die woche startete mit einem intensiven arbeitsvormittag für den verein filzszene - ich holte dinge nach, die ich gerne schon vor wochen erledigt gehabt hätte, für die mir aber informationen gefehlt hatten und stürzte mich anschliessend gleich in die vorbereitungen und das schreiben des sommerbriefs - zweimal jährlich bekommen unsere mitglieder post von mir, der vereinspräsidentin. mittlerweile geschieht das per mail, bis 2021 tatsächlich noch per post. da mittlerweile fast alle infos eingetroffen waren, ging das im grunde genommen schnell von der hand, am späten vormittag konnte ich meinen entwurf schon in die runde der vorständinnen geben - das feedback trudelte über die woche ein und was wäre ich ohne diese frauen, sie fanden noch einige schreibfehler und gaben wertvolle hinweise, was man besser schreiben kann. anfang der kommenden woche werden dann die mitglieder den sommerbrief im mailfach haben.
und weil ich zuhause am schreibtisch gearbeitet hatte, bekam ich auch den ersten regenschauer der angesagten abkühlung mit - noch wenig regen, die regentonne wurde nur zu einem drittel gefüllt. das sah dann am abend schon ganz anders aus, als uns ein heftigeres gewitter erwischte. innerhalb von einer halben stunde hatten wir alle wasservorräte aufgefüllt, waren dabei klatschnass geworden, hatten aber viel spass dabei, im regen herumzurennen.
am dienstag war ich mehr oder weniger den ganzen tag unterwegs von termin zu termin. den ersten absolvierte ich noch zuhause - die erste tschechischlektion mit einer neuen lehrerin ging ein bisschen in verbindungsproblemen und veständnisproblemen baden. die lehrerin hatte mehrfach stromausfall, ich kam nicht so gut zurecht damit gesiezt zu werden, weil ich bei jeder frage und anweisung zuerst nachdenken musste (meine bisherige lehrerin hat mich geduzt), was gemeint war. kann also nur noch besser werden - mal sehen ob ich die versprochene hausaufgabe noch bekomme...
danach gings zur physiotherapie, zum duschen nach hause, wieder in die stadt zum mri von wirbelsäule und hüfte, wieder nach hause zur bügelrunde und telefon mit meiner mutter, dann ins schwimmbad, von dort weiter ins kulturzentrum und auf dem rückweg noch in der dorfbibliothek vorbei, um lesefutter für die sommerferien zu holen. die hätte auch noch in der ersten ferienwoche auf gehabt, das hatte ich übersehen. gut, dass die tochter einfach wieder zum abendessen bei uns war, wie schon am sonntag und montag und mir da mein piercing wiedereinsetzen konnte.
am dienstagabend dann das nächste gewitter, zum wassersammeln gab es keinen anlass, aber es regnete einigermassen dauerhaft.
am dienstag hatte der bauunternehmer das terrain um das bädle geebnet - nach dem gewitter sah das dann aus wie ein ersosionsmodell. es scheint, es gibt hohlräume, in die das wasser mitsamt sand abfliessen konnte.
auch zum vorschein gekommen ist diese plakette mit dem firmennamen des betriebs, der das schwimmbad ursprünglich gebaut hat. schade gibt es keine jahreszahl, die firma ist auch nicht mehr auffindbar, es sei denn, sie ist nach wetzikon umgezogen.
mittwoch war ich dann den ganzen tag nicht zuhause - morgens im kulturzentrum, nachmittags im museum am arbeiten.
am abend sah es dann am bädle so aus. wir waren etwas überrascht, was das nun werden soll und liessen uns vom bauunternehmer infomieren, dass er vor dem verlegen der platten einen rand betonieren muss. davon war bisher keine rede gewesen - eine rasche fertigstellung der arbeiten sieht auch ein bisschen anders aus. aber wenns denn sein muss. zum baden kamen wir am mittwochabend auch nicht mehr, dafür dauerten die arbeiten zu lange.
donnerstag arbeitete ich wieder am schreibtisch zuhause - das hand-out für ein neues kursmodul muss bis ende der kommenden woche fertig sein. ich kam gut voran, ärgerte mich zuerst nur ein bisschen über die arbeiten im garten (zumindest am morgen wäre es schön gewesen, ein bisschen draussen sein zu können, es hat mittlerweile zu angenehmen sommertemperaturen abgekühlt). zum nachmittag steigerte sich mein unmut immer mehr - denn nicht nur kommt der bauunternehmer (ich schreib das immer so, stellen sie sich anführungszeichen vor, das ist eine ein-mann-klitsche und kein bauunternehmen, der einzige mitarbeiter, der da beschäftigt ist, kommt immer freitags nach feierabend, dann geht aber endlich was auf der baustelle) nicht vor zehn hier an (angeblich muss er morgens erst mal material besorgen), er macht auch sehr, sehr gerne auf unserer gartenbank zigarettenpause, telefoniert so alle zwanzig minuten für eine viertelstunde und schaut videos (vermutlich davon, wie man so eine poolumrandung betoniert).
und voila, das ergebnis eines langen arbeitstags, feierabend gegen zwanzig uhr, danke dafür, sind wir also auch am donnerstag nicht geschwommen.
zwei randsteine sind gesetzt, den rechten winkel hab ich sicherheitshalber nicht nachgemessen.
freitag war ich schlauer und habe mir gleich am morgen zeit fürs schwimmen genommen - mit ein bisschen planung für ein und ausstieg geht das schon, ist nur ein bisschen mühsam, weil man nach dem schwimmen durch den ganzen garten laufen muss, um die baustelle rum zur dusche.
ich hätte mich aber nicht beeilen müssen - denn diesmal tauchte der bautrupp, also zwei personen, erst am spätnachmittag auf und arbeitete wieder bis acht. ich verweigerte wasserentnahme auf unserer terrasse und verwies auf den wasserhahn am bädle, irgendwann ist auch genug, wenigstens beim abendessen will ich nicht, dass nebenan dauernd der maurerkübel mit wasser gefüllt wird. übrigens alles echte handarbeit, beton wird mit der schaufel im eimer gemischt. immerhin wurde der rand am freitag noch fertig.
so, jetzt aber genug von der baustelle - aber ich habe halt sonst auch echt wenig erlebt diese woche. das handout ist zu neunzig prozent fertig, in der langmatt war ich mittwochnachmittag und samstag den ganzen tag.
während diese woche das buch über den kürzlich erfolgten umbau erschienen ist, habe ich mich ein bisschen mit der ursprünglichen gestalt der villa langmatt beschäftigt. um die jahrhundertwende zum zwanzigsten jahrhundert gebaut, sah das haus innen ursprünglich ganz anders aus, bevor es in den zwanziger jahren französisiert wurde, viel dunkler, herber, sachlicher, geradliniger. und auch mit einer etwas anderen raumaufteilung im erdgeschoss. die deckenrosette und der leuchter im obergeschoss dürften noch reste der ursprünglichen gestaltung im sezessionsstill sein.
im kuluturzentrum wurde diese woche die küche aufgeräumt - vom caféteam. die interimsbetriebsleitung macht hier echt vorwärts. ansonsten tut sich auch einiges, aber jetzt sind ja erst mal sommerferien.
ich schrieb schon drüber, ich habe mich sehr spontan zur sommerpost vom post-kunst-werk angemeldet. nun sind die listen versendet worden, ich habe tatsächlich einen recht späten zeitslot für das verschicken der post bekommen, und habe schon mal ein bisschen mit herumspielen begonnen. mein kalender ist für den ganzen sommer so unglaublich voll, ich habe keine ahnung, wann ich das machen soll.
kann sich noch jemand an die falk-pläne erinnern? an eine faltung in dieser art habe ich gedacht. da ist aber ein format a3 schon eher klein dafür.
ich habe mich an eine ausstellung erinnert, die wir vor einigen jahren in zofingen gesehen haben, mind-mapping-art, eine der ausgestellten künstlerinnen war esther ernst, die viel mit kartenskizzen macht, eine art visuelles tagebuch auf landkarten gestaltet. ich bin nicht nur viel auf ihrer homepage unterwegs gewesen, sondern habe mir auch ein buch bestellt, es macht spass darin zu blättern und mich inspirieren zu lassen.
von swiss-topo kann man sich kartenausschnitte herunterladen und ausdrucken, auch in a3, vermutlich werde ich eine schwarzweissvariante als basis für meine karte nehmen.
der ausschnitt ist eigentlich recht klar für mich: die karte meines sommers ist meine direkte nachbarschaft mit schwimmen im fluss und im schwimmbad, zuhause im garten sein, freiluftkino und feiern in der royalen sommerbar und zwischendurch auch arbeiten in museum, kulturhaus und in der werkstatt.
ich bemerke gerade, wie dieser wochenpost ein wenig ausfasert, es war sonst nicht viel in dieser woche, vor allem die freude darüber, dass es nicht mehr absurd heiss, sondern nur noch sehr sommerlich warm ist, hat überwogen, darum noch ein bild vom nur halb geschlossenen fensterladen, so geht das jetzt nämlich auch wieder.
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