Samstag, 20. Oktober 2018

freitag 19.10.2018 - papierfreuden

am morgen auf dem weg in die werkstatt noch getränke besorgt, dann in der werkstatt weiter am kundenauftrag gearbeitet.
dafür eine weitere schicht auf der rückseite aufgetragen, die sich insgesamt erstaunlich gut verbunden hat. trotz reichlich heissem wasser aber immer noch kaum schrumpfung. die vorderseite aber jetzt insgesamt schöner, auch der dreck spült sich langsam heraus. alles ein wenig kryptisch, vor allem weil ich mit fettig-seifigen händen keine fotos machen konnte.

zu mittag nach hause, das gemüse ist schon da!


spinat (wieder viel, aber lange nicht so viel wie letzte woche), asiasalate, ein radicchio, pakchoi, zwei randen, sellerie, zwei minizucchetti, zwei fenchel, kartoffeln, rüebli, zwiebeln, knoblauch.
da wir von der letzten woche noch reste haben, am samstag unterwegs sind und in der kommenden woche nicht jeden abend alle da sind, habe ich mit dem sohn besprochen, dass wir in dieser woche einen teil des ernteanteils an eine schwimmvereinskollegin verschenken werden. unser korb ist für 2 bis 3 personen ausgelegt, wir waren jetzt 3 wochen lang zu viert, ab morgen wieder zu fünft - aber eben nur am abend, so dass sich momentan das gemüse stapelt.

tütentomatensuppenzmittag mit angerösteten brotbrösmeli (ja, sie dürfen sich denken, dass so das gemüse nie wegkommt, aber für täglich zwei gemüsemahlzeiten reicht die zeit halt auch nicht), die tochter bastelt draussen herum, wir essen spät, anschliessend bastelt sie weiter. ich mache kurz pause, dann das übliche freitagshaushaltupdate über das ich mich mal mehr, mal weniger ärgere. ich denke immer noch, dass man alleine durch mitdenken eine ganze menge des lästigen putzkrams vermeiden könnte. an der umsetzung arbeiten wir hier allerdings noch.
als ich gerade am staubsaugen bin läutet es an der tür und der dhl-bote hält mir ein paket entgegen. mein gewinn vom postkunstwerkblog ist angekommen!


ich habe den zweiten preis bei einer verlosung gewonnen, eine kollektion von michaela müllers wunderschönen papieren. da kann ich jetzt jede menge schachteln beziehen, bücher binden oder vielleicht mal das eine oder andere klitzekleine geschenk verpacken! ich freue mich und sage danke hinüber zum postkunstwerk von michaela und tabea!
seit anfang des jahres kann man die beiden für ihre arbeit mit einem kleinen beitrag unterstützen, was ich tue und dadurch in der lostrommel gelandet bin. ich konnte in diesem jahr wenig an den regelmässigen mustermittwochen teilnehmen, weil einfach das filzen nun wieder viel breiteren raum einnimmt, aber ich war immerhin bei der sommerpost dabei. warum ich das postkunstwerk schätze, kann man am besten hier nachlesen. mit der adventspost hadere ich noch, ich müsste einen späten termin bekommen, denn bis zum 1.dezember, dem termin der dorfweihnacht, ist hier volldampf arbeit angesagt. danach vielleicht? es wäre schön.

die papiere muss ich schliesslich aber vom tisch nehmen, denn das nachhilfekind   die nachhilfejugendliche  kommt um fünf und wir kümmern uns um aggregatzustände, luftdruck und teilchen. zwei einfache beispiele für sublimation (übergang von fest zu gasförmig) und resublimation (von gasförmig zu fest) kennengelernt, beide mit wasser: 1. gefrorene wäsche trocknet auch bei temperaturen im minusbereich, aus eis wird dann direkt wasserdampf, 2. wasserdampf schlägt sich im tiefkühler direkt an der wand als eis nieder, ohne zunächst als wasser zu kondensieren.
heute war ich wieder vor allem dafür da, dass sie sich eine stunde lang konzentriert mit dem thema beschäftigt hat, gewusst und verstanden hat sie eigentlich schon das meiste, was sie nächste woche für die prüfung braucht.

zum abendessen gab es eine ganz gemütlich gekochte kartoffel-spinat-pfanne, wieder nach herrn whittingstall (das ist ein amazon-affiliate link). dazu aber noch spiegelei. 



Freitag, 19. Oktober 2018

donnerstag 18.10.18 - offene werkstatt

den morgen bis 10 uhr abgesehen von einem telefonat und einem kurzen besuch der freundin, die vom joggen kam und uns zum mittagessen einladen wollte, am schreibtisch verbracht. um 10 uhr kam dann die freundin, mit der ich zusammen den weihnachsmarkt bei uns im dorf organisiere. 

wir hatten die nächsten schritte zu besprechen, vor allem müssen wir nun unsere mobiliarbestellungen bei der gemeinde konkretisieren, kontakt mit den verantwortlichen aufnehmen (der hausabwart hat seit der letzten dorfweihnacht vor zwei jahren gewechselt), flyer und plakate müssen entworfen, gedruckt und verteilt und überhaupt muss ein haufen werbung gemacht werden. da wir das zum vierten mal machen läuft vieles auf zuruf, aber ab und zu müssen wir uns konzentriert zusammensetzen und konkret planen - das gibt dann meist auch einen kleinen energieschub, um die aufgaben grade gleich zu erledigen. 

nach dem frühen mittagessen brach ich gleich in die werkstatt auf, die ich am mittwoch eher nicht so gut aufgeräumt hinterlassen hatte. also dort zuerst mal grob aufräumen, tische frei machen für die offene werkstatt und dann hat es gerade noch gereicht, das geschirr abzuwaschen und den boden zu fegen, dann traf schon die erste filzerin ein. 


weil sie an keinem der kurstermine für die schwemmholzengel zeit hat, ist sie einfach in die offene werkstatt gekommen und hat den ganzen nachmittag gewerkelt und diese engelschar geschaffen!

später kam dann noch eine mutter mit ihren beiden söhnen - der kleine hatte bereits beim handstulpenfilzen für die waldspielgruppe handstulpen bekommen, der grössere wollte auch unbedingt welche, die er sich gestern selbst gefilzt hat. seine mutter hat solange ein geschenk für ihr patenkind angefertigt, auch ein paar handstulpen. (ich habe kein foto gemacht...und ärgere mich darüber)

gegen halb sieben waren alle fertig, müde und glücklich mit ihren arbeiten - und ich auch. so betriebsam und fleissig könnte gerne jede offene werkstatt sein, so macht das spass und so ist das gedacht!

zum abendessen schnelle fertignudeln und endiviensalat aus dem ernteanteil, danach noch ein telefonat in sachen dorfweihnacht und dann neomagazin.... naja, young böhmermann ist schon sonst nicht mein lieblingseinspieler, insgesamt war das ja dann wohl eine grosse werbesendung für die show im "richtigen" fernsehen...

Donnerstag, 18. Oktober 2018

mittwoch 17.10.2018 - kürbis-fenchel-lasagne

den morgen habe ich in der werkstatt zugebracht, nicht mit dem teppich, sondern mit einem kundenauftrag, den ich allerdings noch nicht ganz fertig stellen konnte. ich bin auch nicht sicher, ob die kundin damit zufrieden sein wird - beim arbeiten mit rohwolle erlebt man die sehr natürliche und unberechenbare seite des materials besonders intensiv. so kommt nicht immer alles so heraus, wie man es sich ausgemalt hat, was manchmal schön, im falle von aufträgen aber halt schon auch ärgerlich ist.

am frühen nachmittag dann nach hause, dort festgestellt, dass für das abendessen noch zutaten fehlen und kurzerhand das einkaufen von morgen auf heute vorverlegt. was letztendlich keine gute idee war, da mein einkaufszettel alles andere als ausgefeilt war. wahrscheinlich werde ich nochmal einkaufen gehen müssen.

ich entwickle gerade wieder freude am ausprobieren neuer rezepte für das gemüse aus dem ernteanteil. negativ ausgedrückt: wenn das gemüse am freitag geliefert wird, weiss ich schon relativ genau, was ich ohne grössere probleme der familie servieren kann. der grösste teil des korbs ist dann aber schon eher eine herausforderung, denn niemand jubelt hier über fenchel oder rote beete, nicht einmal über kürbis - andererseits wird das meiste, gut zubereitet, bereitwillig gegessen.

heute gab es eine kürbis-fenchel-lasagne nach hugh fearnley-wittingstall.
es war sehr, sehr lecker.
kein wunder, folgt dieses rezept doch dem rat, den ich im ersten gemüsejahr für den besten hielt: jedes gemüse ist mit käse überbacken essbar. kommt dann wie in diesem fall noch ein liter bechamelsauce dazu, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. neu für mich: die milch für die bechamelsauce zuerst einmal mit zwiebeln, lorbeerblatt und selleriestängeln aufkochen und ziehen lassen.


 grösster nachteil des rezepts: küchenschlacht. ein grossteil der vorhandenen töpfe plus backbleche (nicht im bild) war im einsatz bis die lasagne in den ofen konnte.


insgeheim vermute ich ja, dass lasagne bei der familie auch deshalb so beliebt ist, weil ich so eine sauerei nicht stehen lassen kann und um meinen ruf als geschirrsparsame köchin nicht aufs spiel zu setzen während der garzeit der lasagne immer alles abspüle, so dass nach dem essen dann in der küche fast nichts mehr zu tun ist. (bei uns gilt ja die regel dass wer kocht, nicht nach dem essen abspülen muss.)




Mittwoch, 17. Oktober 2018

dienstag 16.10.2018 - alltag und (fehlende) struktur

jetzt sind die ferien wirklich zuende, wir starten wieder in den alltag, einen ganz normalen arbeits-, biocò- und haushaltsdienstag ohne besondere vorkommnisse.

am nachmittag bin ich mit der tochter draussen am gartentisch gesessen und habe mathe geübt, dabei fiel mir auf, dass es jetzt, mitte oktober, endlich mal erträglich ist, mittags in der sonne zu sitzen.

was mich seit anfang des schuljahres nervt ist der extrem zerrissene stundenplan der tochter, mit verschiedenen anfangszeiten, verschobenen mittagspausen und unterschiedlich langen nachmittagsstunden. ich muss jeden tag nachschauen, wann sie gehen muss, ob sie mittagessen mitnehmen muss und wann sie wieder nach hause kommt, es bildet sich keine verlässliche struktur heraus. dazu kommt noch, dass sich ständig wieder etwas im plan ändert, aktuell hat sich ihr musikunterricht von dienstag auf montag über mittag verschoben.
da dienstagnachmittag ihr einziger freier nachmittag ist, ist das eigentlich positiv. dafür bleibt sie jetzt auch montag über mittag in der schule. als der saxophonlehrer anrief um diese änderung zu besprechen, habe ich zuerst etwas unwirsch reagiert, weil ich nicht realisiert habe, dass sie dann wenigstens dienstags eine normale mittagspause hat. sie sehen, dieser stundenplan macht mich ganz konfus.

glücklicherweise kann ich meine arbeitszeiten ja nach belieben anpassen - nur eine langfristig auf den tochterstundenplan abgestimmte planung ist quasi völlig sinnfrei.

am nachmittag eine stunde gehäckselt, der haufen muss kleiner werden.
zum abendessen gab es grüne linsen mit roten beeten aus dem backofen als warmen salat. es hat der ganze familie gemundet, auch wenn sich das für manche menschen unglaublich anhört.
weiterhin erfreulich positive rückmeldungen auf das neue kursprogramm, das allmählich fahrt aufnimmt.

Dienstag, 16. Oktober 2018

montag 15.10.2018 - teppich flössen

ferien eigentlich zuende, aber für die tochter doch noch ein tag frei, während ich alltag probe.
frei für die tochter bedeutet heute allerdings extra früh aufstehen, denn sie muss um sieben am gemeindehaus in den bus zum europapark einsteigen.
kurz nach sieben sind also alle ausser haus und ich kann in den tag starten und blogge ein wenig uninspiriert über das wochenende. es ist ganz lustig, aber ich bemerke, dass familienzeit nicht das ist, worüber ich am liebsten schreibe. über die bilder von der neuen kamera ärger ich mich zudem auch noch, ich werde mit diesem gerät einfach nicht warm. ausserdem war ich das ganze wochenende total müde und komplett erschlagen und sehr froh eben nur diese sehr gemütliche geburtstagsparty im fokus zu behalten.
so ganz stimmt das auch nicht, denn der newsletter für die filzkurse in der vorweihnachtszeit ist auch fertig geworden und den verschicke ich dann gleich am montagmorgen. sonntag abend wäre vielleicht besser gewesen, aber wer weiss das schon so genau.

gegen neun fahre ich mit dem fahrrad in die werkstatt und dabei passiert mir etwas ganz blödes - weil ich den anhänger mitnehmen will um noch etwas zu transportieren muss ich die anhängekupplung ans frisch gewartete e-velo anschrauben. was ich dabei vergesse ist den anhänger anzuhängen. aufgefallen ist mir das erst am veloständer vor der werkstatt (dabei rumpelt der anhänger laut hinter mir her, was ich anscheinend nicht vermisst habe) - also muss ich nochmal zurück und den anhänger, in dem sich auch meine tasche, der schlüssel für die werkstatt und sogar das ladegerät für den veloakku befinden, abholen. mit dem akku wird es knapp, aber es langt dann doch gerade so.

in der werkstatt gibt es momentan nichts wirklich dringendes, aber dann doch ein paar sachen, die erledigt sein wollen. am ende entscheide ich nach lust und laune und kümmere mich erstmal um den fast fertigen teppich. mit heissem wasser und gummihandschuhen rücke ich dem teil zu leibe und schrumpfe noch minimal, kann aber sehr gut noch ränder begradigen und fester filzen. ausserdem reibe ich mit den handschuhen überschüssige, nicht filzende fasern heraus. sechs, sieben liter kochend heisses wasser schluckt der teppich ohne allzu nass zu wirken, dabei fällt mir auf, dass kaum mehr seife im teppich ist. auch gut - vor allem für den nächsten arbeitsschritt.


 der teppich geht jetzt nämlich baden. im oberwasserkanal der alten armaturenfabrik. zuerst will er nicht recht untergehen und braucht sehr lange, um das wasser aufzunehmen und dann muss er natürlich auch wieder raus aus dem wasser. das geht ganz gut, weil ich das seil über das geländer der brücke umlenken kann, aber schwer ist er doch.
über dem geländer kann er den restlichen vormittag austropfen.


so ist das schöne oktoberwetter auch noch zu etwas gut! (das seil dient übrigens zur sicherung, ich wollte ja nicht stundenlang beim abtropfen neben dem teppich stehen und hatte schon ein bisschen bedenken, dass er in den kanal abstürzen könnte.)

und weil das alles so gut funktioniert hatte, konnte ich mich dann mit elan ans aussortieren meiner filzstücke machen. ergebnis: eine kiste ganz leer, alle sachen die bleiben dürfen im regal verstaut und damit ist erstmal gut.

die vom sohn ausgeliehen kaffeemaschine habe ich dann auch noch ausprobiert - in zukunft wird es also kaffee in der werkstatt geben.

heimwärts kurz nach zwölf, zuhause dann mittagessen aus resten der vergangenen woche, kleine pause und dann geht es im garten weiter. ziel wäre es, jeden tag eine stunde etwas zu machen, gestern habe ich vor allem verwelktes an den tomaten abgeschnitten, geerntet, gegossen und die reste der schneide- und ausgrabeaktion vom samstag beseitigt. unser aussenkompost (grosser asthaufen) ist mittlerweile gigantisch, ich habe dieses jahr nichts gehäckselt, das rächt sich jetzt.

alltag auch die grosse küchenputzaktion, die ich anschliessend begonnen habe - einerseits um nach den ferien einen überblick über die vorräte zu bekommen, andererseits um die spuren der fish&chips- schlacht vom sonntagabend zu beseitigen.

irgendwann meldete sich die tochter, dass der bus erst gegen halb acht ankommen werde (es waren wohl mal wieder nicht alle zur verabredeten zeit am treffpunkt für die heimreise...), also genug zeit um gemütlich zu kochen: küchle aus krautstielrisottoresten und dazu eine sosse aus paprika, aubergine und tomaten. die tochter ist sehr müde, die männer machen die küche und ich kümmere mich um die wäsche, bevor der abend mit einer weiteren folge von anne with an e ausklingt.

Montag, 15. Oktober 2018

wochenende 13. und 14. oktober 2018 - endlich 14!

das wochenende stand ganz im zeichen des vierzehnten geburtstags der tochter. jetzt kann ich kaum mehr behaupten, auch noch eine kleine tochter zu haben.

am samstag kauften wir für die party ein, der wunschkuchen sollte zitronen-käse-sahne-torte und das wunschessen fish&chips sein. das wetter, immer noch warm und schön lockte uns nach dem einkaufen in den garten, wo kai und ich dem wildwuchs in der ehemaligen wildnis zu leibe rückten - er mal wieder mit dem entfernen unerwünschter baumsämlinge und immer wieder austreibender bodendeckerwurzeln und ich mit heckenschneiden auf der innenseite der strassenhecke. so richtig lust hatten wir aber nicht und kamen auch nicht so recht weit (kai schon mehr als ich) und genossen dann lieber doch noch die sonne mit kaffeetrinken, kuchenessen, lesen und stricken in der sonne.

am abend gab es lauch-käse-spätzle, unsere geheimwaffe zur eindämmung der lauchflut (des lauchfluchs?). nach einer runde "spiel des lebens" schickten wir die tochter ins bett um die geburtstagsvorbereitungen zu vollenden.

am morgen fragte dann die tochter irgendwann ob sie aufstehen dürfe, da waren aber schon die brötchen im ofen und wir mussten dann mit dem kerzenanzünden doch noch auf sie warten, da sie sich erst noch anziehen musste - sie erschien dann wie geplant im von der oma geschenkten geburtstagsoutfit zum besingen, beglückwünschen und frühstücken.

schnell noch die käsesahnetorte fertig gemacht, dann zogen wir los zum minigolf nach waldshut, der platz hatte gerade noch offen.


wieder zuhause reichte es noch für ein bisschen mittagsruhe, dann trafen die gäste ein und wir konnten im garten kaffee trinken und kuchen essen. wie angekündigt brachte auch noch eine freundin kuchen mit, da war es wirklich gut, dass ich nur eine winzige käsesahnetorte gebacken hatte.
die mädchen organisierten sich selbst und hatten viel spass beim kürbisschnitzen.


nach dem üppigen fish&chips-abendessen wurden zwei mädchen noch ein stück nach hause begleitet.
eine freundin blieb über nacht bei uns, denn der montag ist noch schulfrei und die beiden dürfen als ministrantinnen heute einen ausflug in den europapark geniessen.



Samstag, 13. Oktober 2018

freitag 12.10.2018 - 12 von 12 im oktober

ich bin durch das tägliche schreiben der vergangenen wochen ein wenig auf das wort fixiert, aber schauen wir mal, ob es auch mit bildern funktioniert: 


morgens früh aufgestanden, morgenpflichten erledigt und dann an den schreibtisch. vorher habe ich aber noch die morgenstimmung eingefangen. seit ein paar tagen ist es morgens lange neblig, so dass wir trotz warmer nachmittage die heizung zumindest in der frühe laufen lassen müssen.


gegen neun die tochter geweckt und dann gemeinsam mit ihr das freitäglich aufräumen und saubermachen des haushalts erledigt.


 zur mittagszeit war das gemüse schon da, der korb ist ähnlich gross wie die, die wir am dienstag gepackt haben. endiviensalat, rande, rüebli, fenchel, paprika, stangensellerie, zwiebeln, kartoffeln, ein butternutkürbis - und das alles auf einem mehr als ein kilo wiegenden spinatbett.


 zwei wochen sind wir ohne liste ausgekommen, für die kommende (schul-) woche und  die überfülle an gemüse brauche ich wieder eine. es ist ja auch noch einiges aus der letzten woche übrig, der hokkaidokürbis sogar noch älter.


der spinat anders als am dienstag sehr nass - auf dem geisshof ist es vermutlich auch morgens neblig gewesen - und muss, um ihn vor dem vermodern zu bewahren, rasch verarbeitet werden. auch weil ich nicht einen wasser mit erde vermischt tropfenden plastiksack in grösse eines kopfkissens in den kühlschrank stecken kann oder will.
das sind dann so die momente, in denen ich gut verstehen kann, dass ein gemüsekorb von biocò nicht für alle lebenssituationen geeignet ist. glücklicherweise habe ich meistens zeit für die rasche verarbeitung solcher freuden - in unserem tiefkühler haben wir jetzt zwei mal 400g spinat eingefroren.


 aber auch ich habe mir jetzt einen kaffee verdient. schon allein um die hände vom spinatputzen wieder aufzuwärmen.


 auf den tomaten habe ich wieder die spuren der gemüseeule entdeckt, aber diesmal keine tiere. die hatten wir im vergangenen jahr schon, leider fressen sie auch die früchte, nicht nur die blätter der tomaten an.


 beim rundgang durch den garten die ersten herabfallenden blätter am silberahorn entdeckt - ich träume ja immer noch davon, von diesem ahorn sirup zu gewinnen, theoretisch würde er sich eignen. ich müsste nur bis zum frühjahr das notwendige werkzeug haben.


 der kater macht schattentheater und geniesst die sonne. ausserdem begleitet er mich gerne durch den garten.


 aus dem nebligen morgen ist ein herrlicher spätsommertag geworden. auch wenn wir längst spätherbst haben.


 ein herbstbild hat mir - vermutlich - der grosse sohn geschenkt. er ist wohl heimgekommen, hat die kamera auf dem tisch entdeckt und ein paar details in der küche fotografiert. die äpfel sind vom geisshof, die haben wir am dienstag mitgebracht.


zum abendessen gab es (eigentlich auch ganz fotogene) endiviensuppe und als nachtisch zwetschgenkuchen aus den zwetschgen, die ich aus göppingen mitgebracht habe. eingefroren von meiner mutter, aber in luxusvariante: entsteint und eingeschnitten, so dass man sie nur noch auf den teig zu legen braucht. lecker war`s.

die zwölf bilder schicke ich wie viele andere zu carola und nutze die gelegenheit gleich bei anderen zu lesen, was sie so am zwölften gesehen und fotografiert haben.

Freitag, 12. Oktober 2018

donnerstag 11.10.2018 - organisiert

ich habe es wieder nicht geschafft früh mit der arbeitenden bevölkerung aufzustehen und anstattdessen tatsächlich bis kurz vor acht nochmal einzuschlafen. die tochter mochte trotzdem noch nicht mit mir aufstehen. spontan überlegte ich mir, dass nichts wirklich dringendes in der werkstatt anstünde und ich mir eigentlich einen ferientag gönnen könnte. bis elf sass ich dann am rechner und tippte den etwas ausschweifenden bericht vom vergangenen tag, ferienluxus. ich merke aber auch, dass das regelmässige schreiben etwas mit mir macht, je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein und desto mehr freude habe ich daran. die schere im kopf, die immer das wenig interessant erscheinende herausschneiden wollte, ist weg.

die tochter begleitete mich dann zum einkaufen, vor allem weil sie neue turnschuhe und flossen brauchte (ich hoffe, wir haben jetzt dann mal die komplette fussbekleidung auf die nächste schuhgrösse ausgewechselt). die flossen muss sie selbst bezahlen, aus paritätsgründen gegenüber den brüdern.
der anschliessende lebensmitteleinkauf gestaltete sich etwas mühsam, da die nächstgelegene filiale des grossverteilers, die wir nur ab und an besuchen, komplett umgeräumt wurde. ich hasse umgeräumte supermärkte und kaufe garantiert höchstens das, was auf dem zettel steht und das auch nur dann, wenn ich es gleich finde.
(ok, in der halbpreiskruschtelecke haben wir dann noch drei spannende sachen gefunden - unter anderem eine led-glühbirne, die man mit mehrfachem aus- und anschalten in drei verschiedenen helligkeitsstufen leuchten lassen kann. wir hatten eine ähnliche schon im lampenladen für die stehlampe meiner mutter mitgenommen, allerdings muss man bei der durch mehrfaches klicken das "hochfahren" der leds unterbrechen und erhält so ein gedimmtes licht.)

den nachmittag verbrachte ich mit handschriftlichen sachen, unter anderem probierte ich nochmal die walnusstinte aus, von der ich mehrere gläschen abgefüllt habe und nun überlege, wem ich wohl so eines schenken kann. eine person weiss ich schon.


aber ich erfüllte auch schon vor einiger zeit geäusserte wünsche nach tomatensamen und füllte sogar die bereits bekannten termine in meine papieragenda für 2019 ab.

ich benutze nach wie vor neben dem digitalen familienkalender, der vor allem zur terminabstimmung dient, eine papieragenda von roter faden* um den überblick zu behalten. ganz wichtig sind für mich da die halbjahresüberblicke für das laufende und das kommende jahr, da einige kurstermine ja langfristig geplant werden müssen. wünschen würde ich mir zusätzlich einen monatsüberblick, dafür habe ich mir die neuen monatsleporellos bestellt, bin aber noch nicht so recht glücklich damit - mal schauen, ob sich das bewährt.
für das kommende jahr habe ich das kalenderdesign gewechselt, bisher benutzte ich die einteilung links kalender, rechts freie seite, neu habe ich einen besseren wochenüberblick. die freie seite war zwar für listen ganz praktisch, aber ich benutze sie immer weniger.
zusätzlich zum kalender habe ich in meinem taschenbegleiter mindestens ein heft, in das ich notizen machen kann. für länger laufende projekte oder fortlaufende themen, die ich nur punktuell dabei haben muss, lege ich jeweils hefte an, die ich dann zusätzlich einheften kann, zum beispiel für den weihnachtsmarkt oder den filzlehrgang.



gut organisiert kochte ich also das abendessen und parallel aus gemüseresten eine gemüsebrühe. gegessen haben wir zu dritt rindsplätzli, romanesco aus dem garten und kartoffelstock aus dem päckchen.
nach dem abendessen habe ich es endlich mal wieder geschafft noch ein stündchen zu arbeiten, es wird wieder zeit für einen kursnewsletter, die kinderkurse beginnen und die themenkurse vor weihnachten wollen beworben werden. die hälfte ist geschafft, falls sie übrigens den newsletter abonnieren wollen, bitte hier entlang. ** (sie müssten dann auf den button "keine kurse mehr verpassen" klicken und mir freundlicherweise mailadresse und namen verraten.)


*auch wieder: hätte werbung sein können, habe ich aber nix dafür bekommen.
** ja und das ist jetzt wirklich werbung, für mich selbst. also entscheiden sie, ob ich dafür was bekomme.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

mittwoch 10.10.2018 - den garten gezielt vernachlässigen

hier wird neuerdings sehr früh aufgestanden - weil ferien sind, habe ich mich nebst tochter da raus gehalten und bin erst aus dem bett gekrochen, als es zumindest zu dämmern begonnen hatte.
zwei pflichttermine gibt es ja dank nachstrom hier morgens zu erledigen, das aufhängen der gewaschenen wäsche und das ausräumen der spülmaschine, letzteres fiel heute morgen aus, weil ein kleiner entlaufener löffel für ein unzureichendes spülergebnis gesorgt hatte und ich die maschine in der küche in eine zweite runde schicken musste.

der vergangene tag wollte beschrieben werden, zwischendurch läutete noch das telefon und bis ich das auto bepackt hatte um in die werkstatt zu fahren, war es schon gegen halb zehn.

ausnahmsweise habe ich heute das auto genommen, weil ich den plan hatte, in der werkstatt fenster zu putzen und staubzusaugen, wofür ich eine leiter und den industriestaubsauger transportieren musste. bei der gelegenheit kamen auch gleich das ergebnis der ausräumaktion vom vortag, ein schwung gewaschener handtücher, die einkäufe vom aufenthalt in göppingen und eine anonyme wollspende mit.

die sache mit den wollspenden ist schon lustig - in der regel werde ich ja angefragt, ob ich wolle übernehmen will, die an einem anderen ort nicht mehr gebraucht wird, in dem fall lag die wolle aber einfach vor unserer kellertüre, zudem noch in der "einflugschneise" der katzenklappe. das sorgte während unserer abwesenheit für verwirrung, da mir zudem auch eine wollspende angekündigt war, allerdings mit genauer spezifikation (walliser landschaf) und das auf die lavendelfarbige kammzüge, die da lagen nicht recht passen wollte. ich habe immer noch keine ahnung woher die wolle stammt -  ich sag mal danke, einfach so in die anonymität des internets hinein, vielleicht lesen sie ja hier, und haben lust sich zu melden!

in der werkstatt widmete ich mich erstmal den fenstern - der raum ist wirklich hoch, die fenster, die die eine front einnehmen wirklich gross, aber es ist halt auch schön, wenn man mal wieder raussieht. ich hoffe, dass die bauerei oberhalb und nebenan wirklich fertig ist, es wurde mir auch zugesichert, so dass nicht gleich wieder alles dreckig ist.  staubsaugen war auch wieder mal dringend nötig, auch wenn da sicher bald wieder überall wolle liegt, weil ich den teppich, der meine abwesenheit aufgehängt gut überstanden hat, ja demnächst fertig walken muss. ein bisschen hadere ich noch mit dem auswaschen, mit dem fluss direkt vor der türe denke ich an schwimmen lassen, habe aber wegen der verwendeten seife nicht zu geringe skrupel.

nach dem ordnung machen hatte ich aber erstmal genug und wollte auch die tochter noch vor dem zahnarztbesuch kurz sehen, so dass ich nach hause fuhr - mit dem schwimmzeug, das wohl in diesem jahr nicht mehr gebraucht wird und einigen sachen zum entsorgen. ich bezahle zwar für meinen gewerberaum eine bereitstellungsgebühr für die müllentsorgung, habe es aber immer noch nicht geschafft mir müllsäcke der nachbargemeinde anzuschaffen um meinen müll direkt loszuwerden. dabei wären die noch hübsch knallrot, nicht so langweilig wie unsere ennetbadener schwarzen säcke.

kleines mittagessen zu zweit, danach erstmal eine sofapause. ich freute mich über einen kommentar einer befreundeten filzerin auf einen schon älteren post, solchen austausch würde ich mir viel öfter wünschen. überhaupt ist das immer noch das salz in der suppe, wenn jemand auf meinen blog reagiert, manchmal halt auch per telefon!
an anderer stelle habe ich mich geärgert, wie kompliziert manches sein kann - wenn im ehrenamt vor allem auf das "amt" geschaut wird, dann geht es halt schon ab und zu sehr bürokratisch zu. oder ich bin mal wieder zu spontan gewesen. 

ein abstecher ins brockenhaus ergab keine nennenswerten erfolge, ich hätte gerne eine kleine haushaltsleiter gekauft, denn meine regale in der werkstatt sind einfach sehr hoch und wären mit einer dauerhaft dort bleibenden leiter besser zugänglich. aber war nix da. (hallo glarus, gibt es sowas bei euch?)

anschliessend  endlich in den garten, irgendwie plagt mich ja schon seit wochen das schlechte gewissen, aber als ich dann so herumging konnte ich ausser tomaten und himbeeren ernten wieder nicht viel machen. es ist alles noch so schön grün, zugegebenermassen auch ganz schön verwuchert, aber es tut mir leid um alles, was ich abschneide. samenstände bleiben für die vögel, die hecke kann auch im frühjahr nochmal geschnitten werden, einzig die töpfe könnte ich mal sortieren. habe ich dann aber doch nicht gemacht, anstattdessen nochmal eingefangen, wie schön der garten auch im spätherbst noch ist. meine treue stuttgarter rose blüht in diesem jahr schon zum dritten mal!


beim gemüsegärtnern sollte ich im kommenden jahr wohl überhaupt mehr dem zufall überlassen. die ausgesamten tomaten im beet, die vergessenen blumenkohlsetzlinge nach dem hagel und der vernachlässigte krautstiel im hochbeet sprechen ja schon für sich, aber dass jetzt auch noch aus dem schnellkomposter einfach so eine paprikapflanze wächst und mehr früchte trägt als die beiden, die ich seit mai in töpfen an der sonne hege und pflege, das gibt mir schon zu denken!


gegen fünf wurde es ungemütlich schattig rund ums haus und ich verzog mich an den schreibtisch, wo ich mich mit einem online-filzkurs beschäftigte.

im frühjahr habe ich ja schon mal viel geld für einen onlinekurs* ausgegeben um lustige dinge mit filz machen zu können, war mit dem inhalten sehr zufrieden, mit der darreichungsform eher nicht.

nun habe ich gestern etwas* am anderen ende der preisskala eingekauft und ja, das ist eher für die breite masse (falls man beim thema filz überhaupt von einer solchen sprechen kann), aber dafür deutlich netter aufgemacht und auch von der zugänglichkeit so viel ansprechender.
alleine dass ich die inhalte herunterladen und sowieso für immer und ewig einsehen kann finde ich sympathisch.** auch die verwendete plattform ist übersichtlich - ich habe aber zum beispiel das forum noch nicht ausprobiert, kann dazu also wenig sagen. schlechter als das andere kann es aber kaum sein... alle inhalte des kurses sind zudem in einem pdf zusammengefasst - und zwar nicht einfach als text, sondern bebildert und gegliedert.

anlass für den kauf des rohwollfilzkurses war übrigens ein kundenauftrag ein grosses veggie-fell zu filzen, da freue ich mich nach dem anschauen der videos schon drauf! (es gibt also bald wieder kaffee!)

zum abendessen gab es leckere kohlrabisauce zu nudeln, die habe ich jetzt schon zum zweiten mal gemacht und diesmal mit zitronensaft gewürzt. anstatt schnittlauch ausserdem petersilie verwendet, weil ich so genau das rezept dann auch nicht gelesen hatte.

abendprogramm mit der tochter: kein mann für leichte stunden. ganz lustige idee, aber irgendwie halt auch wieder nicht lustig, denn in der welt, in der frauen das sagen haben, geht es schon ziemlich gewohnt zu, nur mit umgekehrten vorzeichen.



* ja, das könnte werbung sein, wenn ich denn irgendeinen vorteil davon hätte, dass ich das hier schreibe. im gegenteil habe ich für meine erwähnung nix billiger oder umsonst bekommen.

** mit irgendwelchen halblegalen mitteln ist das herunterladen der instruktionsvideos ja sowieso immer möglich, das wollte ich aber nicht. trotzdem fühle ich mich immer so ein bisschen unter generalverdacht, wenn inhalte nur zeitweilig oder unbequem zugänglich gemacht werden, um sich und sein geistiges eigentum - vor was eigentlich? - zu "schützen". dabei habe ich ja schon dafür bezahlt. geht es darum, dass inhalte nicht weitergegeben werden? wäre es da nicht sinnvoller an die ehrlichkeit der nutzer zu appellieren? und wie sieht es aus, wenn man ein buch mit instruktionen veröffentlicht?
der gerechtigkeit halber muss ich hier aber nun doch noch anfügen, dass ich auch nach ablauf der angekündigten zeit von 6 monaten zugang zum onlinekurs "surface form and space" habe - ich habe es gerade ausprobiert.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

dienstag 9. oktober 2018 - eine halbe tonne gemüse

für den morgen hatte ich die tochter und mich schon vor einigen wochen für einen ernte-, pack- und ausfahreinsatz in unserer gemüsegenossenschaft angemeldet. da nur wir beide packen wollten und auch die anschliessende fahrt von uns abgedeckt war, vermeldete ich schon am abend vorher, dass wir nicht wie üblich um acht, sondern ferienhalber erst um neun auf dem hof eintreffen würden. das mail ging an den bauer, der - was ich nicht wusste - auf urlaub weilt, und wurde erst weitergegeben als sich die belegschaft auf dem hof zu fragen begann, ob heute kein biocò kommen würde um das bereitgestellte gemüse zu verteilen.

wir profitierten von einem gut vorbereiteten packraum in dem schon beinahe alle zu verteilenden gemüse aufgestapelt waren - nur randen mussten noch aus dem lager besorgt werden. parallel zum einpacken erntete der praktikant dann noch spinat und uns blieb nur noch die ernte des endiviensalats übrig.

in jeden korb legten wir 1kg kartoffeln, 1kg rüebli, eine grosse oder zwei kleine randen, einen butternutkürbis, zwei bis drei fenchel, eine bis drei paprikaschoten, zwei stangen lauch, einige stängel stangensellerie und einen endiviensalat. ausserdem verteilten wir 42 kilogramm spinat auf 34 portionen in 37 körben (6 halbe körbe).


so ungefähr 8 kilogramm wog ein voller korb. wir haben also 34 portionen à 8 kg zunächst eingepackt (272kg) und dann auch noch ausgefahren (also nochmal 272 kg geschleppt) macht insgesamt mehr als eine halbe tonne gemüse!
glücklicherweise hatte ich eine tatkräftige helferin, die ganz alleine das meiste abwiegen übernommen hat. (wieviel spinat in einem korb war rechnen sie sich selber aus, gell?!)

die ausfahrt des gemüse machten wir in zwei schlaufen, einmal richtung westen und einmal richtung osten, denn mehr als 22 körbe fasst auch unser geräumiges auto nicht. unterwegs holten wir noch ein paket ab und besorgten uns ein (unvernünftiges) mittagessen  bestehend aus einem laib brot, in den die tochter einfach mal so reinbiss und einem eclair für jede von uns.
zuhause gab es für mich kaffee und nach dem mittagsimbiss eine mittagsruhe für uns beide.

am nachmittag habe ich noch mein altes filzregal im arbeitszimmer ausgeräumt, es finden sich immer noch kisten, die umgezogen werden müssen. ich werde mich aber auch von einigen sachen definitiv verabschieden und nur das behalten, was entweder als beispiel für einen kurs dienen kann oder ich noch verkaufen will. das ist leichter geschrieben als getan, steckt doch in jedem stück eine menge arbeit.

zum abendessen gab es ofengemüse aus kartoffeln, rüebli und rande, dazu salat und einen improvisierten dip aus frischkäse und joghurt, denn offensichtlich hatte niemand in der letzten woche lebensmittel eingekauft.
wir sassen ferienüblich lange, auch wohl, weil niemand lust hatte, die küche aufzuräumen. die tochter schickten wir nochmal relativ früh zu bett, morgen vielleicht dann ein gemeinsamer abend mit ihr und film.

Dienstag, 9. Oktober 2018

donnerstag 4. bis montag 8. oktober 2018 - goldener oktober

die letzten fünf tage waren die tochter und ich zu besuch bei meiner mutter.
neben einigen sachen, die wir selbst zu erledigen hatten (helme kaufen, geburtstagsgeschenk für den vierzehnten geburtstag aussuchen, obskures leergut im gutsortierten getränkemarkt loswerden, die 1-euro-shops unsicher machen, e-velo revidieren lassen...) haben wir mit oder für die oma ein einlaufsieb gereinigt, zwei sonnenstoren repariert*, entsorgt und eingekauft, noch ein geburtstagsgeschenk ausgesucht, beratung beim stehlampeneinkauf geleistet, einen herbststrauss gepflückt, blumen gekauft, schrauben nachgezogen und dann doch ausgetauscht und sicher noch einiges mehr.
es blieb aber auch noch zeit zum rummy und kartenspielen, essengehen mit dem patenonkel (meinem),  kaffeetrinken und marmorkuchenessen, eisessen, spazierengehen, einfach so in der sonne sitzen, stricken und reden.
und es ist immer noch schönes wetter. endless summer, ich sags ja dauernd. 


 und als wir gestern dann alles aus- und aufgeräumt (ich habe erstaunlich wenig eingekauft, im 1-euro-shop nur diverse kleinigkeiten für die werkstatt) hatten und beim abendessen mit den beiden zuhause übrig gebliebenen männern die neuigkeiten der woche ausgetauscht hatten, gab es für mich noch eine freudige überraschung:
ich habe nämlich gewonnen! ganz ohne dass ich es mitbekommen habe gab es auf dem post-kunst-werk-blog eine verlosung für alle, die die arbeit von michaela und tabea mit einem (zugegeben kleinen) monatlichen beitrag unterstützen. und da habe ich tatsächlich ein paket mit müllerin-papieren gewonnen! es hat ein bisschen gedauert bis ich das begriffen hatte, aber der gewinn passt perfekt, denn material, das ich endlich mal benützen sollte habe ich genug und so freue ich mich auf papiere, die ich zum buchbinden oder schachtelverzieren benutzen kann oder erstmal so einfach zum bewundern...


*erziehen sie, liebe eltern, ihre tochter, vor allem wenn es die einzige ist, unabhängig davon wie sie zur rollenverteilung zwischen mann und frau stehen mögen, so, dass sie mit schraubenziehern und zangen umgehen kann. sie werden sich im alter darüber freuen.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

mittwoch 3.oktober 2018 - teppich

nachdem ich gestern schon sehen konnte, dass der teppich ein kompaktes stück geworden war, konnte ich heute mit mehr ruhe an die weitere arbeit gehen.
es ist immer schwierig für grössere stücke, die dann auch noch in irgendeiner weise ein aufwändigeres vorgehen erfordern oder bei denen überraschend etwas nicht so läuft wie es sollte, ein genügend grosses zeitfenster zu finden, in dem ich daran arbeiten kann. es ist ja leider so, dass man so ein filzstück nicht in jedem beliebigen stadium einfach über längere zeit liegen lassen kann. schon dass sich das auslegen der grundwolle, das auflegen und des ausserplanmässige annähen der einzelnen aufgelegten steinornamente zweimal über eine unterbrechung der arbeit für einen tag oder mehrere hinzogen und damit der nasse teppich mehr als eine woche auf dem tisch auf liegen musste hinterliess spuren -glücklicherweise nur an der bastmatte und dem plastik. das ist natürlich nicht so schön. ich vermute auch, dass ein teil der steinornamente deshalb noch schlechter als der rest halten wollte, weil ich sie erst einen tag später als die ersten auf der nassen fläche platzieren konnte.
am besten ist es immer, wenn vom ersten nassmachen der wolle bis zu dem zeitpunkt, wo sich alles verbunden hat und man auch einmal wasser auslaufen lassen kann möglichst wenig zeit vergeht.
grosse erleichterung deshalb gestern, als alles verbunden war und ich den teppich zum ablaufen aufhängen konnte. heute habe ich weiter gerollt, wobei nur wenig zusätzliche schrumpfung eintrat, sowie die ränder begradigt. eine grössere zange werde ich wohl noch mitnehmen müssen, denn schon jetzt ist der filz kaum noch mit den händen zu dehnen. die ränder werden übrigens nicht durch abschneiden gerade, sondern indem man gezielt in verschiedene richtungen walkt. die steine scheinen jetzt alle gut zu halten, einzelne ränder stehen immer noch weit vor, da werde ich mich darum kümmern, wenn ich vom besuch bei meiner mutter zurück bin.
und zum schluss werde ich dann wieder bei allen 148 steinen die teilweise fest miteingefilzten fäden ziehen...
momentan hängt der teppich über zwei böcken zum ablaufen und trocknen, so wird er hoffentlich die nächsten sechs tage gut überstehen.

am nachmittag dann eine grobe runde durch garten (kakteen reingestellt, himbeeren geerntet, gegossen) und wohnung (staubgesaugt, aufgeräumt, gebügelt) um der zu hause bleibenden familie ein geordnetes heim zu hinterlassen...
zum abendessen raclette um raum zum erzählen zu geben, was allerdings nur mässig geklappt hat.

Dienstag, 2. Oktober 2018

dienstag 2.oktober 2018 - pizza zum znacht

heute morgen konnte ich endlich die schier endlose annäherei in der werkstatt beenden. schon auf dem hinweg hatte ich mir halbwegs einen plan gemacht, der vorsah zuerst die hälfte der verbliebenen 28 teile anzunähen, dann frühstückspause mit einem mitgebrachten stück kuchen zu machen, dann den rest zu befestigen, dann auf einen kaffee ins nahegelegene kafizwoi zu gehen und anschliessend mit dem rollen des teppichs zu beginnen.
bis zum beenden der näherei blieb ich auch beim plan, dann fiel mir ein, dass das kafizwoi am dienstag geschlossen hat und ausserdem war ich so gespannt, wie ich es bewerkstelligen würde mit dem aufrollen des wirklich relativ grossen und schweren stücks.
das ging dann zuerst mehr schlecht als recht, es stecken alleine knapp drei kilo wolle im teppich und die ist momentan knapp nicht tropfnass, so dass die rolle ihre 15 bis 18 kilo wiegen wird. anheben entfällt damit komplett, ich bevorzuge ein system von rollen, schieben und ziehen. zusammengebunden habe ich dann zweimal etwa 20 minuten rollen können, zwischendurch dann einmal noch die ränder von der rückseite aus bearbeitet und anschliessen die rolle über einen bock zum austropfen gehängt. ein boomerang vom in eine schüssel tropfenden dreckwasser  bekam auf insta überraschend viele herzchen, dabei dachte ich, dass das nun wirklich nur insider verstehen können.
auf dem nachhauseweg grosse vorfreude auf einen milchkaffee, woran ich merkte, dass der genesungsprozess voranschreitet. ausserdem keine schmerzmittel mehr gegen die mit dem schnupfen einhergehenden schmerzen in den stirnhöhlen, ist ja auch schon was.
zuhause nach dem milchkaffee noch eine runde sofa, dann wieder schreibtischarbeit und parallel dazu das kochen der gestern angesetzten walnusstinte. laut der tochter riecht das ganze recht streng, aber glücklicherweise kann ich zur zeit wenig riechen.
sie kam wieder zufrieden aber müde von ihrer schnupperstelle, erzählte von diversen hauswirtschaftlichen aufgaben und verschwand dann in ihr zimmer um sich auszuruhen.
da ich wusste, dass wir auch zum abendessen nur zu zweit sein würden und noch einige erledigungen (apotheke, lebensmittelladen, einen auftrag abliefern) zu machen hatte, schlug ich vor, das abendessen auswärts zu besorgen oder zu essen. nach längerem herumüberlegen schlug die tochter den deluxe-pizzalieferservice vor - dort holten wir allerdings zwei pizzen statt sie uns liefern zu lassen.
auch mit zum vorschlag der tochter gehörte, die pizzen zu essen, während wir eine weiter folge von "eine reihe betrüblicher ereignisse" auf netflix schauten. ich grüble ja immer noch wer der darsteller von graf olaf ist, irgendwie bringe ich ihn mit einem musiker in verbindung, womit ich allerdings komplett falsch liege, wie gerade die recherche auf wiki ergeben hat.
anschliessend noch zeit am schreibtisch verbracht, unklar womit genau, allerdings habe ich zumindest die frisch gekochte walnusstinte ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich sie zu lange eingekocht habe, so dass sie geliert ist und eher die konsistenz von acrylfarbe als von tinte hat. mit federn lässt sie sich jedenfalls nicht mehr verschreiben, dafür um so besser mit dem pinsel.



Montag, 1. Oktober 2018

montag 1.oktober 2018 - geht so.

ein tag mehr oder weniger im bett hat dann doch gereicht, mich am montagmorgen wieder einigermassen geordnet aufstehen zu lassen und die tochter anständig auf ihrer schnupperlehrstelle abzuliefern. ich bin immer noch nicht ganz sicher ob die verantwortliche, die uns in empfang nahm eher überrascht oder eher erfreut war darüber, dass ich die tochter begleitet habe. schön fand ich, dass uns das grobe programm für die kommenden drei tage vorgestellt wurde und dass man sich offensichtlich gedanken gemacht hat, wie ihr ein einblick in der beruf der fachangestellten gesundheit zu ermöglichen.
danach verabschiedete ich mich rasch und radelte weiter in die werkstatt um weiter an den steinen zu nähen. bis freitag hatte ich 81 geschafft, es blieben damit 67 weitere anzunähen, etwas mehr als die hälfte davon habe ich etwa bis mittag befestigt, danach kamen die kopfschmerzen und das dauergeschneuze zurück und liessen mich den rückzug aufs sofa antreten.
dort blieb ich dann auch mehr oder weniger brav den halben nachmittag, in der zweiten hälfte erledigte ich diverse schreibtischarbeit, unter anderem die blogeinträge für die letzte woche.
die tochter kam planmässig gegen viertel nach vier nach hause und erzählte ganz angetan von ihrem tag bevor sie zum geburtstag der besten freundin mit einem riesigen geschenk verschwand.
zwischendurch fragte der grossse sohn nach, ob er kochen sollte, da hatte ich allerdings schon mehr oder weniger den speiseplan für den abend aufgestellt und fleisch aufgetaut, so dass es zum schluss auf ein gemeinsames kochen hinauslief. immerhin blieb mir so zeit, nebenbei die am samstag beim aktionstag gesammelten walnussschalen mit heissem wasser aufzusetzen für die herstellung von walnusstinte nach diesem rezept.
abendessen zu dritt mit dem grossen sohn und kai hatten wir auch lange nicht mehr. der abend verlief eher unruhig und kleinteilig, weil kai zuerst noch für einen auswärtstermin packen musste, dann die tochter irgendwann nach hause kam und wir spät noch einen teil anne with an e schauten.
in den tagesthemen anschliessend ärgerte ich mich über den breiten raum, der "rechtsrockbands" eingeräumt wurde, inklusive mehreren konzertmitschnitten und untertitelung der unverständlich gebrüllten widerwärtigen texte.

Sonntag, 30. September 2018

12tel-blick im september 18

ich konnte mich heute nicht zwischen zwei bildern entscheiden, darum zeige ich beide: 


mein erstes septemberbild ist das vom 17. des monats, als ich morgens das erste mal im nebel in die werkstatt fahren durfte. die kastanie auf der anderen flusseite wird schon gelb, aber ich glaube eher aus trockenheit und weil sie vielleicht auch diese kastanienkrankheit hat. morgens ist es schon ein bisschen kühl, aber am mittag wird es wieder spätsommerlich warm. deswegen stapeln sich auch mittlerweile die pullover und jacken in der werkstatt.
auf dem tisch liegen vorfilze für einen grösseren teppich, den ich mittlerweile schon begonnen habe, der sich aber recht widerspenstig zeigt. nicht alles, was auf 40 auf 40 zentimeter funktioniert, geht auch auf 1m auf 2,5 meter gut und glatt von der hand.


das zweite bild entspricht auch nicht ganz dem originalblickwinkel, ich bin ein ganz klein wenig weiter zurück in den raum getreten. trotzdem liegen noch vier weitere arbeitsplätze ausserhalb des bilds. alles ist vorbereitet für das handstulpenfilzen mit der waldspielgruppe, beziehungsweise mit den eltern der waldkinder. es ist der 18.september und es ist sommerlich draussen.
am abend kommen die eltern schon fast ein bisschen ins schwitzen und es gibt gegen halb zehn sogar noch ein richtiges gewitter.
mit dem handstulpenfilzen beginnt für mich das filzkurshalbjahr und ich freue mich auf viele schöne begegnungen in der werkstatt!

nun gehe ich mal zu eva hinüber und schaue, wo schon überall der herbst einzug in den 12tel-blick gehalten hat.

Samstag, 29. September 2018

gemüse und erntedank (freitag und samstag 28./29.9.2018)

freitagmorgen setzte ich in der werkstatt die begonnene sisyphosarbeit (passt nicht, es trennt sich ja nicht einfach wieder auf, was ich genäht habe) arbeit mit dem annähen der einzelnen steine fort. gut die hälfte habe ich geschafft, auch weil die tochter über mittag in der schule blieb und ich so über den mittag hinaus arbeiten konnte.
zuhause erwartete mich auch schon wieder das gemüse aus dem ernteanteil:


es wird weniger, wenn auch nicht in hinsicht volumen:
pakchoi, endiviensalat, lauch, bohnen in zwei farbstellungen, tomaten, eine kleine aubergine, paprika, fenchel, rüebli, zwiebeln, kartoffeln, knoblauch und wieder drei birnen als gruss vom geisshof.

gefreut habe ich mich vor allem über den pakchoi, ich mag den senfigen geschmack dieses etwas exotischen gemüses.

nach der näherei war ich so erschlagen, dass ich am nachmittag nicht mehr viel erledigen konnte - aber ich musste auch schon um viertel nach drei wieder los in die grosse stadt. dort habe ich mir die längst ausgeguckten waldviertler winterschuhe gekauft, allerdings ohne futter, weil ich keine gefütterten schuhe mag. danach am rennweg noch einen herrlichen dänischen krüschtlesladen entdeckt und es trotzdem noch geschafft pünktlich unter dem engel im hauptbahnhof einzutreffen um die restlichen damen von der filzszene zu treffen, mit denen ich zusammen eine mitgliederausstellung organisieren darf.
wie immer sitzung im stimmungsvollen sbb-restaurant, heute vor allem zum thema flyer und werbung für die ausstellung. ich profitiere hier dann doch sehr von mehreren ausstellungen an denen ich dabei war, sowie den mittlerweile 3,5 weihnachtsmärkten, die ich (mit-)veranstalten durfte. was mich immer noch irritiert ist das vorgehen schritt für schritt ohne einen groben zeitplan für das ganze zu haben. immerhin scheint es auch zu klappen, wenn man sich angelegentlich ohne agenda für die einzelnen sitzungen trifft und dann überlegt, was als nächstes dran ist. allerdings ist das nicht hilfreich für meine eigene organisation, denn dadurch vergesse ich beinahe jedes mal meine unterlagen einzupacken. aber durch die segnungen der technik und weil ja fast alles per mail hin- und hergeschickt werden muss finde ich das wichtigste dann doch meistens noch.

jedenfalls machen wir immer pünktlich schluss, woran mir heute auch sehr gelegen war, denn so erreichte ich den 18.36 uhr zug und war kurz nach sieben zuhause um mich ein wenig zu sortieren, koch- und abholdienst mit dem grossen abzusprechen und dann das kochen zu übernehmen.
der pakchoi, auf den ich mich so gefreut hatte, erwies sich leider als total unbrauchbar, aussen an den blättern durchlöchert hätte ich ja noch angehen lassen, aber innen an den blattrippen von oben und unten angefressen und braun mit wenig aussicht auf eine gute ausbeute beim rüsten führte dann zum sofortigen transfer auf den kompost. anstattdessen gab es fenchel in tomatensosse zu risotto als abschiedsessen für den mittleren, der am anderen tag zum sprachaufenthalt reisen wird.

immer noch oder schon wieder ziemlich müde und mit einer heraufziehenden erkältung erledigte ich noch ein paar dringende postsachen und ging dann früh ins bett, auch um am anderen tag für den aktionstag auf dem geisshof fit zu sein.

 ***

zweimal im jahr ist aktionstag auf dem geisshof, einer davon im herbst mit anschliessendem erntedank. da die tochter gerne mitkommen wollte, konnten wir morgens zu zweit losziehen und dank  frühmorgendlichem einsatz von kai auch mit einem frühstück im magen und nachdem wir uns vom mittleren gebührend verabschiedet hatten. 

um kurz nach neun war das trüppchen der zur feldarbeit angetretenen arbeitswilligen noch ziemlich klein. wir hätten also ohne aufzufallen ruhig noch ein bisschen später aufstehen oder gemütlicher frühstücken können. anstattdessen ernteten wir zuerst blaukraut, das auf dem feld gleich gerüstet und in kisten sortiert wurde, danach dann randen/rote beete. beides wird teilweise eingelagert und teilweise gleich verteilt, je nachdem wie lagerfähig die einzelnen stücke sind. anschliessend gab es suppe zum mittagessen und das erntedanksritual mit ansprache, singen und einem erntedankstisch: 


zum erntedankstisch tragen alle anwesenden das zusammen, für was sie persönlich am meisten dankbar sind. ich für meinen teil habe in diesem jahr einen strauss aus ackerbegleitvegetation mitgebracht. auch wenn uns das (un-)kraut manchmal über den kopf zu wachsen droht und man schon mal ein gemüse suchen gehen muss (in diesem jahr die zwiebeln) ist es doch auch immer wieder schön zu sehen was da alles wächst! zwischen den blaukrautköpfen wuchs ein winziger rittersporn, überall versamen sich kosmeen und in anderen jahren hatten wir überall koriander auf dem feld. da freuen sich auch die bienen auf dem hof! 

über den auffrischenden wind und das dann doch sehr ausgedehnte singen hat sich meine erkältung nicht so sehr gefreut und dementsprechend war ich dann doch sehr angeschlagen als wir wieder zuhause ankamen. 
den sonntag habe ich dann mehrheitlich im bett und mit schneuzen verbracht.

Donnerstag, 27. September 2018

lose steine

am donnerstag stellte sich leider heraus, dass die steine, die ich auf  meinen teppich legen wollte doch zu weit gefilzt waren um sich noch mit der grundwolle zu verbinden. grosser ärger, und deutlich mehr arbeit, weil ich alle steine einzeln annähen muss, bevor ich anfangen kann, den teppich zu rollen. mehr gibt es zu diesem tag nicht zu sagen.

Mittwoch, 26. September 2018

ausflug auf die rigi (mittwoch 26.september 2018)

wir hätten auch ins verkehrshaus gehen können (tatsächlich sind wir sogar dort vorbeigekommen, mit dem schiff), aber eigentlich meinte ich wegen der ansammlung an verschiedener verkehrsmittel, die wir für unseren tagesausflug auf die rigi benutzt haben. 

los ging es mit dem bus nach baden, dann weiter mit der bahn nach olten, dort eiliges umsteigen in den zug nach luzern. 
 

 weiter mit dem schiff (sogar einem raddampfer, der uri um genau zu sein) nach weggis.


 in weggis dann ein kleiner fussweg zur talstation der gondelbahn nach rigi kaltbad first. dorthin kann man auch mit der zahnradbahn von vitznau aus fahren, aber bis dahin wären wir vermutlich auf dem schiff erfroren.


 von kaltbad-first aus folgten wir dem panorama-weg, der das trassee der ehemaligen bahn von der scheidegg nach kaltbad nutzt, mit einer ausnahme kurz nach kaltbad-first blieben wir lieber auf dem spektakuläreren felsenweg, der immer wieder schöne blicke auf den vierwaldstättersee erlaubt, die man hätte fotografieren können.


 zum fotografieren inspirierten mich indessen erst diese kuhhintern, denen wir ein stück auf dem weg folgten.


 der weg steigt gemächlich, führt auch mal über eine eisenbahnbrücke und sogar durch einen alten tunnel und bietet immer wieder schöne blicke auf die rigi oder einfach in die weite. berge ringsherum, und ich bin immer stolz, wenn ich wenigstens ein paar davon erkennen kann. leider wurde es gegen mittag immer dunstiger.
auf rigi-scheidegg kamen wir trotz einer mittagsrast unterwegs über eine stunde vor der geplanten zeit an und nutzten die übrige zeit einfach so zum in der sonne sitzen.
zu unserer verblüffung ist der see, den man sozusagen auf der hinteren seite der rigi sehen kann der zuger see. man konnte sogar den üetliberg bei zürich sehen. ist wirklich alles nicht so weit auseinander in der schweiz.


 mit einer kleinen luftseilbahn und einer zahnradbahn ging es wieder hinunter nach arth-goldau.


zurück dann mit einem umgeleiteten schnellzug aus milano über wohlen und das limmattal nach zürich. (in zürich machten wir noch kurz einen abstecher zum aussuchen eines geburtstagsgeschenks) dann wieder das limmattal hinunter und von baden mit dem bus nach hause.
zuhause wurden wir, die wir wegen des schönen wetters weitgehend auf die zahlreichen gastronomischen angebote am wegesrand verzichtet hatten, von den söhnen mit herzhaft gefülltenpfannkuchen bekocht.

Dienstag, 25. September 2018

aufzeichnungen - wie weiter?

nach zwei wochen täglichem blogschreiben habe ich es wieder sein lassen. nicht ganz freiwillig. denn am montag und dienstag habe ich mit dem grossprojekt in der werkstatt begonnen, und war am abend vor allem müde und hatte keine lust mehr vor dem bildschirm zu sitzen und zu schreiben. aber auch, weil ich eben montag und dienstag wenig mehr als werkstatt (mehrstündiges wolleauslegen, gefolgt von auflegen der "steine", die vorher aufgerauht werden mussten, anschliessend das ganze mit viel wasser und seife anreiben, zum grössten teil mit dem schwingschleifer) und schon wieder vor allem langweilige haushaltsdinge erledigt habe. mit der tochter war ich noch winterstiefel kaufen, woraufhin das wetter wieder deutlich wärmer wurde, so dass sie die neuen schuhe noch gar nicht anziehen konnte.
die heizung hat uns prompt am dienstagabend, als wir sie einschalten wollten, im stich gelassen, aber heute war schon der monteur da und hat alles wieder in ordnung gebracht. er weiss schon, dass er die heizung so lange flicken muss, bis sie uns und unserem vermieter "um die ohren fliegt" (so seine ausdrucksweise), mittlerweile sehen wir in ihm schon eine art verbündeten, immerhin konnte er uns beruhigen, dass im falle eines totalausfalls rasch ersatz beschafft werden kann.

keine zeit oder keine lust zu bloggen/tagebuchzubloggen ist also das eine, das andere immer wieder das gefühl: wen interessiert denn das? schreibe ich banalitäten? (ja klar, und manchmal ganz bewusst, denn dessen bin ich mir schon ziemlich darüber im klaren, dass mein leben zum grossen teil aus einer aneinanderreihung von banalitäten besteht) oder schreibe ich zu viel, vielleicht ja auch zu persönliches*. aber hej, warum nicht, ermutigt hat mich dieser artikel von jawl.

***
nun sind seit dem anfang dieses texts schon wieder zwei, drei tage vergangen, unter anderem ging der 27. september ins land, den christa wolf in ihrem schon mehrfach erwähnten band "ein tag im jahr" jahr für jahr beschrieben hat. ich lese immer noch weiter darin, bin mittlerweile in den mittleren neunziger jahren angekommen und gleiche immer mal wieder mit den eigenen erinnerungen ab. ausserdem habe ich "was bleibt" gehört und anders als ich gedacht hatte, geht es darum eben nicht um das ende der ddr und die überführung der beiden deutschen staaten in einen, anstattdessen wird in dem bereits ende der siebziger jahre entstandenen text ein tag im leben einer ostberliner schriftstellerin beschrieben, die ganz offen von der stasi observiert wird.
insofern ist es eigentlich den tagebuchtexten sehr ähnlich, auch wenn es fiktiv ist.
also wieder über das tagebuch nachgedacht. 
es erscheint mir schon ein sehr grosser unterschied zu sein, einen tag im jahr ganz besonders ausführlich zu beschreiben (oft ja auch erst im laufe der folgenden tage und wochen) oder tagesaktuell zu notieren.

***

mittlerweile höre ich "kindheitsmuster" bei der arbeit, ein weiteres buch von christa wolf, in dem sie ihre kindheitserinnerungen auf der folie einer reise mit tochter, mann und bruder nach landsberg an der warthe (früher l. heute g.), dem heutigen gorzów wielkopolski, schildert. grundthema auch hier natürlich das erinnern. das erinnern teilweise durch zwei schichten hindurch, denn diese reise wird selbstverständlich auch wieder erst in der rückschau geschildert, in der erinnerung an die erinnerung sozusagen. dabei habe ich heute folgende sätze gehört, die ich zum thema hier notieren will: 

immer muss ein teil des heutigen tages dazu herhalten den gestrigen im gedächtnis zu befestigen. du weisst, aber ist dir klar, was du da weisst, dein unterfangen ist aussichtslos. niemals, jedenfalls lebend nicht, kann einer erreichen, was er vielleicht insgeheim anstrebt. die zeit im gleichen augenblick durch beschreibung verewigen in dem sie schon vergeht, vergangen ist. wie aber, da man doch seinen tod nicht wünschen kann, sollst du wünschen, die zeit stünde still. zwischen zwei unmöglichkeiten wie immer der banale weg des kompromisses. einen teil des lebens, aber eben nicht das ganze, opfern. sich abfinden mit dem unvermeidlichen lücken der berichterstattung, mit den notbehelfen, stufen, die man in den unbezwungenen berg schlägt und an den die erinnerung sich zurücktasten kann. 




*zur abgrenzung von persönlichem und privatem lesen sie gerne mal bei frau nessy nach, das kann ich voll und ganz unterschreiben - unbedingt in den kommentaren lesen!

Sonntag, 23. September 2018

aufzeichnungen sonntag 23.september 2018 japanfest

in erwartung eines stürmischen und eher regnerischen tages mit dem angesagten temperatursturz machten wir uns nach einem mittelspäten frühstück auf den weg nach wil (sg) zum japanfest.





hierzu hatte der schweizerisch-japanische kulturverein yamato eingeladen. unter anderem konnte man einem meister des amezaiku zuschauen, wie er skulpturen aus zucker schuf.



 oder einer japanerin, die namen mit tusche und pinsel kalligraphierte.


 ausserdem gab es ein grosses angebot an ständen mit esswaren, die man am liebsten schon wegen ihrer verpackung kaufen wollte.


 typisches kunsthandwerk durfte auch nicht fehlen.


und natürlich japanisches essen.




aufzeichnungen samstag 22. september 2018 endless summer

schon seit ein paar tagen wird ja nun das ende des sommers prophezeit. freitagabend war es dann auch recht stürmisch, aber am samstag wieder eher ruhiges und ab dem späten vormittag auch sonniges spätsommerwetter.

für den markt in freienwil war das insofern gut, als ich eine ganze weile in der sonne sitzen konnte. viel los war nämlich nicht, und wenn überhaupt leute kamen, dann wollten sie entweder brot kaufen oder gleich ins bierzelt sitzen. die wenigen stände waren zu einer art marktstrasse gestellt, die auf den brotstand zugeführt hätte, aber selbst da fanden nicht wenige besucher durchaus einen weg sich hinter den ständen durchzuschlagen.
dort muss ich jedenfalls nicht mehr hin, haben doch den ganzen tag über wirklich nur drei personen interesse an meinem angebot gezeigt.

um drei uhr am nachmittag habe ich den stand abgebaut, das war allerdings schon so geplant, denn wir waren noch an ein geburtstagsfest geladen.

das fest fand in einem lokal statt, an dem wir schon öfter vorbeigekommen sind, das wir aber immer eher so unter "vereinslokal", geschlossene gesellschaft, abgespeichert hatten, nämlich im club alpini baden.
da passte es ganz gut, dass nach einem apero im freien und einem spaziergang an der limmat der chef der alpinisektion baden persönlich vorbeikam und ein wenig von der geschichte dieses vereins erzählte.
leider habe ich nicht alles mitbekommen, was der bärtige herr in einem charmanten schweizerdeutsch mit italienischen akzent erzählt hat, soweit das, was ich mitgenommen habe:  die alpini sind die italienischen gebirgsjäger, aktive und ehemalige mitglieder können der associazione nazionale alpini beitreten, die es nicht nur in italien, sondern auch in vielen anderen ländern, unter anderem in der schweiz gibt. die meisten sektionen der ana in der schweiz wurden in den sechziger jahren gegründet, mittlerweile kämpft der club alpini baden, wie viele andere in der schweiz mit einem nachwuchsproblem. so ist der vereinspräsident der letzte, der überhaupt aktiv bei den italienischen gebirgsjägern war.
ein gast - die schwiegermutter des jubilars - ergänzte die ausführungen aus ihren erinnerungen an ihre kindheit in st.gallen und erzählte von einem alpini, der dort während des zweiten weltkriegs, getrennt von seiner italienischen familie lebte. obwohl die freunde ihm dringend davon abrieten gab er seinem heimweh nach, ging nach hause nach italien und wurde interniert. die freunde besuchten ihn später und versuchten ihm zu helfen.

die beiden erzählungen lieferten mir den anlass ein wenig zu recherchieren, denn aus der rolle des italienischen soldaten mitten im krieg in einem neutralen land wurde ich nicht recht schlau.
aus den erzählungen meiner grossmutter, die ebenfalls in st. gallen aufgewachsen ist, wusste ich bereits, dass es dort in den dreissiger jahren eine grössere italienische gemeinde gab, denn auch sie lebte mit ihrer familie (die aus mutterstadt bei hanau kam) im italienischen viertel. grund genug für den soldaten vielleicht, dort unterschlupf zu suchen.

die alpini, die die älteste gebirgsjägertruppe der welt sind, wurden im zweiten weltkrieg von mussolini vorwiegend ausserhalb italiens eingesetzt, unter anderem im griechenlandfeldzug und sogar ab september 1942 in russland - und waren dort mässig erfolgreich.
nach dem waffenstillstand des königreichs italien mit den usa und grossbritannien im september 1943 und der herauslösung aus dem bündnis mit dem deutschen reich spalteten sich die verbliebenen alpini in drei teile - ein teil kämpfte als partisanen in italien und auf dem balkan gegen die deutschen truppen, ein teil schloss sich in süditalien den aliierten truppen an und ein weiterer teil schlug sich auf die seite mussolinis und kämpfte in den apuanischen alpen gegen die aliierten.

welcher gruppe der soldat in st. gallen wohl angehört haben mag?

vielleicht hat er ja ähnliches erlebt wie der gründer der schweizer sektion der alpini, oskar gmür, dessen geschichte ich der homepage der ana svizzera entnommen habe. 
dieser, als kind eines schweizer ingenieur und einer italienerin 1899 in italien geboren, wurde 1918 soldat bei den alpini. nachdem er in den zwanziger jahren sein ziviles leben wieder aufgenommen hatte, nahm er 35/36 an einem feldzug in afrika teil und wurde 1942 abermals eingezogen, um in russland zu kämpfen. mittlerweile mitte vierzig und kriegsverletzt, beschloss er nach einem aufenthalt im lazarett in mailand, sich auf ein bürgerliches leben zurückzuziehen und emigrierte dazu in sein zweites heimatland, die schweiz.

dort erlebte er, dass es viele ehemalige alpini in die schweiz verschlagen hatte und dass sogar immer noch mehr dort ankamen. daraus entstanden dann ab den frühen 60er jahren die ersten club alpini in der schweiz, die wohl vor allem den vielen "fremdarbeitern" eine heimat in der ferne boten.

die homepage der ana svizzera berichtet so auch von den anfeindungen, denen die alpini in der schweiz ausgesetzt waren, wovon am samstagabend so nichts zu spüren war. man schätzte und lobte allerseits die "italianità" des lokals und der bewirtung. die italiener gehören mittlerweile zur schweiz, das war gut zu spüren. hoffentlich reicht die integrative kraft dieses einwanderungslandes auch aus, weitere personengruppen genau so gut aufzunehmen.






Freitag, 21. September 2018

aufzeichnungen freitag 21. september 2018 - gemüse real und virtuell

in der werkstatt konnte ich heute morgen nur trocken arbeiten, weil irgendetwas an den wasserleitungen herumgebastelt wird und darum kein wasser aus der leitung kam. das hat mich aber nicht wirklich gestört, weil ich sowieso vor allem die waren für den morgigen markt herrichten musste. das ging wesentlich schneller als gedacht (gut aufgeräumt nach dem letzten markt ist halb gepackt!) und so konnte ich noch mit dem zuschneiden der steine für das grossprojekt beginnen.


 das sieht jetzt ein bisschen wie im steinbruch aus.


und hier schon mal probeweise sortiert. ich habe ziemlich sicher genügend "steine" gefilzt um die angestrebte fläche auszufüllen.

das gemüse kam gerade an als ich zu hause eingetroffen bin:


krautstiel, endiviensalat, bohnen, ein kohlrabi, rüebli, zwiebeln, kartoffeln, lauch, paprika, eine zucchini, petersilie und ein paar birnen!

wir bekommen unser gemüse ja von der genossenschaft biocò, die nach dem prinzip der solidarischen landwirtschaft arbeitet. wir verpflichten uns  im vorhinein für ein jahr zur abnahme einer bestimmten menge gemüse zu einem festgesetzten preis und einer bestimmten menge an arbeit und bekommen regelmässig anteile aus der ernte vom geisshof. eine für uns passende möglichkeit frisches, biologisch-dynamisch angebautes gemüse aus der region zu bekommen. dass es auch ganz anders gehen kann, davon erzählt heute patricia auf ihrem blog das nuf: der garten für theoretiker. und auch wenn die arbeit auf dem hof für mich einen grossen vorteil an unserem modell darstellt, finde ich patricias teilvirtuellen garten höchst spannend!

der nachmittag war heute eh schon zu kurz um alles zu erledigen, einerseits die endlos anfallende hausarbeit (davon werde ich sicher noch etwas für morgen an die familie delegieren), andererseits auch noch ein bisschen bürokram - also habe ich mich erstmal zum kaffeetrinken verabredet. anschliessend dann doch noch haushaltskram bis meine nachhilfeschülerin kam und ich mit ihr ein bisschen klammerrechnen und äquivalenzumformungen üben durfte.

spontan habe ich zum abendessen eine krautstiel-rüebli-zucchini-lasagne gekocht. nach abholen der waren aus der werkstatt und der tochter vom sport gab es abendessen und wie meist, wenn alle am freitagabend da sind, ging es etwas länger und ziemlich hoch her am abendessenstisch. 

der sommer scheint seit heute nachmittag übrigens wirklich vorbei zu sein, pünktlich zum herbstanfang hat es zu regnen und zu stürmen angefangen.

aufzeichnungen donnerstag 20.september 2018 - noch ein letzter sommertag

heute morgen wieder "frühdienst", weil die tochter früh schule hat. jetzt ist es schon wieder dunkel wenn wir aufstehen und immer noch erst dämmerig wenn sie sich mit dem fahrrad auf den weg macht. glücklicherweise haben wir genügend fahrradlichter mit batteriebetrieb, denn das beleuchtungsproblem am tochtervelo habe ich noch nicht gelöst.

am vormittag räume ich wieder zuerst ein bisschen im haushalt herum, dann gehe ich einkaufen. anschliessend koche ich mir einen zweiten kaffee und setze mich mit dem laptop nach draussen in den halbschatten der spätsommersonne an den gartentisch um über die beiden letzten tage zu berichten.

wir, also die tochter und ich, essen früh, weil wir beide wieder früh los müssen.
um das zweite fahrrad, das seit dem gewitter am dienstagabend in der werkstatt überzählig war, wieder nach hause zu bringen gehe ich zu fuss zur offenen werkstatt.
dort entsteht heute ein täschchen für ein tablet - alle masse für schablone und materialmenge selbst ausgerechnet! ich bin sehr, sehr stolz auf meine "schülerin" (und ein bisschen auf meine fähigkeiten als filzlehrerin). mithelfen musste ich nur bei der verschlusslösung, aber vor allem, weil wir auch ein bisschen in zeitdruck gerieten.

zuhause hänge ich wäsche ab und suche die zutaten fürs abendessen heraus. dabei entdecke ich noch eine tüte mit bohnen, die ich nach dem blanchieren einfriere, morgen kommt ja schon wieder ein korb gemüse. zum abendessen gibt es risotto, fleischkäsecordonbleu und salat.

ich merke, dass volle tage gerade noch so eine beschreibung der handlungen hervorbringen, auch vielleicht noch ein bewusstwerden worüber ich mich gefreut habe.
heute zum beispiel (neben der filzerei) über die zahlreichen finissagen der sommerpost, auch in meiner gruppe wurden noch einmal viele bilder gezeigt mit allen erhaltenen collagen.

da will ich mich doch anschliessen und auch nochmal zeigen, was da in den letzten wochen so zusammengekommen ist:


 eine fülle an ferien- und sommerträumen, herzlichen dank auch von mir noch einmal an die gruppe 8 und an tabea für die extrapost!