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Samstag, 11. Juni 2022

15 jahre binimgarten

heute ist blogjubiläum. 

vor fünfzehn jahren habe ich dieses blog begonnen. 

die längste zeit existierte es einfach so zum spass - es gab eine kurze episode, in der ich für das filzbusiness noch keine homepage hatte, und es deshalb auch für die ankündigungen von kursen diente. deshalb hatte es zwischenzeitlich einen anderen namen und hiess wie meine werkstatt heute heisst, von wann bis wann genau kann ich heute nicht einmal mehr nachvollziehen. 

ganz ohne contentplan und suchmaschinenoptimierung  wurde es mal mehr, mal weniger gefüttert, mal mehr, mal weniger gelesen.  

tatsächlich habe ich in der anfangsphase des bloggens einige leute nur deshalb kennen gelernt, weil sie auch ein blog hatten. einige dieser menschen sehe ich heute noch mehr oder weniger regelmässig im realen leben, mehr noch, ohne sie wäre wahrscheinlich vieles anders gekommen als es ist. 

zur zeit ist ein bisschen die luft raus, aber vorbei ist es ganz sicher noch nicht mit dem blog. vielleicht ist es gerade in der pubertät. oder es kehrt wieder zu den anfängen zurück, denen es seinen namen verdankt, dem garten. 

begleiten sie mich also auf einem gartenrundgang durch den "neuen garten", unter dem hashtag, den ich seit unserem umzug für gartenposts nutze, um den ersten vom zweiten garten zu unterscheiden...

mitte mai sind die tomaten in die grossen töpfe im gewächshaus und an der südseite des hauses umgezogen.

die königskerze, die auf dem unteren sitzplatz zwischen den fugen der betonplatten wächst, wird grösser und grösser.

spätestens wenn der bauernjasmin blüht, ist der frühling vorbei und der sommer beginnt.

hinter den cocktailtomaten können insekten einziehen, wenn sie wollen. und sie wollen.

am oberen sitzplatz, gleich an der terrasse, blühen die rosen.

der platz neben dem gewächshaus wird immer wohnlicher, neuester zugang ist ein sonnenschirm - jetzt kann man hier sogar frühstücken, mitten im garten!

blick auf den mittleren sitzplatz unter der pergola - hier steht der grosse tisch, hier sitzen wir vor allem mit gästen.

die lilien neben dem schwimmbad blühen in einer farbe, die eindeutig nicht meine lieblingsfarbe ist.

im gewächshaus gibt es erste früchte zu entdecken, ansonsten vor allem viele, viele blüten.

und es wird so richtig eng mit acht tomaten-, zwei pepperonipflanzen und den töpfchen, in denen der nachschub für beete und töpfe wächst.


Freitag, 14. August 2020

13. august 2020 - wo ist der +-button geblieben?

 heute habe ich mich zum ersten mal so richtig über die neue eingabemaske von blogger geärgert. ich hatte sehr früh in der testphase auf die neue benutzeroberfläche umgestellt und da wurde erwartbar noch ein bisschen gebastelt und immer mal wurde ein button an einen anderen ort verschoben oder in seinem erscheinen verändert. insgesamt fand ich aber die meisten veränderungen zeitgemäss, akzeptabel oder sogar chic (der +-button in der rechten unteren ecke!) 

nun hat - wenn ich das richtig verstanden habe - die neue eingabemaske komplett die alte abgelöst und ich hatte erwartet, dass jetzt die veränderungen aufhören. pustekuchen: da wird weiter dran gebastelt, und merkwürdigerweise kann ich nun absätze nur noch mit abstand machen, die eingefügten bilder erscheinen immer gleich in gross (zwar in der von mir meist verwendeten grösse, aber zum schreiben finde ich das unpraktisch), und die absätze um die bilder herum entziehen sich komplett meinem einfluss. das fiel mir gestern beim bilderreichen 12er-post so richtig auf und nun verstehe ich den ärger über blogger auch besser. und wo ist denn eigentlich der schicke +-button geblieben? 

ansonsten war der tag heute ungewöhnlich abwechslungsreich: kai kam am späten vormittag in die werkstatt, brachte gipfeli für ein spätes zweites frühstück mit und ging mit mir in der limmat schwimmen. dort waren wir nahezu alleine, die schule und die arbeit hat wohl für fast alle wieder begonnen. 

über mittag ging ich einkaufen fürs abendessen mit gästen, den nachmittag verbrachte ich mit telefonieren, lesen und schreibtischarbeit. gegen abend bereiteten wir gemeinsam salat und foccacia fürs abendessen vor und hiessen dann unsere gäste willkommen. und da es inzwischen ein bisschen abgekühlt hatte, sassen wir aufs schönste bis spät unter der pergola.

Donnerstag, 2. April 2020

frühlingspost 2020 - flora und fauna

mit gemischen gefühlen habe ich in diesem jahr die vorankündigungen für die frühlingspost des postkunstwerkblogs gelesen. ich war mir nicht so sicher, ob ich wirklich zeit und musse finden würde, um etwas zu machen, ausserdem wollte ich auf keinen fall material kaufen, da wir immer noch am reduzieren des vorhandenen sind. und dann war ja da auch noch die reise, die wir im april antreten wollten. 

aber schablonendruck auf stoff, das wollte ich auf keinen fall verpassen. das thema schien mir weit genug, um sicher eine idee zu haben. also meldete ich mich an und es fügte sich alles ganz wunderbar: in der garage fand ich einen alten bettbezug, den ich färben konnte, der sohn brachte reichlich siebdruckfarben und bat darum, diese zu verbrauchen und die überall aufblühenden japanischen zierkirschen lieferten inspiration. und als ich prompt eine der reisewochen zugeteilt bekam konnte ich problemlos auf eine andere woche tauschen.


zuerst aber musste ich doch einkaufen: stofffarbe zum färben des bettbezugs. und obwohl der stoff fast doppelt so viel wog wie auf der packung angegeben, wurde das ganze sehr pink. kein zartes pastell, sondern bonbonknallig, getrocknet zwar dann schon weniger, aber immer noch dunkler als gedacht.


erste probeschablonen und -drucke entstanden anfang märz. die blütenblattform stimmte aber noch nicht und farblich war ich auch noch weit von zufrieden entfernt. ton in ton funktionierte zwar einigermassen, aber um auf dem relativ dunklen stoff zu drucken brauchte ich noch dunklere farben und das ergebnis entfernte sich immer weiter von meiner duftig-leichten inspiration. 
also bat ich den sohn auch noch um weisse farbe.


 und begann mit dem grossen mischen.



mittlerweile mit kirschigeren schablonen druckte ich mich so langsam an das gewünschte ergebnis heran. und weil ich meine filzwerkstatt für besucher wegen der massnahmen gegen die corona-pandemie schliessen musste, hatte ich plötzlich ganz viel platz. ich druckte auf beiden tischen gleichzeitig und verteilte in schichten kirschblüten in gross und klein.


und da bei uns in der schweiz ausser lebensmitteln nichts mehr eingekauft werden kann, blieb es auch bei den karten und umschlägen beim motto"use what you have".


nun hat sich die post am vergangenen freitag auf die reise gemacht und heute, donnerstag, habe ich die ersten meiner stoffe bei instagram gesehen, sie sind also gut in deutschland angekommen. und ich bin gespannt, wie es in der kommenden woche weitergehen wird.
es ist so schön, dass es diese aktion gibt!
ein ganz herzlicher dank geht darum zu tabea und michaela, die die organisation übernommen haben. auf ihrem gemeinsamen blog "postkunstwerk" könnt ihr wieder verfolgen, was da alles zusammenkommt an kreativen bearbeitungen des themas flora und fauna.

und nun erlaube ich mir noch, meinen pinken stoff, den ich im vergleich zu anderen auch noch recht flächig bedruckt habe, auch noch zum mittwochsmix im april zu schicken - einfach weil das gerade so gut passt.

Sonntag, 18. August 2019

wochenende 17. und 18.august 2019 - barcamp und müde

samstagmorgen stand ich alleine und für ein wochenende mittelfrüh auf, um nach zürich zu fahren. ohne frühstück, denn das barcampCH*, zu dem ich mich angemeldet hatte, sollte mit frühstück beginnen.
am bahnhof erwischte ich den früheren zug und hatte so gelegenheit, zu fuss durch die stadt zum veranstaltungsort, dem kulturzentrum karl der grosse, zu gehen. nicht mehr ganz so frühmorgens sind in zürich schon erstaunlich viele touristengruppen unterwegs, die mir später am tag noch nie so aufgefallen waren.

foto: Claudio Schwarz

viertel nach neun startete also mein abenteuer barcamp. ich hatte zwar schon an verschiedenen orten von solchen veranstaltungen gelesen, aber noch nie selbst eines besucht. das ankommen war erstmal ein wenig verwirrend, einfach ein papierschild nehmen, name drauf und dann unter die menge mischen fühlte sich zu wenig offiziell an. gut, dass ich mittlerweile frühstückshunger hatte und mit kaffee und gipfeli versorgt auch gleich mit einer anderen erstbesucherin  am tisch landete (und feststellen durfte, dass ich schon ganz gut über das prozedere informiert war).

um zehn ging es dann in den grossen saal. nach einer kurzen vorstellungsrunde für etwas mehr als 50 personen (nur name und drei begriffe, bei mir: bloggerin, filz, garten) startete die sessionplanung.
eine session dauert etwa 45 minuten, die inhalte kommen von den teilnehmern selbst und werden in der sessionplanung spontan vorgeschlagen. man weiss also nicht vorher, was einen an der "unconference" so erwartet. während der sessionplanung werden die inhalte auch kurz vorgestellt, aber man muss schon ziemlich gut sein, wenn man sich das alles bis am späten nachmittag merken will.


ich wählte als erste session die mit dem thema "konsensieren" - was auch vielleicht die session gewesen sein wird, aus der ich am meisten mit nach hause nehmen konnte.

foto: Claudio Schwarz

es ging darum demokratische prozesse besser zu machen durch neue abstimmungsmethoden, bei denen es keine (oder zumindest weniger) verlierer gibt, wer mehr wissen will, bitte hier entlang.

der vormittag blieb bei mir politiklastig, denn weiter ging es mit politischen onlinekampagnen. ein rundumschlag mit vielen beispielen, aber letztlich zu viel, dass es zu einer diskussion gekommen wäre, es blieb beim reinen faktenaufzählen. und so ganz klar, wie sich politische, de facto also vor allem parteienkampagnen von denen aus der wirtschaft unterscheiden, war mir bis dahin nicht so ganz klar.

dann: mittagessen. leckeres gemüsecurry, vom zentrum karl der grosse zubereitet. überhaupt war die ganze veranstaltung durch sponsoren für alle teilnehmer umsonst.

nach einem pausenkaffee auf der terrasse ging es gleich weiter mit den sessions. mir fiel die entscheidung schwer, allmählich konnte ich mich auch immer schlechter an das erinnern, was bei der vorstellung zu den einzelnen angeboten gesagt worden war. aber storytelling hörte sich nützlich an. also erfuhr ich so mittelviel neues über instastories (vor allem) und über die sechstagechallenge, die die veranstalter der session vorstellen wollten. im unterschied zu den beiden sessions am vormittag war dies also auch ein bisschen eine werbeveranstaltung. dinge vorstellen, die man in einem etwas ausgedehnteren rahmen dann auch käuflich erwerben kann, vor allem coaching und beratungen, das ist offensichtlich auch eine möglichkeit bei einem barcamp.
ein bisschen ambivalent finde ich das schon, auch weniger offen als bei den weniger zweckgebundenen sessions. denn wenn jemand etwas vorstellt, was er persönlich spannend findet (zum beispiel das konsensieren in der ersten session) bleibt für mich mehr raum zum (auch mal kritischen) nachfragen. klar geben die anderen (kommerzielleren?) sessions auch zunächst etwas an die teilnehmer weiter, aber da kann ich dann entweder konsumieren oder auch nicht.

nachdem ich bisher nur männer in den sessions erlebt hatte, die teilnehmenden aber gefühlt eher ausgeglichen über die geschlechter verteilt waren, wollte ich um 15 uhr mal eine weibliche sicht haben und entschied mich für das "hier und jetzt" - fand aber recht schnell heraus, dass mir das thema eher nichts zu sagen hatte. nun war zwar bei der einführung gesagt worden, dass man jederzeit eine session auch verlassen könnte, ich brauchte aber doch noch weitere fünf minuten, um wirklich zu gehen. immerhin konnte ich meinen stuhl an jemanden weitergeben. über den gang hinweg gab es dann robotik für greenhorns, da verbrachte ich dann den rest der zweiten nachmittagssession.

zum schluss wurde es nochmal spannend, denn eigentlich passte mir nichts mehr so recht, ich entschied mich dann für die session, an deren vorstellung ich mich am wenigsten erinnern konnte: wünsche und ängste.
und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, dass ich da opfer eines soziologischen experiments geworden bin. angefühlt hat es sich jedenfalls ziemlich so. vielleicht hätte man schon hellhörig werden sollen, als man nicht gleich sehen durfte, was auf das flipchart geschrieben wurde...
nun, nach beginn der session wurde das dann umgedreht und der sessionleiter bat darum sich zu überlegen, welche unausgesprochenen ängste und wünsche die teilnehmenden in sachen beziehung, intimität und sexualität beschäftigten.
es dürfte ein grobvakuum oder zumindest ein unterdruck im raum entstanden sein, vor lauter tiefem einatmen. und dann wurde losgeredet, nicht unbedingt als antwort auf die frage (man war ja auch eigentlich nicht zum erzählen, sondern zum nachdenken aufgefordert worden) und ich bekam den eindruck, dass das alles so nicht gedacht war. am ende berichteten vier, fünf personen mehr oder weniger intimes aus ihrem leben, es fielen worte wie "ratschläge", sofort sinnvollerweise heftig kritisiert, es wurden geschlechtsstereotypen geritten und gleich wieder auf die weide geschickt und als die stunde um war, fragte ich mich, was das jetzt war.

feedbackrunde - foto: Claudio Schwarz
gut gab es die feedbackrunde zum runterkommen und überlegen, was alles schön war am barcamp. es wurde dann noch ein wenig gesungen (joa, hätte man jetzt für mich nicht unbedingt machen müssen) und viel gelobt, es gab aber auch noch ein bisschen mimimi-kritik. dann aufräumen der räume und ab auf die terrasse zum grillieren.
da war dann zeit, mit ein paar menschen einfach so zu reden, in entspannter atmosphäre. man war sich einig, dass das barcamp eine tolle sache ist und so sehe ich das auch: man braucht zwar eine gewisse toleranz gegenüber obskurem, aber man trifft doch einen ganzen haufen menschen, die interessante dinge zu erzählen haben, von denen man bisher gar nicht ahnte, dass sie interessant sein könnten. also unbedingt wieder ans barcampCH im nächsten jahr, vielleicht überlege ich mir dann auch eine eigene session.

***

und so ein tag am barcamp macht müde. natürlich auch der abend nach dem barcamp, weil ich kai ausführlich erzählen musste, was ich erlebt hatte. aber am sonntag war ich teilweise schon ziemlich geschafft.

gemütliches frühstück im garten, dann kuchenbacken und während der kuchen im ofen war, lesen. aber nach der anschliessenden limmatschwimmrunde war ich dann komplett im eimer. kaffee und kuchen, dann pause, dann familiensitzung, dann kam der vermieter zu besuch und wir wissen nun, dass wir das haus, das verkauft werden soll, besenrein (und nicht etwa komplettgereinigt) hinterlassen dürfen. aus den restlichen tomaten sosse kochen für die morgige pizza, dann ein gemüsecurry aus den meisten restegemüsen, dann tatort.
so wenig ist es letztendlich doch nicht gewesen, was ich am sonntag gemacht habe, aber weil ich den tag über nur selten aufs mobiltelefon geschaut hatte, fiel mir erst beim zubettgehen auf, dass ich seit zwei tagen keine mails mehr bekommen hatte (nicht einmal spam!) und das musste ich dann doch noch dem mittleren sohn schnell mitteilen. der wiederum ganz schnell reagierte und meinen mailaccount heilte. irgendetwas ist schief gegangen um zusammenhang mit der am freitagabend so spontan live gestellten neuen website, aber nun ist alles gut und ich kann in die neue, für mich erste arbeitswoche nach den ferien starten.




*wer sich unter dem begriff barcamp nichts vorstellen kann, bitte hier entlang.

Sonntag, 2. Juni 2019

brückentage - 30.5. bis 2.6.2019 -

endlich sommer, endlich warm , endlich draussen den garten geniessen. allerdings war es am donnerstagmorgen dann doch wieder so kalt, dass wir noch einmal kurz die heizung laufen lassen mussten.

vier tage frei für die ganze familie - aber auch eine lange liste mit dingen, die erledigt werden wollen.

- ferienwohnung buchen
- bewerbung für ein haus fertig machen
- die letzte etappe der hausaufräumaktion erledigen
- bewerbungsunterlagen der tochter komplettieren
- hecke stutzen (weil wir eine sehr wilde hecke an der strasse mit bushaltestelle haben, müssen wir, zumindest zur strasse und zum nachbarhaus hin, immer alles schön kurz halten...)
- beim der kantonalen meisterschaft im vereinsgeräteturnen ins finale kommen (also nicht ich, sondern die tochter)

die suche nach einer ferienwohnung für die sommerferien gestaltete sich schon in den letzten tagen schwierig. wir wollen noch einmal nach italien, wir sind aber eher spät dran mit unseren bemühungen. trotzdem haben wir am donnerstag endlich etwas gefunden und gebucht. einen tag später kam dann die absage - das portal, über das wir die buchung abgewickelt haben, hat nur verschiedene seiten akkumuliert, beim eigentlichen anbieter hat man dann festgestellt, dass die wohnung schon ausgebucht ist.
aber immerhin sind wir so auf die möglichkeit aufmerksam geworden, direkt bei einem italienischen anbieter zu buchen, dort haben wir dann am freitag eine unterkunft gefunden, gebucht und kurze zeit später auch bestätigt bekommen. puuh.
auf dem italienischen portal gab es aber reichlich wohnungen, deren belegungskalender lange nicht mehr aktualisiert wurde ... so eine hatten wir wohl zuerst im auge.

wir werden uns für eines der angeschauten häuser bewerben. dazu brauchten wir aber noch einen auszug aus dem betreibungsregister. glücklicherweise ist das betreibungsamt unserer gemeinde mit einer anderen gemeinde zusammengelegt, hier zieht nämlich die gemeindeverwaltung gerade um und hat über den brückentag geschlossen. so können wir die unterlagen inklusive eines persönlichen anschreibens an den vermieter über die brücke fertigmachen und abschicken.
drücken sie uns mal die daumen, das wäre nämlich wirklich hübsch.

das durchsortieren aller räume des hauses ist fast fertig - vom keller bis zum dachboden haben wir uns seit januar durchgewühlt. am samstag haben wir das "kammerl des grauens"* unter dem dach ausgeräumt.
"bei dem schönen wetter!" habe ich zuerst gedacht - aber das schöne wetter hat sich dann als glücklicher zufall herausgestellt. denn erstens war es unter dem dach schön hell und warm und wir konnten das fenster offenlassen. zweitens konnten wir so alles, was wir sowieso verschenken wollten, gleich auf die strasse stellen, mit einem "gratis"-schild dran. bis zum abend sind wir so einiges losgeworden, unter anderem den inhalt von zwei umzugskartons mit dingen, die wir schon einmal für den flohmarkt aussortiert hatten. einige sachen, die wir nicht verschenken wollen, haben wir gleich auf "tutti" eingestellt, die reaktionen sind bisher eher mässig, aber vielleicht kommt ja da noch was. die küchenmaschine war am donnerstag der renner und auch schon am abend weg. und das andere wird dann auch noch. ein grosser müllsack ist noch übrig, man kann das kammerl jetzt wieder betreten, findet alles, was man sucht und das finale der aufräumaktion ist damit auch erledigt. (note to myself: die garage hatten wir im januar wegen kälte verschoben, die muss dann auch noch mal dran kommen - also immer noch nicht fertig.)

die bewerbungsunterlagen der tochter sind parat, es fehlen noch zeugniskopien und das ergebnis des multicheck, aber den macht die tochter auch erst am kommenden dienstag. da sie sich vorwiegend bei einrichtungen der öffentlichen hand bewirbt, sind die bewerbungsseiten auch eher spät aufgeschaltet. und bis zum bewerbungsschluss ist jeweils noch zeit.

was sonst noch geschah:

- am samstagmorgen las ich von den erschütterungen, die mein internet durchrüttelten. ich besuchte nur sporadisch ihr blog, meist weil sie jemand verlinkt hatte, da mir die larmoyanz der worte schnell zu viel war. und ein bisschen ging es mir wie anke gröner, die sich dachte:
 „Ach, ist ihr endlich jemand auf die Schliche gekommen?“
den spiegelartikel habe ich nicht gelesen, so wichtig war es mir dann doch nicht, aber hier gibt es eine gute zusammenfassung der fakten. 

- das mit dem finale für die turnerinnen hat leider nicht geklappt, sie haben aber das beste draus gemacht und sind dafür ins freibad gegangen

- ich habe mich bereits jetzt für die filzbegegnung im februar 2020 angemeldet.


*ich habe mir diesen begriff mal von frau brüllen ausgeborgt, bin aber sicher, dass unser kammerl um einiges grauenvoller ist als ihres. im zweifelsfall halt nur, weil es unseres ist. und wir es aufräumen müssen. 

Dienstag, 2. April 2019

wochenende 30./31.3.2019 - frühling!

die woche hat schon angefangen, da habe ich noch nicht mal das wochenende verdaut! ganz sicher liegt das nicht an der fehlenden stunde, weil zeitumstellung war noch nie mein problem, eher ist es so, dass ich am frühlingszeitumstellungswochenende endlich mal aufstehen darf, wann ich es für richtig halte und die anderen müssen wegen umgestellter uhren da mitziehen.

aber zurück zum wochenende:
am samstagvormittag entfaltete sich nach einem mässig frühen frühstück hier allgemeine betriebsamkeit: der grosse sohn nahm sich der gartenstühle und -tische an und verpasste ihnen einen neuen anstrich, ich erledigte mit kai die reste des märzaufräumpensums und sortierte und putzte den geschirrschrank im esszimmer, die tochter beschäftigte sich auswärts mit der fastenaktion der kirche. draussen im garten gab es auch noch zu tun, kai sichtete den nichtmotorisierten fuhrpark und wartete, was zu warten war, und wir bereiteten uns auf den besuch am nachmittag vor.


das geklaute bild beweist nämlich: wir hatten echten bloggerbesuch! inklusive bloggerföteli von den schuhen. vor lauter aufregung versagte meine telefonierkamera den dienst, sonst hätte ich jetzt hier zeigen können, wie wir auf dem balkon vor der werkstatt sassen und kaffee tranken. frau gugus war glücklicherweise so gut, ein bisschen zu dokumentieren:



 wir hatten ganz ausgezeichnete gespräche und verbrachten einfach eine gute zeit miteinander!

am sonntag gab es dann noch ein opulentes frühstück, ein bisschen druckmaschinenanschauen und dann sagten wir auch schon auf wiedersehen! bis bald, demnächst vielleicht im glarnerland!

kai und ich hatten uns schon lange in den kalender ausserdem für das wochenende eine führung in der villa patumbah eingetragen, über die ich hier schon vor ein paar wochen geschrieben habe. bei der führung  kann man nämlich nicht nur das erdgeschoss anschauen, das ja während der öffnungszeiten der ausstellung ohnehin zugänglich ist, sondern man gelangt auch in den zweiten stock der villa, die einem buddhistischen oder taoitischen tempel nachempfunden ist.


die villa, bei ihrer erbauung 1883 das teuerste private gebäude der schweiz, wurde von karl fürchtegott grob in auftrag gegeben, einem stadtzürcher, der durch tabakanbau auf sumatra reich geworden war. auf dem grundstück, im damals noch ländlichen riesbach gelegen, wurde die villa von den renommierten architekten chiodera & tschudy im stil des historismus geplant und gebaut.
das obersten geschoss und die glaskuppel schmücken hingegen chinoiserien, die allerdings von baumeistern vor ort ausgeführt wurden.


die villa wurde nach dem frühen tod des erbauers 1893 noch einige zeit von seiner familie bewohnt, die sie 1911 dem diakoniewerk neumünster schenkte. von diesem wurde in der villa lange zeit ein altenheim betrieben, bis in den siebziger jahren der wunsch nach einem praktischeren neubau wach wurde. 1977 erwarb die stadt zürich das gebäude, das nach einer umfangreichen renovierung jetzt das heimatschutzzentrum beherbergt.


 wunderschön war am sonntag auch der park der villa anzusehen: es blühten mehrere mächtige magnolien und zeigten ihre für mich typischen fernöstlichen muster:



 kurz nach der erbauung der villa gefährdete übrigens bereits die sich allmählich ausdehnende stadt und die fortschreitende industrialisierung die idylle: einen tunnel der nordostbahn liess grob auf eigene kosten verlängern, um so seinen park und die villa vor rauch und russ der eisenbahn zu schützen.


Samstag, 30. März 2019

12tel-blick im märz 2019 - auf und ab


 ich musste wieder gut überlegen, welches foto ich auswählen sollte. nun ist es eines vom 25.des monats geworden, auf dem man gut sehen kann, dass sich wieder einiges verändert hat. die reste des alten parkhauses, über das bisher die zufahrt auf die baustelle verlief, werden nun auch noch abgerissen. also in der bildmitte immer noch dekonstruktion und abbruch. nur die zementsilos deuten darauf hin, dass da auch gebaut wird.


 schaut man aber genauer hin, sieht man, dass zwischen dem 11. und dem 25. schon die ersten schalwände auf der dem kurplatz am nächsten liegenden seite der baustelle aufgerichtet wurden.


 auf der rechten seite der baustelle, dort wo früher einmal der kurpark war, ist mittlerweile eine rampe aufgeschüttet worden, über die jetzt die zufahrt erfolgt.


 am 11. noch nur aus spundwänden und auffschüttmaterial, am 25. dann schon mit einer geteerten strasse und leitplanken.


die sache mit dem bildausschnitt bleibt weiterhin spannend, aber die collage füllt sich trotzdem:


eva von verfuchstundzugenäht sammelt auch im märz wieder die 12tel-blicke. gehn sie doch mal schauen, ob es da nicht etwas idyllischeres gibt als diese grossbaustelle. was spannenderes werden sie sicher nicht finden.

Freitag, 29. März 2019

eine empfehlung: "tiere einfach (nass) filzen" von gabriele mazaracis*

schon wirklich sehr lange lese ich den blog "filzkram" der filzerin gabriele mazaracis und bewundere die von ihr geschaffenen filzwesen. was gabriele von vielen figürlich arbeitenden filzerinnen unterscheidet ist, dass sie für ihre tiere und menschen vorwiegend gröbere wolle von einheimischen, häufig auch seltenen rassen verwendet.** ihre tiere haben eine ganz eigene handschrift, die ich eigentlich schon immer mochte.
sie gibt auch kurse, leider aber hat sich für mich noch nie die gelegenheit ergeben, einen davon zu besuchen. deshalb habe ich mich sehr gefreut, als gabriele anfang des jahres das erscheinen eines anleitungshefts angekündigt hat. ich habe mir gleich eines bestellt und mit in die werkstatt genommen.
nun habe ich zwar nicht die ambition zur tierfilzerin zu werden, aber da das modul "spiel", das ich im filzlehrgang der filzszene schweiz unterrichte, unter anderem das herstellen von dreidimensionalen objekten aus vollfilz beinhaltet, schadet ein wenig weiterbildung ja nie.

das heft beginnt nicht mit einem anleitungsteil, sondern mit einer kleinen einführung in die hintergründe und grundlagen des filzens.
kernstück sind die folgenden 20 seiten: eine ausführliche, bebilderte anleitung in einzelnen schritten für alle eventuell an ein tier anzufügenden teile: rumpf, kopf, beine, arme, schwanz, ohren, sowie die ausarbeitung der figuren.
daran schliessen sich vier komplette anleitungen für konkrete tiere an, eins ohne beine, eins auf zwei und eins auf vier beinen, dazu dann noch die latzhose, die viele von gabrieles tieren tragen.




meine erste wahl fiel auf eine katze, und zwar eine rote. nun muss ich zugeben, dass ich schon tiere gefilzt habe und grundsätzlich weiss, wie man einen vollfilz aufbaut, aber da ich das nicht so häufig mache, habe ich mich streng an die anleitung gehalten und war damit gut beraten. den einzigen ratschlag, den ich nicht berücksichtigt habe, war das überprüfen der beinlänge.
meine katze kann jetzt sehr gut auf einem ast herumhängen, aber wegen der überlangen beine nicht stehen.
zum fotografieren bin ich während des aufbauprozesses nicht gekommen, hier sehen sie aber die katze und mich beim entspannen:


 wegen kursbetrieb und sonstigen arbeiten musste das projekt filztier dann wieder ein bisschen ruhen, bis ich anfang dieser woche einen hasen in angriff genommen habe:


 diesmal schon deutlich entspannter, gibt es nun auch ein paar fotos vom entstehungsprozess. am schwierigsten finde ich es, die proportionen zu treffen. gabriele gibt auch dazu gute hinweise, aber man müsste sich dann halt auch dran halten!
aktives hin- und herblättern ist während des arbeitens ab und zu notwendig, ich habe mir dazu die seiten mit markern versehen.


 hier überlegte ich kurz, ob nicht auch ein murmeltier ein schöner frühlingsbote wäre. (oder eher doch ein biber?)


pause. am liebsten hätte ich mich danebengelegt.


 und da sitzt er schon ganz keck auf dem wasserhahn.
das ausformen braucht sehr viel geduld - aber letztendlich bekommt das tier hier seinen individuellen ausdruck.




 ich ahnte es schon: der gestern auf instagram gezeigte hase hat vermutlich jeden herzchenrekord auf meinem profil gesprengt.
tja, leider unverkäuflich, weil der erste seiner art und ausserdem ja nicht auf meinem mist gewachsen. insofern gehen die herzchen und kommentare auch ein bisschen auf gabrieles konto. ich bin sehr zufrieden mit dem resultat, ich mag den hasen und kann mir auch vorstellen, noch mehr tiere zu machen. aber halt vorerst eher so zum spass. sollte ich mal in finanzielle nöte kommen, müsste ich mir das vermutlich anders überlegen.

aber nun noch mal zurück zur anleitung: ich kam sehr gut mit den beschriebenen arbeitsschritten zurecht, die fotos zeigen, was worte manchmal nur unzureichend beschreiben können und geben auch hinweise zu proportionen und formen. ich denke, man sollte schon mal erste filzerfahrungen gemacht haben, dann kann man sich mit hilfe des anleitungshefts sehr gut das filzen von tieren erarbeiten. und zwar wirklich generell von tieren, nicht nur von den gezeigten beispielen.
eine schöne ergänzung sind für mich die einleitenden kapitel, hier findet man die wichtigsten grundlagen des filzens aus der ganz persönlichen sicht von gabriele zusammengetragen. da kommen dann auch wieder die "netten schafe aus der nachbarschaft" vor - es muss halt nicht immer merino sein!

kaufen kann man das heft nur bei gabriele selbst, in ihren kursen und auf ihrer homepage.


* gerne habe ich für das anleitungsheft werbung gemacht, weil es mich überzeugt hat. das heft selbst habe ich ganz regulär bezahlt und auch sonst nichts für diesen blogpost bekommen.






**seit langem beschäftigt gabriele sich auch mit dem thema tiergerechte haltung der schafe, unter anderem hat das in den sehr informativen, wenn auch nur sporadisch befüllten blog "Mulesingfreie Merinowolle zum filzen und spinnen" gemündet.

Montag, 4. März 2019

wochenende 2./3.2019 - unterwegs und zuhause

die beiden tage des wochenendes hätten nicht unterschiedlicher sein können, am samstag war ich quasi nicht zuhause, am sonntag habe ich dafür das grundstück nicht verlassen.

***

rechte und linke hand, dazu den rücken bepackt mit flyern und plakaten zur verteilung an der generalversammlung der filzszene reiste ich am samstagmorgen nach chur. ein glücklicher zufall beim kauf des tickets hatte mir eine fahrt erster klasse beschert, unterwegs hatte ich allerdings so meine zweifel, ob ich wirklich wieder mal in der ersten klasse reisen will.

woran das liegt? erstens musste ich in baden, anstatt nur kurz vom bus aufs gleis zu huschen, die ganze länge des bahnhofs durchqueren, um am richtigen ort auf die beiden erstklasswagen zu warten, die mir dann bis zürich zwar breite, aber abgewetzte und auch schon ziemlich durchgesessene sessel boten. in zürich stieg ich natürlich auch an einer ganz anderen stelle aus und um auf den zug nach chur, so dass ich anstatt der gewohnten unterführung mit den vielen verpflegungsständen die andere mit den läden erwischte, wo sich die suche nach einem kaffee für unterwegs kompliziert gestaltete und mit keinem trinkbaren ergebnis belohnt wurde. nach chur fuhr dann ein deutscher ice mit ledersitzen in der 1.klasse, die mich nun wirklich überlegen liessen, ob ich nicht lieber in der zweiten klasse sitzen wollte. hab ich dann aber nicht gemacht, weil vor mir in der sitzreihe ein paar sass, das sich die ganze strecke über auf dem i-pad gegenseitig bodenseeyachten zeigte und die vor- und nachteile der jeweiligen boote ausführlich erörterte. dieses klischee konnte ich mir dann doch nicht entgehen lassen.

die gv in chur ist immer auch gelegenheit filzerinnen zu treffen. schön ist, dass ich mittlerweile auch ganz viele von ihnen kenne. die beiden absolventinnen des vorjährigen lehrgangs waren auch da, so konnte ich sie bei einem kleinen überblick über die aktivitäten im filzlehrgang nicht nur namentlich erwähnen, sondern sie wurden auch noch von den anwesenden mitgliedern beklatscht.
nach dem mittagessen im b12 war am nachmittag noch gelegenheit zu einer gemeinsamen arbeit - wir gestalteten aus mitgebrachten filzresten karten, die wir in den nächsten tagen an eine zugeloste filzerin verschicken werden.


so sieht meine filz-karte aus, nachdem ich sie am sonntag zuhause fertiggestellt habe - ich verrate natürlich nicht, wer sie bekommt!
und ich bin gespannt, was für eine karte ich bekommen werde, das fiel mir grade erst ein! 

nach der gv machte ich mich deutlich erleichtert (ich habe so um die 1000 flyer und etwa 30 plakate losgebracht!) auf den weg nach glarus, eine bloggerfreundin besuchen. sie bloggt zwar momentan nicht/nicht mehr, aber die modernen menschen haben ja eh alle zu instagram gewechselt.
und was haben wir gemacht? kein bloggerfoto, nicht gestrickt, nur gesessen und gegessen und geschwatzt und das hat so gut getan, dass wir uns bald wiedersehen wollen.

danach reiste ich dann im letzten zug und auf den letzten böppeln handyakku zweiter klasse nach hause, habe an der bushaltestelle den grossen sohn getroffen, der auch auf dem heimweg war und bin zuhause echt müde ins bett gefallen.

***

das für den sonntag vorgesehene regenwetter fiel hier bei uns aus, so dass ich nach dem frühstück und nachdem ich endlich (noch vor der fastenzeit!) die letzten teile der weihnachtsdeko entfernt hatte, den garten frühlingsfein machen konnte.


 überall in den beeten zeigen sich schon die blätter von hyazinthen, tulpen und osterglocken. an der südseite sieht man auch schon die ersten gelben blüten. die richtige zeit also, um verwelkte stauden aus dem vergangenen jahr abzuschneiden und ein bisschen unerwünscht wucherndes zu entfernen, damit die frühblüher ihren auftritt so richtig zelebrieren können. jetzt darf es dann noch ein bisschen regnen, denn die feuchtigkeit fehlt den pflanzen schon wieder sehr.

frühlingssonntagstillleben
nach der kaffeepause in der sonne wurde es dann aber rasch ungemütlich. drinnen las ich ein bisschen, machte noch mathe mit dem mittleren, kochte gulasch und bereitete knödel vor, rettete die wäsche vor dem heranziehenden schlechten wetter und wunderte mich darüber, dass der sonntag so rasch verging. wieder nicht zum stricken gekommen und einen interessanten link, den ich ihnen hierlassen könnte, habe ich leider auch nicht.






Mittwoch, 11. Juli 2018

wo ist mein internet geblieben?

ganz entgegen der themenankündigungen am wmdedgt-tag möchte ich mich heute eines eher diffus in mir herumschwelenden themas annehmen, weil ich mich schon seit einiger zeit frage, wo denn mein internet geblieben ist.
mein internet, dass ich mir vor mittlerweile mehr als 11 jahren zuerst nur lesenderweise, dann später auch auch selbst mit diesem blog hier erobert habe.

nicht erst seit diesem jahr habe ich das gefühl, dass da etwas verschwindet, das ich vermisse und weiterhin vermissen werde. schleichend angefangen hat es mit einem leserschwund auf meinem eigenen blog. in den besten zeiten haben hier bis zu 5000 menschen im monat meine beiträge gelesen, mittlerweile komme ich noch auf etwas mehr als 2000. parallel dazu verschwanden blogs, die ich gerne gelesen habe aus meinem blickfeld. kommentare wurden immer seltener und selten fand ich noch neue blogs, an denen ich hängen blieb, bei denen ich jetzt und sofort die timeline ganz bis zum ersten beitrag lesen musste. und die ich natürlich dann auch abonniert, oft auch in die blogroll aufgenommen habe. überhaupt blogrolls - die werden auch immer rarer. sich von einem zum anderen blog treiben zu lassen und dabei in leben und arbeiten, in fremde und manchmal auch allzu vertraute welten einen einblick zu bekommen, wird immer schwieriger. sich gegenseitig zu verlinken scheint aus der mode zu kommen.

mit der neuen datenschutzgrundverordnung kam eine neue hürde ins bloggerleben und ja, ich gebe zu, dass ich es auch mühsam fand, eine datenschutzerklärung mit hilfe eines generators zu verfassen, die ich nur teilweise verstehe und von der mir nicht ganz klar ist, ob sie auch wirklich alles abdeckt, was ich hier im blog so mache. trotzdem habe ich nie ans aufhören gedacht. viele andere, vor allem kleinere blogs mit geringerem publikum aber eben schon. so hat sich hier die landschaft ende mai noch einmal drastisch verändert. klar, die grossen fenster, herr buddenbohm, frau mutti, das nuf, kl. brüllen, die ich auch gerne lesen sind immer noch da. aber die nischenfensterchen, vor allem auch einige filzblogs, vermisse ich schmerzlich.

anstattdessen findet man die bloggerinnen nun bei instagram.
 meine gruppe für die diesjährige sommerpost: von acht teilnehmerinnen haben vier ein blog, sieben sind auf instagram. nun könnte man sagen, das sei ja ähnlich oder zumindest ein guter ersatz - ist es aber in meinen augen nicht.

ein blog abonnieren und zu lesen oder einfach die adresse als bookmark zu hinterlegen um es gelegentlich wiederzufinden  ist etwas anderes als die instagram-timeline durchzuscrollen.

blogs lese ich gezielt, suche ich bewusst auf, auf instagram bekomme ich eine fortlaufende gemischte sammlung vorgesetzt, alle meine interessen purzeln wild durcheinander, garniert mit einem werbepost alle 5 bilder.

aber auch von der seite des veröffentlichens aus sehe ich grosse unterschiede. hier in meinem blog entscheide ich über die reihenfolge der bilder, der themen. ich kann ohne oder mit bild etwas schreiben. lang oder kurz. das blog ist eher eine art gesamtkunstwerk - auch das drumherum, der mehr oder weniger schicke header, die durchdesignte seitenleiste oder die mit allerlei krimskrams wie sockenzug und kinderalteranzeige, die verlinkung zu anderen plattformen, das blogarchiv ergeben ein bild des menschen, der hinter diesem blog steht. (ja klar, so wie er/sie halt gesehen werden will, geschenkt.) auch alte beiträge sind weiterhin gut zugänglich und müssen nicht endlos erscrollt werden. und ich werde lange nicht so durch format und plattform gegängelt. klar, ich blogge immer noch auf blogger und damit ja auch in eine plattform eingebunden, aber eben mit viel mehr freiheiten und viel mehr selbstbestimmheit als auf instagram oder facebook. oder um noch einmal auf die verlinkungen, auf das vernetzen zu sprechen zu kommen: auch das ist im blog viel zwangloser möglich. wenn man nicht allzu hysterisch ist, wegen dsgvo und so halt schon wieder.

und ich hoffe immer noch, dass genug so denken wie ich, dass sie aus trotz oder beharrungsvermögen dabeibleiben, dass wir uns weniger hysterisch vielleicht wieder besser untereinander vernetzen können, dass alles wieder so wird wie früher, oder wie es in meinem internet so schön heisst: *krückstockgefuchtel.

danke und gute nacht!



Freitag, 18. Mai 2018

was schön war - diese woche.

am anfang der woche hatte ich eigentlich nur zwei grosse themen für die woche vorgesehen, nämlich den blog für die neue europäische datenschutzgrundverordnung fitzumachen (für die website macht das mein it-beauftragter, da muss ich nur ein dsgvo konformes anmeldeformular für den newsletter liefern) und die tomaten endlich in ihre töpfe zu setzen.
daneben hatte ich eine ganze reihe kleinerer baustellen, die ich endlich gerne zum abschluss bringen wollte, aber nichts wirklich dringendes. ausserdem im kalender eine geburtstagkaffeeeinladung, ein einsatz auf dem gemüsefeld und die impfung des katers.
und ich rechnete damit, das letzte modul des onlinefilzkurses bearbeiten zu können und eventuell sogar teile des vorletzten moduls nachzuholen, die in der woche zuvor den festvorbereitungen zum opfer gefallen waren.



nun, es kam natürlich anders als geplant. nachdem ich am montag ganz gut in sachen dsgvo und sonstigen organisationsdingen gestartet war und am nachmittag auch noch den platz für die tomatenkübel freigeräumt, sowie einige pflanzen im garten versorgt hatte, wurde am dienstag die tochter krank und lag für zwei tage mit halsweh und für einen auch mit fieber zu bett. also reduzierte ich mein programm auf das notwendige und um den filzpart. fiel mir auch garnicht schwer, denn das "brain", das man im letzten instruktionsabschnitt des onlinekurses filzen soll, finde ich sowieso eher ... naja, im besten fall unappetitlich. ich wüsste auch nicht, wo ich so was einsetzen soll, also müsste ich das höchstens ausprobiert haben, um zu wissen, dass ich es kann. grosszügig nehme ich jetzt mal an, dass ich könnte wenn ich wollte.

ich war also nicht gerade pausenlos zuhause, aber immerhin mehr als geplant und
- räumte den vorratsschrank auf (und weiss jetzt unter anderem, dass es demnächst ein erdbeertiramisu geben muss, damit die abgelaufenen löffelbisquits wegkommen),
- kaufte ein geburtstagsgeschenk äusserst lokal,
- stellte ein fotobuch von unserem fest zusammen,
- beschäftigte mich damit, welche daten eigentlich beim besuch meines blogs erhoben werden (installieren sie ghostery und lassen sie sich überraschen oder lesen sie die datenschutzerklärung),
- bestellte fotos für bedankungskärtchen (alle die hier mitlesen: es wird noch ein bisschen dauern, die geschenke waren aber wirklich toll!),
- setzte zwischen zwei regengüssen zwei kompostbehälter um und füllte die tomatenkübel,
- schloss datenverarbeitungsverträge ab,
- pflanzte die tomaten ein,
- war auf dem hof nicht wirklich hilfreich, weil es wegen regen wenig zu tun gab und freute mich einfach so am anblick der vielen, vielen setzlinge,



- organisierte impftermine und organisierte sie wieder um,
- bügelte wäsche weg,
- schaute mit der tochter "eine reihe betrüblicher ereignisse",
- erwog die wahl eines neuen newsletterdienstes, weil mit dem alten, in den usa ansässigen die umsetzung der dsgvo mühsam ist,
- hörte von der tochter das wort "winkelhalbierende",
- machte mit kai am abend einen spaziergang zur werkstatt um die blumen zu giessen.
 
jeden abend hatte ich zwar das gefühl nicht wirklich was geschafft zu haben, aber war trotzdem zum umfallen müde.
mittlerweile ist die tochter wieder gesund, der kater geimpft und ich bereit zum start ins wochenende!


und was ist das? süsskartoffeln! hätten sie es gewusst? also ich nicht, aber glücklicherweise hatten die setzlinge schildchen. man darf also gespannt sein, was da in den körben landet!

Freitag, 23. Februar 2018

wochenspiegel

oooh, schon wieder eine woche rum. wie die meisten wochen nach schulferien ist sie wieder wie im flug vergangen, und es war auch einiges zu erledigen.

am montag hatte ich einen einzelfilztag vereinbart, es ist dabei etwas schönes entstanden, was ich demnächst noch genauer zeigen darf. und in mir ist die einsicht gereift, dass ich auch mit den menschen, die das filzhandwerk nicht von grund auf lernen wollen, öfter eine filzprobe erstellen sollte. die anderen müssen das sowieso machen. die gründe mögen unterschiedlich sein, aber sinn macht es in beiden fällen.

ebenfalls am montag öffnete sich das anmeldeportal für die frühlingspost 2018. ich bin diesmal nicht dabei, das vorab. es sieht aber sehr spannend aus, was da gemacht werden wird und ich bin mir ganz sicher, dass ich spätestens im april neidvoll auf das schauen werde, was da alles entsteht. dann kann ich ja immer noch im stillen kämmerlein vor mich hindrucken, es geht nämlich um walzendrucke! und die würde ich natürlich schon gerne ausprobieren. bis sonntag kann man sich noch anmelden, also nur zu, mein neid ist ihnen gewiss.

oder vielleicht auch nicht. weil ich auch ohne frühlingspost voraussichtlich genug zu tun haben werde. am dienstag kam nämlich per newsletter die einladung zu einem online-filz-workshop bei pam de groot und da schleiche ich schon eine ganze weile drumherum. statt frühlingspost wird es einen "samplodicus" geben, denn ich habe mich angemeldet. der kurs ist mit "surface form and space" überschrieben und ganz allgemein geht es um oberflächengestaltung mit eher gröberen ("dramatic") mitteln, die weit in die dritte dimension hinein gehen und schon aus lautmalerischen gründen einfach toll sein müssen (warts, pimples, claws, lumps, bumps...). das ganze startet erst anfang april, ich freue mich wie schnitzel drauf, und es gab auch schon eine materialliste, die sich schon sehr spannend liest. und ich weiss jetzt auch was pointy nose pliers sind.

was war noch diese woche?  ich bin beim "social spring clean" von makelight dabei. aufmerksam geworden bin ich auf makelight anhand einer schönen spielerei, die anfang jahr durch meine instagramwelt gegeister ist, sie erinnern sich vielleicht noch daran:

die farben aller meiner instagramposts aus 2017 sortiert. über die farben war ich ein wenig überrascht, aber wie gesagt, eine nette spielerei. nun bietet emily quinton zur zeit eben den sozialmedienfrühlingsputz - manches spricht mich an, wie zum beispiel die überprüfung und aufhübschung von profilen (und zwar auf allen genutzten portalen, ... ok, ich bin noch nicht ganz fertig...), anderes weniger: beim kapitel "scheduling, batching, being in the moment" bin ich eindeutig team spontan sein. und sowieso dem plan hinterher, denn erst bei tag 3. ich schaue mal, was da noch so kommt, aber freue mich auch über das wovon ich schon profitiert habe. den social spring clean kann man bei den kostenlosen kursen finden, ich zögere etwas, das zu verlinken, denn die anderen titel habe ich mir nicht angeschaut, ich sag also lieber mal nix.


apropos scheduling, also planung - ich habe wieder einen neuen versuch mit einem bullet journal gestartet. im letzten jahr habe ich das schon mal getan und dabei bis zu den sommerferien durchgehalten. danach kam ich nicht wieder rein, aber als ich etwa gestern realisiert habe, dass der märz und damit einige kurse ganz bald vor der türe stehen, erinnerte ich mich daran, dass es für mich schon ungeheuer hilfreich ist, ab und zu mit stift und papier ein bisschen herumzuplanen und so den überblick über die nächsten wochen zu gewinnen. ich werde zwar im leben nicht so wunderschöne zeichnungen für meine schnöden notizen kreieren, wie man sie auf dem bulletjournal-instagramaccount bestaunen kann, aber es funktioniert für mich auch ganz einfach mit einigermassen ordentlichen listen. ich mag daran das regelmässige, aber auch, dass da erst etwas entsteht, und nicht wie in einem kalender schon da ist. ausserdem die tatsache, dass ich jederzeit ein paar seiten für ein spezielles thema reservieren kann und ich trotzdem keine zettelwirtschaft habe. den kalender brauche ich trotzdem aber weiterhin.

gestern haben wir karls neunzehnten geburtstag gefeiert, neunzehn ist ein bisschen wenig glamourös, aber schön hatten wir es trotzdem. wie auch der kuchen sehen konnte:


so, das aktuelle gemüsefoto gibt es hier noch nicht, das gemüse ist noch nicht da, aber einen kleinen ausblick auf den nachmittag im atelier:


dort warten nämlich die vier damen auf mich, und wollen sicher noch ein weiteres huhn in ihrer schar begrüssen:


also, auf zur offenen werkstatt!