Dienstag, 16. Oktober 2018

montag 15.10.2018 - teppich flössen

ferien eigentlich zuende, aber für die tochter doch noch ein tag frei, während ich alltag probe.
frei für die tochter bedeutet heute allerdings extra früh aufstehen, denn sie muss um sieben am gemeindehaus in den bus zum europapark einsteigen.
kurz nach sieben sind also alle ausser haus und ich kann in den tag starten und blogge ein wenig uninspiriert über das wochenende. es ist ganz lustig, aber ich bemerke, dass familienzeit nicht das ist, worüber ich am liebsten schreibe. über die bilder von der neuen kamera ärger ich mich zudem auch noch, ich werde mit diesem gerät einfach nicht warm. ausserdem war ich das ganze wochenende total müde und komplett erschlagen und sehr froh eben nur diese sehr gemütliche geburtstagsparty im fokus zu behalten.
so ganz stimmt das auch nicht, denn der newsletter für die filzkurse in der vorweihnachtszeit ist auch fertig geworden und den verschicke ich dann gleich am montagmorgen. sonntag abend wäre vielleicht besser gewesen, aber wer weiss das schon so genau.

gegen neun fahre ich mit dem fahrrad in die werkstatt und dabei passiert mir etwas ganz blödes - weil ich den anhänger mitnehmen will um noch etwas zu transportieren muss ich die anhängekupplung ans frisch gewartete e-velo anschrauben. was ich dabei vergesse ist den anhänger anzuhängen. aufgefallen ist mir das erst am veloständer vor der werkstatt (dabei rumpelt der anhänger laut hinter mir her, was ich anscheinend nicht vermisst habe) - also muss ich nochmal zurück und den anhänger, in dem sich auch meine tasche, der schlüssel für die werkstatt und sogar das ladegerät für den veloakku befinden, abholen. mit dem akku wird es knapp, aber es langt dann doch gerade so.

in der werkstatt gibt es momentan nichts wirklich dringendes, aber dann doch ein paar sachen, die erledigt sein wollen. am ende entscheide ich nach lust und laune und kümmere mich erstmal um den fast fertigen teppich. mit heissem wasser und gummihandschuhen rücke ich dem teil zu leibe und schrumpfe noch minimal, kann aber sehr gut noch ränder begradigen und fester filzen. ausserdem reibe ich mit den handschuhen überschüssige, nicht filzende fasern heraus. sechs, sieben liter kochend heisses wasser schluckt der teppich ohne allzu nass zu wirken, dabei fällt mir auf, dass kaum mehr seife im teppich ist. auch gut - vor allem für den nächsten arbeitsschritt.


 der teppich geht jetzt nämlich baden. im oberwasserkanal der alten armaturenfabrik. zuerst will er nicht recht untergehen und braucht sehr lange, um das wasser aufzunehmen und dann muss er natürlich auch wieder raus aus dem wasser. das geht ganz gut, weil ich das seil über das geländer der brücke umlenken kann, aber schwer ist er doch.
über dem geländer kann er den restlichen vormittag austropfen.


so ist das schöne oktoberwetter auch noch zu etwas gut! (das seil dient übrigens zur sicherung, ich wollte ja nicht stundenlang beim abtropfen neben dem teppich stehen und hatte schon ein bisschen bedenken, dass er in den kanal abstürzen könnte.)

und weil das alles so gut funktioniert hatte, konnte ich mich dann mit elan ans aussortieren meiner filzstücke machen. ergebnis: eine kiste ganz leer, alle sachen die bleiben dürfen im regal verstaut und damit ist erstmal gut.

die vom sohn ausgeliehen kaffeemaschine habe ich dann auch noch ausprobiert - in zukunft wird es also kaffee in der werkstatt geben.

heimwärts kurz nach zwölf, zuhause dann mittagessen aus resten der vergangenen woche, kleine pause und dann geht es im garten weiter. ziel wäre es, jeden tag eine stunde etwas zu machen, gestern habe ich vor allem verwelktes an den tomaten abgeschnitten, geerntet, gegossen und die reste der schneide- und ausgrabeaktion vom samstag beseitigt. unser aussenkompost (grosser asthaufen) ist mittlerweile gigantisch, ich habe dieses jahr nichts gehäckselt, das rächt sich jetzt.

alltag auch die grosse küchenputzaktion, die ich anschliessend begonnen habe - einerseits um nach den ferien einen überblick über die vorräte zu bekommen, andererseits um die spuren der fish&chips- schlacht vom sonntagabend zu beseitigen.

irgendwann meldete sich die tochter, dass der bus erst gegen halb acht ankommen werde (es waren wohl mal wieder nicht alle zur verabredeten zeit am treffpunkt für die heimreise...), also genug zeit um gemütlich zu kochen: küchle aus krautstielrisottoresten und dazu eine sosse aus paprika, aubergine und tomaten. die tochter ist sehr müde, die männer machen die küche und ich kümmere mich um die wäsche, bevor der abend mit einer weiteren folge von anne with an e ausklingt.

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