ich verspräche zu viel, wenn ich ihnen garantierte, dass ich heute nicht über unsere baustelle schreiben werde. aber lassen sie uns das thema doch gleich zu beginn abhandeln, dann haben wir es hinter uns.
ende der vergangenen woche hatten wir ja ein bisschen hoffnung geschöpft: die randsteine waren betoniert und alles sah danach aus, dass es nun bald mit dem legen der platten losgehen würde. aber weit gefehlt: weiterer sand und der obere rand des serviceschachts wurde abgetragen, jeweils bei kleinen stippvisiten des bauunternehmers. nachdem ich dann zweimal menschen vertröstet hatte, mit denen wir mal so grob einen besuch bei uns im sommer abgemacht hatten, weil ich kein ende der bauarbeiten in sicht sah und so keinen besuch hier empfangen möchte (und der besuch auch nicht kommen will) ist mir am montagnachmittag, zu arbeitsbeginn kurz nach vier am abend, der kragen geplatzt - eine definitive zusage über das ende der bauarbeiten bekam ich zwar nicht (eher eine menge quatsch über die arbeitsbedingungen wie hitze, zu kleines auto, unzugänglichkeit der baustelle, als ob man das nicht hätte absehen können...) aber ich habe mir immerhin weitere arbeiten nach 18 uhr verbeten.
und irgendetwas habe ich damit wohl angerichtet - denn am mittwochabend waren die ersten beiden bahnen platten verlegt. donnerstag und freitag wurde bereits kurz nach sieben mit den arbeiten begonnen, mit einem helfer, und den ganzen tag durchgearbeitet. die sandhäufen in unserem garten wurden abtransportiert und zum wochenende haben wir rund um das bädle betonplatten. nur die sache mit der dusche harrt noch einer lösung, wir dürfen also weiter gespannt sein. vielleicht bekommen wir auch noch befestigungsstifte für die poolplane, aber es wurde schon so viel versprochen. und dann wäre da noch der übergang zur wiese... (oder dem, was davon nach ende der bauarbeiten so übrig ist).
| "nur" noch die dusche ... (es klafft hier ein ca. 40 cm tiefes loch ohne sichtbaren abfluss) |
| unsere thematische gartendeko 2026 |
immerhin können wir jetzt, nachdem kai die verrosteten schrauben aus dem rand gezogen hat, die plane wieder aufs becken legen, damit dürfte die veralgung ein bisschen weniger werden.
eins hätte ich noch: für mich ist es ein symbolbild für überforderung. (auf der anderen seite vom bädle hat sich ... leider auch ein blöder spalt ergeben. so einer in dem man sich supergut die zehen brechen kann. falls man es hier noch nicht geschafft hat.)
sie sehen also, das thema sind wir so schnell noch nicht los.
sonst so: montag den sommerbrief für die filzszene verschickt und das hand-out für den kommenden kurs finalisiert, danach haushaltsdinge, muss auch mal wieder sein. dienstag erledigungstag mit fünf anlaufpunkten am vormittag, nachmittags dann etwas ruhiger. mittwoch hatten kai und ich uns schon vor langer zeit einen freien tag eingeplant - um endlich kais geburtstagsausflug nachzuholen.
unser ziel war die rigi - unterwegs waren wir per velo (zum bahnhof), dann mit umsteigen in olten it dem zug nach luzern, von dort ging es mit dem schiff weiter nach vitznau. umsteigezeiten jeweils so um die sechs minuten, was für ein tolles land, in dem so etwas funktioniert! zum fotografieren kam ich dann erst hier, aber auch nur im gehen...
und dann waren wir da. im kräuterhotel edelweiss an der zahnradbahnhaltestelle rigi-staffelhöhe. auf der terrasse links mit den roten schirmen sassen wir dann die nächsten zwei stunden und genossen zuerst ein plättli zum teilen (wochenration fleisch für uns, wegen mir hätte es viel mehr eingelegtes gemüse geben dürfen).
zum hauptgang, nachdem kai ausführlich gejammert hatte, dass er eigentlich gar nichts mehr essen könne, gab es für mich ein onsen-ei mit saisongemüse und rapsmayonaise.
und für kai ein omelett mit grünzeug obendrauf.
das war superlecker und ein bisschen schade, dass wir kein dessert mehr geschafft haben.
beim essen sahen wir menschen beim arbeiten im kräutergarten zu - da schmeckt der aperitiv aus bitterkräutern gleich noch ein bisschen besser...
vollgefressenheitsbedingt schafften wir es nur bis rigi-staffel zu fuss, dann stand da so ein verlockendes bähnchen, das uns nach kulm brachte...
aber auf den gipfel liefen wir dann doch noch rauf.
den alphornbläsern waren wir schon auf dem schiff und in der zahnradbahn begegnet. sie hatten ein schwyzerörgeli dabei, auf dem dann beide male "vo luzärn uf weggis zue" erklang. fast schon unheimlich bilderbuchmässig. aber stellen sie sich die freude vor, wenn sie aus amerika, japan, korea oder china anreisen und dann stehen da einfach vier menschen in tracht und spielen alphorn, ohne eintritt, ohne anstehen und ohne gedränge drumherum. (und die waren nicht bezahlt oder engagiert, die mussten sogar ihre getränke im sb-restaurant selbst bezahlen.)
ja, die rigi ist ein touristenziel. und wir haben dort den kleinsten, schlechtesten und teuersten capuccino getrunken an den ich mich erinnern kann. aber schön ist es schon auch. beim nächsten mal vielleicht wieder mehr zu fuss, aber für diesen tag hat es so gepasst.
nochmal ein historisches bähnle runterwärts.
mit uns warten viele in vitznau auf das dampfschiff.
bürgenstock und pilatus. auf dem bild sieht mans nicht: es war heiss.
ich stromerte noch ein bisschen auf dem schiff herum. 1906 in dienst gestellt, die maschine stammt von der firma sulzer in winterthur. das bähnle, das uns vom berg heruntergebracht hatte, von brown boveri & cie in baden. ein stück industriegeschichte der schweiz - seit ich im museum langmatt arbeite, aber für mich auch ein bisschen mehr: die familie, die dort lebte und die privatsammlung impressionistischer gemälde zusammentrug, war die des bruders eines der gründer der bbc und selbst leitender ingenieur dort, sidney brown, seine frau jenny eine geborene sulzer. 1906 war gerade der anbau mit galerie und bibliothek der villa fertig geworden.
man darf vermutlich zu recht davon ausgehen, dass die beiden mit ihren kindern auch einmal einen ausflug auf diesem dampfer unternommen haben. vielleicht sogar hier im speisesaal der ersten klasse gegessen?
ansonsten ist mir irgendwann diese woche aufgefallen, dass das jetzt die ruhe vor dem sturm ist - in der kommenden woche werde ich mehr oder weniger von montag bis sonntag durcharbeiten.
also versuchte ich den fast freien nachmittag nach bürovormittag am donnerstag im kulturzentrum zu geniessen (nur schnell noch die werkstatt für den montag vorbereiten und rosmarin aus dem garten zum freiluftkino bringen). der freitag war dann schon wieder vollgestopft mit haushalt, physio und museumsaufsicht.
pausenbild - heute vom verandacafé.
jetzt ist wochenende - am markt und einkaufen waren wir schon, selbstverständlich auch vorher noch frühstücken, bereits ist es wieder zu heiss, um am nachmittag draussen im garten zu sein. gleich werden wir noch schwimmen, ein bisschen aperölen und dann geht es später auf das parkhausdach zum freiluftkino, wo wir hoffen, ein paar der kinder zu sehen...
morgen ist zwölf von zwölf und ich plane sehr, dabei zu sein - weswegen der wochenrückblick ausnahmsweise am samstag endet.
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