Freitag, 6. Februar 2026

#wmdedgt am 5. februar 2026

jeweils am fünften jeden monats fragt frau brüllen ins internet hinein "was machst du eigentlich den ganzen tag?" und sammelt bei sich die antworten. heute bin ich eine von denen, die an diesem tag tagebuchbloggen. 

die woche ist zäh, und geschlafen habe ich auch nicht so besonders, und als das radio im kurz vor sechs weckt, ist es jahreszeitlich bedingt dunkel. alles allerdings keine hinreichenden gründe um nicht aufzustehen und so ziehe ich mich halt zum wort zum tage an und gehe in die küche um den geschirrspüler auszuräumen und frühstück zu machen. 

kai arbeitet heute von zuhause aus, muss aber gleich los zu einem zahnarzttermin, wir spielen die übliche runde wordfeud, planen ein bisschen den tag und dann ist er auch schon weg. ich lerne den fälligen stapel tschechische wörter mit memorion und stelle die eule zufrieden - ich bin in der zweiten hälfte des letzten viertels an lektionen angelangt und spannender wirds nicht mehr. anschliessend turne ich zwanzig minuten mit frau fastner und ja, das internet ist etwas grossartiges, oder etwa nicht? 

ich sammle allerhand dinge ein, die sich angesammelt haben und die in die werkstatt müssen und starte mit dem velo dorthin - gegen viertel nach acht bin ich dort, ich habe am dienstag wohl vergessen, die heizung abzuschalten, es ist gemütlich warm, auch mal recht. 

auf dem filztisch habe ich zur zeit etwas für uns zuhause: vor ein paar wochen habe neuen sitzkissen für die korbsessel gekauft, und jetzt müssen dafür passende kissen in den rücken gefilzt werden. eines ist rotbraun, nimmt farben aus den kelimresten der sitzkissen auf und als ornament habe ich verschiedene weisse stroffstreifen aufgelegt, die alle ganz unterschiedliche strukturen ergeben. die richtige grösse hat das kissen nach einer halben stunde - mit dem dekor bin ich noch nicht ganz zufrieden, aber mal sehen, wie es trocken aussieht. 

anschliessend ist mal wieder eine grosse aufräumrunde dran: die weihnachtsdeko muss weg, die windlichte auch, dazu noch einiges von den kursen vor weihnachten. noppenfolie und vorhänge müssen nach grösse sortiert, plastikfolie weggräumt und ganz allgemein ordnung gemacht werden. am ende fege ich noch den boden und staune wie immer, wie viel fasern sich da immer wieder sammeln, und grundsätzlich ist das grau, was ich da aufsammle, egal mit welchen farben vorher gearbeitet wurde. 

ganz zum schluss suche ich noch ein paar ideen für die kinder, die am freitag in die werkstatt kommen werden heraus, dann ist es auch schon fast zwölf und ich fahre zum mittagessen nach hause. 

kai hat brötchen mitgebracht und es gibt auch noch verschiedene auflagen, die weg müssen, am samstag fahren wir mal wieder auf den markt und zum einkaufen. ich mache noch ein bisschen pause, ich kann gar nicht zählen, wie oft ich heute auf die leiter gestiegen bin. 

am nachmittag bin ich mit einer ehemaligen filzschülerin verabredet, sie hat mich um einen rat gebeten für einen grösseren auftrag und ich gehe sie in ihrem neuen atelier besuchen, was ich mir auch schon länger vorgenommen hatte. wir trinken zusammen tee und erzählen, hoffentlich nicht ich mehr als sie, aber wir reden auch über das kunstprojekt, für das sie eine grosse wolke filzen wird. spannende sache, sie wird berichten. 

gegen halb vier radle ich zum bahnhof zurück und nehme die s-bahn nach oerlikon, da war ich gestern schon, stand aber dann am brillengeschäft vor verschlossener türe, geschlossen wegen trauerfall. heute ist die optikerin wieder da, ich kann meine neue, alte brille abholen. ich habe mir in eine altes gestell aus titan, das ich sehr schön fand und das zugleich extrem leicht ist, neue gläser einsetzen lassen. also nichts spektakuläres, aber schön ist das jetzt auch wieder gut. wie am mittwoch mache ich mich auch heute wieder zügig auf den heimweg, ich hab keine lust auf stadtspaziergang. 

um halb sechs bin ich wieder zuhause, kai ist am kochen, ich falte ein paar kraniche und erledige noch etwas für meinen verein. dann gibt es abendessen, eine wähe mit kohlrabi und spinat. die tochter und ich räumen die küche auf, anschliessend übe ich noch ein wenig den dativ im tschechischen, kai spielt mundharmonika und später schauen wir noch die erste folge von queen of fucking everything an.  

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