Sonntag, 8. März 2026

kw 10 - geschafft? geschafft!

soso, das neue jahr ist also schon zehn wochen alt. ich weiss auch nicht, wie das passieren konnte. 

vielleicht ist das so, weil viele wochen so ablaufen wie diese. am montag legte sie gleich einen fulminanten start hin. 


nach einem wirklich sowohl stimmungmässig als auch von den ergebnissen her schönen filzkurs von zehn bis drei, hatte ich gerade etwa eine dreiviertel stunde pause, bevor ich im kulturzentrum sein musste. dort stand ich dann nach aufbau und tischen für 30 personen für den rest des abends in der küche um zuerst das käsefondue zu rühren und später dann die abwaschmaschine zu bedienen. auch hier waren sehr viele menschen sehr glücklich über den abend. die, die alleine gekommen waren, hatten neue bekanntschaften geknüpft und die, die als gruppe gekommen waren, den abend gemeinsam genossen, aber alle hatten sich richtig wohl gefühlt - so soll es ja auch sein, wenn sich ein verein bei seinen ehrenamtlichen helfer:innen bedankt. ich war um zehn dann aber so richtig geschafft - das restliche aufräumen überliessen wir angestellte betriebsleiterinnen dann den anwesenden zwei vorständ:innen.  

und weil ich ja mehr oder weniger zwei arbeitstage in den montag gepackt hatte, machte ich am dienstagvormittag nur das allernotwendigste und versuchte ein bisschen durchzuschnaufen vor dem endspurt für den anlass meines vereins am bevorstehenden wochenende. 

am mittwoch war ich bereit, alle letzten infos zu verteilen und einzuholen, die es noch für die generalversammlung der filzszene brauchte, bis ich am nachmittag von meinem normalen arbeitsvormittag im kulturzentrum zurück war, hatte ich auch schon fast alle antworten. 

mittwochnachmittag und donnerstagvormittag verbrachte ich vorwiegend am schreibtisch - was mich jetzt am ende der woche am meisten stört ist die tatsache, dass ich den newsletter für mein eigenes business nicht fertigbekommen habe.  

dafür reiche ich noch für den donnerstag zwei bilder nach - gemacht nach dem motto, was hab ich eigentlich den ganzen tag getan? 

kirschlorbeer, frisch geschnitten. 

 bretter, zugeschnitten, geschmirgelt, mit holzschutz versehen. 

am freitag dann allerallerallerletzte dinge für die versammlung neben einer fahrt ins kulturzentrum, bude putzen, offener werkstatt. man muss aber auch immer an so vieles denken. dann ging ich früh zu bett und das war wahrscheinlich auch gut so. 

samstagmorgen startete ich um zehn nach sechs gemeinsam mit der tochter - sie in den frühdienst, ich in richtung luzern, wo unsere generalversammlung stattfinden sollte. 

 

es war nicht mal mehr ganz dunkel und weil ich so früh dran war, traf ich unterwegs keine anderen filzfrauen. in ebikon kam ich gemeinsam mit dem vereinsmitglied an, das tagungsort und mittagessen organisiert hatte und konnte gleich mit dem einrichten der technik und des sitzungssaals beginnen, während sie für blumenschmuck und ganz viele andere dinge sorgte. allmählich tröpfelten die anderen vorstandsmitglieder und auch schon einzelne mitglieder ins haus der kunstkeramik, ich hatte helferinnen, die mit mir tische und stühle aufstellten, sich um aussstellungsflächen sorgten und am ende war alles bereit für das eintreffen des gros der mitglieder um halb zehn. 

um zehn ging es mit der sitzung los - und obwohl wir, wie jeder andere verein auch, rechenschaft über unser tun und wirtschaften mit den eingenommenen mitgliederbeiträgen ablegen müssen, war es eine lebendige versammlung mit viel input auch aus den reihen der mitglieder. mittlerweile kenne ich die, die oft bei anlässen sind, alle mit namen, aber weil wir an einem anderen ort waren, waren auch wieder ein paar für mich neue gesichter darunter. 

bei der fahrt zum mittagessen liess allmählich die anspannung nach - auch wenn ich wirklich gerne solche anlässe organisiere und auf ein tolles team aus mit- und vorausdenkenden vorständinnen zählen kann, ist die generalversammlung halt schon der wichtigste anlass des jahres und ich wünsche mir immer sehr, dass alles klappt - was man auch gut daran ablesen kann, dass das eine vereinsmitglied, das immer etwas zu meckern hat, zuverlässig ein haar in der suppe findet. und zwar auch dann, wenn sie weder am mittagessen teilnimmt, noch es überhaupt eine suppe gibt. 

das schönste am ganzen war dann der nachmittag - ich musste nichts mehr machen, nicht mal gefilzt habe ich, sondern mich immer mal wieder zu einem anderen grüppchen gesellt, während die anderen eine kleine überraschung werkelten. 

alles nach dem motto platz für filzen ist eh nie genug, also warum nicht auch auf engstem raum - andere hatten ihre arbeit mit nach draussen an die sonne genommen. 

dann war aufbruch und grosses verabschieden - ein bisschen noch aufräumen und dann machte ich mich auf den heimweg. 


 von luzern habe ich so gut wie nichts gesehen, aber das schöne wetter lockte auch noch am spätnachmittag viele menschen an den see und der zug nach zürich war richtig voll. 

während ich unterwegs gewesen bin, ist die erste post des kunstpostklub von doro ottermann angekommen: 


 so eine schöne ermutigung! und irgendwie passen dazu auch sehr gut die blumen dieser woche: 

  am sonntag war dann aber wirklich mal zeit, das schöne wetter zu geniessen. 
 
wie abgemacht, werkelten wir beide nach dem frühstück an verschiedenen orten im garten - kai sägte fast alles abgeschnittene holz klein, das darf jetzt lagern und wird dann irgendwann im kamin verbrannt. und ich habe den neuen deckel für die holzkiste fertiggemacht.
 

 man kann drauf sitzen, oder wie im bild, die kiste als tisch gebrauchen. 

ausserdem ist die renovation der villa langmatt fast abgeschlossen und das publikum war eingeladen, die "leere langmatt" anzuschauen. diese gelegenheit gab es vor zwei jahren  zu beginn der arbeiten auch schon mal, meine gesammelten eindrücke finden sie hier.  
 
wir staunten, wie wenig man in den räumen von der renovation spürt, alles ist wie immer, nur schöner. 
 







 beim fotografieren habe ich mich auf details konzentriert. 

ich bin gespannt, wie das museum dann anfang mai zur eröffung aussehen wird. für den vorstand der filzszene habe ich eine führung im august gebucht, für unser gemeinsames vorstandsreisli. 

Freitag, 6. März 2026

wmdedgt am 5. märz 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

nach einem schon relativ herausfordernden wochenstart bräuchte ich eigentlich mehr schlaf, aber wie immer stehe ich um kurz vor halb sieben mit dem beginn des wort zum tage auf deutschlandfunk kultur auf. ich mache frühstück und frühstücke gemeinsam mit kai, der um kurz nach sieben das haus verlässt. 

ich erledige alle fleiss-dinge, wie wörtli lernen, duolingo (demnächst habe ich alle fürs tschechische zur verfügung stehenden lektionen durchgespielt) und ein zwanzigminütiges turnprogramm. nachdem ich hier am dienstag was mit faszien gesucht habe, will der algorithmus, dass ich mich noch ein bisschen länger damit befasse, ja seis drum, hauptsache bewegt. 

parallel zu den fleissaufgaben erstelle ich schon mal eine bunte to-do-liste, viele punkte aus den bereichen haushalt, verein, arbeit im kulturzentrum, filzwerkstatt. 

ich komme gut voran, versuche einen verspätet angemeldeten teilnehmer für die generalversammlung auch noch beim mittagessen anzumelden, mache letzte (oder doch vorletzte?) änderungen an der präsentation für die veranstaltung um samstag, ergänze listen, und lege irgendwann das vereinszeug auf die seite. weiter geht es mit der anmeldung für das neue steuertool für unseren kanton, öfter mal was neues, nun erledigt man die steuererklärung online und braucht für den zugang zu den abgelegten daten eine app. installation funktioniert, damit ist der plan, am kommenden montag die steuererklärung auszufüllen beschlossen. 

um kurz nach neun (wollten die nicht um neun starten?) versucht mich die gruppe, die heute das kulturzentrum gemietet hat, erwartungsgemäss auf whatsapp und per telefon gleichzeitig zu erreichen - per telefon erkläre ich ihnen, wo sie die fernbedienung für die leinwand finden (das pdf mit den hinweisen hatte ich geschickt, aber wer möchte heute schon noch selbst lesen?) ansonsten sei alles "fine" - kommunikation auf englisch. 

ich arbeite weiter an meinem kram, mittlerweile habe ich damit begonnen, die monate bis zu den sommerferien für die werkstatt zu planen und einen newsletter für die neuen kurse zu schreiben. per whatsapp (wie viele kanäle muss ich noch stummschalten, um beim arbeiten meine ruhe zu haben?) erreicht mich auf umwegen die nachricht, dass die gruppe im kulturzentrum den beamer nicht zum laufen gebracht hat. oder vielleicht doch, das bleibt unklar. ich wundere mich, warum die nicht mich angerufen haben, aber vermutlich haben sie jetzt doch gelesen und dabei die nummer des technischen supports herausgefunden. ok, wenn der nicht helfen konnte, dann kann ich das vermutlich auch nicht. und überhaupt - funktioniert das ding jetzt oder nicht? die nächste nachricht kommt vom it-verantwortlichen, der in der wa-gruppe mitliest und gegenüber dem kulturzentrum wohnt. kryptische dinge von optischen kabeln, signalverstärkern und techniklinks. der beamer läuft jetzt. 

und ich gehe, wie verabredet, mit der tochter in den heissen brunnen. die konzentration für den newsletter ist weg. im heissen brunnen werden wir auf die regeln hingewiesen, für die, die das erste mal da wären. junger mann, ich hätte beinahe hier schon mit den römern napoleon gebadet, was denken sie denn? wäre auch eine antwort gewesen, wir lassens sein und setzen uns ans andere ende des beckens. 

nach dem heissen brunnen gehen wir zu einem kleinen mittagsimbiss ins bela loko, eine deutlich bessere wahl als das kafi raab. gegenüber ist ein second-hand-kleiderladen und wir werden von einer erbosten kundin unterhalten, die keine kleider abliefern darf, weil die leiterin des geschäfts nicht da ist. weil sie auch noch die durchfahrt für den bus zugeparkt hat, müssen wir uns auch noch ein bisschen einmischen, die dame im laden war wahrscheinlich froh, sie los zu werden. 

wieder zuhause versuche ich, das technikimponiergehabe der beiden männer im chat aufzudröseln. ist etwas kaputt? muss man was ersetzen? was war jetzt genau das problem? wie löst man es, wenn es wieder auftritt?  immerhin sind diese fragen schnell beantwortet und nachdem es vorher noch um investitionen im zwei bis dreistelligen bereich ging, sind diese wieder vom tisch, weil halt ein mitgebrachtes kabel das problem war. und die tatsache, dass wir ein kulturzentrum sind, mit der entsprechenden technischen ausstattung für vereinsabende und familienfeiern und kein high-tech-business-hub. mal sehen, wie das am ende herauskommt. (reklamation oder stillschweigende demut?) 

kleine pause zuhause, dann nutze ich das schöne wetter im garten. und massakriere einen kirschlorbeer - der kann zwar auch nichts dafür, aber nimmt es auch kaum übel. spätestens im nächsten sommer wird er wieder so hoch sein wie zuvor.

anschliessend hole ich das am wochenende (echt, das ist noch keine woche her?) gekaufte holz für die rekonstruktion einer sitzfläche auf einer sbb-kiste. die kiste ist noch gut, der deckel nach zehn jahren verrottet. ich säge bretter auf richtige länge ab, die tochter kommt dazu und hilft beim schmirgeln der kanten. am ende tragen wir noch holzschutz auf einer seite auf, dann wird es kühl und wir beenden unsere arbeiten. 

ich kehre an den schreibtisch und zum newsletter zurück, erledige noch eine kleinigkeit für die vereinsversammlung und dann meldet sich kai, mit dem ich einen ortstermin für techniksupport im kulturzentrum abgemacht habe. vordergründig solange ich noch nicht beim aktuellen fall durchgeblickt habe, aber auch, weil eine andere technische frage ungelöst ist: wie bekommt man gleichzeitig das bild vom laptop auf die leinwand und den dazugehörigen ton auf die lautsprecheranlage. zuerst siehts nicht gut aus - aber dann hat er eine idee, die funktioniert und dazu noch ganz einfach ist. heureka! hab ich das nach 16 monaten auch noch herausgefunden! zugegebermassen nicht selbst, aber ich wäre schon lange froh gewesen, hätte mir das mal jemand erklärt. kai staunt ein bisschen, dass ich mich so freue und bedanke, er arbeitet halt schon in einem ganz anderen umfeld. 

ich wechsle noch ein paar worte mit den mietern des abends, dann fahre ich nach hause. die tochter kocht vegetarisches gulasch, ich mache fertig, was ich für die fahrt ins kulturzentrum unterbrechen musste und dann gibts auch schon abendessen. lecker. 

nachdem die küche aufgeräumt ist, kann ich mich noch für eine kleine runde tschechisch motivieren, der newsletter wird heute nicht mehr fertig. dafür beenden wir unsere miniserie, modus. ich fands so ein bisschen zäh, kai hats gefallen, als zehn minuten vor ende unser dvd-spieler aussteigt, setzt er alles dran, das ende sehen zu können. ich hänge solange noch wäsche auf und am ende kommen wir wieder viel zu spät ins bett. 

 

 

 

Sonntag, 1. März 2026

kw 9 - zu viel drinnen während es draussen frühling wird

 diese woche also ganz zum schluss schon märz. und viel frühling die woche über schon. während ich am dienstagmorgen in meiner tschechischstunde noch "přichází jaro" (der frühling kommt) gelernt habe, hätte ich spätestens am mittwoch formulieren können "jaro je tady", der frühling ist da. die temperaturen waren teils mehr mai als ende februar und die aussengastro erblühte im wettstreit mit flächendeckenden elfenkrokusteppichen. 

auch bei uns im garten gibt es welche und irgendwann wird auch hier ein teppich blühen - vorausgesetzt wir bleiben noch eine weile hier wohnen und bewirtschaften den garten auf eine anscheinend krokusfreundliche art und weise - was ich daraus schliesse, dass es von jahr zu jahr mehr geworden sind.
  
das ist aber keineswegs sicher, das hierwohnenbleiben, denn neben den krokussen bietet der garten halt auch so richtig viel arbeit und ganz abgesehen von ein paar anderen details ist das schon ein grund, in nicht allzu ferner zukunft und nach demnächst bevorstehendem auszug des letzten kindes wieder heftiger über einen umzug nachzudenken. der ausfall der öl(!)heizung gegen ende der woche und die nicht ganz billige wartung, die das nach sich gezogen hat, tragen ihr übriges dazu bei. 
die neueste modifikation des in deutschland ja mittlerweile selbst bei seriösen medien als "heizungsgesetz" geframten gebäudeenergiegesetzes betrifft uns ja nicht direkt, aber aus der erfahrung können wir sagen, dass wir noch keinen vermieter gehabt haben, der freiwillig eine heizung eingebaut hätte, die ihn zunächst teurer kommt, aber dafür nicht den mietenden die last für steigende energiekosten aufbürdet. und der aktuelle wohnungsmarkt lässt das halt zu, weil mietende auch weiterhin nicht in der lage sein werden, eine wohnung mit ölheizung abzulehnen, und so die vermieter zur modernisierung zu zwingen. und da haben wir den katastrophalen rückschritt für das klima noch gar nicht eingepreist. 
 
aber zurück zu meiner woche: mässig arbeit in der arbeit, für eine sitzung mit dem vorstand musste ich nicht kommen, dafür nahm dann das mitteilen der ergebnisse durch zwei personen mehr oder weniger den mittwochvormittag ein. und dabei habe ich noch nicht einmal das protokoll gelesen. immerhin weiss ich jetzt sicher, dass das kommende jahr mit gutem willen beworfen wird, aber die zuversicht über eine temporäre besetzung der vakanten stelle gering ist. plan b ist durchwursteln, na dann: prosit. wie das aussehen wird, weiss ich ja schon. 
 
trotzdem war ich nicht so oft in der werkstatt und habe mich anstattdessen mit den letzten vorbereitungen für die gv des vereins filzszene beschäftigt. die präsentation steht, das darumherum will noch ein bisschen werden, aber es gibt eigentlich kaum mehr etwas, was wir nicht auch am kommenden samstag vor ort noch schnell lösen könnten. was mich freut: die anmeldungen sind zahlreich, auch wenn wir in diesem jahr in der zentralschweiz, in ebikon bei luzern, tagen werden. 
 

 
beschäftigt habe ich mich vor allem mit ein wenig entwurfsarbeit für einen grösseren shirdak. da wirkte der shirdaksamstag von letzter woche noch nach. die abbildungen originaler alter shirdaks zeigen ganz häufig abgeschnittene muster und zeugen davon, dass da wahrscheinlich eher ohne grossen plan gearbeitet wird. ob es meinem teppich schadet, wenn ich das anders mache? 
vorerst suche ich nach einer guten lösung bei der flächeneinteilung - mit dem ziel möglichst meine filzflächen alle verwenden zu können. bei den bordüren rundherum habe ich eine idee, wie ich die ecken gestalten möchte, die gar nicht der tradition zu entsprechen scheint - aber ein traditioneller shirdak ist es ja auch gar nicht, was ich machen will. 
 
gegen ende der woche gab es noch einen ausflug (nicht weit, aber momentan nicht unbedingt erreichbar) an einen ort, der vielleicht spannendes nach sich zieht. drücken sie mir mal trotz kryptik die daumen, der ort ist schon mal schön geworden in der zeit, in der er nicht zugänglich war. 
 
abendprogramm gab es diese woche gleich zweimal: 

am mittwochabend sahen wir schon das vierte stück unseres theaterabos, aber wieder hatten wir uns verwählt. "baustelle", so der titel des stücks, bringt echte bauleute auf die bühne, aus ganz verschiedenen gewerken, aber immer mit viel berufsehre. gespielt haben sie toll, oder vielmehr ihre rollen ausgefüllt, denn eigentlich verkörperten sie ja vom "stromer" bis zum strassenbauer sich selbst in ihrer ganzen unterschiedlichkeit von herkunft, bildung, haltung. ganz viel berufsstolz war da auf der bühne, nur leider war das dann ungefähr so tiefgehend wie das zufällig belauschte gespräch im öv oder am nebentisch im restaurant. wer im richtigen leben ab und zu hinhört, hatte viel schon gehört, vom hierarchiegefälle unter den gewerken, von vorurteilen gegenüber und untereinander, vom begründeten oder unbegründeten vorwurf des sexismus und halt leider auch reichlich platitüden. an einer stelle wurde es ein bisschen lyrisch, mal ein bisschen gesellschaftskritisch, aber ansonsten: berufsmesse auf der bühne. das publikum ausnahmsweise aber wenigstens zu einem grossen teil in einem alter, wo man noch mal über den gewählten beruf nachdenken könnte, und nicht bereits das berufsleben hinter einem liegt. inklusive auftritt einer standesgemäss angelegten truppe von zimmerleuten, also im publikum. wir gingen erneut ratlos und wenig schlauer oder nachdenklicher nach hause. oder doch: hat sich das theater verändert? ist es gefälliger, zugänglicher geworden, während wir immer noch schweres, moralisches, neues, denkanregendes erwarten? 
 

und dann waren wir am samstagabend noch recht spontan bei einem konzert im kulturhaus royal, das uns immer mehr zum erweiterten wohnzimmer wird. hier gab es balkandisco von malo morgen und einen auftritt von the nozez, einer virtuosen truppe, die mit viel perkussion, einer gitarre, einem waldhorn und einer klarinette irgendetwas zwischen traditioneller musik aus südosteuropa und klezmer boten. wild, bewegt, laut, aber auch leise, ruhig und zum hinhören. mit viel rhythmus einerseits, ganz verspielt in anderen passagen. und absolut gute-laune-machend! 
den ersten teil des konzerts verbrachten wir nach einem zumindest für mich etwas endlosen samstag in den alten kinosesseln, in der zweiten hälfte war unser platz mehr vorne bei der band - die sich ganz zum schluss, wie auch bereits am anfang, unters publikum mischte. ein gut teil der gäste teilte den kulturellen hintergrund der band - es wurde in der schmerzhaft kleinen runde mitgesungen, ich denke, es war etwas traditionelles.  
 

 leider ist das wetter ausgerechnet zum wochenende hin wieder ein bisschen schlechter geworden - am samstag war mir das ein bisschen egal, weil wir morgens eine ausführliche einkaufsrunde gestartet haben, inklusive drogerie- und baumarkt zusätzlich zu den üblichen einkäufen auf dem markt. am nachmittag widmete ich mich einerseits dem finishing der gv nach anmeldeschluss und andererseits schuf ich die voraussetzungen für einen guten start in die neue woche, danach dann kochen, kai brachte aus dem kino einen gast mit und nach frühem abendessen ging es ja eh in den club. 

am sonntag ausschlafen, gartenarbeit bis zur kompletten füllung der zweiten grünguttonne - kai sägte nebenbei einen teil der bereits geschnittenen bäume in handliche stücke - und anschliessend ein good-will-besuch im kulturzentrum. die kollegin organisierte bereits den zweiten musikabend, vorbeigeschaut habe ich vor allem wegen ihr und weniger wegen der musik - gitarrenrock ist nicht so meins. 
 

im februar gelesen

der februar war ein lesemonat für mich - und ich habe wieder begonnen, regelmässig in unsere dorfbibliothelk zu gehen. immer dienstags nach dem schwimmen schaue ich dort vorbei. es ist dann meist recht ruhig und ich kann ein bisschen mit den bibliotheksangestellten plaudern und mir lesetipps geben lassen. und auch welche zurückgeben. 

mit kristine bilkaus roman halbinsel hatte ich das erste buch schon am ersten tag es monats ausgelesen. ich lag krank im bett und hatte viel zeit zum lesen (und schlafen). die geschichte spielt an der nordsee, wichtiger aber: auf dem land in einem kleinen dorf. eine mutter holt ihre tochter aus der grossen welt zu sich nach hause, nachdem diese bei einem vortrag ohnmächtig geworden ist. die tochter engagiert sich in umweltfragen - und ist die grosse hoffnung der mutter. nun allerdings sitzt sie auf dem dorf und damit für die mutter in einer sackgasse fest. oder ist alles ganz anders? ich jedenfalls hatte viel verständnis für die totalverweigerung der tochter oder vielmehr ihre suche nach einem anderen weg. lag vielleicht auch an meinem eigenen zustand... 

gut lag gleich noch eine leseempfehlung der bibliotheksangestellten auf meinem nachttisch. therese bichsels unter der linde ist hier ganz in der nähe verortet. die linde des titels ist die linner linde, ein über 800 jahre altes baumdenkmal, das nur etwa 15 kilometer luftlinie entfernt von hier auf dem bözberg steht und das ich von vielen spazierwegen aus sehen kann. 
in episoden lässt therese bichsel die geschichte der menschen von linn und der linde aufleben - eine grosse rolle spielen immer wieder frauen. eingebettet sind die einzelnen episoden in eine rahmenhandlung in der gegenwart, vielleicht eine liebesgeschichte? oder eher doch nicht. jedenfalls ragt in dieser geschichte die historie des baums auch in die gegenwart hinein. und: die webcam des baums, die im buch erwähnt wird, gibt es tatsächlich! - gerne gelesen, ich werde es zum anlass nehmen, mal wieder bei der linde vorbeizuschauen. 

ebenfalls aus der bibliothek ausgeliehen hatte ich mir meral kureyshis im meer waren wir nie. diesen satz sagt die hochbetagte lili im altersheim zur ich-erzählerin, die sich um lili kümmert. und um deren urenkel eric, einen nicht ganz unkomplizierten jungen, den sie zusammen mit sophie grosszieht. und da sind dann auch noch klara, die tochter lilis und die schwester der ich-erzählerin. unausgesprochen schwingt das nicht-von-hier-sein der erzählerin mit, soziale unterschiede im aufwachsen auch, aber auch das anders-sein der verschiedenen generationen, der umgang mit dem tod. der ton ist lakonisch, nicht zu sehr in einer bestimmten gegenwart oder an einem platz verortet - so habe ich lange gebraucht herauszufinden, dass die handlung in der schweiz angesiedelt ist, hätte auch gut irgendwo anders sein können. 
ein bisschen gewöhnungsbedürftig fand ich das springen in zeit und raum, es braucht so eine weile, bis man sich im kosmos dieser frauen zurechtfindet, aber es ist ein leichtes buch über schwere themen. 
 

aus gründen vertiefte ich mich in ein bisher nur angelesenes geschenk von kai, "die magische langmatt". der band über das wohn- und impressionistenmuseum ganz in unserer nachbarschaft ist anlässlich des umbaus des hauses vor zwei jahren erschienen und zwar nicht zu dessen ende, sondern zu beginn. ein wenig geht es um die geschichte des ehemaligen wohnhauses der familie von charles brown, der die geschichte der hiesigen industrie bei der bbc entscheidend mitgeprägt hat, zeitlebens aber auch ein sammler impressionistischer malerei war. in der hauptsache geht es aber um die "rettung" der langmatt, wie haus und umgebender park heissen. finanziell stand das als stiftung organisierte museum nicht gut da und sanierungsarbeiten waren dringend, einziger ausweg ein sensationeller bilderverkauf, nicht unumstritten, aber letztendlich die lösung. nun wurde in den vergangenen beiden jahren umgebaut und die wiedereröffnung steht im mai bevor.  

wieder aus der bibkiothek hatte ich mir den neuesten irving besorgt, königin esther. viele bände von irving besitze ich ja selbst, aber die kritiken für dieses werk waren nun so schlecht, dass ich froh war, dass meine bibliothek auf meinen anschaffungsvorschlag eingegangen ist. 
und? ist das buch so schlecht, wie es kritisiert wird? nun, neues habe ich nicht erwartet, viele, viele topoi kommen halt immer wieder in irvings büchern vor. es wird gerungen, es gibt waisenkinder (inklusive auftritt des dr. larch aus gottes werk und teufels beitrag) und interessante verwandtschaftsverhältnisse, diesmal fehlte der bär, also insgesamt sehr irving. in der mitte wird es wirklich zäh, viel bohei um eine fixe idee der elternschaft, inklusive bettszenen. über weite strecken spielt das jüdischsein der leiblichen mutter des hauptcharakters kaum eine rolle, das ändert sich dann im, ich würde mal sagen letzten siebtel des buchs: plötzlich gibt es details aus der geschichte des konflikts zwischen palästina und israel, vorher wurde nicht einmal die staatsgründung, die durchaus in die behandelte zeit fällt, auch nur erwähnt. der gedanke, dass das buch aktualität bekommen sollte im anhaltenden krieg, liegt nahe. schön fand ich die haltung zur formulierung "from the river to the sea" - ja, mit diesem anspruch können beide seiten nur falsch liegen und entfernen sich immer weiter von der lösung des problems und einer möglichkeit des friedlichen miteinanders. warum aber legt irving ausgerechnet und nur der palästinenserin so extreme worte in den mund? oder habe ich da etwas überlesen? (kein spoiler, sie müssen das selbst lesen um diese frage beantworten zu können, und wie gesagt, buchstäblich bis zur letzten seite. 

und nun sind wieder sie dran! was haben sie gelesen, was hat sie an der lektüre bewegt? 
im vergangenen monat gab es immerhin einen eintrag in die liste, dankeschön! 

 

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Montag, 23. Februar 2026

sonntagsspaziergang im februar 2026

nach einer woche voller wetteraufundab wurde uns für den sonntag trockenes wetter, vielleicht sogar ein bisschen sonne versprochen. zeit also, endlich rauszugehen, und vielleicht ein bisschen den frühling zu suchen. 


 nachdem wir den spaziergang an der reuss vor zwei wochen so schön gefunden hatten, suchten wir uns diesmal einen grösseren fluss aus. unser wohnkanton führt ja bereits drei flüsse im wappen, aare, reuss und limmat, dabei geht manchmal ganz vergessen, dass da auch noch der rhein ist, der den kanton im norden begrenzt. und hier auch grenzfluss ist, auf der anderen seite ist deutschland. 

zwischen koblenz und bad zurzach haben wir unser auto abgestellt und sind dem fluss zunächst flussaufwärts gefolgt. hier ist eine der wenigen strecken, in denen der rhein unreguliert fliessen darf, der blick geht auf dem bild nach westen über die stromschnellen, in der mundart heissen sie laufen. 

grenze heisst hier auch immer verteidigungsanlagen - ob die bunker am rhein noch aus dem zweiten weltkrieg oder aus der phase des kalten kriegs danach stammen, weiss ich nicht, aber der hier wurde als aussichtsplattform umgenutzt. 


und hier nähern wir uns schon unserem eigentlichen ziel, einem altarm des rheins. man kanns schlecht lesen, aber das schild verbietet das befahren des seitenarms. 


und da ist er dann auch schon, der chly rhy (kleiner rhein) genannte seitenarm, der seit ein paar jahren naturschutzgebiet ist. 
 

 

hier wurden auch alte bunker umgenutzt - anstelle der klappe, aus der man schiessen konnte, hat es hier ein insektenhotel. 


wir biegen aber zuerst nicht links ins auenschutzgebiet ab, sondern gehen über die angeschweummte halbinsel in richtung rietheim. hier stehen noch die wiesen unter wasser, wir hören auch pumpen, mit denen das schwemmgebiet entwässert wird. 


schon fast in bad zurzach stehen drei solcher türme - sie dienten einmal dazu, sole zu fördern. 1914 wurde hier nach salz gegraben und danach das in etwas mehr als 300 metern lagernde steinsalz als sole ausgeschwemmt. salz wird hier keines mehr gefördert, aber nebenbei hat man bei den bohrungen auch thermalwasser gefunden und das thermalbad gibt es noch immer. 

im soleturm gibt es ein gucklochmuseum, so dass man ins innere des turms schauen kann. es hätte auch schaukästen gegeben, aber da war leider das licht kaputt. 

und dann gibt es da noch ein schrebergartengebiet, in dem es viel zu sehen gibt. 


viel pflanzen"schutz", aber erstaunlich wenig frühling. 

und dann sind wir wieder am rhein. 


hier entdecken wir dann doch noch den frühling. 


oh, flore pleno, wie ich erst neulich bei elke lernen durfte. 
 

gleich sind wir an der barzmühle, längst stillgelegt, aber am mühlensonntag kann man sie regelmässig anschauen. ich lese auf einer tafel, dass hier ursprünglich eine schiffmühle war, also eine mühle auf einer schwimmenden plattform, die am ufer befestigt war. so begegnete man dem problem unterschiedlich hoher wasserstände auf dem breiten fluss. 

heute gibt es ein höhenverstellbares mühlrad, mit spannender kraftübertragung per kette. wir diskutieren, warum das eine kette ist und nicht zum beispiel ein zahnriemen, kommen aber zu keinem sinnvollen ergebnis, wir nicht-ingeneur:innen. 


 ein paar meter weiter flussabwärts gibt es im sommer an wochenenden immer noch eine kleine personenfähre. dass das früher einmal ein wichtiger flussübergang war, davon zeugt ein kleines zollhäuschen, das wir allerdings nur hinter dicken hecken und hohen zäunen erahnen können. 


 mal noch ein bisschen natur - wir wundern uns über das fast vollständige fehlen von biberspuren. 


 auch auf der anderen flussseite hat es schrebergärten. 


 bäume schauen dich an ... und wie schaust du zurück? 


 dann sind wir wieder am seitenarm chly rhy. 


 also biber gibt es hier sicher - davon zeugt die tief eingegrabene biberutsche und die "wege", die auf die felder führen. aber was fressen die biber hier? (die felder sind längst abgeerntet). 


 im auenschutzgebiet gibt es eine beobachtungsplattform -aber ausser dem mosaikreiher waren keine vögel da. 


 dafür finden wir noch ein paar frühlingsboten. 


 auf dem rückweg zum auto muss ich ganz schnell noch diese mauern fotografieren. es bleibt unklar, zu was sie hier standen. zunächst haben wir es für den anfang eines mühlkanals gehalten, aber den findet man nirgends, dafür gehen die mauern fast rund um eine innenkurve. vielleicht konnte man hier sicher die stromschnellen seitlich überwinden? 

schön wars, ungeplant mit mehr kultur als natur, und mit um die zehn kilometern fast ein bisschen viel ohne pause und proviant, aber dafür freuten wir uns um so mehr zu hause über tee und kuchen. 

unser spaziergang wird nun gleich noch bei heikes monatsspaziergang verlinkt und dann geht es ab in die neue woche. 


kw 8 - zwischen schnee und frühling

 ich kann mich nicht richtig entscheiden: eher bewegte woche oder eher ruhige woche? bewegt, weil ich wirklich viel unterwegs war. ruhig, weil es wenig überraschungen gab und ich schon anfang der woche einen ziemlich genauen plan hatte, den ich einfach nur noch durchziehen musste. 

auf jeden fall war ich wirklich viel im kulturzentrum: montag- und mittwochvormittag, und dann ab donnerstag noch jeden tag für mindestens eine halbe stunde, manchmal auch zwei mal an einem tag. wir hatten volles haus in sachen privatvermietungen, aber so weit ich das jetzt absehen kann, hat alles gut geklappt. auf einer anderen ebene war es dort natürlich turbulent wie immer - zwischenmenschliches, auf vielen ebenen, selten nur hört jemand zu, aber das ist nichts neues mehr. 

die werkstatt kam daneben ein bisschen zu kurz, aber immerhin konnte ich am donnerstag eine privatlektion geben, ein schönes sitzfellchen ist entstanden. bei der offenen werkstatt war ich mal wieder alleine, dafür kamen am samstag vier vereinskolleginnen (und ich) in meiner werkstatt zusammen, um an den shirdaks weiterzuarbeiten. die meisten sind jetzt beim zweiten sitzfilz auf dem weg in die zielgerade, an der diesjährigen generalversammlung werden wir etwas zeigen können. ein langzeitprojekt für eine jacke aus shirdak ist gestartet und ich überlege, als nächstes einen teppich in angriff zu nehmen. 

 

ein bisschen kurzfristig habe ich mich entschieden, am dienstag doch noch an die anni albers ausstellung nach bern zu fahren. sie endet am sonntag - also keine werbung mehr für diese schau. 

trotz einiger sonnenstrahlen war ideales museumswetter. 

einige vereinskolleginen hatten die ausstellung über das werk der weberin, textilkünstlerin und -designerin schon gesehen und begeistert berichtet. ich hatte mir ein ticket für eine führung über mittag reserviert, war aber schon ein bisschen früher da, so dass ich mich schon vohrer umschauen konnte. 

gleich mal das werk vom plakat entdeckt - gar nicht mal so gross. aber es enthält schon viele elemente des schaffens von anni albers: klare linien, oft sogar eine art raster, und darüber frei eingefügte fäden. 

die kurze führung setzte ein bisschen tief an, ich denke, dass ausser mir auch noch sehr viele andere teilnehmende grundsätzlich über die technik des webens bescheid wussten - allerdings immerhin mitgenommen, dass diese freien fäden im bild oben nicht anschliessend eingestickt, sondern im webprozess eingefügt wurden. (ich habe aber mindestens ein werk gesehen, bei dem ich mir das nicht vorstellen konnte, weil die fäden auch in kettrichtung/webrichtung nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts gingen.) 


hier kann man die sache mit dem raster noch mal gut sehen. 

nach der führung habe ich mir noch die verfügbaren audiokommentare angehört und hier deutlich mehr mitgenommen. 


dreiecke statt kästchen - hier kam die inspiration aus der indigenen kultur süd- und mittelamerikas. fotogafiert vor allem wegen der signatur unten, dabei ist das stück nicht von anni albers selbst gewoben worden, sondern nur von ihr entworfen. prompt vergessen, den namen der weberin zu notieren. 


 das war mein lieblingsstück in der ausstellung - ein raffiniertes spiel mit durchgehenden und im zickzack eingezogenen schussfäden. da bekam ich lust, so was mal auszuprobieren. die leuchtenden farben sind natürlich ein zusätzliches plus. 

fotografiert habe ich fast ausschliesslich einzelne handwebarbeiten von anni albers - in der ausstellung auch zu sehen war ihre arbeit für stoffhersteller - einerseits kleine material- und webproben, meist auch von hand angefertigt. andererseits ganze bahnen der stoffe, die häufig sehr innovative techniken oder materialien benutzten. 

gegen ende ihres lebens hat anni albers dann begonnen, mehr auf papier zu arbeiten - diese zeichnungen fand ich dann eher nicht so spannend. überhaupt war ich froh, dass ich mir die zeit genommen hatte, die ausstellung zu besuchen, aber so richtig überwältigt war ich nicht. vielleicht kann man das aber auch gar nicht so recht sein, bei einer arbeitsweise, die halt schon sehr stark auf reduktion und zurückhaltung basiert. 

auf dem weg zum bahnhof wollte ich mir dann nur schnell mal eine helle sockenwolle kaufen, für den shirdaktag am samstag, das gestaltete sich allerdings dann deutlich komplizierter als gedacht, auf dem weg zum zweiten geschäft wurde ich richtig, richtig nassgeregnet, aber dafür mit einem wirklich schönen wolleladen belohnt: 

 

 kann man sich kaum vorstellen... 

dabei hatte ich am dienstag noch direkt glück mit dem wetter - am mittwoch sah es dann kurzfristig mal so aus bei uns im garten. der schnee hat aber nur einen nachmittag gehalten, dann fing es an zu regnen und am anderen morgen war die weisse pracht schon fast weg. 

am mittwoch hat auch die fastenzeit begonnen - und zwar für christen und muslime gleichzeitig, selbstverständlich auch für alle, die einfach mal mitfasten wollen. ich bin in mein traditionelles fasten schon vor zwei wochen gestartet, weil ich nach der magen-darm-geschichte keine lust auf alkohol hatte, habe ich das gleich als start in die fastenzeit genutzt. so, habe ich mir ausgerechnet, bin ich dann auch zwei wochen eher fertig und da wir zwei wochen vor ostern für ein paar tage verreisen werden, passt das dann ganz gut. 

zum wochenende wurde das wetter dann immer milder und nachdem es den samstag quasi durchgeregnet hatte, versprach der sonntag, trocken und ein bisschen sogar schön zu werden.  

zeit für einen sonntagsspaziergang.