Freitag, 23. Juni 2017

die sonne macht die arbeit! - sommerpost 2017

seit tagen mehren sich ja hier im blog schon die anzeichen, dass es wieder eine sommerpost geben wird und dass ich mich bereits daran gemacht habe, das lustige sonnendruckverfahren auszuprobieren. gestaunt habe ich schon, als ich von michaelas rosensonnendrucken las und als ich die anmeldung für die sommerpost dann abgeschickt hatte, gab es keine ausrede mehr, ich musste es probieren.
das prinzip ist ganz einfach und doch irgendwie ein bisschen wie magie. man trägt verdünnte stoffmalfarbe auf einen nassen stoff auf, deckt teile des nassen stoffs ab und lässt ihn in der sonne trocknen. an den abgedeckten teilen trocknet der stoff langsamer und weil die feuchtigkeit (und mit ihr die farbpigmente) in richtung trockener teile wandert, entfärben sich die abgedeckten stellen, während sich an den unabgedeckten die farbe sammelt.
wie einige andere auch, habe ich meine ersten versuche mit der stoffdruckfarbe vom letzten jahr gemacht. etwa 1:2 mit wasser verdünnt und erstmal mit einfachen schablonen ausprobiert, hat das verfahren auf anhieb funktioniert, auch wenn das ergebnis mit der relativ dickflüssigen farbe noch nicht optimal ist.


ein zweiter versuch mit schmalen streifen verlief dann auch eher ernüchternd, aber andererseits war er erhellend: denn überall wo die farbe nur sehr dünn war, an den rändern nämlich, hat es super funktioniert.


der nächste versuch mit dünnerer farbe machte mich dann gleich wieder zufriedener.


leider enthält die stark verdünnte siebdruckfarbe aber kaum noch pigmente, so dass es auf einen eher blassen druck hinausläuft. darum habe ich mir bei meiner nachbarin, die ungefähr genau so viel bastelmaterial hortet wie ich, nur manchmal ein bisschen sortimentsverschieden, seidenmalfarben ausgeliehen. (dafür musste ich ihr den link zur sommerpost weitergeben, weil sie natürlich wissen wollte, für was ich die farbe brauche und sehr, sehr interessiert war!)


die ergebnisse mit der ungleich dünneren seidenmalfarbe sind so anders auch wieder nicht, ob das  ganz feine netz auch mit siebdruckfarbe spuren auf dem stoff hinterlassen hätte, weiss ich natrülich nicht.(ja, und hätte man es vorher besser abgewaschen und damit vermieden, dass reste von acrylfarbe auf den stoff kommen, hätte es richtig gut ausgesehen...) nur die farbtiefe ist mit den seidenmalfarben ein bisschen besser und der stoff hat keinen so brettigen griff nach dem bedrucken. 


zu lernen gab es aber auch hier gleich wieder etwas: die schablone muss richtig gut aufliegen, am besten drückt man sie in den nassen stoff hinein, wo sie das nicht tut, gibt es ausgefranste ränder. und manche seidenmalfarben ertragen die sonne nicht so gut. das hätte mohnrot sein sollen!




Kommentare:

  1. Wie schön, dass du schon losgelegt hast und deine Nachbarin gleich mit ansteckst! Meine Versuche mit der Siebdruckfarbe sahen ja sehr ähnlich aus, aber ich finde, das hat auch was. Das schöne diesmal ist ja auch, dass alle Stoffe unterschiedlich sein werden. Ach, das wird ein feiner Sommer. Ich freu mich.
    Grüße von Michaela

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  2. Hallo Stefanie
    deine Muster sind sehr interessant mit der Seidenmalfarbe. Wir färben im Kurs von Corinna auch mit Seidenfarbe den Filz, bin erst am Anfang, und echt gespannt was da alles rauskommt ;)
    Lieber Gruss
    Heidi

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  3. schön! das ganz feine muster ist gut geworden. ud die unscharfen ränder gefallen mir ganz gut ;)

    die tabea grüßt

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  4. *lächel*
    Du tastest dich genau so ran wie ich :-)

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  5. Das Streifenmuster ist toll geworden! Lieben Gruß Ghislana

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