wenn ich einen blogpost zu schreiben beginne, steht da zuerst immer die jeweilige kalenderwoche. nicht dass ich mich dieser zahl so bewusst wäre wie des datums, aber sie dient mir zur orientierung und man kann sie ja in jedem kalender nachschauen. diese woche hatte ich eine begegnung der eher unangenehmen art mit dieser zahl - in einer terminabstimmungssache erwähnte ich diese wochennummerierung, einfach um klarzustellen, von wo wir starten sollten und wurde daraufhin recht rüde darauf hingewiesen, dass man das ja nie irgendwo sehe, welche nummer die woche habe. hä? wäre ja vielleicht auch eine möglichkeit gewesen zu fragen, wo man das nachschauen kann? keine ahnung, wann nichtwissen so schick geworden ist, dass man damit andere dumm anmachen kann.
insgesamt war die woche eher von der wenig verplanten sorte, eine gute gelegenheit, mit der produktion für den weihnachtsmarkt in der filzwerkstatt voranzukommen.
bild vom montag, inzwischen sind 25 engelchen fertig geworden. ich war überrascht, wie leicht und rasch mir vor allem das zusammennähen und -fügen von der hand ging. und es war schön, mal wieder bei einer routinearbeit für die hände podcasts zu hören.
im kulturzentrum habe ich begonnen, mein stundendefizit anzugehen - dass ich noch eine aufgabe delegiert bekomme, erwarte ich nicht, aber es bleibt auch genügend an trivialem liegen, das ich jetzt einfach mal erledige. und dann habe ich doch noch eine spannendere aufgabe von einer anderen seite übertragen bekommen. ein bisschen kryptisch, aber das muss so. und auch hier: schön, mal wieder an einem büchertreff dabei gewesen zu sein - noch schöner: ich bin engagiert worden, für eine kurze buchvorstellung tschechischer gegenwartsliteratur. sollte mir nicht schwerfallen, siehe buchpost im oktober.
nur einen nachmittag wurde ich diese woche im museum gebraucht.
die sommerbepflanzung ist weg. der herbst hat endgültig einzug gehalten. nicht einmal besonders viele besucher hatten wir.
am samstag traf sich die shirdak-gruppe der filzszene schweiz in meiner werkstatt. und so sehr ich ja immer da drunter leide, wenn ich samstag nicht mit kai auf den markt fahren kann (die tochter sprang spontan für mich ein), so schön war dieses treffen mit fünf weiteren filzenden frauen.
das mittagsbuffet zu dem jede etwas mitgebracht hat, lässt befürchten, wir hätten nichts anderes getan als gegessen - war aber nicht so.
ich habe zuerst den rand eines weiteren sitzfilzes fertiggestellt. (mit einer kabulischen webkante - später hat eine der teilnehmerinnen in einem ungarischen buch bilder gefunden, wo diese art des randabschlusses auch mit brettchenweben kombiniert wird, da ist also auch schon mal jemand draufgekommen...)
dann wagte ich ein experiment - ich habe zwei ziemlich gleich grosse schalen gefilzt, die eine in die andere hineingezängt, und dann mit dem messer beide gleichzeitig geschnitten - ganz so, wie man das beim herstellen von shirdakteppichen mit den flächen macht.
der nächste schritt ist das zusammennähen.
ganz bin ich nicht fertiggeworden.
aber weil wir uns früh wieder auflösten, reichte es noch zu einem kaffee im garten, als ich wieder zuhause war.
auf den sonntag und die gelegenheit, eine längere zeit draussen zu sein, hatten wir beide sehr gewartet. morgens schien schon ein bisschen die sonne, dann zog es wieder zu, wurde dann aber insgesamt viel sonniger als angesagt. auf vorschlag von kai fuhren wir zum brugger berg, parkten an der kaserne und stiegen zuerst zum alpenzeiger hinauf, um von dort so weit wie möglich am bergrand nach norden zu gehen.
wir sahen, wie schon im januar 25, wieder gämsen, diesmal so nah, dass ich beim fotografieren schnell sein musste und weil ich auf dem display nichts sah, nicht die ganze gämse drauf habe.
nach der grossartigen aussicht aufs wasserschloss (hier vor allem gut zu sehen der zufluss der limmat in die aare) folgten wir dem steilen serpentinenweg durch die felsen in den abhang (hier rutscht alles, der weg sah wenig vertrauenserweckend aus) und gingen auf halber höhe wieder zurück nach süden entlang des brugger bergs.
unterwegs fanden wir noch diesen lustigen steinknubbel, der in etwa so gross wie ein pouf war. dann ging es den restlichen weg zurück zum auto, unterwegs trafen wir eine familie die maronenröhrlinge gefunden hatte, also vielleicht doch noch mal pilzesammeln?
den nachmittag verbrachten wir nach teetrinken lesend, häkelnd, schlafend und hausaufgaben für die tschechischlektion machend - und damit die geschenkten quitten zu saft zu verarbeiten und ein leckeres abendessen zu kochen. die nächste arbeitswoche kann kommen.










