Sonntag, 19. Mai 2024

schafschur bei den zackelschafen

die schönen zackelschafe auf einer weide unweit von uns zuhause waren mir schon vor längerer zeit aufgefallen - und immer wieder habe ich mal daran gedacht, den halter zu kontaktieren. dann trafen die tochter und ich im vergangenen jahr einmal einige tiere auf einer weide beim schwimmbad an. gegenüber weideten ein paar andere schafe und zufällig war jemand bei den schafen, der uns sagen konnte, wem die zackelschafe gehören. dann zögerte ich wieder einmal ein bisschen und fasste mir aber schliesslich doch im frühen frühjahr ein herz und schrieb eine mail, die auf ein sehr positives echo stiess - dem schafzüchter war meine werkstatt aufgefallen und er rechnete bereits mit einer kontaktaufnahme...
 

und lud mich tatsächlich umgehend zur schafschur und zum aussuchen eines vlieses ein. am vergangenen donnerstag war es dann so weit.

ich traf noch ein bisschen vor dem schafscherer ein, so dass ich mir zuerst die schafe zeigen lassen konnte, die schon im stall für die schur bereitstanden. schöne tiere, mit charaktervollen, schmalen köpfen und ganz langen locken sind die zackelschafe, die ursprünglich aus ungarn kommen. sie sind eine sehr ursprüngliche rasse und eng mit mit dem südwestasiatischen wildschaf urial verwandt. dementsprechend robust und wenig krankheitsanfällig sind sie auch. auch ihre wolle würden sie an und für sich alleine abstossen - aus tierschutzgründen ist aber in der schweiz eine jährliche schur vorgeschrieben. auf dem foto oben kann man das abstossen der wolle bereits am hals gut sehen. (wer mehr über die tiere wissen will, findet informationen auf der homepage des züchters)


als der schafscherer eintraf, ging dann alles ganz fix. innerhalb von ein paar minuten waren die plattform zum scheren, der motor und das gestänge mit dem messer aufgebaut. der scherer zog noch rasch schuhe ohne sohle an, mit denen er die schafe besser spüren und sie nicht verletzen kann.

denn scheren ist voller körpereinsatz. zwar hängt der scherer in einem gurt und entlastet so seinen rücken, aber da er beide hände zum scheren braucht, setzt er vor allem die beine ein, um das schaf in die richtige position zu bekommen.

dabei scheint der körperkontakt die tiere durchaus auch zu beruhigen.

 
 
ruhig und zügig wird das vlies am stück entfernt. 

 
 
nicht ganz ungefährlich sind die hörner beim scheren - nicht weil die schafe sie gezielt einsetzen würden, sondern weil sie halt schon echt lang und abstehend sind. insgesamt ist das scheren eine ruhige prozedur, nur störungen vertragen die tiere nicht so gut und die spannung ist schon spürbar. 

eins nach dem anderen wurden 23 tiere geschoren, anschliessend noch die klauen gepflegt und dann durften sie wieder zurück in die herde. die erfahreneren tiere finden alleine zurück, wer zum ersten mal geschoren wird, wird zurück begleitet. überhaupt hätten alle tiere ihre eigenarten und eine feste aufgabe in der herde, erzählte der züchter. so gäbe es tiere, die streit schlichten und die die anderen tiere beruhigen und dann auch eins, das eingreift, wenn es mal dringend sein muss...

der grösste teil der wolle wird leider nicht weiterverarbeitet. ich durfte mir zwei vliese aussuchen und habe ein weiteres mitgenommen um zu versuchen, es am stück zu einem vegetarischen fell zu verfilzen. einige vliese waren schon arg verfilzt - was einerseits am späten schurtermin, aber auch daran liegt, dass die natur ja das abstossen des fells vorgesehen hat, was dann in grösseren verfilzten placken geschieht. vier weitere schöne vliesse werden später abgeholt. meine aufgabe beim scheren war das sortieren der wolle und die entscheidung, welche vliese sich fürs filzen eignen und welche nicht. was ich aus der wolle machen werde? sicher ein paar vegetarische felle, aber die schönsten locken reserviere ich mir für windlichte ... und dann werde ich weiter schauen, was man draus machen kann.

nach dem scheren durften die schafe wieder auf die weide, wo sie wegen des kurzen fells nun dringend schattenbäume brauchen, bis das fell ein wenig nachgewachsen ist. 

anschliessend gab es noch ein mittagessen und ein bisschen zeit, mit dem scherer aus dem freiamt zu reden und mit den anderen helferinnen. ein schöner tag, für den ich mich auch mit diesem blogbeitrag noch einmal beim gastgeber und seiner helferin bedanken möchte!

Montag, 13. Mai 2024

12 von 12 im mai 2024

ein tag im garten. auf die zeit kommt es heute nicht an.

immerhin habe ich die grüntonne gefüllt - mit dem, was da um, unter und über den rhododendron wächst und dort nicht hingehört. (efeu, kirschlorbeerschössslinge, brombeeren)

aber auch ganz viel das satte grün genossen. überall wächst es jetzt endlich.

"nutzgarten" - himbeeren und erdbeeren sehen vielversprechend aus, die tomaten kümmern nach mehreren kälteeinbrüchen vor sich hin, profitieren aber jetzt vom warmen wetter und der hahnenfuss und der wiesensalbei werden fleissig von allerlei insekten genutzt. (die honigbienen konzentrieren sich zur zeit auf die himbeeren)

social life - muttertagsgrüsse verschickt, gut gegessen und besuch vom grossen sohn mit blumenstrauss bekommen. 

mehr 12 bilder vom 12. des monats sammelt wie immer caro in hamburg - dankeschön! 

ich sammle meine 12erl über die jahre: 

12 von 12 im mai 2023

12 von 12 im mai 2021 

12 von 12 im mai 2020 

12 von 12 im mai 2019 

12 von 12 im mai 2018 

12 von 12 im mai 2017 

12 von 12 im mai 2016 

9 von 12 im mai 2015 

12 von 12 im mai 2013

 
 

Mittwoch, 8. Mai 2024

familienferien im schwarzwald

 

nachdem die letzten familienferien ja schon eine weile her waren, hatten wir uns für dieses jahr vorgenommen, wieder einmal mit allen kindern und deren freund*innen eine woche urlaub zu machen. beim letzten mal, im april 2021, hatte ich dafür ferien im baudenkmal im schächental gebucht, diesmal hat kai unsere unterkunft ausgesucht*. die wahl war auf die steinberghütte im hochschwarzwald, in hinterzarten, gefallen. nicht ganz so alt wie das urner bauernhaus, aber auch mit einigem charme. 

geheizt - und auf 900 meter höhe war das in der vergangenen woche noch an den meisten tagen oder zumindest abenden nötig - wurde mit einem zentralen holzofen im keller, der nicht nur den kachelofen (den sehr langsam) sondern auch alle anderen zimmer mit wärme versorgte.

 
am schönsten war die grosse stube zum gemeinsamen sitzen. 

ob die lampe im flur noch jemandem aufgefallen ist?

 
und noch ein ausblick. 

nachdem es in der vergangenen woche noch mal richtig kalt gewesen und nicht nur im schwarzwald reichlich schnee gefallen war, hofften wir auf ein bisschen mehr sonne für unsere ferienwoche. am ende war es ein stetes auf und ab, mit einigen sonnigen und auch richtig warmen tagen, aber auch regen und gewitter - immerhin konnten wir dem schnee auf dem feldberg beim schmelzen zusehen. auch vor dem haus lag bei unserer ankunft am samstag noch schnee...

das konnte aber zumindest mich nicht von einer kneipprunde abhalten - am ersten tag wanderten wir vom haus weg zum titisee und waren ein bisschen überwältigt vom tourismus vor ort.

die natur war der höhe angemessen hinter der entwicklung zuhause her - überall blühten die sumpfdotterblumen, an einigen orten ein bisschen vom schnee zerdrückt.

frühling am schluchsee, unserem ziel für den zweiten wandertag - der übrigens in zwei aussprachevarianten daherkam: die nativ schweizerdeutsch sprechenden sprachen das u lang aus, mit der begründung, der see habe die form eines schlauchs. die nativ schwäbisch sprechenden benutzten das kurze u, im anklang an die schlucht.


noch wenig saison. man wagt garnicht, sich vorzustellen, wie es hier im sommer ist. überhaupt deutet vieles auf viel tourismus, nicht nur die gut ausgebauten bundesstrassen, die leer gerne zum sinnlosen rasen benutzt wurden, sondern auch die grösse der ausflugsgastronomie.

aber nicht alles ist ganz so herausgeputzt, am seebrugger ende des schluchsees stiessen wir auf eine ansammlung alter bahnwaggons, die darauf warten, hergerichtet zu werden.

 
der schönste tag war der dienstag und die schönste wanderung  die durch die ravennaschlucht.

wieder konnten wir am haus starten und liefen zuerst durch den ort, dann durch das löffeltal...

... entlang von liebevoll vollgerümpelten gärten...

... zur ravennabrücke.

und dann durch die ravennaschlucht - wo ich leider keinen der wasserfälle, dafür aber den malerischen weg durch die schlucht fotografiert habe (andere haben es auch so gemacht...). 


am mittwoch war schon wieder schönes wetter - und zuerst hatten wir den plan, einen ruhetag einzulegen. dann entschied sich die tochter für eine tour mit dem gravelbike zum titisee, dann verabredeten sich die restlichen jungen menschen ebendort mit ihr zum velofahren, dann hatten kai und ich die idee, eine kleine moorrunde zu drehen und anschliessend am 1.mai-hock im dorf vorbeizuschauen, dann war uns das aber doch zu doof und wir fuhren mit den elektrovelos einfach ein bisschen in der gegend herum, bis wir nahe genug am feldbergsee waren, um dort auf jeden fall noch vorbeischauen zu müssen.

dort oben geht es dann noch ein bisschen länger, bis es frühling wird. auf der rückfahrt sahen wir neben dem weg noch viel schnee und konnten dann fast ohne treten bis hinterzarten zurückfahren.


das einzige küchenbild entstand an diesem tag - gekocht wurde wieder in wechselnden besetzungen, immer vegetarisch und vor allem sehr, sehr lecker. (auf der anreise am samstag hatten kai und ich extra einen besuch auf dem wochenmarkt in waldshut eingeschoben und zwei gemüsekisten mit frischen zutaten gefüllt)

leider war es das mit dem schönen wetter gewesen, der donnerstag startete bewölkt und mit der aussicht auf ein gewitter am nachmittag. beste gelegenheit für eine fahrt nach freiburg. in unserer gästekarte inbegriffen war der nachverkehr bis und in freiburg und weil keine*r von uns die unistadt an der dreisam kannte, lohnte sich ein spaziergang durch die innenstadt nach einem gemeinsamen frühstück im café. wir entdeckten einen schönen stoffladen, einen laden für gartenbedarf, viele nette strassen, den münstermarkt (da begann es dann zu regnen, glücklicherweise erst nachdem wir unsere veganen würstle gegessen hatten), das münster von innen, einen park mit see ein bisschen weiter ausserhalb und noch ein schönes lokal.

und auch der letzte ferientag konnte wettermässig nicht so richtig überzeugen. vormittags nahmen wir dann zwar bei nieselregen noch den moorpfad aufs programm...

für den nachmittag passte das wetter aber ganz gut zu unseren plänen: während kai und ich noch gerne ins augustinermuseum in freiburg wollten, ging der rest ins badeparadies zum rutschen.

in freiburg trödelten wir natürlich auch noch ein bisschen herum, assen torte, kauften badischen sekt und entdeckten eine engagierte buchhandlung. aus guten - nein: eher schlechten! - gründen boomt die exilliteratur ja zur zeit, wir kamen darüber und über lesenswerte bücher zum thema mit dem buchhändler ins gespräch. wie schon in einigen gesprächen mit deutschen freunden in letzter zeit war der tenor, was die zukunft der freiheit für andersdenkende im land angeht, ein düsterer. so klar wie der buchhändler hat nur noch niemand ausgesprochen, dass das verlassen des landes eine option ist. (beim durchlesen gerade gesehen, dass der satz mit den "andersdenkenden" glatt missverstanden werden kann, weil der begriff ja nun auch gekapert wurde. ich möchte es aber trotzdem so stehen lassen, denn es geht mir um die diversität, die darin steckt. und ich meine die freiheit, auch links, liberal, freiheitlich und fremdenfreundlich, international, inklusiv, feministisch, queer und sonstwie zu denken und nicht nur in den grenzen einer rechtsnationalen ideologie.)

ich nahm mir noch ein schönes pflaster mit nach hause - dann ging es ins ferienhaus, wo schon für uns gekocht wurde. 

für die abreise am samstag blieb es wenigstens trocken, so dass wir alles gepäck nach und nach auf die terrasse schaffen konnten und so platz zum putzen hatten, um die hütte sauber zu verlassen. in zwei stunden waren wir, inklusive lebensmitteleinkauf und austausch der leeren getränkekisten gegen volle, dann auch wieder zuhause.

 

*es gibt ein paar bedingungen, wie keine zu grosse entfernung von zu hause und gute erreichbarkeit mit dem öv, weil es auch bei einer vorher abgemachten woche immer mal dazu kommen kann, dass jemand später anreisen oder früher wieder abreisen muss. in dieser hinsicht hatten wir ein bisschen pech - eine umleitung verdoppelte die distanz zum vermeintlich nächstmöglichen abholort vom öv. vermeintlich deshalb, weil wir nachträglich feststellten, dass man doch ohne umweg über freiburg von waldshut nach hinterzarten hätte fahren können, nämlich mit einer kombination aus bus und bahn. was uns auch noch wichtig ist, ist ein wirklich gemütliches haus mit grossem gemeinsamem tisch und einer brauchbaren küche. auch ohne corona haben wir nämlich wieder fast alle mahlzeiten selbst gekocht - so ganz trauen wir der vegetarischen speisekarte auf dem land immer noch nicht. dazu kochen wir auch alle ganz gerne und selbst ohne spülmaschine ist mit sechs leuten der abwasch schnell erledigt - danach wurde der grosse tisch immer gleich zum spielen benötigt. spiel des urlaubs war diesmal crazy wordz - was für sehr, sehr lustige abende gesorgt hat...

Montag, 6. Mai 2024

#wmdedgt im mai 2024

der sonntag ist für uns einerseits der letzte ferientag, andererseits mit blick auf die kommenden woche(n) auch der tag, um einige dinge zu erledigen. 

dafür stehen wir dann ziemlich spät erst gegen neun uhr auf. das ist aber gut so, denn erstens soll das wetter über den tag besser werden und wir haben doch schon nach unserer rückkehr aus dem schwarzwald am samstag die vorbereitungen gestartet. 

ich hänge eine weitere ladung wäsche auf, während kai das frühstück vorbereitet. draussen hat es aufgehört zu regnen, darf aber noch ein bisschen abtrocknen - gute gelegenheit für ein gemütliches frühstück. ich mache mich an die zubereitung eines komplizierten apfelkuchens, wir haben ein bisschen viele äpfel aus der ferienwoche übrig. ausserdem muss der sauerteigansatz nochmal aufgefrischt werden, ich möchte brote backen.

gestern haben wir die letzten vierzig zentimeter (10 kubikmeter) wasser im bädle aufgefüllt, der grossteil ist entweder im becken geblieben oder in den letzten wochen mit meteorwasser vom dach langsam eingeflossen. jetzt kann der poolroboter weiter seine runden ziehen und den schmutz vom boden aufsaugen, der sich über nacht wieder abgesetzt hat. 

kai spült ab, der kuchen ist irgendwann fertig, die tochter steht auf. ich hänge wäsche ab und noch mehr auf. 

dann nehmen wir die pumpe fürs schwimmbecken in betrieb - das machen wir nun auch schon im fünften jahr und diesmal wirklich, wirklich entspannt. für die verständigung nutzen wir zum ersten mal unsere mobiltelefone anstatt durch den garten zu brüllen, was auch nicht so viel hilft, weil es im keller neben der pumpe laut ist und ich am bädle keinen sichtkontakt zum kellerfenster habe. damit sie sich davon ein bild machen können: während ich unten am bädle mit einem gartenschlauch mit druck wasser in die nach oben zum haus führende leitung zu drücken versuche (dazu muss das rohr gegen unten mit einem nassen lappen abgedichtet werden, während man auf dem beckenrand liegt), beobachtet kai im keller die pumpe und den grossen filterbehälter, bis sie mit wasser gefüllt sind und entscheidet, wann genügend wasser im system ist, um die pumpe anlaufen zu lassen. ich sehe irgendwann luftblasen aus dem ausströmdüsen aufsteigen und später dann auch den gleichmässigen strom von zunächst meist sehr rostigem wasser. nur diesmal wusste ich genau, wann die pumpe gestartet wurde und musste nicht raten, weil ich dann rasch den schlauch und lappen entfernen muss, damit die pumpe richtig fördern kann. gute idee mit den telefonen! 

es gibt noch ein paar dinge herumzuräumen, kai baut die gartendusche auf, das wetter ist mittlerweile richtig schön sonnig geworden und kurz bevor wir auf die idee kommen, uns in die sonne zu legen, fällt uns noch ein, dass die plane fürs bädle vom saharastaub befreit werden muss. wir hieven die grosse rolle auf die wiese und während kai die plane schrubbt, fege ich den rand des beckens gründlich und ohne hindernisse. die tochter macht kaffee und deckt den tisch fürs kuchenessen - draussen! 

anschliessend muss die plane wieder an ihren platz, ich mahle getreide und mache teig für zwei sauerteigbrote fertig. und dann ist wirklich zeit, die liegestühle auszupacken! eine stunde später darf der poolroboter nochmal ins wasser, das sich schon sichtbar geklärt hat. und auch wenn schon wieder dunkle wolken aufziehen, gibt es einen kleinen sonntagsapero, bevor kai in die küche verschwindet um pizza zu machen. von dort muss ich ihn dann noch mal wegrufen, weil sich der himmel immer mehr zuzieht und wir vor dem regen das bädle zudecken wollen. nebenbei beobachten wir den druck im filter, der langsam aber sicher steigt, weil sich immer mehr dreck dort sammelt. noch haben wir nicht genügend wasser im becken, um den filter rückzuspülen, aber da für die nacht und die kommenden tage noch mal regen angesagt ist, verschieben wir das auf später in der woche. aber immerhin messen wir noch schnell die temperatur: 14 grad ist das wasser im becken warm.

die tochter kommt vom veloabholen (der bruder hat ihres aus dem schwarzwald nach hause gefahren) und sport machen zurück, und es gibt sonntagspizza. und anschliessend eine grosse spülrunde für die tochter und mich, während kai sich seine sachen für den kommenden arbeitstag herauslegt. dann sehen wir uns noch eine folge unserer aktuellen schwedischen serie auf arte an - und sind ausreichend müde, um vernünftigerweise früh zu bett zu gehen. trotz oder gerade wegen all der emsigkeit war es ein schöner gartentag.

ah, ja, am fünften fragt immer frau brüllen, was man denn den ganzen tag so mache (#wmdedgt) und ich bin heute ein teil des internets, das antwortet.

Donnerstag, 25. April 2024

12tel-blick im april 2024

eigentlich habe ich gar keine zeit, auch noch den 12tel-blick hier zu posten. 

weil eigentlich haben wir uns für diese woche ein bisschen viel vorgenommen, sind zum beispiel fast alle abende unterwegs und fahren am samstag in urlaub. zwar nur ungefähr eineinhalb stunden in den schwarzwald, aber da die ganze familie nebst freundinnen der kinder aus verschiedenen haushalten zu verschiedenen zeiten anreisen wird, und ausserdem das haus in sachen wäsche auf selbstversorgung setzt, muss ich eigentlich ikea-taschen jonglieren und packlisten erstellen und ausserdem auf dem ferienchat irgendwelche weirden anweisungen schreiben. ah, ja, und internet gibts auch keins. also abelade, abelade, abelade. also nicht ich, aber der rest der familie. ich habe immerhin die wanderkarte mal offline geladen, der rest wird sich finden, immerhin habe ich auch schon ferien vor 5g gemacht. 

ja, also das war jetzt auch nicht zielführend. was wollte ich eigentlich? ah, 12tel-blick. 

da sieht es leider immer noch nicht besser aus. als ich neulich mal vorbeikam, war der weg zum tor frei, aber da hatte ich keine kamera dabei. ausserdem ist die strasse jetzt nur noch als einbahn zu befahren, also komme ich eh nicht mehr so oft dran vorbei. 

ersatzblick geradeaus. 

ersatzblick leicht schräg, weil beim letzten foto auch leicht schräg.

so dann auch in der übersicht. 

der viel bessere einblick in die baustelle dann ein paar meter weiter an der lücke in der mauer. baustelle mit tulpenbeet, hat auch nicht jeder. 

so, nun erst mal nicht zu eva, aber dann halt später. 

und hier können sie sehen, wie es in diesem jahr so los ging mit dem 12tel-blick:

12tel-blick im märz 2024

12tel-blick im februar 2024

12tel-blick im januar 2024



 





Mittwoch, 24. April 2024

blick zurück auf den april

pünktlich zum beginn des april waren wir wieder von unserem ostertrip zurück. wie so oft mussten wir erst mal einen ganzen tag zuhause verbringen. auch weil die erste woche nach ostern schon wieder einige aushäusige termine bringen sollte. mit zwei strickfreundinnen fuhr ich am donnerstag nach zürich, zu einer ladeneröffnung. auf dem rückweg am bahnhof sahen wir dann noch diesen schönen zug. die älteren damen knüpften daran gleich ein stück technik- und industriegeschichte badens an.

gleich am anderen tag war spinntreffen - mit spinnrad und öv unterwegs nach unterlunkhofen. geht gut. und gibt mir ein bisschen zeit zum durchatmen nach einem abend mit vielen menschen. an meinem auch schon ein paar jahre alten spinnrad ist ganz zum schluss des abends der antriebsriemen gerissen. entgegen den unkenrufen der einen spinnerin, die das gleiche rad hat wie ich, ging der wechsel erstaunlich einfach vonstatten. auch weil der hersteller einfach ein pdf mit anleitung auf der website hat.

schön waren in diesem monat die marktbesuche mit kai. einmal waren wir in waldshut, wie immer mit viel drumherum an besorgungen und frühstück im café. ein schöner ruhiger vormittag. 

auch weil es warm war, frühsommerlich, dann sommerlich, und gar nicht mehr frühlingshaft. auch an kais geburtstag, den wir am sonntag schon ein bisschen mit den kindern vorgefeiert hatten, und den wir dann zu einem ausflug ins seleger moor genutzt haben. 

einfach eine bilderstrecke.

soo viel blühte noch nicht - gelegenheit jede blüte der rhododendren einzeln zu feiern.

und: wir haben eine wasserschlange gesehen. aber nicht fotografiert.

zarte schönheiten ausserdem.

kurz vor dem heimgehen dann noch ein abstecher durch den farngarten.

auf den ersten blick noch nicht so üppig.

auf den zweiten blick vielleicht der beste zeitpunkt, um die farne in ihrer unterschiedlichkeit wahrzunehmen.

dem angebot an rhododendren haben wir widerstanden. die beiden, die uns mit unserem garten anvertraut wurden, sind schon genug an aufregung.

das nächste wochenende verbrachten wir nach einem marktbesuch in baden zur gänze im garten. es gibt zu tun, aber auch zu reden. wie allgemein in unserem alter empfohlen, haben wir begonnen, uns dem komplexen thema pensionsplanung zu nähern. und es blieb warm und wir nutzten die gelegenheit zum angrillen, mit feinen auberginen und den letzten teilen vom weideschwein. 

das gute wetter nutzte ich zum pikieren der setzlinge.

in der werkstatt war endlich mal wieder ein bisschen betrieb, ein sitzfilzkurs mit letztendlich doch nur einer teilnehmerin. zwei mädchen, die ich von den filznachmittagen in der primarschule kannte, kamen für eine ferienvormittag zum filzen. dann gab es eine aufwändige packaktion für den ferienpasskurs und einen anstrengenden tag im jugendheim von neun bis vier am nachmittag ohne ablösung und pause. schöne ergebnisse und zufriedene teilnehmerinnen trugen mich in den verdienten feierabend.


rund um eine vorstandssitzung mitte des monats fiel eine menge an vereinsarbeit an. einiges kann jetzt schon fürs kommende jahr aufgegleist werden, bei der aktuellen arbeit knirscht und rumpelt es nach wie vor gewaltig. zwei wichtige positionen haben wir innerhalb eines jahres neu besetzt, da ist das vielleicht auch kein wunder. so sinnvoll ich die onlinesitzungen bei maximal in der schweiz verstreuten mitgliedern finde, so sehr stört mich der kampf mit der technik und die ständigen ablenkungen dadurch. 

nach dem newsletter für den verein brachte ich auch noch einen für die werkstatt zustande - und stellte angebote für kurse und auftragsarbeiten zusammen. so darf es gerne weitergehen. gleichzeitig schaffte ich es endlich mal wieder, nicht jeden morgen einfach in die werkstatt zu fahren, sondern mir zu überlegen, wo ich gerade am wirksamsten sein kann und anschliessend auch mal zuhause dinge abzuarbeiten.

die spargelzeit geht nun auch hier im kanton los und zusätzlich zum spargel durfte ich mir auf dem schellenberg-hof auch noch die frisch geschorene wolle von fünf ouessant-schafen abholen. 

dann kam der kälteeinbruch. im schneetreiben fuhren wir an einem vormittag zu einem termin ins hinterland des kantons. saublöd, dass wir in der vergangenen woche die sommerreifen hatten aufziehen lassen. 


auch das wochenende bei freunden in stuttgart war so gar nicht frühlingshaft, aber wir nutzten tapfer den verregneten freitagnachmittag für einen bummel zu zweit und den kalten, aber schönen samstag zum spaziergang mit den freunden zu einem café im stuttgarter westen, wo wir uns über den warmen innenraum fast so sehr freuten wie über kaffee und  kuchen. den rest der zeit verbrachten wir mit essen, trinken und schwätzen, nachdem wir realisiert hatten, dass wir uns 16 monate nicht gesehen haben. 


vor der rückfahrt durfte ich mir vier bilder vom vater des freunds aussuchen - die freunde waren im vergangenen jahr mit der auflösung eines elterlichen haushalts beschäftigt.

nun rücken unsere ferien mit den kindern im schwarzwald immer näher, immerhin: das wetter soll besser werden. es gibt noch ein bisschen zu planen, denn kinder und freundinnen reisen zu unterschiedlichen zeiten an und mit diversen verkehrsmitteln dazu hin noch. ein paar tage heisst es noch durchhalten, dann startet die erste ferienwoche des jahres.