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Sonntag, 15. Juni 2025

kw 24 - erste sommerliche tage

heiss ist es geworden im verlauf dieser woche - heute sonntag sollen allerdings schon wieder gewitter abkühlung bringen, leider aber auch unwetter. nachdem wir uns anfang der woche noch schwer getan haben, ins nach den kühlen regentagen auf 17 grad abgekühlte bädle zu steigen, waren wir am samstag schon sehr froh um die abkühlung - allerdings jetzt bei 20 grad wassertemperatur. 

den pfingstmontag haben wir für eine weitere ziellose radtour in der näheren umgebung genutzt - abseits der radwege war es im wald und auch sonst sehr, sehr ruhig. 


die arbeitswoche war gut durchgetaktet - zwei vormittage und ein nachmittag in der werkstatt haben die fertigstellung der bestellten und auch noch ein paar überschüssiger sitzfilze ermöglicht. 



im kulturzentrum ist es gerade in meiner eigentlichen arbeit ruhig - dass ich trotzdem genug zu tun hatte, dafür sorgten diese woche eine weitere person, die sich ihren potentiellen arbeitsplatz anschauen kam sowie infrastrukturelle querschläger. am wochenende klärte sich zumindest die postenbesetzungssituation in der momentan bestmöglichen variante, eine zusage der ausgewählten kandidatin vorausgesetzt. 


wir haben jahreszeitlich gut gegessen - am scharnier zwischen spätfrühling und frühsommer. will heissen: am montag gab es den letzten spargel der saison, am samstag eine artischocke als vorspeise zum später gegrillten lammrücken. und ich sehe, dass die gelben tischsets nicht die beste wahl als hintergrund sind.


ausserdem produziert unser garten in diesem jahr reichlich eigene erdbeeren! himbeeren auch, nur eben nicht reichlich. die tomaten wachsen und haben bereits angefangen zu blühen, ein paar kefen gab es, bald sind auch die träuble reif. so richtig viel ist das alles nicht, aber wir freuen uns daran. (und die eigenen erdbeeren sind defintiv die besten - das kilo überreife erdbeeren, das wir am samstagabend geschenkt bekamen, haben wir einfach püriert und eingefroren, das gibt dann irgendwann auch mal erdbeertiramisu.)

am heutigen sonntag werden wir noch gemütlich zusammen im garten frühstücken, dann werde ich für zwei tage in die alte heimat fahren, um meine mutter zu besuchen. und was das beste ist: es gibt zwar immer ein paar kleinigkeiten zu erledigen, aber es wird einfach ein besuch sein, an dem wir es und zusammen gut gehen lassen! ich freue mich.

einen erdbeerzwerg als zuwachs im garten gab es noch - mitbringsel vom erdbeerfest bei meiner arbeitgeberin.


Sonntag, 4. Mai 2025

kw 18 - zerschnitten und kunstvoll zusammengenäht - als wochenmotto

was war denn das? ein rückreisetag, zwei tage arbeiten, feiertag (erschlichen, in unserem kanton eigentlich nicht frei), arbeitstag, wochenende. 

für diese konstellation habe ich eigentlich recht viel erledigt bekommen und es gab auch genügend schöne zeit zum geniessen. es geht also auch unter solchen lustigen bedingungen. 

dienstag und mittwoch habe ich vormittags viel im kulturzentrum weggeschafft, nachmittags dann haushaltsdinge und eine schwimmrunde am dienstag, einfach so im garten sein und dinge für die werkstatt erledigen am mittwoch. ach und zwischendurch brauchte es noch ein bisschen telefonische unterstützung für die mit einer heftigen erkkältung in ihrere koje liegende tochter.

blumen von unterwegs mitgebracht und der osterhase darf noch ein bisschen bleiben.

donnerstag hatte kai - weil er in zürich arbeitet - frei und ich nahm mir einfach einen fast freien tag. bei schönstem fahrradwetter radelten wir nach dem frühstück zum spargelhof im wehntal, holten uns ein kilo spargel, eier und die für mich bereitgestellte wolle der ouessant-schafe dort ab. ging alles gut auf unsere zwei velos und nicht einmal so beladen ging es zurück nach hause - in den garten. 

der sohn machte einen zwischenstopp auf apfelkuchen bei uns, bevor er zur 1.-mai-veranstaltung nach zürich ging und später habe ich damit begonnen, den seit einem jahr ruhenden kompost zu sieben und in die töpfe für die tomaten zu verteilen. so muss kompost sein! wunderbar krümelig, die kompostwürmer waren alle schon in den aktiven kompost umgezogen und es gab nur ein paar stöckchen, reste von kaminasche und andere fremdkörper zu entfernen. 

zu den fremdkörpern gehörte auch das messer von unserem stabmixer - nach dem grabungshorizont zu urteilen (es gab darin auch nicht vollständig kompostierte passionsfrüchte) ist er um silvester 23 herum dort gelandet. da wir ihn natürlich ersetzt haben, haben wir jetzt zwei davon und werden allein schon deshalb nie wieder einen verlieren. (gedanken zu den kompostanlagen: diesen jetzt leeren komposter werde ich erst im frühjahr 2027 wieder umsetzen. gärtnern ist wirklich was mit langem zeithorizont.)

nachdem ich die töpfe im gewächshaus mit erde gefüllt hatte, pflanzte ich gleich die erste hälfte der tomatensetzlinge ein - die sind zwar noch wirklich winzig, können aber auch gleich in den töpfen gross werden. 


am freitag dann das vorwochenendeprogramm mit hausputz und offener werkstatt - auch hier nochmal einiges erledigt, liegengebliebenes und vorauszuerledigendes. und weil mich eh niemand besuchen wollte, habe ich dann früh feierabend gemacht und den restlichen kompost umgegraben während kai das zum abendessen cordon-bleus mit pommes und salat zauberte. 

teil des hausarbeitsvormittags: kakteen duschen und nach draussen bringen, sicherheitshalber mit sonnenschirmchen, die kriegen sonst immer sonnenbrand.

samstag war shirdaksamstag. 

schon zum vierten mal trafen sich fünf frauen aus dem verein filzszene schweiz in meiner werkstatt um auf mehr oder weniger traditionell kirgisische weise sitzfilze herzustellen. (die muster der shirdaks werden eigentlich nicht wirklich gefilzt, sondern entstehen durch das zerschneiden und anschliessende kunstvolle zusammennähen von fertigen filzplatten - bei uns natürlich handgefilzten, ehrensache!)

ich hatte ein bisschen was aufzuholen, nämlich die kordeln an den rändern der zusammenstossenden filzflächen anzunähen - aber ich konnte auch noch mit dem absteppen beginnen - zum ersten mal mit einem plan. jael, die vor ein jahren die gelegenheit hatte, in kirgistan selbst dieses handwerk zu erlernen, hat uns wieder ganz wunderbar durch den tag und den nächsten arbeitsschritt geführt - sie macht einfach vor, wir machen nur nach - oder nutzen eine der von ihr vorgeschlagenen varianten. 

für den sonntag hatten wir uns eigentlich eine erste längere radtour vorgenommen und wollten zum schloss wildegg und zum pro-specie-rara-setzlingsmarkt radeln. nur leider war dann das wetter nicht so passend zu unserem plan und es wurde ab dem späten vormittag vor heftigem regen gewarnt. also änderten wir unsere pläne und fuhren mit dem auto bis möriken, stellten es am friedhof ab und gingen zu fuss zum schloss.

hier hat uns dann auch der regen erwischt.

trotzdem machten wir einen rundgang an den ständen und stellten uns sogar für eine bratwurst an.


sehen sie auch das herz aus clematen? 

unsere ausbeute: zwei verschiedene pepperonipflanzen (also eine paprika und eine pepperonipflanze -falls sie nicht in ch wohnen) eine gurke, eine kapuzinerkresse (bei uns ist keine gekeimt), eine okra (ob das gut geht?) und ein topf mit basilikum (eingewickelt). die warten nun zusammen mit den restlichen sieben tomatenpflanzen aufs einpflanzen, weil draussen regnets momentan. später gibt es noch spargel, den kai gestern auf dem markt besorgt hat.

Donnerstag, 28. November 2024

monatsrückblick november

ein ganzer monat ist wirklich zu lange, um rückblickend über ihn zu berichten. vor allem, wenn ich auch noch die bloganlässe am 5. und am 12. verpasst habe, weiss ich eigentlich am ende des monats nicht mehr, was zu anfang so gelaufen ist. 

naja, die erste hälfte des november war ich ja mit heilen beschäftigt, zumindest gefühlt. nachdem zuerst vor allem die blutige nase eindruck gemacht hatte, waren es nach ein paar tagen die prellungen, die mir zu schaffen machten. mit schmerzmitteln war es aushaltbar und mit ablenkung eigentlich sogar ganz gut. 

ich staune jedenfalls, was ich dann doch alles fertig bekommen habe. weder eine einladung zum spielen noch zum abendessen haben wir abgesagt, und am 6. november habe ich den vertrag für die neue arbeit unterschrieben. 

vor dem arbeitsbeginn (offiziell am 15., tatsächlich dann am montag drauf) blieb noch zeit für einen samstag mit der shirdak-gruppe der filzszene. das war dann leider auch der tag, an dem unsere kater kasimir gestorben ist.

wir haben uns am vormittag ganz viel zeit gelassen, um in sachen muster herumzuspielen.

nachmittags ging es dann ans ausschneiden...

... und für die ganz schnellen auch schon ans heften der musterteile.

und das zweitägige filzhausschuh-modul aus dem filzbaukasten der filzszene habe ich auch zum ersten mal durchgeführt. 

an zwei tagen sind nicht nur pro person ein paar finken entstanden, sondern hoffentlich auch ganz viel wissen übers finkenfilzen in die köpfe gewandert.

am tag drauf habe ich mir eine pause gegönnt ... indem ich per zug zuerst nach oerlikon gereist bin, um meine reparierte brille abzuholen und dann weiter nach luzern, um einen ort für die generalversammlung der filzszene im märz 26  anzuschauen. dafür habe ich mich mit einer lieben vereinskollegin getroffen, die mir später noch eine feine kleine ausstellung in der st. johannes kirche in luzern gezeigt hat. leider habe ich von der ausstellung nur ein verwackeltes foto gemacht, so ganz ist die sache mit dem ausruhen auf reisen nicht aufgegangen. die johanneskirche ist ein beispiel für brutalistische kirchenarchitektur - so wie auch die michaelskirche in ennetbaden und doch wieder ganz anders. wenn es auch ein bisschen seltsam tönt für eine kirche aus beton, ich würde die johanneskirche als sehr verspielt bezeichnen. jedenfalls ganz sicher im vergleich zur oben erwähnten michaelskirche

geburtstag feiern durfte ich auch - und habe unter anderem ganz viele blumen bekommen, die ich seltsamerweise auch nicht fotografisch verewigt habe, aber schön waren sie schon (und ich habe sie gerade erst, nach fast 2 wochen, im kompost entsorgt). 

in der zweiten monatshälfte ging es mir zusehends besser, auch wenn immer noch nicht alle blessuren vom velosturz ganz verheilt sind. 

inzwischen habe ich zu arbeiten begonnen - oder zumindest habe ich einige stunden in die neue tätigkeit hineingeschnuppert. irgendwann werde ich für die vermietungen im kulturzentrum ennetraum zuständig sein - bisher war dort eine person zuerst ehrenamtlich, dann später auf eine halben stelle für alles von den veranstaltungen bis zu privatvermietungen alleine zuständig, nun soll sich ganz viel ändern (meine stelle ist ein teil dieser veränderung) und dementsprechend anspruchsvoll gestaltet sich eine übergabe von aufgaben. 

auch in der werkstatt war gar nicht so wenig los, es gab windlichtkurse und zwischen all dem anderen habe ich schnell noch 30 schneeflocken, 25 engel und etliche wilde windlichte für den weihnachtsmarkt am wochenende produziert. 

heissa! es darf gerechnet werden. vorbereitungen für die windlichtkurse.

meine lieblingsengeli sind ganz schlicht (ich mache aber auch andere, weil es halt verschiedene geschmäcker gibt).

was war noch?  

auf einladung der republik war ich in zürich und habe einem gespräch mit ricarda lang gelauscht. viel autobiographisches und anekdotisches (immerhin war das ampelaus erst ein paar tage her und die pläne der fdp, die die situation mit herbeigeführt hatten, gerade bekannt geworden) und ein bisschen wenig zu der frage, zu der sie eigentlich reden sollte, nämlich warum grüne politik in vielen ländern gerade so ein rotes tuch ist. ausserdem war ich sehr geflasht von meinem ersten arbeitstag.

ich habe eine häkeldecke begonnen. als bekennende nichthäklerin häkle ich jetzt sophie's universe und wenn die prognose des musters stimmt, dann wird sie in etwa 120 x 120 cm gross.

stand 10. november.

dann gabs noch schnee. an einem donnerstagabend, ausgerechnet als kai auf der autobahn unterwegs war. und weil es viel schnee war, war auch gleich mal schneechaos. 

der nachbar beleuchtet den verschneiten garten - weit weg vom verkehrschaos.

die tochter begleitete mich ins piercing-studio. zum geburtstag haben mir die kinder ein loch im ohr geschenkt. auf dem rückweg eindrückliche bilder wie der winter den herbst vertreibt. 

auch zusammen mit der tochter war ich beim adventskranzbinden, das hat mittlerweile schon tradition. 

die fotos vom fertigen kranz spare ich mir für den ersten advent auf! die tochter hat für eine kollegin einen kranz gebunden, die wegen spätdienst verhindert war.
für ernsthafte adventsvorbereitungen muss ich jetzt erst noch den markt am samstag hinter mir haben - immerhin habe ich schon eine backliste erstellt.

ich hadere nun ein bisschen: den post schon veröffentlichen, obwohl noch zwei tage november übrig sind und sie zum weihnachtsmarkt nach oberrohrdorf einladen? oder lieber noch mal liegen lassen und den markt noch dazupacken? da ich vage den plan habe, wieder ein bisschen regelmässiger zu bloggen und mir dazu schon meine gedanken für den dezember gemacht habe, drücke ich gleich mal auf veröffentlichen. 

ah, ja, und da können sie mich dann am samstag treffen, wenn sie mögen! 


Samstag, 31. August 2024

monatsrückblick august 2024

 schon wieder ein monat vorbei. ich habe in diesem jahr so eine art monats-jetlag, der allerdings gleich in zwei richtungen funktioniert, wodurch ich mich auf zweifache art und weise nicht im richtigen monat befindlich fühle. einmal kann ich kaum glauben, dass wirklich schon so viel jahr vorbei ist, weil die ereignisse mich wie so eine art bugwelle durch die zeit geschoben haben, dann wieder freue ich mich so sehr auf das, was wir für den rest des jahres geplant haben, dass ich mental schon in der zweiten septemberhälfte und in unserem herbsturlaub angekommen bin. 

dazu nach ein paar kühleren tagen, die das bädle jeden tag ein grad wassertemperatur gekostet haben, wieder sommerliche hitze draussen - und weil ich zu nachlässig bin mit dem schattieren, auch drinnen. heiss habe ich den monat mehrheitlich in erinnerung. 

die höhepunkte in ausflugstechnischer hinsicht habe ich ja endlich mal wieder brav verbloggt, war aber auch schön! 

ausserdem hatten wir im august eine woche besuch von meiner mutter - die wir weitgehend im garten verbracht haben, es war heiss, man konnte schwimmen und im schatten sitzen und schwatzen. ist ja doch die hauptsache bei so einem besuch. ausserdem waren wir beim mittleren sohn und enkel zu besuch, haben besorgungen erledigt und meiner mutter unseren schönen markt in waldshut gezeigt, mit der tochter zusammen. die marktbesuche haben wir ansonsten ein bisschen vernachlässigt und prompt hatte dann unser frühstückscafé zu, als wir vergangene woche dort frühstücken wollten. aber nur wegen sommerferien.

in der zweiten monatshälfte hatte ich zwei ruhige arbeitswochen - von montag bis donnerstag am vormittag in der werkstatt und dann am freitag zur offenen werkstatt am nachmittag, das gibt es nicht so häufig. ich habe sie zur arbeit an einem hausschuh-modul für unseren filzbaukasten genutzt und um die arbeit mit der rohwolle abzuschliessen (oh, dafür war ich ja gar nicht in der werkstatt, aber ich habe gearbeitet!) 

 
beim scheren der zackelschafe gab es ja leider ein paar schon ziemlich verfilzte vliese - eines davon durfte mit nach hause. der plan: es am stück zu einem "schaffell" verfilzen. am rand habe ich dann doch ein paar teile abnehmen müssen, die entweder zu verschmutzt oder zu verfilzt und teilweise verschnitten waren. aber der schwanz war noch dran! 

zur sicherheit habe auch dieses vlies mit einer schicht kardwolle auf der rückseite versehen, es soll ja alles auch weiterhin zusammenhalten.

es war eine gute entscheidung im garten zu arbeiten, so konnte das seifen-wollfett-wasser-gemisch einfach in die wiese ablaufen.

beim anfilzen kann man ganz gut spüren, wenn die gröberen haare vom zackelschaft durch die feinere vliesauflage aus süddeutscher merino wandern, da das von weitem weiss wirkende schaf aber auch rotbraune haare hat, kann man es auch sehen.

im grossen und ganzen filzt die wolle vom zackelschaf gut - nur am nacken hatte es ein paar problematische stellen die halt auch schon arg miteinander verfilzt waren. da hilft nur hartnäckiges weiterarbeiten. rollen war übrigens aus gewichtsgründen kaum möglich.

und hier konnte ich dann schon mal umdrehen und die schönen locken begutachten.

fast das anstrengendste war das auswaschen des vlieses. keine ahnung, was es nass gewogen hat, ich habe es immer teilweise auf den wannenrand gezogen und dann stück für stück ablaufen lassen.

mittlerweile ist das vegetarische schaffell trocken und wird noch mit ein paar dankesworten bestickt. denn das fell wird unseren haushalt verlassen - es ist als dank an den schafhalter gedacht. 



 ***

nicht ganz neu im august waren tschechisch-lektionen, die ich online über preply gebucht habe (und von kai geschenkt bekommen habe). nach einem etwas harzigen start im juli konnte ich in diesem monat aber endlich regelmässiger unterricht nehmen - ein bisschen fühlt es sich schon nach fortschritt an. und es ist ja nicht so, dass ich mich bisher nie mit diesem thema beschäftigt habe. vor vielen jahren habe ich auf live-mocha mit dem tschechisch-lernen begonnen. damals war diese plattform noch als partizipatives projekt unterwegs - neben den bestehenden lektionen konnte man sich mit muttersprachlern vernetzen, die aussprache und grammatik korrigiert haben - als gegenleistung übernahm man das für andere lernende in der eigenen muttersprache. meine eigenen erfahrungen datieren aus dem anfang der 10er jahre (das blog sagt 2012). 2016 wurde die seite eingestellt, ich habe aber das gefühl, dass randsprachen wie das tschechische da schon länger nicht mehr zum angebot gehört haben. 

dann habe ich mir bei einem unserer aufenthalte in prag ein tschechisch-lehrbuch gekauft und auch die ersten lektionen absolviert. ein bisschen langweilig war das, weil ich ja keine komplette anfängerin war, ein bisschen schwierig andererseits auch, weil mir niemand die grammatik erklären konnte. jedenfalls wanderte das lehrbuch samt übungsheft irgendwann ins regal. 

im frühjahr nun habe ich mir mit der aussicht auf einen tschechienurlaub im herbst vorgenommen, mit dem sprachenlernen wieder zu beginnen. dazu habe ich mir einen account auf duolingo eingerichtet und mittlerweile einen 129-tage-streak. (und ja, mit sowas kann man mich fesseln. mindestens eine lektion jeden tag, sonst ist die eule traurig.) bei aller didaktischen fragwürdigkeit sorgt das immerhin dafür, dass ich wirklich jeden tag ein paar worte und ein bisschen grammatik lerne. am anfang fand ich das mechanische, unsystematische lernen auch ganz toll - spätestens bei den possesivpronomen habe ich das aber dann revidiert: ohne erklärung habe ich das system dahinter nicht verstanden. 

und dann hatte kai die idee mit preply. und ich zuerst gar keine lust, mich auch noch darauf einzulassen. eine probelektion habe ich dann doch vereinbart, die lehrerin war auch nett und vor allem: von der ersten minute an wurde nur tschechisch gesprochen! grosse enttäuschung als nach dem abschluss des abos gar keine möglichkeit war, lektionen bei dieser lehrperson zu buchen. dann verlegte sie einen endlich gefundenen termin, mir ging das alles nur noch auf die nerven, das abomodell gängelte mich und wollte schon geld für die nächsten vier unterrichtseinheiten abbuchen, bevor ich noch die ersten terminieren konnte. also kündigte ich das abo gleich wieder, schrieb meiner lehrperson aber, woran es lag und seither klappt es prima: ich habe ein bis zwei 25-minütige einheiten tschechisch pro woche, ein bisschen unregelmässig, aber passt schon, wir reden jeweils 10 minuten, bis ich nicht mehr kann und dann darf ich fragen stellen - möglichst auf tschechisch. ich habe schon vergangenheit und zukunft gelernt, mich in präpositionen verheddert und bei der letzten lektion haben wir viel zusammen gelacht über die finessen des ans meer fahrens, des ins meer gehens, des auf dem meer schipperns - tatsächlich geht so ziemlich jede präposition für moře... 

und ich habe noch ein online-tool gefunden, das ich rückhaltlos empfehlen kann, allerdings nur, wenn sie ein bisschen zeit investieren können, um sich in eine vokabel-app einzuarbeiten. ich nutze fürs wörtli-lernen, wie das hier heisst, jetzt memorion. hier gibt es so viele möglichkeiten, dass ich selbst noch nicht einmal einen bruchteil davon ausprobiert habe, es gibt vorgegebenes vokabular, ich kann aber auch selbst kartenstapel anlegen, neben dem reinen abfragen gibt es eine ganze menge spiele, in denen ich vokabeln aber auch grammatik trainieren kann (letzteres habe ich noch nicht probiert) - vielleicht möchte ich darüber mal einen extra-blogbeitrag schreiben.



Dienstag, 30. Juli 2024

mein juli

im juli habe ich so gut wie jede blogaktion verschlafen. nachdem ich den 12tel-blick im juni schon verbaselt (was kann eigentlich die schöne stadt am rhein dafür? garnix) hatte, fielen auch noch der 5. und der 12. ins wasser. nennenswerte ausflüge waren auch beinahe fehlanzeige, also bleibt mir nur noch, den ereignisarmen monat am ende ein bisschen zusammenzufassen. 

ich habe nachgeschaut:  wir waren an allen samstagen im juli auf dem wochenmarkt in waldshut. und vorher im obergeschoss des café ratsstüble auf eine kaffee und eine butterbrezel. dort kennt man uns mittlerweile schon und fragt nur noch nach, ob es wieder dasselbe wie jede woche sein darf. auch auf dem wochenmarkt kennen wir jetzt unsere lieblingsstände für beeren, obst, gemüse und käse. 


und weil wir regelmässig recht früh starten, bleibt am nachmittag noch zeit für gartenarbeit, dringend nötige. (kirschlobeer auslichten, vor allem die früchtetragenden äste abschneiden, brombeeren daran hindern, alles zuzuwuchern - und überall dort hand anlegen, wo das feuchte frühjahr wuchsrekorde beschert hat.)



aber es blüht auch wirklich wunderschön. und wir können endlich schwimmen. angebadet haben wir sensationell spät in der ersten juliwoche, auch da hatte das wasser noch keine 20 grad. gegen ende des monats gut 24.

die tomaten lassen sich noch etwas bitten, überhaupt habe ich wieder einmal das gefühl, dass es so viele früchte gar nicht sein werden. das kann in einem monat schon ganz anders aussehen. 

sonntags sind wir teilweise einfach im garten geblieben, weil es endlich schönes wetter war und wir die früchte unserer arbeit ja auch gelegentlich geniessen dürfen. und natürlich den ersten zwetschgenkuchen. (zwetschgen vom wochenmarkt. eine woche habe ich noch widerstanden - es kann ja nicht wahr sein, dass es schon zwetschgen gibt, dann ist ja der sommer schon fast vorbei, besser also keine kaufen, dann ist es auch nicht wahr.) 

zwei mal haben wir kurze radtouren unternommen - einmal zum minigolfplatz in dietikon, der ein kleines architekturdenkmal ist und einmal einfach so durch den wald, wegen der kühle.

und weil die tochter ferien hatte (eine woche war sie segeln im wattenmeer, ijsselmeer und markermeer) habe ich auch noch eine radrunde mit ihr unternommen - eigentlich nur zum eisessen zwei ortschaften weiter, dann aber auf dem rückweg doch noch auf einer grösseren, weil einfach schönen runde - sie auf dem gravelbike, ich auf dem e-velo.

sie ist ziemlich gut im finden von vierblättrigen kleeblättern. sie findet das glück sozusagen ohne es zu suchen. 

die termine in der kantonshauptstadt werden weniger. ich habe einen der letzten zu einem weiteren besuch im kunsthaus genutzt, mir die ausstellung "schau, wie der gletscher schwindet" angeschaut und bin anschliessend noch ein wenig durch die sammlung gegangen. immer wieder gibt es etwas zu entdecken.

mit kai habe ich ferienpläne geschmiedet.


für ein paar tage im august und den grossen urlaub ab mitte september, wo es zuerst ins vogtland und dann weiter nach tschechien gehen soll.

gearbeitet habe ich auch. jede woche gab es in der werkstatt im juli einen sitzfellchenkurs, bis am ende die rohwolle knapp wurde.

 und ich energisch die locken verteidigen musste, die ich für eine grössere arbeit reserviert hatte.

der engagierte zackelschafzüchter möchte sich mit dem fell seiner schönen tiere schmücken. in enger zusammenarbeit entsteht hier ein sehr individuelles kleidungsstück - gerade heute haben wir uns noch einmal getroffen, um den knopf zum schliessen der jacke gemeinsam anzuschauen.

das für dieses jahr letzte sitzfellchen ist dann noch einmal aus ouessantwolle entstanden. wie unterschiedlich die wolle von der selben schafrasse ausfallen kann, zeigen diese beiden braunen sitzfelle, beide vom ouessantschaf. 

nach zwei monaten arbeiten mit viel rohwolle war es aber dann auch für mich genug. die werkstatt brauchte eine grundreinigung und ich ein bisschen was anderes auf dem filztisch.

erinnert sich noch jemand an die winzigen täschchen, die ich anfang des jahres gezeigt habe? dieses konzept versuche ich nun in eine alltagstaugliche grösse zu transformieren, nicht ohne hindernisse, aber es hat potential, zu einem neuen geflochten und gefilzt kurs zu werden. 

auch schön: ergebnisse aus dem filzbaukasten sind eingetroffen - ich freue mich immer wieder, wie unterschiedlich die ersten eigenständigen arbeiten ausfallen. 

ich selbst habe auch etwas neues ausprobiert. 

eine strickkollegin hat mir ihr stäbchenwebgerät vermacht. zusammen mit schon vorbereiteten fingergelismeten dicken schnüren. also wurde flugs angewebt und ich kann bereits erste ergebnisse vorweisen. gedacht ist das alles zur resteverwertung von stoffresten und alten kleidern, das aber vermutlich erst später mal. 


die letzten julitage haben wir schon ferien - einen ersten ausflug in die berge haben wir schon gemacht, mal sehen, was wir sonst noch so unternehmen, bevor wir im august für ein paar tage verreisen.  momentan ist es vor allem sehr, sehr heiss und das bädle ist eine willkommene gelegenheit zur abkühlung und zum zuhausebleiben.