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Montag, 2. Dezember 2024

wochenende - 1. advent 2024

was für ein wochenende! im prinzip habe ich an beiden tagen gearbeitet, und wenn mans genau nimmt, halt nicht nur im prinzip. 

am samstag haben wir gemütlich gefrühstückt, ein bisschen die kommende woche strukturiert, ich habe noch schnell die beiden vollkornbrote gebacken, die ich am freitagabend vorbereitet hatte und dann hat mich kai gegen zwölf uhr auf den weihnachtsmarkt nach oberrohrdorf gebracht. 

so, oder so ähnlich war mein ausblick nach dem aufbau die nächsten sechs stunden. und ja, genau, da steht niemand vor dem stand und schaut sich meine waren an, sondern es ist ziemlich leer. besucher hatte es schon auf dem markt, aber halt vorwiegend sehr scheue, die sich kaum einmal getraut haben, an meinem stand stehen zu bleiben. so wenig mit marktbesuchern gesprochen habe ich auch noch selten. nach dem eindunkeln habe ich dann immerhin ein bisschen was verkauft - standmiete bezahlt, und ein bisschen mehr. was mich mehr als die fehlenden einnahmen schmerzt, ist das geringe interesse oder die fehlende neugier auf neues. auch eine erfahrung. 

am sonntagmorgen wollte ich unbedingt stollen backen, damit wenigstens mal ein weihnachtsgebäck vorbereitet ist. also stand ich gegen sieben zum ersten mal und dann so ungefähr alle halbe stunde auf, um handgriffe am klassischen weihnachtsstollen zu erledigen. 



zwischendurch gab es ein gemütliches frühstück, anschliessend drapierte ich eine weihnachtsdeko in unser wohnzimmerfenster und kurz nach elf waren drei stollen fixfertig gebacken, gebuttert und gezuckert. 


um halb zwölf wurde ich nämlich im ennetraum erwartet (oder halt auch wieder nicht erwartet, da muss ich mich auch erst noch dran gewöhnen, an diesen nahezu italienisch anmutenden umgang mit zeitangaben) und dann ging es schlag auf schlag mit den vorbereitungen für einen nachmittag, an dem familien und kinder grittibänze backen konnten. 


 in zwei gruppen wurden 48 grittibänze geformt, verziert und gebacken. 

in der ersten gruppe gab es viele verschiedene slawische sprachen zu hören (eventuell habe ich eine konversationspartnerin für tschechisch gefunden) in der zweiten gruppe viel französisch. während die teigmännchen buken, konnten die kinder noch ein bisschen spielen und die erwachsenen kaffee trinken. 

mit anschliessendem aufräumen ging die ganze veranstaltung bis kurz nach sechs am abend - und anschliessend hätte ich gerne ein wochenende gehabt. anstattdessen geht es die kommende woche schlag auf schlag weiter mit einem auftrag, einem filzkurs und verschiedenen einsätzen im ennetraum. 

immerhin habe ich am freitag noch schnell die entstehende häkeldecke "sophies universe" fotografiert, vielleicht wollen sie ja sehen, wie ich vorangekommen bin: 

das ist der stand nach dem fünften musterchart oder nach 45 runden. (mit sonne am freitagmittag).


Donnerstag, 30. November 2023

noch mehr november

blogmässig  bin ich irgendwie wieder einmal in der schleife "entweder jeden tag schreiben oder so lange damit warten, bis ich auch nicht mehr weiss, was ich schreiben wollte" gelandet. es ist viel los, aber das hat mich früher auch nicht daran gehindert, hier ab und zu etwas zu hinterlassen. 

nun ja, heute schneit es und weil ich eh schon gefühlt die ganze woche unterwegs war, habe ich beschlossen, den schneeflocken beim fallen zuzuschauen, heute die werkstatt werkstatt sein zu lassen und zu überlegen, was es zu erzählen gibt. schnipselweise. 

ich hangle mich mal an meinen fotos entlang. 

wie bereits im letzten post angekündigt, war ich am vergangenen samstag marktfahrerin. für den adventsmarkt winterwonderland war wieder kein gutes wetter angesagt, es wurde dann wechselhaft, mit sonne, wind, regen, graupel, schnee. aber eigentlich war das wetter komplett egal, denn der markt war so gut besucht, dass ich kaum dazu kam, mir gedanken über wettermässige befindlichkeiten zu machen. 

die tochter half mir beim aufbau - der sonnenschein war von kurzer dauer, ein paar minuten später graupelte es.

mein blick blieb dann die folgenden stunden in etwa derselbe - wenn ihn nicht gerade die kundschaft versperrte.

ganz zum schluss wurde es ruhig. das bild ist etwa eine viertel stunde vor ende des markts bei einsetzendem schneeregen aufgenommen, eine bekannte hat mich kurz am stand vertreten. mein stand ist der einzige ohne plastikfolie drumherum. eine halbe stunde später kam kai um mich abzuholen und das, was noch übrig war, zum trocknen in die werkstatt zu transportieren. viel war das nicht mehr. noch nie hatte ich einen so erfolgreichen und kurzweiligen markttag. 

am sonntag regnete es weiter, überhaupt war der november ein regenmonat, ich denke, ich erwähnte es schon.


beim gemütlichen sonntagsfrühstück stellten wir fest, dass der granatapfel aus dem rheinfelder garten durchaus reif und essbar war - eine schöne überraschung. 

am montag wurden wir sogar im thermalbad nassgeregnet (und erst recht auf der heimfahrt) - jetzt haben wir also auch mal die gar nicht mehr so neue therme mit dem komischen namen fortyseven von innen gesehen. schade, dass einfach der funke der architektur nicht zünden mag. es ist ein schönes neues bad, aber halt nicht irgendwie besonders. auch das ganze achtsamkeitsgeschreibsel macht das nicht besser. zum ausprobieren fand ich den kosmos ganz nett - die lightshow im solebad eher langweilig (warum überhaupt solebad? hier kommt ja keine sole aus der erde?) und dafür die bilder auf der liegeinsel zu schnell um sich wirklich drauf einzulassen. 

mir persönlich hätte einfach auch warmes wasser gereicht. (dafür vielleicht zu einem volkstümlicheren preis.) aber das gibt es ja glücklicherweise auch gratis an den öffentlichen brunnen, halt ohne die infrastruktur drum herum. das kostet mich im winter schon arge überwindung. 

 

mit der tochter habe ich ein wenig gebacken - mittlerweile sind drei sorten gutsle fertig: ausstecherle/mailänderli, kardamomkipferl und elisenlebkuchen, von letzteren sogar richtig viele. 

den adventskranz habe ich wieder beim katholischen frauenverein gebunden - so richtig gesellig ist das ja auch nicht, aber auf jeden fall netter als zuhause alleine. 

und gestern war ich dann mit der filzszene unterwegs. in st.gallen ging es zuerst zum extra für uns einen tag früher geöffneten stoffaoutlet der forster-rohner-ag, dann zum mittagessen und am nachmittag noch ins textilmuseum. wir hatten gemeinsam eine führung in der ausstellung akris - selbstverständlich, danach blieb mir noch ein wenig zeit, mich im ganzen haus umzusehen.

 
blick ins archiv der musterbücher. 

musterstickereien. 

im geschoss darüber machte ich noch einen rundgang durch die dauerausstellung - das museum ist definitiv einen zweiten besuch wert.



 




Sonntag, 4. Dezember 2022

start in den advent

so richtig mit dem stempelschnitzen vorangekommen bin ich diese woche nicht, aber ich griff eine anregung auf, ein alphabet zu schnitzen. anstelle der einzelnen buchstaben habe ich nur einfache geometrische formen ausgeschnitten (dazu noch weitgehend mit dem cuttermesser und kaum mit dem schnitzmesser) und daraus eine schrift zusammengestellt. 
 

 ob das auch zur adventspost passt?
 

wir starteten in den dezember mit vielen adventskalendern. die tochter und ich teilen uns einen briefmarkenadventskalender von veronika, den wir  im gegentausch für briefmarken bekommen haben.

für die ganze familie gab es den "anderen advent" - den haben wir auch gleich zwei mal verschenkt. die zeichnung von melanie garanin wird den kalender vermutlich überleben.

für mich gibt es in diesem jahr auch einen adventskalender von kai - er hat übers jahr fotos gesammelt und von denen darf ich jetzt jeden tag eines entdecken. die meisten sind von gemeinsamen unternehmungen, schöne erinnerungen!

und wir haben uns darum gekümmert, dass die vorweihnachtszeit auch bei uns einzug hält. da war ja noch immer dieser stapel handgeschöpftes papier aus der sommerpost 2021. ein bunter strauss an zarten farben (auch ein paar weniger zarte darunter) für den ich schon im letzten jahr eine idee gehabt hatte. aber dann doch keine zeit oder keine lust.

am samstagnachmittag nahm ich diesen stapel in angriff.

mit kais hilfe entstanden ganz viele ausgeschnittene sterne, tannenbäume und bunte kugeln.

ja, und auch ein riesiger berg an abfallschnipseln.

und wenn die nähmaschine nicht so dumm getan hätte, wäre das zusammennähen ein kinderspiel gewesen. so war es halt ein abenteuer und eine nervenprobe.

am ende sieht man das ganze geschnurpfe aber kaum.

am samstag kam dann auch ein ganzer stapel adventspost - passenderweise genau bis zum vierten, am montag kann es also weitergehen. hier seht ihr schon die sternenhimmel von joanne, eva, judith und sandra.

heute sonntag haben wir gebacken... und über den tag sind aus einer geplanten sorte guetsle vier geworden.


 

Freitag, 30. Oktober 2020

29. oktober 2020 - kernobst

den ausgefallenen kurstag betrachtete ich als geschenk und nahm mir heute einfach einen tag frei zum herumwerkeln in küche und haus. zuerst musste frisches joghurt gemacht werden, dann waren da noch die zierquitten, die jetzt lange genug auf der terrasse nachgereift waren. 

die liessen sich übrigens überraschend gut zerteilen - wesentlich besser als echte quitten. dass sie aber wirklich zu den kernobstgewächsen gehören, beweisen die kerne, die meine früchte in riesiger zahl hatten. 

ich war mir nicht sicher, ob die unmengen an kernen nicht dem geschmack des gelees abträglich sein würden oder gar giftig (enthalten die nicht auch blausäure?), also gab ich mir mühe, die kerne so gut es ging, zu entfernen. und hatte anschliessend eine so grossen haufen fein glänzender kernlein, dass ich damit begonnen habe, sie aufzufädeln. naja, irgendetwas muss man ja machen, während man auf die ersten tropfen aus dem dem dampsentsafter wartet, oder? 

allerdings erwies ich mich dann doch wieder einmal als nicht so multitaskingfähig, denn die nachbarin klingelte und kam mit kind vorbei, um diesem ein passendes paar filzfinken anmessen zu lassen. (wir hatten ihnen zur geburt ein paar geschenk, angesichts des beobachtbaren wachstums war mir aber schon klar, dass die jetzt im herbst, wo sie wirklich gebraucht werden, wahrscheinlich zu klein sein würden, also gibt es jetzt das versprochene passende paar) ich musste die beiden kurz in die küche bitten, weil ich am puddingkochen war, dann aber das massband holen, füsse messen und schon war es passiert: der pudding war übergekocht. naja, das hätte ich vermutlich auch ohne nachbarin hinbekommen... 

kurz vor dem mittag war das gelee dann in gläsern, der herd geputzt und ich konnte mit kai mittag essen. danach hatten wir uns mal wieder einen spaziergang verordnet - vor allem kai kommt den tag über kaum vom schreibtisch weg, wenn er zuhause arbeitet (mit ausnahme der pausen, die er gerne vorbereitet, weil er dann eben mal vom schreibtisch weg kommt). wir spazierten durchs siedlungsgebiet und erkundeten strassen, die wir noch nicht kannten. auch mal nett, für den wald war es uns ein bisschen zu matschig. 

 

am nachmittag wurstelte ich weiter, etiketten für das gelee mussten noch gemacht werden, dann nähte ich endlich zwei säckchen für den im september geernteten lavendel und hing sie gefüllt gleich in die schränke, ich reparierte kais jeans, die er sich im frühjahr (wenn ich mich richtig erinnere, noch vor dem ersten lockdown) bei einem sprint zum bus zerrissen hatte, räumte das regal, das im keller die gartensachen beherbergt, auf (gerade noch rechtzeitig, um eine ganze kiste mit blumenzwiebeln zu entdecken) und die nähschublade. tat also vor allem dinge, die immer wieder als nicht so wichtig eingestuft und verschoben hatte. 

nebenbei überlegte ich mir, ob ich an der adventspost von michaela und tabea teilnehmen möchte. die sommerpost war schön zum werkeln, aber die ankunft der karten lief dann so nebenbei und ich konnte und wollte sie nicht so begleiten wie ich das gerne gehabt hätte. mir fehlt irgendwie die community der ersten pöste, als noch sehr viel gebloggt und gezeigt wurde. ich arbeite sonst schon genug einsam vor mich hin und freue mich neben den ergebnissen auch immer sehr über wege und kommunikation. ach. 

zum abendessen kam dann der mittlere sohn mit freundin vorbei. kai hatte pizza gebacken, wir hatten es gemütlich. wir haben entschieden, dass wir wenigstens die beiden söhne mit freundin weiterhin regelmässig treffen wollen, auch wenn wir auf andere einladungen eher verzichten werden in nächster zeit.


Sonntag, 15. März 2020

14. märz 2020 - rasenmähen statt fitnessstudio

das hätte ein ganz normaler samstag sein können, aber momentan ist nichts normal. vielleicht werden wir uns in ein paar wochen im ausnahmezustand eingerichtet haben, aber so weit ist es noch lange nicht.

wie immer wochenends vor dem frühstück gebloggt, am sonnenplätzchen im schlafzimmer. die sonne sah ich nicht aufgehen, dafür war ich vielleicht sogar zu spät dran, aber es war auch nicht ganz schönes wetter. frühstück im wochenendemodus, also ein bisschen ausgedehnter und üppiger und danach hatten wir pläne:

die tochter hatte sich mit einer schulkameradin zum backen einer torte verabredet, womit die beiden mädchen dann bis am nachmittag beschäftigt waren.

kai und ich hatten verschiedene gartenarbeiten auf dem zettel, ein weiterer kirschlorbeerstrauch an der nordostecke des hauses wurde von kai so dezimiert, dass die ganze ecke deutlich lichter geworden ist. ein zweiter steht noch dort, aber die kapazität der grüntonnen ist für diese woche ausgeschöpft. ich harkte die wiese, den rasen in spe, das moosbeet, was auch immer sie dazu sagen wollen. das war sehr spannend, denn wenn man wirklich jeden quadratmeter der fläche abschreitet lernt man die pflanzen kennen die da wachsen. an den rändern der wiese wächst wiesenschaumkraut, an einem ende haben sich buschwindwöschen angesiedelt, ausserdem habe ich die spitzen der schon verloren geglaubten osterglocken entdeckt, die ich am rand der wiese im späten herbst eingesetzt hatte. und während ich die zusammengeharkten häufchen aus laub und ästen, die die frühlingsstürme über die fläche verteilt haben, in drei schubkarrenladungen auf den kompost gebracht habe, hat kai alle losen palisadenteile des baufälligen zauns zu den östlichen nachbarn auf einem haufen am ende des gartens zusammengetragen, wo sie nicht stören. dann war erst mal pause.

am spätnachmittag konnten wir den spindelmäher abholen, nur einen ort weiter, ein stabiles gerät und das ganze für umsonst. ein nettes haus mit einer töpferscheibe und einem beneidenswert verwunschenen garten. zuhause mussten wir den mäher natürlich mehr oder weniger sofort ausprobieren, vorher entfernten wir aber noch auf die achsen gewickeltes gras. es ist nicht ganz einfach mit dem handmäher die wiese zu mähen, je mehr moos es hat, desto schwerer lässt sich das handbetriebene gerät bewegen, aber der teil, den wir gemäht haben, bevor uns die kraft und die geduld ausging, sieht schon deutlich besser aus. es ist wohl vor allem eine geduldsfrage, mal schnell mähen ist das nicht, aber dafür können wir wann immer wir wollen ein paar runden über die wiese ziehen. und vielleicht ist es auch eine art ersatz fürs fitnessstudio...


 wir durften dann noch die torte probieren - ein gelungenes werk, aber so mächtig, dass jeder von uns vieren nur ein halbes stück geschafft hat - was aber auch einem normalen tortenstück von der grösse her entsprach. die restliche torte wurde gerecht aufgeteilt: die backfreundin nahm ein stück mit, ein stück bleibt für sonntag bei uns und ein stück trugen die mädchen zur familie eines schwimmkollegen im quartier.


am späteren nachmittag noch ein wenig planen, stricken, dann abendessen kochen: polenta mit schweinsgeschnetzeltem und bohnen. mit der tochter entwickeln wir ideen für die kommenden wochen. die einzige auskunft von der schulleitung, die uns am samstagnachmittag erreichte, enthielt keine hinweise, dass von der schule aus für die schüler lernstoff zur verfügung gestellt wird, sondern folgende formulierung: 
Die Schülerinnen und Schüler gehen grundsätzlich nicht zur Schule. Sie werden Zuhause von den Eltern betreut. Es dürfen keine Aufgaben erteilt werden, auch nicht digital. Hinweise für freiwilliges, selbständiges Lernen an die Schülerinnen und Schüler seitens der Lehrpersonen sind möglich. 
eine lehrerin hat den schülerinnen schon am freitagvormittag wenigstens die lehrbücher mitgegeben, ein teil des materials steht aber noch in der schule. ob einzelne lehrer die möglichkeit nutzen freiwillige aufgaben zu erteilen wird man also abwarten müssen. andere schulen scheinen da besser aufgestellt zu sein, hier und hier bereitet man sich auch auf die "kommende schulwoche" vor. wir haben nun mit der tochter verschiedene möglichkeiten besprochen und sie wird morgen einen plan aufstellen.

abendprogramm für heute ist heimkino: wir schauen nanga parbat von josef vilsmaier.

gelesen: jamaica inn (vielleicht doch gut, dass wir vermutlich nicht nach cornwall reisen werden, wenn es da so zugeht)
gesehen: siehe oben.


Montag, 23. Dezember 2019

22. dezember 2019 - weihnachtsbesuch

ausgeschlafen bis acht, ohne vor dem aufstehen noch lange im bett zu lesen aufgestanden und gebloggt. dann wechselte ich in die küche und verbuk restliche zutaten, die mir nach dem aufräumen der einkäufe in die hände gefallen waren: quark, der längst sein mindesthaltbarkeitsdatum überschritten hatte, aber trotzdem noch einwandfrei war, kirschen im glas, geschenkt bekommen wurden zu einem kirschkäsekuchen für den nachmittag.

anschliessend noch eine runde aufräumen und putzen: küche, gäste-wc und flur besuchsbereit gemacht. die anwesenden kinder helfen fleissig mit, zwischendurch frühstückten wir, vergassen aber den adventskranz auf der terrasse. die saubere küche übernahmen dann die kinder zur vorbereitung des abendessens und noch einer runde schäumle- oder baisserherstellung. ich erledigte noch einen anruf und noch bevor ich auflegen konnte, war unser weihnachtsbesuch da: kai und der grosse sohn haben meine mutter aus deutschland abgeholt und zu uns gebracht.

kaffee und kuchen und adventskranz, dann hausführung zur allgemeinen zufriedenheit, eher schon bewunderung. die söhne verschwanden gemeinsam, es mussten noch mehr zutaten fürs abendessen besorgt werden. nach der rückkehr verbrachte der sohn den restlichen nachmittag in der küche und bereitete sehr konzentriert und hingebungsvoll eine riesige menge an sushi zu. das hat sich seine grossmutter schon lange einmal gewünscht und er hat gerade erst einen sushikurs gemacht, so kam die idee auf, dieses abendessen zu veranstalten.


am abend trafen noch zwei gäste ein, zum apero brannten ausführlich noch einmal die kerzen am  adventskranz und gaben schönes licht. zu siebt speisten wir dann opulent diverse sushikompositionen und edamame dazu.


um neun versuchten wir die weihnachtsausgabe des second sunday von rue royale zu schauen, leider war das heute aber kein so rechtes vergnügen, weil der ton so schlecht war.
die küche wollte noch aufgeräumt und die diversen betten hergerichtet werden, dann wurde es allmählich ruhig im haus.


Donnerstag, 3. Januar 2019

weihnachtsferien...

... sind wohl definitiv die ferien, die am schnellsten vorbei sind. in den vergangenen beiden wochen hatten wir weihnachtsbesuch, waren wir selbst weihnachtsgäste, hatten wir silvestergäste und waren nur an fünf von vierzehn tagen zuhause ohne besuch. nun arbeitet seit gestern ungefähr die hälfte der familie wieder (ich habe mich halb arbeitend und halb frei gezählt, da ich zwar nicht in die werkstatt gegangen bin, aber zuhause diverse ordnungs- und haushaltsarbeiten gemacht habe) und allmählich geht die feststimmung in alltag über. 

aber nun nochmal auf anfang:


am 23. haben wir das paket für "zweimal weihnachten" gepackt, es kamen dann zwar noch die geschenke für den 24. und den weihnachtstag dazu, aber wir brauchten einfach den platz auf der anrichte.


 ein teil der weihnachtsdeko wurde erst mit dem weihnachtsbesuch zusammen aufgehängt.* dafür dürfen die sterne auch mindestens bis lichtmess (2.februar) bleiben.


mit dem weihnachtlichen kochen haben wir auch schon am 22. begonnen, es gab spaghetti mit federkohl aus ernteanteil, schupfnudeln und sauerkraut, an heiligabend gemüselasagne und rotweinbirnen, am weihnachtstag rostbraten mit bratkartoffeln und verschiedenen salaten, teilweise aus ernteanteil.


 das baumschmücken besorgten die männer und die tochter, während meine mutter und ich in der küche fürs leibliche wohl sorgten. 


 so erstrahlte unser baum am heiligen abend. es gab auch noch eine einlage mit drehörgeli, das allerdings in räumen deutlich unter 50 quadratmetern schon sehr laut ist.


 zurück vom verwandtenbesuch machten wir noch im alten jahr einen ausflug auf die wasserflue. auf dem grat hatte es schnee und von den bäumen rieselte der rauhreif. unter uns lag das wolkenmeer und in der ferne die berge.


 ich nutzte die zeit zwischen den jahren um meinen neuen kalender zu konfektionieren. und stellte fest, dass zuviel ordnung auch wieder verwirrung erzeugen kann. immerhin sieht es bunt aus.


 der baum hielt (und hält) ganz gut durch, hitzegestresst und deutlich hagelgeplagt war er ohnehin schon (also wirklich von hier), aber katze und kinder setzten ihm auch ganz ordentlich zu. rottanne muss trotzdem sein, weil wohl als so ziemlich einzige heimisch. wer weiss, wie lange noch?


 der silvesterbesuch brachte kuchen, für die tochter eine kameradin und für uns viele gespräche über gott und die welt.


am silvestertag besuchten wir alle gemeinsam die sukkulentensammlung in zürich und wagten uns bis zum bürkliplatz vor - nur um festzustellen, dass silvester auch auf dem land ganz schön sein kann.
wir verbrachten einen ruhigen abend mit raclette, spielen, irgendwann verabschiedeten sich die söhne in den ausgang, und um zwölf stiessen wir draussen im garten auf das neue jahr an. mit unserem besuch und kurz danach mit zufällig vorbeikommenden lieben bekannten, so muss das sein! 


den berchtoldstag nutzten wir zu einem besuch in der auswahl*18, der jahresaustellung der aargauer künstler und künstlerinnen. darüber möchte ich gerne noch etwas schreiben, bevor es am montag wieder so richtig mit alltag losgeht.

*nein, der weihnachtsbesuch wurde nicht aufgehängt. auch wenn der satz das nahelegt. er hat nur geholfen beim dekorieren.
 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

12 von 12 im dezember 2018

der 12. schon wieder. aber auch gut, weil es momentan ja doch nichts wird mit dem tagebuchbloggen. ich weiss eigentlich garnicht was ich so viel zu tun habe, aber das lässt mir offensichtlich keine zeit zum zeitnahen schreiben. in den entwürfen befindet sich ein angefangener post, der aus einem satz und einem bild vom konzert am sonntagabend besteht und damit noch weit von fertig entfernt ist. 

aber jetzt zum heutigen zwölften.
(die spielregeln für das 12 von 12 finden sie hier.) 


 pünktlich entnahm ich dem briefkasten heute die aktuelle adventspost des tages, von evelyn, die auf der rückseite vermerkt hat, welches material zum einsatz kam. den instagramaccount von evelyn werde ich leider nicht verlinken, er ist ohnehin privat.


über nacht hatte es wieder  gefroren - immerhin war heute aber der briefkasten nicht wie gestern mit einer schicht eis überzogen, liess sich aber wieder nicht öffnen. ich sollte wohl mal den türschlossenteiser heraussuchen, wenn ich mir nicht weiterhin alle finger beim herausfischen der post anschrabbeln will.


 in der werkstatt wieder allerschönster dezembersonnenschein, der engelsschatten an die wand zauberte.


 es gab einiges vorzubereiten für einen kinderfilznachmittag mit insgesamt 10 kindern. um mir vor ort das knotenmachen zu ersparen erledigte ich das schon mal vorab.


 ausserdem öffnete ich das 12. türchen des filzadventskalenders. vielleicht ist das wirklich ein prototyp und ich mache nächstes jahr mal ein paar davon.


 eine kleine aufmerksamkeit für die handarbeitslehrerinnen, die mich ihr zimmer benutzen lassen, packte ich auch noch ein.


 und so sah dann das vorbereitete handarbeitszimmer aus, bevor die kinder kamen. den ablauf hatte ich für dieses mal recht straff durchorganisiert ... es bleibt dann halt wenig raum für spontane kreative einfälle, bei so vielen kindern. das tut mir selbst immer auch weh, aber immerhin konnte ich spontan noch weisse anstatt rosa köpfen anbieten.


 und so sah die gefilzte engelsschar am ende aus. es hat sich auch noch der demoengel aufs bild geschlichen. rechts oben. wilde flugversuche mit engeln und eine gerührte mutter gab es nach dem kurs.


 und ich brauchte erst mal eine kleine pause. mit dem ersten instagrammable essen des tages. milchkaffee und dazu zwei lebkuchen. das ganze an schlichtem adventsarrangement.


 neben den adventskerzen ist das unser bisher einziger adventsschmuck. übers wochenende werden wir dann noch ein adventsfenster zaubern. nicht dass ich schon wüsste wie, aber es wird werden.


 das zweite instagrammable essen des tages habe ich erst bei der zweiten portion fotografiert, darum ist der teller schon so verschmiert. es handelt sich um reis mit einem steckrüben-curry, für das ich eigens bereits am montag nebem dem stollenbacken ein grünes thaicurry selbst hergestellt habe. und nein, mir ist nicht langweilig, ich leide nur unter anfallsweiser koch- und backfreude. leider hat die grüne farbe das kochen nicht gut überstanden. aber lecker geschmeckt hat es.


nach einem telefonat mit der freundin musste ich feststellen, dass kai sich mittlerweile am esstisch zum arbeiten niedergelassen hatte. aber mit solchen tools würde ich auch nach feierabend noch gerne arbeiten. ich frage mich nur, ob es auch einen donnerstage-assistent gibt?

was wohl die anderen am letzten zwölften des jahres erlebt haben? bitte hier entlang

12 von 12 im dezember 2017
12 von 12 im dezember 2016 
12 von 12 im dezember 2014  
12 von 12 im dezember 2008