Freitag, 19. Oktober 2018

donnerstag 18.10.18 - offene werkstatt

den morgen bis 10 uhr abgesehen von einem telefonat und einem kurzen besuch der freundin, die vom joggen kam und uns zum mittagessen einladen wollte, am schreibtisch verbracht. um 10 uhr kam dann die freundin, mit der ich zusammen den weihnachsmarkt bei uns im dorf organisiere. 

wir hatten die nächsten schritte zu besprechen, vor allem müssen wir nun unsere mobiliarbestellungen bei der gemeinde konkretisieren, kontakt mit den verantwortlichen aufnehmen (der hausabwart hat seit der letzten dorfweihnacht vor zwei jahren gewechselt), flyer und plakate müssen entworfen, gedruckt und verteilt und überhaupt muss ein haufen werbung gemacht werden. da wir das zum vierten mal machen läuft vieles auf zuruf, aber ab und zu müssen wir uns konzentriert zusammensetzen und konkret planen - das gibt dann meist auch einen kleinen energieschub, um die aufgaben grade gleich zu erledigen. 

nach dem frühen mittagessen brach ich gleich in die werkstatt auf, die ich am mittwoch eher nicht so gut aufgeräumt hinterlassen hatte. also dort zuerst mal grob aufräumen, tische frei machen für die offene werkstatt und dann hat es gerade noch gereicht, das geschirr abzuwaschen und den boden zu fegen, dann traf schon die erste filzerin ein. 


weil sie an keinem der kurstermine für die schwemmholzengel zeit hat, ist sie einfach in die offene werkstatt gekommen und hat den ganzen nachmittag gewerkelt und diese engelschar geschaffen!

später kam dann noch eine mutter mit ihren beiden söhnen - der kleine hatte bereits beim handstulpenfilzen für die waldspielgruppe handstulpen bekommen, der grössere wollte auch unbedingt welche, die er sich gestern selbst gefilzt hat. seine mutter hat solange ein geschenk für ihr patenkind angefertigt, auch ein paar handstulpen. (ich habe kein foto gemacht...und ärgere mich darüber)

gegen halb sieben waren alle fertig, müde und glücklich mit ihren arbeiten - und ich auch. so betriebsam und fleissig könnte gerne jede offene werkstatt sein, so macht das spass und so ist das gedacht!

zum abendessen schnelle fertignudeln und endiviensalat aus dem ernteanteil, danach noch ein telefonat in sachen dorfweihnacht und dann neomagazin.... naja, young böhmermann ist schon sonst nicht mein lieblingseinspieler, insgesamt war das ja dann wohl eine grosse werbesendung für die show im "richtigen" fernsehen...

Donnerstag, 18. Oktober 2018

mittwoch 17.10.2018 - kürbis-fenchel-lasagne

den morgen habe ich in der werkstatt zugebracht, nicht mit dem teppich, sondern mit einem kundenauftrag, den ich allerdings noch nicht ganz fertig stellen konnte. ich bin auch nicht sicher, ob die kundin damit zufrieden sein wird - beim arbeiten mit rohwolle erlebt man die sehr natürliche und unberechenbare seite des materials besonders intensiv. so kommt nicht immer alles so heraus, wie man es sich ausgemalt hat, was manchmal schön, im falle von aufträgen aber halt schon auch ärgerlich ist.

am frühen nachmittag dann nach hause, dort festgestellt, dass für das abendessen noch zutaten fehlen und kurzerhand das einkaufen von morgen auf heute vorverlegt. was letztendlich keine gute idee war, da mein einkaufszettel alles andere als ausgefeilt war. wahrscheinlich werde ich nochmal einkaufen gehen müssen.

ich entwickle gerade wieder freude am ausprobieren neuer rezepte für das gemüse aus dem ernteanteil. negativ ausgedrückt: wenn das gemüse am freitag geliefert wird, weiss ich schon relativ genau, was ich ohne grössere probleme der familie servieren kann. der grösste teil des korbs ist dann aber schon eher eine herausforderung, denn niemand jubelt hier über fenchel oder rote beete, nicht einmal über kürbis - andererseits wird das meiste, gut zubereitet, bereitwillig gegessen.

heute gab es eine kürbis-fenchel-lasagne nach hugh fearnley-wittingstall.
es war sehr, sehr lecker.
kein wunder, folgt dieses rezept doch dem rat, den ich im ersten gemüsejahr für den besten hielt: jedes gemüse ist mit käse überbacken essbar. kommt dann wie in diesem fall noch ein liter bechamelsauce dazu, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. neu für mich: die milch für die bechamelsauce zuerst einmal mit zwiebeln, lorbeerblatt und selleriestängeln aufkochen und ziehen lassen.


 grösster nachteil des rezepts: küchenschlacht. ein grossteil der vorhandenen töpfe plus backbleche (nicht im bild) war im einsatz bis die lasagne in den ofen konnte.


insgeheim vermute ich ja, dass lasagne bei der familie auch deshalb so beliebt ist, weil ich so eine sauerei nicht stehen lassen kann und um meinen ruf als geschirrsparsame köchin nicht aufs spiel zu setzen während der garzeit der lasagne immer alles abspüle, so dass nach dem essen dann in der küche fast nichts mehr zu tun ist. (bei uns gilt ja die regel dass wer kocht, nicht nach dem essen abspülen muss.)




Mittwoch, 17. Oktober 2018

dienstag 16.10.2018 - alltag und (fehlende) struktur

jetzt sind die ferien wirklich zuende, wir starten wieder in den alltag, einen ganz normalen arbeits-, biocò- und haushaltsdienstag ohne besondere vorkommnisse.

am nachmittag bin ich mit der tochter draussen am gartentisch gesessen und habe mathe geübt, dabei fiel mir auf, dass es jetzt, mitte oktober, endlich mal erträglich ist, mittags in der sonne zu sitzen.

was mich seit anfang des schuljahres nervt ist der extrem zerrissene stundenplan der tochter, mit verschiedenen anfangszeiten, verschobenen mittagspausen und unterschiedlich langen nachmittagsstunden. ich muss jeden tag nachschauen, wann sie gehen muss, ob sie mittagessen mitnehmen muss und wann sie wieder nach hause kommt, es bildet sich keine verlässliche struktur heraus. dazu kommt noch, dass sich ständig wieder etwas im plan ändert, aktuell hat sich ihr musikunterricht von dienstag auf montag über mittag verschoben.
da dienstagnachmittag ihr einziger freier nachmittag ist, ist das eigentlich positiv. dafür bleibt sie jetzt auch montag über mittag in der schule. als der saxophonlehrer anrief um diese änderung zu besprechen, habe ich zuerst etwas unwirsch reagiert, weil ich nicht realisiert habe, dass sie dann wenigstens dienstags eine normale mittagspause hat. sie sehen, dieser stundenplan macht mich ganz konfus.

glücklicherweise kann ich meine arbeitszeiten ja nach belieben anpassen - nur eine langfristig auf den tochterstundenplan abgestimmte planung ist quasi völlig sinnfrei.

am nachmittag eine stunde gehäckselt, der haufen muss kleiner werden.
zum abendessen gab es grüne linsen mit roten beeten aus dem backofen als warmen salat. es hat der ganze familie gemundet, auch wenn sich das für manche menschen unglaublich anhört.
weiterhin erfreulich positive rückmeldungen auf das neue kursprogramm, das allmählich fahrt aufnimmt.

Dienstag, 16. Oktober 2018

montag 15.10.2018 - teppich flössen

ferien eigentlich zuende, aber für die tochter doch noch ein tag frei, während ich alltag probe.
frei für die tochter bedeutet heute allerdings extra früh aufstehen, denn sie muss um sieben am gemeindehaus in den bus zum europapark einsteigen.
kurz nach sieben sind also alle ausser haus und ich kann in den tag starten und blogge ein wenig uninspiriert über das wochenende. es ist ganz lustig, aber ich bemerke, dass familienzeit nicht das ist, worüber ich am liebsten schreibe. über die bilder von der neuen kamera ärger ich mich zudem auch noch, ich werde mit diesem gerät einfach nicht warm. ausserdem war ich das ganze wochenende total müde und komplett erschlagen und sehr froh eben nur diese sehr gemütliche geburtstagsparty im fokus zu behalten.
so ganz stimmt das auch nicht, denn der newsletter für die filzkurse in der vorweihnachtszeit ist auch fertig geworden und den verschicke ich dann gleich am montagmorgen. sonntag abend wäre vielleicht besser gewesen, aber wer weiss das schon so genau.

gegen neun fahre ich mit dem fahrrad in die werkstatt und dabei passiert mir etwas ganz blödes - weil ich den anhänger mitnehmen will um noch etwas zu transportieren muss ich die anhängekupplung ans frisch gewartete e-velo anschrauben. was ich dabei vergesse ist den anhänger anzuhängen. aufgefallen ist mir das erst am veloständer vor der werkstatt (dabei rumpelt der anhänger laut hinter mir her, was ich anscheinend nicht vermisst habe) - also muss ich nochmal zurück und den anhänger, in dem sich auch meine tasche, der schlüssel für die werkstatt und sogar das ladegerät für den veloakku befinden, abholen. mit dem akku wird es knapp, aber es langt dann doch gerade so.

in der werkstatt gibt es momentan nichts wirklich dringendes, aber dann doch ein paar sachen, die erledigt sein wollen. am ende entscheide ich nach lust und laune und kümmere mich erstmal um den fast fertigen teppich. mit heissem wasser und gummihandschuhen rücke ich dem teil zu leibe und schrumpfe noch minimal, kann aber sehr gut noch ränder begradigen und fester filzen. ausserdem reibe ich mit den handschuhen überschüssige, nicht filzende fasern heraus. sechs, sieben liter kochend heisses wasser schluckt der teppich ohne allzu nass zu wirken, dabei fällt mir auf, dass kaum mehr seife im teppich ist. auch gut - vor allem für den nächsten arbeitsschritt.


 der teppich geht jetzt nämlich baden. im oberwasserkanal der alten armaturenfabrik. zuerst will er nicht recht untergehen und braucht sehr lange, um das wasser aufzunehmen und dann muss er natürlich auch wieder raus aus dem wasser. das geht ganz gut, weil ich das seil über das geländer der brücke umlenken kann, aber schwer ist er doch.
über dem geländer kann er den restlichen vormittag austropfen.


so ist das schöne oktoberwetter auch noch zu etwas gut! (das seil dient übrigens zur sicherung, ich wollte ja nicht stundenlang beim abtropfen neben dem teppich stehen und hatte schon ein bisschen bedenken, dass er in den kanal abstürzen könnte.)

und weil das alles so gut funktioniert hatte, konnte ich mich dann mit elan ans aussortieren meiner filzstücke machen. ergebnis: eine kiste ganz leer, alle sachen die bleiben dürfen im regal verstaut und damit ist erstmal gut.

die vom sohn ausgeliehen kaffeemaschine habe ich dann auch noch ausprobiert - in zukunft wird es also kaffee in der werkstatt geben.

heimwärts kurz nach zwölf, zuhause dann mittagessen aus resten der vergangenen woche, kleine pause und dann geht es im garten weiter. ziel wäre es, jeden tag eine stunde etwas zu machen, gestern habe ich vor allem verwelktes an den tomaten abgeschnitten, geerntet, gegossen und die reste der schneide- und ausgrabeaktion vom samstag beseitigt. unser aussenkompost (grosser asthaufen) ist mittlerweile gigantisch, ich habe dieses jahr nichts gehäckselt, das rächt sich jetzt.

alltag auch die grosse küchenputzaktion, die ich anschliessend begonnen habe - einerseits um nach den ferien einen überblick über die vorräte zu bekommen, andererseits um die spuren der fish&chips- schlacht vom sonntagabend zu beseitigen.

irgendwann meldete sich die tochter, dass der bus erst gegen halb acht ankommen werde (es waren wohl mal wieder nicht alle zur verabredeten zeit am treffpunkt für die heimreise...), also genug zeit um gemütlich zu kochen: küchle aus krautstielrisottoresten und dazu eine sosse aus paprika, aubergine und tomaten. die tochter ist sehr müde, die männer machen die küche und ich kümmere mich um die wäsche, bevor der abend mit einer weiteren folge von anne with an e ausklingt.

Montag, 15. Oktober 2018

wochenende 13. und 14. oktober 2018 - endlich 14!

das wochenende stand ganz im zeichen des vierzehnten geburtstags der tochter. jetzt kann ich kaum mehr behaupten, auch noch eine kleine tochter zu haben.

am samstag kauften wir für die party ein, der wunschkuchen sollte zitronen-käse-sahne-torte und das wunschessen fish&chips sein. das wetter, immer noch warm und schön lockte uns nach dem einkaufen in den garten, wo kai und ich dem wildwuchs in der ehemaligen wildnis zu leibe rückten - er mal wieder mit dem entfernen unerwünschter baumsämlinge und immer wieder austreibender bodendeckerwurzeln und ich mit heckenschneiden auf der innenseite der strassenhecke. so richtig lust hatten wir aber nicht und kamen auch nicht so recht weit (kai schon mehr als ich) und genossen dann lieber doch noch die sonne mit kaffeetrinken, kuchenessen, lesen und stricken in der sonne.

am abend gab es lauch-käse-spätzle, unsere geheimwaffe zur eindämmung der lauchflut (des lauchfluchs?). nach einer runde "spiel des lebens" schickten wir die tochter ins bett um die geburtstagsvorbereitungen zu vollenden.

am morgen fragte dann die tochter irgendwann ob sie aufstehen dürfe, da waren aber schon die brötchen im ofen und wir mussten dann mit dem kerzenanzünden doch noch auf sie warten, da sie sich erst noch anziehen musste - sie erschien dann wie geplant im von der oma geschenkten geburtstagsoutfit zum besingen, beglückwünschen und frühstücken.

schnell noch die käsesahnetorte fertig gemacht, dann zogen wir los zum minigolf nach waldshut, der platz hatte gerade noch offen.


wieder zuhause reichte es noch für ein bisschen mittagsruhe, dann trafen die gäste ein und wir konnten im garten kaffee trinken und kuchen essen. wie angekündigt brachte auch noch eine freundin kuchen mit, da war es wirklich gut, dass ich nur eine winzige käsesahnetorte gebacken hatte.
die mädchen organisierten sich selbst und hatten viel spass beim kürbisschnitzen.


nach dem üppigen fish&chips-abendessen wurden zwei mädchen noch ein stück nach hause begleitet.
eine freundin blieb über nacht bei uns, denn der montag ist noch schulfrei und die beiden dürfen als ministrantinnen heute einen ausflug in den europapark geniessen.



Samstag, 13. Oktober 2018

freitag 12.10.2018 - 12 von 12 im oktober

ich bin durch das tägliche schreiben der vergangenen wochen ein wenig auf das wort fixiert, aber schauen wir mal, ob es auch mit bildern funktioniert: 


morgens früh aufgestanden, morgenpflichten erledigt und dann an den schreibtisch. vorher habe ich aber noch die morgenstimmung eingefangen. seit ein paar tagen ist es morgens lange neblig, so dass wir trotz warmer nachmittage die heizung zumindest in der frühe laufen lassen müssen.


gegen neun die tochter geweckt und dann gemeinsam mit ihr das freitäglich aufräumen und saubermachen des haushalts erledigt.


 zur mittagszeit war das gemüse schon da, der korb ist ähnlich gross wie die, die wir am dienstag gepackt haben. endiviensalat, rande, rüebli, fenchel, paprika, stangensellerie, zwiebeln, kartoffeln, ein butternutkürbis - und das alles auf einem mehr als ein kilo wiegenden spinatbett.


 zwei wochen sind wir ohne liste ausgekommen, für die kommende (schul-) woche und  die überfülle an gemüse brauche ich wieder eine. es ist ja auch noch einiges aus der letzten woche übrig, der hokkaidokürbis sogar noch älter.


der spinat anders als am dienstag sehr nass - auf dem geisshof ist es vermutlich auch morgens neblig gewesen - und muss, um ihn vor dem vermodern zu bewahren, rasch verarbeitet werden. auch weil ich nicht einen wasser mit erde vermischt tropfenden plastiksack in grösse eines kopfkissens in den kühlschrank stecken kann oder will.
das sind dann so die momente, in denen ich gut verstehen kann, dass ein gemüsekorb von biocò nicht für alle lebenssituationen geeignet ist. glücklicherweise habe ich meistens zeit für die rasche verarbeitung solcher freuden - in unserem tiefkühler haben wir jetzt zwei mal 400g spinat eingefroren.


 aber auch ich habe mir jetzt einen kaffee verdient. schon allein um die hände vom spinatputzen wieder aufzuwärmen.


 auf den tomaten habe ich wieder die spuren der gemüseeule entdeckt, aber diesmal keine tiere. die hatten wir im vergangenen jahr schon, leider fressen sie auch die früchte, nicht nur die blätter der tomaten an.


 beim rundgang durch den garten die ersten herabfallenden blätter am silberahorn entdeckt - ich träume ja immer noch davon, von diesem ahorn sirup zu gewinnen, theoretisch würde er sich eignen. ich müsste nur bis zum frühjahr das notwendige werkzeug haben.


 der kater macht schattentheater und geniesst die sonne. ausserdem begleitet er mich gerne durch den garten.


 aus dem nebligen morgen ist ein herrlicher spätsommertag geworden. auch wenn wir längst spätherbst haben.


 ein herbstbild hat mir - vermutlich - der grosse sohn geschenkt. er ist wohl heimgekommen, hat die kamera auf dem tisch entdeckt und ein paar details in der küche fotografiert. die äpfel sind vom geisshof, die haben wir am dienstag mitgebracht.


zum abendessen gab es (eigentlich auch ganz fotogene) endiviensuppe und als nachtisch zwetschgenkuchen aus den zwetschgen, die ich aus göppingen mitgebracht habe. eingefroren von meiner mutter, aber in luxusvariante: entsteint und eingeschnitten, so dass man sie nur noch auf den teig zu legen braucht. lecker war`s.

die zwölf bilder schicke ich wie viele andere zu carola und nutze die gelegenheit gleich bei anderen zu lesen, was sie so am zwölften gesehen und fotografiert haben.

Freitag, 12. Oktober 2018

donnerstag 11.10.2018 - organisiert

ich habe es wieder nicht geschafft früh mit der arbeitenden bevölkerung aufzustehen und anstattdessen tatsächlich bis kurz vor acht nochmal einzuschlafen. die tochter mochte trotzdem noch nicht mit mir aufstehen. spontan überlegte ich mir, dass nichts wirklich dringendes in der werkstatt anstünde und ich mir eigentlich einen ferientag gönnen könnte. bis elf sass ich dann am rechner und tippte den etwas ausschweifenden bericht vom vergangenen tag, ferienluxus. ich merke aber auch, dass das regelmässige schreiben etwas mit mir macht, je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein und desto mehr freude habe ich daran. die schere im kopf, die immer das wenig interessant erscheinende herausschneiden wollte, ist weg.

die tochter begleitete mich dann zum einkaufen, vor allem weil sie neue turnschuhe und flossen brauchte (ich hoffe, wir haben jetzt dann mal die komplette fussbekleidung auf die nächste schuhgrösse ausgewechselt). die flossen muss sie selbst bezahlen, aus paritätsgründen gegenüber den brüdern.
der anschliessende lebensmitteleinkauf gestaltete sich etwas mühsam, da die nächstgelegene filiale des grossverteilers, die wir nur ab und an besuchen, komplett umgeräumt wurde. ich hasse umgeräumte supermärkte und kaufe garantiert höchstens das, was auf dem zettel steht und das auch nur dann, wenn ich es gleich finde.
(ok, in der halbpreiskruschtelecke haben wir dann noch drei spannende sachen gefunden - unter anderem eine led-glühbirne, die man mit mehrfachem aus- und anschalten in drei verschiedenen helligkeitsstufen leuchten lassen kann. wir hatten eine ähnliche schon im lampenladen für die stehlampe meiner mutter mitgenommen, allerdings muss man bei der durch mehrfaches klicken das "hochfahren" der leds unterbrechen und erhält so ein gedimmtes licht.)

den nachmittag verbrachte ich mit handschriftlichen sachen, unter anderem probierte ich nochmal die walnusstinte aus, von der ich mehrere gläschen abgefüllt habe und nun überlege, wem ich wohl so eines schenken kann. eine person weiss ich schon.


aber ich erfüllte auch schon vor einiger zeit geäusserte wünsche nach tomatensamen und füllte sogar die bereits bekannten termine in meine papieragenda für 2019 ab.

ich benutze nach wie vor neben dem digitalen familienkalender, der vor allem zur terminabstimmung dient, eine papieragenda von roter faden* um den überblick zu behalten. ganz wichtig sind für mich da die halbjahresüberblicke für das laufende und das kommende jahr, da einige kurstermine ja langfristig geplant werden müssen. wünschen würde ich mir zusätzlich einen monatsüberblick, dafür habe ich mir die neuen monatsleporellos bestellt, bin aber noch nicht so recht glücklich damit - mal schauen, ob sich das bewährt.
für das kommende jahr habe ich das kalenderdesign gewechselt, bisher benutzte ich die einteilung links kalender, rechts freie seite, neu habe ich einen besseren wochenüberblick. die freie seite war zwar für listen ganz praktisch, aber ich benutze sie immer weniger.
zusätzlich zum kalender habe ich in meinem taschenbegleiter mindestens ein heft, in das ich notizen machen kann. für länger laufende projekte oder fortlaufende themen, die ich nur punktuell dabei haben muss, lege ich jeweils hefte an, die ich dann zusätzlich einheften kann, zum beispiel für den weihnachtsmarkt oder den filzlehrgang.



gut organisiert kochte ich also das abendessen und parallel aus gemüseresten eine gemüsebrühe. gegessen haben wir zu dritt rindsplätzli, romanesco aus dem garten und kartoffelstock aus dem päckchen.
nach dem abendessen habe ich es endlich mal wieder geschafft noch ein stündchen zu arbeiten, es wird wieder zeit für einen kursnewsletter, die kinderkurse beginnen und die themenkurse vor weihnachten wollen beworben werden. die hälfte ist geschafft, falls sie übrigens den newsletter abonnieren wollen, bitte hier entlang. ** (sie müssten dann auf den button "keine kurse mehr verpassen" klicken und mir freundlicherweise mailadresse und namen verraten.)


*auch wieder: hätte werbung sein können, habe ich aber nix dafür bekommen.
** ja und das ist jetzt wirklich werbung, für mich selbst. also entscheiden sie, ob ich dafür was bekomme.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

mittwoch 10.10.2018 - den garten gezielt vernachlässigen

hier wird neuerdings sehr früh aufgestanden - weil ferien sind, habe ich mich nebst tochter da raus gehalten und bin erst aus dem bett gekrochen, als es zumindest zu dämmern begonnen hatte.
zwei pflichttermine gibt es ja dank nachstrom hier morgens zu erledigen, das aufhängen der gewaschenen wäsche und das ausräumen der spülmaschine, letzteres fiel heute morgen aus, weil ein kleiner entlaufener löffel für ein unzureichendes spülergebnis gesorgt hatte und ich die maschine in der küche in eine zweite runde schicken musste.

der vergangene tag wollte beschrieben werden, zwischendurch läutete noch das telefon und bis ich das auto bepackt hatte um in die werkstatt zu fahren, war es schon gegen halb zehn.

ausnahmsweise habe ich heute das auto genommen, weil ich den plan hatte, in der werkstatt fenster zu putzen und staubzusaugen, wofür ich eine leiter und den industriestaubsauger transportieren musste. bei der gelegenheit kamen auch gleich das ergebnis der ausräumaktion vom vortag, ein schwung gewaschener handtücher, die einkäufe vom aufenthalt in göppingen und eine anonyme wollspende mit.

die sache mit den wollspenden ist schon lustig - in der regel werde ich ja angefragt, ob ich wolle übernehmen will, die an einem anderen ort nicht mehr gebraucht wird, in dem fall lag die wolle aber einfach vor unserer kellertüre, zudem noch in der "einflugschneise" der katzenklappe. das sorgte während unserer abwesenheit für verwirrung, da mir zudem auch eine wollspende angekündigt war, allerdings mit genauer spezifikation (walliser landschaf) und das auf die lavendelfarbige kammzüge, die da lagen nicht recht passen wollte. ich habe immer noch keine ahnung woher die wolle stammt -  ich sag mal danke, einfach so in die anonymität des internets hinein, vielleicht lesen sie ja hier, und haben lust sich zu melden!

in der werkstatt widmete ich mich erstmal den fenstern - der raum ist wirklich hoch, die fenster, die die eine front einnehmen wirklich gross, aber es ist halt auch schön, wenn man mal wieder raussieht. ich hoffe, dass die bauerei oberhalb und nebenan wirklich fertig ist, es wurde mir auch zugesichert, so dass nicht gleich wieder alles dreckig ist.  staubsaugen war auch wieder mal dringend nötig, auch wenn da sicher bald wieder überall wolle liegt, weil ich den teppich, der meine abwesenheit aufgehängt gut überstanden hat, ja demnächst fertig walken muss. ein bisschen hadere ich noch mit dem auswaschen, mit dem fluss direkt vor der türe denke ich an schwimmen lassen, habe aber wegen der verwendeten seife nicht zu geringe skrupel.

nach dem ordnung machen hatte ich aber erstmal genug und wollte auch die tochter noch vor dem zahnarztbesuch kurz sehen, so dass ich nach hause fuhr - mit dem schwimmzeug, das wohl in diesem jahr nicht mehr gebraucht wird und einigen sachen zum entsorgen. ich bezahle zwar für meinen gewerberaum eine bereitstellungsgebühr für die müllentsorgung, habe es aber immer noch nicht geschafft mir müllsäcke der nachbargemeinde anzuschaffen um meinen müll direkt loszuwerden. dabei wären die noch hübsch knallrot, nicht so langweilig wie unsere ennetbadener schwarzen säcke.

kleines mittagessen zu zweit, danach erstmal eine sofapause. ich freute mich über einen kommentar einer befreundeten filzerin auf einen schon älteren post, solchen austausch würde ich mir viel öfter wünschen. überhaupt ist das immer noch das salz in der suppe, wenn jemand auf meinen blog reagiert, manchmal halt auch per telefon!
an anderer stelle habe ich mich geärgert, wie kompliziert manches sein kann - wenn im ehrenamt vor allem auf das "amt" geschaut wird, dann geht es halt schon ab und zu sehr bürokratisch zu. oder ich bin mal wieder zu spontan gewesen. 

ein abstecher ins brockenhaus ergab keine nennenswerten erfolge, ich hätte gerne eine kleine haushaltsleiter gekauft, denn meine regale in der werkstatt sind einfach sehr hoch und wären mit einer dauerhaft dort bleibenden leiter besser zugänglich. aber war nix da. (hallo glarus, gibt es sowas bei euch?)

anschliessend  endlich in den garten, irgendwie plagt mich ja schon seit wochen das schlechte gewissen, aber als ich dann so herumging konnte ich ausser tomaten und himbeeren ernten wieder nicht viel machen. es ist alles noch so schön grün, zugegebenermassen auch ganz schön verwuchert, aber es tut mir leid um alles, was ich abschneide. samenstände bleiben für die vögel, die hecke kann auch im frühjahr nochmal geschnitten werden, einzig die töpfe könnte ich mal sortieren. habe ich dann aber doch nicht gemacht, anstattdessen nochmal eingefangen, wie schön der garten auch im spätherbst noch ist. meine treue stuttgarter rose blüht in diesem jahr schon zum dritten mal!


beim gemüsegärtnern sollte ich im kommenden jahr wohl überhaupt mehr dem zufall überlassen. die ausgesamten tomaten im beet, die vergessenen blumenkohlsetzlinge nach dem hagel und der vernachlässigte krautstiel im hochbeet sprechen ja schon für sich, aber dass jetzt auch noch aus dem schnellkomposter einfach so eine paprikapflanze wächst und mehr früchte trägt als die beiden, die ich seit mai in töpfen an der sonne hege und pflege, das gibt mir schon zu denken!


gegen fünf wurde es ungemütlich schattig rund ums haus und ich verzog mich an den schreibtisch, wo ich mich mit einem online-filzkurs beschäftigte.

im frühjahr habe ich ja schon mal viel geld für einen onlinekurs* ausgegeben um lustige dinge mit filz machen zu können, war mit dem inhalten sehr zufrieden, mit der darreichungsform eher nicht.

nun habe ich gestern etwas* am anderen ende der preisskala eingekauft und ja, das ist eher für die breite masse (falls man beim thema filz überhaupt von einer solchen sprechen kann), aber dafür deutlich netter aufgemacht und auch von der zugänglichkeit so viel ansprechender.
alleine dass ich die inhalte herunterladen und sowieso für immer und ewig einsehen kann finde ich sympathisch.** auch die verwendete plattform ist übersichtlich - ich habe aber zum beispiel das forum noch nicht ausprobiert, kann dazu also wenig sagen. schlechter als das andere kann es aber kaum sein... alle inhalte des kurses sind zudem in einem pdf zusammengefasst - und zwar nicht einfach als text, sondern bebildert und gegliedert.

anlass für den kauf des rohwollfilzkurses war übrigens ein kundenauftrag ein grosses veggie-fell zu filzen, da freue ich mich nach dem anschauen der videos schon drauf! (es gibt also bald wieder kaffee!)

zum abendessen gab es leckere kohlrabisauce zu nudeln, die habe ich jetzt schon zum zweiten mal gemacht und diesmal mit zitronensaft gewürzt. anstatt schnittlauch ausserdem petersilie verwendet, weil ich so genau das rezept dann auch nicht gelesen hatte.

abendprogramm mit der tochter: kein mann für leichte stunden. ganz lustige idee, aber irgendwie halt auch wieder nicht lustig, denn in der welt, in der frauen das sagen haben, geht es schon ziemlich gewohnt zu, nur mit umgekehrten vorzeichen.



* ja, das könnte werbung sein, wenn ich denn irgendeinen vorteil davon hätte, dass ich das hier schreibe. im gegenteil habe ich für meine erwähnung nix billiger oder umsonst bekommen.

** mit irgendwelchen halblegalen mitteln ist das herunterladen der instruktionsvideos ja sowieso immer möglich, das wollte ich aber nicht. trotzdem fühle ich mich immer so ein bisschen unter generalverdacht, wenn inhalte nur zeitweilig oder unbequem zugänglich gemacht werden, um sich und sein geistiges eigentum - vor was eigentlich? - zu "schützen". dabei habe ich ja schon dafür bezahlt. geht es darum, dass inhalte nicht weitergegeben werden? wäre es da nicht sinnvoller an die ehrlichkeit der nutzer zu appellieren? und wie sieht es aus, wenn man ein buch mit instruktionen veröffentlicht?
der gerechtigkeit halber muss ich hier aber nun doch noch anfügen, dass ich auch nach ablauf der angekündigten zeit von 6 monaten zugang zum onlinekurs "surface form and space" habe - ich habe es gerade ausprobiert.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

dienstag 9. oktober 2018 - eine halbe tonne gemüse

für den morgen hatte ich die tochter und mich schon vor einigen wochen für einen ernte-, pack- und ausfahreinsatz in unserer gemüsegenossenschaft angemeldet. da nur wir beide packen wollten und auch die anschliessende fahrt von uns abgedeckt war, vermeldete ich schon am abend vorher, dass wir nicht wie üblich um acht, sondern ferienhalber erst um neun auf dem hof eintreffen würden. das mail ging an den bauer, der - was ich nicht wusste - auf urlaub weilt, und wurde erst weitergegeben als sich die belegschaft auf dem hof zu fragen begann, ob heute kein biocò kommen würde um das bereitgestellte gemüse zu verteilen.

wir profitierten von einem gut vorbereiteten packraum in dem schon beinahe alle zu verteilenden gemüse aufgestapelt waren - nur randen mussten noch aus dem lager besorgt werden. parallel zum einpacken erntete der praktikant dann noch spinat und uns blieb nur noch die ernte des endiviensalats übrig.

in jeden korb legten wir 1kg kartoffeln, 1kg rüebli, eine grosse oder zwei kleine randen, einen butternutkürbis, zwei bis drei fenchel, eine bis drei paprikaschoten, zwei stangen lauch, einige stängel stangensellerie und einen endiviensalat. ausserdem verteilten wir 42 kilogramm spinat auf 34 portionen in 37 körben (6 halbe körbe).


so ungefähr 8 kilogramm wog ein voller korb. wir haben also 34 portionen à 8 kg zunächst eingepackt (272kg) und dann auch noch ausgefahren (also nochmal 272 kg geschleppt) macht insgesamt mehr als eine halbe tonne gemüse!
glücklicherweise hatte ich eine tatkräftige helferin, die ganz alleine das meiste abwiegen übernommen hat. (wieviel spinat in einem korb war rechnen sie sich selber aus, gell?!)

die ausfahrt des gemüse machten wir in zwei schlaufen, einmal richtung westen und einmal richtung osten, denn mehr als 22 körbe fasst auch unser geräumiges auto nicht. unterwegs holten wir noch ein paket ab und besorgten uns ein (unvernünftiges) mittagessen  bestehend aus einem laib brot, in den die tochter einfach mal so reinbiss und einem eclair für jede von uns.
zuhause gab es für mich kaffee und nach dem mittagsimbiss eine mittagsruhe für uns beide.

am nachmittag habe ich noch mein altes filzregal im arbeitszimmer ausgeräumt, es finden sich immer noch kisten, die umgezogen werden müssen. ich werde mich aber auch von einigen sachen definitiv verabschieden und nur das behalten, was entweder als beispiel für einen kurs dienen kann oder ich noch verkaufen will. das ist leichter geschrieben als getan, steckt doch in jedem stück eine menge arbeit.

zum abendessen gab es ofengemüse aus kartoffeln, rüebli und rande, dazu salat und einen improvisierten dip aus frischkäse und joghurt, denn offensichtlich hatte niemand in der letzten woche lebensmittel eingekauft.
wir sassen ferienüblich lange, auch wohl, weil niemand lust hatte, die küche aufzuräumen. die tochter schickten wir nochmal relativ früh zu bett, morgen vielleicht dann ein gemeinsamer abend mit ihr und film.

Dienstag, 9. Oktober 2018

donnerstag 4. bis montag 8. oktober 2018 - goldener oktober

die letzten fünf tage waren die tochter und ich zu besuch bei meiner mutter.
neben einigen sachen, die wir selbst zu erledigen hatten (helme kaufen, geburtstagsgeschenk für den vierzehnten geburtstag aussuchen, obskures leergut im gutsortierten getränkemarkt loswerden, die 1-euro-shops unsicher machen, e-velo revidieren lassen...) haben wir mit oder für die oma ein einlaufsieb gereinigt, zwei sonnenstoren repariert*, entsorgt und eingekauft, noch ein geburtstagsgeschenk ausgesucht, beratung beim stehlampeneinkauf geleistet, einen herbststrauss gepflückt, blumen gekauft, schrauben nachgezogen und dann doch ausgetauscht und sicher noch einiges mehr.
es blieb aber auch noch zeit zum rummy und kartenspielen, essengehen mit dem patenonkel (meinem),  kaffeetrinken und marmorkuchenessen, eisessen, spazierengehen, einfach so in der sonne sitzen, stricken und reden.
und es ist immer noch schönes wetter. endless summer, ich sags ja dauernd. 


 und als wir gestern dann alles aus- und aufgeräumt (ich habe erstaunlich wenig eingekauft, im 1-euro-shop nur diverse kleinigkeiten für die werkstatt) hatten und beim abendessen mit den beiden zuhause übrig gebliebenen männern die neuigkeiten der woche ausgetauscht hatten, gab es für mich noch eine freudige überraschung:
ich habe nämlich gewonnen! ganz ohne dass ich es mitbekommen habe gab es auf dem post-kunst-werk-blog eine verlosung für alle, die die arbeit von michaela und tabea mit einem (zugegeben kleinen) monatlichen beitrag unterstützen. und da habe ich tatsächlich ein paket mit müllerin-papieren gewonnen! es hat ein bisschen gedauert bis ich das begriffen hatte, aber der gewinn passt perfekt, denn material, das ich endlich mal benützen sollte habe ich genug und so freue ich mich auf papiere, die ich zum buchbinden oder schachtelverzieren benutzen kann oder erstmal so einfach zum bewundern...


*erziehen sie, liebe eltern, ihre tochter, vor allem wenn es die einzige ist, unabhängig davon wie sie zur rollenverteilung zwischen mann und frau stehen mögen, so, dass sie mit schraubenziehern und zangen umgehen kann. sie werden sich im alter darüber freuen.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

mittwoch 3.oktober 2018 - teppich

nachdem ich gestern schon sehen konnte, dass der teppich ein kompaktes stück geworden war, konnte ich heute mit mehr ruhe an die weitere arbeit gehen.
es ist immer schwierig für grössere stücke, die dann auch noch in irgendeiner weise ein aufwändigeres vorgehen erfordern oder bei denen überraschend etwas nicht so läuft wie es sollte, ein genügend grosses zeitfenster zu finden, in dem ich daran arbeiten kann. es ist ja leider so, dass man so ein filzstück nicht in jedem beliebigen stadium einfach über längere zeit liegen lassen kann. schon dass sich das auslegen der grundwolle, das auflegen und des ausserplanmässige annähen der einzelnen aufgelegten steinornamente zweimal über eine unterbrechung der arbeit für einen tag oder mehrere hinzogen und damit der nasse teppich mehr als eine woche auf dem tisch auf liegen musste hinterliess spuren -glücklicherweise nur an der bastmatte und dem plastik. das ist natürlich nicht so schön. ich vermute auch, dass ein teil der steinornamente deshalb noch schlechter als der rest halten wollte, weil ich sie erst einen tag später als die ersten auf der nassen fläche platzieren konnte.
am besten ist es immer, wenn vom ersten nassmachen der wolle bis zu dem zeitpunkt, wo sich alles verbunden hat und man auch einmal wasser auslaufen lassen kann möglichst wenig zeit vergeht.
grosse erleichterung deshalb gestern, als alles verbunden war und ich den teppich zum ablaufen aufhängen konnte. heute habe ich weiter gerollt, wobei nur wenig zusätzliche schrumpfung eintrat, sowie die ränder begradigt. eine grössere zange werde ich wohl noch mitnehmen müssen, denn schon jetzt ist der filz kaum noch mit den händen zu dehnen. die ränder werden übrigens nicht durch abschneiden gerade, sondern indem man gezielt in verschiedene richtungen walkt. die steine scheinen jetzt alle gut zu halten, einzelne ränder stehen immer noch weit vor, da werde ich mich darum kümmern, wenn ich vom besuch bei meiner mutter zurück bin.
und zum schluss werde ich dann wieder bei allen 148 steinen die teilweise fest miteingefilzten fäden ziehen...
momentan hängt der teppich über zwei böcken zum ablaufen und trocknen, so wird er hoffentlich die nächsten sechs tage gut überstehen.

am nachmittag dann eine grobe runde durch garten (kakteen reingestellt, himbeeren geerntet, gegossen) und wohnung (staubgesaugt, aufgeräumt, gebügelt) um der zu hause bleibenden familie ein geordnetes heim zu hinterlassen...
zum abendessen raclette um raum zum erzählen zu geben, was allerdings nur mässig geklappt hat.

Dienstag, 2. Oktober 2018

dienstag 2.oktober 2018 - pizza zum znacht

heute morgen konnte ich endlich die schier endlose annäherei in der werkstatt beenden. schon auf dem hinweg hatte ich mir halbwegs einen plan gemacht, der vorsah zuerst die hälfte der verbliebenen 28 teile anzunähen, dann frühstückspause mit einem mitgebrachten stück kuchen zu machen, dann den rest zu befestigen, dann auf einen kaffee ins nahegelegene kafizwoi zu gehen und anschliessend mit dem rollen des teppichs zu beginnen.
bis zum beenden der näherei blieb ich auch beim plan, dann fiel mir ein, dass das kafizwoi am dienstag geschlossen hat und ausserdem war ich so gespannt, wie ich es bewerkstelligen würde mit dem aufrollen des wirklich relativ grossen und schweren stücks.
das ging dann zuerst mehr schlecht als recht, es stecken alleine knapp drei kilo wolle im teppich und die ist momentan knapp nicht tropfnass, so dass die rolle ihre 15 bis 18 kilo wiegen wird. anheben entfällt damit komplett, ich bevorzuge ein system von rollen, schieben und ziehen. zusammengebunden habe ich dann zweimal etwa 20 minuten rollen können, zwischendurch dann einmal noch die ränder von der rückseite aus bearbeitet und anschliessen die rolle über einen bock zum austropfen gehängt. ein boomerang vom in eine schüssel tropfenden dreckwasser  bekam auf insta überraschend viele herzchen, dabei dachte ich, dass das nun wirklich nur insider verstehen können.
auf dem nachhauseweg grosse vorfreude auf einen milchkaffee, woran ich merkte, dass der genesungsprozess voranschreitet. ausserdem keine schmerzmittel mehr gegen die mit dem schnupfen einhergehenden schmerzen in den stirnhöhlen, ist ja auch schon was.
zuhause nach dem milchkaffee noch eine runde sofa, dann wieder schreibtischarbeit und parallel dazu das kochen der gestern angesetzten walnusstinte. laut der tochter riecht das ganze recht streng, aber glücklicherweise kann ich zur zeit wenig riechen.
sie kam wieder zufrieden aber müde von ihrer schnupperstelle, erzählte von diversen hauswirtschaftlichen aufgaben und verschwand dann in ihr zimmer um sich auszuruhen.
da ich wusste, dass wir auch zum abendessen nur zu zweit sein würden und noch einige erledigungen (apotheke, lebensmittelladen, einen auftrag abliefern) zu machen hatte, schlug ich vor, das abendessen auswärts zu besorgen oder zu essen. nach längerem herumüberlegen schlug die tochter den deluxe-pizzalieferservice vor - dort holten wir allerdings zwei pizzen statt sie uns liefern zu lassen.
auch mit zum vorschlag der tochter gehörte, die pizzen zu essen, während wir eine weiter folge von "eine reihe betrüblicher ereignisse" auf netflix schauten. ich grüble ja immer noch wer der darsteller von graf olaf ist, irgendwie bringe ich ihn mit einem musiker in verbindung, womit ich allerdings komplett falsch liege, wie gerade die recherche auf wiki ergeben hat.
anschliessend noch zeit am schreibtisch verbracht, unklar womit genau, allerdings habe ich zumindest die frisch gekochte walnusstinte ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich sie zu lange eingekocht habe, so dass sie geliert ist und eher die konsistenz von acrylfarbe als von tinte hat. mit federn lässt sie sich jedenfalls nicht mehr verschreiben, dafür um so besser mit dem pinsel.



Montag, 1. Oktober 2018

montag 1.oktober 2018 - geht so.

ein tag mehr oder weniger im bett hat dann doch gereicht, mich am montagmorgen wieder einigermassen geordnet aufstehen zu lassen und die tochter anständig auf ihrer schnupperlehrstelle abzuliefern. ich bin immer noch nicht ganz sicher ob die verantwortliche, die uns in empfang nahm eher überrascht oder eher erfreut war darüber, dass ich die tochter begleitet habe. schön fand ich, dass uns das grobe programm für die kommenden drei tage vorgestellt wurde und dass man sich offensichtlich gedanken gemacht hat, wie ihr ein einblick in der beruf der fachangestellten gesundheit zu ermöglichen.
danach verabschiedete ich mich rasch und radelte weiter in die werkstatt um weiter an den steinen zu nähen. bis freitag hatte ich 81 geschafft, es blieben damit 67 weitere anzunähen, etwas mehr als die hälfte davon habe ich etwa bis mittag befestigt, danach kamen die kopfschmerzen und das dauergeschneuze zurück und liessen mich den rückzug aufs sofa antreten.
dort blieb ich dann auch mehr oder weniger brav den halben nachmittag, in der zweiten hälfte erledigte ich diverse schreibtischarbeit, unter anderem die blogeinträge für die letzte woche.
die tochter kam planmässig gegen viertel nach vier nach hause und erzählte ganz angetan von ihrem tag bevor sie zum geburtstag der besten freundin mit einem riesigen geschenk verschwand.
zwischendurch fragte der grossse sohn nach, ob er kochen sollte, da hatte ich allerdings schon mehr oder weniger den speiseplan für den abend aufgestellt und fleisch aufgetaut, so dass es zum schluss auf ein gemeinsames kochen hinauslief. immerhin blieb mir so zeit, nebenbei die am samstag beim aktionstag gesammelten walnussschalen mit heissem wasser aufzusetzen für die herstellung von walnusstinte nach diesem rezept.
abendessen zu dritt mit dem grossen sohn und kai hatten wir auch lange nicht mehr. der abend verlief eher unruhig und kleinteilig, weil kai zuerst noch für einen auswärtstermin packen musste, dann die tochter irgendwann nach hause kam und wir spät noch einen teil anne with an e schauten.
in den tagesthemen anschliessend ärgerte ich mich über den breiten raum, der "rechtsrockbands" eingeräumt wurde, inklusive mehreren konzertmitschnitten und untertitelung der unverständlich gebrüllten widerwärtigen texte.