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Sonntag, 15. Juni 2025

kw 24 - erste sommerliche tage

heiss ist es geworden im verlauf dieser woche - heute sonntag sollen allerdings schon wieder gewitter abkühlung bringen, leider aber auch unwetter. nachdem wir uns anfang der woche noch schwer getan haben, ins nach den kühlen regentagen auf 17 grad abgekühlte bädle zu steigen, waren wir am samstag schon sehr froh um die abkühlung - allerdings jetzt bei 20 grad wassertemperatur. 

den pfingstmontag haben wir für eine weitere ziellose radtour in der näheren umgebung genutzt - abseits der radwege war es im wald und auch sonst sehr, sehr ruhig. 


die arbeitswoche war gut durchgetaktet - zwei vormittage und ein nachmittag in der werkstatt haben die fertigstellung der bestellten und auch noch ein paar überschüssiger sitzfilze ermöglicht. 



im kulturzentrum ist es gerade in meiner eigentlichen arbeit ruhig - dass ich trotzdem genug zu tun hatte, dafür sorgten diese woche eine weitere person, die sich ihren potentiellen arbeitsplatz anschauen kam sowie infrastrukturelle querschläger. am wochenende klärte sich zumindest die postenbesetzungssituation in der momentan bestmöglichen variante, eine zusage der ausgewählten kandidatin vorausgesetzt. 


wir haben jahreszeitlich gut gegessen - am scharnier zwischen spätfrühling und frühsommer. will heissen: am montag gab es den letzten spargel der saison, am samstag eine artischocke als vorspeise zum später gegrillten lammrücken. und ich sehe, dass die gelben tischsets nicht die beste wahl als hintergrund sind.


ausserdem produziert unser garten in diesem jahr reichlich eigene erdbeeren! himbeeren auch, nur eben nicht reichlich. die tomaten wachsen und haben bereits angefangen zu blühen, ein paar kefen gab es, bald sind auch die träuble reif. so richtig viel ist das alles nicht, aber wir freuen uns daran. (und die eigenen erdbeeren sind defintiv die besten - das kilo überreife erdbeeren, das wir am samstagabend geschenkt bekamen, haben wir einfach püriert und eingefroren, das gibt dann irgendwann auch mal erdbeertiramisu.)

am heutigen sonntag werden wir noch gemütlich zusammen im garten frühstücken, dann werde ich für zwei tage in die alte heimat fahren, um meine mutter zu besuchen. und was das beste ist: es gibt zwar immer ein paar kleinigkeiten zu erledigen, aber es wird einfach ein besuch sein, an dem wir es und zusammen gut gehen lassen! ich freue mich.

einen erdbeerzwerg als zuwachs im garten gab es noch - mitbringsel vom erdbeerfest bei meiner arbeitgeberin.


Donnerstag, 28. September 2023

zweite septemberhälfte

kurz vor den herbstferien hat uns dann auch noch corona erwischt. late to the party, dank zwei impfungen und zwei boostern, und jetzt müssen wir uns dann definitiv keine gedanken mehr machen, ob wir uns in diesem herbst wieder impfen lassen sollen. (also gegen corona, grippeimpfung ist trotzdem wichtig)

nach je zwei bis drei tagen mehr oder weniger im bett sind wir stagnierend rekonvaleszent, um es mal positiv auszudrücken. dabei hat es uns gar nicht so schlimm erwischt. trotzdem alles ein grosser mist, wir sind immer noch beide von jeder kleinen anstrengung total geschafft, als erstes könnten meine nebenhöhlen allmählich abschwellen und kais husten besser werden. dann nur noch packen und ab in die ferien. anstattdessen quälen wir uns durch die letzte woche vor ferien und ich streiche einen punkt nach dem anderen von meiner vor-dem-urlaub-erledigen-liste, nicht weil er getan wäre, sondern weil ich ganz realistisch nicht mehr alles schaffen werde. also wirklich vor allem einpacken und dinge in der werkstatt für den heissen herbst vorbereiten. an meinem zweiten tag im bett habe ich den fehler gemacht, mal in den kalender zu schauen, vor allem in den oktober und november. mittlerweile habe ich wieder den überblick, aber das wird wirklich viel, wenn es dann so kommt wie geplant. 

ein bisschen habe ich den anschluss an den september verloren. schön war, dass ich noch ein paar mal mit der tochter und alleine ins freibad gehen konnte. perfekterweise hat es ab 24. sowieso geschlossen. aber gefühlt bin ich halt im hochsommer ins bett gelegen und im herbst wieder aufgestanden, und das alles in nicht einmal 72 stunden.

das wetter war in der zweiten septemberhälfte gefühlt meist schön, aber weder konnte ich den garten so richtig geniessen, noch viel darin arbeiten. die tomaten im gewächshaus beenden das jahr mit einer ganz miesen bilanz, keine ahnung, was da schief gelaufen ist. ganz am ende haben sich auch wieder einmal raupen eingestellt, die an blättern und früchten nagen. 

 

die frei stehenden kleineren sorten haben sich von der hitze einigermassen erholt und werden auch noch ein paar früchte produzieren, aber es gab halt schon eine grosse lücke im august. mir fehlte die geduld, samen zu sammeln - allerdings gab es auch nicht wirklich viele schöne früchte und die braucht es halt auch. zwei kürbisse aus dem eigenen garten haben wir aufgegessen, bei den trauben sind wir noch dran, die haben sich wirklich sehr, sehr erfreulich entwickelt. und paprikas, oder wie sie hier genannt werden pepperoni, hatten wir reichlich. das gartenjahr neigt sich dem ende zu - wenn wir mitte oktober zurückkommen, wird es einiges zu tun geben, aber die schönste zeit im garten ist dann vorbei. die tochter ist mit reichlich hinweisen versehen, dass trotz ihrer giessdienste die eine oder andere pflanze jahreszeitbedingt nicht mehr schöner werden wird. 


eines noch: mitte des monats habe ich an einem schriftbild-workshop bei tabea heinicker teilgenommen - ein schöner vormittag mit intensivem versinken in der werkelei mit feder, pinsel, tinte und aquarellfarben. bei mir hatte der kurs dann eine alternative auswirkung: anstatt gleich mit tabeas ideen weiterzuwerkeln, lernte ich erst einmal die kurrentschrift. zuerst einfach so zum spass, aber mittlerweile sehe ich eine grosse möglichkeit darin, schön, aber nicht auf den ersten blick für alle zeitgenossen lesbar zu schreiben. ein bisschen musste ich heute morgen, als es aus hier nicht näher darstellbaren gründen dazu kam, dass ich eine handschriftliche vollmacht ausstellen sollte, dem impuls widerstehen, diese in kurrent zu schreiben. aber gekonnt hätte ich. 

übermorgen geht es in den harz. zu zweit können wir nach herzenslust da auto füllen um uns mit all dem zu beschäftigen, was in den letzten wochen zu kurz gekommen ist.


Samstag, 26. August 2023

hägenmark selber machen

hägenmark ist eine art fruchtaufstrich, der aus hagebutten, also den früchten der wildrose, hergestellt wird und lange zeit habe ich gedacht, dass man das nicht selbst machen kann. oder zumindest ganz bestimmte hagebutten braucht. 

nun gibt es in unserem (nicht mehr ganz so) neuen garten einen grossen wildrosenstrauch, der ausser einer kurzen blüte im frühsommer vor allem durch schöne hagebutten, noch dazu besonders frühe, glänzt. in diesem jahr auch noch durch besonders viele und schöne. 

anlass für mich, über die herstellung eines eigenen hägenmarks nachzudenken. 

(kleiner exkurs: hägenmark war für mich lange ein regionales produkt aus meiner heimat, beziehungsweise von der nahegelegenen schwäbischen alb, wo das rauhe klima den anbau von beerensträuchern erschwert und ersatzweise dann halt die hagebutten als brotaufstrich verarbeitet wurden. zu kaufen gab es hägenmark vor allem auf dem wochenmarkt, eigentlich schon immer und von einigen traditionellen herstellern. seit unserem umzug in die schweiz freute ich mich immer mal wieder über ein mitgebrachtes glas davon, allerdings bin ich im haushalt so ziemlich die einzige, die das gerne isst. dann entdeckte ich vor ein paar jahren, dass das auch hier auf den wochenmärkten (konkret in aarau) angeboten wird: allerdings nicht als fertiger brotaufstrich, sondern eher als rohes fruchtmus der hagebutten, um selbst zuhause fertig gekocht zu werden. vermutlich ist das genau so regional wie eine kalksteinformation als mittelgebirge und so einzigartig dann halt doch auch nicht. exkurs im exkurs: durch die nähe zum jura sieht es hier schon arg ähnlich aus wie in der alten heimat, was ich nie müde werde zu betonen.)

in zeiten des internets ist ja die idee nie so richtig weit von der durchführung entfernt, da man ja einfach nur mal nachschauen muss, wie das geht, so eine hägenmarkherstellung. 

am einzigen abend, an dem ich diese woche nicht an der badenfahrt war, habe ich dann geerntet. ein kilo war das ziel, bei siebenhundert gramm war es dann so duster, dass ich die hagebutten im strauch nicht mehr erkennen konnte. 

am nächsten tag kochte ich die hagebutten mit der gleichen menge wasser eine stunde lang in einem geschlossenen topf und liess das ganze dann bis zum nachmittag auskühlen. 

mit hilfe der flotten lotte (oder dem passevite, verballhornt auch der passaflotte) wurde aus dem matsch mit kernchen ein schönes, glattes fruchtmus.

sieht ein bisschen aus wie ketchup (ich bin auch davon überzeugt, dass man mit den richtigen gewürzen so etwas daraus herstellen könnte, denn so anders wie tomatenmark schmeckt das gar nicht) und musste noch ein bisschen verdünnt werden. 

die weiterverarbeitung ist denkbar einfach: im verhältnis 2:3 wird zucker hinzugefügt, das ganze noch mal für ein paar minuten erhitzt und dann in sterilisierte gläser abgefüllt. schmeckt exakt so, wie das gekaufte hägenmark. 

jetzt haben wir vier gläser und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das nicht alleine im kommenden jahr aufessen kann.

Montag, 14. August 2023

12 von 12 im august 2023

 es ist der zwölfte august, ein samstag und ich habe an die zwölf bilder für 12 von 12 gedacht:

es gibt frühstück auf der terrasse - eigentlich wollten wir ja am gewächshaus frühstücken, aber da ich gerade die tischdecke aufgelegt hatte, als auch schon die ersten tropfen fielen, haben wir doch noch umdisponiert. 

seit tagen schon schleiche ich um unseren holunder herum, der dieses jahr besonders viele früchte hat - heute möchte ich gerne ernten. 

erste idee: die langen zweige abschneiden und dann am boden die beerendolden ernten. das funktioniert nur so mässig, weil an einem zweig längst nicht alle dolden gleichzeitig reif sind, und wir so eine ganze menge unreife früchte wegwerfen müssen. also doch keine zwei fliegen mit einer klappe, sondern der rückschnitt dann erst im herbst. 

also hilft mir kai und hält einzelne äste tief, während ich die dolden abschneide. 


bester kontrast: heugümper auf holunderbeeren.

die gewaschenen, verlesenen und von den groben stängeln befreiten beeren wandern in den heissentsafter.
 
 
während die beeren im dampf ihren saft abgeben, habe ich zeit, die fotos meines adventskalenders vom vergangenen jahr in ein album zu kleben.  


mittlerweile regnet es zum dritten oder vierten mal. der saft rinnt aus den beeren, am ende werden es um die zwei liter sein.

ich habe mir noch mehr klebearbeit geholt: übers jahr haben sich jede menge schachteln und schächtelchen angesammelt, die es sich lohnt, mit schönen papieren zu verzieren und ihnen ein zweites leben als geschenkverpackung oder so zu geben. aber zuerst bekommen meine stempelschnitzwerkzeuge eine schöne aufbewahrungsmöglichkeit.

in einer regenpause mache ich mich auf den weg zum geisshof, wo heute die solidarische landwirtschaft, bei der wir bis im vergangenen jahr mitglied waren, sommerfest feiert. wir sind als ehemalige eingeladen und können so wieder einmal den blick über das reuss- und das aaretal geniessen. 

später kommt auch noch die tochter auf den hof. die genossenschaft ist ganz schön gewachsen, ich kenne kaum noch jemanden, später tauchen dann aber doch noch einige bekannte gesichter auf. es gibt essensstände und ein musikprogramm statt gemütlichem informellem beisammensein, wie wir es aus der anfangszeit der solawi kennen.

am abend tritt sogar noch eine richtige band auf. 


die tochter und ich machen uns aber auf den heimweg, sie ist seit dem morgen beim aufbau der badenfahrt im einsatz gewesen und ich finde es auch in ordnung, nach hause zu fahren, solange es nicht regnet. 

zuhause treffen wir zuerst auf eine ruinierte katzeklappe - der kater begreift das prinzip der chipgesteuert geöffneten klappe nicht und döngelt anstattdessen solange an die türe, bis diese kaputt geht. ich bin ein wenig ratlos, weil wir zur zeit wieder öfter fremde katzen im haus haben, aber muss letzten endes halt vermutlich einsehen, dass es ja kein zustand ist, dass der alte kater auch draussen sitzen bleiben muss. und dabei noch in einer woche drei sätze batterien verschleisst. (wie das geht, weiss ich auch nicht).

kai findet mich jedenfalls laut schimpfend in der küche, als er von seinem einsatz bei der streetparade zurück kommt. wir sitzen noch ein bisschen herum, ich bastele weiter, dann ist es aber auch einfach zeit, zu bett zu gehen. 

mein 12tes bild ist erst am tag darauf entstanden: 

insgesamt 15 gläser holundergelee sind es geworden, eines verschenken wir gleich und eines öffnen wir beim sonntagsfrühstück. 

meine bilder schicke ich wie immr zu caro, wo sich die 12er-blogbeiträge heute wieder versammeln.





Freitag, 15. Juli 2022

erste julihälfte 2022

am 5. und 12. schrieb ich jeweils einen kleinen einblick in den alltag, dazwischen ging es um triviales und berufliches, und selbstverständlich geht es hier auch mit dem 12tel-blick weiter. was mir gerade fehlt ist das grosse ganze, der zusammenhang. vielleicht verlieren sie den überblick über die fehlende, weil nicht beschriebene handlung? soll ich wöchentlich wenigstens ein update posten? naja, jedenfalls ist mir danach, die letzten beiden wochen zusammenzufassen, denn es scheint mir so, dass wir garten- und alltagsmässig hier irgendwo ende juni stehengeblieben waren. 

in der ersten juliwoche entschwand die tochter in den urlaub - sie fuhr mit einer jugendfreizeit in die niederlande, um von enkhuizen aus mit einem plattbodensegelschiff die westfriesischen inseln abzusegeln (kann man das so sagen, wenn man meint, dass sie so von insel zu insel segelten um jeweils ein bisschen zeit zu verbringen?). kai und ich spürten wenig von der ferienabwesenheit der tochter, das scheint sich nun umgekehrt proportional zum zunehmen der kinderschar zu verhalten: wenn bei drei kindern eines verreist ist, hat man gleich das gefühl doppelt so viel zeit zu haben, wenn von einem kind eines verreist ist, ist das auch kein grosser unterschied mehr. (was ich mit umgekehrt proportional meine, ist die tatsache, dass das erste kind den haushalt umkrempelt, das zweite noch einigermassen unruhe in den laden bringt, aber das dritte dann auch keinen grossen unterschied mehr macht. vier haben wir nicht ausprobiert, man braucht dann angeblich ein anderes auto, das macht vermutlich dann schon noch was aus.)  

jedenfalls hatten wir genug zu tun, wir mussten uns nämlich ad hoc mit geldausgeben beschäftigen. nachdem kai meine idee für zwei elektrovelos positiv aufgenommen hatte, gab es probefahrten und preisvergleiche, drehten sich gespräche zeitweise vor allem um newtonmeter und wattstunden, also um motorleistung und akkugrösse. und natürlich immer wieder darum, welches modell denn überhaupt auf die schnelle verfügbar sein würde. jedenfalls hatten wir bis zur rückkehr der tochter einiges aufgegleist, kai hatte schon ein neues velo, das auto eine anhängekupplung nebst veloständer und ich mich immerhin für ein velo entschieden. mein "altes" elektrovelo bekommt die tochter um damit (nicht nur) in die arbeit zu fahren. 

wir verbrachten einen abend im biergarten, und zwei abende auf dem parkhausdach im freiluftkino, wofür die abwesenheit der tochter aber nicht entscheidend war.  am wochenende machten wir eine lange radtour in die kantonshauptstadt und stellten fest, dass velofahren und einkaufen auf dem markt nicht so wirklich gut zusammenpassen, wenn der markt 30 kilometer von heimischen kühlschrank entfernt liegt. 

schön war es trotzdem und  die beiden zermatschten tomaten konnte man auch noch essen, ansehen eher weniger. 

der rückweg führte uns durch das noch ganz im zeichen des jugendfests geschmückte lenzburg - lustig, wie überall an brunnen und gassen das stadtgeschehen aufgenommen wird... 

im freiluftkino sahen wir "el buen patron" und "swan song" - in diesem jahr haben die gezeigten zehn filme ganz eindeutig eine sehr internationale ausrichtung. und wir sahen das werbedia für meine filzwerkstatt, das vor jedem film für ein paar sekunden zu sehen ist.

ein bisschen müde starteten wir in die neue woche nach dem freiluftkinoabend - noch müder war nur noch die tochter, die nach einer nachtzugfahrt gleich am nachmittag wieder arbeiten gehen musste. wir sahen sie die ganze woche über nur am mittag und spät am abend, eine spätschichtwoche. 

ich holte mein neues velo ab, wir unternahmen eine fahrt in eine freiluftbar am fluss, es wurde wieder heiss. eine echte vorferienwoche. wir machten uns gedanken, was wir mit unseren vierzehn freien tagen anfangen wollen. in der werkstatt arbeitete ich fast ausschliesslich an dingen für uns - unter anderem an einem neuen katzenkissen und einer rückseite für einen sitzfilz. ausserdem wusch und kardierte ich ein bisschen rohwolle. 

einen abend half ich am freiluftkino - ein bisschen gemüse schnibbeln, später 70 flammkuchen belegen. 

der garten wächst, gedeiht und lechzt nach wasser. (achtung, bilderstrecke!) 

 

symbolbild wassermangel.  

zuerst erste tomaten.

ein bisschen lavendel und samen vom schlafmützchenmohn gesammelt.

die verdrehte königskerze gibt noch mal alles. leider hat sich im stängel die hausbesetzerszene breit gemacht, nix gegen hausbesetzungen, aber wozu gibt es eigentlich insektenhotels?

ganz aktuell hat die calla zu blühen begonnen.

den kürbis werden sie hier noch ein paar mal zu sehen bekommen. er hat einen namen: kalle. eventuell stellen sich noch ein paar geschwister ein, sie würden dann konrad und kornelia heissen.

 und eine erste reife pepperoni ist auch schon aufgetaucht. 

so, nun sind sie upgedatet, die ferien können kommen. morgen geht es erstmal für einen tag in die berge, dann sehen wir weiter.



Freitag, 27. August 2021

26. august 2021 - essbares aus unserem garten

 heute ergab es sich so, dass ich einen gartentag einlegte. das wetter war schön, trocken, aber windig, zwischendurch auch sonne. und es war zeit, tomaten zu ernten und basilikum zu schneiden und mich ein bisschen um die herumstehenden töpfe zu kümmern. 


aus der basilikumernte ergab sich dann eine grössere charge pesto, das ich auf anraten des internets in eiswürfelformen portioniert eingefroren habe. bevor ich das tun wollte, habe ich die tiefkühler ausgemistet und den inhalt neu aufgelistet, eine weitere menge schnittlauch geerntet und mir einen überblick verschafft, was demnächst gegessen werden muss. 

am nachmittag habe ich dann noch das pergoladach freigeschnitten, jetzt ist es wieder viel heller und das wissen hoffentlich auch die topfpflanzen in der nurserie zu schätzen. diverses eingetopft, dann noch geschwommen und der tag war rum. wer meinen blogpost von gestern las, denkt eventuell an prokrastination, ich auch ein bisschen. 

am abend kam das mittlere kind mit freundin zum abendessen zu uns, wir sassen drinnen und es gab auberginencurry mit auberginen, die nicht aus unserer solidarischen landwirtschaft stammten, dazu gerstotto und anschliessend s'mores in a jar, aber jetzt kann der backofen nicht mal mehr das richtig überbacken. der vermieter wird "vermutlich noch diese woche den auftrag erteilen", na dann halleluja, vielleicht wird es ja was mit gutslebacken. 


Freitag, 28. August 2020

27. august 2020 - gartenfrüchte

wieder war ich fleissig mit der abarbeitung meiner liste mit zu erledigenden dingen beschäftigt. 

heute stand noch einmal konservierung von lebensmitteln und verkochen von bereits konservierten lebensmitteln auf dem programm: salzgurken sind eingelegt (dabei habe ich zuerst einmal ein glas zerschossen, das wasser war zu heiss, oder das glas eventuell schon vorgeschädigt, jedenfalls riesensauerei in der küche und lange putzaktion bis in die schubladen, glücklicherweise war das nicht der gurkensud, sondern nur das heisse wasser zum reinigen des glases), eine weitere charge getrocknete tomaten liegt in öl, ich habe aus im frühjahr gekauften markknochen fleischbrühe gekocht und später zu minestrone weiterverarbeitet. 


 

den restlichen tag habe ich mit dem fertigmachen der sommerpost zugebracht. die briefmarken - sozusagen das hauptstück der diesjährigen aktion - waren ja schon längst fertig, das papier für karten und umschläge vorbereitet, letztlich musste ich mich nur noch entscheiden, wie ich das ganze arrangieren wollte und das dann auch so machen, und zwar 14mal. jetzt sind die karten und umschläge fertig, ein bisschen serie, ein bisschen unikat und müssen "nur" noch personalisiert und verschickt werden (erst ende nächster woche, aber da bin ich vermutlich sehr damit beschäftigt, den tag der offenen türen vorzubereiten). davon kann ich noch keine fotos zeigen, denn vor dem verschicken der post ist das ja alles noch ein bisschen geheim! 

am nachmittag entschied ich mich, nicht mehr in die werkstatt zu fahren, und lieber den vermutlich letzten wirklich sonnigen tag im garten zu verbringen: schwimmen, rasenmähen, gerettete pflanzen einsetzen. jetzt kann es morgen regnen. wobei ich es schon gerne schaffen würde, eine ganze woche lang regelmässig zu schwimmen. müsste auch bei regen gehen, nässer/kälter sollte das wasser da auch nicht sein. 

gegen abend, während die minestrone so vor sich hin blubberte, sammelte ich noch einmal samen im garten, unter anderem von den zinnien: 


 nun rätsle ich, was davon die samen sind. das internet hilft hier auch mal nicht weiter, denn unter dem suchbegriff "samen zinnien" bekomme ich immer nur samentütchen mit blüten drauf gezeigt. 

 




Freitag, 2. November 2018

donnerstag 2.11.2018 - tomatenernte

der donnerstagmorgen mit nur einer aufgabe, nämlich einkaufen, entwickelt sich gerade zu einer art ruhehalbtag. und weil ich, obwohl ich wieder zu fuss zum einkaufen ging, früh wieder zuhause war und draussen schönes sonniges wetter, habe ich angefangen, die tomaten abzuräumen.


 wie in den jahren zuvor produzierten die tomatenpflanzen jetzt zum saisonende schöne früchte. zuvor hatten die meisten faule stellen - vermutlich waren sie überdüngt. dann ist jetzt die erde so ausgelaugt, dass es endlich kein nährstoffüberangebot mehr gibt. wir werden es also im nächsten jahr ganz sicher mit etwas magerer erde versuchen und die tomatenkübel nicht mehr direkt aus dem kompost füllen.


auf den kompost wanderten zusammen mit den resten der tomaten die drei filzvögel, die schon sehr von der sonne ausgebleicht und von nestbauenden artgenossen mitgenommen aussahen. im frühling werde ich den vögeln für den nestbau einfach etwas neues filzen, was sie dann auseinandernehmen können. oder falls ich nicht dazu komme, lege ich einfach die wolle lose in den garten, was sowohl den vögeln als auch mir die arbeit deutlich erleichtern dürfte.

am nachmittag im offenen atelier mit dem nachbarn geschwatzt und ein bisschen weihnachtliches vorbereitet. früh wird es dunkel nach der zeitumstellung.


und da kein zug aus zürich bis baden fuhr, kamen die, die eigentlich kochen wollten, so spät nach hause, dass ich, die eigentlich nicht kochen musste, die spaghetti carbonara schon fast fertig hatte als sie eintrafen. gemeinsam mit den rettungsschwimmenden zu abend gegessen - also wirklich alle fünf gemeinsam!

Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 im september 17

gefühlt war ich schon eine halbe ewigkeit bei keinem 12 von 12 mehr dabei. heute morgen sah es dann auch zuerst mal so aus, als würde mir das wetter einen strich durch die rechnung machen, denn es war ziemlich dunkel und regnerisch. 


aus diesem grund wechselte ich vom frühstücks- mehr oder weniger nahtlos an den schreibtisch und kümmerte mich um eine sache, die ich längst hätte angehen sollen... nachdem wir konzept und zeitplan des filzlehrgangs gründlich umgemodelt haben, sollte sich das auch im informationstext auf der homepage der filzszene niederschlagen. nun habe ich heute morgen den anfang gemacht und einen vorschlag als grundlage für die weitere diskussion geschrieben.


zwischendurch bemühte ich mich um einen zwischenstand in sachen veloreparatur. zugesagt wurde mir das überholte velo für den 4. september, nur leider war es heute immer noch nicht wieder in der filiale angekommen. als kai im frühjahr seines dort hatte, hatte das alles so gut funktioniert... am donnerstag soll es so weit sein - glücklicherweise habe ich ja noch das e-velo, aber lieber fahre ich normale strecken ohne lastanhänger mit meinem normalen fahrrad.


weil ich sowieso gerade am schreibtisch sass, blätterte ich noch ein bisschen im insektenbuch, bei müllerin art sind im september insektenmuster gesucht, hier haben die insekten selbst gemustert, vielleicht könnte ich das ja auch? oder vielleicht lässt sich ja irgendwo ein angenagtes stück holz finden und damit drucken?


passend dazu brachte der briefträger den letzten sonnengruss von tabea. damit ist die sommerpost leider auch schon vorbei!


andererseits ist es aber auch schön, die ganze pracht einmal am stück zu sehen, dazu habe ich alle hier angekommenen stoffe einmal an die wand gepinnt. ihr denkt, ihr findet tabeas stoff nicht wieder? es ist der unten in der mitte, er ist zweiseitig! bei ihr muss die sonne wohl ein bisschen grosszügiger gescheint haben... nun frage ich mich natürlich, was mache ich mit diesen kostbaren stoffstücken? die meisten sind ja nicht dafür gemacht zerschnitten zu werden, sondern wirken am besten am stück, andererseits würde ich sie gerne in einen zusammenhang bringen, also nicht einzeln verwenden. und wie integriere ich einen doubleface-stoff in was auch immer man aus diesen stoffen nähen könnte. ich glaube, momentan bleiben sie an der wand, da sehen sie schon sehr gut aus!



 auf dem schubladenschrank habe ich die begleitpost gesammelt, daneben das, was mich letzte woche so umtrieb: ein fanzine aus dem fantocheshop und ein ostervogel, der von der fotoaktion übrig geblieben ist.


nach dem mittagessen lockte mich die sonne in den garten, ich musste noch einen teil hecke roden, damit ich den heckenschnitt morgen häckseln lassen kann. dabei schaute ich mal ins hochbeet und fand diese kugeligen minirüebli, die sich extrem lang zeit gelassen haben mit dem wachsen. ich glaube, denen ist es in meinem abgesackten hochbeet viel zu dunkel.


 es lässt sich kaum mehr übersehen, es herbstelt. das blatt flog mir sozusagen vor die nase.


die gurke hat es noch nicht bemerkt. sie treibt und treibt immer wieder neue blüten und auch noch früchte. ob die wohl noch reifen können? ein teil der blätter ist schon auf dem rückzug, hoffentlich reicht die kraft der restlichen aus, um noch ein, zwei gurken reifen zu lassen.


irgendwann fing es wieder an zu regnen und ich zog mich mitsamt kamera in den keller an den filztisch zurück. hier lag noch ein gestern begonnenes stück filzstreifen in blau, mit pinken details. ich filzte noch ein bisschen daran herum, die gewünschten masse waren noch nicht ganz erreicht.
für den auftritt der filzszene an der creativa brauchen wir viele, viele filzstreifen, die die besucher auf unser angebot aufmerksam machen sollen - und die sollen alle einheitlich 10 zentimeter breit sein. ich nutze die herstellung der filzstreifen zum ausprobieren neuer techniken, im bild eine idee von charlotte sehmisch.


 und dann kam doch noch mal die sonne raus und schien an eine ganz ungewöhnliche stelle. vielleicht hat sie sich auch in der scheibe des nachbarhauses gespiegelt, auf jeden fall mag ich diese abendstimmung auf dem fensterbrett.


und die auf dem esstisch nach dem abendessen: es ist wieder zeit kerzen anzuzünden und bei einer tasse kaffee das strickzeug hervorzukramen, das über den sommer schmählich vernachlässigt wurde. ich musste sogar die anleitung noch einmal lesen, denn so genau wusste ich nicht mehr, was ich da machen muss, obwohl ich schon ein ganzes stück gestrickt hatte. 
sicher haben wieder ganz viele ihren tag fotografiert und erzählt und bei draussen nur kännchen verlinkt.immer wieder schön, dort alte und neue blogbekanntschaften wiederzutreffen.