Donnerstag, 24. Juni 2021

23. juni 2021 - viel planung

 keine ahnung, warum ich eigentlich immer zwei ereignisreiche tage zusammenfasse, aber unter der woche jeden einzelnen tag beschreibe. 

heute jedenfalls war blogtechnisch nicht so ergiebig, keine fotos, den vormittag am schreibtisch mit  dem skript für das nächste kursmodul im august und der wochenplanung verbracht, teile des nachmittags dito. gartenrundgang zum rosenausputzen, später am nachmittag zwei grünguttonnen mit den resten des perlmuttstrauchs gefüllt, jetzt sieht der garten punktuell etwas kahlrasiert aus, aber die vor ein paar wochen zerlegten weigelien treiben schon wieder aus! und der sommerschnitt ist wohl die einzige möglichkeit, keine blühsaison zu verlieren. 

am abend hatte kai besuch, da kam ich direkt noch dazu, den keller aufzuräumen und stundenlang über der essensplanung für das fest am sonntag zu brüten. der plan fürs mittagessen steht, ich hadere noch mit dem dessert- und kuchenbuffet. mir fallen, weil ich eh eine vorliebe dafür habe, zur zeit nur rezepte mit quark ein. die tochter findet alles mit früchten super. und da sich das eh gut kombinieren lässt, bringt uns das auch keinen schritt weiter. 

dabei hatte ich keine zeit für die neuesten nachrichten in sachen corona-lockerungen. der bundesrat lockert und lockert, deutlich mehr als angekündigt und erwartet, so dass nur noch ein häuchlein massnahmen übrig bleibt. man darf fast alles wieder ohne maske, es bleibt aber weiterhin kompliziert und das prinzip eigenverantwortung in kraft. fast ist es ein bisschen so, als ob man sagen wolle, hei, ihr habt die gelegenheit, euch impfen zu lassen, macht das, oder wenn ihr es nicht machen wollt, dann seid ihr halt selber schuld, wenn es dumm ausgeht. (bisschen blöd vielleicht für die, die sich noch nicht impfen lassen konnten oder aus irgendwelchen gründen auch nicht können werden.)

Mittwoch, 23. Juni 2021

21. und 22. juni 2021 - noch mal wochenende

 da kai noch einen berg überstunden und reichlich ferientage aus dem vergangenen jahr mit sich schleppt und nun dringend der resturlaub aus 2020 verbraucht werden muss, hatten wir montag und dienstag frei. und uns besuch eingeladen, der am wochenende nicht kann. 

am vormittag mussten wir aber zuerst einkaufen und uns dann um den garten kümmern, damit er für den besuch am montag und für die feier am wochenende so allmählich in hochform kommt. kai mähte den rasen und ich kümmerte mich um den bauernjasmin. wie die geneigte leserin ja weiss, war es da am wochenende zu einem gartenunfall gekommen. nun habe ich einfach einen durchgang geschnitten, der vorteil: der rest kann weiterblühen und man kann wieder die runde ums haus laufen, während gleichzeitig eine tonne für das schnittgut reichte und so kein riesiger asthaufen im garten herumliegt. 

mit dem besuch assen wir dann den noch warmen aprikosenkuchen auf der terrasse und liessen das haus und den garten bewundern. 


das wetter wechselte immer mal wieder von regen zu sonnenschein, insgesamt war es sehr drückend und gewittrig, zum abendessen zogen wir deshalb halb nach drinnen um, während ich die paella auf der terrasse zubereitete.


am abend sassen wir lange, teilweise noch draussen unter der pergola, dann wieder drinnen am esstisch. so lange haben wir uns nicht gesehen, zwischendurch zwar immer mal wieder telefoniert, aber insgesamt waren das jetzt fast zwei jahre, es gab also viel zu erzählen.

beim frühstück verabredeten wir den gegenbesuch noch gleich im sommer, es gibt spannende kunst zu sehen, aber auch einfach so zum sitzen und reden und beisammensein. 

 nachdem der besuch aufgebrochen war, packten auch kai und ich uns zusammen und fuhren in richtung sempacher see. die richtung diktierte ein abzuholendes ersatzteil für das bädle, ich hatte eine wanderung im hinterland des sees herausgesucht.

unser ziel war die wallfahrtskapelle st. ottilien bei buttisholz.

die überaus freundlich wirkende heilige ist für die augen zuständig.

und augen sind dann auch überall in der kapelle zu entdecken, auf votivtafeln, aber auch an der decke.

auf den votivtafeln danken gläubige für die heilung von augenleiden oder gelungene operationen - das foto liess mich allerdings an den surrealisten luis bunuel denken.

die landschaft ist geprägt von intensiver landwirtschaft und der weiterverarbeitung der landesprodukte, zum beispiel in der holzindustrie, ansonsten sehr lieblich hügelig und voralpenländisch.

und dieser werbeaufsteller hat es definitiv verdient, festgehalten zu werden...

Montag, 21. Juni 2021

19. und 20. juni 2021 - viel garten, ein bisschen kultur

in meiner wahrnehmung sind wir von einem verregneten mai in einen hitzejuni gerutscht und schon wieder habe ich keine lust,irgendetwas zu unternehmen. ausserdem ist da ja immer wieder der garten, der seinen tribut fordert. aber die nachtkerzen blühen! 

also haben wir uns am samstag mal wieder um die aussenanlagen des anwesens gekümmert. einen weiteren korb brombeerranken ausgerissen, eine trittplatte ausgewechselt, etliche walderdbeerchen gesammelt, so dass es wieder marmelade gab und weitere bretter der bädleumrandung angeschraubt bis es zu heiss wurde. die tochter und ich spielten noch ein bisschen coiffeur, so dass ihre haare jetzt wieder richtig rot leuchten, zum abendessen gnocchi mit keefen, die teilweise aus dem garten, teilweise von der gemüsegenossenschaft waren, später noch ein spaziergang zur eisdiele in der stadt. 

dabei stellten wir fest, dass es bei uns oben ganz schön luftig ist im vergleich zur strasse, die unten direkt an der limmat entlang führt. ausserdem hat der fluss durch die gewitter, die seit freitagabend in der umgebung niedergehen, wieder so viel wasser, dass an flussbaden nicht zu denken ist. die stadt war voll, aber am flussufer wenig partypeople unterwegs, die meist jungen menschen dort scheinen doch vernünftiger zu sein, als man es ihnen oft zuschreibt. 

am sonntag entschied sich die tochter spontan uns in einem ausstellung im kunsthaus in aarau zu begleiten, dort sind zur zeit skulpturen von schweizer künstlern seit 1945 ausgestellt. es sind natürlich auch ein paar bekannte namen dabei, aber auch reichlich unbekanntere. viele spannende objekte, so viele verschiedene techniken und materialien, aber auch sehr drangvoll eng gestellt, so dass wir nach dem weg durch das erdgeschoss restlos geschafft waren und viele neue eindrücke mit nach hause nahmen. 

zurück zuhause setzte ich mich nach kaffee an den schreibtisch, es ist noch ein bisschen was zu tun und bei der übersicht über die nächsten wochen sehe ich nicht so viele arbeitstage, mehr feiern und besuch und ein bisschen reisen. also am besten das, was zu erledigen ist, auch gleich machen. vorerst den sommerbrief für die filzszene, dann vielleicht noch ein bisschen am handout für das nächste kursmodul basteln. so weit kam es dann doch nicht, denn festgäste der nächsten woche riefen an, wir verabredeten endlich konkrete daten, ich erreichte einen jubilar der letzten woche, unterwegs auf einem ausflug, wir verabredeten ein telefonat am abend. inzwischen zog draussen ein gewitter auf, ich rupfte noch ein bisschen unkraut, es begann zu regnen, unsere wassertonnen füllten sich, wegen recht starken regens nicht ganz ohne mein zutun, kai machte pizza.

ein rundgang durch den garten nach dem ende des regens:











und ja sie haben richtig gesehen, es gab schon wieder einen gartenunfall, oder besser einen gartennotfall. der bauernjasmin, der sich im winter unter der schneelast bis zum boden gebeugt hatte, hat sich zwar zwischenzeitlich wieder erholt, aber das gewitter hat ihn wieder heruntergedrückt, wir werden also womöglich noch während der blüte zur schere greifen müssen, damit wir den garten wieder durchqueren können...


Samstag, 19. Juni 2021

18. juni 2021 - ruhiger freitag

 da das jeden abend um uns herum, mal näher, mal weiter weg, stattfindende gewitter den weg zu uns noch nicht gefunden hat, musste ich morgens wieder lange giessen. ich dachte, es wäre schlau, den gartenschlauch, da wir in den tonnen und kannen nur noch wenig wasser haben, durch den garten zu ziehen und die neueingepflanzten beete mit der brause zu wässern. bei genauem hinsehen wäre ich aber wohl mit der giesskanne schneller gewesen. ab morgen dann wieder mit der kanne, denn der schlauch ist ganz schön schwer. 

am mittwoch bin ich am abend bei der strauchschneideaktion von stechmücken in beide fussgelenke gestochen worden, einmal aussen, einmal innen und die stiche sind dick angeschwollen und jucken mörderisch. auch fenistil und kühlen helfen wenig, ich humpelte also ein wenig gehandicapt mit staubsauger und putzeimer durchs haus und machte sauber. eigentlich wollte ich später am nachmittag zu einer ausstellungseröffnung nach rapperswil fahren, aber es war so heiss und die füsse so geschwollen, das ich das dann doch lieber sein liess. 

dafür habe ich entdeckt. dass wir ein weiteres mangobaby haben!
 

auch auf den werkstattnachmittag verzichtete ich, holte nur später ein paar bücher, um an der kursvorbereitung für den aufgust weiterzuarbeiten. das macht richtig spass, die inhalte neu zu durchdenken und die dinge, die man so täglich tut, genau zu beschreiben und auf das was und wie zu befragen. 

abends drückte ewig ein gewitter herum, das uns zu aufräum- und wassersammelvorbereitungen trieb, dann aber doch ausblieb. 


Freitag, 18. Juni 2021

17. juni 2021 - türreparatur

die türe ist repariert. wir hatten nämlich tatsächlich noch schrauben und dübel im fundus, die passten. bei den schrauben bin ich mir ziemlich sicher, dass sie deshalb so eine art ladenhüter waren, weil wir für 12er schrauben keine nuss haben, da keines der vorrätigen werkzeugsets eine beinhaltet, und zwar grundsätzlich, nicht weil wir die verschlampert hätten. die türe dürfte aber seit ihres einbaus in die mauer noch nie mit so haltbaren schrauben befestigt gewesen sein. vermutlich hält das jetzt so, bis mauer und haus zusammenfallen.


 

türe aushängen ging übrigens nicht, das war auch unsere erste idee. also mussten wir die ziemlich schwere türe mit  dem wagenheber so weit hochdrücken, dass wir den holzbalken, an der die scharniere befestigt sind, an der richtigen position hatten. schrauben wieder reindrehen ging nicht (eventuell auch deshalb, weil zuvor lächerlich dünne drin waren) also hat kai direkt durchh holz und wand gebohrt, den dübel durch den balken hindurch in die wand befördert (dass das gehen würde, habe ich heftig bestritten, das hat dem dübel aber nicht viel ausgemacht) und dann die schraube hineingedreht (mit 13er nuss und 12er schraubenschlüssel).  

einzig der augenblick, in dem wir den wagenheber wieder wegnahmen, erschien uns heikel. wir rechneten vorsichtshalber mal damit, dass die ganze wand einstürzen würde, es war dann aber doch recht unspektakulär. inszwischen ist uns aber auch klar, warum die türe den balken aus der wand reissen musste: das scharnier ist so schräg angebracht, dass ein teil der tür, wenn man sie zu schliessen versucht, auf den balken drückt. mit hebel und schwerer tür konnte das nicht lange funktionieren. 

sonst nichts besonderes, immer noch heiss, immer noch wenig arbeit in der werkstatt, so dass ich kurse für den august und september vorbereiten kann. und ich habe mir eine eintrittskarte für einen live-podcast gekauft. wenn alles gut geht, werde ich am 18. november an einer richtigen veranstaltung teilnehmen, so physisch und ganz ohne bildschirm. naja, ich glaub noch nicht so richtig dran, aber vielleicht freut es die künstler, dass man trotzdem bucht.

Donnerstag, 17. Juni 2021

16. juni 2021 - garten

morgens um kurz vor sechs stehe ich garten und giesse, am abend um kurz vor zehn zwingt mich das schwindende tageslicht, mit dem ausschneiden der sträucher aufzuhören. über mittag ist es viel zu heiss, um draussen etwas zu tun, ich nutze die zeit für eine pause auf dem sofa und fürs fensterputzen, das ich allerdings erst morgen zu ende bringen werde, weil ein teil der fenster nur von aussen geputzt werden kann und dafür war es zu heiss. 

ständig geht etwas anderes kaputt im vernachlässigten garten: die solardusche, die kai im vergangenen jahr abenteuerlich und kreativ repariert hatte, rinnt so sehr, dass man sie am haupthahn abstellen muss, glücklicherweise ist der in der nähe. bei der vorrichtung, mit der man die plane vom bädle rollen kann, bricht das antriebsteil, glücklicherweise ist es ein standardteil und kann nachbestellt werden. die hölzerne umrandung um das bädle windet sich wieder in alle richtungen, weitere schrauben brechen ab oder lassen sich nicht mehr befestigen. und dann bricht auch noch die befestigung der gartentüre aus der wand. blöderweise waren wir gerade im baumarkt, jetzt müssen wir nochmal hin um grosse dübel und schrauben zu kaufen. über den fehlenden zaun zum nachbargrundstück, den wir zur sicherheit mit einem schafszaun ersetzt haben, reden wir schon fast nicht mehr. vom vermieter mails ohne anschreiben, er wünscht sich, dass wir uns nicht einmischen. damit wir es trotzdem schön haben, setzen wir viel zeit ein, ab und zu auch ein bisschen geld. ich wünsche mir: eine funktionierende aussendusche, eine neue gartentüre, einen zaun, mittlerweile fast egal in welcher form, hauptsache ich muss ihn nicht schneiden. 


 im garten aber auch ein hirschkäfer. ein kleiner zwar, aber immerhin.


Mittwoch, 16. Juni 2021

15. juni 2021 - more than a party

angefüllter tag mit reichlich erledigungen: werkstatt, einkaufen, bügeln, gemüse abholen, erdbeermarmelade kochen, der tochter bei der entrümpelung ihres kleiderschranks helfen. da musste ich vor allem beim entscheiden was wie entsorgt werden soll assistieren, einen teil kleider hat sie schon an freundinnen verteilen können, etwas geht zum kleidertausch, ein paar sachen haben wir auf tutti gestellt. dabei habe ich wahrscheinlich wieder einmal das potential eines elektrokleinteils unterschätzt: ich habe von meinem alten elektrofahrrad noch eine ladestation herumstehen, die hatte ich vergessen beim abgeben des fahrzeugs in der werkstatt zu lassen und die habe ich nun auf tutti eingestellt. minuten später klingelte schon das telefon, ein interessent. und während ich noch diesem meine adresse per sms mitteilte, rief schon der nächste an. vermutlich zu billig. dabei bin ich ja nur froh, wenn das ding weg ist und noch gebraucht wird. 

am abend entdeckten die tochter und ich, dass wir uns das digitale covid-impf-zertifikat ab heute beim kanton bestellen können - eine sache, die innerhalb von minuten erledigt war, uns aber kurzfristig ein bisschen in wallungen gebracht hat. denn plötzlich hatten wir einen qr-code auf dem mobiltelefon, den wir mit der zugehörigen app scannen sollten, dazu noch den hinweis, dass der link in zehn minuten ablaufe. wir lösten das problem durch screenshots, die wir uns gegenseitig schickten und vom anderen handy dann abfotografierten. ich wäre jetzt also bereit für den besuch in der disco. falls die wirklich am 28. juni aufmachen sollten. 

just als wir alles verräumt hatten: tüten mit kleidern zum weitergeben an verschieden orten zum mitnehmen in den nächsten tagen deponiert, müll in der garage, altkleidersack dito und ich sogar noch das umdekorieren der pergola im garten mit hilfe der tochter bewerkstelligt hatte, kam kai nach hause. er freute sich über einen guten workshop in der arbeit und den ersten abend seit langem, den er mit einem musikerfreund verbracht hatte. 

wir sind, würde ich sagen, auf dem weg zu einem normalen leben. 

wenn sie wissen wollen, was ich im kopf habe, wenn ich diesen titel wähle, bitte hier entlang.



Dienstag, 15. Juni 2021

14. juni 2021 - gnagna.

 erst heute kam ich dazu, mich über die abstimmungsergebnisse vom sonntag in der schweiz zu ärgern. wir dürfen ja nach wie vor nicht abstimmen, aber verfolgen das politische geschehen in der schweiz schon recht aufmerksam. abgelehnt wurde von der wahlberechtigten bevölkerung eine volksinitiative gegen die verwendung von synthetischen pestiziden und eine weitere für sauberes trinkwasser und gesunde nahrung. von den vom parlament dem volk vorgelegten gesetzen wurde die erneuerung und verschärfung des co2-gesetzes abgelehnt, lediglich das covid19-gesetz und das gesetz über polizeiliche massnahmen zur terrorismusbekämpfung wurde angenommen. 

meine stimmung nach dem abstimmungssonntag trifft das ganz gut: 


ansonsten bin ich schon ziemlich ratlos, dass steigende spritpreise (das war das hauptargument der plakataktion gegen das co2-gesetz) wichtiger sind als eine aussicht auf eine einigermassen erträgliche zukunft für nachfolgende generationen, selbst in einem so reichen land wie der schweiz. 

insgesamt unauffälliger montag, werkstatt, haushalt, garten, ein bisschen schwimmen und zum abendessen ein überraschungsbesuch vom mittleren sohn nebst freundin. ich musste mich dann leider zum mixed media abend verabschieden, aber immerhin konnte ich heute ein freiluftatelier eröffnen: 

die aufmerksamkeit der nachbarn hatte ich damit dann auch, und alle anderen bemühten sich nach kräften den garten zu beleben...

aber immerhin war geschafft.



Montag, 14. Juni 2021

12 vom 12. und 13. juni 2021

 nur vom samstag hätte ich wohl kaum 12 bilder zusammenbekommen, zu lange haben wir das schlafzimmer ausgeräumt, geputzt und wieder eingeräumt. anschliessend waren wir eingeladen, es war ein schöner abend, aber fotos machen wollte ich nicht. 




am sonntag waren viel und lange im garten, nachdem wir alles, was zuerst ausführlich trocknen musste, wieder im schlafzimmer installiert hatten.








nun schicke ich meine zwölf bilder vom wochenende zu caro, die wie immer ganz viele 12er bei sich gesammelt hat.


Freitag, 11. Juni 2021

10. juni 2021 - donnerstag

 vormittags werkstatt mit einem schlecht schrumpfenden sitzfilz. ernsthaft sollte man vorher eine probe machen. und hoffentlich liest das jetzt keine, die jemals einen kurs bei mir besucht hat. zwischendurch radelte ich noch in die stadt, weil ich ein geschenk brauchte für die freundin, die ich über mittag zum essen traf und die gerade (also vor etwa einem monat) geburtstag gehabt hat. 

nach dem mittagessen nach hause, wo ich mir für den nachmittag ein bisschen füsse hochlegen im garten vorgenommen hatte. daraus wurde nichts, denn ich musste die letzte stunde schatten ausnutzen, um eine zusätzliche platte in der wiese zu verlegen, dann ein bisschen giessen, ein bisschen herumräumen, wenigstens einen kaffee trinken und dann auch schon lasagne kochen und den grossen gartentisch herrichten, denn zum abendessen erwarteten wir die beiden söhne.

ausgerechnet in der halben stunde, in der ich gerne schwimmen gegangen wäre, hat der nachbar seinen rasen gemäht, und da hatte ich dann keine lust drauf, weil ich es heute eh überall zu laut fand. 

sehr schöner abend mit der ganzen familie, die wir so auch seit april in unterschächen nicht mehr gesehen hatten. der mittlere sohn hatte seine drohne dabei und zeigte kurz über der wiese ihre flugkünste. und wenn er mir das bild schickt, das er von haus und garten von oben gemacht hat, dann zeige ich ihnen das vielleicht auch.

Donnerstag, 10. Juni 2021

9. juni 2021 - wiederaufnahme der stricktreffen

 die versuchung, als überschrift "heute kein regen" zu wählen, ist gross. ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob das wirklich stimmt, zumindest am spätnachmittag, als ich mit der gartenarbeit fertig war und die tochter nach hause kam, bat ich sie, mir beim einräumen der werkzeuge zu helfen, weil ich befürchtete, dass es gleich regnen würde. es tröpfelte aber nur ein bisschen und blieb den ganzen abend zugezogen. 

vorher wieder werkstatt, heute mit einem langen telefonat mit der filzbaukasten-kollegin und filzfreundin. ich freue mich so sehr, dass wir unsere überlegungen und vorbereitungen der kurse teilen können, das macht es so viel leichter, die einzelnen modulbausteine zu konzipieren und aufeinander abzustimmen. demnächst werde ich damit beginnen, das dritte modul vorzubereiten. naja, im kopf arbeitet es ja schon. 

 

am nachmittag wieder gartenarbeit, rundherum um den garten habe ich einen grossen korb brombeerranken ausgerissen und anschliessend noch die steinplatten in der wiese frisch ausgeschnitten. das sieht dann zwar immer erst ein bisschen unschön eckig aus, aber ich bin sicher, dass sich die ecken schon in zwei, drei wochen zu runden beginnen. würde ich es nicht machen, würden die trittsteine wahrscheinlich irgendwann komplett in klee und gras verschwinden. 


ich musste mich dann ein bisschen beeilen, um pünktlich um 18 uhr beim stricktreff zu erscheinen - irgendwie dachte ich, dass es das erste offizielle treffen nach der von der pandemie erzwungenen pause wäre, aber dafür war dann die wiedersehensfreude doch sehr verhalten. auf der terrasse sitzen konnten wir auch nicht, das wetter war doch noch zu unsicher. also sassen wir verteilt auf drei tische im üblichen, wenig attraktiven barzimmerchen. die anzahl der passivmitglieder steigt, aber immerhin wurde zwischendurch ein wenig gestrickt. alles so ziemlich wie vor der pandemie, aber halt alle ein bisschen älter geworden.

Mittwoch, 9. Juni 2021

8. juni 2021 - noch mal regen

 ... aber erst am abend.

vorher war ich am morgen in der werkstatt, es ist noch ein materialpaket angekommen. 

auf dem heimweg einkaufen, dann zuhause alleine mittagessen und gleich in den garten - es regnete nämlich gerade mal nicht. eigentlich war es sogar ziemlich schön, teilweise mit sonne, dafür aber reichlich dämpfig/düppig. 

zuerst schnitt ich die zwei weigelien, die nicht mehr in die grüntonne gepasst hatten, dann holte ich den rasenmäher heraus und mähte zuerst nur die wiese, die schon abgetrocknet war, später dann auch den rest. zwischendurch band ich diverses umgefallenes an oder schnitt gleich ab, erntete blüten vom holunderstrauch für sirup, zerkleinerte den strauchschnitt, so dass er in die geleerte tonne passte (die ist schon wieder fast voll), holte das gemüse aus dem depot ab und mähte auch noch das letzte stückchen wiese, nachdem die tochter nach hause gekommen war und mit mir das trampolin umgestellt hatte. 

vor dem abendessen blieb mir dann genau noch zeit zu duschen, als kai nach hause kam, war ich gerade dabei, hasselback-potatoes vorzubereiten, die im grill sehr gut gelangen, man hätte eventuell ein paar mehr machen können. anstattdessen hatte ich noch zwei randen auf die gleiche art und weise präpariert - auch die schmeckten hervorragend. 

am abend noch grosse verwirrung in sachen firmgottesdienst der tochter: anders als angegeben galt nun bei der anmeldung für die insgesamt vier gottesdienste in denen jeweils eine hand voll jugendliche gefirmt werden doch das prinzip "der schneller ist der gschwinder" oder "wer zuerst kommt, mahlt zuerst" und per messenger wurde (von offizielle seite) verbreitet, dass die beiden gottesdienste vom sonntag schon voll besetzt seien. wir waren von einem abgabetermin für präferenzen am kommenden sonntag ausgegangen, wie in der anmeldung angegeben. wieder per messenger gab es dann noch eine grosse terminliche umplanung, so dass es jetzt noch eine zusätzlichen gottesdienst am sonntag geben wird, für den die tochter jetzt angemeldet ist.

ungünstig war der zeitliche zusammenfall dieser krise mit dem beginn der vorstandssitzung der filzszene. dort besprachen wir nur kurz die ergebnisse der schriftlich abgehaltenen generalversammlung, dann überlegten wir noch für einen gemeinsamen termin im sommer, an dem wir noch einmal alle zusammenkommen könnten, das klappte aber aus termingründen nicht, nun wird es wohl herbst werden, aber dann vielleicht doch wieder einmal ein sitzungstermin an dem wir uns nicht nur online sehen werden. 

nach der sitzung begann es zu regnen, aber zuerst trotz blitz und donner nur sehr sacht und so konnte wir noch viel zu lange draussen auf der terrasse sitzen.


Dienstag, 8. Juni 2021

7. juni 2021 - immer noch regen

 noch mehr regen. immerhin kam ich halbwegs trocken in die werkstatt und zurück. am nachmittag versuchen die kollegin und ich ein altes dropboxkonto zu entheddern, das wir vor langer zeit für den filzlehrgang angelegt hatten und bei dem die zugriffsrechte unklar sind. das klappt, aber nicht ohne dass wir zahlreiche meldungen von dropbox provozieren. 

eine knappe stunde werkle ich im garten, dann ist die grüntonne voll und es fängt wieder an zu regnen. im frühjahr dachte ich ja mal, dass wir die tonne vielleicht nicht mehr so dringend brauchen, jetzt stellt es sich heraus, dass wir wieder sträucher zurückschneiden müssen. alles, was jetzt im frühsommer blüht, ist durch den rückschnitt der kirschlorbeeren und anderer immergrüner wie verrückt gewachsen. diese sträucher kann man eigentlich auch nur im sommer schneiden. ich bin ein bisschen hilflos, was den einklang dieser schneideaktion mit dem naturschutz angeht, andererseits hat es so viel anderes grün rundherum und immerhin können wir bei den sträuchern sicher sagen, dass gerade keine vögel drin nisten. leid tut es mir trotzdem. und die grösseren sträucher kippen gerade bei so viel regen schon beinahe um.

am abend ist wieder mixed media. zu beginn der sitzung - wir treffen uns weiterhin auf zoom, auch wenn mit maske und test auch präsenzveranstaltungen wieder möglich wären - rege ich an, die whatsapp-gruppe, die wir zum austausch der fertigen bilder nutzen, auf signal zu zügeln. mir ist aufgefallen, dass in den letzten tagen alle gruppenmitglieder sich bei diesem messenger angemeldet haben und denke, dass die das ja nicht ohne grund getan haben werden. die begeisterung ist eher verhalten, ich verkneife mir aber ein "es ist ja nur ein vorschlag". wohl wissend, dass mich auch diese aktion nicht komplett von wa trennen wird, denke ich, dass man ja irgendwo den anfang machen müssen wird. andererseits: was weiss ich über die motive der anderen teilnehmerinnen? vielleicht wurden sie ja nur von anderen dazu gedrängt und nutzen eigentlich sowieso begeistert alle anderen produkte des facebookkonzerns? ich hab ja selber keine lösung, aber nur zusätzlich ein signal-konto einrichten, weil es gerade alle anderen tun, kann ja nicht das ende der überlegungen sein. 

mein schreibtisch nach dem ende der mixed-media-zoom-sitzung.


Montag, 7. Juni 2021

6. juni 2021 - regen, wolken, regen

 heute hat es nur einmal geregnet, dafür den ganzen tag. halt nein: die autobahn am stuttgarter flughafen war am nachmittag trocken, dafür hingen die wolken so niedrig, dass man trotzdem den scheibenwischer brauchte. und kurz nachdem wir zuhause angekommen waren, war es auch trocken. beim abendessen (schwäbische pizza aus mitgebrachten seelen) hat es dann aber schon wieder zu schütten begonnen. 


Sonntag, 6. Juni 2021

5. juni 2021 - wmdedgt im juni 2021 aus deutschland

ha, ausgerechnet heute fragt frau brüllen, was ich so den ganzen tag mache! natürlich, da wir ja nach acht monaten das erste mal in die alte heimat gereist sind, soziologische studien zum verhalten in coronazeiten in einem mir bis dato unbekannten setting! 

aber langsam, denn zuerst einmal bekommen wir für das frühstück von der freundlichen nachbarin brötchen gebracht - seit der ersten coronawelle, in der die nachbarin eine weile für meine mutter eingekauft hat, hat sich das etabliert, dass meine mutter am samstagmorgen brötchen und bei bedarf auch den einkauf vom metzger mitgebracht bekommt. wir frühstücken also gemütlich und arbeiten den bereits festgelegten tagesplan weiter aus. 

meine mutter hat eine liste der dinge angelegt, die ihr schwer fallen und die die tochter und ich für sie erledigen können: einen schweren kaktus auf den balkon tragen, überhaupt blumentöpfe umstellen, erledigen wir gleich am morgen.

dann fahren wir in die stadt, denn es gibt da einen kleinen investitionsstau. zuerst erledigen wir die ergänzung eines weihnachtsgeschenks  - zu unserer schönen bettwäsche mit den blumen gibt es jetzt auch ein passendes leintuch. in der apotheke gibt es rabatt auf eine meiner lieblingskosmetikmarken, die ich sonst in der schweiz kaufe. im elektrogeschäft erleben wir die freuden des lokalen einzelhandels und ich meine damit nicht die tatsache, dass wir wegen personenanzahlsbeschränkungen auf die beratung vor und nicht im laden warten müssen. sondern etwas anderes, mir ein wenig unerklärliches. wir fragen nach einer elektrischen warmhalteplatte, so etwas hat man nicht vorrätig, sondern müsste es bestellen. ausserdem muss das festnetztelefon ersetzt werden - aus einem prospekt, das der tageszeitung beilag, hat meine mutter ein telefon ausgesucht, diese angepriesenen artikel gibt es aber nicht im laden, man müsste sie für uns bestellen. anstattdessen gibt es genau ein telefon einer anderen marke, 10 euro teurer, die beratung beschränkt sich auf "spitzengerät" und 40 minuten anrufbeantworterlaufzeit und in ermangelung von alternativen nehmen wir das. farbauswahl erübrigt sich, andersfarbige geräte müsste man, sie ahnen es schon, bestellen. und dann mutmasslich im laden abholen. warum, frage ich mich ernsthaft, soll das irgendjemand, der das entweder selbst oder von verwandten im bösen internet selbst bestellen (lassen) kann, auf sich nehmen? und warum darf der lokale einzelhandel eigentlich überhaupt noch jammern, wenn er doch eigentlich nicht bereit ist, einen mehrwert zu bieten? ist das elektrofachgeschäft vielleicht wirklich nur noch für leute da, die keinen zugang zum onlinehandel haben, so ähnlich wie man früher im quelle-laden die sachen aus dem katalog bestellen konnte, nur dass man sie auch vor ort anschauen konnte und nach hause geliefert bekam? fragen über fragen. 

auf dem marktplatz essen wir eis - nicht im eiscafè, sondern auf den herumstehenden sitzgelegenheiten, denn im eiscafè bräuchte es wenigstens für meine mutter einen negativen schnelltest, da ihre zweite impfung noch nicht ganz 14 tage zurück liegt. dafür steht mitten auf dem marktplatz ein zelt mit der aufschrift "kostenloser bürgertest". unter anderem deshalb, weil tatsächlich auch bürgerinnen getestet werden, bildet sich eine kleine schlange vor dem zelt, aus dem immer wieder ein junger mann in kurzen hosen und mit einem blauen plastikkittel herauskommt um die zettel mit den hoffentlich negativen testergebnissen herauszureichen. es gibt auch noch an anderen stellen in der stadt zahlreiche solcher  testgelegenheiten, ich weiss aber nicht, ob die dann auch kostenlos sind.

die tochter hat mittlerweile herausgefunden in welchem der schmuckgeschäfte sie mit der oma etwas für ihre firmung aussuchen möchte und lässt sich beraten, während ich einen teil der einkäufe ins auto bringe. im schmuckgeschäft gilt mässige maskentragepflicht, eine rutscht, eine sitzt sehr locker und eine ist gar nicht vorhanden. joa, was soll man sagen, wenn es dann das ist... helfen hoffentlich die schnelltests, die man aber für das betreten der läden ja schon nicht mehr braucht.  immerhin ist die beratung und auswahl gut, man muss nix bestellen und die tochter findet etwas sehr schönes.

zum schluss entern wir noch den drogeriemarkt und die tochter und ich müssen ein klein bisschen eskalieren. meine mutter kauft vernünftig ein, vor allem die dinge, die schwer sind und bervorratet werden können. 

zuhause bei meiner mutter gibt es kaffee und marmorkuchen und auspacken und einstecken zum laden und noch ein bisschen dinge erledigen: vorhänge abhängen, irgendwas mit betten, lebensmittel einkaufen, vorhänge wieder aufhängen. andere kleinigkeiten, die aber vielleicht auch nur für uns kleinigkeiten sind. 

dann fahren die tochter und ich den grossvater besuchen, bei dem kai logiert. auf dem balkon gibt es oliven und käse, brot und grissini. und ein aufziehendes gewitter. mühsame konversation, aber doch freude darüber, dass wir vorbeigeschaut haben. im regen fahren wir nach hause, ich finde den scheibenwischer im auto meiner mutter nicht, eher den schalter, wir müssen in der anleitung nachlesen.  auf dem rückweg tanken wir noch das auto voll, meine mutter macht das nicht so gerne selbst und kai hat uns daran erinnert. 

zum abendessen hat uns meine mutter den in der stadt gekauften fisch gebraten, es regnet weiterhin und wir können nicht draussen sitzen. als abendunterhaltung programmiere ich die angesagten telefonnummern in das neue festnetztelefon ein. eine art demutsübung in digitalen zeiten, aber immerhin von erfolg gekrönt. wir probieren mit kais hilfe von ferne den anrufbeantworter und die anruferansage aus, und ganz am schluss finden wir auch noch heraus, wie man den klingelton ändern kann: meine mutter benutzt das schlagwortverzeichnis im 77seitigen anleitungsheft um mich auf die seite mit dem klingelton hinzuweisen, ich erledige den teil mit dem telefon.



Samstag, 5. Juni 2021

4. juni 2021 - homeward bound

 alles wie freitags immer, nur mit zwei, drei änderungen. offene werkstatt heute nur bis 16 uhr, dafür gleich drei besucherinnen: die freundin, die eine runde rennen geht und vorher noch kurz mit mir etwas für die kommende woche abmachen will und zwei stricktreffkolleginnen, die einfach so vorbeischauen. jetzt habe ich genügend verabredungen für die nächsten tage. 

nach 16 uhr radle ich nach hause, dann fahren wir, nach tanken und tochterabholen, nach acht monaten zum ersten mal wieder zu den eltern nach deutschland. vollständig geimpft einerseits, gelockerte einreisebestimmungen andererseits. funfact: ab dem sonntag steht unser wohnkanton auch nicht mehr auf der risikoliste in deutschland und wir dürften auch so wieder ohne test und quarantäne einreisen.

dort wo die schnellstrasse an der donauquelle entlang führt zählen wir neun storchennester auf strommasten und insgesamt wenig verkehr auf der autobahn. um acht sind wir da und werden freudig begrüsst.

Freitag, 4. Juni 2021

3. juni 2021 - feiertag, kein feiertag, dann doch feiertag

  mit dem fronleichnamstag ist das ja hier so eine sache - eigentlich ist es nicht wirklich ein feiertag, aber je nach gemeinde kann dann schon mal alles zu sein und auch wie gestern hier die baustellen alle ruhen. andererseits arbeitete die tochter ganz normal. auf jeden fall aber ist es kein feiertag im nachbarkanton, also arbeitete auch kai. und ich hatte mir zunächst gedacht, dass auch ich einfach keine feiertag machen würde. 

dann aber wurde zuerst der termin, den ich am vormittag in der werkstatt gehabt hätte abgesagt und es stellte sich heraus, dass die termineinreichung, die ich mir für den juni in den kalender eingetragen hatte, erst im juli fällig ist. auch gut, langfristige planung (für september bis november) ist zur zeit eh nicht so meins. keine ahnung, ob das dann im juli besser ist. 

da sich also die zwei dinge, die ich mir für den tag vorgenommen hatte, zerschlagen hatten, plante ich spontan um und beschloss, mit kai um die mittagszeit nach zürich zu fahren, um endlich mal wieder den offcut-laden zu besuchen, in dem man übrig gebliebenes material kaufen kann. 

ich bin eindeutig aus der übung, was spontane ausflüge in die grosse stadt angeht: zuerst hatte ich mein mobiltelefon zu hause vergessen, was ich auf dem halben fussweg zum bahnhof bemerkte. da ich das aber zum kauf der fahrkarte brauchte, ging ich wieder nach hause und dann doch mit dem velo an den bahnhof, wo ich kai auf dem bahnsteig wieder traf. dann entschied ich mich spontan nur für eine fahrkarte für den hinweg, kurz darauf fiel mir ein, dass ich mit einem retourticket eine tageskarte gehabt hätte, mit der ich auch innerhalb der stadt die trams und busse hätte benutzen können. 

im offcut war ich dann über eine stunde, es ist dort immer sehr viel material vorhanden, allerdings gibt es auch dinge, die dort schon lange liegen. ich wurde mässig fündig, ich suchte etwas für das dreirichtungsflechten und das ist an und für sich schon nicht einfach, aber es hatte auch fast nichts, was schon in streifen geschnitten war. am ende nahm ich eine art snappap, eine lampenbezugsfolie und etwas undefinierbares, aber mir passend erscheinendes, mit nach hause. dazu noch selbstklebende folie (damit soll endlich der flyer verschönert werden) und ein paar kleinigkeiten. nicht gerade der rundumschlag, aber ein anfang, denn von der lampenbezugsfolie gibt es sehr viel aus der ehemaligen lampenfabrik bag in turgi und das vermutlich auch noch ziemlich lange. 

nach dem verlassen des ladens in der ehemaligen sbb-werkstätte (der boesner ist jetzt auch dort, nicht mehr wie früher in schwamendingen) setzte ich mich erst mal ein bisschen auf eine bank und ass mein mitgebrachtes mittagessensbrot. und stellte fest, dass kai auch schon mit seinem termin fertig war und wir uns also auf einen kaffee treffen konnten. ich machte das, was ich in solchen fällen immer mache, schaute im "chreisguide" von tsüri nach und liess mir das caffé cioccholato am lindenplatz in altstetten empfehlen, wo ich kai hinbestellte. ich selbst ging zu fuss, das lohnte sich schon wegen der autowaschanlage: 


allerdings lohnte sich das café dann nicht so. dass der lindenplatz kein architektonisches kleinod ist, wusste ich schon, insofern passten die ziemlich abgenutzt wirkenden plastiktische und -stühle und gingen noch einigermassen unter "authentisch" durch. lustig wurde es dann bei der bestellung, beinahe hätte ich anstatt des espresso  einen kaffee cräm bekommen. und das mit dem servieren und anrichten üben wir dann noch. 

das cannolo siciliano war sehr authentisch, vermutlich direkt dort hergestellt, der weg war ihm allerdings nicht wirklich bekommen. dass der auf dem tisch aufgeklebte trackingcode natürlich nicht funktionierte und das mit dem maskentragen eher alibimässig geschah muss man eigentlich eher schon nicht mehr erwähnen. ein echter reinfall. im besten fall sind sie halt einfach ein bisschen aus der übung.

heimweg dann in einem noch nicht wieder voll besetzten frühen feierabendzug, zuhause dann schnell noch eine runde ins bädle und ein bisschen im garten herumhängen, später abendessenkochen (reis mit gemüse) und noch mehr im garten herumhängen. 

der garten war heute insgesamt sehr belebt: es hatte nicht nur wie immer recht viele insekten (bienen, wespen, hummeln, heuschrecken, grillen und eine libelle) sondern morgens sah ich am kompost eine haselmaus und auf den holzplanken am bädle eine eidechse und abends konnten wir eine ganze weile einer fledermaus zuschauen, wie sie ihre runden drehte.




Donnerstag, 3. Juni 2021

2. juni 2021 - grosser rohwollkäfer

 zur zeit trifft das häufig zu, was ich über meine tätigkeit ab und zu sage: ich arbeite dann, wenn andere frei haben, weil ich ihnen helfe, ihre freizeit zu gestalten. gestern abend waren das drei junge frauen, die die gelegenheit nutzten, sich in das filzen kleiner hohlkörper einführen zu lassen und mit drei ganz unterschiedlichen behältern, alle aus einer runden form gearbeitet, nach hause gingen. 

und weil ich ja schon wusste, dass ich den abend in der werkstatt verbringen würde, war ich am morgen nur kurz dort: zum fertigstellen der hausaufgabe für die generalversammlung der filzszene, 

rohwollkäfer, mit diversen wollen, mundwerkzeug aus walliser schwarznase und augen aus engadiner fuchs.

... um ein kleines geschenk mit einem dank zu präparieren und um den abend vorzubereiten. 

anschliessend radelte ich ein städtchen weiter und erledigte einen grösseren kleidereinkauf. ich schaffte es, auf einen schlag vier hosen für den sommer zu kaufen, ausserdem ein oberteil, das ich kombiniert mit einer der hosen an der firmung der tochter zu tragen gedenke. da ich nicht gerne einkaufen gehe und noch weniger gerne kleidung kaufe, sind solche rundumschläge für mich ideal. 

wieder zuhause tat mir tatsächlich der hintern weh, ans radeln längerer strecken muss ich mich erst wieder gewöhnen. den nachmittag verbrachte ich im garten mit nichts besonderem, aber natürlich teilweise im bädle. gegen abend sah es ein wenig nach gewitter aus, es kam dann aber doch nicht zum regnen, was mir auch ganz recht war, da ich ja noch mal los musste. 



Mittwoch, 2. Juni 2021

1. juni 2021 - endlich angebadet

 das wichtigste zuerst: ich habe es endlich geschafft anzubaden. war gar nicht so schlimm, das wasser hat jetzt 21 grad und ist damit wirklich angenehm warm. aber nachdem es im mai so lange so wenig sommerlich war, hatte ich das baden schon fast aus den augen verloren. am wochenende hatte ich keine lust auf experimente und es war mit zu windig, so ist jetzt halt aus dem 1. mai der 1. juni geworden. 

ansonsten: werkstatt aufgeräumt, wenigstens teilweise, denn es stand noch eine "hausaufgabe" aus rohwolle aus, für die generalversammlung der filzszene. dafür nutzte ich die reste vom wochenende, dann sind die auch versorgt.

tierisches aus rohwolle ist das thema ... und mein "tier" ist noch nicht ganz fertig...

vor dem mittag fuhr ich noch schnell ins dorfzentrum, post aufgeben und einkaufen. auf der post arbeitet eine nachbarin, was ich bisher noch nicht wusste. sie hat sich von unseren chillipflanzen welche genommen, die hatten wir auf die strasse gestellt, zum verschenken. vielleicht ergibt sich ja aus dieser aktion tatsächlich mal kontakt zu den nachbarn! zumindest für den sommer haben wir ja jetzt gesprächsstoff...

kai hatte wieder eine sitzung über mittag, also ass ich alleine und las anschliessend ein bisschen, bis wir zusammen kaffee trinken konnten. dann machte ich jagd auf brombeeren, die sich im unterholz an den grundstücksrändern schon wieder breitmachen. ein viertel des gartens schaffte ich, der rest dann morgen oder so. es gibt auch nach den brachialen rodeaktionen des vergangenen jahres noch genug zu tun. 

und dann ging ich schwimmen. schön war es, gerne von jetzt ab jeden tag. 

später telefonierte ich noch mit einer freundin, ein nachgeholter geburtstagsanruf, aber durchaus passend, denn sie hatte am tag nach dem geburtstag, den ich eigentlich für den anruf favorisiert hätte, überraschungsbesuch. wir redeten eine weile, zeigten uns gegenseitig die gärten und sprachen zum wievielten male eigentlich? davon, dass wir uns jetzt aber wirklich bald mal wiedersehen sollten. es ist so nah wie lange nicht mehr. 

abendessen mit spargeln, später serie schauen, zuerst im garten, dann noch zwei folgen drinnen.


Dienstag, 1. Juni 2021

31. mai 2021 - 12tel-blick und sonniger montag

das war er also, der montag, der mir das wochenende ersetzen sollte: 

das wetter auf jeden fall tipptopp, morgens erledigte ich etwas exzessiv das küchenreinigungsprogramm, denn spülmaschine und küchenfenster verlangten nach zuwendung. zumindest bei den fenster sah ich das auch so (achtung: wortspiel, badummdisch!) vor dem mittagessen war dann genau noch genug zeit, die restlichen blumenzwiebeln zu versenken, und die töpfchen der tomaten und anderen eingesetzten pflanzen auszuwaschen. 

nach dem essen dann spaziergang zum 12tel-blick. 

dort ist es jetzt so weit, der nasse mai hat zur grünen hölle sein übriges beigetragen. ich erwarte für die kommenden monate höchstens noch veränderung durch tageszeitwechsel (wir waren heute kurz vor ein uhr dort, also zum sonnenhöchststand) oder kühe (die waren heute auf der anderen weide) oder naturkatastrophen (die können meinetwegen auch ausbleiben). im notfall stelle ich die familie ins bild.

hier können sie die veränderung seit januar sehen und wenn sie sich fragen, was das jetzt soll, dann möchte ich sie gerne zu eva schicken, die auch diesen monat wieder alle 12tel-blicke bei sich versammelt.

 
 den restlichen nachmittag verbrachte ich mit herumradeln im schönen wetter - zuerst zum öffentlichen bücherschrank, um gelesenes gegen neues auszutauschen, dann ein bisschen im krüschtlesladen stöbern und am ende fuhr ich noch zum brockenhaus, wurde dort aber nicht wirklich fündig. 
zurück war ich erst gegen halb sechs und dann war es auch schon zeit, das abendessen vorzubereiten: gegrillte auberginen mit fetacreme und minzpesto, dazu ein rest polenta aus dem backofen und auf kais wunsch ein paar gegrillte bauernbratwürste. für die war allerdings die zubereitung im gasgrill nicht ideal, ganz anders als für das gemüse, das wirklich, wirklich gut auf diese art zubereitet werden kann. 

den abend verbrachten kai und ich mit telefonieren ... es zeichnet sich ja nun wirklich ab, dass wir wieder menschen besuchen werden und von menschen besucht werden werden, da ist doch ein bisschen absprache notwendig.


Montag, 31. Mai 2021

28. bis 30. mai 2021 - verlängertes wochenende

nein, ich habe kein verlängertes wochenende in den bergen oder am see verbracht, obwohl endlich das wetter mitgespielt hätte, ich war nur sehr, sehr viel in der werkstatt. 

für den freitagnachmittag hatte sich eine gruppe von vier kindern angemeldet, die kamen mit einer mutter (mein wunsch, weil das industrieareal ja doch ein bisschen labyrinthartig und der fluss sehr nah ist) und mit hund und wir hatten viel spass beim herstellen von kleinen monsteretuis für stifte oder sonnenbrillen (vorschlag der mädchen). 

nachdem sie nach hause gegangen waren, stellte ich schnell noch ein bisschen etwas in der werkstatt um, so dass alles für samstag und sonntag und das erste basismodul des filzbaukasten der filzszene bereit war. 

zuhause nutzte ich den rest der sonnenstrahlen, um ein bisschen im garten zu sein, es gelang mit sogar, weitere blumenzwiebeln zu verteilen, jetzt sind nur noch 60 fresien (ich wusste gar nicht, dass die auch aus zwiebeln wachsen) und 12 gladiolen übrig. es war endlich sonnig, aber immer noch sehr windig. 

samstag und sonntag dann arbeit von neun bis fünf, jeweils mit einer kleinen mittagspause, die ich beide male zuhause verbrachte, aber auch schön, dass endlich wieder filzausbildung stattfinden kann. 

im allerersten modul, das ja jetzt wie alle anderen module einzeln gebucht und besucht werden kann, geht es dabei vor allem um grundsätzliches: eigenschaften der wolle, filzfähigkeit, schafrassen und ihre speziellen eigenschaften - und parallel natürlich um die wichtigsten handgriffe, um einen qualitativ hochwertigen filz entstehen zu lassen. und dieses ergebnis zu reproduzieren. 

es entsteht in einem modul nicht unbedingt mengenmässig viel - aber jede geht mit einem gut gefüllten kopf nach hause ... und mit einem auftrag für eine selbständige arbeit. die stimmung war über beide tage wissbegierig und gut und so hatte ich gar nicht so viel zeit, darüber nachzudenken, dass ich ausgerechnet das erste wochenende mit schönem wetter fast komplett drinnen verbringen musste. 

zuhause wurde fleissig im garten gewerkelt und gesonnt, das bädle wäre fürs schwimmen parat, mir war es aber weiterhin zu kalt, auf der wiese steht ein trampolin, das die tochter geschenkt bekommen und das der grosse bruder mit ihr abgeholt hat und das unseren rasen so mässig ziert. und ich wäre jetzt reif für ein wochenende. 

trotzdem noch den medienrückblick: 

gesehen: deine letzte stunde (miniserie), inferno (nach der vorlage von dan brown, mit tom hanks), tatort am sonntag

gelesen: ilko sascha kowalczuk, die übernahme

gehört: wenig, nur die lieblingsspodcasts...