Montag, 5. Oktober 2026

kw 40 - im tarifdschungel und im sukkulentenparadies

auch mit dem start des oktober hat sich wenig am wetter geändert - es ist immer noch spätsommerlich sonnig, mit tagestemperaturen um die zwanzig grad. immerhin hat es einmal geregnet, aber irgendwie ist dieser endlose sommer langsam ein bisschen fad. 

ich habe versucht, fleissig zu sein und war neben kulturzentrum und museumsaufsicht an drei vormittagen und einem nachmittag in der werkstatt. für das kommende shirdaktreffen hatte ich eine idee, die ich ausprobieren möchte - anstatt in der fläche zu arbeiten müsste das zerschneiden und wieder zusammensetzen auch in der hohlform gehen. jedenfalls dann, wenn ich das mit den unterschiedlichen radien innen und aussen hinbekomme. eine grundform als ausgangsmaterial ist jedenfalls schon mal vorbereitet. danach habe ich mit der farbauswahl und dem filzen von flächen für einen grösseren teppich begonnen. 

die ausgestaltung des durch den auszug der tochter frei gewordenen zimmers ist ein bisschen vorangeschritten - nachdem ich zuerst versucht hatte, mir aus einer styroporplatte und einem stück stoff eine pinnwand zu basteln und am ende an der aufhängung gescheitert bin, habe ich mir jetzt eine magnetwand bestellt. prompt wurde sie geliefert und von kai am abend auch gleich aufgehängt. sieht toll aus und endlich hat auch der schreibtisch einen besseren platz gefunden und ich habe mir ein lampe aus dem keller geholt. im sommer fand ich das zimmer relativ unbenutzbar, jetzt wird es allmählich. allerdings bin ich mir immer noch recht unsicher, ob ich wirklich noch mehr platz für mich brauche. 


durch die unzuverlässigkeit des velos in der vergangenen woche konnte ich mich diese woche so richtig an den per rad zurückgelegten strecken erfreuen. es ist so unkompliziert, wenn ich einfach die paar minuten zwischen verschiedenen serviceterminen und meinen drei arbeitsplätzen hin- und herradeln kann. und ab und zu fällt mir dann auch noch auf, wie schön das am frühen morgen am fluss so aussieht. 

 
noch spektakulärer nur noch mit nebel, vielleicht kommt der dann ja auch mal irgendwann. 
 
auf das freie wochenende habe ich mich sehr gefreut, ich hatte blogpläne (fast alle umgesetzt) und ausserdem endlich mal zeit, mich auf den rasch näherrückenden besuch an der frankfurter buchmesse vorzubereiten. mein antrieb, dort nach mehr als dreissig jahren mal wieder hinzufahren ist vor allem dem gastland tschechien geschuldet. also informierte ich mich erst mal, was in diesem zusammenhang geboten ist. leider werde ich meine liebste tschechische illustratorin, andrea tachezy, verpassen, da ihr panel noch ausserhalb der publikumsöffnungszeit stattfindet. ich freue mich aber auch einfach aufs treibenlassen, denn vermutlich wird das die vernünftigste form sein, das grossereignis zu erleben. 
bahnfahrt, hotel, eintrittskarte habe ich alles längst organisiert - blieb die abklärung der strecke zwischen hotel und messe, hotel habe ich natürlich so gebucht, dass die strassenbahn vor der türe hält. lustig wurde es dann bei der frage, welches ticket für den öv am günstigsten ist - die regionale öv-anbieterin rmv meint, ein tagesticket für 7.75 euro lohne sich allgemein ab der zweiten fahrt. die einzelstrecke kostet 3.80 euro - wobei sich mir rätselhafte 15 cent mehrkosten mit dem tagesticket ergeben, ist das mit allgemein gemeint?  mal ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man an einem fahrkartenautomaten mit fünf-cent-münzen bezahlen kann, was bei einer derart ungeraden zahl ja notwendig ist. die notwendige app habe ich schon mal installiert, und vermutlich werde ich auch das tagesticket nutzen, aber über mangelnde rechenfähigkeit der schüler:innen darf man sich halt so auch nicht wundern. 
weitere recherchen haben ergeben, dass ich die app nicht nutzen kann - ganz einfach, weil ich einen wohnsitz im ausland habe. damit dürfte der gang zum ticketautomaten die einzige möglichkeit sein, zu einem gültigen fahrschein zu kommen. kann ich auch gleich mal herausfinden, wie die das mit den fünf-cent-münzen so halten. aber ein bisschen bin ich ja schon enttäuscht. was in budapest, prag und brünn problemlos klappt, soll ich frankfurt unmöglich sein?  
 
glücklicherweise habe ich nicht das ganze wochenende mit diesen dämlichen recherchen zugebracht. 
am samstag erledigten wir haushaltsdinge, inklusive einer ersatzbeschaffung für unseren schwächelnden staubsauger und später reichte es auch noch für ein bisschen gemütliches ausspannen. und ich habe endlich mal wieder eine lasagne gemacht. 

am sonntag waren wir mit den rädern unterwegs, noch lieber wäre ich ja zu fuss gegangen, aber das macht der verstauchte knöchel noch nicht so richtig mit. 
 
 
unterwegs entdeckten wir dieses fast schon surreal schöne beet mit verschiedenen kakteen und anderen sukkulenten - vor der waldshuter stadtgärtnerei. 
 

und später einfach so am weg in einem privatgarten diesen park. 
 
für den abend hatten wir die kindern zum kürbisgnocchi-kochen und -essen eingeladen, es wurde fleissig gearbeitet und am ende gemeinsam geschlemmt. 
 

 

 

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