Samstag, 24. Juli 2021

23. juli 2021 - letzter arbeitstag

noch mal freitag: haus geputzt, dinge erledigt, offene werkstatt. 

höhepunkt des vormittags: ich habe für den einzigen freien tag, den die tochter im september ausserhalb der wochenenden hat, einen termin auf der deutschen botschaft bekommen. ausnahmsweise passierte das nicht sonntagsmorgens um halb sechs, sondern mitten am vormittag, nach dem x-ten mal neuladen der buchungsseite, aber halt in den ferien, was nicht ganz unwichtig gewesen sein dürfte. die terminvergabepraxis der passstelle ist für alle, die nicht einfach mal zwischendrin frei nehmen können ein katastrophe, aber das wissen wir ja längst. ich frage mich nur, was die machen, die keinen zugang zum internet haben? 

 

wir haben jetzt auf diesem weg zusätzlich erfahren, dass wir bei den kommenden bundestagswahlen  mitwählen dürfen. ich nutzte die mittagspause dann dafür, die wahlunterlagen auszufüllen, nachdem ich herausgefunden hatte, welches wahlamt für uns zuständig ist. ich bin mir ziemlich sicher, dass wir bei der letzten bundestagswahl nicht wählen konnten, weil die zeit, die wir im ausland lebten, schon zu lange war, aber da scheint sich wieder etwas verändert zu haben. oder war das die europawahl? auf jeden fall müssen wir uns aber vor der wahl ins wahlregister eintragen lassen, und zwar dort, wo wir zuletzt in deutschland gemeldet waren und das habe ich jetzt getan (muss nur noch abgeschickt werden). 

am nachmittag war endlich mal wieder was los in der offenen werkstatt - mutter und tochter hatten sich zum gemeinsamen filzen angemeldet. es sind ein etui für eine bambusflöte und ein kleiner sorgenfresser entstanden.


es gibt jetzt noch eine klitzekleine liste, was alles erledigt werden muss, bevor kai und ich verreisen können, aber hei: ferien! zum ferienstart (die tochter hatte auch schon den freitag frei und war mit der freundin unterwegs) gab es schnitzel und salat und weil es so schön warm war, schwamm ich anschliessend sogar noch eine runde im bädle.

Freitag, 23. Juli 2021

22. Juli 2021 - hbd

 nachdem sich alle haushaltstermine auf den donnerstagmorgen ballten, hatte ich beschlossen, zunächst einmal von zuhause aus zu arbeiten - wobei es dann nicht so geballt kam, wie gedacht. 

die am dienstag nicht geleerten grüntonnen, waren wir angewiesen worden an die grosse strasse zu bringen - im laufe des tages stellte sich heraus, dass sie auch an ihrem angestammten platz geleert worden wären, wir waren nur nicht informiert worden, dass die leerung wegen der baustelle verschoben worden war. dafür gab es über den tag ein littering-problem zu lösen, weil jemand versucht hatte, die tonnen zum ablegen von müll zu benutzen, und das wohl nicht zum ersten mal. eventuell  haben wir jetzt in der nachbarschaft einen stein im brett, weil kai sich der sache angenommen hat und die gemeinde den müll weggebracht hat. die geplante lieferung von heizöl haben wir zusammen mit dem fahrer verschoben, da morgens noch baustelle war und der tankwagen nicht zufahren konnte. später am tag stellten wir dann im zuge der grünguttonnensache fest, dass die strasse nicht mehr gesperrt gewesen wäre, aber ab wann? ein weiterer gärtner besuchte uns, es passiert also irgendetwas in sachen zaun. 

das alles war aber bis zehn uhr so weit durch, dass ich doch noch in die werkstatt radeln konnte um die fotos zu machen, die ich noch für das skript für das dritte basismodul des filzbaukastens brauchte. die hatte ich aber auch bis zum mittagessen fertig und konnte sie danach in das dokument einfügen und diese arbeit damit abschliessen. das dauerte mehr oder weniger den ganzen nachmittag, so dass es gerade noch für eine schwimmrunde reichte, bevor der grosse sohn sich meldete, dass sie doch schon eine ganze weile früher am vereinbarten platz sein würden, wo seine geburtstagsfeier geplant war. 

die tochter und ich trafen als erste gäste ein, dann kam kai und einige zeit später der mittlere sohn mit freundin und noch ein befreundetes paar, die auch schon im vergangenen jahr mitgefeiert hatten.

es gab spaghetti mit veganer bolognese-sauce und wir durften auch mal ein bisschen van-life miterleben.

wir tauschten urlaubspläne aus, es wurde sogar gesungen und natürlich geschenke ausgepackt und dann sassen wir bis es richtig dunkel war und wir uns den heimweg mühsam mit dem velolicht erleuchten mussten. ein schöner abend - in diesem jahr einfach ein seltenes vergnügen, abends lange draussen sitzen zu können.


Donnerstag, 22. Juli 2021

21. juli 2021 - erste sommerpost und vorfreude aufs verreisen

 eigentlich hätte ich mich heute ganztags mit der kollegin vom filzbaukasten getroffen - weil endlich honig geschleudert werden kann, haben wir den termin verschoben, was nicht schlimm ist, weil wir wirklich noch zeit haben, die dinge zu besprechen, die wir besprechen wollen.

aber da der tag nicht in meinem wochenplan vorkam, war er sozusagen ein übriger tag und ich konnte damit tun, was ich wollte. ich wollte dinge erledigen und fuhr dafür nach deutschland. zuerst auf den markt, wo ich die allerletzten sauerkirschen ergatterte, dann ersetzte ich kleidung, die auf ersatz wartete, weiter ging es in den baumarkt, um filzzubehör zu kaufen und abschliessend noch zum drogeriemarkt und zum lebensmittelsupermarkt. am ende kaufte ich bis auf einen senf im sonderangebot nichts, was nicht auf der liste stand. und erledigte auch noch das aufgeben der sommerpost.

zum mittagessen war ich wieder zuhause, bereitete noch kurz sauerkirschen und himbeeren zum einkochen vor und telefonierte mit meiner mutter. 

die allererste sommerpost wartete schon zuhause auf mich: 

sie kommt von simone, und sie verrät die entstehungsgeschichte des papiers, das sie"sommertee" genannt hat, in einem begleitbrief.  die papiere sind aus birkenzellulose und pulp-rohmassebögen entstanden und alle sehr weich und in extrem zarten farben aus lebensmittelfarbe gehalten.


in die papiere eingeschöpft sind kräuter wie lavendel und minze, am besten hat das mit klein geriebenen kamillenblüten funktioniert (das gelbliche papier in der mitte). simone hat die rezepte für die papiere beigelegt. von den beigegebenen ätherischen ölen war leider nichts mehr zu riechen, als der umschlag hier ankam. 


der minzebogen enthält so eine art wasserzeichen - ob hier einmal blätter aufgelegt waren, die sich später gelöst haben? 

jedenfalls ein spannender auftakt, mir ein bisschen fremd, da ich ja mehr dem team "resteverwertung" angehöre, aber so lernt der mensch neues kennen. ich hätte gedacht, dass das papier aus gekauftem material irgendwie mehr wie das gekaufte papier aussehen müsse, tut es aber offensichtlich nicht unbedingt. 

den restlichen nachmittag vertrödelte ich schlussendlich im garten, irgendwo muss ja immer was abgeschnitten und umgetopft werden, damit es wieder schön ist. oder noch schöner. ich schwamm ein weilchen, dann machte kai feierabend und wir sassen am bädle, später ging ich ins haus, um auf die abholung eines möbels zu warten, aber heute wurden wir ohne ansage versetzt. 

immerhin nutzte ich die zeit dazu, ein bisschen über unser reiseziel für die kommende woche zu recherchieren. wir wollen in die franche-comtè fahren und dort die flüsse doubs und loue verfolgen, mit dem auto, aufs geratewohl und ohne reservierte unterkünfte und hoffen, dass die gegend genug untouristisch ist, dass das auch klappt. zu sehen gibt es jedenfalls genug und jetzt freue ich mich sehr auf die tage unterwegs. wir werden höchstvermutlich auch endlich mal unser impfzertifikat brauchen, denn frankreich hat just heute verschärfungen der covid-regeln ausgerufen. 

zum abendessen gab es ganz hervorragende quinoa-zucchini-plätzchen und dazu einen salat - die tochter bekam ganz viel lob für die zubereitung und wir mussten uns schon sehr zurückhalten, dass sie noch eine portion zum mitnehmen für morgen hatte. 

spät dann noch die nachricht, dass das geschenk für den morgigen geburtstag doch noch rechtzeitig ankommen wird, grosse freude!

Mittwoch, 21. Juli 2021

20. juli 2021 - sommertag

ein sommertag! die temperatuten am morgen noch angenehm, so dass ich auf dem weg in die werkstatt gefröstelt habe, weil ich nur ein t-shirt anhatte. in der werkstatt stellte ich schnell fest, dass ich heute gar nicht so viel zu tun habe, beziehungsweise alle anstehende arbeit am bildschirm erledigt werden muss. also nur kurz ein video aufgenommen, wegen einer noch zu konkretisierenden bestellung, dann gleich weiter zum einkaufen. im supermarkt musste ich mir mehrmals bewusst machen, dass mit dem abschluss des einkaufs nicht bereits den vormittag abhaken können würde, dafür kaufte ich mir dann noch ein gipfeli für ein zweites frühstück, weil mir für das erste frühstück zwei entscheidende komponenten gefehlt hatten. 

zuhause also zweites frühstück, dann verschiedenes erledigt, aber nicht das, was ich eigentlich machen wollte. bis kai kurz nach dem mittag nach hause kam, sass ich immerhin schon mal vor dem compi. was ich dann allerdings wieder unterbrach, weil wir zusammen kaffee tranken. irgendwie wurde im laufe des nachmittags aber alles notwendige fertig, so dass ich das gemüse und unterwegs noch etwas aus der werkstatt holen konnte. beim gemüseabholen traf ich zwei genossinnen und wir plauderten ein bisschen, vor allem über ausbildung in zeiten von corona. fazit: teilweise schwierig, aber für die auszubildenden bisher durchaus machbar. und sie sind alles mit dem gewählten beruf zufrieden. 

beim heimkommen bemerkte ich, dass unsere grüntonne nicht geleert worden war, wenn es nur um unsere ginge, würde ich sie jetzt einfach wieder ans haus stellen und in der nächsten woche einen zweiten versuch machen. leider ist aber auch die riesige tonne der nachbarn betroffen und die kommen diese woche nach hause und da wollte ich ihnen eigentlich keinen halben baum in der tonne hinterlassen. ich vermute die anhaltende strassensperrung durch baustelle als ursache, aber würde trotzdem gerne das problem an das örtliche entsorgungsunternehmen delegieren. morgen früh dann halt. 

wir sassen dann ein bisschen am bädle und tranken ein glas wein, ich machte wieder ein runde zu den tomaten und da sieht es nicht besser aus als gestern. ich kündigte der tochter vorsichtshalber schon mal an, dass sie sich eventuell während unserer ferien nicht um die tomaten kümmern werden müsse, sie war aber keineswegs von dieser aussicht begeistert. der einzige vorteil von toten tomaten ist also auch keiner. bis zum abendessen bügelte ich, dann gab es foccacia und tomate-mozzarella (von gekauften tomaten). 

als alles gebügelt und verräumt war bin ich dann noch eine runde geschwommen. als ich auf die uhr schaute, wunderte ich mich: kurz vor neun, aber das wasser in der solardusche immer noch warm genug!

Dienstag, 20. Juli 2021

19. juli 2021 - planänderungen

die letzte woche vor ferien entwickelt sich hier etwas überraschend: während mehrere verabredungen, die ich getroffen hatte, sich aus diversen nachvollziehbaren gründen gerade zerschlagen, hat sich noch einmal ein landschaftsgärtner wegen des zaunes und eine öllieferung angekündigt. 

für den montag gab es allerdings noch keine entspannung und vor allem auch keine planänderungen. 

die muster für das kommende filzmodul sind jetzt komplett und ich habe eine kleine auftragsarbeit angefertigt, zuhause gab es wieder haushaltsdinge und vor dem grüntonnendienstag auch noch gartenarbeit zu tun. sagen wir es so: dass die nachbarn uns ihre grüntonne während ihrer abwesenheit überlassen haben war nett, aber halt auch ein gewisser ansporn, mehr zu machen als sonst in einer woche. 

drei tomatenstöcke habe ich entsorgt - ich denke, ich schrieb schon davon - die tomaten, die nicht unter dem dach stehen, haben als erstes damit begonnen, schwarze stellen zu bekommen und zu welken. dabei hatte das tomatenjahr so vielversprechend begonnen und es hat (hatte) schon überall früchte. ob die restlichen stauden gerettet werden können, weiss ich noch nicht. nicht einmal, ob es sinnvoll ist, das verwelkte laub und die braun werdenden früchte zu entfernen, bevor sie komplett abgetrocknet sind. ich schwanke zwischen alles ausreissen (wird eh nichts mehr, dann muss ich wenigstens nicht dem sterben der pflanzen zusehen) und abwarten, was passiert (vielleicht berappeln sich die pflanzen ja noch, oben sind sie immerhin noch schön grün und blühen, aber die fruchtansätze knicken alle ab und scheinen abzusterben. ein elend. naja. der dauerregen und das hochwasser haben schon noch wesentlich schlimmeres hervorgebracht, wer wird denn hier wegen ein paar tomatenpflanzen jammern!) 

zum abendessen quarkkeulchen und aprikosenkompott, eine familiensitzung, in der wir letztendlich nur kochtermine verteilt haben und dann noch mixed media. alle wirken ein wenig müde, ich habe mit nur einer farbe und einem pinsel gearbeitet, dafür in verschiedenen skizzenbüchern/sammlungen. 



Montag, 19. Juli 2021

17. und 18. juli 2021 - wochenende

ferienbeginn im kanton zürich, dazu die aktuell immer noch angespannte hochwasserlage liessen uns für das wochenende keine grossen pläne machen. immerhin war das wetter schön, bis auf die nacht zum sonntag, in dem der es dann doch noch einmal regnete, blieb es das ganze wochenende über trocken. 

am samstag hatte ich mir zeit für die sommerpost ausbedungen, da kann ich ihnen natürlich noch nicht wirklich etwa zeigen... 


das muss ihnen also vorerst genügen. demnächst dann mehr, denn die post muss bald auf die post und dann wird sie ja auch bald ankommen und dann kann ich ihnen auch hier zeigen, was es für post geworden ist. 

nach der sommerpost machten wir eine spaziergang - die lockdownrunde, wie wir uns zu sagen angewöhnt haben. es war warm und dämpfig, das ganze wasser muss ja jetzt auch wieder irgendwo hin verdunsten. unterwegs haben wir einige schmetterlinge im wald, aber auch auf den feldern und eine grosse scheunenhochzeit gesehen. wieder zu hause warfen wir uns mehr oder weniger sofort ins bädle, das momentan nicht richtig angenehme temperiert ist, aber: abkühlung! später kochte ich gerstotto, weil kein risottoreis mehr im haus war. auch die beste vorrätebewirtschaftung ist halt nur so gut, wie die personen, die vergessen, fehlende artikel auf die tafel zu schreiben. 


für den sonntag hatten wir dann wenigstens schon am samstag pläne: ich hatte züri z`fuess entdeckt, ein angebot der stadt zürich, die fast dreissig stadtspaziergänge durch fast alle stadtteile auf plänen und mit erläuterungen anbietet. wir suchten uns schwamendingen aus, dazu passend recherchierte ich noch nach einem cafè auf der strecke. das auto stellten wir dort ab, wo kais arbeitsgeberin gerade ganz gross baut - ich erkannte die baustelle vom video wieder! und wanderten für drei stunden durch einen uns bis dahin teilweise unbekannten stadtteil. viele, viele wohnungen, aber dazwischen, weil als gartenstadt geplant und gebaut, auch viel grün. uns fiel vor allem die grosse anzahl an schulen auf, die teilweise sehr grosszügige grünflächen haben. aber auch eine autobahnbaustelle mitten in der stadt und eine kehrichtverbrennungsanlage und ein heizkraftwerk, dazu kleingärten und alte bauernhöfe... 


 zuhause dann wieder das gleiche prozedere wie am samstag, später noch telefonat mit der filzkollegin und abendessen mit dem mittleren sohn als gast.


Samstag, 17. Juli 2021

16. juli 2021 - ratter, ratter, ratter

 ganz normaler freitag, also vormittags haushalt und nachmittags offene werkstatt. wieder hat niemand den weg zu mir gefunden, momentan gibt es aber auch kaum spaziergängerinnen, da der uferweg nach dem oederlin-areal komplett überflutet ist. 

was den tag ausgemacht hat, waren die zwischenzeiten: zur werkstatt bin ich einen umweg gefahren und habe ein programm für das kurtheater in der touristeninformation abgeholt. um vier kam kai in die werkstatt (die ich bis dahin ordentlichst aufgeräumt hatte) und holte mich zum kaffeetrinken und limmatschneggen essen ab. die schneckennudeln waren leider schon ausverkauft, dafür bekamen wir bei besonders gut eine art probierteller mit verschiedenen gebackenen süssigkeiten. die assen wir dann draussen in der sonne am bistrotisch. endlich gibt es im oederlin-areal ein bisschen gastronomie! 

weil ich nicht mehr mit besucherinnen rechnete, machte ich dann auch um fünf die werkstatttüre zu und fuhr mit kai nach hause. die zeit bis zum abendessen nutzte ich für gartenarbeit (ich schnitt den kirschlorbeer vor dem wohnzimmer), kai briet fisch und machte pommes und salat dazu. gleich nach dem abendessen machten wir uns daran und suchten fünf vorstellungen für ein wahlabonnement im kurtheater aus und bestellten das gleich, dabei entdeckte ich den newsletter von lisa klakulak im postfach und trug mich gleich noch für ihren online-kurs ein. puuh, genug geld ausgegeben für heute. aber das wird alles sehr, sehr spannend werden und uns herbst und winter verschönern. zeitgleich stellten wir nämlich fest, dass wir die geplante englandreise wahrscheinlich doch noch ein weiteres mal verschieben werden müssen. vielleicht ist das aber auch ganz gut so.

Freitag, 16. Juli 2021

15. juli 2021 - baden im glück

dass es den ganzen tag über regnet hat nun ja auch ein wenig seinen neuigkeitswert verloren, es war aber mehr oder weniger wieder so. kleidungstechnisch habe ich jetzt eine lösung gefunden: ich benutze parallel mehrere hosen. wenn ich nach hause komme, gehe ich direkt mit der vom radfahren nassen hose in den keller. dort wechsle ich in das hosenpaar, das dort bereits getrocknet hängt. eventuell müsste ich ein drittes paar in umlauf bringen, da ich in der werkstatt noch keine wechselklamotten liegen habe. bisher hatte ich aber morgens meistens glück und kam einigermassen trocken an. 

da ich heute am späteren vormittag mit allem fertig war, was ich mir für den tag vorgenommen hatte, hatte ich ein bisschen zeit für katastrophentourismus:


zuerst wagte ich mal eine blick über die balkonbrüstung vor der werkstatt. im mühlkanal staut sich ordentlich wasser. 

stühle und tische von der kleinen limmatinsel sind evakuiert und ein bisschen weiter oben gestapelt, viel fehlt auch nicht mehr, dass vom streichwehr nichts mehr zu sehen ist.

ein bisschen weiter oben versuchen die ennetbadener ihre limmatpromenade zu schützen. 

ich radelte dann im strömenden regen noch zum bücherschrank und machte fette beute - lustigerweise den dostojewski, nach dem mich kai am tag zuvor gefragt hatte, fand ich auf einem der regale. zuhause dann klamottenwechsel,  mittagessen, pause. 

später noch ein wenig arbeit am skript für das kommende filzmodul, bis kai nach hause kam und wir über den abend im freilichtkino zu beraten begannen. halbstündlich konsultierten wir die wetterapp, halbstündlich änderte auch wieder die prognose, wir strichen das abendessen auf dem parkhausdach vor dem film, packten schliesslich sitzfilze, regenponcho und wolldecke ein und fuhren mit dem auto ins parkhaus, auf dessen dach das freiluftkino installiert ist. 

wir trafen den sohn samt freunden und freundin (gelegenheit zum diplom zu gratulieren!) und setzten uns auf unsere glücklicherweise überdachten sitzplätze, denn wenige minuten nachdem werbung und vorfilm gestartet waren, sah es so aus: 

bis es so richtig mit dem dänischen film "drunk" losging, hatte der regen dann aber schon wieder ein bisschen nachgelassen. das grüppchen im bild hat standhaft durchgehalten, viele andere sitzplätze im regen blieben leer, die zuschauer waren entweder unter das dach geflüchtet oder gleich nach hause gegangen. 

der film kippte von komödie zu tragödie zu kitsch, in dänisch mit deutschen und französischen untertiteln. dänisch ist einfach keine schöne sprache. das thema auch eher mässig witzig, vier lehrer wollen gelesen haben, dass der mensch mit einem halben promille alkohol besser funktioniert als ohne und starten einen feldversuch um diese these zu verifizieren. der scheint, zumindest aus ihrer perspektive, zunächst zu gelingen. dann kommt die erwartete wende ins desaster, von dort aus dann die läuterung, mit viel schmalz, einer stirbt, aber sonst hat das vorangegangene wenig konsequenzen. ein komplett sinnfreies drehbuch, wir uns beim verlassen des kinos auffiel, aber immerhin streckenweise witzig und insgesamt unterhaltsam. 

dank auto im parkhaus waren wir kurz nach mitternacht zuhause. 

fürs protokoll: anders als im letzten jahr keine maskenpflicht für die gäste, aber alle (ehrenamtlichen) mitarbeiterinnen trugen maske, wenn sie eine funktion innehatten.



Donnerstag, 15. Juli 2021

14. juli 2021 - laune im keller

der regen hat heute grösstenteils eine pause gemacht. eigentlich war das gut so, aber leider hatte ich dadurch auch die gelegenheit durch den garten zu gehen und zu entdecken, dass die tomaten, zumindest die, die nicht unter dem dach stehen, zu faulen anfangen. 

am nachmittag unterdrückte ich den impuls, die regenpause zum rasenmähen zu nutzen und schwamm anstattdessen lieber eine weile. die neue solardusche ist besser als die alte, sogar fast ohne sonne war das wasser zum duschen immerhin lauwarm. 

der vermieter hat auf unsere charmeoffensive geantwortet, sagen wir es mal so: in den diplomatischen dienst zu gehen würde ich ihm nicht raten. 

wenigstens ging es in der werkstatt voran und das zimmer der tochter nimmt gestalt an. 

die fernsehnachrichten sind auch nicht geeignet, die stimmung zu heben. eigentlich wollten wir am wochenende eine tageskarte für die sbb "aufbrauchen", die nicht mehr lange gilt, aber ausser katastrophentourismus wird auch samstag oder sonntag noch nicht viel gehen im geltungsbereich des tickets (wo überhaupt in europa regnet es nicht?). unsere urlaubspläne sehe ich auch schon ein bisschen davonschwimmen (haha, was für ein wortspiel), aber vielleicht ist das auch zu viel geunkt. anstattdessen sollte ich vielleicht lieber versuchen mich zu freuen, dass wir für morgen karten fürs freilichtkino haben...

Mittwoch, 14. Juli 2021

13. juli 2021 - regen, regen, regen

es regnet, regnet, regnet. in der nacht hat ein gewitter mit hagelsturm in der stadt zürich gewütet, bäumen entwurzelt und scheiben eingedrückt. bei uns schüttet es glücklicherweise einfach nur. 

den hinweg in die werkstatt bewerkstellige ich in einer regenpause, kaum bin ich dort, fängt es wieder an zu giessen. vor meiner werkstatt steht das wasser einige zentimeter hoch auf dem balkon. ich arbeite weiter an meinen proben, unfreiwillig länger als geplant, denn ich hoffe auf ein nachlassen des regens für die rückfahrt. zwischendurch meldet sich kai, er bleibt ebenfalls länger bei der arbeit, wegen hochwassergefahr. 

um halb eins überwiegt der hunger und ich fahre im strömenden regen nach hause. mittagessen aus aufgewärmten nudeln, pause, dann haushaltsdinge und kontrolle der langsam im keller trocknenden geschöpften papiere vom vortag. da sollte genug gutes dabei sein, um noch vor unserem urlaub die postkunstbriefe an meine gruppe zu verschicken. zum experimentieren fehlt mir die zeit, aber vor allem genügend trockene tage um die nasse und schmutzintensive arbeit draussen zu erledigen. schade eigentlich, vielleicht komme ich ja am wochenende noch ein bisschen dazu. 

ich hole die tochter von der arbeit ab und wir fahren zu ikea. sie hat sich regale ausgesucht, die neumöblierung ihres zimmers ist unser geschenk zur firmung an sie. vielleicht hätten wir die regale in der ausstellung in einer zimmerinszenierung suchen sollen, in der regalabteilung machen sie irgendwie einen komischen eindruck. zu den regalen suchen wir noch einen passenden tisch und auf mein intervenieren hin auch einen stuhl aus. bisher besteht die einrichtung der tochter aus resten einer kinderzimmereinrichtung für ihr viel kleineres zimmer im alten haus plus abgelegten regalen und stuhl von den söhnen. wir verlassen das möbelgeschäft also mit zwei regalen, plus laptoptisch und bürostuhl, alles zusammenpassend (sonst nur noch stoff für eine hose für kai und zwei packungen servietten).

unterwegs überlege ich mit der tochter gemeinsam das weitere vorgehen in ihrem zimmer. wir holen unser gemüse aus dem depot. die möbelpakete lagern wir in der garage zwischen, die tochter beginnt aber umgehend mit ab- und aufbau. ich verräume das gemüse nebst obligatorischer schnecke aus dem salat und ärgere mich ein bisschen, dass in der tasche wasser steht und darin bohnen, kartoffeln und tomaten herumschwimmen. dann bügle ich, denn kai ist doch schon zuhause und macht pizza, also muss ich nicht kochen. die tochter flucht über dem zusammenbau des neuen regals, es gibt pizza, ich bügle weiter, kai macht aperogebäck und später die küche, die tochter vermeldet den erfolgreichen zusammenbau des ersten regals. 

die gemüsegenossenschaft informiert, dass es am freitag kein gemüse geben wird. die böden sind mehr als nass, das wasser steht auf dem feld und es kann nicht geerntet werden. 

symbolbild stimmung im dauerregen

Dienstag, 13. Juli 2021

12. juli 2021 - 12 von 12 im juli

 als einziger tag der woche, der einigermassen sicher regenfrei vorausgesagt war, wurde der montag von mir ordentlich mit aktivitäten vollgepackt. dazu kam dann noch unangesagt unangenehmes, aber sehen sie selbst auf zwölf bildern vom tag

frühstück mit müesli, kaffee und planung - ja, ich führe seit einiger zeit wieder ein fast völlig schmuckloses bullet-journal, auch mit nur sehr rudimentären elementen, aber ich habe den überblick! 


darauf habe ich mich gefreut: jetzt geht es los mit müsterchen und überlegungen für das dritte basismodul des filzbaukastens.
schön, gell?
zwei stunden und drei proben später...und ich hab noch so viele ideen, hoffentlich reicht die zeit für alles.
beim mittagessen entdeckt: der storchenschnabel, den ich geschenkt bekommen habe, blüht! (eigentlich trägt er schon früchte und das ist auch sehr ok so, denn er wird sich irgendwo in den garten integrieren, aber jetzt kam noch eine blüte, so quasi als hinweis, wo er hinpassen könnte.)

kaffee und planänderung: für den nachmittag ist ein landschaftsgärtner angekündigt, für einen kostenvoranschlag für einen zaun. schön, dass wir auf diese weise erfahren, dass es weitergeht auf der grenze zum nachbargrundstück.

solange ich auf den gärtner warte, bereite ich schon mal meine sachen für das papierschöpfen vor.

und mixe die eingelegten grünen eierkartons.

die ersten schöpfungen entstehen nachdem ich mich gründlich geärgert habe: die pläne unseres vermieters für die grunstücksgrenze sind eher verwirrend und weniger in unserem sinne. aber was weiss man schon, wenn alles nur indirekt kommuniziert wird. wir versuchen es jetzt mal mit ausführlicher freundlichkeit, vielleicht führt ja das zu einer wiederaufnahme des dialogs, den nebenbei gesagt, nicht wir abgebrochen haben.

jetzt habe ich wenig lust auf diese arbeiten - sie müssen aber trotzdem getan werden. der bauernjasmin, den schnee und sturm bereits mehrmals zu boden gedrückt haben, hat jetzt eine vernünftige höhe und kann wieder ausschlagen. fünf meter sind halt doch ein wenig hoch für einen blühenden strauch. wer den wohl zuletzt geschnitten hat?

zum abendessen gibt es schnelle küche: die tochter hat den salat vorbereitet, so konnte ich noch schnell duschen, bevor ich die maultaschen in die pfanne geworfen habe.

denn um halb acht ist mixed media und da ich letzte woche schon gefehlt habe, will ich diesmal unbedingt wieder dabei sein. allerdings habe ich mich heute auf collage verlegt.
später dann noch ein wenig sofa und ein glas wein, das war ein langer und anstrengender tag.



Montag, 12. Juli 2021

10. und 11. juli 2021 - sommerwochenende

ein wochenende, das alles drin hatte, was ein sommerwochenende so braucht: sonne, garten, einen ausflug und einen besuch bei freunden, ein richtiges gewitter in der nacht und am morgen trotzdem sonnenschein für das frühstück im garten! 

natürlich war da noch viel mehr und selbstverständlich kann ein sommerwochenende auch ganz anders aussehen, aber ich halte das vergangene wochenende schon für ziemlich gelungen. 

auf der plusseite stehen eindeutig auch noch die rettung der steinpflanzenpyramide, bei der wir eine zerbrochene schale einfach durch eine steinplatte ersetzt haben, so  dass sie wieder schön und gerade ihre töpfe mit verschiedenen wurzen in die sonne halten kann. und die neue gartendusche, die mit verhältnismässig wenig aufwand am sonntag ihren platz im garten gefunden hat, so dass wir jetzt wieder mit deutlich geringerem wasserverlust duschen können. dazu haben wieder ein paar pflanzen einen neuen platz bekommen und einige einen neuen grösseren topf, ich habe gejätet und verblühte rosen abgeschnitten und überhaupt wächst und gedeiht dank des vielen regens alles ganz wunderbar. 

wichtig war aber auch der ausflug, immer nur im garten sitzen (oder herumwerkeln) ist auf die dauer ja auch nicht so inspirierend. 

und die aktuelle ausstellung im kunsthaus in glarus war dazu geeignet, über den tellerrand zu schauen. zu sehen ist im restaurierten gebäude aus den fünfziger jahren, das einen ganz eigenen charme hat, zur zeit die retrospektive der amerikanischen installationskünstlerin jade kuriki olivo. in etwas mehr als zehn jahren hat sich ihr leben komplett umgekrempelt, am sichtbarsten die verwandlung vom mann zur frau. die ausstellung unter dem titel "puppies puppies" ist dann auch eine achterbahnfahrt durch schicksalsschläge, selbst erlebte und in der familiengeschichte verwurzelte diskriminierung und wirkt doch merkwürdig leicht, obwohl tod, verletzungen und krankheit in den bildern dominieren. jade spielt mit dem gebäude und bespielt nicht nur die klassischen bildersääle, sondern auch sonst verborgene nebenräume. eine ausstellung zum entdecken, die ich ausdrücklich empfehlen möchte. nehmen sie sich zeit, im untergeschoss läuft zusätzlich ein spielfilm, der ziemlich sicher auch sehenswert ist.

zuerst die architektur.

auch die spielt hier schon mit licht und schatten.

dann die ausstellung: wenn sie schon in ein museum pilgern, das mit grünem wasser geflutet wurde, warum dann nicht auch in eines, das mit gras ausgelegt wurde?

abfluhallenatmosphäre mit bedrückender botschaft.

die toilette ist nicht der verborgene raum, den es zu entdecken gibt. aber die geschlechter spielen keine rolle mehr.

und molche im kunsthaus! wo gibt es denn das? 

den rest entdecken sie am besten wirklich selbst, die ausstellung im kunsthaus glarus läuft noch bis zum 22. august. am ende gibt es eine finissage und wenn sie den newsletter abonnieren, erfahren sie auch davon, ob es noch weitere veranstaltungen geben wird, es ist ja momentan alles ein bisschen kurzfristig. 

wir hatten zusätzlich das glück, während und nach dem ausstellungsbesuch über das konzept und das ausgestellte zu diskutieren ... und waren anschliessend noch zum abendessen eingeladen bei freunden, denen wir es verdanken, das kunsthaus glarus zu kennen. das war einfach nur schön. gut gegessen, viel geredet, spontan zusammen etwas gebastelt (ja gebastelt, denn  kai wurde der titel "bricoleur" verliehen) und damitgerettet (das zweite objekt an diesem tag). und im heranrollenden gewitter habe ich dann noch eine beeindruckende geraniensammlung gesehen. ich sage ihnen nur: wo sie rote und rosane und weisse, allenfalls auch stehende und hängede geranien unterscheiden können, tut sich interessierten sammlerinnen ein universum auf! schade nur, dass ich kein bild gemacht habe. 

die rückfahrt war interessant, mit blitzen und hagel und unterstehen an einer tankstelle, aber schlussendlich sind wir gut zuhause angekommen und werden beim nächsten besuch vielleicht dann doch die angebotene übernachtungsgelegenheit wieder einmal annehmen, gartendusche und -arbeit hin oder her. aber ein ganzer sonntag im garten war halt auch schön.




Samstag, 10. Juli 2021

8. und 9. juli 2021 - noch mal nachtrag.

mit dem bloggen ist das ja momentan so eine sache. ich meine natürlich mit dem täglichen bloggen. irgendwie scheine ich da aus dem tritt geraten zu sein. und es gibt immer etwas wichtigeres zu tun. (bevor ich diesen satz schrieb, musste ich gehen und den sockel der neuen solardusche messen um sicherzustellen, dass er exakt gleich gross ist wie der sockel der alten dusche und wir vermutlich deshalb die selben löcher zum befestigen benutzen werden können.) vielleicht habe ich auch einfach gerade weniger freude am beschreiben dessen, was ich so über den tag tue, spannend ist es ja auch in den seltensten fällen. 

der donnerstag und der freitag, die noch im projekt tagebuchbloggen nachzuholen wären, waren auch nicht wirklich spannend: am donnerstag hat es wieder viel geregnet und ich habe vor allem dinge am laptop erledigt. dabei habe ich vermutlich einiges weggeschafft, aber am ende fühlte es sich nicht wirklich so erfolgreich an, weil irgendein update die bluetooth-maus abgehängt hat, wie schon so viele male zuvor. leider liess sich das problem nicht mit den üblichen massnahmen (alle updates, auch die optionalen und die treiberupdates durchführen und anschliessend den computer notfalls mehrmals neu starten.) beheben, so dass ich nicht wirklich zufrieden war. ausserdem nutzte ich eine regenpause am nachmittag zum abschneiden verblühter stauden in grösserer menge, machte auch noch weiter nachdem die ersten regentropfen fielen, weil ich einfach fertig werden wollte und musste angesichts eines wolkenbruchs kapitulieren, als ich gerade überall auf der terrasse und unter der pergola grosse häufen abgeschnittener pflanzen verteilt hatte. also noch etwas, an das ich keinen haken machen konnte. die maus lief dann wieder, kurz bevor wir zum abendessen aufbrachen, weil kai noch einmal genau das gemacht hatte, was ich schon zuvor x-mal versucht hatte und nach neustart dann alles wieder in ordnung war. abendessen dann drinnen im restaurant und mit dem auto anstatt zu fuss oder mit velo, es goss immer noch oder schon wieder. im restaurant ganz, ganz diszipliniert maske tragende belegschaft, das tat gut, das zu bemerken, nachdem wir in den letzten tagen auch viel anderes gesehen hatten. wir teilten uns eine burrata mit gegrillten paprikas zur vorspeise und eine pizza quattro stagioni zum hauptgang, die bestellung wurde mit grosser gelassenheit angenommen und die pizza gleich auf zwei tellern serviert. 

am freitag war mir das wetter morgens egal, weil eh haushaltsdinge erledigt werden mussten, ich war aber dann doch ganz froh, dass es trocken genug  war, um die pflanzenreste einzusammeln und die terrasse zu wischen, so dass es wieder schön aussah. 

der grosse hortensienstrauch blüht - keine ahnung warum da immer ein paar blüten blau sind.

die türkenglocken sind im regen aufgegangen, ob sie nur deshalb so zerfleddert aussehen oder das normal ist?

und vor den tomaten blühen die ringelblumen.
 

bevor ich in die werkstatt fuhr, konnte ich noch mit kai kaffee trinken und die mitgebrachte cremeschnitte essen. den offenen nachmittag nutzten genau null personen, ich kam also dazu meine einkäufe zu sortieren, mir einen überblick zu verschaffen, wie weit meine vorbereitungen schon gediehen waren und ein paar  proben zu filzen. ich hatte reichlich ideen für weitere proben und anregungen und wenn es so weiter geht, werden zwei tage für das kommende modul des filzbaukastens bei weitem nicht reichen. 

 

zum abendessen kochte ich tomatensauce mit tintenfisch, dazu spaghetti und salat und als wir gerade fertig waren mit essen kam die tochter nach hause, die noch zwei tage länger in stuttgart geblieben war und erzählte vom ballettabend mit der patentante und was sie sonst so getan hatte. 

 



Donnerstag, 8. Juli 2021

3. bis 7. juli 2021 - vervollständigung

 nach einigen tagen blogpause weiss ich nicht mehr so recht, wo ich stehengeblieben war. aha, über den besuch auf schloss wildegg hatte ich noch gebloggt, dann war da noch der samstag, den ich zu einem ersten papierschöpfversuch verwendet habe.


abends kamen die beiden söhne und wir verabschiedeten die  grossmutter mit einem gemütlichen paella-essen. leider regnete es wieder, so dass ich schon wieder auf der veranda gekocht habe, während der rest drinnen am tisch sass und mir die geschnittenen zutaten anreichte.

sonntag dann nach deutschland, die tochter und ich brachten die oma nach hause und blieben noch zwei tage. wir verabredeten uns: ich mit der freundin, die tochter mit der tochter der freundin, jeweils an verschiedenen tagen. auch dort viel regen und ab und zu sonnenschein, aber kein richtiger sommertag dabei. ich ging mit der freundin die strecke, die wir immer zusammen gehen, zur landschaftsgärtnerei, die wir beide sehr gerne haben. dann über verschlungene wege zurück. 

am mittwoch verabschiedeten die tochter und ich uns von der grossmutter und fuhren richtung schwäbischen wald. wieder viel regen, in den tälern hingen teilweise dichte wolken, wir verzichteten auf ein bad im gschwender naturfreibad und steuerten direkt den wollhändler an. mit einem sack voller schätze machten wir uns auf den weg in richtung stuttgart, unterwegs machten wir halt an einem fast völlig menschenleeren ebnisee.


erst in schorndorf hatte es wieder menschen. dort tranken wir noch einen eiskaffee, dann lieferte ich die tochter bei der patentante ab und fuhr nach hause.

Sonntag, 4. Juli 2021

2. juli 2021 - schloss wildegg

 den definitiv der wettermässig besten tag während des besuchs meiner mutter haben wir für einen besuch auf schloss wildegg genutzt. die sonne schien, die gärten blühten und wir konnten im bistro im erlachgebäude sitzen und zu mittag essen. 

im garten haben wir einen bisher unzugänglichen oder einfach noch nicht entdeckten bereich durchstreift. 


überall stimmige blumendekoration, in diesem jahr alles sehr ton in  ton in gelb-grün.

Freitag, 2. Juli 2021

1. juli 2021 - gartenfreuden

 das wetter besserte sich erst am nachmittag, deshalb schnell am morgen die badezimmer geputzt und den küchenboden gewischt, den 12tel-blick nachgeholt und dann als die sonne endlich zeitweise herauskam in den garten: grüntonne füllen, rosen von verblühten und im regen verdorbenen blüten befreien, eine halbe stunde mit meiner mutter schwimmen, mehr rosen zurückschneiden (teilweise habe ich das im winter vergessen) und insgesamt diverses grünzeug in seine schranken weisen, damit anderes um so besser wachsen kann. 

nach dem abendessen gab es besuch von einer hirschkäferdame im garten:



Donnerstag, 1. Juli 2021

12tel-blick im juni 2021

ich bin ein wenig spät dran mit meinem 12tel-blick, aber es dürfte sich in den letzten zwei tagen auch nicht all zu viel verändert haben an meinem diesjährigen blick. nichtsdestotrotz ist heute schon der 1. juli, also habe ich mich kurzerhand auf mein fahrrad gesetzt und bin ein stück in richtung des blicks geradelt und den rest zu fuss gegangen. 

am wegesrand blühen die brombeeren, vielleicht kann ich schon die ersten reifen beeren finden, wenn ich das nächste mal dort hin gehe, ende juli.


an der waldecke ist es grün, sehr grün. aber die birken heben sich immer noch einigermassen von den restlichen bäumen dahinter ab. heute war ich wieder um die mittagszeit dort, aber heute hat die sonne nicht geschienen, es war bedeckt und hat gewindet. die birken haben ziemlich gewackelt, was man auf der bildserie, die ich gemacht habe, gut sehen kann. 

die kühe waren leider wieder auf der anderen weide, aber der platz unter den birken scheint ihnen zu gefallen, wenn sie denn mal dort hin dürfen.

in der gesamtschau ist diesmal die veränderung nicht so gross, vor allem der busch auf der linken seite hat noch mal ein bisschen zugelegt.


und wer sich jetzt fragt, warum ich jeden monat so etwas unspektakuläres wie diese ecke im wald fotografiere und dafür sogar extra mit dem fahrrad anreise, dem sei die 12tel-blick-philosophie bei eva empfohlen. und natürlich die aktuelle sammlung der 12tel-blicke von diesem monat, in die ich mich gleich noch einreihen werde. 

hier finden sie meine fotos aus den  vergangenen monaten:

30. juni 2021 - viel nass von oben

 nach einer wetterberuhigung, die uns einen im wesentlichen schönen sonntag verschafft hatte, regnet es seit montag wieder jeden tag mehrmals und kräftig. am montag gab es auch wieder ein heftiges gewitter, bei dem glücklicherweise der garten einigermassen verschont wurde. und es ist kühler geworden, so dass morgens der aufenthalt im garten nicht so wirklich angenehm ist. 

ein paar sonnenstrahlen haben aber gereicht, dass ich meine mutter dazu überreden konnte, im bädle zu schwimmen. so komme ich auch zu regelmässigen schwimmzeiten. ansonsten haben sich heute die söhne einladen lassen, der eine kam zum mittagessen, der andere zum znacht. beide male gab es salat (den wir ja auch reichlich vom bauernhof bekommen haben) mittags mit brot und käse, abends mit falafel, das sich meine mutter gewünscht hatte. dabei hatte ich in der ersten charge, die in die pfanne kam, gedacht, dass ich auf das mehl im teig verzichten könne, weil die masse ohnehin schon sehr fest war. dabei haben sich die küchle aber im fett aufzulösen begonnen. drei, vier esslöffel mehl in der restlichen portion teig haben es dann gerichtet. 

am nachmittag waren wir kurz in der nebenan gelegenen kleinstadt, ein bisschen bummeln, leider wieder von einigen schauern unterbrochen. schade, dass es gerade diese woche so unbeständiges wetter sein muss. 

Mittwoch, 30. Juni 2021

29. juni 2021 - gemüseupdate und viel regen

aus verschiedenen gründen wird das jetzt hier einmal ein bisschen unchronologisch, das wochenende mit der firmung der tochter, samt montag, an dem auch noch besuch da war, liefere ich ihnen bei gelegenheit (die fotos sind schon da, wenn auch noch in einem etwas sperrigen format) nach, vielleicht setze ich das dann an die richtige stelle und benachrichtige sie hier, vielleicht auch nicht, mal sehen. 

genau genommen ist auch immer noch besuch da, oder vielleicht besser eine gästin, nämlich meine mutter. nichtsdestotrotz war heute ein einsatz auf dem bauernhof geplant und da man die neuerdings ja sehr im voraus buchen muss, wollte ich den nicht verschieben. mir schwante allerdings schon am vorabend, dass das nicht so ganz der reguläre einsatz mit "ich werfe zwei stunden lang gemüse in körbe und fahre sie hinterher aus und bin um 12 wieder zu hause" werden würde, da schon wieder ein schweres gewitter über unsere gegend zog und nicht nur reichlich regen, sondern in anderen regionen auch hagel und sturm sowieso mit sich brachte. deshalb schaute ich auch das fussballspiel der "nati" nicht ganz an und sah so zwar die anschlusstreffer der schweiz, aber nicht mehr die verlängerung und den sieg im elfmeterschiessen. als ich um viertel vor eins aufwachte war mir aber anhand des hupkonzerts vollständig klar, dass sich die nationalelf unseres gastlandes ins viertelfinale geschossen hatte. grund genug für die fans, das fast so zu feiern wie anderorts einen europameistertitel. gratulation an die herren, deren gesichter ich noch von den fussballbildli der söhne kenne. 

nun aber zurück zum bauernhof und der gemüsegenossenschaft. um acht uhr morgens war strahlend schönes wetter auf dem geisshof. am abend war wegen gewitter nicht mehr geerntet worden, die praktikantin war wegen sturmschaden auch nicht da, aber immerhin standen schon die neuen kartoffeln und ein paar knackerbsen bereit. eigentlich sollte das gemüse am vorabend bis auf salate und kräuter geerntet werden, so teilten wir die arbeit dann anders auf: der bauer und der  andere für den verpackungseinsatz eingeplante genosse ernteten, während ich nach und nach die gemüse verpackte. gegen halb zwölf waren wir trotzdem fertig und da ich auch den nachfolgenden einsatz des ausfahrens des gemüses stand uns auch niemand auf den füssen und forderte beeilung. 

ich nutzte dann doch noch die gelegenheit, mich ein wenig in den folientunneln und auf dem feld umzuschauen. 

hier wachsen paprika, oder wie man hier sagt pepperoni

und hier die schlangengurken

da tomaten

und hier noch viel mehr tomaten


und da, noch ganz klein, das was wir im herbst und winter und vielleicht auch schon im kommenden frühjahr ernten wollen werden.

und da habe ich auch noch das suppengemüse gefunden. 

da wächst gerade nichts, oder zumindest nichts sichtbares.

oder es hat einfach platz für ein paar ackerrandschönheiten.

kurz vor zwölf startete ich dann mit der ersten ladung körbe bei sonnenschein, und auch bei der ersten schleife schien noch die sonne. erst bei erreichen des städtchen hatte sich der himmel bezogen und fielen die ersten tropfen, am zweiten depot musste ich dann ein paar minuten den schlimmsten regen abwarten um die körbe an ihren platz zu bringen, weil es schüttete, was der himmel hergab.

die rückfahrt war dann auch nicht ganz ohne hindernisse, aber schlussendlich war ich um zwei uhr dann auch zuhause. und stellte mich erst mal unter die dusche, denn das gemüseverpacken war schon ein bisschen eine schlammschlacht gewesen. 

blöd nur, dass es den ganzen nachmittag weiter gewitterte und wir nicht mehr so recht nach draussen und vor allem nicht mehr ins bädle kamen. später verlor dann noch die deutsche mannschaft gegen england, noch so ein land, das sich seit vielen jahren über den ersten einzug in ein viertelfinale bei einer europameisterschaft freuen kann. wir assen auf der terrasse pizza, aber richtig gemütlich wurde es draussen nicht, weil es schon wieder zu regnen begann.