Dienstag, 24. November 2020

23. november 2020 - textlastig

schon wieder wochenstart. ein plan für die woche zerschlug sich nach beharrlichem nachfragen, der filzkurs am dienstagabend, den ich ausserhalb meiner werkstatt hätte halten sollen, findet nicht statt. 

kurse ausserhalb lohnen sich nur bei grösseren gruppen, da zum heranschleppen des materials ja auch noch eine raummiete kommt. wenn dann zusätzlich noch der kurspreis gedeckelt und die kommunikation mit der kursanbieterin fehlanzeige ist, wird aus einer chance ein ärgernis.

vormittags in der werkstatt weiter am schönen onlinekurs gearbeitet bis vorerst die vorfilze trocknen mussten. dafür schaffte ich dann noch eine bestellung, die erst am freitag eingegangen war. 

über mittag wieder nach hause - die reste der vorwoche ergaben eine leckere mahlzeit. nach einer beinahe zu langen diskussion über die sonnigste spazierstrecke brach ich mit kai für eine waldrunde auf. vielleicht nicht der sonnigste weg, aber trotzdem schön: ich habe zusätzlich ausschau nach möglichkeiten für adventsdeko gehalten und weiss jetzt, wo wir kiefernäste und vielleicht noch mehr finden können. 

dann haushaltsdinge: kühl-gefrier-kombi in der küche abtauen, küchenfenster und die gesamte küche putzen. und weil es noch so sonnig war, die grosse haushaltsleiter gerade hier ist (sonst steht sie in der werkstatt) und mich das nicht wirklich gut geputzte wohnzimmerfenster bei tiefem sonnenstand störte, putzte ich auch noch gleich das grosse fenster - vom garten aus, weil man es nicht öffnen kann. 

danach schreibtischdinge, aber keine lästige büroarbeit, sondern schönes, bis kai feierabend machte und tochter und sohn eintrafen. noch ein telefongespräch mit meiner mutter, dann abendessen: süsskartoffeln, dazu gefüllte champignons und salat mit mandarinenschnitzen, gekocht vom sohn. 

am abend strickend "gott" von ferdinand von schirach gesehen (live im deutschen fernsehen!) - "leider" hatten wir schon am vormittag auf deutschlandfunk kultur ein interview mit einem echten mitglied des ethikrats gehört, die schon mal vorab erklärte, dass ihre sitzungen ganz anders aussehen als von schirach dargestellt. dementsprechend sahen wir das ganze schon eher auf einer metaebene: eben auch unter dem aspekt, wie versucht schirach hier eine bestimmte haltung (ich vermute mal: seine) zum problem sterbehilfe subtil oder auch weniger subtil dem zuschauer schmackhaft zu machen. dementsprechend ging ja dann auch die abstimmung aus, mit einer grossen mehrheit für eine liberale praxis der sterbehilfe. spannend war die anschliessende diskussion im ländervergleich, diskutiert wurde in einer runde im schweizer, und bei hart aber fair im deutschen fernsehen. ganz andere zusammensetzungen der gäste, ganz andere traditionen (in der schweiz ist sterbehilfe schon lange erlaubt, allerdings hätten die sterbehilfeorganisationen schon auch ein problem mit einem so offensichtlich vitalen menschen wie im fernsehfilm) und vor allem: in der schweiz wurde ein fernsehfilm diskutiert, in deutschland eine politische fragestellung (die im übrigen das bundesverfassungsgericht bereits entschieden hat).

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