Montag, 2. November 2020

31. oktober und 1. november 2020 - eine bresche geschlagen

 das wochenende, an dem wir eigentlich zu einer grossen hochzeitsfeier in die alte heimat hätten reisen sollen. wir hatten schon vor einigen wochen abgesagt, jetzt konnte das fest wohl gerade noch so mit reduzierter teilnehmerzahl vor dem erneuten lockdown in deutschland durchgeführt werden. wir wünschten dem brautpaar brieflich glück und waren pandemiebedingt nicht ganz unglücklich darüber, nicht mitfeiern zu müssen/können. 

anstattdessen stand gartenarbeit auf dem plan, was auch sonst. das wetter war uns gewogen, es war trocken und einigermassen warm, am nachmittag kam sogar teilweise die sonne heraus. kai entfernte brombeeren, die tochter wischte blätter und ich startete einen angriff auf die völlig aus der form geratene thujahecke. im vergangenen herbst/winter hatte ich da schon mal ein grossreinemachen begonnen, dann aber vor den schieren massen kapituliert. im sommer hatten wir uns dann immer wieder darüber geärgert, dass die bis in drei bis vier meter höhe aufgewachsene hecke uns die sonne schon früh am abend vermissen liess.

 


nun also die radikalkur: es muss einfach ganz viel von den nach oben gewachsenen spitzen der hecke weg. dafür halfen dann alle mit. die hecke wird nicht mehr ausschlagen, darüber sind wir uns im klaren, aber vielleicht wird das efeu mit der zeit die kahlen stellen überwuchern. und der nachbar hat die hecke wohl oben immer schön auf einer höhe gehalten, so dass wir wenigstens wissen, wo sie enden soll. 

einen teil der äste verbrannten wir, es ist auch viel abgestorbenes beim schnittgut dabei. und auf der glut brieten wir eine packung fackelspiesse, die vom sommer übrig geblieben waren. so gab es am nachmittag ein essen im garten, nicht wirklich gemütlich, weil ich mich auch ein bisschen mit dem sonnenstand verrechnet hatte, aber lecker nach so viel arbeit. 

am schluss rechte ich den ersten schwung blätter von der wiese und wir räumten so leidlich auf, denn irgendwann diese woche wird es weitergehen mit der hecke. 

anschliessend waren wir erstmal alle ziemlich müde, rafften uns aber gegen später noch zu "die kinder von golzow" auf, und zu einer kleinen käseplatte dazu. 

***

der sonntag begann wider erwarten mit regen, so dass wir erstmal zuhause blieben. ich buk schwarzwälder-kirsch-muffins, die tochter kochte pudding und machte zusammen mit der freundin brownies und später gingen wir dann doch noch auf eine spazierrunde in den wald, wo wir fast ganz alleine waren bei dem scheusslichen wetter. auf dem rückweg nahmen wir am bauernladen einen sack mist für unsere rosen mit. zuhause dann kaffee und die muffins und später nicht mehr viel, ausser stricken, telefonieren, lesen, tatort aus stuttgart. 

gesehen: die kinder von golzow, teil 1/4, tatort aus stuttgart

gelesen: wolfdietrich schnurre, kassiber


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