Freitag, 21. November 2014

unser gemüse heute


nüsslisalat (feldsalat, ackersalat, rapunzel ... oder wie sagen sie dazu?), zuckerhutsalat, pastinake, rüeb(li), kartoffeln, bodenkohlraben, rote zwiebeln, knoblauch.

gestern abend an der generalversammlung der genossenschaft wurde schon der neue anbauplan fürs kommende jahr diskutiert, dabei hält auch das noch laufende gemüsejahr seine überraschungen bereit. bodenkohlraben kenne ich bisher nicht, glücklicherweise gabs rezepte gleich im korb dazu.

die gv war spannend - 47 von möglichen 60 gemüseabos sind gelöst, und trotz einiger widrigkeiten, dem wetter, einer insektenlarvenplage, und dem erst ganz neu kultivierten und darum noch nicht so guten boden haben wir (da zitiere ich jetzt mal unseren bauern) nicht nur keinen verlust gemacht, sondern auch noch ganz gut gegessen.

ich stimme ihm da vollständig zu, denn auch wenn man sich schon dran gewöhnen muss, dass das gemüse generell dreckig bei uns ankommt (lässt sich mit dreck aber besser lagern!) und auch teilweise erst von mitessern und verletzungen gesäubert werden muss, ist der geschmack einzigartig! kohlrabi schmeckt nach kohlrabi und nicht nach kiste, karotte nach karotte und nicht nach wasser und so weiter. ich denke, wir hätten schwierigkeiten, uns wieder an supermarktgemüse zurückzugewöhnen. denn tatsächlich kaufe ich quasi kein gemüse mehr beim grossverteiler. ab und zu einen salat auf dem markt oder beim milchexpress, wenn es arge salatdurststrecken gibt, zwiebeln und kartoffeln, weil die mengen da einfach zu klein sind (wir beziehen mit fünf personen ein abo für 2 bis 3 personen) und sonst nichts.

bleibt die frage ob das abonnement für uns finanziell aufgeht. pro lieferung habe ich  grob gerechnet 28 franken bezahlt, das auch darum, weil wegen der larvenplage eine zeit lang nichts geliefert wurde. im nächsten jahr wird dieser betrag auf unter 25 franken sinken - vorausgesetzt es klappt mit der regelmässigen lieferung. dies liegt ein wenig höher als das, was ich wöchentlich nicht im supermarkt ausgebe, weil ich kein konventionelles gemüse mehr kaufe. trotzdem ist die rechnung aufgegangen: denn wir haben nicht nur viel mehr gemüse, sondern biodynamisches gemüse gegessen und viel seltener etwas dazu gekauft. einfach weil das gemüse da war, weil wir es sowieso hatten und dann, wenn daneben noch wurst, fleisch, teigwaren, reis und so weiter angeboten würde, wir das gemüse einfach nicht schaffen würden, rein mengenmässig. wir essen also mehr und gesünderes gemüse und verzichten wohl öfter mal auf fleisch und wurst. manchmal wird das natürlich hier auch moniert, aber immer noch mit einem eher humorvollen unterton.

und noch eine frage bliebe zu beantworten: wie steht es mit den arbeitseinsätzen? wir haben es in diesem jahr geschafft, mehr zu tun als wir gemusst hätten, fünfzehn statt 12 einsätze bisher und vielleicht kommt ja bis jahresende noch einer dazu. das war aber auch deshalb relativ einfach, weil ich oft nicht alleine gegangen bin, sondern noch familienmitglieder zum mithelfen motivieren konnte, die natürlich dann auch zählen. und weil es spass macht, auf den hof zu gehen und zu helfen. dabei kann man auch immer ein bisschen schauen, was gerade so wächst, wie sich das feld übers jahr verändert und so weiter. ohne zu arbeiten würde ich das nicht machen, aber beim helfen auf dem hof fühle ich mich eigentlich sehr wohl dort (kann man ja vom warmen und trockenen schreibtischstuhl aus mal schreiben). mit spontanen einsätzen habe ich allerdings meine probleme, weil unsere woche doch ziemlich durchgeplant ist. dafür trage ich mich aber oft schon auf wochen im voraus ein, diese termine kann ich dann sehr gut mit meiner arbeit vereinbaren.

für uns passt es also auch für das kommende jahr bei biocò - schon alleine um zu sehen, wie es weitergeht!


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