Montag, 25. Oktober 2021

22. bis 24. oktober 2021 - herbst

ich brauchte mal ein kleine blogpause. trotzdem möchte ich die wichtigeren ereignisse der vergangenen tage hier festhalten.

wir haben uns von einer lieben freundin verabschiedet, endgültig. 

und wir haben die tochter zum ersten mal seit langer zeit wieder an einem wettkampf in ihrer turngruppe turnen sehen. 

das wetter war herrlich, für gartenarbeit und spaziergänge: 



Freitag, 22. Oktober 2021

20. und 21. oktober 2021 - kaffeetafel und sturm

 vor der geburtstagsfeier am nachmittag gab es für mich noch einige dinge zu erledigen: so kaufte ich sprudelwasser in grösseren mengen und backzutaten für die weihnachtsbäckerei ein, weil viel und schwer, schaffte alles in keller oder in den zweiten stock, entsorgte altpapier und kleiderspenden, während meine mutter zwetschgenkuchen buk. das teilweise sicher auch, weil ich seit beginn des herbst und der zwetschgensaison den am meisten vermisst hatte, während der ganzen backofenmisere. nun könnte ich ja wieder selberbacken, bin aber bisher noch nicht dazugekommen. am wochenende dann vielleicht. 

am nachmittag kamen die wenigen gäste, die geladen und mobil genug waren um zu kommen, später als überraschungsgästin dann noch meine freundin, die auch meiner mutter sehr verbunden ist und wir taten das, was man an geburtstagen halt so tut: sitzen und essen, sitzen und schwätzen. aber genau dafür sind ja solche anlässe da. es gab geschenke und eine ganze menge telefonische gratulant:innen, die mehrheitlich wohl zurückgerufen werden müssen, weil heute kein tag für lange telefonate war. 

und dann war es auch schon abend, der besuch weg und wir tranken zu zweit noch ein glas wein. 

am donnerstagmorgen war dann der angekündigte sturm da und rüttelte schon früh am rolladen, ich erledigte noch ein paar kleinigkeiten und machte mich dann auf den heimweg über die windige autobahn. entweder war der sturm aber im süden eh schon durch oder einfach die autobahn geschützter als die im rheintal, jedenfalls hörte sich das geschehen im radio sehr viel schlimmer an, als ich es erlebte. unterwegs gab ich mal kurz bescheid, dass man sich keine sorgen machen müsse und gegen halb eins war ich bei schönstem sonnenschein zuhause. 

der sturm hat hier schon ziemlich viele blüten und den ganzen wilden wein entlaubt, eine leere giesskanne umgeweht und die dahlien geknickt. sonst blieb es ruhig, ich räumte aus und machte mich an die skizze für die zweite designaufgabe des onlinefilzkurses, die tochter kam nach hause und später fuhr ich noch zu meiner coiffeuse, um die haare wieder schön zu haben. abendessen weitgehend aus resten aus dem kühlschrank, dann nicht mehr viel, nur noch sofa und serie.

Mittwoch, 20. Oktober 2021

19. oktober 2021 - reisereise

 habe ich es also mal wieder geschafft: post geschrieben, dann aber zu veröffentlichen vergessen. den gestrigen lesen sie also nur knapp vor dem heutigen. 

es ist aber auch gar nicht viel passiert: ich habe heute morgen noch ein wenig büroarbeiten erledigt und die woche geplant, dann meinen hausschlüssel abgeholt, war einkaufen und dann auf der autobahn in richtung deutschland unterwegs.

teil der morgendlichen recherche: für welches land brauche in den nächsten tagen eine elektronische einreiseanmeldung? antwort: für keines. für deutschland brauche ich keine, weil ich mich nicht länger als 72 stunden bei einer verwandten ersten grades aufhalte, für die schweiz gilt die ausnahme einreise aus einem gebiet, mit dem intensiver austausch stattfindet, will heissen angrenzendes deutsches bundesland. ob das jetzt sinn macht oder nicht, wage ich nicht einzuschätzen, war aber ganz froh, dass ich das so nicht vergessen kann. 

die  fahrt verlief ohne komplikationen, viele lkws auf der gegenfahrbahn jeweils, ein stück strasse ist weitergebaut worden in den letzten zwei monaten, aber ich denke, dass es an meinem weg nicht viel ändern wird. 

am nachmittag kam ich bei meiner mutter an, es gab kaffee und flachswickel, eine ihrer backspezialitäten, dann räumte ich balkone ab und dann war es auch schon zeit fürs abendessen. morgen geburtstag und auch noch ein paar sachen zu erledigen.

18. oktober 2021 - weil applaus nicht reicht

montag nach den ferien, start in eine arbeitswoche, oder doch nicht, weil ich morgen gleich wieder für zwei tage verreisen werde. ich versuche es aber trotzdem mal mit einem besuch in der werkstatt, es steht noch ein paar handstulpen für die waldspielgruppe aus. die habe ich natürlich schnell gemacht, ansonsten gibt es noch dinge aufzuräumen. 

ausserdem beschäftige ich mich über den tag noch mehrmals mit dem thema post und zurückgeschickte päckchen. im chat - die alternative wäre eine gebührenpflichtige telefonnummer - bringe ich meine beschwerde darüber an, dass der postbote meinen briefkasten einfach übersehen hat. eine gewisse hartnäckigkeit ist notwendig, damit ich eine entschädigung für die absenderin zugesagt bekomme. was mich irritiert: obwohl es nichts extra gekostet hätte unterbleibt jeder versuch, sich zu entschuldigen, etwa mit den worten, das tut uns leid, dass sie wegen eines versehens unsererseits (oder was das auch sonst immer war) nun extra aufwand hatten. anstattdessen werde ich schnell mal darauf hingewiesen, dass für folgeschäden keine haftung besteht. nun bin ich gespannt, wie das mit der entschädigung läuft.  

in einer zweiten runde im chat kläre ich die frage, ob ich eine zweite adresse mit meinem postlogin verbinden kann. das geht nicht, da brauche ich eine zweite email-adresse, das ist aber wiederum kein problem. als ich das profil für die werkstattadresse anlege, bekomme ich den bescheid, dass die adresse nicht bekannt ist und deshalb manuell überprüft werden muss. na dann, kann ja nicht schaden, wenn wir das in den nächsten tagen ein paar mal üben, das auffinden des postkastens. 

am nachmittag dann auch noch neustart der haushaltsaufgaben: küche putzen, esszimmer gleich mit, später koche ich pakchoi und paprika mit glasnudeln in kokoscurrysosse. wir haben - wie fast immer wenn ich koche - ein paar portionen zu viel, dann gibt es halt dinge zum mitnehmen über die woche. 

ausserdem eignet sich dieses gericht sicher deutlich besser als die kartoffelkroketten um in der mikrowelle aufgewärmt zu werden. sagen wir mal: wir üben noch mit dem neuen multifunktionsbackofen. aber tellerwärmen klappt super. 

am abend haben wir uns mit der tochter verabredet, um die arena-sendung vom freitag nachzuschauen: es geht um die pflegeinitiative, über die am 28. november in der schweiz abgestimmt werden soll. wir haben über unserer haustüre ein kleines transparent für die ja-parole aufgehängt, die hat die tochter besorgt, die das thema ja auch am meisten beschäftigt. die initiative verlangt, dass bessere arbeitsbedingungen für das pflegepersonal  gesetzlich festgeschrieben werden und ausserdem in die ausbildung massiv investiert werden soll, neben einigen weiteren punkten. es gibt eine gegenentwurf des parlaments, wo es vor allem um mehr geld für ausbildung und auszubildende geht. allen gemeinsam ist der wunsch, den mangel an fachkräften im pflegebereich zu bekämpfen. 

wir halten die aufzeichnung immer mal wieder an um parallel zu diskutieren und stellen fest, dass es ein fast unauflösbares dilemma ist, denn egal welcher der entwürfe umgesetzt werden wird (und es sieht momentan so aus, als ob es die inititative wäre) nicht ab dezember fertig ausgebildete, motivierte pflegekräfte regnen (oder schneien) wird, die diejenigen in den den pflegeheimen und spitälern so entlasten, dass sie ihre aufgaben mit mehr zeit und freude ausführen können und deshalb alle im beruf bleiben und sich weiterbilden, anstatt dass beinahe die hälfte der berufsanfänger wieder aussteigt...



Montag, 18. Oktober 2021

16. und 17. oktober 2021 - wochenende

durch den samstag werkeln wir uns wieder mit einzelnen kleinen aufgaben. zuerst muss der backofen eingebrannt werden, ich filze derweil die wochenaufgabe des onlinefilzkurses fertig und bin mit dem ergebnis nur mässig zufrieden. es gibt kaffee in der sonne, ich werkle im garten. fotos von den in dieser woche angefertigten objekten wollen gemacht werden und die ergebnisse mit kommentar auf die lernplattform hochgeladen werden. 


in dieser woche ging es darum, objekt mit filz zu umhüllen - das mache ich natürlich nicht zum ersten mal, aber eben auf ganz andere weise. wieder habe ich einiges gelernt, auch einen verblüffend einfachen trick zur flächenberechnung. 

am spätnachmittag beginne ich mit dem vorbereiten einer vegetarischen lasagne, die hat sich die tochter für den abend mit dem grossen bruder gewünscht. es kommt noch eine freundin vorbei und so sind wir zum abendessen zu dritt. der backofen kommt zum ersten mal zum einsatz und das voreingestellte programm für lasagne überrascht uns mit einem sehr guten ergebnis. 

der sonntag startet mit dickem nebel, ein bisschen ärgerlich ist das nur, weil wir uns für heute eine kleine wanderung vorgenommen hatten. da wir aber ohnehin nicht so recht eine idee haben wo es hingehen soll, ist es auch nicht weiter tragisch. wir entscheiden uns für eine erkundungstour in der nähe. einmal vom waldparkplatz nach westen, anstatt wie bisher nach osten. dabei entdecken wir einen weiteren wanderparkplatz, von dort aus könnten wir auch mal starten. der wald ist herbstlich, auf den wegen trotz des bescheidenen wetters einiges los und wir sind dann doch kürzer unterwegs als gedacht. 


zuhause gab es wieder was zu werkeln, unter anderem war ich damit beschäftigt, ein geburtstagsgeschenk fertig zu machen und zu bügeln, die tochter buk mit der freundin eine kleine torte. dabei bestätigte sich das, was kai schon am morgen beimbrötchenaufbacken festgestellt hatte: so ganz inutitiv ist die bedienung des hightechbackofens nicht. der knackpunkt scheint darin zu liegen, zweifelsfrei festzustellen, ob der backofen gerade arbeitet oder pausiert. 

auch am abend bei der pizza war es wohl nicht ganz einfach, ich habe ja bisher noch nicht so viel ausprobiert, aber eventuell am längsten die anleitung gelesen, ich werde aber vermutlich erst am nächsten wochenende so richtig zum ausprobieren kommen. 

nach längerer pause möchte ich gerne mal wieder mit dem medienrückblick starten: 

gelesen: 

- margaret atwood, die zeuginnen

- ulrike ulrichs, während wir feiern

- joel dicker, das verschwinden der stephanie mailer

gesehen: 

- tartort aus dresden am sonntag

- der kastanienmann (serie)



Samstag, 16. Oktober 2021

15. oktober 2021 - backofen

wieder ein sonniger herbsttag. zeit den garten in den wintermodus zu versetzen. die dusche ist abgebaut, das trampolin auch und in der garage haben wir platz für einen tisch geschaffen, auf dem die nicht winterharten pflanzen während des winters stehen können. 

ich habe wieder ein bisschen weitergefilzt, das aktuelle modul ist ziemlich aufwändig und der platz am essstisch dann halt doch oft nicht so gut geeignet. 

kurz vor vier, als wir schon fast nicht mehr dran glauben wollten, ist dann endlich der neue backofen geliefert worden. und eingebaut. er funktioniert. nur müssen wir uns erst mal damit ein bisschen auseinandersetzen, er kann nämlich erheblich mehr als der alte. und muss eine stunde eingebacken werden, bei offenem fenster, was wir am abend nicht mehr machen wollten. 

kurz vor dem abendessen klärte sich das schicksal des einen vermissten päckchens - der postbote hatte wohl keine lust, die 50 briefkästen nach meinem namen abzusuchen und hat die sendung der einfachheit halber wieder zurückgeschickt. jetzt muss ich nur noch nachfragen, ob das beim anderen paket auch so war. 

zum abendessen wagte sich kai an das rezept für die kartoffelkroketten, das schon ganz lange in der küche hängt. dazu gab es frischen spinat mit tomaten und zwiebeln von gemüsegenossenschaft und aus unserem garten. ja, wir können doch noch ein paar tomaten ernten, auch wenn es im vergleich zum letzten jahr sehr, sehr wenige sind. 

am abend versuchten wir ein bisschen fernsehen, aber der erste ausgewählte film entpuppte sich in den ersten minuten als fehler, die serie, die wir weiterschauen wollten als langer videoclip nahezu ohne handlung und schlussendlich schauten wir dann nachrichten und heuteshow. 


Freitag, 15. Oktober 2021

14. oktober 2021 - siebzehn

erster tag zuhause und ich habe das gefühl, ganz viel erledigen zu müssen. und dann hat ja auch noch die tochter heute geburtstag. die will immerhin heute ausschlafen, wir haben vereinbart, dass wir gegen zehn gemeinsam frühstücken. 

also ist vorher noch zeit um mich um schreibtischarbeit und vereinspost zu kümmern. kai fährt zum bäcker, nachdem wir die ganze ferienwoche über brot gefrühstückt haben, weil der nächste bäcker 10 km entfernt lag, ist das jetzt für die restlichen ferientage programm. und heute am geburtstag sowieso. 


der tag wird sonnig, wir frühstücken und machen pläne. ein paket für die tochter kommt an - sie hat sich genau die schuhe bestellt, die wir ihr per gutschein schenken wollten. das ist nicht tragisch, eher lustig und wir freuen uns miteinander, dass wir ihre wünsche so genau gewusst haben. 

kai und die tochter gehen einkaufen, ganz allgemein und speziell für den abend, für den der bruder mit freundin als gast zugesagt hat. ich mache mich an die arbeit, das kursmodul nachzuholen, das bereits seit sonntag freigeschaltet ist. irgendwie komme ich aber nicht so recht vorwärts, immer ist noch etwas anderes, so dass ich noch nirgends bin, als die beiden wieder vom einkaufen kommen. 

keine ahnung wie spät es ist, wir reden über mittagessen, aber so richtig hunger hat niemand, also lassen wir das ausfallen. kai geht in den garten, mit der mission grüntonne füllen, es ist wirklich so richtig schön draussen, aber ich muss ja mein filzkursmodul bearbeiten. und dann schnell in die werkstatt fahren, weil dort zwei päckchen auf mich warten sollten. 

nur ist keines davon da. weder bei den briefkästen, noch im flur, noch in der werkstatt (der hausmeister wollte mir pakete reinstellen, wenn welche während meiner abwesenheit ankommen sollten). ohne uhr und telefon kann ich kaum glauben, dass es schon halb drei sein soll. die verwaltung hat geschlossen, hausmeister sind auch keine zu sehen, die verlorenen pakete regen mich auf und ich kann nichts machen. wer nimmt die in obhut und schreibt keinen zettel? oder wurden die einfach geklaut? das eine enthielt eine arbeit einer kursteilnehmerin, das ist mir extrem peinlich, weil jede arbeit ja ein einzelstück ist und nicht ersetzbar. die absenderin trägt es mit fassung, sie kann aber erst morgen nachforschen ob es laut tracking als zugestellt gilt. auf das andere paket habe ich mich sehr gefreut, ich hätte endlich mal wieder ein rezensionsexemplar von einem verlag bekommen, das muss ich dann auch noch erklären. aber vielleicht tauchen die pakete ja auch morgen wieder auf. 

zuhause werkle ich noch ein bisschen im garten herum. wir haben ja auch pflanzen mitgebracht, die versorgt werden wollen und eigentlich ist es viel zu schön, um drinnen zu bleiben. ich bin aber nur halbherzig bei der sache, stelle immerhin die kakteen ins wohnzimmer, da nachtfrostgefahr angesagt ist. eigentlich hätte ich da noch welche davon umtopfen müssen und überhaupt die übertöpfe mal waschen und dann wäre es auch gut gewesen, wäre das grosse wohnzimmerfenster schon geputzt, so muss ich die ja alle nochmal wegstellen. aber ich habe jetzt weder zeit noch lust, der filzkurs ruft und später muss ich noch kochen. 

immerhin das zweite kursvideo schaffe ich noch vor dem eintreffen der gäste, lso fast, kurz vor ende stockt das wieder und so muss ich morgen noch mal acht minuten schauen, wenn es dann tut. 

gut  hat sich die tochter kein kompliziertes abendessen gewünscht und die gäste fühlen sich hier genug zuhause, dass sie sich nicht langweilen, während ich die vegetarischen burgerpatties vorbereite, beziehungsweise dabei helfen. wir stossen auf die tochter an, ich hätte ihr mehr fest gewünscht, letztes jahr haben wir ihr die party mit kolleg:innen ausgeredet, bei explodierenden coronafallzahlen hatten wir da kein so gutes gefühl, lernende aus verschiedensten gesundheitseinrichtungen zusammen feiern zu lassen. in diesem jahr feiert sie vor allem mit den geschwistern und deren freundinnen, dafür gleich drei abende in folge. 

nach den burgern sind wir erst mal alle ein bisschen müde, der bruder hat noch einen kuchen gebacken, den essen wir später auf dem sofa als dessert. gemütlicher abend, aber nicht weiter spektakulär, aber die tochter war wohl ganz zufrieden mit dem verlauf des geburtstags.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

13. oktober 2021 - reisereisereise ... und wieder zurück.

es ist milder geworden, über nacht hat es nicht mehr gefroren, nur noch geregnet. wir stehen um halb acht auf, frühstücken, packen alles zusammen, was wir gestern abend nicht mehr einpacken konnten, lassen den schlüssel in der tür der ferienwohnung stecken, bringen noch schnell den müll weg und fahren los. 

zuerst längere strecken über land, nicht mehr auf kleinen alleestrassen, sondern heute, weil wir vorwärts kommen wollen, auf den grösseren fernstrassen, den anstrengenden. ich navigiere, kai fährt. burg rabi, dann sind wir schon fast im böhmerwald, susice sieht aus, als ob es ein nettes städtchen wäre. wir resümieren ein wenig über die woche ferien, schön war es, vor allem dann, wenn wir draussen unterwegs waren, wandern oder eher grössere spaziergänge machen. wie schön der herbst hier ist, mit den vielen grossen alten bäumen überall. 

kurz vor der grenze, oben auf den bergen, regnet es, dann fällt auch noch schneeregen. wir halten vor der grenze noch mal an einem der stände, weil wir dort auf der hinreise gartenzwerge gesehen haben. und kaufen einen zwerg, ironisch gemeint natürlich, aber keinen mit einer blöden attitüde, sondern einen netten. ich zeige ihnen demnächst, wo der hinkommt, da muss einfach ein zwerg hin, die idee hatte ich schon länger, und nach zwei jahren ist es jetzt so weit. 

ab deutschland dann weitgehend autobahn bis zu uns nach hause, es fällt mir auf, dass wir zwei länder durchqueren müssen, um wieder in die schweiz zu kommen. die einreisepapiere, die man jetzt überall braucht, wenn man nicht gerade nur durchfahren will, haben wir gestern ausgefüllt und nur elektronisch dabei, den schweizern trauen wir da mehr zu als den tschechen, für die wir alles ausgedruckt hatten.  

zuhause ist das haus riesiggross, nach einer woche in zweieinhalb zimmern unterm dach. es braucht auch noch ein bisschen, bis alles warm ist, die heizung werden wir jetzt nicht mehr über den tag abschalten können. wir packen das meiste noch aus, nur die velos, die wir wirklich nicht benutzt haben, bleiben noch auf dem dach.

Dienstag, 12. Oktober 2021

12. oktober 2021 - české budějovice

 12 von 12 heute aus den ferien in tschechien - und damit ich die  reihe mit den ortsnamen weiterführen kann, kommt es heute nicht im titel vor. wer wissen will, was 12 von 12 ist, schaut mit vorteil bei caro.

letzter ferientag in tschechien, wir frühstücken ausführlich bevor wir in richtung budweis starten. das wetter ist eher durchwachsen angesagt, da wollen wir heute noch mal ein etwas grösseres städtchen anschauen.

wir parken etwas ausserhalb und laufen entlang der malse in die stadt. graffitti wie in der grosstadt.

und kaffee aus der italenischen kaffeemaschine.

schöne fassade am grossen platz - aber norma wollte halt ihre transparente trotzdem aufhängen.

oh, da kommen jetzt aber schwarze wolken. schnell noch den platz fotografieren.

doch wieder sonne. so richtig warm werden wir mit dem städtchen aber nicht. eine kunstgalerie finden wir, oder vielleicht doch nur den museumsshop, aber wir finden ein souvenir für uns.

es regnet, es schüttet, dann scheint wieder die sonne. wir laufen noch einmal kreuz und quer durch die stadt, aber spannender wird es nicht mehr.

immerhin mülltonnen mit lustigem dekor.

es gibt eine weithin sichtbare koh-i-noor-fabrik und auf google-maps sieht es so aus, als ob es einen fabrikverkauf gäbe. gibt es aber nicht. liegt aber wenigstens auf dem rückweg zum auto. weil wir sehr hunger haben, müssen wir noch in einem eher dubiosen restaurant einkehren. es schmeckt zwar nur sehr bedingt, aber immerhin sind wir satt.

die katze grinst freundlich von der hauswand. routiniert kürzen wir den weg zum auto ab, dann geht es über die schnellstrasse wieder zurück zur ferienwohnung.


 die strasse ist extrem gefährlich, da uns die tschechen wie der teufel überholen. gerne auch mal grössere lastwagen... aber schön aussehen tut es. 

ein bild fehlt noch. das kommt dann vielleicht auch noch, wenn wir alles eingepackt haben.

12 von 12 im oktober 2016
12 von 12 im oktober 2014

11. oktober 2021 - orlík

das ende der ferien in tschechien naht und das wetter soll umschlagen, heute also der letzte tag mit schönem wetter, plötzlich haben wir ganz viel vor. 
 

 zuerst geht es in die schlossgärtnerei im nachbarort, die ist zwar so spektakulär nicht, aber dafür gut sortiert und wir finden zwei pflanzen für unseren garten und zwei für die herbstdeko. 

dann geht es weiter an den orlik-stausee. 

wir spazieren im schlosspark des orlík-schlosses zuerst zur schwarzenberggruft, dann rund um die landzunge, mit spektakulären aussichten auf schloss und felsige küste.

das schloss stand da schon lange bevor der see aufgestaut wurde, das sah dann so aus.




nach dem spaziergang fahren wir noch einmal nach písek, wir wollen ein paar mitbringsel besorgen und ausserdem kaffee trinken und lebensmittel einkaufen. 

den abend verbringen wir auf dem sofa mit lesen.


Montag, 11. Oktober 2021

10. oktober 2021 - blatná

sonntagmorgen, die dachfenster unserer ferienwohnung sind von aussen gefroren. wir lassen uns zeit, die sonne ist schon da und taut alles auf. 

 

später fahren wir nach blatná, einem kleinen städtchen mit einem schloss und einem park. wir lassen das auto etwas weiter weg stehen und gehen zum schloss. viele familien haben die gleiche idee gehabt, der schlosspark ist ein wildgehege und man kann hier hirsche füttern.

wir entscheiden uns vorerst für die führung im schloss, wer wann was gebaut hat, ab dem 13. jahrhundert, der umbau zum wasserschloss im 16.jahrhundert und so weiter. im gedächtnis haften bleibt die geschichte der familie, die das schloss ende des 18. jahrhunderts besitzt, die in den frühen fünfziger jahren von haile selassie aus tschechien freigekauft wurde und nach der samtenen revolution zurückkkehrte. und der name des gelehrten, der als hauslehrer auf dem schloss im 19. jahrhundert tätig war und die entdeckung der zellen vorangetrieben hat, alexander purkyn. ausserdem viele geweihe und künstlerinnen in der familie, die gemalt haben. ein schöner leuchter aus venezianischen glas, der in böhmen hergestellt wurde. drinnen darf man keine fotos machen.  

und für den park müssen wir ein zusätzliches ticket lösen. im schlosspark zuvorderst die wiese auf der eine menschentraube eine herde hirsche füttert. weiter hinten viele bäume, ein flüsschen, ein fischteich. und ein plätzchen in der sonne, wo wir eine weile sitzen. irgendwo spielt eine mannschaft eishockey, allerdings ohne eis, was die geräuschkulisse merkwürdig unzuordenbar macht. wir sehen einen hirsch im uferschilf, es gibt also noch mehr als die, die sich mit karotten und äpfeln anlocken lassen. 

eine allee lässt uns kurz herbstgedichte suchen, der herbsttag, dann noch ein bisschen barock. pfauen hat es auch. 

bewohntes schloss, aber echt alt.

nach dem schloss kehren wir in einer kavarna ein und gehen noch ein paar schritte durch den ort. lidl und penny haben hier, direkt nebeneinander, beide am sonntag geöffnet. der einzelhandel und die supermärkte, das scheinen zwei getrennte welten zu sein: während die kleinen lebensmittelläden, bäckereien und auch sonst der einzelhandel unter der woche am spätnachmittag und samstags spätestens zu mittag schliessen, haben die grossen verkaufsflächen auf der grünen wiese oder in suburbia bis spätnachts und am wochenende offen. 

eine grosse fischzucht hat es auch noch in blatna. auch die sache mit den fischen und fischteichen gibt uns rätsel auf: überall hat es wasser, tümpel, teiche mit fischen drin, vermutlich karpfen und vielleicht auch noch andere. aber kein fischrestaurant, kein fischverkauf, kaum angler. ist vielleicht gerade keine saison? 

die speisekarte im restaurant am abend verweist in sachen fisch auf die tageskarte. das einzige fischgericht: thunfischsalat. haben wir dann nicht gegesssen. anstattdessen wieder ente mit rotkraut (kai und die tochter) und schweinerippchen (ich).



Sonntag, 10. Oktober 2021

9. oktober 2021 - čimelice

nachts eisig kalt, tagsüber sonnig und wo es windstill ist, auch schön warm.









herbstspaziergang mit kastaniensammeln und anschliessend leckerer kuchen in der čukrarna.


Samstag, 9. Oktober 2021

8. oktober 2021 - přibrám

 heute morgen scheint die sonne, schon bevor wir richtig aufstehen, durchs dachfenster geht der blick auf diese dörfliche idylle.

über das wetter freuen wir uns zwar, aber unsere pläne für den tag stehen fest - wir wollen nach přibrám fahren und das dortige bergbaumuseum anschauen. es soll aber auch noch ein paar tage schönes wetter bleiben. 

das museum erstreckt sich über mehrere schächte einer alten silber- und bleimine. wir starten an teil a, wo sich die meisten ausstellungen befinden. unsere führung beginnt sofort nach unserer ankunft und wir sind die einzigen teilnehmerinnen. unsere führerin begleitet uns von gebäude zu gebäude und erläutert uns auf englisch die wichtigsten details. 

der erste saal (wir müssen immer filzpantoffeln über die schuhe anziehen) zeigt das leben in der stadt, das sich parallel zum prosperierenden bergbau entwickelt hat. (die figur ist ein uhrgewicht).


dann geht es in das gebäude, von dem aus die bergleute in den schacht eingefahren sind. 

anschliessend sehen wir etwas zur geschichte des bergbaus, speziell sind die verschiedenen modelle des bergwerks, die von den bergleuten selbst gebaut wurden. leider ist es hier erstens spannend und zweitens recht dunkel, so dass ich nichts fotografiert habe. 

ganz am ende gibt es noch zwei stockwerke mit mineralien - vor allem sehen wir verschiedene galenitadern, die zur ausbildung der bergbauingenieure gesammelt wurden. aus dem galenit wurden sowohl silber als auch blei gewonnen. 

nach so viel ausstellung lockt uns das kleine grubenbähnchen, mit dem man fahren kann. der chauffeur muss herbeigerufen werden, dafür sind wir wieder die einzigen fahrgäste. zuerst geht es eine strecke oberirdisch, dann fährt die bahn in einen künstlich geschaffenenen (?) tunnel, in dem es stockdunkel ist. nach einigen hundert metern wenden wir und fahren wieder zurück. sicher ein grosser spass mit schulklassen. wir fanden es auch ganz spannend, vor allem weil wir nicht wussten wohin es geht (wie lange die fahrt sein würde, allerdings schon). 

danach sind wir hungrig. in einem nahe gelegenen lebensmittelgeschäft versorgen wir uns mit dem nötigsten und verzehren brot und wurst vor einer kirche.

dann führt uns unser weg zum zweiten stollen, dem anna-schacht. auch dort kann man eine führung mitmachen, hier allerdings geht es ganz echt in den berg hinein. 

wieder fahren wir ein paar hundert meter mit einem grubenbähnchen, allerdings steigen wir nun am ende der fahrt aus. hier ging es dann weiter mit einem aufzug in die tiefe  - wir können nur noch hinunterschauen und zwar etwa 75 meter - die restlichen 1400 meter des stollensystems stehen mittlerweile komplett unter wasser. 

wasser spielte im bergwerk wohl schon immer eine rolle, einerseits wurde es als antriebskraft verwendet, andererseits musste es abgeleitet werden - den wasserstollen könnte man hier auch anschauen, aber wohl nicht heute.

die heilige barbara als schutzheilige der bergleute kennen wir schon - hier wachte zusätzlich noch der heilige prokop über die menschen, die täglich in den berg einfuhren. mittlerweile kennen wir ihn, den tschechischen bergmannsgruss, er findet sich auch neben dem heiligen prokop: zdař bůh! wünscht man sich, bevor man die stollen und schächte befährt. 

wohin dieser stollen wohl führt? wir werden es nicht erfahren, er gehörte nicht zur führung. in den siebziger jahren wurde der betrieb in der silber- und bleimine komplett eingestellt.

was wir noch zu sehen bekommen ist die dampfmaschine, die seit ende des neunzehnten jahrhunderts die förderkörbe ans tageslicht brachte. in dieser zeit muss das städtchen und die mine floriert haben, es wurde investiert und der bergbau industrialisiert.

auf dem rückweg zum ausgangspunkt kommen wir noch an einem dritten schacht vorbei. spannend auch die architektur - gebaut wurde nicht nur zweckmässig, sondern so, dass die bedeutung  der neu aufkommenden industrie zum ausdruck kam.

auf dem rückweg aus der stadt besuchen wir noch das letzte kapitel der bergbaugeschicht der stadt. in den fünfziger jahren des zwanzigsten jahrhunderts wurden hier uranvorkommen entdeckt, die bis in die neunziger jahre ausgebeutet wurden. 

aufgefallen sind sie uns schon bei der ankunft, riesige abraumhalden.

bei näherer betrachtung sieht man auch, wie viele menschen hier einmal gearbeitet haben.

 der jetzt überwachsene und verlassene busbahnhof hat sicher viele menschen gesehen. 

am abend fahren wir noch ein stück über land, entdecken einen schönen see und landen am ende doch wieder in der gaststätte, in der wir schon am abend nach der ankunft gegessen haben. heute am freitagabend ist hier richtig viel los.