die neue woche startete noch in der alten heimat. da wir den grössten teil der liste meiner mutter noch am sonntag erledigt hatten, blieb uns ein bisschen gemütliche zeit. wir entschieden uns für einen gang ins städtle, kai und ich hatten gelegenheit einen weihnachtsgutschein einzulösen und so haben wir jetzt eine superweiche kunterbunte fussmatte im bad und dazupassende duschtücher. auch meine mutter hatte noch ein paar besorgungen zu erledigen, unterwegs kauften wir bienenstich in der bäckerei aus kais kindheit und nach noch ein paar handgriffen an der spülmaschine und kaffee und bienenstich machten wir uns wieder auf den heimweg.
am abend kümmerte kai sich noch mal ausführlich um das bädle, für die ganze woche waren steigende temperaturen und ab mitte der woche hitze angesagt, also wussten wir schon, dass wir bald die abkühlung brauchen können würden.
der dienstag war aber noch nur sommerlich - morgens hatte ich meine vorletzte stunde bei meiner ersten tschechischlehrerin, ich vermisse sie schon jetzt ein bisschen. dann radelte ich zur physiotherapie, wo ich immer noch alleine am üben bin, nutzte dort zum ersten mal auch die dusche und war mit gipfelieinkaufen gerade rechtzeitig in der werkstatt, um noch ein paar sachen herauszusuchen, denn ich war zum käferfilzen verabredet.
diese beiden gesellen sind dabei entstanden - mit viel spass und sehr viel erzählen und austauschen aktuellster ereignisse.
danach machte ich nur einen kurzen zwischenstopp zuhause und radelte dann weiter ins schwimmbad.
dort war deutlich mehr los als in der vergangenen woche, aber ich habe mal daran gedacht, die alten bemalungen der wände festzuhalten - ich befürchte ein bisschen, dass sie im zuge der renovierungsmassnahmen dann auch noch verschwinden werden, überall anders ist die badi nämlich schon total schick.
am mittwoch war wieder langer tag.
am vormittag gab es erdbeerkuchen und (wie alle hier zu so sprudelnden alkoholischen getränken sagen) schampagner. gipfeli gabs auch noch, weil es war ja eigentlich sitzung angesagt. meine neue kollegin hat es gut geschafft, den haufen abzuholen und nach dem gemütlichen teil eine einigermassen straff geführte besprechung hinbekommen. am ende gingen die oft ein wenig zu animositäten neigenden parteien als team auseinander.
wie jetzt immer mittwochs wechselte ich über den mittag den arbeitsort und war am nachmittag im museum - wo angesichts der hitze ein wenig hysterie herrschte, ich war dann froh, die aussenrunde übernehmen zu können, wo es zwar heiss, aber immer noch ein wenig luftig war und ich mit giesskanne und nassem lappen unterwegs war. immerhin bekam ich so ein bisschen frische luft. ich mag auch den gedanken, dass der park der villa langmatt sicher zu den gepflegtesten parks gehört, wo jeden tag die bänke abgewischt und auch zwischendurch alle mülleimer geleert werden. der nachmittag war ruhig, aber noch einigermassen gut besucht.
das sah dann am donnerstagnachmittag schon ganz anders aus - da war es, wenn möglich, noch ein bisschen heisser, so gegen die 36 grad und da kamen dann wirklich fast keine besucher mehr, kaum noch ins museum und auch deutlich weniger und später in den park. drinnen im museum ist es im grunde genommen gut auszuhalten, es gibt eine lüftung, aber keine klimanlage, die dann gleich kühlschranktemperaturen herstellt.
das radeln ist grenzwertig, teilweise fährt man wie in eine wand aus hitze hinein, mit zu den schlimmsten momenten gehört der, wenn man den extrem klimatisierten lebensmittelladen verlässt. aber einkaufen musste ich, unter anderem um am donnerstag dieses sommerliche menu aus brokkoliküchle, salat und gerettetem lachs zu kochen:
ansonsten heisst es vor allem, das haus kühl zu halten - das geht ziemlich gut, wenn man nur nachts und am frühen morgen lüftet und tagsüber möglichst alles geschlossen hält.
donnerstagvormittag hatte ich bürovormittag zuhause und erledigte einige private dinge, schaltete unter anderem die bezahlfunktion per twint auf dem neuen mobiltelefon endlich frei, lud kursteilnehmerinnen für ein filzbaukastenmodul ein und kam auch noch dazu, eine gute stunde für das kulturzentrum zu arbeiten, am mittwochmorgen hatte ich kein einziges mail fertig bekommen.
freitag entschied ich mich noch vor der hausputzrunde, das training in der physiotherapie wegen hitze ausfallen zu lassen. dafür wurstelte ich dann lange zuhause herum. wir haben ja ein weiteres freies zimmer, da die tochter im mai ausgezogen ist. nun hat kai sein arbeitszimmer im alten tochterzimmer eingerichtet (vorher noch die wände gemalert) und ich werde einen teil des gästezimmers für mich einrichten können. am freitag habe ich es dann immerhin mal geschafft, die im schrank verbleibenden dinge zu ordnen (gästebetten, bettwäsche, wolldecken) und den boden zu putzen, so dass ich anschliessend eine noch vorhandene tischplatte aufbauen konnte. da ich nicht ganz dringend einen weiteren arbeitsplatz brauche, werde ich mir mit dem einrichten zeit lassen - auch kai ist im zimmer nebenan noch nicht so ganz installiert, aber so können wir die tage, in denen uns die hitze spätestens gegen mittag in die schattierte wohnung zwingt, wenigstens gut nutzen.
und endlich können wir auch in unserem bädle schwimmen! am mittwochabend haben wir gemeinsam angebadet, bei erfrischenden 16 bis 17 grad wassertemperatur, am donnerstag wars schon ein bisschen wärmer und am freitag schon um die 19 grad warm. am freitagabend sprangen wir kurz vor einem gewitter noch schnell ins wasser, überlegten, ob das gewitter überhaupt kommen würde und wurden dann fast noch von heftigsten böen und horizontalem regen überrascht. die pappel der nachbarn hat in der ganzen nachbarschaft ihre zweige verteilt, das gitter mit dem wein hat glücklicherweise standgehalten und die tomaten habe ich gleich am abend im letzten tageslicht wieder halbwegs in ordnung gebracht.
am samstagmorgen war es dann aber schon wieder ein bisschen mit der freude am bädle vorbei - wir bekommen sehr, sehr plötzlich nun doch noch eine neue umrandung um das schwimmbecken. vermutlich macht es unserem vermieter recht viel freude, das in der besten badesaison erledigen zu lassen, die ja ohnehin eher nur ein viertel des jahres ausmacht. jedenfalls stand er am samstagmorgen um sieben vor der türe und hat damit begonnen, die verzogenen und vermoderten holzplanken abzubauen.
wir kamen so noch eine halbe stunde früher los zum markt - frühstückten in waldshut aber erstmal gemütlich, statteten der buchhandlung und dem bioladen einen besuch ab, deckten uns mit gemüse und viel obst ein, kai fand ein schönes leinenhemd und wir erledigten weitere lebensmitteleinkäufe. auf dem rückweg besorgten wir poolchemie und ein stück stoff für eine leichte hose fürs museum und waren gegen eins wieder zuhause. am bädle war nicht soo viel passiert, der vermieter kehrte dann auch gleich wieder von einer vermutlichen entsorgungsrunde zurück und arbeitete in der bruthitze weiter, mindestens bis wir nach sechs zu einer geburtstagsfeier aufbrachen.
diesen anblick bot unser bädle dann am sonntagmorgen. fertig ist anders, den rest soll jetzt die firma machen, die auch die neue poolumrandung erstellt, wobei wir noch keinen termin haben, wann die kommen. mit zwei schalbrettern, die wir eh noch haben, können wir notdürftig die dusche benutzen und ins becken ein- und aussteigen.
da war es dann auch nicht mehr so schlimm, dass ich den ganzen sonntag im museum verbrachte (oben wieder eine pausenaussicht). wir starteten eine stunde früher als sonst an wochenenden, da es noch ein konzert am vormittag gab, dann war das museum ganz normal geöffnet und auch gut besucht - vielleicht auch, weil am abend das picknick im park stattfand und das haus dann noch mal drei stunden länger offen blieb. ich musste allerdings nur bis zum ende der regulären öffnungszeit bleiben und das hat bei der hitze auch gut gereicht. es ist einfach so, so heiss und die aussicht, dass das noch eine ganze woche weitergehen soll, ist recht bedrückend.
so sah es dann aus, als ich um kurz nach fünf nach hause gefahren bin.
irgendwann in dieser woche habe ich entdeckt, dass in einem der sträucher am bädle ein kleines vögelchen brütet, vermutlich eine mönchs- oder gartengrasmücke. hoffentlich übersteht das nest die bauarbeiten am bädle - es ist schon recht nah dran.
freuen durfte ich mich auch über eine weitere sendung des kunstpostklubs. für einmal nehme ich lieber die drei wünsche... am liebsten mag ich das kleine original mit dem männchen!
und jetzt muss ich dann doch mal mit dem neuen arbeitsplatz vorwärtsmachen, damit die sachen von doro einen platz bekommen können.
auch noch: spontan habe ich mich diese woche für die sommerpost vom postkunstwerk angemeldet - das thema "landkarte" klingt so verlockend. ich darf nur keinen frühen termin bekommen, sonst bin ich vollends aufgeschmissen, vor der postkunst hätte ich gerne zwei andere sachen fertig...