nachdem der februar darauf bestanden hatte, arbeitsmässig zumindest im 20%-pensum im chaos zu enden, tat die kleine auszeit aus generalversammlung der filzszene in chur und vier tagen unterwegs zum meer wirklich gut. im nachhinein wundert es mich auch nicht mehr so sehr, dass ich in der koje auf dem schiff so gut geschlafen habe, vermutlich hätte ich überall gut geschlafen (habe ich auch getan) wo ich weit genug von den zuständen im kulturzentrum weg gewesen wäre.
wieder zurück taumelte ich immer noch sehr durch die arbeit, aber wir nahmen die marktbesuche am samstag endlich wieder auf, ich unterrichtete ein basismodul und hatte verabredungen:
ich stellte in der dorfbibliothek ein kleines filzprojekt für einen anlass vor - im mai werde ich zwei publikumswirksame filzanlässe haben.
und ich fuhr endlich mal wieder nach zürich - vorher gab es noch einen kaffee beim älteren sohn in baden:
dann bummelte ich durch das niederdorf und kaufte mir (und anderen) ein paar schöne dinge und ...
... schliesslich ging es mit dem tram zum jüngeren sohn in dessen büro, das ich schon lange mal anschauen wollte.
dann ging ich noch meine wolle die zackelschafe besuchen
schon von weitem hatte ich beim hochfahren zum hof die herde gesehen - das wetter war nicht so toll, da wollten sie lieber rechtzeitig in den stall, warteten aber respektvoll bis sie abgeholt wurden.
dann ging alles ganz fix.
der bock tayo führt nicht wirklich die herde an.
drinnen warten frisches heu und futter.
die kleinen finden das noch nicht so spannend und wollen lieber noch mal nach draussen schauen.
drinnen im stall von ganz nahem.
ist das jetzt sissi? eher nicht. sissi ist das leittier der herde, eine der ältesten und stammt aus österreich (wer hätte das gedacht?)
hans-peter hat den überblick - es werden noch ein paar lämmli mehr werden. es war wieder eine sehr lehrreiche und zugleich entspannende stunde im stall.
in der werkstatt gab es aufträge zu erledigen
die tomaten sind gesät (und mittlerweile auch gekeimt).
an sonnigen tagen kommen schon die eidechsen zum sonnen heraus.
die sternmagnolie und die glöckchenhasel blühen um die wette.
wobei für mich die magnolie immer gewinnt - allerdings war sie schwer von frost bedroht und gegen ende des monats hat es sie dann auch noch erwischt.
es gab eine station zum thema sticken auf filz.
ich zeigte ein bisschen kardieren und handspinnen.
natürlich mit dem ziel einfilzbare garne herzustellen!
an anderer stelle wurde mit seidenfasern gearbeitet und es entstanden schöne lichtschalen...
... und faserpapier, ebenfalls zum einfilzen.
alle waren superzufrieden mit dieser ganz neuen art von veranstaltung, die den teilnehmenden schon ein bisschen spontaneität abverlangt - und ganz klar war der wunsch, das wieder zu machen und beim nächsten mal die organisation auf mehr schultern zu verteilen...
der letzte tag des märz ging dann trotz überbelegung des kulturzentrums auch noch glatt über die bühne - zehn tage zuvor waren bei ähnlicher konstellation noch die verschiedenen anspruchsgruppen ungut aufeinander getroffen, diesmal hatte ich sorgfältig geplant und alles ging wunderbar entspannt aneinander vorbei.
der april bringt noch eine volle arbeitswoche, danach sollte es ferienhalber ein bisschen ruhiger werden. ich hoffe, ich komme dann wieder mal ab und zu auch in die werkstatt. neben zahnarztterminen und einer kontrolle beim augenarzt stehen eine stadtwanderung mit freunden, ein freier tag mit ausflug mit kai, eine kleine reise in die alte heimat und dann endlich die ersehnten sechs ferientage in prag in der agenda.
und ich wäre bereit für frühling!