Samstag, 23. Juni 2018

unser gemüse heute


frühlingszwiebeln, zucchetti (?), kefen, knackerbsen, bohnen, fenchel, salat, kartoffeln, kräuter.

Mittwoch, 20. Juni 2018

mustermittwoch - stempelfliesen

einmal angefangen, läuft es mit dem mittwochsmusterthema "fliesen" fast wie von selbst. rapportmuster finde ich sowieso immer spannend und für eine fliese aus vier rapporten müssen ja eigentlich auch nur zwei seiten passen. 
in unserem langweiligen weissen minibadezimmer sind neulich ein paar klebedekofliesen eingezogen (nachdem die fensterbilder-fische wirklich alle entsorgt waren), die ich versucht habe, aus der erinnerung nachzubauen: 
 



 beim ersten versuch hatte ich nicht gut genug überlegt: das muster vom papier durchgerieben, aber ein bisschen versetzt, da wird halt nur einungefähr passender rapportstempel draus...


 wobei das überdrucken in einer zweiten farbe dann doch ein reizvolles ergebnis im stil einer risographie ergibt. aber an dem stempel weiterzuarbeiten hatte ich dann doch keine lust.

also zweiter versuch, die formen jetzt eher frei entwickelt:




 im bild festgehalten, die einzelnen schritte auf dem weg zu dieser stempelfliese, die mir dann doch zu grob wurde.




 aber dann wollte ich es nochmal wissen und skizzierte die fliese aus dem badezimmer doch erst einmal ab, der entwurf dann wieder ins raster direkt auf dem stempelgummi ergab dann den stempel, mit dem ich bisher am meisten zufrieden bin.








der test für grosse flächen ist noch am laufen. ich finde das den eher mühseligen teil der angelegenheit. aber es wird!

eine fliesenanregung hätte ich noch zum zeigen:


aufgenommen am samstag in schaffhausen.

Freitag, 15. Juni 2018

unser gemüse heute


kartoffeln, krautstiel, frische zwiebeln, kefen, knackerbsen, salat, kohlrabi, fenchel, frischer knoblauch, basilikum und petersilie.

Donnerstag, 14. Juni 2018

bitte reden sie mit mir nicht übers wetter...

 ... oder überlegen sie sich wenigstens was sie sagen!

über das wetter reden gilt als unverfänglicher gesprächeinstieg und gutes smalltalkthema. an sich halte ich das auch für eine sinnvolle einschätzung, trotzdem liessen mich zwei im vorbeigehen gewechselte sätze über das wetter neulich ein wenig grüblerisch zurück.

zur ausgangslage:
wir hatten bisher hier im nördlichen mittelland in der schweiz ein sehr warmes und trockenes frühjahr (sommerbeginn meteorologisch 1.7. und astronomisch 21.6. haben wir noch vor uns!) mit teils hochsommerlichen temperaturen. vor mittlerweile 2 wochen gab es ein heftiges gewitter, das lokal nicht nur regen, sondern auch zerstörerischen hagel brachte, danach dann einige gewittrige tage, meist mit gewitterschauern am abend, gefühlt eher august als mai/juni. diese woche war dann starkregen angesagt, ein wort das ich ohnehin schon ziemlich daneben finde, aber es hat dann in der nacht auf mittwoch zwar heftig geschüttet, aber doch nicht so viel wie die meteorologen vorausgesagt hatten. und es hat endlich mal ein bisschen abgekühlt. also so auf temperaturen unter zwanzig grad.

deshalb fand ich den gesprächseinstieg, den gestern eine nachbarin gewählt hat, höchst irritierend: so ein sauwetter haben wir jetzt wieder! (gedacht: ja, es hat geregnet, aber eigentlich braucht es das ja auch, und ja, es war heftig gestern abend, aber die kanalisation hat funktioniert und alles ist abgelaufen und wir hatten keine überschwemmung, und nein, es hatte vor dem regen doch viele schöne tage und oft nur abends ein gewitter)
meine antwort, wir könnten uns ja insgesamt nicht beklagen, weil doch das frühjahr insgesamt schön gewesen sei, wurde dann quittiert mit: in manchen ländern fehle es halt an wasser und in anderen habe es zuviel davon. 

hmm, und jetzt war ich vollends verwirrt und froh, das gespräch mit einem freundlichen morgengruss zu beenden.

wo ist es jetzt zu trocken und wo zu nass?

für die schweiz äussern sich die meteorologen so.

sie wollten das jetzt nicht lesen?  dann fasse ich mal kurz zusammen: in diesem jahr hatten wir in der schweiz einen kühlen märz, einen warmen und trockenen april und mai bis etwa um die monatsmitte. bei den gewittern, die ab mitte mai regen brachten, gab es lokal grosse regenmengen, insgesamt ist der mai aber auch eher trockener als im langjährigen mittel gewesen.

wo es global momentan zu trocken ist, ist meist an hungerkatastrophen abzulesen, grosse niederschläge und die damit verbundenen überschwemmungen schaffen es hingegen eher in die aktuelle berichterstattung.

verstanden hatte ich die äusserung so, dass es hier zu nass und woanders zu trocken sei. vielleicht war das auch nicht gemeint. egal welcher gedanke dahinter steckt, vermute ich, dass es vor allem um die wetterextreme ging: heftige gewitter, hagel, starker regen, sturm, aber auch lange perioden in denen es nicht regnet und für die jahreszeit ungewöhnlich warm ist.

alles folgen einer globalen klimaveränderung, die messbar und nachgewiesen ist. nicht überall als klimaerwärmung zu bemerken, aber doch nicht ohne einfluss auf das klimageschehen. und höchstwahrscheinlich wenn nicht menschengemacht doch verstärkt von den folgen unseres lebensstils. des lebensstils in den hochindustrialisierten ländern, nicht zuletzt die schweiz, wo sorgloses heizen, kühlen, autofahren, fliegen, konsumieren nicht ohne einfluss auf die umwelt bleibt. wo zu fuss gehen, bescheiden wohnen, essen, sich kleiden, konsumieren, regional urlauben immer noch belächelt werden oder sogar suspekt sind und als linke spinnerei oder als zeichen von armut gelten. 

vielleicht doch kein so gutes thema für den unverfänglichen smalltalk am morgen, wenn es mich auf solche gedanken bringt, die ich nicht unbedingt mit relativ unbekannten auf der strasse teilen will.
oder ich komme halt mal wieder vom hölzchen aufs stöckchen.

Mittwoch, 13. Juni 2018

mustermittwoch - fliesenmuster

mustermittwoch - wie lange habe ich es schon nicht mehr geschafft, mich mit dem monatsmusterthema der frau müllerin zu beschäftigen! seit ich anfangs jahr meine neue werkstatt bezogen habe, habe ich quasi keine papierarbeiten mehr gemacht, nichts mehr gedruckt, gestempelt, geklebt oder gebunden. schade eigentlich, aber auch wieder schön, dass ich mich endlich wieder ganz aufs filzen konzentrieren kann. 



trotzdem ist der mustermittwoch immer noch wichtige inspirationsquelle für mich und keiner sagt ja, dass die fliesenmuster aus papier sein müssen! also erinnerte ich mich an ein paar schöne fliesen aus dem hiesigen museum langmatt und nahm sie als anregung für eine umsetzung in filz. 


zuerst einmal mag ich diese grüntöne schon sehr. überhaupt umgibt mich so viel grün, draussen und drinnen an meinem arbeitstisch, ich würde am liebsten immer nur grün, grün und nochmal grün benutzen. vorbereitet habe ich vier fliessengrosse vorfilze in doublefaceoptik.
die idee war, diese vorfilze zweimal zu falten und dann eine art scherenschnitt zu versuchen.


nun ist das aber selbst mit den verhältnismässig dünnen vorfilzen eher schwierig. denn einmal falten ist schon recht sperrig, zweimal falten erst recht. (ungefähr so, wie wenn man sehr dickes papier sehr oft faltet) es muss dann halt schon ein sehr grober scherenschnitt sein, damit die formen in allen vier lagen einigermassen gleichmässig werden. eine ähnlich feine darstellung wie auf den keramikfliesen bräuchte eine ganz andere technik ... und das mit dem scherenschnitt hatte ich mir schon so ein bisschen in den kopf gesetzt.


 die ausgeschnittenen formen habe ich dann umgedreht (gekehrt) und mit der unterseite nach oben wieder in die lücken eingesetzt. vorteil des vorfilz: man kann alles ein bisschen zurechtruckeln, denn so ganz genau passten die gekehrten formen natürlich nicht.


nach dem filzen ist dann alles noch weniger detailliert und mehr verschwommen, vor allem auf dem groben untergrund aus süddeutscher merinowolle, die überall recht stark durchschlägt. die farben mag ich dafür sehr und der eindruck von fliessen ist durchaus da!

edit: ich habe tatsächlich vergessen, den mustermittwoch zu verlinken, vor lauter freude am dabeisein vermutlich, ich hab es aber jetzt nachgeholt, gehen sie ruhig mal schauen, was da woche für woche, monat für monat, jahr für jahr alles entsteht! 

Dienstag, 12. Juni 2018

12 von 12 im juni 18

blogaktionen wie wmdedgt, der 12tel-blick oder eben 12 von 12 halten hier gerade mein blog am leben. nicht dass ausser am 5., 12. und 30. eines monats hier nichts los wäre, aber momentan bekomme ich einfach nicht so recht die kurve zum bloggen. vielleicht ist ja nach 11 jahren auch einfach alles gezeigt und erzählt.

aber 12 von 12, das geht, heute auf jeden fall. das lebt ja ein bisschen von der wiederholung. 

hier also meine 12 (überwiegend grünen) bilder: 


frühstück, zeige ich sonst eher selten und ist fast immer das gleiche: obst, joghurt, müesli. dazu kaffee.


 nach dem frühstück geht es auch wie letzte woche auf den geisshof, wo unser solidarisches gemüse wächst. heute sieht es eher nach solidarischer schlammschlacht aus, nachdem es gestern ausgiebig geregnet hat. ein bisschen was ist schon geerntet, die grabegabel weist uns aber dezent darauf hin, dass wir auch noch aufs feld müssen. zu zweit werden jeden dienstag und freitag bis zu 35 gemüsekörbe für die genossenschafter bereit gemacht und zu depots gebracht, wo sie dann abgeholt werden.


 heute gibt es kefen und knackerbsen, deshalb beschriften wir die säckchen. soll ja keiner verwechseln. kefen sind eher flach und haben wenig fruchtansatz, man isst die ganzen schoten, knackerbsen sind eher dick und haben neben einem fruchtansatz auch eine fleischige schote, die sehr lecker schmeckt, beide übrigens roh oder gedünstet. damit wir nicht endlos säckchen verbrauchen, kommen auch noch das basilikum und die petersilie in die säckchen, hoffentlich verwechselt das dann niemand...


 fertig. zwanzig körbe haben schon platz in einem skoda fabia gefunden, der rest wartet hier noch auf die fahrt in die andere richtung. ausgefahren werden die körbe mit privat-pkws der genossen.


das wetter ist heute eher dänisch, ein bisschen feucht, kühler auch als die letzten tage. aber so sind die wiesen so richtig schön saftig. und weil auf dem geisshof noch so richtig heu gemacht wird, stehen sie auch noch fast überall. 

***



 am nachmittag mache ich mich zu fuss auf den weg in die werkstatt. am freitag habe ich mein fahrrad wegen regen dort stehen lassen. aber so habe ich gelegenheit diesen aufkleber endlich mal zu fotografieren. bei näherem hinsehen habe ich neulich festgestellt, dass ich den künstler kenne.


 überhaupt sieht man mehr, wenn man zu fuss unterwegs ist.


 ein bisschen farbenspielerei. die mag ich besonders, aber leider ist es nicht das material, das mich weiterbringt.


 ich habe übrigens gesellschaft bekommen, da beäugt mich jemand bei meinen versuchen.


anderer ansatz, ich denke, so kann das was werden. fliesenmuster für den mustermittwoch vielleicht? 


 und ich brauche noch kochideen für heute abend und morgen. bei so viel gemüse, wie unser gemüsefeld gerade produziert, braucht es nicht zwingend fleisch.


heute abend jedenfalls gibt es fenchel auf italienische art.

alle anderen teilnehmerinnen finden sie wie immer bei caro versammelt.

Freitag, 8. Juni 2018

unser gemüse heute


zwei lattichsalate, ein kopfsalat, rüebli, fenchel, kohlrabi, kartoffeln, zwiebeln, ein frischer knoblauch, basilikum und petersilie. ein gut gefüllter korb, an der vielfalt arbeiten wir noch...

Dienstag, 5. Juni 2018

wmdedgt 6/18

was machst du eigentlich den ganzen tag?

heute zum beispiel das:

um sechs uhr beginnt unser radio deutschlandfunk zu spielen, ich döse noch ein bisschen vor mich hin, bis ich beim "wort zum tage" wach werde. mist, so spät schon. die tochter muss ich nicht mehr wecken, die ist schon angezogen. also gehe ich nur so halb wach in die küche, räume den geschirrspüler aus und mache nebenbei frühstück. oder umgekehrt. der grosse sohn steht schon unter der dusche und kommt dann noch auf einen kaffee in die küche. irgendwann taucht die tochter auf, isst kurz was, nimmt sich kein znüni mit und verschwindet auch schon richtung schule. heute ist ein ganz normaler dienstag, da müssen wir morgens noch nicht so viel miteinander reden.
der rest der familie trudelt so langsam ein, nimmt sich frühstück und macht sich auf den weg in richtung arbeit und schule.

ich habe heute einen einsatz auf dem bauernhof unserer solidarischen landwirtschaft, suche mir irgendwelche kleider heraus, die sowieso dringend gewaschen werden müssen, dazu ein paar gummiclogs (es hat die halbe nacht geregnet), gartenhandschuhe und mein messer. trotz berufsverkehr komme ich zügig voran und bin schon um 10 vor acht auf dem geisshof. auch die zweite genossin, die mit mir heute morgen gemüse ernten und insgesamt 31 gemüsekörbe packen soll, ist schon da. neuerdings wohnt auf dem hof ein labrador, der meist frei herumläuft und sie hat angst vor ihm (oder ihr?) - und sich in den packraum zurückgezogen. wir schauen mal, was wir heute machen sollen. ein paar geerntete gemüsekisten stehen schon da, die passen aber nicht so recht zu dem plan der auf dem packtisch liegt - ohh, der ist ja von letzter woche. wir holen zuerst mal körbe vom und suchen dann den bauern, wir brauchen jetzt doch einen hinweis, was wir heute verpacken dürfen.
die einweisung erfolgt auf dem feld - hier den lattich ernten, da den kopfsalat, nee, doch besser zuerst die reihe, radiesli findet ihr selbst, nee, zeig ich euch doch besser, knoblauch hinter dem folientunnel ernten und bitte putzen, muster liegt bei. bis wir alles beisammen haben und mit dem handwagen in den packraum gekarrt, wird es schon richtig heiss auf dem feld und wir sind froh, dass wir nicht auch noch kefen ernten müssen, sondern das vom bauer und dem prakti übernommen wird.
wir packen der reihe nach in die körbe: je ein kilo kartoffeln und karotten, zwei kohlrabi, zwiebeln, ein bund radiesli, ein bis zwei salate (es gibt unterschiedlich grosse körbe), 350 g kefen und kräuter.
um halb elf sind wir fertig und ich mache mich auf den heimweg. unterwegs noch schnell in die landi, oder wie man hier auch sagt zum bauernaldi. ein stück schlauch wird gebraucht und plastikboxen für mehr ordnung in der werkstatt.

zuhause muss ich unter die dusche, der lehm pappt quasi überall, ich schaffe das immer, mich komplett einzusauen beim gemüseernten und -waschen. die restliche zeit bis zum mittagessen nutze ich für eine aufräum- und staubsaugrunde in arbeits- und esszimmer und schaufle mir so den nachmittag frei.

dann gibt es erstmal wurst-eier-nudeln, die tochter erzählt aus dem biologieunterricht der siebten klasse, sexualkunde. die jungs ekeln sich vor kondomen, na das kann ja heiter werden. sie erzählt, dass die mädchen da pragmatischer rangingen, es ging unter anderem darum, ein kondom auf ein penisattrappe (aus holz? aus plastik?) zu applizieren. wahrscheinlich erzählen die jungs das gegenteil bei sich zuhause. oder garnix.

pausenzeit. um kurz nach eins geht es weiter, die tochter fährt zur schule, wo sie heute zeichnen und handarbeiten wird. ich suche von verschiedenen depots die sachen zusammen, die in die werkstatt müssen. gestern war ich wolle einkaufen und schwemmholz sammeln, das meiste passt in den veloanhänger, obendrauf noch die gewaschenen handtücher und ein haufen kleinkruscht.

es ist warm in der werkstatt, am frühen nachmittag geht lüften nur über den dafür recht kühlen flur. ich räume auf und ein, freue mich an den wollschätzen und mache mich dann an die planung für das kommende schuljahr. die termine für die kinderkurse stehen schon, so wie die themen für die kurse für die erwachsenen. eigentlich müsste ich noch den neuen stundenplan der tochter haben, damit ich sinnvoll kurstage planen kann. vorerst ordne ich themen den kalenderwochen zu, so geht es auch. um vier ist aber die luft so dermassen raus, dass ich mich auf den heimweg mache.

zuhause gibt es ein eis und eine pause mit zeitmagazin. der grosse sohn trudelt ein, er macht salat zum abendessen, die tochter kommt (und geht schon bald wieder ins turntraining), der mittlere sohn kommt und probiert ein hemd mit ananasmuster an. die ananas haben auch noch gesichter, das sieht ein bisschen komisch aus.

um viertel vor sechs fahre ich mit dem velo zur kirche, heute abend gibt es eine stunde shibashi, eine art bewegungsmeditiation, die sich aus dem quigong ableitet. die runde, die öfter nur aus vier bis fünf personen besteht ist heute richtig gross. die kursleiterin ist ein wenig zerstreut, liegt es an der hitze oder am besucherandrang? sonst ist sie immer sehr souverän und lässig, heute leider nicht.
schön ist es, die übungen angesagt zu bekommen, dann muss ich nicht immer schon bei der einen übung darüber nachdenken welche als nächste kommt. ich habe mir zwar mal so eine art spick gebastelt, aber so recht funktioniert das doch nicht. ich denke während der meditation darüber nach, dass es schön und dekorativ wäre, eine merkhilfe für die achtzehn übungen zu filzen.

die, die schon länger dabei sind, scherzen nach dem letzten namasté noch miteinander und verabschieden sich für den sommer. im juli macht die meditationsstunde pause. ich werde noch auf die filzkurse angesprochen und kann ein kärtchen verteilen.

zuhause ist der grosse sohn dabei das abendessen vorzubereiten, salat, käse aus der stitzun da latg in andeer und brot. wir essen draussen, die tochter wird vom turnen abgeholt und ich setze mich an den schreibtisch um ihnen von meinem tag zu berichten.

wenn ich hier fertig bin, gibt es wohl noch ein glas wein und ein bisschen fernsehen, also hurtig, hurtig, den beitrag bei frau brüllen geteilt und dann: feierabend!

Freitag, 1. Juni 2018

unser gemüse heute


frisch geerntet: kohlrabi, fenchel, salate, einer davon der hier sehr geliebte forellenschuss und noch aus dem lager: kartoffeln, rüebli, zwiebeln.
der hagel hat den geisshof nicht erwischt - was mich sehr erleichtert, denn hier sind mittlerweile nahezu alle gemüsepflanzen eingegangen. ein bisschen hoffnung habe ich noch für die gurken und eventuell den lattichsalat. überhaupt sieht der verhagelte garten jetzt viel schlimmer aus als unmittelbar nach dem hagel, denn jetzt welkt alles dahin, was abgerissen wurde.

Donnerstag, 31. Mai 2018

gewitter mit hagel


 gestern abend gegen halb sieben zog ein gewitter über unserem ort auf - wenig blitz und donner, nicht viel regen, aber einen heftigen hagel hatte es im gepäck. die hagelschlossen waren in etwa so gross wie grosse haselnüsse. einzelne vielleicht auch grösser. nicht alle waren komplett durchgefroren, wir haben auch welche mit einem noch flüssigem kern gesehen. vom esszimmer aus konnten wir zuschauen, wie blumen und stauden, der holunder und die rosen vom heftigen hagelschauer zerfetzt wurden.


 eine etwa 15 zentimeter dicke hagelschicht sammelte sich in unserem leicht abschüssigen garagenhof und sorgte für eine kleine überschwemmung in der garage.


 heute morgen erwartete uns unter anderem ein nahezu entlaubter hopfen.


 auf dem hof inmitten der zerfetzten und vewehten blätter schmolzen nach mehr als 12 stunden die letzten eisreste.


während die rosen den hagel relativ gut überstanden haben, sehen die pfingstrosen und die hortensie wirklich nicht mehr schön aus. die gemüsebeete sind vollständig zu matsch geworden, die tomaten, die einigermassen geschützt an der ostseite des hauses stehen, blieben nahezu unversehrt. bei einigen gemüsesetzlingen habe ich hoffnung, dass sie neu austreiben werden...
ein wirtschaftlicher schaden ist uns nicht entstanden, wir sind sozusagen noch mit einem blauen auge davongekommen ... gespannt darf man sein, wie sehr es die felder unserer solawi biocò getroffen hat, ob wenigsten die noch nicht gepflanzten setzlinge in sicherheit gebracht werden konnten und ob die folientunnel alle heil geblieben sind. 

Mittwoch, 30. Mai 2018

12tel blick im mai

auch der mai war wieder so schnell vorbei - und es ist einiges gelaufen in der werkstatt. anfang mai waren die filzlehrgangsfrauen bei mir. sie haben ihr letztes modul bei mir absolviert und sich für zwei tage mit dem thema filz und spiel beschäftigt. spielen mit filz gehört da genauso dazu wie spielzeug aus filz. dann kam das festwochenende und ich habe zwei "besuchergruppen" die werkstatt zeigen dürfen. danach dann ein paar ruhige tage an denen ich die module des onlinekurses nachholen konnte. mittlerweile bin ich dabei, verschiedene elemente aus dem kurs in meine arbeit zu integrieren. ich sollte zwar eigentlich eine abschlussarbeit mit verschiedenen techniken anfertigen, bislang fehlt mir aber noch die inspiration. 


 dafür entstehen nun behälter mit aufgefilzten fundstücken.



und ganz am schluss des monats gab es noch unverhofft einen einzelkurs zum thema "geflochten und gefilzt" - im bild wartet der tisch auf die kursteilnehmerin.

jetzt im sommer verändert sich das licht über den tag sehr stark - das obere bild ist am späten nachmittag aufgenommen, das untere am morgen kurz vor neun.
und neu ist auch die aufschrift auf dem fenster  - die soll man vor allem vom anderen limmatufer lesen können. blöd nur, dass gerade jetzt der uferweg eigentlich wegen der baustelle fürs neue thermalbad gesperrt ist...

verlinkt beim 12tel-blick im mai bei evas blog verfuchst und zugenäht. 

Freitag, 25. Mai 2018

unser gemüse heute


drei salate, rüebli, kartoffeln, frühlingszwiebeln, die besser noch ein bisschen gewachsen wären, zwiebeln, das war's - nach vie jahren bioco wundert mich das nicht mehr, wo soll es auch herkommen, muss ja auch erst mal was wachsen!

Mittwoch, 23. Mai 2018

surface form and space

 mit einigen kleineren mustern neigt sich der onlinekurs "surface form and space" bei pam de groot seinem ende zu. auch das "gehirn" hab ich noch gefilzt, allerdings in grün und so ist es eher so eine art moos geworden. nix gegen innereien, aber wenn dann bitte auf dem teller!


von links nach rechts: warts (warzen), 2 mal pimples (pickel/noppen - bei den oberen habe ich abschnitte von einer mehrfarbigen filzschnur genommen), brain (gehirn) oder vielmehr moos!, und nochmal warts.


schier überwältigt bin ich von der vielfalt der hergestellten objekte. insgesamt erheben sich alle in irgendeiner form aus der fläche heraus und strukturieren sie - bis auf die eingefilzten steine.

die abschlussaufgabe des kurses sieht nun vor, einen "samplodicus" zu filzen - eine art beispieltier, als anregung dienen nacktkiemer, aber so recht hat mich die aufgabe noch nicht erfasst. anstattdessen denke ich darüber nach, wie ich einzelen elemente in meine arbeiten integrieren kann.

zuerst aber musste ich versuchen die steine, die mir wie ein fremdkörper erscheinen (ich liebe schubladen und die sind hier momentan einfach nicht so am rechten ort) in eine fläche einzufilzen.


schablone umhüllt, steine zuerst mit plastik, dann mit wolle umhüllt, zusammengesetzt und mit einer weiteren schicht wolle umhüllt, angefilzt, gerollt (es fällt mir immer noch schwer, so rasch mit dem rollen anzufangen, aber die ergebnisse sprechen für sich), schablone entnommen, weitergefilzt, plastikfolie um die steine entnommen, weitergefilzt (wobei sich lustigerweise die beiden einschnitte bei den steinen wieder geschlossen haben), kugelig geformt, und ganz zum schluss die steine freigeschnitten, die nun in einer art filzfassung festsitzen:


ging erstaunlich einfach - wenn ich das gewusst hätte, hätte ich gleich ein grösseres objekt versucht, mit mehr steinen. aber das kann ich ja dann morgen machen.

Montag, 21. Mai 2018

unser gemüse heute


so ganz habe ich mich noch nicht an die wöchentliche lieferung gewöhnt, darum das am freitag noch schnell vor der abreise fotografierte gemüse erst heute am pfingstmontag hier im blog.
es waren dabei: drei salate, ein wenig krautstiel, frühlingszwiebeln, fenchel mit viel fenchelgrün (welch überraschung, das hatte ich selbst dran gelassen) und kartoffeln. nachdem am donnerstag der bauer so gejammert hatte, dass er nix zu verteilen hätte, war ich sogar angenehm überrascht. naja, ich war ja auch übers wochenende weg, also steht das gesamte gemüse für montag bis donnerstag zum kochen zur verfügung und dafür wird es schon reichen.

Freitag, 18. Mai 2018

was schön war - diese woche.

am anfang der woche hatte ich eigentlich nur zwei grosse themen für die woche vorgesehen, nämlich den blog für die neue europäische datenschutzgrundverordnung fitzumachen (für die website macht das mein it-beauftragter, da muss ich nur ein dsgvo konformes anmeldeformular für den newsletter liefern) und die tomaten endlich in ihre töpfe zu setzen.
daneben hatte ich eine ganze reihe kleinerer baustellen, die ich endlich gerne zum abschluss bringen wollte, aber nichts wirklich dringendes. ausserdem im kalender eine geburtstagkaffeeeinladung, ein einsatz auf dem gemüsefeld und die impfung des katers.
und ich rechnete damit, das letzte modul des onlinefilzkurses bearbeiten zu können und eventuell sogar teile des vorletzten moduls nachzuholen, die in der woche zuvor den festvorbereitungen zum opfer gefallen waren.



nun, es kam natürlich anders als geplant. nachdem ich am montag ganz gut in sachen dsgvo und sonstigen organisationsdingen gestartet war und am nachmittag auch noch den platz für die tomatenkübel freigeräumt, sowie einige pflanzen im garten versorgt hatte, wurde am dienstag die tochter krank und lag für zwei tage mit halsweh und für einen auch mit fieber zu bett. also reduzierte ich mein programm auf das notwendige und um den filzpart. fiel mir auch garnicht schwer, denn das "brain", das man im letzten instruktionsabschnitt des onlinekurses filzen soll, finde ich sowieso eher ... naja, im besten fall unappetitlich. ich wüsste auch nicht, wo ich so was einsetzen soll, also müsste ich das höchstens ausprobiert haben, um zu wissen, dass ich es kann. grosszügig nehme ich jetzt mal an, dass ich könnte wenn ich wollte.

ich war also nicht gerade pausenlos zuhause, aber immerhin mehr als geplant und
- räumte den vorratsschrank auf (und weiss jetzt unter anderem, dass es demnächst ein erdbeertiramisu geben muss, damit die abgelaufenen löffelbisquits wegkommen),
- kaufte ein geburtstagsgeschenk äusserst lokal,
- stellte ein fotobuch von unserem fest zusammen,
- beschäftigte mich damit, welche daten eigentlich beim besuch meines blogs erhoben werden (installieren sie ghostery und lassen sie sich überraschen oder lesen sie die datenschutzerklärung),
- bestellte fotos für bedankungskärtchen (alle die hier mitlesen: es wird noch ein bisschen dauern, die geschenke waren aber wirklich toll!),
- setzte zwischen zwei regengüssen zwei kompostbehälter um und füllte die tomatenkübel,
- schloss datenverarbeitungsverträge ab,
- pflanzte die tomaten ein,
- war auf dem hof nicht wirklich hilfreich, weil es wegen regen wenig zu tun gab und freute mich einfach so am anblick der vielen, vielen setzlinge,



- organisierte impftermine und organisierte sie wieder um,
- bügelte wäsche weg,
- schaute mit der tochter "eine reihe betrüblicher ereignisse",
- erwog die wahl eines neuen newsletterdienstes, weil mit dem alten, in den usa ansässigen die umsetzung der dsgvo mühsam ist,
- hörte von der tochter das wort "winkelhalbierende",
- machte mit kai am abend einen spaziergang zur werkstatt um die blumen zu giessen.
 
jeden abend hatte ich zwar das gefühl nicht wirklich was geschafft zu haben, aber war trotzdem zum umfallen müde.
mittlerweile ist die tochter wieder gesund, der kater geimpft und ich bereit zum start ins wochenende!


und was ist das? süsskartoffeln! hätten sie es gewusst? also ich nicht, aber glücklicherweise hatten die setzlinge schildchen. man darf also gespannt sein, was da in den körben landet!

Montag, 14. Mai 2018

12 von 12 im mai 18

nein, nein, ich hab das 12 von 12 am samstag nicht vergessen. aber anstatt mich damit zu beschäftigen, wie ich 12 bilder zusammenbekomme, musste ich aus 230 fotos aussuchen...
ursprünglich dachte ich ja, dass es ein glücksfall sei, dass wir den termin für unser grosses geburtstagsfest auf den 12. gelegt hatten - das war es auch, aber halt nicht für das 12 von 12. denn ich hatte natürlich überhaupt keine zeit, meine 12 fotos zu posten - gemacht habe ich auch nicht alle selbst. und dann lag der fokus beim fotografieren logischerweise vor allem auf den gästen, vielen gästen, die ich jetzt nicht einzeln fragen wollte, ob sie gerne mal bei mir im blog auftauchen wollen. also hab ich zuerst ein bisschen gehadert, dann den tag mit der dsgvo und den notwendigen veränderungen im blog verbracht, dann ein bisschen im garten herumgeräumt und dann eine idee gehabt, wie ich ihnen hier im blog zeigen kann, was für ein schönes fest wir am samstag hatten.



los ging es schon in der woche vor dem fest mit dem herstellen einer grossen schachtel riesenkonfetti für die tischdekoration (naja, eigentlich ging die organisation schon viel früher los, aber ab den konfettis war endspurt).

 und mit dem backen eines grossen stapels grissini. wir witzelten noch so, dass es die immer dann geben solle, wenn es sonst nichts zu essen geben würde, also... nie. am ende waren ein paar krümel übrig, nicht mehr.

 

die ersten gäste reisten bereits am donnerstag an und wurden zum helfen angestellt, hier macht kais tante die blumendeko aus wiesenblumen und blühenden sträuchern, die vorher kais onkel und der grosse sohn gesammelt hatten. 

die vorparty war schon ziemlich gut, das wetter, das uns am donnerstag eine dringend nötige dusche für den garten spendiert hatte, lief auch allmählich zu festlaune auf, so dass wir noch lange draussen sitzen konnten. 

 

für alle frühaufsteher gab es am samstagmorgen noch ein karges frühstück bei uns zuhause. 


parallel bin ich mit dem grossen sohn voraus in unsere festlokation gefahren und habe die tisch- und raumdeko verteilt. 
danach wurde es nochmal kurz spannend, denn ein paar der eigens schon am vortag angereisten gäste fanden das lokal nicht hatten beim frühstück im hotel die zeit vergessen. 


 aber irgendwann waren dann alle da und es konnte losgehen mit dem brunch.


 musikeinlage mit der tochter am saxophon, kai an der gitarre und dem befreundeten percussionisten (hinter der säule).


 unseren gästen hatten wir bei beginn des frühstücks die aufgabe gestellt, auf kleinen zetteln den ort oder die gelegenheit zu schreiben, an dem sie uns zum ersten mal gesehen oder gesprochen hatten. hier sind wir gerade dabei zu erraten, wer welchen zettel geschrieben hat. ich schäme mich ein bisschen, dass ich fast immer daneben lag, aber ich schiebe es auf die aufregung.


 anschliessend konnten sich unsere gäste noch ein andenken an die party drucken - das logo unserer einladung mit siebdruck auf eine stofftasche. 
wir beendeten den brunch und zügelten nahezu die ganze festgesellschaft in unseren garten zum weiterfeiern.


mit  kuchen vom buffet und kaffee oder prosecco und aperogebäck verteilten sich die gäste rund ums haus. 

 

zum abendessen warfen wir den grill an, servierten zwei grosse schüsseln salat und brot und die allmählich kleiner werdende gästeschar suchte sich ein plätzchen am feuer oder zumindest unter der lichterkette. 


als wir spät am abend gerade nach drinnen umgezogen waren, ging es draussen los mit ein bisschen donner und wenig regen. 
die vielen schönen geschenke, die wir bekommen haben, haben wir dann erst am sonntag so richtig anschauen können. das schönste geschenk war aber das gelungene fest und die vielen gäste, denen es so gut gefallen hat!