so, zweite ferienwoche und auch für mich sind noch ein paar tage ferien abgefallen. konkret hatte ich von dienstag bis freitag frei - also zu jeweils 20%. letztendlich macht es ja wenig unterschied, da ich ja auch sonst nicht jeden tag fürs kulturzentrum arbeite, aber da gerade wirklich wenig zu tun ist, bot es sich an, endlich mal resturlaub abzubauen. man könnte es auch umwandlung von ferientagen in überzeit nennen, aber das behalte ich mal lieber für mich.
und tatsächlich gab es auch einen richtigen ferientag, mitten in der woche. kai hatte sich ebenfalls frei genommen und mir wurde der wunsch nach einem thermalbadbesuch erfüllt. eigentlich haben wir ja das beste und wärmste wasser hier vor der türe (oder, wortspiel: sitzen hier thermalwassermässig ja an der quelle...), aber ganz ehrlich, ich mag die badearchitektur von herrn botta nicht so richtig gerne und wollte auch schon länger mal wieder ins solemar nach bad dürrheim. da traf es sich ganz hervorragend, dass wir eh noch ein paar schuhe in frittlingen bestellen wollten.
auf die kleine schuhfabrik geiger zwischen schwarzwald und alb sind wir vor vielen jahren durch einen freund aufmerksam geworden, und haben immer mal wieder dort schuhe bestellt. diesmal war das letzte paar schuhe aber so lange her, dass wir neu vermessen werden mussten. und während kais masse aufgenommen wurden, habe ich mir erlaubt, ein foto von der werkstatt zu machen.
schuhmacherei, kaffeetrinken, thermalbad und abendessen waren für den komplett verregneten tag genau das richtige programm.
schön war auch, dass ich diese woche richtig viel in der werkstatt war - neben zwei schalen mit verschiedenen wollmengen auf derselben schablone wurde ein set ineinander passender filzschalen fertig.
und am freitag durfte ich einem weiteren sitzfellchen zum gelingen verhelfen:
nicht alle zackelschafe sind wirklich nur weiss - das hier hat auf dem rücken ganz fein gekräuselte locken mit ein wenig dunklen haaren.
freitag hatten wir karten fürs one of a million festival - alle kinder sind hier sehr bis mittel (wobei mittel schon für einen superhelferinnenpass ausreichte) engagiert. es ist ein festival für bands und acts, die noch nicht so bekannt sind und es gibt immer viel experimentelles, nicht nur in klassischen konzertlocations sondern auch an etwas ungewöhnlicheren orten wie der abdankungshalle das friedhofs oder einer kegelbahn unter einem hotel. wir waren in diesem jahr sehr gezielt dort, denn wir wollten uzi freyja mit ihrer band sehen. ich habe mich ein wenig ertappt gefühlt, dass ich dabei zumindest an eine gemischte besetzung gedacht habe, tatsächlich wurde die kamerunische sängerin von zwei frauen am schlagzeug und synthesizern unterstützt. und das war dann schon noch mal viel besser als im dynamo wo wir sie als support act von noga erez gesehen hatten. musikrichtung irgendwas zwischen rap und pop, durchaus auch politisch, gerne mal reinhören, ich finde, es ist gutelaunemusik.
im vollen royal war tolle stimmung! (und tatsächlich hatte sie uns wiedererkannt - wir hatten nach dem konzert im dezember kurz mit ihr geredet und so erfahren, dass sie nach baden kommt...)
inzwischen haben wir hier den zigsten wintereinbruch, heute morgen war der wald, so weit sichtbar, ab ungefähr der höhe, wo wir wohnen, beschneit, inzwischen ist aber schon wieder alles weggetaut. nach einkaufsrunde am samstag und der obligatorischen gartenarbeit (kai hat den letzten weissbuchenstamm gekappt, ich die sich als erstaunlich hartnäckige herausstellende glyzinie geschnitten) haben wir für den heutigen sonntag, mit aussicht auf weiterhin greisliches wetter einen zuhausebleibetag beschlossen.
also habe ich hefeteig angesetzt und walnuss- und quarkschnecken gebacken. walnüsse hatten wir reichlich, weil ich im herbst eine grosse tasche davon von meinem onkel bekommen habe. und quark musste auch weg. nun haben wir wieder vorräte im tiefkühler.
und weil das backen mit hefeteig ja immer wieder pausen produziert, habe ich nebenbei viele hosen und eine jackentasche von kai repariert. und weil ich wollte, dass nichts mehr herumliegt, was eine nutzung der nähmaschine verlangt, habe ich auch noch eine filztasche mit lederner griffverstärkung ausgestattet. vielleicht miete ich doch noch einen stand am frühlingsmarkt... mal sehen ob ich jemanden finde, der/die für mich hinter den stand steht...
äh ja, und den flicken auf der tasche sieht man nicht von aussen, es hatte sich die innenseite der tasche durchgeschabt, allerdings befand sich das textil schon in einem zustand, wo es mir ein grosses rätsel war, woran ich den flick überhaupt noch befestigen sollte... am ende ist es aber doch ganz haltbar geworden und nicht zu hässlich.
sonst noch so?
die haseln blühen wie verrückt. ich muss dann immer an impressionistische malerei denken, aber das musste ich diese woche sowieso schon immer mal wieder.
















































