Freitag, 17. August 2012

tschechien 6 - wandern im riesengebirge

also irgendwann war dann unser aufenthalt in prag auch zu ende, auch wenn es noch eine menge anderer stadtteile zu entdecken gegeben hätte. aber wir wollten ja nicht nur stadt, sondern auch natur sehen und ausserdem muss man ja auch immer einen grund haben um wieder nach prag zu fahren. 

von jetzt an geht es darum auch ein wenig unchronologisch weiter, weil wir dann doch an den meisten tagen im riesengebirge eines getan haben, nämlich wandern. und wenn sie sich fragen, wie das geht, mit drei kindern in unterschiedlichem alter, so zwischen endender trotzphase und beginnender beziehungsweise fortgeschrittener pubertät, dann kann ich ihnen momentan nur den post von frau mutti über das wandern empfehlen. so ganz allgemein machen wir das ganz ähnlich.

speziell im riesengebirge ist es aber auch besonders schön, das wandern.


denn erstens gibt es hier meiner ansicht nach die allerbesten und schönsten wanderwege - was ich übrigens auf ganz tschechien ausweiten würde. und seit ich vor vielen jahren mal eine schülergruppe so einen weg anlegen sah, gehe ich auch besonders ehrfürchtig über diese wege, das ist nämlich eine riesenarbeit, das so schön hinzubekommen. 



auch ganz wichtig ist, dass es immer anständiges kartenmaterial gibt und wegzeiger, die zuverlässig sind und durch regelmässige markierungen ergänzt werden. (und auch wenn sich die schweizer da jetzt ärgern werden, das können die tschechen genauso gut!)

 

und trotz oder vielleicht auch wegen des guten kartenmaterials muss ab und zu ein kleines abenteuer sein. denn auf nicht so viel begangenen wegen muss eine eingezeichnete brücke nicht unbedingt auch immer noch existieren. dann macht es auch viel spass, sich selbst einen weg über den bach zu suchen. 
(hier hat der grosse so lange den foto im anschlag gehalten, weil er dachte, dass doch noch einer reinfällt. pech gehabt!)

aber viel wichtiger als ein guter weg ist das was es neben dem weg zu entdecken gibt:


blaubeeren erleichtern zum beispiel das bergauflaufen ungemein.



insekten müssen unbedingt fotografiert werden.
(was uns als eltern und der kleinsten immer mal wieder eine pause verschafft hat.)


hier gab allerdings ich den auftrag "fotografieren", denn ein geeignetes bestimmungsbuch war nicht im handgepäck.


marienkäfer gab es überall unzählige. sogar auf dem allerletzten steilen, steinigen stück bis zum gipfel der schneekoppe. und wenn so ein marienkäfer ein stück mitgenommen werden will, dann sind die eigenen müden füsse plötzlich gar nicht mehr wichtig.


und dann kann es auch passieren, dass man am einen tag für eine attraktion eintritt bezahlt, die man am anderen gratis bekommen kann. (mich beeindruckte vor allem die vorstellung wie diese steine früher auf wanderer gewirkt haben, wenn jemand zum beispiel bei schlechtem wetter im nebel plötzlich vor so einer felsformation stand... ich wäre da sicher zu tode erschrocken...)



immer noch sieht man im riesengebirge sehr wenig nutztiere, wahrscheinlich wurden deshalb diese schafe auf einer hochweide so intensiv fottografiert. dafür sahen wir immer mal wieder von sehr nahem rehe und auf der heimfahrt von der autobahn aus in einem feld tatsächlich ein wildschwein. am hellichten mittag.


und eines darf man natürlich auch nicht vergessen: überall finden sich im riesengebirge grosse und kleine wanderhütten, sogenannte bauden. und da kann man natürlich nicht nur schaukeln, sondern bakommt in der regel auch etwas zu essen und trinken, aber dazu später mehr...

















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