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Montag, 6. Juli 2026

wmdedgt im juli 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

heute also sonntag, gestern habe ich im museum gearbeitet, mein wochenende ist also eher kurz. 

es ist warm, aber nicht heiss, wir freuen uns auf einen ungestörten tag im garten - zuerst schmieden wir noch pläne für ein abendessen ausser haus, stellen aber dann fest, dass wir lieber den abend im garten und am haus geniessen wollen - aber der reihe nach. 

wir schlafen aus, hören im bett noch ein bisschen byte fm und ich beginne meinen blogpost über die vergangene woche. 

frühstück gibt es auf der terrasse am haus, um halb zehn ist es dort zu anfang noch schattig, später kommt die sonne. wir nehmen es sehr gemütlich, überlegen zusammen, wie wir den tag verbringen wollen. ein paar kleinigkeiten im garten stehen an, ausserdem ist kai gut damit beschäftigt, das bädle trotz der bauarbeiten sauber zu halten, vor allem die tatsache, dass das bassin nicht abgedeckt werden kann, macht zusätzliche arbeit, es bilden sich deutlich mehr algen. 

ein paar handgriffe sind noch im haushalt zu erledigen, das meiste hat kai am samstag erledigt und danach machen wir uns auf den weg zum fluss, wir wollen endlich auch mal in der limmat baden. dafür ziehen wir uns in meiner werkstatt um, wir waren nicht ganz sicher, ob es dort noch badekleider hat, für kai war es gut, dass er eine badehose von zuhause mitgenommen hat. 

auf dem weg zur einstiegsstelle treffen wir eine mitbewohnerin aus der wg des ältesten sohn, sie sind alle gut wieder von einer konzertreise zurückgekommen und wir gehen kurz mit in die wg. allerdings stellt sich heraus, dass der sohn ein bisschen angeschlagen ist, er wird also nicht mit zum schwimmen kommen.

wir klettern hinunter ans ufer, das wasser ist angenehm, es kostet fast keine überwindung rein zu gehen. zuerst beobachten wir die kleinen fische am ufer, dann lassen wir uns eine knappe halbe stunde den fluss hinunter treiben, beziehungsweise schwimmen auch zwischendurch, es ist wirklich kaum strömung. es ist noch wenig los, unterwegs hören wir es zwölf uhr schlagen, später wird es sicher voller werden. von der ausstiegsstelle laufen wir zurück zu meiner werkstatt, ziehen uns um und sind gegen eins wieder zuhause. 

dort gibt es eine portion eis, es hat niemand einen sonntagskuchen gebacken oder gekauft, aber eis ist auch gut. ich widme mich der fertigstellung des wochenrückblicks, kai macht auch irgendetwas, später treffen wir uns in der küche, es gibt noch eine friteuse sauberzumachen und kai hat vom markt sauerkirschen mitgebracht, die ich zu marmelade verarbeite. 

einen capuccino später sprechen wir über die pläne für den sommer - noch acht wochen bis zu unseren nächsten ferien, und die sind teilweise ordentlich vollgepackt. und dann habe ich mich auch noch auf die sommerpost eingelassen. 

nachdem ich zuerst ein bisschen herumgejammert habe, mache ich mich einfach mal an die arbeit. ich pröble mit kartenausschnitten herum, eigentlich müsste ich a3 ausdrucken gehen, dann sind mir die karten von swisstopo doch deutlich zu detailliert, vor allem ist da so viel los in bereichen, die ich garnicht brauche. dann habe ich eine andere idee - die karten aus dem internet werden nur meine basis sein, den rest mache ich lieber von hand. 

zwischendurch stossen kai und ich aufs wochenende mit sekt an - der allerdings ein bisschen warm ist. wir machen uns sorgen um unseren kühlschrank im keller, den haben wir ungefähr fast so lange wie das mittlere kind, vielleicht geht der kaputt? brauchen wir dann einen ersatz? kai meint schon, ich bin mir da nicht so sicher. 

während kai kocht (das war sein vorschlag, damit ich endlich mal mit dem gejammere aufhöre, andererseits aber auch wirklich mit der arbeit anfange) versuche ich, meine neue idee umzusetzen. das sieht gut aus, ist aber anstrengend. da ist die vorspeise aus tomaten mit mozzarella und basilikum eine willkommene gelegenheit zur pause. und der risotto, der lange kochen muss, weil naturreis, den ein guter anlass, doch noch mal weiterzumachen. als der risotto fertig ist, bin ich es auch. 

ich habe also eine grundlage für die weitere arbeit. so ganz genau weiss ich noch nicht, wie es weitergehen wird, habe aber ideen. jetzt brauche ich erstmal kopien, damit ich weiterprobieren kann. die mache ich am dienstag im kulturzentrum. für den montag habe  ich schon genügend andere pläne. 

wir sitzen dann deutlich länger als gedacht beim abendessen - es ist schön, wenn nebenan nicht gearbeitet wird und es war eine gute idee, nicht auswärts zu essen. irgendwie landen wir in einer diskussion über die wirkung positiver gedanken zum tagesabschluss, kai erzählt von einem psychologen, der darüber gesprochen hat, mir fällt dazu die ganze achtsamkeits- und dankbarkeitsjorunaling-kiste ein und muss ein bisschen in der richtung argumentieren, dass das das für die einzelne person vielleicht hilfreich ist, als ideologie und für die gesellschaft aber dazu führt, dass strukturelle probleme auf den einzelnen verschoben werden und gesamtgesellschaftlich aus dem blick geraten... weil irgendetwas gutes werden wir schon noch jedem tag abgewinnen können, oder nicht? kai sieht in einer positiven grundhaltung eher die voraussetzung, sich gegen widrige äussere umstände zur wehr setzen zu können (man sagt wohl: resilient sein zu können). 

ein bisschen wirkt hier auch noch der film nach, den wir gestern auf empfehlung meiner tschechischlehrerin gesehen habe. ein tschechischer film über das massaker von lidice, wo 1942 nach dem attentat auf heydrich ein exempel an der bevölkerung statuiert und das dorf dem erdboden gleichgemacht wurde, nachdem alle männer erschossen, die kinder vergast und die frauen ins konzentrationslager deportiert worden waren. (zu sehen bei filmfriends, meist mit einem leseausweis von der örtlichen bibliothek zugänglich.) 

später schauen wir noch eine folge der aktuellen serie "troppo" - abwechselnd finden kai und ich die serie nicht so spannend, aber eine(r) will immer weiterschauen, dann halt. 

nicht zu spät ins bett, vorher aber noch kurz nachrichten geschaut. 

 

 

Samstag, 6. Juni 2026

wmdedgt am 5. juni 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

oh, wow, schon der fünfte heute. oder doch erst der fünfte? oder zumindest erst juni? 

ich beschäftige mich zur zeit dermassen viel mit der planung der kommenden wochen und monate, dass ich immer schon das gefühl habe, wir müssten schon viel weiter im jahr sein. regelmässig freue ich mich dann, dass immer noch eine ganze menge jahr übrig ist, denn momentan rennt die zeit. 

heute wäre eigentlich mein einziger arbeitsfreier tag in der woche gewesen, so ganz blieb es nicht dabei, aber lesen sie selbst. 

wie immer aufgestanden um kurz vor halb sieben, mehr oder weniger vom wort zum tage aus dem bett gemobt. frühstück machen für kai und mich, für mich gabs müesli mit aprikose. zuerst die liste für den tag geschrieben, danach startete ich gleich mit der haushaltsreinigung. 

eigentlich habe ich mich nach zuerst zwei wochen urlaub und dann viel arbeit ausserhalb des hauses schon fast über das herumkrusteln, aufräumen und putzen zuhause gefreut. nebenbei fiel mir dann wieder ein, dass am abend zuvor mein velo so komische geräusche gemacht hatte - ich überlegte mir verschiedene szenarien, wie ich die drei bis vier verschiedenen orte, an denen heute noch dinge zu erledigen und termine wahrzunehmen waren, mit dem halbkaputten velo verbinden konnte. variante eins: das wichtigste zuerst, dann zum velomech mit dem ding. variante zwei: einfach losradeln, wir haben ja noch vom letzten grossen urlaub her eine tcs-mitgliedschaft und die beinhaltet auch velo-pannenhilfe. es wurde dann szenario drei - weil ich nach beendigung der putzrunde mir das klappernde hinterrad noch einmal gründlich anschaute und zwar nichts fand, was das metallische und geschwindigkeitsabhängige klappern hätte erklären können, dafür aber einen seitlichen schlitz im pneu, aus dem der schlauch schon hervorzuquellen begann. also fuhr ich schön langsam zum veloladen und stellte mein halbkaputtes velo vor. mir wurde - wenn möglich - rasche abhilfe versprochen und ich ging zu fuss durch leichten nieselregen nach hause. 

dort dann zuerst telefongespräch mit meiner mutter, während ich mich dem falten von kranichen widmete (mein projekt: aus dem tagesabreisskalender jeden tag einen kranich falten. klappt so mittel, dazu waren wir jetzt auch noch fast zwei wochen weg, ich versuche aufzuholen). anschliessend kalkulierte ich den tag neu durch, glücklicherweise hatte kai sich schon am mittwoch um das auto gekümmert, das eine neue batterie gebraucht hatte. nach geschätzt drei wochen, in denen es nicht benutzt worden war, hat die 10 jahre alte batterie schlapp gemacht, hatten wir neulich schon mal, da ging es dann mit starthilfe und rumfahren, auf dauer ist das keine option: deshalb am mittwoch tcs und neue batterie. 

und so konnte ich dann nach frühem mittagessen und kleiner pause in den erledigungsmarathon des nachmittags per auto starten. naja, sagen wir es so: ich weiss schon, warum ich sonst für alle kleinen strecken hier rundherum das velo nehme, denn ich stand quasi zwischen jeder erledigung im stau. 
zuerst arzttermin, besprechung eines untersuchungsergebnisses, mit drei klaren botschaften: mehr calcium, mehr vitamin d und k, mehr eiweiss, mehr krafttraining. die beratung dazu allerdings so weit an meiner lebensrealität vorbei, dass ich gegen ende immer mehr schmunzeln musste, pouletbrüstli und eiweissshakes (weil nur pouletbrüstli sind zu teuer) werden für mich definitiv nicht die lösung sein. ich überlege noch, wie weiter - vielleicht eine seriöse ernährungsberatung? 

zweiter termin: dann doch arbeit. schnell im kulturzentrum vorbeigeschaut, eine spülmaschine laufen gelassen und die räume kontrolliert. die kollegin mit dem grösseren pensum ist krankgeschrieben, sonst hätte sie das nebenbei erledigt. bis die maschine aufgeheizt war, habe ich noch schnell mails beantwortet, dann ist das auch wieder bis montag erledigt. 

anschliessend hatte ich meine erste allein-trainings-stunde im sport-physio, mit dem am dienstag erstellten plan. mittlerweile war das wetter eher wieder sommerlich schwül und ich schwitzte ein bisschen an den geräten herum - ging fürs erste mal eigentlich ganz gut, bin mal gespannt, ob das muskelkater gibt. 

kurze einkaufsrunde, weil ich das auto eh schon im parkhaus des lebensmittelladens stehen hatte, mal umgeschaut, was es alles an eiweissreichen pflanzlichen sachen so gibt. proteinmüesli, erbsen- statt reiswaffeln, und dann noch dinge für mittagessen morgen eingekauft. 

und dann wars irgendwann einfach schon kurz vor vier und ich strich meine letzte station: eigentlich wäre ich noch gerne in die werkstatt gegangen und hätte an einem auftrag weitergearbeitet, ein bisschen um den vom tisch zu haben, ein bisschen, weil es spass gemacht hätte. aber eigentlich war ich durch und kai hatte mir auch bescheid gegeben, dass er auf der heimfahrt sei. und wie wir so am schreiben waren, kam dann auch die sms vom velomechaniker, dass das velo fertig sei - gerade noch rechtzeitig, dass kai seine einkaufsrunde umplanen und das velo mitbringen konnte. neuer pneu und ... verrostetes radlager, aber nur auf einer seite. hatte der velomech so auch noch nie gesehen, aber jetzt ist es repariert. ich bin so froh, denn ohne velo hätte ich übers wochenende zu fuss zur arbeit gehen müssen. (öv macht keinen sinn, denn wohnung und museum liegen nicht direkt an bushaltestellen, und den bus hätte ich nur für eine station benutzen können, und auto, also nee... mal ganz abgesehen von der parkplatzsituation.) 

mittlerweile war das wetter wieder ziemlich schön und warm, vor allem in der sonne und wir sassen einfach so auf der terrasse und erzählten uns gegenseitig unseren tag. meinen kennen sie ja schon, kai berichtete von ausgefallenen terminen, die durch gemeinsames kuchenessen ersetzt worden waren - hintergrund ist aber eine eher anstrengende gesamtsituation schon durch die ganze woche. ausserdem gab es neues zur kaputten pumpe am schwimmbad: der service ist überlastet, nächste woche hakt unser vermieter nach. doch, doch, ich bin immer noch optimistisch, dass wir in diesem sommer noch schwimmen werden. 

während wir so redeten, war mein blick auf das blöde steinbeet an der terrasse gefallen und eigentlich wars mir schon vorher klar: da muss was passieren. also schnitt ich, während kai zum abendessen risotto mit kalamari machte, den ausufernden winterjasmin und die rotblühenden pflanzen, deren name mir entfallen ist. jetzt sieht es ein bisschen kahl aus, die terrasse ist aber wieder durchgehend begehbar und das wächst eh schnell wieder nach. und die grünguttonne ist auch voll. es blieb auch noch zeit, um himbeeren einzusammeln. die sind winzig in diesem jahr, denen fehlte zum entscheidenden zeitpunkt im mai einfach das wasser. 

beim abendessen sassen wir gemütlich draussen, das risotto hatte lange genug zeit gehabt, um so richtig klebrig zu werden. wir fassten vage pläne für die ferien im herbst. und ich überredete kai dazu, die küche noch richtig aufzuräumen, weil ich morgen eh arbeite und er einen vollen plan hat mit marktbesuch und anschliessendem streichen des zimmers der ausgezogenen tochter. 

erst kurz vor neun starteten wir eine folge der serie, die wir gerade schauen - etty. die von arte verfilmte geschichte basiert auf den tagebüchern von etty hillesum, einer niederländischen jüdischen intellektuellen, die während der deutschen besatzug der niederlande entstanden sind. gedreht ist die geschichte im heutigen amsterdam, mit modernen strassenbahnen, fahrrädern, telefonen, die menschen agieren in kleidern, die man heute trägt. und in diese uns vertraute welt bricht immer mehr der terror der nazis ein. durch die bewusst nicht historisch korrekte ausstattung geht die geschichte zumindest uns um einiges näher - unbedingte empehlung, diese serie anzuschauen! 


Montag, 6. April 2026

wmdedgt am 5. april 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

der fünfte april ist zugleich auch ostersonntag - also ein besonderer tag. wieder einmal feiern wir ostern unterwegs, haben uns an den vergangenen beiden tagen mit freunden getroffen und sind am nachmittag des ostersamstag bei meiner mutter eingetroffen. weil wir diese woche schon sehr viel unterwegs waren, frühstücken wir aber nur noch gemütlich miteinander, bevor sich kai und ich auf den rückweg nach hause machen. vorher tauschen wir noch ein paar osterkleinigkeiten aus - ich glaube, mein osterkranz hat gefallen! 

das wetter hat sich seit wochenmitte deutlich gebessert - es ist viel wärmer geworden und obwohl es bewölkt ist, verspricht es, ein schöner tag zu werden. 

um uns unterwegs auszulüften habe ich schon vor dem frühstück auf der landkarte herumrecherchiert, wo wir eventuell aussteigen und ein stündchen laufen könnten. und dann bin ich, weil noch zeit war bis zum aufstehen, auf die idee gekommen, perplexity nach einem vorschlag für eine kleine runde am weg zu fragen. ich nutze dieses ai-tool sonst vor allem für reiseplanung und habe also grosse hoffnung auf gute ideen. nur leider scheitert hier das llm krachend. mein prompt beeinhaltet zunächst nur start und ziel und den wunsch nach einem etwa einstündigen spaziergang am weg - erster vorschlag ist ein spaziergang am vierwaldstätter see. ich weise darauf hin, dass der nicht am weg liegt, konkretisiere unsere fahrtroute und ergänze, dass der spaziergang ungefähr auf halber strecke stattfinden soll. woraufhin mir vorgeschlagen wird, einen spaziergang zum hohenstaufen zu unternehmen. zeit und strecke sind an und für sich eine gute idee - nur leider liegt der hohenstaufen ja ganz am anfang unserer reise. ich ergänze punkte unserer reiseroute und füge den namen der autobahn hinzu, die wir mehrheitlich benutzen. und jetzt wird es richtig absurd: perplexitiy beginnt alle möglichen autobahnabfahrten dieser autobahn zuzuordnen - da ist sie bei mir aber an die falsche geraten, die halt grosse teile der letzten 40 jahre auf dieser autobahn unterwegs war. der aichelberg liegt halt an der a8 und nicht an der a81... als ich korrgiere verschieben sich die vorschläge in den schönbuch (fast die mitte, aber die namen der abfahrten sind nun halluziniert) und werden unkonkreter: nach der abfahrt von der autobahn suchst du dir einen wanderparkplatz und kannst hier eine stunde spazierengehen. die beste orientierung bieten dir die ausgeschilderten wanderwege. um fair zu bleiben: mir wird jeweils vorgeschlagen, dass in einem nächsten schritt ein konkreter weg vorgeschlagen werden soll. da bin ich jetzt aber doch zu misstrauisch geworden und am ende fahren wir auch gar nicht die über a81, sondern über tübingen den albtrauf entlang nach rottweil. 

unterwegs halten wir am schömberger stausee. 

hier sind wir heute definitiv nicht die einzigen, die den frühling begrüssen wollen. 


 mit einer kleinen völkerwanderung laufen wir um den see und mehr oder weniger alleine hinauf in die schömberger altstadt. 

dann geht es wieder hinunter zur schlichen und abermals hinauf, diesmal in einer art kleinem park entlang der kreuzwegstationen, die zur wallfahrtskirche palmbühl führen. 


 unterwegs im lichten wald stossen wir auf eine kapelle für judas thaddäus - nicht zu verwechseln mit judas iskariot - ist er einer der jünger und für bitten in besonderer not zuständig. 


 ganz offensichtlich macht er seine sache gut - ihm, aber auch maria und josef, wird viel gedankt. 

wo konkrete anliegen genannt werden wird die vielfalt der sorgen sichtbar - ich finde auch die ausgestaltung und typografie der einzelnen täfelchen sehr spannend. mein persönliches highlight ist das blaue schild mit der doch recht nüchternen schrift in der mitte... 

am oberen ende des kreuzwegs finden wir zwar nur eine geschlossene wallfahrtskapelle, dafür aber eine vielzahl an gedenk- und gebetsmöglichkeiten an verschiedenste heilige vor. 

hoffentlich für jede und jeden was dabei. 
 
wir wenden uns wieder richtung stausee - der parkplatz ist wenn überhaupt möglich - noch voller geworden und angesichts dieser tatsache überlassen wir die aussengastronomie den anderen und fahren die restlichen eineinhalb stunden nach hause. 

seit wir beim weg um den stausee einer frau mit einem glas aperol spritz in der hand begegnet sind, hatte ich eine flasche dieses getränks in unseren kühlschrank halluziniert. leider war die dann doch nicht da. ersatzweise hätte es einen anderen bitter gegeben - und auch eine flasche prosecco fand sich. am ende scheiterte das sommergetränk dann daran, dass es kein eis hatte. 
 
dann halt weisswein und ein bisschen apero-plättchen draussen in der sonne in unserem garten, wo es, wie schon am see, wirklich richtig warm geworden ist, obwohl teilweise recht ordentlich bewölkt. irgendwann gehen wir dann nach drinnen, kai zum kochen und ich zum bloggen. zum abendessen gibt es flammkuchen klassisch und später schauen wir zusammen zweigs schachnovelle an.  

draussen blitzt es, donnert dann auch und schliesslich beginnt es zu regnen. die tochter kommt von ihrer spätschicht nach hause und wir gehen ins bett. 

 

Freitag, 6. März 2026

wmdedgt am 5. märz 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?", abgekürzt wmdedgt, und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

nach einem schon relativ herausfordernden wochenstart bräuchte ich eigentlich mehr schlaf, aber wie immer stehe ich um kurz vor halb sieben mit dem beginn des wort zum tage auf deutschlandfunk kultur auf. ich mache frühstück und frühstücke gemeinsam mit kai, der um kurz nach sieben das haus verlässt. 

ich erledige alle fleiss-dinge, wie wörtli lernen, duolingo (demnächst habe ich alle fürs tschechische zur verfügung stehenden lektionen durchgespielt) und ein zwanzigminütiges turnprogramm. nachdem ich hier am dienstag was mit faszien gesucht habe, will der algorithmus, dass ich mich noch ein bisschen länger damit befasse, ja seis drum, hauptsache bewegt. 

parallel zu den fleissaufgaben erstelle ich schon mal eine bunte to-do-liste, viele punkte aus den bereichen haushalt, verein, arbeit im kulturzentrum, filzwerkstatt. 

ich komme gut voran, versuche einen verspätet angemeldeten teilnehmer für die generalversammlung auch noch beim mittagessen anzumelden, mache letzte (oder doch vorletzte?) änderungen an der präsentation für die veranstaltung um samstag, ergänze listen, und lege irgendwann das vereinszeug auf die seite. weiter geht es mit der anmeldung für das neue steuertool für unseren kanton, öfter mal was neues, nun erledigt man die steuererklärung online und braucht für den zugang zu den abgelegten daten eine app. installation funktioniert, damit ist der plan, am kommenden montag die steuererklärung auszufüllen beschlossen. 

um kurz nach neun (wollten die nicht um neun starten?) versucht mich die gruppe, die heute das kulturzentrum gemietet hat, erwartungsgemäss auf whatsapp und per telefon gleichzeitig zu erreichen - per telefon erkläre ich ihnen, wo sie die fernbedienung für die leinwand finden (das pdf mit den hinweisen hatte ich geschickt, aber wer möchte heute schon noch selbst lesen?) ansonsten sei alles "fine" - kommunikation auf englisch. 

ich arbeite weiter an meinem kram, mittlerweile habe ich damit begonnen, die monate bis zu den sommerferien für die werkstatt zu planen und einen newsletter für die neuen kurse zu schreiben. per whatsapp (wie viele kanäle muss ich noch stummschalten, um beim arbeiten meine ruhe zu haben?) erreicht mich auf umwegen die nachricht, dass die gruppe im kulturzentrum den beamer nicht zum laufen gebracht hat. oder vielleicht doch, das bleibt unklar. ich wundere mich, warum die nicht mich angerufen haben, aber vermutlich haben sie jetzt doch gelesen und dabei die nummer des technischen supports herausgefunden. ok, wenn der nicht helfen konnte, dann kann ich das vermutlich auch nicht. und überhaupt - funktioniert das ding jetzt oder nicht? die nächste nachricht kommt vom it-verantwortlichen, der in der wa-gruppe mitliest und gegenüber dem kulturzentrum wohnt. kryptische dinge von optischen kabeln, signalverstärkern und techniklinks. der beamer läuft jetzt. 

und ich gehe, wie verabredet, mit der tochter in den heissen brunnen. die konzentration für den newsletter ist weg. im heissen brunnen werden wir auf die regeln hingewiesen, für die, die das erste mal da wären. junger mann, ich hätte beinahe hier schon mit den römern napoleon gebadet, was denken sie denn? wäre auch eine antwort gewesen, wir lassens sein und setzen uns ans andere ende des beckens. 

nach dem heissen brunnen gehen wir zu einem kleinen mittagsimbiss ins bela loko, eine deutlich bessere wahl als das kafi raab. gegenüber ist ein second-hand-kleiderladen und wir werden von einer erbosten kundin unterhalten, die keine kleider abliefern darf, weil die leiterin des geschäfts nicht da ist. weil sie auch noch die durchfahrt für den bus zugeparkt hat, müssen wir uns auch noch ein bisschen einmischen, die dame im laden war wahrscheinlich froh, sie los zu werden. 

wieder zuhause versuche ich, das technikimponiergehabe der beiden männer im chat aufzudröseln. ist etwas kaputt? muss man was ersetzen? was war jetzt genau das problem? wie löst man es, wenn es wieder auftritt?  immerhin sind diese fragen schnell beantwortet und nachdem es vorher noch um investitionen im zwei bis dreistelligen bereich ging, sind diese wieder vom tisch, weil halt ein mitgebrachtes kabel das problem war. und die tatsache, dass wir ein kulturzentrum sind, mit der entsprechenden technischen ausstattung für vereinsabende und familienfeiern und kein high-tech-business-hub. mal sehen, wie das am ende herauskommt. (reklamation oder stillschweigende demut?) 

kleine pause zuhause, dann nutze ich das schöne wetter im garten. und massakriere einen kirschlorbeer - der kann zwar auch nichts dafür, aber nimmt es auch kaum übel. spätestens im nächsten sommer wird er wieder so hoch sein wie zuvor.

anschliessend hole ich das am wochenende (echt, das ist noch keine woche her?) gekaufte holz für die rekonstruktion einer sitzfläche auf einer sbb-kiste. die kiste ist noch gut, der deckel nach zehn jahren verrottet. ich säge bretter auf richtige länge ab, die tochter kommt dazu und hilft beim schmirgeln der kanten. am ende tragen wir noch holzschutz auf einer seite auf, dann wird es kühl und wir beenden unsere arbeiten. 

ich kehre an den schreibtisch und zum newsletter zurück, erledige noch eine kleinigkeit für die vereinsversammlung und dann meldet sich kai, mit dem ich einen ortstermin für techniksupport im kulturzentrum abgemacht habe. vordergründig solange ich noch nicht beim aktuellen fall durchgeblickt habe, aber auch, weil eine andere technische frage ungelöst ist: wie bekommt man gleichzeitig das bild vom laptop auf die leinwand und den dazugehörigen ton auf die lautsprecheranlage. zuerst siehts nicht gut aus - aber dann hat er eine idee, die funktioniert und dazu noch ganz einfach ist. heureka! hab ich das nach 16 monaten auch noch herausgefunden! zugegebermassen nicht selbst, aber ich wäre schon lange froh gewesen, hätte mir das mal jemand erklärt. kai staunt ein bisschen, dass ich mich so freue und bedanke, er arbeitet halt schon in einem ganz anderen umfeld. 

ich wechsle noch ein paar worte mit den mietern des abends, dann fahre ich nach hause. die tochter kocht vegetarisches gulasch, ich mache fertig, was ich für die fahrt ins kulturzentrum unterbrechen musste und dann gibts auch schon abendessen. lecker. 

nachdem die küche aufgeräumt ist, kann ich mich noch für eine kleine runde tschechisch motivieren, der newsletter wird heute nicht mehr fertig. dafür beenden wir unsere miniserie, modus. ich fands so ein bisschen zäh, kai hats gefallen, als zehn minuten vor ende unser dvd-spieler aussteigt, setzt er alles dran, das ende sehen zu können. ich hänge solange noch wäsche auf und am ende kommen wir wieder viel zu spät ins bett. 

 

 

 

Freitag, 6. Februar 2026

#wmdedgt am 5. februar 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

die woche ist zäh, und geschlafen habe ich auch nicht so besonders, und als das radio im kurz vor sechs weckt, ist es jahreszeitlich bedingt dunkel. alles allerdings keine hinreichenden gründe um nicht aufzustehen und so ziehe ich mich halt zum wort zum tage an und gehe in die küche um den geschirrspüler auszuräumen und frühstück zu machen. 

kai arbeitet heute von zuhause aus, muss aber gleich los zu einem zahnarzttermin, wir spielen die übliche runde wordfeud, planen ein bisschen den tag und dann ist er auch schon weg. ich lerne den fälligen stapel tschechische wörter mit memorion und stelle die eule zufrieden - ich bin in der zweiten hälfte des letzten viertels an lektionen angelangt und spannender wirds nicht mehr. anschliessend turne ich zwanzig minuten mit frau fastner und ja, das internet ist etwas grossartiges, oder etwa nicht? 

ich sammle allerhand dinge ein, die sich angesammelt haben und die in die werkstatt müssen und starte mit dem velo dorthin - gegen viertel nach acht bin ich dort, ich habe am dienstag wohl vergessen, die heizung abzuschalten, es ist gemütlich warm, auch mal recht. 

auf dem filztisch habe ich zur zeit etwas für uns zuhause: vor ein paar wochen habe neuen sitzkissen für die korbsessel gekauft, und jetzt müssen dafür passende kissen in den rücken gefilzt werden. eines ist rotbraun, nimmt farben aus den kelimresten der sitzkissen auf und als ornament habe ich verschiedene weisse stroffstreifen aufgelegt, die alle ganz unterschiedliche strukturen ergeben. die richtige grösse hat das kissen nach einer halben stunde - mit dem dekor bin ich noch nicht ganz zufrieden, aber mal sehen, wie es trocken aussieht. 

anschliessend ist mal wieder eine grosse aufräumrunde dran: die weihnachtsdeko muss weg, die windlichte auch, dazu noch einiges von den kursen vor weihnachten. noppenfolie und vorhänge müssen nach grösse sortiert, plastikfolie weggräumt und ganz allgemein ordnung gemacht werden. am ende fege ich noch den boden und staune wie immer, wie viel fasern sich da immer wieder sammeln, und grundsätzlich ist das grau, was ich da aufsammle, egal mit welchen farben vorher gearbeitet wurde. 

ganz zum schluss suche ich noch ein paar ideen für die kinder, die am freitag in die werkstatt kommen werden heraus, dann ist es auch schon fast zwölf und ich fahre zum mittagessen nach hause. 

kai hat brötchen mitgebracht und es gibt auch noch verschiedene auflagen, die weg müssen, am samstag fahren wir mal wieder auf den markt und zum einkaufen. ich mache noch ein bisschen pause, ich kann gar nicht zählen, wie oft ich heute auf die leiter gestiegen bin. 

am nachmittag bin ich mit einer ehemaligen filzschülerin verabredet, sie hat mich um einen rat gebeten für einen grösseren auftrag und ich gehe sie in ihrem neuen atelier besuchen, was ich mir auch schon länger vorgenommen hatte. wir trinken zusammen tee und erzählen, hoffentlich nicht ich mehr als sie, aber wir reden auch über das kunstprojekt, für das sie eine grosse wolke filzen wird. spannende sache, sie wird berichten. 

gegen halb vier radle ich zum bahnhof zurück und nehme die s-bahn nach oerlikon, da war ich gestern schon, stand aber dann am brillengeschäft vor verschlossener türe, geschlossen wegen trauerfall. heute ist die optikerin wieder da, ich kann meine neue, alte brille abholen. ich habe mir in eine altes gestell aus titan, das ich sehr schön fand und das zugleich extrem leicht ist, neue gläser einsetzen lassen. also nichts spektakuläres, aber schön ist das jetzt auch wieder gut. wie am mittwoch mache ich mich auch heute wieder zügig auf den heimweg, ich hab keine lust auf stadtspaziergang. 

um halb sechs bin ich wieder zuhause, kai ist am kochen, ich falte ein paar kraniche und erledige noch etwas für meinen verein. dann gibt es abendessen, eine wähe mit kohlrabi und spinat. die tochter und ich räumen die küche auf, anschliessend übe ich noch ein wenig den dativ im tschechischen, kai spielt mundharmonika und später schauen wir noch die erste folge von queen of fucking everything an.  

Dienstag, 6. Januar 2026

#wmdedgt im januar 2026

 jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

 der fünfte ist zugleich auch der erste arbeitstag im neuen jahr. und damit alles noch ein bisschen spannender wird, hat es übers wochenende geschneit. so schön es war, am samstag und sonntag auf verschneiten wegen unterwegs zu sein, so lästig wird das zeug, wenn es darum geht, verschiedene orte zu erreichen. 

vorerst ist es eh zu dunkel, um eine prognose abzugeben - also frühstücke ich erstmal, turne 20 minuten mit frau fastner, erledige den aktuellen wörtli-stapel an tschechisch-vokabeln und besänftige die eule (bin mal wieder eine liga abgestiegen, aber wer hat schon zeit in einer woche mehr als 7000 punkte zu erspielen??). so gegen halb neun ist es hell genug und ich mache mich auf schneefreien umwegen mit dem fahrrad auf den weg ins kulturzentrum, wo noch die umgestellten möbel von einer weihnachtsfeier am 26. auf mich warten. ein bisschen zeit für ein paar worte mit der kollegin hat es auch noch, neujahrwünschen und so halt, kurzes update in sachen seltsame beschwerden (kategorie leserbriefe) inklusive. 

dann radle ich weiter zur buchbinderei: wie besprochen wird man dort mein tschechischwörterbuch mit dem hässlichen einband neu einbinden. totaler luxus, aber insgesamt ist sprachenlernen kein so teures hobby, also warum nicht mal extravagant viel geld für ein bisschen luxus ausgeben? 

gegen halb zehn bin ich dann tatsächlich in meiner werkstatt, wo ich erstmal ein bisschen herumräume und dann die unterlagen für einen kurs heraussuche, der vielleicht ende des monats stattfinden wird. ja, da ist schon recht viel vorbereitet, zur sicherheit werde ich aber alles noch mal durchgehen. vorerst bereite ich eine vorfilzfläche vor. 

und fahre dann doch recht früh wieder nach hause, passt gerade so und ich habe bisher noch nicht in meine mailbox vom kulturzentrum geschaut. das mache ich dann bis zum mittagessen und finde nichts wirklich dringendes. auch gut. weniger gut: es gibt für das neue jahr noch keine arbeitszeiterfassung. na toll. 

und wie war jetzt die strassenlage? naja, ganz ok, solange man sich auf den hauptstrassen bewegt - in meine werkstatt kam ich aber nicht so gut, da ist die abfahrt eine eisbahn, also liess ich das velo halt oben stehen. 

den nachmittag verbrachte ich mit verschiedenem häuslichem, die küche wollte mal wieder geputzt werden, und ein bisschen im erdgeschoss gestaubsaugt. die küche habe ich dann anschliessend gleich wieder eingesaut, indem ich nudeln mit rosenkohl als abendessen zubereitet habe. frühes abendessen, alle ausser mir wollen noch mal weg. 

auch recht. ich nutze die zeit und arbeite noch ein bisschen an meiner vorbereitung für die vorstandsretraite des filzvereins. fast fertig. am donnerstag dann noch die hardware raussuchen (stifte, papier, postits, magnete, nadeln, was halt so zur präsentationstechnik gehört in unserer doch noch recht analogen welt). 

und dann nutze ich die gelegenheit, dass das haus leer ist und lege mich einfach ins bett zum lesen. irgendwie bin ich noch nicht so richtig im arbeitsrhythmus angekommen.  

 

Freitag, 5. Dezember 2025

#wmdedgt am 5. dezember 2025

 jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

geschlafen bis weckerklingeln, respektive einschalten des radioprogramms von deutschlandfunk kultur um kurz vor sechs. gnadenfrist bis zum wort zum tag ausgenutzt, also erst kurz vor halb sieben aufgestanden, angezogen und in die küche gegangen, um dort die spülmaschine auszuräumen und das frühstück vorzubereiten. 

ich frühstücke gemeinsam mit kai toast, der neue toaster tut was er soll, auch gut. bis um kurz vor halb acht habe ich hilfe in der küche, es gibt noch einiges zu spülen und aufzuräumen, denn gestern hatten wir kais kolleg:innen zum raclette zu gast, quasi als weihnachtsfeier. 

ich räume danach noch ein bisschen weiter in der küche auf, im erdgeschoss habe ich gestern schon ein bisschen geputzt, das kann ich heute einfach so lassen. oben gibt es betten frisch zu überziehen, ein bad zu putzen und allgemein ein bisschen ordnung zu machen. das geht heute alles ziemlich zügig, so dass ich vor der gemeinsamen frühstückspause mit tochter und kai um zehn noch meine vokabelübungen machen und auch die eule zufriedenstellen kann (wer wie ich mit duolingo eine sprache lernt, wird verstehen, was ich meine, der rest darf mich gerne für etwas seltsam halten, ich finde, dass auch das auf duolingo gelernte durchaus dazu beiträgt, dass es mit dem tschechischlernen recht gut voran geht, selbst wenn ich beim selbstlernen ab und zu, auch aus zeitgründen, einen durchhänger habe.) 

gerade als ich mir eine zweite tasse kaffee einschenken will um sie mit an den schreibtisch zu nehmen, sehe ich, den pöstler vor dem haus anhalten - leider bringt er weder die ersehnte nummer drei, noch die aktuelle nummer fünf der adventspost. dafür sind schon die tage sechs bis neun da - die ich natürlich ungeöffnet aufbewahre bis zum richtigen datum. das ist schliesslich ein adventskalender!  


so, nun aber an den schreibtisch - wo ich zuerst noch ein adventskalendertürchen öffne - meine sprachlehrerin hat einen adventskalender zusammengestellt, heute ist die übung alles andere als trivial, es gibt einen lückentext zum thema nikolaus. der heisst auf tschechisch svaty mikuláš und besucht die kinder am vorabend des nikolaustags, also heute abend. neben der sprache lerne ich hier auch ein stück tschechische kultur kennen und weiss jetzt, dass der nikolaus in tschechien von einem engel und vom teufel begleitet wird. dann überprüfe ich zum letzten mal für diese woche das arbeitspostfach - momentan haben wir wenige anfragen für vermietungen, ich ahne, dass die meisten menschen mit weihnachtsvorbereitungen beschäftigt sind. zwischendurch meldet sich noch meine mutter, sie hat ein neues bett bekommen, das ich per foto bewundern darf. 

um zwölf gibts brot und restliche auflagen zum mittagessen, danach mache ich ein bisschen pause, um um halb zwei aufzubrechen und zuerst im kuluturzentrum alles für das wochenende parat zu machen, dann für eineinhalb stunden die werkstatt zu öffnen (es kommt trotzdem niemand) und anschliessend weiterzuwandern (respektive zu radeln, velofahren wird immer mehr teil meines lebensstils, nahezu egal wie das wetter ist, fast egal was zu transportieren ist, mit dem velo komme ich fast überall schneller hin als mit jedem anderen verkehrsmittel) in den spaghetti-space, wo derzeit meine sitzfelle ausgestellt sind. viel ist da nicht los, und so komme ich dazu, mails zu beantworten und ein paar dinge zu erledigen, die nicht ganz dringend sind, aber auch irgendwann einmal gemacht werden wollen. 


leider bleibt es bis ganz zuletzt sehr, sehr ruhig im kulturkiosk - erst ganz kurz vor acht, als ich eigentlich schon gehen will, kommen noch vier personen - insgesamt waren damit sechs personen da, ich denke da ist noch ein bisschen luft nach oben. 

kai holt mich ab, wir machen noch einen kleinen abstecher über den club, in dem der älteste sohn heute an der kasse sitzt und überreichen ihm ein nikolaussäckchen von der oma - der jüngere sohn hat seinen schon am nachmittag im kulturkiosk bekommen und die tochter bekommt ihn ganz traditionell morgen früh in ihre stiefel. 

ich bin sehr froh, weil sehr, sehr hungrig, dass wir nun den abend in der pizzeria beschliessen. 

 

 

Samstag, 6. September 2025

#wmdedgt - 5. september 2025

wie an jedem fünften eines monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag, abgekürzt #wmdedgt und ich bin heute eine von denen, die antwortet:

gefühlt fällt jeder zweite fünfte auf einen freitag, es wird kaum wirklich so sein, aber heute also wieder mal. 

aufgestanden um kurz vor halb sieben, die spülmaschine ist über nacht nicht gelaufen, also mache ich nur frühstück, bestehend aus lupinenkaffee, brot mit marmelade für kai und müesli mit obst für mich. wir frühstücken gemeinsam, kai geht um sieben los. ich wiederhole ein paar tschechische wörtli und mache eine lektion duolingo, irgendwas mit einer seltsamen art von genitiv, den wir im eigentlichen tschechischunterricht noch nicht angeschaut haben. duolingo versuche ich eh eher so intuitiv zu lernen, freue mich aber schon, wenn ich schon weiss, wie der hase grammatisch läuft, hier halt dann nicht. 

das geht alles nicht so lange, denn eigentlich pressiert es mir heute mit der freitäglichen putzrunde. alle steinböden wischen, die beiden bäder putzen, rundherum staubsaugen und staubwischen, ein bisschen blumengiessen (mit einer guten idee für die ferienzeit, was die pflanzenversorgung angeht), schon ist es fast zehn und ich telefoniere mit meiner mutter. 

danach fahre ich kurz zum velomech, ich habe gestern hier mein kaputtes velo abgegeben, aber noch etwas daran vergessen, was ich auch am anderen velo vielleicht brauche. das andere velo ist das der tochter, glücklicherweise kann ich das jetzt ausleihen, weil sie ja eh nicht da ist. 

zurück zuhause setze ich mich noch eine kleine runde ans laptop und suche bilder für die neue website der filzszene heraus. dann: mittagspause. mit resten vom vortag und ein paar keksen. und ein bisschen lesen und ausruhen. 

untypischerweise für einen freitag fahre ich um kurz vor zwei dann nicht in die werkstatt um sie für spontanes publikum zu öffnen, sondern zum bahnhof, um nach zürich zu fahren. beinahe hätte ich die s-bahn verpasst, die s6 ist die einzige verbindung nach zürich, die nicht von gleis eins fährt, ich habs aber glücklicherweise noch rechtzeitig bemerkt. dafür trödelt die bahn da derart, dass ich in oerlikon meinen anschlussbus verpasse und ein bisschen warten muss, bis ich zur genossenschaftsstrasse weiterfahren kann. von dort gehts dann zu fuss weiter zum bildungszentrum blaulicht, wo kai arbeitet. an einem freitagnachmittag ist es dort eher ruhig, ich bekomme eine ausführliche führung durchs gebäude (mit anmerkungen, was sich der architekt an verschiedenen stellen gedacht hat) und das übungsgelände aussen, aber wie gesagt, halt nichts los am freitagnachmittag, nur ein paar polizist:innen treffen wir, die auf dem gelände der ehemaligen ara glatt üben. unter der woche traninieren und lernen hier polizei, feuerwehr und rettungsdienst und alles sieht ein bisschen aus wie ein sehr gut ausgestatteter aktivspielplatz für erwachsene - am wenigsten sichtbar ist das, womit kai sich vor allem beschäftigt, so ein platz für virtuelles traning ist halt erst mal vor allem bildschirm und tastatur. war aber schon schön, das alles mal zu sehen! 

wir verlassen dann gemeinsam das gelände und nehmen zusammen die strassenbahn - kai bis oerlikon, ich bis zum hauptbahnhof und, weil ich noch zeit habe, ein bisschen weiter. im transa-outlet finde ich ersatz für meine seit längerer zeit kaputten leichten wanderschuhe, dann will ich eigentlich noch irgendwo einen kaffee trinken, im quartier neben dem hauptbahnhof hat es aber vor allem speisegaststätten, die noch nicht offen haben und imbisse. also hole ich mir einen kalten kaffee bei der migros und ergattere vor dem landesmuseum ein plätzchen auf einer bank, von wo ich gut beobachten kann, wie sich allmählich immer mehr menschen für die heutige klimademonstration sammeln. 


um kurz nach sechs geht es los, leider sind die reden kaum verständlich an dem platz, an dem ich mittlerweile stehe.  und noch mehr leider gibt es wieder diese unselige vermischung von politischen zielen, die ich so gar nicht sinnvoll finde - den free-palestine-rufen schliessen sich aber halt schon deutlich weniger menschen an als den forderungen derer, die sich für klimagerechtigkeit und - hauptthema der demo - für einen stopp des autobahnausbaus einsetzen. 

nach einer halben stunde geht dann der demozug los - vorne um den hauptbahnhof herum. 

an der limmat entlang. 

an der urania-sternwarte vorbei, in richtung bahnhofstrasse.

 
und tatsächlich geht es ein stück die bahnhofstrasse entlang - als slogan bietet sich hier vor allem ein herzhaftes "brecht die macht der banken und konzerne" an ... oder auch " a - a - antikapitalista"... 

scheinbar haben die klimaseniorinnen ihre steine aber nicht zum werfen mitgebracht... 

ich bleibe beim demozug, der weiter durch die bärengasse und dann richtung sihl zieht - an grossen kreuzungen kündigen die wagen der polizei jeweils die demo per lautsprecher und insgesamt neutral bis wohlwollend den autofahrenden an - bis kurz vor der sihlbrücke, dann habe ich es gesehen und zusammen mit dem spaziergang am nachmittag reicht es mir dann auch. 

 

auf dem weg zum bahnhof sehe ich dann den demozug noch die sihl überqueren - ich fahre mit dem zug nach hause, wo mich kai mit einem apero-plättli erwartet. 

ob so eine klimademo was nützt? ich weiss es nicht. heute waren sicher ein paar hundert menschen durch die zürcher innenstadt unterwegs, einige autofahrende dürften sich geärgert haben, einige passanten daran erinnert worden sein,  dass da doch auch noch was war. ja, ich erlebe es gerade als bedrückend, wie sehr der fokus von diesem für uns alle so überlebenswichtigen thema weg gewandert ist genommen wird, mit einer haltung, die von systematischer hemmungsloser ausbeutung aller ressourcen und zurück zum billigen öl bis zur eher privaten einstellung "so schlimm wirds schon nicht kommen" reicht. meine vermutung  überzeugung ist, und die wird auch von den meisten wissenschaftlichen analysen der sitaution unterstützt, dass es deutlich schlimmer kommen wird und dass uns kaum noch zeit bleibt, um das zu realisieren und etwas zu verändern, das über mehr bäume für immer heissere städte hinausgeht. und deshalb gehe ich halt auch zu solchen anlässen, heute ganz alleine, aber immerhin war die demo mit mir um eine person sichtbarer. 

Sonntag, 10. August 2025

wmdedgt vom 5. august 2025

alles zu wmdedgt wie immer bei frau brüllen - und ja, ich bin ein bisschen spät dran mit meinem post, aber irgndwie war es mir jetzt halt doch wichtig, dass ich diesen tag noch einmal hier festhalte. 

also, wie war das jetzt noch mal genau am dienstag? 

wir haben urlaub, also kai und ich. und die tochter auch - die ist seit montagmorgen auch zuhause, aber nur für 10 tage ferien von ihrem segelschiff. ausserdem ist meine mutter zu besuch und endlich hat sich das wetter so berappelt, dass wir draussen frühstücken können. 

und wir haben pläne! heute vor 30 jahren haben wir geheiratet und nachdem das vierteljahrhundertjubiläum wegen corona ins wasser gefallen ist, hatte die ganze familie diesen tag bereits seit einer ewigkeit im kalender markiert. als sich dann auch noch im frühjahr abzeichnete, dass die tochter gerade in dieser zeit zuhause sein würde, warfen wir vage reisepläne über den haufen und haben begonnen, ein fest zu planen. alles sehr spontan. auf etwas wirklich grosses hatten wir keine lust, so wurde es eine kleine gartenparty. es gab auch keine grosse gästeliste - eingeladen haben wir meine mutter, die im sommer immer gerne für ein paar tage zu uns kommt und zwei befreundete paare, die uns schon ganz lange begleiten und auch schon an unserer hochzeit mitgefeiert haben. die kinder haben sich für die organisation und das catering zur verfügung gestellt und so hatten wir den ganzen tag über eigentlich nichts zu tun. 

also nicht wirklich nichts - denn unsere aufgabe bestand darin, den garten gästetauglich zu machen, also noch ein bisschen aufzuräumen und genügend sitzgelegenheiten bereitzustellen. damit verbrachten wir den vormittag - die tochter verschwand gegen zehn zu ihrem bruder in die wg, wo gekocht und vorbereitet wurde. 

um für den abend fit zu sein, nahmen wir den nachmittag gemütlich und dann war es auch schon so weit, dass die kinder mit sack und pack, kühlbox, drölfzig plastikdosen, einmachgläsern und gastronormbehältern auftauchten - alles via lastenrad transportiert. unser neuer kühlschrank wurde mal so richtig voll gemacht und letzte hand an die gartenmöblierung angelegt. 

die gäste aus deutschland reisten an - ein teil hatte noch kurzfristig abgesagt, dafür brachten die anderen gäste ihre tochter mit, was für unsere tochter auch schön war. 

mittlerweile war das wetter richtig schön geworden, wenn auch ein bisschen windig - aber kein zweifel, das würde ein gartenfest werden! 


 aperitiv - grapefruitsaft, rosmarinsirup, prosecco - das hat sicher auch einen namen? 

vorspeise - gebratener feta, oliven, tomate und mozzarella auf selbstgebackenem pizzabrot. 

unter der pergola liess es sich gut sitzen. (und ja, man hätte den papiersack und die hängematte auch noch weghängen können, aber eigentlich hat es auch niemanden gestört.) 

na ja, wir als jubilare halt. 

 die jungs in der küche bei der zubereitung des hauptgangs. 
 
 
ich glaub, nicht alle gerichte haben es auf die fotos geschafft...  
 

unter der pergola sass es sich wirklich sehr, sehr schön. 

hier bereitet kai ein kleine diaschau vor - an einem der abende, an denen ich im freiluftkino geholfen habe, hat er unsere dias durchgeschaut und erinnerungen ausgegraben. 

naja, so spannend wars dann auch wieder nicht... eher halt ein schwelgen in erinnerungen - kai hatte nicht einfach nur fotos von der hochzeit herausgesucht, sondern auch noch ein bisschen aus der zeit drumherum, unter besonderer berücksichtigung der anwesenden gäste. 

und noch ein gang - dessert aus brownies, vanilleeis und heissen himbeeren. (ohne die brwownies gab es das auch schon an unsere hochzeitsfeier.) 

und dann war da auch noch die käseplatte, für die die tochter mit dem zug tonnenweise käse aus den niederlanden mitgebracht hatte. 

wir sassen wirklich lang - es war ein schöner abend, wir haben uns die ganze zeit und auch noch tage später darüber gefreut, dass aus der spontanen einladung was geworden ist und waren von dem, was unsere kinder auf die beine gestellt hatten sehr, sehr beeindruckt! 

Samstag, 5. Juli 2025

#wmdedgt im juli 25

endlich samstag, endlich wochenende, aber auch noch nicht ganz, wie sich im laufe dieses posts herausstellen wird. geschrieben werden diese sätze im rahmen der tagebuchblogaktion #wmdedgt (=was machst du eigentlich den ganzen tag?) von frau brüllen, die uns vermutlich heute ein bisschen mehr zeit lassen wird, da sie dort, wo sie ist, unserer zeit hinterherhinken wird. 

aufgewacht irgendwann nach sechs, das ist aber schon gut so, dann kann ich noch ein bisschen lesen, ein bisschen meine diversen sprachlernapps erledigen und ein bisschen im internet herumrecherchieren (heute herausgefunden: die preise der brno-card, jetzt muss ich noch ausrechnen, ob sich das für uns lohnt. und eine website mit radwegen im bezirk brno, evtl. in ganz mähren.) aufgestanden wird um kurz vor acht, wir wollen, wie gerne an freien samstagen, auf den wochenmarkt und zum einkaufen nach waldshut fahren. 

so früh sind noch wenige einkaufstouristen unterwegs, die strasse ist leer, das parkhaus auch so ziemlich und unser erster weg führt uns ins café, auf einen milchkaffee und eine butterbrezel. dann gibt es dinge zu erledigen: lupinenkaffee im bioladen holen, ein zweites frotteekleid für nach dem baden im sonderangebot ergattern, obst und gemüse auf dem markt einkaufen, dazu noch käse und gebäck für den nachmittag. kai schaut noch kurz in den kleiderladen, findet aber heute nichts spannendes. aber immerhin an einem anderen ort ein paar schuhe für den garten, von seinen gartenschuhen hat nämlich einen neulich der fuchs geholt. 

dann geht es weiter in den supermarkt, mit sehr konkreter liste geht das schnell und wir können uns auf den heimweg machen. zuhause alle lebensmittel und das restliche zeug verräumen, dem mittleren sohn bescheid geben, dass wir zuhause sind und dann geht es erst einmal ins bädle. das ist so früh am tag noch erfreulich erfrischend. ein bisschen herumbackeln, kai kocht kaffee, ich fülle eine waschmaschine, dann kommen auch schon sohn nebst freundin. 

sie haben eine sackkarre mit sechs rädern organisiert - es gibt eine alten flipperkasten in den vierten stock in ihre wohnung zu transportieren. der flipper gehört kai und im rahmen der räumung der wohnung seines vaters musste auch der flipper abgeholt werden (das ist eine andere und etwas komplizierte geschichte, die keineswegs hier erzählt werden kann) zuerst muss der flipper aber in unser auto eingeladen werden - ich halte mich da raus und mache mich anstattdessen auf den weg zu einem arbeitseinsatz vermietung im kulturzentrum gestern, vermietung auch morgen am sonntag - das heisst, dass ich zwischendurch nicht nur die konsumationsliste einsammeln, sondern auch den zustand der räume kontrollieren muss ... und natürlich eine neue liste paratmachen.  

nach einer dreiviertelstunde ist das auch erledigt und ich bin wieder zuhause, wo ich weiter dinge erledige: hausschuhe reparieren, wäsche aufhängen, die strickmühle, die ich mir neulich gekauft habe, noch einmal in betrieb nehmen und herausfinden, wie sie etwas fehlerfreier als beim ersten versuch läuft. kartoffelsalat machen. dann kommt kai nach hause und wir trinken zusammen einen schluck weisswein, während ich die auf dem markt gekauften forellen für den grill vorbereite.


 (tomaten und andere töpfe habe ich auch noch irgendwann gegossen). 

in den kartoffelsalat kommt noch die erste in unserem garten geerntete gurke, dann gehen die forellen auf den grill (forellen mit zitrone und einen zweig rosmarin füllen, von innen mit zitronenpfeffer und salz würzen, den grill zuerst richtig aufheizen, forellen mit olivenöl einstreichen, forellen bei niedriger hitze 8 minuten grillen, dann den grill abschalten und noch etwa drei, vier minuten nachgaren lassen) - das ist ein superleckeres abendessen!  

 kai macht die küche - und ich schreibe diesen blogpost. 

was sonst noch sein wird? sicher noch ein bisschen draussen sitzen und dann später noch einen spielfilm schauen, vorgeschlagen ist carol oder salz und sein preis nach einem roman von patricia highsmith.  

und das wäre dann noch der flipper... 


 

 

Donnerstag, 5. Juni 2025

#wmdedgt - 5. juni 2025

wie an jedem fünften eines monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag, abgekürzt #wmdedgt und ich bin heute eine von denen, die antwortet:

grauslich schlecht geschlafen, eher mehr gelesen als geschlafen. geht mir also das, wovon ich gestern immerhin kai ausführlich erzählen konnte, doch näher als gedacht. schau an. 

aufstehen, frühstück machen: zur zeit gibt es wieder lupinenkaffee und endlich pfirsiche ins müsli (zwei äpfel dümpeln noch irgendwo, ich traue mich aber nicht, sie zu essen, die letzten waren schon sehr, sehr mehlig). danach immerhin kurz vobabeltrainer und ein bisschen duolingo, die eule war schon wieder traurig, weil ich mich in der demotion zone befunden habe. dann einfach zusammengepackt, weil mir die einsicht dämmerte, dass ich doch noch kurz im kulturzentrum vorbeischauen sollte, weil ja gestern der dachdecker da war und den wasserschaden und seine ursache besichtigt hat. und auch gleich noch das beschädigte oberlicht (blumentopf oder besen drauf gefallen beim gewitter) mit einer plane vorerst abgedichtet hat. wannen und eimerchen habe ich dann weggeräumt - ich staune immer mal wieder, wie wenig selbständig die drölfzig anderen personen sind, die da aus- und eingehen und nicht in der lage sind, unter ein tropfendes fenster einen eimer zu stellen oder auch mal dieselben wegzuräumen. naja, man will halt ja nix falschmachen, was ich beim wegstellen noch verstehe, aber beim hinstellen echt nicht.

kurz vor acht war ich in der werkstatt, auch dringend nötig, weil hier gab es dinge aufzuräumen und ein paar sachen vorzubereiten, bevor mein werkstattbesuch kurz vor halb neun eintraf. plan war, finken für eine reborn-puppe herzustellen, die den herrn begleitet, der als frau mit kind an mittelalterveranstaltungen geht. er erschien super vorbereitet, hatte bereits eine vorlage gezeichnet und digital in allen möglichen prozentstufen vergrössert. sein hintergrund technische konstruktionen; und ich musste ihm dann halt erst mal sagen, dass die 30% schrumpfung, die in filzbüchern mantraartig wiederholt wird, nicht in der fläche, sondern in der strecke gemeint ist (also eigentlich falsch angegeben). er trug es mit fassung, wir suchten die passende vergrösserung heraus, er hatte zusätzlich auch noch wolle von walliser schwarznasen mitgebracht, die er auf meine anregung hin mit bergschafwolle ergänzte. 

dann zwei stunden vormachen - nachmachen: ich war begeistert, wie jemand, der sich wirklich für etwas interessiert, so rasch begreift und dann auch noch so gut umsetzen kann, was an handgriffen notwendig ist. gegen elf uhr waren die finklein fertig gefilzt, der rest wird dann zuhause erledigt. ich bin gespannt auf ein foto von den fertigen schuhen - das puppenkind trug ein gewebtes leinenkittelchen, alles handgenäht. 

also heute früher feierabend, ich räumte noch ein wenig auf und fuhr dann zum mittagessen nach hause. die brotdose gab gerade noch genug her, ist das also auch mal aufgebraucht. 

das wetter war nach der serie von gewittern in den letzten tagen nicht schön und nicht einmal mehr so richtig warm und so cancelte ich den schwimmbadbesuch ein weiteres mal, husten und schnupfen plagen mich immer noch, da muss ich nicht dringend im freibad schwimmen gehen. anstattdessen ausführlicher mittagsschlaf, war notwendig.

danach machte ich mir einen kaffee und setzte mich ein bisschen in den garten - was man um diese jahreszeit nur mit scheuklappen tun sollte. oder halt auch nicht: abgeblühte spornblume geschnitten, winterjasmin in form gebracht, wanne mit verschiedenen lauchgewächsen aufgeräumt, schnittlauch, schnittknoblauch eingefroren. erdbeerchen, himbeeren und träuble gepflückt und zu einem glas dreifruchtmarmelade verkocht. 


wie malerisch kann eigentlich ein grüngutkübel sein?

dann kam auch schon kai nach hause, wir tranken einen schluck weisswein im garten, ich kochte rüeblitäschtli mit salat zum abendessen. und jetzt habe ich gerade noch für die morgige tschechischstunde genitiv singular und plural wiederholt. 

nachher noch ein bisschen weiter bei the affair schauen und bald ins bett - und dann einfach nicht dran denken, dass sich entweder in dem einen thema nichts getan hat oder man es mir halt erst nächste woche mitteilt, was. vollendete tatsachen dann vermutlich, ich bin nur gespannt, wie sinnvoll es war, dass ich mir neulich zwei abende um die ohren geschlagen habe, um meinen senf zu einem thema dazuzugeben, das mich in allererster linie betreffen wird.

Montag, 5. Mai 2025

#wmdedgt am 5. mai 2025

wie an jedem fünften eines monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag, abgekürzt #wmdedgt und ich bin heute eine von denen, die antwortet: nun hatten wir ja zumindest mal ein relativ reguläres wochenende und aussicht auf eine kurze woche, weil wir ab donnerstag schon wieder unterwegs sein werden, aber dazu später mehr - der wochenstart dementsprechend gut gelaunt, aber schon fokussiert, weil nur drei arbeitstage diese woche.

aufstehen um die normale zeit, also irgendwann so zwanzig nach sechs, spülmaschine ausräumen und frühstückmachen, frühstücken und dann ungewohnt zügig fertig machen, um ins kulturzentrum zu fahren. da es bereits seit sonntagnachmittag regnete, mit jacke, rucksack und drüber noch das regencape. das ist immer ein bisschen ein handicap beim bergabfahren, aber diesmal verhakte sich das ding erst, als ich über die grosse kreuzung radelte und ich reagierte gelassen genug, um es einfach von der bremse runterzuwursteln ohne dass ich absteigen oder spektakuläre stunts einplanen musste. 

halb acht war ich am kulturzentrum und gleich danach kam dann auch die person, die zwei räume für eine veranstaltung gemietet hatte. sie half gleich aktiv beim schiebewand öffnen und umräumen mit - so muss das eigentlich sein. wir unterhielten uns noch ein bisschen, mir war ihre berufsbezeichnung aufgefallen, sie hat die gleiche lehre gemacht wie unser mittlerer sohn. ich erledigte ein paar dinge, die es halt so zum wochenanfang zu tun gibt und verabschiedete mich kurz vor neun und damit noch bevor die veranstaltung los ging. im nebenraum war die krabbelgruppe noch nicht eingetroffen - spätestens nach ihrem eintreffen hätte ich keinen arbeitsplatz mehr gehabt. 

da arbeitete ich lieber zuhause weiter, wie kai. allerdings erledigte ich nur das wichtigste, den rest lasse ich mir bis zum mittwoch, dann wieder im kulturzentrum. von der bezahlten arbeit wechselte ich irgendwann zum ehrenamt - in der kommenden woche habe ich einen termin mit dem vorstandsmitglied, das sich um die neue webseite für den verein filzszene kümmert, es soll vor allem um fotos gehen, dazu durchsuche ich jetzt endlich mal alle meine fotoordner nach filzbildern und lege separate ordner dafür an. zuerst einmal chronologisch, später vielleicht auch noch thematisch. das wollte ich schon lange mal machen, habe auch schon einige schätze gefunden, zweifle allerdings noch daran, ob sie für die website wirklich hilfreich sein werden. diese arbeit zog sich mehr oder weniger durch den ganzen tag - und ich werde morgen noch daran weitermachen müssen.

um nicht völlig irre davon zu werden unterbrach ich nicht nur für kaffeepause und mittagessen, sondern auch noch für eine runde küchenputzen und einen ausflug zur post, zum entsorgen und zum abgeben der kuverts für die abstimmung am 18. mai. abgestimmt wird diesmal über eine lohngleichheitsinitiative und eine steuerreform, beides auf kantonaler ebene. 

kai machte zum abendessen pizza, ich musste nur eine salatsauce für den salat vorab beisteuern. nach dem abendessen telefonierten wir kurz mit sohn und freundin für eine erste abstimmung zur hinreise in die kurzferien am donnerstag und menuplanung. das wird schön - jetzt muss nur noch das wetter mitmachen! 

wir erledigten gemeinsam die küche - wir kommen immer mehr davon ab, dass der/diejenige, die/der kocht, nicht abwaschen muss, weg und machen das jetzt meistens gemeinsam. kai macht gerade noch ein bisschen musik, ich schreibe diesen blogpost und vielleicht treffen wir uns gleich noch zum seriengucken vor dem fernseher bildschirm dvd-spieler. 


Mittwoch, 5. März 2025

#wmdedgt am 5. märz 2025

 wie an jedem fünften eines monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag, abgekürzt #wmdedgt und ich bin heute eine von denen, die antwortet. und diese antwort wird nun in teilen ein bisschen kryptisch werden, weil ich ja nicht mehr jeden tag blogge, aber die rahmenhandlung dieses tages dann doch noch gerne irgendwann hier ergänzen möchte. 

um viertel nach sechs klingelte mein wecker in der oberen koje einer zweierkabine auf dem friesländischen traditionssegler "ortolan" im hafen von stavoren - ich war schon ein bisschen wach, weil wir die letzten tage immer sehr früh schlafen gegangen waren und wider erwarten das schlafen in einer eher schmalen, eher kurzen koje erholsamer war als gedacht. kai war auch schon wach und wir sprachen kurz ab, in welcher reihenfolge aufstehen, badezimmerbesuch, kaffeemachen und zusammenpacken unserer sachen stattfinden sollten, denn zu zweit kann man in einer solchen kabine quasi nix machen, weil man sich eigentlich alleine schon genug im weg herum steht. 

stück für stück trugen wir dann unser gepäck in die messe, hier gluckerte gerade noch unser kaffee für unterwegs in die thermoskanne und wartete die tochter, die die nacht im "vooronder", ihrer kajüte und zuhause für die nächsten acht monate verbracht hatte. sie half uns noch, die sachen auf die kaimauer zu hieven und dann hiess es abschied nehmen, sie hat für eine saison als maat auf der ortolan angeheuert und wir durften drei nächte mit ihr dort auf einladung der skipperfamilie verbringen. 

um sieben starteten wir das auto - kai übernahm die erste runde fahren durch den nordosten der niederlande bis arnhem und weiter über die deutsche grenze, wo wir die erste kaffeepause mit krentenbollen und einen tankstopp einlegten. 

durchs ruhrgebiet bis irgendwo bei wiesbaden übernahm dann ich, zum mittagessen hätte ich mir jetzt nicht unbedingt die raststätte medenbach ausgesucht, aber sie lag da halt zeitlich und örtlich ganz praktisch und man kann auch mal pommes mit komischer käsesauce und trockenzwiebeln essen. 

nachdem kai wieder das steuer übernommen hatte, erklärte ich noch kurz, dass ich vermutlich nicht schlafen würde, um anschliessend komatös bis in die rheinebene auf dem beifahrersitz zu hängen - bei offenburg entschieden wir, dass wir früh genug dran wären, um einen abstecher ins elsass zu einem weingut zu machen, hier kauften wir in rekordgeschwindigkeit zwei kartons winzer-cremant und ich setzte mich wieder auf den fahrersitz. 

danach wurde der verkehr recht dicht, aber die navigation erwähnte vielversprechend eine ankunft vor 18.30 uhr bei uns zuhause, was mir die gelegenheit gegeben hätte, mein velo, das während unsere abwesenheit zur überholung beim velomechaniker war, abzuholen. blöd nur, dass wir zwar gut durch basel kamen (sportferien!), aber danach einen unfall auf der autobahn auf dorfstrassen umfahren mussten, so dass wir das sportliche ziel veloabholung um 10 minuten verpassten. 

zuhause auspacken, diversen menschen bescheid geben, dass wir gut wieder zurück gekommen sind und die tochter gut abgeliefert haben und dann abendessen. 

mich gruselt es ein bisschen vor den verbleibenden zwei wochentagen, weil einerseits bei meiner arbeitsstelle einiges im unklaren, dazu aber noch ganz schön viel arbeit aufgelaufen ist (unterwegs schon per messenger darauf hingewiesen, dass ich erst am donnerstag wieder zuhause bin und arbeite), andererseits noch ein zweitageskurs in der werkstatt am anfang kommender woche vorzubereiten ist. ich werde also morgen eins nach dem anderen anfangen abzuarbeiten. 

aber vorher noch schlafen (mal sehen, ob ich das noch kann, in einem so grossen bett).


Donnerstag, 6. Februar 2025

#wmdedgt am 5. februar 2025

immer am 5. des monats fragt frau brüllen ins internet hinein: was machst du eigentlich den ganzen tag? und ich bin heute eine von denen, die antwortet. 

heute muss ich alleine aufstehen, weil kai schon sehr früh los muss, für einen termin am flughafen, während gestern dort ein erdbebenszenario durchgespielt wurde, weiss ich heute nicht, was er dort macht. arbeiten halt.
weil ich gestern keine lust mehr zum einkaufen hatte, hat es keine milch und ich trinke statt kaffee tee und frühstücke dazu toastbrot. neben und nach dem frühstück lerne ich zuerst vokabeln mit der app memorion und absolviere anschliessend noch ein paar lektionen tschechisch mit duolingo, nach 281 tagen in folge bin ich hier bei section 2, unit 20 angelangt. sozusagen zum aufwärmen, weil ich später noch ein onlinelektion mit meiner tschechischlehrerin habe. aber zuerst turne ich noch eine runde. manchmal wundere ich mich ja, wann ich früher gebloggt habe und warum ich das jetzt nicht mehr schaffe - aber ganz realistisch haben einfach das turnen und tschechischlernen die tägliche bloggerei zeitmässig abgelöst. 

die tschechischlektion hat meine lehrerin von dienstag auf mittwoch verschoben und leider auch noch von der perfekten zeit 7.30 uhr auf 8 uhr - so dass ich jetzt ein bisschen herumtrödeln muss,weil es sich auch nicht lohnt etwas vernünftiges anzufangen. punkt acht erscheint sabina mit einem fröhlichen ahoj auf dem bildschirm und wir plaudern, über meine pläne für den tag, wann ich heute wo arbeite, wann mein mann heute wo arbeitet - ich denke nicht, dass sie das interessiert, aber mir gibt es gelegenheit, verschiedene verbformen, zahlen, präpositionen zu üben. danach ist der plural im nominativ thema - ich habe darum gebeten in den nächsten wochen die sieben fälle durchzugehen und jetzt wird es also anstrengend. rozumim - ich verstehe, aber verstehen reicht nicht, ich muss das wohl auswendig lernen. und ich frage mich, ob man das nicht doch besser nach gefühl macht. es wird sich weisen, ich mache jedenfalls für mich spürbare fortschritte.

nach dem sprachunterricht mache ich mir eine kanne tee und klappe den arbeitsrechner auf - zuerst arbeite ich anfragen ab, dann kümmere ich mich noch einige zeit um texte für das neue buchungstool, das noch in diesem monat online gehen soll. bisher hatte ich wenig mit wordpress zu tun, mit dem wir hier arbeiten, es erschliesst sich aber doch das meiste und mir ist andererseits auch schnell klar, wo da meine grenzen liegen und der support eingreifen muss. der vormittag geht sowieso langsam zu ende und ein teil der texte kann auch erst geschrieben und eingepflegt werden, wenn ein paar andere themen geregelt sind, mit denen ich nichts zu tun habe. wenn ich diese woche mal nicht so viel arbeite ist das auch gut - überstundenabbau im februar.

ich packe also meine sachen für einen kurzen stopp in der werkstatt zusammen, wo ich eine weitere schicht latex auf die unterseite bestellter hausschuhe auftrage. auch hier lohnt es sich nicht, was anderes anzufangen, weil ich um halb eins mit dem mittleren sohn zum mittagessen verabredet bin. er ist perfekt pünktlich, so dass wir uns auf dem weg schon treffen. und er hat zeit, ich erzähle von meiner arbeit, er von seiner, zur zeit ist er vor allem für das musikfestival oneofamillion am arbeiten, das am wochenende hier in baden startet, danach dann wieder mehr im eigenen büro. da war ich auch noch nie, wir machen eine termin ab, an dem ich ihn besuchen werde. 

so ist es schon zwei uhr, als wir uns verabschieden und ich noch einen abstecher zum einkaufen mache. dann geht es mit dem vollbepackten velo nach hause, auspacken, ein bisschen überlegen, was ich jetzt machen soll und dann noch ein arbeitstelefonat. mittlerweile ist die sonne blass durch den ansonsten dicken hochnebel gedrungen und ich entscheide mich, eine stunde im garten zu arbeiten, bis es mir gegen halb fünf endgültig zu kalt ist und die tochter nach hause kommt und nach dem garagenschlüssel sucht, den ich mit in den garten genommen habe.

jetzt muss ich erst mal auftauen, gelegenheit, ein wenig neben der heizung zu häkeln. die tochter verschwindet in ihrem zimmer und ich setze mich dann doch noch an die vorbereitung der generalversammlung für den verein filzszene, verpasse der letztjährigen powerpoint-vorlage eine neue farbe und fülle das ab, was ich bisher schon von den verschiedenen vorstandsmitgliedern bekommen habe. auch der jahresbericht kann der struktur vom letzten jahr im wesentlichen folgen, das mache ich dann vielleicht morgen. zwischendurch ist mir noch eingefallen, dass ich nach den katzen der nachbarn sehen muss, eine der katzen ist sogar da und lässt sich von mir streicheln, eine premiere.

dann kommt kai nach hause, die tochter fängt an pfannkuchen zu backen und irgendwann gibt es abendessen. mir ist immer noch nicht richtig warm geworden und ich bin von der gartenarbeit ein bisschen müde und froh, dass ich heute nicht mehr viel mehr als vor dem fernseher häkeln muss. bei den nachrichten, die ja zur zeit keine zweifel mehr daran lassen, dass ein paar zu mächtige und einflussreiche menschen komplett am durchdrehen sind, bemerke ich, wie ich mich von dieser nachrichtenlage auf seltsame weise abkopple. ich finde es auch ohne das dauernde geschrei schon anstrengend genug. ich vermute aber, dass dieser zustand nicht lange anhalten wird.