Montag, 6. Dezember 2021

4. und 5. dezember 2021 - adventsmarkt und #wmdedgt am zweiten adventssonntag

adventspost tag 4  (mehr beim klick aufs foto!)

am samstag regnete es nur einmal und das dann dafür den ganzen tag. das wetter war allerdings nicht in der lage etwas an den plänen zu ändern, die wir gemacht hatten, vielleicht sorgte es eher sogar noch dafür, dass wir sie wirklich durchführten. 

auf dem platz rund um die katholische kirche in baden stellt am samstag vor dem zweiten advent jeweils ein ganz besonderer adventsmarkt seine stände auf - es stellen die beschützenden werkstätten vieler institutionen aus der nordwestschweiz hier ihre produkte aus und suchen den kontakt zu ihren kunden. im letzten jahr war der markt wie so vieles coronabedingt ausgefallen, und in diesem jahr nun dieses sauwetter! wir spazierten von zu hause aus zum ersten mal seit der wiedereröffnung den uferweg entlang der limmat auf der badener seite bis in die altstadt und zum kirchplatz. dann machten wir eine erste runde, auf der wir geschenke einkauften und alle stände anschauten, um dann in einer zweiten runde noch ein paar dinge nur für uns zu erstehen. hemmungsloses shopping, allerdings komplett ohne reue. vom monetären abgesehen, ist der verkauf all der mit viel liebe hergestellten sachen auch eine bestätigung für die menschen, die auf dem ersten arbeitsmarkt nicht mithalten können, egal aus welchen gründen. 

detail im bäderquartier, trotz regen fotografiert.

auch den rückweg legten wir wieder zu fuss zurück, es ist so schön, dass wir wieder am fluss in die stadt und zurück laufen können! naja, noch schöner wäre es im trockenen gewesen, das hat dann halt noch steigerungspotential. zuhause waren wir tropfnass, allerdings hatte mein wetterfleck aus loden wirklich alles wasser abgehalten. und wir hatten uns kaffee, stollen und gutsle redlich verdient. 

den nachmittag verbrachte ich lesend, dann schickte die tochter einen link zur rangverkündigung der schweizer meisterschaften im vereinsgeräteturnen jugend, an der sie am morgen mit ihrer turntruppe teilgenommen hatte. (alles in sehr abgespeckter version, also hinfahren, einturnen, turnen, heimfahren - und zuhause in der vereinsturnhalle dann gemeinsam das rangverlesen im livestream anschauen) sie wurden fünfte in der kategorie gerätekombination u17. 

später kochte ich eine  hackfleischsosse ohne tomaten zu den nudeln, die wir auf dem markt gekauft hatten, weil es uns für wurst am stand oder waffeln aus der hand zu sehr geregnet hatte. die blubberte dann weiter auf dem herd, während ich mich an eine weitere runde adventspostdrucke machte und in der verbesserten version entstanden dann richtig viele gute drucke, die ich natürlich hier nicht zeigen kann, bevor ich am 19. dezember selbst mit meiner post dran bin. (ich erkläre das bei gelegenheit noch mal genau, wie das geht mit der postkunstaktion). 

 

adventspost tag 5

der sonntag begann unerwartet sonnig, wir hatten mit mehr regen und wüstem wetter gerechnet und hätten den marktfahrer:innen von gestern solches wetter gewünscht! die tochter war schon lange unterwegs, zum zweiten tag der "schwiizi", eine weitere choreographie am schulstufenbarren wollte geturnt werden.   

wir frühstückten gegen halb zehn mit sonne auf frühstückstisch und adventskranz und entschieden, uns auch heute nicht vom wetter beeindrucken zu lassen. ich bereitete einen zwetschgenkuchen vor und kai verpackte die restlichen nikolausgeschenke. während der kuchen im ofen war wechselte ich an den arbeitstisch, der jetzt wieder im wohnzimmer steht, und werkelte mit blick auf den garten an den karten weiter. nach dem gelungenen drucken kommt leider eine durststrecke in der adventskartenproduktion – die besten drucke müssen nun auf karton geklebt und anschliessend in einem zweiten arbeitsschritt mit einer rückseite für adresse und persönliche grüsse versehen werden.

dabei handelt es sich nicht um unsere adventspost für freunde und verwandte, sondern um ein postkunstprojekt, für das sich 24 menschen in einer gruppe zusammengetan haben (wenn man es genau nimmt, sogar noch viel, viel mehr menschen in vielen gruppen) um eine art adventskalender zu gestalten. die idee ist, dass jede für einen tag im advent eine karte gestaltet und die dann zum jeweiligen datum an alle anderen in der gruppe schickt. auf diese art und weise bekomme ich (und alle 23 anderen) im advent 23 mal post, meist genau am passenden tag. ich selbst bin erst am 19. dezember mit meiner post dran, aber es braucht ja auch noch einige arbeitsschritte und die meisten karten müssen ins ausland verschickt werden, so dass es gut ist, ein bisschen spielraum einzuplanen. die karten, die schon angekommen sind, zeige ich jeweils am passenden tag im blog, wenn es etwas zu verlinken gibt (also bilder vom entstehungsprozess zum beispiel) dann verlinke ich auch.

pünktlich um eins kamen der sohn mit freundin zum kaffeebesuch und nikolausgeschenke abholen, weil sie beide morgen keine zeit haben, vorbeizuschauen. ja, sie lesen richtig, die nikolausgeschenke werden abgeholt, denn ich bekomme zentral ein paket für alle kinder zugeschickt und darf verteilen. die beiden erzählten ein bisschen aus dem kulturlokal und anderen kulturprojekten, in denen sie engagiert sind, wir tauschten auch neuigkeiten aus der familie aus, darüber ging der nachmittag schnell vorüber. zwischendurch schauten wir wieder die rangverkündigung, diesmal wurde der verein der tochter nicht mehr erwähnt, sie landeten auf dem sechsten platz. immer noch ein gutes ergebnis, wenn man bedenkt, dass das «programm» erst noch am vortag wegen eines krankheitsfalls angepasst werden musste. dann wollte die tochter gerne abgeholt werden, der öffentliche nahverkehr ist dann am sonntagnachmittag doch nicht so gut auf dem land.

die tochter war müde, der besuch mittlerweile gegangen, also gelegenheit, noch weiter an den karten zu kleben, bis meine finger mit einer dicken schicht leim überzogen waren und es zeit wurde, sich für den abend umzuziehen.

ein geburtstagsgeschenk wollte eingelöst werden, kai hatte mir karten für eine politische messe für dietrich bonhoeffer im grossmünster in zürich geschenkt. das war eine interessante und musikalisch spannende angelegenheit, mich überzeugte es allerdings nicht vollends, da es einerseits um das leben bonhoeffers ging, andererseits auch um seine texte, in denen er für die nachwelt erlebbar bleibt. ein grosser teil der texte wurde gesungen und blieb dabei kaum verständlich. aber schön, im rahmen dessen, wie ein lebensbeschrieb eines menschen, der mit noch nicht vierzig jahren grausam hingerichtet wurde, schön sein kann. 

nach der messe waren wir froh, mit dem auto in die stadt gefahren zu sein, was uns erstens einen kleine abendspaziergang und zweitens eine rasche heimfahrt gesichert hat. aufmerksam auf die veranstaltung war kai übrigens deshalb geworden, weil unser sohn das plakat und den umschlag des programmhefts gestaltet hat. 

erst ganz am ende des tages bemerkte ich, dass heute der fünfte war, deshalb schicke ich diesen wochenendpost einfach so wie er ist, zu frau brüllen.  

und blogger ist heute wirklich doof und lässt hier nur einen buchstaben pro sekunde erscheine,so dass es keinen spass macht zu tippen.