr abzocke. unser teuerstes abendessen bisher bestand aus zwei burgern mit einer mikroskopisch dünnen käsescheibe und zwiebeln - gurke, tomate, salat, leckere sauce waren fehlanzeige, anrichten deutlich überbewertet, durchgebraten wäre es wahrscheinlich noch schlimmer gewesen, aber so richtig haben halt die halbrohen, eher lauwarmen burger auch nicht geschmeckt. 

das konzert war dann super, bisschen lange warten vorher vielleicht, aber das hat sich gelohnt. ich verstand einige, ja eher viele wörter, was immer noch nicht heisst, dass sich mir der sinn der sätze erschliesst. bei der ansage des letzten lieds habe ich mich zuerst etwas verschätzt, es ging dann doch noch ein bisschen weiter... gesprochenes, ja gesungenes verstehen ist immer noch sehr, sehr schwer für mich. abgesehen vom konzert habe ich hier in prag absurderweise auch wenig möglichkeiten zum üben, denn so rasch wie man hier auf englisch umschaltet, wenn ich bei einer antwort ein wenig ratlos schaue, so entmutigt bin ich dann jeweils auch über meine fähigkeiten. und ja, ich finde ja auch nicht, dass jede kellnerin, jede auskunftsperson mir kostenlosen unterricht in tschechisch geben soll, ich schätze es auch, dass die tschechen ihrerseits englisch, mittlerweile sehr selten auch deutsch sprechen, aber ein bisschen mehr geduld wäre halt schon auch schön...

nach dem konzert gingen wir wie so zwei profis durch den rieger-park nach hause zurück, vorbei an diesem anblick, den wir jetzt schon an einigen abenden hatten...


 nee, nee, das ist im grossen und ganzen schon poetisch genug.