Mittwoch, 13. Mai 2026

12 von 12 im mai 2026

heute ist der zwölfte - zeit, den tag in zwölf bildern festzuhalten. und diese bilder dann anschliessend bei caro, auf ihrem blog draussen nur kännchen, zu verlinken. danke für die gelegenheit! 


beim ersten bild ist der tag schon lang gestartet. frühstück, online-tschechischlektion und physiotherapie habe ich nicht fotografiert - und weil ich im ersten anlauf auch noch mein telefon zuhause vergessen hatte, startete ich zum zweiten mal am tag mit diesem schönen ausblick. 


in der werkstatt hatte ich am vortag chaos hinterlassen - weil ich nur sehr knapp mit meiner arbeit an den vorfilzen für eine bestellung fertig geworden war. 
 

 da sind sie, die vorfilze, jeder einzelne etwa 60 cm mal 120 cm gross. und diesmal mal wieder ziemlich bunt. 
 

 die müssen jetzt alle in streifen geschnitten werden, damit ich sie später zu sitzfilzen verflechten kann. 
 

 so - fertig. ich habe sogar noch eine grobe zusammenstellung der farben gemacht, bin aber alles andere als zufrieden. das ganze kann jetzt ein bisschen ablagern, nach den ferien fällt mir sicher ein, wie ich es besser machen kann. 
 

 zuhause gibt es reste vom vortag zum mittagessen: kräuterflädle und ein paar stangen spargel mit sauce hollandaise. 
 

 nach einer mittagspause ist das bügeln der wäsche dran - währenddessen telefoniere ich mit meiner mutter und anschliessend gleich noch mit einer kollegin aus dem kulturzentrum. 
 

 es hat noch rhabarberkuchen vom sonntag - den gibt es draussen auf der terrasse, aber eigentlich ist es draussen viel zu windig und kalt. die eisheiligen sind da, bei uns unten schneit es zwar nicht und es wird auch nicht wirklich bodenfrost erwartet, aber es ist ganz schön frisch geworden und soll auch übers verlängerte auffahrtswochenende so bleiben. 
 

 dabei ist es abschnittsweise richtig sonnig mit leuchtendem mohn. 
 
nachdem ich endlich den blogpost für die vergangene woche fertig geschrieben habe, mache ich mich auf den weg ins schwimmbad.  
 

 

wenn ich wollte, könnte ich auch draussen schwimmen. will ich aber immer noch nicht. ich geniesse meine 52 bahnen im warmen. irgendwer hat heute die schnelle und die langsame schwimmbahn vertauscht, beinahe wäre ich zwischen denen gelandet, die immer das wasser verprügeln. 
 
nach einem abstecher zum milchkaufen und in die dorfbibliothek bin ich spät und hungrig zuhause - deshalb bleibt das abendesssen aus nudeln mit brokkoli-tomaten-sauce unfotografiert.  
 
 
später gibt es noch ein glas wein und ein paar nüsschen - bevor es nicht all zu spät ins bett geht. 
 
so sah es in den vergangenen jahren am 12ten mai jeweils aus: 
 
 
 

 

Dienstag, 12. Mai 2026

kw 19 - alles ist in bewegung...

gerade beim öffnen des blogs zum schreiben bemerkt, dass ich den wochenrückblick der vorvergangenen woche noch gar nicht veröffentlicht hatte. das scheint mir symptomatisch für die vergangene woche zu sein, durch die ich mich hindurcharbeiten musste, ohne viel rechts, links oder zurück zu blicken, nur vorwärts war erlaubt.

am  montag startete ich mit einem ganztägigen filzkurs mit drei frauen, die sich unter der versprechung basiswissen filz einen einstieg ins filzen erhofften. ich glaube, ich habe alle ihre erwartungen erfüllen können - sie filzten alle vier grundformen ball, schnur, fläche und auf ihren wunsch am nachmittag auch noch eine hohlform. und sie hatten viel spass dabei, zwei kannten sich bereits, die dritte wurde gleich sehr schön integriert und so weit ich das mitbekommen habe, waren alle auf einer ähnlichen wellenlänge unterwegs. 

ich selbst war anschliessend noch zur vorbereitung einer vermietung im kulturzentrum und dann gar nicht einmal so spät zuhause, um mich von kai bekochen zu lassen. 

dienstag liess ich werkstatt werkstatt sein, weil wir einerseits am montag schon noch ein bisschen aufgeräumt hatten und ich andererseits vermutete, dass noch nicht alles trocken sein würde vom kurstag zuvor und setzte mich nach tschechischlektion am frühen morgen und physiotherapie etwas später zuhause an den schreibtisch um zumindest mal einen anfang zu machen für ein neu zu unterrichtendes modul des filzbaukasten. da wird es im juli um das filzen mit kindern gehen - und obwohl ich natürlich längst grob weiss, welche inhalte ich mit den kursteilnehmerinnen anschauen möchte, ist es nun zeit, in die feinplanung zu gehen. als erstes habe ich einen kleinen fragebogen für die kursteilnehmerinnen erstellt, von dem ich mir antworten erhoffe, die mir zeigen wo die angemeldeten personen so stehen und mit welchen erwartungen sie in den kurs kommen. viel weiter kam ich dann am dienstag auch nicht mehr, denn am nachmittag standen haushaltsdinge, ein termin mit der tochter in der küche zum heraussuchen von geschirr für ihren auszug und schwimmen auf dem programm. im schwimmbad hätte ich schon draussen schwimmen können, verzichtete aber, da der nachmittag bereits arg fortgeschritten und der himmel eher bewölkt war. vielleicht nächste woche, wenn dann nicht gerade die eisheiligen stattfinden. 

am mittwoch traf ich im kulturzentrum zum ersten mal die vertretung für meine kollegin, die dann gleich in die mutterschaftszeit geht. gut, dass wir uns bereits von einem anderen ort kennen, wir hatten aber auch irgendwann noch ein paar minuten, um ein bisschen abzugleichen, was seit unserem letzten kontakt so alles in unseren leben gelaufen ist. ansonsten überliess ich sie in grossen teilen den übergabegesprächen mit der scheidenden kollegin und machte mich ohnehin erstmal mit einer vorständin auf den weg nach zürich zum abholen eines backofens für den anstehenden frühlingsmarkt. der restliche vormittag war dann der erwartete taubenschlag - zum konzentrierten arbeiten kam ich erst am späten nachmittag zuhause. vorher aber fand noch der sehnlich erwartete termin bei der coiffeuse statt, leider nicht mit velo durch die frühlingslandschaft, sonder per auto, weil ich schon auf dem weg von der arbeit nach hause bis auf die haut durchgeregnet wurde. endlich hab ich die haare, wie ich mir das schon lange vorgestellt habe: ganz kurzer pony, zu nicht ganz kinnlangen restlichen haaren und vor allem wieder viel, viel weniger haare insgesamt! 

 

donnerstag räumte ich kurz die werkstatt auf, bevor ich eine weitere einführungsveranstaltung im museum langmatt besuchte. nach einer führung durch alle aktuellen ausstellungen durch den museumsleiter gab es noch einen kleinen apero mit allen personen, die im museum arbeiten, oder vielmehr denen, die es sich hatten einrichten können. jetzt ist es dann aber auch mal gut mit einführung - ich liess mir noch schnell das system mit batch, namensbutton und zeiterfassung erklären - die einführung dazu in der gruppe am montag hatte ich verpasst, dann ging ich vorerst wieder nach hause. ziel wäre es gewesen, eine pause zu machen, aber dann führte ich ein telefongespräch mit einer vorstandskollegin, die wegen einer op die letzte sitzung verpasst hatte und wie sich im lauf des gesprächs herausstellte, eine aussage von mir in einer früheren sitzung missverstanden hatte. ich hatte aber auch ihr anliegen, das ich in der aktuellen sitzung vortragen sollte, etwas anders interpretiert als sie es gedacht hatte, am ende war aber alles wieder gut und ich war ein bisschen stolz auf meine gesprächsführungsskills. der restliche nachmittag verging mit tätigkeiten, die ich vergessen habe, die tochter kam noch nach hause, dann musste ich auch schon wieder los, zu meinem allerersten einsatz im museum. vor der offiziellen eröffnung am wochenende gibt es diverse previews, für presse, beteiligte am umbau, angestellte der langmatt (da war ich am morgen selbst gewesen) und nun am abend für die sponsoren und geldgeber. da es draussen im park aber so schön war, dauerte es ziemlich lang, bis die geladenen gäste überhaupt ins museum kamen und ich konnte das abendsonnenlicht beim blick durch die haustüre hinaus in den parkt geniessen. dann viel freundlich gucken, grüezi sagen und auch mal auskunft geben, während der einführung in der galerie machte ich pause und unterhielt mich mit einer langjährigen museumsaufsicht, dann noch ein bisschen freundlich schauen und da sein, bis klar war, dass alle beim apero waren und niemand mehr ins museum zurückkehren würde, dann machten wir feierabend, vorher wurde ich noch mit einem anderen neuen mitarbeiter zusammen ins putzen der kaffeemaschine eingeführt und beim eindunkeln machte ich mich schon wieder auf den heimweg. 

 

freitag war haushaltsvormittag, dann am nachmittag offene werkstatt mit einer langjährigen besucherin, die mittlerweile eine freundin geworden ist. sie filzte kleine tetraeder als geschenke nach einer anleitung, die eine vorstandskollegin für die letzte generalversammlung des vereins ausgearbeitet hatte - ich leider nicht mit ihr, sondern an grossen vorfilzen für eine weitere restesitzfilzbestellung. aber bald werden wir gemeinsam käfer filzen - ich habe sie nämlich anlässlich ihres geburtstags dazu eingeladen und wir haben auch bereits einen termin vereinbaren können - auf den ich mich freue! 

über den tag hatte mir die kollegin ein paar letzte aufgaben für die vorbereitung aufs frühlingsfest aufgegeben, ich radelte noch schnell ins kulturzentrum und erledigte alles gewünschte und nahm bereits erste waren von marktfahrerinnen entgegen. dann abendessen zuhause, mit der tochter, die nun schon einige zeit freitags nicht mehr ins geräteturntraining geht und anschliessend wieder zurück ins städtle, mit abstecher zum kulturzentrum, denn ich brauchte noch helfende hände für die reparatur eines tischs, die dann allerdings die tochter erledigte, nur zum umdrehen waren mehr als zwei hände gefragt. mitten ins gewitter hinein fuhren wir weiter ins nächste kulturhaus - im royal war barabend unter dem motto tausend trank und eine nacht - wir schafften je zwei getränke und unterhielten uns halt wieder nett mit den anwesenden menschen, die allermeist im dunstkreis des clubs unterwegs sind. 


samstag dann frühlingsmarkt auf dem postplatz oder vielmehr dem rest vom platz, der nicht von einer baustellenumleitung belegt war. ich kam nicht zum aufbau der stände, sondern fand meine rolle in der vorbereitung der flammkuchen, wofür ich zunächst tomaten, zucchetti und zwiebeln schnippelte und alles andere notwendige in behältern bereitstellte, dann dabei half, den ofen aufzustellen und die belegestation einzurichten, wodurch es mir auch weiterhin den tag durch oblag, für nachschub für die flammkuchenbackenden zu sorgen. ansonsten machte ich dann gerade das, was ich sah, dass es auch noch erledigt werden wollte und die besprochene runde bei allen marktfahrerinnen um ihre stimmung zum markt abzuholen. organisation und information wurden sehr gelobt - allein mehr gäste wären schön gewesen, aber an einem so prominenten maiwochenende mit einem ganzen bündel an attraktiven veranstaltungen, die parallel sowohl in der nähe als auch weiter weg stattfanden, ist das vielleicht auch fast nicht mehr möglich. frustrierend ist es aber trotzdem, wenn man kaum etwas verkauft - das weiss ich ja aus eigener erfahrung, und es liess mich auch leichter verschmerzen, dass ich in diesem jahr keinen stand am markt hatte. nicht zuletzt deshalb, weil mir die familiäre unterstützung gefehlt hätte, denn schliesslich fand am wochenende auch noch der umzug des sohns und der tochter statt...  und kai kam so auch endlich dazu, die wiese am haus zu mähen, die wir in diesem jahr wirklich hoch haben werden lassen, auch weil wir die verschiedenen wildblumen, die sich in den letzten jahren eingestellt haben und die vielfalt der insekten, die auf den blumen unterwegs sind, sehr genossen haben. 

sonntag war umzugstag der tochter - ich half vor dem frühstück noch, einiges ins erdgeschoss zu tragen, dann übernahm der sohn und eine freundin, die die sachen in den dritten stock tragen mussten... kai und ich drehten eine runde auf den rädern und merkten unterwegs schon, dass sich die eisheiligen im anmarsch befanden, im wald wars kühl und die sonne wollte nicht so recht rauskommen. zuhause dann verschiedene emsigkeiten, die kommende woche ist kurz und das lange wochenende gehört dann schon so halb zum urlaub. 

unterwegs an einem bauernhof schlug gerade der pfau ein rad
 

sonst noch so? nach einer kleinen recherche-odyssee habe ich es geschafft, für kai und mich dauerkarten für den öffentlichen nahverkehr in prag zu organisieren - das lohnt sich, denn touristenkarten gibt es für maximal drei tage und die monatskarte rechnet sich schon, wenn man nur fünf tage dort ist. auch sonst habe ich immer mal wieder ein bisschen recherchiert, nach restaurants in münchen (vor allem auf dem blog von frau kaltmamsell), nach ausstellungen in prag, nach dem eintrittspreis für den hradschin (wenn wir alles sehen wollen, kostet uns das für eine person mehr als die monatskarten für den nahverkehr für zwei - die eintrittsbillette die ich im zugegebenerweise sehr alten reiseführer fand, haben in den neunzigern 4 kronen gekostet) und nach möglichkeiten, mit dem öv nach theresienstadt zu gelangen. wir haben uns ganz fest vorgenommen, vor ort zu entscheiden was wir machen, dank alle hände voll zu tun, kann ich damit bis jetzt ganz gut. 

der garten eskalierte bis zum samstag vor sich hin. 

jetzt ist die wiese wieder kurz - aber im grunde genommen ist uns beiden auch klar, dass das ökologischer wahnsinn ist, dieses rasenmähen. argumente liefert dieser artikel

immerhin blüht es drumherum immer noch sehr schön, als nächstes werden wohl die rosen dran sein. 




 also die etwas edleren - die wilden sind ja immer ein bisschen schneller. 

hui - mit ein bisschen verspätung schaffe ich es jetzt endlich, den wochenrückblick am dienstag fertigzustellen, da ist schon wieder 12 von 12 und da wäre ich schon mal wieder gerne dabei...  

Sonntag, 3. Mai 2026

im april gelesen

eindeutig habe ich wieder viel mehr spass am lesen - unabhängig davon, dass diese reihe im blog sich nur geringer aufmerksamkeit und keiner nachahmerinnen erfreut. auch egal, dann ist es halt, wie so vieles hier, vor allem für mich. 

tatsächlich habe ich ein bisschen auf dem nachttisch aufgeräumt, dabei sowohl aussortiert als auch zwei bücher doch noch gelesen, die schon im märz thema waren. 

zuerst den essayband von anna rosenwasser mit dem titel "herz". er kommt mit dem untertitel feministische strategien und queere hoffnung und in rosa daher und beim lesen stellte ich fest, dass ich das eine oder andere thema oder vielleicht auch teile der texte in anna rosenwassers kolumne in der republik bereits gelesen hatte. schon dort mochte ich die verbindung grundsätzlicher überlegungen zum thema existierender gewalt gegen frauen und queeren personen und persönlicher erfahrungen der autorin, hier noch mehr. nicht alles neu, aber mit spannenden überlegungen dazu, die zu grösstmöglicher toleranz und solidarität auch unter den marginalisierten gruppen aufrufen. und ganz sicher braucht es menschen wie anna im nationalrat! 

anschliessend las ich die letzten seiten von jane gardams gute ratschläge - passte ganz gut, denn die zunächst ein bisschen suspekte protagonistin und briefschreiberin, die sich scheinbar an ihre verschwundene nachbarin wendet, beschreibt je länger je mehr ihr eigenes leben und ihre erfahrungen in einer von gewalt geprägten ehe und gesellschaft, die zwar weitgehend nicht körperlicher natur sind, sie aber doch lebenslang in ein enges korsett gepresst haben, dem sie auch nicht mehr entkommen kann, als sie tatsächlich von ihrem mann verlassen wird - und in der auch sie durchaus zur täterin wird. ein beklemmendes buch mit schönen teilen, durch die konsequente einengung der perspektive (wir kennen die welt nur aus dem blick der hauptperson) verwirrend und klar gleichzeitig. 

danach brauchte ich ein bisschen lesefutter für eintauchen und fand in der bibliothek einen weiteren roman von joel dicker. ein ungezähmtes tier ist ein krimi - auf drei zeitebenen und mit reichlich klischees versehen geht es um einen raubüberfall, bei dem am ende alles ganz anders ist als zuerst gedacht. die reichen im glaskubus haben mehr zu verstecken als ihr haus es ihnen erlaubt, das paar aus der mittelschicht ist fasziniert und lässt sich in dinge hineinziehen, dient aber letztlich nur der erzählstruktur und ermöglicht es, dass erst so langsam ans licht kommt, was da alles schief läuft, dazu wird dann kaum ein investigativer aufwand gescheut, der allerdings wenig nutzt, wenn man nicht das gesamtgebäude aus lügen kennt. super zum lesen, erkenntniswert gleich null, ich liess mich unterhalten. 

anne tyler: der leuchtend blaue faden hatte ich auch schon ein bisschen auf dem bücherstapel liegen. ein bisschen verwirrend fand ich hier den klappentext, der eine geschichte von einem alternden paar ankündigt, dessen kinder selbstständiger werden und das sich die frage stellt, wer sich um das allmählich zu gross werdende haus kümmern soll. - in meinen augen verkauft sich die geschichte hier deutlich unter wert, denn das buch beginnt lange bevor red und abby sich fragen, was aus dem haus werden soll - oder sie fragen sich das eigentlich auch nicht. denn in ein leuchtend blauer faden geht es nicht nur um die geschichte eines paares mit vier ganz unterschiedlichen kindern, sondern auch um die geschichte des hauses und damit um drei generationen, die hier gelebt haben. und im grossen zeitlichen bogen immer wieder um kleine dinge, die die komplizierten emotionalen verbindungen der einzelnen familienmitglieder spiegeln. es passiert nichts dramatisches, doch überall gibt es risse und verwerfungen, die aber nie unüberbrückbar sind und unter denen dann doch genügend familiensinn, pragmatismus und vielleicht einfach anstand stecken, dass es gemeinsam gelingt, die alternden eltern auch in ihrem letzten, manchmal schwierigen, manchmal heiteren, aber oft auch einfach banalen lebensabschnitt zu begleiten. 

und dann war da noch ein weiterer band von therese bichsel, einer schweizer autorin. wie bereits bei der linde von linn und bei der grossfürstin anna wurde ich auch in überleben am red river mit dem stil nicht warm. irgendwo zwischen historischem sachbuch und lesebuchprosa kommt nie so etwas wie leben in die figuren - wären da nicht die themen, die mich dann doch schon zum dritten mal zu fesseln vermochten. in diesem band steht die geschichte zweier auswandererfamilien aus der gegend um bern im vordergrund. ihr weg führt sie über aare und rhein nach rotterdam und weiter durchs eismeer nach nordamerika. die richtigen schwierigkeiten beginnen auf dem weg zum red river, und auch dort fehlt es nicht nur an proviant, sondern auch an wohnraum und die mit blumigen worten beschriebenen klimatischen und landwirtschaftlichen bedingungen, die die schweizer zum auswandern bewogen haben, sind ganz anders als gedacht. harte winter müssen überlebt werden, junge töchter werden mit soldaten verheiratet, um das überleben der familien zu sichern, einige ziehen weiter, andere kehren gar in die schweiz zurück - die schweizer kolonie in kanada kommt eigentlich nicht zustande. ein spannendes kapitel migrationsgeschichte, auch wenn es wahrlich kein lesegenuss war. 

ich würde sagen, die sache mit dem verlinkungstool erspare ich mir hier diesmal, wenn sie gerne verlinken möchten, sagen sie mir bescheid oder schreiben sie es in die kommentare. ich freue mich über ihre lesefreuden an anderer stelle zu lesen!  


kw 18 - dreigeteilt

 diese woche war zweigeteilt - bei näherem hinsehen sogar eher dreigeteilt. 

der erste teil, montag bis mittwochnachmittag, bestand aus arbeiten und arztbesuchen. arbeit einerseits an der vorbereitung eines filzkurses, der am kommenden montag stattfindet, unter der überschrift basiskurs filz versuche ich hier eine einführung sowohl in praktischer als auch theoretischer hinsicht in einem kurstag zu geben. andererseits hatte ich am wochenende eine nachricht vom museum langmatt bekommen, ob ich spontan an einem erste-hilfe-kurs am dienstagnachmittag teilnehmen wollte, ich wollte und liess mich also im schönen pavillion aufs laufende bringen für den den fall, dass es im museum während meiner aufsichtsschichten zu notfällen kommen sollte. und dann war da noch der arbeitsvormittag im ennetraum am mittwochmorgen, in deutlich entspannterer atmosphäre, da endlich, endlich eine vertretung für meine schwangere kollegin gefunden wurde, und diese die letzten wochen vor der geburt ihres zweiten kindes nun ein bisschen ruhiger angehen kann. 

um kurz vor eins verliess ich den ort des geschehens und eilte nach hause, ass kurz etwas zu mittag (allzuviel war nicht da) und machte mich dann auf den weg zu meiner mutter. dank verschiedener aufgaben unterwegs und reichlich staus auf der strecke kam ich dort erst gegen halb sieben an, liess mich bekochen und verbrachte den abend mit meiner mutter. am anderen tag gab es verschiedenes zu erledigen, administratives und einkaufen, was wir dann am ende mit einem kleinen ausflug ins remstag verbanden. eingekauft habe ich dann auch, vor allem kleider, die ich für die arbeit im museum brauchen werde. am abend traf ich mich mit einer freundin, wir tauschten neuigkeiten über kinder, arbeit, welt aus und gingen wie immer viel zu spät nach hause. am maifeiertag blieben wir gemütlich zuhause, ich erledigte noch diverse haushaltsdinge, wir kochten gemeinsam falafel, ich holte uns noch ein eis von der eisdiele und dann machte ich mich gegen spätnachmittag wieder auf den weg nach hause. 

diesmal gab es keinen stau, kai freute sich, dass ich wieder zuhause war und ich wurde abermals bekocht. die tochter erzählte von einer radtour, die sie zusammen mit einer freundin am feiertag um den hallwilersee unternommen hatte und kai und ich beschlossen, am anderen tag auf den markt zu fahren, worauf sich die tochter uns anschloss. 

nachdem wir die kühlschränke mit frischem obst und gemüse gefüllt hatten, machten kai und ich ein bisschen pause und während die tochter zum spätdienst aufbrachen, machten wir uns auf den weg zum schloss wildegg, wo an diesem wochenende der setzlingsmarkt der pro specie rara stattfand. was für eine schöne radtour! wie schon oft folgten wir zuerst der limmat abwärts bis zu ihrer mündung in die aare und nahmen dann den aareradweg. wie schön war es, unter den gerade ergrünten bäumen am fluss entlang zu radeln! unterwegs hatte ich die idee, nach dem kraftwerk bei schinznach nicht wieder die flussseite zu wechseln, sondern nach holderbank zu fahren und von dort den schlossweg direkt zum schloss wildegg zu nehmen. 


so voll es üblicherweise am vormittag auf dem setzlingsmarkt sein kann, so leer war es an diesem spätnachmittag. wir schlenderten deshalb wirklich ganz gemütlich an den marktständen vorbei und kauften trotz baldiger ferienabwesenheit ein: basilikum zum unterpflanzen der tomaten, eine fuchsie und eine paprikapflanze - sowie eine tüte mit verschiedenen sehr speziellen saatkartoffeln, die wir allerdings später zuhause nicht mehr auseinanderhalten konnten. 

die tomatensetzlinge lachten uns natürlich auch wieder an, aber davon haben wir ja selbst schon so viele, dass wir sie auch noch verschenken können (überschlagsweise auch in diesem jahr setzlinge für ca. 100 franken produziert, davon etwa zwei drittel verschenkt). 


 an diesem stand machte man sich schon für den kommenden sonntag bereit - das wetter war gut, da liegt es nahe, auch für den zweiten tag des setzlingsmarkts einen besucheransturm anzunehmen. 

 wir schoben unsere räder den berg hinunter zum gutshof, tranken etwas und machten uns dann auf den heimweg über brunegg, birr und hausen nach windisch und nach hause. weil wir vage den plan gehabt hatten, unterwegs etwas zu essen, gab es zuhause dann die notfallwurst, die wir auf den grill legten. am feuer hielten wir es dann aber nicht mehr lange aus, weil es aus unerklärlichen gründen zu rauchen und zu qualmen begann. 

den sonntag verbrachten wir im garten - die setzlinge mussten verteilt und allgemein ein bisschen ordnung gemacht werden, kai konstruierte eine dachrinne fürs gerätehäuschen und nun warten wir darauf, dass der angekündigte regen diese einweiht. 

über den tag gab es viel tierisches - die nachbarkatzen halten sich gerne bei uns auf, weil es hier blindschleichen und eidechsen, vermutlich auch mäuse gibt.  

die eidechsen ernähren sich von raupen: 


 und nicht nur die eidechsen - wir sahen auch eine schlupfwespe mit einer raupe, die beinahe so schwer war wie sie selbst. 

und dann war da noch der maikäfer in den wildrosen. 

auch irgendwie gut, dass wir doch noch ein bisschen hier im schönen haus mit dem garten bleiben werden. noch ist das bädle nicht voll, aber nach unserem urlaub werden wir es füllen und in betrieb nehmen. 


 

 

Sonntag, 26. April 2026

kw 17 - so lässt es sich aushalten.

der wochenstart war ein sprung mitten hinein mit einem ganzen filzkurstag - ausgeschrieben war ein kurs zum flechten und filzen und das wurde es dann auch, aber ein bisschen anders als gedacht. eigentlich ist das ein format, das sich an erfahrene filzerinnen wendet - nun hatte ich aber zwei anmeldungen von eher unerfahrenen personen. da es sich zugleich um einen kurs mit vorbesprechung handelt, wusste ich das aber schon und konnte für die beiden kursteilnehmerinnen das programm teilweise anpassen, teilweise jemanden ein ganzes stück an der vorbereitungsaufgabe wachsen lassen. 

so entstanden ein restwollefilz als sitzfilz und ein tischset, das später noch einen partner bekommen soll. 

abends dann noch theater - aber immerhin mal ein stück, das wir geniessen konnten. gegeben wurde der spieler, nach dostojewski, für uns zuerst ein bisschen unnachvollziehbar auf der probenbühne statt im schönen kurtheatersaal. anschliessend war uns dann die spielortwahl klarer, der kleine, intime raum im vierten geschoss des theatergebäudes liess das nur mit hilfe von requisiten angedeutete ambiente besser zur geltung kommen  - und ganz ehrlich war der blick hinüber auf die goldwand und die rebberge an diesem schönen abend genug entschädigung für den weg all die treppen hinauf. und in unmittelbarer nachbarschaft zum kasino, das wir noch nie von innen gesehen haben, hat die thematik halt schon ein bisschen mehr aktualität. was ich trotzdem weiterhin vermissen werde, sind die theaterpausen. schliesslich geht man ja nicht nur wegen der stücke ins theater, oder liege ich da mittlerweile komplett falsch. falls es zu einer neuen spielzeit mit abo kommen wird, werde ich da mal mehr drauf achten. 

den dienstag nutzte ich dazu, mich wieder einzusortieren und endlich die erblühten baumpäonien zu bemerken. 


 so wenig gartenfotografie war nie. so müssen sie mir halt einfach glauben, dass es blüht und grünt in unserem garten und ich in der komplett sonnigen woche immer mal wieder draussen gestaunt habe, was unsere wiese, dank seltensten mähens, an artenvielfalt und dazugehörigem gebrummsel von insekten hervorbringt. und wenn jetzt wieder überall die rasenmäher vor sich hin tuckern, kommen vielleicht noch ein paar hungrigen flügeltiere mehr dazu. 

mittwoch hatte ich einen kurzen arbeitsvormittag im kulturzentrum - ich musste noch auf die post und hatte anschliessend über mittag physiotherapie. arbeitsmässig ist es bei mir gerade ruhig, während in anderen bereichen im kulturzentrum einiges vor sich hin eskaliert. es lässt mich nicht völlig kalt, aber ich merke meine involviertheit nur noch an der körperlichen erschöpfung, die mich dann abends sehr früh ins bett zum lesen schickte. war aber auch schön. 

gefreut hatte ich mich die ganze woche schon auf den donnerstag, für den vormittag war eine erste einführung und sicherheitsschulung für die aufsichten im museum langmatt angesagt und ich bin ja jetzt teil von diesem schönen ort. wir versammelten uns im neu gebauten pavillion, dann gab es einen rundgang durch die ausstellungsräume und anschliessend noch die bereiche hinter den kulissen, die für die arbeit als museumsaufsicht wichtig sind. ich bin mir garnicht so sicher, dass ich davon im blog schon geschrieben habe. (doch, habe ich, am 15. märz, da habe ich die zusage bekommen) aber ich freue mich so sehr, in diesem haus inmitten des wunderbaren gartens arbeiten zu können. 

anschliessend war ich mit einer freundin und der tochter zum mittagessen verabredet, bevor sie eintrafen blieb mir noch ein bisschen zeit, im neuen du zu blättern, das ich gerade im museum hatte mitnehmen dürfen. 

am nachmittag ging es dann gerade weiter mit den terminen an schönen orten - weil ich am montag wegen filzkurs die schafschur verpasst hatte, fuhren ich mit der tochter zur hagwies und "meinen" zackelschafen um von den frisch geschorenen vliesen welche zum filzen auszusuchen. 

und wieder einmal standen wir auch lange in der sonne, schauten den schafen zu und liessen uns von den herausforderungen eines schafzüchterlebens berichten. danke, hans-peter, für deine bereitschaft, mir immer wieder meine neugierigen fragen zu beantworten! 

freitag war endlich wieder einmal ein tag ohne "schnelle" fahrt ins kulturzentrum, ich widmete mich vormittags dem haushalt und stellte wochenendtauglichkeit her, erledigte noch hier und da ein bisschen etwas, das lang schon ausgeschriebene metallregal wurde endlich abgeholt und den nachmittag verbrachte ich in der werkstatt, trotz offener türe alleine und zuerst mit einer groben planung der arbeiten für das filzbusiness für die kommenden wochen. und der erkenntnis, dass in den wenigen stunden, die ich zeit fürs filzen finde, kein freiraum für eigenes bleibt. soll mir noch eine kommen von wegen schönem hobby... nachdem ich anschliessend aufgeräumt und geputzt hatte, stellte ich noch schnell einen von mehreren vorfilzen für eine bestellung her, die nächsten beiden zeitslots sind für die vorbereitung für einen basisfilzkurs mit drei teilnehmerinnen reserviert. 

ich ging nicht all zu spät nach hause (vor ort war wieder einmal bierabend angesagt, und bevor es so richtig voll wird, gehe ich lieber) und nutzte den frühen abend noch, um unsere tomaten in die grossen töpfe umzusiedeln.

den start ins wochenende feierten kai und ich dann am abend mal richtig: zuerst gabs abendessen in der dorfpizzeria, dann machten wir uns auf den weg in die kleinstadt vor den toren unseres dorfs und besuchten die ausstellung eines ganz besonderen künstlers: 

leider, leider nur noch bis sonntag können sie dort in detektivischer kleinarbeit fälle auf künstlerische art lösen... wir hatten viel spass mit den liebevoll gesägten, geleimten, bemalten und vor allem aus- und durchgedachten bildern, apparaturen und installationen. 

dann gings weiter ins royal, wir machten das verlängerte wohnzimmer unserer kinder für einen abend auch zu unserem. 

dass es ein bisschen spät wurde, war nicht so schlimm, wussten wir ja schon, dass der samstag nicht gerade anstrendend werden würde, wir waren zu einem familienfest eingeladen, zu dem wir am samstagvormittag durch den frühlingsstrahlend sonnigen klettgau und hegau fuhren. 

gefeiert wurde ein achtzigster geburtstag in der familie mit einem feinen essen an einem ort, an den wir sonst vermutlich nicht gekommen wären, dem mac-museum in singen am hohentwiel, wobei mac für museum for arts and cars steht, durch das es dann nach dem essen auch einen rundgang gab. 



 spektakulär schon mal das gebäude, das wirklich direkt unter dem hausberg der stadt steht. 

in der ausstellung viele autos, alte und mittelalte, und auch ein paar fast neue, davon dann vor allem schnelle. und kunst, einprägsam vor allem die lichtinstallation in einer sich über alle stockwerke ziehenden halle. die besitzerin des museums gehörte auch zur festgesellschaft und kam mit auf den rundgang, die zusätzlich für die führung engagierte person tat mir fast ein bisschen leid, hatte aber auch tatsächlich wenig zu vermitteln. auf dem weg zurück zum restaurant und zum nachmittagskaffee waren wir uns auch mit einem durchaus autoaffineren paar einig, dass man auch mal froh sein muss, wenn man manche sorgen nicht hat. konkret in diesem fall, dass man keinen lamborghini besitzt, dessen getriebe und motor alle zwei jahre komplett ausgebaut und revidiert werden muss. 

rückfahrt dann wieder durch die grüne frühlingslandschaft mit dem beschluss, diese am sonntag zum radeln zu nutzen.  

für die kommende woche habe ich gleich mal alle weniger angenehmen und wirklich unangenehmen termine in den montag gepackt: routinemässige mammografie, zahnarzttermin und krisensitzung im kulturzentrum, anschliessend kann es nur noch besser werden. 

 

Dienstag, 21. April 2026

monatsspaziergang april 26

am vergangenen sonntag haben wir wieder einmal einen der stadtspaziergänge vom zueri z'fuess unternommen. seit wird das angebot der stadt zürich entdeckt haben, waren wir schon 2021 in schwamendingen und 2023 in wipkingen unterwegs. seit 2024 spazieren wir mit freunden - und waren bis jetzt zusammen in hottingen und in altstetten. für dieses jahr sah es zunächst wettermässig nicht gut aus und wir befürchteten schon, auf ein museum ausweichen zu müssen, aber dann wurde der sonntag unerwartet schön und wir machten uns gemeinsam auf den weg, um wollishofen zu erkunden.  

die am westlichen zürichseeufer gelegene gemeinde wollishofen war einmal ein dorf, das aus vielen verschiedenen weilern und höfen bestand und so ist der spaziergang auch ein bisschen eine zeitreise. gestartet sind wir aber am bahnhof und von dort gleich zum seeufer gegangen. am aufgeschütteten seeufer fanden die legendäre landesausstellung der schweiz 1939 und die ausschliesslich von frauen gestaltete saffa, die schweizerische ausstellung für frauen und arbeit, 1958 statt. die kleine insel auf dem bild heisst dann auch noch der ausstellung saffa-insel. 


 per steg ging es weiter über die werft der zürichseeschiffahrt. 


hier machte sich gerade der schaufelraddampfer stadt zürich für eine fahrt nach rapperswil fertig. 


 vor dem savera- areal, einem kleinen park am seeufer, waren ganz mutige schon am baden im see... 


 wir passierten das gemeinschaftszentraum wollishofen und eine aufgelassene kiesfabrik und kamen dann zur roten fabrik. 


 ursprünglich ende des neunzehnten jahrhunderts als seidenweberei gegründet, dienten die roten backsteingebäude von 1935 bis in die siebziger jahre als telefonfabrik, wurde dann als abbruchobjekt von der stadt zürich erworben und nach den jugendprotesten durch eine volksabstimmung zum alternativen kulturzentrum. 

auf dem gelände gibt es viele verschiedene räume für konzerte und bands, aber auch platz für ateliers und werkstätten - und am seeufer für gastronomie.

auf dem cassiopeiasteg, der einen freien blick auf berge und see ermöglicht (ohne foto, dafür war es dann doch zu diesig) passierten wir die 1939 im stil der neuen sachlichkeit erbaute seebadi. 
 

 und rätselten, ob die ironischen bojenbeschriftungen ihre wirkung zeigen. 
 
 
an der zürcher waschanstalt verliessen wir das seeufer und wandten uns bergwärts in richtung dorfmuseum, das allerdings noch nicht offen hatte. 
 

 auch gut, so blickten wir nochmal zurück auf den see und den turm der roten fabrik. 
 

 und auf die hübschen tulpen im garten des museums - und verschnaufen konnten wir hier auch so. 
 
 
unterwegs wunderten wir uns über diesen ungewöhnlichen strassennamen - erdbrust,  habe ich herausgefunden, war der name eines der grösseren weiler wollishofens, der allerdings nur noch in diesem strassenschild und einer hofinschrift weiterlebt. 
 

 gegenüber entdeckten wir dieses wunderschön renovierte häusschen dessen fachwerkbalken ganz wunderbar mit der knallroten azalee um die wette strahlten. 


entlang einer grossen schulanlage mit gebäuden aus den verschiedensten epochen kamen wir zum märchenbrunnen. 


hier mäanderte unser weg dann einmal sehr - damit wir den ehemaligen ortsteil auf dem rain durchqueren konnten, wo sich ein paar alte häuser aus dem achtzehnten jahrhundert erhalten haben. 
 
 
der turm der katholischen kirche st. franzikus. 
 

und die reformiete kirche auf der egg. 
 

hier legten wir dann unsere vesperpause ein - mit blick auf den see und in der sonne auf einem bänkle. 
 

spannende alte und neue häuser auf der egg. 

 
und überraschend viel grün dazwischen. 
 

in den dreissiger jahren wurde hier eine werkbundsiedlung im auftrag der baugenossenschaft neubühl gebaut. die siedlung gilt als das wichtigste zeugnis des neuen bauens in der schweiz. 
 


 der stadtspaziergang wurde immer mehr zum weg durch die wohnformen der letzten hundert jahre, denn nach dem überqueren der albisstrasse kamen wir in ein grosse siedlung moos der abz - der allgemeinen baugenossenschaft zürich. 
 

  in der gesamtanlage gibt es dreizehn häuser mit sieben verschiedenen haustypen, darunter auch einem hochhaus. rundherum findet man weitere genossenschaftsbauten, auch solche, die gerade erst in den letzten jahren erstellt wurden und andere aus den fünfziger jahren ersetzen. 
 

 ein weiterer schlenker brachte uns in den wald und an die autobahn, und später wieder zurück zu einer weiteren genossenschaftssiedlung, dem bergdörfli. typisch für die genossenschaftssiedlungen sind uhren in den strassen. 
 

 ein langes stück folgten wir der frohalpstrasse. 
 

 und durchquerten dann den friedhof manegg, auf dem sogar schafe grasen dürfen. 
 




ein kleiner abstecher brachte uns zum restaurant muggenbühl, wo wir bei kaffee und glacé eine weitere pause einlegten. 
 

 auch hier ist die autobahn dann noch einmal ganz nah - und auf dem weg zurück zum bahnhof wurde uns nochmal deutlich, wie hügelig wollishofen eigentlich ist, mussten wir doch einige täler durchqueren bis wir wieder an den see gelangten. 

ein schöner spaziergang, auf dem es wieder viel zu entdecken gab und den ich gerne zu den bei heike gesammelten monatsspaziergängen beisteuern möchte.