Dienstag, 30. Oktober 2018

dienstag 30.10.2018 - 12tel-blick im oktober


sehr aufgeräumt kommt mein 12tel-blick für den oktober daher. kein wunder, bin ich doch momentan weniger am filzen als an der nachbearbeitung eines grossen stücks. der teppich braucht noch ein bisschen zuwendung - die einzelnen "steine" hatte ich ja angenäht, weil die unterlage schneller schrumpfen als die einzelnen teile festhalten wollte, aber das hat sich hunderprozentig gelohnt, denn jetzt ist alles bombenfest miteinander verbunden. leider auch die heftfäden, die ich mühsam mit einer dünnen stricknadel herausoperieren musste. um die konturen schärfer heraustreten zu lassen habe ich anschliessend noch die ränder der steine genadelt, so dass zur seite kriechende fasern nach hinten gezogen wurden.
von der jahreszeit merkt man nicht viel, nur die kastanie vor dem fenster hat fast alle blätter verloren. und die engel sind eingezogen und hängen am fenster, aber auch an der wand herum. 

so sah es in den vergangenen neun monaten übrigens aus: 


mit dem offenen fenster ist wohl jetzt auch schluss. und auf dem septemberbild liegen schon die vorfilze für die steine, die jetzt auf dem teppich festgefilzt sind!

mal schauen, wieviel oktober bei den anderen auf dem 12tel-blick zu sehen ist ... eva wundert sich übrigens auch, warum im oktober noch so viele blätter an den bäumen hängen und stellt fest, dass das nicht nur in diesem jahr so ist...

montag 29.10.2018 - es wird winter

heute morgen wurde die anmeldung zur adventspost 2018 veröffentlicht. nachdem man ja beinahe noch bis letzte woche draussen sitzen konnte geht das jetzt alles recht schnell. ich bin unsicher, ob ich es wagen soll mitzumachen, bis zum ersten dezember stehen so viele andere sachen an - vielleicht finde ich ja gar keine zeit? andererseits sind thema und technik recht verlockend, und hören sich weniger nach langer vorbereitung als nach spontanem arbeiten an. noch während ich mich mal so ein bisschen durch die anregungen klicke kommt mir schon eine erste idee, wenn sich das konkretisieren lässt, wäre es sicher schön, mitzumachen. aber zuerst muss ich noch ein bisschen ausprobieren...

andere planungen gehen noch weiter, in der karwoche 2019 werde ich nach einer längeren auszeit zum ersten mal wieder einen workshop bei der kinderwoche der katholischen kirche anbieten. diesmal werde ich nicht filzen, sondern mit den kindern hefte nähen und vielleicht eine art fauxdori gestalten. auch hier muss ich erst einmal selbst ein bisschen herumprobieren.

nach dem post über das wochenende komme ich relativ spät erst los in die werkstatt - dafür kann ich noch zwei päckchen in empfang nehmen, da werden sich die jeweiligen empfänger schon darüber freuen!
in der werkstatt arbeite ich bis kurz nach eins (heute kein mittagessen für die tochter) am teppich während ich zuerst die lage der nation und dann das ende von robert seethalers roman das feld höre.

zuhause wärme ich mir ein übriggebliebenes vegiflette-brot auf, aber es schmeckt beinahe noch bitterer als beim ersten überbacken.

der nachmittag vergeht mit hausarbeit bis die tochter kommt und sich über den inhalt des einen päckchens freut. sie hat sich von ihrem geburtstagsgeld eine instaxkamera gekauft. und ausgerechnet heute ist das wetter schon beinahe mehr als trübe. dann halt ein erstes bild mit blitz.

wir üben noch ein wenig physik miteinander, dann bereite ich das abendessen vor, die tochter backt pfannkuchen, dazu gibt es alles mögliche übriggebliebene vom wochenende als auflage.

nach dem abendessen eine folge "i called the midwife" und parallel dazu abflugkrimi beim mittleren sohn, der in prag im flugzeug sitzt, das aber momentan nicht starten will. ziemlich genau zu dem zeitpunkt, an dem er hätte in zürich landen sollen, kommt er dort los. es fahren aber noch ziemlich lange s-bahnen und der grosse bruder bietet im notfall den abholservice an, wir müssen uns also keine sorgen machen, dass er nicht mehr nach hause kommt. kurz vor zwölf ist er da, ich habe ihn noch gehört, aber nicht mehr gesehen.


Montag, 29. Oktober 2018

wochenende 27. und 28.oktober 2018 - endlich herbstwetter!

das ganze wochenende war endlich mal deutlich kälter und regenwetter, am sonntagmorgen sogar mit schneeflocken vermischt.

dazu zeitumstellung, zu der ich übrigens frau brüllens meinung komplett teile - also ganz viel zeit um drinnen all die dinge zu tun, die man wegen des fast schon in terror ausartenden endlosen sommers nie machen konnte. und wir haben dann wirklich vor allem dinge getan, mit der tochter gelernt, kuchen gebacken, gekocht und am samstagabend die familien der freundinnen der tochter zu gast gehabt.

ich konnte über das wochenende die daten für die dorfweihnacht komplettieren und so kann es jetzt in sachen werbung so richtig losgehen. 

ausserdem haben wir an beiden regentagen jeweils einen spaziergang gemacht, was uns den ganzen langen sommer über kaum einmal gelungen ist - naja, da konnte man ja auch immer im garten sitzen/arbeiten.


ich freue mich über meine neuen schuhe! sie passen ganz hervorragend zum herbstlaub und so langsam habe ich sie soweit eingelaufen, dass sie längere spaziergänge mitmachen. schuhe, die man einlaufen muss, wie altmodisch, können sie sich meinetwegen denken, aber ich mag das so!

Samstag, 27. Oktober 2018

freitag 26.10.2018 - gute gespräche

wegen eines termins am nachmittag in der werkstatt habe ich heute den üblichen freitagsablauf umgedreht und dabei festgestellt, dass ich morgens das leidige putzthema besser ertrage. und dabei, weil ich es nicht nur endlich fertig haben will, auch noch anderes nebenbei erledigen kann. 

so haben endlich die aussortierten kinderbücher in eine verschenkekiste gefunden und ich habe nebenbei den seidentofu verbacken, den ich versehentlich gekauft hatte. kurz vor dem mittagessen wurde es dann doch noch zeitlich eng, wegen telefon, wie meistens. aber ein gutes gespräch gehabt, von dem ich schon dachte, dass es nicht stattfinden werden wird. und in dem fall wäre ich dann schon ein wenig beleidigt gewesen. 
zum mittagessen waren ich und die tochter eingeladen bei der freundin, die extra für uns drei (früher sassen manchmal neun leute am tisch) leckere kürbissuppe gekocht hatte. aber auch nett nur zu dritt.

ich ging von da direkt in die werkstatt und hatte nochmal ein gutes gespräch. mit der filzlehrgangteilnehmerin, deren abschlussarbeit ich betreue. schön zu sehen, was sie alles ausprobiert hat und schön, ihr noch weitere möglichkeiten zu zeigen, wie sie weiterarbeiten kann. ich freue mich schon auf die fertige arbeit, die am 17. november neben den anderen abschlussarbeiten und ausgewählten modularbeiten an der abschlussaustellung des filzlehrgangs zu sehen sein wird.


betrachten sie sich ruhig als eingeladen, wir freuen uns ihnen die filzwerke der drei frauen zu zeigen!


ich kam dann auch noch ein bisschen früher los aus der werkstatt und konnte so das gemüse gleich fotografieren und einräumen.
 

heute: endiviensalat, pakchoi, blaukraut, paprika, minizucchini, fenchel, eine süsskartoffel, spinat und asiasalate, kartoffeln, zwiebeln, rüebli, rettiche. einen teil davon werden wir morgen für einen abend mit gästen verbrauchen, aber ich konnte auch noch einen ganzen sack voll der freundin versprechen. momentan sind wir von der erntefülle etwas erschlagen.

eine stunde nachhilfe zum satz des pythagoras, verschiedene übungen wie die einzelnen seiten im rechtwinkligen dreieck berechnet werden und ein einfacher beweis. ausserdem musste ich dieses bild der nachhilfeschülerin unbedingt zeigen.

danach nach deutschland, um ein paar päckchen von der deutschen lieferadresse abzuholen, unter anderem eine auffrischung für unser geschirr, das arzberg 1382.  auf dem rückweg die tochter vom turntraining abgeholt und zum abendessen ein leckeres spinat-kartoffel-risotto (noch von den alten teller) genossen.




Freitag, 26. Oktober 2018

donnerstag 25.10.2018 - örrgs

ganz bewusst den einkaufsmorgen mal etwas gemütlicher gestaltet. ich ging also zu fuss mit meinem einkaufswagen richtung stadt, machte noch einen umweg über zwei mögliche sockengeschäfte und wurde zuletzt beim schwedischen kleiderriesen fündig. da wollte ich eigentlich nicht hin, aber warum verkaufen alle anderen geschäfte jetzt nur noch socken und strümpfe "one size"?
anschliessend eine lebensmitteleinkaufsrunde, dabei einige kleinigkeiten zum halben preis eingekauft, die ich mir gut in einem adventskalender vorstellen kann.

nach hause mit dem wirklich vollen wagen dann mit dem bus und mit genügend zeit, kartoffeln für kartoffelsalat aufzusetzen, zu dem es wienerli geben sollte. die tochter hat heute einen langen und anstrengenden nachmittag/abend vor sich mit fünf stunden schule und anschliessener hauptprobe für eine turnaufführung mit open end, da wäre ein leckeres lieblingsmittagessen schön gewesen. wäre, weil die wienerli sich als ungeniessbar erwiesen*. also kartoffelsalat mit landjäger als alternative und ein leckeres paket für den unterwegs-tag für die tochter, falls sie irgendwann hunger bekommen sollte.


am nachmittag war ich alleine in der offenen werkstatt, heute hat niemand zu mir gefunden, das wetter war aber auch wieder soo schön! ich habe die restwolle kardiert, die bei den kinderkursen immer anfällt. da war mir am mittwoch aufgefallen, dass das alles nicht mehr so toll aussieht. jetzt kann man mit den gekardeten batts wieder etwas machen!

hier noch die haufen, sieht aber schon besser aus als gemischt im sack!
im grunde genommen war es auch gut, dass ich um halb sieben pünktlich schluss machen konnte, hatte sich doch mal wieder niemand verantwortliches für das abendessen gefunden, das ich dann in ruhe zubereiten konnte. es gab vegiflette - brote, überbacken mit eine mischung aus kartoffeln, raddicchio, saurer sahne und reblochonkäse. der radicchio war recht bitter, aber ich hatte wegen ausgefallenem mittagessen richtig hunger.

zwei lesefrüchte des tages würde ich gerne noch empfehlen, der erste ist für die filzerinnen unter ihnen gedacht, gladys paulys hat wolle getestet. sie vergleicht ein bergschafvlies mit einem vlies extrafeine merinowolle anhand verschiedener formen, die sie filzt. spannende ergebnisse! vielleicht würde ein solcher vergleich auch gut in den lehrgang filz passen (aber mit einfacheren formen).

im zweiten link geht es um architektur, wir haben ja hier im ort eine recht markante betonkirche aus den sechzigern stehen, die ich gerne verteidige. ich mag zum beispiel den schönen chorraum mit den oberlichtern. leider gehört sie dem architekturstil des brutalismus an, was sich ja gleich mal nicht so schön anhört. was das genau ist und warum auch solche gebäude zeugnisse der architekturgeschichte sein können und warum es sich unter umständen lohnt, sie zu erhalten, können sie hier lesen. ganz am schluss gibt es in diesem beitrag noch den link zur datensammlung von sosbrutalism, was sich selbst als a platform for a large campaign to save our beloved concrete monsters definiert. sympathisch. und unsere kirche ist nicht das einzige betonmonster im ort.



*wir hatten eine grössere, noch nicht geöffnete packung wienerli nach einem fest geschenkt bekommen, weil die nicht verkauft worden waren und uns gefreut, dass da nichts weggeworfen werden muss. weil wir sie auch nicht gleich essen konnten, habe ich die würstchen eingefroren.  leider waren die aber entweder schon einmal eingefroren gewesen oder vielleicht in der plastikpackung heiss gemacht worden. die wurstmasse hatte sich immerhin so stark verändert, dass die würstchen eindeutig ungeniessbar waren. schade, aber das war halt pech.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

mittwoch 24.10.2018 - kinderfilzkursauftakt bei strahlendem sonnenschein

die frühen morgen werden wieder gleichförmiger, aufstehen immer vor dem wort zum tage im deutschlandfunk kultur, spülmaschine ausräumen, frühstück machen, dann entweder kurz oder heute lang mit allen frühstücken, die in der küche vorbeischauen. dann entweder an den schreibtisch oder direkt in die werkstatt.

gegen neun uhr war ich dann dort, suchte die sachen für den kinderfilzkurs zusammen und arbeitete eine weile am teppich. danach probierte ich dann doch das seifeneinfilzen für den kinderkurs nochmal aus und stellte eine logische reihenfolge weniger arbeitsschritte auf.

irgendwann nach hause, mittagessen und nach eins wieder los in die schule, zum kinderfilzkurs.

mit vier kindern ist gut starten, ich brauche immer erst ein bisschen anlauf für die häufig eher spontan verlaufenden kinderkurse. das umfilzen eines festen gegenstands (in diesem fall einer seife) ist auch gar nicht so einfach, denn die wolle, die wir um die seife wickeln, will sich zuerst lieber ausdehnen statt sich an die seiten der seife zu legen. da darf man dann nicht anfangen umzufalten, sondern muss geduldig arbeiten, bis der schrumpf der wolle alles zu einem schönen päckchen macht.


 hat aber am schluss doch bei allen gut funktioniert! die bändel dienen zum aufhängen der seifenstücke, das ist eine prima sache, mein probestück habe ich jetzt in unsere waschküche gehängt, da liegt die seife nämlich immer im weg auf dem rand des waschbeckens.


fast noch schöner als das gelingen der seifenfilze fand ich die aktion, die spontan entstanden ist - ein mädchen hat damit angefangen und dann haben wir solange geübt bis das alle konnten: seifenblasen mit den händen machen! auch nicht einfach, aber die kinder hatten geduld mit mir.

zuhause dann schnell die seifigen arbeitsutensilien in die waschmaschine gesteckt und ein bisschen pause gemacht, dann kam schon die tochter nach hause und während der sohn gekocht hat (gemüsepfanne mit maiskolben), habe ich den blogpost fertig geschrieben. kai kam wieder spät nach hause, aber früher als den tag zuvor, so dass wir noch ein bisschen zusammensitzen konnten.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

dienstag 23.10.2018 - fäden ziehen

am dienstagmorgen finde ich dann den einstieg in das tagebuchbloggen wieder, anschliessend radle ich in die werkstatt und arbeite weiter am teppich-grossprojekt.

 

fäden ziehen. heute mit den passenden hilfsmitteln geht es schneller. ausserdem habe ich herausgefunden, dass ich mit der filznadel die konturen noch verbessern kann. ich glaub, das wird dann doch noch ziemlich gut. die ganze arbeite scheint sich zu lohnen. trotzdem will ich es doch noch einmal mit feinerer wolle versuchen. 


zum mittagessen nach hause, es gibt reste vom sonntag, die angebraten besser schmecken als im original. anschliessend eine kurze pause, dann lese ich den zweiten text vom morgen korrektur und veröffentliche ihn. es ist viel kälter draussen als gestern, draussen in die sonne sitzen geht heute nicht mehr. eine stunde übe ich mit der tochter mathematik, wir kommen zügig voran. den restlichen nachmittag bringe ich damit zu, alle ausstellerinformationen und -fotos und dazu das programm für die dorfweihnachtwerbung zusammenzusuchen und pfannenfertig für die werbeabteilung abzufüllen. 

eine umfrage ergibt, dass die familie heute randensuppe essen will. auch gut, dann gibt es morgen gemüsepfanne. 
der mittlere sohn übernimmt das abfragen französischer wörter bei der tochter, ich bügle noch eine runde und gehe relativ früh zu bett, gerade als kai endlich vom geschäftsausflug nach hause kommt.






Dienstag, 23. Oktober 2018

montag 22.10.2018 - viel telefon

montag, start in die erste normale schulwoche nach den herbstferien nach neuem plan. der beinhaltet, dass die tochter am montag jetzt über mittag in der stadt bleibt, weil sie über mittag saxophonunterricht hat.
es kommt also nicht so drauf an, wann ich in die werkstatt fahre, da ich auch nicht zum mittagessen wieder nach hause muss. ich verzettele mich am morgen dann aber eher als wirklich dinge zu erledigen, bin aber gegen neun in der werkstatt.

nochmal den kundenauftrag bearbeitet, jetzt wird das "veggifell" dichter und fester, so kann es bleiben, muss nur noch gründlich ausgewaschen, getrocknet und aufgezupft werden. zwischendurch läutet das telefon und ich bespreche mich kurz mit der teilnehmerin des filzlehrgangs, deren abschlussarbeit ich betreue, muss sie aber letztendlich auf den nachmittag vertrösten, sie soll mir noch fotos von der bisherigen arbeit schicken.

nach einer runde aufräumen arbeite ich am teppich weiter, jetzt müssen die fäden gezogen werden, mit denen ich die einzelnen steine befestigt hatte. die hilfsfäden haben ihre arbeit gut getan und sind teilweise richtig miteingefilzt, so dass ich sie mühevoll rausprokeln muss. für die weitere arbeit muss ich mir auch andere handlichere instrumente in die werkstatt mitnehmen, die rückseite einer stopfnadel geht zwar, schneidet aber auf die dauer zu fest in die hände ein. so beende ich die arbeit dann doch gegen mittag und fahre nach hause, mit einem umweg über die apotheke, ölbad für die tochter kaufen und einen rat in sachen eisenzufuhr einholen.

zuhause sind mehrere anrufe aufgelaufen, das telefon läutet auch schon wieder, ich esse zwischendurch dann doch noch was, dann verabrede ich mich mit einer gemüsegenossin zum austausch - die nächste generalversammlung steht ende november an und es gibt, wie immer, verschiedene punkte, die besprochen werden müssen.
wir sitzen draussen an der sonne, trinken kaffee und essen nochmal geburtstagskuchen - warum nicht das angenehme mit dem nützlichen verbinden?

dann kommt auch schon die tochter nach hause, die ihren französischvortrag an mir ausprobiert während ich die küche saubermache.

dann nochmal ein telefonat in sachen filzlehrgang: ich versuche die schülerin dazu zu ermutigen mehr von ihrem wissen und können zu zeigen und ein bisschen die komfortzone dessen, was sie sicher kann, zu verlassen. sie nimmt den rat und die ermunterung gerne an, alleine die zeit, die zeit! aber da lässt sich ja vielleicht etwas machen. (fristverlängerung für alle drei abschlussfrauen vereinbart!)

in der frisch geputzten küche beginne ich zu kochen, auch wenn noch niemand angekommen ist. es gibt heute zum abendessen linsenbolognese zu spaghetti, dazu salat.

nach dem abendessen nutze ich die gelegenheit mit beiden jungs gleichzeitig die notwendigen nächsten schritte für den weihnachtsmarkt zu besprechen. der grosse übernimmt presse und werbung im netz, der mittlere die printsachen und hat auch schon ideen. der grosse räumt erstmal die facebookseite der dorfweihnacht auf, dann beginnen die beiden schon ein ideenpingpong. jetzt muss ich aber erstmal liefern, denn ohne daten und bilder der aussteller, ohne programm gibt es auch keinen text für die werbung... aber noch ist ein bisschen zeit.

danach dann noch terminbesprechung mit kai - wir finden tatsächlich einen termin für eine einladung der tochterfreundinneneltern und auch sonst scheint alles wieder mal aufzugehen, obwohl der kalender wirklich voll ist. besonders freuen wir uns auf ein wochenende in stuttgart bei freunden aus der stuttgarter zeit, die zusätzlich den vorschlag gemacht haben, noch mehr leute aus dem freundeskreis einzuladen. dafür telefonieren wir noch ein bisschen herum, ein teil kann, der andere ist in ferien, aber immerhin!

den abend schliessen wir auf dem sofa mit der letzten folge der zweiten staffel von "anne with an e" ab. 
schade, dass das jetzt die letzte folge war. die verfilmung des kanadischen kinderbuchs anne auf green gables und der folgeerzählungen von lucy maud montgomery war eine der besten serien, die wir in letzter zeit gesehen haben. die figuren, allen voran die figur der anne selbst, die als elfjährige waise versehentlich zu einem älteren geschwisterpaar geschickt wird, die eigentlich einen jungen erwartet hätten, sind sehr tiefgründig gestaltet. im laufe der beiden staffeln lernt man nicht nur diese hauptfiguren, sondern auch fast alle bewohner de fiktiven orts avonlea jeweils von verschiedenen seiten kennen - keiner ist nur böse, keiner nur gut, jeder kämpft mit seiner herkunft und dem was er bisher erlebt hat.
dazu kommen die wunderschönen bilder der landschaft von prince-edward-island im nordosten kanadas, die zwar nicht besonders farbig, aber immer eindrucksvoll sind.
ich mochte auch die hervorragend recherchierten lebensumstände der einfachen bauernfamilie, die speisen, die auf den tisch kommen (in den ersten folgen ist es frühling, die kirschen blühen, gegessen werden aber noch vorwiegend die gelagerten wurzelgemüse - so wie wir es durch unsere gemüsegenossenschaft wieder lernen mussten, denn im frühjahr braucht es doch einige zeit, bis etwas gewachsen ist) und der umgang mit kleidung. (anne hat als sie zu den cuthberts kommt ein einziges zerschlissenes kleid, sie bekommt, um zur schule gehen zu können ein zweites von marilla geschneidert, worüber sie sich freut, obwohl der schnitt eher von marillas fähigkeiten als von der mode diktiert wird...)
ach, es wird mir fehlen, abends noch für eine stunde in die poetische welt annes einzutauchen!




Sonntag, 21. Oktober 2018

wochenende 20. und 21.oktober 2018 - geburtstagswochenende

wir sind mal schnell übers wochenende zu zwei geburtstagsbesuchen zu unseren eltern gefahren.
ein glück, dass beide eltern, also die von kai und mir ganz nah beieinander wohnen, praktisch auch, dass mein schwiegervater nur vier tage vor meiner mutter geburtstag hat.
wenn das dann auch noch so geschickt fällt wie in diesem jahr, also in eine woche, beziehungsweise auf ein wochenende, dann fahren wir gerne die 500 kilometer (beide wege zusammen) und machen geburtstagsbesuche. begleitet wurden wir vom grossen sohn und der tochter.

zum kaffee waren wir also am samstagnachmittag bei kais eltern, bevor wir zum abendessen weiterzogen zu meiner mutter. dort erwartete uns schon eine kleine festgesellschaft, bestehend aus den geschwistern mit schwager und schwägerin. kuchen war auch noch übrig, so dass wir noch  zwetschgenkuchen probieren konnten.
meinen onkel hatte ich ja erst kürzlich gesehen, meine tante und ihren mann schon länger nicht mehr. sie gleicht mit dem alter immer mehr ihrer mutter, also meiner grossmutter.
während meiner kindheit haben wir ja immer nahe bei den grosseltern und tanten und onkeln gewohnt, so dass ich häufig in den genuss solcher familienanlässe kam, auch mit noch viel, viel mehr gästen - für meine kinder ist ein solches familienfest eher selten, die jungs haben das vielleicht noch eher in erinnerung aus unserer zeit in stuttgart, aber die tochter hatte das wirklich fast nie.

nach alter gestaffelt verabschiedeten sich die gäste nach dem abendessen, zuletzt sassen kai und ich noch lange mit meiner mutter.

am sonntagmorgen erledigten wir noch ein paar handgriffe, die meiner mutter schwer fallen und die sie mit rücksicht auf ihre gesundheit besser nicht selbst erledigen sollte und fuhren gegen späten vormittag wieder los nach hause.

die tochter warfen wir zwei orte früher raus, sie hatte noch turntraining und zuhause erwartete uns schon der mittlere, frisch aus dem sprachaufenthalt zurückgekehrt. dank grosszügiger kuchenspenden meiner mutter gab es kaffee und kuchen und zeit zum erzählen von london, das wir dann auch noch auf einen spaziergang ausdehnten.

zum abendessen gemüsebiryani ohne fleisch.

Samstag, 20. Oktober 2018

freitag 19.10.2018 - papierfreuden

am morgen auf dem weg in die werkstatt noch getränke besorgt, dann in der werkstatt weiter am kundenauftrag gearbeitet.
dafür eine weitere schicht auf der rückseite aufgetragen, die sich insgesamt erstaunlich gut verbunden hat. trotz reichlich heissem wasser aber immer noch kaum schrumpfung. die vorderseite aber jetzt insgesamt schöner, auch der dreck spült sich langsam heraus. alles ein wenig kryptisch, vor allem weil ich mit fettig-seifigen händen keine fotos machen konnte.

zu mittag nach hause, das gemüse ist schon da!


spinat (wieder viel, aber lange nicht so viel wie letzte woche), asiasalate, ein radicchio, pakchoi, zwei randen, sellerie, zwei minizucchetti, zwei fenchel, kartoffeln, rüebli, zwiebeln, knoblauch.
da wir von der letzten woche noch reste haben, am samstag unterwegs sind und in der kommenden woche nicht jeden abend alle da sind, habe ich mit dem sohn besprochen, dass wir in dieser woche einen teil des ernteanteils an eine schwimmvereinskollegin verschenken werden. unser korb ist für 2 bis 3 personen ausgelegt, wir waren jetzt 3 wochen lang zu viert, ab morgen wieder zu fünft - aber eben nur am abend, so dass sich momentan das gemüse stapelt.

tütentomatensuppenzmittag mit angerösteten brotbrösmeli (ja, sie dürfen sich denken, dass so das gemüse nie wegkommt, aber für täglich zwei gemüsemahlzeiten reicht die zeit halt auch nicht), die tochter bastelt draussen herum, wir essen spät, anschliessend bastelt sie weiter. ich mache kurz pause, dann das übliche freitagshaushaltupdate über das ich mich mal mehr, mal weniger ärgere. ich denke immer noch, dass man alleine durch mitdenken eine ganze menge des lästigen putzkrams vermeiden könnte. an der umsetzung arbeiten wir hier allerdings noch.
als ich gerade am staubsaugen bin läutet es an der tür und der dhl-bote hält mir ein paket entgegen. mein gewinn vom postkunstwerkblog ist angekommen!


ich habe den zweiten preis bei einer verlosung gewonnen, eine kollektion von michaela müllers wunderschönen papieren. da kann ich jetzt jede menge schachteln beziehen, bücher binden oder vielleicht mal das eine oder andere klitzekleine geschenk verpacken! ich freue mich und sage danke hinüber zum postkunstwerk von michaela und tabea!
seit anfang des jahres kann man die beiden für ihre arbeit mit einem kleinen beitrag unterstützen, was ich tue und dadurch in der lostrommel gelandet bin. ich konnte in diesem jahr wenig an den regelmässigen mustermittwochen teilnehmen, weil einfach das filzen nun wieder viel breiteren raum einnimmt, aber ich war immerhin bei der sommerpost dabei. warum ich das postkunstwerk schätze, kann man am besten hier nachlesen. mit der adventspost hadere ich noch, ich müsste einen späten termin bekommen, denn bis zum 1.dezember, dem termin der dorfweihnacht, ist hier volldampf arbeit angesagt. danach vielleicht? es wäre schön.

die papiere muss ich schliesslich aber vom tisch nehmen, denn das nachhilfekind   die nachhilfejugendliche  kommt um fünf und wir kümmern uns um aggregatzustände, luftdruck und teilchen. zwei einfache beispiele für sublimation (übergang von fest zu gasförmig) und resublimation (von gasförmig zu fest) kennengelernt, beide mit wasser: 1. gefrorene wäsche trocknet auch bei temperaturen im minusbereich, aus eis wird dann direkt wasserdampf, 2. wasserdampf schlägt sich im tiefkühler direkt an der wand als eis nieder, ohne zunächst als wasser zu kondensieren.
heute war ich wieder vor allem dafür da, dass sie sich eine stunde lang konzentriert mit dem thema beschäftigt hat, gewusst und verstanden hat sie eigentlich schon das meiste, was sie nächste woche für die prüfung braucht.

zum abendessen gab es eine ganz gemütlich gekochte kartoffel-spinat-pfanne, wieder nach herrn whittingstall (das ist ein amazon-affiliate link). dazu aber noch spiegelei. 



Freitag, 19. Oktober 2018

donnerstag 18.10.18 - offene werkstatt

den morgen bis 10 uhr abgesehen von einem telefonat und einem kurzen besuch der freundin, die vom joggen kam und uns zum mittagessen einladen wollte, am schreibtisch verbracht. um 10 uhr kam dann die freundin, mit der ich zusammen den weihnachsmarkt bei uns im dorf organisiere. 

wir hatten die nächsten schritte zu besprechen, vor allem müssen wir nun unsere mobiliarbestellungen bei der gemeinde konkretisieren, kontakt mit den verantwortlichen aufnehmen (der hausabwart hat seit der letzten dorfweihnacht vor zwei jahren gewechselt), flyer und plakate müssen entworfen, gedruckt und verteilt und überhaupt muss ein haufen werbung gemacht werden. da wir das zum vierten mal machen läuft vieles auf zuruf, aber ab und zu müssen wir uns konzentriert zusammensetzen und konkret planen - das gibt dann meist auch einen kleinen energieschub, um die aufgaben grade gleich zu erledigen. 

nach dem frühen mittagessen brach ich gleich in die werkstatt auf, die ich am mittwoch eher nicht so gut aufgeräumt hinterlassen hatte. also dort zuerst mal grob aufräumen, tische frei machen für die offene werkstatt und dann hat es gerade noch gereicht, das geschirr abzuwaschen und den boden zu fegen, dann traf schon die erste filzerin ein. 


weil sie an keinem der kurstermine für die schwemmholzengel zeit hat, ist sie einfach in die offene werkstatt gekommen und hat den ganzen nachmittag gewerkelt und diese engelschar geschaffen!

später kam dann noch eine mutter mit ihren beiden söhnen - der kleine hatte bereits beim handstulpenfilzen für die waldspielgruppe handstulpen bekommen, der grössere wollte auch unbedingt welche, die er sich gestern selbst gefilzt hat. seine mutter hat solange ein geschenk für ihr patenkind angefertigt, auch ein paar handstulpen. (ich habe kein foto gemacht...und ärgere mich darüber)

gegen halb sieben waren alle fertig, müde und glücklich mit ihren arbeiten - und ich auch. so betriebsam und fleissig könnte gerne jede offene werkstatt sein, so macht das spass und so ist das gedacht!

zum abendessen schnelle fertignudeln und endiviensalat aus dem ernteanteil, danach noch ein telefonat in sachen dorfweihnacht und dann neomagazin.... naja, young böhmermann ist schon sonst nicht mein lieblingseinspieler, insgesamt war das ja dann wohl eine grosse werbesendung für die show im "richtigen" fernsehen...

Donnerstag, 18. Oktober 2018

mittwoch 17.10.2018 - kürbis-fenchel-lasagne

den morgen habe ich in der werkstatt zugebracht, nicht mit dem teppich, sondern mit einem kundenauftrag, den ich allerdings noch nicht ganz fertig stellen konnte. ich bin auch nicht sicher, ob die kundin damit zufrieden sein wird - beim arbeiten mit rohwolle erlebt man die sehr natürliche und unberechenbare seite des materials besonders intensiv. so kommt nicht immer alles so heraus, wie man es sich ausgemalt hat, was manchmal schön, im falle von aufträgen aber halt schon auch ärgerlich ist.

am frühen nachmittag dann nach hause, dort festgestellt, dass für das abendessen noch zutaten fehlen und kurzerhand das einkaufen von morgen auf heute vorverlegt. was letztendlich keine gute idee war, da mein einkaufszettel alles andere als ausgefeilt war. wahrscheinlich werde ich nochmal einkaufen gehen müssen.

ich entwickle gerade wieder freude am ausprobieren neuer rezepte für das gemüse aus dem ernteanteil. negativ ausgedrückt: wenn das gemüse am freitag geliefert wird, weiss ich schon relativ genau, was ich ohne grössere probleme der familie servieren kann. der grösste teil des korbs ist dann aber schon eher eine herausforderung, denn niemand jubelt hier über fenchel oder rote beete, nicht einmal über kürbis - andererseits wird das meiste, gut zubereitet, bereitwillig gegessen.

heute gab es eine kürbis-fenchel-lasagne nach hugh fearnley-wittingstall.
es war sehr, sehr lecker.
kein wunder, folgt dieses rezept doch dem rat, den ich im ersten gemüsejahr für den besten hielt: jedes gemüse ist mit käse überbacken essbar. kommt dann wie in diesem fall noch ein liter bechamelsauce dazu, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. neu für mich: die milch für die bechamelsauce zuerst einmal mit zwiebeln, lorbeerblatt und selleriestängeln aufkochen und ziehen lassen.


 grösster nachteil des rezepts: küchenschlacht. ein grossteil der vorhandenen töpfe plus backbleche (nicht im bild) war im einsatz bis die lasagne in den ofen konnte.


insgeheim vermute ich ja, dass lasagne bei der familie auch deshalb so beliebt ist, weil ich so eine sauerei nicht stehen lassen kann und um meinen ruf als geschirrsparsame köchin nicht aufs spiel zu setzen während der garzeit der lasagne immer alles abspüle, so dass nach dem essen dann in der küche fast nichts mehr zu tun ist. (bei uns gilt ja die regel dass wer kocht, nicht nach dem essen abspülen muss.)




Mittwoch, 17. Oktober 2018

dienstag 16.10.2018 - alltag und (fehlende) struktur

jetzt sind die ferien wirklich zuende, wir starten wieder in den alltag, einen ganz normalen arbeits-, biocò- und haushaltsdienstag ohne besondere vorkommnisse.

am nachmittag bin ich mit der tochter draussen am gartentisch gesessen und habe mathe geübt, dabei fiel mir auf, dass es jetzt, mitte oktober, endlich mal erträglich ist, mittags in der sonne zu sitzen.

was mich seit anfang des schuljahres nervt ist der extrem zerrissene stundenplan der tochter, mit verschiedenen anfangszeiten, verschobenen mittagspausen und unterschiedlich langen nachmittagsstunden. ich muss jeden tag nachschauen, wann sie gehen muss, ob sie mittagessen mitnehmen muss und wann sie wieder nach hause kommt, es bildet sich keine verlässliche struktur heraus. dazu kommt noch, dass sich ständig wieder etwas im plan ändert, aktuell hat sich ihr musikunterricht von dienstag auf montag über mittag verschoben.
da dienstagnachmittag ihr einziger freier nachmittag ist, ist das eigentlich positiv. dafür bleibt sie jetzt auch montag über mittag in der schule. als der saxophonlehrer anrief um diese änderung zu besprechen, habe ich zuerst etwas unwirsch reagiert, weil ich nicht realisiert habe, dass sie dann wenigstens dienstags eine normale mittagspause hat. sie sehen, dieser stundenplan macht mich ganz konfus.

glücklicherweise kann ich meine arbeitszeiten ja nach belieben anpassen - nur eine langfristig auf den tochterstundenplan abgestimmte planung ist quasi völlig sinnfrei.

am nachmittag eine stunde gehäckselt, der haufen muss kleiner werden.
zum abendessen gab es grüne linsen mit roten beeten aus dem backofen als warmen salat. es hat der ganze familie gemundet, auch wenn sich das für manche menschen unglaublich anhört.
weiterhin erfreulich positive rückmeldungen auf das neue kursprogramm, das allmählich fahrt aufnimmt.

Dienstag, 16. Oktober 2018

montag 15.10.2018 - teppich flössen

ferien eigentlich zuende, aber für die tochter doch noch ein tag frei, während ich alltag probe.
frei für die tochter bedeutet heute allerdings extra früh aufstehen, denn sie muss um sieben am gemeindehaus in den bus zum europapark einsteigen.
kurz nach sieben sind also alle ausser haus und ich kann in den tag starten und blogge ein wenig uninspiriert über das wochenende. es ist ganz lustig, aber ich bemerke, dass familienzeit nicht das ist, worüber ich am liebsten schreibe. über die bilder von der neuen kamera ärger ich mich zudem auch noch, ich werde mit diesem gerät einfach nicht warm. ausserdem war ich das ganze wochenende total müde und komplett erschlagen und sehr froh eben nur diese sehr gemütliche geburtstagsparty im fokus zu behalten.
so ganz stimmt das auch nicht, denn der newsletter für die filzkurse in der vorweihnachtszeit ist auch fertig geworden und den verschicke ich dann gleich am montagmorgen. sonntag abend wäre vielleicht besser gewesen, aber wer weiss das schon so genau.

gegen neun fahre ich mit dem fahrrad in die werkstatt und dabei passiert mir etwas ganz blödes - weil ich den anhänger mitnehmen will um noch etwas zu transportieren muss ich die anhängekupplung ans frisch gewartete e-velo anschrauben. was ich dabei vergesse ist den anhänger anzuhängen. aufgefallen ist mir das erst am veloständer vor der werkstatt (dabei rumpelt der anhänger laut hinter mir her, was ich anscheinend nicht vermisst habe) - also muss ich nochmal zurück und den anhänger, in dem sich auch meine tasche, der schlüssel für die werkstatt und sogar das ladegerät für den veloakku befinden, abholen. mit dem akku wird es knapp, aber es langt dann doch gerade so.

in der werkstatt gibt es momentan nichts wirklich dringendes, aber dann doch ein paar sachen, die erledigt sein wollen. am ende entscheide ich nach lust und laune und kümmere mich erstmal um den fast fertigen teppich. mit heissem wasser und gummihandschuhen rücke ich dem teil zu leibe und schrumpfe noch minimal, kann aber sehr gut noch ränder begradigen und fester filzen. ausserdem reibe ich mit den handschuhen überschüssige, nicht filzende fasern heraus. sechs, sieben liter kochend heisses wasser schluckt der teppich ohne allzu nass zu wirken, dabei fällt mir auf, dass kaum mehr seife im teppich ist. auch gut - vor allem für den nächsten arbeitsschritt.


 der teppich geht jetzt nämlich baden. im oberwasserkanal der alten armaturenfabrik. zuerst will er nicht recht untergehen und braucht sehr lange, um das wasser aufzunehmen und dann muss er natürlich auch wieder raus aus dem wasser. das geht ganz gut, weil ich das seil über das geländer der brücke umlenken kann, aber schwer ist er doch.
über dem geländer kann er den restlichen vormittag austropfen.


so ist das schöne oktoberwetter auch noch zu etwas gut! (das seil dient übrigens zur sicherung, ich wollte ja nicht stundenlang beim abtropfen neben dem teppich stehen und hatte schon ein bisschen bedenken, dass er in den kanal abstürzen könnte.)

und weil das alles so gut funktioniert hatte, konnte ich mich dann mit elan ans aussortieren meiner filzstücke machen. ergebnis: eine kiste ganz leer, alle sachen die bleiben dürfen im regal verstaut und damit ist erstmal gut.

die vom sohn ausgeliehen kaffeemaschine habe ich dann auch noch ausprobiert - in zukunft wird es also kaffee in der werkstatt geben.

heimwärts kurz nach zwölf, zuhause dann mittagessen aus resten der vergangenen woche, kleine pause und dann geht es im garten weiter. ziel wäre es, jeden tag eine stunde etwas zu machen, gestern habe ich vor allem verwelktes an den tomaten abgeschnitten, geerntet, gegossen und die reste der schneide- und ausgrabeaktion vom samstag beseitigt. unser aussenkompost (grosser asthaufen) ist mittlerweile gigantisch, ich habe dieses jahr nichts gehäckselt, das rächt sich jetzt.

alltag auch die grosse küchenputzaktion, die ich anschliessend begonnen habe - einerseits um nach den ferien einen überblick über die vorräte zu bekommen, andererseits um die spuren der fish&chips- schlacht vom sonntagabend zu beseitigen.

irgendwann meldete sich die tochter, dass der bus erst gegen halb acht ankommen werde (es waren wohl mal wieder nicht alle zur verabredeten zeit am treffpunkt für die heimreise...), also genug zeit um gemütlich zu kochen: küchle aus krautstielrisottoresten und dazu eine sosse aus paprika, aubergine und tomaten. die tochter ist sehr müde, die männer machen die küche und ich kümmere mich um die wäsche, bevor der abend mit einer weiteren folge von anne with an e ausklingt.

Montag, 15. Oktober 2018

wochenende 13. und 14. oktober 2018 - endlich 14!

das wochenende stand ganz im zeichen des vierzehnten geburtstags der tochter. jetzt kann ich kaum mehr behaupten, auch noch eine kleine tochter zu haben.

am samstag kauften wir für die party ein, der wunschkuchen sollte zitronen-käse-sahne-torte und das wunschessen fish&chips sein. das wetter, immer noch warm und schön lockte uns nach dem einkaufen in den garten, wo kai und ich dem wildwuchs in der ehemaligen wildnis zu leibe rückten - er mal wieder mit dem entfernen unerwünschter baumsämlinge und immer wieder austreibender bodendeckerwurzeln und ich mit heckenschneiden auf der innenseite der strassenhecke. so richtig lust hatten wir aber nicht und kamen auch nicht so recht weit (kai schon mehr als ich) und genossen dann lieber doch noch die sonne mit kaffeetrinken, kuchenessen, lesen und stricken in der sonne.

am abend gab es lauch-käse-spätzle, unsere geheimwaffe zur eindämmung der lauchflut (des lauchfluchs?). nach einer runde "spiel des lebens" schickten wir die tochter ins bett um die geburtstagsvorbereitungen zu vollenden.

am morgen fragte dann die tochter irgendwann ob sie aufstehen dürfe, da waren aber schon die brötchen im ofen und wir mussten dann mit dem kerzenanzünden doch noch auf sie warten, da sie sich erst noch anziehen musste - sie erschien dann wie geplant im von der oma geschenkten geburtstagsoutfit zum besingen, beglückwünschen und frühstücken.

schnell noch die käsesahnetorte fertig gemacht, dann zogen wir los zum minigolf nach waldshut, der platz hatte gerade noch offen.


wieder zuhause reichte es noch für ein bisschen mittagsruhe, dann trafen die gäste ein und wir konnten im garten kaffee trinken und kuchen essen. wie angekündigt brachte auch noch eine freundin kuchen mit, da war es wirklich gut, dass ich nur eine winzige käsesahnetorte gebacken hatte.
die mädchen organisierten sich selbst und hatten viel spass beim kürbisschnitzen.


nach dem üppigen fish&chips-abendessen wurden zwei mädchen noch ein stück nach hause begleitet.
eine freundin blieb über nacht bei uns, denn der montag ist noch schulfrei und die beiden dürfen als ministrantinnen heute einen ausflug in den europapark geniessen.



Samstag, 13. Oktober 2018

freitag 12.10.2018 - 12 von 12 im oktober

ich bin durch das tägliche schreiben der vergangenen wochen ein wenig auf das wort fixiert, aber schauen wir mal, ob es auch mit bildern funktioniert: 


morgens früh aufgestanden, morgenpflichten erledigt und dann an den schreibtisch. vorher habe ich aber noch die morgenstimmung eingefangen. seit ein paar tagen ist es morgens lange neblig, so dass wir trotz warmer nachmittage die heizung zumindest in der frühe laufen lassen müssen.


gegen neun die tochter geweckt und dann gemeinsam mit ihr das freitäglich aufräumen und saubermachen des haushalts erledigt.


 zur mittagszeit war das gemüse schon da, der korb ist ähnlich gross wie die, die wir am dienstag gepackt haben. endiviensalat, rande, rüebli, fenchel, paprika, stangensellerie, zwiebeln, kartoffeln, ein butternutkürbis - und das alles auf einem mehr als ein kilo wiegenden spinatbett.


 zwei wochen sind wir ohne liste ausgekommen, für die kommende (schul-) woche und  die überfülle an gemüse brauche ich wieder eine. es ist ja auch noch einiges aus der letzten woche übrig, der hokkaidokürbis sogar noch älter.


der spinat anders als am dienstag sehr nass - auf dem geisshof ist es vermutlich auch morgens neblig gewesen - und muss, um ihn vor dem vermodern zu bewahren, rasch verarbeitet werden. auch weil ich nicht einen wasser mit erde vermischt tropfenden plastiksack in grösse eines kopfkissens in den kühlschrank stecken kann oder will.
das sind dann so die momente, in denen ich gut verstehen kann, dass ein gemüsekorb von biocò nicht für alle lebenssituationen geeignet ist. glücklicherweise habe ich meistens zeit für die rasche verarbeitung solcher freuden - in unserem tiefkühler haben wir jetzt zwei mal 400g spinat eingefroren.


 aber auch ich habe mir jetzt einen kaffee verdient. schon allein um die hände vom spinatputzen wieder aufzuwärmen.


 auf den tomaten habe ich wieder die spuren der gemüseeule entdeckt, aber diesmal keine tiere. die hatten wir im vergangenen jahr schon, leider fressen sie auch die früchte, nicht nur die blätter der tomaten an.


 beim rundgang durch den garten die ersten herabfallenden blätter am silberahorn entdeckt - ich träume ja immer noch davon, von diesem ahorn sirup zu gewinnen, theoretisch würde er sich eignen. ich müsste nur bis zum frühjahr das notwendige werkzeug haben.


 der kater macht schattentheater und geniesst die sonne. ausserdem begleitet er mich gerne durch den garten.


 aus dem nebligen morgen ist ein herrlicher spätsommertag geworden. auch wenn wir längst spätherbst haben.


 ein herbstbild hat mir - vermutlich - der grosse sohn geschenkt. er ist wohl heimgekommen, hat die kamera auf dem tisch entdeckt und ein paar details in der küche fotografiert. die äpfel sind vom geisshof, die haben wir am dienstag mitgebracht.


zum abendessen gab es (eigentlich auch ganz fotogene) endiviensuppe und als nachtisch zwetschgenkuchen aus den zwetschgen, die ich aus göppingen mitgebracht habe. eingefroren von meiner mutter, aber in luxusvariante: entsteint und eingeschnitten, so dass man sie nur noch auf den teig zu legen braucht. lecker war`s.

die zwölf bilder schicke ich wie viele andere zu carola und nutze die gelegenheit gleich bei anderen zu lesen, was sie so am zwölften gesehen und fotografiert haben.

Freitag, 12. Oktober 2018

donnerstag 11.10.2018 - organisiert

ich habe es wieder nicht geschafft früh mit der arbeitenden bevölkerung aufzustehen und anstattdessen tatsächlich bis kurz vor acht nochmal einzuschlafen. die tochter mochte trotzdem noch nicht mit mir aufstehen. spontan überlegte ich mir, dass nichts wirklich dringendes in der werkstatt anstünde und ich mir eigentlich einen ferientag gönnen könnte. bis elf sass ich dann am rechner und tippte den etwas ausschweifenden bericht vom vergangenen tag, ferienluxus. ich merke aber auch, dass das regelmässige schreiben etwas mit mir macht, je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein und desto mehr freude habe ich daran. die schere im kopf, die immer das wenig interessant erscheinende herausschneiden wollte, ist weg.

die tochter begleitete mich dann zum einkaufen, vor allem weil sie neue turnschuhe und flossen brauchte (ich hoffe, wir haben jetzt dann mal die komplette fussbekleidung auf die nächste schuhgrösse ausgewechselt). die flossen muss sie selbst bezahlen, aus paritätsgründen gegenüber den brüdern.
der anschliessende lebensmitteleinkauf gestaltete sich etwas mühsam, da die nächstgelegene filiale des grossverteilers, die wir nur ab und an besuchen, komplett umgeräumt wurde. ich hasse umgeräumte supermärkte und kaufe garantiert höchstens das, was auf dem zettel steht und das auch nur dann, wenn ich es gleich finde.
(ok, in der halbpreiskruschtelecke haben wir dann noch drei spannende sachen gefunden - unter anderem eine led-glühbirne, die man mit mehrfachem aus- und anschalten in drei verschiedenen helligkeitsstufen leuchten lassen kann. wir hatten eine ähnliche schon im lampenladen für die stehlampe meiner mutter mitgenommen, allerdings muss man bei der durch mehrfaches klicken das "hochfahren" der leds unterbrechen und erhält so ein gedimmtes licht.)

den nachmittag verbrachte ich mit handschriftlichen sachen, unter anderem probierte ich nochmal die walnusstinte aus, von der ich mehrere gläschen abgefüllt habe und nun überlege, wem ich wohl so eines schenken kann. eine person weiss ich schon.


aber ich erfüllte auch schon vor einiger zeit geäusserte wünsche nach tomatensamen und füllte sogar die bereits bekannten termine in meine papieragenda für 2019 ab.

ich benutze nach wie vor neben dem digitalen familienkalender, der vor allem zur terminabstimmung dient, eine papieragenda von roter faden* um den überblick zu behalten. ganz wichtig sind für mich da die halbjahresüberblicke für das laufende und das kommende jahr, da einige kurstermine ja langfristig geplant werden müssen. wünschen würde ich mir zusätzlich einen monatsüberblick, dafür habe ich mir die neuen monatsleporellos bestellt, bin aber noch nicht so recht glücklich damit - mal schauen, ob sich das bewährt.
für das kommende jahr habe ich das kalenderdesign gewechselt, bisher benutzte ich die einteilung links kalender, rechts freie seite, neu habe ich einen besseren wochenüberblick. die freie seite war zwar für listen ganz praktisch, aber ich benutze sie immer weniger.
zusätzlich zum kalender habe ich in meinem taschenbegleiter mindestens ein heft, in das ich notizen machen kann. für länger laufende projekte oder fortlaufende themen, die ich nur punktuell dabei haben muss, lege ich jeweils hefte an, die ich dann zusätzlich einheften kann, zum beispiel für den weihnachtsmarkt oder den filzlehrgang.



gut organisiert kochte ich also das abendessen und parallel aus gemüseresten eine gemüsebrühe. gegessen haben wir zu dritt rindsplätzli, romanesco aus dem garten und kartoffelstock aus dem päckchen.
nach dem abendessen habe ich es endlich mal wieder geschafft noch ein stündchen zu arbeiten, es wird wieder zeit für einen kursnewsletter, die kinderkurse beginnen und die themenkurse vor weihnachten wollen beworben werden. die hälfte ist geschafft, falls sie übrigens den newsletter abonnieren wollen, bitte hier entlang. ** (sie müssten dann auf den button "keine kurse mehr verpassen" klicken und mir freundlicherweise mailadresse und namen verraten.)


*auch wieder: hätte werbung sein können, habe ich aber nix dafür bekommen.
** ja und das ist jetzt wirklich werbung, für mich selbst. also entscheiden sie, ob ich dafür was bekomme.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

mittwoch 10.10.2018 - den garten gezielt vernachlässigen

hier wird neuerdings sehr früh aufgestanden - weil ferien sind, habe ich mich nebst tochter da raus gehalten und bin erst aus dem bett gekrochen, als es zumindest zu dämmern begonnen hatte.
zwei pflichttermine gibt es ja dank nachstrom hier morgens zu erledigen, das aufhängen der gewaschenen wäsche und das ausräumen der spülmaschine, letzteres fiel heute morgen aus, weil ein kleiner entlaufener löffel für ein unzureichendes spülergebnis gesorgt hatte und ich die maschine in der küche in eine zweite runde schicken musste.

der vergangene tag wollte beschrieben werden, zwischendurch läutete noch das telefon und bis ich das auto bepackt hatte um in die werkstatt zu fahren, war es schon gegen halb zehn.

ausnahmsweise habe ich heute das auto genommen, weil ich den plan hatte, in der werkstatt fenster zu putzen und staubzusaugen, wofür ich eine leiter und den industriestaubsauger transportieren musste. bei der gelegenheit kamen auch gleich das ergebnis der ausräumaktion vom vortag, ein schwung gewaschener handtücher, die einkäufe vom aufenthalt in göppingen und eine anonyme wollspende mit.

die sache mit den wollspenden ist schon lustig - in der regel werde ich ja angefragt, ob ich wolle übernehmen will, die an einem anderen ort nicht mehr gebraucht wird, in dem fall lag die wolle aber einfach vor unserer kellertüre, zudem noch in der "einflugschneise" der katzenklappe. das sorgte während unserer abwesenheit für verwirrung, da mir zudem auch eine wollspende angekündigt war, allerdings mit genauer spezifikation (walliser landschaf) und das auf die lavendelfarbige kammzüge, die da lagen nicht recht passen wollte. ich habe immer noch keine ahnung woher die wolle stammt -  ich sag mal danke, einfach so in die anonymität des internets hinein, vielleicht lesen sie ja hier, und haben lust sich zu melden!

in der werkstatt widmete ich mich erstmal den fenstern - der raum ist wirklich hoch, die fenster, die die eine front einnehmen wirklich gross, aber es ist halt auch schön, wenn man mal wieder raussieht. ich hoffe, dass die bauerei oberhalb und nebenan wirklich fertig ist, es wurde mir auch zugesichert, so dass nicht gleich wieder alles dreckig ist.  staubsaugen war auch wieder mal dringend nötig, auch wenn da sicher bald wieder überall wolle liegt, weil ich den teppich, der meine abwesenheit aufgehängt gut überstanden hat, ja demnächst fertig walken muss. ein bisschen hadere ich noch mit dem auswaschen, mit dem fluss direkt vor der türe denke ich an schwimmen lassen, habe aber wegen der verwendeten seife nicht zu geringe skrupel.

nach dem ordnung machen hatte ich aber erstmal genug und wollte auch die tochter noch vor dem zahnarztbesuch kurz sehen, so dass ich nach hause fuhr - mit dem schwimmzeug, das wohl in diesem jahr nicht mehr gebraucht wird und einigen sachen zum entsorgen. ich bezahle zwar für meinen gewerberaum eine bereitstellungsgebühr für die müllentsorgung, habe es aber immer noch nicht geschafft mir müllsäcke der nachbargemeinde anzuschaffen um meinen müll direkt loszuwerden. dabei wären die noch hübsch knallrot, nicht so langweilig wie unsere ennetbadener schwarzen säcke.

kleines mittagessen zu zweit, danach erstmal eine sofapause. ich freute mich über einen kommentar einer befreundeten filzerin auf einen schon älteren post, solchen austausch würde ich mir viel öfter wünschen. überhaupt ist das immer noch das salz in der suppe, wenn jemand auf meinen blog reagiert, manchmal halt auch per telefon!
an anderer stelle habe ich mich geärgert, wie kompliziert manches sein kann - wenn im ehrenamt vor allem auf das "amt" geschaut wird, dann geht es halt schon ab und zu sehr bürokratisch zu. oder ich bin mal wieder zu spontan gewesen. 

ein abstecher ins brockenhaus ergab keine nennenswerten erfolge, ich hätte gerne eine kleine haushaltsleiter gekauft, denn meine regale in der werkstatt sind einfach sehr hoch und wären mit einer dauerhaft dort bleibenden leiter besser zugänglich. aber war nix da. (hallo glarus, gibt es sowas bei euch?)

anschliessend  endlich in den garten, irgendwie plagt mich ja schon seit wochen das schlechte gewissen, aber als ich dann so herumging konnte ich ausser tomaten und himbeeren ernten wieder nicht viel machen. es ist alles noch so schön grün, zugegebenermassen auch ganz schön verwuchert, aber es tut mir leid um alles, was ich abschneide. samenstände bleiben für die vögel, die hecke kann auch im frühjahr nochmal geschnitten werden, einzig die töpfe könnte ich mal sortieren. habe ich dann aber doch nicht gemacht, anstattdessen nochmal eingefangen, wie schön der garten auch im spätherbst noch ist. meine treue stuttgarter rose blüht in diesem jahr schon zum dritten mal!


beim gemüsegärtnern sollte ich im kommenden jahr wohl überhaupt mehr dem zufall überlassen. die ausgesamten tomaten im beet, die vergessenen blumenkohlsetzlinge nach dem hagel und der vernachlässigte krautstiel im hochbeet sprechen ja schon für sich, aber dass jetzt auch noch aus dem schnellkomposter einfach so eine paprikapflanze wächst und mehr früchte trägt als die beiden, die ich seit mai in töpfen an der sonne hege und pflege, das gibt mir schon zu denken!


gegen fünf wurde es ungemütlich schattig rund ums haus und ich verzog mich an den schreibtisch, wo ich mich mit einem online-filzkurs beschäftigte.

im frühjahr habe ich ja schon mal viel geld für einen onlinekurs* ausgegeben um lustige dinge mit filz machen zu können, war mit dem inhalten sehr zufrieden, mit der darreichungsform eher nicht.

nun habe ich gestern etwas* am anderen ende der preisskala eingekauft und ja, das ist eher für die breite masse (falls man beim thema filz überhaupt von einer solchen sprechen kann), aber dafür deutlich netter aufgemacht und auch von der zugänglichkeit so viel ansprechender.
alleine dass ich die inhalte herunterladen und sowieso für immer und ewig einsehen kann finde ich sympathisch.** auch die verwendete plattform ist übersichtlich - ich habe aber zum beispiel das forum noch nicht ausprobiert, kann dazu also wenig sagen. schlechter als das andere kann es aber kaum sein... alle inhalte des kurses sind zudem in einem pdf zusammengefasst - und zwar nicht einfach als text, sondern bebildert und gegliedert.

anlass für den kauf des rohwollfilzkurses war übrigens ein kundenauftrag ein grosses veggie-fell zu filzen, da freue ich mich nach dem anschauen der videos schon drauf! (es gibt also bald wieder kaffee!)

zum abendessen gab es leckere kohlrabisauce zu nudeln, die habe ich jetzt schon zum zweiten mal gemacht und diesmal mit zitronensaft gewürzt. anstatt schnittlauch ausserdem petersilie verwendet, weil ich so genau das rezept dann auch nicht gelesen hatte.

abendprogramm mit der tochter: kein mann für leichte stunden. ganz lustige idee, aber irgendwie halt auch wieder nicht lustig, denn in der welt, in der frauen das sagen haben, geht es schon ziemlich gewohnt zu, nur mit umgekehrten vorzeichen.



* ja, das könnte werbung sein, wenn ich denn irgendeinen vorteil davon hätte, dass ich das hier schreibe. im gegenteil habe ich für meine erwähnung nix billiger oder umsonst bekommen.

** mit irgendwelchen halblegalen mitteln ist das herunterladen der instruktionsvideos ja sowieso immer möglich, das wollte ich aber nicht. trotzdem fühle ich mich immer so ein bisschen unter generalverdacht, wenn inhalte nur zeitweilig oder unbequem zugänglich gemacht werden, um sich und sein geistiges eigentum - vor was eigentlich? - zu "schützen". dabei habe ich ja schon dafür bezahlt. geht es darum, dass inhalte nicht weitergegeben werden? wäre es da nicht sinnvoller an die ehrlichkeit der nutzer zu appellieren? und wie sieht es aus, wenn man ein buch mit instruktionen veröffentlicht?
der gerechtigkeit halber muss ich hier aber nun doch noch anfügen, dass ich auch nach ablauf der angekündigten zeit von 6 monaten zugang zum onlinekurs "surface form and space" habe - ich habe es gerade ausprobiert.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

dienstag 9. oktober 2018 - eine halbe tonne gemüse

für den morgen hatte ich die tochter und mich schon vor einigen wochen für einen ernte-, pack- und ausfahreinsatz in unserer gemüsegenossenschaft angemeldet. da nur wir beide packen wollten und auch die anschliessende fahrt von uns abgedeckt war, vermeldete ich schon am abend vorher, dass wir nicht wie üblich um acht, sondern ferienhalber erst um neun auf dem hof eintreffen würden. das mail ging an den bauer, der - was ich nicht wusste - auf urlaub weilt, und wurde erst weitergegeben als sich die belegschaft auf dem hof zu fragen begann, ob heute kein biocò kommen würde um das bereitgestellte gemüse zu verteilen.

wir profitierten von einem gut vorbereiteten packraum in dem schon beinahe alle zu verteilenden gemüse aufgestapelt waren - nur randen mussten noch aus dem lager besorgt werden. parallel zum einpacken erntete der praktikant dann noch spinat und uns blieb nur noch die ernte des endiviensalats übrig.

in jeden korb legten wir 1kg kartoffeln, 1kg rüebli, eine grosse oder zwei kleine randen, einen butternutkürbis, zwei bis drei fenchel, eine bis drei paprikaschoten, zwei stangen lauch, einige stängel stangensellerie und einen endiviensalat. ausserdem verteilten wir 42 kilogramm spinat auf 34 portionen in 37 körben (6 halbe körbe).


so ungefähr 8 kilogramm wog ein voller korb. wir haben also 34 portionen à 8 kg zunächst eingepackt (272kg) und dann auch noch ausgefahren (also nochmal 272 kg geschleppt) macht insgesamt mehr als eine halbe tonne gemüse!
glücklicherweise hatte ich eine tatkräftige helferin, die ganz alleine das meiste abwiegen übernommen hat. (wieviel spinat in einem korb war rechnen sie sich selber aus, gell?!)

die ausfahrt des gemüse machten wir in zwei schlaufen, einmal richtung westen und einmal richtung osten, denn mehr als 22 körbe fasst auch unser geräumiges auto nicht. unterwegs holten wir noch ein paket ab und besorgten uns ein (unvernünftiges) mittagessen  bestehend aus einem laib brot, in den die tochter einfach mal so reinbiss und einem eclair für jede von uns.
zuhause gab es für mich kaffee und nach dem mittagsimbiss eine mittagsruhe für uns beide.

am nachmittag habe ich noch mein altes filzregal im arbeitszimmer ausgeräumt, es finden sich immer noch kisten, die umgezogen werden müssen. ich werde mich aber auch von einigen sachen definitiv verabschieden und nur das behalten, was entweder als beispiel für einen kurs dienen kann oder ich noch verkaufen will. das ist leichter geschrieben als getan, steckt doch in jedem stück eine menge arbeit.

zum abendessen gab es ofengemüse aus kartoffeln, rüebli und rande, dazu salat und einen improvisierten dip aus frischkäse und joghurt, denn offensichtlich hatte niemand in der letzten woche lebensmittel eingekauft.
wir sassen ferienüblich lange, auch wohl, weil niemand lust hatte, die küche aufzuräumen. die tochter schickten wir nochmal relativ früh zu bett, morgen vielleicht dann ein gemeinsamer abend mit ihr und film.

Dienstag, 9. Oktober 2018

donnerstag 4. bis montag 8. oktober 2018 - goldener oktober

die letzten fünf tage waren die tochter und ich zu besuch bei meiner mutter.
neben einigen sachen, die wir selbst zu erledigen hatten (helme kaufen, geburtstagsgeschenk für den vierzehnten geburtstag aussuchen, obskures leergut im gutsortierten getränkemarkt loswerden, die 1-euro-shops unsicher machen, e-velo revidieren lassen...) haben wir mit oder für die oma ein einlaufsieb gereinigt, zwei sonnenstoren repariert*, entsorgt und eingekauft, noch ein geburtstagsgeschenk ausgesucht, beratung beim stehlampeneinkauf geleistet, einen herbststrauss gepflückt, blumen gekauft, schrauben nachgezogen und dann doch ausgetauscht und sicher noch einiges mehr.
es blieb aber auch noch zeit zum rummy und kartenspielen, essengehen mit dem patenonkel (meinem),  kaffeetrinken und marmorkuchenessen, eisessen, spazierengehen, einfach so in der sonne sitzen, stricken und reden.
und es ist immer noch schönes wetter. endless summer, ich sags ja dauernd. 


 und als wir gestern dann alles aus- und aufgeräumt (ich habe erstaunlich wenig eingekauft, im 1-euro-shop nur diverse kleinigkeiten für die werkstatt) hatten und beim abendessen mit den beiden zuhause übrig gebliebenen männern die neuigkeiten der woche ausgetauscht hatten, gab es für mich noch eine freudige überraschung:
ich habe nämlich gewonnen! ganz ohne dass ich es mitbekommen habe gab es auf dem post-kunst-werk-blog eine verlosung für alle, die die arbeit von michaela und tabea mit einem (zugegeben kleinen) monatlichen beitrag unterstützen. und da habe ich tatsächlich ein paket mit müllerin-papieren gewonnen! es hat ein bisschen gedauert bis ich das begriffen hatte, aber der gewinn passt perfekt, denn material, das ich endlich mal benützen sollte habe ich genug und so freue ich mich auf papiere, die ich zum buchbinden oder schachtelverzieren benutzen kann oder erstmal so einfach zum bewundern...


*erziehen sie, liebe eltern, ihre tochter, vor allem wenn es die einzige ist, unabhängig davon wie sie zur rollenverteilung zwischen mann und frau stehen mögen, so, dass sie mit schraubenziehern und zangen umgehen kann. sie werden sich im alter darüber freuen.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

mittwoch 3.oktober 2018 - teppich

nachdem ich gestern schon sehen konnte, dass der teppich ein kompaktes stück geworden war, konnte ich heute mit mehr ruhe an die weitere arbeit gehen.
es ist immer schwierig für grössere stücke, die dann auch noch in irgendeiner weise ein aufwändigeres vorgehen erfordern oder bei denen überraschend etwas nicht so läuft wie es sollte, ein genügend grosses zeitfenster zu finden, in dem ich daran arbeiten kann. es ist ja leider so, dass man so ein filzstück nicht in jedem beliebigen stadium einfach über längere zeit liegen lassen kann. schon dass sich das auslegen der grundwolle, das auflegen und des ausserplanmässige annähen der einzelnen aufgelegten steinornamente zweimal über eine unterbrechung der arbeit für einen tag oder mehrere hinzogen und damit der nasse teppich mehr als eine woche auf dem tisch auf liegen musste hinterliess spuren -glücklicherweise nur an der bastmatte und dem plastik. das ist natürlich nicht so schön. ich vermute auch, dass ein teil der steinornamente deshalb noch schlechter als der rest halten wollte, weil ich sie erst einen tag später als die ersten auf der nassen fläche platzieren konnte.
am besten ist es immer, wenn vom ersten nassmachen der wolle bis zu dem zeitpunkt, wo sich alles verbunden hat und man auch einmal wasser auslaufen lassen kann möglichst wenig zeit vergeht.
grosse erleichterung deshalb gestern, als alles verbunden war und ich den teppich zum ablaufen aufhängen konnte. heute habe ich weiter gerollt, wobei nur wenig zusätzliche schrumpfung eintrat, sowie die ränder begradigt. eine grössere zange werde ich wohl noch mitnehmen müssen, denn schon jetzt ist der filz kaum noch mit den händen zu dehnen. die ränder werden übrigens nicht durch abschneiden gerade, sondern indem man gezielt in verschiedene richtungen walkt. die steine scheinen jetzt alle gut zu halten, einzelne ränder stehen immer noch weit vor, da werde ich mich darum kümmern, wenn ich vom besuch bei meiner mutter zurück bin.
und zum schluss werde ich dann wieder bei allen 148 steinen die teilweise fest miteingefilzten fäden ziehen...
momentan hängt der teppich über zwei böcken zum ablaufen und trocknen, so wird er hoffentlich die nächsten sechs tage gut überstehen.

am nachmittag dann eine grobe runde durch garten (kakteen reingestellt, himbeeren geerntet, gegossen) und wohnung (staubgesaugt, aufgeräumt, gebügelt) um der zu hause bleibenden familie ein geordnetes heim zu hinterlassen...
zum abendessen raclette um raum zum erzählen zu geben, was allerdings nur mässig geklappt hat.

Dienstag, 2. Oktober 2018

dienstag 2.oktober 2018 - pizza zum znacht

heute morgen konnte ich endlich die schier endlose annäherei in der werkstatt beenden. schon auf dem hinweg hatte ich mir halbwegs einen plan gemacht, der vorsah zuerst die hälfte der verbliebenen 28 teile anzunähen, dann frühstückspause mit einem mitgebrachten stück kuchen zu machen, dann den rest zu befestigen, dann auf einen kaffee ins nahegelegene kafizwoi zu gehen und anschliessend mit dem rollen des teppichs zu beginnen.
bis zum beenden der näherei blieb ich auch beim plan, dann fiel mir ein, dass das kafizwoi am dienstag geschlossen hat und ausserdem war ich so gespannt, wie ich es bewerkstelligen würde mit dem aufrollen des wirklich relativ grossen und schweren stücks.
das ging dann zuerst mehr schlecht als recht, es stecken alleine knapp drei kilo wolle im teppich und die ist momentan knapp nicht tropfnass, so dass die rolle ihre 15 bis 18 kilo wiegen wird. anheben entfällt damit komplett, ich bevorzuge ein system von rollen, schieben und ziehen. zusammengebunden habe ich dann zweimal etwa 20 minuten rollen können, zwischendurch dann einmal noch die ränder von der rückseite aus bearbeitet und anschliessen die rolle über einen bock zum austropfen gehängt. ein boomerang vom in eine schüssel tropfenden dreckwasser  bekam auf insta überraschend viele herzchen, dabei dachte ich, dass das nun wirklich nur insider verstehen können.
auf dem nachhauseweg grosse vorfreude auf einen milchkaffee, woran ich merkte, dass der genesungsprozess voranschreitet. ausserdem keine schmerzmittel mehr gegen die mit dem schnupfen einhergehenden schmerzen in den stirnhöhlen, ist ja auch schon was.
zuhause nach dem milchkaffee noch eine runde sofa, dann wieder schreibtischarbeit und parallel dazu das kochen der gestern angesetzten walnusstinte. laut der tochter riecht das ganze recht streng, aber glücklicherweise kann ich zur zeit wenig riechen.
sie kam wieder zufrieden aber müde von ihrer schnupperstelle, erzählte von diversen hauswirtschaftlichen aufgaben und verschwand dann in ihr zimmer um sich auszuruhen.
da ich wusste, dass wir auch zum abendessen nur zu zweit sein würden und noch einige erledigungen (apotheke, lebensmittelladen, einen auftrag abliefern) zu machen hatte, schlug ich vor, das abendessen auswärts zu besorgen oder zu essen. nach längerem herumüberlegen schlug die tochter den deluxe-pizzalieferservice vor - dort holten wir allerdings zwei pizzen statt sie uns liefern zu lassen.
auch mit zum vorschlag der tochter gehörte, die pizzen zu essen, während wir eine weiter folge von "eine reihe betrüblicher ereignisse" auf netflix schauten. ich grüble ja immer noch wer der darsteller von graf olaf ist, irgendwie bringe ich ihn mit einem musiker in verbindung, womit ich allerdings komplett falsch liege, wie gerade die recherche auf wiki ergeben hat.
anschliessend noch zeit am schreibtisch verbracht, unklar womit genau, allerdings habe ich zumindest die frisch gekochte walnusstinte ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich sie zu lange eingekocht habe, so dass sie geliert ist und eher die konsistenz von acrylfarbe als von tinte hat. mit federn lässt sie sich jedenfalls nicht mehr verschreiben, dafür um so besser mit dem pinsel.



Montag, 1. Oktober 2018

montag 1.oktober 2018 - geht so.

ein tag mehr oder weniger im bett hat dann doch gereicht, mich am montagmorgen wieder einigermassen geordnet aufstehen zu lassen und die tochter anständig auf ihrer schnupperlehrstelle abzuliefern. ich bin immer noch nicht ganz sicher ob die verantwortliche, die uns in empfang nahm eher überrascht oder eher erfreut war darüber, dass ich die tochter begleitet habe. schön fand ich, dass uns das grobe programm für die kommenden drei tage vorgestellt wurde und dass man sich offensichtlich gedanken gemacht hat, wie ihr ein einblick in der beruf der fachangestellten gesundheit zu ermöglichen.
danach verabschiedete ich mich rasch und radelte weiter in die werkstatt um weiter an den steinen zu nähen. bis freitag hatte ich 81 geschafft, es blieben damit 67 weitere anzunähen, etwas mehr als die hälfte davon habe ich etwa bis mittag befestigt, danach kamen die kopfschmerzen und das dauergeschneuze zurück und liessen mich den rückzug aufs sofa antreten.
dort blieb ich dann auch mehr oder weniger brav den halben nachmittag, in der zweiten hälfte erledigte ich diverse schreibtischarbeit, unter anderem die blogeinträge für die letzte woche.
die tochter kam planmässig gegen viertel nach vier nach hause und erzählte ganz angetan von ihrem tag bevor sie zum geburtstag der besten freundin mit einem riesigen geschenk verschwand.
zwischendurch fragte der grossse sohn nach, ob er kochen sollte, da hatte ich allerdings schon mehr oder weniger den speiseplan für den abend aufgestellt und fleisch aufgetaut, so dass es zum schluss auf ein gemeinsames kochen hinauslief. immerhin blieb mir so zeit, nebenbei die am samstag beim aktionstag gesammelten walnussschalen mit heissem wasser aufzusetzen für die herstellung von walnusstinte nach diesem rezept.
abendessen zu dritt mit dem grossen sohn und kai hatten wir auch lange nicht mehr. der abend verlief eher unruhig und kleinteilig, weil kai zuerst noch für einen auswärtstermin packen musste, dann die tochter irgendwann nach hause kam und wir spät noch einen teil anne with an e schauten.
in den tagesthemen anschliessend ärgerte ich mich über den breiten raum, der "rechtsrockbands" eingeräumt wurde, inklusive mehreren konzertmitschnitten und untertitelung der unverständlich gebrüllten widerwärtigen texte.