Sonntag, 26. April 2026

kw 17 - so lässt es sich aushalten.

der wochenstart war ein sprung mitten hinein mit einem ganzen filzkurstag - ausgeschrieben war ein kurs zum flechten und filzen und das wurde es dann auch, aber ein bisschen anders als gedacht. eigentlich ist das ein format, das sich an erfahrene filzerinnen wendet - nun hatte ich aber zwei anmeldungen von eher unerfahrenen personen. da es sich zugleich um einen kurs mit vorbesprechung handelt, wusste ich das aber schon und konnte für die beiden kursteilnehmerinnen das programm teilweise anpassen, teilweise jemanden ein ganzes stück an der vorbereitungsaufgabe wachsen lassen. 

so entstanden ein restwollefilz als sitzfilz und ein tischset, das später noch einen partner bekommen soll. 

abends dann noch theater - aber immerhin mal ein stück, das wir geniessen konnten. gegeben wurde der spieler, nach dostojewski, für uns zuerst ein bisschen unnachvollziehbar auf der probenbühne statt im schönen kurtheatersaal. anschliessend war uns dann die spielortwahl klarer, der kleine, intime raum im vierten geschoss des theatergebäudes liess das nur mit hilfe von requisiten angedeutete ambiente besser zur geltung kommen  - und ganz ehrlich war der blick hinüber auf die goldwand und die rebberge an diesem schönen abend genug entschädigung für den weg all die treppen hinauf. und in unmittelbarer nachbarschaft zum kasino, das wir noch nie von innen gesehen haben, hat die thematik halt schon ein bisschen mehr aktualität. was ich trotzdem weiterhin vermissen werde, sind die theaterpausen. schliesslich geht man ja nicht nur wegen der stücke ins theater, oder liege ich da mittlerweile komplett falsch. falls es zu einer neuen spielzeit mit abo kommen wird, werde ich da mal mehr drauf achten. 

den dienstag nutzte ich dazu, mich wieder einzusortieren und endlich die erblühten baumpäonien zu bemerken. 


 so wenig gartenfotografie war nie. so müssen sie mir halt einfach glauben, dass es blüht und grünt in unserem garten und ich in der komplett sonnigen woche immer mal wieder draussen gestaunt habe, was unsere wiese, dank seltensten mähens, an artenvielfalt und dazugehörigem gebrummsel von insekten hervorbringt. und wenn jetzt wieder überall die rasenmäher vor sich hin tuckern, kommen vielleicht noch ein paar hungrigen flügeltiere mehr dazu. 

mittwoch hatte ich einen kurzen arbeitsvormittag im kulturzentrum - ich musste noch auf die post und hatte anschliessend über mittag physiotherapie. arbeitsmässig ist es bei mir gerade ruhig, während in anderen bereichen im kulturzentrum einiges vor sich hin eskaliert. es lässt mich nicht völlig kalt, aber ich merke meine involviertheit nur noch an der körperlichen erschöpfung, die mich dann abends sehr früh ins bett zum lesen schickte. war aber auch schön. 

gefreut hatte ich mich die ganze woche schon auf den donnerstag, für den vormittag war eine erste einführung und sicherheitsschulung für die aufsichten im museum langmatt angesagt und ich bin ja jetzt teil von diesem schönen ort. wir versammelten uns im neu gebauten pavillion, dann gab es einen rundgang durch die ausstellungsräume und anschliessend noch die bereiche hinter den kulissen, die für die arbeit als museumsaufsicht wichtig sind. ich bin mir garnicht so sicher, dass ich davon im blog schon geschrieben habe. (doch, habe ich, am 15. märz, da habe ich die zusage bekommen) aber ich freue mich so sehr, in diesem haus inmitten des wunderbaren gartens arbeiten zu können. 

anschliessend war ich mit einer freundin und der tochter zum mittagessen verabredet, bevor sie eintrafen blieb mir noch ein bisschen zeit, im neuen du zu blättern, das ich gerade im museum hatte mitnehmen dürfen. 

am nachmittag ging es dann gerade weiter mit den terminen an schönen orten - weil ich am montag wegen filzkurs die schafschur verpasst hatte, fuhren ich mit der tochter zur hagwies und "meinen" zackelschafen um von den frisch geschorenen vliesen welche zum filzen auszusuchen. 

und wieder einmal standen wir auch lange in der sonne, schauten den schafen zu und liessen uns von den herausforderungen eines schafzüchterlebens berichten. danke, hans-peter, für deine bereitschaft, mir immer wieder meine neugierigen fragen zu beantworten! 

freitag war endlich wieder einmal ein tag ohne "schnelle" fahrt ins kulturzentrum, ich widmete mich vormittags dem haushalt und stellte wochenendtauglichkeit her, erledigte noch hier und da ein bisschen etwas, das lang schon ausgeschriebene metallregal wurde endlich abgeholt und den nachmittag verbrachte ich in der werkstatt, trotz offener türe alleine und zuerst mit einer groben planung der arbeiten für das filzbusiness für die kommenden wochen. und der erkenntnis, dass in den wenigen stunden, die ich zeit fürs filzen finde, kein freiraum für eigenes bleibt. soll mir noch eine kommen von wegen schönem hobby... nachdem ich anschliessend aufgeräumt und geputzt hatte, stellte ich noch schnell einen von mehreren vorfilzen für eine bestellung her, die nächsten beiden zeitslots sind für die vorbereitung für einen basisfilzkurs mit drei teilnehmerinnen reserviert. 

ich ging nicht all zu spät nach hause (vor ort war wieder einmal bierabend angesagt, und bevor es so richtig voll wird, gehe ich lieber) und nutzte den frühen abend noch, um unsere tomaten in die grossen töpfe umzusiedeln.

den start ins wochenende feierten kai und ich dann am abend mal richtig: zuerst gabs abendessen in der dorfpizzeria, dann machten wir uns auf den weg in die kleinstadt vor den toren unseres dorfs und besuchten die ausstellung eines ganz besonderen künstlers: 

leider, leider nur noch bis sonntag können sie dort in detektivischer kleinarbeit fälle auf künstlerische art lösen... wir hatten viel spass mit den liebevoll gesägten, geleimten, bemalten und vor allem aus- und durchgedachten bildern, apparaturen und installationen. 

dann gings weiter ins royal, wir machten das verlängerte wohnzimmer unserer kinder für einen abend auch zu unserem. 

dass es ein bisschen spät wurde, war nicht so schlimm, wussten wir ja schon, dass der samstag nicht gerade anstrendend werden würde, wir waren zu einem familienfest eingeladen, zu dem wir am samstagvormittag durch den frühlingsstrahlend sonnigen klettgau und hegau fuhren. 

gefeiert wurde ein achtzigster geburtstag in der familie mit einem feinen essen an einem ort, an den wir sonst vermutlich nicht gekommen wären, dem mac-museum in singen am hohentwiel, wobei mac für museum for arts and cars steht, durch das es dann nach dem essen auch einen rundgang gab. 



 spektakulär schon mal das gebäude, das wirklich direkt unter dem hausberg der stadt steht. 

in der ausstellung viele autos, alte und mittelalte, und auch ein paar fast neue, davon dann vor allem schnelle. und kunst, einprägsam vor allem die lichtinstallation in einer sich über alle stockwerke ziehenden halle. die besitzerin des museums gehörte auch zur festgesellschaft und kam mit auf den rundgang, die zusätzlich für die führung engagierte person tat mir fast ein bisschen leid, hatte aber auch tatsächlich wenig zu vermitteln. auf dem weg zurück zum restaurant und zum nachmittagskaffee waren wir uns auch mit einem durchaus autoaffineren paar einig, dass man auch mal froh sein muss, wenn man manche sorgen nicht hat. konkret in diesem fall, dass man keinen lamborghini besitzt, dessen getriebe und motor alle zwei jahre komplett ausgebaut und revidiert werden muss. 

rückfahrt dann wieder durch die grüne frühlingslandschaft mit dem beschluss, diese am sonntag zum radeln zu nutzen.  

für die kommende woche habe ich gleich mal alle weniger angenehmen und wirklich unangenehmen termine in den montag gepackt: routinemässige mammografie, zahnarzttermin und krisensitzung im kulturzentrum, anschliessend kann es nur noch besser werden. 

 

Dienstag, 21. April 2026

monatsspaziergang april 26

am vergangenen sonntag haben wir wieder einmal einen der stadtspaziergänge vom zueri z'fuess unternommen. seit wird das angebot der stadt zürich entdeckt haben, waren wir schon 2021 in schwamendingen und 2023 in wipkingen unterwegs. seit 2024 spazieren wir mit freunden - und waren bis jetzt zusammen in hottingen und in altstetten. für dieses jahr sah es zunächst wettermässig nicht gut aus und wir befürchteten schon, auf ein museum ausweichen zu müssen, aber dann wurde der sonntag unerwartet schön und wir machten uns gemeinsam auf den weg, um wollishofen zu erkunden.  

die am westlichen zürichseeufer gelegene gemeinde wollishofen war einmal ein dorf, das aus vielen verschiedenen weilern und höfen bestand und so ist der spaziergang auch ein bisschen eine zeitreise. gestartet sind wir aber am bahnhof und von dort gleich zum seeufer gegangen. am aufgeschütteten seeufer fanden die legendäre landesausstellung der schweiz 1939 und die ausschliesslich von frauen gestaltete saffa, die schweizerische ausstellung für frauen und arbeit, 1958 statt. die kleine insel auf dem bild heisst dann auch noch der ausstellung saffa-insel. 


 per steg ging es weiter über die werft der zürichseeschiffahrt. 


hier machte sich gerade der schaufelraddampfer stadt zürich für eine fahrt nach rapperswil fertig. 


 vor dem savera- areal, einem kleinen park am seeufer, waren ganz mutige schon am baden im see... 


 wir passierten das gemeinschaftszentraum wollishofen und eine aufgelassene kiesfabrik und kamen dann zur roten fabrik. 


 ursprünglich ende des neunzehnten jahrhunderts als seidenweberei gegründet, dienten die roten backsteingebäude von 1935 bis in die siebziger jahre als telefonfabrik, wurde dann als abbruchobjekt von der stadt zürich erworben und nach den jugendprotesten durch eine volksabstimmung zum alternativen kulturzentrum. 

auf dem gelände gibt es viele verschiedene räume für konzerte und bands, aber auch platz für ateliers und werkstätten - und am seeufer für gastronomie.

auf dem cassiopeiasteg, der einen freien blick auf berge und see ermöglicht (ohne foto, dafür war es dann doch zu diesig) passierten wir die 1939 im stil der neuen sachlichkeit erbaute seebadi. 
 

 und rätselten, ob die ironischen bojenbeschriftungen ihre wirkung zeigen. 
 
 
an der zürcher waschanstalt verliessen wir das seeufer und wandten uns bergwärts in richtung dorfmuseum, das allerdings noch nicht offen hatte. 
 

 auch gut, so blickten wir nochmal zurück auf den see und den turm der roten fabrik. 
 

 und auf die hübschen tulpen im garten des museums - und verschnaufen konnten wir hier auch so. 
 
 
unterwegs wunderten wir uns über diesen ungewöhnlichen strassennamen - erdbrust,  habe ich herausgefunden, war der name eines der grösseren weiler wollishofens, der allerdings nur noch in diesem strassenschild und einer hofinschrift weiterlebt. 
 

 gegenüber entdeckten wir dieses wunderschön renovierte häusschen dessen fachwerkbalken ganz wunderbar mit der knallroten azalee um die wette strahlten. 


entlang einer grossen schulanlage mit gebäuden aus den verschiedensten epochen kamen wir zum märchenbrunnen. 


hier mäanderte unser weg dann einmal sehr - damit wir den ehemaligen ortsteil auf dem rain durchqueren konnten, wo sich ein paar alte häuser aus dem achtzehnten jahrhundert erhalten haben. 
 
 
der turm der katholischen kirche st. franzikus. 
 

und die reformiete kirche auf der egg. 
 

hier legten wir dann unsere vesperpause ein - mit blick auf den see und in der sonne auf einem bänkle. 
 

spannende alte und neue häuser auf der egg. 

 
und überraschend viel grün dazwischen. 
 

in den dreissiger jahren wurde hier eine werkbundsiedlung im auftrag der baugenossenschaft neubühl gebaut. die siedlung gilt als das wichtigste zeugnis des neuen bauens in der schweiz. 
 


 der stadtspaziergang wurde immer mehr zum weg durch die wohnformen der letzten hundert jahre, denn nach dem überqueren der albisstrasse kamen wir in ein grosse siedlung moos der abz - der allgemeinen baugenossenschaft zürich. 
 

  in der gesamtanlage gibt es dreizehn häuser mit sieben verschiedenen haustypen, darunter auch einem hochhaus. rundherum findet man weitere genossenschaftsbauten, auch solche, die gerade erst in den letzten jahren erstellt wurden und andere aus den fünfziger jahren ersetzen. 
 

 ein weiterer schlenker brachte uns in den wald und an die autobahn, und später wieder zurück zu einer weiteren genossenschaftssiedlung, dem bergdörfli. typisch für die genossenschaftssiedlungen sind uhren in den strassen. 
 

 ein langes stück folgten wir der frohalpstrasse. 
 

 und durchquerten dann den friedhof manegg, auf dem sogar schafe grasen dürfen. 
 




ein kleiner abstecher brachte uns zum restaurant muggenbühl, wo wir bei kaffee und glacé eine weitere pause einlegten. 
 

 auch hier ist die autobahn dann noch einmal ganz nah - und auf dem weg zurück zum bahnhof wurde uns nochmal deutlich, wie hügelig wollishofen eigentlich ist, mussten wir doch einige täler durchqueren bis wir wieder an den see gelangten. 

ein schöner spaziergang, auf dem es wieder viel zu entdecken gab und den ich gerne zu den bei heike gesammelten monatsspaziergängen beisteuern möchte. 

Montag, 20. April 2026

kw 16 - schafwolle und erde

der april rennt. schon ist mehr als die hälfte vorbei, draussen eskaliert der frühling und ich habe das gefühl, hinter allem hinterherzuhinken. 

immerhin habe ich am vergangenen samstag damit begonnen, die lammwolle der zackelschafe vom letzten jahr zu waschen - prompt habe ich am mittwoch den anruf bekommen, dass am kommenden montag die diesjährige schur ansteht. da werde ich dann leider nicht dabei sein können, weil ich fest einen filzkurs mit zwei personen vereinbart habe. und gerade erst am donnerstag sind wieder sitzfellchen, diesmal allerdings aus mitgebrachten vliesen, entstanden. vor zwei jahren dachte ich noch, das sitzfellchenfilzen sei eine höchst saisonale angelegenheit - aber in diesem jahr gingen die anfragen einfach immer weiter und so filze ich rund ums jahr sitzfellchen aus rohwolle oder leite andere an, dies zu tun. 

einziger nachteil der sache ist, dass ich nie sagen kann, jetzt mache mal alles wieder ganz sauber und arbeite an anderen dingen, aber da trifft es sich dann auch gleich ganz gut, dass mit dem kardieren der lammwolle dann eh nochmal recht viel dreck verbunden ist. also vielleicht danach. 


 

im kulturzentrum sind immer noch ferien - was vor allem weniger mails und anfragen bedeutet, vermietungen gab es trotzdem. nur hatte ich in dieser woche meinen präsenzarbeitstag gleich am montag, verschoben auf wunsch der kollegin, was mir einen quasi freien mittwoch bescherte. den nutzte ich dann für gartenarbeit und habe den letztjährigen kompost für die tomatentöpfe dieser saison aufbereitet. 


 


 ja, andere hätten ihren freien tag anders verbracht, aber ich zog das werkeln im garten, nahezu ohne zeitliches limit, für dieses mal einem ausflug oder ähnlichem vor. 

nebenbei bekam ich noch mit, dass wir nun doch eine bewerberin für die zeitweise vakante stelle im kulturzentrum haben und es ein gespräch gab - auch wenn es grundsätzlich wenig sinnvoll erscheint, bin ich doch auch ein bisschen froh, dieses mal gar nicht erst hinzugezogen zu werden, ich werde es irgendwann schon erfahren, ob ich eine neue kollegin bekomme oder nicht. 

der rest der arbeitswoche ging mit den üblichen arbeiten und programmpunkten dahin - samstag gingen wir auf den markt und stellten fest, dass das vielleicht für einen längere zeit das letzte mal sein wird, dass wir zusammen nach deutschland fahren können. haben wir aber in letzter zeit auch wirklich regelmässig gemacht. 

und wegen der kompostaktion am mittwoch und allgemein nirgends dringendem handlungsbedarf im garten hatte ich dann auch noch einen wirklich gemütlichen samstagnachmittag, an dem ich nur ein paar pflanzen aus dem winterquartier geholt und umgetopft und neu eingezogene kräuter eingepflanzt habe. sonst nur viel lesen und im schatten herumsitzen. unserem bädle fehlen noch viele, viele liter wasser, obwohl wir in diesem jahr sehr früh mit dem sammeln des wassers begonnen haben. (zur erklärung: wenn die frostgefahr im märz im wesentlichen vorbei ist, lege ich einen schlauch von unserer regentonne in das schwimmbecken. so sammeln wir das wasser eines dachviertels und leiten es direkt ins bädle - nur müsste es halt auch regnen, was es in diesem frühjahr schon wieder viel zu wenig getan hat. nur der februar hatte überdurchschnittliche regenmengen, aber so früh wollten wir dann auch nicht mit dem wassersammeln beginnen.) im endeffekt bedeutet es, dass wir trinkwasser verwenden werden müssen - oder halt den beginn der badesaison hinausschieben. was in diesem jahr vielleicht auch eine option ist, weil wir eh im mai verreisen werden. 

so - und nun lasse ich hier die woche mit dem samstag enden, denn am sonntag haben wir einen spaziergang gemacht, den ich sehr gerne bei heikes monatsspaziergängen teilen werde.  

Montag, 13. April 2026

kw 15 - osterwoche

 jaja, die woche nach ostern ist die osterwoche, dabei kommt es mir schon viel länger her vor, dass ostern war. 

auch deshalb, weil ich kaum mehr weiss, was ich die woche über getan habe - ich versuche aber mal zu rekonstruieren: 

am montag waren wir wieder zurück aus deutschland und das wetter war noch ziemlich gut. nach einem späten frühstück war deshalb der plan, dieses schöne osterwetter im garten zu geniessen, ich musste vorher nur noch ein paar liegengebliebene kleinigkeiten erledigen. und wie es dann halt so ist mit den kleinigkeiten, sie dauerten deutlich länger und der gemütliche nachmittag wurde immer kürzer. zumal er auch noch vom plan eine vorabvorstellung der neuen dokumentation über den schweizer liedermachen walter lietha im kino anzuschauen limitiert wurde. dazu mussten wir im schönsten nachmittagssonnenschein los -  die doku war dann leider nur so halb spannend. und auch die anschliessende diskussion mit dem portraitierten musiker, seinem kollegen max lässer und dem regisseur des films vermochten mich nicht so richtig zu kriegen - zu viel wurde da auf einer art genialischer entstehung der lieder herumgeritten, natürlich kann der barde keine noten und seine kompositionen nutzen ihn als medium für deren entstehung... nicht komplett unsympathisch, zumal er immer auf der richtigen seite gestanden hat, aber halt auch sehr, sehr weit weg von dem, wie ich die entstehung von kunst erlebe. auch unangenehm: das schlechtmachen der heutigen musikszene, auf der basis von kommerziellen festivals - auch das erlebe ich im kleinen club royal und im kontakt mit vielen kommerziell nicht so erfolgreichen musikmenschen halt komplett anders. schade, liebe alte weis(s)e männer, da gibt es halt schon mehr als ihr so mitbekommt. hätte ich nicht gedacht, dass das alles an euch vorbeigeht. 

am dienstag dann normaler dienstag, allerdings mit einer zusatzzutat, die bis zu den sommerferien so bleiben wird. nach meiner online-tschechischstunde von 7.30 bis 8 uhr habe ich jetzt immer um 8.30 uhr eine halbe stunde physiotherapie in der stadt - wegen diffuser schmerzen und unbeweglichkeiten im rechten bein. diesen dienstag gab es vor allem mal anamnese und ein paar dehnübungen, nächste woche dann mehr. 

mittwoch dann schon wieder freier tag - allerdings nicht mit dem geplanten geburtstagsausflug für kai, sondern um einiges gemütlicher mit frühstück mit dem ältesten sohn und der tochter, dann ein bisschen entsorgungsarbeit, gartengeniessen und später abendessen mit dem mittleren kind und abermals der tochter. den geburtstagsausflug werden wir nachholen - wobei ich schon auch glück hatte, dass wir den abgesagt haben, denn das ausflugsziel hätte ferien gehabt...

meinen arbeitsvormittag im kulturzentrum hatte ich auf den donnerstag verschoben - mehr oder weniger ruhiges abarbeiten von dingen, und da gerade ferien sind und die anfragen dann immer ein bisschen weniger, kam ich sogar dazu mal ein paar pendenzen aufzuarbeiten. dann zahnreinigung, ich war froh um den termin, war mir doch am dienstag ein stück von einem backenzahn abgebrochen, ist halb so schlimm, aber braucht halt einen extratermin zum flicken. 

der freitag war dann sehr voll - mit hausarbeit, dann vorbereitungen für die wochenendvermietung des kulturzentrums, offene werkstatt und am abend einem spieleabend mit freunden. und dann hatten wir auch noch den verwegenen einfall mit unseren gästen "funkenschlag" zu spielen, was halt dann doch immer ein bisschen länger geht. 

am samstag kam es auch nicht so drauf an, aber wir starteten dann doch kurz vor acht in richtung frühstückscafé und markt in deutschland, waren gegen mittag wieder zuhause und erledigten die übliche portion gartenarbeit. nun ist der untere sitzplatz bereit für den sommer, sieht allerdings nach dem auszug unseres gewächshaus auch ein bisschen gross und leer aus. ausserdem ist uns aufgefallen, dass wir ohne gewächshaus kein regenwasser mehr dort sammeln können - es sei denn, wir schaffen es, das gerätehäuschen so auszustatten, dass wir dort wasser vom dach sammeln können. wir haben ideen und vermutlich auch das material im haus, jetzt müssen wir nur noch zeit zum basteln finden. vorausgesetzt das klappt, könnte ich mir dort auch ein paar töpfe mit tomaten vorstellen.

am samstagabend kam dann der nächste wetterumschwung mit einem gewitter (so eines hatte es auch schon am dienstagabend gegeben, allerdings ohne temperatursturz anschliessend), es wurde am spätnachmittag schon sehr dunkel und irgendwann liessen wir uns auch aus dem garten vertreiben, wodurch sich der tag seltsam kurz anfühlte. nach einem frühen abendessen - die tochter musste noch mal los zu einem bardienst im club - kochte ich suppe für den nächsten tag, brachte die küche in ordnung und wäre dann auch für einen gemütlichen sonntag bereit gewesen. 

nur gut, dass es am sonntagmorgen kalt und grau und nieselig war - da fiel es mir nicht so schwer, ins kulturzentrum zu fahren, das ich für den tag für meine vereinskolleginnen gemietet hatte, für einen offenen filztag. und mit dem eintreffen der filzfrauen war meine wehmut über einen verpassten frühlingstag dann vollends vergessen. es ist immer wieder schön zu sehen, welche dynamik entsteht, wenn so viele vom filz begeisterte zusammenkommen. 

unter anderem entstanden diese miniatur-steckenpferdchen in nadelfilztechnik... 

... und solche schräg geflochtenen tassenuntersetzer. fotos machen war nur eine meiner aufgaben, unter anderem war ich auch noch fürs mittagessen und die ganze organisation zuständig, da kommen die fotos immer ein bisschen zu kurz. 
es war ein schöner tag -  und es gab ganz viele begeisterte rückmeldungen von den teilnehmerinnen. trotzdem war ich dann schon ziemlich müde, als ich gegen halb sechs wieder zuhause war. 


 und meinen blick zum fenster hinaus schweifen liess, um festzustellen, wie grün es über die woche draussen geworden war. der regen tut natürlich sein übriges und der frühling ist da, auch wenn die temperaturen wieder niedriger sind als in der letzten woche.